„Die Welt verändern, wie sie sein soll“ vs. „So handeln, wie es funktioniert“

Auf „Der lange Weg“ habe ich eine interessante Aussage gefunden

Ein Zitat, das die unterschiedliche Grundhaltung von Feminismus und Pick-up gut verdeutlicht. Die Feministin versucht die Gesellschaft zu verändern, um ihre persönlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Der angehende PUA versucht sich selbst zu ändern. Die Feministin denkt in moralischen Kategorien, der PUA in Machbarkeitskategorien. Die Feministin jammert, der PUA handelt.

Finde ich eine interessante Gegenüberstellung.  Gerde bezüglich des Unterschieds zwischen „Praxis“ und „Theorie“. Hier ist es ja sogar eine noch theoretischere Theorie: Noch nicht einmal „wie müßte ich theoretisch handeln“, sondern sogar „Wie müsste eine Gesellschaft sein, in der ich keine Probleme mehr hätte?“

Auch aus meiner Sicht hat Pickup eine Amoralität: Es geht darum, wie man etwas macht, die moralische Bewertung bleibt bei vielen Methoden außen vor und ist gesondert zu stellen Also zB „wenn sie einen Freund hat, dann kann man sie auf diese Weise dazu bringen, dass sie ihn verläßt“ wobei die moralische Frage, ob man das machen sollte, dann dem einzelnen überlassen ist oder außerhalb der Frage der Machbarkeit beantwortet wird.

Der Feminismus geht andersrum vor: „Wie sollte die Welt sein, damit sie mir/uns gefällt?“ wird als Maßstab genommen, ob diese Welt praktisch umsetzbar ist oder die Maßnahmen dies tatsächlich praktisch zu dem gewünschten Erfolg führen können, ist recht nebensächlich. Beispielsweise ist die Vorstellung, dass es eine Welt ohne Vergewaltigung geben wird, wohl reichlich naiv, ebenso wie die Vorstellung, dass Frauen wollen, dass sich Männer nur noch nach der feministischen Theorie verhalten. Mir scheint teilweise, dass auch die Zwischenziele und die dafür notwendigen Schritte kaum wirklich durchdacht werden, irgendwie steht da einfach eine Welt der Gleichheit, der Gewaltfreiheit, der Aufhebung von Geschlechterrollen im Raum, ohne, dass es mal wirklich konkret wird.

Das Gegensatzpaar der Überschrift „“Die Welt verändern, wie sie sein soll“ vs. „So handeln, wie es funktioniert“ ist denke ich allgemein interessant.

120 Gedanken zu “„Die Welt verändern, wie sie sein soll“ vs. „So handeln, wie es funktioniert“

  1. „Dafür notwendigen Schritte kaum wirklich durchdacht werden“

    Man überlässt die Problemlösung ganz einfach den Männern, die ja ohnehin für den ganzen Schlamassel verantwortlich sind:

    “ Bringt den anderen Männern bei, nicht zu vergewaltigen“

    • „” Bringt den anderen Männern bei, nicht zu vergewaltigen”“
      Bringt den anderen Frauen bei nicht ihre neu geborenen Kinder umzubringen…

      • „Bringt den anderen Frauen bei nicht ihre neu geborenen Kinder umzubringen…“
        Damit schränkst Du aber die Freiheiten der Frau ein, deshalb ist das eine patriarchal hegemoniale Unterdrückungsphantasie, was dich als Frauenverachtender Macho entlarvt.

  2. „Die Feministin denkt in moralischen Kategorien“
    Wenn ich mir die Diskussion um Hinrich Rosenbrock betrachte, dann finde ich, dass der Feminismus keine Moral hat und damit eigentlich unfähig ist in moralischen Kategorien zu denken, geschweige denn moralische Grundsätze zu achten.

    Es ist doch bezeichnend für den Feminismus, dass Hinrich der Gewalt gegen seine Ex durch Feministinnen öffentlich bezichtigt wird, ohne der Grundlage einer gerichtlichen Entscheidung.

    Die Gesetze gehören nun mal zu den Regeln, die wir, Menschen, uns selbst gegeben haben, um uns danach zu richten und zu handeln. Sie stellen sozusagen die Welt dar, so wie wir sie gerne hätten.

    Diese Damen sind aber nicht bereit nach diesen Maßstäbn zu leben, sondern wollen ihre eigene Vorstellungen über Moral allen anderen überstülpen.

    Das Ergebnis ist Sexismus und Rassismus.

    Der Fall Hinrich hat klar gezeigt, dass der Feminismus gegen den Rechtstaat ist, während Männer- und Väterrechtler sich eindeutig für den Rechtstaat positioniert haben. Es ist bezeichnend für die Weltfremdheit dieser Damen, dass sie die Bekenntnis der Männer- und Väterrechtler zum Rechtstaat als „Männersolidarität“ erkannt haben wollen: http://aflrmarburg.blogsport.de/2014/12/01/wer-auch-immer-der-taeter-ist/

    Hätten wir diese „Männersolidarität“ hätten wir die verfassungsfeindliche Frauenquote nicht, wir hätten die männerfeindliche Berichterstattung über die häusliche Gewalt nicht und wir hätten auch die Lügen über den Gender Pay Gap durch männliche Bundestagsabgeordnete nicht.

    • Nun ja, es kommt schon moralisierend daher, hat aber in Wirklichkeit oft wenig mit Moral zu tun, sondern mehr mit Affekt, mit Empörung, mit Empathie, die aber extrem selektierend ist, da sie nur für Mitfrauen und andere angeblich marginalisierte Gruppen gilt, nicht jedoch für die, die man als Mitglieder der Unterdrückergruppe identifiziert hat.

      Damit werden diese (weiße, alte Männer, WHMs) entmenschlicht, ihnen steht keine Solidarität zu, sie werden aus der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen, so wie es früheren Menschengruppen mit Sündenbockfunktion ergangen ist (Kapitalisten, Juden etc.). Bevor jemand meint, das wäre zu dick aufgetragen: Zwar haben einzelne Feministinnen ja schon die Tötung oder Dezimierung von Männern gefordert, trotzdem kann man die Situationen natürlich nicht vergleichen. Das will ich auch gar nicht behaupten. Es gibt noch keine Pogrome gegen Männer. Der Mechanismus des Sündenbockmusters ist aber vergleichbar.

      • Eine „selektierende Empathie“ ist keine Empathie, sondern Hass gegenüber dem Ausselektierten, Ausgegrenzten.

        Wir sollten wirklich aufhören, Feminist.I.nnen Empathie oder Moral zuzuschreiben, nur weil zufälligerweise die weiblichen Wesen darunter, der ersten Frau in unserem Leben – der Mutter – ähneln.

  3. Man könnte auch einfach sagen, es ist der Antagonismus zwischen Pragmatismus und Idealismus. Wobei Idealismus hier eher unpassend ist. Denn hier wird nicht nach einer idealen Welt gestrebt, sondern nach einer Welt, wie sie (die Feministinnen) sie gerne hätten. Dass das nicht dasselbe ist, begreift man aber erst, wenn man etwas älter ist, scheint es mir manchmal.

    Eigentlich ist es eine Trivialität: Wenn ich die Welt danach einrichte, wie sie mir gefällt, dann ist sie an meinen Interessen ausgerichtet. Damit werden aber widerstrebende Interessen anderer mangelhaft berücksichtigt oder sogar unterdrückt. Eine ideale Welt kann nur eine sein, die einen fairen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen herstellt oder zumindest ermöglicht.

    Menschen in den 20ern glauben aber oft, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, und wüssten alles besser als die trägen alten Säcke. Manche (Netz-)Feministinnen geben da hübsche Beispiele ab. Sie ahnen vielleicht noch die Diskrepanz zwischen der idealen und der gewünschten Welt. Sie wischen aber die Bedenken vom Tisch, indem sie davon ausgehen, wenn alle so erleuchtet wären wie sie, dann würden diese ja dieselben Interessen verfolgen, und damit gäbe es diese Diskrepanz nicht mehr. Man müsste die Verblendeten (im Zweifelsfall die Männer) ja nur überzeugen bzw. richtig erziehen (Gender lässt grüßen).

    So funktioniert das aber nicht, weil die widerstreitenden Interessen durchaus vital und auch zu großen Teilen berechtigt sind.

    • @aranxo

      „Menschen in den 20ern glauben aber oft, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, und wüssten alles besser als die trägen alten Säcke.“

      Langsam – wenn es irgendwann mal eine nachwachsende Generation gäbe, die nicht den Anspruch hätte, alles besser zu machen als ihre Eltern, dann wäre das eine sehr deprimierende Sache.

      Ein wenig Spielraum mußt du den jungen Wilden schon lassen. 😉

      • Grundsätzlich würde ich Dir ja zustimmen. Wenn man nicht den Glauben hätte, dass die Welt prinzipiell zu verändern ist, wäre das schon sehr depremierend.

        Wenn das nur nicht mit einer derartigen Überheblichkeit daherkäme. Und vor allem, wenn sie tatsächlich mal etwas besser machen würden. Das ist aber selten der Fall. Stattdessen werden meistens dieselben Fehler wiederholt, die wir damals auch schon gemacht haben.

        • Der gegenwärtigen Jugend vorzuwerfen, sie würde alles besser wissen und daher anders machen zu wollen, ist nicht gerecht. Die gegenwärtige Jugend ist weithin recht angepasst, was bei dem demografischen Übergewicht der Älteren auch überhaupt kein Wunder ist.

  4. Dieser Gegensatz ist eine falsche Dichotomie. Seit alters her verändern Menschen die Welt und sie denken auch kontrafaktisch. Dabei geht es nie immer nur um Machbares, sondern auch um Utopisches. Fliegen können war die meiste Zeit eigentlich nicht machbar, aber geträumt hat die Menschheit davon. Machbar wurde es erst – menschheitsgeschichtlich gesehen – vor kurzem.

    Mit der Schaffung einer Rechtsordnung hat man auch über den gegebenen Zustand hinausgedacht, z.B. über das Faustrecht.

    Machbarkeit und Utopie gehören letztlich zusammen und sind wesentliche Orientierungen des Menschen ganz allgemein.

    Und nun zum Feminismus speziell: Hier gibt es womöglich einen Grundirrtum. Der Feminismus mag in seiner Theorie vielleicht utopisch erscheinen, aber er ist – im Gegensatz zu irgendwelchen Pickupern und Maskulisten – eine politische Realität. Daran kann man sehr wohl erkennen, dass die Feministinnen absolut praktisch denken können, wenn es darum geht, Gelder einzuholen und Einfluss zu nehmen.

    Man kann das auch anders lesen: Der Utopismus des Feminismus ist womöglich nur Fassade, ein besonders perfides Machtmittel. Denn erstens rechtfertigt die stets unerfüllte Utopie eine permanente Revolution, es gibt immer einen Grund, aktiv zu werden. Zweitens ist die Unerfüllbarkeit feministischer Verhaltensnormen eine Rechtfertigung für den dauernden Zugriff etwa auf männliche Sexualität.

    Das Denken in Machbarkeit, meine ich, drückt sich in praktischen Erfolgen aus. Der Maskulismus z.B. ist deshalb offenbar wesentlich utopischer als der Feminismus. Denn der politische Feminismus hat sich durchgesetzt, was heißt, dass die Feministinnen wissen, wie man in Partei und Staat das Spiel der Macht spielt, auch wenn es so gar nicht zur reinen Moral passt.

    • „Dieser Gegensatz ist eine falsche Dichotomie.“

      Ich würde LoMi Standpunkt unterstützen, würde es aber etwas anders formulieren:

      Wenn man die Welt verändern will, dann versucht man gerade herauszubekommen, was machbar ist. Und kontrafaktisches Räsonieren [ „Wäre A, dann wäre B.“ bzw. „Wäre nicht A, dann wäre nicht B.“] spielt eine große Rolle dafür, zu verstehen, was machbar ist, wie sich die Welt entwickelt hätte bzw. entwickeln würde, wenn …. . Für die Frage, wie man den gegenwärtigen Zustand der Welt so beeinflussen kann, daß der nächste Zustand in irgendeinem Sinne besser ist, spielt das eine wesentliche Rolle und diese Art von Optimalsteuerung ist – nebenbei bemerkt – bei dem offenen System, in dem wir leben, auch die einzige Art von Zukunftsforschung, die man als seriös bezeichnen kann – von Simulationen einmal abgesehen.

