„Call out Culture“ im Feminismus

Im Missy-Magazine berichtet eine der Chefredakteurinnen, wie sie eine andere Feministin aufgrund deren Introvertiertheit nicht dazu bewegen konnte, sich mit ihr zu einem Interview zu treffen. Sie versucht es immer wieder und lässt nicht locker, dann schreibt sie einen Artikel darüber, der die Feministin durchaus positiv darstellt, abgesehen von ihrer Introvertiertheit. Der gefällt es nicht, sie beschwert sich, dass ihr „Nein“ nicht akzeptiert wurde und es bricht ein kleiner Shitstorm los. Die Chefredakteurin, Chris Köver, berichtet dann in einem Nachtrag, wie sie den Feminismus erlebt:

Ich schätze Kritik an meiner Arbeit und versuche sie mit so offenen Ohren wie möglich zu hören, einzuarbeiten, darauf zu reagieren. Das ist sehr viel schwieriger für mich geworden, seit sich in unseren aktivistischen Zirkeln eine “call out culture” etabliert hat, die sehr schnell zu sehr hohen Wellen von Entrüstung und persönlichen Angriffen gegen diejenigen führt, die aus Ignoranz oder Achtlosigkeit Regeln missachtet, einen falschen Ausdruck verwendet, oder sich anderer “Vergehen schuldig” machen.

Diese Dynamik verbreitet Angst innerhalb unserer eigenen Community, weil jede fürchten muss, für irgendeine unbeabsichtigte Ignoranz als nächste im Auge des Sturms zu landen und sozial geächtet zu werden. Zu unreflektiert, zu wenig radikal, keine “gute” Feministin. Ich habe verfolgt wie sich das in der Vergangenheit in anderen Fällen hochgeschaukelt hat und das war der Grund weswegen ich die Kritik nicht in Echtzeit öffentlich auf Twitter und anderswo im Netz diskutieren wollte.

Katrin Rönicke hatte einmal ähnliches dargestellt:

Das ist die neue Netzhygiene: Ich lasse niemanden in mein kleines Flauschi-Paradies, der meine Inhalte infrage stellt. Es ist auch völlig unmöglich, zumindest mancher-internet-orts, noch irgendeinen inhaltlichen Disput zu führen. Die Moralkeule hängt gleich drüber und *boing* hat‘se dich. Denn es gibt mittlerweile ganz schön viele etablierte Tabus. Blabla-ismen überall!

Wenn man jetzt noch verstehen würde, dass diese „Call out Culture“ direkt aus der feministischen Theorie stammt und sich nicht zufällig entwickelt hat, sondern eine Folge davon ist, dass man eine strikte Opferhierarchie eingeführt hat, indem die Anklage gleichzeitig der Schuldspruch ist, dann könnte man das für eine interne Revolution nutzen. Ich vermute aber, dass Chris daran gar nicht wirklich interessiert ist, sie versucht ja gleichzeitig selbst die Opferschiene verbunden mit dem Hinweis, dass sie doch eigentlich eine Gute ist, der nur ein Versehen passiert ist. Und die insoweit um Nachsicht und Rücksicht bittet.

Es spricht gegen ihre Kenntnis der feministischen Theorien, wenn sie meint, damit durchzukommen: Das man etwas aus versehen gemacht hat oder nicht bewusst, dass ist schlicht kein Argument, welches einen entlastet. Es ist eher ein Zeichen, dass man sich noch nicht genug hinterfragt. und Rücksicht nehmen auf den Täter (hier: in Form der Täterin) geht auch nicht, denn damit stützt man ja indirekt diesen und solidarisiert sich nicht bedingungslos mit dem Opfer, wie es IDPOL erfordert.

Oder um es mit einem Beitrag von Aplusranting zu sagen:

meine wutwelle und mein allgemeiner weltschmerz kamen im real life nicht unbedingt gut an….eh klar, immerhin hing und hängt meine wut mit strukturen zusammen, von denen der großteil meiner damaligen bezugspersonen im alltag mächtig profitierte.

wie oft wurde ich aufgefordert doch weniger agressiv und unbequem zu sein, wie oft wurd ich gebeten, meine politischen statements aus freund_innenschaften herauszuhalten. im gegenzug aber anhaltende diskriminierungen zu dulden – es war ja nicht böse gemeint…hm. ja,nee is klar. also wer tatsächlich denkt, dass ungleiche machtverhältnisse und unterdrückungsmechanismen in freund_innenschaftsstrukturen nicht auch vorhanden sind, hat etwas ziemlich wichtiges nicht gecheckt. kackscheiße bleibt kackscheiße, so lieb sie auch formuliert wird und auch wenn alle lachen.

