Sex-Positiver Feminismus ist Rape Culture in Verkleidung

Aus der Rubrik „Alles kann Rape Culture sein“ hier ein Auszug aus einem Text mit dem schönen Titel „Sexpositiver Feminismus ist Rape Culture in Verkleidung“, der anführt, dass das Abstellen auf Zustimmung zum Sex zu wenig ist, denn das berücksichtigt nicht, dass man ja vielleicht trotzdem keinen haben möchte und erzwingt evtl gerade die Zustimmung

I’ve encountered people constantly assuming sex is good and that having sex is just something you do in healthy relationships. This creates a situation where, hating sex is a character flaw caused by those terrible sex-negative tropes society presses on you, and obviously only Bad People don’t consent to sex.

That’s rape culture. This is what environments that assume sex is unambiguously a good thing do. Saying, “It’s consensual sex that’s good” doesn’t actually fix the problem. It just creates a situation where you must be consenting to sex, because if you aren’t, you’re not having enough sex and then you’re “sex-negative”.
See, it only fixes a problem where you’re like, “Well I don’t really want to do this right now”. It does not do anything at all to help people who find sex painful. It does nothing at all to help a person who doesn’t want sex, but thinks they do because it’s been so heavily normativized they have to have sex, and have to have it in this specific way. All the, “But make sure it’s consensual!” thing does is tells the person, “Well maybe if you don’t want sex this time it’s okay, but remember you still must be having it some of the time!”
See, to actually fight rape culture you need to say “Sex is always optional. You are never obligated to have sex.” You must always be concerned with consent, and that means you must accept that the answer may very well always be no, despite the fact there’s this belief sex is the greatest thing ever.
And if someone never wants sex, then sex can’t really be a good thing to them, because it’s always unwanted.”

Da wären wir also wieder eine Stufe weiter. Anzunehmen, dass jemand keinen Sex will könnte natürlich auch wieder bezogen auf Frauen eine Verstärkung von Rollenbildern sein, die Sex für Frauen als etwas schlechtes darstellen. Wie immer gibt es keinen Weg nicht sexistisch zu sein.

101 Gedanken zu “Sex-Positiver Feminismus ist Rape Culture in Verkleidung

  1. „It does not do anything at all to help people who find sex painful.“

    „Für mich ist PIV-Sex schmerzhaft. Wie kann Sex für andere Frauen nicht schmerzhaft sein. Das geht doch bestimmt allen Frauen so, nur sagen die aufgrund der heteronormativen Prägung nichts und halten das für normal. Macht euere Augen auf Schwestern, Sex ist schmerzhaft und daher Vergewaltigung!!! Immer!“

    Wie kann es bloß Menschen geben die Sex gut finden. Ehrlich, die Menschheit sollte sich mal wieder so vorpflanzen, wie sie es gemacht hat, bevor Männer das Patriarchat erichtet und fast allen Menschen die heterosexualität aufgezwungen haben. Kinder kriegen auf natürliche Weise… durch Händchen halten.

  2. eateroftrees hat mE gleich in mehrfacher Hinsicht recht.

    Sex ist nicht grundsätzlich angenehm und in unangenehmer oder mäßig angenehmer Ausführung weiß Gott nicht das tollste auf Erden, Selbstbefriedung ist in solchen Fällen definitiv die bessere Wahl für die interessierte Partei.

    Außerdem sollte klar sein, daß ein Nein, besonders wenn es sich in der Körpersprache spiegelt, ein klares Statement ist, das ernstgenommen werden muß.

    Und schließlich sollten Menschen, die Sex ablehnen oder sogar abstoßend finden wirklich in Ruhe ihr Leben leben können, ohne ständig damit bedrängt zu werden.

    Allerdings stellt sich mir die Frage, worüber wir hier eigentlich reden.

    Wenn es um Leute geht, die nicht wegen ihrer Asexualität von ihrer Umwelt ausgegrenzt oder schlimmeres werden wollen, so bin ich ganz auf ihrer Seite.

    Wenn es aber darum geht, eine heterosexuelle Beziehung einzufordern, in der eine Partei auf völlige Sexlosigkeit bei gleichzeitiger unbedingter sexueller Treue des Partners pochen darf, so kann ich dieser Person nur empfehlen, das privat mit ihrem Partner zu klären und im Zweifelsfall einfach ganz die Finger von heterosexuellen Beziehungen zu lassen.

    Im Prinzip möchte ich ja ersteres glauben und stehe eateroftrees erstmal ganz positiv gegenüber; leider kenne ich aber mindestens ein Beispiel für zweiteres persönlich, sowie den einen oder anderen grenzwertigen Fall, (und, wohlgemerkt, Selbstbefriedigung des Partners ist in diesen Fällen definitiv Untreue/Ehebruch, besonders wenn Pornos beteiligt sind) und fürchte wirklich, daß ihr so etwas tatsächlich (auch) vorschwebt.

    Die implizite Ablehnung der Aussage ’sex is just something you do in healthy relationships‘ ist da strenggenommen ein ganz dickes Warnsignal.

    Daß das ein Beitrag zum Thema ‚Kampf der Rape Culture!‘ ist läßt in mir den Verdacht keimen, daß man da mittlerweile wirklich alles reinkotzen darf, wenn man zur richtigen Peergroup gehört, ohne dafür als Nicht-Ganz-Von-Dieser-Welt zu gelten.

    Ich glaube gerne, daß die meisten Feministinnen dazu eine ganz andere Meinung haben, allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, daß das eins von den Themen ist, bei dem Frauen komischerweise immer grade wo anders hin müssen oder plötzlich den phantastischen Ausblick durch das Fenster entdecken, wenn man (OK, ich) bei sowas wiederspricht.

    Na gut, zur Verteidigung der Frauen muß man sagen, daß sich auch schonmal welche äußern – während der Diskussion FÜR die Frau, weil wegen Solidarität und so, außerhalb der Diskussion, unter 4 Augen, GEGEN die Frau. (Am besten noch mit dem freundlichen Kommentar ‚Ich hoffe, Du hast das grad nicht persönlich genommen, ich muß der XY doch den Rücken stärken‘) …

    Lieber tot als Ally. ’nuff said.

    • @ blastmeister

      „Wenn es um Leute geht, die nicht wegen ihrer Asexualität von ihrer Umwelt ausgegrenzt oder schlimmeres werden wollen, so bin ich ganz auf ihrer Seite.“

      Wer grenzt denn Asexuelle aus oder hat gar „Schlimmeres“ vor? Das ist doch bullshit.

      Mir geht es mittlerweile sowas von auf den Senkel, mit den sexuellen Neuröschen fremder Menschen belästigt zu werden.

      Asexuelle, Transsexuelle, Hypersexuelle, Homosexuelle…jeder, jede, jedes heult öffentlich rum und möchte eine offizielle Gesellschaftsregelung dergestalt, dass ersiees sich am wenigsten als Misfits fühlen muss.

      Das ist nicht Aufgabe der Gesellschaft.

      Die Gesellschaft macht nicht den Misfits…der Misfits ist er selber.

      Das ist blöd gelaufen, kann ich aber nichts für.

      Ich finde, Misfits sollten mal die Klappe halten.

      • „Mir geht es mittlerweile sowas von auf den Senkel, mit den sexuellen Neuröschen fremder Menschen belästigt zu werden.“

        Tja, gewöhn Dich dran. Die Zeiten wo lediglich die sexuellen Neurosen von WHM diskutiert werden und zählen, sind vorbei.

        • @Adrian: „Die Zeiten wo lediglich die sexuellen Neurosen von WHM diskutiert werden und zählen, sind vorbei.“

          Wann waren die denn? Ich bin ja nun nicht derart alt, aber ich denke, bevor die sexuellen Neurosen von Minderheiten in die Welt posaunt wurden, war es um das Thema ganz still… warum auch nicht? Einer Mehrheit eine Neurose zuzuschreiben macht irgendwie den Neurosenbegriff nutzlos.

