Selbermach Samstag 107 (25.10.2014)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

290 Gedanken zu “Selbermach Samstag 107 (25.10.2014)

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder feminismuskritische Argumente, die in den Mainstreammedien zum größten Teil zensiert würden, ohne Triggerwarnung weiterverbreiten, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal was hierzu:

    http://www.gmx.net/magazine/wissen/sex-400-millionen-jahren-erfunden-30152208

    Also wer auch immer das verfasst hat: Die Sexualität ist bei Einzellern mit äußerer Befruchtung entstanden. Und zwar vor etwa 700-800 Millionen Jahren (vgl. z.B. Kappeler 2006). Und nicht erst bei Panzerfischen. Es kann natürlich sein dass diese eine innere Befruchtung hatten, aus der dann teils wieder – vor allem bei Knochenfischen und Amphibien – äußere wurde.

    Landwirbeltiere haben innere Befruchtung? Ja, wenn man Amphibien (d.h. Frösche, Salamander, Molche usw.) nicht als „Landwirbeltiere einstuft“. Naja.

    Gut, weiter mit dem Üblichen:

    Agens:

    http://agensev.de/content/frau-m%C3%BCsste-man-sein

    Da kann ich nur sagen: Macht so weiter! Umso schneller bricht der Feminismus zusammen wie ein Kartenhaus! DAS ist doch nur noch völlig irre!

    Birgit Kelle (bzw. per Newsletter von ihr empfohlen):

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/9148-debatte-ueber-sexuelle-vielfalt-an-schulen

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/experten-warnen-vor-zu-frueher-aufklaerung-von-kindern-13203307.html

    http://www.freiewelt.net/feministischer-master-plan-zur-entmannung-der-gesellschaft-10043524/

    Monika Ebeling:

    http://blog.monika-ebeling.de/die-machen-gar-nix/

    http://blog.monika-ebeling.de/moloch-frauenhaus/

    Via Freimann.at:

    http://www.profil.at/articles/1440/980/378116/wie-politik-probleme-maenner

    Man-tau bzw. Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2014/10/die-gewalt-der-vierten-gewalt-ein.html

    Cuncti:

    http://cuncti.net/haltbar/822-cuncti-dossier-contra-frauenquote

    http://cuncti.net/streitbar/823-prostitution-ein-beruf-wie-jeder-andere

    http://cuncti.net/streitbar/821-ist-der-mensch-das-mass-aller-dinge

    Nicht-Feminist:

    http://nicht-feminist.de/2014/10/gibt-es-lokale-gruppen-fuer-eine-uebersicht/

    http://nicht-feminist.de/2014/10/webtipp-gender-ideologie-eine-kurzeinfuehrung/

    http://nicht-feminist.de/2014/10/clip-englisch-fuerchterliche-feministische-propaganda/

    http://nicht-feminist.de/2014/10/japanische_ministerinnen_deutscher_mikrozensus/

    http://nicht-feminist.de/2014/10/buch-matthias-bamberg-alle-menschen-sind-gleich-nur-frauen-sind-gleicher/

    Adrian:

    http://gaywest.wordpress.com/2014/10/24/sexualitat-ist-sexismus/

    BASTA-Kampagne:

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/10/osterreich-allgemeine-wehrpflicht.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/10/russland-soldatenmutter-verbrachten.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/10/pr-online-die-musterung-war-damals-fur.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/10/junos-danke-dna-gegen-die.html

    …und der Surftipp des Tages:

    http://de.dfuiz.net/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Igel, unwillige Weibchen bzw. Weibchen, die das Männchen einem Beharrlichkeits-„Shittest“ unterziehen. Die Söhne sollen dann ja auch wieder beharrlich sein!

    Bei Igeln ist das so das Standart-Paarungsritual („Igelkarussel“), deshalb ist schlecht zu erkennen, ob das einvernehmlicher Sex ist oder nicht, wenn das Weibchen sich schließlich besteigen lässt. Denn das kann man ja interpretieren als „Okay, er hat den Beharrlichkeitstest bestanden, sie will nun auch…“ oder als „Sie hat keine Kraft mehr, sich diesem Sexualstraftäter weiter zu widersetzen.“

    Wie auch immer: Ich denke, Feministinnen würden männliche Igel jedenfalls alle sofort einbuchten!

    Special Biolehrer & Didaktiker Teil VIII:

    Ich besuchte schließlich eine Lehrveranstaltung. Die vorbereitende Veranstaltung aufs Schulpraktikum innerhalb des Lehramtsstudiums bzw. bei mir erstmal innerhalb der „Säule Biologiedidaktik“. Sie fing damit an, dass uns der Dozent dazu aufforderte, uns vorzustellen. Dabei sollte der erste sich selbst vorstellen, der zweite das Gelaber vom ersten wiederholen und sich dann selbst vorstellen, der dritte das Vorstellungsgelaber vom ersten und zweiten wiederholen und sich dann selbst vorstellen, der vierte das Vorstellungsgelaber vom ersten, zweiten und dritten wiederholen und sich dann selbst vorstellen usw. – bis es nicht mehr geht.

    Eigentlich habe ich schon an dieser Stelle auf gut deutsch gesagt die Schnauze voll davon, weiterzuerzählen. Solche Lächerlichkeiten erlebt man häufiger, wenn man es mit Didaktikern zu tun hat. Oft ist das echt so, dass man kaum noch glauben kann, auf der Uni zu sein. Denn man kennt die Uni, wenn man das Fach Biologie auf Diplom studiert, vom Grundstudium als eine vom Grundsatz her durchaus ernstzunehmende Einrichtung. Aber solche Psycho-Geschichtchen gab es bei denen häufiger.

    Dieselbe Lehrveranstaltung, in der nächsten Sitzung: Er legte uns farbige Ausdrücke von so Bildern dahin, und jeder musste sich ein Bild schnappen und eine Geschichte erzählen von sich selbst, die aber Bezug zu dem Bild nimmt. Ja, wirklich – das ist Lehrerausbildung heute. Am besten lacht man nur noch darüber. In vielen Hinsichten ist Lehrerausbildung heute nämlich nur noch eine einzige Lachnummer.

    Gar nicht mehr zum Lachen war dann aber Folgendes: Normalerweise ist es ja so, dass man vor dem Semester im Vorlesungsverzeichnis gucken kann, wann welche Lehrveranstaltung ist. Und normalerweise stimmen die Zeiten, die da angegeben sind, auch. Und es gibt keine Termine oder nur selten welche, die über die dortigen Angaben hinaus gehen. Ich hatte schon mal erzählt, dass das bei Didaktikern schon mal anders ist.

    Diesmal kam es so: Wir mussten an einem bestimmten Wochentag in einer Schule hospitieren. Als Vorbereitung zum Schulpraktikum. Klingt vernünftig. Aber: Es gab keinerlei Flexibilität, was den Wochentag anging. Es MUSSTE UNBEDINGT ein Donnerstag sein. Obwohl man prinzipiell es hätte jeden Tag machen können. Dummerweise hatte ich Donnerstags morgen eine sehr wichtige Vorlesung in Mikrobiologie, die relevant war für die Mikrobiologie-Diplomprüfung. Eine von sieben Vorlesungstagen, und die Vorlesung dauerte eineinhalb Stunden. Also im grunde zwei Vorlesungen. Und anders als viele andere fachbiologische Vorlesungen war das eine, die man nicht einfach durch das Studium von Lehrbüchern und Studien ersetzen konnte. Nein, es war eine einmalige Vorlesung, mit Seminarcharakter, man durfte dort Fragen stellen. Das war sehr wichtig für mich. Die Gespräche mit dem Prof., der die Vorlesung machte, waren auch deshalb so wichtig, weil er der Prüfer im Diplom sein sollte, und ich ihn einschätzen lernen sollte. Und was er da machte, war nicht nur sehr wichtig, sondern Biologie vom feinsten. Verpassen wollte ich davon keine einzige Minute.

    Jedenfalls gab es keine Chance, bereits vor dem Semester zu erfahren, dass es diese zeitliche Überscheidung gab – es war also nicht meine Schuld, und ich hätte auch nichts anders organisieren können. Ich versuchte dem Didaktik-Dozenten klarzumachen, warum ich nicht Donnerstags hospitieren konnte, aber er ließ sich nicht bequatschen. Normalerweise sollte man ja meinen, dass gerade ein Didaktiker, der doch ein Fachmann für den Umgang mit Lernenden sein soll, Verständnis für Lerndende der Biologie hat, dass er z.B. versteht, warum bei einem Diplomstudenten der Biologie eine Diplomprüfungsrelevante Vorlesung wichtiger ist als ein einmaliges Hospitieren, das hinterher im Schulpraktikum selbst noch zur Genüge kommen sollte. Zumal das ja nicht irgendeine Vorlesung war, wie ich ihm per E-Mail erklärte. Und er wusste auch, dass ich nichts dafür konnte, dass die Vorlesung ausgerechnet Donnerstags war, und dass Hospitieren nur Donnerstags ging. Er wusste, dass ich das nicht schon vorher aus dem Vorlesungsverzeichnis wissen konnte. Er wusste auch, dass ich im Schulpraktikum selbst auch noch genug hospitieren würde. Trotzdem stellte er mich vor die Wahl: Entweder ich hospitieren Donnerstags in der einen Schule, oder ich wechsele die Praktikumsgruppe, was nicht so einfach gewesen wäre (falls es überhaupt geklappt hätte, dafür braucht man glaub ich einen Tauschpartner) und vermutlich auch einen Wechsel der Praktikumsschule – dabei war ich froh, einer zugeteilt worden zu sein, die nicht ganz so weit weg war. Als dritte Option bot er mir an, den vorbereietnden Kurs zum Schulpraktikum hinzuschmeißen. Ich hätte dann das Schulpraktikum „Nicht bestanden“ und hätte dann noch einen Anlauf dafür gehabt. (Wer zweimal nicht besteht, wird aus dem Bio-Lehramt, in dem ich damals schon im Doppelstudium immatrikuliert war, rausgeschmissen. Und einen Praktikumsschein aus Schule, Museum oder Zoo brauchte ich für die „Säule Biologiedidaktik“ im Diplom.) Der Mann hat nicht also nicht mal einem fortgeschrittenem Diplomstudenten der Biologie mit bestandenem Vordiplom das bisschen Selbstbestimmung gewährt, selbst entscheiden zu können, welche von beiden Lehrveranstaltungen er nun besucht, da sie sich überschnitten. Wohlgemerkt: Da konnte ich nichts für und ich hätte auch nicht anders das Semester oder das ganze Hauptstudium planen können. Und wohlgemerkt: Er ist zwar ein Biologiedidaktiker, aber das einmalige Hospitieren in der Schule an einem einzigen Tag ist ihm wichtiger, als eineinhalb Stunden hochgradig prüfungsrelevanter Vorlesung. Ich könne das Hospitieren nicht ausfallen lassen, das sei zu wichtig blabla, und dann könnte ich ja glaich alles bleiben lassen blabla – so klang das sinngemäß.

    Ich habe dann mich als Untertan, der man ja in diesem widerwärtigen Bildungssystem immer ist, gefügt. Ich habe die hochgradig prüfungsrelevante Vorlesung „geschwänzt“ und in dieser einen Schule da hospitiert. Damit eckt man ja am wenigsten an. Bzw. eckt erst in der Diplomprüfung an.

    Ich hätte mich über ihn beim Institutsleiter beschwert, wenn ich nicht gleichzeitig den Ärger mit der anderen Didaktikerin gehabt hätte. (siehe letzte Selbermach-Samstage). Man kann sich ja nicht nur noch beschweren. Man duckt sich, um „weiterleben“ zu dürfen. Den Spielraum hätte er gehabt, mir das Hospitieren an dem Tag zu ersparen, um in die sehr viel wichtigere Vorlesung zu gehen. Aber hier sieht man wieder, was einige Didaktiker offenbar für eine Allergie gegen alles Fachliche haben müssen.

    Wie die Geschichte weiterging? Nun, eine gute Vorlesungsmitschrift eines Kommilitonen bekam ich leider nicht zu dem verpassten Tag. Die anderen schreiben da kaum mit, und es war auch nicht leicht, solche Fachgespräche mitzuschreiben. Nachlesen in Büchern konnte man Sachverhalte aus der Vorlesung auch nicht so leicht. Und der Mikrobiologie-Prof., der mich ein Jahr später im Diplom prüfen sollte? Dem schilderte ich auch das Problem, dass ich wegen einem Didaktiker unfreiwillig eineinhalb Stunden Vorlesung bei ihm verpasst hätte, aber er meinte, das sei nicht so schlimm. (Es hätte aber schlimm sein können: Denn was der uns da erzählt hat, steht so nirgendwo in bekannter Literatur, wo man es einfach nachlesen könnte, und auch nicht alles in seinem Skript zur Vorlesung.) Er nahm also auf mein unverschuldetes Problem auch keine Rücksicht, was das einzige ist, was ich bei ihm kritisieren kann.

    Die Diplomprüfung ein Jahr später bestand ich bei ihm dann mit 1,0. Ich bin aber auch heute noch felsensfest davon überzeugt, dass dieser Prüfungserfolg genau an diesen eineinhalb Stunden Vorlesung hätte scheitern können. (Ob ich dann in den anderen beiden Diplomprüfungen auch eine 1,0 bekommen hätte, ist fraglich. Die Prüfer lassen sich möglicherweise durch die Ergebnisse von anderen Prüfern beeinflussen und geben einem, der schon eine 1,0 hat, vielleicht leichter auch eine. Und der Mikrobiologie-Prüfer war halt der erste, bei dem ich im Diplom geprüft wurde. Er galt übrigens als „scharfer“ Prüfer – da waren bereits welche durchgefallen oder hatten nur eine 4,0 gekriegt.)

    Jedenfalls war ich ein Jahr vor den Diplomprüfungen, also in dem Semester mit dem vorbereitenden Kurs zum Schulpraktikum, restlos verärgert.

    Didaktiker sind meiner Erfahrung nach Leute, die die allereinfachsten Belange der Lernenden nicht einschätzen können. Wenn jemand glaubt, dass ein einmaliges Hospitieren in der Schule, und das noch bei einem Diplomstudenten, und dazu noch einem, der eh noch genug hospitieren sollte, wichtiger ist als eine besonders stark Diplomprüfungsrelevante Vorlesung, ja sorry, aber dann ist er in meinem Augen verrückt. Und er ist nicht nur verrückt, sondern meiner Meinung nach auch ein Tyrann, der noch nicht mal – obwohl es vernünftig gewesen wäre – auf ein winziges Bisschen Macht verzichten kann.

    Ach, und nochwas: Als ich dann an besagtem Donnerstag hospitierte, war es keineswegs so, dass ich den ganzen Morgen mir Biologieunterricht angucken musste. Nein, wir wurden da durchgeschleust, ohne Wahlmöglichkeiten zu haben, bei wem und in welchem Fach wir hospitieren sollte. Wir hospitierten dann – obwohl es eigentlich um den vorbereitenden Kurs zum Schulpraktikum in Biologie ging – zwei Stunden im Schwimmunterricht (!!), zwei in Französisch (!!!!) und eine einzige in Bio. DAS ist Lehrerausbildung! Und für den Sch*** habe ich eineinhalb Stunden von einer der wichtigsten und besten Vorlesungen im ganzen Studium verpasst – um mir Schwimmen & Französisch anzugucken. Es lag an meiner durch Verägerung eingeschränkten Aufmerksamkeit, dass ich am selben Tag noch beinahe von einem Auto überfahren wurde. Ich hatte als Fußgänger grün, und ein Auto von denen, die auch grün hatten, aber Fußgänger vorlassen mussten, kam zu schnell an, ich kam auch zu schnell (Ich hatte erst spät bemerkt, dass ich selbst grün hatte und bin halt schnell losgegangen, und hatte – es war bereits dunkel damals im November – dunkle Kleidung an.). Jedenfalls machte der Mann in dem Auto eine Vollbremsung und streifte mich. Als er zum Stehen kam, befand sich sein rechter Außenspiegel an meiner Jacke…

    …das war wirklich ein Schrecken. Wie gefährlich das war, weiß ich nicht. Vielleicht hätte ich es schon überlebt (?), aber mit gebrochenen Knochen?!? (Überfahren wird man meines Wissens nach in solchen Fällen eher nicht, sondern eher auf die Motorhaube genommen.)

    Aber so kommt es eben, wenn man im Bildungsystem immer so klein und rechtlos ist, sich ständig über die dollsten Dinge ärgern muss und ein derart hektisches Leben führen muss, anstatt sich in Frieden bilden zu dürfen.

    Es bleibt spannend – bleiben Sie dran! Nächste Woche geht es dann „prickelnd“ weiter, mit oder ohne Schöfferhofer Weizen. (Ja, das war jetzt Teil VIII, aber ich bin immer noch nicht fertig mit denen.)

    • Beweist mir, dass in den Bildungsplaenen zur „sexuellen Vielfalt“ Sexualpraktiken gelehrt werden sollen, und ich unterschreibe die Petition dagegen und werde mich in einen deutschen Xavier Bongibault verwandeln.

      Momentan bin ich völlig verwirrt, da die eine Seite von Sexualisierung von Kindern spricht und die andere eine solche Unterstellung zurückweist. Da ich die Hysterie kenne, die Kulturkonservative anstimmen, wenn sie einem Mann begegnen, dem Muschis egal sind, neige ich momentan zur Auffassung, hier wird bewusst verzerrt und übertrieben.
      Andererseits traue ich der linksfeministischen Fraktion durchaus zu, dass Akzeptanz für sexuelle Vielfalt lediglich ein Codewort ist, um zu verschleiern, dass es in Wirklichkeit um eine Dekonstruktion und Beschämung (männlicher) Heterosexualität geht.

      • @ Adrian

        „Beweist mir, dass in den Bildungsplaenen zur “sexuellen Vielfalt” Sexualpraktiken gelehrt werden sollen, und ich unterschreibe die Petition dagegen und werde mich in einen deutschen Xavier Bongibault verwandeln.“

        Wer ist das?

        Beweisen? Naja, ob da nun Sexualpraktiken gelehrt werden oder nicht, es geht jedenfalls in die Richtung.

        Einen „Darkroom“ pantomimisch spielen (mit 9 Jahren!) oder die Frage „Wie leitet man einen Puff?“ zum Unterrichtsthema zu machen, ist schon irgendwie bekloppt, oder?

        Und was suchen Vaginalkugeln im Unterricht? Bzw. warum muss man über sowas Unterricht machen?

        „Momentan bin ich völlig verwirrt, da die eine Seite von Sexualisierung von Kindern spricht und die andere eine solche Unterstellung zurückweist.“

        Ich weiß nicht recht, ob moderner „Aufklärungs“-Unterricht sexualisierend wirkt. Er wirkt eher lächerlich.

        Und oberflächlig. Da müssten ganz andere Themen besprochen werden. Auch Pick Up und so. Oder überhaupt biologische Grundlagen der natürlichen Geschlechterrollen.

        „Da ich die Hysterie kenne, die Kulturkonservative anstimmen, wenn sie einem Mann begegnen, dem Muschis egal sind, neige ich momentan zur Auffassung, hier wird bewusst verzerrt und übertrieben.“

        Von wem jetzt?

        „Andererseits traue ich der linksfeministischen Fraktion durchaus zu, dass Akzeptanz für sexuelle Vielfalt lediglich ein Codewort ist, um zu verschleiern, dass es in Wirklichkeit um eine Dekonstruktion und Beschämung (männlicher) Heterosexualität geht.“

        Den Verdacht habe ich. Und den dürften viele haben. In irgend einer Schulaufgabe war das Ehepaar mit Kindern eine von sieben Formen von Familien. Die sechs anderen waren alles mögliche. Schwarzes Ehepaar mit weißem Adoptivkind, Homos mit Kind usw. – immer sowas seltenes.

      • ät Adriano:
        Also entschuldige, aber Deine Argumentation erinnert doch sehr an Genderismus, nur in grün (rosa?).

        „Da ich die Hysterie kenne, die Kulturkonservative anstimmen, wenn sie einem Mann begegnen, dem Muschis egal sind“

        Das betrifft höchstens Proll-Typen. Ich kenne einen ausm Krankenhaus, der meinen schwulen Bettnachbarn stets veräppelt hat. Allerdings konnten sogar die beiden sich eigentlich ganz gut leiden. Der Proll den Homo (derauch noch Mulatte war) sogar mehr als mich.

        Daß wir Reaktionären jüngeren Datums Schwule eklig fänden, ist pure Genderpropaganda, um Kritiker zu diffamieren. Das findet man höchstens noch bei superfrommen Christen, die zT selber schwul sind und sich das nicht eingestehen wollen (ich kenne da einen…).

        Ich persönlich begrüße es, daß Du schwul bist. Mehr Weibchen für mich, hähä.

        Die Schwulen (und Lesben, sofern sie nicht männerhassende Gendas sind) sollten sich daher sehr genau überlegen, welche Forderungen sie stellen. Daß Homosexuelle überall verfolgt würden, ist ein Mythos wie die umfassende „Rape culture“.

        Der schwule Mulatte ausm Nachbarbett war Abiturient und in seiner Schule ein beliebter Paradiesvogel, der eigentlich keine Kohle hatte, das Schulgeld zu bezahlen (christliche Privatschule!), aber vom Förderverein gesponsert wurde.

        Staatliche Diskriminierung von Schwulen, zB durch nichtgewährte Steuererleichterung von Ehepaaren, gibt´s auch nicht mehr. Daß Kindermachen subventioniert wird, muß sein. Wer keine Kinder hat, kriegt halt keine Subventionen. Ob man schwul oder klein-dick-häßlich-bebrillt ist und deswegen keine Frauen befruchtet, ist unerheblich.

        • Zu meinen Vorwürfen oben. LSBTI ist ein wichtiger Teil des Genderismus. Schwule können sich nicht gleichzeitig vereinnahmen lassen und trotzdem Gender kritisieren.

        • ät ddbz:

          In Europa. Man könnte auch einwandern lassen, aber bislang kriegen unsere Politiker es ja nicht hin, außer Horden von Kostenfaktoren und zukünftigen (bzw. aktuellen) Intensivtätern eine nennenswerte Anzahl von steuerzahlenden Ingenieuren und Krankenpflegern zu importieren.

        • „Zu meinen Vorwürfen oben.“

          Was für Vorwürfe?

          “ LSBTI ist ein wichtiger Teil des Genderismus.“

          Nun ja, LSBTII brechen ja auch mit vielem, was man von Geschlechtern gewohnt ist.

          „Schwule können sich nicht gleichzeitig vereinnahmen lassen und trotzdem Gender kritisieren.“

          Das kommt drauf an, was man mit vereinnahmen und kritisieren meint.

        • ät Adrian:

          „Nun ja, LSBTII brechen ja auch mit vielem, was man von Geschlechtern gewohnt ist.“

          Nein, Schwule und Lesben haben sich schon immer so verhalten.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Harden-Eulenburg-Aff%C3%A4re

          Mein Vorwurf des doppelten Standards. Genders werden kritisiert, aber die Schwulen machen auch ganz gerne Diskriminierungstheater, um sich ein größeres Stück vom Kuchen zu sichern.
          Prall gefüllte Fördertöpfe, finanziert von rechten WHMn, gibt es längst nicht nur für „Frauenförderung“.

        • @ Axel

          Wie auch immer, warum soll Kindermachen mit Geld belohnt werden? Was soll das bringen? Kinder sind doch noch keine Ingenieure. Das kriegen nichtmal europäische Frauen hin … 🙂

          Bisher habe ich noch von niemanden ein brauchbaren Argument dazu bekommen,

        • ät ddbz:

          Kinderkriegen ist heutzutage ein Risikofaktor für Altersarmut. Da unsere Frauen zudem nur 1,4 Kinder zur Welt bringen, ist die Rentenkatastrophe vorprogrammiert. Wenn nicht gleich eine westeuropäische Wirtschaftskrise.

          Ingenieure, die heute arbeiten, bringen zwar Wohlstand. Langfristig brauchen wir aber Nachwuchs. Und den haben wir heute schon nicht ausreichend.
          Daher muß fürs Kinderkriegen ein Anreiz geschaffen werden, der durch die erhöhte Frauenarbeit verlorengegangen ist.

          Die Genderpropaganda, welche besagt, daß nur Erwerbsarbeit „Teinahme am Leben“ sei, und Elternschaft bestenfalls Nebenbei-Luxus, ist gefährliche Ideologie.

          Eine gebildete Frau, die zwei bis drei Kinder zur Welt bringt, ist für Deutschland erheblich wichtiger als eine zB Managerin ohne Nachwuchs.

        • @ Axel
          Den Verweis auf die Harden-Eulenburg-Affäre verstehe ich nicht.

          „Mein Vorwurf des doppelten Standards. Genders werden kritisiert, aber die Schwulen machen auch ganz gerne Diskriminierungstheater, um sich ein größeres Stück vom Kuchen zu sichern.“

          Welcher Kuchen?

          „Prall gefüllte Fördertöpfe, finanziert von rechten WHMn, gibt es längst nicht nur für “Frauenförderung”.“

          Von diesen Fördertöpfen habe ich als Schwuler noch nichts abbekommen. Ich zahle im Übrigen auch Steuern. Das nur so nebenbei.

        • ät Adrian:

          Doof stellen finde ich doof.

          Habe übrigens gerade über den Film gelesen, den Du erwähntest: „Coming in“.

          So was meine ich. Was ist daran schwulenfeindlich? Daß sich ne Hetera in eine Homofrisör verliebt und versucht, ihn umzudrehen, ist ne lustige Geschichte, sonst nix.
          Jedenfalls keine Propaganda für Schwulenheilung.

          Es sei denn, Du weist nach, daß der Vatikan den Film finanziert hat.

        • @ Axel

          Dann erklär mir doch mal, warum ein deutscher Mensch besser arbeiten können soll als ein nichtdeutscher Mensch. Wir Menschen leben auf einem Planeten und wenn die Erde die Menschheit nicht mehr ernähren kann, werden wir hier auch darunter leiden. Was Du machst ist in Kleinstaaterei denken. 😦

          Was soll denn die Geschichte von der Rente? Du bist der Verarsche der Politiker aber gewaltig auf den Leim gegangen. Glaubst Du wirklich durch immer mehr Kinder würde die Rente etwa sicher? Na, dann haben’se Dich aber wirklich richtig geleimt …

          Übrigens kannst Du die Tränengeschichte von der Altersarmut der Kinderbesitzer einem anderem erzählen. Ich finde, niemand wird gezwungen Kinder zu machen und jeder soll das Risiko davon eben auch selber tragen. Was habe ich denn mit den Kindern anderer Leute zu schaffen und warum soll ich für die eigentlich bezahlen?

          Wir haben oder werden eine massive Überbevölkerung auf der Erde bekommen und Du willst noch mehr Kinder machen lassen? Das soll einer verstehen.

        • @ Axe
          „Doof stellen finde ich doof.“

          Oder ich verstehe es wirklich nicht. Also noch mal? Was soll mir Dein Verweis auf die Harden-Eullenburg-Affäre sagen?

          Und welche Fördertöpfe kann ich als angestellter, lediger Homo der unteren Mittelschicht mit Steuerklasse 1 plündern? Würde ich gerne wissen, damit ich ab Montag die entsprechenden Anträge einreichen kann.

          „Was ist daran schwulenfeindlich?“

          Habe ich nie geschrieben. Ich schrieb:

          „Der erwähnte Film stößt mir aus einem ganz anderen Grund sauer auf. Es geht nicht darum, dass sich der Typ in eine Frau verliebt, fein, soll er doch, immerhin gibt es auch bisexuelle Menschen, und ich selbst bin etwa zu 5,2 Prozent heterosexuell. Nein, was mich an dem Film nervt ist, dass er Schwule und schwule Beziehungen nicht ernst nimmt, dass er sie als eine Laune betrachtet, als einen “Lifestyle”, aus den man herauswächst.

          Der Film ist für ein großstädtisches, heterosexuelles weibliches, Publikum gedacht, richtet sich an Frauen, die heimlich in ihren besten schwulen Freund verknallt sind, die diesen den dummen Heteromännern vorziehen, weil die eh zu nichts taugen würden. Der Film schmeichelt der narzisstischen weiblichen Seele und wertet sowohl schwule als auch heterosexuelle Männer und deren Sexualität ab.“

          https://allesevolution.wordpress.com/2014/10/22/sexuelle-belastigung-und-gruppenschuld-der-manner/

        • ät ddbz:

          Die Überbevölkerung ist kein Problem Westeuropas. Wenn unsere 82 Millionen stabil bleiben, macht das den Bock nicht fett.

          Und ja: Wenn wir Deutschen aussterben, ohne daß kompetente Einwanderer uns ersetzen, geht die Wirtschaft vor die Hunde und mit ihr die Rente.
          Das ist einfachste Mathematik.

          „Was habe ich denn mit den Kindern anderer Leute zu schaffen und warum soll ich für die eigentlich bezahlen?“

          Du scheinst noch recht jung zu sein. Wenn Du der 65 näher kommst, wird sich Deine Perspektive ändern – müssen.

          Die „Verarsche“ sehe ich eher darin, Frauen zu verklickern, nur Erwerbsarbeit sei allein seligmachend; und Heirat und Kinderkriegen sei „uncool“.

          Zum Glück ist meine Nachfolgegeneration (* > 1980) schlauer als meine. Da gelten konservative, „gestrige“ Werte wieder was.

        • ät Adrian:

          „Harden-Eulenburg-Affäre“: Schwules Verhalten gab es schon vor der LSBTI-Bewegung, wenn auch heimlich. Man wußte trotzdem, was läuft.

          „Würde ich gerne wissen, damit ich ab Montag die entsprechenden Anträge einreichen kann.“ –
          Wenn Du selbst nicht profitierst, ok. Aber die Werbetrommel rühren wie ganz oben unter Matthias´ Beitrag mußt Du für die LSBTI-Bewegung trotzdem nicht.

          „Nein, was mich an dem Film nervt ist, dass er Schwule und schwule Beziehungen nicht ernst nimmt, dass er sie als eine Laune betrachtet, als einen “Lifestyle“-
          Also schwulenfeindlich.
          Deine Sorgen möchte ich haben.

          Müssen Schwulenfilme jetzt vom LSBTI-Verband auf die nötige „Ernsthaftigkeit der Vermittlung von Homo-Partnerschaften“ abgeklopft werden?

          So wie die Genda-Radfems Haß auf Frauen erzeugen, erzeugst Du mit Deiner Haltung Ablehnung von Homos. Daß so ein Popcornfilm für weitere Normalisierung von Schwulität in der Öffentlichkeit sorgt, entgeht Dir durch Deine Paranoia völlig.

        • @ Axel

          „Du scheinst noch recht jung zu sein. Wenn Du der 65 näher kommst, wird sich Deine Perspektive ändern – müssen.“

          Warum? In Bezug auf was?

          Erstens bleiben unser 82 Millionen nicht stabil und das finde ich nicht schlimm. Zweitens hast Du doch eine Lösung genannt: Zuwanderung. Wo also ist Dein grundsätzliches Problem?

          Und wenn ALLE Völker auf der Erde denken, ihr jeweiliges Bevölkerungswachstum mache den Kohl nicht fett, dann gute Nacht Marie.

          Warum wehrst Du Dich hier gegen eine eigentlich sehr einfache logische Überlegung?

          Übrigens würde ich mir nicht als Frau, sowenig wie ich es auch als Mann mache, verklicken lassen, Kindermachen mache selig. Den Scheiß kannst Du ja mal dem Papst persönlich erzählen … der hat doch nicht etwa heimlich Kinder gemacht? 😉

        • „Schwules Verhalten gab es schon vor der LSBTI-Bewegung, wenn auch heimlich. Man wußte trotzdem, was läuft.“

          Ja, und wenn man es wusste, kam man vor Gericht und vielleicht sogar ins Gefängnis.

          „Aber die Werbetrommel rühren wie ganz oben unter Matthias´ Beitrag mußt Du für die LSBTI-Bewegung trotzdem nicht.“

          Werbetrommel? Habe ich etwa Männer aufgefordert, ihre Freundinnen und Frauen zu verlassen und sich gegenseitig in den Arsch zu ficken?

          „Müssen Schwulenfilme jetzt vom LSBTI-Verband auf die nötige “Ernsthaftigkeit der Vermittlung von Homo-Partnerschaften” abgeklopft werden?“

          Nein, müssen sie nicht – abgesehen davon bin ich kein LSBTII-Verband und nicht mal in einem Mitglied – dennoch kann ich einen Film kritisieren und doof finden. Oder muss meine Meinung erst von Axel auf axelsche Gesinnungstreue abgeklopft werden?

        • ät ddbz:

          Findest Du, das die Zuwanderung gerade sinnvoll läuft? Ich nicht.
          „Alle Völker“: Bei uns stimmt´s schon.