      PU würde ich auch nicht als amoralisch=moralfrei bezeichnen, sondern als pragmatisch=frei von Präferenzen bei der Wahl der Mittel. Das macht ihn flexibel, sich vielen Frauen anzupassen, die durch eine Folge von Wohlfühlzuständen zum Sex kommen wollen. Ein PUA verzichtet darauf. Dennoch kann ein PUA sich bestimmte Mittel aus moralischen Gründen verbieten, ohne daß ihm das ein inneres Bedürfnis wäre. Insbesondere handeln PUA ja mit Bezug auf einen Zustand (Sex) der jetzt noch nicht vorliegt. Das ist beim Feminismus nicht anders. Auch bei der Wahl der Mittel ist der Feminismus nicht zimperlich, nur behauptet er, daß das moralische Einwandfrei des Endzustandes das alles rechtfertigt – und ich wäre (noch ein Hinweis für die Maskulisten der Zukunft) überrascht, wenn der Feminismus in Handeln und Konzeption mit einer deontologischen, normativen Theorie – die seit 20 Jahren DIE state-of-the-art-Theorie unter den Ethiken wäre vereinbar wäre.

      Das ist auch nicht verwunderlich, denn der zur moralischen Beurteilung konsequenzenverrechnende Konsequentialismus war in den Hochzeiten der 2. und 3. Welle die vorherrschende moralische Theorie, was dem Feminismus sehr geholfen haben muß, sein politisches Konzept moralisch richtig zu finden. Heute ist man klüger und lehnt jeden Konsequentialismus ab, was der Feminismus natürlich weder kapiert hat, noch konzeptionell berüchsichtigen kann – wie auch, deren Vertreter sind an Theorie in der Regel gar nicht interessiert.

      Hier noch mal das Standardwerk in dieser Sache – lege ich allen Maskulisten ans Herz, die Feminismus nicht nur via Biologismus oder Symmetriebrechungen bei Männern gegenüber Frauen bekämpfen wollen, sondern auch als normative Theorie:

      http://www.amazon.de/Kritik-Konsequentialismus-Studienausgabe-Scientia-Nova/dp/3486561367/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1418980392&sr=1-1-catcorr&keywords=Kritik+des+Konsequentialismus

      „Der Utopismus des Feminismus ist womöglich nur Fassade, ein besonders perfides Machtmittel. Denn erstens rechtfertigt die stets unerfüllte Utopie eine permanente Revolution, es gibt immer einen Grund, aktiv zu werden. Zweitens ist die Unerfüllbarkeit feministischer Verhaltensnormen eine Rechtfertigung für den dauernden Zugriff etwa auf männliche Sexualität.“

      @LoMi

      Erst wenn man das gegenwärtige Handeln Normen deontologischer Moral unterwirft, kann man die permanente Revolution abstellen, weil man nur so begründen kann, daß die Menschen mit bestimmten Ungleichheiten leben müssen, insofern die verfügbaren Mittel sie zu ändern, unmoralisch wären.

      Obwohl ich selbst enorm darunter leide, mich mit Ethik auseinandersetzen zu müssen, sehe ich als Maskulist dazu keinerlei Alternative: Ist zwar sterbenslangweilig das Thema, aber du hast ja in der Abtreibungsdiskussion selbst gesehen, wie schnell die Feministen moralische Argumente zücken, gegen die man sich wehren können muß. Und – wie üblich – sollten wir es besser machen als die Feministen und dafür müssen wir dazulernen.

      Daß Feminismus eine normative Theorie ist, hab ich schon vor 1.5 Jahren gesagt. Ernst genommen hat es keiner. Gehen wir in diesem Sinne unvorbereitet in die Abtreibungsdebatte hinein, werden wir sie verlieren.

      Sobald ich ein wirklich schlagkräftiges Buch dazu gefunden habe, werde ich es am Selber-Mach-Samstag verbreiten.

      • @ Elmar

        Kennst du ein Beispiel der letzten 40 Jahre bei dem Feministin mit einem irrationalen gegen ein rationales Argument verloren hat? Oder wieso erwiesene Lügen regelmässig als Kampagnenargumente für die Präsidentenwahl in Amerika dienen und auch dann nicht bekämpft werden können, wenn sie als Lüge enttarnt wurden?

        Ich finde bevor man sich überhaupt Gedanken macht, ob der Feminismus einer philosophischen/ethischen Überprüfung standhält sollte man zuerst versuchen einmal festzustellen ob der demokratische Körper überhaupt rationale Argumente annimmt. Wäre das nämlich der Fall, hätte man dem Feminismus spätestens in den 80ern bereits das Handwerk gelegt.

        • @toxicvanguard

          Ich hatte Vergleichbares gerade bei LoMi geschrieben: Ich stimme dir zur, daß Feminismus veraussetzt, daß man sich von Rationalität und zivilem Diskurs verabschiedet.

          Aber Argumente sind ja nicht nur für Feministen da, sondern vor allem für die große Masse derjenigen, die über Feminismus nicht mehr wissen als daß die Zeitungen schreiben, daß man irgendwie für Frauen sein muß, weil die es schwer haben.

          Diese Leute sind die eigentliche Zielgruppe. Das gilt auch in nicht unerheblichem Maße für die blogs.

        • @ Elmar

          „Diese Leute sind die eigentliche Zielgruppe. Das gilt auch in nicht unerheblichem Maße für die blogs.“

          Gut, dann wiederhole ich die Frage von @toxic etwas abgewandelt. Kennst Du ein Beispiel, wo in den letzten 40 Jahren ein rationales Argument diese Leute überzeugen konnte? Selbst wenn die Leute überzeugt sein sollten, die Politiker sind’s dann noch lange nicht und die machen eh was sie wollen. Die Leute aus der Zielgruppe gehen dann später hin und wählen genau diese Politiker wieder in Amt und Würden.

          Was also bringt eine Zielgruppenüberzeugung, ausser nix greifbares?

        • „Was also bringt eine Zielgruppenüberzeugung, ausser nix greifbares?“

          Je mehr Leute auch öffentlich Feminismuskritik üben und je salonfähiger das wird, desto mehr bricht deren Kartenhaus zusammen und andere Positionen werden wählbarer.

        • @ ddbz

          Ich hab´s ja auch vor wenigen Tagen hier geschrieben: die einzige Waffe gegen Feminismus ist politische Macht.

          Die kognitive, rationale Immunisierung einer „Zielgruppe“ gegen Feminismus ist eine Schimäre, da die Motive des Feminismus irrational, emotional sind und von der Zielgruppe auch auf der entsprechenden Ebene perzipiert werden.
          Das sieht man schon daran, dass es niemanden stört, mit welchen zum großen Teil hanebüchenen Thesen und „Studien“ der feministische Wahn pseudorationalisiert wird.

          Es geht um „Glauben“.

          Und auch das schlecht informierte „Zielpublikum“ glaubt.

          So wie das Wahlvieh „glaubt“…leider….sonst dürfte nicht mehr gewählt werden…

        • „Aber Argumente sind ja nicht nur für Feministen da, sondern vor allem für die große Masse derjenigen, die über Feminismus nicht mehr wissen als daß die Zeitungen schreiben, daß man irgendwie für Frauen sein muß, weil die es schwer haben.

          Diese Leute sind die eigentliche Zielgruppe. Das gilt auch in nicht unerheblichem Maße für die blogs.“

          Die große Masse bezieht ihr Wissen über alle möglichen Themen fast ausschließlich aus Zeitungen, Tagesschau und co. Wenn man in einer durch die Masssenmedien geprägten Welt sein Anliegen durchsetzen will, muss man die Journalisten auf seine Seite bringen.

        • Gutwillige Menschen von feministischen Positionen wegzubringen ist ein schweres hartes Anliegen. Sie davon zu überzeugen, dass der postmoderne Feminismus eine Privilegientheorie ist, die nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat, dafür bedarf es geduldiger Überzeugungsarbeit. Die Frage ist, ob sich das lohnt, denn es ist nicht erkennbar, dass der durchschnittliche Mann allzusehr unter dem postmodernen Feminismus leidet.

        • @ jc denton

          „…muss man die Journalisten auf seine Seite bringen.“

          Müsste…

          95% der Journalisten haben die gleichen pseudoakademischen Hirnwäscheeinrichtungen durchlaufen, wie die Feministinnen.

        • „95% der Journalisten haben die gleichen pseudoakademischen Hirnwäscheeinrichtungen durchlaufen, wie die Feministinnen.

          Oder Maskulisten sind einfach unfähig, Lobbyarbeit zu betreiben. Wen glaubst Du mit diesem Pseudoargument beeindrucken zu können, außer auf Blogs wo eh jeder Deine Meinung teilt?

          Hier noch einmal eine Stichprobe, was man in meinem näheren und weitläufigeren Umfeld mit Maskulismus verbindet:
          – Fremdenfeindlichkeit
          – Frauenfeindlichkeit
          – Homophobie
          – Sexismus
          – Verschwörungstheoretiker
          – Spinner

          Ich kann es Ihnen schlecht verdenken.

        • @ JC Denton

          „Wenn man in einer durch die Masssenmedien geprägten Welt sein Anliegen durchsetzen will, muss man die Journalisten auf seine Seite bringen.“

          Aus pragmatischer Perspektive völlig richtig. Man muss Journalisten, Geistes- und Sozialwissenschaftler, Politiker, Pädagogen etc. auf seine Seite bringen.

          Die pragmatische Perspektive ist natürlich nicht die einzige. Ich beurteile Dinge stets aus mindestens drei Perspektiven, eine ethische, eine wissenschaftliche, eine pragmatische, (manchmal kommt auch noch eine persönliche hinzu).

          Die ethische und die wissenschaftliche Perspektive haben bei mir Vorrang vor der pragmatischen Perspektive, d.h. ich lehne Propagandalügen bei geistes- und sozialwissenschaftlichen Themen auch dann ab und ich weiche auch dann nicht von den moralischen Werten und Prinzipien, die ich für richtig halte, ab, falls dies potentiell erfolgsbegünstigend wäre.

          Allerdings fallen beim Thema Männerrechte die drei Perspektiven für mich meist in eine zusammen, d.h., das, was ich für ethisch richtig und für wissenschaftlich wahr halte, ist auch meist das, bei dem in pragmatischer Perspektive m.E. potentiell die größten Erfolgsaussichten bestehen.

        • „Aus pragmatischer Perspektive völlig richtig. Man muss Journalisten, Geistes- und Sozialwissenschaftler, Politiker, Pädagogen etc. auf seine Seite bringen.“

          Korrekt. Und eben nicht das gewöhnliche Volk. Dieses ist aus PR-Perspektive völlig unwichtig. Weil in eine rmodernen Medienwelt langfristig nur Top Down Strategien erfolgreich sind.

        • @ Adrian

          „Und eben nicht das gewöhnliche Volk.“

          Das wollte ich nun nicht sagen.
          Idealerweise sollte man m.E. versuchen Anschluss an Mainstream UND Mehrheitsbevölkerung zu gewinnen – ohne Propagandalügen und auf moralisch vertretbare Weise, versteht sich.

        • @ Leszek

          „Aus pragmatischer Perspektive völlig richtig. Man muss Journalisten, Geistes- und Sozialwissenschaftler, Politiker, Pädagogen etc. auf seine Seite bringen.“

          Womit dann auch klar sein sollte, daß aus Deiner Sicht die Wissenschaftler in der Liste mehr aussenwissenschaftliche Interessen verfolgen, anstatt Wissenschaft zu treiben. Sie gehören eigentlich zu den Politikern!?

          Oder, was ich mehr vermute, sie sind Lobbyisten in eigener Sache. Hier hat der Maskulismus keine Chance! Er hat kein Geld, keine Posten oder so zu bieten. Mit anderen Worten, es gibt keine Vorteile zu erschleichen. Wissenschaft hin oder her … 😦

        • „Das wollte ich nun nicht sagen.“

          Aber ich wollte das sagen.

