Julien Blanc und Pickup

Monentan sorgt ein Pickup-Ausbilder von RSD (Real Social Dynamics), Julien Blanc, für Aufregung. Er soll Tipps gegeben haben, nach denen man einfach zu Frauen hingeht und ihren Kopf in den eigenen Schritt in Simulation eines Blowjobs drückt.

Feministinnen sehen darin, dass solche Seminare angeboten werden einen Nachweis bzw. eine erneute Bestätigung der Rape Culture und rufen dazu auf, Veranstaltungen überall zu stören, wo er auftreten will.

1. Material zu Julien Blanc

Dass Video, in dem er dies macht, ist wohl inzwischen leider gelöscht, ich habe nur noch diese Ausschnitte gefunden:

Aus dem Video:

When you go to Tokyo…if you’re a white male, you can do what you want. Just grab her, pull her in. She’ll giggle. Just say PIKACHU or POKEMON or something to take the pressure off. I’m romping through the streets (of Tokyo) just grabbing girls and it’s like (motions) head on dick (pfft) head on dick, yelling ‘PIKACHU’ with a Pikachu shirt on…Every foreigner who is white does this. When you see that one foreigner in the crowd in Tokyo and your eyes will lock and you know that he knows and he knows that and it’s this guilty look like you both fucked a hooker or something.

Hier beschreibt er zunächst, dass man sich als weißer Ausländer in Japan wohl so ziemlich alles erlauben kann und das er deswegen dazu übergegangen ist, sehr sehr direkt zu sein auf die oben geschilderte Art.

Ich finde sein Verhalten dort stark übergriffig, wenn es wirklich Leute sind, die er gerade erst auf der Straße getroffen hat, es also keine vorherige Interaktion gegeben hat, in dem sie Interesse gezeigt haben. Selbst dann wäre es immer noch stark übergriffig, je nachdem wie viel Druck er ausübt.

Sicherlich kann dies durchaus effektiv sein, weil ein paar der Frauen bei solchen Handlungen vielleicht dieses dominante Verhalten durchaus anziehend finden und rückwärts rationalisieren, dass er was haben muss, wenn sie so mit sich umgehen lassen. Zumal er abgesehen von diesen Videos in anderen Videos durchaus Charme hat und selbstsicher wirkt. Ich kann mir vorstellen, dass er es eher verkaufen kann als andere, was aber dennoch die Übergriffigkeit nicht rechtfertigt.

Ich habe in ein paar Videos von ihm reingeschaut, auf der Suche nach dem beanstandeten Material und er scheint abgesehen von seinem Japanausflug relativ normales Pickup zu verwenden.

Hier gibt er vernünftige Ratschläge, nach dem was ich gehört habe ist es alles auch nicht übergriffig. Er scheint eher ein gutes Auftreten zu haben.

Auch hier habe ich nichts besonderes entdeckt:

Anderes Material spricht dafür, dass er eine starke Dominanz-Schiene fährt, mit einem sehr autoritären und auch beleidigenden Ton, der sehr herausfordernd ist. Eine Menge Push-Pull, alles sehr schnell, so dass auch hier weil sie keine Zeit zu reagieren hat, eine Rationalisierung eintreten kann, dass er einen hohen Status hat und man das so akzeptiert hat. Auch dies ist kein Stil, den ich gut finden würde. Aber die Ego-Nummer, in der man selbst großartig ist, alles machen kann, alle Kritik weglächelt, habe ich auch – wenn auch in milderer Form und weit weniger aggressiv – schon in Aktion gesehen und sie klappt durchaus.

Ich bin dafür etwas frecher zu sein als man eigentlich normalerweise ist. Ich bin dafür auch durchaus sexuell und herausfordernd zu sein. Und die passenden Signale vorausgesetzt kann man auch einiges recht spontan machen. Sie niederzumachen finde ich jedoch falsch. Es würde mich interessieren, wie Frauen seine Interaktion erleben, also ob sie es witzig und frech finden oder zu einem großen Teil einfach nur aufdringlich. Bei der oben gezeigten Verkäuferin und den älteren Frauen wirkte es auch mich eher aufdringlich und so als würden sie nicht wissen, was sie machen sollen.

2. Julien Blanc Pickup als „Troll Game“

Auf „Return of Kings“ findet sich ein Text dazu, in dem seine Art Pickup zu betreiben, wie folgt beschrieben wird:

In her video, #TakeDownJulienBlanc creator Jennifer Li says:

What is messed up about this guys behavior is that one – he knows that what he is doing is wrong because he says in his video, “I didn’t know how much I could get away with,” and you don’t say I’m going to get away with something , if you don’t think that what you’re doing is wrong.

“I didn’t know how much I could get away with,” is  the voice of a child who was never taught boundaries. It is the voice of a child who never had a father to teach him right from wrong, or to give him meaningful challenges by which to discover the limits and abilities of his own powers.

Other RSD coaches have said that for Julien, the drama is the sex. Julien will actually continue to fuck with a girl he knows will go home with him because he enjoys creating an emotional roller coaster that more than getting laid. If that doesn’t sound like behavior learned from women, I don’t know what is.

Years before #TakeDownJulienBlanc, Julien made videos where he said his favorite way to open girls was to point and call them a dog. While this opener would offend women, it got their attention. Julien’s game is to troll women and then win them over by reframing his actions. If you’re offended by what he does, congrats, his game worked.

When Jezebel did a hit piece fellow RSD coach Jeffy Allen, Julien was jealous because he wanted to be the subject of that much drama. He emailed offensive messages to Jezebel editors hoping they’d cover him. I have no doubt that Julien is relishing much of the controversy that surrounds him now. No one would give him attention when he was a fatherless young man who wanted girls to talk to him, and now he’s got his own hashtag.

Das ist eine der Erfahrungen die man in dem Bereich häufiger macht: Es ist erstaunlich, mit wie viel man durchkommt, wie folgenlos bestimmte Sachen bleiben und das Frauen vieles davon auch einfach gut finden, es als Zeichen davon sehen, dass man selbstbewußt genug ist um soziale Regeln zu brechen, dass man genug Status hat, um über den Regeln zu stehen. Wir sind in einem Netz sozialer Ängste gefangen, die daraus entstanden sind, dass man wesentlich bekannter in seinem Umfeld war als in der heutigen anonymen Welt und sich schlechtes Verhalten damit erheblich nachteiliger auswirken konnte. Wenn man das übertreibt, dann kann man wie wohl Julien Blanc, einfach die Reaktionen der anderen ausblenden, sie für unwichtig erklären, und sich alles erlauben. Man schockiert damit, was man sich erlaubt um danach wieder relativ normal aufzutreten als wäre nichts passiert. Übrig bleibt bei den einen Verärgerung, bei den anderen die Einschätzung, dass man wohl jemand ist, der das darf. Gerade wenn man vorher ein Außenseiter war, dann kann das vielleicht zusätzlich befreiend wirken, weil es tatsächlich eine Form sozialer Macht ist. Allerdings um die Beeinträchtigung anderer erkauft.

3. Muss man deswegen gegen Pickup sein oder ist damit Pickup insgesamt abzulehnen?

Die Elemente, die Julien Blanc unangenehm und übergriffig machen, sind keine essentieller Bestandteil von Pickup. Sie entsprechen nicht kaum aus der Theorie herauszulösenden Elementen wie etwa dem Patriarchatsbegriff im Feminismus.

Man kann problemlos auf sie verzichten. Viele Ausrichtungen im Pickupbereich gehen in eine ganz andere Richtung, etwa indem man in „indirekt Game“ wesentlich zurückhaltender auftritt und eher einen Vorwand hat. „Direct Game“, bei dem man zusätzlich sehr aggressiv auftritt, ist insofern eine besondere Spielart von Julien Blanc, die sicherlich auch andere vertreten, die man aber nicht anwenden muss. Es steht jedem frei, Pickup auf eine Art zu praktizieren, die nicht erfordert, dass man die Köpfe von Frauen in den eigenen Schoss drückt.

4. Sollte man jetzt alle RSD-Seminare stören?

RSD ist eine große Gesellschaft, in der ganz verschiedene Stile zusammenkommen. Darunter sind genug, die einen vollkommen anderen Stil vertreten als das extreme Verhalten von Julien Blanc.

