Schwules Coming Out

Adrian setzt sich mit einer Kritik an der Art,. wie der Apple CEO Tim Cook sein Coming Out hatte auseinander.

Die oben verlinkte FAZ gibt diesen wie folgt wieder:

Apple-Chef Tim Cook hat sich öffentlich über seiner Homosexualität geäußert. „Ich bin stolz, schwul zu sein“, schrieb der 53 Jahre alte Manager in einem Beitrag für das amerikanische Wirtschaftsmagazin „Businessweek“. Viele Kollegen von Apple wüssten das bereits, schrieb er. Allerdings hatte er sich bisher nie öffentlich dazu geäußert. „Während ich meine sexuelle Orientierung nie bestritten hatte, habe ich sie auch nie öffentlich bestätigt, bis jetzt“, schreibt er in dem Artikel. Er hoffe, dass sein Schritt anderen helfen oder sie inspirieren könne.

Die Kritik von Prof Buchholz lautete dabei wie folgt:

Na und? Und was soll das? Sollen jetzt aus Gründen der Parität alle Heterosexuellen erklären, sie seien stolz darauf, heterosexuell zu sein und eigene Kinder zu haben? Oder gibt es demnächst Pressekonferenzen darüber, dass sich jemand als Marzipanliebhaber outet? Oder als Weinliebhaber? Oder als Schnapstrinker? Verschiedene Menschen haben eben verschiedene Präferenzen und leben danach. Kein Problem. Jeder solle auf seine Weise selig werden, meinte dazu mal trocken der seinerzeitige, recht bekannte preußische Monarch. Leben Sie Ihr Privatleben,  ich lebe das meine. Und das geht niemanden etwas an. Und noch etwas: ich möchte mit Ihren privaten Angelegenheiten bitte nicht belästigt werden! Könnten Sie die zukünftig bitte für sich behalten?

Adrian kritisiert dazu, dass Buchholz ebenfalls seine Sexualität darstellt, eben in dem er angibt, dass er verheiratet ist uns eine Tochter hat. Wenn die Homosexualität so privat ist, warum sollte man dann andere mit seinem heterosexuellen Familienleben belästigen? Das ist letztendlich ja nur der Hinweis darauf, dass Heterosexuelle ebenfalls ihre Sexualität darstellen, es eben nur nicht so auffällt, weil diese der Normalfall ist.

In den Kommentaren bei Adrian war bereits darauf hingewiesen worden, dass das „Stolzsein“ in Amerika anders zu lesen ist als in Deutschland, dort eben ein üblicherer Begriff ist und eher für die Abwesenheit vom Scham steht. Also zu einem dazu stehen und es als Teil seine selbst sehen.

Adrian selbst führt in den Kommentaren aus:

“Stolz” ist ein sehr breit zu definierender Begriff. Stolz ist oftmals das Gegenteil von Scham. Viele Homos, die sagen, sie seien stolz homo zu sein, meinen damit, dass sie sich dessen nicht (mehr) schämen, dass sie endlich zu sich selbst stehen (können). Als Hetero gibt es keinen Grund, auf seine Heterosexualität in diesem Sinne stolz zu sein, weil keinem Hetero suggeriert, Heterosexualität sei etwas, dessen man sich schämen müsse.

Das ist aus meiner Sicht auch relativ leicht nachzuvollziehen: Homosexualität und Heterosexualität haben eben noch nicht die gleiche Akzeptanz. Und das noch viel weniger in Amerika mit seinem Biblebelt etc.

Ich verweise noch einmal auf diese Grafik:

Homosexualität Deutschland Akzeptanz

Homosexualität Deutschland Akzeptanz

Wie man dort sieht finden immerhin 37% der Amerikaner Homosexualität unakzeptabel, 23% finden die akzeptabel und 35% finden, dass es nichts mit Moral zu tun hat. Wer sich als in der Öffentlichkeit stehend zu einem Verhalten bekennt, welches 37% seiner Landsleute unakzeptabel finden, der hat eben auch durchaus berechtigte Sorgen, wie dies angenommen wird und er wird andere Worte wählen um deutlich zu machen, dass er sich ganz bewusst dafür entscheidet, dies nach außen zu tragen.

Ein Heterosexueller muss sich wohl allenfalls outen, wenn er in einer sehr starken Schwulen-Community aufwachsen und Leben würde und dazu noch eher klischeehafte Anzeichen dafür, dass er homsoexuell sein könnte. Er muss sich aber eben nicht fragen, wie Leute darauf  reagieren.

Einem Homosexuellen vorzuhalten, dass er also eine entsprechende Mitteilung dieser Art hat und der Presse vorzuhalten, dass sie darüber auch berichtet, dass finde ich wiederum recht unverständlich. Ich finde es gut, wenn Leute zu ihrer Homosexualität stehen und dies nicht länger verstecken müssen. Es ist schade, dass viele Leute dies, gerade wenn sie in der Öffentlichkeit stehen, immer noch herauszögern und ein Versteckspiel spielen müssen. Aber das diesen Leuten dann vorzuhalten erscheint mir tatsächlich etwas als arrogant und „privilegiert“. Sicherlich gibt es auch andere Beispiele, die einfach ein schwules Leben gelebt haben als deswegen eine Presseerklärung abzugeben – diese waren vielleicht aber auch in anderen Situationen.

Es ist aus meiner Sicht auch keine Belästigung, wenn man so etwas verlautbart. Der Vorhalt, dass es eine Belästigung sei, hat eher selbst einen homophoben Beigeschmack: Denn was ist genau die Belästigung daran, dies festzustellen, wenn es nach der Aussage des Autors ganz alltäglich ist? Bei der Meldung „Wasser ist nass“ würde man wohl auch nicht davon sprechen, dass man dadurch belästigt wird, man würde es wohl gelangweilt überblättern.

Und welche Details sollen da die Belästigung darstellen? Er hat schlicht mitgeteilt, dass er schwul ist, mehr hat er nicht gemacht. Es folgten keine Schilderungen sexueller Praktiken oder andere Details, die man als belästigend empfinden könnte.

Ich begrüße es, dass Leute auch in hohen Positionen, sich „outen“, auch wenn es sicherlich schön wäre, wenn sie nicht das Gefühl hätten, dies erst mit ziemlicher zeitlicher Verzögerung machen zu können. Ich hoffe für jeden, dass er danach positive Erfahrungen macht in dem Sinne, dass die Leute ihn nicht anders behandeln als vorher. Natürlich wäre es schön, wenn diese Erklärungen nicht mehr abgegeben werden müssten. Aufgrund des Umstandes, dass Heterosexualität aber einfach wesentlich verbreiteter ist, wird es denke ich – wenn nicht in der Person desjenigen besondere Umstände vorliegen, die einem eher glauben lassen, dass er homosexuell ist – immer eine Art von Norm bleiben.

156 Gedanken zu “Schwules Coming Out

    • Christian

      Bei der Meldung “Wasser ist nass” würde man wohl auch nicht davon sprechen, dass man dadurch belästigt wird, man würde es wohl gelangweilt überblättern.

      Du hast es fast erfaßt. Warum behelligt uns jemand mit der Aussage, Wasser sei naß und daß er darauf stolz sei, dies auszusprechen? Was soll also diese mediale Inszenierung?

      Daß jemand wie Buchholz verheiratet ist und Kinder hat, ist eine übliche Information, nicht aber daß er heterosexuell ist oder mit einer Freundin zusammenlebt. Das Heiraten und die Familie machen den Unterschied.

      Christian und andere sind so zwanghaft homophil, daß ihnen diese Details wohl nicht auffallen. Es ist ärgerlich, wie sehr sich Christian der Homo-Ideologie anbiedert.

      Eine Ironie hat die Geschichte aber noch: Aus meiner Sicht ist Homosexualität bekanntlich pathologisch. Sie wird nie normal sein und man wird immer stutzen, wenn jemand sich outet oder so tut, als sei es als Mann völlig normal und selbstverständlich zu behaupten, man lebe mit einem Freund zusammen und nichts ist gewesen.

      Das ist lächerliches Gutmenschentum. Homosexualität ist eben etwas Befremdliches. Insofern ist es verständlich, wenn sich jemand outet.

      Unverständlich ist es, wie Leute ernsthaft glauben können, der Umgang mit Homosexualität sei irgendwann so selbstverständlich wie mit Heterosexualität.

      • „Homosexualität ist eben etwas Befremdliches.“

        Finde ich nicht. Ich finds geil 🙂

        „Es ist ärgerlich, wie sehr sich Christian der Homo-Ideologie anbiedert.“

        Aber echt. Und ich bezahle ihn nicht mal dafür 😀

  1. Schwieriges Thema. Was ist ein normaler toleranter Umgang. Ich bin da radikal, it does not matter. Daher halte ich es für befremdlich, zu sagen: ich bin schwul.

