Der moderne Feminismus ist keine Philosophie, sondern eine Serie von Wutausbrüchen, die normale Frauen abschreckt“

Im „National Review“ findet sich eine kritische Stellungnahme zum Feminismus:

This is a movement that seems to be all about short-term gains, mostly through name-calling and other forms of online bullying, at the expense of any long-term intellectual coherence or even basic integrity. But in the long run how many women want to be identified with a movement whose champions can’t even listen to a mildly controversial speech without having to walk out to keep from either blacking out or throwing up? How many women want to be identified with a movement that is currently arguing over whether the founder of Facebook’s preference for plain T-shirts is sexist?

All of these reactions display a level of hyper-sensitivity and emotional fragility that every woman I know finds repugnant. Treating women as equals in our culture and politics is simple fairness. Modern feminism, by contrast, has nothing to do with fairness and everything to do with the special pleading of its entitled commentariat.

Treating women as equals does not mean that we ignore differences — men and women tend to have different strengths and weaknesses, different likes and dislikes, and will often choose different career paths, family roles, television shows, books, and movies. In fact, men and women tend to like that they’re different and celebrate those differences. Feminism has reacted to this obvious reality by either arguing that our myriad differences are mere social constructs or by arguing that — to borrow my wife’s excellent summary of feminist philosophy – men and women are the same, except when women are better. After all, it wasn’t long ago that one prominent feminist argued that our entire “postindustrial society” was just “better suited to women.”

Feminism doesn’t really have a philosophy. It’s barely even an ideology. It’s mostly just a series of temper tantrums thrown by a small, privileged minority. And, unless it changes, it will soon be irrelevant.

Das die feministische Forderung, dass Privilegien abgebaut und Diskriminierungen unterlassen werden dann zu einer Farce verkommt, wenn man diese Privilegien und Diskriminierungen überall und seine eigenen nirgendwo sieht kann man gar nicht oft genug betonen. Dies gilt um so mehr, wenn man in jeder Kleinigkeit die Anzeichen einer großen Verschwörung und einer tieferen Struktur sieht und damit diese Kleinigkeit auf der gleichen Stufe bekämpft als wäre damit die Struktur selbst anzugreifen.

Ich würde auch sagen, dass das die meisten Frauen abschreckt. Der Feminismus hat hier das Glück, dass die wenigsten überhaupt wissen, wie extrem er in vielen Formen gegenwärtig ist.

 

36 Gedanken zu “Der moderne Feminismus ist keine Philosophie, sondern eine Serie von Wutausbrüchen, die normale Frauen abschreckt“

  1. „Ich würde auch sagen, dass das die meisten Frauen abschreckt. Der Feminismus hat hier das Glück, dass die wenigsten überhaupt wissen, wie extrem er in vielen Formen gegenwärtig ist.“

    Ich denke das gilt nicht nur für Frauen, sondern selbst für Feministinnen.

    F: „Lies erstmal dasunddas Buch bevor du hier mitdiskutieren willst!

    N: Ja, hab ich.

    F: *stammel stammel* Hör auf mich zu unterdrücken!

  2. Frauen werden in ihrem koketten Unvermögen, ihrer Oberflächlichkeit und ihrem SEXandthecity-Reflex ja auch wie ehedem bestärkt.

    „Die Frauenbewegung war und ist in ihren Resten als ‘Politik für Frauen’ (vulgo Staatsfeminismus) eine Angelegenheit der akademisch qualifizierten Mittelklasse. Ihr Problembewusstsein reichte nur zur Etablierung einer Beschwerdekultur, mit den Männern als Adressaten und Papa Staat als Medizinmann. […] Schon die Studentinnen von 1968 waren nicht benachteiligt, sondern von einer Freiheit gefordert, für die es in der Geschichte kein Beispiel gibt. Statt hier anzusetzen, hat man das überholte Modell der ewig nörgelnden Ehefrau auf Politikformat gepustet.“

    Katharina Rutschky

    Auch nach meiner Erfahrung dominiert das Modell der ewig nörgelnden Ehefrau Parteien, Stiftungen, Behörden, Ämter, Redaktionsstuben…
    Der extreme Feminismus ist nurmehr die Potenzierung dieses Modells.

    • Zustimmung!

      Denn: Ist die Frau gesund, freut sich der Mensch.

      Deinem Ansatz hier, ist also wohl schwer zu widersprechen:

      „.. nach meiner Erfahrung dominiert das Modell der ewig nörgelnden Ehefrau, Parteien, Stiftungen, Behörden, Ämter, Redaktionsstuben…

      Der extreme Feminismus ist nurmehr die Potenzierung dieses Modells.“

      „Ilsebil“l (din Fischer sin Fru) reloaded – und lesgeslativ potenziert, was man judikativ nun auch noch absegnen möchte bzw. im Famillienrecht schon lange getan hat.