          • „Wann waren die denn? Ich bin ja nun nicht derart alt, aber ich denke, bevor die sexuellen Neurosen von Minderheiten in die Welt posaunt wurden, war es um das Thema ganz still… warum auch nicht?“

            Warum auch nicht? Ist das ne ernst gemeinte Frage?

            „Einer Mehrheit eine Neurose zuzuschreiben macht irgendwie den Neurosenbegriff nutzlos.“

            Nun ja, zumindest die Männerbewegung könnte man als einzigstes Ausleben einer Neurose betrachten.

        • Ich sehe nicht, warum sich die Menschheit als Ganzes mit den Problemchen von ein paar Geisteskranken beschäftigen sollte – abseits von Therapiebemühungen, sofern die denn möglich sind.

          Dass es unter den Männerbewegten ein paar Neurotiker gibt, streitet sicher keiner ab. Davon wird aber die Männerbewegung keine Mehrheit, und hat auch nicht mehrheitlich eine Neurose.

          • „Ich sehe nicht, warum sich die Menschheit als Ganzes mit den Problemchen von ein paar Geisteskranken beschäftigen sollte“

            Das ist das typische Statement von privilegierten Egozentrikern: „Ich hab keine Probleme, die Gesellschaft läuft für micht so, wie sie ist hervrragend, also sollen die anderen sich dem gefälligst anpassen – oder zum Arzt gehen.“

        • „Nun ja, zumindest die Männerbewegung könnte man als einzigstes Ausleben einer Neurose betrachten.“

          Das ist mit Nutzlosmachen gemeint … Der Begriff Neurose wäre dann sinnlos.

          Warum soll es falsch sein, wenn es um ein Thema still ist? Ist möglichst viel und laut über egal welches Thema daherlabern etwa ein Wert an sich?

          • „Warum soll es falsch sein, wenn es um ein Thema still ist?“

            Weil das Thema damit nicht verschwindet.

            „Ist möglichst viel und laut über egal welches Thema daherlabern etwa ein Wert an sich?“

            Nein, denn wenn dem so wäre, wären Deine Kommentare stets besonders wertvoll.

        • Wieso bin ich automatisch ein „privelierter Egozentriker“, nur weil ich es schaffe, mich der Mehrheitsgesellschaft soweit anzupassen, dass ich keine Probleme habe? Wär hier wünsch-dir-was, hätte ich schon ein paar Forderungen. Mir ist aber klar, dass die nicht Mehrheitsfähig sind. Wieso sollte ich auf anderer nicht mehrheitsfähige Forderungen positiv reagieren?

          • „Wieso bin ich automatisch ein “privelierter Egozentriker”, nur weil ich es schaffe, mich der Mehrheitsgesellschaft soweit anzupassen, dass ich keine Probleme habe?“

            Weil, wenn Du keine Probleme hast, dies nicht automatisch bedeutet, dass andere auch keine Probleme haben.

            „Wieso sollte ich auf anderer nicht mehrheitsfähige Forderungen positiv reagieren?“

            Du sollst gar nichts. Aber ich empfinde es als ziemlich herablassend, jede Meinung, die von Deinem imaginierten „das ist mehrheitsfähig“-Standpunkt abweicht, die Relevanz abzustreien.

            Wenn alle Deinen Standpunkt hätten, würden wir noch in Höhlen leben.

        • @ Adrian

          Schön, dann wirst Du eben persönlich. Wenn Du das brauchst … gerne.

          Wenn ein Problem verschwindet, indem man NICHT drüber redet, dann redet man eben nicht drüber und das Problem ist weg? Habe ich Dich richtig verstanden?

          Was hier gemacht wird ist eine Sache zu einem Problem aufzublasen, mehr nicht.

        • @Adrian:

          „Weil, wenn Du keine Probleme hast, dies nicht automatisch bedeutet, dass andere auch keine Probleme haben.“

          Sagt doch niemand. Die Probleme gehen aber auch (und insbesondere) nicht davon weg, dass man über sie redet, und sie gehen auch nicht weg, wenn sie mehr Leute haben, die sie gar nicht haben müssten. Ich finde Nivellierung auf den schlechtest möglichen gemeinsamen Nenner kein erstrebenswertes gesellschaftliches Ziel.

          Insofern ist deine Schlussfolgerung mit den Höhlen falsch: Ich bin der letzte, der die Höhlenmenschen davon abhält, sich auch ein Baumhaus zu bauen, aber ich gebe ihnen deswegen nicht meines. Ich helfe ihnen sogar, indem ich ihnen erkläre, dass Baumhäuser nicht dadurch entstehen, dass man sich ein Baumhaus wünscht.

          • „Die Probleme gehen aber auch (und insbesondere) nicht davon weg, dass man über sie redet,“

            Nein, das Problem geht davon nicht weg, aber dadurch erkennt man erst einmal, dass es Menschen gibt, die dieses Problem haben.

            „Ich finde Nivellierung auf den schlechtest möglichen gemeinsamen Nenner kein erstrebenswertes gesellschaftliches Ziel.“

            Und wo erkennst Du das hier?

        • „Und wo erkennst Du das hier?“

          Nun, wenn es Leute gibt, die erwarten, dass der Rest der Welt ihr unlösbares, inneres Problem berücksichtigen und ihr Verhalten dem (unlösbaren) Problem anpassen, verhalten sich im Endeffekt alle so, als hätten sie das Problem selbst. Davon geht es niemandem besser als vorher, oder?

          Dass es Leute gibt, die Probleme haben, ist natürlich schade – für die Leute.

          • „Nun, wenn es Leute gibt, die erwarten, dass der Rest der Welt ihr unlösbares, inneres Problem berücksichtigen und ihr Verhalten dem (unlösbaren) Problem anpassen“

            1) Woher weißt Du, das das Problem unlösbar ist?

            2.) Natürlich kannst Du Dich Personen anpassen, die keinen Sex wollen, zumindest dergestalt, dass Du sie nicht dazu überredest Sex haben wollen zu müssen. Tust Du das nämlich nicht, zwingst Du Deine Auffassung von Sexualität anderen auf.

        • ad 1: Wenn das Problem lösbar ist, dann sollte man es lösen, statt dumm drüber zu reden. Da es hier ein subjektinteres Problem ist, sollte sich das betroffene Subjekt drum kümmern. Hilfe gibt’s ja in Form von Therapeuten. In dem Fall ist es noch schlimmer, dass die Betroffenen jammern, statt was zu tun. Ich jedenfalls kann ihre Probleme nicht lösen.

          ad 2. Mache _ich_ nicht. Machen aber diejenigen wie die Autorin des Textes, in dem sie anderen einreden will, es sei „normal“, keinen Sex haben zu wollen. Das ist schlichte Pathologisierung der Normalität. Es ist nicht schlimm, keinen Sex haben zu wollen, aber es ist sicher nicht normal. Es gibt in meinem Umfeld genug Leute, die finden, wir sollten langsam Kinder bekommen. Machen wir trotzdem nicht.

          • „Da es hier ein subjektinteres Problem ist, sollte sich das betroffene Subjekt drum kümmern. Hilfe gibt’s ja in Form von Therapeuten.“

            Warum solte jemand zum Therapeuten gehen, weil er keinen Sex möchte?

            „in dem sie anderen einreden will, es sei “normal”, keinen Sex haben zu wollen.“

            Ich finde das durchaus normal. Wir reden hier doch immerhin von einer Frau, oder nicht?

        • @ adrian

          Jeder kann über seine Seelenknotungen soviel labern wie er will. (Jetzt hatte ich ernsthaft fehlleistend erst das „n“ vergessen…).

          Er kann sie sogar politisieren…in Form militanten Tierschutzes…Klimahysterie oder Feminismus.

          Drauf g…..

          Aber ich möchte von diesen höchst privaten zerebralen Flatulenzen in Ruhe gelassen werden.

