Unterschiede bezüglich Arbeitslosigkeit bei Männern und Frauen

Die New York Times stellt unterschiedliche Auswirkungen der Arbeitslosigkeit bei Männern und Frauen dar:

Almost 60 percent of the women say it has improved their relationship with their children, but only 22 percent of men say the same.

Working is in decline for both men and women in the United States. And many of the reasons are the same: weak growth, foreign competition, technological change. But as we highlighted in a pair of articles in recent days, there are also key differences in the out-of-work experiences of men and women — differences with real consequences for the question of what it would take to get people back to work.

The poll results suggest that men are more burdened by pride. They are less willing to take a minimum wage job or an entry-level job in a new field.

So eine Umfrage ist natürlich immer mit Vorsicht zu sehen. Ich kann nicht sagen, wie sauber sie durchgeführt wurde. Die Ergebnisse scheinen mir aber auch nicht ungewöhnlich.

Wenn der Status und das Ansehen bei einem Mann eher davon abhängt, wie er beruflich dasteht und eine Frau eher weniger an Status verliert, wenn sie „ganz Mutter“ ist, dann ist dies durchaus verständlich.

Dann können sich Frauen eher auf die Mutterrolle einlassen und als Ergänzung auch eher einen schlechten Job akzeptieren, da man von ihnen weitaus weniger erwartet, dass sie Haupternährer und Versorger der Familie sind.

Frank Walsh is featured in my article for his unwillingness to work for $10 an hour, which is roughly his wife’s hourly wage as a teacher’s assistant.

“She’s just more willing,” he told me. “She’s just more accepting.”

At the same time, men also come across as more eager to work.

They were almost twice as likely to say they were willing to commute more than an hour each way, and about 50 percent more likely to say they were willing to move to another city. Similarly, men were much more willing than women to return to work for 25 percent less money than they made in their previous job.

Männer waren also eher bereit bestimmte Einschränkungen hinzunehmen, wenn sie dafür den Status ihres alten Jobs wiederbekamen bzw. sich eher von der Familie zu entfernen, wenn dies einen besseren Job bedeutete. Das dies natürlich auch in den „Gender Pay Gap“ einzubeziehen ist, wäre eine andere Sache. Hier zeigt sich, dass sich die Geschlechterrollen und die Erwartungen an den Mann auch so auswirken, dass er einen geringeren Job nicht akzeptiert – Feministinnen würden das vielleicht als Zeichen nehmen, dass er sich für etwas besseres hält, während Frauen es gewöhnt sind schlecht bezahlt zu werden, es ist aber aus meiner Sicht vor dem Hintergrund, dass Männer damit eher ihre Rolle erfüllen, die ihnen bestimmte Pflichten auferlegt, besser zu begründen.

In dem Artikel heißt es weiter:

The reason appears to be that women — particularly those with children — placed a higher value on being at home. Mothers were much more likely than fathers to describe “family responsibilities” as a reason they had not returned to work.

This implies that it will take more to lure those women back to work. “Often the challenge is insurmountable in part because there is a dearth of programs and policies in the United States to support women in their prime career and childbearing years,” my colleagues Claire Cain Miller and Liz Alderman wrote in their article on the recent decline of female employment.

Also auch hier eine Auswirkung der klassischen Rollen: Frauen DÜRFEN eben auch eher zuhause bleiben als Männer. Staatliche Unterstützungen mögen dann ihr übriges tun.

Men who weren’t working reported declines in well-being, with 43 percent saying their mental health was worse and 16 percent saying it was better, and with 41 percent saying their physical health was worse and 19 percent saying it was better. Women reported almost no difference in physical health and a small decline in mental health, with 29 percent saying they felt worse and 25 percent saying they felt better.

The gender difference is also visible in the way nonworkers spend their days.

Nonworking women were more likely to say they were engaged in activities like volunteering, caring for family members and exercising. The activities the men were more likely to be doing than the women? “Non-exercise leisure activities such as reading, watching TV and surfing the Internet.”

A 2013 study of time-used data gathered by the federal government reached a similar conclusion. It found that people who left work in recent years devoted 51 percent of their former working hours to leisure, including sleep, and 30 percent to housework and errands. The study found that women did relatively more housework and got more sleep, while the men watched more television.

Frauen haben also eher eine neue Rolle gefunden, die keine Erwerbsarbeit erfordert, während Männer dies schwierig fanden. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass arbeitslose Männer eher Single waren oder seltener Kinder zu betreuen hatten als Frauen.

3 Gedanken zu “Unterschiede bezüglich Arbeitslosigkeit bei Männern und Frauen

  1. Wenn in us die frauen wie hier ofters teilzeitangestellte sind als männer, dann verlieren sie durch arbeitslosigkeit weniger mittel und tagesstruktur als die männer.
    Nicht nur, dass männer eher bereit sind lange arbeitswege auf sich zu nehmen, notfalls auch umzuziehen, viel eher würden sie auch lohneinbussen hinnehmen. Vielleicht liegts daran, dass in familien männer öfters hauptverdiener sind, sein wollen/müssen als frauen, die sich im schnitt offenbar entspannter in den haushalt, ins private hegen und pflegen zurückziehen können, denn dies war schon vor der entlassung eher ihr reich als das der männer.
    Diese begründungsversuche gelten für alleinlebende betroffene nicht. Aussagekräftig wird eine solche untersuchung erst, wenn die fälle getrennt nach lebensumständen betrachtet werden.

    • @ messi

      Du sprichst wichtige Punkte an, die das Ergebnis der Umfrage erheblich beeinflusst haben könnten.

      Soweit ersichtlich, wurden diese Punkte bei der Auswertung aber nicht berücksichtigt.

      Schaut man sich alleine die biographisch unterschiedlichen Nichterwerbsgründe an, ist eine vergleichbare Verteilung unter Männern und Frauen kaum vorstellbar.

      Ähnliches gilt z.b. fur die Punkte soziokultureller Hintergrund und Qualifikation.

      Auch das Vorhandensein eines weiter erwerbstätigen Partners ist sehr wahrscheinlich ein wichtiger Faktor.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.