Eben. Kackscheiße bleibt kackscheiße. Da darf man keine Rücksicht nehmen. Folgerichtig hat Tofutastisch auch gleich erklärt, dass sie deswegen das Missy Magazin nicht mehr lesen werde:

Das sind exakt das Verhalten und die Rhetorik, das/die z.B. “Nice Guys” an den Tag legen: ein “Nein” wird nicht einfach akzeptiert, sondern hinterfragt, die angegeben Gründe werden auch nicht angenommen, die Gefühle der fordernden Person in den Vordergrund gestellt. Nichts, was ich von einem feministischem Medium lesen will.

So schlimm, wie ein Nice Guy. Hinterfragen, einer der größten feministischen Vorwürfe. Harte Anklagen. Antje Schrupp sieht hier selbst im Feminismus das Patriarchat am Werke:

Die übliche Reaktion auf Kritik ist, die Schuld der Gegenseite zuzuweisen, entrüstet zu tun, die Muskeln spielen zu lassen. Erst mal sehen, wer der Stärkere ist.

Auch wir Feministinnen sind von dieser Kultur geprägt, auch wir haben die Regeln der herrschenden symbolischen Ordnung internalisiert, sie ist auch ein Teil unserer Routine.

Doch diese Ordnung, diese Kultur ist schlecht. Sie verhindert, dass Menschen etwas dazu lernen. Sie verhindert, dass neue Ideen sich verbreiten, selbst wenn sie gut sind. Sie führt dazu, dass Kritik allzu häufig eine Spirale aus Rechtfertigungen und Schuldzuweisungen auslöst, die sich immer weiter aufschaukelt.

Und das ist eben schmerzhaft. Weil wir die Regeln der alten Ordnung nicht mehr akzeptieren, aber noch keine neuen haben, die uns in Fleisch und Blut übergegangen wären. Ich fürchte, da müssen wir durch.

Da erkennt sie leider nicht, dass es keine Ausprägung der bestehenden (männlichen) Ordnung ist, sondern eine Ausprägung der feministischen Ordnung, eine Folge davon, dass es nicht zuviel Kritik oder zuviel Beharren auf einen Standpunkt gibt, sondern es überhaupt keinen Umgang mit Kritik, sondern nur ein gegenseitiges Vorwerfen gibt und bei dem Nachgeben als Stütze des Systems gilt. Das es ein immanenter Fehler dieser Art von Feminismus ist und nicht das „herrschende System“ kann aber in diesem Gedankengängen wohl gar nicht vorkommen. Man sieht hier auch schön, wie beliebig der Vorwurf ist: Bei Tofutastisch stützt man das System, wenn man seine Wut über solche Aussagen nicht rauslässt, bei Antje Schrupp stützt man das System, wenn man sie rauslässt.

So oder so: Die Männer sind schuld. Selbst in einer innerfeministischen Debatte unter Feministinnen.

Darin besteht immerhin eine gewisse Einigkeit.

60 Gedanken zu “„Call out Culture“ im Feminismus

    • Verfolgungswahn seiner Träger ist durchaus ein inhärentes Element einer herrschenden totalitäreren Ideologie. Hinter jeder Ecke und in jedem Winkel werden die Häscher des Feindes vermutet, der regent schlaft unruhig und jeden abend in einem anderrn schloss. Beim feminismus: hinter jedem widerwort kann nur der Feind stehen, auch wenn er sich als feminist verkleidet.
      ich glaube solches Verhalten ist einfach zu eine geistige Reaktion auf zu grosse kognitive Dissonanzen. So wie der Despot sich für seine väterliche güte vom volk feiern lässt, während er über leichen geht, und die Feministinnen sich Gleichberechtigung auf die Fahnen geschrieben haben, während sie gruppenbezogen diskriminieren, so wissen beide das irgendwann der zahltag ist und ihre Taten offenbar werden.
      Bis dahin muss die Eskalation der eigenen Ideologie immer totaler werden. Ausserhalb und selbstverständlich auch innerhalb. Jeder freund kann eben Feind sein. Abschottung als lebensprinzip. Arme Feministinnen, und dennoch kein mitleid.