5. Weitere Artikel zu Pickup

67 Gedanken zu “Julien Blanc und Pickup

  1. @ Christian

    *Ich finde sein Verhalten dort stark übergriffig, wenn es wirklich Leute sind, die er gerade erst auf der Straße getroffen hat, es also keine vorherige Interaktion gegeben hat, in dem sie Interesse gezeigt haben. Selbst dann wäre es immer noch stark übergriffig, je nachdem wie viel Druck er ausübt.*

    Der Mann ist ein Idiot, der einen zivilisatorischen Code ausbeutet, von dem er keine Ahnung hat.

    Das Verhalten der Japanerin ist abgestimmt auf das Verhalten japanischer Männer, die sich dem gleichen Sitten-/Verhaltenskodex verpflichtet sehen, in dem sich diese „submissiven“ Japanerinnen bewegen.

    Sie (re-)agieren unter der Voraussetzung, dass ihr Gegenüber japanisch auf ihr Verhalten reagiert, es nicht „westlich“ missversteht und ausbeutet, was dieser Trottel aber tut, dem jede Art von Bildung fehlt, vorneweg die kuturübergreifende des Herzens.

    Peinlich, zum Fremdschämen peinlich.

    Effektiv ist das, wenn er es als seine Aufgabe ansähe, den Ruf westlicher Männer als langnasige Barbaren zu stärken.

    Es tut mir in der Seele weh, mir vorzustellen, dass das Verhalten gerade von Japanerinnen, das in seiner formvollendeten, ritualisierten, sorgfältig choreographierten „Unterwürfigkeit“ von außerordentlicher, sehr weiblicher Schönheit ist (Teezeremonie!), von einem solchen Deppen nicht nur nicht adäquat gewürdigt wird, sondern auch noch überrumpelnd ausgebeutet.

    In Wirklichkeit erzeugt er in diesen Mädchen/Frauen tiefe Verachtung.

    Nur gehört es auch zu ihren Verhaltensnormen, ihm diese Verachtung nicht zu zeigen.

    Auch in Japan ist übrigens westliches Flegelverhalten (bei Männern und Frauen) allmählich auf dem Vormarsch.

    Das danken wir u.a. „Kulturbotschaftern“ wie dem hier.

    Die Riottenpussyfizierung oder Embauerung der Japanerin wird die Antwort sein.

    • @ Roslin „Der Mann ist ein Idiot, der einen zivilisatorischen Code ausbeutet, von dem er keine Ahnung hat.“ Das sehe ich genauso. Was Japanerinnen angeht, habe ich mich an Erfahrungen aus dem Studium erinnert – und daran, wie hilflos in einigen Fällen japanische Kommolitoninnen auch auf nicht-sexuelle Übergriffigkeiten reagiert haben. Es fiel ihnen einfach überhaupt nicht ein, dass sie auf Aggressionen ihrerseits mit Aggressionen antworten könnten. Und das Ausbleiben von Gegen-Aggressionen wertet Blanc ja amüsiert-erstaunt so, dass er einfach mit allem durchkäme.

      In, @ Christian, Deiner Interpretation wird aber deutlich, dass dieses gezielte Ausbeuten unverstandener kultureller Codes bei Blanc Strukturprinzip ist. Er setzt nach Deiner Interpretation auf den Eindruck, „dass man genug Status hat, um über den Regeln zu stehen“. Das ist auch im Hinblick auf europäische oder amerikanische Verhältnisse ausbeutend – nur dass es hier eben schon mehr Menschen gibt, die an solche Ausbeutungen gewohnt sind und auf sie reagieren können.

      Er verhält sich in gewisser Weise wie ein dauerpubertierender Regisseur, der ein klassisches Stück aufführt, keine Lust hat, sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen – der aber merkt, dass es einen großen Effekt macht, wenn er einfach häufig das Wort „ficken“ einbaut. Oder wie ein Depp, der eine wertvolle chinesische Vase vor sich hat, sich einen Dreck dafür interessiert, wie viel Arbeit darin steckt, oder welche Traditionen dafür nötig waren – der aber merkt, dass er viel Wirbel verursachen kann, wenn er sie einfach mal hinschmeißt.

      Bei Blanc ist es die gezielte sexuelle Übergriffigkeit, die er für den Regelbruch nutzt. Daher ist bei ihm (PU insgesamt kann ich nicht beurteilen) die sexuelle Übergriffigkeit auch essentiell für sein Programm – ohne sie würde es nicht funktionieren.

      Blanc versteht die kulturellen Codes nicht, er versteht auch nicht ihren Sinn, er merkt nur, dass er viel Aufmerksamkeit bekommt, wenn er sie bricht. Seine unterschwellige Botschaft ist: Ich bin mehr wert als die, die mir mein Verhalten überhaupt erst ermöglichen.

      Und das spricht hier schon insgesamt gegen PU (aber nicht nur gegen PU) – dass Blanc einen Rahmen vorfindet, in dem er mit sowas Erfolg haben kann. Auf mich wirkt das anhand der Ausschnitte, die ich gesehen habe, irre. Als ob jemand teure Seminare anbieten würde, die Touristen beibringen, sich im Ausland gezielt schlecht zu benehmen. Oder in denen für viel Geld gezeigt wird, wie man teure, fragile Sachen möglichst schnell kaputt bekommt.

      • @ Schoppe

        *Und das spricht hier schon insgesamt gegen PU (aber nicht nur gegen PU) – dass Blanc einen Rahmen vorfindet, in dem er mit sowas Erfolg haben kann. *

        PU in seinen intelligenteren Formen ist die adäquate Antwort auf eine durch Feminismus barbarisierte westliche Frau (Emannze), der, ohne PU, unsere jungen Männer, dank femistisch dominierter = pervertierter Erziehungs(un-)kultur und UMFASSENDER Desinformation ziemlich hilflos gegenüberstehen, gerade die aus gutbürgerlichen Familien.

        Proleten, die straßenklug aufgewachsen sind oder gar junge Männer aus Parallelgesellschaften/Dritt-Welt-Zuwanderer sind dessen weniger bedürftig.

        PU anzuwenden in einer Kultur, die noch nicht so feministisch vergiftet ist wie unsere westliche, ist daher barbarisch.

        Blanc tut das und das auch noch in einer denkbar vulgären, rücksichtslosen Form.

        Aber wir züchten ja Barbaren, männliche wie weibliche.

        PU sorgt dafür, dass Feminist.I.nnen die Männer bekommen, die sie verdienen.

    • „Der Mann ist ein Idiot, der einen zivilisatorischen Code ausbeutet, von dem er keine Ahnung hat.“

      Korrekt. Ich würde sagen, hier sind Feministen endlich mal zurecht empört. Keine gute Werbung für PU.

      • „Ich würde sagen, hier sind Feministen endlich mal zurecht empört.“

        Die Frage ist, worüber man sich empört.
        Weil er ein mann ist?
        Weil er PU macht?
        Weil er Übergriffig ist?
        Weil er ein Proll ist?

        Die Beiträge von Roslin und Schoppe gehen schon in die richtige Richtung:
        Er beutet den Kulturellen Code aus, ohne jegliches verständnis dafür, was er da macht.

        Und das ist das traurige, empörende, beleidigende daran.

        Das macht aber nicht nur PUA.
        Das ist empörend bei jedem, der das so macht.
        Bei einem Mann, der das macht wie geschilcdert. Bei einer Frau, die Japanische Kunst- und Kulturgüter ohne jedenSinn und Verstand in rein dekorativer Weise in Anspruch nimmt.
        Oder der Frau, die sich in genauso unverschämtr Weise in einer Gruppe Japanischer Männer oder Frauen verhält wie die Axt im Walde.

        Feminismus versucht da wieder ein Geschlechterthema daraus zu machen, wo es eigentlich ein kulturelles Thema ist, das durchaus Frauen ebenso betrifft wie Männer.

        Feminismus versucht damit, dieses Thema in ihrem Sinne Auszubeuten – genau das, was sie an dieser Stelle kritisieren.
        Das fällt ihnen nur nicht auf, weil sie genauso kulturlose Gestalten sind wie dieser Typ.