    Warum macht man es nicht wie die hetreosexuellen? Ich habe einen freund, ich lebe mit meinem Mann zusammen? Find ich besser und vollkommen normal. Erst durch solche inszenierten coming outs wird homosexualität etwas anderes, etwas besonderes, etwas worüber man gesondert sprechen muss. Genauso wie mit irgendwelchen diversity gedöns wie aktuell von tauber cdu: die cdu muss weiblicher werden. Was für ein bullshitsatz. Es ist nichts besonderes wenn frauen in einer Partei sind, diese herausstellung schafft Differenz und Ungleichheit. Genau das was ja verhindert werden soll.

    Ich sehe das maximal tiefenentspannt. Wenn einer in seinem cv angibt frau und Kinder zu haben ist das qualitativ anders, als auf einer Konferenz zu sagen: ich bin schwul.

    • „Warum macht man es nicht wie die hetreosexuellen? Ich habe einen freund, ich lebe mit meinem Mann zusammen?“

      Weil nicht jeder einen Freund hat, und mit einem Mann zusammenlebt, und man trotzdem immer wieder in die Situation kommt, für einen Hetero gehalten zu werden.

      „Erst durch solche inszenierten coming outs wird homosexualität etwas anderes, etwas besonderes, etwas worüber man gesondert sprechen muss.“

      Solch inszenierten Coming Outs bekannter Persönlichkeiten erhöhen die Sichtbarkeit. Gerade für homosexuelle Jugendliche ist das enorm wichtig, zu wissen: „Ah, der auch.“

  2. Egal, wie breit man die Bedeutung „proud“ nun setzt, es ist eine definitiv positive Konnotation.

    Ich möchte mal erleben was passiert, wenn ein Manager sich in einer Pressemitteilung darüber äußert, dass er heterosexuell und darauf stolz sei.

      • @ christian

        Die „Vorbehalte“ gegen Homosexualität in den westlichen Ländern werden meines Erachtens überschätzt, respektive funktionalisiert.

        Außerdem gibt es auch Vorbehalte gegen „Heten“, Rechte, Linke, Frauen, Männer und Linksträger.

        Homosexualität wird nie „normal“ sein, also auch nie von der Mehrheit der Bevölkerung als „normal“ erlebt werden. Das ist nicht schlimm. Homosexuelle können ohne Benachteiligung ihre Sexualität offen leben, das reicht.

        Ich sehe keine Veranlassung zu ostentativen Bekenntnissen im Sinne emanzipatorischer Maßnahmen im Jahr 2014.

        In Sachen Cook glaube ich übrigens in erster Linie an eine PR Aktion zur Kundenbindung, das nur nebenbei.

        „Und “ich bin stolz deutsch zu sein” hat eben auch hier eine andere Bedeutung als der Satz “proud to be an american”“

        Yep, Du unterwirfst Dich der ANTIFA-Sprachpolizei…jeder der „stolz“ auf Deutschland ist, ist ein Nazi.

        Ich bin durchaus der Meinung, dass man als Deutscher genauso seinen Stolz auf sein Land äußern kann, wie als US-Amerikaner.

        Du nicht?

        • @ kinchun

          Och, selbst hier wurde ich schon als Hete geschmäht, wenn ich recht erinnere! 😉

          „In Deutschland zumindest nicht.“

          Das glaubst Du auch noch, oder?!

        • @ kinchkun

          „Inwiefern sind Homosexuelle in Deutschland nicht diskriminiert?“

          Interessante Argumentation. Du unterstellst Diskriminierung und ich soll aufzeigen, inwiefern KEINE Diskriminierung vorliegt?!

          Das üben wir nochmal….

        • @ kinchkun

          Was mir gerade auffällt:

          Ich bin Dir voll auf den Leim gegangen, indem ich Deine Gleichsetzung von „Vorbehalt“ und „Diskriminierung“ stillschweigend geschluckt habe.

          Alter Schlingel!

          😉

        • Du sagst, Homosexuelle können ihre Homosexualität _ohne Benachteiligung_ offen ausleben. Dass sie nicht diskriminiert werden ist dafür eine notwendige Bedingung. Diese Behauptung kannst du irgendwie belegen, oder?

        • @ ratloser

          Nun, ich denke, dass eine Nichtdiskriminierung nicht belegt werden braucht.

          Ein Beweis von Abwesenheit macht wenig Sinn, wenn Du doch sicher den Beweis der Anwesenheit belegen kannst!

        • Ein Beweis von Abwesenheit macht wenig Sinn, wenn Du doch sicher den Beweis der Anwesenheit belegen kannst!

          Aaaaahhhh jaaaaa. Vielleicht trägst du deine Behauptungen einfach nicht als Fakten vor, wenn du sie mit keiner Silbe begründen kannst.

        • @ kinchun

          Ok, vielleicht liegts an der Bedeutung von „offen ausleben können“…meinst Du etwa, dass die strafrechtliche Verfasstheit Deutschlands ein Dir „offen“ erscheinendes Ausleben von Homosexualität nicht erlaubt.

          Mon dieu..da wird mir ganz schwummrig…

          Wie sähe denn dann ein „offenes Ausleben“ aus????

        • El Macho: „Gibt es denn aktuell irgendwelche Homosexuelle diskriminierenden Gesetze oder Vorschriften in Deutschland?“
          Kinchkun „Ja“

          Dann nenne mir mal diese Gesetze und Vorschriften die Homosexuelle diskriminieren.

    • Es gibt einen Grund warum diese Leute es unbedingt öffentlich machen wollen. Da fallen mir auf Anhieb die UNO Agenda und Aldous Huxley. Inzwischen gibt es noch radikalare Vorstellungen über den Genderismus.
      Z.B. von der Postfeministin Donna Haraway:
      Durch die Hybridisierung der Menschen mit Maschinen sollen Zwitterwesen entstehen, Cybernetic organisms oder kurz Cyborgs, die die alte Trennung in Adam und Eva überwinden. In ihrem „Manifest für Cyborgs“ (1995) träumt sie von einer „Neuerfindung der Natur“…
      „Im späten 21. Jahrhundert, in unserer Zeit, einer mythischen Zeit, haben wir uns alle in Chimären, theoretisierte und fabrizierte Hybride aus Maschine und Organismus verwandelt, kurz, wir sind Cyborgs.“ Haraway träumt von einem neuen Geschlecht namens MannFrau in Anlehnung an die Erfindung der OncoMouse…
      http://kreidfeuer.wordpress.com/2014/05/23/genderitis-es-geht-noch-perverser/

      Das gleiche trifft auf Sibylle Lewitscharoff, ebenfalls eine mit völlig abartigen surrealen Bemerkungen über die natürliche biologische Befruchtung und die Reproduktionsmedizin…

  3. Wenn sich die Chinesen die Verteilung der weltweiten Akzeptanz von Homosexualität ansehen, dann bringen sie vielleicht bald ein iPhone für Heteros heraus und framen das Apple-iPhone als Modeaccessoire für Schwule.

    Mal sehen,wie sich dann die Verkaufszahlen weltweit entwickeln.

        • @ ratloser

          Klar ist das ein Webegag der Apfelbauer. Hab ich @ Adrian auch schon in seine Kommentarfunktion geschrieben.

          Er aber redet was vonganz tollem Vorbild für LGBT Bewegungsmenschen.

          Ich hab vorgeschlagen, man sollte dies ganz im Sinne und frei nach Facebook doch „56 – 2 Movement“ nennen.

          Mit Schwulsein Geld verdienen …

        • @ ddbz

          Das mit dem „Krieg gegen die Frauen“ ist ein Beispiel dafür, dass trotz massenmedialer Dauerpropaganda ein gewisses Maß an Verstiegenheit nicht überschritten werden darf.

          Ohne das Monopol auf die Stimmen der Frauen und Schwarzen bekommen die Demokraten in den USA ein ernsthaftes Problem.

          Wobei das Abwatschen von Obama´s Traumtänzergruppe noch viele andere, handfeste Gründe hat.

        • @ratloser

          *Die Aktion in Russland samt der massenmedialen Verbreitung spricht für eine PR-Aktion.*

          Wenn Apple ein angreifendes Unternehmen wäre, das um jeden Preis nach oben will, hielte ich das auch für möglich.

          So aber, als Marktführer, glaube ich nicht daran.

          Denn die Strategie – wenn es denn eine ist – wäre hochriskant.