          „Kindermachen mache selig. „: Habe ich nicht gesagt. Arbeiten als einzige Möglichkeit stimmt aber auch nicht.

        • ät Adrian:
          „Ja, und wenn man es wusste, kam man vor Gericht und vielleicht sogar ins Gefängnis. “
          Stimmt nicht. Harden oder der Papi von Oscar Wildes Freund haben das gezielt genutzt. War vorher trotzdem bekannt.

          „Habe ich etwa Männer aufgefordert, ihre Freundinnen und Frauen zu verlassen und sich gegenseitig in den Arsch zu ficken?“
          Du drehst es aber so, daß es paßt. Ich schreibe nicht von Werbung fürs Schwulsein, sondern Werbung für den LSBTI-Arm der Gender-Ideologie.
          LSBTI in der Schule, LSBTI bitte „ernsthaft“ in den Medien dargestellt. Und Genderklos fandest Du ja neulich auch noch ok.

          Wenn Du die Leute mit so was nervst, versagst Du Dir jedes Verständnis.
          Die Mehrheit der Bevölkerung ist deutsch, cis-Hetero, pragmatisch, modern-konservativ, sozial-kapitalistisch etc.

          Wenn nun jede (Teil-)Minderheit ankommt und Extrawürste gebraten bekommen will, darf sie sich über den Aufbau von Aggressionen nicht wundern.

        • @ Axel
          Wir müssen jetzt nicht darüber reden, dass Homosexualität strafbar gewesen ist, oder?

          „LSBTI in der Schule“

          Ja, warum denn nicht? Ich war in der Schule. Hätte mich damals gefreut, wenn das Teil des Curriculums gewesen wäre.

          „LSBTI bitte “ernsthaft” in den Medien dargestellt.“

          Ja, warum denn nicht? Findest Du ja auch nicht gut, wenn Heterosexualität durch Feministen und Genderisten lächerlich gemacht wird, oder?

          „Und Genderklos fandest Du ja neulich auch noch ok.“

          Finde ich immer noch. Männer und Frauen leben zusammen, arbeiten zusammen und gehen gemeinsam ind Bett. Dann werden sie ja wohl das gleiche Klo benutzen können. Und wenn es ein drittes Klo gibt, mir auch egal. Stört mich nicht, betrifft mein Leben nicht, macht anderen aber das Leben leichter.

          „Wenn Du die Leute mit so was nervst, versagst Du Dir jedes Verständnis.“

          Ihr konservativen Maskus nervt mich auch zuweilen mit Euren weibischen Jammerei über die Dekadenz der Moderne und die Homosexualisierung des Planeten. Ich versuche trotzdem Euch zu verstehen. Und bin gar nicht so selten sogar mit Euch einer Meinung.

          „Wenn nun jede (Teil-)Minderheit ankommt und Extrawürste gebraten bekommen will, darf sie sich über den Aufbau von Aggressionen nicht wundern.“

          Ich möchte keine Extrawürste. Sondern gleiche Rechte für Mann und Frau.

        • Ja echt ma, wo kämen wir denn da HIN wenn hier auf einmal jede dahergelaufene Minderheit mitbestimmen möchte, wie sie in Medien und Gesellschaft dargestellt wird!

          Vom Durchschnittsdeutschen kann doch nicht ernsthaft verlangt werden, auf seine liebgewonnenen Stereotypen und nettgemeinten Diskriminierungen zu verzichten, das ist Leitkultur!

          Und überhaupt, alle denken so wie ich und wer es nicht tut ist Teil der Gendermafia und Homolobby und im übrigen antideutsch. Das wird man ja nochmal so sagen dürfen, wo SIND WIR DENN???

        • ät Adi:

          „Ja, warum denn nicht? Ich war in der Schule. Hätte mich damals gefreut, wenn das Teil des Curriculums gewesen wäre.“

          Super, verordnete Toleranz. Am besten mit Regenbogenuniform und Fahnenappell am Morgen. Bist Du Ossi? Noch Staatsbürgerkunde gehabt?

          Was ist mit Alten, Ausländern, Behinderten, Häßlichen, Konservativen etc? Warum gibt es kein Curriculum für die?
          Oder sind LSBTI was Besonderes?

          Tatsache ist, daß Frauen und Schwule nicht mehr diskriminiert werden. Der ganze Gendertanz ist nur ein Machtspielchen.

          „Findest Du ja auch nicht gut, wenn Heterosexualität durch Feministen und Genderisten lächerlich gemacht wird, oder?“

          Haha. Guck mal die letzten Schweighöfer-Filme an. Hetero-Witzfiguren, wenn auch sympathisch. In lustigen Liebesverrenkungen. Mach ich deswegen irgendwelche Aufstände?

          „Finde ich immer noch. Männer und Frauen leben zusammen, arbeiten zusammen und gehen gemeinsam ins Bett. Dann werden sie ja wohl das gleiche Klo benutzen können.“

          Bestechende Logik. Ich arbeite mit den Kolleginnen, gehe mit ihnen allen ins Bett, dann kann ich auch in der Kabine neben ihnen scheißen.
          Wenn Dir das nichts ausmacht, hast Du Dich vielleicht mal gefragt, ob den Heten und Heteras es vielleicht was ausmacht?

          Vergiß nicht: Wir sind die meisten, nicht Du und die Gendertussis.

          „Ihr konservativen Maskus nervt mich auch zuweilen mit Euren weibischen Jammerei über die Dekadenz der Moderne und die Homosexualisierung des Planeten. Ich versuche trotzdem Euch zu verstehen. “

          Ich bin kein Masku. Die Jammerei betrifft auch nicht mich. Sag es dem Kollegen, den Du meinst.

          „Ich möchte keine Extrawürste. Sondern gleiche Rechte für Mann und Frau.“

          Ist seit Jahrzehnten erreicht. Wo ist das Problem?
          Du willst Sonderrechte für die „Unterdrückten“, also Frauen und schwule Männer.
          Michael Klein hat mal über einen alten Mann im Altersheim geschrieben, der in einer Windel am Bett festgebunden wird.

          DAS ist Diskriminierung. Aber ist ja uncool, so´n alter Knacker, gell? War wahrscheinlich auch noch Landser bei Adolf, der alte Sack.

          Da ist die „Homoheiler“-Darstellung von Schwulen in Kinofilmen natüüüürlich viel, viel schlimmer.

          Du lebst historisch gesehen im absoluten Luxus, Adrian. Deine Luxusproblemchen interessieren im Vergleich zu dem alten Mann nicht.

        • ät Marenleinchen, süß&klein:

          Die Mehrheitsdeutschen, also konservative Hetero-Bio-Deutsche, die das Gros des Steueraufkommens bewerkstelligen, sind alles verachtenswerte chauvinistische Nazis, die gefälligst die Fresse zu halten und ordentlich Kohle zu bezahlen haben.

          Nach all den Jahrtausenden Frauen- und Schwulen- und Ausländer-Unterdrückung haben die Mehrheitsdeutschen nun ihre Sippenschuld abzutragen.

          Deswegen muß die Macht nun an antideutsche linksradikale Genderologen und Asyllobbyisten abgegeben werden, die ganz allein bestimmen, was die 95% der demokratischen Mehrheit zu tun, zu lassen und zu denken haben!

          Maren for president…

        • @ Axel
          „Super, verordnete Toleranz.“

          An einer Schule werden nun einmal Werrte gelehrt. Das gedeihliche MIteinander auf der Basis von Toleranz zwischen Menschen ungeachte Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Religion etc. pp gehört m. E. dazu.

          „Was ist mit Alten, Ausländern, Behinderten, Häßlichen, Konservativen etc? Warum gibt es kein Curriculum für die?“

          Gibt es doch. Im Geschichts-, Sozial- und Politikunterricht.

          „Mach ich deswegen irgendwelche Aufstände?“

          Natürlich machst Du Aufstände. Du treibst Dich in einem Blog-Forum rum und echauffierst Dich über Feminismus, obwohl es da draußen alte Männer gibt, die mit Windeln an ihr Bett gefesselt sind.

          „Du willst Sonderrechte für die “Unterdrückten”, also Frauen und schwule Männer.“

          Pure Unterstellung. Sag mir, wo ich das gefordert hätte.

          „Du lebst historisch gesehen im absoluten Luxus, Adrian. Deine Luxusproblemchen interessieren im Vergleich zu dem alten Mann nicht.“

          Das ist richtig, geht aber Dir und alle anderen hier im Blog genau so.

        • @ Adrian

          „“Du lebst historisch gesehen im absoluten Luxus, …“

          Das ist richtig, geht aber Dir und alle anderen hier im Blog genau so.“

          Woher weißt Du das? Ich hätte wahrscheinlich als Raubritter ein ganz feines Leben, besser als heute möglich … und Roslin erst! Der könnte von Schloß zu Schloß, von Mätresse zu Mätresse ziehen. 🙂

        • ät Adrian
          &ddbz:

          „An einer Schule werden nun einmal Werrte gelehrt. “

          Durch Vorbildfunktion vielleicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß ich im Unterricht gesagt bekam, ich soll den und den gefälligst tolerieren.
          Daß LSBTI-Toleranz wie in Stuttgart nun in jeder Säule des Bildungsprogramms betont vermittelt werden soll, erinnert sehr an die einseitige Vermittlung hohler kommunistischer „Werte“ im ML der DDR-Schule.
          Die Schüler sind zum Teil jetzt schon genervt von dem Sozialismus-Ersatz (hat ’68 ja leider nicht geklappt).

          „Natürlich machst Du Aufstände. Du treibst Dich in einem Blog-Forum rum und echauffierst Dich über Feminismus, obwohl es da draußen alte Männer gibt, die mit Windeln an ihr Bett gefesselt sind.“

          Haha. Ein Blogbeitrag zur Evolution ist kein „Aufstand“. Schön wär´s ja.
          Die LSBTI-Genderlobby in den Medien, der Verwaltung und der Politik hat da ganz andere Möglichkeiten, die auch fleißigst genutzt werden.

          “Du willst Sonderrechte für die “Unterdrückten”, also Frauen und schwule Männer.”

          Siehe oben: Genderklo, „Coming in“-Film….
          Was ist mit meinen Hetero-Rechten? Warum trittst Du nicht für die getrennten Klos ein, die die Mehrheit will? Warum beklagst Du nicht die Verächtlichmachung des modernen Mannes in den deutschen Filmen?

          „Ich hätte wahrscheinlich als Raubritter ein ganz feines Leben,“

          Hehe, ja siehste….

    • ät Matthias:

      Uff, das war ja fast wieder ein Rekordbruch! 😉
      Du solltest Wissenschaftsjournalist werden. Das meine ich ernst.

      Wüßte nur grad nicht, wo. Ich bin bei einem Labormagazin (nebenbei), das paßt nicht so ganz. Chrismon? Ach nee, da darf man keine vom Zeitgeist abweichenden Ansichten äußern….

      Was ich nicht so ganz verstanden habe: Was war denn donnerstags so besonders an der Schule? Hat sich der Prof da die Bikini-Mädchen im Schwimmbad angucken können? Klingt nämlich fast so. Ich hätte Anfänger auf jeden Fall nicht gleich im Praktikum ins Schwimmbad geschickt. Verdächtig….

      Gut, daß Du den Mibi-Prof angesprochen hattest. Vermutlich hatte der innerlich die Augen verdreht, weil er die Pfeifen aus der Didaktik schon kannte.
      A propos Pfeifen: hatte ja schon mal erzählt, daß mein ehemalig kritischer Studienfreund nach dem Wechsel von der Biologie in die Didaktik plötzlich zu gendern anfing und den ganzen „SuS“-Quatsch freiwillig mitmachte.

      Hab aber noch einen anderen Lehrer-Freund (ein guter Katholik), der über den Mumpitz nur lacht. Aber selbst der sah sich gezwúngen, für seine Referendarsarbeit „Schüler* (*alle Geschlechter gemeint)“ zu schreiben. Mit der Begründung, „man wisse nie, wer das so zu lesen bekomme“.

      Eine Nachhilfeschülerin von mir (10.Klasse) meinte übrigens neulich zu mir, daß in ihren Soziakunde-Heften der Begriff „Schüler“ stets mit den biologischen (!!) Zeichen für „weiblich“ und „männlich“ versehen ist. 😉
      Das mit dem dritten Geschlecht hatten sie ganz vergessen…Kommt aber noch! Dann nimmt der Begriff „Schüler“ mit den ganzen bekloppten Ergänzungen gleich drei Zeilen ein, damit sich alle 60 Geschlechter unter den Schülern ausreichend repräsentiert fühlen können…..
      Dadurch wird der Text zwar 500% länger, aber egal, Hauptsache, es fühlt sich niemand diskriminiert!

      Noch ein Bonbon: Der katholische Lehrerfreund meinte, daß statt „Lehrer“ heutzutage gerne „LuL“ gesagt wird.
      „Lehrerinnen und Lehrer“. Höhö. 😉

      • @ Axel

        „Uff, das war ja fast wieder ein Rekordbruch! ;-)“

        Ja, oder anders ausgedrückt: Das musste mal wieder sein. Ich habe auch noch mehr zu erzählen. Ich finde überhaupt, dass die Leute, die den ganzen didaktischen/pädagogischen Bereich dominieren, dass die viel zu sehr von der Gesellschaft einfach so gelassen werden. Die Gesellschaft weiß halt kaum, was die so treiben.

        „Du solltest Wissenschaftsjournalist werden. Das meine ich ernst.“

        Okay – wer weiß, was ich noch alles mache.

        „Wüßte nur grad nicht, wo. Ich bin bei einem Labormagazin (nebenbei), das paßt nicht so ganz. Chrismon? Ach nee, da darf man keine vom Zeitgeist abweichenden Ansichten äußern….“

        Dabei sind vom Zeitgeist abweichende Meinungen in vielen Fällen erst die eigentlich wertvollen Meinungen, ohne die es keine echte Demokratie mehr gibt.

        Das ist das Dilemma.

        „Was ich nicht so ganz verstanden habe: Was war denn donnerstags so besonders an der Schule?“

        Es ging aus irgendeinem organisatorischem oder juristischem Grund nur Donnerstags. Warum, das verstehe, wer will. Man sollte meinen, dass es immer geht. Aber es sollten halt auch wohl mehrere Studis denselben Unterricht sehen.

        „Hat sich der Prof da die Bikini-Mädchen im Schwimmbad angucken können?“

        Nein, er war nicht dabei und auch kein Prof.

        „Klingt nämlich fast so. Ich hätte Anfänger auf jeden Fall nicht gleich im Praktikum ins Schwimmbad geschickt. Verdächtig….“

        In der Hinsicht war es harmlos. Kinderbetreuung im Schwimmbad halt. Das war Klasse 6. Aber gut, wäre schlimm gewesen, wenn er dabei gewesen und DAS sein Motiv gewesen wäre. War aber nicht.

        Nur: Was soll denn bitte ein Biologiestudent des Lehramts und/oder des Diploms, der die Biologiedidaktik als einen seiner drei Schwerpunkte hat, mit Schwimmunterricht anfangen? oder mit Französisch? Und DAFÜR was Diplomprüfungs-relevantes weglassen?

        „Gut, daß Du den Mibi-Prof angesprochen hattest.“

        Erst hinterher. Der hätte mir eh nicht helfen können. Außer in dem Punkt, dass er nochmal geguckt hätte, was er an dem Vorlesungstag gemacht hat, und all das in der Diplomprüfung fairerweise nicht abgfragt.

        „Vermutlich hatte der innerlich die Augen verdreht, weil er die Pfeifen aus der Didaktik schon kannte.“

        Er hat jedenfalls häufiger über Lehramtsstudenten die Augen verdreht, und auch über die Art des Lehramtsstudiums, aber auch über vieles andere an der Uni. Und das zurecht.

        Einmal sagte er sowas wie „Wenn Sie dann so ein Protokoll da reinkriegen, mit so Sachen wie „Was sind die didaktischen Ziele dieses Versuches…“…“

        Er schüttelte sich etwas dazu.

        Einmal traf ich Lehrämtler, die gerade bei ihm Mikrobio hatten. Die mussten die Hälfte von dem machen, was wir im Grudnstudium als Pflichtpraktikum hatten – also fast nichts.

        Das war der „Kram für Babys“, wie besagter Prof einmal meinte.

        Diese Lehramts-Mädels jedenfalls meinten, es sei total schlimm bei ihm. Er würde ihnen immer vorwerfen, sie hätten es nicht verstanden.

        Dann, wenige Sekunden später meinte die Lehramtsstudentin, die mir das erzählte, etwas betreten: „Naja, wir haben es auch nicht verstanden…“

        Einfach geil!

        „A propos Pfeifen: hatte ja schon mal erzählt, daß mein ehemalig kritischer Studienfreund nach dem Wechsel von der Biologie in die Didaktik plötzlich zu gendern anfing und den ganzen “SuS”-Quatsch freiwillig mitmachte.“

        Über so Leute kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Nicht primär wegen SuS u.ä., sondern generell.

        „Hab aber noch einen anderen Lehrer-Freund (ein guter Katholik), der über den Mumpitz nur lacht. Aber selbst der sah sich gezwúngen, für seine Referendarsarbeit “Schüler* (*alle Geschlechter gemeint)” zu schreiben. Mit der Begründung, “man wisse nie, wer das so zu lesen bekomme”.“

        Alles verrückt heute. Allein schon die Radikalität, mit der solche Regeln durchgesetzt werden. Und wer notgedrungen alles mitmacht.

        „Eine Nachhilfeschülerin von mir (10.Klasse) meinte übrigens neulich zu mir, daß in ihren Soziakunde-Heften der Begriff “Schüler” stets mit den biologischen (!!) Zeichen für “weiblich” und “männlich” versehen ist. ;-)“

        Alles krank.

        „Das mit dem dritten Geschlecht hatten sie ganz vergessen…Kommt aber noch! Dann nimmt der Begriff “Schüler” mit den ganzen bekloppten Ergänzungen gleich drei Zeilen ein, damit sich alle 60 Geschlechter unter den Schülern ausreichend repräsentiert fühlen können…..
        Dadurch wird der Text zwar 500% länger, aber egal, Hauptsache, es fühlt sich niemand diskriminiert!“

        Dabei fühlt sich doch so gut wie keiner von denen diskriminiert! Wer fühlt sich denn dadurch diskriminiert, dass es zwei Geschlechter gibt?

        Doch höchstens die Gendersens. Und da trifft es die richtigen!!!

        „Noch ein Bonbon: Der katholische Lehrerfreund meinte, daß statt “Lehrer” heutzutage gerne “LuL” gesagt wird.
        “Lehrerinnen und Lehrer”. Höhö. ;-)“

        Alles beknackt – und die wahren Probleme geht keiner an.

        • ät Matthias:

          „Dabei sind vom Zeitgeist abweichende Meinungen in vielen Fällen erst die eigentlich wertvollen Meinungen, ohne die es keine echte Demokratie mehr gibt. “

          Deswegen habe ich ja mal empfohlen, die „Junge Freiheit“ zu verlinken. Haben fast täglich Gendernachrichten, u.ä. Hier was Intereressantes für Dich: http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/berlin-schafft-geschichtsunterricht-ab/

          Der ist gut: „Er würde ihnen immer vorwerfen, sie hätten es nicht verstanden.
          Dann, wenige Sekunden später meinte die Lehramtsstudentin, die mir das erzählte, etwas betreten: “Naja, wir haben es auch nicht verstanden…”“
          Hehe. Tja, wie das Klischee besagt, die gehen da schon mit null Ahnung und null Motivation rein.

          „Wer fühlt sich denn dadurch diskriminiert, dass es zwei Geschlechter gibt? “
          Mein katholischer Lehrerfreund meinte, der Lehrbetrieb würde schon etwas „erden“; von den Lehrern, die an seiner Penne reichlich zu tun haben, habe keiner mehr Lust, zusätzliche Energie in Genderformen zu investieren.
          Das sind wohl eher die Sesselfurzer in den Ämtern, Unis und Ministerien, die iG. zu den Frontkämpfern schlicht zu wenig zu tun haben.

          Vermutlich waren Deine Didaktos auch nicht gerade überbeschäftigt. Anders kann ich mir solche Aktionen wie das „errötende Ungeheuer“ nicht vorstellen.

          „Alles beknackt – und die wahren Probleme geht keiner an.“
          Tja, denn das wäre ja wirklich Arbeit!

  2. Habe einen dritten, inzwischen recht resignierten Artikel über GamerGate geschrieben:

    http://www.buddelfisch.de/2014/10/gamergate-for-one-brief-shining-moment/

    An sich zweifelte ich schon, ob das hier wirklich noch hinpasst, da es in der Affäre ja gerade nicht um Geschlechterthemen geht, sondern diese nur vorgeschoben werden, aber dazu führte es dann doch wieder zur hiesigen Relevanz. Denn ich habe mal meine, auch hier ansatzweise mitgeteilten Theorien darüber ausgeführt, wieso sich einige der stärksten und heftigsten männlichen feministischen Kämpfer als solche ausgeben, obwohl sie es meines Erachtens nicht sind.

    • @DMJ

      Hab hier zwei Videos bzgl. #gamergate.

      Unter „Unterdrückungsolympiade (Oppression Olympics)“ ist auch noch eins (die Diskussionsrunde unten).

      Du hattest recht mit deiner Einschätzung der Fine Young Capitalists. Sie bezeichnen sich offenbar selbst als Feministen. Zumindest dieser Matthew. Sargon hat ihn interviewed.

      A Conversation with The Fine Young Capitalists

      Ein erster Teaser Clip von Davis Aurini’s “The Sarkeesian Effect” Film.

      Darin kommt u.a. auch die Sozialaktivistin Justine Tunney ( https://justinetunney.com/) vor. Sie hat auch bei der Occupied Bewegung mitgemacht und sagt im Clip von sich selbst sie sei ein “Street Intellectual”.

      Ihr Blog hat es in sich, z.B. “God is a Transsexual”, “Why Nerds Should Be Segregated”, …

      #TheSarkeesianEffect Teaser No.1, October 2014

        • @petpanther
          Natürlich findest du das nicht.
          Aber schau dir doch mal professionell gemachte Dokumentationen an und vergleiche das mit dem Zeug was dir da präsentiert wird.

          Wenn die Zuschauer sich anstrengen müssen um die Interviewpartner zu verstehen ist das schlechtes Handwerk
          Wenn die Zuschauer die Interviewpartner nicht erkennen ist das schlechtes Handwerk.
          Wenn die Interviewpartner nicht geführt werden, ist das schlechtes Handwerk.

        • @Leinchen

          Taktikänderung? Shaming by Association heißt so was glaub ich … früher auch als mit Dreck werfen bekannt.

          Ich find es ist für die Mittel ganz ordentlich gemacht.

          Wir findest du denn Justine?

        • @petpanther
          *Ich find es ist für die Mittel ganz ordentlich gemacht.*

          Nö. Eine ordentliche Kamera und Mikros wäre die absolute Priorität gewesen, bevor man sich über eine Kinopremiere mit Afterparty in Vegas Gedanken macht.

          *Wie findest du denn Justine?*

          Als sie sich als street intellectual bezeichnet hat, hab ich sehr stark die Augen verdreht.
          Als sie Occupy als unpolitisch bezeichnet hat, hielt ich sie für ein bisschen schlicht.
          Und als ich ihre Blogeinträge und Tweets überflogen hielt ich sie für nicht mehr ganz knusper.

        • @ marenleinchen

          *Hach herrlich*

          Eher dämlich.

          Warum widmet er sich nicht dem?

          Immerhin mehr als eine halbe Million Zugriffe, müsste doch ein lohnenderes Ziel sein für so einen SJW.

      • @marenleinchen:
        Im Artikel? Ich bin halt resigniert, dass es gar nicht vorangeht, weil der „Gegner“ halt die Fachpresse ist, die darüber berichtet. Entsprechend also diejenigen, über die Außenstehende von der Sache erfahren können. – Und dann können da noch so viele Frauen, Transgenderleute und People of Color in den Reihen von GG sein, wenn die großen Seiten an der Absprache festhalten, GG sei ein sich abschottender „white boys club“, bekommen die meisten Leute nicht mehr mit.
        So werden (ich gestehe offen, diesen Aspekt nur zu streifen, bin eben auch parteiisch) natürlich auch die übermäßig wütenden Leute auf der GG-Seite noch wütender und paranoider, so dass es auch bei denen mehr danebene Ausfälle gibt. – Die greift dann wieder die Presse auf usw. usf.

        Hatte anfangs eben die Hoffnung, die erwiesene Diversität würde hier einige Augen öffnen und eine offene Diskussion ermöglichen, aber stattdessen hat sich inzwischen fast alles in seine Lager zurückgezogen und redet nicht mit, sondern nur übereinander.

        • Ach so – ich überlegte schon, wollte aber nicht mit einer Textwüste erschlagen, falsch ich es falsch verstanden hätte. 😉

          Aaaalso kurz zusammengefasst:
          Als das intime Verhältnis einer Spieleprogrammiererin und eines Gamingjournalisten aufgedeckt wurde und es für ihn keine beruflichen Konsequenzen hatte, protestierten viele Spieler dagegen und bezeichneten die Gamingpresse als korrupt. In ihrem Gefolge natürlich auch Trolle, welche ihren Hass auf die Frau ausgossen, weil sie Sex hatte.

          So weit, so normal, nur dann reagierte die große Spielepresse (wie sich später herausstellte, tatsächlich abgesprochen) damit, nun den „Death of Gaming“ zu verkünden. Mit dieser Affäre, so sagten sie, hätte sich gezeigt, dass Gamer grundsätzlich Frauenhasser seien und man sich entsprechend nicht so bezeichnen solle. Kritische Postings und Threads zu dieser These oder der Anfangsaffäre wurden zudem überall gelöscht. Das brachte nun die Spieler auf die Barrikaden, die nun zum Boykott der beteiligten Seiten aufriefen und unter #notyourshield Minderheiten sammelten, die sich zu ihrer Seite bekannten und der Behauptung widersprachen, die Szene werde von rassistischen weißen Heterojungs voller Frauenhass beherrscht.

          Tja… und auf dem Stand steht es seitdem. Auf beiden Seiten wurde gepöbelt, gedoxt und bedroht und nichts geht voran.

        • @DMJ

          Da hast du nun aber ne Menge unterdrückt.

          Nur Sarkeesian als Beispiel.

          Deine Darstellung ist insofern falsch und irreführend, dass du micht erwähnst das das eigentliche Ärgernis die Nötigung und das Beschmutzen durch SJWs ist.

          Nur indirekt.

          Und wie das funktioniert lernen wir hier durch Wizorek und Co.

          Die haben so z.B. die Piratenpartei platt gemacht. Das sind Polithasadeurinnen die nahe an Volksverhetzung kommen. Aus Profit- und Statusgier.

          Die Gaming Comminity wehrt sich als erste.

        • @dmj
          Ok, ich vergleiche das mal mit dem was ich weiß:

          *Als das intime Verhältnis einer Spieleprogrammiererin und eines Gamingjournalisten aufgedeckt wurde*

          Von ihrem angepissten Exfreund in einer mehr als zweifelhaften Aktion

          *und es für ihn keine beruflichen Konsequenzen hatte, *

          weil er meines Wissens nach nie ihr Spiel reviewt hat ausser in einem Top 50 Ranking.

          *protestierten viele Spieler dagegen und bezeichneten die Gamingpresse als korrupt. In ihrem Gefolge natürlich auch Trolle, welche ihren Hass auf die Frau ausgossen, weil sie Sex hatte.*

          Interessanterweise beschweren sich dieselben Gamer erst über eine bekanntermaßen korrupte Presse, als eine relativ unbedeutende Entwicklerin mit einem ziemlich unbedeutenden Redakteur (?) Sex hat. Das macht einen doch stutzig, oder?
          Wo war vorher der Aufschrei bei gekauften Reviews größerer Spiele, bei Schiebereien von Werbegeldern, etc. pp.? Warum werden keine „Freundschaften“ von Journalisten zu männlichen Entwicklern aufgedeckt, die regelmäßig zusammen saufen gehen oder so?

          .*Mit dieser Affäre, so sagten sie, hätte sich gezeigt, dass Gamer grundsätzlich Frauenhasser seien und man sich entsprechend nicht so bezeichnen solle.*

          Nun es springt einen an, wenn man bedenkt, dass die Gegenseite der GG-Nasen in erster Linie aus Frauen besteht, die für ihre unfassbaren Schandtaten wie Youtube-Videos drehen und ihren Freund betrügen aufs übelste belästigt und bedroht werden.

          *Das brachte nun die Spieler auf die Barrikaden, die nun zum Boykott der beteiligten Seiten aufriefen und unter #notyourshield Minderheiten sammelten, die sich zu ihrer Seite bekannten und der Behauptung widersprachen, die Szene werde von rassistischen weißen Heterojungs voller Frauenhass beherrscht.*

          „Schaut mal, wir sind alle total tolerant, wir haben sogar Frauen und andere Minderheiten bei uns!“ Ernsthaft?
          Das ist im Prinzip das „Ich bin nicht rassistisch, ich habe Tonnen von schwarzen Freunden die alle nichts dagegen haben Neger genannt zu werden“- Argument. Meiner Meinung nach. Es ändert nichts daran, dass Gamergate sehr zweifelhafte Anfänge hat und dass unter dem Deckmäntelchen Gamergate eine Menge Scheiße verzapft wird.

          *Tja… und auf dem Stand steht es seitdem. Auf beiden Seiten wurde gepöbelt, gedoxt und bedroht und nichts geht voran.*

          Wohin auch? Was ist das Ziel von Gamergate? Es ist im Prinzip doch nur eine blöde Trotzreaktion von verschiedenen Menschen die sich mit dem Begriff Gamer identifizieren und sich von einigen Aussagen (die größtenteils der Wahrheit entsprechen, Gamer sind im Allgemeinen ganz schön scheiße) beleidigt fühlen.

        • Nachtrag:
          Also ist doch das eigentlich Interessante: Warum wird das aufgezogen wie ein Bürgerkrieg? Warum fühlt sich jeder bemüßigt seinen Senf dazu zu geben, egal ob er davon betroffen ist (was die wenigsten sein dürften) oder nicht (sh Hoff-Sommers als prominentes Beispiel).

          Im Prinzip geht es doch um das Egalste der Welt, nämlich Computerspiele, ein dummes kleines Hobby, das nichts in der Welt bewirkt. Und das sage ich als jemand der leidenschaftlich gerne zockt. Warum ereifenr sich manche Leute so über dieses Thema? Und damit meine ich nicht Sarkeesian.

        • @ DMJ

          Mir ist es ja wurst, aber glaubst Du ernsthaft mit solchen Leuten wie @maren hat eine Dis Sinn?

          „die größtenteils der Wahrheit entsprechen, Gamer sind im Allgemeinen ganz schön scheiße“

          Wer solchen Stuss deherlatschert versucht doch nur zu provozieren … 😦

        • @Leinchen

          Sobald jemand einer nötigenden wie betrügenden Frau widerspricht ist es eine Trotzreaktion 🙂

          Die Scmeissfliegen wurden erst durch Popularität des Gamens und dem dami zu machenden Geld angezogen.

          Erst dann begann da Interesse.

          Das gleiche ist auch hierzulande zu beobachten. Weil dieses gouvernantenhafte moralinsaure Schmarotzertum noch nicht als das erkannt ist was es tatsächlich ist.

          Die Piraten sind vom Befall dieser aushöhlenden Maden immer noch nicht erholt. Koma.

          Während die Maden ihr Toxin gesellschaftlich hofiert weiter verbreiten. Thatcher nannte diese Betrügereien durch solche Frauen ebenfalls Poisonous. Sie kannte ihre weiblichen Pappenheimer.

          Mit „Trotzreaktion“ brauchst du nicht zu versuchen Herablassungspünktchen einzuheimsen … oder würdest du auch mal gern so … 🙂

        • @petpanther
          Du hast den Punkt erreicht, an dem deine Sprache so verschwurbelt ist, dass man tatsächlich nicht mehr versteht worauf du hinaus willst.
          Worum geht es dir hier?
          Dass Betrügen scheiße ist und gesellschaftlich geächtet?
          Dass Gaming pur und rein bleiben soll, wie es immer war (*kicher*)?
          Geht es um die Piraten? Was haben die mit GG zu tun?

        • @Maren

          Es geht dabei auch um die Kolonisationsbemühungen radikalfeministischer Moralunternehmer. Da ist meines Erachtens schon ein Muster erkennbar, das sich so ähnlich auch bei der amerikanischen Atheistenbewegung (Elevatorgate) und den deutschen Piraten gezeigt hat.