        • Man kann ja auch einfach zugeben, dass manche Leute in der PUA-Szene scheisse bauen, ohne, dass man sie verteidigen zu müssen. Ich finde das Auftreten anderer Leute, die teilweise die gleichen „Tags“ haben wie ich auch nicht besonders berauschend und kann gut damit leben, mich von ihnen zu distanzieren.

          Man muss nicht gleich dazu aufrufen die Reihen zu schliessen, nur weil einer der eigenen Gruppe unter Umständen zu Recht angefeindet wird. Das machen die anderen schon genug.

        • @Adrian
          richtig, aber er macht es dort nicht, weil es dort nicht so funktioniert.

          Das zeigt natürlich seine Rücksichtslosigkeit dabei, einfach das zu tun, was ihm nützt, ohne Beachtung der Grenzen anderer.

          Das „Ausprobieren“ der Grenzen durch experimentelles austesten, aber ohne moralische Skrupel kann man nun natürlich als Merkmal von PUA sehen.
          Austesten von Grenzen – nicht anhand dessen, was für den anderen akzeptabel ist, sondern nur anhand dessen, was für ihn den gewünschten Vorteil bringt.

          Und davon sollte sich PUA kräftig distanzieren, wenn man solche Vorwürfe entkräften will.
          Will man das?

          Ich denke, da könnte die PUA-Szene sehr geteilt sein.

          Christian klingt schon mal so, dass er das nicht so doll findet – wobei eine richtige Distanzierung anders aussieht.

        • @ Adrian

          *Sorry, ich fände ein solches Verhalten auch im Westen unter aller Sau.*

          Maddes hat es ja bereits erläutert: Hier wäre er aber mit diesem Vorgehen bei weitem nicht so erfolgreich, würde sich mehr als eine Ohrfeige einhandeln

          Das Geschehenlassen der Japanerinnen folgt einer Höflichkeitskultur, die er nicht kennt/nicht versteht, DER gehorchen diese Mädchen/Frauen und er missversteht das als Erfolg seiner PUA-Strategie, beutet es auch noch brutal aus, dass sie IHREM kulturellen Code folgen, dem er sich nicht nur nicht anpasst – wie ich es von einem Gast erwarte! – nein, den er auch noch eigensüchtig ausnutzt, weil seine Masche auf so wunderbar wenig Widerstand stößt.

          Die Japanerin, die sich am Geschäftseingang tief vor dem Kunden verneigt, zeigt damit nicht an, dass sie sich als Wesen minderen Ranges sieht, das nichts dagegen hat, wenn der Kunde sie auch so einschätzt und behandelt.

          Sondern sie tut das im Rahmen einer Kultur, in der der Kunde eine solche Höflichkeit mit analoger Höflichkeit entgegennimmt und BEANTWORTET.

          Man schaue sich das Verhalten von Gast und Teebereiterin bei einer Teezeremonie an.

          Hier ist es ein Bereiter, ein Teemeister:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tod_eines_Teemeisters

          Sehr, sehr schöner Film, der etwas ahnen lässt vom Gesamtkunstwerk dieser wunderbaren Choreographie (vom Blumengesteck über das Geschirr, den Raum und die Bilder an den Wänden bis hin zur Kleidung, den Gesten, ja sogar dem Park, in dem der Pavillon/Raum steht, in dem das stattfindet, das Gegenteil von westlicher Nonchalance/Ungehobeltheit, wie Blanc sie von jeder Bildung und jedem Respekt unbeleckt zur Schau stellt.

          Darum besonders widerwärtig.

          Er hätte sich nur diesen Film ansehen müssen, um etwas über Japan und den Grund seines „Erfolges“ bei japanischen Mädchen/Frauen zu erfahren.

      • @ Adrian

        *Korrekt. Ich würde sagen, hier sind Feministen endlich mal zurecht empört. Keine gute Werbung für PU.*

        Nein, sie sind nicht zu Recht empört.

        Ihr Feminismus scheißt der japanischen Kultur genauso vulgär auf die Matte wie dieser Blanc.

        Sie zerschlagen die Teeschalen nicht minder dumm und brutal, merken das genauso wenig.

        Auch sie sind Kinder einer entkernten, entseelten „Kultur“ ohne Kult.

    • „Die Riottenpussyfizierung oder Embauerung der Japanerin wird die Antwort sein.“

      Das wird nie passieren, dafür ist der Nährboden schon viel zu lange durchgefault. Japan wird unter schlechter Wirtschaftsentwicklung, Schulden und der alternden Bevölkerung zusammenbrechen ohne dabei Hilfe vom Feminismus zu benötigen. Japan ist ein schönes Beispiel für die Probleme, die ein konservatives Kollektiv verursachen kann, gerade bezüglich der Beziehung zwischen Mann und Frau.

      • Naja, sie sind einfach extrem höflich und sehr darauf bedacht, dass niemand sein Gesicht verliert oder die Harmonie zerstört wird. Wenn dann so ein Rüpel ankommt und sich nicht um die Harmonie schert, wird der typische Japaner halt emotional erstmal trotzdem versuchen, die Harmonie irgendwie aufrecht zu erhalten, auch wenn er dafür sich selbst degradieren muss. Das heißt aber natürlich nicht, dass es ihm egal ist oder dass sich die Japaner nicht auch gegen so etwas wehren können (Übergriffe in U-Bahnen vor einigen Jahren wurden z.B. sehr wirksam unterbunden).

  2. Habe die ganze Sache nur am Rande verfolgt und mir auch nicht die hiesigen Videos angesehen, aber so rein nach der Zusammenfassung… könnte es sein, dass der Typ weniger Sexist, als vielmehr Rassist ist?
    Sich halt als der weiße Massa fühlt, der im Ausland die Sau rauslassen kann, weil, wie oben gesagt, die Leute aufgrund anderer sozialer Gepflogenheiten wehrloser sind?

    Wie dem auch sei – ein Unsympath.
    Keine Ahnung, was er sonst lehrt, aber so richtig viel mit dem zu tun zu haben, was man sonst von Pickup hört (bei dem es doch gerade darum geht, die Frau von sich einzunehmen und eben nicht, sich von ihr letztlich gewaltsam zu nehmen, was man will) scheint mir sein zurecht Empörung auslösendes Treiben nicht.

    Pickup ist nach wie vor meine Sache nicht, aber ich stöhne schon jetzt, wie ein Negativbeispiel bald schon wieder als der allgemeine typische Vertreter genommen werden wird. – Weil es doch einfach zu praktisch ist, einen so nahezu comichaft bösen Typen in einer ungeliebten Gruppe aufzeigen zu können.

    • „aber ich stöhne schon jetzt, wie ein Negativbeispiel bald schon wieder als der allgemeine typische Vertreter genommen werden wird.“

      Hey, das ist bei Männern doch immer so. Weil die meisten Herrscher in der Vergangenheit männlich waren, sind auch alle Männer Schuld an den Kriegen. Diese bestechende „Logik“ lese ich immer wieder.

    • @dmj
      *ich stöhne schon jetzt, wie ein Negativbeispiel bald schon wieder als der allgemeine typische Vertreter genommen werden wird. – Weil es doch einfach zu praktisch ist, einen so nahezu comichaft bösen Typen in einer ungeliebten Gruppe aufzeigen zu können.*

      Das mag dann daran liegen dass es ein typischer Vertreter IST.
      PUpper sind widerliche manipulative Typen, schau dir nur so Kerle wie Julien an, seinen Chef Tyler Durden (srsly?) oder dessen Kumpel (soweit ich weiß) Krauser. Gunwitch ist auch ein besonderes Herzchen. Oder Mr. Megalomanie Max Pütz. Oder natürlich Heartiste und Roosh

      PU scheint miese Männer in Scharen anzuziehen, die Instructor sind größtenteils Leute die ne schnelle Mark suchen, die Jünger sind im besten Fall arme Würstchen, im schlimmsten Fall bittere Jungs die eine Ausrede suchen um ihre Frauenfeindlichkeit zu rationalisieren und sich als der dicke Mann zu fühlen.

