Wie man im Feminismus aus allem eine Diskriminierung macht

Hier ein paar einfache Tipps, wie man aus allem Diskriminierung machen kann:

  • wird die Handlung zur Beseitigung einer Diskriminierung von Männern oder zumindest einer anderen Gruppe durchgeführt, die im Intersektionalismus irgendwie priviligiert ist? Es ist ein Versuch sich reinzuwaschen und damit zuwenig. Zudem kann das Handeln dieser Wenigen den Eindruck erwecken 1. das die Diskriminierung tatsächlich besteht und dadurch Frauen mutlos gemacht werden 2. das Männer an sich etwas dagegen unternehmen, obwohl die sexistischen Strukturen bestehen bleiben
  • Anwendungsbeispiel: „Wenn Männer schwören, dass sie gegen die Rape Culture kämpfen und Frauen respektieren, dann machen sie nur deutlich, dass der Rest der Männer das nicht macht, sie müssen zudem mehr machen, nämlich die Strukturen bekämpfen, mit Worten ist Frauen nicht gedient
  • Kann man fordern, dass auch noch Intersektionale Aspekte zusätzlich eingebracht werden? Wer einen Aspekt übersieht, wenn er einen anderen bekämpft, der betreibt einen zu kritisierenden „Nicht gut genug-Feminismus“. Er hätte das bedenken sollen, dass seine Aktion auch diesem Aspekt nicht gerecht wird und kann als widerlicher Rassist/Klassist/Ableist bezeichnet werden
    Anwendungsbeispiel: Die Erfindung eines Nagellacks, der Vergewaltigungsdrogen anzeigt, kann Frauen mit zusatzkosten belegen, sofern er also nicht billig ist, ist er abzulehnen“
  • kann man vielleicht allgemein noch mehr machen? Dann kann man das „zuwenig“ als Diskriminierung darstellen (das „mehr“ muss nicht umsetzbar sein, solange man es als Forderung formulieren kann, reicht es)
    Anwendungsbeispiel: „Es reicht nicht dieses oder jenes zu machen, man muss die Gesellschaft insgesamt so ändern, dass es keine Vergewaltigung mehr gibt, sonst stützt man letztendlich das Patriarchat“)
  • Erfordert es ein eigenes Handeln auch nur in geringen Umfang oder fordert es zu einem solchen auf? Es ist nicht Aufgabe der Diskriminierten die Diskriminierung zu beseitigen, das wäre Victimblaming
    „Selbstverteidigungskurse sind Rape Culture, weil Frauen die Verantwortung übertragen wird, sich zu wehren und ihnen Angst gemacht wird“
  • Birgt es einen Vorteil, der in irgendeiner Weise konform mit Geschlechterrollen sein kann? Der Vorteil ist nur ein Köder, der einen die Geschlechterrolle schlucken läßt. Es ist also benevolent Sexism ihr diesen Vorteil einzuräumen
    Anwendungsbeispiel: „Das Frauen von ihren Männern finanziell  ausgehalten werden, dient dazu sie in Geschlechterrollen zu drängen“
  • Ist irgendein Teil davon mit Geschlechterrollen in Einklang zu bringen? Es stützt das Patriarchat
    „Das Hausfrauen sich in einem Internetforum über Kochen für ihren Mann austauschen zeigt die tiefgreifenden Strukturen des Patriarchats“
  • Schneidet es einem eine bestimmte Wahl ab? Eine Einengung der Frau, ganz egal, ob Männer diese auch erleben
    Anwendungsbeispiel:“Frauen müssen sich zwischen Kind und Karriere entscheiden, sie sollten beides haben können ohne sich einschränken zu müßen“
  • Kann man eine Statistik dazu darstellen, die zumindest eine Benachteiligung nahelegt, auch wenn man keine Basis für die Zahlen hat oder andere Umstände diese Zahlen abseits eines Sexismus erklären? Solange man es in „1 von X (x sollte unter 10 liegen) Frauen“ „Oder Frauen erhalten X weniger“ oder „Frauen sind in X weniger vertreten“ formulieren kann, ist es eine ernste Unterdrückung. Weitere Gründe, die die Ursache vielleicht auf andere Gründe als Sexismus zurückführen, sind einfach selbst als „Sexismus“ oder „Backlash“ abzutun.
    Anwendungsbeispiel: „1 von 3 Frauen wird vergewaltigt“ „Frauen erhalten 23% weniger Lohn“ „Nur 4% aller Aufsichtsratsmitglieder sind weiblich“
  • Kann man es – bei der Handlung von Frauen –  als verinnerlichter Sexismus oder erzwungene Anpassung an das Patriarchat ausgeben? Wenn eine Frau sich nicht so verhält, wie es die Theorien vorgeben, etwa Kritik am Feminismus äußert oder auf eine rollenkonforme Weise leben will, dann ist das nicht ihre eigene Entscheidung, sondern sie ist der patriarchalen Gehirnwäsche erlegen oder würde sich eigentlich anders entscheiden, wenn nicht das Patriarchat ihr nur diese Verhaltensweisen als Möglichkeit offen lässt.
    Anwendungsbeispiel: „leider verhalten sich viele Frauen so, weil sie im Patriarchat nicht anders können“ „ihre Äußerung, dass sie gerne Hausfrau ist, zeigt nur, dass sie den Sexismus gegen Frauen bereits selbst verinnerlicht hat“

Kann gerne ergänzt werden.