          Der Erfolg männlich dominierter Subkulturen zieht szeneuntypische Neulinge an. Eine kleine Minderheit dieser Neulinge, die bereits durch die Kultur einer anderen (feministischen) Subkultur ideologisiert wurde, verlangt stante pede, dass die Gastkultur ihre emotionalen Bedürfnisse widerspruchslos zu akkomodieren habe und maßt sich dabei an, für alle Neuankömmlinge zu sprechen.

          Werden diese mitunter absurden Forderungen nicht im Handumdrehen in vollem Umfang erfüllt macht sich besagte radikale Gruppe daran, die alteingesessene Bevölkerung der Subkultur – vermeintlich im Namen der Neulinge – zu beschämen und zu diffamieren (alles misogyne Nerds!).

          Einige Profi-Moralunternehmer in spe provozieren dann aufsehenerregende Zwischenfälle und versuchen, auf dem entstandenen Spektakel eine Karriere aufzubauen.

          Man mag sich nun darüber streiten, ob besagte radikale Gruppe tatsächlich in erster Linie an der Subkultur interessiert war oder ob manche von ihnen lediglich eine unternehmereische Gelegenheit wahrnehmen wollten (bei Sarkeesian darf man meines Erachtens durchaus in diese Richtung spekulieren), aber die Wut der derart beschämten Menschen kann ich durchaus verstehen. In der Reaktion wurde durchaus auch über die Stränge geschlagen und – falls man den bisher weitgehend unbelegten Anschuldigungen der Gegenseite glauben schenken mag – teilweise waren da auch Aktionen dabei, die definitiv widerwärtig waren. Es geht mir hier aber auch nicht um die Rechtfertigung der Aktionen von wütenden Trollen, sondern darum, größere Zusammenhänge aufzuzeigen.

          Bei Menschen, die genderfeministischem Gedankengut kritisch gegenüber stehen, mischt sich in das Ganze auch noch die Hoffnung, dass das Spektakel in einem Verlust der weitgehenden Diskurshoheit der radikalen Feministen enden könnte. Zumindest aber kann man feststellen, dass die #Gamergate-Geschichte auf eine relativ große Menge von Menschen ähnlich augenöffnende Effekte hinsichtlich des Gedankenguts so manches Radikalfeministen hatte wie hierzulande der #Aufschrei

        • @Leinchen

          Wenn dir ein Argument oder eine Realität nicht gefällt, stellst du dich entweder doof, betreibst Shaming oder stellst irgendwelche (möglichst beschmutzende) Behauptungen auf. Damit bist du allerdings nicht alleine hier.

          Ansonsten auch immer wieder gern herablassend gouvernantenhaft …

          … und schwimmst dabei auf dem langsam abstürzendem Femisternchen, der so was trägt.

          So auch die „Kolonisationsbemühungen radikalfeministischer Moralunternehmer“ wie Neuer Peter es gepflegt ausdrückt.

          Eine nette etwas bemäntelnde Umschreibung eines betrügerischen Erpressungsmobs. Denn darauf fusst es, auf Betrug und Erpressung.

          Und diese Schmeißfliegen tauchen überall dort auf wo es lukrativ geworden ist. Ganz nach dem Schema wie es Neuer Peter auch erklärt hat.

          Das wird ein Ende finden. Das Sternchen fängt an zu verglühen. Mit Konsequenzen auch für das allgemeine Ansehen von Frauen. Auch daran Unschuldigen.

          Das haben bereits einige Frauen begriffen. Du scheinst dazu nicht zu gehören 🙂

        • @ NP

          *Man mag sich nun darüber streiten, ob besagte radikale Gruppe tatsächlich in erster Linie an der Subkultur interessiert war oder ob manche von ihnen lediglich eine unternehmereische Gelegenheit wahrnehmen wollten (bei Sarkeesian darf man meines Erachtens durchaus in diese Richtung spekulieren), aber die Wut der derart beschämten Menschen kann ich durchaus verstehen. *

          Warum erhält diese kleine feministische Subkulturgruppe dann die Rückendeckung der großen Mehrheit der professionellen Gamerjournaille und deren Plattformen?

          Warum unterstützen mächtige linke Internetplattformen (Gawker, HuffPo) diese kleine machtgeile Subkultur innerhalb der Subkultur?

          Warum engagieren sich auch msnbc und vor allem der Taktgeber des US-Medienmüllstromes, die NY-Times höchstderoselbst, für diese kleine Subkultur innerhalb einer Subkultur (Sarkeesian, die Schmierenkomödiantin, als Titelgeschichte der New York Times! So ähnlich wie Laurie Penny, die als geistige Nulpe zu qualifizieren sie schon überschätzen hieße, als Harvardstipendiat)?

          Da ist wesentlich mehr im Spiel und auf dem Spiel als das Geschehen in einer Subkultur.

          Die Subkultur ist da nur pars pro toto.

          Dort findet statt, was überall stattfindet: die totalitäre Unterwerfung unter eine totalitäre Ideologie.

        • @ NP

          *It seems that #GamerGate has disturbed a slumbering beast. Neutrality is no longer permissible; the battle lines are drawn between the forces of good and evil. Either you unquestioningly believe the narrative the media chooses for you, or you are a dangerous reactionary representing everything evil. This is a battle in a bona fide culture war. The media is increasingly utilized by narrow-minded leftists as a weapon to attack anyone who demonstrates insufficient leftism. What they thought would be an easy job in which media activists sic Twitter mobs on undesirables has met with unexpected resistance.*

          http://dailycaller.com/2014/10/23/gawker-our-advertisers-are-scum-who-needs-them-anyway/

        • @ Roslin

          Nun ja, weil eine große Zahl der Autoren und Meinungsmacher in der Mainstreampresse ähnlich sozialisiert wurde wie besagte Subgruppe. Gerade die US-Colleges sind Durchlauferhitzer für die radikalfeministische Ideologie. Warum? Weil viele Professoren ihr anhängen und die anderen lieber den Mund halten um nicht Opfer der durch den Twitter- und Tumblr-Mob getragenen nächsten Empörungswelle zu werden, die sie locker den Job kosten könnte. Deswegen ist es ja auch so wichtig, dass sich jetzt zum ersten Mal massiver und anhaltender Widerstand auf diesen Plattformen gegen derartige Aktionen regt. Die Netzfeministen in den USA sind gerade dabei, ihre umgreifende Kontrolle über den Diskurs zu verlieren.

          Aber um darauf zurückzukommen, was ich eigentlich sagen wollte: Böse Absicht und eine finstere Verschwörung ist gar nicht nötig, um diese Dynamiken hervorzurufen. Da reicht schon ein gerütteltes Maß an ideologischer Verbohrtheit und Biestigkeit.

        • @ NP

          Ob nun abgesprochen (Verschwörung) oder nicht (Zeitgeist) oder beides: die Wirkung ist die gleiche.

          Die wirksamste Methode, eine Verschwörung zu tarnen, ist übrigens, das Mem von der Lächerlichkeit ALLER Verschwörungstheorien in Umlauf zu setzen, so dass jeder, der für intelligent und informiert gelten will, abwinkt und überlegen lächelnd meint: „Ach ja, Verschwörungstheorie.“

          Wer nun diese durchgehende Entwicklung koordiniert – ob Zeitgeist, Hintertreppe oder beides (was ich annehme) – sie ist verheerend für eine freie Gesellschaft.

          Zug um Zug, Stückchen für Stückchen, Sektor um Sektor wird mehr Territorium besetzt und den Regeln linksfeministischer Korrektheit unterworfen: der Arbeitsplatz, die Karrierechancen, die Staatsadministration, die Staats-und Privatmedien, die Industrie, das Bildungssystem usw.

          Nun bereits Subkulturen.

          Und das unter dem Feuerschutz der wirklich schweren Artillerie (NYTimes).

          Die kommt nicht zum Einsatz ohne Elitenbilligung.

          Wer sich dagegen wehrt, ist BÖÖÖÖÖSE, mindestens Breivik, wenn nicht gar Nazi.

          Wo soll das enden?

          Wo wird das enden?

        • Die NYT springt zum einen bei, weil Autoren und Redakteure zum einen tatsächlich mit den Ansichten sympathisieren, denen sie da Schützenhilfe geben (entspricht der Sozialisation der sich progressiv-gebenden Elite, vor allem durch Elite-Colleges), zum anderen werden sie sich wohl einfach denken, sich im Sinne des moralischen Zeitgeistes in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

          Da ist überhaupt keine Koordination nötig. Occam’s razor, mein Lieber.

          Sobald der Zeitgeist kippt, sobald das Ende der radikalfeministischen Diskurshoheit zweifelsohne gekommen ist, werden da einige Leute ganz schnell eine Kehrtwende hinlegen. Dann titelt auch die NYT zum Thema „the manipulated man“.

          Radikal- und Genderfeminismus haben weder inhaltlich noch argumentativ etwas zu bieten, wie man auch anhand der „Diskussionen“ hier und anderswo erkennen kann. Ihre Proponenten sind auf die empörungsschwangere Inszenierung moralischer Überlegenheit angewiesen. Wo diese nicht hergestellt werden kann (weil das Publikum nicht mitspielt oder die Diskursregeln zu Sachlichkeit anhalten), haben sie keine Chance.

          Daher auch die beliebte feministische Taktik der Driveby-Diskussion: Man suche sich aus fünftausend Zeilen Text den einen Halbsatz heraus, den man am gründlichsten missverstehen kann, versetzt sich in den Empörungsmodus und beginnt mit der Beschämung des Gegenübers, sporadisch wird dann auch mal auf Reizwörter mit einem obskuren „Argument“ aus der feministischen Konserve reagiert, das natürlich nicht erläutert wird. Schlägt das nicht an, wird die Diskussion sofort abgebrochen (habe keine Zeit, dir das zu erklären, informier dich erstmal, mit Abschaum rede ich nicht, etc. pp.). Lather, rinse, repeat.

          In diesem Sinne: Informier dich erstmal, bevor du mir mit sowas kommst!

          http://geekfeminism.wikia.com/wiki/Splaining

        • @NP

          Es stimmt m.E. was du hier recht gut (be)schreibst.

          Siehst du irgendeinen Ansatz dieser (un)kulturellen Verfestigung zu entgehen?

          Es zeichnet ja ein Bild einer despotischen politischen Landschaft. Letztendlich einer willkürlichen Identiy Politics Diktatur, in der willkürlich zugeschriebene Gruppenzugehörigkeit zählt und nicht individuelle Freiheit, aber dennoch als solches verkauft wird („Euqlity“). Mit einer spießerhaften diktierenden Doppelmoral, die z.B. die des Viktorianischen wohl jetzt schon bei Weitem übertrifft, die sog. Political Correctness.

          Und diese in diesem Sinne despotischen Generationen, die sog. sich für „progressiv“ haltenden, werden sich ggf. auch etablieren und die politische Landschaft prägen. Diese Menschen haben keine Verankerung mehr im Humanismus oder christlich geprägten Werten der Humanität und des Respekts vor dem menschlichen Individuum.

          Eigentümlicherweise ist letzteres ein Fetisch von ihnen in der „Argumentation“ mit gegenteiliger Auswirkung.

          Erzwungene „Toleranz“ wird zur Anti-Toleranz. Anti-Diskriminierungsgesetze werden zu diskriminierenden Ermächtigungsgesetzen.

        • @ NP

          *Sobald der Zeitgeist kippt, sobald das Ende der radikalfeministischen Diskurshoheit zweifelsohne gekommen ist, werden da einige Leute ganz schnell eine Kehrtwende hinlegen. Dann titelt auch die NYT zum Thema “the manipulated man”.*

          Zu optimistisch gedacht.

          Die Auflage der NYTimes leidet seit Jahren an Schwindsucht.

          Symptom eines kippenden Zeitgeistes.

          Vor wenigen Jahren stand die NYTimes kurz vor der Insolvenz.

          Was ist geschehen?

          Nun, Carlos Slim, der reichste Mann der Welt (Mexikaner, Hauptprofiteur einer Open-Border-Politik wie sie die feministisch orientierten Demokraten vertreten) hat einen erheblichen Anteil der NYTimes gekauft und sie so als Flaggschiff der demokratischen Parteipropaganda am Leben erhalten.

          Merke:

          Wenn der Zeitgeist seinen Geist aufzugeben droht, wird er von sehr, SEHR mächtigen und reichen Männern künstlich beatmet.

          So schnell kippt da nichts.

        • Lese gerade, dass Slim weiter aufstocken wird:

          *“The Times had financial issues when they borrowed money from Carlos Slim,” said Thomas Graham Kahn, president of Kahn Brothers Advisors, a Times Co. investor. “They’ve gone from a position of having to pay high interest rates on their loans to where they’re net cash-positive.”*

          http://www.bloomberg.com/news/2014-01-21/carlos-slim-still-reaping-big-rewards-from-ny-times-loan.html

          Die Gewinnerwartungen aus dem Investment dürften für einen wie Slim Peanuts sein.

          Viel wichtiger wird ihm der politische Einfluss sein, den er damit kauft.

        • Der alte Fluch… wenn man versucht, sich trotz Befangenheit möglichst neutral auszudrücken, beschweren sich beide Seiten. 😛

          Wie dem auch sei:

          Die „verhängnisvolle Affäre“, die alles auslöste, war an sich nicht das Problem. Ja, auch vorher gab es schon immer wieder unrühmliche Zeichen, dass die Gamingpresse nicht gerade die höchsten journalistischen Ideale hatte. Aber hier kam eben alles zusammen: Es war nicht eine Seite, sondern gleich mehrere, die wie aus einer Kehle alles niederbrüllten, keine Meinungsvielfalt und keinen Dialog zuließen. Hätten sie die Leute in den Kommentarspalten und Foren nölen gelassen, wäre es vermutlich bald wieder abgeklungen. Aber nachdem man diesen Weg versperrt hatte, kochte es eben über.
          Und ja, dass bereits vorher umstrittene Personen daran beteilgt waren, hat sicher auch zur Eskalation beigetragen.

          Die „Gegenseite“ von GG besteht dabei übrigens keineswegs größtenteils aus Frauen. Zoe Quinn war zu Anfang dabei (und wird nun meist nur von ihren Unterstützern eingeworfen), und Sarkeesian kämpft natürlich an vorderster Front. Aber sonst sind die lauten Leitfiguren auch dort meist Männer, wie auf der Gegenseite auch Frauen (Jaydfox und Christina Sommers als die bekanntesten) – und bedroht und gedoxxt wird eben von beiden Seiten. Nur während bei GG (was ja als hierarchielose Masse, die sich um einen unscharfen Hashtag versammelt) die bekannteren Namen sich immer wieder dagegen aussprechen, leugnet die Anti-GG-Seite, dass derartiges auch in ihrem Namen getan wird und ignoriert, wenn „ihre Leute“ offen zum Bullying aufrufen.
          Wobei es wohl auch Trolle gibt, die einfach nur ihren Spaß dabei haben, beide Seiten anzupissen.

          #notyourshield ist keineswegs das „Kein Rassist, da schwarzer Kumpel“-Argument. Es widerlegt nur einfach die immer noch, dauerhaft und durchgängige Behauptung, GG sei eine Bewegung weißer Jungs gegen alles Andersartige. Der Hashtag ist Ausdruck eben jener, die sich mit GG identifizieren, obwohl sie laut der Legende doch deren Opfer sein müssten.

          Ein richtiges klares Ziel gibt es in der Tat nicht, aber zumindest werden so auch wieder andere Stimmen gehört, es wurde Geld für gute Zwecke gesammelt und mehrere Seiten geben inzwischen an, welche Verbindungen ihre Redakteure zur Industrie haben. Zudem haben eben gerade durch die Mitwirkung von Leuten wie Dr. Sommers viele zuvor verbitterte Leute gesehen, dass der Feminismus kein Feind ist. Das ist keine Weltrevolution, sind aber immerhin kleine Zustandsverbesserungen.

          Die (natürlich überzogene) Kriegsrethorik ist auch kein Wunder: Es geht um Netz- und Gamingkultur… die sind beide nicht für ihre Unaufgeregtheit bekannt. Und man ereifert sich darüber, weil Videospiele nun einmal inzwischen ein großer kultureller Einfluss sind und davon abgesehen, sich niemand ob seines Hobbys gern in eine Ecke drängen lässt, in der er sich nicht sieht.
          Zusätzlicher Zündstoff dürfte die seltsame Machverteilung in der Sache sein: Während die Industrie selbst den männlichen Spieler hofiert, konzentriert sich die Presse überdimensional auf den feministischen Spieler. So werden die einen vom Angebot, die anderen in der Debatte vernachlässigt und alle fühlen sich übergangen.

        • Noch eine interessante Meinung zu #gamergate und David Aurini’s Film, aber auch zu FCKH8 (Post unten) und der Plage der „Moralunternehmerinnen“ (ein politische korrekter Ausdruck für Betrügerinnen wie ich meine), den SJWs.

          FCKH8, #GamerGate, and SJWs

        • „Siehst du irgendeinen Ansatz dieser (un)kulturellen Verfestigung zu entgehen?“

          Sachlich und beharrlich widersprechen, alternative Informationskanäle nutzen. Ruhig bleiben. Viele Meinungsmacher warten derzeit ab, in welche Richtung der Wind wehen wird, bevor sie Farbe bekennen. Die ersten haben sich bereits aus der Deckung getraut (s. beispielsweise den offenen Brief der Harvard-Professoren, Jürgen von der Lippe etc.)

          Man muss eine Stimme erheben (und vor allem: etablieren!), an dem die üblichen Diffamierungen abperlen. Es sollte nach Möglichkeit eine Frau sein, weil an denen der übliche Dreck (Misogynie, male tears, Angst vor Privilegienverlust etc.) nicht so leicht hängen bleibt. Vor allem aber muss sie ruhig, höflich, und sachlich sein. Schoppe macht das ganz hervorragend, erzählmirnix auch, aber auf einer ganz anderen Ebene. Eine deutsche Chistina Hoff Sommers wäre klasse. Kelle macht sich viel zu angreifbar, weil sie aus einer betont konservativen Warte heraus argumentiert.

          Hier schlägt natürlich wieder meine liberale Grundhaltung durch, aber man sollte sich nicht allzu leicht von den konsevativen Vereinnahmen lassen, nur weil einen die Linke am langen Arm verhungern lässt. Allein schon aus strategischen Gründen. Es geht hier nicht um (pseudo-)progressive Werte im Gegensatz zu traditionellen Wertvorstellungen, es geht um den Erhalt elementarer Freiheiten, die durch neurotische Gutmeinende unter Beschuss geraten.

          Das Ganze wird uns aber noch gut die nächsten zwei Jahrzehnte begleiten, der Genderfeminismus ist in den Institutionen viel zu fest etabliert für einen raschen Wandel.

          Ich bin aber mittlerweile überzeugt: Wir erleben gerade die letzten Züge der dritten Welle, der Genderfeminismus hat sein Blatt gehörig überreizt, den Kampf um die Köpfe verloren. Die feministischen Erfolge der letzten Jahre sind beinahe alle von oben verordnet, weil sich ihre Vertreter keinem offenen, fairen Schlagabtausch mehr stellen können. Selbst die vermeintliche Graswurzel-Aktion #Aufschrei (ein paar hundert Zwitschereien wurden von den Medien zum Großereignis gemacht) ist letzten Endes nach hinten losgegangen und hat dem Ansehen des Genderfeminismus eher geschadet.

          Demnächst werden wir wohl eine neue Welle zu Gesicht bekommen, die sich zunächst sehr viel ruhiger, vernünftiger präsentieren (!) wird. Emma Watson ist da eine der ersten Schwalben.

          Die Wellen des Feminismus verlaufen ja häufig so: Sie starten mit einem vermeintlich egalitären Versprechen, grenzen sich von den Verfehlungen der vorherigen Welle ab und radikalisieren sich dann zunehmend (wohl auch, weil die Vernünftigeren irgendwann abspringen). Neulich habe ich dazu einen sehr interessanten Beitrag gelesen, weiß aber nicht mehr, wo.

          Hat natürlich auch ein wenig mit dem Alter der Protagonistinnen zu tun: Alternde Feministinnen verlieren an sexuellem Marktwert, verlangen nach Restriktionen und Marktregulierung, was dann einigen jungen Feministinnen mit vergleichsweise hohem Marktwert widerstrebt. So lässt sich meiner Ansicht nach auch der Wandel der dritten Welle von einer sexpositiven hin zu einer sexnegativen Bewegung erklären.

          So, genug der konfusen Tipperei.

        • Der Begriff Moralunternehmer hat mit PC nichts zu tun, es ist im Grunde sogar ein recht despektierlicher Begriff.

          Ist natürlich nicht so schön krawallig.

        • @NP

          Danke für die Antwort. Übrigens, deine liberale Grundhaltung teile ich. Allerdings mit einem gewissen Wertekonservatismus, der wahrscheinlich auch dem zuzuschreiben ist, was du hier beschreibst.

          „Die Wellen des Feminismus verlaufen ja häufig so: Sie starten mit einem vermeintlich egalitären Versprechen, grenzen sich von den Verfehlungen der vorherigen Welle ab und radikalisieren sich dann zunehmend (wohl auch, weil die Vernünftigeren irgendwann abspringen).“

          Das finde ich eine bemerkenswerte Beobachtung. Ja, du hast recht. Das ist so bisher verlaufen.

        • @NP

          Ich weiß, dass er despektierlich gemeint ist, der Begriff „Moralunternehmertum“.

          Aber durch das Wort Unternehmertum wird etwas dorthin verortet, was eigentlich Betrug und Erpressung ist. Ähnlich wie beim Mafiamob, der in diesem Analogen Sinne dann ja auch eine bestimmte Form von „Unternehmertum“, z.B. von Schutzzöllen, ist.

          Diese SJWs gehen teilweise ja auch sogar so an Leute heran. Mit Ansage. Und wenn die sich abgrenzen wird „Rassist“, „Misogynist“ oder auch „Harassment“ etc, geschrien. Da sind die tatsächlich mit vollem Wissen und Gewissen so zynisch unterwegs und drohen bzw. bedrohen. Und sie fühlen sich sicher.

          Deshalb meine Abneigung dagegen.

        • @ Maren

          „Was ist das Ziel von Gamergate? Es ist im Prinzip doch nur eine blöde Trotzreaktion von verschiedenen Menschen die sich mit dem Begriff Gamer identifizieren und sich von einigen Aussagen (die größtenteils der Wahrheit entsprechen, Gamer sind im Allgemeinen ganz schön scheiße) beleidigt fühlen.“

          LehrerInnen sind im Allgemeinen auch ganz schön scheiße, trotzdem fühlst du dich als angehende auf den Schlips getreten, wenn das in irgendnem Internetforum geäußert wird.

          Und wenn eine Lehrerzeitschrift das zum Thema macht, würde sich die Zielgruppe auch empören.

          @ DMJ

          Danke für die Berichterstattung über das Thema. Hast du auf deiner Site eigtl. eine Zusammenfassung, ich fand Marens Frage „Worum geht es eigentlich“ nämlich nicht unberechtigt und man findet nirgendwo einen wirklich um Objektivität bemühten Überblick?

        • @dmj
          *Aber hier kam eben alles zusammen: Es war nicht eine Seite, sondern gleich mehrere, die wie aus einer Kehle alles niederbrüllten, keine Meinungsvielfalt und keinen Dialog zuließen. Hätten sie die Leute in den Kommentarspalten und Foren nölen gelassen, wäre es vermutlich bald wieder abgeklungen.*

          Ja aber überleg dochmal warum! Es ging ja schließlich um das Privatleben einer (eigentlich zweier, aber er wurde da ja nich so tangiert) Einzelperson, da kann man schonmal nen Riegel vorschieben wenn´s zu bunt wird.
          Und was soll denn da bitte für ne Meinungsvielfalt zugelassen werden?

          *#notyourshield ist keineswegs das “Kein Rassist, da schwarzer Kumpel”-Argument. Es widerlegt nur einfach die immer noch, dauerhaft und durchgängige Behauptung, GG sei eine Bewegung weißer Jungs gegen alles Andersartige. Der Hashtag ist Ausdruck eben jener, die sich mit GG identifizieren, obwohl sie laut der Legende doch deren Opfer sein müssten.*

          Findest du es nicht ein bisschen witzig, dass die sich unter #notyourshield zusammenfindenden Menschen von GG vor sich hergetragen werden wie ein, nun ja wie ein Schild? Entgeht dir diese Ironie nicht völlig? Und tut mir leid, es ist eine Bewegung von Menschen die gegen Andersartige oder -denkende vorgeht.
          Aber das kann Foldable Human sehr viel eloquenter ausdrücken als ich.
          http://chezapocalypse.com/episodes/s4e7-gamergate/

          Achte insbesondere auf die Base Assumptions und den künstlichen Gegensatz „Invader/Consumer“.

          *Zudem haben eben gerade durch die Mitwirkung von Leuten wie Dr. Sommers viele zuvor verbitterte Leute gesehen, dass der Feminismus kein Feind ist. *

          Christina Hoff-Sommers ist keine Feministin. Das allerallermindeste, um als Feministin zu gelten ist, dass du dich in IRGENDEINER Art und Weise für Frauenthemen engagierst. Das tut sie nicht.
          Das hat noch nicht mal was mit Equity- vs. Genderfeministin oder bla zu tun, sie ist keine Frauenrechtlerin. Sie ist wenn eine Männerrechtlerin, ich mutmaße aber, dass sie ihr Fähnlein in erster Linie da aufstellt wo am meisten Aufmerksamkeit zu holen ist.

          *Und man ereifert sich darüber, weil Videospiele nun einmal inzwischen ein großer kultureller Einfluss sind und davon abgesehen, sich niemand ob seines Hobbys gern in eine Ecke drängen lässt, in der er sich nicht sieht.*

          Dann tu es nicht. Wenn der Schuh nicht passt zieh ihn nicht an.
          Und das mit dem kulturellen Einfluß ist doch Blödsinn.

          *Während die Industrie selbst den männlichen Spieler hofiert, konzentriert sich die Presse überdimensional auf den feministischen Spieler. *

          Mal abgesehen von der GG Berichterstattung: Wo siehst du bitte, dass sich die Presse auf den feministischen Spieler konzentriert?

        • @np
          Offensichtlich hat der Test so seine Schwächen.
          Er hätte vielleicht mal ein bisschen weiter nachbohren sollen, wie das Individuum dazu steht, dass Frauen erst seit nichtmal hundert Jahren wählen dürfen…

        • Da sich Maren weiter oben in einer Antwort auf einen Kommentar von mir dazu entschieden hat, mir etwas in den Mund zu legen, dass ich nie geäußert habe

          („@3ich
          Also lieg ich grundsätzlich mit meiner Einschätzung richtig, dass es nicht um Games geht, da bin ich ja beruhigt.

          Es geht darum, wer ein richtiger Gamer ist und wer das Recht hat, etwas zu dem Thema zu sagen.“ –

          diese „Antwort“ hat absolut NICHTS mit der von mir thematisierten Wizardchan-Affäre zu tun, weder mit dem, was ich dazu geschrieben habe, noch mit dem, was ich verlinkt habe!)

          möchte ich noch mal auf das, was ich weiter oben geschrieben habe verweisen und insbesondere auf diesen Link

          http://imgur.com/a/4VOcx#0

          Da ist offenbar was ganz anderes abgelaufen, als dass „richtige Gamer“ bestimmen wollen, „wer das Recht hat, etwas zum Thema zu sagen“. Leider ist das inzwischen völlig untergegangen.

          „Ja aber überleg dochmal warum! Es ging ja schließlich um das Privatleben einer (eigentlich zweier, aber er wurde da ja nich so tangiert) Einzelperson, da kann man schonmal nen Riegel vorschieben wenn´s zu bunt wird.
          Und was soll denn da bitte für ne Meinungsvielfalt zugelassen werden?“

          http://imgur.com/a/4VOcx#0

          https://twitter.com/_icze4r/status/525006792347361281

        • @3ich
          Sag mal, sagt der eine Typ im ersten Screenshot tatsächlich dass Frauen nicht das Recht haben depressiv zu sein, weil sie jederzeit einen Schwanz haben könnten, der alle ihre Probleme löse? Und dass sie dumme Schlampen wären?

          Und sagt (derselbe?) Typ ganz unten das wäre ja alles nur so aufgebauscht worden weil er eine Frau „kritisiert“ habe?

          Alter! Das ist sowas von nicht ok.
          Und bloss weil du depressiv bist und keinen Sex hast, heißt das nicht automatisch, dass du ein unschuldiger herzensguter Mensch bist. Es heißt auch nicht dass du kein Problem mit Frauen hast.

        • @ Maren

          „Christina Hoff-Sommers ist keine Feministin.“

          Doch:

          https://allesevolution.wordpress.com/2013/07/14/christina-hoff-sommers-wie-kriegt-man-mehr-frauen-und-manner-dazu-sich-als-feministinnen-bzw-feministen-zu-bezeichnen/

          „Das allerallermindeste, um als Feministin zu gelten ist, dass du dich in IRGENDEINER Art und Weise für Frauenthemen engagierst. Das tut sie nicht.“

          Dann lies mal ihr Buch „Freedom Feminism: Its Surprising History and Why It Matters Today“

          Das ist eindeutig ein feministisches Buch, ist auch in Bezug auf die Geschichte des US-amerikanischen Feminismus sehr interessant und enthält leider sogar einige (wenige) Passagen, die ich aus männerrechtlicher Perspektive für kritikwürdig halte. Sie erklärt in dem Buch auch genau, wieso und in welchem Sinne sie einen Feminismus für wichtig hält.

        • @3ich
          Übrigens, ich hab mir das Forum mal angeguckt und bin innerhalb von 1min über einen Thread gestolpert, wo sich die Herren an weinenden Frauen (succubi?) in Pornos erfreuen, weil:

          „…they are the evil ones. They would reject any of us. If we would smile at their direction they would get mad, perhaps even call the cops on us. They would treat us as dirt. They are the enemy.

          So porn stars crying thread.“

          So nette Jungs…

        • @Neuer Peter:

          Ich habe da rasch mal den Test gemacht:

          http://areyouafeminist.com/

          Und siehe da! Sie ist eine. Ich bin übrigens auch einer

          Echt? Ich dachte, die Seite funktioniert nicht. Mich leitet die nach der ersten Frage auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 1, weiter. Da steht (in der deutschen Übersetzung): Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.

          Die Frage war aber, ob ich denke, dass „alle Menschen gleich“ sind.

          Menschen sind aber nicht „gleich“. Menschen sind total unterschiedlich. Es gibt dicke Menschen, dünne Menschen, intelligente Menschen, dumme Menschen, Menschen mit und ohne Penissen, Menschen die schwanger sind, Menschen, die schwanger waren und Menschen, die nicht schwanger werden können. Es gibt Menschen mit hellerer und mit dunklerer Haut, es gibt auch Menschen mit fast schwarzer Haut, und auch bei denen gibt es Menschen mit hellerer und mit dunklerer Haut. Es gibt Menschen mit langen und mit kurzen Haaren, es gibt Menschen mit blauen und mit braunen Augen. Es gibt Menschen, die auf der Straße leben und Menschen, die in Villen leben. Es gibt Menschen in Asien, die total anders aussehen und sich total anders verhalten als Menschen in Afrika, es gibt Menschen in Südamerika, die an einen christlichen Gott glauben und Menschen in Europa, die an Thetanen glauben.

          Insofern eine ganz einfache Frage: Denkst Du echt, die sind alle gleich?

          Insofern:

          @Maren:

          Ja, der Test hat echt deutliche Schwächen.

          Er hätte vielleicht mal ein bisschen weiter nachbohren sollen, wie das Individuum dazu steht, dass Frauen erst seit nichtmal hundert Jahren wählen dürfen…

          Ist mir scheißegal. Bin ich jetzt ein Feminist? Wär ich mehr oder weniger Feminist, wenn ich es gut/schlecht/egal fände, dass Männer nichtmal hundert Jahre vor dem Frauenwahlrecht erst eine Revolution durchführen mussten, um wählen zu dürfen?

          Ich hoffe auf differenzierte Antworten.

        • Maren

          „Alter! Das ist sowas von nicht ok.
          Und bloss weil du depressiv bist und keinen Sex hast, heißt das nicht automatisch, dass du ein unschuldiger herzensguter Mensch bist. Es heißt auch nicht dass du kein Problem mit Frauen hast.“

          Da das Forum ganz offensichtlich nicht auf Außenwirkung bedacht ist, schon gar nicht darauf, Frauen aus der Gamingszene zu verdrängen, finde ich es erstmal zweitrangig, ob unter denen nur herzensgute oder auch bösartige Menschen sind.

          Das sind hochgradig depressive, suizidale männliche Jungfrauen. Es sind keine privilegierten Obermacker, die Frauen einschüchtern wollen.