      Und die Ideologie die da teilweise (mit-) verbreitet wird ist auch ziemlich eklig. Simpelster Biologismus und Feld- Wald und Wiesen Evopsych gemischt mit pseudotiefsinniger Esoscheiße und darauf dann gerne noch ne Schüppe Sozialdarwinismus.

  3. „Er soll Tipps gegeben haben, nach denen man einfach zu Frauen hingeht und ihren Kopf in den eigenen Schritt in Simulation eines Blowjobs drückt.“

    Er SOLL nicht. Er HAT.

        • „Soll“ bezeichnet einen Vorwurf und sagt allein erst einmal nichts darüber aus, ob dieser zutrifft oder nicht.
          Gerade wenn sich der Artikel auf einen Vorwurf von einer bestimmten Seite bezieht, ist es ein völlig vernünftiger und legitimer Stil, auf diesen in der Einleitung als solchen zu verweisen, bevor man ihn im Hauptteil genauer untersucht und im Fazit dazu Stellung nimmt.
          Weder im Artikel noch in einem der Kommentare habe ich gelesen, dass jemand dieses Verhalten legitimiert oder den Vorfall als solchen bestreitet. Hast du vielleicht den Artikel nur bis zum zweiten Satz gelesen, bist vor feministischer Empörung vom Stuhl gefallen und musstest diese „Manipulation“ direkt anprangern?

          • Nein, eine unumstößliche Tatsache, die für jeden einfach nachvollziehbar ist, als unbestätigter Vorwurf zu behandeln, ist wohl kaum ein vernünftiger Stil und nichts, was einem alltäglich unterkommt. Und Christian legitimiert sehr wohl bis zu einem gewissen Punkt, wenn er darüber schwadroniert, dass er sich vorstellen könnte, dass Blanc damit durchaus Erfolg haben kann und er ansonsten ja so normal (also „normal“ für einen PUler) wirkt.

            Das alles fügt sich nahtlos ein in das Bild von Christians manipulativer Rhetorik, also ja, ich mache auf so etwas sehr gerne aufmerksam, auch wenn ich dabei fest in meinem Sessel sitzen geblieben bin.

        • Ich muss hier Robin zustimmen. Der ganze Artikel wirkt so, als wenn Christian das Verhalten zwar auch nicht richtig findet, aber sich irgendwie scheut, es wirklich deutlich zu verurteilen. Und das kommt unter anderem durch solche Formulierungen, denn natürlich nutzt ein Autor das Wort „soll“, wenn er darstellen will, dass etwas eben nicht sicher ist. Was Du hier betreibst, Vinzenz, ist doch nur Haarspalterei…

        • Absolut korrekt – hat mich auch gestört.
          Wobei: Ein „widerspruch“ ist es nicht.
          Es ist eben genu diese blöde unsauberkeit, die wir ja sonst gerne kritisieren, wenn sie der „anderen Seite“ passiert.

          Trotzdem finde ich Christians ausdrucksweise grudsätzlich alles andere als manipulativ, sondern eben sehr um ausgewogenheit und Sachlichktheit in der Darstellung bemüht.
          Auch hier.
          Wobei ich mir eben genau da durchaus eine deutlichere Abgrenzung gewünscht hätte.

          Er „legitimiert“ allerdings mit seinen Aussagen auch nicht das, was Robin unterstellt.

          Wenn er sagt, dass der Typ damit durchaus Erfolg haben könnte, legitimiert er es eben durchaus nicht, denn er sagt ja auch, dass er es übergriffig empfindet und selbst so nicht machen würde.

          Ist mir aber an der Stelle auch nicht deutlich genug. Das Verhaltendes Typs ist widerlich, und das sollte man auch so sagen.

          Das sind also eine ganze Menge Stellen, an denen Christian diesmal sich um klarheit herumgemogelt hat.

        • „Das sind also eine ganze Menge Stellen, an denen Christian diesmal sich um klarheit herumgemogelt hat.“

          Diesmal? Es ist nicht das erste Mal, dass Christian sich mit Worten aus der Affäre ziehen will. Er hat einfach nicht die Eier, über seine Gleichgesinnten (also Pick-Upper und Maskulisten) Tacheles zu reden, wenn diese viel radikaler auftreten, als ihm genehm ist.

          Also nichts Neues im Evo-Land…

        • @Matthias

          Ich müsste erstmal Maskulismus und Pick-Up tatsächlich pauschal verteufeln, bevor du mir mit solchen Anspielungen kommst. Aber du warst ja noch nie eine Leuchte… naja

        • ät Stephine & Matthias:

          „Aber du warst ja noch nie eine Leuchte…“
          Billig, billig, so eine Herabwürdigung. Zeigt einen Mangel von Argumenten UND Geisteskraft.

          Und daß Christian hier Julien Blanc verteidigt, ist mir nicht aufgefallen. Im Gegenteil.
          Selektive Realitätswahrnehmung, Stephi?

        • Yepp. Zumal das gute Stephilein hier am laufenden Bande Maskulisten verteufelt hat.

          Von wegen bräuchten „den Kopf gewaschen“ und müssten mal „zur Sau gemacht“ werden. Weil „frauenfeindlich“.

        • Dass ich Christian unterstelle, er würde Julien Blanc verteidigen ist genauso falsch wie die Behauptung, dass ich alle Maskulisten verteufele.

          Anderen Leuten Aussagen in den Mund zu legen, die sie so gar nicht geäußert haben, ist eine ganz schön billige Masche.

          Aber zieht ruhig weiter eure peinliche Show ab, ich bin wieder raus aus dem Kindergarten.

          Tschö!

        • @Shevek:
          Und das kommt unter anderem durch solche Formulierungen, denn natürlich nutzt ein Autor das Wort “soll”, wenn er darstellen will, dass etwas eben nicht sicher ist.

          Das lese ich allerdings nicht so, vielmehr stellt es sich für mich so dar dass Christian jenseits der (neo)radikalfeministischen Kritik noch keinen Beleg gefunden hat. Und diese Ecke hat sich nun mal nicht gerade Vorschußlorbeeren in Puncto Glaubwürdigkeit verdient.

          ->“Dass Video, in dem er dies macht, ist wohl inzwischen leider gelöscht, ich habe nur noch diese Ausschnitte gefunden:“

          Eine solche kritische Distanz halte ich für eine journalistische Tugend, und eine moralische Empörung über eine solche Distanz für einen zentralen Baustein von Moralpaniken

          Christian macht sehr deutlich klar, dass er ein solches Verhalten an sich verurteilt. Die einer „geistigen Mittäterschaft“ verdächtigende moralische Empörung, weil gewagt wird die betreffende Person nicht vollkommen Vorbehalt- und Bedingungslos zu verurteilen, ist journalistisch und zivilsatorisch vollkommen fehl am Platze.

          Jeder anständige Journalist beschreibt schwere Vorwürfe gegen konkrete Personen im Konjunktiv. Er ist zu dahingehenden Urteilen nicht befugt, dafür sind Gerichte zusträndig, in rechtstaatlichen Prozessen, in denen sich der Angeklagte wehren kann.

          Naturlich passt das dem lila Mob gar nicht. Es liegt ganz klar auf der Hand, dass ausgerechnet unsere (ansontsten gegenüber jeglichem Radikalfeminimus höchstgradig indifferenten) „Alltagsfeministinnen“ hier eine Moralpanik mit PU als „Folk Devil“ anzuzetteln suchen. Als ob sie direkt aus der BLÖDZeitungsredaktion kommen, diese untere Schublade nennt man wohl heutzutage „Medienkompetenz“.

        • @Robin: Da steht nirgends etwas von „unbestätigt“. Die Tatsache, dass es so stattgefunden hat, wird überhaupt nicht in Frage gestellt. Im Gegenteil, ein paar Zeilen weiter ist ein Video dazu mit entsprechendem Textausschnitt. Deinen Manipulationsvorwurf kann ich hier nicht nachvollziehen.
          Was die Aussage angeht, er scheine mit diesem Verhalten Erfolg zu haben, denke ich, dass du Christian falsch verstehst. Ich verstehe das nicht als Legitimierung, sondern als wertneutrale Feststellung. Später im selben Absatz heisst es schließlich, dass dies „die Übergriffigkeit [dennoch] nicht rechtfertigt“.