          Wie gesagt: ein skrupelloser Konkurrent muss nur in die offene Flanke hineinstoßen und das Applephone als „gay“ framen.

          Kann sehr subtil geschehen.

          Das eigene Produkt als betont männlich-hetero darstellen.

          Schau Dir die Verteilung an: prohomosexuelle Mehrheiten gibt es nur bei den sterbenden Völkern.

          Dort würde ein „Heterophone“-Unternehmen Marktanteile verlieren.

          Aber auf den großen, wachsenden Zukunftsmärkten bei den aufstrebenden Milliardennationen (Indien, China vorneweg) könnten sie mit Antigay-Werbung Kasse machen.

          Und wenn unsere Westmedien tobten – umso besser. Der dekadente Westen ist weltweit nicht sehr beliebt, das übersehen unsere „Liberals“ in ihrem Wolkenkuckucksheim völlig.

        • @ roslin

          Die Markentreue zu Apple (die in all ihren Produktsegmenten zunehmend unter Konkurrenzdruck stehen) wird als emanzipatorischer, politischer Akt suggeriert.

          Gleichzeitig assoziiert der Apple-Kunde den Gedanken eines Markenwechsels mit möglicher eigener „Homophobie“…ein Graus für jeden Gutmenschen, der ja schließlich virginös frei von Ressentiments, Vorurteilen und allen kognitiv nicht zu steuernden emotionalen Dynamiken zu sein beansprucht.

          Das bisherige typische Apple-Publikum dürfte solch einer narzistischen Selbstaufladung durchaus zugänglich sein.

          Ob global gesehen die Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten.

        • @ ratloser

          *Ohne das Monopol auf die Stimmen der Frauen und Schwarzen bekommen die Demokraten in den USA ein ernsthaftes Problem.*

          Wenn die Republikaner auch hier (in Analogie zum „Gayphone“) die Strategie ihrer Gegner (Demokraten als Organisatoren der koalition der Minderheiten und Sozialstaatsalimentierten) umkehrten und als die Weiße Partei der Sozialstaatfinanzierer/Steuerzahler aufträten, fiele die Koalition der Minderheiten wahrscheinlich auseinander.

          Die ja sehr disparat ist (Blacks und Hispanics entschieden antigay, Singlefrauen entschieden pro z.B.).

          Sie tun es (noch) nicht, weil sie Angst vor der linken Propagandamaschine haben (Reps = DIE RASSISTENPARTEI) und weil ihre Geldgeber ebenso wie die Demokraten offene Grenzen und Masseneinwanderung wollen (die einen, um die Löhne niedrig zu halten, die anderen, um die Sozialstaatsklientel = ihr Wählerpotential zu erhöhen).

          Je mehr die Reps aber so oder so als DIE WEISSEN RASSISTEN (Partei der pale stale males) geframed werden von NYT, WaPo usw., desto weniger Skrupel hat man gerade an der Basis der Republikanischen Partei (Teaparty!), ganz bewusst als die Weiße Partei der Leistungsträger aufzutreten.

          Das würde übrigens die große Gruppe der Hispanics wahrscheinlich spälten, von denen viele ja tatsächlich Weiße oder zum großten Teil weiß sind.

          Die würden, wenn ich die Reps positiv mit Status auflade, vielleicht wechseln.

          Ebenso wie viele der Asians, die ja auch eher zu den Einzahlern gehören, weniger zu den Kostgängern (wie Mestizen, Blacks,Singlefrauen).

        • @ roslin

          Massenpsychologisch heikel.

          Natürlich betreiben die Demokraten eine ganz offen rassistische Wähler-Politik, in dem sie die Rassenfrage am Kochen halten. Bisher ja auch mit Erfolg, Obama bekam jeweils über 90% der Stimmen der schwarzen Community…man überlege, der Kandidat der Republikaner bekäme 90% der Stimmen der Weißen.

          Das immanente Apoptose-Prinzip der Massendemokratie sieht vor, dass ab dem Erreichen einer Majorität von Transferempfängern die politische Ordnung den Bach runter geht.

          Eine Zuspitzung von Seiten der politischen Leistungsvertreter dürfte vermutlich zur Monopolisierung der Stimmen der Transferempfänger für die Egalitaristen und „Antirassisten“ führen (analog der ethnisch homogenen Stimmenabgabe für Obama durch die Schwarzen), aber zu keiner Monopolisierung der Stimmen der Leistungsträger, da von denen unverändert bis zum Aufschlagen der politischen Konsequenzen vor der eigenen Haustür tapfer der Propaganda der Egalitaristen und „Antirassisten“ auf den Leim gehen.

          Im übrigen sehe ich in den USA die Republikaner nicht als wirklichen politischen Antipoden zu den Demokraten.

        • @ ratloser

          *Im übrigen sehe ich in den USA die Republikaner nicht als wirklichen politischen Antipoden zu den Demokraten.*

          Ich auch nicht (es sei denn, die Tea Party setzt sich durch innerhalb der Reps, muss ja gegen das eigene Finanzoligarchenestablishment mindestens so massiv ankämpfen wie gegen die Demokraten und ihre journalistischen Einpeitscher).

          Aber auch das ist kein Alleinstellungsmerkmal der USA.

          Wo ist denn die parteipolitische Alternative zur ALTERNATIVLOSEN Politik bei uns?

          Ich kann doch auch nur wählen zwischen Falsch und Noch-Falscher.

          Gegen die Interessen der Oligarchie der „modernen“ Konsum-/Finanzkapitalisten ist keine Politik mehr durchsetzbar.

          Man muss so oder so mit dem Teufel kooperieren, kann bestenfalls hoffen, ihn ein wenig unter Druck zu setzen, um auch mal etwas Positives für den Common Man zu erreichen.

          Mit unseren kulturmarxistisch versifften Linken ist das allerdings nicht zu stemmen.

          Nicht in den USA, nicht bei uns.

          Schwätzer und Traumtänzer, bestenfalls.

        • @ratloser

          „Die Markentreue zu Apple (die in all ihren Produktsegmenten zunehmend unter Konkurrenzdruck stehen) wird als emanzipatorischer, politischer Akt suggeriert.

          Gleichzeitig assoziiert der Apple-Kunde den Gedanken eines Markenwechsels mit möglicher eigener “Homophobie”…ein Graus für jeden Gutmenschen, der ja schließlich virginös frei von Ressentiments, Vorurteilen und allen kognitiv nicht zu steuernden emotionalen Dynamiken zu sein beansprucht.

          Ich bezweifle, dass das die Motivation beim Kauf eines Apple-Produktes ist oder dass das der Grund für den Aufstieg der Marke war.

          @Roislin

          „Das eigene Produkt als betont männlich-hetero darstellen.“

          Das wird aber keiner tun, weil man dann die Frauen als Zielgruppe verliert.
          Man könnte höchstens es so machen wie bei Überraschungseiern, eins für Jungs, eins für Mädchen.
          so wie bei Nassrasierern.

          „Und wenn unsere Westmedien tobten – umso besser. Der dekadente Westen ist weltweit nicht sehr beliebt, das übersehen unsere “Liberals” in ihrem Wolkenkuckucksheim völlig.“

          was ich für total dumme Propaganda halte. wo ist der westen denn bitte dekadenter als Indien, China oder Saudi Arabien?
          zumindest ab Mittelschicht aufwärts.

        • @ Atacama

          *Das wird aber keiner tun, weil man dann die Frauen als Zielgruppe verliert.
          Man könnte höchstens es so machen wie bei Überraschungseiern, eins für Jungs, eins für Mädchen.
          so wie bei Nassrasierern.*

          Vielleicht bei uns nicht, aber wir sind ein immer unwichtigerer Teil der Welt.

          Selbst bei uns könnte das „schwule“ Apple-Phone ja auch das für Mädchen bleiben (Eva ist mit dem Apfel doch gut bedient) und die Männer kaufen ein 10 kg schweres Teil Marke Stilhandgranate in Flecktarn-Design, Marke „Putin“, oder einfach „der Wladimir“ genannt.

          Für unsere Moslems in der Version „Kartoffelhammer“ zu haben.

          *was ich für total dumme Propaganda halte. wo ist der westen denn bitte dekadenter als Indien, China oder Saudi Arabien?
          zumindest ab Mittelschicht aufwärts.*

          Eine Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist, aus eigener Kraft die Voraussetzungen ihrer Existenz zu sichern, ist per definitionem dekadent.

          Eine ausreichende Reproduktionsfähigkeit ist eine solche Voraussetzung, sonst findet Bevölkerungsaustausch und damit Kulturaustausch statt.

          Selbstbehauptungswille und -fähigkeit gehört auch dazu, ebenfalls, scheint mir, nicht mehr in ausreichendem Maße vorhanden.