          Ich möchte nicht jeden Tag in jeder Zeitung und jeder Nachrichtensendung ein sexualpathologisches Fäßchen aufgemacht bekommen, das man zur Mutter aller gesellschaftlicher Probleme definiert.

          Die scheinbare Zwangskollektivierung und damit verbundene eingeforderte Kollektivhaftung für die eigene Macke ändert nichts an der Macke.

          heute nicht.

          Morgen nicht.

          In zehn Jahren nicht.

          Und in 1000 Jahren auch noch nicht.

          jeder von uns hat irgendeine Macke.

          Wenn jeder rumkrähen würde, um sich mit seiner Macke ein Schippchen Krankheitsgewinn zu sichern, würde es zugehen wie in einem Kindergarten, in dem Rabies ausgebrochen ist….

          • „Aber ich möchte von diesen höchst privaten zerebralen Flatulenzen in Ruhe gelassen werden.“

            Deine Bedürfnisse sind nicht der Maßstab.

        • @adrian: „Warum solte jemand zum Therapeuten gehen, weil er keinen Sex möchte?“

          Keine Ahnung. Wenn ich Probleme mit irgendwas hätte, würde ich schon versuchen, mir helfen zu lassen. Wenn das kein Problem ist, würde ich halt keine Blogposts dazu schreiben – warum auch?

          Und ob es normal ist, dass Frauen keinen Sex wollen, oder ihnen das nur eingeredet wird, sei mal dahingestellt.

        • @DDBZ, @Adrian:

          A: “Deine Bedürfnisse sind nicht der Maßstab.”

          D: Nun, auch Deine nicht und die der Antisexleutchen auch nicht.

          So isses. Und das schöne an Demokratie ist, dass wir drüber abstimmen könnten. Wollen wir mal?

          • „Und das schöne an Demokratie ist, dass wir drüber abstimmen könnten. Wollen wir mal?“

            Nein. Demokratie ist das Machmittel der Privilegierten, um ihre persönlichen Bedürfnisse allen anderen aufzuzwingen.

            Was die Frau möchte, ist erst einmal Verständnis. Du haust aber gleich rauf: „Interessiert mich nicht, will ich nicht, brauch ich nicht. „Ich hab keine Probleme und wer welche hat, soll halt zum Therapeuten gehen.“

          • > Demokratie ist das Machmittel der Privilegierten

            Das kann man heute schon so sehen, aber so ist Demokratie nicht gedacht und würde auch nicht funktionieren, es sei denn, die Mehrheit ist „privilegiert“, und das macht das Wort „privilegiert“ irgendwie inhaltsleer. Eine Herrschaft von Minderheiten würde diese hingegen de facto privilegieren, und so ganz historisch gesehen funktioniert das nicht, wenn die Minderheiten die Mehrheiten nicht berücksichtigen, frag dazu mal Ludwig XVI.

            Ich weiß nicht, wofür die Frau Verständnis will. Dass sie sich selbst oder Dritte sie seltsam finden, wenn sie keinen Sex mag, verstehe ich, ich finde es auch seltsam, keinen Sex zu mögen, weil ich Sex mag. Mir ist es aber echt egal, ob andere verstehen, ob, dass oder warum ich Sex mag, insofern verstehe ich nicht, warum anderen es wichtig sein könnte, Dritte darüber zu belehren, ob, dass oder warum sie Sex mögen. Dieser Dialog ist enorm müßig und führt nur dazu, dass ihre ungefragte Meinungäußerung als Aufforderung verstanden wird, seine eigene Meinung zu dem Thema abzugeben, und die ist doch ganz erwartbar weitestgehendes Unverständnis, oder etwa nicht? Wieso ist es denn wichtig, dass man in der Gesellschaft verstanden wird? Ist das nicht nur ein Zeichen mangelnder Selbstsicherheit und der Wunsch, die Anderen mögen einen doch bitte als Person bestätigen, weil man sich selbst nicht so ganz für eine Person hält?

            Nun kann man es schade finden, dass die Gesellschaft selbstsichere Personen mehr „respektiert“ als unsichere, aber ich sehe darin jetzt nichts inhärent „falsches“ (oder richtiges), geschweige denn, etwas, das man ändern könnte – oder sollte. Insofern ist es vielleicht besser für die Dame, ihre Probleme mit einem Therapeuten zu besprechen statt sich der nicht so netten Realität zu stellen.

        • @ adrian

          „Demokratie ist das Machmittel der Privilegierten, um ihre persönlichen Bedürfnisse allen anderen aufzuzwingen.“

          Ach guck…ich dachte, dass wäre der Feminismus?!

          • „Ach guck…ich dachte, dass wäre der Feminismus?!“

            Schließt sich das aus? Frauen stellen die Mehrheit und die „Minderheit“ der Männer tut fast alles, um unter deren Slip zu gelangen.

        • „Wieso ist es denn wichtig, dass man in der Gesellschaft verstanden wird?“

          Das ist auch wieder eine Frage, die nur ein gesellschaftlich Privilegierter stellen kann.

        • Ich: “Wieso ist es denn wichtig, dass man in der Gesellschaft verstanden wird?”

          Adrian: „Das ist auch wieder eine Frage, die nur ein gesellschaftlich Privilegierter stellen kann.“

          Schon wieder diese dümmliche Unterstellung, ich wäre „gesellschaftlich Privilegierter“, wohl mangels echten Arguments. Ich fühle mich von ca. 99,995% der Gesellschaft überhaupt nicht verstanden. Ich kenne davon aber auch niemanden. Bei denen, die ich „kenne“ (zB die Kassiererin im Supermarkt), rede ich mit etwa drei Vierteln nicht mehr als „Hallo“ und „Danke“ oder „Ein Schnitzel mit Pommes, bitte“, und fühle mich sehr gut verstanden. Ich rede mit denen aber nicht über meine Sexualität oder gar meine sexuellen Neigungen oder würde erwarten, dass die jemand versteht. Von den übrigen paar Dutzend Leuten versteht mich auch bei weitem nicht jeder. So wirklich versteht mich nichtmal meine Frau. Mein Gott, bin ich privilegiert.

      • @ adrian

        „Natürlich kannst Du Dich Personen anpassen, die keinen Sex wollen, zumindest dergestalt, dass Du sie nicht dazu überredest Sex haben wollen zu müssen. Tust Du das nämlich nicht, zwingst Du Deine Auffassung von Sexualität anderen auf.“

        Darum gehts ja in dem Artikel aber eigentlich gar nicht.

        Es geht darum:

        „…But more notably, it ties into this whole thing about sexual normativity and the idea that sex is unambiguously good. …“

        Dem Misfits juckts unterm Fell…er spürt, dass mit ihm was nicht stimmig ist…er fühlt sein Defizit….er leidet darunter…da er das Anderssein nicht beeinflussen kann (die Mehrheit…das macht die Evolution…ist nicht defizitär), rationalisiert er sein Leiden als Leiden unter den Anderen…darunter, dass die Anderen anders sind als er…er glaubt, gäbe es kein von ihm wahrnehmbares Anderssein mehr, würde er nicht mehr leiden müssen…dann wird die sogenannte „Normativität“ zum angeblichen Problem…nicht mehr das, was ihm eigentlich unterm Fell juckt, das Defizit…

        Das ist seelisch gestört…das ist eine Verzerrung der Realität und das ist für den Betroffenen destruktiv…gegenüber dieser Destruktivität für den Betroffenen, verblasst mein mich Belästigtfühlen durch seine laute Klage natürlich.

    • @blastmaster

      „Sex ist nicht grundsätzlich angenehm und in unangenehmer oder mäßig angenehmer Ausführung weiß Gott nicht das tollste auf Erden, Selbstbefriedung ist in solchen Fällen definitiv die bessere Wahl für die interessierte Partei.“

      Klar gibt es unangenehmen Sex

      „Außerdem sollte klar sein, daß ein Nein, besonders wenn es sich in der Körpersprache spiegelt, ein klares Statement ist, das ernstgenommen werden muß.“

      Auch klar.

