Feminismus als Selbstinszenierung

Nadine Lantzsch schreibt zum Zustand des Netzfeminismus:

was mich ärgert ist eine bestimmte attitüde, die von Alphafeministin bis queer underground reicht. Eine inszenierung einer politisch korrekten identität, die getrieben ist von ständiger selbstoptimierung bei permanenter larmoyanz. eigentlich steht das eigene leid 90% der zeit im vordergrund, aber um diese selbstzentrierung zu kaschieren, werden zwischendrin random links und texte umhergeschickt und reflektierte gedanken formuliert, die von anderen beflissentlich gefavt und RT werden. diskriminierend sind immer nur die anderen und eigene privilegien finden tarnung hinter einer rhetorik, die kritik abprallen lässt. vieles davon finde ich extrem emotionslos und irgendwie mechanisch, so als sei aus den leuten das leben herausgesaugt, als würde die welt nur noch darin bestehen, von ihnen benannt, einsortiert, bewertet und politisiert zu werden. als sei welt eine einzige rationalisierte, intellektualisierte analyse. auch dann, wenn behauptet wird, intellektualismus sei nur was für’s bürgertum (und bürgertum: das sind auch immer nur die anderen).

Also

  • Inszenierung einer politisch korrekten Identität
  • getrieben ist von ständiger selbstoptimierung bei permanenter larmoyanz
  • eigentlich steht das eigene leid 90% der zeit im vordergrund,
  • diskriminierend sind immer nur die anderen und eigene privilegien finden tarnung hinter einer rhetorik, die kritik abprallen lässt.

Das deckt sich alles durchaus mit meiner eigenen Meinung. IDPOL halt und die daraus resultierende Opferspirale. Und auch dazu, dass Männer keine Opfer sein können.

Ich vermute eher, dass sie nicht ertragen kann, dass andere mehr Beachtung finden und zudem Diskriminierungen ansprechen, die sie für nicht so wichtig hält, aber dennoch eine erstaunlich offene Kritik.

Willkommen Nadine Lantzsch im feminismuskritischen Lager!

84 Gedanken zu “Feminismus als Selbstinszenierung

  1. Mit 140 Zeichen, und schnell dahingerotzten geranteten blogeinträgen ohne großes Literaturstudium, dazu die Ablehnung wissenschaftlichen strebens nach Objektivität und Reproduzierbarkeit von Beobachtungen und einer Beliebigkeit in der argumentatio wundert mich diese Kritik am Netzfeministmus nicht.

    Auf mich, old boy, sieht das alles eher aus wie die Verlängerung der kindlichen Naivität kombiniert mit Aufmerksamkeitsdefiziten und Persönlichkeitsstörungen. Eine riesengroße infantilisierung, geadelt als progressive gesellschaftliche Bewegung.

    Da kann man nur zustimmen, willkommen im feminismuskritischen Lager!

  2. @Christian

    du hast aus Versehen vergessen diesen Satz:

    „diskriminierend sind immer nur die anderen und eigene privilegien finden tarnung hinter einer rhetorik, die kritik abprallen lässt.“

    fett zu machen. ^^

    • @el Mocho

      Lustigerweise scheint ein wenig selbsterkenntnis sogar vorhanden zu sein:

      ich bewege mich auch hierbei zwischen all dem und kann mich selbst nicht davon frei sprechen, merke aber, dass mir das überhaupt nicht gut tut, so zu agieren oder anderen dabei zuzusehen. vieles davon erinnert mich stark an christliche traditionen

      Das sie Feminismus an religiöse Praktiken erinnert passt auch gut rein. es ist ja eine starke Ideologie mit vielen Tabus

      • Sie war i.d.T. immer schon sehr offen, selbstkritisch und reflektiert.
        In einem Ausmaß, vor dem die Meisten von uns – Du eingeschlossen – eigentlich nur den Hut ziehen können.
        Aber Du ziehst es halt vor, sie damit aufzuziehen bzw. dafür fertig zu machen.
        Armselig.

        • @muttersheera

          „Sie war i.d.T. immer schon sehr offen, selbstkritisch und reflektiert. In einem Ausmaß, vor dem die Meisten von uns – Du eingeschlossen – eigentlich nur den Hut ziehen können.“

          Ich habe einiges von ihr gelesen und kommentiert. Offen, selbstkritisch und reflektiert sind da nicht die Worte, die mir zu Lantzschi einfallen.

          Aber ich schaue mir gerne Beispiele an, bei denen du diese Eigenschaften ausmachst

        • quatsch @mama! hiermit fordere ich für die wirklich recht süße lantzschi die ehrenmitgliedschaft im club der antifeministen!

          ich wäre sofort bereit ihr absolution zu erteilen. gut sie müsste noch bereuen. @alexander, du als fachmann könntest mir sicher sagen, welche buse angemessen wäre 😉

  3. Viele Facetten der feministischen Lebensäußerungen erinnern mich an die kleiner Kinder…die niedliche Selbstbezogenheit..die Überzeugung, die Welt sei so, wie man sie sich phantasiere und bleibe so, wenn man den Austausch verweigert…die klare Zuweisung von gut und böse…die selbstverständliche Erwartung, die existentiellen Bedürfnisse von Dritten erfüllt zu bekommen (bei den Feministinnen in der Regel der Staat in Form von „Projekten“ und ähnlichem).

    Die feministische Persönlichkeit zeichnet sich vor allem durch Unreife aus…soweit, so gut…die entscheidende Frage für mich ist, welche Dynamik dem Feminismus zur Masse der Kollaborateure verhilft…in Medien und Politik.

    Denn würde diese Dynamik verändert werden können, wäre der Feminismus nicht wichtiger als die Kaffeekränzchen, bei denen perimenopausale Damen mit dem Jenseits kommunizieren.

