Sex-Positiver Feminismus ist Rape Culture in Verkleidung

Aus der Rubrik „Alles kann Rape Culture sein“ hier ein Auszug aus einem Text mit dem schönen Titel „Sexpositiver Feminismus ist Rape Culture in Verkleidung“, der anführt, dass das Abstellen auf Zustimmung zum Sex zu wenig ist, denn das berücksichtigt nicht, dass man ja vielleicht trotzdem keinen haben möchte und erzwingt evtl gerade die Zustimmung

I’ve encountered people constantly assuming sex is good and that having sex is just something you do in healthy relationships. This creates a situation where, hating sex is a character flaw caused by those terrible sex-negative tropes society presses on you, and obviously only Bad People don’t consent to sex.

That’s rape culture. This is what environments that assume sex is unambiguously a good thing do. Saying, “It’s consensual sex that’s good” doesn’t actually fix the problem. It just creates a situation where you must be consenting to sex, because if you aren’t, you’re not having enough sex and then you’re “sex-negative”.
See, it only fixes a problem where you’re like, “Well I don’t really want to do this right now”. It does not do anything at all to help people who find sex painful. It does nothing at all to help a person who doesn’t want sex, but thinks they do because it’s been so heavily normativized they have to have sex, and have to have it in this specific way. All the, “But make sure it’s consensual!” thing does is tells the person, “Well maybe if you don’t want sex this time it’s okay, but remember you still must be having it some of the time!”
See, to actually fight rape culture you need to say “Sex is always optional. You are never obligated to have sex.” You must always be concerned with consent, and that means you must accept that the answer may very well always be no, despite the fact there’s this belief sex is the greatest thing ever.
And if someone never wants sex, then sex can’t really be a good thing to them, because it’s always unwanted.”

Da wären wir also wieder eine Stufe weiter. Anzunehmen, dass jemand keinen Sex will könnte natürlich auch wieder bezogen auf Frauen eine Verstärkung von Rollenbildern sein, die Sex für Frauen als etwas schlechtes darstellen. Wie immer gibt es keinen Weg nicht sexistisch zu sein.

„Ihr müsst dafür sorgen, dass der Mann euch jagt“

Beim Goodmen-Project berichtet eine Frau über „Flirt- und Partnerschaftstipps“ für Frauen. Darunter der Folgende:

A few years ago I was working at a sex shop and this CEO came in to buy a vibrator. Her hands were laden with expensive rings and she carried herself with the air of someone who knew she was important. My coworker Sandy* and I, excited by her ultra-powerful presence and happy to put vibrator dusting on hold, leaned over the counter, wide-eyed, while she explained to us what we needed to know about men. “You see, girls,” she leaned closer to us, her Chanel perfume swimming in my nostrils, “The key to men is—never give them everything. If you give them everything, you lose. Then, they don’t want you anymore. You have to always keep them chasing you. Never quite give them what they want. Don’t ever, ever tell them how you feel about them. Never tell them how much they mean to you. You know, that’s how Kate Bekinsale got the Prince. She always kept him wanting more.”

Es ist ja eine alte These, dass man Männer immer jagen lassen soll, dass deswegen Frauen geheimisvoll und undurchschaubar sein sollen. Und natürlich hat das auch, wenn man es als Teil eines Spiels aufbaut und es eine gewisse Lockerheit hat, durchaus seine Wirkung, weil es dem Aufbau sexueller Spannung dient und diese hält. Wie alles kann man es übertreiben. Irgendwann wird zuviel Verweigerung und Herauszögerung nervig.  Auch die Frau sollte hier auf den jeweiligen Mann kalibrieren. Und der Versuch, tatsächlich etwas vorzuhalten, ist in einer längeren Beziehung wohl auch schwer umsetzbar, weil es entweder irgendwann seinen Reiz verliert oder es eben doch alltäglich wird. Aber in den Anfängen eines Flirts ist es ein beliebtes Mittel um die Kennenlernphase zu verlängern und ihn gleichzeitig interessiert zu halten.