          Möchte die Probe auf’s Exempel nicht (mehr) miterleben.

          Aber sie wird kommen, verlass Dich drauf.

        • @ Adrian

          Ja, Religion scheint bei der Selbstbehauptung/Reproduktion zu helfen, steift das Rückgrat aus, begünstigt die Formation stabiler Vater-Mutter-Kind-Familien, die wichtigste Reproduktionszelle einer jeden Hochkultur, die Brutkammer ihrer Zukunft.

          http://www.michael-klonovsky.de/artikel/item/142-viva-benedetto

          Wenn die Brutkammer verfällt, braucht man kein Rückgrat mehr.

          Weil man auch keine Zukunft mehr hat.

          Deshalb gab es noch nie Hochkulturen ohne tragenden Kultus.

          Und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es auch keine geben wird.

        • @roslin
          Also das Religiösität das Rückgrat stärkt ist das lächerlichste was ich jemals gehört habe.
          Im Prinzip heißt Religiösität doch dass man Verantwortung für sein eigenes Leben abgibt, weil eh alles in Gottes Hand liegt, dass man Dinge nicht hinterfragt, weil Gottes Wege unergründlich sind.

        • @ marenleinchen

          „Im Prinzip heißt Religiösität doch dass man Verantwortung für sein eigenes Leben abgibt, weil eh alles in Gottes Hand liegt,“

          Was man so im Laufe des Lebens über die Welt gelernt hat, Marenleinchen…Slogans…griffige „Überzeugungen“…“gefühlte“ Wahrheiten…wohlig parfürmierte Gewissheiten.

          Je simpler, plakativer und einfacher die eigene Weltsicht verstärkend, um so besser.

        • Dann sei es so. Eine Gesellschaft, die nur Mitglieder akzeptiert, die einen ganz bestimmten Lebensstil führen und den Rest wie Abfall behandelt (z.B Schwule und Lesben), finde ich noch weniger rettungswürdig. Du tust grade so, als sei es notwendig, Schwule und Lesben zu verfolgen, um nicht dekadent zu sein.
          Übrigens gibt es auch sehr viele Länder die stark religiös sind, aber trotzdem bitterarm, hochkulturlos und die zwar nicht dekadent sind, aber trotzdem alles tun, um ihr tolles, nicht dekadentes Land zu verlassen, um ihm verhassten Westen leben zu dürfen.
          Ich finde Indien, China, Saudi Arabien und Russland haben selbst ziemlich viele Baustellen, aber wenn Quantität und Reproduktion für dich das einzige ist was wichtig ist, dann sind Niger, Mali und Somalia die erfolgreichsten Länder der Welt.
          Ich würde da trotzdem nicht tot überm Zaun hängen wollen.

        • @ratloser

          „Was man so im Laufe des Lebens über die Welt gelernt hat, Marenleinchen…Slogans…griffige “Überzeugungen”…”gefühlte” Wahrheiten…wohlig parfürmierte Gewissheiten.

          Je simpler, plakativer und einfacher die eigene Weltsicht verstärkend, um so besser.

          Genauso ist es. Deswegen sind auch so viele Menschen gläubig,

        • @ Atacama

          Jetzt geht´s drunter und drüber…. 🙂

          Ich finde die prinzipielle Verknüpfung der Dekadenzfrage mit der Toleranz verschiedener sexueller Ausrichtungen problematisch.

          Ein Merkmal der Dekadenz mag sein, dass es eben keine zwanglose Vielfalt gibt, sondern dass von der Norm (rein statistisch gesehen) abweichende Lebensstile aktiv propagiert und andererseits „norme“ Lebensstile aktiv abgewertet werden.

          Das heisst, von den angeblich um Entdiskriminierung Bemühten, wird permanent die Distinktionskarte gezogen.

          Das ist auch ein Punkt, der mir dieses „Diskriminierungsgejammer“ etwas verlogen vorkommen lässt.

        • @ Atacama

          „Genauso ist es. Deswegen sind auch so viele Menschen gläubig,“

          Mir scheint, die christlichen Religionen verlangen den Gläubigen ein gehöriges Maß an Eigenverantwortung ab…anyway…

          Die Form des Glaubens als Befreiung von der Last der Widersprüchlichkeit der Existenz und der Unlust der Eigenverantwortlichkeit ist nicht an Theismus gebunden.

          Linke und rechte Ideologien…charismatische Bewegungen leben auch von solchen tiefen Bedürfnissen.

        • Ja, Religion scheint bei der Selbstbehauptung/Reproduktion zu helfen, steift das Rückgrat aus, begünstigt die Formation stabiler Vater-Mutter-Kind-Familien, die wichtigste Reproduktionszelle einer jeden Hochkultur, die Brutkammer ihrer Zukunft.

          Steifes Rückgrat? Ist wahrscheinlich das Einzige, was bei Dir noch steif wird. Tippse kanns bestätigen.
          🙂

  4. @Roslin, ratloser

    Billige Arbeitskräfte und potentielle Wähler sind noch die niedlichste Variante.
    Ich glaube eher das da (wie auch in anderen Bereichen) kräftig an einer künstlichen Krise gebastelt wird.
    Die Zeit westlicher Demokratiesimulation geht zuende – die US Polizei ist mittlerweile ausgerüstet wieder die Marines.
    Kevlarhelme, Uniformen, Sturmgewehre, Bearcat Radpanzer mit Schussluken ( will man durch die USA reitende Talibanhorden mit Firepower stoppen?) -das sind Fahrzeuge zur Aufstands Bekämpfung!
    Für die vielen Fema Camps gibt’s ja auch keine vernünftige Begründung.
    Möglicherweise haben die Eliten ja Notstandsgesetze und Diktatur für uns im Blick…

  5. Ich glaube eher das die Akzeptanz von Homosexuellen überschätzt wird.
    Vieles sind pc Bekundungen, man gibt sich modern aber selbst Hollywood weiß das mehr als Küsse nicht drin sind, keiner will dabei sein wenn im Schlafzimmer das Licht ausgeht -ganz im Gegensatz zu Heteropäärchen,da fördern Gerüchte um echten Sex den Umsatz.
    Kaum eine Mutter ist wirklich glücklich wenn sie erfährt nie Enkelkinder zu haben und auch sonst ist ihr Männer Liebe dubios.
    Keine Secunde glaube ich an die Seriosität der Grande Prix Online Abstimmung – ein reines Politikum, der Stinkefinger des „fortschrittlichen“
    Europas Richtung Putin.

    • Da gebe ich dir vollkommen Recht. Nach außen kann man sich ja locker leicht tolerant geben, aber wenn es einen selber betrifft?

      Das ist wie mit dieser Conchita Wurst. Unter dem Deckmantel des Humors finden das alle total ok. Aber wehe sie werden von einem/einer transsexuellen angebaggert, dann sieht die Welt ganz anders aus.

      So nach dem Motto: Tolerant bin ich, aber nur solange ich nichts damit zu tun haben muss.

      • Das meinte ich nicht ganz… selbst wenn mich ein Schwuler oder Transsexueller anbaggern sollte hätte ich damit kein Problem.
        Die Schwulen die ich persönlich kennengelernt hab waren eher sympathisch.
        Ich meine dieses politische Hypen und als völlig Normal darzustellen, dieser Spagat zwischen Paradiesvogel und Sexmaschine als CSD und „dann hat der kleine Fabian eben zwei Papis! “
        Man glaubt mit inflationärer Präsentation dieser 3% Akzeptanz erzwingen zu können wärend der Instinkt tief drin beim Gedanken an Männersex Ekel empfindet.

        • Ich denke viele Männer haben in sich eine gewisse homosexuelle Tendenz. Keine Ahnung! Vielleicht ist es auch eher eine Neigung zur platonischen Liebe, die über Freundschaft hinausgeht. Jedenfalls ist es sehr gefährlich gerade im Jugendalter so etwas zu zeigen. Deswegen muss es innerlich unterdrückt werden. Nach außen manifestiert es sich in Ekel.

          Ich bin kein Tiefenpsychologe, aber um die Menschen dementsprechend zu einer Haltungsänderung zu bewegen, muss man sehr tief gehen. Dazu sind nur wenige bereit und für die meisten besteht auch gar keine Notwendigkeit dazu. Denn ihnen geht es ja relativ gut!