      • Feminismus demonstriert eindrucksvoll, dass die ewig nörgelnde Frau nicht nur ein unbegründetes Ressentiment, sondern leider der Normalfall ist. Die ’normale‘ Frau ist keinesfalls vom Feminismus abgeschreckt, sie ermöglicht und trägt ihn.
        Von der Norm abweichende Frauen wie Esther Vilar sind vielmehr immer noch die Ausnahme. Anders ist die flächendeckende Verbreitung jener „denkfaulen und heimtückischen Kultur“ (D. Lessing) genannt Feminismus kaum zu erklären.

  3. Der Artikel über Zuckerbergs „sexistische“ Haltung zu seiner eigenen Kleidung ist verschwunden. Im Cache hab ich ihn noch gefunden:

    „Zuckerberg Explains His Gray T-Shirts, Sounds Pretty Sexist
    By Allison P Davis Follow @allisonpdavis

    Steve Jobs had his simple black turtlenecks, Twitter’s Jack Dorsey had his sharp Prada suit, and Mark Zuckerberg has his uniform of nondescript, plain gray T-shirts. At a recent Q&A session, someone finally asked him why he seems to have a lifetime supply of inoffensive, poorly fitting gray tees.

    His answer: “I’m in this really lucky position where I get to wake up every day and help serve more than a billion people. And I’d feel I’m not doing my job if I spent any of my energy on things that are silly or frivolous about my life.”

    Burn, Zuckerberg! Is it just me or does the mindset of the Silicon Valley Power-Schlub imply that caring about clothing or how you look invalidates your ability to work? Of course, male CEOs are far too focused on changing the world or building the next Big App to care about something as “silly” or “frivolous” as dressing professionally — they’ll just leave that to Marissa Mayer.“

  4. Kleines Gedankenspiel:

    Was wäre passiert, wenn Matt Taylor ein einfarbiges T-Shirt zu seinem Interview getragen hätte und gesagt hätte: „Als Wissenschaftler habe ich wenig Lust darauf, mich lange mit meinen Klamotten zu beschäftigen! Zum Glück kann ich als Mann ja immer so einfache Sachen anziehen und das geht durch.“ ? Würde das Frauen ebenfalls von den Wissenschaften fernhalten / unterdrücken?

    • Alles hält Frauen davon ab. Insbesondere die riesigen Shopping-Tempel mit ihrer riesigen Auswahl an Schuhen und Handtaschen. Dorthin muss sich Frau flüchten, denn auf der Straße lauern die Vergewaltiger.

    • Natürlich; was bei Zuckerberg geht wäre sicher auch in diesem Fall möglich gewesen. Nur wäre dann der gesamte Auftritt wohl überhaupt nicht in die Schlagzeilen geraten, da Matt Taylor nur begrenzt ein lohnenswertes Ziel ist. Da ist es natürlich einfacher auf Facebook oder ähnliches zu zielen und denen Sexismus zu unterstellen, um wie bei Twitter Zensurstellen zu kriegen.

      Grundsätzlich hält jede Aktion von Männern die Frauen von wissenschaftlichen Jobs fern; sogar die Allies machen ja regelmässig in dieser Hinsicht immer alles falsch. Versuchen die Allies andere männliche Teilnehmen „anti-sexistisch“ zu erziehen legitimieren sie dadurch im Grunde ja auch nur den Sexismus aller Männer; tun sie es nicht sind sie keine echten Allies und tragen dazu bei, dass Frauen weiterhin nicht in solchen Berufen arbeiten können.

      Zufrieden sind einige wohl erst, wenn der rote Teppich bei jeder Frau ausgerollt und alle Männer demütigst auf die Knie fallen, wenn Sie sich dann doch herablässt um ein Wort zu sagen. Und selbst dann kann es ja immer noch sein, dass ihre Weiblichkeit durch die Farbe des Teppichs sexualisiert oder einer der Männer beim hinknien zu viel Raum eingenommen hat.

      Die Gretchenfrage sollte viel eher sein : Was hält Frauen NICHT davon ab in solchen Feldern zu arbeiten?

      • Die einzige humanistische Lösung kann eigentlich nur die Verschwulung aller Männer und die Errichtung eines schwulen Nationalstaates sein. Damit wären die Frauen unter sich und könnten nicht mehr unterdrückt werden.
        Nur das mit der Reproduktion bleibt als Hürde…

        • Aber Adrian, dann würde Hillary kommen und sagen, dass das Fehlen von Unterdrückung auch eine Form der Unterdrückung ist. Wenn Männer plötzlich aufhören zu Unterdrücken, dann kann das nur ein böser Plan des Patriarchats sein; das Fehlen der Unterdrückung wird dann in eine Geringschätzung von Frauen umgewandelt, weil Frauen es dann nicht mal mehr wert sind, unterdrückt zu werden, was ja auch sexistisch ist. Genau dieser Fall liegt ja auch vor, wenn sich eine fette Feministin darüber beschwert, dass das Ausbleiben von Catcalls auch eine Form von Sexismus ist. Du darfst hier nicht gewinnen, denn gewinnen ist Unterdrückung gegenüber denjenigen, die nicht gewinnen.