          Wenn das das ein Selbsthilfeforum für depressive, weibliche, suizidale Jungfrauen wäre, die einfach unter sich sein wollen wo dann auch bei einigen ein Hass auf Männer, von denen man sich abgelehnt und missachtet fühlt, herrscht:

          Fändest du es auch OK, wenn Maskulisten dann dazu aufrufen würden, in ihren Schutzraum einzufallen und sie zu gezielt zu bedrohen, zu erniedrigen und zu verfolgen?

          Ich fände beides abscheulich, sorry

        • @ maren

          „Ich mag nicht über dein Stöckchen springen und dir Fragen beantworten wo du die Antwort längst kennst.“

          Dann schreib doch mal eine Antwort für uns anderen Knuffis auf. Ich hätte doch gerne mal gewusst was Du denn so Tolles für Frauen machst und warum Du Gleiches NICHT für Männer machst oder machen würdest? Warum Du also eine Menscheneinteilerin bist. So zwischen aktionswertigen und unwetigen Menschenarten meinst teilen zu müssen … 😦

        • @ Maren

          „Ist es das Buch hier?“

          Ja.

          „(Dachte erst sie wolle mir Tampons verkaufen, diese sanfte Musik etc.)“

          Gibt es etwas gegen Tampons einzuwenden?

          „Du weisst schon, dass es ein Plädoyer für einen offenbar ausgesprochen konservativen Feminismus ist, der eigentlich kaum noch den Namen verdient?“

          Nicht ganz.
          Sie beschreibt zwei historische feministische Traditionen in der Geschichte der ersten Welle der Frauenbewegung in den USA: eine gleichheitsfeministische Strömung, von ihr als egalitärer Feminismus bezeichnet (darunter würde ein größerer Teil des klassischen liberalen und des klassischen sozialistischen Feminismus fallen, wobei sie letzteren leider ignoriert) und eine differenzfeministische Strömung, die sich auch für Frauen einsetzte, dabei aber stärker konservativ orientiert war und von ihr als Mutterschaftsfeminismus bezeichnet wird.

          Sie geht auf Grundpositionen, Konflikte und Kooperationen beider Strömungen ein und vertritt die Auffassung, dass die konservativ-mutterschaftsfeministische Strömung damals sehr einflussreich war, wiewohl dies heute selten erwähnt wird.

          Im Anschluss an die Beschreibung beider Strömungen schlägt sie sich nicht etwa auf die Seite des konservativen Mutterschaftsfeminismus, sondern versucht beide Strömungen zu synthetisieren und aus dieser Synthese einen feministischen Ansatz für die Gegenwart zu gewinnen, der sowohl eine „traditionalistische“ als auch eine „egalitaristische“ Lebensorientierung akzeptiert, soweit dies von der individuellen Frau gewünscht ist.
          In diesem Sinne argumentiert sie letztendlich liberal – also für die Freiheit des Individuums.

          Extrem ärgerlich bei allen Equity-Feministinnen finde ich allerdings, dass die sozialistische Frauenbewegung der ersten Welle der Frauenbewegung von ihnen meist ignoriert oder sogar abgewertet wird – sind halt alles Feministinnen mit liberaler oder radikal-liberaler politischer Orientierung.

          Tatsächlich gab es aber sogar in der anarchistischen Strömung der sozialistischen Frauenbewegung beide beschriebenen Tendenzen. Auch bei meinen anarchistischen Genossinnen von den spanischen Mujeres Libres

          http://de.wikipedia.org/wiki/Mujeres_Libres

          gab es tatsächlich auch eine mutterschafts-feministische Unterströmung, (die sich freilich aber nicht als konservativ verstand).
          Insofern ist an dieser historischen Unterscheidung von Hoff Sommers sicherlich schon was dran.

        • @3ich
          Tut mir leid, die Jungs kriegen von mir sowas von keine Absolution. Ich versteh dich da nicht.
          Das Forum ist tatsächlich die allerunterste Sohle.

          Mal ganz davon abgesehen davon, dass es ihnen wahrscheinlich weit besser täte aus diesem toxischen Umfeld rauszukommen, wo man darüber fantasiert wie gut es tut, Frauen beim Sex weinen zu sehen.
          Ist das für dich ein wichtiger safe space??

        • @leszek
          Nur kurz:
          Ich bin überrascht, dass du so darüber hinwegsiehst, wie hier eine extrem konservative Lebensform hochgejubelt wird, die unfassbar sexistisch ist, weil sie Männer und Frauen nicht als gleichwertig ansieht sondern als „different but equal“ (klingt bisschen wie „separate but equal“, müsste eigentlich bei dir ein Glöckchen klingeln lassen).

          Darüber hinaus: Äussert sie sich in irgendeiner Weise themenbezogen, d.h. zu Verhütung, Wehrpflicht für Frauen, Mutterschaftsrente, Mutterschutz ,Abtreibung, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz etc. pp? Also typische Frauenthemen?
          Diese Fixierung auf 2 historische Feminismen, die wenig bis gar nichts mit der Lebenswelt heutiger Frauen zu tun haben schließt all das mMn aus, sie blendet alles, was an Feminismus kontrovers und unbequem sein könnte aus, und konzentriert sich auf einen Feminismus, der mit Erreichen des Wahlrechtes abgeschlossen hat.

        • @ Maren

          „Tut mir leid, die Jungs kriegen von mir sowas von keine Absolution. Ich versteh dich da nicht.
          Das Forum ist tatsächlich die allerunterste Sohle.“

          es gibt verschiedene Unterforen, im v9k finde nur tief traurige Menschen und keinen oder wenig Frauenhass.

          „Mal ganz davon abgesehen davon, dass es ihnen wahrscheinlich weit besser täte aus diesem toxischen Umfeld rauszukommen“

          Ja, das kann gut sein. Aber dafür ist die „Gawker“-Hetzkapagne sicher kein geeignetes Mittel.

          Zumal das Forum nur Sündenbock ist und offensichtlich mit Gamergate nichts zu tun hatte.

          „, wo man darüber fantasiert wie gut es tut, Frauen beim Sex weinen zu sehen.
          Ist das für dich ein wichtiger safe space??“

          Fändest du es bspw. OK, beliebige Twitter-Teilnehmerinnen von #killallmen zu deanonymisieren („doxxen“) und zu Bullying von ihnen aufzurufen? (Das ist ja noch eine Stufe härter, weil #killallmen eine Tötungsfantasie/ein Tötungsaufruf ist und twitter auch im Ggs. zu einem Selbsthilfeforum eine Außenwirkung erzielt)

          Wie stehst du eigtl. zu den Drohungen und Aktionen gegen #gamergate-Teilnehmer_innen (Messer in der Post usw.)?

        • @ Maren

          „Nur kurz:
          Ich bin überrascht, dass du so darüber hinwegsiehst, wie hier eine extrem konservative Lebensform hochgejubelt wird, die unfassbar sexistisch ist, weil sie Männer und Frauen nicht als gleichwertig ansieht sondern als “different but equal” (klingt bisschen wie “separate but equal”, müsste eigentlich bei dir ein Glöckchen klingeln lassen).“

          Sie jubelt die traditionalistische Lebensform nicht hoch. Sie lässt sie nur eben gelten genauso wie die gegenteilige egalitaristische und alles dazwischen, insoweit von einer individuellen Frau gewünscht.
          Warum sollte das zu meinen Auffassungen im Widerspruch stehen? Ich lehne ALLE Geschlechterrollen als Leitbilder ab, egal ob traditionelle oder gender-ideologische Geschlechterrollen oder was auch immer und verfechte eine ausschließliche Orientierung am Individuum.

          Obwohl ich sehr überzeugter Sozial-Anarchist bin, glaube ich, dass speziell in dieser Frage der individual-anarchistische Feminismus mit seinem Grundsatz „a woman´s body, a woman´s right“ Recht hat. Über den eigenen Körper und die eigene Lebensweise soll das Individuum bestimmen. Wenn Traditionalisten sich dagegen stellen, muss man sie dafür kritisieren, wenn Radikalfeministinnen/Genderisten sich dagegen stellen, muss man sie ebenfalls dafür kritisieren.

          „Darüber hinaus: Äussert sie sich in irgendeiner Weise themenbezogen, d.h. zu Verhütung, Wehrpflicht für Frauen, Mutterschaftsrente, Mutterschutz ,Abtreibung, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz etc. pp? Also typische Frauenthemen?“

          Solche Themen kommen immer mal wieder vor, aber eher verstreut. Nun gibt es allerdings viele feministische Theoretikerinnen, bei denen solche konkreten Dinge weniger im Vordergrund stehen.

          „Diese Fixierung auf 2 historische Feminismen, die wenig bis gar nichts mit der Lebenswelt heutiger Frauen zu tun haben schließt all das mMn aus,“

          Sie argumentiert eigentlich ziemlich überzeugend, dass gerade der zeitgenössische Radikal- und Gender-Feminismus an der Lebenswirklichkeit der meisten heutigen Frauen vorbeigeht.

          „sie blendet alles, was an Feminismus kontrovers und unbequem sein könnte aus, und konzentriert sich auf einen Feminismus, der mit Erreichen des Wahlrechtes abgeschlossen hat.“

          Sie ist Philosophin und denkt dialektisch – was ich auch tue – nur eben von einem anderen politischen Standpunkt aus.
          Bei Christina Hoff Sommers geht es eben viel um Synthesen: Synthese zwischen Gleichheits- und Differenzfeminismus
          Synthese zwischen konservativem und liberalem Feminismus
          Synthese zwischen den Anliegen von Frauen in westlichen Gesellschaften und den frauenrechtlichen Anliegen von Frauen in prämodernen traditionellen Gesellschaften, die nach Gleichberechtigung streben
          Synthese zwischen Frauenrechten und Männerrechten, liberalem Feminismus und liberalem Maskulismus
          In ihrer Art des Denkens steht eben der Versuch konstruktive Verbindungen und Verknüpfungen zu schaffen im Vordergrund.

        • @3ich
          *Zumal das Forum nur Sündenbock ist und offensichtlich mit Gamergate nichts zu tun hatte.*

          Muss es was mit Gamergate zu tun haben? Die Rationalisierung ist zumindest sehr GG-esk. „Jemand hat Zoe den Link geschickt und sie hat darauf aufmerksam gemacht, weil sie nur AUFMERKSAM will“. Kein „Das war aber nicht ok was einer von uns gesagt hat“.

          Wie Kinder die sauer auf den sind, der sie beim Klauen erwischt hat, weil sie WEGEN DEM jetzt Sozialstunden machen müssen, wenn du weisst was ich meine.

          *Fändest du es bspw. OK, beliebige Twitter-Teilnehmerinnen von #killallmen zu deanonymisieren (“doxxen”) und zu Bullying von ihnen aufzurufen? (Das ist ja noch eine Stufe härter, weil #killallmen eine Tötungsfantasie/ein Tötungsaufruf ist und twitter auch im Ggs. zu einem Selbsthilfeforum eine Außenwirkung erzielt)*

          Soweit ich das sehe hat Zoey niemanden gedoxxt. Sie hat klar gesagt, dass sie solche Äußerungen für das Allerletzte hält, was ihr gutes Recht ist. Und womit sie auch Recht hat.

          *Wie stehst du eigtl. zu den Drohungen und Aktionen gegen #gamergate-Teilnehmer_innen (Messer in der Post usw.)?*

          Hm, ich könnte jetzt die Strategien von GG fahren und behaupten das sei alles erfunden und ich will Beweise sehen.
          Ich könnte auch sagen, dass das nur ein paar Extremisten sind, die mit #stopgamergate nichts zu tun haben.
          Ich könnte auch sagen sie hätten es verdient, weil GG das ganz genauso gemacht hat (eine Strategie, die ich bei dir auch vermute)

          Aber ich werde den Weg der stillen Würde wählen und sagen: Schon kacke sowas. Warum nochmal das ganze?

        • @Leinchen

          Du träumst und erzählst Märchen.

          Auch Zoe Quinn ist eine Betrügerin. Auf ihre Bettgeschjchten, die sie dazu auch benutzt. Hat, will ich gar nicht eingehen.

          Und da wurde auch niemand erwischt. Die einzigen, die hier konstant Lügen sind die Scamartisten Quinn, Sarkeesian etc.

          Du gehörst zum Cheering Publikum. Aber als Feministin ist man ja das Lügen gewohnt.

          Verbreite hier nicht solch einen erfundenen Unsinn.

        • „Mal ganz davon abgesehen davon, dass es ihnen wahrscheinlich weit besser täte aus diesem toxischen Umfeld rauszukommen, wo man darüber fantasiert wie gut es tut, Frauen beim Sex weinen zu sehen.“

          Das ist übrigens das einzige Beispiel dieser Art, was ich gefunden habe. Insgesamt findet man da eine Bandbreite von gutartigen und bösartigen Menschen, die alle gemeinsam haben, dass sie schwer depressiv und suizidal sind.

          Wenn das ein gutes Werk sein soll, sich auf die zu stürzen, OK.

        • „Muss es was mit Gamergate zu tun haben? Die Rationalisierung ist zumindest sehr GG-esk. “Jemand hat Zoe den Link geschickt und sie hat darauf aufmerksam gemacht, weil sie nur AUFMERKSAM will”. Kein “Das war aber nicht ok was einer von uns gesagt hat”. “

          Die Zusammenfassung ist AFAIK von den Gamergate-Leuten gemacht worden. Ich beziehe mich aber nicht auf die Zusammenfassung, sondern natürlich auf den Auslöser der Ereignisse. (Die Zusammnefassung ist logischerweise danach entstanden).

          „Hm, ich könnte jetzt die Strategien von GG fahren und behaupten das sei alles erfunden und ich will Beweise sehen.“

          Also gut, du glaubst alles, was Frau Quinn oder Frau Sarkeesian sagt und alle Aktionen der Anti-Gamergate-Seite sind berechtigt und die Gegenseite besteht nur aus Lügnern und bösen Menschen.

          Wenn man es objektiv betrachtet, stehen wahrscheinlich auf beiden Seiten zumindest teilweise Arschlöcher.

          „Ich könnte auch sagen, dass das nur ein paar Extremisten sind, die mit #stopgamergate nichts zu tun haben.

          „Ich könnte auch sagen sie hätten es verdient, weil GG das ganz genauso gemacht hat (eine Strategie, die ich bei dir auch vermute)“

          Ich habe ja schon mehrfach geäußert, dass sich die Maskus und Femis meiner Meinung nach nicht ganz unähnlich sind.

          Du möchtest halt auch ein Kampf gut gegen böse führen. Viel Spaß dabei (beim Strategien vermuten), ich bin erstmal raus.

        • „Ich könnte auch sagen sie hätten es verdient, weil GG das ganz genauso gemacht hat (eine Strategie, die ich bei dir auch vermute)“

          Echt unter der Gürtellinie, Maren.

        • @3ich
          *Das ist übrigens das einzige Beispiel dieser Art, was ich gefunden habe. Insgesamt findet man da eine Bandbreite von gutartigen und bösartigen Menschen, die alle gemeinsam haben, dass sie schwer depressiv und suizidal sind.
          Wenn das ein gutes Werk sein soll, sich auf die zu stürzen, OK.*

          Lesen wir dasselbe Forum? Ich hab mich mal durchgeklickt und einen beunruhigenden Mischmasch vorgefunden. Menschenhass, insbesondere Frauenhass. Diese merkwürdige Vorstellung man sei besser und erleuchtet, weil man ein „wizard“ ist, im Gegensatz zu den Normies. Die komplette Ablehnung von tatsächlicher Hilfe. Es mag Menschen da geben denen es schlecht geht, die meisten erheben es zu einem Lifestyle, ihre Antriebslosigkeit ist ihr Gott und ihr Hass adelt sie. Mir fällt es tatsächlich schwer Mitleid zu empfinden. Insbesondere weil sie, wie sie sagen von Institutionen/Menschen leben, die sie ablehnen (Eltern, Staat, Kirche, etc).

          Warum hängst du dich da so rein? Bloß weil sie angeben depressiv zu sein (obwohl ich bei manchen eher eine Psychose vermuten würde) macht sie das nicht zu verteidigenswerten Menschen. Und sie wollen nicht dass es ihnen besser geht.
          Das hat mich besonders wütend gemacht, sie sprechen darüber wie fürchterlich alles für sie sei und im nächsten Absatz reden sie darüber, dass Medikamente und Therapie bei wizards eh nicht helfe und sie sowieso besser seien als die Normies.

          *Also gut, du glaubst alles, was Frau Quinn oder Frau Sarkeesian sagt und alle Aktionen der Anti-Gamergate-Seite sind berechtigt und die Gegenseite besteht nur aus Lügnern und bösen Menschen.*

          Blödsinn

          *Wenn man es objektiv betrachtet, stehen wahrscheinlich auf beiden Seiten zumindest teilweise Arschlöcher.*

          Richtig und die wizardchan Jungs sind welche davon.

        • @marenleinchen:

          Ja, der Stein des Anstoßes war eine erotische Affäre. Sex erhitzt (besonders in den USA, in denen die Hauptbeteiligten leben) zusätzlich die Gemüter, aber bei einer normaleren Reaktion der Presse glaube ich nicht, dass es mehr als die übliche Skandalalltagsfliege geblieben wäre. Erst, als bestimmte Meinungen dazu zu haben quasi zum Hassverbrechen erklärt wurde, wurde es wirklich ernst.
          Es wurden halt Threads dazu gelöscht und (wie ja inzwischen belegt wurde) von der Presse abgesprochen, dass niemand darüber redet. Auch keine „Gibt schlimmeres!“ oder „Ist nicht toll, aber auch nicht weltbewegend“-Artikel, sondern totschweigen. Und egal, für wie wichtig man die Sache sieht (und auch ich selbst messe ihr nicht allzuviel Bedeutung zu), diese Reaktionen sind das Problem.
          Die Bedeutung von Watergate folgte ja auch aus Nixons Handeln und nicht, wie effektiv es war.

          Dass die Notyourshielder von ihrer Seite tatsächlich als Schild benutzt werden, ist tatsächlich etwas unfreiwillig komisch, aber dann liegt die Betonung halt auf dem YOUR. Als Teil von GG betrachten sie sich selbst, entsprechend sind sie in ihrer eigenen Sache unterwegs – und nebenher halt einfach die Widerlegung der Hauptkampfthese des Gegners. Da ist es nicht nur strategisch klug, sondern auch einfach logisch, ihre Existenz (die von der Gegenseite unter den Tisch gekehrt wird) zu betonen.

          Und ja, GG und Anti-GG, Maskulismus und Feminismus gehen gegen die jeweils andersdenkende Partei vor. Nur manche leugnen eben, was sie selbst tun.

          Viele User hier glauben bestimmen zu können, was eine Feministin ist und was nicht, so dass jeweils ihr Bild darunter fällt. Ich habe keine letzte und lückenlose Definition, daher weigere ich mich, irgendwen, der plausibel erscheint auszuschließen.

          – Und der kulturelle Einfluss ist kein Blödsinn.
          Die antiken Sagen kennen vermutlich viele Leute primär durch „God of War“ (wie die Jahrgänge vor ihnen durch „Xena“), das Medium Film wird auch stark dadurch beeinflusst. Ich behaupte keine simple Nachahmungstheorie, aber die Kultur besteht aus kulturellen Einzelteilen und Videospiele sind da in den letzten Jahren ein sehr präsentes Teil geworden.

          Und die Gamingpresse gibt sich feministisch, seit Sarkeesian groß geworden ist. Nicht aus feministischer Überzeugung – so naiv bin ich nicht – sondern, weil es ein einfacher Weg ist, sich einen Ablassbrief vom eigenen Sexismus zu erkaufen. Sie geht natürlich nicht in die Tiefe, sie macht keine Mühe und strengt das Hirn nicht an, sondern stimmt der einen ausgewählten Vertreterin halt zu und fühlt sich dann mit sich zufrieden. Kritische Artikel (und die können sich bei Sarekeesian halt einfach schon am Handwerklichen festmachen) las man schon immer so gut wie nur auf privaten Blogs.

          Auch jetzt ist natürlich ein Problem, dass die GG-Bewegung keinen Mitgliedsausweis hat und sich jeder mit ihrem Namen schmücken kann (wie ich auf einer Demonstration gegen Studiengebühren auch mal einen Senioren mit einem Schild „Wir wollen die D-Mark zurück!“ sah – und der macht Studiengebührengegner doch wohl kaum automatisch zu Eurogegnern). Doch die prominenten Mitglieder, die es gibt, haben sich so ziemlich alle klar und deutlich gegen Bullying und Doxxing ausgesprochen – auf der Gegenseite mangelt es daran und auch du klingst nicht unbedingt wie eine Humanistin, wenn du armen, vielleicht tatsächlich inzwischen von Hass zerfressenen Wizardchanschweinen öffentliche Demütigung dafür wünschst, dass sie in einem abgeschiedenen Raum hässliche Sachen sagen. Gerade, wenn man den Kontrast zum Männerhasst vieler Frauen bedenkt, denen man ihnen aufgrund schlimmer Erlebnisse nachsieht.

        • Maren

          „Warum hängst du dich da so rein?“

          Soviel wie es für mich erforderlich war, halbwegs durchzusteigen, worum es überhaupt geht.

          Zum Rest

          „eher eine Psychose vermuten“

          „Das hat mich besonders wütend gemacht, sie sprechen darüber wie fürchterlich alles für sie sei und im nächsten Absatz reden sie darüber, dass Medikamente und Therapie bei wizards eh nicht helfe und sie sowieso besser seien als die Normies“

          vielleicht gibt’s ja Gründe, sich auf Leute mit Psychosen, die ihre Medikamente nicht nehmen, einzuschießen.

          Mir erschließt sich das nicht. Vielleicht sind die Leute alle hassenswert. Die Gegenseite wirkte auf mich allerdings nicht sympathischer.

          Ich verstehe es nicht, was da abläuft, but maybe that’s just me. Ich find’s schon zuviel, wenn hier bereits so viele Leute ein Problem damit haben, dass sich ein hässliches Mädchen in einem Internet-Kummerkasten den Kummer von der Seele redet. Was soll das Ganze.

          :/

  3. Echte Männer = Rechte Männer

    Der muskelbepackte Testosteronbolzen tendiert nach rechts, der Veganerhänfling nach links.

    Bei Frauen gibt es diese Korrelation zwischen physischer Konstitution und politischer Einstellung nicht.

    (Also, ich weiß nicht: So manches Pauernilpferd tendiert doch arg weit nach links, gestiefelt und gespornt, YEAH):

    *Sollte sich jemand aufregen, weil ich zum x-ten Mal dieses Photo poste – nun, ich find’s halt schön, dieses elegante klassizistische Gitter mit den Widderköpfen, es triggert meinen ästhetischen Sinn, gerade im Kontrast zu … äh, dem rosa Geweih im Vordergrund*

    *Weaker men more likely to support welfare state and wealth redistribution
    Link may reflect psychological traits that evolved in our ancestors
    Strength was a proxy for ability to defend or acquire resources
    There is no link between women’s physical strength and political views

    Men who are strong are more likely to take a right-wing stance, while weaker men support the welfare state, researchers claim.

    Their study discovered a link between a man’s upper-body strength and their political views.

    Scientists from Aarhus University in Denmark collected data on bicep size, socio-economic status and support for economic redistribution from hundreds in America, Argentina and Denmark.

    The figures revealed that men with higher upper-body strength were less likely to support left-wing policies on the redistribution of wealth.

    But men with low upper-body strength were more likely to put their own self-interest aside and support a welfare state.

    The researchers found no link between upper-body strength and redistribution opinions among women. [Möglicherweise hat das auch seinen Grund darin, dass Frauen meistens sowieso davon ausgehen, dass Umverteilung stattzufinden hat, bei der sie sich regelmäßig und ganz selbstverständlich als Begünstigte sehen – konservative Frauen erwarten sie eher von dem Mann, den sie geheiratet haben, linke, „unabhängige“ Frauen vom Wohlfahrtsstaat, so dass eine so deutliche Korrelation bei Frauen tatsächlich nicht zustande kommt, wenn Umverteilung zum Maßstab gemacht wird]

    Professor Michael Petersen said: ‘In all three countries, physically strong males consistently pursued the self-interested position on redistribution.

    ‘However physically weak males were more reluctant to assert their self-interest – just as if disputes over national policies were a matter of direct physical confrontation between individuals.

    Quelle:

    http://www.dailymail.co.uk/health/article-2325414/Men-physically-strong-likely-right-wing-political-views.html#ixzz3GYOYoGtn

    Kommt hinzu, dass muskulösere Männer auch mehr Sexualpartnerinnen haben als weniger muskulöse (weil sie testosteronhaltiger sind, also „triebhafter“, weil sie als männlichere Männer attraktiver sind für viele Frauen oder aus beiden Gründen?).

    *On average, men have 61% more muscle mass than women (d=3), a sex difference which is developmentally related to their much higher levels of testosterone. Potential benefits of greater male muscle mass include increased mating opportunities, while potential costs include increased dietary requirements and decreased immune function. Using data on males aged 18–59 years from the third National Health and Nutrition Examination Survey and including other relevant variables, fat-free mass (FFM) and/or limb muscle volume (LMV) are significant predictors of the numbers of total and past-year self-reported sex partners, as well as age at first intercourse. On the cost side, FFM and LMV are strong positive predictors of daily energy intake and strong negative predictors of C-reactive protein and white blood cell count, measures of native immunity.*

    http://www.ehbonline.org/article/S1090-5138(09)00039-7/abstract

    Vielleicht hat sogar die bei Feminist.I.nnen häufig anzutreffende offene Männer*-Verachtung auch mit dem Subset an Männern zu tun, die sie in ihrem linken Milieu vorfinden?

    Nur so eine Idee.

    Wenn ich den normalen* Ally, wie er mir in Internetforen und -kommentaren entgegenkriecht, für den typischen Mann halten müsste, na, dann fiele mir Männerverachtung auch leicht.

    Starke, selbstbewusste, energiegeladene Männer fühlen sich wohler in der traditonellen männlichen Rolle, weil sie deren Anforderungen leichter und erfolgreicher entsprechen können, dafür auch mit mehr Erfolg bei Frauen belohnt werden.

    Was zu noch breiteren Schulten und noch mehr Selbstbewusstsein führt.

    Während schwächere, selbstunsicherere, weniger „maskuline“ Männer sich unwohler fühlen mit der traditionellen Männerrolle und daher von einem Aufbrechen/Verändern dieser Rolle mehr sexuellen Erfolg für sich erhoffen (na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt in den Höschen schnüffelnden Pudeln).

    • Durchaus interessante Daten, hab mir die Original-Studie angeschaut.

      Da ich aber deiner Kompetenz bei der Interpretation psychologischer Studien nicht über den Weg traue, frag ich sicherheitshalber nochmal nach, ob du sie denn auch richtig verstanden hast:

      Dir ist schon klar, dass es global KEINE substantielle Korrelation zwischen upper body strength und left-wing policy support gibt?

      Es handelt sich vielmehr um einen Interaktionseffekt, der Zusammenhang zu politischer Präferenz steht und fällt in allen 3 Samples (Argentinien, Dänemark, USA) mit dem soziokönomischen Status, also je unterpriviligierter desto „linker“ sind auch die körperlich Starken.

      Man könnte (!) also vielmehr auf einen Zusammenhang zwischen Oberkörper und Egoismus schließen (wenn man davon ausgeht, dass „Linkssein“ nur die andere Seite der Medaille des Egoismus ist).

      Es gibt aber natürlich zahlreiche, im Design nicht berücksichtigte Alternativerklärungen durch psychologische Drittvariablen, wie auch die Autoren selbst einräumen.

      Beispielsweise kann Testosteron den Zusammenhang derart moderieren, dass es sowohl Physis als auch Aversion und Engagement gegen herrschende Verhältnisse beeinflusst.

      Grundsätzlich sind stärkere Menschen auch selbstbewusster, können extremere Meinungen offener vertreten, unterliegen einem geringeren Anpassungsdruck hinsichtlich tatsächlicher Werthaltungen.

      Nicht zuletzt ist ist „upper body strength“ aber auch – gerade in den USA – kein allzu stark disponiertes Merkmal, sondern vielmehr Ausdruck von Training und Körperkult. Wer mehr trainiert, besser aussieht und sich viel aus Anerkennung bei anderen macht, der wird auch eher von der Überzeugung getrieben, dass ihm mehr zusteht.

  4. So dekoriert ein echter Kerl sein Wohnzimmer: die Halle von Inverary Castle, Sitz der Herzöge von Agyll, der Chiefs des Campbell-Clans (ja, Schottland natürlich)

    Die abgehackten Köpfe der besiegten Feinde, die früher auf den Piken steckten, wurden, wg.der Sensibilitäten weiblicher Besucher und aus Gründen der politischen Korrektheit, vor einigen Jahren abgenommen.

    Auch sollen immer mehr Schotten(männer) UNTERHOSEN unter’m Rock tragen.

    Schottland wird dekadent.

    Meine Hoffnung, das Unabhängigkeitsreferendum, fiel ja auch enttäuschend aus.

    We are doomed.

    Das ist Inverary Castle, eine Pseudoburg des 18. Jhdts., außen „wehrhaft“ mit aufgesetzten Dekozinnen und angesetzten Türmen, innen repräsentativ, ein Palast, keine Festung, gebaut von 1745-90.

    Diese Bauweise war damals vor allem in Großbritannien populär und verbreitete sich erst im 19. Jhdt. in neogotischer Form und mit der Vorbildwirkung britischer Weltmacht über ganz Europa.

    Vielleicht die schönsten Innenräume des Schlosses: das Gobelinzimmer, entworfen von Robert Adam in den frühen 1780’ern

    und der Speisesaal, entworfen von Robert Mylne aus der gleichen Zeit:

      • „einer der Kronen und Fixpunkte der westlichen Zivilisation.“

        @ Adrian

        Ist das Ernst gemeint oder war das Sarkasmus?

        In China, Indien usw sehen die das ein wenig anders…

        • „Wen interessieren Indien und China?“

          Mich. China ist die zukünftige Weltmacht des 21. Jahrhunderts (zusammen mit den USA), und Indien wird mit seiner wachsenden Bevölkerung und Wirtschaftsleistung auch immer wichtiger werden.

        • ät Alberto:

          Stimmt, er ist der einzige hier, der auch selbstkritische Beiträge verfaßt. Manchmal zumindest.

          Die anderen Sozialos sind zwar auch genderkritisch, aber Leszek hat offenbart, warum: Weil die Arbeiter sich von den reichen Unizecken mit dem Genderkram und PC nicht mehr verarschen lassen. Eine Revolution ist so nicht zu machen.

          Leszi und die anderen sind daher einfach nur schlauer als ihre Pfeifenkollegen im Seminar…

        • „Eine Revolution ist so nicht zu machen.“

          Dazu ein Zitat von mir:

          „Das weltgeschichtliche Projekt, ist der Linken abhanden gekommen, die revolutionären Subjekte – je nach Präferenz das Proletariat, Studenten, Frauen, Homos, Tiere, Bäume, Windkraftanlagen, Islamisten – wollen regelmäßig nicht so revolutionär agieren, wie vom Zentralkomitee vorgesehen. Das Kreisen um sich selbst, der Tanz im Nebel, ist die unvermeidliche Folge.“

          http://gaywest.wordpress.com/2009/09/13/der-tanz-im-nebel-neues-von-der-queer-theorie/

        • ät Adrian:

          „Subjekte“? Eher „Objekte“, oder? Kanonenfutter, Verschiebemasse, nützliche Idioten.

          Das Zitat ist völlig richtig. Wobei ich als Anhänger der Evolutionslehre das „weltgeschichtliche Projekt“ anzweifeln möchte: Die Revoluzzer hatten nie was anderes im Sinn als ihre eigenen Vorteile.

          Zu dem Thema ist mir neulich ein BUch in die Hände gefallen, das meine Nachbarn als Geschenk auf die Gartenmauer gelegt hatten:

          Gendert zwar nicht (merkwürdig…), aber hat ansonsten das ganze Programm:
          Containern,
          Atomkraft,
          Bundeswehrblockaden („Krieg ist irgendwie so eklig“),
          nix arbeiten, nix studieren.

          Eltern sind übrigens Leeeehrer….
          Matthiaaaas!

        • @ Adrian

          Besonders gute Geschichtskenntnisse scheinst du ja nicht gerade zu haben.

          Ich sage nur Opiumkriege und Kolonialpolitik die zig Millionen Menschenleben gefordert haben.

          Was hat das bitte mit zivilsiert zu tun wenn Meschen vor Kanonen bindet?

          Willst du uns verar….?

        • @ julia

          Bist wohl auch so eine fernöstliche Heilslehrenanhängerin? China hatte seinen Mao, als der Westen und auch UK doch schon etwas mehr von Menschenrechten hielt. Willst Du jetzt ein gegenseitiges Aufrechnen der Greultaten anfangen?