        • Ich muss hier Robin zustimmen. Der ganze Artikel wirkt so, als wenn Christian das Verhalten zwar auch nicht richtig findet, aber sich irgendwie scheut, es wirklich deutlich zu verurteilen.

          ..es geht eben nicht darum, dass hier die Handlung nicht klar verurteilt wird, es geht darum, dass der mutmaßliche Täter nicht ob der prima facie „Beweise“ bedingungslos verurteilt wird.

          Zitat Robin:

          “Soll” impliziert ein unbestätigtes Gerücht, aber im Video sieht man es ja ganz klar. Das ist so typisch manipulativ.

          Kann man den Appell an die soziale Dynamik des Mobs noch deutlicher machen?

          (Das ist leider die Folge davon, dass man radikalfeministische „Anti-Täterschützer“-Diskurse unreflektiert verinnerlicht hat)

        • Ist mir aber an der Stelle auch nicht deutlich genug. Das Verhaltendes Typs ist widerlich, und das sollte man auch so sagen.

          Sein Verhalten erscheint auch mir höchst widerlich. Allerdings frage ich mich, ob es eine „zivile Pflicht“ gibt derartige Werturteile zu fällen. Interessanter wäre doch eine nüchterne Auseinandersetzung, warum hier in abzulehnender Weise eine Grenze überschritten wurde.

        • Über einige Themen soll man anscheinend nicht unvoreingenommen diskutieren. Ranten und fertig, in den Kommentaren dann nur noch Likes oder wie hätten sie es denn gerne?

          Und das mit dem ständigen Distanzieren kommt mir vor wie eine Thema vom letzten Jahr oder so. Die Mein-Feminismus-Feministinnen haben doch auch keine Lust sich immer von Alice Schwarzer oder all den anderen Rad-Feministinnen welche einem in den Medien über Weg laufen distanzieren zu müssen. Nur weil man ohne Wertung über etwas berichtet, heißt das nicht das man dem zustimmt. Das ist genau so bescheuert, wie die vorschnellen Vorwürfe man sei ein Rape-Apoloigist, nur weil man ber Falschbeschuldigung redet.

          Und das hier eine Person immer wieder fordert, dass Christian die Kommentar-Politik verschärft ist ja auch irgendwie drollig. Zu faul um zu widersprechen oder was?

        • „Und das mit dem ständigen Distanzieren kommt mir vor wie eine Thema vom letzten Jahr oder so. Die Mein-Feminismus-Feministinnen haben doch auch keine Lust sich immer von Alice Schwarzer oder all den anderen Rad-Feministinnen welche einem in den Medien über Weg laufen distanzieren zu müssen. Nur weil man ohne Wertung über etwas berichtet, heißt das nicht das man dem zustimmt.“

          Man braucht sich nicht distanzieren von etwas, von dem man nicht berichtet.
          Aber wenn man berichtet von etwas, mit dem man nicht übereinstimmt, dann sollte man sich deutlich distanzieren, da sonst durchaus berechtigt die Meinung entstehen kann, das zumindest „ganz Okay“ zu finden.

          In diesem Sinne hätte ich mir von Christian mehr Klarheit gewünscht.
          Vielleicht nicht mal, weil ich ihm unterstellen möchte, das tatsächlich Okay zu finden – aber durchaus, um eben Klarheit zu schaffen und Angriffsfläche abzubauen.

        • Aber die hier wieder mit dem Finger auf Christian zeigen, lesen hier schon länger mit und ich wüsste nicht das Christian jemals jemand verteidigt hat der übergriffig wurde. Seine Einstellung zu PU ist in meinen Augen eine andere, als z.B. die der PUAs aus Amerika. Aber deren Haltung wird verwendet um Christian damit Vorwürfe zu machen.

        • @Nick:

          „Das lese ich allerdings nicht so, vielmehr stellt es sich für mich so dar dass Christian jenseits der (neo)radikalfeministischen Kritik noch keinen Beleg gefunden hat.“

          Ach komm, wie lächerlich ist denn das bitte. „Er soll Tipps gegeben haben, nach denen man einfach zu Frauen hingeht und ihren Kopf in den eigenen Schritt in Simulation eines Blowjobs drückt“ schreibt Christian so zögerlich-tugendhaft und verlinkt wenige Zeilen darunter das Video, IN DEM BLANC GENAU DAS TUT. Ich weiß nicht, was das darstellt, wenn nicht einen Beleg!

          „Eine solche kritische Distanz halte ich für eine journalistische Tugend“

          Christian ist kein Journalist. Erst Recht kein guter.

          „und eine moralische Empörung über eine solche Distanz für einen zentralen Baustein von Moralpaniken (…) Jeder anständige Journalist beschreibt schwere Vorwürfe gegen konkrete Personen im Konjunktiv.“

          SPON: „“In Tokio kannst du als weißer Mann machen, was du willst. Ruf einfach Pokémon oder Pikachu und greif sie dir.“ So schildert Julien Blanc seinen Besuch in Japan.“
          http://www.spiegel.de/panorama/sexuelle-gewalt-selbsternannter-pickup-artist-julien-blanc-entsetzt-a-1002808.html

          Rhein-Zeitung: „Die Botschaft, die der 25-jährige gebürtige Schweizer zuletzt vermittelt hat, erscheint so dumm wie gefährlich: Er zeigte Bilder mit dem Hashtag #Chokingwomenaroundtheworld – seine Hand am Hals von Frauen. Dazu kommt ein Video, in dem er Japanerinnen den Kopf nach unten in seinen Schoß drückt.“
          http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/letzte-meldung-seite_artikel,-Aufschrei-um-Aufreisser-Guru-Wie-Julien-Blanc-zum-meistgehassten-Mann-gemacht-wurde-_arid,1234465.html#.VGqgtDSG9IE

          Taggesspiegel: „Die Provokation scheint ihm nicht unangenehm zu sein: Der Vortragende steht vor seinen Zuhörern und erklärt, wie man japanische Mädchen als weißer Mann gefügig machen könne. Einfach „Pokémon“ oder „Tamagotchi“ rufen – schon sei der Bann gebrochen.“
          http://www.tagesspiegel.de/berlin/pick-up-artists-in-berlin-proteste-am-alexanderplatz-gegen-seminar-von-profi-aufreisser/10976996.html

          Kein Konjunktiv an dieser Stelle, kein „soll“. Jetzt kann man entweder glauben, dass Christian im Vergleich mit professionellen Journalisten als strahlendes Vorbild erscheint und aus reiner Tugendhaftigkeit päpstlicher als der Papst ist – oder dass er bewusst manipuliert, weil hier sein liebstes Hobby unter Beschuss steht. Denn ganz im Gegenteil: Es ist ein extrem schlechter journalistischer Stil, leicht nachweisbare Fakten mit imaginären Fragezeichen zu versehen, weil das den Informationsgehalt des entsprechenden Textes schmälert.

          „Er ist zu dahingehenden Urteilen nicht befugt, dafür sind Gerichte zusträndig, in rechtstaatlichen Prozessen, in denen sich der Angeklagte wehren kann.“

          Deswegen schreiben Journalisten Sachen wie „Der mutmaßliche Täter soll das Opfer erstochen haben. Überwachungsvideos zeigen, wie er mit einem Messer vom Tatort flüchtet.“ Der Unterschied zwischen beiden Aussagen ist dir hoffentlich klar?

          Naturlich passt das dem lila Mob gar nicht. Es liegt ganz klar auf der Hand, dass ausgerechnet unsere (ansontsten gegenüber jeglichem Radikalfeminimus höchstgradig indifferenten) “Alltagsfeministinnen” hier eine Moralpanik mit PU als “Folk Devil” anzuzetteln suchen. Als ob sie direkt aus der BLÖDZeitungsredaktion kommen, diese untere Schublade nennt man wohl heutzutage “Medienkompetenz”.

          Meine Güte, die wgvdl-Terminologie sitzt ja inzwischen perfekt.