          „Idealerweise sollte man m.E. versuchen Anschluss an Mainstream UND Mehrheitsbevölkerung zu gewinnen “

          Dazu muss man erst einmal den Mainstream überzeugen. Sich auf das Volk verlassen heißt, in einer Stadt ohne Moslems gegen Moslems zu demonstrieren.

        • @ ddbz

          Das sehe ich anders.
          Männerrechtliche Themen sind m.E. potentiell journalistisch gut vermarktbar, wie ich schon mehrfach sagte.
          Gemäß der für die Medien geltenden Selektionskriterien ist es vernünftig über neue und aus dem gewohnten Rahmen fallenden Dinge zu berichten.

          Erst Recht wäre es mit gewaltfreien Aktionen für Männerrechte – gewaltfreie Aktionen, die so durchgeführt werden, dass mit ihrer Hilfe Sympathie und Interesse für männerrechtliche Anliegen geweckt werden kann – m.E. gut möglich die Medien zu erreichen.

          Und für die Geistes- und Sozialwissenschaften bieten die Themen Männerrechte und Integraler Antisexismus (eine geschlechtsübergreifende Perspektive auf geschlechtsbezogene Diskriminierungen) ein neues und interessantes Feld für vielfältige Forschungen und unzählige wissenschaftliche und theoretische Arbeiten.

          Und wenn man Medien sowie Geistes- und Sozialwissenschaften bis zu einem gewissen Grad erreicht hätte, entstünde spätestens auch Druck auf die Politik.

        • @ Adrian

          „Dazu muss man erst einmal den Mainstream überzeugen. Sich auf das Volk verlassen heißt, in einer Stadt ohne Moslems gegen Moslems zu demonstrieren.“

          Ich halte es für pragmatisch ungünstig, den Versuch kulturelle Hegemonie zu gewinnen und den Versuch mehr Druck von unten für eine gerechte Sache aufzubauen künstlich voneinander zu trennen.
          Idealerweise versucht man beides und ab einem bestimmten Punkt verstärkt sich beides gegenseitig.

        • „Ich halte es für pragmatisch ungünstig, den Versuch kulturelle Hegemonie zu gewinnen und den Versuch mehr Druck von unten für eine gerechte Sache aufzubauen künstlich voneinander zu trennen.“

          Ich trenne es nicht künstlich. Ich glaube diese Trennung besteht ohnehin.

        • „Oder Maskulisten sind einfach unfähig, Lobbyarbeit zu betreiben.“

          Da spricht Adrian was Wichtiges an – auch in die life-Treffen der Männer in Berlin ist keien Struktur zu bekommen, es kommen Leute, gehen wieder, dann kommen Neue, diskutieren ein bißchen, gehen wieder … die Sache lebt, aber jeder Mann macht im wesentlichen sein Ding.

        • „“Oder Maskulisten sind einfach unfähig, Lobbyarbeit zu betreiben.”

          Das ist die KUrzfassung meines Kommentars oben: Feministinnen wissen, wie das Spiel läuft. Sie setzen ihre Dinge durch. Maskulisten wissen das so ganz und gar nicht und setzen nichts durch. Sie sind die wahren Utopisten, wo sie etwa glauben, dass sie ihre Sache mit Argumenten durchsetzen können (das schließt mich ein).

        • @LoMi „Sie sind die wahren Utopisten, wo sie etwa glauben, dass sie ihre Sache mit Argumenten durchsetzen können (das schließt mich ein).“

          Es ist richtig, dass die Feminist.I.nnen durch a) Lügen und b) Beschämung ihres Klientels („frönst Du nicht dem Feminismus, dann bist Du ein Frauenfeind“) arbeiten.

          Auf diesem Level wird sich kein Maskulist oder Männer- und Väterrechtler bewegen wollen.

          Das Einzige was hilft:
          – Wir müssen mehr werden und die politischen Differenzen begraben.

          – Wir müssen lernen, dass diejenige, die uns in Streitereien verwickeln wollen, V-Leute des Feminats sind, die a) unsere Zeit rauben und b) unser Zusammenhalt gegen den Feminismus zerstören wollen (siehe den erfolgreichen Kreuzzug gegen die Piraten, die aufgrund des anvisierten basisdemokratischen Entscheidungsprozesses den feministischen Interessengruppen gefährlich hätten werden können. Auf Dauer wird sich diese Strategie der Feminist.I.nnen nicht halten können. Es kommen neue Parteien hoch.)

          – Wir müssen lernen, unsere eigene Frustration in Zaun halten zu können, um in Ruhe argumentieren zu können. Das, was feministische Interessengruppen mit Männer und Männerrechtler machen hat viel von Mobbingprozessen.

          – Last but not least: Auftreten als Botschafter der Bewegung, nicht als Rachegott. Letzteres schreckt ab.

        • „Erst Recht wäre es mit gewaltfreien Aktionen für Männerrechte – gewaltfreie Aktionen, die so durchgeführt werden, dass mit ihrer Hilfe Sympathie und Interesse für männerrechtliche Anliegen geweckt werden kann – m.E. gut möglich die Medien zu erreichen.“

          Wenn man will, dass sich die Lage die nächsten 40 Jahre nicht verbessert, sondern verschlechtert, dann sollte man genau das tun. Das deckt sich 1:1 mit dem Ansatz von Warren Farrell und der früheren Männerrechtsbewegungen und hat dazu geführt, dass der Feminismus extremer, männerfeindlicher und institutioneller geworden ist. Je mehr man den freundlichen Mann von nebenan mimt, der auch gerne etwas mehr Rechte möchte, je besser man die Rolle des Good Guys spielt, desto mehr Spielraum gibt man dem Feminismus. Eine Appeasement-Politik legitimiert radikalfeministische Positionen und führt direkt zu einer Verschlechterung der Situation, wie man ja gut beobachten konnte.

          Ich finde es schon erstaunlich, wie sehr die Wiederholung von evident dysfunktionalen Strategien gefordert wird nur um die eigene Konformität mit dem System zu bekunden und zu bejubeln. Ganz polemisch gefragt, was muss denn noch passieren, bis sich jemand eingesteht, dass diese Strategie nicht funktioniert? Muss die Jungenquote an Gymnasien/College auf unter 10% fallen? Muss die Unschuldsvermutung abgeschafft werden und alle Jungen müssen im Kindergarten präventiv geschult werden um nicht zu vergewaltigen?

        • @ tv

          *Ich finde es schon erstaunlich, wie sehr die Wiederholung von evident dysfunktionalen Strategien gefordert wird nur um die eigene Konformität mit dem System zu bekunden und zu bejubeln. *

          Sehr richtig.

          Männer müssen ihre Verärgerung (wenn sie es denn überhaupt sind) im Alltag einer jeden feministischen oder auch nur mitlaufenden Frau spürbar werden lassen.

          Gegenüber weiblichen Vorgesetzten spüren lassen, wenn man es sich denn leisten kann, wie unzufrieden man mit der Situation ist, dass man sie in Verdacht hat, eine Quotenthusnelda zu sein, spüren lassen, mit wie wenig Solidarität sie im Zweifel rechnen kann.

          Und wenn’s zum Burn Out führt – nun, besser, das geförderte Geschlecht geht in den Burn Out als dass Männer in den Sielen verrecken, um die Lücken zu stopfen, die die Quotenverweiblichung NOTWENDIGERweise reissen wird.

          Wenn schon staatsgeförderte Verweiblichung, dann aber richtig.

          Deshalb Unlust signalisieren, Dienst nach Vorschrift.

          Engagieren in klar antifeministisch positionierten Organisationen.

          Wahl klar antifeministischer Parteien, auch wenn man mit deren Programmatik nicht 100%ig übereinstimmt.

          Hauptsache, sie setzen den feministischen Kernbereich von den Rändern her (links oder rechts, allerdings ist die Linke bis unter die Dachziegel feministisch versifft) unter Druck (bleibt also nur die AfD).

          Nur, wenn auch die Mitläufer.I.nnen allmählich unter der feministischen Politik LEIDEN, wird das Ganze stoppen, VOR dem Abgrund.

          Ansonsten plumpsen wir hinein, die unerfreulichste von allen denkbaren Lösungen.

          (Will sich niemand vorstellen, ich weiß, im Grunde denken die meisten, irgendwie wird’s schon gut gehen – DIE HISTORISCHE ERFAHR’UNG LEHRT, DASS DEM NICHT SO IST! – eine Ideologie wie der Feminismus/Faschismus/Bolschewismus, eine Sündenbock – und Welterlösungsideologie – wenn denn nur der altböse Feind endlich geschlagen und in Banden liegt, hier also das „Patriarchat“ = Mann, Männlichkeit, bricht das Paradies auf Erden aus – macht weiter, bis alles, ALLES in Scherben fällt. Die Protagonist.I.nnen solcher Lebenssinn stiftenden Ideologien KÖNNEN nicht aus sich heraus stoppen, sie sind Triebtäter.I.nnen, können nur entmachtet, ermüdet, ermattet werden – Burn OUt ist hier ein Segen, auch wenn’s die eine oder andere Falsche trifft, wir sind im Krieg, eine Gesellschaft, die weithin ihre Solidarität mit Männern aufgekündigt hat, sollte nicht mit der Solidarität der Männer rechnen können, hart, aber wahr!).

        • Auch angesichts der weiblichen Psyche verbietet sich eine Nice-Guy-Strategie.

          Der nette Kerle, dem tätschelt man die Fontanelle, verachtet ihn aber insgeheim als schwach und fährt munter weiter mit ihm Schlitten, das, was wir seit 40 Jahren erleben: Feminist.I.nnen fahren, elitengedeckt und -gefördert, mit den durchschnittlichen, durchschnittlich netten Männern Schlitten und eine Frauenmehrheit fährt/läuft feixend mit, kassiert die Vorteile feministischer Lobbyarbeit und distanziert sich privat, wenn’s in Diskussionen haarig wird.

          Nette Männer werden nicht ernst genommen und so werden sie dann halt auch abgemeiert, mit dem Hut in der Hand stehen gelassen.

        • @ toxicvanguard

          Tja, toxicvanguard, bei diesem Thema haben wir beide eben komplett konträre Meinungen.

          „Wenn man will, dass sich die Lage die nächsten 40 Jahre nicht verbessert, sondern verschlechtert, dann sollte man genau das tun.“

          Nein, wenn man möglichst schnell Erfolg haben will, dann sollte man das tun. Die Männerrechtsbewegung unterscheidet sich von der Mehrheit anderer sozialer Bewegungen u.a. wesentlich darin, dass es ihr bisher nicht gelungen ist, eine konstruktive politische Praxis zu initiieren. Ohne konstruktive politische Praxis gibt es aber kein Vorwärtskommen.

          „Das deckt sich 1:1 mit dem Ansatz von Warren Farrell und der früheren Männerrechtsbewegungen“

          Wunderbar, ich stimme allgemein oft mit Warren Farrell überein. Mit dem Motto „Zurück zu Warren Farrell“ kann ich mich daher gut identifizieren. 🙂

          „und hat dazu geführt, dass der Feminismus extremer, männerfeindlicher und institutioneller geworden ist.“

          Wohl kaum. Eine Phase, in der Männerrechtler sich intensiv und längerfristig des empirisch bewährten Kampfmittels der gewaltfreien Aktion

          http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Aktion

          bedient hätten, hat es bisher nicht gegeben.
          Es gibt bislang nur ein paar Einzelbeispiele für männerrechtliche gewaltfreie Aktionen, wie Arne Hoffmann z.B. in diesem Interview erwähnt

          http://manndat.de/interview/gleichgesinnte-finden-anstatt-sich-fanatikern-abarbeiten.html

          und diese waren z.T. erfolgreich.

          Der bisherige mangelnde Erfolg der Männerrechtsbewegung ist m.E.
          1. darauf zurückzuführen, dass – wie Adrian bereits zutreffend festgestellt hat – zu viele frauenfeindliche und reaktionäre Spinner das Bild mitprägen – das wirkt abstoßend auf Mainstream und Mehrheitsbevölkerung und erleichtert es darüber hinaus dem politischen Gegner zu versuchen die Männerrechtsbewegung als Ganzes zu dämonisieren und
          2. dass bisher keine ausreichende konstruktive politische Praxis entwickelt und praktiziert wurde.