Derjenige zu sein, der sich um den anderen bemühen muss, lässt diesen automatisch wertvoller erscheinen. Sonst würde man sich ja nicht um ihn bemühen. Im Pickup rät man demnach genau das Gegenteil: Man sollte die Rollenumkehr vornehmen und die Frau dazu bringen, einen zu jagen.

Beide Geschlechter benutzen eben teilweise die gleichen Taktiken. Bei Frauen sind sie allerdings akzeptierter.

 

 

Mathematisch hochbegabte Männern und Frauen und ihre Leben

Eine interessante Studie hat Geschlechterunterschiede zwischen mathematisch hochbegabten Schülern bzw deren Situation und Verhalten 50 Jahre später erforscht:

Two cohorts of intellectually talented 13-year-olds were identified in the 1970s (1972–1974 and 1976–1978) as being in the top 1% of mathematical reasoning ability (1,037 males, 613 females). About four decades later, data on their careers, accomplishments, psychological well-being, families, and life preferences and priorities were collected. Their accomplishments far exceeded base-rate expectations: Across the two cohorts, 4.1% had earned tenure at a major research university, 2.3% were top executives at “name brand” or Fortune 500 companies, and 2.4% were attorneys at major firms or organizations; participants had published 85 books and 7,572 refereed articles, secured 681 patents, and amassed $358 million in grants. For both males and females, mathematical precocity early in life predicts later creative contributions and leadership in critical occupational roles. On average, males had incomes much greater than their spouses’, whereas females had incomes slightly lower than their spouses’. Salient sex differences that paralleled the differential career outcomes of the male and female participants were found in lifestyle preferences and priorities
and in time allocation.

Quelle: Life Paths and Accomplishments of Mathematically Precocious Males and Females Four Decades Later

In der Studie sind einige interessante Ergebnisse aufgetaucht:

Art der Beschäftigung

Art der Beschäftigung

In der Tabelle sieht man die verschiedenen Beschäftigungsbereiche. Man sieht, das Männer häufiger in die Vorstände und in die Wissenschaft gegangen sind, Frauen hingegen eher in den Gesundheitsbereich, Lehrer geworden sind, Berater und auch einem sehr viel größeren Anteil keiner Berufstätigkeit nachgegangen sind und den Haushalt geführt haben.

Auch interessant ist, wen sie geheiratet haben, hier unter Betrachtung des Einkommens des Ehegatten:

Einkommen Ehegatte

Einkommen Ehegatte

Hier sieht man, dass die Frauen im Schnitt einen Mann geheiratet haben, der mehr verdient als sie, obwohl sie allesamt hochbegabt waren. Die sehr hochbegabten haben einen Mann geheiratet, der einen Verdienst etwa auf dem Niveau des Durchschnitts der hochbegabten Männer hat, er verdient etwas weniger als sie. Die ganz hochbegabten Frauen haben hingegen einen Mann geheiratet, der im Schnitt noch mehr verdient als die sehr hochbegabten Frauen, allerdings verdienen sie mehr. Den hochbegabten Frauen war also anscheinend der diesbezügliche Status der Männer wichtig.

Bei den hochbegabten Männern zeigt sich ein anderes Bild. Die Frauen verdienen allesamt eher wenig, die der hochbegabten, eher noch weniger als die des Schnitts, wobei die Gehälter der sehr und außerordentlich hochbegabten Männer noch deutlich über denen der Frauen liegen.

Interessant wäre es hier eine Aufschlüsselung nach Schönheit für die Hochbegabten und deren Ehegatten zu haben.

Eine weitere Grafik schlüsselt die Arbeitsstunden und die Stunden, die auf den Haushalt etc aber auch auf die Familie verwendet worden sind auf.

3 arbeitenzeiten Männer Frauen

Dabei zeigt sich, dass die Männer wesentlich mehr Stunden in die Karriere gesteckt haben als die Frauen. Wo diese mit einer relativ normalen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden ausgekommen sind, haben die Männer eher 55 Stunden geleistet. Das spiegelt sich in den Zeiten, die für Haushalt und Familie aufgewendet worden sind. Hier ist das Bild quasi umgedreht.