    • Ja das ist eine gute Beschreibung.
      Wundert mich aber auch warum die Politik derzeit so auf den feministischen Zug aufspringt. Wenn ja wie auch in diesem Blog oft behauptet und wie ich es auch glaube viele feministische Forderungen gar nicht die Wünsche der Frauen erfüllen ist das seltsam. Ich denke viele Politikerinnen sind der Typ Feministin und setzen da ihre Privatagenda durch.

      • @tom

        Der Feminismus hat es geschafft ein Tabu der Kritik zu schaffen, in dem jede Kritik am Feminismus als Kritik an der Gleichberechtigung der Frau (und zwar der grundlegenden Gleichberechtigung) dargestellt wird.

        Dieses Tabu hängt über jeder Kritik, es ist kein Wunder, dass viele dieses verminte Gebiet meiden.

        • „dass viele dieses vermiente Gebiet meiden“

          Das ist ein Gebiet, in dem Leute eine seltsame Miene im Gesicht haben, wenn man es betritt 🙂

          Entschuldigung für offtopic. Ich kann mich an solchen eiligen Tippfehlern ausreichend erfreuen, dass ich hoffe, jemand bringt mal ein Buch über versehentliche Sinnverschiebungen in Internetforen heraus 🙂

        • @ christian

          Diese Diskursverhinderung betrifft ja mittlerweile weite Teile der Gesellschaftspolitik.

          Bestimmte Positionen werden moralistisch immunisiert, Gegenpositionen werden moralistisch diskreditiert (und mit ihnen die Vertreter dieser Positionen).

        • vergiß, bitte @adrian nicht, @christian. ich sage es mal mit meinen eher unzureichenden worten: männer dürsten danach frauen zu beschützen, zu hegen und zu pflegen. diesbezüglich fällt es ihnem sehr schwer nein zu sagen. @alexander würde feststellen, dass sie gar nicht anders können. andere würden sagen, das männer zwei organe haben die sie lenken, aber ihr blut reicht nur, um eines zu versorgen 😉

    • „Frage für mich ist, welche Dynamik dem Feminismus zur Masse der Kollaborateure verhilft…in Medien und Politik.“

      Ich denke die Antwort liegt in der von Walter Benn Michaels angezeigten Richtung:

      “it is exploitation, not discrimination, that is the primary producer of inequality today. It is neoliberalism, not racism or sexism (or homophobia or ageism) that creates the inequalities that matter most in American society; racism and sexism are just sorting devices. In fact, one of the great discoveries of neoliberalism is that they are not very efficient sorting devices, economically speaking. If, for example, you are looking to promote someone as Head of Sales in your company and you are choosing between a straight white male and a black lesbian, and the latter is in fact a better salesperson than the former, racism, sexism and homophobia may tell you to choose the straight white male but capitalism tells you to go with the black lesbian. Which is to say that, even though some capitalists may be racist, sexist and homophobic, capitalism itself is not.“

      http://newleftreview.org/?view=2731

      Wozu braucht ihr höhere Löhne, wenn ihr die Frauenquote bekommen habt? Wenn ein Schwarzer Präsident der USA sein kann?

      „So the struggle for racial and sexual equality … has not produced greater economic equality, but been compatible with much greater economic inequality, and with the formation of an increasingly elitist society. There is a reason for this. The battles against racism and sexism have never been to produce a more equal society; or to mitigate, much less eliminate, the difference between the elite and the rest; they were meant to diversify and hence legitimate the elite.”

      “What affirmative action tells us is that the problem is racism and the solution is to make sure the rich kids come in different colours. … The effort is to enforce a model of social justice in which proportional representation of race and gender counts as success.”

      http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/jun/11/uselections2008.useconomicgrowth

      2The neoliberal ideal is a world where rich people of all races and sexes can happily enjoy their wealth, and where the injustices produced not by discrimination but by exploitation – there are fewer poor people (7 per cent) than black people (9 per cent) at Harvard, and Harvard’s not the worst – are discreetly sent around to the back door.“

      http://www.lrb.co.uk/v31/n16/walter-benn-michaels/what-matters

      • @ el-mocho

        Soviele Neoliberale gibts aber (zum Glück) gar nicht, wie es Mitläufer der feministischen Ideologie gibt.

        Ich glaube auch nicht, dass die Mehrzahl der Wirtschaftsunternehmen von den numerisch egalitären Zwangsmaßnahmen begeistert sind.

        „The effort is to enforce a model of social justice in which proportional representation of race and gender counts as success.”

        Das ist eben für alle (!) Beteiligten kontraproduktiv.

        Nichts destotrotz haben die Anhänger eines solchen Verständnisses von „Gleichberechtigung“ eine erstaunliche Deutungshoheit und einen erschreckenden Einfluß auf konkrete gesellschaftspolitische Entscheidungen gewonnen.

        Ich halte ja den Feminismus nur für eine Art trojanisches Pferd zur Durchsetzung einer staatsdirigistischen, zunehmend freiheitsreduzierenden Agenda.

        • „Ich glaube auch nicht, dass die Mehrzahl der Wirtschaftsunternehmen von den numerisch egalitären Zwangsmaßnahmen begeistert sind.“

          Doch, doch, der Kapitalismus ist an allem schuld. Früher hat er Frauen und Schwarze unterdrückt, und heute fördert er sie unverhältnismäßig. In der linken Pippi-Langstrumpf-Welt ist das völlig logisch 😀

        • @ adrian

          Früher dachte ich immer, die spinnen, die hinter jedem Elend den gleichen Verursacher sehen…heute bin ich fast soweit, dass ich Hilfe suchen werde, da ich hinter jedem Elend eine meist unübersichtlich komplexe Mischung diverser Einflüsse zu phantasieren glaube.

          Ich bin kein Kind dieser Zeit….

          😦

        • @ raltoser

          *…, da ich hinter jedem Elend eine meist unübersichtlich komplexe Mischung diverser Einflüsse zu phantasieren glaube.*

          Ja, Feminismus ist ein ideologischer Verteiler, der von vielen Strömungen genutzt werden kann, das macht die eigentlich unglaublich seichte Ideologie so mächtig und einflussreich.