      „Und schließlich sollten Menschen, die Sex ablehnen oder sogar abstoßend finden wirklich in Ruhe ihr Leben leben können, ohne ständig damit bedrängt zu werden.“

      Soweit kein Widerspruch. Wobei sie eben nicht annehmen können, dass Leute das nicht überrascht – dafür ist Asexualität entschieden zu selten

  3. Man könnte sicherheitshalber alle potentiell zu weißen cis Männern ausreifenden Neugeborenen kastrieren und ihres Schwänzchens befreien.

    Obiger Text ist auf eine bittere Art natürlich lustig…wie so manche Eigendarstellung seelisch schwer beschädigter Menschen.

    Das Problem ist aber die Deutungsmacht…die politische Vernetzung einschlägig gestörter Menschen in der heutigen Gesellschaft.

    Vielleicht ist das Hauptproblem aber auch die Dummheit der Masse, die das zulässt.

      • @Miria

        Natürlich kann man diese Aussage nicht auf den Feminismus verallgemeinern. ich finde es nur interessant, wie man in deren Argumentationsweise die Schraube immer eine Runde weiter drehen kann und damit dann so radikal wird.

        Denn es ist innerhalb der feministischen Theorie durchaus logisch und stimmig, zu fordern, dass Asexualität immer mitbedacht und nicht ausgeblendet wird und dies als eine der Bedingungen zu formulieren. Erkennt man dies an, dann ist das nichtbeachten gleich eine Abwertung und Diskriminierung dieser.

        Damit den sex-positiven Feminismus in die Richtung einer Rape Culture zu stellen ist ja eigentlich erkennbar Blödsinn. Es könnte eine übertriebene Satire sein, ist aber wie bereits oben gesagt durchaus stimmig in der Theorie.

  4. Letztendlich führt eine solche Einstellung doch nur dazu, dass es für VertreteX solcher keine Beziehungen geben kann. (Jedenfalls in meinem persönlichen Umfeld herrscht jedenfalls sowohl bei Männlein, als auch bei Weiblein die Haltung vor, dass zu wenig/kein/unverbesserlich schlechter Sex ein Trennungsgrund ist/sein kann.)

    Über Kurz oder Lang erledigt sich das Problem also von selbst.
    Ich finde es nur schon ganz schön paradox, dass sich gerade solche „Weltverbesserer“ selbst von der Fortpflanzung ausschließen und dadurch ihr Fortwirken gefährden. Das passt irgendwie nicht ins Bild o.O

    • „dass sich gerade solche “Weltverbesserer” selbst von der Fortpflanzung ausschließen und dadurch ihr Fortwirken gefährden.“

      Auch aus diesem Grund halte ich deren Einstellung für nicht ganz falsch. So könnten die dann zu wirklichen Weltverbesserern werden. 🙂

    • „Ich finde es nur schon ganz schön paradox, dass sich gerade solche “Weltverbesserer” selbst von der Fortpflanzung ausschließen und dadurch ihr Fortwirken gefährden.“

      Weil Meinungen und Positionen ja genetisch vererbt werden, wie jedes Elternteil während der Pubertät ihrer Kinder feststellen kann….

      • …und wenn dies widerwrwartend doch nicht der Fall sein sollte, läsdt dich dieses Problem ja immer noch über massive Indoktrination lösen.

        Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass kritisches Selberdenken und Hinterfragen überhaupt erlaubt, geschweige denn toleriert würde.

        Und bevor ein „Was für Böse Unterstellungen“-Shitstorm losbricht: Die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen haben leider genau diese Auffasung bestärkt.

        Eltern: „Milka Süßigkeiten sind imperialistisch und böse“
        Kind: „Milka Süßigkeiten sind imperialistisch und böse“

        Eltern: „Masturbation macht man nicht“
        Kind: „Masturbation macht man nicht“

        Eltern: „Spiel nicht mit dem Türkenjungen, der stinkt!“
        Kind: „Ich spiel nicht mit dem Türkenjungen, der stinkt!“

        • Man merkt, dass Du nicht viel Ahnung von Eltern- und Kind-Beziehungrn hast. Die lassen sich nämlich nicht so einfach in Paragrafen gießen, auch wenn Jurastudenten das vielleicht gerne so hätten.

        • @ Adrian
          Das ganze hat weder etwas mit Paragraphen, noch mit Juristerei im Allgemeinen zu tun.

          Ich bin zwar weder ein toller Sozialwissenschaftler, noch ein Entwicklungspsychologe, aber meine Erfahrungswerte mögen mir doch bitte zugestanden sein.

          Kinder nehmen nunmal bis zur Pubertät das, was ihre Eltern ihnen eintrichtern als unumstößliche Tatsachen hin. In der Pubertät kippt das ganze dann entweder ins krasse Gegenteil und die vollständige Ablehnung, oder es findet eine Extremisierung der elterlichen Einstellung statt, manchmal vielleicht auch nur um den „Alten“ einen überzogenen Spiegel des eigenen für nicht gut befundenen Verhaltens vorzuhalten (so war es jedenfalls bei mir).

          Abgesehen davon glaube ich (Achtung, jetzt wird’s unwissenschaftlich!), dass Personen, wie die Autorin des zugrunde liegenden Artikels in dem Glauben leben, dass ihre Meinung, als einzig wahre, vom Moloch der Sexualität erlösende Botschaft doch alle überzeugen muss, denn es ist ja die Wahrheit. Kinder braucht es dann tatsächlich nicht mehr, um diese Seuche weiter zu verbreiten.

          Insofern passt es vielleicht doch ins Bild, dass man denjenigen, die Sex wollen auch das Risiko des Kinderkriegens auferlegt (Ja, ich sage Kinderkriegen ist riskant, wirtschaftlich und selbst in Mitteleuropa, wenn auch nicht besonders stark, gesundheitlich).

          Man selbst kann sich ja dann mit wichtigerem beschäftigen. Bloggen, die Welt verbessern, #aufschrei-Kampagnen inszenieren, etc.

        • „aber meine Erfahrungswerte mögen mir doch bitte zugestanden sein.“

          Selbstredend. Das Problem heutzutage ist aber leider, dass im Zuge der sozialen Medien jeder sich bereits für einen Wiseenschaftler hält, nur weil er zwei drei Menschen im Internet findet, die seine persönlichen Meinungen und Erfahrungen teilen.

          „Abgesehen davon glaube ich (Achtung, jetzt wird’s unwissenschaftlich!), dass Personen, wie die Autorin des zugrunde liegenden Artikels in dem Glauben leben, dass ihre Meinung, als einzig wahre, vom Moloch der Sexualität erlösende Botschaft doch alle überzeugen muss“

          Das mag so sein, kann ich aber in dem zitierten Beitrag nicht erkennen. Der Kernsatz lautet doch wohl:

          “Sex is always optional. You are never obligated to have sex.”

          Das sollte wohl Konsens sein, oder nicht?

          „Ja, ich sage Kinderkriegen ist riskant, wirtschaftlich und selbst in Mitteleuropa“

          Ist es nicht. Das ist ein Mythos der Elternlobby.

        • „Das mag so sein, kann ich aber in dem zitierten Beitrag nicht erkennen.“

          Deswegen habe ich ja extra darauf hingewiesen, dass es unwissenschaftlich ist. Ich habe mich dabei eher von der allgemeinen Selbstgerechtigkeit solcher Personen zu dieser Aussage „inspirieren“ lassen.

          „Der Kernsatz lautet doch wohl:

          ‚Sex is always optional. You are never obligated to have sex.‘

          Sex ist natürlich optional. Sex mit jemandem, der daran keine Freude hat macht doch eh keinen Spaß.