Arbeitsstunden Bereitschaft idealer Job

Arbeitsstunden Bereitschaft idealer Job

Diese Grafik zeigt die Bereitschaft für den idealen Job eine hohe Anzahl von Arbeitsstunden aufzuwenden. Hier sieht man, dass nahezu alles Männer, aber nur etwa 70% der Frauen bereit waren, Vollzeit zu arbeiten. Und bei 50 Stunden sind wir bei doppelt so vielen Männern. In den obersten Bereichen, also bei 75+ Stunden dürften es schon mindestens 6 mal so viele Männer sein.

 

Interessen und Arbeitsbereiche

Interessen und Arbeitsbereiche

Hier sind weitere Unterschiede dargestellt, in denen es um die Wünsche geht, die jeweils an den Job gestellt werden. Wenn der Balken auf rechten Seite auftaucht, dann haben Männer dies eher gewollt, wenn der Balken auf der linken Seite auftaucht, dann haben Frauen dies eher gewollt.

Hier kann man sehen, dass eine außergewöhnliche Bezahlung für Männer weitaus wichtiger ist, ebenso wie die Möglichkeit, Risiken einzugehen, nach Erfolg bezahlt zu werden, Prestige zu haben, befördert werden zu können.

Frauen wollten im Gegenzug eher eine bestimmte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten, saubere Arbeitsbedingungen haben, Flexibilität bei den Arbeitsstunden, eine gute Arbeitsatmosphäre und das Wochenende frei haben.

Es verwundert wenig, dass sich diese Wünsche dann auch in geringeren Gehältern niedergeschlagen haben.

Auf sich selbst bezogenen Aussagen

Auf sich selbst bezogenen Aussagen

Dann wurden Aussagen daraufhin abgefragt, ob sie die jeweilige Person für sich selbst als zutreffend ansieht.

Männer stimmen Aussagen zu, die sich darauf beziehen, dass ihre Leistungen wichtig sind und anerkannt werden und das sie sich auch gegen Widerstand durchsetzen. Frauen betonen eher den Ausgleichsgleichsgedanken und wollen etwas für die Gemeinschaft und das Wohl aller tun. Sie wollen Verantwortung lieber teilen und auch deren Folgen.

Zufriedenheit mit dem Leben

Zufriedenheit mit dem Leben

In der letzten Grafik geht es darum, wie die Leute ihre Zufriedenheit insgesamt bewerten. Da zeigen sich keine sehr großen Unterschiede. Eher sind die Frauen sogar etwas zufriedener mit ihren der Richtung ihrer beruflichen Karriere, wenn sie auch den Erfolg etwas zurückhaltender beurteilen. Dafür sind sie insgesamt etwas zufriedener mit dem Leben.

Zusammnefassend zeigt diese Studie aus meiner Sicht schön, dass Frauen und Männer verschiedene Schwerpunkte setzen und andere Vorstellungen davon haben, wie man ein gutes Leben führt. Dies spiegelt sich auch in den geführten Leben wieder. Das sagt erst einmal nichts darüber aus, ob diese Vorstellungen biologisch oder sozial bedingt sind (wenn auch andere Betrachtungen eher biologische Faktoren nahelegen).  Aber es macht auch deutlich, dass man bestimmte Sachen ändern muss, wenn man zB mehr Frauen an der Spitze haben will: Diese müssen Geld und der Spitze an sich und dem Kampf darum einen höheren Wert zumessen und dafür auch bereit sein, mehr Arbeitstunden zu investieren. Gleichzeitig macht es deutlich, dass viele Frauen sich bereits aus dem Wettbewerb fernhalten und diesen gar nicht als erstrebenswert ansehen.

 

Ein sicherer Raum, der Menschen willkommen heißt muss eines selbst ausgrenzen: Hass

Im #Gamergate geht es darum, dass Spielern vorgeworfen wird, angeblich Frauen und auch sonstigen Minderheiten gegenüber feindlich eingestellt zu sein. Die GamerGate-Bewegung weist diese Vorwürfe zurück. „Social Justice Warriors“ hingegen werfen genau dies vor.