  1. Wenn man jetzt noch verstehen würde, dass diese “Call out Culture” direkt aus der feministischen Theorie stammt und sich nicht zufällig entwickelt hat, sondern eine Folge davon ist, dass man eine strikte Opferhierarchie eingeführt hat, indem die Anklage gleichzeitig der Schuldspruch ist, dann könnte man das für eine interne Revolution nutzen.

    Wie lange dauert es denn noch bis zu dieser Revolution?

    Und ist dann der Feminismus noch relevant?

    Beschäftige dich mal mit anderen Ideologien, dann wirst du sehen, daß der Feminismus wie sie dahinsiechen wird, irgendwann nur noch aus ein paar Obskurantisten bestehen und sich gewiß nie von seinen Lügen distanzieren wird.

    Vielmehr werden sich einzelne Vertreter, wie es schon passiert ist, vom Feminismus distanzieren.

    So ungefähr ist das bisher mit sämtlichen Ideologien gelaufen. Das sollte man zumindest mal registrieren.

    Und die Ausführungen von Katrin Rönicke sind ja wohl ein Witz. Die kann doch selbst kaum klar denken und ist klassisch feministisch verblendet.

    http://www.gender-ideologie.de/briefe/offener-brief-an-die-maedchenmannschaft.html

    • Ät kirk

      Dass sich Journalisten ein nein abholen, gehört ja auch zur gängigen Praxis eines jeden kritischen Reports. Wer da sich schon alles vor den lobby- und firmenzentralen, auf empfängen und versammlungen ein nein abgeholt hat. Am besten wird die Kamera noch weggeschlagen. Die höchste Kunst investigativen Journalismuses….

  2. Eigentlich traurig das sich eine Journalistin dafür entschuldigen muss ihre Arbeit zu tun.

    Wenn ich bei der Arbeit bei jedem Nein sofort aufgeben würde, hätte ich nach kürzester Zeit keinen Job mehr und nie eine Beziehung geführt.

    Auch wenn es viele Menschen nicht hören wollen, aber es ist nun mal so das in vielen Situationen ein Ja nicht immer ein Ja ist und ein Nein nicht immer ein Nein.
    Oder wie es im Feminismus so schön heißt der Empfänger entscheidet wie etwas gemeint war

    • @ DDBZ

      *Sind das nicht arme Leute? Jeden Tag dieses Leid erleben zu müssen und kein Ausweg in Sicht?*

      In der Tat, tragisch.

      Und wie arm sind erst wir unschuldigen Männer dran, die wir das Schmerzensgeld für diese Leidtragenden berappen müssen.

      In Form von Steuergeldverschwendung, Zielobjekte von Hetzpropaganda, wachsender Qutendiskriminierung, Diffamierung und Entrechtung.

      Ich glaub‘, jetzt ich mir sogar selber Leid.

      „Tippse! TIPPSE!!

      Mein Tränenglas.

      ES EILT!!!“

      • Ja @ Roslin!

        Das ist es ja was mich stört am Feminismus. Die Steuergeldverschwendung, die staatliche Ungerechtigkeit, die Entrechtung zunächst mal der Männer – die Femis und Frauen sollten sich nicht in Sicherheit wähnen, sie kommen auch noch an die Reihe, dieses Einmischen in fremde Angelegenheiten, …

        Sonst ist mir Feminismus wurst, so wie mich nicht juckt warum einer Briefmarken sammelt.

  3. Camille Paglia hat Recht: Feminismus heute besteht neben dem etablierten Staatsfeminismus vor allem aus einer Bande gemeiner Twittermädchen:

    *“Feminism today just exists as a bunch of Mean Girls on Twitter.”*

    Und die verhalten sich halt so, wie man es von gemeinen Mädchen erwarten darf, d.h., sie nutzen, charakterfest wie sie nun mal sind, jede Gelegenheit, sich auch gegenseitig anzuspucken.