          Von Etatisten in dem von Dir beschriebenen Sinne (Ausweitung der Staatsmacht und -tätigkeit, weil die „schwache“ Frau einen starken Arm braucht), von Egalitaristen/Kulturmarxisten zur Überwindung der „bürgerlichen“ Gesellschaft/Abschaffung des Kapitalismus, des verhassten westlichen Zivilisationsmodell der WHM, aber auch von Kapitalisten (Zersetzung gerade linker Organisationen, die, mit Feminismus geködert, dadurch quotenverweiblicht und kampfunfähig gemacht werden, Ablenkung linker Energien weg vom Ökonomischen hin auf „Gleichstellungen“ jenseits des Ökonomischen, Bedienung der emotionalen Interessen/Pflege der verwundeten Seelchen der wichtigsten Konsumentengruppe = DIE FRAUEN, Auflösung traditioneller Familien/Werte/Organisationen, die der Durchökonomisierung der Gesellschaft, der totalen ökonomischen Verwertung des Menschen noch im Wege stehen usw.).

          Und, nicht zu vergessen, die Feminist.I.nnen selbst: selbst fördernde Misfits, oft lesbisch.

          Die mächtigste Gruppe der Feminismusförderer ist wohl die der Konsum-/Finanzkapitalisten, die sich der lautstärksten Gruppe, der genuinen Feminist.I.nnen und derNeuen Linken/Kulturmarxisten bedienen als nützliche Idioten, ihnen die massenmediale Dominanz erlauben/ermöglichen.

        • @ Roslin

          „von Egalitaristen/Kulturmarxisten zur Überwindung der “bürgerlichen” Gesellschaft/Abschaffung des Kapitalismus, des verhassten westlichen Zivilisationsmodell der WHM,“

          Und Belege gibt´s wie immer keine für deinen Quatsch, richtig?
          Das dachte ich mir.

        • Das ist ja alles richtig, aber es erklärt für mich doch recht gut, warum sich die feministischen Anliegen so leicht auch bei konservativen oder liberalen Politikern ankommen.

          • @El Mocho

            Ich würde vermuten:

            Bei konservativen Politikern bedienen sie den Mann als Beschützer etc

            Bei liberalen Politikern lässt es sich vielleicht als Befreiung von überkommenen Regelungen framen.

            Aber was wäre auch für einen Politiker gewonnen, wenn er sich dagegen stellt? Allenfalls der Ruf Frauenfeindlich zu sein.

        • „Doch, doch, der Kapitalismus ist an allem schuld. Früher hat er Frauen und Schwarze unterdrückt, und heute fördert er sie unverhältnismäßig. In der linken Pippi-Langstrumpf-Welt ist das völlig logisch“

          Wie sagte Joseph Schumpeter so schön: „Capitalism stands its trial before judges who have the sentence of death in their pockets. They are going to pass it, whatever the defense they may hear; the only success victorious defense can possibly produce is a change in the indictment.“

        • @ El Mocho

          „Das ist ja alles richtig, aber es erklärt für mich doch recht gut, warum sich die feministischen Anliegen so leicht auch bei konservativen oder liberalen Politikern ankommen.“

          Welche konservativen oder liberalen Politiker vertreten denn feministische Positionen wie die Frauenquote?

        • @ el mocho

          Die westlichen Gesellschaften leiden alle unter einem Schuld- und Opferkomplex….die politische Analyse der Welt ist durch die, mittels des Tabu´s einer Historisierung erleichterte, moralische Bewertung ersetzt worden…wo´s früher richtig/falsch gab, gibts heute gut/böse.

          Gut ist man natürlich immer selber, böse immer die Anderen.

          Die „Anderen“ sind nur gut, wenn sie zu Minderheiten gehören, außer die Minderheit ist jüdisch oder „rechts“.

          Die einzige Gruppe die es geschafft hat, sich trotz zahlenmäßiger Überlegenheit einen Opferstatus zu erstreiten sind die Frauen…besser gesagt hat es eine kleine, hochpolitisierte Subgruppe der Frauen geschafft.

          Moralische Selbstüberhöhung (sowie der damit verbunden narzistische Kick) und Zugehörigkeit zu einer „Täter“gruppe (Mann, Deutscher, Westler, Christ, Hete, etc.etc.) schließen rhetorische Schuldinklusion nicht aus…die schönste moralische Selbstüberhöhung ist das eigene Heraustreten aus einer schuldbeladenen Gruppe.

          Deshalb auch das lustvolle Suhlen der Antifaschisten in einer angeblich diffus faschistisch verseuchten Gesellschaft.

          Keiner will aber wirklich zu den „Bösen“ gehören…zur vorgeblichen Minderheit…noch dazu, wenn diese Minderheit moralisch dikreditiert und mittels medialer (und zunehmend auch judikativer) Mechanismen unter Druck gesetzt wird.

          Dass die Majorität einer bestimmten Position nur durch die Lautstärke ihrer Propagandisten und die inhaltliche Gleichschaltung der massenmedialen Darstellung durch weltanschaulich homogenisierte Mitarbeiter der selben bedingt ist, mag man rational erkennen, aber der emotionale Druck bleibt.

          Kein Politiker mit Machtbedürfnis wird sich dagegen stellen. Im Gegenteil, die emotional aufgeladene Stimmung lädt Politiker förmlich dazu ein, auf dieser Welle proaktiv mitzuschwimmen.

          Konservative stehen eh schon unter dem Generalverdacht,neue Konzentrationslager bauen zu wollen und Liberale spüren die allfällige Menschenverachtung des gutmenschlichen Milieus als erste, wenn sie sich als Renegat oder auch nur Zweifler an der offiziellen Sicht der Dinge versuchen.

          Alle haben sowohl rationale als auch irrational-emotionale Gründe den nackten Kaiser zu bejubeln.

          Dass das so funktioniert, mag kein edles Licht auf die charakterliche Verfasstheit von uns Menschen werfen, ist aber allzu menschlich.