Im Rahmen der Auseinandersetzung wurde dabei von der Seite, die den Spielern Sexismus vorwirft, eine Kampagne gestartet, in der es darum gehen sollte, dass Computer-Spiele für alle da sind und damit auch alle Leute, egal welches Geschlecht oder welcher sonstigen Diskriminierungszugehörigkeit aufnehmen sollen. Das Symbol sollte ein herzförmiger Avatar sein.

Dieses Symbol machte sich die GamerGate-Bewegung dann gleich zu eigen und betonte, dass sie ebenfalls der Auffassung wäre, dass alle willkommen wären und insofern die Vorwürfe falsch sein. Die Initiatoren der Aktion waren verärgert, denn sie wollten ja weiterhin auf die GamerGate-Anhänger zeigen können und diese als die Bösen, die nicht hinreichend inklusiven, die WHMs eben, darstellen können. Sie erklärten also, dass das Logo nicht für GamerGate-Anhänger verwendet werden dürfte. Diese wiesen dann daraufhin, dass sie als Motto dargestellt hätten, dass Spiele für alle wären, damit ja auch für Anhänger von GamerGate.

Die Erklärung, warum man dennoch, gerade wenn man inklusiv für alle sein will, bestimmte Personen ausschließen will, entspricht klassischer poststrukturalistischer Theorie, wie sie im SJW-Bereich verbreitet ist,  und erklärt damit auch ähnliche feministische Theorien:

Sie werfen “Doppeldenk” – ein Begriff aus George Orwells “1984” – vor und derailendie Diskussion dabei selbst durch ein absichtliches Missverständnis des Wortes Inklusive. Ein Raum kann nicht inklusiv sein, wenn er Platz für Misogynie und Transphobie – also Hass und Ausgrenzung – bietet. So bedeutet die Aussage, “alle” sind willkommen auch immer, dass viele ausgegrenzt werden. Ein sicherer Raum, der Menschen willkommen heißt muss eines selbst ausgrenzen: Hass. Wie schon bei demStatement von Blizzard, das ebenfalls vage formuliert und dann missinterpretiert wurde, zeigt sich wieder, dass diese Abgrenzung von Gamergate nicht klar genug formuliert werden kann.

Das ist ja erst einmal auch durchaus nachvollziehbar: Wer alle willkommen heißen will, der muss die ausschließen, die Andere ausschließen. Mit einer solchen Atmosphäre der Offenheit sind Leute, die gegen diese Offenheit arbeiten, nicht zu vereinbaren. Ich erlebe dies ja selbst, auch wenn ich anfangs davon ausging niemanden sperren zu müssen, wurden einige Leute schlicht zu anstrengend, um sie dauerhaft hier schreiben zu lassen. Und genug Leute werden der Auffassung sein, dass ich hier noch viel zu viel zulasse, und das je nach Ansicht sowohl in die eine als auch die andere Richtung.

Der Kern ist dabei natürlich, wann die Grenze erreicht ist, bei der man noch davon sprechen kann, dass man Hass ausgrenzt und ab wann man einfach andere Meinungen abwürgt. Hier scheinen mir die Maßstäbe innerhalb der SJW-Bewegung arg verschoben zu sein. Was auch gerade wieder gut an einer Block-Aktion bei Twitter zu beobachten war: Es wurde eine Blockliste erstellt, die alle betraf, die auf „GamerGate-Seite“ besonders aktiv waren – und alle, die diesen folgten. Achdomina beispielsweise war meines Wissens nach auch auf der Liste und damit ich wohl auch in zweiter Instanz, da ich ihm folge. Auch von den Blocks betroffen war dann wohl der Vorsitzende der besagten Vereinigung, der wohl auch einigen von „GamerGate“ gefolgt war.

Solche Form der Übertreibungen passen in diese Bewegung, in der es nicht darum geht, dass man tatsächlich beeinträchtigten hilft, sondern eher darum, dass man zeigt, wie gut man selbst ist.