        • Ich hätte übrigens wirklich kein Problem mit schwulen/lesbischen Kindern, ich würde es mir aber deshalb nicht wünschen, weil ich Angst um sie hätte. Mehr Angst als um Heterosexuelle. Weil ich nicht der Meinung bin, dass Homosexualität gehyped und bejubelt und toll gefunden wird, weil ich der Meinung bin, dass man es als Hetero viel leichter hat und das Gefahrenpotential des Hate Crimes aufgrund der Sexualität schon mal wegfällt (außer, es ist ein total femininer Hetero, der deshalb für schwul gehalten wird). Klar, heteros kann auch alles Schlimme dieser Welt passieren. Aber bei gleicher Ausgangslage, haben Heteros einen Gefahrenfaktor weniger.

          Ekel bei dem Gedanken zu empfinden ist auch kaum ein Problem

          Es wird nur dann ein Problem, wenn die, die es nicht eklig finden oder gar mögen, schweigen sollen oder sich verstecken sollen oder totgehauen gehören – weil man es eklig findet.

          Die „beste“ Begründung für Verbot von Homosexualität die ich je gelesen habe war, dass die besagte Person, es nicht verstehen könne, weil es doch so viele schöne Frauen da draussen gäbe.

          Das ist einfach nur eine Mischung aus Infantilität und unterentwickeltem Vermögen, zu akzeptieren, dass andere Personen vielleicht Dinge anders sehen und empfinden als man selbst. Und das eigene Ego ist eben wichtiger als die Freiheit oder das Leben der anderen Person. Ich finde es eklig, also muss es weg *aufstampf*
          Und weil ich es eklig finde, kann es auch nicht sein, dass mein Sohn es vielleicht toll findet. Ich finde ja schliesslich Frauen toll, also SIND Frauen auch toll, also muss mein Sohn und jeder andere Mann das auch finden.
          Und wenn es doch passiert, dann muss irgendwer „schuld“ daran sein, mein Sohn wurde manipuliert etc.
          Es muss ausradiert werden, jeder Gedanke daran, die Kinder müssen „steril“ aufwachsen, damit sich auch alle so entwickeln, wie ich das will. Ohne die Tatsache anzuerkennen, dass es Homosexualität einfach überall gibt, egal ob es da CSDs, Propaganda oder Gefängnis oder Schafott gibt oder ob eine Gesellschaft völlig asexuell (vordergründig) geprägt ist.

          Irgendein Russischer Politiker meinte, der Apple Typ sollte nicht mehr nach Russland einreisen dürfen, weil er AIDS, Tripper (so als ob es das nicht schon längst in Russland gäbe) und Ebola (typische Schwulenkrankheit) einschleppen könnte.
          Das ist komplett irre. Aber wenn die Mehrheit genauso bekloppt denkt, wird Beklopptheit halt zur Gesundheit. Und dann muss der nächste noch einen draufsetzen, um zu zeigen, dass er genauso gesund ist, während jede vorsichtige Gegenstimme sofort mit der Propaganda-Keule zum Schweigen gebracht wird.

  6. Seine Position als CEO verlangt, dass er sich rechtfertigt, warum er keine Frau an seiner Seite hat. Deswegen outet er sich.

    Bei einer Frau würde das niemanden interessieren. Wieso müssen Männer Rollenerwartungen erfüllen, um erfolgreich zu sein?

  7. @ christian

    „Ich finde es gut, wenn Leute zu ihrer Homosexualität stehen und dies nicht länger verstecken müssen.
    Es ist schade, dass viele Leute dies, gerade wenn sie in der Öffentlichkeit stehen, immer noch herauszögern und ein Versteckspiel spielen müssen. “

    „Müssen“? Wer sagt das?

    Im übrigen, nach eigenen Angaben Cook´s wusste jeder und jede in seinem beruflichen und privaten Umfeld, dass er schwul ist. So what?

    Er wollte es halt noch mal publikumswirksam durch die Medien schwadronieren.

    Auch gut.

    Aber manch mal frag ich mich schon, was hinter dem Ex­zep­ti­o­na­lis­mus-Fimmel vieler Schwuler eigentlich wirklich steckt.

    „Aber das diesen Leuten dann vorzuhalten erscheint mir tatsächlich etwas als arrogant und “privilegiert”. “

    Ach so, als Hetero ist man privilegiert. Mitunter verwundert mich, wie absolut elastisch Du Dich in Denkmuster und Termini gleiten lassen kannst, die mir aus der Genderszene allzu bekannt sind.

    • Zumindest wird man in keinem Land der Welt dafür strafrechtlich verfolgt bis hin zur Exekution, weder fürs drüber Reden, noch fürs Ausleben (auch wenn das Ausleben in manchen Regionen bestimmten Regeln unterworfen ist).
      Das empfinde ich schon als Pluspunkt.

      • @ Atacama

        Wir sprachen von den Verhältnissen in den westlichen Gesellschaften.

        Es wird ja auch keiner behaupten, als Muslim sei man „privilegiert“, nur weil z.B. in Syrien Christen der Kopf abgeschnitten und in Pakistan Christen lebend verbrannt werden.

        Oder?!

        • gemobbt wird man auch hier gerne mal wenn man nicht hetero ist. Auch die Tatsache, dass „schwul“ ein Schimpfwort und eine schlimme Beleidigung ist, auch „im Westen“ ist ein Anzeichen. Dass viele die das sagen, es nicht Genen Schwule gerichtet meinen, macht es nicht besser. Eher schlimmer wenn man es ihnen sagt und sie trotzdem daran festhalten.

        • und es gibt auch keine Demos die verbieten wollen, dass minderjährige über die Existenz von Heterosexualität informiert werden. und es gibt auch nirgendwo Debatten ,ob Heterosexualität eine Krankheit ist.

        • @ Atacama

          Und die Wahrscheinlichkeit für Infektionen mit HIV, Syphilis, Feigwarzen und multiresistentem Tripper sind vergleichsweise lächerlich gering.

          Die Zahl gewalttätiger partnerschaftlicher Konflikte ist deutlich geringer und auch die Substanzabhängigkeits- und Suizidrate privilegiert mein normoterroristisches Dasein.

          Ich Danke Gott dafür, dass er mir Heterosexualität geschenkt hat…jeden Tag…fünfzig Mal!

        • Ich wünschte, einer von den Männern die so denken und meinen, es gäbe zwischen homo und hetero keinen Unterschied in der objektiven „Einfachheit“, würde sich mal trauen, als Selbstversuch ein paar Wochen lang konsequent schwul zu leben, wer weiß, ob du das dann immer noch so sehen würdest.

        • @ Atacama

          Jau, ist ganz schlimm hier im Wilden Westen. Guckst Du aus dem Fenster, siehst Du wie entweder gerade eine Frau vergewaltigt, die Nachbarin blau und grün geschlagen und immer öfter, ein Schwuler diskriminiert wird. Alles in einer Menschenmenge bestehend aus Sexisten, Frauenwenigerbezahlern ,Vergewaltigern und Homophoben.

          Na, und heute wird eben mal die schwule Sau, als Gutmenschenpojektion, durch’s Städtchen getrieben. Diesen Unsinn kann man doch nicht wirklich ernst nehmen.

          Könnt Ihr armen Würmer überhaupt noch in Ruhe schlafen, Euch ohne Panzerwagen auf die Straße trauen … 🙂

          Übrigens ist das Wort Homophob eines der dümmsten Wortschöpfungen überhaupt!

        • @ Atacama

          Du gibst so dolle Ratschläge! Wirklich lächellich! Wieviel Wochen hast Du denn schonmal so ganz doll konsequent schwul gelebt? Wie macht man das eigentlich, dies *Schwul Leben*? Ich fass es nich … auf wat Ideen die Leute kommen …

        • @ddbz

          „Auf den ersten Eindruck haben Sie den Eindruck: Lauter brave Leute. Hören Sie aber zu, entdecken Sie, dass sie nur von Ausrottung und Gaskammern träumen.“

          So übertrieben ist es natürlich nicht, ich will damit nur deutlich machen, dass, nur weil auf der Strasse kein Mord und Totschlag herrscht, es nicht heisst, dass hinter der Stirn Verstehen oder Akzeptanz (wofür auch immer) herrscht.

          http://www.vice.com/de/read/demonstrieren-gegen-sauerei-anti-homo-demo-in-stuttgart-bidungsplan-idpet-nele-tabler-885

        • @ddbz

          „*Schwul Leben*?“

          Indem man so tut, als wäre man schwul. Einfach so weiterleben wie bisher, nur an den Stellen, wo normalerweise die eigene Heterosexualität ins Spiel käme, kommt in dem Szenario die Homosexualität ins Spiel.
          Dann würde man meiner Meinung nach feststellen, dass Sexualität im Alltag deutlich präsenter ist als nur im Schlafzimmer.