          „Ist es nicht. Das ist ein Mythos der Elternlobby.“

          Da hat mich und dich wahrscheinlich auch mein Satzbau verarscht. Die Aussage sollt eigentlich sein, dass Kinderkriegen wirtschaftlich riskant ist und selbst in Mitteleuropa auch gesundheitlich riskant.

        • Kinderkriegen ist wirtschaftlich nicht riskant und auch gesundheitlich kaum der Rede wert. Es ist vor allem etwas ganz anderes: nicht nötig. All die schönen Reden von Familie, dem Erhalt der Gesellschaft und dass Kinder unsere Zukunft sind, können nichts an der Tatsache ändern, dass das Individuum Kinder nicht braucht. Und das ist der eigentliche Grund für die westliche Geburtenrate.

          „Die Natur“ wusste das. Deshalb hat sie mit dem Sextrieb dafür gesorgt, dass man um Nachwuchs nicht drumrum kommt. Dass der Mensch ihr mit Verhütungsmitteln ein Schnippchen schlägt, konnte sie nicht ahnen.

        • „All die schönen Reden von Familie, dem Erhalt der Gesellschaft und dass Kinder unsere Zukunft sind, können nichts an der Tatsache ändern, dass das Individuum Kinder nicht braucht.“

          Das Individuum braucht spätestens im Alter Kinder, nur nicht unbedingt eigene. Auf gesellschaftlicher Ebene liegt eine der Tragik der Allmende vergleichbare Situation vor.

  5. Na ja, Sexpositivismus = rape culture ist etwas übertrieben.

    Aber wenn sexpositive Feministinnen wie Miria von WordPress auf diesem Blog detailiert Intimitäten (echt oder nicht) aus ihrem Leben beschreiben, hat man schon den Eindruck, daß sich unter dem Mäntelchen des Feminismus/gesellschaftlichen Fortschritts Dinge verbergen, die sehr einseitig männlicher Biologie nützen. Erstaunlich.

    Erinnert etwas an die 68er: „Wer zwei mal mit derselben [sic!!!!!] pennt, gehört schon zum Establishment.“

    • Ich selber habe nicht den Eindruck, dass ich irgendwelche Intimitäten sehr detailliert beschrieben hatte…
      Und natürlich ist alles wahr, was nicht eindeutig als Kurzgeschichte erkennbar ist! Warum sollte es nicht?!

      Was genau meinst du mit Dingen, die einseitig der männlichen Biologie nutzen?

      • Du hast mal gemeint, daß „Du Männer anschleppst“.
        Männer brauch man nicht abschleppen. Mit „feministischer“ Promiskuität erfreust Du Männer, die so leichter an weibliche Körper rankommen.

        Das ist höchst selten. Die meisten Frauen, vor allem die konservativen, sind so leicht nicht zu kriegen.

        • „Männer brauch man nicht abschleppen. “

          Na mit Telepathie geht es aber auch nicht.

          „Männer brauch man nicht abschleppen. Mit “feministischer” Promiskuität erfreust Du Männer, die so leichter an weibliche Körper rankommen.“

          Und das ist schlecht?

          „Das ist höchst selten.“

          So selten ist das nicht. Frauen sind ja nicht libido-los, sofern sie keine hormonellen Störungen haben.

        • ät Ata:

          „Abschleppen“ heißt ja, stundenlanges Bezirzen, Drinks ausgeben, Cabriofahrten (Cabrios sind teuer),….

          Miria brauch bei ihrem Aussehen nur kurz Bescheid sagen. Der Mann geht sofort mit. 80% Wahrscheinlichkeit mindestens.

          Feministische Promiskuität ist nicht schlecht. Aber auf jeden Fall nicht feministisch.

          „So selten ist das nicht.“ – Na ja. Gibt es Bordelle für Frauen? Gibt es Schmuddelseiten oder -Hefte für Frauen?
          Jetzt sag nicht, „Playgirl“. Denn der wird von Männern gelesen-schwulen Männern.

          Kurzzeitstrategie bei Frauen ist schon selten. Meist um den Eisprung herum angesiedelt. Also 2 Tage von 28 im Monat. 7%.

        • „heißt ja, stundenlanges Bezirzen, Drinks ausgeben, Cabriofahrten (Cabrios sind teuer),….“

          äh, abschleppen heisst, jemanden mit nach Hause oder in ein Hotel oder zu ihm mitnehmen und Sex haben.

          Cabriofahrten lol?

          “ Na ja. Gibt es Bordelle für Frauen?“

          Nein, ändert aber nichts daran.
          Ich sag ja auch nicht, dass es identisch ist, nur, dass Frauen eben auch, spätestens seit Erfindung der Verhütung, mal „einfach so“ Sex haben.
          Auf Partys treiben sich auch viele Frauen herum und die tun das in der Regel nicht, um den Mann fürs Leben kennenzulernen. Ok, viele wollen auch einfach nur tanzen und Spaß haben, aber viele suchen auch „Spaß“.

          Und dann gibt es auch viel weiblichen Sextourismus.

          „Gibt es Schmuddelseiten oder -Hefte für Frauen?“

          Ja, es gibt Schmuddelhefte für Frauen, aber die sind meistens nicht bebildert.

          „Jetzt sag nicht, “Playgirl”. Denn der wird von Männern gelesen-schwulen Männern.“
          Playgirl existiert überhaupt nicht mehr.

        • „Feministische Promiskuität ist nicht schlecht. Aber auf jeden Fall nicht feministisch.“

          Wenn man Feminismus als „weibliche Selbstermächtigung“ interpretiert, dann schon.
          Früher und in diversen anderen Kulturen wird Frauen ja gar keine selbstständige Sexualität zugestanden.

  6. Wieder ein Versuch von feministischer Seite, die eigene Deutungsmacht anderen aufzuzwingen und dem anderen ein schlechtes Gewissen einzureden. Das Gesamtpaket muß passen.

    Natürlich ist Sex optional.
    Allerdings ist aber auch eine solche Partnerin optional.

    Die Authorin des Ausgangsartikels versucht, ihre eigenen Probleme auf dem Partner überzuwälzen, der dürfe nämlich wegen ihrer Probleme nicht zu dem Schluß kommen, das Gesamtpaket passe nicht. Sozusagen eine Art Antidiskriminierungsgesetz für Sexverweigerinnen bei der Partnerwahl. Das wird nicht funktionieren und schon das Ansinnen ist einfach lächerlich.

  7. Alles was der Feminismus propagiert ist auf Macht und Kontrolle über und Verantwortungsabschiebung auf den Mann ausgerichtet. Alles wird daraufhin verdreht und sexualisiert.

    Es dient der auch der Stellung der Frau gegenüber der Konkurrenz anderer Frauen, um so unverhohlen „moralisch“ legitmiert und konkurrenzbefreit Extorsion zu betreiben.

    Es führt in eine extremistisch gynozentrische „Kultur“, die zur Burka führt.

    Mit dem Mann hypoagent und zur externen Abwehr und Ressourcenbeschaffung als „Herr im Hause“ benutzend in einem erdrückenden Verantwortungskorsett vorgeschoben und dann als Frauenunterdrücker hingestellt. Ggf. führt die weiblich gierige Hypergamie dann gar in eine Haremskultur.

    Die armen Frauen. So unschuldig.

    Es ist in etwa das, was in den muslemischen Kulturen etabliert ist.

  8. Die einzige von dem „Problem“ „betroffene“ Gruppe sind Asexuelle, was mit „Enthusiastic Consent means Asexual People Can’t Consent“ auf den Punkt gebracht wird. Das ist zentral für die gesamte Argumentation.

    Ich sehe das Problem nicht: Asexuelle wollen ja keinen Sex. Die Kritik am consent-Prinzip läuft hier also ins Leere, da auch unter Verwendung des Prinzips derjenige, der nicht consented, bekommt, was er will: keinen Sex.