          Zum Schluss muss ich Dworkin zitieren (habe auch nicht gedacht, dass ich das noch schaffen würde) : “As soon as men have figured out how to have babies without women, it will be the end of women kind, it will be the coming gynocide.”

          Ich bin mir sicher, in deiner vorgeschlagenen Gesellschaftsform wäre das Problem der Reproduktion innerhalb von 10 Jahren gelöst; wenn ich nicht immer beim Shoppen mitgeschleppt werde kann ich ja auch mal was sinnvolles machen…

        • „Aber Adrian, dann würde Hillary kommen und sagen, dass das Fehlen von Unterdrückung auch eine Form der Unterdrückung ist.“

          Na schön aber warum sollte uns das in unserem schwulen Staat stören?

          • HAHA unser schwuler staat ist die Lösung ;). Wäre Mgtow nicht praktikabler? Ich wär allerdings für eine Insel. Alles besser als priviligierte weiße Gören die gleichzeitig dreist/verblendet/ oder schlicht dumm genug sind so Sachen wie den Paygap nach Jahren nicht zu verstehen. Um dann gleichzeitig mit allen Priviligien des seit Jahren im Hintergrund wütenden institutionalisierten Feminismus noch auf einen dummen mann(weissen ritter) zu hoffen der dann auch noch für die priviligierten „damen“ von nutzen sein soll.

        • Da Drohnen nicht einparken müssen, kann man sich durchaus vorstellen, dass Hillary prophylaktisch einen Erstschlag durchführen muss, um der erneuten Bildung eines Patriarchats aus dem Schwulenstaat entgegenzuwirken…

  5. Diese „sozialen Themen“ entstehen sämtlich aus Langeweile, sozialem Frust oder Beachtungsgier. Gesellschaftliche Provokationen wurden per se zur Karriere, für die man keine Bildung oder Fähigkeiten braucht, außer einer gigantischen Neurose, Würdelosigkeit und schlechtem Geschmack.
    Wie der LGBT,- Gender,- Öko,- Bioschwachsinn lenken diese „red herrings“ nur von den wichtigen, grundlegenden und strukturellen Miseren im Staat ab – zur Freude der Regierungen.

        • @Adrian

          My little smug … 🙂

          Die Entmündigungs- und Bevormundungsversuche dieser Menschen gerichtet an andere, die sich dann dieser politischen Korrektness und Willkür unterwerfen sollen, sind entwürdigend.

          Und wichtiger noch, sie möchten davon auch profitieren. Deshalb tun sie es.

          Totalitärer Mob, der von der noch existierenden Freiheit lebt und profitiert.

          Das führt in einen die Menschenwürde ganz grundsätzlich missachtenden Staat. Immer natürlich mit nach vorn gestellten angeblich guten Vorsätzen. DDR, …, … viele Beispiele hier.

          Es geht so einfach, weil sich Menschen, die noch Freiheit kennen, diese zu schnell aus der Hand geben und diesen Leuten auf den Leim gehen.

          Auch das war wohl schon immer so. Deshalb gab es wohl auch noch nie eine Periode, wo es möglich war eine freiheitliche Kultur aufrecht zu erhalten.

          Bei der ultrapuritanistisch wie missionarisch extremistischen Einstellung, die u.a. aber eben auch wesentlich über Gender dreht, wär ich an deiner Stelle als Homo ein bisschen kritischer. Denn die „Toleranz“-schwadronierenden gehören mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zu denen, die auch tatsächlich tolerant sind. Bei den Honigfallen ist es schwer da zu widerstehen. Weiß ich.

        • @Adrian

          Sieht so aus als ob die meisten Homos in den Kanon der politisch korrekten Missionaristen mit einstimmen.

          Du gehörst häufiger zu den Ausnahmen. Sehr erfreulich.

          Ich glaube z.B. nicht, dass diese Meute sich später sexuell tolerant zeigen wird. Im Gegenteil. Ihr „puritanischer Gutmenschspieß“ erinnert eher an Mittelalterliches, inklusive Homoverfolgung.

          Mein Eindruck. Auch Angst, wenn du so willst.

          Aber die ist nicht unberechtigt, denke ich, wenn man sich deren Zwanghaftigkeit und Besessenheit anschaut, per Dekret Gesinnung und Gutidentität zu erlassen und auch Denunziation zu fördern.

  6. aus einer mail von einer Feministin im Verwandtenkreis an mich:

    „darf ich Dir mal offen sagen, dass es mich nervt, wenn Du mir 100 Fachbücher empfiehlst, während ich täglich an der „wirklichen Front“ stehe.“

    (es waren zwei Fachbücher, die ich empfahl…)

  7. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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