        • @ ratloser

          *Keiner will aber wirklich zu den “Bösen” gehören…zur vorgeblichen Minderheit…noch dazu, wenn diese Minderheit moralisch dikreditiert und mittels medialer (und zunehmend auch judikativer) Mechanismen unter Druck gesetzt wird.*

          Na ja, jetzt, wo die Einschläge der Realität langsam Barbietown näherrücken, beginnt sich auch Alice Schwarzer besorgt auf die Suche nach „Bösen“ zu begeben, die für sie die Drecksarbeit machen, die ihre „Errungenschaften“ und die des Feminismus verteidigen:

          http://www.sezession.de/46874/alice-schwarzer-zittert-wer-rettet-sie.html

          Kognitvie Dissonanzen helfen nicht mehr viel, wenn der Hosenanzug sich langsam füllt und qualmt.

          Weil’s heiß und heißer wird.

          Ich für mein Teil vertraue ganz und gar auf Panzer-Uschi und ihre Amazonengarde,

          Und pflege bis auf weiteres meinen gemütlichen Pazifismus wie muttersheera den ihren, verteidige allenfalls noch MEINE Kirche, falls ein Papst meint, das sei notwendig.

          Geht ja nicht an, dass Männer zur Verteidigung der „Errungenschaften“ des Feminismus losziehen, um, im Falle des Sieges und des Überlebens, als seelisch und körperlich Verkrüppelte zurückkeherend, in Erwartung des Dankes des Mutterlandes, von eben jenen Feminist.I.nnen als notorische Gewalttäter diffamiert und verhöhnt zu werden, sich in ihrer Männlichkeit, die man gerade noch einmal ausgebeutet hat, verachtet und „neutralisiert“ zu sehen.

          Nein, das sollen die schön selber machen, ihre Errungenschaften verteidigen, unsere Feminist.I.nnen.

        • „Na ja, jetzt, wo die Einschläge der Realität langsam Barbietown näherrücken, beginnt sich auch Alice Schwarzer besorgt auf die Suche nach “Bösen” zu begeben, die für sie die Drecksarbeit machen, die ihre “Errungenschaften” und die des Feminismus verteidigen:

          http://www.sezession.de/46874/alice-schwarzer-zittert-wer-rettet-sie.html

          Mal wieder ein 1A-Text von Martin Lichtmesz: Alice Schwarzer in Panik, Feminismus und Pazifismus als geistiges AIDS, und er endet mit einem meiner Lieblingszitate. Sehr schön!

        • Ich bin entschiedener Gegner des Schwarzer-Feminismus, halte den Artikel aber für ziemlich schlecht.
          Wenn es einen Bereich gibt, in dem Alice Schwarzer zur Abwechslung tatsächlich mal die Position der Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung vertreten hat, dann ist es doch beim Thema „Wehrpflicht“.
          Und kritisch gegenüber dem Islamismus war sie auch von jeher.
          Der Artikel macht daher m.E. wenig Sinn – eher mal wieder Ausdruck der üblichen schlampigen Recherche und Inkohärenz die offenbar für so manche zeitgenössische Konservative typisch ist.
          Man sollte, wenn man drauflos kritisiert, vielleicht schon manchmal mitreflektieren, was für Positionen die kritisierte Person oder Gruppe überhaupt vertritt.
          (Aber gut, reflektierte Kritik ist in den Kommentarspalten dieses Blogs nicht so angesagt, weiß ich ja.)

        • @ Leszek

          „Ich bin entschiedener Gegner des Schwarzer-Feminismus, halte den Artikel aber für ziemlich schlecht.“

          Und ich halte deine Kritik am Artikel für ziermlich schlecht.

          „Wenn es einen Bereich gibt, in dem Alice Schwarzer zur Abwechslung tatsächlich mal die Position der Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung vertreten hat, dann ist es doch beim Thema “Wehrpflicht”.“

          In dem Text spielt die Wehrpflicht überhaupt keine Rolle, es geht vielmehr um den kulturellen Einfluss des Schwarzer-Feminismus: Die Abwertung der „männlichen“ Gewaltbereitschaft führt zu Wehrlosigkeit gegenüber aggressiven Vertretern des Patriarchats (des richtigen, nicht des eingebildeten im Westen).

          „Der Artikel macht daher m.E. wenig Sinn“

          Der Artikel macht sogar ziemlich viel Sinn, wenn man den Inhalt richtig versteht und nicht meint, es gehe dabei um die Wehrpflicht.

          „Man sollte, wenn man drauflos kritisiert, vielleicht schon manchmal mitreflektieren, was für Positionen die kritisierte Person oder Gruppe überhaupt vertritt.“

          In der Tat, und bevor man Texte kritisiert, sollte man sie vieleicht erstmal aufmerksam lesen.


        • Und kritisch gegenüber dem Islamismus war sie auch von jeher.

          Wer ist schon unkritisch gegenüber Islamismus?

          Schwarzer hat grade in Bezug auf den Islam immer wieder schlimmen Unfug verzapft.
          Der herablassende Paternalismus, das (nicht zuletzt auch auf Schwarzer zurückgehende) dramatische Missverstehen des Kopftuchs durch unsere Gesellschaft ist einer der Hauptgründe, warum sich Musliminnen bei uns nicht wohlfühlen und sich in der Endkonsequenz auch Islamisten zuwenden.

        • @ JC Denton

          „In dem Text spielt die Wehrpflicht überhaupt keine Rolle“

          Eben. Ein fairer Kritiker hätte dies bei diesem Thema berücksichtigt.

          „es geht vielmehr um den kulturellen Einfluss des Schwarzer-Feminismus: Die Abwertung der “männlichen” Gewaltbereitschaft führt zu Wehrlosigkeit gegenüber aggressiven Vertretern des Patriarchats“

          Dass der radikale Feminismus zur Schwächung männlicher Selbstbehauptungsfähigkeit beiträgt ist zwar richtig, aber im Sinne einer immanenten Kritik liegt hier seitens Schwarzer keine Inkohärenz vor wie z.B. beim postmodernen Gender-Feminismus.