          „Je mehr man den freundlichen Mann von nebenan mimt, der auch gerne etwas mehr Rechte möchte, je besser man die Rolle des Good Guys spielt, desto mehr Spielraum gibt man dem Feminismus.“

          Genau andersherum. Je mehr man pöbelt und sich wie ein vorzivilisatorisches Arschloch verhält, desto mehr spielt man dem Gegner in die Hände. Nicht Warren Farrell und seine Leute, sondern die Radikalen, die auch in den USA leider sichtbar sind, behindern in einem eigenwilligen Zusammenwirken mit dem radikalfeministischen Gegner den Erfolg.

          „Eine Appeasement-Politik legitimiert radikalfeministische Positionen und führt direkt zu einer Verschlechterung der Situation, wie man ja gut beobachten konnte.“

          Gewaltfreie Aktionen haben nichts mit „Appeasement“ zu tun:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Aktion

          Vielmehr handelt es sich um empirisch bewährte Kampfmittel, mit denen bisher schon viele andere soziale Bewegungen erfolgreich waren.
          Ein gutes Buch, dass den Forschungsstand zu gewaltfreien Aktionen zusammenfasst und mehrere Methoden vorstellt, ist das Buch des Friedensforschers Theodor Ebert – Gewaltfreier Aufstand.

          http://www.amazon.de/Gewaltfreier-Aufstand-Alternative-zum-B%C3%BCrgerkrieg/dp/3878850301/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1419037264&sr=1-1&keywords=gewaltfreier+aufstand

          Es sei hier zur Lektüre empfohlen.

          „Ich finde es schon erstaunlich, wie sehr die Wiederholung von evident dysfunktionalen Strategien gefordert wird“

          Ja, das denke ich auch immer, wenn mal wieder irgendwelche frauenfeindlichen (oder andere menschenfeindlichen) Phrasen, reaktionären Ideologien oder absurde Verschwörungstheorien in die Welt posaunt werden, obwohl eigentlich jedem mit etwas Verstand klar sein müsste, dass man damit keinen Erfolg haben kann – zu Recht nicht.

          „nur um die eigene Konformität mit dem System zu bekunden und zu bejubeln.“

          Ich bin traditioneller libertärer Sozialist, folge in letzter Instanz allein den Werten und Prinzipien des libertären Sozialismus und „Konformität mit dem System“ interessiert mich nicht.
          Allerdings interessiert es mich berechtigten männerrechtlichen Anliegen möglichst schnell auf moralisch vertretbare Weise zum Erfolg zu verhelfen.

          „Ganz polemisch gefragt, was muss denn noch passieren, bis sich jemand eingesteht, dass diese Strategie nicht funktioniert?“

          Da diese Strategie bislang von Männerrechtlern nur in wenigen Fällen angewendet wurde, in diesen aber z.T. funktioniert hat und es außerdem einen reichhaltigen empirischen Forschungsstand zur Wirksamkeit gewaltfreier Aktionsformen im Kontext anderer sozialer Bewegungen gibt, sollte realistischerweise davon ausgegangen werden, dass diese Strategie wahrscheinlich funktionieren wird, wenn sie intensiv und längerfristig angewendet würde.

          Was jedoch ganz gewiss nicht funktionieren würde, sondern einen drastischen Gegenteileffekt hätte, wäre eine gewaltsame Aktion. Mal davon abgsehen, dass dies auch moralisch nicht vertretbar ist, würde dies nicht nur zu einer noch viel massiveren Dämonisierung der Männerrechtsbewegung führen, sondern auch ihrer Kriminialisierung den Weg ebnen und jeden Erfolg in weite Ferne rücken.

          Ebenfalls dsyfunktional sind wie bereits erwähnt frauenfeindliche oder andere menschenfeindliche Äußerungen im Netz, irrationale Verschwörungstheorien und Verbalradikalismus. Das freut nur Gesterkamp, Kemper, Rosenbrock, Claus und Co, da es ihnen Stoff für ihre „Expertisen“ liefert. Bei der Dämonisierung der Männerrechtsbewegung arbeiten radikale Maskulisten und Antifeministen stets auf eigenwillige Weise mit den staatsfeministischen Gegnern der Männerrechtsbewegung Hand in Hand.

          Auch komplett dysfunktional sind Roslins obige Spinnereien hinsichtlich des Mobbings weiblicher Vorgesetzter.
          1. besteht keine realistische Chance, dass diese Strategie überhaupt in breitem Maße zur Anwedung käme, da die Männerrechtsbewegung dazu zur Zeit zu wenig Einfluss hat (und hätte sie mehr Einfluss würde sie sich mit solchen Vorschlägen erst Recht in den eigenen Fuß schießen).
          2. hätten davon abgesehen die meisten Männer ohnehin kein Interesse daran, vor allem nicht, falls die Vorgesetzte erträglich oder sogar sympathisch wäre. Warum soll ich als Arbeiter jemanden mobben, von dem ich konkret keinen Nachteil habe?
          3. Würde diese Strategie tatsächlich in nennenswertem Maße durchgeführt, wäre dies Wasser auf die Mühlen radikalfeministischer Propaganda („Die patriarchalischen Männer wollen ihre Privilegien nicht abgeben.“) und würde lediglich zum Anlass und zur Legitimation für weitere staatsfeministische Disziplinierungsmaßnahmen gegenüber Jungen und Männern herhalten.

        • Dieses Mal gebe ich Laszek zu 100% Recht.
          Gewaltfreier Widerstand und ziviler Ungehorsam sind generell sehr wirksame Mittel,um auf Misstände aufmerksam zu machen UND dabei Sympathie zu gewinnen.
          Aktionen, die konkret Benachteiligung und Diskriminierung von Männern zeigen, möglicherweise sogar explizit provozieren – anhand der geltenden Rechtslage zum Beispiel Polizeieinsatz provozieren. Mir fällt kein Beispiel ein, wie man das machen könnte, aber so weit fortgeschritten wie das ganze schon ist sollte sich doch was finden lassen?
          Gerade im Bereich Familienrecht/Väterrecht?

          Und alles in Beisein von Presse natürlich.

      • @Elmar

        Was meinst du eigentlich mit deiner These, Feminismus sei eine „normative Theorie“?
        „Normativ“ ist leider vieldeutig…

        Schönen Gruß, crumar

    • @Lomi

      Man kann es noch deutlicher formulieren: Seit spätestens 1995 ist der Feminismus in diesen Staat, in seine Institutionen, in den ideologischen Staatsapparaten, in den Parteien, in den Medien fest integriert.

      Mit integriert meine ich: Da sind die Ressourcen, da sind die Gelder, um die gerungen wird, an denen der Feminismus einen möglichst großen und größeren Anteil haben will. Und zwar für das Geschäftsmodell „Frau“, für das der Feminismus den Businessplan schreibt.

      Von daher ist es auch verständlich, dass die Kompensation für die letzten 5000 oder 10.000 oder 25.000 Jahre Frauenunterdrückung zufällig genau die Frauen begünstigt, die entdeckt haben, dass es die letzten 5000 oder 10.000 oder 25.000 Jahre ausschließlich Frauenunterdrückung gab.
      Feministische Forschung ist parteilich – d.h. sie stellt sich politisch in den Dienst genau der Frauen, die in den Staatsapparaten angesiedelt und auf der Suche nach griffigen Argumenten sind.
      Und mit „griffig“ meine ich den Griff in die Kassenschublade des Staates.

      Die politische Orientierung der feministischen oder Gender-Forschung spielt souverän auf der Klaviatur der „moral panic“.
      Sie bedient den Skandalisierungsbedarf der bürgerlichen Presse.

      Wenn man sich die aktuelle Diskussion um die Reform des Sexualstrafrechts anschaut, dann wird man feststellen, dass der Anteil von Frauen, die sexuelle oder körperliche Gewalt erlebt haben wollen seit zwanzig Jahren von knapp 9% (KFN-Studie 1995) auf nunmehr 33% (FRA-Studie 2014) gestiegen ist.
      Geht es so weiter, dann ist die feministische Utopie der eigenen Forschung in zwanzig Jahren realisiert: 100% aller Frauen sind Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden (und die Dunkelziffer ist noch viel größer).

      Der Rausch der immer höheren Zahl führt zur Forderung nach immer noch mehr Geldern im Kampf gegen eine Bedrohungslage, die nur feministische Forschung exklusiv sieht.
      Das geheime Wissen der Frau.
      Der Kampf gegen die Bedrohung muss natürlich um so umfassendere Züge annehmen, desto bedrohlicher die Lage für Frauen.
      Gibt es einen totalen „war on women“, dann braucht man eben den totalen Krieg – gegen den WHM z.B..

      Sinn dieser Dauer erregten Massenmobilisierung ist die Schaffung von ABM-Maßnahmen des Staates für alle Gender-Studies Abgängerinnen, die feministischen Kulturwissenschaftlerinnen usw. also schlicht aller Akademikerinnen, die konsequent an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes vorbei studiert haben.
      Beratungsstellen, Gleichstellungsbeauftragte, präventives Irgendwas (in Zukunft Geschäftsführerin einer GmbH im öffentlichen Dienst).

      Was die gesamte Lügenpyramide irgendwann einmal zum Einsturz bringen wird, ist der dieser feministischen Logik innewohnende Widerspruch, sich selbst als Abhilfe gegen die umfassende Bedrohung anzudienen. Bei ausbleibendem Erfolg.
      Der muss nämlich ausbleiben, sonst funktioniert Bedrohung > Skandalisierung > Mobilisierung > Forderung nicht mehr.

      Schaut man hinter die Fassade des Feminismus bleibt von Utopie nichts. Und „permanente Revolution“ bezieht sich auf „Permanenz“, also die Massenmobilisierung und die Skandalisierung, aber nicht auf „Revolution“.
      Der Haken an der feministischen „Utopie“ ist, sie darf gar nicht Wirklichkeit werden. Sonst versiegen die Geldströme, der Anspruch auf Personal, schwindet der Einfluss, schwindet die Macht.

      Schönen Gruß, crumar

      • „Der Haken an der feministischen “Utopie” ist, sie darf gar nicht Wirklichkeit werden. Sonst versiegen die Geldströme, der Anspruch auf Personal, schwindet der Einfluss, schwindet die Macht.“

        Eben. Deshalb ist diese „Utopie“ vor allem eine sehr machbarkeitsorientierte Praxis, aber auf der Ebene der Verfügung über Ressourcen.

        • @LoMi

          „Feministische Forschung ist parteilich – d.h. sie stellt sich politisch in den Dienst genau der Frauen, die in den Staatsapparaten angesiedelt und auf der Suche nach griffigen Argumenten sind.“

          Nennen Soziologen das nicht „die Produktion von Herrschaftswissen“?

        • Elmar,

          würde ich nicht sagen. Jeder kann sich ja zum feministischen Forscher qualifizieren. Daher ist das kein Herrschaftswissen. Es ist vielmehr Ideologieproduktion, die Produktion von Rechtfertigungen für die eingeworbenen Gelder.

          Das Herrschaftswissen verraten sie uns hingegen weder in Seminaren noch Aufsätzen. Das ist ja das Wissen der institutionalisierten Feministinnen, wie das Spiel läuft: Wann man wen ansprechen muss, um sich durchzusetzen; welche Themen man öffentlich skandalisiert und wie man männliche Entscheider so unter Druck setzt, dass sie sich den feministischen Forderungen beugen.

      • @crumar

        „Wenn man sich die aktuelle Diskussion um die Reform des Sexualstrafrechts anschaut, dann wird man feststellen, dass der Anteil von Frauen, die sexuelle oder körperliche Gewalt erlebt haben wollen seit zwanzig Jahren von knapp 9% (KFN-Studie 1995) auf nunmehr 33% (FRA-Studie 2014) gestiegen ist.“

        Könnte man nicht argumentieren, daß der Anstieg real ist, weil die Frauen die Männer immer stärker in Konfliktstraftaten treiben?