    Wenn man etwas höher in’s Regal greifen will, könnte man darauf hinweisen, dass Revolutionen ihre Kinder = Protagonisten zu fressen pflegen, diese also als hochaggressive und oft problematische Charaktere, die sie sind, Gegner brauchen, Hassobjekte brauchen, die, sobald sie gesiegt haben, sich vor allem in den eigenen Reihen finden lassen, nun, da der Druck, der von außen wirkte, ausgeübt von mächtigen Gegnern, nicht mehr zusammenschweißt.

    Wenn diese Aktivist.I.nnen, obwohl sie glauben oder vorgeben, zu glauben, eine marginalisierte, von Maskus verfolgte, bedrohte Minderheit zu sein, sich bereits jetzt so zerfleischen, zeigt das vor allem an, wie gering die Probleme sind, die sie tatsächlich haben, wie gering der Druck ist, unter dem sie stehen.

    *@ Christian über Schrupp: Da erkennt sie leider nicht, dass es keine Ausprägung der bestehenden (männlichen) Ordnung ist, sondern eine Ausprägung der feministischen Ordnung, eine Folge davon, dass es nicht zuviel Kritik oder zuviel Beharren auf einen Standpunkt gibt, sondern es überhaupt keinen Umgang mit Kritik, sondern nur ein gegenseitiges Vorwerfen gibt und bei dem Nachgeben als Stütze des Systems gilt.

    Das es ein immanenter Fehler dieser Art von Feminismus ist und nicht das “herrschende System” kann aber in diesem Gedankengängen wohl gar nicht vorkommen. Man sieht hier auch schön, wie beliebig der Vorwurf ist: Bei Tofutastisch stützt man das System, wenn man seine Wut über solche Aussagen nicht rauslässt, bei Antje Schrupp stützt man das System, wenn man sie rauslässt.

    So oder so: Die Männer sind schuld. Selbst in einer innerfeministischen Debatte unter Feministinnen.

    Darin besteht immerhin eine gewisse Einigkeit.*

    Frau Schrupp erkennt auch nicht (kann sie gar nicht, denn erkennte sie es, könnte sie keine Feminist.I.n mehr sein), dass dies nicht etwas ist, was irgendeine „männliche“ Kultur in die armen OPFA hineinsozialisiert hat, sondern hier etwas von der Natur der armen OPFA nach außen tritt, was in ihnen längst vorhanden war, Teil ihrer Natur, Teil der Natur der Menschen, die von radikalen Bewegungen angezogen werden, die ja bestimmte Charaktertypen anziehen, nicht den Durchschnittsmenschen. Es werden immer Neurosen in solchen Gruppen politisiert, Gnade Gott der Gesellschaft, in der sie mächtig werden.

    Die gleichen Dynamiken beschreibt Dostojewski in den „Dämonen“, die gleichen Dynamiken, die dann zu Säuberungen und (wenn es sich um Männer handelt) zu mörderischem „Aufräumen“ unter den Genossen/Brüdern/Was-Auch-Immer führt (auch bei religiösen Fanatikergruppen zu beobachten).

    Weil ich nun mal Camille Paglias Gemeine-Mädchen-Interview erwähnt habe, auch noch einige andere für Feminist.I.nnen interessante Zitate aus selbigem (eigentlich geht’s ja um Shakespeare, u.a. um dessen „Frauenfeindlichkeit“)

    Paglia:

    *“I’ve been confronting these archetypes head on since 1990,” she says, using the publication of her first bombshell of a book, Sexual Personae, as her own ground zero of the gender wars.

    “Seven publishers and five agents rejected it. I thought it would never see the light of day. Why? Because I refused to take the normal feminist line: that anything negative about a woman is strictly the result of stupid men and narrow-minded misogyny. [Zeigt nebenbei die Verhinderungsmacht feministischer Ideolog.I.nnen in den Medien]

    “The truth is that every single one of the stereotypes about women are based in biological realities. That old idea that gender norms are applications imposed on the tabula rasa of a baby’s consciousness is ridiculous. People who believe it have never opened a biology book or opened their eyes.”*

    Und zum Zustand DER BEWEGUNG:

    *“Feminism has absolutely collapsed. There were real leaders when it began, but then it started to silence any voice of dissent. Like mine. I wouldn’t subscribe to anyone’s party line and they didn’t like that. It soon disintegrated into folly and insularity.”