          Der postmoderne Gender-Feminismus ist bekanntlich ideologisch mit dem postmodernen Multikulturalismus verbandelt, da beide ideengeschichtlich aus den gleichen Quellen hervorgegangen sind, nämlich einer einseitigen, selektiven und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption des französischen Poststrukturalismus.
          So kann man dem Gender-Feminismus leicht vorwerfen, dass er einerseits dazu beiträgt männliche Selbstbehauptungsfähigkeit in westlichen kulturellen Kontexten zu schwächen, gleichzeitig aber traditionalistische Geschlechterverhältnisse im orthodoxen Islam zu weitgehend unkritisiert lässt. Letzteres kann man Schwarzer eben nicht vorwerfen. Sie wendet ihre feministische Kritik auch auf diese Kontexte an.
          Auch das hätte eine ausgewogene Kritik berücksichtigen müssen.

          Des Weiteren hat Schwarzer schlicht Recht mit ihrer Aussage, dass weibliche Bildung eine wichtige Voraussetzung für Modernisierungsprozesse in prämodernen Gesellschaften ist.

          Siehe hierzu:

          http://www.amazon.de/Die-unaufhaltsame-Revolution-islamische-ver%C3%A4ndern/dp/3492051316/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1414169703&sr=1-2&keywords=emmanuel+todd

          http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-78522341.html

        • „Na, Teile der Linkspartei z.B. Oder die Antiimps.“

          Bei „islamunkritisch“ würden mir ja spontan die Grünen einfallen. Die lassen sich aber wohl nicht als antiwestlich bezeichnen.

          Breivik war übrigens auch kein Gegner des Islam, sondern konnte sich durchasu ein strategisches Bündnis mit dem Islam vorstellen, solange er sich nicht auf Europa ausbreitet, sondern im nahen Osten verbleibt.

          „Grob gesehen ist aber sowieso jeder Sozialist antiwestlich.“

          Was für ein Bullshit. Was soll das überhaupt heißen, antiwestlich?

        • @ david

          „Schwarzer hat grade in Bezug auf den Islam immer wieder schlimmen Unfug verzapft.“

          Ich habe mich zu wenig im Detail mit ihren Aussagen diesbezüglich beschäftigt, um dies fundiert beurteilen zu können, aber Arne hat Alice Schwarzer ja auch schonmal in dieser Hinsicht kritisiert, mag also sein, dass sie schonmal zu undifferenzierte Aussagen gemacht hat.

          „Der herablassende Paternalismus, das (nicht zuletzt auch auf Schwarzer zurückgehende) dramatische Missverstehen des Kopftuchs durch unsere Gesellschaft ist einer der Hauptgründe, warum sich Musliminnen bei uns nicht wohlfühlen und sich in der Endkonsequenz auch Islamisten zuwenden.“

          Nun, ich halte eine Kritik an Kopftuchzwang und Kopftucherziehung für berechtigt – auch aus feministischer Perspektive.
          Dass man versuchen sollte dies angemessen zu vermitteln, um keinen pädagogischen Gegenteileffekt zu produzieren, ist natürlich richtig.
          Ansonsten ist mir deine Aussage dazu etwas zu allgemein gehalten und zu wenig begründet.

        • @ Adrian

          „Grob gesehen ist aber sowieso jeder Sozialist antiwestlich.“

          Die im Westen entstandene Strömungen des Sozialismus beruhen traditionell alle auf westlichen ideengeschichtlichen Quellen, die Aussage ist also schlicht Unsinn.

          Darüber hinaus hat diese Sichtweise rein analytisch den Nachteil, dass man solche zeitgenössische sozialistische Strömungen, bei denen sich im Zuge einer einseitigen antiimperialistischen Theoriebildung tatsächlich kritikwürdige Tendenzen entwickelt haben, auf Grundlage solcher unzulässiger Verallgemeinerungen nicht mehr von den anderen differenzieren lassen.
          Das Resultat ist dann Falschbeschuldigung und Unfähigkeit zu angemessener kritischer Analyse.
          Es droht dann roslinsches Kritik-Niveau, das möchtest du doch sicherlich vermeiden, oder? 🙂

        • @ Leszek

          Der Text ist keine immanente Kritik a la „Genderfeministische Theorie behauptet A, Schwarzer aber B“. Deshalb gehen deine Ausführungen auch am Kern der Sache vorbei.

          „Des Weiteren hat Schwarzer schlicht Recht mit ihrer Aussage, dass weibliche Bildung eine wichtige Voraussetzung für Modernisierungsprozesse in prämodernen Gesellschaften ist.“

          Bildung ist eine Langzeitstrategie; gegen die Sturmgewehre und Panzer des IS hilft sie nicht.

        • @ JC Denton

          „Der Text ist keine immanente Kritik a la “Genderfeministische Theorie behauptet A, Schwarzer aber B”. Deshalb gehen deine Ausführungen auch am Kern der Sache vorbei.“

          Schwarzer ist weder Pazifistin, noch Anhängerin des Multikulturalismus, sie ist außerdem der Ansicht, dass auch Frauen Soldaten sein können und dass Wehrpflicht – wenn es sie gibt – für beide Geschlechter gelten soll, sie kritisiert die traditionalistischen Geschlechterverhältnisse im orthodoxen Islam und im Islamismus und vertritt die Idee von Bildung als Langzeitsstrategie.
          Wie gesagt: Was auch immer man von diesen Ansichten hält:
          ein fairer Kritiker hätte diese THEMENRELEVANTEN Aspekte berücksichtigt.
          So ist es nur triviale konservative Polemik – aber keine ausgewogene Analyse.

          „Bildung ist eine Langzeitstrategie; gegen die Sturmgewehre und Panzer des IS hilft sie nicht.“

          Hat auch niemand behauptet.