          (Das ist leider die Folge davon, dass man radikalfeministische “Anti-Täterschützer”-Diskurse unreflektiert verinnerlicht hat)

          Passt auch wunderbar dazu. Da kritisiert man das peinliche Rumgeeiere eines Typen, der schon zuvor genug rumgeeiert ist und schon will man für Nick die Unschuldsvermutung abschaffen. Meine Fresse, komm mal klar.

          @Vinzenz:
          Da steht nirgends etwas von “unbestätigt”. Die Tatsache, dass es so stattgefunden hat, wird überhaupt nicht in Frage gestellt. Im Gegenteil, ein paar Zeilen weiter ist ein Video dazu mit entsprechendem Textausschnitt.

          Ja, EBEN. Warum dann das „soll“?

          @Matze:

          Und das mit dem ständigen Distanzieren kommt mir vor wie eine Thema vom letzten Jahr oder so. Die Mein-Feminismus-Feministinnen haben doch auch keine Lust sich immer von Alice Schwarzer oder all den anderen Rad-Feministinnen welche einem in den Medien über Weg laufen distanzieren zu müssen. Nur weil man ohne Wertung über etwas berichtet, heißt das nicht das man dem zustimmt. Das ist genau so bescheuert, wie die vorschnellen Vorwürfe man sei ein Rape-Apoloigist, nur weil man ber Falschbeschuldigung redet.

          Ja, das ist ja mal eine interessante Frage nach der Distanzierung.
          Fakt ist: Christian selbst war es, der völlig ohne logischen Grund darauf bestanden hat, PickUp als Bestandteil des Maskulismus zu labeln. Ihm wurde von mehreren nahe gelegt, hier eindeutig zu trennen und beispielsweise PU-Seiten nicht in seine pseudo-maskulistische Linkschleuder „Das böse Patriarchat“ aufzunehmen, aber das hat er geflissentlich ignoriert bzw. lahme Erklärungen abgegeben.
          Ich glaube nicht, dass er fremde Frauen auf der Straße packt und mit dem Gesicht gegen seinen Schwanz drückt, aber dass so eine Scheiße, die von einem PUler kommt, nun auch auf ihn zurück fällt, ist nun wirklich nicht verwunderlich, wenn man sich dieses Rumgeeiere ansieht, welches sich beispielsweise in einem sinnlosen Konjunktiv zeigt, oder sich an all die peinlichen Legitimierungsversuche der Vergangenheit erinnert, derer er sich immer bedient hat, wann immer ein PUA mal wieder ekelhaften Müll von sich gegeben hat. Auch sein verdächtiges Schweigen hier spricht Bände (also wirklich, drei Kommentare von mir und noch nicht eine einzige ablenkende Suggestivfrage?).
          Daher: Nein, ich kaufe ihm seine Distanzierung nicht ab, denn die ist zu lahm und wird durch rhetorische Tricks neutralisiert. Auf mich macht er den Eindruck eines Menschen, der sich mit seinem unreflektierten Abfeiern von PU in der Vergangenheit selbst in eine Position hinein manövriert hat, aus dieser er scheinbar nicht mehr ohne Gesichtsverlust heraus kommt. Was natürlich Schwachsinn ist, kein Mensch hätte ihm hier eine klare Distanzierung vorgeworfen. Aber manch einer interpretiert selbst das kleinste Eingestehen eines Fehlers als Schwäche und das passt dann ja nicht so gut zum Selbstbild als Alpha. Alternative: Er traut sich nicht so richtig, weil der häufig konstatierte Vorwurf sektenähnlicher Strukturen innerhalb der PU-Szene tatsächlich so abwegig nicht ist.

          • @robin

            Ich hatte doch in dem Artikel gesagt, das diese Art des Pickups nicht MeinPickup ist. In meinem Pickup drückt man nicht einfach die Köpfe von Frauen in den eigenen Schritt. In meinem Pickup lehrt man dies auch nicht anderen Leuten.

            Du beißt dich hier an dem „Soll“ fest. Ich habe dies geschrieben, weil abgesehen von sehr kleinen Abschnitten eben nichts zu finden war. Und da fehlte mir eben teilweise der Kontext, zumal das Material von ihm, welches noch vorhanden war, durchaus vernünftige Passagen hatte. Ich habe allerdings deutlich gemacht, dass der Teil des beanstandenden Teils, den ich gesehen habe, so nicht geht und aus meiner Sicht falsch ist. Das habe ich zusätzlich in einen Kontext eingeordnet, warum es dennoch klappen kann und daran deutlich gemacht, dass man eben damit Erfolge mit Belästigungen von anderen erkauft.

            Meine Position zu Pickup scheint mir außerdem weniger dogmatisch als deine zu sein. Ich kann weitaus eher etwas negatives sagen als du etwas positives. Insofern scheinst du mir da weitaus mehr Probleme damit zu haben, in diese Richtung Fehler einzugestehen.

            Das gilt ebenso im Bereich Feminismus.

            Ich hatte ja neulich schon mal gefragt, inwieweit du dich von männerfeindlichen Konzepten im Feminismus wie Patriarchat oder Rape Culture distanzieren kannst. Da kam meiner Erinnerung nach nichts. Vielleicht kannst du einfach mal zeigen, wie man eine solche Kritiken schreibt, indem du zu diesen beiden Konzepten etwas schreibst. Dann können wir alle etwas lernen.

        • „Fakt ist: Christian selbst war es, der völlig ohne logischen Grund darauf bestanden hat, PickUp als Bestandteil des Maskulismus zu labeln.“

          Hat Arne da nicht auch einen Flitratgeber oder so was rausgebracht?

          Das hier ist sein Blog, da kann er machen was es will. Das PU, weil es hier Thema ist, jetzt irgendwie auch große Verbreitung auf die anderen Blog erfahren hat, sehe ich nicht.

          Das böse Patriarchat hat er gemacht. Wenn dir das nicht gefällt, kannst du ja was eigenes machen. Hat NICHT-Feminist ja auch gemacht.

          „(also wirklich, drei Kommentare von mir und noch nicht eine einzige ablenkende Suggestivfrage?)“

          Ich hatte schon mehrmals überlegt Christian zu empfehlen dich einfach zu ignorieren, da du, wenn du hier kommentierst und er darauf antwortet, allzu häufig mit „nerv nicht“, „ich verstehe nicht was dich an mir so fasziniert“, ich rede nicht mit einem manipulativen Roboter“ oder ähnlich kommst. Und jetzt bist du wieder unzufrieden, weil er dir nicht antwortet òÓ

          Meine Wahrnehmung davon was PU ist, also so wie es sie hier von Christian, Gerhard oder Neuer Peter dargestellt wird, unterscheidet sich wohl sehr von dem was du so ließt und ich sehe da schon eine Möglichkeit für Männer drin mehr Selbstbewusstsein zu erhalten. Da mag es auch andere Methoden geben, aber die kenne ich jetzt auch nicht. Aber so ist das eben. Etwas was hauptsächlich Männer machen, wird gerne an deren schlechtesten Mitgliedern bewertet. So ist es bei nnterhaltsverpflichteten Vätern, bei Gamern, bei Männer die zu Prostituierten gehen, Männer die unbekannte Frauen auf der Straße ansprechen oder eben bei PUAs.

        • Von Maximilian Pütz und mir gibt es sogar eine ganze Reihe von Pick-up-Ratgebern. Und es ist vollkommen daneben, Pick-up deswegen anzufeinden, weil es einen Julian Blanc gibt. Das ist dieselbe Rhetorik, die von Rassisten benutzt wird, die Zuwanderer pauschal verdammen, weil einige davon schwerkriminell geworden sind. Dieselbe Strategie wird gegen zig andere Gruppen eingesetzt, von Homosexuellen bis zu Muslimen. Mir fehlt dafür jegliches Verständnis. Nur wenn man im Pick-Up Massen von gewaltverherrlichendem, Frauen herabsetzendem Material fände – also etwa wie analog im radikalen Feminismus – wäre diese Kritik angemessen.

          Wenn jemand einen klassischen Flirtratgeber benutzt, um sich eine Frau zu angeln, die er dann vergewaltigt und zerstückelt, werden dann Flirtratgeber von den Medien als Terrorinsturment dargestellt? Natürlich nicht. Matze hat vollkommen Recht: Die Medien und Feministinnen haben dasselbe Problem mit Pick-up wie mit Maskulismus: Geholfen werden soll damit vor allem Männern, und DAS DARF NICHT SEIN. Im Gegensatz zum Heiligen Feminismus soll es als brandgefährlich erscheinen, sobald sich jemand um Männer kümmert.