        • „Könnte man nicht argumentieren, daß der Anstieg real ist, weil die Frauen die Männer immer stärker in Konfliktstraftaten treiben?“

          Und was wäre das Ergebnis dieser Argumentation: Männer haben Angst davor, ihre Privilegien zu verlieren, also schlagen sie immer häufiger zu. Das ist kaum förderlich.

        • @Elmar und @All

          Die genannten Studien sind alle mehr oder weniger geschickte FÄLSCHUNGEN.

          Pfeiffer und Wetzels haben es 1995 durch geschickte Manipulation der Daten geschafft eine Studie so zu frisieren, dass der Anteil von Frauen, die in den letzten 30 (!!!!!) Jahren Opfer einer versuchten oder vollendeten sexuellen Nötigung oder einer versuchten oder vollendeten Vergewaltigung geworden sind von 4% auf 8,6% gestiegen ist.
          Von diesen 4% jedoch sind ca. die HÄLFTE versuchte oder vollzogene Vergewaltigung.
          Mit „jede 50ste Frau ist schon Opfer einer Vergewaltigung geworden!“ kann man aber schlecht Propaganda für Knete machen, also muss gefälscht werden.

          Diese Differenzierung (Nötigung/Vergewaltigung) wird aktuell auch gar nicht mehr getätigt – das sieht man bei „terre des femmes“.
          Bei den Propagandabroschüren gibt es keine sexuelle Nötigung mehr, sondern nur noch Vergewaltigung.
          Sie spielen mit der Unkenntnis der Öffentlichkeit, die nicht weiß, das auf Betreiben interessierter feministischer Kreise seit 1997 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung ein Einheitsstraftatsbestand (eben §177) sind.

          D.h. Wetzels/Pfeiffer, das KFN haben es als erste geschafft, mit aufgeblasenen Zahlen durch Fälschung zu arbeiten und damit durchzukommen.
          Zugleich haben sie es fertig gebracht, ein riesiges „Dunkelfeld“ zu produzieren, das in der Realität gar nicht existiert.
          Also zu suggerieren, bei den bekannt gewordenen Fällen handle es sich um die Spitze eines Eisbergs – auf eine bekannt gewordene Vergewaltigung kämen Dutzende nicht bekannte.
          „Terre des femmes“ propagandiert dieses Verhältnis mit 1:20.

          Aus ihrer eigenen Fälschung geht jedoch hervor – das ist zumindest das, was ich errechnet habe – das einer Frau, die in einem Interview zugibt, Opfer einer sexuellen Straftat im Familienrahmen geworden zu sein gerade einmal 1,5 (eins Komma fünf) Frauen gegenüberstehen, die dies erst bei einer schriftlichen Befragung (also anonym) zugeben würden.

          All das nur, um Ehemänner zu dämonisieren und das Gewaltschutzgesetz auf die Piste zu bringen.
          Wonach prinzipiell der Mann in einer Beziehung gewalttätig ist und im Konfliktfall aus der Wohnung entfernt werden muss.
          Und natürlich um weiterhin Staatsknete zu erhalten, für die nun fällig werdende Dunkelfeldforschung – die sie selber produziert haben.

          Kein Wunder, dass sich die Allianz von KFN, bff und „terre des femmes“ auch nun wieder findet.
          Die haben nämlich ein echtes Problem; rein empirisch gesehen sinken die Zahlen für sexuelle Nötigung und Vergeewaltigung seit 20 Jahren.

          Das sind gute Nachrichten für Frauen, aber ganz schlechte für Feministinnen.

          Schönen Gruß, crumar

      • @ crumar

        Feminismus wäre ein ergotherapeutisches Nischchen für neurotisierte Frauen, wenn der Sache nicht top down politischer Nachdruck verliehen worden wäre:

        1985- 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi
        1995- 4. UN-Weltfrauenkonferenz in Peking Seit den 1997/1999- Amsterdamer Verträge der Europäischen Union

        • @ratloser zuerst und dann @Adrian

          Ich gebe dir völlig Recht, ratloser, zunächst gibt es den Entrismus – d.h. feministisch inspirierte Menschen sickern in die Institutionen ein und bewirken einen allmählichen Meinungswandel, der sich nach und nach in Berichten, dann in Beschlüssen wiederfindet.
          Und es gibt eine internationale Vernetzung der Feministinnen – an diesem Punkt ist der Maskulismus noch ganz am Anfang.

          Die gefassten Beschlüsse brauchen noch nicht einmal bindend für die darunter existierende Ebene zu sein.
          Es kann sich jedoch um einen bestimmten Tenor handeln, eine Sichtweise, die von vorneherein ein bestimmtes Ziel nahelegt.

          Ist zum Beispiel ideologisch gesetzt, dass häusliche Gewalt nur Frauen als Opfer kennt und keine Männer, so legt man suggestiv nahe, dass Männer wohl die ausschließlichen Täter sein müssen.

          Wird dann eine Befragung zum Thema „häusliche Gewalt“ gestartet (wie das in Deutschland 2004 geschah) in der über 10.000 Frauen befragt worden sind, jedoch Männer nicht, dann wird die Ideologie materielle Gewalt.

          Eben weil Männer NICHT befragt werden, wird nun den Gewaltbegriff ein kleeeeeeeeeeeeeines bisschen weiter gefasst: „Sind Sie jemals von ihrem Partner geschubst worden?“ – wenn ja, klares Zeichen von körperlicher Gewalterfahrung in einer Beziehung.
          Interessant ist gar nicht, was die befragten Frauen unter Gewalt verstehen, sondern das Interesse der feministischen Forscherinnen zählt, was das dumme Vieh darunter zu verstehen hat.

          Auf die Art und Weise kann man fantastische Zahlen produzieren und damit medial hausieren gehen.
          Und natürlich den Eindruck verfestigen, dass Frauen immer Opfer und Männer immer Täter sind und seit wann kümmert man sich um das Tätergeschlecht?

          @Adrian
          Gender Mainstreaming (GM) ist ebenso wenig jemals zur Wahl gestellt worden wie der Feminismus. Und das aus einem guten Grund: Die „Feministische Partei – die Frauen“ sind bei Bundestagswahlen nie über 0,1% gekommen.

          Würde man der Bevölkerung erklären, was GM wirklich heißt und übersetzen, was ein solcher Satz meint:

          „Die Strategie zielt auf eine Gleichstellung der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Bereichen; dem Fortbestehen von Geschlechterungleichheit soll auf diese Weise entgegengewirkt werden.“

          dann gäbe es eine Zustimmung in erwartbar einstelligem Prozentbereich.

          Es werden Setzungen vorgenommen, die klar feministisch inspiriert sind: Das „Fortbestehen der Geschlechterungleichheit“ wird einfach festgestellt, jedoch nicht erklärt, woran sich diese festmacht und selbstverständlich ist das Ziel nicht Gleichberechtigung, sondern „Gleichstellung“.
          Also *Ergebnis*gleichheit zwischen den Geschlechtern, nicht gleiche Ausgangsbedingungen für beide.

          Wenn man sich überlegt, dass sich hier eine Politik erdreistet in „ALLEN gesellschaftlichen Bereichen“ tätig zu werden,

          – ohne das über diese „Strategie“ jemals abgestimmt worden ist,
          – ohne dass es auch nur eine Mitspracherecht bei der Formulierung der „Strategie“ gegeben hätte,
          – ohne die Möglichkeit, diese „Strategie“ abzuwählen oder wenigstens zu korrigieren

          dann ist das ein erstaunlich undemokratischer Vorgang.

          Schönen Gruß, crumar

        • „Gender Mainstreaming (GM) ist ebenso wenig jemals zur Wahl gestellt worden wie der Feminismus“

          Ich kann mich nicht erinnern, dass in Deutschland irgendein politisches Thema zur Wahl gestellt wurde, außer über den Weg der Wahl von Partei- und Personenlisten. Das ist in einer repräsentativen Demokratie so. Wir leben nicht in der Schweiz und schon gar nicht in Appenzell Ausserrhoden.

        • @Adrian

          Genau das ist der Punkt: Du kannst in eine Partei eintreten und per Antrag und Diskussion an der politischen Willensbildung parteiintern mitarbeiten. Die Partei formuliert gemeinsam ein Programm und das wird demokratisch beschlossen. Bei einer Wahl kannst du dich auf der Basis von Programmen für eine Partei entscheiden.

          GM formuliert jedoch ein Programm, welches auf EU-Ebene im „Amsterdamer Vertrag“ wie folgt beschlossen worden ist: „Der Vertrag wurde von den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union anlässlich ihres Zusammentreffens im Europäischen Rat in Amsterdam am 18. Juni 1997 beschlossen und am 2. Oktober 1997 unterzeichnet. Er trat am 1. Mai 1999 in Kraft.“

          Oder anders ausgedrückt: Es gab noch nicht einmal eine Diskussion im europäischen Parlament, geschweige denn eine Abstimmung!

          Auf dieser undemokratischen Basis erging der Anspruch, GM top-down in die Nationalstaaten einzuführen und damit wurde „Geschlecht“ in den Staaten zu einer omnirelevanten und omnipräsenten Kategorie.
          Und zwar nicht das beider Geschlechter, wie es irreführend im Titel heißt, sondern unter der ideologischen Prämisse „Ungleichheit“ einseitig zu Gunsten von Frauen.
          Es ist nachweislich eine arglistige Täuschung der Öffentlichkeit.

          Und eine demokratische Legitimation für ein solches politisches Programm, dass auf einer feministischen Ideologie beruht und welches in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eingreifen möchte existiert nicht.

          Schönen Gruß, crumar

      • „Wenn man sich die aktuelle Diskussion um die Reform des Sexualstrafrechts anschaut, dann wird man feststellen, dass der Anteil von Frauen, die sexuelle oder körperliche Gewalt erlebt haben wollen seit zwanzig Jahren von knapp 9% (KFN-Studie 1995) auf nunmehr 33% (FRA-Studie 2014) gestiegen ist.“

        Der Witz an der Sache ist, dass jeder, der sich mit dem Zeitlichen Verlauf konkreter Statistiken befasst weiß, dass Sexualstraftaten seit Jahrzehnten Rückläufig sind.

        • Der Witz am Witz ist hier, daß die tatsächlichen Zahlen rückläufig sind, glaubt doch keine Feminist.I.n. Die kleineren Zahlen sind doch nur ein weiterer Beweis, wie Gewalt gegen Frauen tabuisiert wird.

          Die Welt kann alles, nur nicht besser für Frauen werden. Nicht so! 🙂

        • Der Oberwitz ist, dass vermutlich die meisten Feminitas gar nicht glauben müssen, dass die tatsächlichen Zahlen Rückläufig sind,weil sie das längst wissen.
          Deshalb operieren sie gar nicht erst mit zeitlichem Verlauf, sondern immer mit der aktuell erschreckendsten ermittelbaren Horrorzahl. Egal auf welchem Weg die zu Stande gekommen ist. Im Zweifelsfall durch evidence by citation.

          Die Schocker-Aussage ist dann unabhängig von einem Zeitverlauf:

          „immer noch“ leiden Frauen so schrecklich, es ist noch viel zu wenig passiert seit Feminismus versucht, die Lage von Frauen zu verbessern, es ist noch viel zu tun, bis alle Ungerechtigkeiten besitigt sind,

        • @ madd8

          Wem sagst Du das?

          „Die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt in Bayern seien in den vergangenen Jahren um 50 Prozent auf 20 000 Fälle im Jahr gestiegen, sagte Grünen-Vizefraktionschefin Verena Osgyan. Die CSU habe die Mittel für die Frauenhäuser aber schon seit 2009 nicht mehr erhöht.“

          http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/bayerischer-landtag-krach-frauenhaeuser-meta-4503157.html

          Ob das Gewaltschutzgesetz in Bayern nicht gilt, wer weiß?