    Dass dieser enthusiastic consent-Blödsinn casual sex schwerer macht, stimmt hingegen. Auch fördert es natürlich eine „rape culture“, wenn man Sex schlicht in den meisten Fällen zu einer Vergewaltigung erklärt. Das will die Frau aber nicht sagen.

    Das Ende finde ich dann besonders schäbig (schreibt ratloser oben schon ähnlich):

    „Well We Already Knew None of You Gave a Fuck About People With Phobias

    And understand how internalized sex negativity is different from sex negativity. The latter is saying “People shouldn’t have sex because it’s dirty, etc”, the former is having heard that a hundred times, and possibly at some point believed it, and so now you can’t help but feel gross and unclean every time you orgasm because you have that association so heavily beaten into your head. That? Doesn’t oppress people beyond the person who’s done the internalization, and failing to make this distinction is just further marginalizing and hurting a person who’s already been on the bad end of mistreatment by society.“

    Das spricht total gegen den Punkt 1, den ich oben beschreibe: Niemand zwingt Menschen, die keinen Sex wollen, zu Sex, ganz besonders nicht durch enthusiastic consent-Blödsinn. Leuten aber konstant einzureden, Sex wäre schmutzig, führt zu genau der Internalisierung, die die Dame bei sich als „angeboten“ sieht, und das ist in meinen Augen widerlich. Niemand außer den „natürlich“ Sexnegativen hat ein Problem mit deren Sexnegativität (und nochnichtmal das sehe ich – wenn ich keinen Kuchen mag, wieso ist es dann problematisch, keinen Kuchen zu essen?); das Problem ist vielmehr, wenn diese propagierte eigentlich gesunde Menschen von schönem, schmutzigen Sex abhält oder dazu führt, dass Menschen sich Probleme mit ihrer Sexualität einreden. Das ist eine Pathologisierung von Sex, betrieben durch (mal wieder) das Bemühen von Geisteskranken (schreibt sie selbst), mit dem Ziel, dass es allen normalen Leute genauso scheiße geht wie ihnen selbst. Das ist widerwärtig. Das muss abgelehnt werden. Die Frau braucht einen Psychiater, aber auf keinen Fall eine Stimme.

    • „Die einzige von dem “Problem” “betroffene” Gruppe sind Asexuelle“ […], „Ich sehe das Problem nicht: Asexuelle wollen ja keinen Sex“

      Das „Problem“ betrifft eben neben nicht nur Asexuelle, sondern auch Menschen mit geringer Libido oder Frauen, die nicht feucht genug werden, auch wenn sie eigentlich stimmungsmäßig für Sex empfänglich sind.

        • „Warum warten die Menschen mit geringer Libido nicht einfach, bis sie “echt” Lust haben?“

          Weil das nicht so einfach ist in einer Welt ist, in der Sexualität tatsächlich als Teil einer gesunden, stabilen Beziehung gesehen wird.

          „Für die anderen gibt’s Gleitmittel.“

          Deine Reaktion möchte ich sehen, wenn Frau Dir erklärt, Du machst sie nicht feucht genug, sie bräuchte Gleitmittel.

        • Ich kann mir theoretisch vorstellen, dass es Menschen gibt, die abseits der Normalität stehen, Probleme mit der Normalität haben, aber das ist kein Grund, den anderen das Leben so schwer zu machen, wie man es selbst hat.

          Und wir haben in der Nachttischschublade so kleine Sachets mit Gleitmittel, für die Male, wo man sie braucht. Verstehe auch das Problem nicht.

        • „Ich kann mir theoretisch vorstellen, dass es Menschen gibt, die abseits der Normalität stehen, Probleme mit der Normalität haben, aber das ist kein Grund, den anderen das Leben so schwer zu machen, wie man es selbst hat.“

          Genau dasselbe könnte man über die Männerrechtsbewegung sagen.

        • Wo ist denn jetzt wieder das Problem? Sollen sich eben Menschen mit weniger Libido welche suchen, die zu ihnen passen.

          Wenn die trockene Frau ihrem Partner erklärt wo das Problem liegt, ist es weniger ein Problem. Wenn doch, sollte sie sich einen anderen Partner suchen.

          Ich kann hier keine gesellschaftlich zu lösende Probleme erkennen … schon gar nicht auf diese Tour.

        • @Adrian „Genau dasselbe könnte man über die Männerrechtsbewegung sagen.“

          Also, wenn ich sage, dass das Professorinnenprogramm eine Benachteiligung von Männern und eine völlig willkürliche Maßnahme, für die es keinen Grund gibt und ich sowieso finde, dass sich der Staat da raushalten sollte und es zudem keine Mehrheit in der Bevölkerung dafür gibt (analog zB Frauenquoten in Aufsichtsräten), dann ist das „Auflehnung gegen Normalität“ und nicht politischer Kampf gegen ein Regime, das mir nicht passt?

          Du musst hier differenzieren: Die Beschwerer wollen ja keine anderen Gesetze, sondern eine andere Gesellschaft. Ersteres ist in meinen Augen durchaus, letzteres kein legitimes Ziel, sondern geht in Richtung Totalitarismus.

        • „Die Beschwerer wollen ja keine anderen Gesetze, sondern eine andere Gesellschaft.“

          Ja, eine Gesellschaft in der nicht nur die Bedürfnisse von immerfeuchten Sexmaniacs berücksichtigt werden und die alle anderen nicht als „geisteskrank“ framed. Ich finde das legitim.

        • Das ist schön, dass Du das legitim findest. Ich finde es aber nicht legitim, so zu tun, als gäbe es nur pseudo-asexuelle auf der einen und immerfeuchten Sexmaniacs auf der anderen Seite.
          Ich finde es auch nicht legitim, nichtexistente gesellschaftliche Standards durch Gesetze zu „schaffen“. Dafür sollte ein Staat nicht da sein.

        • „Ich finde es auch nicht legitim, nichtexistente gesellschaftliche Standards durch Gesetze zu “schaffen”. Dafür sollte ein Staat nicht da sein.“

          Hst Du diese Forderung in dem Beitrag gelesen?

        • „Rape culture“ und das „enthusiastic consent“-Konzept sind ganz klar politische Forderungen nach entsprechenden Regelungen zu letzterem zur Bekämpfung der behaupteten ersteren. Damit ist das für mich ganz klar politisch, insbesondere weil das mit dem enthusiastic consent ja schon umgesetzt wird. Und als solches lehne ich es ab.

          Wenn es nur eine soziale Forderung ist, dann lasse ich das als freie Meinungsäußerung gerne stehen und antworte „Halt’s Maul, du Psychopathin, und stell dich in eine Ecke und heul doch“, so im gleichen Sinne freier Meinungsäußerung, da es mir dann echt am Arsch vorbeigehen kann.

        • „Damit ist das für mich ganz klar politisch, insbesondere weil das mit dem enthusiastic consent ja schon umgesetzt wird. Und als solches lehne ich es ab.“

          Tja, Dein Problem. Geh halt zumTherapeuten.

        • @ lollipops4equality
          „Ich kenne keine psychische Erkrankung, die sich darin äußert, totalitäre Gesetze abzulehnen. Du schon?“

          Offenbar empfindest Du es aber als psychische Erkrankung wenn jemand keinen Bock auf Sex hat.

        • @Adrian „Offenbar empfindest Du es aber als psychische Erkrankung wenn jemand keinen Bock auf Sex hat.“

          Die Bloggerin spricht von „gender dysphoria“, das IST eine psychische Erkrankung:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Gender_identity_disorder

          Ich hatte jetzt angenommen, dass das „keinen Bock auf Sex“ was damit zu tun haben könnte, weil in dem Artikel auch steht, dass die Geschlechtsidentitätsgestörten mangelnde Libido haben (können). Findest Du das jetzt echt weit hergeholt, wenn’s wörtlich dasteht? Oder inhaltlich falsch? Oder sollte ich auf ddbz hören und Du trollst heute nur rum? Oder findest Du nur Psychologen scheiße?