          Regierungen und Machthaber überall auf der ganzen Welt sind böse Würmer, wenn man sie denn lässt … 😦

      • Adrian!

        Jetzt enttäusche meine positiven Vorurteile gegenüber schwule Männer nicht.

        Von Dir muss ich einfach mehr Geschmack erwarten!

        Gerade der Speisesaal ist einer der schönsten seiner Art in ganz Großbritannien.

        Die Künstler,die an ihm arbeiteten, statteten wenig später den prachtvollsten Stadtpalast Londons aus, Carlton House, für den ebenso verlotterten wie dauerbankrotten Prinzen von Wales (später König Georg IV.).

        Aber ein Mann von Geschmack und Lebensart.

        Die Miesepeter der Londoner City verkauften, kaum fertiggestellt, den schönen Palast auf Abbruch, weil ihre Durchlaucht mal wieder seine Schulden nicht bedienen konnte.

        Scheix Kapitalismus.

        Nur ein paar Säulen sind noch übrig, wieder verwendet an der National Gallery in London.

        Krämerseelen.

        • „Jetzt enttäusche meine positiven Vorurteile gegenüber schwule Männer nicht.“

          Ich habe durchaus etwas für diese Art der Architektur übrig, aber das ist einfach „zu schwul“. Die Moderne und antike Architektur sind da schon eher mein Fall. Noch tragischer finde ich allerdings, dass antike Kleidermode kein Comeback erlebt. Roslin in Tunika und Toga. Wäre das nicht was?

        • Korrektur:

          schwulen Männern (mein unsicherer Anschlag – wenn ich schwule Männer tippe, fange ich immer an, zu zittern, katholische Reflexe, Schotten sind übrigens geborene Katholiken. Das Haus Stuart – es lebe hoch, hoch, hoch!).

        • @ Adrian

          Tunika und Toga?

          Das ist Mode für Bauerntrampel!

          Wenn schon, dann aber so:

          ein veritabler Maréchal de France und Herzog von Richelieu, (gemalt von Jean-Marc Nattier, 1732):

          Allein die Schühchen mit den Puscheln.

          Und die roten Absätze!

          Sogar der Lakai ist besser gekleidet als ein römischer Senator.

          Da tut’s doch jedes wohl drapierte Leintuch.

          Na ja.

          Wenn man abgestochen wird wie Cäsar, ist der Leichnam schnell zugedeckt.

          Nichts hat nur Nachteile.

    • Korrektur:

      Um Gottes Willen – Argyll natürlich, nicht, dass die noch über mich kommen und mein Kopf auf einer Pike endet.

      Über dem Kamin im Gobelinzimmer hängt übrigens das Porträt von Lady Charlotte Campbell (1775-1861), Tochter des 5. Herzogs von Argyll, gemalt von John Hoppner. Sie war eine berühmte Schönheit ihrer Zeit, etwa 20 Jahre alt, als Hoppner sie malte, später berühmte (na ja, eher berüchtigte) Romanschriftstellerin der frühen Viktorianischen Epoche.

      Jetzt endet mein Kopf bestimmt auf einer Campbell-Pike.

      Falls sie davon erfahren.

      Wovon ich nicht ausgehe.

      Hier liest ja kaum ein Schwein mit.

  5. da es so ruhig ist, will ich mal @leszek aus der reserve locken. hier eine passage aus dem letzten flyer, der auf der pekinger un-frauen konferenz verteilt wurde:

    *Die Familienkoalition verteilte einen letzten Flyer „Wir stimmen nicht überein“:

    „Die ’Pekinger Aktionsplattform’ ist ein direkter Angriff auf die Werte, Kulturen, Traditionen und religiösen Überzeugungen der großen Mehrheit der Weltbevölkerung sowohl in den Entwicklungsländern als auch in den Industrienationen. Zwar steht in der Plattform vieles, das für den sozialen Aufstieg der Frau förderlich und notwendig ist, dennoch überschatten die negativen Aspekte die positiven. Das Dokument zeigt keinerlei Respekt für die Würde des Menschen, versucht, die Familie zu zerstören, ignoriert die Ehe, wertet die Bedeutung der Mutterschaft ab, fördert abweichende sexuelle Praktiken, sexuelle Promiskuität und Sex für Jugendliche.*

    ist das eine, deiner ansicht nach, valide „schrift“, die es mir erlaubt die gegner als kulturmarxisten zu bezeichnen, mein gutster, @leszek? eigentlich darfst du dich zu den thema ja gar nicht mehr äußern, da du ja nicht mal darlegen kannst, was du alles valide „schrift“ akzeptieren würdest.

    schon scheiße, wenn man nicht mal sagen kann, was als beweis akzeptabel ist, @leszek 😀

    • @ albert

      „eigentlich darfst du dich zu den thema ja gar nicht mehr äußern, da du ja nicht mal darlegen kannst, was du alles valide “schrift” akzeptieren würdest.“

      Habe ich schon, nur auf deine folgende Frage nach einer Präzisierung habe ich noch nicht geantwortet. Eine Zeitfrage, albert.
      Leider muss ich auch gleich schon wieder weg.
      Vielleicht heute Abend.

      „ist das eine, deiner ansicht nach, valide “schrift”, die es mir erlaubt die gegner als kulturmarxisten zu bezeichnen, mein gutster, @leszek?“

      Wohl kaum, 1. handelt es sich mal wieder um konservative Propaganda ohne Belege, 2. besteht kein Bezug zum Marxismus

      Aber da du das ja offenbar aus einer rechtskonservativen Propagandaschrift über die „5-Gender-Thesen“ hast, werden dich sicherlich meine aktuellen Kommentare zum Thema bei LoMi interessieren.
      Viel Spaß damit:

      http://suwasu.wordpress.com/2014/10/24/deutsche-unis-aufkleber-gegen-sexuelle-belastigung/comment-page-1/#comment-1641

      • @Adrian

        Nein, Adrian. Leszek fabuliert und postuliert häufig viel verwirrenden Unsinn. So auch in dem Post.

        Er lenkt vor allem vom folgenden ab:

        „Genderismus ist ein totalitäres Herrschaftsinstrument, dass alles und jedem in beliebiger Auslegung vorgeschaltet werden kann.“

        Auch vieles anderes im Feminismus ist auf Solches ausgerichtet. Auch da lenkt Leszek eigentlich immer ab, indem er politisiert und kiloweise strohmann-artig „Belege“ anführt und unterstellt.

        Man könnte da einen ganz anderen Eindruck gewinnen, wenn man gewillt ist ohne Scheuklappen zu denken. Ich glaube es allerdings nicht. Unterstelle ihm ja eine gewisse genuine Gutartigkeit, allerdings auch ideologische Denkweise. Und die ist ja nun wirklich schwer zu übersehen.

  6. seit uns @lomi als makulisten bezeichnet, interessiert er mich nicht mehr. ich bin kein maskulist und seine intention bei dieser zuschreibung ist unsachlich. damit diskrediert er sich.

    es war nich meine absicht dich unter zeitlichen druck zu setzen, @leszek. ich harre der dinge die da kommen. du merkst schon, dass je konkreter man wird, desto eher die gefahr besteht widerlegt zu werden. nimm mal an, dass sich führende anarcho-syndikalisten, liberale-leninisten und libertär-trotzkischte-marxisten unter denn gegnern befinden?

  7. Nochmal #gamergate.

    Auch auf aktuell Arne’s Genderama:

    „Paula Wright: #Gamergate ist eine Schlacht um den radikalen Feminismus

    Die britische Publizistin Paula Wright hat die Vorgänge um das sogenannte #Gamergate genauer analysiert. (Was das überhaupt ist, erfährt man zu Beginn ihres Artikels).“

    http://porlawright.wordpress.com/2014/10/23/gamergate-the-players-and-the-played/

    Kürzlich hat der feministische TV-Channel msnbc zwei feministische Reporter dazu interviewed (Host: Nellie Bowles, Reporter 1: Matt Binder, Reporter 2: Irin Carmon).

    Matt Binder ist co-host des Majority Reports und „progressiver Vollpudel“ aus der Bronx. Er betreibt auch eine Seite zum öffentlichen Beshämen von Menschen auf tumblr http://publicshaming.tumblr.com/about
    Auch sein Twitter Account ist unterhaltsam zu beobachten https://twitter.com/MattBinder.

    Er ist eine Art David Futurelle und Co., oder wie hierzulande Seemann und Co. (siehe #amazongate).

    Hier nun das msnbc Video dazu. Gibt auch eine Impression dazu wie die Medien da vorgehen. Wer es aushält …

    MSNBC on #GamerGate Supporters

    Sargon of Akkad hat eine Antwort dazu

    „Matt Binder, along with the entire bat-shit insane extreme progressive movement who are opposed to #GamerGate work on fear, lies and character assassination bred of the intellectual corruption of academia. Their only weapons are fear and lies. If you ignore them, their power dissipates entirely.“

    The Emperor Has No Clothes #GamerGate #NotYourShield

    Und auch Janet

    My Mom: Orphan Entrepreneur and Non-Gamer #GamerGate Feminist.

    • Anita Sarkeesian schlachtet das heutige School Schooting in Marysville/Seattle aus. Sie twittert ziemlich heftigen Tobak.

      Ich ahne irgendwo, dass mit ein Grund warum so etwas stattfindet, dass ständige Shaming von Jungen, also ihrer Identität und Existenz ist. Sarkeesian dreht es um. Mehr davon, nicht weniger. Repression wird gefordert.

      Mundane Matt (einer von #gamergate) dazu:

      „Anita’s Tweets after the school shooting at Marysville High School in Seattle.“

      Is Anita Sarkeesian a Misandrist?

      • ät Panthrx:

        Oah, sach mal, das gibt´s doch wohl nicht!
        Dieser Schmarotzersau ist wohl nichts mehr peinlich.
        „Toxic ideas of manhood“!
        Selber ist sie geschminkt, mit Frauenkreolen geschmückt und hat lange Haare, aber faselt laufend irgendwas von konstruierten Geschlechtern.
        Kann man nur hoffen, daß die Normalen auch an Unis ihr für die Ausnutzung von Morden für ihre Ideologie endlich mal nen ordentlichen Einlauf verpassen!

        • @axel
          *Selber ist sie geschminkt, mit Frauenkreolen geschmückt und hat lange Haare, aber faselt laufend irgendwas von konstruierten Geschlechtern*

          Und?

          *Kann man nur hoffen, daß die Normalen auch an Unis ihr für die Ausnutzung von Morden für ihre Ideologie endlich mal nen ordentlichen Einlauf verpassen!*

          Du wirst dich freuen, Sarkeesian bekommt bereits von allen Seiten Drohungen 🙂

        • … um dann auch Bedrohungen selber zu inszenieren.

          Während es dann andere gibt, die sich entblöden.

          Dieses Vergiften und davobn profitieren wird irgendwann ein Ende haben.

          Hoffe nur, dassman sie nicht gerad‘ vrrbrennen wird. Aber das Mittelalter beschwört sie ja selbst herauf. Die Gamer jedenfalls werden es nicht sein. Und auch keiner hier im Forum.

        • „Du wirst dich freuen, Sarkeesian bekommt bereits von allen Seiten Drohungen“

          Die Unterstützerszene von Sarkeesian und Quinn hat diesem autistischen Gamer die Mailaccounts geknackt und gefakte Selbstmordankündigungen an alle seine Bekannte geschickt, weil er sich gegen Stigmatisierungen von Gamern ausgesprochen hat.

          Dass das so jemanden trifft, finde ich schlimmer, als wenn es eine professionelle Journalistin wie Sarkeesian trifft. Da wird halt wirklich nach den Schwächsten getreten, indem einfach jede Kritik an Sarkeesian oder Quinn als mörderischer Hass geframet wird (siehe auch die Wizardchan-Affäre).

        • ät Maren (s&k):

          Von allen Seiten? Haha. Von ein paar Nazis und Frauenhassern, wenn überhaupt.
          Sark suhlt sich ja gradezu in den Schittstürmen, die sie auslöst, genau wie Anneleinchen Wizorek. Die danken Gott (der Göttin?) doch auf den Knien, daß so was kommt, damit sie behaupten können, alle ihre Kritiker seien fiese Kriminelle.

          Und Sark mußte „aus ihrem Haus fliehen“, weil messerschwingende Horden von mordlustigen Maskus in ihrer Straße lauerten.

          So kann man seinen Wochenendurlaub in Malibu auch umschreiben, hehe….

        • Wobei nicht das Linkssein an sich das Hauptproblem darstellt, sondern die Monopolstellung dieses Linksseins.

          Die Monopolstellung der Linken in der Akademia? Das mag teilweise auf die Geisteswissenschaften zutreffen. Aber schau dir mal den ideologischen Schrott an, der in den Wirtschaftswissenschaften gelehrt wird. Und der ist nun mit Sicherheit politisch nicht links zu verorten. Wie immer ist unser Meister Roslin nur halbkritisch und blendet so eben mal die Hälfte aus.

        • @alex
          Und die Ironie, dass du als jemand, der ohne Not zu den Belästigungen der genannten Personen beiträgt (Pornoseiten die angeblich Anne W. darstellen, Sarkeesian soll doch mal nen „Einlauf“ bekommen, die „Schmarotzersau“) diesen Personen vorwirfst sie würden sich darin suhlen, entgeht dir auch vollkommen, oder?

        • @ Peter

          *Aber schau dir mal den ideologischen Schrott an, der in den Wirtschaftswissenschaften gelehrt wird.*

          Insoweit Wirtschaftswissenschaftler die Marktwirtschaft, die ich mir nicht anders denn als kapitalistische denken kann, verteidigen, kritisiere ich sie nicht.

          Denn allein die kapitalistische Wirtschaftsform hat genug Produktivkräfte freigesetzt, um einen Sozialstaat zu ertragen.

          Insoweit sie den Sozialstaat gänzlich abschaffen wollen, um ein marktradikales Utopia anzusteuern, kritisiere ich sie sehr wohl.

          Außerdem sind gerade marktradikale Liberale Verbündete von Kulturmarxisten im Kampf gegen die „Unterdrückung“ der Frau durch die klassische Familie, im Kampf gegen konservative religiöse Einflüsse, die die totale materialistische Verwertbarkeit/Orientierung des Menschen behindern.

          Sie liegen oft genug im selben Lotterbett.

          Es ist modernes, marktradikales Geld, Geld der Konsum-/Finanzkapitalisten, das Kulturmarxisten ihren Einfluss in Academia/Massenmedien sichert.

        • ät Maren (s&k):

          Ich wette, auch das hätte Anneleinchen&Anitaleinchen mehr als gefallen.
          Ha! Der Beweis! „Alles Evolution“ ist ein Nazi-Masku-Blog!

          Vielleicht bingt Anneleinchen meine Ausfälle ja bei der nächsten Re:publica.

        • Denn allein die kapitalistische Wirtschaftsform hat genug Produktivkräfte freigesetzt, um einen Sozialstaat zu ertragen.

          Das ist ein Irrglauben. Es ist der technisch-wossenschaftliche Fortschritt, der die Produktivität gewaltig steigerte. Die Erkenntnisse der Wissenschaften sind aber nicht primär Resultat der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Vielmehr gilt, dass die technisch-wissenschaftlichen Fortschritte, die die Industrialisierung ermöglichten, als Katalysator für die kapitalistische Wirtschaftsweise wirkten, da die industrielle Produktion in der Regel grosse Investitionen und damit Kapital erfordert.

          Tut mir leid, wenn ich deinen quasireligiösen Irrglauben wieder mal zerlegen muss. Aber das bist du dir ja mittlerweile gewöhnt.

      • Maren

        „Aah, da haben wir wieder “The ominous They”“

        Die gleichen „ominous they“, die auch die Drohungen an Quinn und Sarkeesian geschickt haben sollen. Da reicht offenbar auch der bloße Verdacht, um ein Imageboard für depressive männliche Jungfrauen (Wizardchan) seitens „Gawker“ zum Abschuss freizugeben.

        Soll sich einfach mal jeder zu #gamergate selbst ein Bild machen.

        • „Soll sich einfach mal jeder zu #gamergate selbst ein Bild machen.“

          Nachdem was ich mitbekommen habe, hat Sarkeesian Gamer als frauenfeindliche Sexisten bezeichnet, weil in Videospielen Frauen mit dicken Möpsen vorkommen und viele männliche Gamer Frauen mit dicken Möpsen gut finden.

          Ist das so richtig?

        • Hier ist eine (sicher nicht unparteiliche, da mit „Zoe Quinn is a liar“ überschriebene) Zusammenstellung der relevanten Tweets und Postings der #gamergate-Affäre.

          http://imgur.com/a/4VOcx#0

          Zuerst war ich übrigens durchaus auf Frau Quinns Seite, weil es den Eindruck hatte, dass sie für ihr Sexualleben angegriffen wird, was niemanden was angeht, aber inzwischen scheint es so, dass die Wizardchan-Leute als quasi Unbeteiligte verheizt werden (ein Forum von suizidgefährdeten Depressiven in einer Medienkampagne als Forum von stalkenden Frauenhassern darzustellen, ist mehr als grenzwertig).

        • @ Adrian

          Inzwischen hat sich das ja ausgeweitet, und es ist mir zu schwierig, das zu erläutern. Keine Ahnung, ob ich da überhaupt den vollen Durchblick habe.

          Wenn du magst, schau dir das Video und den imgur-Link an. Bzw. bei twitter nach den hashtags #gamergate, #gawker, #wizardchan schauen.

          Es lohnt sich aber, sich mit dem Thema ein wenig zu beschäftigen.

        • @ Adrian

          Als Nichtgamer habe ich mich bisher kaum um #gamergate gekümmert, mich daher erst jetzt ein bißchen eingelesen. Für mich über das Umfeld der Computergamer hinausgehend bedeutsam ist das hier:

          *It seems that #GamerGate has disturbed a slumbering beast. Neutrality is no longer permissible; the battle lines are drawn between the forces of good and evil. Either you unquestioningly believe the narrative the media chooses for you, or you are a dangerous reactionary representing everything evil. This is a battle in a bona fide culture war. The media is increasingly utilized by narrow-minded leftists as a weapon to attack anyone who demonstrates insufficient leftism. What they thought would be an easy job in which media activists sic Twitter mobs on undesirables has met with unexpected resistance.*

          http://dailycaller.com/2014/10/23/gawker-our-advertisers-are-scum-who-needs-them-anyway/

          Interessant aus meiner Sicht hier – neben der sichtbar gewordenen Korruption des Gamerjournalismus (sexuelle Vergünstigungen gegen positive Rezensionen – Frauenkarrieren der Neuzeit) – der Grand Canyon, der aufklafft, zwischen den geistes“wissenschaftlich gebildeten“, studierten, professionellen Journalisten und weiten (den größeren?) Teilen ihres Lesepublikums, den meist männlichen Normalgamern.

          Eine arrogante, selbstgerechte, volkspädagogische Einstellung linksverblödeter Journailleideologen (feministisch, kritisch, progressiv und modern) gegenüber den zu erziehenden, verachteten „dumpfbackig-misogynen“ männlichen Gamermassen, die es gilt, feministisch zu erleuchten und, so sich weigern, die schimmelige Grütze, die ihnen als „Wissenschaft“ aufgetischt wird, zu schlürfen, als rechte Frauenfeinde zu diffamieren („Kampf gegen Rechts, Kampf gegen Rechts, Kampf gegen Rechts!“ auch hier als Parole eingesetzt, die jede Unehrenhaftigkeit und Dummheit rechtfertigt und vertuschen hilft).

          Daher auch die Solidarität der Müllstrommedienmafia mit ihren Kollegen im Gamerjournalismus, scheint mir.

          Dort herrscht ja derselbe arrogante Ungeist.

          Der Müllstrom fürchtet wohl, dass, wenn diese Front einbricht, bald auch die Verhältnisse im Polit-/Gesellschafts-/Geschlechterjournalismus einer breiteren Öffentlichkeit BEWUSST werden: dieser Golf, der sich auch dort ausspannt zwischen der breiten Mehrheit der Konsumenten, der zu Belehrenden, der zu Erziehenden, den „unaufgeklärten“ Massen und jener „erleuchteten“ linken Elite, die sich genau das vorgenommen hat und darüber das Handwerk des Informierens ausgetauscht hat gegen das des politisch-ideologischen Propagierens und DESINFORMIERENS.

          Produkte einer linkskorrumpierten Akademia.

          Insofern hat #gamergate Bedeutung weit über die Gamerszene hinaus: Weil hier zum ersten Male eigentlich unpolitische Nerds in Kontakt geraten mit den Methoden einer linken Medienmafia und ihres arrogant-selbstgerechten Auftretens gegenüber den unerleuchteten Massen, eine Journaille-„Kultur“ lernen die Nerds hier kennen, die weit über den Gamerjournalismus hinaus unsere Medien prägt und sie zum Müllstrom degenerieren ließ, zu einer linkslastigen Propagandamaschine.

          Wobei nicht das Linkssein an sich das Hauptproblem darstellt, sondern die Monopolstellung dieses Linksseins.

          Den Rest erledigt die menschliche Natur, der Linke so sehr unterliegen wie Rechte: Macht korrumpiert und unbalancierte Macht = Macht ohne Widerpart, ohne Gegenmacht, ohne Widerspruch korrumpiert total, führt zu jener selbstgerechten Verblödung, die sich als „gebildet“ geriert und als bildungsbürgerlich-arrogante Attitüde in Erscheinung tritt, diesmal zur Abwechslung von links („ICH habe FOUCAULT GELESEN! GAR SOZIOLOGIE, PHILOSOPHIE, SOPHISTEREI studiert! ERBLEICHE, UNERLEUCHTETER LAIE, VOR MEINER WISSENSCHAFTLICHEN „KOMPETENZ“! WAGE ES JA NICHT, DICH DEINES VERSTANDES ZU BEDIENEN!) – die neuen „Priester“ unserer „aufgeklärten“ Säkularreligion, die auf die Laienmassen herunterpredigen als „Wissende“ und „Eingeweihte“, Anmaßung unter dem Deckmantel einer selbstreflexiven linken „Wissenschaftlichkeit“.

          Lachhaft in ihrem dünkelhaften Anspruch.

          Und nicht ungefährlich, wie die Entwicklung hin zum Bolschewismus zeigte.

          Die sich wiederholen kann.

          Wenn diese Hohepriester einer „objektiven“ Erkenntnis ihren wahrheitsanspruch mal wieder per Revolver auf dem Schreibtisch, DEM Herrschaftssymbol des revolutionären Sowjetkommissars, durchzusetzen in der Lage sein sollten.

          Die Arroganz ist vorhanden.

        • Korrektur

          selbstreferentiellen linken “Wissenschaftlichkeit”

          Die gerade nicht selbstreflexiv ist.

          Sondern den immer gleichen linken Müll regurgitiert und als Beleg für Müll noch mehr Müll herbeizitiert und diesen Zitationsreigen Gleichgesinnter als wissenschaftlichen Konsens darstellt.

          Ja, Leszek,auch Dein verblasener Wissenschaftsanspruch ist gemeint, der mir am Allerwertesten vorbeigeht – es mag Dich schockieren oder auch nicht, es ist mir Banane.

        • @ Roslin

          „Ja, Leszek,auch Dein verblasener Wissenschaftsanspruch ist gemeint, der mir am Allerwertesten vorbeigeht – es mag Dich schockieren oder auch nicht, es ist mir Banane.“

          Mich schockierst du doch nicht, Roslin.
          Ich erwarte bei geistes- und sozialwissenschaftlichen Themen ja nichts anderes von dir als dass du wie üblich ohne Recherche, Kenntnisse, Argumente und Belege Anderen jene Unwissenschaftlichkeit vorwirfst, die du selbst praktizierst sowie ohne jedes Verantwortungsgefühl vor der Wahrheit und deinen Mitmenschen deine Propagandalügen zu verbreiten versuchst.

          Du solltest allerdings nicht vergessen: Ich persönlich brauche keine wissenschaftlichen Belege um zu wissen, dass alle deine Behauptungen über den „Kulturmarxismus“ Propagandalügen sind. Ich kenne die radikale Linke in ihren verschiedenen Strömungen und was dort vetreten und diskutiert wird und was nicht seit vielen Jahren aus PERSÖNLICHER ERFAHRUNG.

          Will man aber mit wissenschaftlichem Anspruch diskutieren, dann reicht der Verweis auf persönliche Erfahrung allein natürlich nicht aus, dann sollte man auch darüber hinaus dazu in der Lage sein Belege und Argumente zu nennen.
          Und wenn dir meine Belege nicht gefallen, musst du sie eben überprüfen, die bloße Behauptung meine Belege seien falsch, weil sie nicht aus rechtskonservativen Quellen stammen und deine rechtskonservativen Quellen hätten Recht, obwohl sie keine Belege enthalten (natürlich erst Recht nicht für deine Behauptungen) ist natürlich ein schlechter Witz, um von der offenkundigen Unwissenschaftlichkeit und Unwahrheit deiner Aussagen abzulenken.
          Dergleichen würdest du doch selbst niemals ernstnehmen, wenn es radikale Feministinnen so praktizieren, nicht wahr?

          Zitat Alexander Roslin bei Man-Tau vom 17. August 2014 04:51 über radikalen Feminismus:

          „Wie erkennt sie das?
          Na, sie FÜHLT es. Und weil sie unterdrückt ist, fühlt sie richtig, hat Defma, muss nichts belegen/beweisen/logisch überprüfbar herleiten.
          (…)
          „Zumal Konzepte wie Logik, Begrundungszwang, Belegzwang im Rahmen einer vernunftbasierten Auseinandersetzung selbst nur Ausdruck einer Frauen unterdrückenden Männerordnung sind, von der Frauen befreit werden müssen.“

          Wie einfach man dies auf deine eigene Art bei geistes- und sozialwissenschaftlichen Themen zu „argumentieren“ übertragen kann nicht wahr, dann hieße es:

          „Wie erkennt Roslin das?
          Na, er FÜHLT es. Und weil er sich vom „Kulturmarxismus“ unterdrückt fühlt, fühlt er richtig, hat Defma, muss nichts belegen/beweisen/logisch überprüfbar herleiten.
          (…)
          „Zumal Konzepte wie Logik, Begrundungszwang, Belegzwang im Rahmen einer vernunftbasierten Auseinandersetzung selbst nur Ausdruck des „Kulturmarxismus“ sind, von dem Konservative befreit befreit werden müssen.“

        • @Adrian

          Nach dem was ich mitbekommen habe, geht es bei ganergate darum, dass Frauen in Computerspielen nur unbedarfte Nebenrollen spielen, oder die bedrohte Geisel sind und die Errettung durch den männlichen Protagonisten erwarten….

          Ich frage mich ja, ob ich noch miterleben werde, wie feministinnen zb. grimms Märchen Bücher verbrennen. Na aber zumindest triggerwarnungen dürften es schon sein…

        • @teardown

          Es geht nicht darum. Es geht wie üblich um Sozialdominanz und Bevormundung von Männern. In diesem Fall von der Gaming Community. Mit der übluchen Shaming Methodik.

          SJWs fallen ein slut damseln und sund eigentlich gar nicht wirklich daran interessiert.

          Ungefähr nach dem Gouvernanten Mustermit übluchen Rassismus gegen WHM und auch alle anderen cis Gamerinnen.

          Oder nach dem Motto mit dicken präsentierten Boobs in Gruppe hineinsetzen um dann alle anderen des sexual Haressment beschuldigen. Herablassende Haltung denjenigen gegenüber von denen Bewunderung ohne eigene Leistung erwartet wird.

          Extrem herablassend und beleidigrndes Verhalten um dann bei abgrenzender Gegenreaktion Opfer zu spielen und Misogynie-, Sexismus- und Harrassment Beschuldigungen loszulassen.

          Ein Mobbing Verhalten bis hin zur Erpressung.

        • mich interessiert #gamergate auch nicht. allerdings habe ich ein video über sarkessian gesehen, das sie klar der lüge überführt. bei einer lehrveranstaltung an einer uni, sie war vortragende, hat sie klipp und klar gesagt, dass sie videospiele nicht interessieren und sie nicht spielt. in einem ihrer game-kritik-videos, beschreibt sie sich als begeisterte gamerin. sie lügt wie gedruckt.

        • na wenn du dich so super auskennst @leszek. findest du unter dem link
          http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/o-leary-agenda-begriff-pekinger-aktionsplattform/?sword_list%5B0%5D=die&sword_list%5B1%5D=gender&sword_list%5B2%5D=agenda&sword_list%5B3%5D=teil&sword_list%5B4%5D=ii

          etwas zu engels und marx. ich zitiere:

          *Sehen wir uns einige Aussagen von Friedrich Engels an:

          „In einem alten, 1846 von Marx und mir ausgearbeiteten, ungedruckten Manuskript finde ich: ’Die erste Teilung der Arbeit ist die von Mann und Weib zur Kinderzeugung.’ Und heute kann ich hinzusetzen: Der erste Klassengegensatz, der in der Geschichte auftritt, fällt zusammen mit der Entwicklung des Antagonismus von Mann und Weib in der Einzelehe, und die erste Klassenunterdrückung mit der des weiblichen Geschlechts durch das männliche.“4*

          und

          *„Der Umsturz des Mutterrechts war die weltgeschichtliche Niederlage des weiblichen Geschlechts. Der Mann ergriff das Steuer auch im Hause, die Frau wurde entwürdigt, geknechtet, Sklavin seiner Lust und bloßes Werkzeug der Kinderzeugung.“5
          „Die moderne Einzelfamilie ist gegründet auf die offene oder verhüllte Haussklaverei der Frau…6
          Über die verheiratete Frau schreibt Engels, dass sie „sich von der gewöhnlichen Kurtisane nur dadurch unterscheidet, dass sie ihren Leib nicht als Lohnarbeiterin zur Stückarbeit vermietet, sondern ihn ein für allemal in die Sklaverei verkauft.“7*

          ist das ein valider beleg für kulturmarxismus, oder distanzierst du dich von marx und engels, @leszek? wenn du gerade dabei bist diesen beleg, seine gültigkeit abzusprechen, denk bitte daran, dass du angeben wolltest, welche anforderungen du an einen beleg für kulturmarxismus stellst, der deinen hohen geistes- und sozialwissenschaftlichen anforderungen genügt.

        • @3ich
          Also lieg ich grundsätzlich mit meiner Einschätzung richtig, dass es nicht um Games geht, da bin ich ja beruhigt.

          Es geht darum, wer ein richtiger Gamer ist und wer das Recht hat, etwas zu dem Thema zu sagen.
          Also im Prinzip eine klassische Noob-Diskussion, nur in größerem Maßstab.

        • @ Leszek

          *Du solltest allerdings nicht vergessen: Ich persönlich brauche keine wissenschaftlichen Belege um zu wissen, dass alle deine Behauptungen über den “Kulturmarxismus” Propagandalügen sind. Ich kenne die radikale Linke in ihren verschiedenen Strömungen und was dort vetreten und diskutiert wird und was nicht seit vielen Jahren aus PERSÖNLICHER ERFAHRUNG.*

          Als ob Du das betonen müsstest, als ob Deine linksradikale Lebensorientierung nicht offensichtlich wäre.

          Meine Gutwilligkeit hast Du verspielt durch Deine schäbigen wiederholten Versuche, mich in Breivik-Nähe zu rücken.

          Ansonsten – Schlusswort meinerseits zur Rechtfertigung meines Gebrauches des Begriffes „Kulturmarxismus“ (wollen doch mal sehen, ob wir den in der Debatte nicht durchsetzen können gegen die linke Sprachwacht- und Gedankenkontrolltruppe, deren Einfluss ich in der Tat satt habe bis oben hin, nur unterdrückt fühle ich mich durch die nicht mehr):

          Wir haben eine Gruppe selbst erklärter Marxisten, die ihr Schwergewicht auf Kulturkritik legen = Frankfurter Schule.

          Zu diesem Behufe verschmelzen sie die beiden erfolgreichsten und langlebigsten Irrlehren des 20.Jhdts. (Freudianismus und Marxismus) zu einem Freudomarxismus, den u.a. ich als Kulturmarxismus bezeichne, um klar zu machen, dass hier der Angriffschwerpunkt zur Überwindung des Kapitalismus verschwenkt wurde, weg von der ökonomischen Basis/den Besitzverhältnissen, hin auf die tragenden Pfeiler der kapitalistisch-„patriarchalen“-westlichen Zivilisation in ihrer dominanten Ausprägung.

          Führender und für die heute zeitgeistbestimmende Inelektuellengeneration der Post-68’er einflussreichster Theoretiker dieser Richtung, der fast schon religiöse Verehrung genoss (Marx-Mao-Marcuse), war Herbert Marcuse.

          Mit diesen Folgen:

          http://www.vdare.com/articles/yes-virginia-there-is-a-cultural-marxism

          Mehr Begründung/Berechtigung brauche ich nicht, um von Kulturmarxisten reden zu können.