    She laughs bitterly. “I used to roll my eyes back then when the TV anchors would always turn to a designated spokesman of feminism and ask, ‘What is the women’s view of this?’ when what they really meant was, ‘What does Gloria Steinem think?

    “It was never ‘the women’s view.’ It was the view of a small group along the Manhattan/Washington, D.C., corridor who had a not-so-covert conspiracy to always push forward the agenda of the Democratic Party.”

    In Paglia’s opinion, “They really shot themselves in the foot over the whole Monica Lewinsky thing. After beating the drum so loudly about sexual harassment in Washington and the world, their own baby boy, Bill Clinton, carried on in the tawdriest way with a buxom young intern.

    “Feminism today just exists as a bunch of Mean Girls on Twitter.”*

    Über Elizabeth Taylor:

    “One of the greatest actresses. A luscious, ripe, opulent fruit. She wields the sexual power that feminism cannot explain and tried to destroy.”

    Quelle des Paglia-Interviews:

    http://www.thestar.com/entertainment/stage/2014/09/12/camille_paglia_on_shakespeare_sexuality_and_gender.html

    • Crumar hat die feministischen Unschuldspositionen – die ja die Tradition der klassisch weiblichen Unschuld nur fortführt – mal sehr treffend drüben bei ManTau als das „magische Außen“ beschrieben. Ich zitiere einfach mal:

      „Es macht aber viel mehr Spaß – auch für das eigene Selbstbild – nicht für das politisch verantwortlich zu sein, was man beklagt und kritisiert.
      Wenn man auch IN einer Partei sich noch in einem magischen AUSSEN befindet bzw. wähnt – gerade und insbesondere als Frau.

      Nur: diese Position existiert m.E. nicht.

      Alle Frauen reproduzieren diese Gesellschaft mit – ob es ihnen bewusst ist oder nicht, ob sie dies so empfinden oder nicht.

      Die identische (!) Haltung des magischen Außen findest du aktuell in der Einführung eines eingeschränkten Rederechts für Männer der SPD nach Beispiel der Grünen.
      Der Frauenanteil der SPD liegt 2013 bei 32% – 1988 lag er bei 27%.
      Kläglicher Zuwachs.

      Das nun einzuführende Ritual stellt jedoch nicht die innerparteiliche Quotenregelung in Frage oder auf den Prüfstand, wonach Spitzenämter zu 40% oder hälftig an Frauen zu vergeben wäre, ungeachtet ihrer prozentualen Vertretung von Frauen in der Mitgliedschaft.

      Das Ritual sagt den Männern ganz einfach: ihr seid Schuld (an der nicht stattgefunden habenden Entwicklung)!
      Denn wenn nicht genug Frauen da sind, die reden wollen, dann habt ihr zu schweigen – womit der Redebeitrag einer Frau auf- und der eines Mannes abgewertet wird. Und da sind wir eigentlich schon bei einem Symbol für das epistemische Privileg als innerparteiliches Alltagsritual…
      Und warum bestimmte Bestandteile des Sozialkonstruktivismus nicht ganz so harmlos sind…

      Die Frauen in der SPD vergewissern sich dadurch, in der Partei SPD zu sein und kollektiv Beschlüsse zu fassen, deren Resultate aber ihnen selbst nicht anzulasten sind.

      Und diese permanente Verdrängungsleistung beflügelt die Männer in der Spitze der SPD; die nämlich genauso verfahren.

      An diesem Punkt sind wir tatsächlich in der Grabbelkiste der Politik: zieh eine „fortschrittliche“ Thematik aus dem Fundus der letzten 40 Jahre und hoffe, sie riecht inzwischen nicht merkwürdig…
      Und präsentiere sie, möglichst durch eine Frau in diesem Geiste – medial vermittelt – dem staunenden Publikum.
      „Uhhh, wie progressiv!“

      • Selbst die Rüstungsindustrie bedient sich inzwischen der „progressiven“ Präsentation einer Frau. Mit UvdLeyen ist die Bundeswehr im handumdrehen weg vom Mörderimage. Plötzlich haben wir da ein „familienfreundliches, attraktives Unternehmen“. Sieh an, am weiblichen Wesen wird eben die Welt genesen. Marsch marsch Männer.