          Es hat doch auch mal irgendeine Frau ein paar Wochen als Mann gelebt. Das fanden alle toll, es wurde als vorbildhaftes Interesse am Schicksal des Durchschnittsmannes gewertet (auch hier) und es hat niemand gesagt „Lol, was soll das denn überhaupt heissen, als Mann leben. Auf was für Ideen die Leute kommen“.

        • @ atacama

          coole Quelle!

          Vice hat letztens doch auch ne Reportage gebracht, dass Ebola ne Verschwörung der Amis ist, um den Einmarsch amerikanischer Truppen in Liberia zu legitimieren, die die Streiks in den Diamantenminen niederschlagen sollen.

          Ich sag Dir, hinter der Stirn eines jeden Normoterroristen steckt ein kleines Kind, das nach Liebe schreit…echt jetzt!

        • @ Atacama

          „Es hat doch auch mal irgendeine Frau ein paar Wochen als Mann gelebt.“

          Echt jetzt?!

          Cool!

          Hat diederes sich anschließend wieder renormatieren lassen?

        • @ Atacama

          Ich sehe schon, Du bist zwar nicht schwul weiß aber, die Lage der Schwulen ist hoffnungslos und ohne Ausweg … ich glaube ich muss etwas weinen … so, geht schon wieder. Mal sehen was morgen wieder als neue Sau getrieben wird …

          Ich glaube ich rege mal an, eine Bundeswillkommenkulturbeauftragte für Marsmenschen und andere Ausserirdische einzurichten! Man weiß ja nie. 🙂

          Entschuldige bitte, aber langsam wird’s mir zu lächerlich.

        • @ddbz

          „Ich sehe schon, Du bist zwar nicht schwul weiß aber, die Lage der Schwulen ist hoffnungslos und ohne Ausweg “

          ich weiß, dass sie nicht so toll oder gar priviligiert ist, wie u.a hier dargestellt wird. von denen, die garnicht verstehen können, was diese Homos denn noch für Sonderrechte wollen oder so.

          Währenddessen man sich als heterosexueller „skeptisch beobachtet fühlt, als würde einem gleich ein Alien aus der Brust platzen“.

        • @ddbz

          Nicht notwendigerweise „unglaublich schwer“. Aber – wie ich bereits schrieb – bei gleicher Ausgangslage – schwerer als Heterosexuelle.
          Wenn ich lesbisch wäre, wäre mein Leben, würde es ansonsten genauso verlaufen wie jetzt, schwerer. Meine Familie und mein schulisches Umfeld hätten dafür gesorgt.
          Und das Wissen, dass es eine nicht kleine Bewegung in Deutschland gibt, die mich für eine Gefahr für Kinder hält.

        • @ Atacama

          „Wenn ich lesbisch wäre, wäre mein Leben, würde es ansonsten genauso verlaufen wie jetzt, schwerer. Meine Familie und mein schulisches Umfeld hätten dafür gesorgt.
          Und das Wissen, dass es eine nicht kleine Bewegung in Deutschland gibt, die mich für eine Gefahr für Kinder hält.“

          Ich nehme Dir Dein Gerede nicht ab! Warum? Tausche in Deinem Text *lesbisch* gegen *männlich* und denke mal darüber nach. Wenn Du darauf angesprochen wirst, hast Du mit männlichen Menschen auch keinerlei Mitgefühl, allenfalls ein *Selber Schuld*. Ihr Femis seid so doppelzüngig … 😦

          Wobei die Bewegung, die Männer für minderwertig hält nicht so klein ist.

          So, jetzt weine ich noch etwas für Homos …

        • „Ich nehme Dir Dein Gerede nicht ab! Warum? Tausche in Deinem Text *lesbisch* gegen *männlich* und denke mal darüber nach.“

          Dann hätte ich genauso viele oder wenige Probleme wie jetzt, wenn ich hetero wäre.

          „Ihr Femis seid so doppelzüngig … :-(“

          Ernsthafte Frage. Wieviele Wiederholungen brauchst du um dir einen vier Worte umfassenden Satz dauerhaft zu merken?

        • Ich habe eher den Eindruck, es wird einfach jeder Widerspruch oder abweichende Meinung durch Feminismus erklärt. Weil es einfacher ist.

          Außerdem dachte ich, der Feminismus sei gar kein Verbündeter von Homosexuellen, zumindest nicht der Männer.

        • @ Atacama

          Wie soll ich denn solche Sprüche werten: „Ich wünsche mir von Männern, die so denken ,,,“

          Warum nicht auch von Frauen, die so denken? Wie soll ich denn feministische Positionen nennen, die Du vertrittst?

          Schwule sind tatsächlich keine Vebündeten des Feminismus, auch wenn deren Funktionäre dies denken …

      • Abgesehen davon dass man seinen Partner mit zu sämtlichen Familienfeiern nehmen kann ohne dass für Omma eine Welt zusammenbricht.

        Oder dass man Händchen halten kann ohne Angst zu haben dafür angegangen zu werden („widerlich!“)

  8. „So if hearing that the CEO of Apple is gay can help someone struggling to come to terms with who he or she is, or bring comfort to anyone who feels alone, or inspire people to insist on their equality, then it’s worth the trade-off with my own privacy.“

    Ich bin ja so inspiriert!

    Ich war ja seit Jahren gegenüber vielen Leuten ehrlich bezüglich meiner sexuellen Orientierung. Viele meiner Arbeitskollegen wissen, dass ich nicht schwul bin, und das scheint für die meisten keinerlei Auswirkungen darauf zu haben, wie sie mich behandeln. Ich habe aber das Glück, nicht bei Apple zu arbeiten. Nicht jeder hat so viel Glück.

    Ich habe meine Sexualität nie verleugnet, habe sie aber auch nicht jedem auf die Nase gebunden. Bis jetzt! Also: Um das ganz klar auszudrücken: Ich bin stolz, nicht schwul zu sein, und ich halte heterosexuell sein es für eines der größten Geschenke, das mit Gott gegeben hat.

    Im Übrigen bin ich auch stolz, abwechselnd ein- und auszuatmen. Viele Menschen machen sich über andere Menschen lustig, wenn sie öffentlich zugeben, dass sie stolz darauf sind, abwechselnd ein- und auszuatmen. Diesen Opfern möchte ich durch meine Offenheit helfen. Wie Martin Luther King. Ich bin nämlich nicht größenwahnsinnig.

    • @ lollipops4equality

      Die wirklich Diskriminierten sind heute die angeblich „Privilegierten“…wer nicht schwul, taub, weiblich oder andersartig pigmentiert ist, wird skeptisch beäugt, als könnte jederzeit das Alien aus dem Bauch platzen und ist allfällig legitimierungspflichtig ob seines normoterroristischen Daseins.

      Mich kotzt das mittlerweile derart an….manchmal denke ich, die halbe Welt ist hirngewaschen.

      • Genau, man muss sich ja heute fast schon schämen, hetero zu sein. Und wer keinen schwulen Neger mit Aids heiratet, ist ein homophober Rassist. Es kann nicht mehr lange dauern, bis die KZs für die Normalen gebaut werden. Wirklich jetzt.

        • nein, das tun sie nicht, weil „Normoterrorismus“ die einzig normale, natürliche, gute usw. Lebensform des Menschen ist.
          Alles andere sind Krankheiten oder Symptome für Krankheiten oder Identitätsstörungen. Laut deren Meinung.

        • @ Atacama

          „Alles andere sind Krankheiten oder Symptome für Krankheiten oder Identitätsstörungen. Laut deren Meinung.“

          genau!

          Und deshalb:

          D A N K E lieber Gott für Dein Geschenk!

        • @Acatama

          Mit KZ, Gaskammern und Ausrottung hast Du’s aber…
          Zumal Du die Einzige bist die hier angebliche Gewaltphantsien gegen Schwule thematisiert.
          Übrigens bezog sich daß Ekel Gefühl einzig auf die Vorstellung von Männer Sex -also das wo sich selbst Hollywood verschämt drückt, vielleicht im Wissen damit eben keine Akzeptanz zu fördern?!
          Übrigens glaube ich kaum das bei neumodischen BildungsPlänen die im Vergleich geradezu apokalyptische Ansteckungs Häufigkeit mit allerlei Krankheiten thematisiert wird -obwohl grade daß wichtig wäre.

        • @Frank

          „Mit KZ, Gaskammern und Ausrottung hast Du’s aber…“

          Insgesamt zweimal auf diesem Blog. Ja da hab ichs echt mit.