        • „Meine Gutwilligkeit hast Du verspielt durch Deine schäbigen wiederholten Versuche, mich in Breivik-Nähe zu rücken.“

          Diese Unart bringt mich auch nahe der Versuchung den Kulturmarxismusbegriff zu nutzen. Wenn Gutmenschen versuchen Andermeiner in die Ecke des Bösen zu drücken und das dann noch überheblich Wissenschaft nennen, nehme ich diese Leute nicht mehr besonders ernst. So ist es aber scheinbar häufig bei Soziologen …

        • nicht „wissenschaft“, @ddbz, vielmehr „geistes- und sozialwissenschaft“. außerdem ist @lezsek werde geistes- noch sozialwissenschaftler. er hat ja nach eigenem bekunden das soziologiestudium abgebrochen. über die gründe kann ich nur, spekulieren, nehme aber, das es ihm als bekennenden linkextremisten zu rechtspopulistisch und reaktionär war 😉

        • @ Roslin

          „Meine Gutwilligkeit hast Du verspielt durch Deine schäbigen wiederholten Versuche, mich in Breivik-Nähe zu rücken.“

          Auf deine Gutwilligkeit bin ich nicht angewiesen.

          Aber wie würdest du es denn sehen, wenn es um eine vergleichbar durchgeknallte antikatholische Verschwörungstheorie ginge?

          Stellen wir uns mal einen Anhänger einer besonders irrationalen antikatholischen Verschwörungstheorie vor, der sich als großer Kritiker des Katholizismus präsentiert. Aber er kritisiert nicht auf Grundlage von Recherche und Kenntnissen, er liefert keine Belege und Argumente, stattdessen behauptet er einfach, unterstellt alle möglichen bösen Dinge und Absichten, erfindet einfach irgendwelche Dinge, die Katholiken gar nicht vertreten, lügt, hetzt, dämonisiert.

          Nehmen wir mal an, jeder mit ein bißchen Kenntnis über den Katholizismus könnte problemlos erkennen, dass diese Person vom Katholizismus gar keine Ahnung hat und auch gar nicht daran interessiert ist, wahrheitsgemäße Aussagen zu machen und nehmen wir an, dass erkennbar ist, dass es dieser Person offenbar vor allem darum geht eigene negative Tendenzen auf andere zu projizieren, Feindseligkeit und Hass auszuagieren, die Stimmung aufzuheizen und Propaganda für ihre eigene Weltsicht zu machen. Nehmen wir an, auf Nachfrage kann diese Person nie einen einzigen ernsthaften Beleg für ihre Behauptungen über die bösen Katholiken nennen und sie reagiert lediglich um den Schein zu wahren mit Verlinkungen auf entsprechende verschwörungstheoretische Seiten, die ebenfalls keine Belege enthalten oder behauptet einfach, sie sehe die katholische Verschwörung, wenn sie aus dem Fenster gucke.
          Gegenargumente, und seien sie noch so fundiert und gut belegt, werden weggewischt mit der Behauptung, dass alle, die anderer Meinung sind ohnehin lügen oder Teil der Verschwörung seien.

          So hetzt, lügt und dämonisiert diese Person also regelmäßig in extremer Form, schreit bei jeder Gelegenheit ihren irrationalen Hass auf Katholiken in die Welt hinaus, ohne je etwas nachvollziehbar begründen und belegen zu können oder sich mit Kritik an ihrer Sichtweise ernsthaft auseinander zu setzen.

          Und jetzt nehmen wir mal an, es käme, ausgelöst durch diese irrationale antikatholische Verschwörungstheorie zu einer Gewalttat. Eine Person mit schwerer Persönlichkeitsstörung ermordet einige Menschen und begründet dies mit dieser Verschwörungstheorie.
          Unsere Person hat Glück, es waren einige andere Individuen, die die gleiche irrationale antikatholische Verschwörungstheorie vertreten, deren Texte Auslöser für die Morde waren.
          Kann man sagen, dass diese Individuen eine moralische – nicht juristische – Mitverantwortung haben?
          Ich denke ja, denn wenn es gar nicht darum geht, ernsthafte Kritik auf Grundlage von Kenntnissen, Argumenten und Belegen zu üben, sondern wenn es nur um das Verbreiten von Propagandalügen aus ideologischen Motiven geht oder um den Ausdruck von Feindseligkeit und Hass und um das Aufheizen der Stimmung, dann ist m.E. eine moralische Mitverantwortung gegeben, falls es ausgelöst dadurch zu einer Gewalttat kommt.
          Bei ernsthafter Kritik – und sei es scharfe und polemische Kritik – die mit Argumenten und Belegen arbeitet, ist das m.E. hingegen nicht der Fall.

          Wie gesagt, unsere Person hatte Glück, es waren die Texte anderer gleichgesinnter Individuen, die zum Auslöser für Morde wurden.
          Nun ist unsere Person allerdings trotzdem zwangsläufig in der Situation entscheiden zu müssen, ob sie so weitermachen will wie bisher. Sie ist ja jetzt mit der Situation konfrontiert, darüber nachdenken zu müssen, dass auch sie selbst durch ihr regelmäßiges Hetzen, Lügen und Dämonisieren zum entsprechenden Auslöser hätte werden können. Also ist es ja naheliegend, sich mal Gedanken darüber zu machen, ob das alles so gut und richtig war, was man da selbst immer wieder in die Welt posaunt hat oder ob man diesbezüglich nicht mehr Verantwortung vor der Wahrheit und den Mitmenschen aufbringen sollte.

          Nehmen wir an, unsere Person trifft die Entscheidung genauso weiter zu machen wie vorher. Sie beschuldigt weiterhin die bösen Katholiken ohne Begründungen und Belege zu geben, sie unterstellt weiterhin alle möglichen bösen Dinge und Absichten, erfindet weiterhin Dinge, die Katholiken gar nicht vertreten und lügt, hetzt und dämonisiert genauso extrem wie zuvor.

          Ich bin der Ansicht, dass dies kritikwürdig ist. Und ich bin auch der Ansicht, dass man eine solche Person für dieses Verhalten kritisieren darf. Und ich bin ebenfalls der Ansicht, dass man eine solche Person auch mit Bezugnahme auf die Morde, die durch diese irrationale Verschwörungstheorie ausgelöst worden sind, kritisieren darf. Wer selbst dann noch eine bestimmte Form von Lügen-, Hetz- und Dämonisierungspropaganda betreibt, wenn diese bereits zum Auslöser für Tötungen wurde, der darf dafür auch kritisiert werden.

          Ich vermute stark, dass du das ähnlich sehen würdest, wenn es um eine vergleichbar irrationale antikatholische Verschwörungstheorie ginge und es sich bei den Opfern um Katholiken handeln würde, oder?

          „Mehr Begründung/Berechtigung brauche ich nicht, um von Kulturmarxisten reden zu können.“

          Die Wiederholung deiner falschen Behauptungen macht sie nicht wahrer und dass Paul Gottfried keinerlei Belege für deine Behauptungen bietet, wissen wir beide.

        • @ Maren

          „Es geht darum, wer ein richtiger Gamer ist und wer das Recht hat, etwas zu dem Thema zu sagen.“

          Nein, darum geht es offenbar NICHT.

          Das ist jetzt keine Antwort auf das, was ich geschrieben habe, oder?

          Ich verlinke nochmal, worum es geht:

          http://imgur.com/a/4VOcx#0

          „Wizardchan“ ist ein Imageboard für depressive männliche Jungfrauen, das nachweislich fälschlich als Community beschuldigt wurde, eine Belästigungskampagne gegen Zoe Quinn initiiert zu haben, weil sich in einem anonymen Posting jemand negativ zu ihrem Spiel „Depression Quest“ geäußert hatte.

          Daraufhin gab es eine breite, von Gawker initiierte Kampagne mit dem Aufruf, autistische Nerds und männliche Jungfrauen „in die Unterwerfung“ zu mobben, damit sie nicht mehr „Frauen in der Gaming-Szene belästigen“ können (was sie nie getan haben).

          Die Wizardchan-Leute wollen offenbar nur in Ruhe gelassen werden, interessieren sich weder für groß für Games noch dafür, sich öffentlich zu äußern.

          (Die haben sich sogar geäußert, dass sie keine Solidaritätsbekundungen wünschen von den #Gamergate-Leuten, sondern nur in Ruhe gelassen zu werden:

          https://twitter.com/_icze4r/status/525006792347361281 )

          Das kanst du selbst verifizieren, wenn du mal auf WIzardchan nachschaust.

          EvoChris‘ Blog magst du als einen Hort von WHM-Frauenhassern und Verschwörern sehen, Wizardchan ist es ganz offensichtlich NICHT.

          Soviel zu dem „Kollateralschaden“ Wizardchan. Das ist für mich das eigentlich Skandalöse an der Sache. Wenn dich sowas kalt lässt, dann weiß ich auch nicht weiter.

          xxx

          „Also im Prinzip eine klassische Noob-Diskussion, nur in größerem Maßstab.“

          #Gamergate ist noch eine eigene Debatte, die wohl von beiden Seiten hart geführt wird (wobei die #Gamergate-Organisator_innen sich von Drohungen und Beleidigungen auch gegen die feministsiche Gegenseite distanzieren) hier sind übrigens die Drohungen und sonstigen Angriffe auf die #Gamergate-Teilnehmer dokumentiert.

          „Also im Prinzip eine klassische Noob-Diskussion, nur in größerem Maßstab.“

        • Ich finde es übrigens scheiße, dass in diesem (!*) Strang schon wieder eine „Kulturmarxismus“-Schlacht stattfindet.

          Das #Gamergate-Thema ist kompliziert genug und geht jetzt wieder völlig unter.

          *in einem anderen Strang meinetwegen, nicht dass gemutmaßt wird, ich wolle diese „wichtige“ Debatte unterbinden.

        • @alexander, marx – mao – marcuse.

          marx will die familie zerstören.
          mao hat die kulturrevolution angezettel.
          marcuse den freudomarxismus frankfurter schule.

          das wurde von den 68ern skandiert. eine treffendere beschreibung als kulturmarxismus fällt mir beim besten willen nicht ein.

          für mich ist das thema jetzt übrigens auch durch. sollte sich jemand über den begriff echauffieren genügt es fortan auf die 107. ausgabe unseres selbermach-samstag zu verweisen 😀

        • 3*ich, sei doch froh. @christian atmet auf, @alexander und mir geht es genauso, denn das thema „kulturmarximus“ ist durch. kein kommentarstrang wird damit mehr zugemüllt und ich kann fortan dich und @lezsek als kulturmarxisten bezeichnen, ohne eine lezseksche wall-of-text fürchten zu müssen 😀

          sei versichert, breivik treiben wir @lezsek auch noch aus.

        • Gratulation, Albert, für erfolgreiches Derailing in einem Thread über ein wichtiges Thema, das mit „Kulturmarxismus“ nicht die Bohne zu tun hatte.
          Ich hoffe, du bist stolz auf dich.

        • @3*ich, dein großer meister @lezsek hat in seinem post von heute vormittag um 7:44 der erste, der in diesem thread von kulturmarxismus gesprochen hat und sich ob der Ungerechtigkeit und den fehlenden belegen beklagt hat. nun hat er sie und derailed nicht mehr. ein schlichtes danke genügt völlig, 3*ich.

        • @ albert

          Also, zu deiner Nachfragen nach meinen Kriterien bezüglich des Nachweises der Existenz der „Kulturmarxisten“:

          Ich sagte ja bereits, dass es bezüglich jeder real existierenden Strömung innerhalb der Linken Schriften und Gegenschriften gibt. Das dürfte offensichtlich sein – keine linke Strömung kann ihre Ideen durch reine magische Gedankenübertragung vermitteln und in Zeiten von Schrift und Buchdruck sind Schriften (Bücher, Broschüren, Zeitungen und Zeitschriften bzw. Artikel in diesen, Blogs, Homepages bzw. Artikel auf diesen, Flugblätter, Prinzipienerklärungen, Organisationsprogramme etc.) die wichtigsten Informationsträger.

          Von allen real existierenden linken Strömungen gibt es also Schriften, in denen diese ihre Ideen, Theorien, Strategien und Praxen erklären und begründen. Das gilt auch für kleinere und auch für sehr kleine linke Strömungen. Ohne Schriften kann keine linke Strömungen in der zeitgenössischen modernen Gesellschaft erfolgreich ihre Sichtweisen verbreiten.
          Wenn es die „Kulturmarxisten“ also gäbe, MÜSSTE es Schriften von ihnen geben und wenn es sich bei den „Kulturmarxisten“ um eine große und einflussreiche linke Strömung handeln soll, dann MÜSSTE es viele und darunter auch bekannte und einflussreiche Schriften geben.

          Zweitens ist immer zu berücksichtigen, dass die real existierende Linke aus einer Vielzahl miteinander konkurrierender Strömungen besteht, die sich gegenseitig kritisieren. Zu jeder real existierenden Strömung innerhalb der Linken gibt es daher auch schriftliche Positionsbestimmungen und Kritiken von anderen linken Strömungen. Die Existenz keiner linken Strömung kann vor den anderen konkurrierenden linken Strömungen lange verborgen bleiben, Positionsbestimmungen und Kritiken anderer linker Strömungen sind also UNVERMEIDBAR, sie erfolgen AUF JEDEN FALL.
          Gäbe es die „Kulturmarxisten“, MÜSSTE es also Stellungnahmen und Kritiken anderer konkurrierender linker Strömungen zu ihnen geben.

          Es ist kommunikationspragmatisch völlig unmöglich, dass die „Kulturmarxisten“ ihre Ansichten irgendwie verbreiten könnten ohne Schriften oder sonstige Verlautbarungen von ihnen und es ist auch rein sozialpsychologisch völlig unmöglich ohne Schriften, Organisationen, konkrete kollektive Aktivitäten etc. eine politische Bewegung mit gemeinsamer weltanschaulicher Grundlage, gemeinsamen Zielen und gemeinsamer Identität aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

          In dem Sinne wie die US-amerikanischen konservativen/rechten Verschwörungsideologen oder wie Roslin „Kulturmarxisten“ definieren ist die Sache daher klar: Es gibt weder Schriften von den „Kulturmarxisten“, noch Gegenschriften anderer linker Strömungen zu ihnen, noch irgendwelche sonstigen Hinweise auf ihre Existenz (Teilnahme an Veranstaltungen etc.).
          Die „Kulturmarxisten“ tauchen nur und ausschließlich in den Schriften konservativer/rechter Verschwörungsideolgen auf und in diesen Schriften werden nie irgendwelche wissenschaftlichen Belege für ihre Existenz gegeben.
          Es dürfte also für jeden, der zu halbwegs logischem und kritischen Denken willens und fähig ist, klar sein, dass es sich hier um reine konservative/rechte Diskursstrategie und Propagandalüge handelt.

          Bezüglich deiner Frage nach Präzisierung meiner Kriterien:

          Das hinge natürlich von der jeweiligen impliziten oder expliziten Definition ab, die ein jeweiliger konservativer/rechter Verschwörungsideologe verwendet. In der Regel werden von diesen Leuten von Vornherein keine klaren, präzisen Definitionen gegeben, man muss sie also aus ihren Schriften rekonstruieren.

          Der relativ bekannteste Ideologe im Kontext der US-amerikanischen konservativen/rechten Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie ist William S. Lind, ein US-amerikanischer Kulturkonservativer und erklärter Monarchist, dessen Schriften zum Thema keine Belegquellen enthalten und deutliche antisemitische Tendenzen aufweisen.

          Wie schon häufiger erwähnt ist der ideologische und strategische Hintergrund der Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie folgender: “Kulturmarxismus” ist ein Schlagwort der US-amerikanischen Rechten, dessen eigentlicher wesentlicher Bezugspunkt gar keine Marxisten/Neo-Marxisten sind, sondern die in den USA entstandenen Varianten des Poststrukturalismus wie Gender-Studies, Critical Whiteness Studies oder der postmoderner Multikulturalismus.
          Der Begriff “Kulturmarxismus” hat hierbei lediglich eine diskursstrategische Funktion, indem die US-amerikanische postmoderne/poststrukturalistische Linke als marxistisch geframed werden soll, um leichter gegen sie in Kreisen antikommunistisch sozialisierter Konservativer agitieren und mobilisieren zu können. Marxistische Verschwörungen zu erfinden, um die eigenen Anhänger zu mobilisieren, hat in den USA unter Konservativen/Rechten Tradition und in diesem Zusammenhang ist dieser Begriff zu verstehen.
          Dazu wurde eine falsche ideengeschichtliche Herleitung des US-amerikanischen Poststrukturalismus und der Political Correctness aus dem Neo-Marxismus in der Tradition des Freudomarxismus konstruiert (Frankfurter Schule, Wilhelm Reich).
          Das ist ideengeschichtlich Unsinn, denn die US-amerikanischen Varianten des Poststrukturalismus sind in Wahrheit aus einer einseitigen, rigiden und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption und Interpretation des französischen Poststrukturalismus hervorgegangen, (die sich aber vom ursprünglichen französischen Poststrukturalismus deutlich unterscheidet) und haben mit der Frankfurter Schule oder Wilhelm Reich nichts zu tun.

          Wollte man vor diesem Hintergrund eine Minimal-Definition von „Kulturmarxisten“ aus den Schriften von William S. Lind rekonstruieren, dann könnte man es m.E. folgendermaßen formulieren. „Kulturmarxisten“ im Sinne von William S. Lind sind Neo-Marxisten in der Tradition der Kritischen Theorie, welche ein Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“ vertreten sowie Anhänger des Multikulturalismus sind. (Die Definition ließe sich noch erweitern, aber wir belassen es der Einfachheit halber mal bei dieser Minimaldefinition).

          Nun vertreten Neo-Marxisten in der Tradition der Kritischen Theorie (oder Wilhelm Reichs) allerdings diese Dinge nicht (mir ist kein einziger Fall bekannt), sondern es handelt sich beim PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Mannes“ und beim postmodernen Multikulturalismus um Ideen, die der US-amerikanischen postmodernen/poststrukturalistischen Linken entstammen und mit dieser verbunden sind. Diese Ideen sind kein Teil der Theorietradition der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, (auch nicht Wilhelm Reichs).
          Freilich ist es nicht möglich hier eine Einzelfallgarantie zu geben, dass es nie irgendwo einen Anhänger der Kritischen Theorie gegeben hat, der irgendwas davon aus der US-amerikanischen postmodernen/poststrukturalistischen Linken übernommen hat, denn es ist ja auch möglich sich auf Aspekte aus mehreren linken Strömungen zu beziehen, aber das wäre dann eine Ausnahme von der Regel. Die Regel ist: Neo-Marxisten in der Tradition der Kritischen Theorie (die heutzutage ohnehin leider eher selten sind) vertreten kein Feindbild „weißer, heterosexueller Mann und sind keine Anhänger des Multikulturalismus.

          William S. Lind zufolge sind die „Kulturmarxisten“ eine bekannte und einflussreiche linke Strömung. Um ihre Existenz in diesem Sinne bei gegebener Definition nachzuweisen, müsste es also viele Schriften von Anhängern der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule geben – darunter auch bekannte und einflussreiche Schriften – in denen ein Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“ enthalten ist sowie der kulturrelativistische Multikulturalismus vertreten wird.
          Allerdings werden wir auf Belege diesbezüglich lange warten müssen, denn wie gesagt ist der Begriff „Kulturmarxismus“ nur ein Propagandatrick. In Wahrheit geht es dabei gar nicht um Anhänger der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule sondern um die aus ganz anderen Quellen stammende und auf ganz anderen theoretischen Grundlagen beruhende US-amerikanische postmoderne/poststrukturalistische Linke.

          Nehmen wir noch ein zweites Beispiel zur Beantwortung deiner Frage:
          Ich hatte ja in der Vergangenheit versucht die persönliche Definition von “Kulturmarxisten” von Roslin aus den vielen wirren Fragmenten, die er zum Thema im Laufe der Zeit geliefert hast, zu rekonstruieren.
          Demnach wären “Kulturmarxisten” zu definieren als:
          Marxisten, aber nicht irgendwelche Marxisten sondern Neo-Marxisten, und nicht irgendwelche Neo-Marxisten sondern solche in der Tradition der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, aber nicht irgendwelche Neo-Marxisten in der Tradition der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule sondern ganz spezifisch Anhänger der Version der Kritischen Theorie von Herbert Marcuse, aber nicht irgendwelche Anhänger von Marcuse sondern solche, die ganz bestimmte Auffassungen, Positionen und Strategien vertreten.

          Z.B. vertreten die “Kulturmarxisten” Roslins Angaben zufolge:
          – ein Feindbild “weißer, heterosexueller Mann”, dieses vertreten sie aber nicht (wie z.B. die radikaleren Anhänger der US-amerikanischen Variante des Poststrukturalismus) als Resultat einer überzogenen identitätspolitischen Anti-Diskriminierungshaltung, sondern als Teil einer Revolutionsstrategie, weil die “Kulturmarxisten” glauben, dass die Entmachtung des “weißen, heterosexuellen Mannes” auf irgendeine magische Weise zur Abschaffung des Kapitalismus führe. Die “Kulturmarxisten” wollen Frauen und Minderheiten per Quoten in Machtpositionen bringen, weil sie davon ausgehen, dass diese dann den Kapitalismus abschaffen würden.
          – Die “Kulturmarxisten” sehen außerdem in der Katholischen Kirche das Haupthindernis für den Übergang zum Sozialismus und befassen sich daher schwerpunktmäßig mit Kritik am Katholizismus, in orthodoxen Muslimen und Islamisten sehen die “Kulturmarxisten” allerdings Bündnispartner für eine soziale Revolution.
          – Die “Kulturmarxisten” setzen sich für die Rechte von Homosexuellen ein, aber nicht, weil sie an deren Rechten wirklich interessiert wären, sondern weil sie hoffen, dadurch die Familie zu zerstören.
          – Die “Kulturmarxisten” glauben außerdem an ein radikalfeministisches Haupt-Nebenwiderspruchsmodell, demzufolge eine Beseitigung des „Patriarchats“ auch automatisch alle anderen sozialen Mißstände und Formen von Diskriminierung beseitige sowie zur Abschaffung des Kapitalismus führe, daher sind die “Kulturmarxisten” radikalfeministisch.
          – Die “Kulturmarxisten” sind Multikulturalisten, aber nicht weil sie wie manche Poststrukturalisten naive Kulturrelativisten wären, sondern weil sie die westliche Zivilisation zerstören wollen.
          – Die “Kulturmarxisten” streben Sprachveränderungen an, aber nicht, weil es ihnen darum ginge, dadurch irgendwelche vermeintlich oder tatsächlich diskriminierten Gruppen “sichtbarer zu machen”, sondern weil sie erreichen wollen, dass den Menschen dadurch “unheimlich” wird, weil sie glauben, dass dies eine revolutionäre Stimmung fördere.
          – Die „Kulturmarxisten“ befinden sich ihrem Selbstverständnis nach in einem Bündnis mit Neoliberalen und „Konsumkapitalisten“ und betrachten diese dabei als „nützliche Idioten“, (genau wie umgekehrt).

          Soweit die Definition von “Kulturmarxismus”, wie sie sich aus Roslins verstreuten unbelegten Behauptungen zum Thema rekonstruieren lässt.
          Demnach müssen zwei Aspekte zusammenkommen, damit von “Kulturmarxisten” nach seiner Auffassung gesprochen werden kann.
          1. es muss nachweisbar sein, dass es sich um Neo-Marxisten in der Tradition von Herbert Marcuse handelt.
          2. es muss nachweisbar sein, dass ein Bündel erkennbar extrem dummer, lächerlicher, pragmatisch dysfunktionaler und hochgradig unrealistischer Strategien zur Gesellschaftsveränderung vertreten wird, (Strategien, die derart bekloppt sind, dass man keineswegs wie ich selbst jahrelange persönliche Erfahrung mit der radikalen Linken haben muss um zu wissen, dass niemand in der real existierenden radikalen Linken diesen Blödsinn vertritt).

          Roslins Definition von „Kulturmarxisten“ scheitert dabei ganz allgemein an beiden genannten Aspekten erbärmlich.
          Erstens spielt Herbert Marcuse in der zeitgenössischen Linken sowie in den Geistes- und Sozialwissenschaften keine nennenswerte Rolle, dieses durchgeknallte, völlig unrealistische und von Roslin offenbar frei erfundene “Revolutionsprogramm” hat zudem mit Marcuses Schriften nichts zu tun und die wenigen, die sich heutzutage noch auf Marcuse beziehen, vertreten natürlich auch nichts davon.
          Zweitens ist dieses “Revolutionsprogramm” derart lächerlich und idiotisch, dass es keine, aber auch gar keine Chance hätte in der radikalen Linken jemals ernstgenommen zu werden, von Marxisten sowieso nicht, aber auch sonst von niemandem.
          Da die “Kulturmarxisten” nicht existieren, gibt es von ihnen natürlich auch keine Schriften und keine Gegenschriften konkurrierender linker Gruppierungen, was natürlich auch der Grund dafür ist, dass Roslin auf Nachfrage nach Belegen nie welche liefern kann.

          Auch Roslin behauptet, die „Kulturmarxisten“ seien eine einflussreiche linke Strömung. In diesem Sinne müsste es also auch gemäß dieser Definition viele Schriften von diesen Leuten geben – darunter auch bekannte und einflussreiche – in denen dieses Programm dargestellt, erläutert, begründet und dafür geworben wird.
          Das gibt es natürlich nicht und wird es auch nie geben.
          Jeder durchschnittlich intelligente pubertierender Teenager kann erkennen, dass dieses „Revolutionsprogramm“ vollkommen lächerlich und dysfunktional ist und nicht funktionieren kann. Zudem würde eine linke Strömung, die ein solches Programm verträte natürlich von allen anderen linken Strömungen in Grund und Boden kritisiert und gebasht werden.
          Auf den Nachweis der „Kulturmarxisten“ im Sinne Roslins können wir daher warten bis zum St. Nimmerleinstag.

          Diese beiden Beispiele sollten reichen. Für Kriterien des Nachweises der Existenz der „Kulturmarxisten“ muss also eine konkrete und präzise Definition gegeben sein. Da diese von den Vertretern und Anhängern der Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie in der Regel nicht gegeben wird, muss man sie aus deren Schriften rekonstruieren.
          Ist eine hinreichend präzise Definition gegeben, fällt die Prüfung natürlich leicht, denn jede Strömung innerhalb der Linken, die tatsächlich existiert, ist leicht nachweisbar, weil es eben Schriften von und Gegenschriften zu ihnen gibt.

          Es dürfte des Weiteren klar sein – das muss ich hoffentlich nicht andauernd wiederholen – dass eine Definition von „Kulturmarxismus“, die sich auf irgendeine linke Strömung bezieht, die in Wahrheit gar keine marxistische Strömung ist, natürlich nichts mit Wissenschaft zu tun hat, sondern Lüge und Irreführung darstellt, in Verbindung mit Vorwürfen handelt es sich dann um bösartige Falschbeschuldigung.
          Niemand hat das Recht – weder in wissenschaftlicher, noch in moralischer Hinsicht – Vorwürfe an Marxisten allgemein oder an eine bestimmte marxistische Strömung im Besonderen zu richten, für Dinge, die von diesen in Wahrheit gar nicht vertreten werden.

        • @lezsek, dass du den mut hast zu antworten ehrt dich. aber die antwort …

          ich versuch dir zu helfen:
          * muss sich jemand als kulturmarxist bezeichnen, damit es ein gültiger beleg für kulturmarxismus ist?
          falls nein:
          * welche aussagen muss er treffen, damit er trotzdem als solcher bezeichnet werden darf?
          * allgemeiner, gibt es kriterien, die geeignet wären aussagen als kulturmarxistisch zu klassifizieren.

          diese fragen gilt es möglichst PRÄGNANT zu klären. falls erforderlich kann man es später präzisieren werden. darauf aufbauend kann man in der diskussion weiterkommen und erkenntnisgewinn erzielen.

          mich faszinieren komplizierte wörter auch: alternierende multilinearform, lokale eichinvarianz, lie-algebren, diffeomorphismus, symplektische mannigfaligkeiten, modulformen, …

          worte sind nur schall und rauch. wenn sie allein dazu dienen andere zu beieindrucken, sind sie nichts wert. wenn du als chef-linksextremist und soziolge es nicht schaffst deine argumente halbwegs prägnant und verständlich zu formulieren, hast du versagt. auf meine blöden nachfragen hin, kannst du immer noch nachlegen. das ist dir unbenommen. um dich abzusichern kannst du einleitend immer schreiben „simplifiziert gesagt, verhält es sich wie folgt“. wenn du das nicht kannst, geht es dir um verwirrung und rechthaberei und eben nicht erkenntnis. das wäre öde.

          zu marx und engels hast du auch nichts gesagt und hinsichtlich der anforderung hast du auch nur geschwaffelt, @lezsek.

        • @ albert

          „dass du den mut hast zu antworten ehrt dich. aber die antwort …“

          Die Antwort ist natürlich so präzise und ausführlich, wie es der Vermittlung eines genaueren Verständnisses des Themas angemessen ist.

          „ich versuch dir zu helfen:
          * muss sich jemand als kulturmarxist bezeichnen, damit es ein gültiger beleg für kulturmarxismus ist?“

          Aber, albert, du weißt doch, dass ich den Begriff „Kulturmarxismus“ als konservatives/rechtes Schlagwort bzw. als Propagandabegriff der rechten Variante der Political Correctness grundsätzlich ablehne und für ethisch nicht vertretbar halte.
          Der Begriff ist verbrannt – nicht nur wegen der Anschläge von Breivik – sondern auch wegen dem Antisemitismus und anderer menschenfeindlicher Einstellungen, die mit der mit diesem Begriff zusammenhängenden konservativen/rechten Ideologie verbunden sind sowie wegen der Lügen, Halbwahrheiten, Falschbeschuldigungen und der vollständigen Unwissenschaftlichkeit, die dieser konservativen/rechten Ideologie zugrundeliegt.

          Mit dem konservativen/rechten Schlagwort „Kulturmarxismus“ ist es wie dem radikalfeministisch/genderistischen Kampfbegriff „Rape Culture“. Seine Verwendung ist stets potentiell schädlich – selbst dann, wenn dies gar nicht intendiert ist und in naiver guter Absicht erfolgte.

          Und des Weiteren zu deiner Frage: Aus meinen obigen Beispielen geht ja hervor, dass für Kriterien zur Prüfung der Existenz der „Kulturmarxisten“ nicht entscheidend ist, ob sich jemand so nennt, sondern ob es irgendeine marxistische Strömung gibt, die die entsprechenden Kriterien erfüllt.

          Zu der genannten Definition bezüglich des Verständnisses von „Kulturmarxismus“ des antisemitischen Verschwörungsideologen William S. Lind wäre übrigens noch ein wichtiges Kriterium zu der bereits genannten Kurzdefinition beizutragen, nämlich die Absicht „die westliche Kultur zu zerstören“, denn das unterstellt Lind ja gerne – argument- und belegfrei versteht sich.

          „falls nein:
          * welche aussagen muss er treffen, damit er trotzdem als solcher bezeichnet werden darf?
          * allgemeiner, gibt es kriterien, die geeignet wären aussagen als kulturmarxistisch zu klassifizieren.“

          Wie gesagt lehne ich schädliche unwissenschaftliche Propagadabegriffe wie „Kulturmarxismus“ und „Rape Culture“ grundsätzlich ab, so dass die Fragen aus meiner Perspektive nur im Hinblick auf die Definitionen von „Kulturmarxismus“ beantwortet werden können, wie sie in den Schriften entsprechender konservativer/rechter Ideologen gegeben sind bzw. aus diesen rekonstruierbar sind.

          Das hieße also: Wenn – im Sinne von Linds Definition – es anhand des Vorhandenseins vieler Schriften – darunter auch bekannte und einflussreiche Schriften – nachgewiesen werden könnte, dass es heutzutage eine große und einflussreiche Strömung von Neo-Marxisten in der Tradition der Kritischen Theorie gäbe, aus deren Schriften klar hervorginge, dass sie ein Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“ vertreten, Anhänger des kulturrelativistischen Multikulturalismus sind und ihrem Selbstverständnis nach die Absicht haben die westliche Kultur zu zerstören, dann wäre sein Verständnis des Begriffs „Kulturmarxismus“ gerechtfertigt, (sein Antisemitismus und seine sonstigen menschenfeindlichen Einstellungen wären natürlich auch dann nicht gerechtfertigt.)

          Da es dergleichen aber nicht gibt, „Kulturmarxismus“ nur ein Propagandabegriff ist, der sich in Wahrheit auf die US-amerikanische postmoderne/poststrukturalistische Linke bezieht, ist der Nachweis hier nicht zu erbringen.