Dazu heißt es gerade in einem Artikel in der Welt:

Andere schon: „Politisch korrektes Englisch wird dazu genutzt, dass sein Sprecher bestimmte Tugenden ausdrücken und sich gleichzeitig dazu beglückwünschen kann“, schreibt David Foster Wallace: „Es dient dem Eigeninteresse des politisch Korrekten viel mehr als irgendeiner der Personen oder Gruppen, von denen es spricht.“

Wer politisch korrekt spricht, will seine Tugend ausstellen. Das ist sehr bürgerlich, in einem schlechten Sinne sogar konservativ, aber etwas ganz anderes als der gute alte Anstand. Der schont ja rücksichtsvoll sein Gegenüber, während sich die politische Korrektheit darüber erhebt. Sie führt die Gleichheit im Munde, zielt aber tatsächlich auf „Distinktionsgewinn“, wie es der französische Philosoph Pierre Bourdieu genannt hätte. Distinktionsgewinn kann man einstreichen, indem man den Nachbarn zeigt, dass man den besseren Wein trinkt, den schöneren Altbau bewohnt oder eine klügere Zeitung abonniert hat. Oder indem man besonders politisch korrekt ist.

Diese Selbstdarstellung macht unter Betrachtung der Signalling Theorie und dem „Costly Signal“ durchaus Sinn. Man signalisiert sein eigenes Gutsein, indem man die Lasten der korrekten Sprache auf sich nimmt. (man sollte sich aber auch vor der gegenteiligen Praxis hüten: Dort lauert die Einschätzung, dass man eine kontroverse Meinung vertreten sollte, weil das zeigt, dass man sich gegen den Strom stellen kann oder gar der Fehlschluss, dass diese Meinung richtig ist, weil ihr Kontroversheit bedeutet, dass andere sie verhindern wollen, obwohl sie richtig ist).

In einer Bewegung, in der politisch korrekte Sprache und absoluter Minderheitenschutz ihrer eigentlichen Bedeutung beraubt sind und nur noch dem Wettkampf um die Darstellung der eigenen Gutheit dienen, sind Grenzen zum Schutz vor Hass nicht mehr zu ziehen. Denn in diesen wird alles Hass, was nicht die Spirale der Richtigkeit mitmacht.

Insoweit wäre die Begründung grundsätzlich tragfähig, allerdings wird sie eben so umgesetzt, dass sie selbst in Hass ausartet und tatsächliche Inklusion nicht mehr leisten kann.

„Der Feminismus ist die fünfte Kolonne des Patriarchats“

Auf Geschlechterallerlei greift Aranxo ein Thema auf, welches ich hier auch schon ein paar Mal hatte:

Wie der Feminismus den Frauen schadet.

Da versuchen Millionen von Elternpaaren, auch die Väter, ihre Töchter zu selbstbewussten, starken Frauen zu erziehen und dann geraten diese Mädchen in der Pubertät und im Studium in die Fänge der Feministinnen, die ihnen einreden, dass sie das unterdrückte Geschlecht sind, dass hinter jedem Baum ein Vergewaltiger lauert, dass sie ihren Lovern nicht trauen dürfen, weil diese sie bestimmt bei nächster Gelegenheit verprügeln oder vergewaltigen werden, dass jede dritte Frau in ihrem Leben eine Gewalterfahrung durch Männer macht (wozu auch Anschubsen und Widerworte geben zählen). Mit anderen Worten, Statistiken werden maßlos übertrieben oder einseitig in Richtung einer allgegenwärtigen männlichen Bedrohung ausgelegt.

Genau mit dieser Paranoia-Propaganda schaffen sie erst das Klima der Angst bei den jungen Frauen, das das Patriarchat so dringend als Unterdrückungsstrategie braucht, damit die jungen Frauen vor lauter Übervorsicht sich kaum noch etwas trauen. Mit anderen Worten, der Feminismus ist die fünfte Kolonne des Patriarchats.

In der Tat: Niemand lässt die Lage für Frauen hoffnungsloser dastehen als der Feminismus, niemand schürt mehr Angst vor Vergewaltigung und schürt damit die „Rape Culture“. Niemand läßt es sinnloser erscheinen, von den allmächtigen Geschlechterrollen abzuweichen. Das Patriarchat ist eh allmächtig, überall wollen Männer unterdrücken und ausbeuten. In besten Zeiten war die Lage aus Sicht des Feminismus nie düsterer.