  5. Den Tab mit diesem Kommentar hatte ich auch noch aufgehabt. Sehr schön auf den Punkt gebracht. Und wie bestellt kam dann die Brigitte hiermit:

    http://m.brigitte.de/frauen/gesellschaft/armlehne-im-flugzeug-1225997/

    Und das ist ja nun nicht gerade eine Radfemkampfzeitschrift. Einfach unglaublich, was die sich da zusammenrotzen. Man möchte ihnen „Check mal deine Privilegien“ entgegnen. Wie unglaublich dämlich und vor allem empathielos das ist. Schaffen die es sich wirklich nicht vorzustellen, wie das Problem erstmal für Männer ist? Ob im Flugzeug oder im Bus, Männer sind im Schnitt deutlich größer und damit sind selbst durchschnittliche Männer schlicht zu groß für diese Kindersitze.

    Und trotzdem schaffen es Männer irgendwiem nebeneinanderzusitzen. Kommt eine Frau hinzu, wird es direkt zum Geschlechterkampf. Selbst wenn die im allgemeinen genug Platz zum Sitzen hat.

    • Was hat die Autorin denn für Probleme? Und wie dumm ist denn der Vorschlag „wir benutzen die Lehne beide nicht“ – damit geht es doch niemandem gut?

      Ich habe mit männlichen Sitzplatznachbarn im Flugzeug nie Probleme gehabt. Der eine nimmt den vorderen, den anderen den hinteren Teil der Armlehne, irgendwann holt einer den Whisky aus dem Duty-Free raus, und dann schläft man mit den Köpfen aneinander ein. Wo ist das Problem?

  6. Also das ist ein Mantel, der Pickup allgemein vorne und hinten nicht passt. Wie sehr wird da herumgelästert über die böse Welt und die Gesellschaft, die kaputtgeht! Außerdem die Grundannahme, dass alle Feministinnen nur aufgrund ihrer persönlichen Probleme aktiv sind. Nein, das ist mir zu sehr schwarzweiß gezeichnet.

    „Das Gegensatzpaar der Überschrift “”Die Welt verändern, wie sie sein soll” vs. “So handeln, wie es funktioniert” ist denke ich allgemein interessant.“

    Aber hallo! Vor allem ist beides auf die Spitze getrieben falsch und radikal! Es ist leicht einzusehen, dass ich nicht „die ganze Welt“ verändern kann, so wie ich will. Denn irgendwann treten mir Leute mit anderen Interessen und Präferenzen entgegen. Irgendwann werden meine Ressourcen knapp und ich muss mich entscheiden: Investiere ich die 100 Euro und die 2 Stunden Freizeit, um gegen Rassismus oder für die Umwelt zu engagieren? Oder kümmere ich mich um meine sozialen Kontakte (muss ja auch mal sein)?

    Wenn ich jedoch nur so handele, wie die Welt gerade funktioniert, und sie nie versuche ein Stück weit besser zu machen und nie eine Ahnung davon durchschimmern lasse, wie sie mal sein könnte, dann gute Nacht. Dann hätte sich 1945 die Einstellung „Naja, die Deutschen sind eben Nazis“, 1963 „Naja, die US-amerikanische Gesellschaft hat nun einmal Rassentrennung und Rassismus“, 1969 „Naja, im Kalten Krieg kann nun es nun einmal keine Verständigung geben“ und 1989 „Naja, die Welt ist nun einmal in Ost und West geteilt“ durchgesetzt. Nein, die Welt ist oft verändert worden – und übrigens oft zum Besseren, weil Leute auch echte Visionen hatten, wie es besser laufen kann, und sich diese Vorstellungen auch durchsetzen ließen.

    Den Pickup Artists wird übrigens z.B. von Karen Straughan genau das vorgeworfen: Sie haben das System verstanden, versuchen es aber zu ihren Zwecken zu benutzen („zu hacken“), weil sie der Meinung sind, es sei nicht mehr zu retten.

    Ich glaube, im echten Leben wird man immer zwischen den beiden Extremen einen Mittelweg finden müssen. Mit was kann ich mich arrangieren, mit was kann ich leben, wo möchte ich etwas verändern?

    • @Graublau: „Außerdem die Grundannahme, dass alle Feministinnen nur aufgrund ihrer persönlichen Probleme aktiv sind.“

      Ne. Da gibt es (2) auch welche, die einfach nur dumm sind. Und (3) Profiteure.

      Und der „Vorwurf“ von Karen Straughan mag ja treffen. Ich bin nun kein PUA, aber ich denke auch, das System nicht retten zu können und versuche, es so gut es geht zu nutzen. Warum sollte ich was anderes machen – und vor allem wie? Und warum sollte das irgendwer sonst? Um mich als Rechtspopulist beschimpfen zu lassen? Denn es linksfeministisch noch schlimmer zu machen will ich wirklich nicht.

  7. @Adrian

    Diejenigen, die glauben, im gegenwärtigen Zeitgeistklima (links grundiert, zumindest jenseits der Wiwi-Fächer), einen Teil der journalistisch einbetonierten Journaille „überzeugen“ zu können, werden feststellen, dass sie sich irren.

    Diese Leute glauben felsenfest an ihre weltverbessernden Vorstellungen, sie haben nichts anderes, fielen in’s Bodenlose, gerieten in eine tiefe, für manch lebensbedrohliche Krise.

    Der Zeitgeist jedoch hat es an sich, im Dekadenrhytmus umzuspringen.

    Der Linkstrend dauert seit rund 50 Jahren an, ein Wetterwechsel steht bevor.

    In etlichen Ländern/weltweit (Indien, Japan, Frankreich, Benelux, sogar Skandinavien – Dänemark, Finnland – ist er schon deutlich spürbar) hat er bereits eingesetzt.

    In wenigen Jahrzehnten – sollte ich noch gesund und frisch genug sein, werde ich gegen eine dann übermächtige Rechte anargumentieren, davon bin ich überzeugt.

    Die Frage ist nur, ob unsere Zivilisation solange durchhält und ob der zu erwartende Rechtstrend ihr nicht durch die spezifischen Schäden, die sein zu erwartendes Überschießen setzten wird, ihr dann auch noch endgültig den Rest gibt.

    Die heute links indoktrinierten Generationen in Academia und Journaille jedenfalls können nicht überzeugt, nur abgelöst werden.

    Hoffentlich durch den natürlichen Generationswechsel.

    In Frankreich jedenfalls werden Bücher zu Bestsellern, die noch weitaus radikaler sind als das, was der übel verleumdete Sarrazin zu Papier brachte, sie werden zu Bestsellern, obwohl die auch dort linksdurchwirkte Medienmafia massivst Sperrfeuer schießt.

    Trotzdem dringen sie nicht nur durch, sondern erreichen Massen.

    Ein Beispiel für diesen Trend: das neue Buch von Eric Zemmour (auch Alain Finkielkraut könnte man hier nennen, beides übrigens Juden, also immun gegen die Nazikeule):

    Das ist eine wütende Abrechnung mit den letzten 40 Jahren französischer Politik, ein Bestseller wie gesagt.

    Dieser Trendumschwung wird bald auch Deutschland erreichen, dass durch den effektiven Einsatz der Nazikeule noch besser kontrollierbar ist.

    Aber die Nervosität bei unseren Eliten wächst spürbar.

      • @ Adrian

        Sorgen?

        In den Niederlanden hat übrigens ein Schwuler den Gezeitenwechsel zuerst sichtbar werden lassen, der ermordete Pim Fortuyn, ein „Rechtspopulist“.

        Wirst also – hoffe ich – weiter unbesorgt schwul sein können, russische Verhältnisse sehe ich (noch) nicht.

        • @ Adrian

          Stimmt leider nicht immer.

          Wer das von den Bolschewisten, Nazis, Stalinisten, Maoisten, Pol-Potisten etc. glaubte, musste feststellen, dass er einer grausamen Täuschung unterlag.

          Ich hätte 1933 sicher zu jenen gehört, die genau das von Hitler gedacht hätten: “ Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“

          Hoffen wir, dass wir nicht erneut in solche Tiefen absinken.

          Vom IS haben sicher auch viele gedacht: “ Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“

          Und nun?

          Tausende ermordet, hunderttausende auf der Flucht, 2 Staaten in Auflösung und Tausende EUROPÄER kämpfen auf Seiten der islamischen Faschisten.

        • „Tausende ermordet, hunderttausende auf der Flucht, 2 Staaten in Auflösung und Tausende EUROPÄER kämpfen auf Seiten der islamischen Faschisten.“
          Und Pegida ist eine Versammlung zu kurz gekommener Verlierer der Gesellschaft, die ihre Ressentiments stellvertretend für ihre Perspektivlosigkeit ablassen.

          War das gut?

        • @ Dummerjan

          *Und Pegida ist eine Versammlung zu kurz gekommener Verlierer der Gesellschaft, die ihre Ressentiments stellvertretend für ihre Perspektivlosigkeit ablassen.*

          Warum gibt es so viele zu kurz Gekommene (bin übrigens mit der Analyse nicht einverstanden, ist viel Mittelstand darunter, auch bildungsbürgerliche Schichten)?

          Warum geht der träge Spießer allmählich auf die Straße, fängt die schweigende Mehrheit an, sich zu regen (in Frankreich ist sehr krekel mittlerweile)?

          *War das gut?*

          Wie konnte es so weit kommen?

          Warum lösen sich Syrien/Irak in Wohlgefallen auf?

          Wer hat die Staaten warum so zugeschnitten, machtvollkommen, ohne Rücksicht auf die ethnobiologische Landkarte auf dem Boden der Tatsachen, jenseits der grünen Tische?

          In der Annahme, dass Menschen ja eigentlich austauschbar/beliebig einsortierbar/sozialisierbar sind.

          Die Erben der französischen Revolution und des britischen Imperialliberalismus (dessen Erbe die USA antraten) dachten, sie würden schon syrische/irakische Patrioten erziehen/sozialisieren können.

          Hat sich was.

        • „Warum gibt es so viele zu kurz Gekommene (bin übrigens mit der Analyse nicht einverstanden, ist viel Mittelstand darunter, auch bildungsbürgerliche Schichten)?“

          Ressentiments suchen sich ein Ventil. Gerade im Tal der Ahnungslosen und im Osten allgemeinen sind Menschen politisch ziemlich schräg drauf.

          „Warum geht der träge Spießer allmählich auf die Straße“

          Weil er sonst nix zu tun hat.

          „fängt die schweigende Mehrheit an, sich zu regen (in Frankreich ist sehr krekel mittlerweile)?“

          In Frankreich krakeelen sie immer. Das gehört zum französischen Charme.

          „Warum lösen sich Syrien/Irak in Wohlgefallen auf?“

          Weil religiöse Gesellschaften immer scheitern. Weil der Islam in seiner jetzigen Form am Ende ist.

        • „Weil der Islam in seiner jetzigen Form am Ende ist.“

          Das stimmt allerdings. Ob die neue Islamform allerdings besser gefällt werden wir sehen … 🙂

          Übrigens, nicht nur religiöse Gesellschaften scheitern. Alle Gesellschaften scheitern. Bisher jedenfalls immer.

        • ät Adrian:

          „Ressentiments suchen sich ein Ventil. Gerade im Tal der Ahnungslosen und im Osten allgemeinen sind Menschen politisch ziemlich schräg drauf.“

          Kleiner Ossifeind, was?
          Aber recht hast Du. In den Bezirken Erfurtz, Gera und Suhl ist zB gerade die alte Regierungspartei von ’89 wiedergewählt worden.

        • Um es noch klarer zu sagen:

          Nach dem Bankrott des Sozialismus, gerade auch des arabischen (der gegen Kurden/Araberclans/Schiiten/Sunniten) verlor – Syrien/Irak waren Hochburgen des arabischen Sozialismus, der brüderlich verbundenen „internationalistischen“ Bathparteien scheitert nun auch die ältere Moderne, die Willensnationen in der Nachfolge der französischen Revolution/der britischen Aufklärung.

          Und es setzen sich weltweit wesentlich ältere Strukturen durch.

          (Japanismus in Japan, Hindunationalismus in Indien, Clansolidaritäten/Volkstum in der arabischen Welt gegen die künstliche Idee der Optionsnationen).

          Back to Blood.

          Auch ablesbar am Zerfall der europäischen Idee oder am Wiederaufstieg des altgewohnten Russophilentums/völkischen Nationalismus in Russland.

          Einschließlich orthodoxer Kirche.

          Und China?

          China ist schon lange natiionalsozialistisch-kapitalistisch.