          Und wenn – im Sinne von Roslins Definition – es anhand des Vorhandenseins vieler Schriften – darunter auch bekannte und einflussreiche – nachgewiesen werden könnte, dass es heutzutage eine große und einflussreiche Strömung von Neo-Marxisten in der Tradition Herbert Marcuses gäbe, aus deren Schriften klar hervorginge, dass sie die von Roslin behaupteten (komplett idiotischen und pragmatisch dysfunktionalen) Positionen tatsächlich vertreten, dann wäre sein Verständnis des Begriffs „Kulturmarxismus“ gerechtfertigt.

          Auf diesen Nachweis können wir freilich warten, bis in alle Ewigkeit, denn Roslin hat das von ihm behauptete „kulturmarxistische“ Programm ja frei erfunden und kennt selbstverständlich nicht eine einzige Schrift, in der es tatsächlich vorhanden wäre, da es solche Schriften nicht gibt.

          Des Weiteren wären die „Kulturmarxisten“, falls es sie gäbe, wie gesagt auch dadurch leicht nachweisbar, dass zahlreiche konkurriende linke Strömungen sich zu ihnen anhand ihrer eigenen Ideen positionieren würden und sie kritisieren würden. Es gäbe also auch zahlreiche Gegenschriften und Kritiken an den „Kulturmarxisten“ von Vertretern anderer linker Strömungen.

          „zu marx und engels hast du auch nichts gesagt“

          Dazu kommen wir später.

          „und hinsichtlich der anforderung hast du auch nur geschwaffelt, @lezsek.“

          Keineswegs. Du bist nur die Anforderungen an gute geisteswissenschaftliche Arbeit nicht gewohnt.

        • @ albert

          So, dann kommen wir mal zu deiner Frage nach Marx und Engels. Diese werden noch nicht mal von den durchgeknallten konservativen/rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen als „Kulturmarxisten“ bezeichnet.

          Marx und Engels vertraten eine Gesellschafts- und Geschichtsphilosophie, die unter dem Namen „materialistische Geschichtsauffassung“ oder „Historischer Materialismus“ bekannt ist. Ein wesentlicher Teil dieses Ansatzes ist das sogenannte „Basis-Überbau-Modell“, welches davon ausgeht, dass es in historischer und soziologischer Hinsicht ein „Primat der Ökonomie“ gebe.

          Dem Basis-Überbau-Modell von Marx und Engels zufolge bestimmt das ökonomische Teilsystem der Gesellschaft die anderen gesellschaftlichen Teilsysteme einschließlich der Kultur stärker als umgekehrt. Marx und Engels vertraten in diesem Sinne die Auffassung, dass zwar nicht alle, aber die wichtigsten Phänomene hinsichtlich der nicht-ökonomischen gesellschaftlichen Teilsysteme (wie Politik, Recht, Religion etc.) durch das ökonomische Teilsystem bestimmt bzw. determiniert werden.

          Die wichtigsten kulturellen Phänomene werden daher in dieser Sichtweise stärker durch die Ökonomie bestimmt als umgekehrt. Zwar gibt es in Marx und Engels Sichtweise natürlich auch Wechselwirkungen und der Kultur kommt auch ein – allerdings nur relatives – Eigengewicht zu, aber um es mit Engels zu formulieren: „In letzter Instanz“ bleibt die Ökonomie bestimmend.

          Daraus ergibt sich für (traditionell-)marxistische Wissenschaftler und Philosophen ein heuristisches Modell, nach dem politische, rechtliche, religiöse, kulturelle Phänomene etc. vor allem in ihren Zusammenhängen mit der Ökonomie und ausgehend von der Ökonomie als dem letztendlich bestimmenden Faktor aus analysiert werden.
          Da die Ökonomie in dieser Sichtweise das in letzter Instanz bestimmende, kulturelle Phänomene hingegen in ihren wichtigsten Aspekten lediglich als abgeleitete Phänomene verstanden werden, kommt in diesem Weltbild kulturellen Phänomen ein deutlich geringerer Stellenwert zu als ökonomischen Phänomenen.
          Entsprechend interessierten sich Marx und Engels stärker für die ökonomische Dimension des gesellschaftlichen Daseins des Menschen. Das heißt nicht, dass sie sich nicht auch für kulturelle Phänomene interessiert hätten, aber diese waren für Marx und Engels in theoretischer Hinsicht zweitrangig.

          (Anmerkung: Wir Anarchisten halten die materialistische Geschichtsauffassung und das Basis-Überbau-Schema aus mehreren Gründen für falsch und wissenschaftlich letztendlich nicht haltbar. Wir arbeiten mit anderen Theorien und Modellen, in denen natürlich nicht geleugnet wird, dass die Ökonomie einen wesentlichen Einfluss hat, aber bei uns stehen mehr die Wechselwirkungen der verschiedenen gesellschaftlichen Teilsysteme im Vordergrund anstatt von Vornherein ein bestimmtes Primat bei jeder Fragestellung vorauszusetzen.
          Es gibt einige sehr gute Kritiken am Basis-Überbau-Schema von Vertretern anderer sozialistischer Strömungen, manchmal übrigens sogar von konservativer Seite. Die Kritik von Kolakowski am Basis-Überbau-Schema, in dem, in seine konservative Werkphase fallenden 1. Band von „Die Hauptströmungen des Marxismus“ ist ganz ausgezeichnet und wird von uns libertären Sozialisten überwiegend geteilt, aber das ist ein anderes Thema.)

          Dann zu Friedrich Engels Schrift „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“:

          Das ist eine Schrift, die Engels nach dem Tode von Marx schrieb und die versucht, den damaligen ethnologischen und historischen Forschungsstand – ausdrücklich unter Einbeziehung auch von nicht-marxistischen Wissenschaftlern – zu den genannten Themen zusammenzufassen. Aus dieser Schrift von Engels geht auch eine positive Einstellung zu frauenrechtlichen Anliegen der damaligen Zeit hervor, leider enthält sie auch ein paar Formulierungen, die wir aus linksmaskulistischer Perspektive heute als vulgärfeministisch zurückweisen würden.

          Dabei darf man Engels freilich keine Einseitigkeit in praktischer und politischer Hinsicht unterstellen, denn faktisch hat sich Friedrich Engels durch sein Engagement für die Arbeiterbewegung auch stark für die Anliegen von Männern eingesetzt.
          Die klassische Arbeiterbewegung war im Schnitt stärker um die Interessen und Probleme der Männer der Arbeiterklasse der damaligen Zeit zentriert als um die der Frauen der Arbeiterklasse. In diesem Sinne war die klassische Arbeiterbewegung mehr eine Männerrechtsbewegung als eine Frauenrechtsbewegung und Engels als einer ihrer wesentlichen Theoretiker und Aktivisten hat demnach viel für die Verbesserung der Lebenssituation der Männer der Arbeiterklasse getan.

          Dass die klassische Arbeiterbewegung sich im Schnitt stärker auf die Probleme und Interessen der Männer der Arbeiterklasse konzentrierte, ist übrigens auch der Grund dafür, dass sich damals – und zwar völlig berechtigt – eigenständige frauenrechtliche Strömungen in der sozialistischen Bewegung bildeten, die sich schwerpunktmäßig stärker auf die Probleme und Interessen der Frauen der Arbeiterklasse konzentrierten. Eigene männerrechtliche Strömungen gab es in der Arbeiterbewegung deshalb nicht, weil die Interessen und Probleme der Männer der Arbeiterklasse durch die Hauptströmungen der Arbeiterbewegung bereits weitgehend abgedeckt waren.
          Friedrich Engels hat sich also für die Frauen UND Männer der Arbeiterklasse eingesetzt, das sollte man natürlich bei einer Analyse seines Werkes gerade aus männerrechtlicher Perspektive berücksichtigten.

          Die Hauptfehler seiner Schrift „ Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ resultieren aus den Umständen, denen allen wissenschaftlichen und philosophischen Schriften unterworfen sind, ihre Zeitgebundenheit und die Begrenztheit des damaligen Wissens und Forschungsstandes zum Thema.
          So war Engels die analytische Perspektive entsprechend der Sichtweise des Modells von Warren Farrell, die Nachteile der traditionellen Geschlechterrolle für beide Geschlechter in historischer Perspektive zu analysieren nicht zugänglich, daher enthält Engels Schrift leider ein paar Formulierungen, die vor dem Hintergrund einer, wie ich es nenne „integral-antisexistischen Perspektive“ nicht haltbar sind.

          Man muss hierbei allerdings berücksichtigen, dass gerade jene Strömung der Frauenbewegung, die sich damals auf Marx und Engels bezog, nämlich der marxistische Flügel der sozialistischen Frauenbewegung der ersten Welle der Frauenbewegung eine männerfreundliche frauenrechtlichen Strömung war. Sie beruhte wesentlich auf der Idee der Klassensolidarität zwischen Frauen und Männern, lehnte Frauenfeindlichkeit wie Männerfeindlichkeit als Gefahr für die Klassensolidarität ab und setzte sich – trotz ihres frauenrechtlichen Schwerpunktes – auch für die Interessen und Probleme der Männer der Arbeiterklasse ein.

          In zwei Büchern zur Geschichte der Frauenbewegung heißt es dazu:

          “Während die meisten “bürgerlichen Damen” um gleiche Teilhabe an den männlichen Privilegien kämpften, stritten Sozialistinnen für eine bessere Welt für alle (…)”

          (aus: Gisela Notz – Feminismus, S. 47)

          “Die sozialistische Frauenbewegung Deutschlands”, so Ottilie Baader (…) sei “von der Überzeugung durchdrungen, dass die Frauenfrage ein Teil der sozialen Frage sei und nur zusammen mit ihr gelöst werden kann.” Ihr ging es um den “Kampf aller Ausgebeuteten ohne Unterschied des Geschlechts gegen alle Ausbeutenden ebenfalls ohne Unterschied des Geschlechts”. Deshalb war es ihr Anliegen “mit dem Mann ihrer Klasse gegen die kapitalistische Klasse Seite an Seite mit den Männern zu kämpfen”.

          (aus: Gisela Notz – Feminismus, S. 52)

          “Die Frauenfrage war für Clara Zetkin immer Teil der Klassenfrage. Die proletarische Frauenbewegung war in erster Linie sozialistisch. Aus diesem Grund lehnte sie eine Zusammenarbeit mit der bürgerlichen Frauenbewegung ab. Hauptgegensatz war ihrer Ansicht nach die Tatsache, dass die bürgerlichen Frauen gegen die Männer der eigenen Klasse kämpften, während die Proletarierinnen Seite an Seite mit den Männern ihrer Klasse gegen den Kapitalismus für die Revolution eintraten.”

          (aus: Michaela Karl – Die Geschichte der Frauenbewegung, S. 97)

          Heutige Radikal- und Gender-Feministinnen beziehen sich hingegen in der Regel nicht auf Marx und Engels. In der zeitgenössischen feministischen Theoriebildung, die schwerpunktmäßig poststrukturalistisch geprägt ist, sind theoretische Bezüge auf Marx und Engels selten.

          Marx und Engels scheinen damals der Auffassung gewesen zu sein, dass sich Frauen von ihren Präferenzen her hinsichtlich ihrer Neigung zur Erwerbsarbeit wenig von Männern unterscheiden würden, dass also, wenn die gesellschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen es erlaubten, Frauen es vorziehen würden in gleichem Maße der Erwerbsarbeit nachzugehen wie Männer.

          Diese Sichtweise muss man sicherlich vor dem Hintergrund des heutigen Forschungsstandes in Evolutionärer Psychologie und Soziologie korrigieren.
          Vielmehr scheint es hier bei Frauen ein breites Spektrum von Präferenzen zu geben und keine eindeutige Tendenz, siehe hierzu z.B. die soziologische Präferenztheorie von Catherine Hakim:

          http://cuncti.net/streitbar/252-catherine-hakims-praeferenztheorie-was-frauen-wollen

          Für Marx und Engels, denen man schwerlich vorwerfen kann, mit dem heutigen Forschungsstand in Evolutionärer Psychologie und Soziologie nicht vertraut gewesen zu sein, war es damals jedoch naheliegend anzunehmen, dass eine sozialistische Gesellschaftsordnung es den Frauen ermöglichen müsste, in gleichem Ausmaß erwerbstätig zu sein wie die Männer, freilich liegt diesem Irrtum hinsichtlich Unterschieden in den Präferenzen von Frauen und Männern keine böse Absicht zugrunde.

          Marx sprach in einigen Zitaten von der „Aufhebung der Familie“. Marx war jedoch Hegelianer und „Aufhebung“ ist ein Fachbegriff aus der hegelianischen Philosophie, der nicht mit „Abschaffung“ oder “Zerstörung“ identisch ist:

          „Die dialektische Aufhebung ist ein zentraler Begriff der Philosophie G. W. F. Hegels. Er bezeichnet den Vorgang der Überwindung eines Widerspruchs, wobei die positiven, wertvollen Elemente erhalten und fortgeführt werden und die negativen entfallen.“

          http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektische_Aufhebung

          In diesem Sinne bedeutet „Aufhebung der Familie“ für den historisch denkenden Marx wenig anderes als die banale Tatsache, dass es in einer sozialistischen Gesellschaft wie bei jeder anderen historischen Neuformation zu irgendwelchen Veränderungen in familiensoziologischer Hinsicht kommen werde.

          Ein Zitat von Marx zu seiner historischen Sichtweise auf das Phänomen „Familie“ (Hervorhebungen von mir):

          „Es ist jedoch nicht der Mißbrauch der elterlichen Gewalt, der die direkt oder indirekte Exploitation unreifer Arbeitskräfte durch das Kapital schuf, sondern es ist umgekehrt die kapitalistische Exploitationsweise, welche die elterliche Gewalt, durch Aufhebung der ihr entsprechenden ökonomischen Grundlage, zu einem Mißbrauch gemacht hat. So furchtbar und ekelhaft nun die Auflösung des alten Familienwesens innerhalb des kapitalistischen Systems erscheint, so schafft nichtsdestoweniger die große Industrie mit der entscheidenden Rolle, die sie den Weibern, jungen Personen und Kindern beiderlei Geschlechts in gesellschaftlich organisierten Produktionsprozessen jenseits der Sphäre des Hauswesens zuweist, die neue ökonomische Grundlage für eine HÖHERE FORM DER FAMILIE und des Verhältnisses beider Geschlechter. Es ist natürlich ebenso albern, die christlich germanische Form der Familie für absolut zu halten als die altrömische Form, oder die altgriechische, oder die orientalische, die übrigens untereinander eine geschichtliche Entwicklungsreihe bilden. Ebenso leuchtet ein, daß die Zusammensetzung des kombinierten Arbeitspersonals aus Individuen beiderlei Geschlechts und der verschiedensten Altersstufen, obgleich in ihrer naturwüchsig brutalen, kapitalistischen Form, wo der Arbeiter für den Produktionsprozeß, nicht der Produktionsprozeß für den Arbeiter da ist, Pestquelle des Verderbs und der Sklaverei, unter entsprechenden Verhältnissen umgekehrt zur Quelle humaner Entwicklung umschlagen muß.“

          (aus: Karl Marx – Das Kapital, Band 1, MEW, Band 23, S. 514)

      • @ Roslin

        „ICH habe FOUCAULT GELESEN!“

        Übrigens, Foucault hat trotz seines kritikwürdigen elitären Schreibstils in inhaltlicher Hinsicht stets deutlich für die einfachen Menschen und „Proleten“ Partei ergriffen:

        http://www.amazon.de/Leben-infamen-Menschen-Michel-Foucault/dp/3883961655/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1414301946&sr=1-1&keywords=foucault+leben+infamen

        Zudem hat Foucault nicht nur geredet, sondern sich auch menschenrechtlich engagiert, (Derrida übrigens auch).

        • Ja und? Das hat soch alles keinen Sinn, wenn man einen allgemeinen moralischen Relativismus propagiert, und sich dann trotzdem für die Untwerdrückten einsetzt. Aus seinen Theorien kann Foucault ein solches Engagement jedenfalls nicht ableiten, und deshalb ist er für mich ein Spinner. Und nicht nur das, er hat erhbelichen Schaden im gesamten Geistesleben unserer Zeit angerichtet.

          Mir (als Linker) ist ein aufrichtiger Konservatver zehn mal lieber als so ein Dummschwätzer.

        • da gab es doch vor kurzem den link zu ulffigs artikel in dem er foucault widerlegt, der behauptet, das es keinen humanismus gibt. so jemanden kann man doch nicht ernst nehmen!

  8. Die Geschichte einer jungen Frau, die sich subjektiv (ebenso objektiv) für unattraktiv hält und die Auswirkungen auf ihr Leben diesbezüglich. Im Reddit-Text ausschließlich auf die Situation im/vorm Club bezogen.

    Oder anders formuliert: Sie wird so behandelt, wie viele andere (junge) Männer behandelt werden. Ganz ausgenommen des Parameters „Aussehen“.

    Was mich an dieser Geschichte sehr verwundert ist, dass aus meiner Sicht, so sehr ich das jetzt objektiv versuche zu betrachten, keine negativen Situationen per se entstanden sind, die man als Nachteil für die junge Dame werten kann, sondern sie einzig und allein ihrer subjektiven Empfindung entspringen.

    Dabei handelt es sich durchgehend um neutrales Verhalten, was sie automatisch in negatives Verhalten gegen sie framet.

    – Was, mir wurde nicht sofort das Eintrittsgeld von jemand anderen bezahlt?
    – Man flirtet nicht mit mir und tanzt dabei abwesend, während seine (die der flüchtigen Bekanntschaft) Blicke durch das Etablissement schweifen um etwas attraktiveres zu finde?
    – Der Fotograph bittet mich zur Seite zu treten, damit er Bilder von meinen Freundinnen schießen kann?

    Zugegeben, hier fließt jetzt eine etwas beißende Art meinerseits mitein, die sie selbst so nicht wiedergegeben hat.

    Sie beendet den Text mit folgenden Worten:

    „Please be kinder to ugly people, Reddit. Maybe one of the people I met that night will read this post and recognize themselves. I hope so, if only so they can know how behavior they’re barely conscious of can affect someone else.“

    Kann man in dem Fall von “ female entitlement“ sprechen?

    • Bereits Esteher Vilar hat dazu alles nötige geschrieben:

      „Die häßliche Frau […] arbeitet aus dem gleichen Grund wie der Mann: weil es sonst niemand für sie tut. Doch während der Mann mit seinem Gehalt Frau und Kind ernährt, arbeitet sie immer nur für sich selbst und nie, um mit dem verdienten Geld das Leben eines schönen jungen Mannes zu finanzieren.“

      Hässliche Frauen haben genau die gleichen Privilegien wie ansehnliche heterosexuelle Männer: gar keine. Da Frau qua Geburt aber zu einem Leben als Prinzessin konditioniert wird, empfindet sie Gleichbehandlung als Diskriminierung.

      Selbstredend ist eine hässliche Frau aber immer noch gegenüber einem hässlichen Mann bevorzugt.

    • Ich kann da kein „female entitlement“ erkennen. Es geht ja nicht darum, dass sie den Discoeintritt bezahlt bekommen möchte, sondern dass ihre Freundinnen den Eintritt von Jungs bezahlt bekommen und sie nicht. Um die konkrete Demütigung im bezug zu den anderen also.

      Wenn du ein Eis kaufst und die Verkäuferin ist unfreundlich zu dir, denkst du halt, Ok, die ist halt unfreundlich. Wenn sie bei allen anderen Kunden ein strahlendes Lächeln auflegt, wirst du viel unangenehmer berührt sein, weil sie offenbar nur zu dir unfreundlich ist

      Mehr steht da eigentlich nicht und die arme Frau baut auch keine aberwitzige beauty-privilege-lookism-Theorie herum auf.

      Wenn sie schon sagt „i am an ugly woman“ hat sie (ob das jetzt objektiv begründet ist oder nicht), hat sie schon eine Menge Reflexionsfähigkeit.

      „Hässliche Frauen haben genau die gleichen Privilegien wie ansehnliche heterosexuelle Männer: gar keine. Da Frau qua Geburt aber zu einem Leben als Prinzessin konditioniert wird, empfindet sie Gleichbehandlung als Diskriminierung.“

      Die meisten Menschen gehen nicht ständig mit komplizierten Theoriegebäuden durchs Leben, vielleicht in den Seminarraum, aber zumindest nicht abends in den Club.

      Wenn jemand, der andere nicht wie Scheiße behandelt. nicht wie Scheiße behandelt werden möchte, ist das keine überzogene Anspruchshaltung, mE.

      • Jungs bekommen ihren Diskoeintritt auch nicht von Freundinnen bezahlt. Sie bekommen auch nicht ihr Eis von Freundinnen bezahlt. Sie bekommen überhaupt nie irgendetwas von Freundinnen bezahlt. Ja sie müssen selbst für Sex bezahlen.

        Ich bekomme mein Eis auch von den meisten Männenr nicht bezahlt. Die bezahlen auch lieber für schöne Frauen. Ist das Diskriminierung?

        Im Übrigen: Sein Eis und den Diskoeintritt selbst bezahlen zu müssen, ist nicht das gleiche, als wie Scheiße behandelt zu werden.

        • „Im Übrigen: Sein Eis und den Diskoeintritt selbst bezahlen zu müssen, ist nicht das gleiche, als wie Scheiße behandelt zu werden.“

          Nein, aber ich hab meinen Punkt ja schon dargestellt – wenn du in einer Gruppe als einziger kein Eis bekommst, fühlst du dich sicher beschissener, als wenn ihr alle euer Eis selber kauft.

          So wie ich es verstehe, wäre es der Frau lieber gewesen, sie und alle ihre Freundinnen hätten einfach selbst gezahlt (deshalb wäre sie auch am liebsten zum ATM verschwunden).

          „Sie bekommen auch nicht ihr Eis von Freundinnen bezahlt. Sie bekommen überhaupt nie irgendetwas von Freundinnen bezahlt. Ja sie müssen selbst für Sex bezahlen.“

          Vielleicht sind das ja Golddigger. Ich habe noch nie eine komplette Rechnung für eine Frau übernommen, idR abwechselnd bezahlt (dieses mal du, nächstes mal ich) und die Frauen waren durchaus nicht hässlich. 🙂

      • @ichichich

        „…sondern dass ihre Freundinnen den Eintritt von Jungs bezahlt bekommen und sie nicht.“

        Von Jungs, die sie zuvor nicht kannten und erst in der Schlange kennenlernten. Im Grunde hat ja niemand von ihnen die Verpflichtung gegenüber ihr ihren Eintritt zu bezahlen.
        Zugegeben, es mag etwas komisch erscheinen, mir würde es wahrscheinlich auch an ihrer Stelle so ergehen, jedoch würde ich daraus nicht automatisch ableiten, dass das wegen meinem Äußeren geschah.

        „Wenn sie bei allen anderen Kunden ein strahlendes Lächeln auflegt, wirst du viel unangenehmer berührt sein, weil sie offenbar nur zu dir unfreundlich ist“

        Dafür wird’s ja wahrscheinlich auch einen Grund geben. Ich behaupte einmal die meisten werden dazu neigen die Verkäuferin zu beschuldigen und ihr irgendeine Eigenschaft zu unterstellen.
        Nehmen wir an der Grund wäre folgender, dass Menschen grundsätzlich gegenüber unbekannten attraktiven Menschen netter sind, als gegenüber von der Natur nicht so gesegneten (so wie die jungen Frau in der Geschichte). Die meisten werden wohl zustimmen, dass auch wenn das ein Grund sein kann, er moralisch nicht gerechtfertigt ist und demnach nicht vertreten werden sollte. Gleichzeitig behaupte ich, dass es sich genau so aber in der Realität verhalten wird. Vielleicht wird es sich bei den meisten Personen, die so etwas kritisieren, nicht in offensichtlicher Form eines Eintritttickets äußern, aber er wird sich äußern. Viel subtiler.

        „Mehr steht da eigentlich nicht und die arme Frau baut auch keine aberwitzige beauty-privilege-lookism-Theorie herum auf.“

        Tut sie nicht. Jedoch findet sich ganz am Ende ein Appell an alle, dass man bitte doch „hässliche“ Menschen nicht so behandeln bzw. über sein Verhalten reflektieren sollte.

        „Wenn sie schon sagt “i am an ugly woman” hat sie (ob das jetzt objektiv begründet ist oder nicht), hat sie schon eine Menge Reflexionsfähigkeit.“

        Hat sie anscheinend.
        Sie bezeichnet sich selbst als „ugly“ und führt alles, was sich ihn ihrem Leben ergibt, speziell auf die Situation vor der Disko bezogen, auf genau den Nenner zurück – ihr Äußeres.
        Ich will damit nicht leugnen, dass das Aussehen einer Frau nicht wichtig ist, vor allem in Bezug auf Männern, jedoch hilft man sich mit so einer Selbstbewusstlosigkeit bzw. Self-shaming-Taktik sicher nicht selber.

        Man kann nur hoffen, dass das keine aggressiveren Züge annimmt, sonst befindet man sich bald im Sumpf der „beauty-privilege-lookism-Theorie“.

        • @ Slavo

          „Jedoch findet sich ganz am Ende ein Appell an alle, dass man bitte doch “hässliche” Menschen nicht so behandeln bzw. über sein Verhalten reflektieren sollte.“

          Ja, den Appell finde ich aber auch richtig. Einmal sind ja in „ugly people“ hässliche Männer eingeschlossen, zum anderen ist das mE ein Appell à la „helfen Sie behinderten Menschen bitte, wenn möglich“. Das ist eine andere Schiene, als wenn ich aufgefordert werde, mich z.B.für eine Managerin zu einzusetzen, die zigmal soviel verdient wie ich, damit sie einen Aufsichtsratsposten bei der Deutschen Bank bekommt, um noch mehr zu verdienen.

          „Man kann nur hoffen, dass das keine aggressiveren Züge annimmt, sonst befindet man sich bald im Sumpf der “beauty-privilege-lookism-Theorie”.“

          Ich glaube, das Posting ist auch da, um sich ein bißchen den Frust von der Seele zu reden, andere Leute posten ja auch, dass sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben und geben sich ein bißchen menschliche Wärme und das Gefühl, nicht allein zu sein. (Siehe auch die Wizardchan-Sache weiter oben)

          An Feministinnen wie Anne Wizorek z.B. sieht man ja, dass man nicht hässlich seien muss, um wirklich aggressive Theorien zu vertreten.

      • „Wenn jemand, der andere nicht wie Scheiße behandelt. nicht wie Scheiße behandelt werden möchte, ist das keine überzogene Anspruchshaltung, mE.“

        Wer in dem Club hat die Autorin denn scheiße behandelt?
        Jungs in einer Disco behandeln attraktive Frauen außerordentlich freundlich, laden sie ein, tanzen mit ihnen. Weniger attraktive Frauen ziehen einfach weniger Aufmerksamkeit auf sich und werden genauso behandelt wie jeder Durchschnittsmann von der Frauenwelt behandelt wird: sie werden nicht weiter beachtet. Ja, sicher, wenn man das hässliche Entlein einer Gruppe ist, ist das ein blödes Gefühl. Aber nachdem was sie schreibt hat keiner sich ihr gegenüber daneben benommen, niemand hat sie doof angemacht, niemand hat sie gedemütigt, niemand hat irgendwas zu ihrem Äußeren gesagt.

        Und nochwas finde ich wichtig: Die Frau hat offenbar ziemliche Selbstwertptobleme aufgrund ihres Aussehens. Sie findet sich selbst hässlich, will darüber auch nicht diskutieren, sieht das als unverrückbaren Fakt an. Und sie bezieht alles Negative, was ihr passiert, auf diese Tatsache. Das macht sie blind für ein Dutzend anderer möglicher Erklärungen für das Verhalten der Menschen.
        Das erinnert mich an gewisse #Aufschreierinnen, die auch alles, was ihnen nicht passt, auf Sexismus geschoben haben, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es viel harmlosere Erklärungen geben könnte.

        • „Das erinnert mich an gewisse #Aufschreierinnen, die auch alles, was ihnen nicht passt, auf Sexismus geschoben haben, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es viel harmlosere Erklärungen geben könnte.“

          #Aufschrei ist eine Kampagne, die Außenwirkung erzielen wollte.

          In dem Subreddit tauschen Leute ihre persönlichen Erfahrungen aus. Meine Güte, macht das hier niemand?

    • ät Miria:

      „- Blicke, z.B. in das Dekolleté
      – anzügliche Bemerkungen oder Bewegungen
      – Komplimente über das Äußere
      – das Aufhängen erotischer Kalender am Arbeitsplatz
      – sich selbst in Gegenwart der anderen Person anfassen
      – sich in Gegenwart der anderen Person nicht all zu bedeckt kleiden
      – eine andere Person anfassen, vorzugsweise der Klapps auf den Hintern oder Berührungen im Brustbereich“
      und
      „Wir leben doch in einer Art rape culture“

      Wie wäre es mit „Paranoia culture“? Das fände ich treffender.

      Wenn ich mir die Liste angucke, drängt sich mir der Gedanke auf, daß Genderfeminismus dazu dient, daß Frauen ihre Reize präsentieren können, unattraktive Männer aber gefälligst keine Reaktion zu zeigen haben, sonst wird die Sexismuskeule rausgeholt.

      Zum erotischen Kalender: Ist sowas in Ordnung? http://www.schindluder.net/1673/der-politisch-korrekte-tittenkalender-2014/

  9. Ich wusste gar nicht, dass auch die Grand Dame des Feminismus derart Dreck am Stecken hat:

    A former student, Bianca Lamblin (originally Bianca Bienenfeld), in her book, Mémoires d’une jeune fille dérangée, wrote that, while she was a student, she had been exploited by her teacher de Beauvoir, who was in her thirties at the time.[17] In 1943, de Beauvoir was suspended from her teaching job, due to an accusation that she had, in 1939, seduced her 17-year-old lycee pupil Nathalie Sorokine.[18] Sorokine’s parents laid formal charges against de Beauvoir for abducting a minor and as a result she had her licence to teach in France permanently revoked [19]. She and Jean-Paul Sartre developed a pattern, which they called the “trio,” in which de Beauvoir would seduce her students and then pass them on to Sartre.

    (Wiki)

  10. Shieldwife hat einiges über feministische vulgär SJWs, medien und das Benutzen von Kindern, dem Bildungssystem und Cultural Marxism zu sagen. Falls einige das FCKH8 Video nicht kennen nochmal unten.

    Fuck Fagin Feminists!

    Potty-Mouthed Princesses Drop F-Bombs for Feminism by FCKH8.com

    • Diejenige(n), die ein Interesse daran hat (haben), dass das nicht weiter publik wird.

      Und für wen sind solche Methoden eher typisch? Wer löscht gern Kommentare? Wer unterdrückt gern Meinungen?

      … usw usf.

      • „Und für wen sind solche Methoden eher typisch? Wer löscht gern Kommentare? Wer unterdrückt gern Meinungen?“

        Wer ist der schlimmste Wicht im Staat? Das ist, na klar, das Patriarchat!

      • Hat er jedenfalls gut gemacht! Sehr gut sogar! Genauso geht das! Seit ich das gelesen habe, bin ich guter Laune.

        Nächsten Samstag erkläre ich ihn dann hier zum Helden.

        Es folgt dann ein kurzer Vergleich zwischen seinem Lebenswerk und dem von Alice S.

        Je mehr solche Leute wie er sich trauen, öffentlich nicht nur in geschlechterpolitischer Hinsicht „Jehova“ zu sagen, und das auch noch mit Worten wie „Gender-Scheiße“, desto eher kippt die Stimmung im Lande und die Gendersens aus ihren hochdotierten Lehrstühlen!

        Klar, letztere werden ihn jetzt zum „Hater“ erklären. Oder gleich zum Nazi.

        Mal gugge.

      • „Ob der WDR-Rotfunk seine Sendung jetzt kippt?“

        DAS wird dieser Verein nicht wagen! Aber wehe, wenn! Dann kriegen die mal zornige Briefe, E-Mails und einen shit storm via Twitter & facebook.

        • ät Matthias:

          Jehoooova! Jehooova!

          Oder wie im Kindergarten: „Jürgen hat Kacka gesagt! Und der Matthias, der Klaus und der Axel fanden das auch noch gut!“

          Da die Sendung schon geplant und Jürgen von der Lippe extrem beliebt ist, glaube ich nicht, daß sie ihn wegen der Aussage kippen können.
          Zumindest nicht offiziell.
          Aber wirklich prima, daß sich erneut einer traut, den Mund aufzumachen. Wenn Pirincci immer mehr salonfähige Gesellschaft bekommt, können die PCler ihre Nazikeule nicht mehr nutzen.