          Ich hab dann auch mal nachgelesen, dass Asexualität auch ne ganze Weile eine psychische Erkrankung war und nur seit jüngstem keine mehr ist. Nun kann ich nicht nachvollziehen, warum das eine sein sollte, wenn die Leute nie Probleme damit hatten, aber sie haben ja offensichtlich Probleme damit, zum Beispiel, dass es ihnen echt schwerfällt, damit umzugehen, dass die meisten Menschen nicht auch asexuell sind und sich deswegen wundern. Für mich ist das rational nachvollziehbar. Ich fahre auch nicht nach Somalia und wundere mich dann, warum mich sofort irgendwer entführt und Lösegeld fordert, nur weil ich weiß bin. Ich laufe auch nicht betrunken mit einer Flasche Bier durch Teheran. Nun ist das natürlich meine freie Entscheidung, da hinzugehen (oder auch nicht), und sicher schwieriger für Menschen, die ohne eigenes „Verschulden“ anders sind, und es ist daher wichtig, Menschen über Pluralismus aufzuklären; es ist aber eben eine Frage des „Wie“ – des „Wie“ für die, die nicht anders sind. Alles andere wäre, wie betrunken mit einer Flasche Bier durch Teheran zu laufen, mit Minirock, und sich dann wundern, wenn man gesteinigt wird (oder so).

          Ich bring mal eine Anekdote: Als die ersten Spinner in den 1950er und 1960er Jahren mit dem Boot um die Welt gesegelt sind, schreiben sie Reiseberichte über unglaublich nette, offene und freundliche Menschen im Südpazifik. Die Menschen sind zwar immer noch nett, offen und freundlich, aber man merkt an den jüngeren Reiseberichten schon sehr deutlich, dass die sich nicht mehr so freuen, wenn jemand mit dem Boot kommt, wohl auch weil seit den umweltfreudlichen 1980er Jahren die Einwohner immer erstmal ein paar Säcke Müll in die Hand gedrückt bekamen.

          Was auch immer die Bloggerin will, wenn sie andere nur mit ihrem emotionalen Müll belädt, reagieren diese dann halt wie alle Menschen – im Südpazifik mittlerweile mit „10 Dollars“. Ist nicht schön, aber genau dazu führt das. Da kann man dann als Segler natürlich rumjammern, wie scheiße die Leute mit einem umgehen, aber das liegt halt nicht an den Leuten dort, sondern an den Seglern.

          Ich weiß ja nun nicht, wie alt Du bist, und ich sehe schon auch, dass das rechtliche Verbot von Homosexualität ein gewisses Stigma hinterlassen hat, aber die Homosexuellen mussten ja wenigstens wirklich gegen etwas kämpfen. Welches konkrete Problem – außer sagen zu müssen „ich mag keinen Sex“ (was andere Menschen auch öfter mal sagen, aber halt konkreter und nicht allgemein) – haben denn Asexuelle?

        • „aber die Homosexuellen mussten ja wenigstens wirklich gegen etwas kämpfen.“

          Ja, das ist die heutige Perspektive. Damals hat man ihnen gesagt, sie sollen zum Therapeuten gehen.

          „Welches konkrete Problem – außer sagen zu müssen “ich mag keinen Sex” (was andere Menschen auch öfter mal sagen, aber halt konkreter und nicht allgemein) – haben denn Asexuelle?“

          Das weiß ich nicht, und deshalb versuche ich erst einmal zuzuhören, was sie sagen.

          Laut Wikipedia gibt es vier Typen von Asexualität:

          „Typ A
          Personen, die einen sexuellen Trieb verspüren, sich aber sexuell nicht von anderen Personen angezogen fühlen. Diese Personen haben eine Art biochemisches Bewusstsein von Sex, praktizieren vielleicht auch Masturbation, würden aber nie mit einer Person sexuell interagieren.

          Typ B
          Personen, die sich von anderen angezogen fühlen, aber keinen Sexualtrieb verspüren. Sie haben tiefe emotionale Verbindungen zu anderen, sie lieben vielleicht auch eine andere Person – aber ohne jedes Bedürfnis, mit ihren Geliebten sexuell zu interagieren, was körperliche Zärtlichkeiten nicht ausschließt.

          Typ C
          Personen, die sowohl sexuelle Triebe verspüren als auch die emotionale Anziehungskraft anderer Personen, die jedoch trotzdem nicht sexuell interagieren. Sie masturbieren im Zweifelsfall und lieben eine andere Person. Aber sexuelle Interaktion mit ihren Geliebten und die Liebe zu dieser Person sind für sie etwas völlig Verschiedenes, das nicht zusammengehört.

          Typ D
          Personen, die weder einen sexuellen Trieb verspüren noch die emotionale Anziehungskraft anderer Personen. Das heißt jedoch nicht, dass diese Personen keine engen und emotionalen Freundschaften kennen oder haben, aber sie verspüren keinen Reiz an Liebe oder sexueller Interaktion.“

          http://de.wikipedia.org/wiki/Asexualit%C3%A4t

          Ich kann mir durchaus vorstellen, dass zumindest die Typen B und C es in zwischenmenschlichen Beziehungen schwer haben.

          • Als die Homosexuellen noch für was kämpften statt CSD zu feiern war ich noch zu jung. Gut, momentan Heiraten, aber mirwegen machen sie das (ich verstehe nicht, warum – Steuerersparnis? Religiös wird das ja eh nix – und das ist auch gut so, Religion ist kein Wunschkonzert. Wobei ich höre, dass die ev. Kirche das überlegt – ich bin theoretisch selbst evangelisch – und das auch OK fände; die, die das beschließen, haben das Buch sicher öfter gelesen als ich, mehr drüber geredet als ich und mehr drüber nachgedacht).

            Und dass es Menschen in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht einfach haben liegt mE in der Natur zwischenmenschlicher Beziehungen. Ich bin übrigens auch so sozialisiert, dass ich finde, dass mich zwischenmenschliche Beziehungen Dritter überhaupt nichts angehen. Das heißt nicht, dass ich dazu keine Meinung habe, aber ich behalte sie für mich, wenn ich nicht dazu gefragt werde.

            Ich nenne das „Anstand“, und den haben leider nicht alle. Ich gehe auch niemandem (außer meiner Frau) mit unseren zwischenmenschlichen Problemen auf den Geist (hoffe ich zumindest). Das erwarte ich auch von anderen. Und das finde ich nicht zuviel verlangt.

            Und ich weiß jetzt nicht, ob es schlimmer ist, sich nach der Grillparty beim Chef sich das folgende halbe Jahr dumme Sprüche über die Brüste seiner Frau anzuhören oder dass man ein „verkappter kleiner Homo“ sei, weil man bei dem Arschloch von Chef seinen Freund nicht mitbringen wollte und lieber ruhig war. Ne, das Arbeitsklima war super, bis auf den Chef.

        • @Atacama

          Ne nichts Neues. Nur weitere Versuche die Realität zu verbiegen.

          (Sollte z.B. auf den Selbermahsamstagseiten sein nicht hier. Und welchen „Peter“ meinst du eigentlich?)

        • @panther

          dich. Es gibt einen „NeuerPeter“ und es gibt dich und ihr habt beide ein graues Avatarbild. Und dein Name fängt mit „Pet“ an. Irgendwie verwechsle ich das ständig.

          Die Realität kennt man deshab immer noch nicht, aber zumindest scheint es wirklich so gewesen zu sein, dass da auf der Toilette was passiert ist, was das ganze gestartet hat.

          • @Atacama: Nachdem Du hier den ich-Adrian-Thread zumüllst: Dein Video sagt gar nichts, die Frau auf deinem Video erzählt nur die ersten Zeitungsgeschichten.

            Dass man davon die Realität immer noch nicht kennt, ist das einzige, was du zum Thema beiträgst (was wohlgemerkt nicht das Thema dieses Threads ist).