          Von Maximilian Pütz gibt es übrigens eine öffentliche Erklärung zu Julian Blanc: „Julien Blanc ist ein frauenverachtendes unsicheres Arschloch.“ Bei der Art, wie sich einige Leute aufführen, bin ich mir aber sicher, dass das als Distanzierung nicht ausreichen wird.

        • @Robin: „Ja, EBEN. Warum dann das “soll”?“
          Es ist lediglich eine Darstellung des Vorwurfs, welche ein Zutreffen dessen nicht in Frage stellt. Das ist eine verbreitete Interpretation, siehe auch dieses Beispiel aus der FAZ: „Der frühere Büroleiter des Grünen-Politikers Tom Koenigs ist wegen Kindesmissbrauchs zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er wird beschuldigt, sich in 40 Fällen an zwei Kindern vergangen zu haben.“
          http://www.faz.net/aktuell/politik/giessen-tom-koenigs-ex-bueroleiter-wegen-missbrauch-verurteilt-13270756.html

  4. wie gut, dass ich mit meinen 65kilo hoffentlich zu fett für ihn bin.

    Da ist ja nun ganz klar die Grenze zur sexuellen Nötigung überschritten und das öffentlich Propagieren zu lassen, ist auch keine Toleranz Andersdenkender. Man kann mit Menschen so ziemlich alles machen, einvernehmlich.
    Aber man fasst fremde Menschen nicht einfach an, würgt sie oder fasst sie an den Genitalien an oder drückt sie gegen die eigenen Genitalien.
    Zumindest dachte ich das bisher.

    Im Grunde scheint er Anleitung zu missbräuchlichen Beziehungen oder Interaktionen geben zu wollen. Kann von Fall zu Fall sicher funktionieren (Josef Fritzl war ja auch lange verheiratet und seine Frau hat nie was gesagt oder gefragt), aber es ist der reinste Seelenfick,

    Und wenn die Japanerinnen so easy sind, soll er doch einfach ein Reiseunternehmen aufziehen.

    • Er scheint (ich kenne ihn erst seit wenigen Tagen) halt einer von denen zu sein, die früher Pech hatten, unbeliebt waren o.ä. und das nun als Legitimation nimmt, sich zu „rächen“. Zumindest schimmerte das so durch, er deutete so was an.
      Dabei ist das dämlich. Rächen kann und sollte man sich wenn überhaupt nur an den Individuen, die gemein zu einem waren und nicht an der zugehörigen Gruppe.

      Wobei ich den in dem Link gezeigten ersten Text völlig ok finde. Also, dass er jemanden nach Sex fragt, finde ich nicht „ungehörig“ oder so.

      Allerdings sieht man, dass da wenig „hinter“ ist (also dass er eben nicht wirklich „nett“ ist), wenn er kurz darauf völlig ausrastet und wüste Beschimpfungen ausstößt, weil ihm die flapsige Antwort nicht gefällt.
      Der ganze Rest „Hihi, mein Vater wurde heute beerdigt, meine Schwester wurde vergewaltigigt, wollen wir was trinekn gehen“ und alles andere ist öhm….

      So ähnliche Männer, die einem wirklich jeden Scheiss erzählen, Sachen von denen man denkt, bei sowas würde doch keiner lügen, gibt es aber leider wirklich. Die können jede Menge generelles Vertrauen kaputt machen und wenn sie gut schauspielern können, merkt man es wirklich erst, wenn es zu spät ist 😦
      Ok, es gibt natürlich auch Frauen, die Männer ausnutzen und sich dann scheiden lassen oder so, aber ob das eine Rechtfertigung ist?

      Viel gruseliger als ihn finde ich aber die Männer, die von ihm lernen wollen.

      Dieser deutsche Glatzkopp PU, Name vergessen, scheint ja noch ganz ok zu sein, aber der hier…“Pffft“ um es in seinen Worten zu sagen^^

    • DAS soll Julien geschrieben haben? Das bricht mit allem was PUA/RSD lehren. Würde Julien so mit einer Frau schreiben, mit der er schlafen möchte? Nein. Dazu weiß er zu genau was er tut.

      Mehrere Nachrichten nacheinander. Check.
      Absichtlich schlechter Einsatz von Emoticons. Check.
      „Please Respond“. Check.
      http://www.urbandictionary.com/define.php?term=Please%20respond

      Ich könnte Seiten füllen was hier alles falsch gemacht wird. Jede Nachricht ist eine Katastrophe und dies scheint gewollt. Wer hat das zeug geschrieben? Keine Ahnung. Aber sicher ist, dass es trolling ist und kein ernsthafter Anmach versuch.

      Wie man richtig Tindert: http://fullofthot.wordpress.com/

  5. Hier hätte ich mir eine deutlicher Distanzierung gewünscht, Christian. Was Julien Blanc in dem Video tut ist einfach nur verachtenswert. Die unterschiedliche Kultur der Japaner wurde hier ja schon beschrieben, aber auch in Deutschland wäre so ein Verhalten einfach nur erbärmlich. Übrigens wird so was natürlich auch in Asien diskutiert (was ja auch schon die japanischen Untertitel unter dem Video zeigen) und natürlich trägt das nicht gerade zum guten Ruf weißer Männer dort bei…

    Und natürlich ist es auch vollkommen gerechtfertigt, RSD Seminare zu stören oder zumindest zu boykottieren. Eine Firma macht sich nunmal mit dem Handeln eines ihrer Mitarbeiters gemein, wenn sie sich nicht von diesem distanziert bzw. ihn auch diszipliniert. In diesem Fall wäre natürlich eine Entlassung angemessen.

    • Obere Hälfte: zustimmung
      Untere Hälfte:
      Du kannst die Veranstaltungen Boykottieren, indem Du nicht hingehts.
      Du kannst auch infomaterial verteilen, dass darüber informiert, was da deiner Meinung nach falsch läuft.
      Aber so lange da nichts ungesetzliches passiert, hast du gefälligst zu unterlassen, eine solche Veranstaltung zu stören.

  6. Wie hier schon einige ausgeführt haben, ist Julian’s Art sicherlich fragwürdig, aber aus einem geschmacklosen Verhalten einen „Vergewaltigungs-Guru“ zu zimmern, dem frau Einreiseverbot erteilen will ist völlig überzogen.

  7. Habe heute eine email bekommen, mit der Bitte / Aufforderung, sie möglichst weiter zu leiten.
    Logischerweise kann ich die nicht verlinken kann, und deren reißerische Formatierung kann ich ebenfalls nicht wiedergeben.

    Aber gut, komme ich mal der Aufforderung nach 😀 und leite die Mail nach hier drin. Sie lautet.

    Liebe Freundinnen und Freunde in Deutschland,

    Julien Blanc und seine Kollegen verbreiten Gewalt gegen Frauen unter dem Deckmantel von „Dating-Tipps“. Heute erreichen sie Deutschland. International steigt der Druck — unterzeichnen Sie jetzt, um den Frauenhassern ihre Plattform zu entziehen:

    unterzeichnen
    in Japan ermutigte Julien Blanc Männer: „Jungs, packt sie euch einfach.“ In manchen Seminaren propagiert er, Frauen zu würgen. Er ist ein Prediger der ‚Rape Culture‘. Und heute kommt seine „Lehre“ nach Deutschland — es sei denn, wir stoppen sie.

    Selbsternannte „Pick Up Artists“ wie Blanc und ‚Ozzie‘ stehen für frauenverachtendes Verhalten — und heute wird ihre Firma Real Social Dynamics in Berlin aktiv, bald darauf in München. Doch sie haben ein Problem: Nach globalen Protesten haben Brasilien und Australien Blanc diese Woche sein Visum entzogen! Dies ist der perfekte Moment, um auch in Deutschland Alarm zu schlagen und dem sexistischen Treiben ein Ende zu setzen.