          „Übrigens glaube ich kaum das bei neumodischen BildungsPlänen die im Vergleich geradezu apokalyptische Ansteckungs Häufigkeit mit allerlei Krankheiten thematisiert wird -obwohl grade daß wichtig wäre.“

          Gerade deshalb muss man es ansprechen, Ansteckungsrisiken und wie man es verhindern kann.

          z.B heisst es immer, HIV ist nicht durch Oralverkehr übertragbar, ohne Ejakulation, aber wenn man sich einmal von jemandem einen blasen lässt der Tripper hat, hat man es selber.
          Für Herpes gilt das auch.
          Ich weiß nicht, ob es schlau ist, diese Informationen den Eltern zu überlassen. Mir wurde das zumindest Zuhause nicht erklärt.

        • Und Du glaubst wirklich das bei dem Akzeptanz Förderunterricht die vollkommen unverhältnismäßige HIV und Suizit Rate von Schwulen thematisiert wird – und nicht sowas wie „total normal und schön „??!
          Und das wo man bei Aids Kampagnen strickt vermeidet das hässliche Kind beim Namen zu nennen?
          Nein, da soll sich die kleine Susi mit dem kleinen Sveni ganz doll mit Kondomen vor dem bösen Aids schützen – auch wenn die Gefahr für heterosexuelle Teens bei zirka 0 liegt!
          Hauptsache rotes Schleifchen dran.

  9. @ratloser

    warum negierst du dann, dass es als Privileg betrachtet werden kann, wenn das eigene Begehren und Ausleben desselben nicht als Störung angesehen wird (mit den daraus folgenden Problemen)?

    • @ Atacama

      Ich fühle mich nach dem sehr aufschlußreichen Fred hier doch mittlerweile „privilegiert“.

      Ich bin weiß, hetero, kann sehen und bin ein Mann.

      Yep, das ist auch gut so.

      Privilegiert und stolz darauf!

      Soviel Schwein haben nicht viele auf der Welt.

      D A N K E lieber Gott für Dein tolles Geschenk!!!!!

    • Zu sagen „Es ist mir egal“ ist etwas anderes als Leugnen.

      Und um etwas zu kritisieren, muss man nicht davon ausgehen, dass die Welt gerecht und altruistisch ist.

        • Yup.

          Eine Besoffenheit und Junkitum einer sich selbst in Ignoranz und grenzenloser Fehleinschätzung ihres selbstkongratulatorischen „Gutmenschtums“ beweihräuchernden Gesellschaft.

          Sie braucht immer wieder ein Schuß an Schuldzuschreibungen, um sich besser zu fühlen und suhlt sich dann in ihrem narzisstischen in Sippenhaft nehmenden Unterstellungsrassismus.

          Dekandent delierend verkauft z.B. als Anti-Rassismus.

  10. Boah. Solange ein Comingout großes mediales Echo produziert, sind Schwule als diskriminiert anzusehen. Da liegt der Beweis doch schon in der Sache selbst. Wenn Cooks Schwulsein und der Reissack in China dieselben Wellen schlagen wird alles gut sein und niemand kann sich belästigt von der Sexualität anderer fühlen weil ihn die Nachricht gar nicht erreicht.

    Und jetzt mal was anderes. Christian, ich schätze Deine offene Moderationspolitik sehr und ich finde es auch schön, wie sehr hier die Clowns, nein Harlekins laut Selbstbeschreibung ignoriert werden.

    Aber sowas hier:

    „Aus meiner Sicht ist Homosexualität bekanntlich pathologisch“

    das geht einfach zu weit. Ich möchte mir die Kommentarspalte nicht mit solchen Schwachköpfen teilen. Und ich möchte auch nicht, daß jemand denkt ich würde solche Sprüche tolerieren.

    • „Aus meiner Sicht ist Homosexualität bekanntlich pathologisch”

      Der Satz auch. Yup.

      Dennoch.

      Pathologische Züge nimmt dieses nunmehr missbräuchliche gewordene Outen auch an. Die Zeit als das positiv war und von tatsächlich guten Motiven begleitet war ist vorbei.

      „Solange ein Comingout großes mediales Echo produziert, sind Schwule als diskriminiert anzusehen.“

      Nein. Das hängt mit was anderem zusammen. Ein Fehleinschätzung, Gerhard. Aber ich weiß ja, dass du es gut meinst.

      • „Ein Fehleinschätzung“.

        Ich weiß, ich habe hier nicht alle Kommentare genügend aufmerksam gelesen. Wärst Du so nett mich auf die (deinigen?) Kommentare zu verweisen? Danke.

        • Stückerl weiter oben. Hab aber nicht viel geschrieben.

          (By: petpanther on 5. November 2014
          at 5:00 nachmittags)

          Mich nervt es, da ich Unehrlichkeit und Benutzen und Einimpfen von Schuldgefühlen merke. Das war eine ganze Zeitlang nicht so. Nämlich als das Outen auch notwendig war.

          Heutzutage? Es wird reüssiert. Und mehr.

          Ich möchte, dass Homos sich genauso respektvoll verhalten wie andere auch und sie möchten, dass sie behandelt werden. Sie haben keinen Grund mehr herumzujammern. Vielen geht es hierzulande sehr gut. Und ich kenne auch einige näher. Und die stehen dem Outen wie es heutzutage praktiziert wird mittlerweile auch nicht mehr ganz kritiklos gegenüber. Sind auch genervt.

          Und so Dinge wie heiraten etc. ist mir auch egal. Sollen sie. Mit der Kirche hab ich sowieso nicht so viel am Hut. Allerdings bitte kein Gendern beim Glauben. Das geht bei mir dann nicht.

          Ein eher restriktives Verwahren, aber kein endgültiges, gibt’s bei mir auch, wenn Kinder involviert sind (bzgl. Paarbildung). Das ist bei mir aber ganz genau auch so bei Hetero-Paar Adoptionen.

          Außerdem sind Homorechte auch Männerrechte. Deshalb trete ich auch für sie ein. Aber nicht kritiklos.

        • „Sie haben keinen Grund mehr herumzujammern.“

          Das hat Cook ja nun gerade nicht gemacht.

          Und auch wenn es keinen Grund mehr zum Jammern gibt. Typen wie Buchholz kritisieren werde ich auch weiterhin. Und ich werde mir auch nicht vorschreiben lassen, wie ich mein Leben zu leben habe, nur weil einige damit ein Problem haben.

        • @ Adrian

          „Und ich werde mir auch nicht vorschreiben lassen, wie ich mein Leben zu leben habe, nur weil einige damit ein Problem haben.“

          Oder wie man Dir an anderer Stelle nahelegte als Schwuler bestimmte Meinungen besser für Dich zu behalten. Da frage ich mich immer, ob die Leutchen denn wirklich nur soweit denken können wie 2 Meter Landstraße … 😦

        • @Adrian

          Zu kritisieren ist dein gutes recht. Aber niemand macht dir Vorschriften wie du zu leben hast und was du mögen sollst.

          Auch Prof. Buchholz nicht. Allerdings äussern sich Menschen eben dann, wenn sie persönlich durch Taten anderer betroffen werden. So auch Buchholz.

          Und so meine ich das eben auch. Dieses Outen hat eine Message, die einem reingedrückt wird und nicht mehr zeitgemäß ist.

          Schau mal auf die von Christan gepostete Tabelle. Und wo wir da liegen.

          Nein Adrian. In diesem Fall sind wir es nicht die da Vorschriften machen wollen. Da fass dir mal an die eigene Nase. Die Grenzen deiner Freiheit hören nämlich auch da auf wo die anderer anfangen. Und das heutige Outen in der heutigen Situation und Form entspricht einer solchen Grenzüberschreitung, zumindest als solches bei vielen wahrgenommen. Das und die vor diesem Hintergrund bemessene Motivlage ist der Grund warum das jetzt nunmehr bei vielen negativ aufschlägt.

          Hier sitzt du bei diesem Thema im hier heutzutage im Glashaus. Würdest du in einem der Länder im obeten Bereich der Tabelle leben wäre das anders. So war das ja auch hierzilande einmal.

        • @ petpanther
          „Allerdings äussern sich Menschen eben dann, wenn sie persönlich durch Taten anderer betroffen werden. So auch Buchholz.“

          Prof. Buchholz ist persönlich durch das Coming Out von Tim Cook betroffen? Wie das?

          „Und das heutige Outen in der heutigen Situation und Form entspricht einer solchen Grenzüberschreitung, zumindest als solches bei vielen wahrgenommen“

          Ich empfinde es ab und an als eine Grenzüberschreitung, wenn Heteros nach ihrer Hochzeit laut hupend durch die Straßen fahren. Oder wenn Mütter mit ihren verzogenen Kindern die Atmosphäre in Restaurants oder Cafés stören. Für mich folgt daraus gar nichts.