        • dein einfallsloser ruf nach belegen bei der verwendung des Begriffs kulturmarxismus diskrediert dich, @leszek. schau mal ich habe eine neue idee. welche art von belegen erwartest du denn? eine aussage in der art: ja ich bin kulturmarxist und möchte die abendländische Kultur zerstörren? am besten noch festgehalten im parteistatu irgendeiner völlig beliebigen linken randgruppe, damit du dann an erschöpfend und geschwurbelt darlegen kannst, dass die anarchosyndikalistische strömung innerhalb des antiimperialistischen linken mainstreams schon immer genau das gegenteil vertreten hat?

          jetzt mal butter bei die fische @leszek. welche anforderung stellst du an einen beleg für kulturmarxismus? wir machen uns dann auf die suche 😀

        • @ albert

          „dein einfallsloser ruf nach belegen bei der verwendung des Begriffs kulturmarxismus diskrediert dich, @leszek.“

          Aber nur im Rahmen deines „konservativen Wissenschaftsverständnisses“.
          In einem tatsächlich wissenschaftlichen Wissenschaftsverständnis diskreditiert sich nämlich der, der seine Behauptungen nicht belegen kann.
          Das bin in der Regel nicht ich.

          „jetzt mal butter bei die fische @leszek. welche anforderung stellst du an einen beleg für kulturmarxismus? wir machen uns dann auf die suche“

          Die ganz gewöhnlichen Anforderungen selbstverständlich, die allgemein in den Geistes- und Sozialwissenschaften für Belege gelten.

          Von und zu jeder innerhalb der Linken real existierenden Strömung gibt es Schriften.
          Wenn es die „Kulturmarxisten“ gibt, muss es also Schriften von ihnen geben, in denen alles, was die konservativen/rechten Ideologen über die „Kulturmarxisten“ behaupten, was sie angeblich vertreten, drinsteht.
          Und es muss Gegenschriften konkurrierender linker Strömungen geben, denn die real existierende Linke besteht aus einer Vielzahl von Strömungen, die sich gegenseitig kritisieren.

          Wird die Existenz einer bestimmten linken Strömung behauptet, von der es keine Schriften und zu der es keine Gegenschriften innerhalb der Linken gibt, dann existiert sie nicht.
          Denn die „Kulturmarxisten“ können ihre Ideen wohl kaum durch Gedankenübertragung weiterverbreiten und sie könnten – würden sie existieren – wohl auch kaum gegenüber anderen linken Strömungen mit anderen Ideen unentdeckt bleiben.

        • Immer wieder positiv überrascht von den differenzierten Debatten hier, die einem ganz neue Sichtweisen eröffnen. Ein wirklich anregender Austausch.

        • @ david

          „Die Frau ist indiskutabel“

          Dann sind fundierte Kritiken an ihr anstatt triviale und schlechte (wie in diesem Text) ja umso wichtiger.

        • @ Leszek

          *Ich bin entschiedener Gegner des Schwarzer-Feminismus, halte den Artikel aber für ziemlich schlecht.*

          Ich bin kein entschiedener Gegner Deines Geschwätzes. Obwohl ich es für schlecht halte.

          Es ödet mich nur noch an.

        • @ Roslin

          „Ich bin kein entschiedener Gegner Deines Geschwätzes. Obwohl ich es für schlecht halte.
          Es ödet mich nur noch an.“

          Na, du wirst es schon überleben.

          Nur mit Argumenten und Belegen ist bei dir wohl wieder mal nicht zu rechnen, nicht wahr?

        • @ Denton

          *Mal wieder ein 1A-Text von Martin Lichtmesz: Alice Schwarzer in Panik, Feminismus und Pazifismus als geistiges AIDS, und er endet mit einem meiner Lieblingszitate. Sehr schön!*

          Ja, Lichtmesz ist einer der klügsten Schreiber auf der Rechten. Eigentlich einer für die FAZ.

          Und das Klonovsky-Zitat, falls es jemand überlesen hat:

          *Mit einer gewissen Vorfreude erwartet man den Tag, an welchem unsere Schwulen, Lesben und Feministinnen zum Endkampf gegen die muslimischen Machos antreten.*

          Der rückt ja nun näher.

          Mit jedem Tag.

        • @ Leszek

          *Nur mit Argumenten und Belegen ist bei dir wohl wieder mal nicht zu rechnen, nicht wahr?*

          Belege für Dein Geschwätz?

          Das ist ja nur noch in Kilotonnen zu messen.

        • @ Leszek

          „Nur mit Argumenten und Belegen ist bei dir wohl wieder mal nicht zu rechnen, nicht wahr?“

          Wenn @Roslin Dein Gerede anödet, dann muss er das nicht belegen, sondern Du musst es einfach so hinnehmen. 🙂

          Was ist eigentlich wenn Kulturmarxismus eine Geheimlehre ist und deshalb keine offiziellen Schriften existieren? Oder ich einfach behaupte, ich hätte persönlich letzten Monat um drei den Kulturmarxismus begründet?

          Gilt das denn dann als Beleg … 😦

        • @ Leszek

          Eine umfassende Darstellung von Schwarzers Positionen hätte sie m. M. n. im Hinblick auf den Kern der Kritik eher noch schlechter aussehen lassen. Sonderlich polemisch ist der Text auch nicht, er bringt den Sachverhalt aber gut auf den Punkt.

          „Hat auch niemand behauptet.“

          Zitat Schwarzer aus dem Artikel: „Viel effektiver als mit Bomben bekämpft man den IS und seine bärtigen Brüder mit der Bildung und Gleichberechtigung der Frauen!“

        • @ JC Denton

          „Zitat Schwarzer aus dem Artikel: Zitat Schwarzer aus dem Artikel: “Viel effektiver als mit Bomben bekämpft man den IS und seine bärtigen Brüder mit der Bildung und Gleichberechtigung der Frauen!”

          Ja, ich habe den Artikel auch gelesen.
          Dass das nicht wörtlich und konkret zu verstehen ist, dürfte ja wohl klar sein.