          A propos: Dieter Nuhr ist auch so ein Mutiger: In der ARD hat er sowohl den Lesbenfriedhof wie auch die Professx verarscht. Außerdem das hier: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article133658943/Wer-hat-eigentlich-Grund-sich-beleidigt-zu-fuehlen.html

  11. In den USA ist am 4. November Wahl:

    United States Senate
    U.S. House of Representatives (Congress)
    governors in states and territories
    many state and local elections

    Ziemlich wichtiger Wahltag.

    Hierzu Ann Coulter zu Gast bei Hannity’s Countdown to Election Day. Im Vorspann auch Monika Lewinsky. Sie spricht darüber wie es ihr ergangen ist.

    Hannity Brings on Coulter to Talk Lewinsky; She Refuses and Changes Subject

  12. Ja wie bindet man denn hier Bilder ein?

    [URL=http://250kb.de/TSliNju][IMG]http://250kb.de/u/141028/j/t/mdmuuDDi2BYr.gif[/IMG][/URL]

    [URL=http://250kb.de/TSliNju][IMG]http://250kb.de/u/141028/j/mdmuuDDi2BYr.JPG[/IMG][/URL]

  13. Nachdem ich gerade in diesem Kommentar:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/10/27/die-privilegien-hubscher-frauen/#comment-149811

    erwähnt habe, dass es für meine Frau recht selbstverständlich war, irgendwo eingeladen zu werden, und ich ihr dann erklärte, dass das nicht in Ordnung sei und sie ihre Getränke auch dann selbst zahlen sollte, wenn sie mit Freundinnen unterwegs ist, dann aber feststellen musste, dass das für sie ermüdend-schwierig ist, wollte ich mal offen zur Diskussion stellen, woran das liegt.

    (a)
    Meine Frau hat einen tollen Charakter, ist ein liebenswerter Mensch und tierlieb.

    (b)
    Meine Frau ist sehr intelligent, hat Uniabschluss und Doktortitel und verdient gut Geld

    (c)

    • Es ist ungeheuer deprimierend mit einer intelligenten, eloquenten und gut aussehenden Frau verheiratet zu sein.
      Die ersten beiden Sachen krieg ich ja spielend hin – aber das mit dem Sex Appeal läßt mich chancenlos…

    • Ich soll schreiben, dass meine Frau es entsetzlich findet, dass niemand Kommentare zu ihrem Dekolleté abgibt. Nach allen Studien der A-B-Stiftungen, die ich ihr weitergeleitet habe, ist hier doch nur ein Haufen Frauen-objektivierender, sexistischer Idioten, der Computer nur hat, um sabbernd auf Brüste zu starren und sich einen runterzuholen. Und stattdessen schreibt ihr gar nichts zu den Brüsten.

      [persönlicher Kommentar: Wegen euch muss ich jetzt um halb drei nachts die Brüste meiner Frau streicheln und ihr versichern, dass die ganz toll sind. Ihr Pisser.]

    • @jck5000, ich hatte nur Angst von unseren linken gleichheitsbewegten feministischen Soziologisten des benevolenten Sexismus, vulgär Materialismus und vulgär Reduktionismus, sowie Lookismus geziehen und überführt zu werden. Wenn du aber fragst, darf ich Dir und Deiner Liebsten sagen, dass ich sie – die beiden Möpse – als sehr ästhetische empfinde. Sie sind wunderschön! 🙂 Für Deine Nachtarbeit kriegst Du von mir jedenfalls kein Mitleid, aber meinen Respekt hast Du Dir verdient 😉 Nebenbei bemerkt stehe ich eher auf Hintern, @jck5000.

      Nein, ich will jetzt nicht einen Haufen anderer Brüste sehen und irgendwelche Feminist.I.nnen trösten müssen, die kleinere und hässlichere Möpse haben, oder diejenigen loben müssen, die noch schönere haben. Und ich will auch keine Hintern sehen, die ich dann beurteilen sollte. Mädels, bitte verkneift Euch das Posten, auch wenn es Euch in den Fingern juckt 😉 Jeder darf natürlich anderer Meinung sein, auch Du @Adrian 😀

  14. Pingback: Die Privilegien hübscher Frauen | Alles Evolution

  15. The BDSM origins of “Yes Means Yes”
    —————————————————

    Der AVFM Autor Mumia Ali nimmt sich die Machtstruktur im kalifornischen “Yes Means Yes” Consent Law vor. Und kommt dabei auf aggressive weibliche Sexualität, die sich aus der BDSM-Subkultur entwickelt hat. Transportiert und missbraucht für politische Zwecke, ohne den eigentlichen dafür wichtigen Consent.

    Der Artikel entlehnt Teile aus einer längeren Abhandlung des Youtubers Roosh V von Return of the Kings, der für sich auch lesenswert ist und aus dem neuen Buch „A Billion Wicked Thoughts: What the Internet Tells Us About Sexual Relationships“ von Ogas und Gaddam.

    „…Ogi Ogas and Sai Gaddam reveal the mechanics of sexual relationships based on their extensive research into the mountains of new data on human behavior available in online entertainment and traffic around the world. …“

    Aus ihrem Ogas und Gaddams Abhandlung

    „One of the more noticeable differences between male-targeted and female-targeted porn on the Web is the presence of political messages. …
    Though there are far, far fewer numbers of female-targeted porn sites, those that do exist contain a relative abundance of political messages.
    … The East Van Porn Collective calls itself an “anarcho-feminist porn collective.” Especially common are female-targeted adult sites promoting “empowerment” and “positivity”, concepts men do not associate with erotica.“

    Und Roosh V auf seiner Website

    “ What Is A Social Justice Warrior (SJW)?

    „Social justice warriors believe in an extreme left-wing ideology that combines feminism, progressivism, and political correctness into a totalitarian system that attempts to censor speech and promote fringe lifestyles while actively discriminating against men, particularly white men. They are the internet activist arm of Western progressivism that acts as a vigilante group to ensure compliance and homogeny of far left thought. …

    SJW’s do not view all humans as equal … “

    http://www.rooshv.com/what-is-a-social-justice-warrior-sjw

    Nun zum oben angesagten Artikel:

    The BDSM origins of “Yes Means Yes”
    by Mumia Ali

    „… I argue that the current “Yes Means Yes” law—and attendant measures on the part of sex-positive, third-wave feminists to “redress grievances” in the arena of sexual politics in our time—draws its ideological “strength” from the BDSM (bondage & discipline/sadomasochism) sexual subculture…“

    http://www.avoiceformen.com/misandry/the-bdsm-origins-of-yes-means-yes/

  16. Christina Hoff Sommers äußert sich nochmal zu GamerGate. Sie wurde seit ihrem letzten Video darüber angefeindet.

    „… Gamergaters were amazed and grateful for my defense of their hobby. I was deluged with affectionate messages, declarations of support, and was even given a nickname—based Mom (based means cool). But game industry journalists were not happy with my video. Writers at popular game websites like Kotaku and Polygon once valiantly defended games from the erroneous charge that they lead to violence. But now, they eagerly joined gender activists who claimed that games engender misogyny. Colin Campbell, senior reporter at Polygon called me a “reactionary” and said that my apparent indifference to sexism in videos is an “irresponsible abrogration of our shared humanity.” …“

    What critics of GamerGate get wrong

    • @Shark

      Stimmt, auch die Kommentare darunter sind Lesenswert:

      „Melanie Tannenbaum August 29, 2011, 9:34 AM
      This is incredibly interesting, but I’m slightly curious about the effect of base rates on all of this. The prevalence rate for schizophrenia is approximately 1%, and I don’t know the frequency distribution for age-at-birth but I’m fairly sure that the majority of parental couples don’t involve an 11-year age gap or a father who was over 50 at the time of birth. So, that being said, it makes me wonder what terms like „4.4 times greater“ really mean. Is this truly a significant risk, or do base rates and relative infrequencies in the population distort everything?

      ziemsdmb August 29, 2011, 10:42 AM
      There is some confusing/contradicting math in this article and it leads to ambiguity about the reported data. The author suggests „men aged 35 and older are 0.27 times more likely to have children who eventually develop schizophrenia, compared with men under 35.“ Does the author mean that such men are 1.27 times more likely or are they in fact less likely? „.27 times“ would actually suggest a fraction of the likelihood of men under 35. But, you say .27 times „more likely“, suggesting that you mean that men aged 35 and older are in fact 1.27 times more likely, while .27 times would suggest they are in fact less likely. For example, if the likelihood of men under 35 is 1, then .27 X 1 = .27. That would suggest men over 35 produce schizophrenic children 27% of the time that men under 35 do. So, 35+ men would be in fact less likely than men under 35 to produce children who have schizophrenia.
      Here is the full paragraph: „The researchers found that fathers aged 40 and above are 3.3 times more likely than under-40 fathers to have children with autism spectrum disorder, whereas men aged 35 and older are 0.27 times more likely to have children who eventually develop schizophrenia, compared with men under 35. The study did not show any connection between paternal age and bipolar disorder. In the case of depression, the rate was higher not only in the children of men over 40, but also in fathers aged 20 and younger—so it appears that there are different biological and psychosocial mechanisms that influence risk of affective disorders versus risk for autism spectrum disorder and schizophrenia.““

        • @shark

          Das ist doch ein alter Streit. Du versuchst immer wieder darzulegen, dass alte Männer ein erhöhtes Risiko darstellen. Ich weise immer wieder daraufhin, dass bei geringen Häufungen schnell starke prozentuale Erhöhungen auftauchen, diese aber dennoch insgesamt keinen so hohen Nachteil darstellen müssen.

          Insofern könnte ich dein Verhalten eben „shark“-typisch nennen.

          Was sind denn deine konkreten Einwände gegen das in den Kommentaren angegebene?

  17. Deutschland wird immer bunter, Deutschland wird immer vielfältiger

    Tausend Blümelein blühen. Bis ein feministischer Kuhfladen herunterplatscht und sie unter sich begräbt.

    Wie von mir und etlichen Anderen erwartet, ist nach dem Abgang von Roland Tichy als Chefredakteur der Wirtschaftswoche und seiner Ersetzung durch Miriam Meckel für Bettina Röhl offenbar kein Platz mehr an Bord dieser Zeitung – die Meinungsvielfalt wird immer diverser („Ja, Diversität ist wischtich! Ganz viele rote, rot-grüne, rot-rot-grüne Feministinnen und Feminist.I.nnen allüberall – das ist wahre Volksdemokratie!“).

    * Von Juli 2012 bis Oktober 2014 stritt sie bei Wirtschaftswoche Online in ihrer Kolumne “Bettina Röhl direkt” jeden Dienstag für mehr Fairness und weniger Ideologie in der Wirtschaft und Politik. Ab sofort erscheint ihre Kolumne “Bettina Röhl direkt” jeden Dienstag auf der Seite “Tichys Einblick”.*

    http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/bettina-roehl-direkt-das-geld-kommt-aus-der-steckdose/#more-3374

    Gott sei Dank gibt’s das Internet, in dem man der „Vielfalt“ des Müllstromes bis auf weiteres noch ein wenig ausweichen kann.

    Solange, bis auch hier zwecks „Frauenschutz“ gegen „Hatespeech“ = Feminismuskritik vorgegangen wird.

    Die Bestrebungen, das zu bewerkstelligen, sind in vollem Gange.

    In Zukunft also Tichy und Röhl online lesen.

    Mal sehen, wie lange das gut geht.

  18. Apropos, mir ist das gerade erst gestern wieder in den Sinn gekommen.
    Keine Ahnung wie ich es geschafft habe diesen Akt der schamlosen Manipulierung auf der Uni zu vergessen. Wahrscheinlich, weil es mir damals auch schon langweilig erschien und ich es intuitiv als unglaubwürdig abhackte, ohne mehr darüber nachzudenken.

    Letztes Jahr im Oktober, als ich angefangen habe auf der Uni Wien zu studieren – Biologie und Geschichte (auf Lehramt) um genau zu sein – wurde uns als Einführung in Pädagogik ein netter kleiner Kurzfilm gezeigt, der im Rahmen der Ansprache der Vortragenden, wo es um Chancengleichheit auf der Uni ging, zu sehen war. Vor knapp 600 Anwesenden.

    Das Propagandavideo wurde irgendwo im tiefsten Indien gedreht. Interviewt wurde abwechselnd ein Mann und eine Frau. Zu sehen ist eine etwas ärmlichere, landwirtschaftlich geprägte Gegend. Man sieht wie Frauen mithilfe eines Pflugs die Erde wiederaufbereiten.

    Zeitgleich sind folgende Worte über den Bildschirm geflogen:

    „While women represent half the global population and one-third of the labor force, they receive only one-tenth of the world income and own less than one percent of world property. They are also responsible for two-thirds of all working hours.“

    Ziemlich bezeichnend, dass ich so etwas am Anfang des Studiums schon eingehämmert bekomme. Eigentlich etwas, dass mit meinem Werdegang in einer akademischen Anstalt absolut nicht von Relevanz sein müsste. Zum Glück hänge ich auf Seiten wie diesen herum und bin schon genug „red-pilled“ worden, um mir meine eigene unabhängige Meinung diesbezüglich bilden zu können.

    Was die „Meinungspluratität“ auf der Uni beitrifft hab ich schon meine Erfahrungen sammeln können. Vorzugsweise negative Erfahrungen im Bereich Gender-Themen in Biologie (!?!?!?!?!) und Pädagogik und, in Geschichte vorallem, aufgrund meines offenen Umgangs mit Leuten, die eine Meinung rechter der Mitte vertraten. Nicht, dass ich durchgehend dieselbe Meinung vertrat. Eher fehlte mir eine gewisse Diskussionskultur, die alternativ/progressiv/links eingestellte Personen kaum an den Tag legten, ohne vulgär-abfällig zu werden, dumpfe Parolen („Rechts ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!!!!“) wiederzugeben und nicht auf die Argumente einzugehen, was von mir natürlich kritisiert wurde. Natürlich konnten die werten Damen und Herren meine Einstellung diesbezüglich überhaupt nicht verstehen, da ich zwar in Österreich geboren, jedoch einen offensichtlich ausländischen -ić Nachnamen trage und meine Verwandten/Eltern aus dem Balkan stammen bzw. ich einen ganz leichten Akzent habe. Bis heute will’s mir nicht in den Kopf, wieso sie es notwendig fanden meine Herkunft mit in’s Spiel zu bringen, obwohl es für die Diskussion absolut nicht von Belangen war. Da setzt man so viel auf Diversity, will, dass die Herkunft kein Kriterium ist, und von genau ebenden Leuten kriege ich meine Herkunft auf den Kopf geworfen, wird mir wortwörtlich der Spiegel vorgehalten. Entweder um mich meiner Meinung zu beschämen oder mich doch besserer ihnen anzubiedern.

    Vor allem äußerte sich das aber in Pädagogik/Didaktikvorlesungen. Diese Disziplin scheint mir teilweise schwer ideologisiert zu sein, weshalb ich Matthias Erzählungen samstags auch immer etwas abgewinnen kann. Diese Erfahrungen haben mich dazu verleitet, dass ich das Studium voraussichtlich wechseln, wenn nicht sogar ganz abbrechen und eine andere Richtung einschlagen werde. So schwer es mir auch fällt, da ich mich für Biologie und Geschichte sehr interessiere, was manche als eine komisch unübliche Kombination ansahen (NW/GW). Es nimmt einem einfach die Lust.

    Ich hab mir die Universität ganz anders vorgestellt.

    • @ slavo

      *“While women represent half the global population and one-third of the labor force, they receive only one-tenth of the world income and own less than one percent of world property. They are also responsible for two-thirds of all working hours.”*

      Eines der üblichen, frei erfundenen feministischen Lügenmantras.

      Lügenmantras, die leider tatsächlich schwerer zu killen sind als Vampire.

      Versuchen wir’s zum 143sten Mal:

      http://www.theatlantic.com/sexes/archive/2013/03/women-own-1-of-world-property-a-feminist-myth-that-wont-die/273840/

      Vielleicht kannst Du ja Deine akademischen Lehrer an der Uni Wien, die Studenten zur Einführung mit Lügenpropaganda traktieren, mit obiger Quelle bekannt machen?

      Ich fürchte zwar, dass sie das nicht interessieren wird und obendrein nichts ändern würde.

      Maybe just for fun?

      Es sei denn, Du musst fürchten, wegen so viel Mut vor linken Gessler-Hüten von diesen kritischen, modernen, progressiven Gutmenschen abgestraft zu werden.

      Sie sind zwar tolerant, aber im Wesentlichen nur gegenüber ihren eigenen Lügen, kämpfen sogar für Akzeptanz, aber vor allem für ihre eigenen „Wahrheiten“.

  19. Noch nicht ein Kommentar über das viral explodierende Cat-calling-Video?

    Ich hatte ja schon vor ein paar Wochen mal diesen männerbeschämenden Dreck einer Aktivistin aus Kairo gepostet, dieses hier kommt aus New York und steht nach 3 Tagen bei unglaublichen 28 (!) Millionen Views:

    Gedreht wurde dieser Geniestreich von „Hollaback“, es wird ernsthaft ein Spendenaufruf (!) eingeblendet für diese heroischen Kämpfer gegen das Böse.

    Besonders hart getroffen hat mich, dass es in meiner Timeline von 3 Typen (u.a. meinem Bruder) zustimmend gepostet wurde, die ich eigentlich für wenig naiv halte. Übrigens von keiner einzigen Frau. Ich habe wirklich schon mit vielen (teilweise deutlich hübscheren) über Alltagssexismus # Aufschrei gesprochen, und ich kenne keine, die auch nur im Ansatz ähnliche Erfahrungen macht.* Wer schon mal in Manhattan war, der weiß dass da eigentlich was nicht stimmen kann. NY ist nicht Neu Delhi (über welches ja aber auch so einige Mythen kursieren…werd ich mir in 2 Wochen mal persönlich ein -männliches- Bild von machen)
    Ich halte die Methode grundsätzlich für legitim und glaube auch nicht an eine komplette Fälschung. Aber bei den cleanen Tonaufnahmen und den perfekt in feministische Klischees passenden Aussagen („Smile“ „you should thank more for appreciating“) sowie beim Köder dürfte doch nachgeholfen worden sein. Alle „Catcalls“ werden immer sehr knapp geschnitten, man sieht dadurch nie den Moment, wo die Person auf die Frau aufmerksam (gemacht?) wurde. Im Grunde würde ja ein kurzes Zwinkern genügen, um dann wieder die Opfervisage aufzusetzen.
    Ich bin jedenfalls sicher, dass man das Gegenteil ebenso beweisen kann, nämlich eine hübsche Frau der 10 Stunden gar nichts passiert (so wie zwei weiblichen Bekannten letztens bei ihrem kurzen USA-Trip, und nein das kann nicht am Aussehen liegen).

    Das interessante ist aber vielmehr, was hier alles als „harassment“ durchgeht. Unter anderem „How’s your day?“ oder schlicht „Hi!“.
    Eigentlich gibt es nur zwei Typen, die wirklich daneben sind, und keiner von denen ist beleidigend oder körperlich übergriffig.

    Nun wird es aber wirklich lustig. Ein paar anderen „SJWs“ (so heißt das jetzt wohl, gefällt mir immerhin besser als „Gutmenschen“), dass der WHM da zu gut wegkommt, weil eigentlich nur Schwarze und Latinos im Video vorkommen. Die Rape Culture inszenieren aber aus politisch korrekter Sicht ja doch eher sozioökonomisch privilegierte WHMs.
    Auf leise Kritik wurde dann von den Initiatoren verlautbart, dass man natürlich tonnenweise weiße Creeps auf den Bändern gehabt hätte, aber die halt irgendwie zufällig nicht im Video sind, da zu Tonqualität zu schlecht oder so.
    Was nicht unbedingt zu einem Abebben der Kritik beitrug, sondern sogar Rassismus-Vorwürfe von Hannah Rosin einbrachte! ..und nebenbei den Eindruck verstärkt, dass Harassment gleichbedeutend damit ist, dass ein Anmachspruch von einer unattraktiven, armen, schwarzen oder sonstwie unterprivilegierten Person kommt.
    Oder wie es jemand ausdrückte: „the difference between flirting and harassment is whether you like the guy or not“
    Wenn man sieht, welche Frau hinter dem Video steckt (verbiesterte Kurzhaarfeministin) und welche es größtenteils beklatschen könnte man hinzufügen: „whether the attention is directed to you or only to other women“

    Die meisten Frauen (und Männer!) würden sich über so viel Aufmerksamkeit (die selbst für die hübschesten nicht realistisch ist) aber wohl nicht beschweren (zumindest innerlich nicht).

    Bitter ist jedenfalls, dass die Aktion ein voller Erfolg zu sein scheint, inklusive nachträglicher Ausschlachtung der üblichen (tragisch, falls echt) Morddrohungen.

    * (okay doch, es gibt eine kleine Südamerikanerin, die anscheinend auch oft an fiese aufdringliche Kerle gerät (auf Studenten-Partys mit ihr hab ich früher komischerweise nie was mitgekriegt). Wann immer aber eine Frau so viel mehr Sexismus-Erfahrungen macht als vergleichbar hübsche Frauen, bin ich inzwischen so weit, (insgeheim) eine Persönlichkeitsakzentuierung zu unterstellen)

    • Gestern hatte ich noch ein Youtube-Video gesehen, indem die Schauspielerin (ein unfassbar naives Dummchen!) und die Ideengeberin interviewt wurden.

      Sie jammert ganz pflichtbewusst, dass der Inhalt des Videos leider ihr alltägliches Leben darstelle und ganz schlimm bedrohlich sei. Aber nun könne die Welt ja endlich die Wahrheit mit eigenen Augen sehen.

      Richtig lustig wird es dann, als die verhermte Hollaback-Tante vom anderen Bildschirm aus ihr ins Wort fällt und die Fragen darüber beantwortet, ob das denn nun überall so sei und wen es alles treffen könne.
      Leider ist das Video (aus gutem Grund?) nicht mehr auffindbar.

    • „NY ist nicht Neu Delhi (über welches ja aber auch so einige Mythen kursieren…werd ich mir in 2 Wochen mal persönlich ein -männliches- Bild von machen)“

      In echt jetzt? Und für wie lange?
      Wat suchste da denn eigentlich?

      (Du dürfest mir auch per Mail antworten, bei Sorge um Deine Anonymität, natürlich)

      • In echt jetzt? Und für wie lange?

        Einen Monat bist mich los 😉
        Besuche nen Freund auf Sumatra (den ich vor 3 Jahren dort gelassen hab), dann mit ihm noch so 10 Tage nach Indien und am Schluss noch ein paar Tage Hongkong bei meinem Bruder.


        Wat suchste da denn eigentlich?

        Unwillige Frauen natürlich, Vergewaltigung ist da ja zumindest inoffiziell schon legalisiert.

        Nee, nichts bestimmtes eigentlich.

        • „Einen Monat bist mich los“

          Da bin ich ja mal gespannt, inwiefern mir auffallen wird, dass Du knapp 10000 km weit weg bist…

          „Besuche nen Freund auf Sumatra (den ich vor 3 Jahren dort gelassen hab), dann mit ihm noch so 10 Tage nach Indien und am Schluss noch ein paar Tage Hongkong bei meinem Bruder.“

          Hach, Neid.
          Nicht nur hätt ich gern mal so lange Urlaub, an Kontinenten kenn ich bis dato tatsächlich nur Europa und – gaaanz wenig – Afrika. Mein Leben war so langweilig bisher 😦

          „Unwillige Frauen natürlich, Vergewaltigung ist da ja zumindest inoffiziell schon legalisiert.“

          Ich dachte, Du suchst willige Frauen, die Dich vergewaltigen, also die Nadel im Heuhaufen.

          „Nee, nichts bestimmtes eigentlich.“

          Dann wirst Du sicher viel Spaß haben.
          Führst Du eigentlich sowas wie ein Reisetagebuch?

        • @david

          „Vergewaltigung ist da ja zumindest inoffiziell schon legalisiert.“

          Bei der Gelegenheit: Auch ein schönes Beispiel für die Wirkung großer Zahlen und Medienaufmerksamkeit:
          Tatsächlich hat Indien ja eine recht niedrige Vergewaltigungsrate.
          Aber eben eine sehr große Bevölkerung. Was Zahlen wie „alle X Minuten eine Vergewaltigung“ dann wieder entwertet.

        • Da bin ich ja mal gespannt, inwiefern mir auffallen wird, dass Du knapp 10000 km weit weg bist…

          Werd ja vielleicht trotzdem mal posten. Der Urlaub sollte mich unsere First-World-Issues-Debatten etwas entspannter und toleranter betrachten lassen 😉

          Hach, Neid.
          Nicht nur hätt ich gern mal so lange Urlaub, an Kontinenten kenn ich bis dato tatsächlich nur Europa und – gaaanz wenig – Afrika. Mein Leben war so langweilig bisher

          Also bitte, als Lehrerin hast du doch wohl doppelt so viel Urlaub als ich! Vor allem auch 6 Wochen am Stück, bei mir sind 4 das allerhöchste der Gefühle. Andere Kontinente kann man auch mit Kindern besuchen. Meine Zukünftige will sogar die Elternzeit später mal komplett reisend verbringen (bin da noch zwiegespalten).

          Ich dachte, Du suchst willige Frauen, die Dich vergewaltigen, also die Nadel im Heuhaufen.

          Vielleicht hab ich ja Glück 😉 Sexuelle Belästigung hab ich (als „Opfer“) übrigens in Asien recht häufig erlebt (sogar fast ausschließlich dort). Allerdings weit überwiegend von Ladyboys. Und unerwünschtes Anfassen durch Frauen halt dann dort, wo man auch nicht unbedingt hingehen sollte, wenn man nicht auf Sex aus ist.

          Dann wirst Du sicher viel Spaß haben.
          Führst Du eigentlich sowas wie ein Reisetagebuch?

          Danke! (ist noch ne gute Woche hin) Nee, Tagebuch oder Blog definitiv nicht.

          @Christian:


          Tatsächlich hat Indien ja eine recht niedrige Vergewaltigungsrate.

          Ja, ich hatte vor ein paar Tagen schon den Wiki-Artikel gepostet, den es sich ganz durchzulesen lohnt:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Rape_in_India#Potential_abuse_concerns

          auch hier:

          In fact, if we go by the comparative statistics of reported rape, India has one of the lowest levels of rape in the world. The United Nations Office on Drugs and Crime found the incidence of rape in India for 2010 to be 1.8 per 100,000 people, compared with, for example, 27.3 in the US, 28.8 in the UK, 63.5 in Sweden, and 120.0 in South Africa.

          http://www.nybooks.com/articles/archives/2013/oct/10/indias-women-mixed-truth/?pagination=false

          …und sogar indische Feministinnen geben bereits zu, dass mehr als die Hälfte der Fälle Falschbeschuldigungen sind:

          http://www.dnaindia.com/india/report-53-rape-cases-filed-between-april-2013-and-july-2013-false-delhi-commission-of-women-2023334

        • „Also bitte, als Lehrerin hast du doch wohl doppelt so viel Urlaub als ich!“

          Ferien ≠ Urlaub

          „Andere Kontinente kann man auch mit Kindern besuchen.“

          Bei Kleinkindern sind wir persönlich (womit ich niemandem was vorschreiben will, natürlich) der Ansicht, dass ein vier- bis fünf-Stunden-Flug das höchste der Gefühle darstellt.

          „Meine Zukünftige will sogar die Elternzeit später mal komplett reisend verbringen (bin da noch zwiegespalten).“

          Soso, da wäre sie wieder, Deine ominöse zukünftige Frau Doktor… warum genau kommt die denn jetzt nicht mit?

          „Allerdings weit überwiegend von Ladyboys.“

          Sind die für Dich so leicht zu erkennen?
          Woran denn?

          „Danke! (ist noch ne gute Woche hin)“

          Deshalb hatt ich Dir jetzt auch noch nicht eine gute Reise wünschen wollen 😉

          „Nee, Tagebuch oder Blog definitiv nicht.“

          Bei Deinem Sieb-Gedächtnis würd ich Dir aber Ersteres zumindest empfehlen. Sonst haste am Ende bloß tausende (Handy-)Fotos, die Du bereits nächstes Jahr schon nicht mehr zuordnen kannst.

        • Ferien ≠ Urlaub

          Jaja, sagen natürlich alle Lehrer 🙂
          Die Einschränkung gilt aber nur für die, die viele Korrekturen haben. Und in den Sommerferien sind es allerhöchstens ein paar Tage Vorlauf und ne Woche mit Lehrerkonferenz(en), wenn es hoch kommt.

          Bei Kleinkindern sind wir persönlich (womit ich niemandem was vorschreiben will, natürlich) der Ansicht, dass ein vier- bis fünf-Stunden-Flug das höchste der Gefühle darstellt.

          Halte ich eigentlich auch für vernünftig. Inwieweit reisen mit Kindern möglich ist, kann ich auch beim besten Willen nicht beurteilen.


          Soso, da wäre sie wieder, Deine ominöse zukünftige Frau Doktor… warum genau kommt die denn jetzt nicht mit?

          Weil ich sie nicht mitnehme, bzw bester Freund und Freundin in dem Fall vollkommen inkompatibel sind. War auch extrem schwierig zu vermitteln…Kompromiss sind die 5 Tage in Hongkong, für die sie extra nachkommt.

          Sind die für Dich so leicht zu erkennen?
          Woran denn?

          An ihrem Penis? 🙂 Nee, ich versteh die Leute echt nicht, die da Schwierigkeiten haben (passiert aber wirklich!).
          Zwar sind die Figuren oft durchaus beeindruckend, aber ich hab noch keinen gesehen, der wirklich die Zierlichkeit, die Hände und vor allem die Gesichtszüge einer asiatischen Frau gehabt hätte.
          Außerdem noch an der Stimme, ihrer Überaffektiertheit und tatsächlich an ihrer extremen Penetranz.
          Im Zweifel beginnt man sonst das Raster etwas „konservativer“ einzustellen, so dass man lieber mal ne stärkere Frau als Ladyboy klassifiziert denn umgekehrt 😉

          Kleine Anekdote am Rande: als wir mal im Morgengrauen aus nem Internetcafe in Siem Reap getorkelt sind und ich grade wirklich so gar keine Lust auf diese aufdringlichen, aufgetakelten Tunten hatte – die uns natürlich gleich erblickt hatten – hab ich mich gleich nach dem ersten „You handsome! Where u goo?“ in Bewegung gesetzt…was darin gipfelte, dass uns 3 Ladyboys rennend über ca. 150 Meter verfolgten (ihre Sprintkraft stellte sich dabei auch als Unterscheidungskriterium heraus), bis wir schließlich den Bauch haltend am Eingang des Hostels über diese Absurdität lachend zusammenbrachen.

        • Urlaub heißt für mich wegfahren, Tapetenwechsel, Sommerfrische, also schlicht: nicht zu Hause, sondern zur Erholung in der Fremde sein.

          4 Wochen am Stück sind a.m.S wirklich purer Luxus, also genieß es.

          „als wir mal im Morgengrauen aus nem Internetcafe in Siem Reap getorkelt sind“

          Das würd mir ja im Traum nicht einfallen.
          Im Urlaub ins Internetcafe – wieso denn bloß?

          „was darin gipfelte, dass uns 3 Ladyboys rennend über ca. 150 Meter verfolgten (ihre Sprintkraft stellte sich dabei auch als Unterscheidungskriterium heraus), bis wir schließlich den Bauch haltend am Eingang des Hostels über diese Absurdität lachend zusammenbrachen.“

          Zu fünft dann, oder wie löste sich die Situation auf?

        • Urlaub heißt für mich wegfahren, Tapetenwechsel, Sommerfrische, also schlicht: nicht zu Hause, sondern zur Erholung in der Fremde sein.

          Achso, falsch verstanden. Dann nehm ich das Lehrerbashing zurück (bin ja selbst Lehrerkind).

          Das würd mir ja im Traum nicht einfallen.
          Im Urlaub ins Internetcafe – wieso denn bloß?

          Als Backpacker kaum zu vermeiden. Hostel suchen, Route planen, Busfahrt organisieren, eifersüchtige Freundin beruhigen, Fußballergebnisse checken.

          Zu fünft dann, oder wie löste sich die Situation auf?

          Hatten sie dann schon abgehängt (bin Leichtathlet), aber ja, die fanden es selbst auch irre komisch.

    • Anstatt die Machart und die Botschaft des Catcall-Videos mal grundsätzlich zu hinterfragen, fokussiert man sich darauf, dass man ja eigentlich viel mehr „atrocious“ events erwarten könnte in 10 Stunden NY und ja immerhin 98% belästigungsfreie Zeit doch eigentlich super toll seien.
      Am Ende zieht man als Joker die Suizidstatistik raus, wie die Feministin ihren wage gap oder die Aufsichtsratquoten.

      Peinliche Argumentation.

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