          Der hanchinesische Nationalismus, ebenfalls ein völkischer Nationalismus, bewegt und diszipliniert Massen (gerade wieder bei der Niederschlagung der prowestlichen Hongkonger Demokratiebewegung zu beobachten, die die Volksmassen NICHT begeistern konnte mit ihrem westlich-aufklärerischen Modell).

          Das sind Symptome eines sehr, sehr tiefgreifenden, eines epochalen Wandels.

          Glaube ich.

        • @ DDBZ

          *Übrigens, nicht nur religiöse Gesellschaften scheitern. Alle Gesellschaften scheitern. Bisher jedenfalls immer.*

          Ja, in der Regel nach 200 – 300 Jahren.

          Nur die Katholische Kirche scheitert nicht.

          Seit rund 2000 Jahren nicht.

          Ihre Gegner, die ihr das Sterbeglöcklein läuten, die ihr bescheinigen, wie nicht lebensfähig/unmodern/reformbedürftig etc. pp. sie doch ist, eigentlich ein Unding, die scheitern.

          Viele sind so vergessen, dass nur noch die Katholische Kirche sich ihrer erinnert.

          Sic transit gloria mundi.

        • ät Roslin:

          „Nur die Katholische Kirche scheitert nicht.“
          Stimmt. Allerdings ist durch den modernen Reichtum im Westen das Scheitern wahrscheinlich.
          Dann müßte der Vatikan nach Buenos Aires oder Río verlegt werden.

          Gibt aber auch was Positives: Vor einigen Jahren hat eine schwedisch-atheistische MigrantIn in Italien gegen die zahlreichen Kruzifixe in öffentlichen Gebäuden geklagt und Recht bekommen.

          Was ist passiert? Die renitenten Katholiken haben die Kruzifixe nicht abgenommen, sondern ihre Zahl VERDOPPELT.
          Hat Polizei und Justiz massebedingt davon abgehalten, etwas dagegennzu unternehmen.

          Vielleicht kann der Heilige Stuhl doch in Rom bleiben….

        • @ Adrian

          *In Frankreich krakeelen sie immer. Das gehört zum französischen Charme.*

          In Frankreich braut sich etwas zusammen.

          Von erstaunlicher Wucht und Tiefe.

        • ät Adrian:

          Hast Du schon xmal erzählt, Du Zoni.
          Bin aber auch ein Halber, was heißt, daß ich beurteilen kann, daß Ossis nicht döfer sind als der Rest der Republik.

        • @ Axel

          *Stimmt. Allerdings ist durch den modernen Reichtum im Westen das Scheitern wahrscheinlich.
          Dann müßte der Vatikan nach Buenos Aires oder Río verlegt werden.*

          Weltweit wächst die Katholische Kirche.

          Es ist der reiche Westen, dessen Bevölkerungen/Kultur dahinschmelzen wie Schnee in der Sonne.

          Wie gesagt: 1900 – 25 % der Weltbevölkerung, heut e noch 7 %, in wenigen Jahrzehnten scheitern wir an der 5 % Marke, Tendenz weiter RASANT fallend.

          Die Dramatik der Entwicklung wird nur deshalb nicht erkannt, WEIL wir noch sehr reich sind und so mit unseren Kino-/Musik-/Kulturproduktionen das Ätherrauschen beherrschen.

          Das aber täuscht.

          Es hat keine Tiefenwirkung mehr.

          Der Westen glänzt für viele nicht mehr, er wird verachtet.

          Und fällt bald ohnehin in sich zusammen.

          Mangels Masse/Überalterung/Verweiblichung.

          Wir machen die Bühne frei für neue Akteure.

          Nichtwestliche.

          Wohlstand degeneriert.

        • Weltweit wächst die Katholische Kirche.

          Es ist der reiche Westen, dessen Bevölkerungen/Kultur dahinschmelzen wie Schnee in der Sonne.

          Weltweit wächst die katholische Kirche (es gibt keinen Grund, das „katholisch“ gross zu schreibe) … Die Geburtenraten sagen wenig bis nichts darüber aus, ob eine Gesellschaft religiöser wird oder einen Säkularisierungsprozess durchläuft. Deine Behelfshypothese der genetischen und damit vererbbaren Disposition zur Religiosität müsste wenn schon, denn schon allgemeiner als genetisch bedingte Disposition zu Irrationalität bezeichnet werden. Damit kann die katholische Kirche ohne weiteres durch die Genderkirche ersetzt werden.

  8. Hier etwas Schönes zum Welt-Veränderungswillen:

    NIEDERSÄCHSISCHES MINISTERIUM FÜR „WISSENSCHAFT“ UND „KULTUR“:

    „GESCHLECHT – MACHT – WISSEN“

    „Das Programm „Geschlecht – Macht – Wissen“ zielt auf die Förderung von Vorhaben, die kooperativ und in der Regel interdisziplinär angelegt sind und die aktuelle Fragestellungen der Genderforschung aufgreifen und weiterverfolgen.“
    „Interdisziplinär“ heißt wahrscheinlich wie üblich GSGW (Gender-Sozial-Geisteswissenschaften).

    Allerdings:
    Genderisten an die Macht in sonst genderfreien Fächern:

    „Auch Fragestellungen der (anwendungsorientierten) Geschlechterforschung zu Technikentstehung, -verbreitung und -nutzung („gendered innovations“) eröffnen interessante Forschungsfelder gerade in den Natur- und Technikwissenschaften.“

    – Au ja, super. Wie wäre es mit „Frauencomputern“? Oder „Frauen-Werkzeugtechnologie“? Oder, wie die Genderprofessix aus Bochum mal angemahnt hatte, „frauengerechtes Bauen“? (Ob da größere Küchen im Bürogebäude eingeplant werden sollen, bleibt fraglich. Vielleicht ja eine Putzgerätschaften-Ecke in jedem Büro? 😉 )
    ——

    Und, ganz wichtig: Eine Genderperspektive in der Medizin:
    „Innovatives Potential birgt auch die Perspektive der „geschlechtersensiblen“ Medizin, die biologische und sozial konstruierte Eigenschaften von Geschlecht zusammen denkt.“

    – Unsere Ärzte haben einfach nicht genug zu tun! Da muß dann in der Dokumentation UNBEDINGT eine Genderperspektive berücksichtigt werden.
    —-

    Quelle:

    http://www.mwk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=33676&article_id=118861&_psmand=19

    Gibt übrigens 1.500.000 Euro für den Scheiß: http://www.mwk.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/niedersachsen-staerkt-die-geschlechterforschung-130163.html

    • @Axel

      Noch findest du es komisch.
      Aber spätestens wenn du an der Uni gezwungen wirst, in diesen Pflichtfächern einen Schein zu machen und gezwungen wirst, in „geschlechtersensibler Sprache“ zum Beispiel so zu formulieren:

      „The feminist ‘philosopher’ Luce Irigaray is another who is given whole chapter treatment by Sokal and Bricmont. In a passage reminiscent of a notorious feminist description of Newton’s Principia (a ‘rape manual’) Irigaray argues that E=mc2 is a ‘sexed equation’. Why? Because ‘it privileges the speed of light over other speeds that are vitally necessary to us’ (my emphasis of what I am rapidly coming to learn is an in-word). Just as typical of the school of thought under examination is Irigaray’s thesis on fluid mechanics. Fluids, you see, have been unfairly neglected. ‘Masculine physics’ privileges rigid, solid things.“

      Oder auch sehr schön von Sandra Harding:

      „One phenomenon feminist historians have focused on is the rape and torture metaphors in the writings of Sir Francis Bacon and others (e.g. Machiavelli) enthusiastic about the new scientific method. (…) A consistent analysis would lead to the conclusion that understanding nature as a woman indifferent to or even welcoming rape was equally fundamental to the interpretations of these new conceptions of nature and inquiry. In that case, why is it not as illuminating and honest to refer to Newton’s laws as “Newton’s rape manual” as it is to call them “Newton’s mechanics”?“

      Von diesen Beispielen gibt es mehr als reichlich.

      Wenn du also gezwungen sein wirst, diesen irrationalen, verlogenen Quatsch nachzubeten, weil du eine gute Note brauchst, dann wird dir das Lachen im Halse stecken bleiben.

      Schönen Gruß, crumar

      • „Wenn du also gezwungen sein wirst, diesen irrationalen, verlogenen Quatsch nachzubeten, …“

        Deshalb halte ich alle unsere Spitzenpolitiker für Drecksäck. Entweder sind sie von diesm Unsinn wirklich überzeugt, oder sie sind die schlimmsten Heuchler. Trauen kann ich weder diesen noch jenen.

        • ät ddbz:
          Du kommst wohl aus Dresden, was? 😉 Zumindest ist die Haltung, die Du vertrittst, wohl wesentlich häufiger im Volk, als der PC-Kram der reichen Bürgerkinder. Und da man dem Volk in den letzten Jahren zu sehr auf den Pelz rückte, protestieren sie nun. Scheiß Demokratie.

          Einige Spitzenpolitiker, die heucheln und lavieren müssen, würde ich aber nicht unbedingt so kritisch sehen. Stell Dir vor, wir wären Amtsträger und müßten uns im selben halten? Und werden wegen jedem Scheiß von der Gesinnungspresse zur Sau gemacht?
          Die CSU zum Beispiel ist aber trotzdem häufig noch mutig. Wahlergebnisse sind letzten Endes das, was zählt. Oder Demos gegen das politkorrekte Gerede von oben.

      • ät Crumar:

        Nun, das tut es jetzt schon.
        Bereits 2010 mußten Linguistik-Studenten (ua.) in Potsdam sich einen Genderkurs anhören.
        Zum Glück mit Sitzschein; denn da haben sich die Studenten in der ersten Stunde eingetragen und sind dann nie wieder hin. 😉

        Man sieht, für wie relevant die Allgemeinheit den Scheiß hält.

        Ein Freund, der Lehrer ist, hat in seiner Abschlußarbeit Schüler und Lehrer mit Sternchen* versehen, und in der Fußnote darauf hingewiesen, „daß alle Geschlechter gemeint seien“.
        Aus reiner Sorge, daß es Abzüge gibt.

        Und in Wien und Kiel gibt es ja ganz offiziell ne Note Abzug im Diplom/Master, wenn die Arbeit, die niemand liest außer der Professx, nicht komplett durchgegendert ist.

        Ist das eigentlich noch legal? Hat jemand von Euch da Ahnung?

        Steven Pinker meinte, in den USA müssen die männlichen Studenten sich nicht nur den Sprachquark antun, sondern sich in Genderseminaren anhören, was für Unterdrückerschweine sie doch seien.
        Hoffe, daß der Gegen-Aufschrei in Deutschland groß genug ist, bevor dieses extreme Getue bei uns ankommt!

      • Da der schöne Text über Sokals Femi-Freund so schwierig war, hier die Übersetzung:

        „Dem feministischen“Philosophen“Luce Irigaray wird ein ganzes Kapitel im Buche von Sokal und Bricmont gewidmet.

        In einer Passage beschreiben die beiden eine feministische Betrachtung von Newtons Principia (ein ‚Vergewaltigungs-Handbuch‘). Da argumentiert Irigaray, dass E = mc2 eine „geschlechtliche Gleichung“ sei.
        Warum? Es gebe „Privilegien für die Lichtgeschwindigkeit im Vergleich zu anderen Geschwindigkeiten, die lebensnotwendig für uns sind“. Genauso typisch für seine Schule des Denkens ist Irigarays Arbeit über Strömungsmechanik.
        Flüssigkeiten, wie Sie sehen, wurden zu Unrecht vernachlässigt. „Masculine Physik“ bevorzugt starre, feste Sachen.“

        Das ist 20 Jahre her!? Man sieht, die Uni-„Philosophie“ war damals schon im Arsche…

      • Der ist auch gut:

        „„Ein Phänomen, auf das feministische “Historiker” abfahren, sind Vergewwaltigungs- und Folter-Metaphern von Sir Francis Bacon und anderen (Macchiavelli).
        Eine konsistente Analyse würde zu dem Schluß führen, dass die Natur als Frau zu verstehen, Vergewaltigung fördert…
        In diesem Fall, warum ist es nicht erhellend und ehrlich, Newtons Schwerkraftgesetze als Newtons Vergewaltigungshandbuch zu bezeichnen?“

        „Gefühlte Vergewaltigung“, oder was?