          Dagegen hat niemand Buchholz gezwungen, sich über das Coming Out Cooks zu informieren. Er hätte es überlesen können. So wie ich es überlese, wenn Femen wieder mal ihre Titten entblößen.
          Hätte Buchholz nicht was drüber geschrieben, ich hätte daran keinen weiteren Gedanken verschwendet. Und auch nie etwas darüber geschrieben. Ich fand es nämlich bemerkenswert uninteressant.

          „Das und die vor diesem Hintergrund bemessene Motivlage ist der Grund warum das jetzt nunmehr bei vielen negativ aufschlägt.“

          Sorry, wer sich über ein mediales Coming Out echauffiert, dem kann ich nur empfehlen: Get a Life!

        • @Adrian

          Man ist häufig mit Menschen konfrontiert, die Dinge nicht bei sich lassen können. Ja, das nervt. Aber eben auch wenn manche Schwule es machen. Da ist das dann auch nichts anderes.

          Und das „Get a life“ kann ich dir und den heutigen Outern gern zurückgeben.

        • „Und das “Get a life” kann ich dir und den heutigen Outern gern zurückgeben.“

          Ich habe ein Leben. Ein schwules Leben. Gehört für mich nun mal dazu. Gewöhn Dich dran.

        • @ petpanther

          Deine Freiheit wird nicht dadurch eingeschränkt, dass andere Leute öffentlich ihre sexuellen Präferenzen verlautbaren. Meine Güte.

          Ja, es gibt tatsächlich Schwule, die mit ihrer Sexualität hausieren gehen. So wie es Pauli-Fans gibt, die mir mit ihrer Clubpräferenz ständig auf die Nerven fallen oder Mütter, die den ganzen Tag lang nur über ihre Kleinen reden. Damit muss man in einer freien Gesellschaft leben können.

        • @ petpanther
          Ich sehe nur keinen Grund mich zu verstecken.* Tun Heteros auch nicht. Und ich erwarte es auch nicht von ihnen.

          * auch wenn es im realen Leben aus Selbstschutzgründen zuweilen notwendig ist

        • @NP

          Es kommt darauf an wie. Ansonsten hast du ja recht.

          Beispiel ist gerade Adrian’s kleines Aggrochen gegen meine Abgrenzung. Genau so etwas muß aufhören. Das ist nämlich nicht ok.

          Schau dir die Tabelle an. Wie lange müssen wir noch darauf warten, dass auch so mancheSchwule ihr Kürvchen bekommen.

          Soll das ewig so unterstellend aggressiv weitergehen?

          Ich finde tatsächlich, dass eine hier auch vorhandene Bringverantwortung vermieden wird.Wie in jeder BeziBeziehung müssen eben beide Seiten ihre Hausaufgaben machen. Ich find die Tabelke zeigt wer sie gemacht hat.

      • @Leinchen

        Das hab ich ja nun schon gesagt. Auf ein Trope gebracht. Keine Unterstellung.

        Ich hab aber Vertständnis für die Verwundung. Insofern.

        Außerdem zeigt die Tabelle auch einen Rest.

        Aber es ist viel schöner mit dem einen oder anderen ein bischen fun zu haben. Adrian ist so einer 🙂

    • „..das geht einfach zu weit. Ich möchte mir die Kommentarspalte nicht mit solchen Schwachköpfen teilen. Und ich möchte auch nicht, daß jemand denkt ich würde solche Sprüche tolerieren.“

      Was willst Du denn machen, wenn ich einfach denke was ich will, ohne Dich zu fragen? Mir ist es nämlich wurst, was Du möchtest!!

      Warum darf jemand nicht seine Sicht der Dinge beschreiben? Soll es erlaubte und verbotene Meinungen geben? Kleiner Zensor wie?

      Ach, und weil es ein Medienecho gibt, ist der Beweis für was erbracht? Weil es in der Zeitung steht ist es erstens wichtig und zweitens wahr, oder wie? Andere Gründe kannst Du Dir nicht vorstellen ,,,

      • ddbz: „Was willst Du denn machen, wenn ich einfach denke was ich will, ohne Dich zu fragen? Mir ist es nämlich wurst, was Du möchtest!!“

        Mir ist Wurst was Dir wurst ist. Thema verfehlt, setzen.

        • @ g

          Na, dann sind wir uns eben beide wurst. Jedenfalls finde ich , auch sitzende, Zensurknechte eine schlimme Sache. Da wärst Du wohl gerne in China und würdest dann aus Deinem Zensurbürobehördenfenster, sitzend, dem fallendem Reissack zusehen. Vielleicht wäre Dir aber Nordkorea lieber …? Die haben zwar nix zu fressen, also auch kaum Reissäcke aber eine prima Zensur! 😉

  11. @all: OT: Hab grade Stern-TV gesehen. Die haben natürlich auch das harresment-Video kommentiert und dazu ihr eigenes „Experiment“ gestartet, in dem eine kleine Brünette 10 h im Shoshana-Roberts-Stil durch Frankfurt/Main gelatscht ist.

    Offensichtlich gilt es jetzt schon als Haressment, wenn Männer nach Frauen gucken, und sei es auch nur, dass sie ihnen hinterherschauen. (Wahrscheinlich sind Frauen telepathisch begabt im Gegensatz zu uns Männern.)

    „This is just a cynical cash grab.“ -Stardusk

  12. Und noch einer:

    „Der neuseeländische Ruderer Robbie Manson hat sich in einer ausführlichen Kolumne für das Portal „Outsports“ als schwul geoutet. Manson hatte 2012 an den Olympischen Sommerspielen in London teilgenommen und wurde mit dem neuseeländischen Doppelvierer Siebter. Zuvor war Manson in dieser Bootsklasse U23-Weltmeister.
    Gegenüber seinen Teamkollegen habe er sich bereits vor zweieinhalb Jahren geoutet, also vor den Sommerspielen, und nur gute Erfahrungen gesammelt, erklärte Manson. Er habe allerdings davor Angst gehabt, dass er nach einem Coming-out seinen Sport nicht mehr professionell ausüben könne.
    Heute sieht er die Lage positiver: „Ich bin nicht nur stolz darauf, schwul zu sein, ich bin auch froh drüber“, so der 24-Jährige. Seine sexuelle Orientierung setze ihn von anderen ab und mache ihn interessanter. Außerdem habe er gelernt, dass er stärker und widerstandsfähiger sei als er zunächst gedacht habe.“

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=22627&pk_campaign=LSVD

    Dass ihn seine sexuelle Orientierung interessanter mache, finde ich nun ein etwas merkwürdiges Statement. Klingt ein wenig eitel. Aber gut, das ist sein Bier 🙂

    Neuseeland ist übrigens ein völlig liberaler, offener westlicher Staat. Und selbst dort fühlen sich Homos bemüßigt, sich zumindest eine Zeitlang zu verstecken. Man kann nur spekulieren, wie viele Ungeoutete es da draußen noch gibt.

    • „“Ich bin nicht nur stolz darauf, schwul zu sein, ich bin auch froh drüber”“

      Was ein Spinner! Noch so ein Stolzierer. Was ist denn jetzt mit dem US-Stolzsein? Haben die Neuseeländer auch diese Sicht auf’s Stolzsein, oder quackt der nur dem US-Apfelbauer nach?

      Wobei ich sein Frohsein verstehen kann, wenn’s sich auf’s Schwulsein bezieht – bei den heutigen Femiweibern ist es eine gute Idee seine Finger und sonstiges von eben diesen Weibern zu lassen! Da ist Schwulsein sicher hilfreich und willkommen bei … 🙂

  13. „Stolz“

    Welch irres Konzept, auf auf etwas stolz zu sein, zu dem man keine eigene Leistung beigetragen hat…

    Stolz sein auf eine bestandene Prüfung, auf die fristgerecht abgegebene Steuererklärung, auf den selbst geschnitzten Küchenschrank – aber immer!

    Aber stolz darauf sein, ein Amerikaner, ein Deutscher, ein Schwuler, ein Mann oder eine Frau zu sein? Welch Schwachsinn…

    Oder ist die Übersetzung von „proud“ -> „stolz“ schlicht und einfach irreführend? Welcher Linguist hilft aus?

    Nebenbemerkung:
    Wikipedia sagt: „…Nach St. Gregor kommt Stolz in vier Formen vor, nämlich:
    1. das Gute, das man besitzt, sich selbst zuzuschreiben,
    2. es zwar auf Gott zurückführen, aber auf Rechnung der eigenen Verdienste setzen,
    3. sich Vorzüge beilegen, die man nicht besitzt,

    4. Vorzüge, die man besitzt, mit Selbstgefälligkeit und Verachtung anderer hervorkehren….“

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