            Aus diesem völlig beliebigen Video mit einer völlig beliebigen Person irgendwas zu schlussfolgern, vor allem dass „es wirklich so gewesen zu sein“ scheint, zeigt mir nur eines: Ich hoffe sehr, dass Menschen wir du nie Richter werden.

            [Da meine bisherige Meinung dazu bei Danisch steht: Mirwegen sperren sie den Typen in ein Loch und werfen den Schlüssel weg. Man schlägt niemanden, und vor allem, auch nicht versehentlich, tot. Aber davon ist die Frau noch keine Heilige – die hatte nach dem Video 1:55 Zeit, einfach zu gehen (da waren ein gutes Dutzend offenbar nicht feindseliger Typen) oder zumindest die Polizei zu rufen. Für die Toilettengeschichte ist das einzig offizielle, was ich kenne, dass die Mädchen von der Toilette offenbar keinerlei Veranlassung sahen, sich als die „Geretteten“ zu melden. Schon entsetzlich, dass sich da so viele Urteile erlauben.]

        • „Die Realität kennt man deshab immer noch nicht, aber zumindest scheint es wirklich so gewesen zu sein, dass da auf der Toilette was passiert ist, was das ganze gestartet hat.“

          Das Video mit dem Tathergang ist ja durch die „Bild“ geleakt worden

          Das sieht zumindest anders aus, als die Berichte, die ich zu dem Thema mitbekommen habe, es dargestellt haben.

          Die Berichterstattung erzählt ein Heldinnenepos und zeigt überhaupt kein Interesse an einer Rekonstruktion dessen, was passiert ist.

          Keine Ahnung, ob das eine gute Idee ist, eine Realitysoap aus einem Fall zu machen, dessen Hergang noch nicht einmal geklärt ist. Ich glaube auch nicht, dass man dem Opfer einen Gefallen damit tut.

      • „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass zumindest die Typen B und C es in zwischenmenschlichen Beziehungen schwer haben.“

        Schön, dann haben die es eben schwer. Und? Ist das ein Grund von der Gesellschaft Veränderungen zu fordern? Ich verstehe nicht warum Du meinst auf jeden mit Gebrüll losgehen zu müssen, dem dies Problemherantragen auf den Sack geht, wie Du das wohl nennen würdest.

        Und Vergleiche mit ungerechten Gesetzen verstehe ich auch nicht!?

  9. Was jetzt schon alles „rape culture“ ist.
    Wenn man(n) eine Frau anschaut: Belästigung.
    Wenn man(n) Sex mit einer Frau hat: potentielle Vergewaltigung.
    Einvernehmlicher Sex: schlecht, weil er das Bild verbreitet, dass Sex irgendwie dazugehört
    In der zynischen Welt dieser „Damen“ lebe ich zum Glück nicht. Und bestimmt auch sonst nicht viele.
    Bei der Entwicklung möchte ich wirklich kein Mann sein.
    Wobei ich ja – wenn ich richtig verstanden habe – laut genderism-Theorie wohl doch ein Mann sein müsste, da ich sehr oft die „Mann-Rolle“ einnehme.
    Muss ich mich jetzt selbst hassen ?

  10. Wieder ein typischer Fall, wo ein Fünkchen Wahrheit so gewaltsam in ein dogmatisches Weltbild gepresst wird, dass er eine Lüge beleuchtet.

    Denn es stimmt natürlich, man muss Sex nicht mögen und sollte deshalb nicht beschämt oder gering geschätzt werden. Ich hoffe natürlich, diese Einschätzung betonen die Anhänger dieser Lehre auch, wenn wieder mal die Gegner von irgendetwas feministischem als Jungfrauen verlacht werden.
    Da sollte die Gesellschaft wirklich Toleranz lernen, so unverständlich eine so grundlegend andere Einstellung auch sein mag.

    Aber am Ende läuft es hier dann doch wieder darauf, anderen ihre Verantwortung und Selbstbestimmung nicht anzuerkennen: Mag der Druck, wie die Mehrheit zu sein und Sex zu mögen auch groß sein… es ist einzig Sache des Betroffenen, sich diesem zu beugen oder nicht. Wer lieber konform sein möchte und darum die Zähne zusammenbeisst und an England denkt, der hat jedes Recht dazu! Das hat nichts mit Vergewaltigung zu tun und ist wieder mal eine Geringschätzung von jedem, dem gewaltsam etwas sexuelles aufgezwungen wurde: „Zwei Typen haben dich festgehalten und nacheinander durchgenommen, so dass du noch immer Verletzungen hast? Ist mir genau so auch passiert! Da fragt mich dieser Typ am Abend eines Dates, ob wir jetzt fummeln wollen und weil ich nicht prüde erscheinen wollte, habe ich ja gesagt! Uns hat man echt übel mitgespielt!“

    Da wittere ich wieder diese schräge Allianz aus Puritanismus und sexnegativem Feminismus, die sich momentan breit macht und ihre Sexnegativität verleugnet und als bloßen Schutz von Frauen tarnt.

  11. Hierzu passt vielleicht auch das neue britische Porn Law.

    Es hat einen kleinen „Schönheitsfehler“ für Feministinnen.

    http://www.vice.com/en_uk/read/the-end-of-uk-bdsm-282

    Neo hat hierzu einen kleinen Rant was scheinheiliger sexnegativer Feminismus und das „Rape Culture“ Getue wirklich ist.

    „Neo looses his sh!t over the hypocrisy and secrecy of feminist sexual fetishes.

    feminists freak over uk porn ban’s inclusion of f@ce sitting“

  12. 17.04.2020

    Duhu Schatzi,
    ich wünsche mir so sehr, von dir wieder einmal richtig verführt zu werden.
    Und du nicht sofort wieder aufhörst (und ich selber weitermachen muss mit verführen), wenn ich mich erst mal ein bisschen ziere.
    Das hat zwar in letzte Zeit ganz gut geklappt an Tagen, an denen ich mir das ganz explizit vorher von dir gewwünscht hatte.
    Ich hätte aber gern dass das auch einmal spontan pasiert – so ohne dass ich mir das vorher wünschen muss.
    Es ist irgendwie nicht das selbe, wenn ich vorher weiß, was jetzt kommen wird.

    Mir ist auch klar, dass du nach der Anzeige deiner ex da sehr vorsichtig bist, und dass das Vertraglich noch schwieriger festzulegen ist als unsere Vereinbarung übers verführen dürfen auf Nachfrage von mir.
    Ich hab aber schon mit meiner Anwältin darüber gesprochen, und eine Formulierung gefunden, bei der sie meint, dass du damit schon ziemlich gut gegen mich abgesichert sein würdest.
    Versprechen kann sie natürlich auch nichts.
    Sie hat mich auch darüber informiert, dass ich damit meine Chancen für einen TA (Traumatisierungs-Abschlag) ziemlich vergessen könnte, die du nach dem neuen TraSchG (Traumatisierungs-SchutzGesetz) nach einer Trennung monatlich an mich zahlen müsstest, so lange ich regelmäßige Therapiesitzungen nachweise.
    Sie sagt, dass mittlerweile midestens 60% aller Frauen aus Trennungsfällen die TA in Anspruch nehmen, und manche Studentin kaum noch wüsste, wie sie ihr Studium finanzieren sollte ohne ihre TAs. Obwohl es ja eigentlich illegal ist, mehrere TAs gleichzeitig laufen zu haben. Aber das sollen ja wirklich nur Ausnahmen sein.
    Ich wäre soo glücklich, wenn du zustimmen würdest. Wir könnten dann schon nächste Woche einen Termin beim Notar machen zur Unterzeichnung.

    In Liebe
    deine Mausi

    (Das die Anwältin gesagt hat, dass ich nur damit noch die TA durchbekommen könnte, wenn er mich nach Vertragsschluss NICHT oft genug zu meiner Zufriedenheit verführt, das behalt ich lieber für mich)

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