        • @Michael Balenau

          Das ist eine gute Frage – kauf dir zunächst das Buch von Alan Sokal und Jean Bricmont.

          Da ist die gesammelte „Elite“ der Poststrukturalisten dabei und die beiden zerpflücken die idiotischen Aussagen der Damen und Herren über Mathematik und Physik.

          Noch schlimmer als den Blödsinn selbst zu lesen ist die Erkenntnis, wie komplett ungebildet die Damen und Herren Poststrukturalisten sind in Sachen Naturwissenschaft sind.

          Bei gleichzeitiger Anmaßung, eine Sache moralisch beurteilen zu können, von der sie inhaltlich keinerlei Ahnung haben.
          Und noch schlimmer: In ihrem grandiosen Narzissmus ERSETZT ihr eigenes, kenntnisloses Moralisieren eine inhaltliche Auseinandersetzung!

          Dies hier von einer Gender-Professorin in einem Interview auf „telepolis“:

          Interviewer:
          “Mein Eindruck in Sachen Geschlecht ist, dass es im ökonomischen Bereich tatsächlich einen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt – und der hängt mit der Gebärfähigkeit zusammen. Weil Kinder bekommen in Wirtschaftsprozessen nicht optimal ist, werden Frauen benachteiligt und zwar strukturell…”

          Prof. Paula-Irene Villa:
          „Ich glaube, Sie beschreiben empirisch ganz gut, was wahrscheinlich die meisten denken und worauf sich eben genau diese Benachteiligung gründet. Was Sie nicht beschreiben, ist eine ontologische oder eine faktische Tatsache: Die Gebärfähigkeit ist zunächst mal keine gewusste Angelegenheit, kein gemeinsames Wissen. Es gibt Frauen, die noch nicht oder nicht mehr oder gar nicht gebärfähig sind, beziehungsweise sich schlicht gegen das Gebären entscheiden. Das ist nicht die logische Bedingung zur Zugehörigkeit von Frausein.”

          http://www.heise.de/tp/artikel/39/39188/3.html

          Natürlich ist die Gebärfähigkeit der Frau ein exklusiv biologisches Merkmal von Frauen – ob sie *noch nicht* oder *nicht mehr* gebärfähig sind, ist für diesen Sachverhalt völlig irrelevant.
          Ob eine Frau sich gegen Kinder entscheidet ist ebenfalls kein Kriterium – sie entscheidet sich damit gegen die praktische Realisierung dieser Gebär*fähigkeit*, nicht gegen die biologische Tatsache, dass sie, als Frau, allein gebärfähig ist.

          Villa versucht den materiellen, biologischen Sachverhalt zu vernebeln, damit „Frau“ als körperloses Wesen erscheint.
          Denn nur so – völlig entmaterialisiert, entkörperlicht – macht ein solcher Satz überhaupt Sinn: „Gebärfähigkeit ist zunächst mal keine gewusste Angelegenheit, kein gemeinsames Wissen.“

          Es ist der Biologie des weiblichen Körpers völlig egal, ob man von ihr weiß oder nicht – aber besser ist, man erwirbt dieses Wissen.
          Der subjektivistische Voluntarismus von Villa suggeriert nämlich letztlich, Nicht-Wissen über die Gebärfähigkeit der Frau sei entscheidend für die Frage, ob eine Frau schwanger wird oder nicht.

          Stell dir diesen Schwachsinn im Biologie-Unterricht vor, stell dir diesen Hirnriss in Sexualkunde vor!

          Es ist doch kein Wunder, dass in BaWü genau dies den Naturwissenschaften an der Schule entrissen werden soll.
          Das ist Vor- oder Gegen-Aufklärung pur!

          Schönen Gruß, crumar

        • ät crumar:

          „Es ist doch kein Wunder, dass in BaWü genau dies den Naturwissenschaften an der Schule entrissen werden soll.“

          Würde mir als Biolehrer eigentlich ganz recht sein, wenn die Roten/Dunkelgrünen aus der Sozialkunde den Mist propagieren müssten, und nicht ich.

          Erfahrungsgemäß haben die Schülerchen wie die Studenten heutzutage ganz andere Interessen und politische Neigungen als die Genderixe. Die nicken den Quark schläfrig ab wie früher die DDR-Schüler den ML.

    • Eine Geschlechtergerechte Medizin wäre dringend notwendig.
      Momentan fließt der weit überwiegende Teil in Frauengesundheit.
      Forschung über Brustkrebs wird erheblich mehr gefördert als Forschung über Prostatakrebs.

      Insbesonders wird weiterhin v.a. in Frauengesundheit investiert, obwohl Frauen bereits eine 5 Jahre höhere Lebenserwartung haben.

      Es gibt also wirklich Gründe, sich um eine Geschlechtergerechte Medizin zu bemühen. Wir sind davon weit entfernt.

      • ät Maddes:

        Das kann ich bestätigen, Brustkrebs wird hart beforscht.
        Interessant ist diese Grafik: http://www.rki.de/Krebs/SharedDocs/Grafiken/krebsarten_neuerkrankungen_prozent.png?__blob=poster

        Vollständigerweise muß man aber hinzufügen, daß Prostata-Karzinome seeeehr langsam wachsen und daher längst nicht so gefährlich sind wie die schnellen Brusttumoren.

        Hast Du eine Quelle für die Frauengesundheitsförderung? Fänd ich interessant!

        Was die „geschlechrergerechte Medizin“ heute bedeutet, kannst Du Dir vorstellen.

        Ich kenne das Institut für Gendermedizin der Charité. Dort wurden vor einigen Jahren Doktorandinnen (!) eingestellt. Nach 12 Monaten wurde ihnen mitgeteilt, daß sie weiterarbeiten können, aber Geld ist keins mehr da.
        Die Professorin (!) hatte also fleißig eingestellt, ohne zuvor die Finanzierung der Dissertationen sichergestellt zu haben.

        Wundert Dich das?

  9. Den Zwiespalt zwischen, „wie es sein sollte“ und „handeln, wie es funktioniert“, sehe ich leider auch oft. Die Leute verlangen leider auch permanent Sachen, die nicht funktionieren. PUA hat natürlich auch nur Phantasiemethoden. Ich bin mit meiner Herangehensweise an den PArtnermarkt auch realistisch geworden. Wenn ich nach Frauen suche, dann nach solchen, die keiner will und die VERZWEIFELT eine Beziehung wollen. Da auch das oft nicht klappt, verdinge ich meine Zeit mit rumänischen Damen. Ich habe da selber keine Probleme. Das Problem ist dabei die Gesellschaft mit dem erhobenen Zeigefinger, die meint, das wäre total daneben und „die armen Frauen“. Das Problem ist, dass der Partnermarkt, den meine Altersgenossen am grünen Tisch besprechen nicht real ist und Männer in meinem Alter immer alleine bleiben.

        • @ddbz: Die Strategie, sich nicht unbedingt das „attraktivste“ zu nehmen, was man bekommen könnte, halte ich per se für gut. Frauen nehmen an Attraktivität schneller ab, als man denkt. Von den guten Freundinnen meiner Frau, die ich damals durchaus „getauscht“ hätte, sieht jetzt eine aus wie ein Wal und die andere so alt wie meine Mutter. ^^

        • Naja normale Frauen meines Alters geben sich nicht mit normales Männern meines Alters ab. Von daher habe ich es eh nur bei Frauen probiert, die keiner wollte. Gefühle oder Anziehung waren mir da egal, solange sich wer mit mir abgibt. Als sich gleichaltrige Frauen dann trotzdem nicht mit mir befasst haben habe ich alte Frauen so um die 60 oder älter versucht zu kriegen. Denen ist aber irgendwann immer aufgefallen, dass ich zu jung bin. Das Problem ist da, dass die Frauen zwar keiner wollte, die aber auch nicht jeden genommen hätten. Mittlerweile suche ich daher nach sehr jungen Mädels, also Untergrenze was legal ist. Da ises mir auch egal, wer sie ist oder sowas, solange man sich abgibt mit mir. Nehme da bewusst die, die dakeiner will. Der Vorteil bei den jungen Damen ist, dass die erstens mal unbedingt den ersten Freund wollen und zweitens man für die kein totaler Versager ist.

  10. Das Problem ist nicht „Die Welt verändern, wie sie sein soll“ vs. „So handeln, wie es funktioniert“, sondern „Die Welt verändern, wie sie sein soll“ vs. „Die Welt verändern, wie sie besser funktioniert“. Aus der feministischen Ecke kommen keinerlei auch nur theoretisch funktionsfähige Vorschläge, wenn man auch nur eine Sekunde drüber nachdenkt.

    Wie Adrian 4:41 klarstellt, leben wir in einer repräsentativen Demokratie, und nichtmal die funktioniert so, wie Demokratie gedacht ist, sondern in der Praxis vielmehr Top-Down. Ich nenne mal Frauenquote und Autobahnmaut diese Tage, wo nach Umfragen die Mehrheit dagegen ist.

    Kombiniert man das mit der Erkenntnis der Dummheit der Massen (50% der Wahlberechtigten sind dümmer als der Durchschnitt, rein stochastisch), haben aber die gleichen Wahlrechte, ist da mit Vernunft und Argumenten nicht viel zu holen, wohl aber mit gut klingenden Versprechungen, ob nun ehrlich oder umsetzbar oder nicht. Schade, ist aber so.

    Politische Programme muss man daher rein positiv gestalten. Sogar den ganz linken wird es zu schwer, Leute „gegen Rassismus“ zu mobilisieren, man ist jetzt „für Bunt“. Leute „gegen“ irgendwas aufzubringen geht nur mit Angst (und die muss nicht begründet sein), siehe Pegida. Nun arbeiten die Linken wie die Rechten mit Angst, aber die „Rechtspopulisten“ tendieren klassisch dazu, mit Ängsten der Mehrheit zu arbeiten, was sie sehr gefährlich macht, da Angst ein sehr starker Motivator ist. Die „Linkspopulisten“ arbeiten eher mit Wut (oder Neid), auch das ist ein sehr starker Motivator. Der erfordert aber einen Vergleichsmaßstab und muss daher mehr oder weniger erzeugt werden, Angst haben kann man auch ganz von alleine.

    Insofern ufern „rechte“ Bewegungen schneller aus als „linke“, gewaltsam – nur weil Leszek 1:21 das angesprochen hat, gewaltfrei wäre besser. Natürlich hat Leszek Recht, aber davon sehe ich nicht, wie das vermeidbar ist. Es hat nie anders funktioniert. Ich bin deswegen nicht aktiv Teil einer politischen Bewegung, da ich nicht bereit bin, für irgendwen außer meiner selbst (und meine Frau) körperlich zu kämpfen.

    Die Feministen (siehe Femen) sind das auch bloß, solange ihnen „nichts passiert“.

    Die Antifa und die Neonazis sind da schon eine andere Hausnummer. Wobei beide eher „Wehrlose“ angreifen (Afd-Wahlkäpfer und Obdachlose, zB).

    Und dann gibt es noch Spinner wie die die Hogesa-Leute, die sich schlicht gerne prügeln, obwohl sie wissen, das sie verlieren.

    Wozu soll das führen? Nun, spontan gitbt’s da die Ende-der-Weimarer-Republik-Straßenkämpfe oder Polizeistaat nach sowjetischem Vorbild. Beides mag ich nicht sonderlich, und stelle mich daher sicher auf keine der Seiten. Wobei ich sicher „eher rechts“ stehe, da ich zufrieden wäre, wenn niemand etwas von mir fordern würde, ohne mir dafür etwas zu geben. Das wäre übrigens die Kant’sche, moralisch einwandfreie Lösung. Mit der sind natürlich weder die „Rechten“ noch die „Linken“ zufrieden, aber deswegen funktionieren Staaten ja auch nicht ewig. Schade. Ist aber so. Und die Zeit, wo das funktioniert, sind so um die 60-70 Jahre (David Graeber, Debt, mit Bezug auf die Bibel und den Stein von Rosette). Und die sind um.

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