        • @ Leszek
          Ich bin kein immanenten Gegner Roslinscher Thesen, und denke dass er, vor allem was sein Reden über den negativen Einfluss linker Wertvorstellungen – vor allem Gleichheit – angeht, gar nicht so unrecht hat.

          Ich bin ein Gegner des Sozialismus und des Kulturkonservatismus. Ich halte beides für destruktiv und albern. Und beide Strömungen haben eines gemeinsam: die Abneigung gegenüber dem Individuum und eine Vorliebe für die Volksgemeinschaft.

        • “Viel effektiver als mit Bomben bekämpft man den IS und seine bärtigen Brüder mit der Bildung und Gleichberechtigung der Frauen!”

          Humm ja, hilft auch gegen Hämorrhoiden.

        • *Mit einer gewissen Vorfreude erwartet man den Tag, an welchem unsere Schwulen, Lesben und Feministinnen zum Endkampf gegen die muslimischen Machos antreten.*

          Der rückt ja nun näher.

          Mit jedem Tag.

          Da rückt gar nichts näher. Religioten sind schlicht zu dämlich, um einen Krieg gegen einen valablen Gegner zu gewinnen.
          Ausserdem ist Adrian ein gefürchteter Panzerknacker. Und Lesben könnten als MinensucherInnen eingesetzt werden.

        • „Ausserdem ist Adrian ein gefürchteter Panzerknacker.“

          In der Tat. Ich war beim Bund nicht umsonst ein gefürchteter Panzerfaustschuetze, ausserdem geübt an Maschinenpistole, am Sturmgewehr und im Wald- und Häuserkampf.

        • Ausserdem ist es relativ simpel, Islamisten zu besiegen. Man muss nur während der Gebetszeiten angreifen, und dabei Pornomagazine, Alkohol und Schweinefleisch aus Flugzeugen abwerfen. Westliche Dekadenz verführt jeden.

        • das war ein anfang, @leszek, aber in geisteswissenschaftlicher tradition nicht konkret genug. was muss derjenige in den „schriften“ behaupten, damit ich ihn als kulturmarxisten beschimpfen darf? muss er sich als solcher bezeichnen? oder genügt es gar das, dass er bestimmt thesen vertritt? sag an, dann machen wir uns auf die suche 😀

          ich vergaß absichtlich die „gegenschriften“ zu erwähnen, @leszek. erstmal müssen wir ja wissen, was prinzipiell geeignet wäre deinen geisteswissenschaftlichen maßstäben, die du an eine valide behauptung stellst, zu entsprechen. sei versichert, dass ich dich dann auch fragen werde, welche geisteswissenschaftlichen kriterien du an eine valide widerlegung stellst.

        • „Welche konservativen oder liberalen Politiker vertreten denn feministische Positionen wie die Frauenquote?“

          Von der Leyen, Merkel, eigentlich alle außer einigen bei der CSU.

          Kann einem das wirklich entgehen?

        • @ Leszek

          „Dass das nicht wörtlich und konkret zu verstehen ist, dürfte ja wohl klar sein.“

          So klar ist das nicht. Der Schwarzer traue ich diese Aussage ohne weiteres in der wörtlichen Bedeutung zu.

        • „Ausserdem ist es relativ simpel, Islamisten zu besiegen. Man muss nur während der Gebetszeiten angreifen, und dabei Pornomagazine, Alkohol und Schweinefleisch aus Flugzeugen abwerfen. Westliche Dekadenz verführt jeden.“

          „Westliche Dekadenz“ ist wie Bildung eine Langzeitstrategie. Deine Taktik würde eher noch zu einer Motivationssteigerung bei den Islamisten führen.

        • letzter Beitrag @ Adrian

          @ El Mocho

          „Von der Leyen, Merkel, eigentlich alle außer einigen bei der CSU.

          Kann einem das wirklich entgehen?“

          Anscheinend. Ich würde Merkel und von der Leyen allerdings auch nicht als konservativ oder liberal bezeichnen. Beide stehen für mich eher prototypisch für die Sozialdemokratisierung der Union.

        • @ JC D

          „Anscheinend. Ich würde Merkel und von der Leyen allerdings auch nicht als konservativ oder liberal bezeichnen. Beide stehen für mich eher prototypisch für die Sozialdemokratisierung der Union.“

          Ich würde die nicht so einschätzen. Ich denke die sind einfach nur eigennützige, selbstsüchtige Menschen. Die haben eigentlich keine Überzeugungen und würden, statt dem Feminismus, JEDEM beliebigem Zeitgeist hinterher laufen, wenn sie sich persönliche Vorteile erhofften. Denen ist die Sache doch völlig egal.

          Davon ab, kannst Du mir sagen was an der SPD noch sozialdemokratisch sein soll?

        • Es gibt nunmal in den Parteispitzen aller Parteien einige Frauen, die sich gerne einen sicheren Platz für sich oder ihre Töchter in einem Unternehmen als Ausgleich für entsprechende politische Dienste sichern wollen.
          Triviales Verfolgen von Eigeninteressen, hat mit feministischer Überzeugung bei diesen Leuten in der Regel nicht viel zu tun und tritt natürlich unabhängig von der Parteizugehörigkeit auf, da die Interessen diesbezüglich überall die gleichen sind.

        • @ ddbz

          „Ich würde die nicht so einschätzen. Ich denke die sind einfach nur eigennützige, selbstsüchtige Menschen. Die haben eigentlich keine Überzeugungen und würden, statt dem Feminismus, JEDEM beliebigem Zeitgeist hinterher laufen, wenn sie sich persönliche Vorteile erhofften. Denen ist die Sache doch völlig egal.“

          Ganz so krass würde ich das nicht sehen, aber gerade bei politischem Spitzenpersonal spielt blanker Opportunismus sicherlich eine nicht gerade unbedeutende Rolle.