    Diesen Männern in Deutschland eine Plattform zu bieten, sendet eine verheerende Nachricht: dass Frauen Objekte sind, die es zu manipulieren und auszunutzen gilt, und dass sexuelle Gewalt legitim ist. Handeln wir jetzt: Hotelmanager sind schon jetzt sehr nervös. Wenn 150.000 von uns unterzeichnen, können wir sie dazu bringen, die Vergewaltigungs-Workshops abzublasen. Und wenn nötig werden wir am 11. Dezember vor dem Hotel in München die Hölle los machen. Unterzeichnen Sie jetzt und verbreiten Sie die Petition:

    https://secure.avaaz.org/de/julien_blanc_de_ven_full/?bffihbb&v=48478

    Vergewaltigungen sind mehr als nur ein körperlicher Akt: Sie sind Teil einer bestimmten Kultur. Und jede Kultur hat ihre Lehrer, Prediger und Gurus. Julien Blanc und Ozzie sind zwei von ihnen. Und leider ist die sogenannte ‚Rape Culture‘ auch In Deutschland verbreitet. Laut der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes erfahren rund 25 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt (oder beides). Und unter dem Hashtag #Aufschrei schildern Frauen den alltäglichen Sexismus, dem sie in Deutschland begegnen. Julien Blanc und seine Jünger sind die „Prediger“, die Deutschland am allerletzten braucht.

    Einige von Blancs Verfechtern finden das alles nicht so wild – schließlich bringe er schüchternen Männern lediglich bei, wie sie auch mal flachgelegt werden. Stimmt aber nicht. Julien Blanc verbreitet das Einmaleins der „Rape Culture“. Von einem psychisch instabilen Unbekannten in einer dunklen Gasse vergewaltigt zu werden, ist nämlich die Ausnahme. Häufiger ist es so, dass einem ein Mann auf einer Party zu nahe kommt. Oder dass einem Drogen ins Getränk gemischt werden. Oder dass ein Mädchen gezwungen wird, etwas zu tun, was sie eigentlich nicht will.

    Weltweit bestätigen internationale Organisationen, dass die meisten Opfer sexueller Gewalt ihre Vergewaltiger kannten. Die Kultur, die dies möglich macht, wird durch solche Nachhilfestunden für unsichere Männer, wie sie Frauen manipulieren, zwingen oder missbrauchen können, perpetuiert. Nachhilfestunden, in denen Männern gezeigt wird, wie sie Frauen manipulieren, zwingen oder missbrauchen, fördern eine Kultur, in der Vergewaltigungen geduldet werden.

    Laut Internet- und Medienberichten soll dieses Wochenende ein Seminar in Berlin stattfinden. Weitere Veranstaltungen sind in München und Hamburg geplant. Und wenigsten einer der RSD-Trainer verfügt mit großer Wahrscheinlichkeit bereits über Reisefreiheit in Europa. Aber wenn die Veranstaltungsorte keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, müssen die Frauenhasser ihre Seminare abblasen und Einnahmen einbüßen. Fordern wir jetzt Maßnahmen, damit Julien Blanc & Co keine Bühne bekommen:

    https://secure.avaaz.org/de/julien_blanc_de_ven_full/?bffihbb&v=48478

    In Brasilien haben diese Woche über 300.000 Avaaz-Mitglieder daran mitgewirkt, dass Julien Blanc keine Einreiseerlaubnis erhalten hat. Gemeinsam wollen wir den Krieg gegen Frauen beenden und dafür sorgen, dass Vergewaltigungen in keiner Kultur geduldet werden. Julien Blanc sein Geschäft zu vermiesen ist nur ein Teil davon. Doch hiermit können wir beweisen, dass unsere Gemeinschaft, wenn sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammenkommt, gemeinsam Wunder bewirken kann.

    Voller Hoffnung,

    Pascal, Daniel, Joseph, Luis, Caroline, Antonia, Anne, Ricken und das ganze Avaaz-Team

    Weitere Informationen:

    Dating-Tipps von Pick Up Artists: Anbaggern oder vergewaltigen? (Taz)
    http://www.taz.de/Dating-Tipps-von-Pick-Up-Artists/!149323/

    Stadtratsfraktion: Protest gegen „Aufreiß“-Coach (TZ)
    http://www.tz.de/muenchen/stadt/pick-up-artist-protest-gegen-julien-blanc-aufritt-muenchen-4441845.h

    Sexuelle Gewalt in Deutschland (Terre des Femmes)
    http://frauenrechte.de/online/images/downloads/hgewalt/Sexuelle-Gewalt-in-Deutschland.pdf

    Facebook-Gruppe gegen Auftritt in Berlin
    https://www.facebook.com/events/1498651573742783/

    Julien Blanc: Petition fordert Visa-Entzug für Pick Up Artist (The Guardian, Englisch)
    http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2014/nov/10/julien-blanc-petition-urges-uk-deny-visa-pick-up-artist

    ‚Dating -Berater‘ Julien Blanc aus Australien ausgewiesen (The Washington Post, Englisch)
    http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2014/11/10/dating-coach-julien-blanc-kicked-out-of-australia-for-his-controversial-tactics/

    Ist dies der meistgehasste Mann der Welt? (Time, Englisch)
    http://time.com/3578387/julien-blanc-feminism-real-social-dynamics/

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    • @maddes8cht

      Selbst wenn man Julien als übergriffig ansieht – was bei den Passagen mit dem Kopf ohne weitergehende Interaktion herunterdrücken aus meiner sicht sehr deutlich der Fall ist – steht dazu diese Hexenjagd und dieser moralische Aufschrei und die Einbettung in eine „Rape Culture“ in keinem Verhältnis.

      Julien ist hier wohl auch eher der Strohmann, der gut zur Dämonisierung und als Feindbild taugt.

      • Gib mir mal ein Beispiel für eine Frau, die propagiert hat, ähnliches Verhalten bei nichtsahnenden Männern an den Tag zu legen (oder auch nur etwas gleichwertig Aggressives, aber bitte wirklich etwas *Tätliches*, nicht irgendwelche großspurigen Männerhass-Bekundungen), und dies auch selbst in Videos praktiziert hat, dafür einen (wohlverdienten) Shitstorm geerntet hat, und dass das dann als Zeichen für unsere frauenfeindliche Gesellschaft ausgelegt wurde.
        Und zwar *nicht* nur von ein paar Webfeministinnen (denn dass Maskulisten auf der anderen Seite so einiges als Zeichen „unserer misandrischen, gynozentrischen Gesellschaft“ auslegen, ist ja kein Geheimnis).

        • @shark

          Müsste man ja wahrscheinlich übertragen, Männer würden eher für Sex ausbeuten, Frauen wohl eher für Geld.
          Das wären dann also Tipps, wie man einen Mann (oder Männer) zu einem Sugardaddy macht und dabei mit verhältnismäßig geringen Aufwand ein gutes Leben hat.

          Ich meine da gibt es einige Foren zu. Neulich hatte ich was über einen Blog mit Tipps gelesen. Muss mal meine gesammelten Links durchwühlen.

          Einen Shitstorm gab es aber meines Wissens nach zu so etwas noch nicht

    • @Christian:
      richtig, ich finde dieses Paphlet sehr extrem.
      Ich abe das nicht hier gepostet, weil ich dem zustimmen würde, sondern um zu zeigen, wie radikal da wieder vorgegangen wird.
      Dass ich mir gewünscht hatte, dass Du dich deutlicher distanziert, heißt nicht, dass ich finde, so eine Hexenjagd sei gerechtfertigt, oder jemand hier sollte das mitmachen..

    • Hatte das Video schon Freitag gesehen. Die ganzen Teile seiner Kurse in denen er frauenfeindliches sagt, wurde herausgeschnitten, weil im Hintergrund immer dann gerade eine Sirene lief!!! ^^

      Ich denke auch, dass was die PU-Gegner sehen wollten, haben sie gesehen. PUAs agieren menschenverachtend, alle! Also kein Grund es näher zu beleuchten.

      Aber Blanc muss sich schon selbst fragen, warum er diesen frauenfeindlichen Kram gesagt und gemacht hat. Sowas ist einfach respektlos und zurecht verurteilenswert. Damit wird er jetzt erstmal als prominetes Negativbeispiel dienen.

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