          „Davon ab, kannst Du mir sagen was an der SPD noch sozialdemokratisch sein soll?“

          Der Name?

      • @ El_Mocho

        Danke für die verlinkten Texte von Walter Benn Michaels, die beiden letzten kenne ich noch gar nicht, werde ich mir nachher mal durchlesen.

        Ich verweise an dieser Stelle auch noch mal auf Walter Benn Michaels lesenswertes Buch zum Thema:

        Walter Benn Michaels – The Trouble with Diversity: How We Learned to Love Identity and Ignore Inequality

        @ Christian

        Du weißt schon, dass SEIT MONATEN das Artikelangebot einer deutschen Erstübersetzung eines Artikels von Walter Benn Michaels in deinem Postfach bereit liegt, oder?
        Kann ich damit rechnen, dass es irgendwann dieses Jahr doch noch einmal zu einer Veröffentlichung kommt oder wäre es dir lieber (vielleicht, weil der Text zu weit von deinen eigenen politischen Einstellungen entfernt ist oder er dir thematisch zu weit weg von den Themen dieses Blogs liegt), dass ich ihn woanders anbiete.

  4. Der Kommentar von Nadine Lantzsch trifft es sehr gut.
    Mich erinnern die Feministinnen an alte Damen in der Kirche die peinlich darauf achten dass auch jeder die Gebote einhält und sich in Rechtgläubigkeit gegenseitig übertrumpfen wollen oder an den typisch deutschen (?) Spießer der alles auf Korrekt kontrolliert.
    Eine aufgeklärte, erwachsene Haltung ist es auf alle Fälle nicht.

  5. Da kann man nur zustimmen, willkommen im feminismuskritischen Lager!

    Careful what you wish vor.

    Lantzsch gehört genau zu den Charakteren, die sich von der eigenen Bewegung verraten fühlen und später zu deren erbittertstem Gegner werden.
    Die Inszenierungen von Frau Lantzsch haben mit Inhalten ja sowieso wenig zu tun, diese sind relativ frei flottierend um die Neurose (wenn nicht Psychose).

    Würde es wirklich so sehr verwundern, wenn Lantzsch in ein paar Jahren ein umoperierter schwuler Mann mit SM-Vorlieben ist, der das radikalste maskulistische Blog führt? Dann könnte sie wirklich Schaden anrichten.

    Bisher schadet sie nur dem Feminismus, also hofft besser dass das so bleibt.

    • @david

      „Würde es wirklich so sehr verwundern, wenn Lantzsch in ein paar Jahren ein umoperierter schwuler Mann mit SM-Vorlieben ist, der das radikalste maskulistische Blog führt?“

      Das würde mich schon verwundern. Wäre aber interessant. Quasi eine umgekehrte Connell. Das würde mich so faszinieren, das wäre durchaus die Folgen wert 😉

  6. Leider reicht lantzschs Reflektion nicht bis zum eigenen Spiegelbild.
    Ansonsten würde ich das als „fein beobachtet „(Loriot: Telefonbuch) bezeichnen.

    • @ Dummerjan

      *Leider reicht lantzschs Reflektion nicht bis zum eigenen Spiegelbild.*

      Nun, als Sexist mit einem Faible für melancholisch dreinblickende Frauen (umso schöner, wenn man sie zum Lachen bringt), komme ich nicht umhin, festzustellen, dasssie eine Hübsche ist.

      Weshalb ich hoffe, dass sie den Ausstieg schafft.

      Was leider unwahrscheinlich ist, so tief wie sie in dieser Sekte persönlich/ideologisch engagiert war.

      Wahrscheinlicher ist leider das, was David etwas karikierend beschrieb:ein neues Pflaster für die lange, vielleicht zu lange schon schwärende seelische Wunde.

      Neue Rationalisierungen für die „Schönheit“ des alten Leidens.

      Das nicht überwunden wird (da könnte wohl nur eine glückliche Liebe Linderung schaffen, es ihr erlauben, sich mit sich selbst auszusöhnen, aber auch das ist für so einen Menschen sehr schwer zu finden).

  7. Witzigerweise konterkariert ‚Lantzschi‘ ja gerade mit diesem Eintrag dieses merkwürdige Postulat aus der „Zeit“, in dem gerade Männern solches zum Vorwurf gemacht wird (Übertragung von Einzelschicksalen …)

    Und wie es der Zufall so will, gibt es auf „Geschlechterallerlei“ gerade eine Analyse dazu: http://geschlechterallerlei.wordpress.com/2014/10/23/zum-angeblichen-zorn-abgehangter-manner/

    Im Gegensatz zu „medienelite“ (Lantzsch) beherrscht das dort schreibende „elitemedium“ nicht nur die Groß- und Kleinschreibung, sondern auch die Kunst des filetierens.

    • Ja. Wobei eine Ergänzung schön gewesen wäre: zum Thema Journalisten nämlich. Wenn messmer und schildmann auf journalistische Steigbügelhalter der antifeministen von rechts rekurrieren, dann hätte man auch schön die femi Journalisten aufzeigen können, die zb. Quotenartikel schreiben und selbst in proquote Initiativen sind. Das wäre ein schönes filetstück geworden. Leider bleibt elitemedium hier zaghaft.

  8. Lantzsch gehört vielleicht zu den therapeutischen Feministinnen, die irgendwann merken, daß sie in einem Lügensystem stecken, mit dem sie ihre verdrängten Kindheitsdemütigungen inszenieren. So weit ist sie wohl noch nicht, aber immerhin merkt sie, daß der Feminismus die persönliche Situation nicht verbessert, also das seelische Wohlbefinden.

    Ich schreibe ihr mal ’ne Mail und und weise sie auf Alice Miller hin.

  9. Kann dieser Mensch* mal Gross- und Kleinschreibung sowie Zeichensetzung verwenden? Das ist ja eine Folter so etwas zu lesen? Ein schönes Symbol, was ihr ihre Leserinnen* offensichtlich wert sind, wenn ihr das für sie zu anstrengens ist.

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