        • OT:

          Lese gerade, dass sich Chris Köver seit Ende August für 2 Monate in New York aufhält.

          Aufgrund eines Stipendiums.

          Da ich ja immer sehr interessiert daran bin, zu erfahren, wer Feminismus/Feminist.I.nnen sponsort (Follow the money): Weiß jemand zufällig, was das für ein Stipendium ist?

        • Ja, die ZEIT ist ein richtiger Durchlauferhitzer für Feminist.I.nnen.

          Und die neue IG METALL erst.

          Gender-queer studiert, Fremdsprachenkorrespondentin und im Vorstand.

          Der IG METALL.

          Nein, das ist wirklich nicht mehr meine Veranstaltung.

          Aber haben die auch das Stipendium an Chris Köver vergeben?

  4. Respekt zu deiner Geduld. Ich ertrag diesen Sermon nicht mehr. Grad von den dt. Feministinnen. Lese ich einen englischen Text kann ich immer noch sagen, ich übe meine Fremdsprachenkenntnisse und habe diese Barriere dazwischen, aber den Stoff einer Tofotastisch oder Antje Schrupp. Das kann ich nicht mehr am Stück lesen.

    Warum kürzen die nicht einfach ab „Die Männer und allgemein alle die nicht unserer Meinung sind, sind schuld“.

  5. Interessant, wie das die Unlogik der Feministinnen illustriert. Dabe wäre es doch sehr naheliegend, zu einem vernünftigen Schluss zu kommen:

    (a) Missy-Chris stellt fest, dass sich Feministinnen über jeden auch nur eingebildeten Scheiß maßlos übertrieben aufregen.

    (b) Frau Ronicke wundert sich warum ein inhaltlicher Diskurs so schwierig ist, wenn man Inhalte nicht hinterfragen darf.

    (c) Aplus stellt fest, dass keiner Menschen leiden kann, die sich kontinuierlich künstlich über alles aufregen und sich nur beschweren.

    (d) Frau Schrupp sieht das Problem – und findet, das liegt am Patriarchat. Ist ja auch viel einfacher, wenn die anderen Schuld sind.

    Das macht leider einen traurigen Sinn: Wenn man denn als Feministin aufhören würde, sich über ausgedachten Quatsch künstlich übertrieben aufzuregen und sich mit der Inhaltlosigkeit seiner „Inhalte“, die man von den Kritikern vorgehalten bekommt, auseinandersetzen würde, hätte man ja überhaupt nichts mehr zu tun. Das ist natürlich insbesondere für Berufsfeministen keine Alternative; die können ja schlecht selbst zugeben, dass sie nichts machen und sie keiner braucht.

    Aber davon müssen wir ja nicht aufhören, es ihnen zu sagen.

    • Sie wollen es nicht hören und versiegeln anderen Ohren, Augen und Mund. So wurde der Wizorek-Eintrag bei zon-fetzbuck nach einigen Tagen einfach mal komplett gelöscht, weil dort zwei Kommentare meist geliket wurden, die sich erfrechten, den Wizorek-Furor zu kritisieren.
      Man muss sich die von feministischen Gatekeepers entwickelte, im hohen Maße destruktive Energie mal vor Augen führen. Das ist so grotesk wie eine Ausgabe des „Neuen Deutschland“ Anfang der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts.

    • jck5000, ich musste gerade laut auflachen, als ich Deine Zusammenfassung las. Sie haben so viel und so grob in alle Richtungen geschossen, dass sie sich inzwischen selbst treffen und erstaunt feststellen, wie weh das tut. „Die Feminisma frisst ihre Kinder“.

  6. Noch was: Der Feminismus hat keine Argumente mehr, die ihm jemand abnimmt. Daher werden sie schlicht dumm. Es nimmt immer mehr zu, dass feministische Artikel wie der von dem Martin Spieß neulich konstatieren, dass die ablehnenden Kommentare unter feministischen Artikeln zeigen würden, dass man mehr Feminismus bräuchte. Dass das die gleiche „Logik“ hat, wie die Forderung nach öffentlichen Hinrichtungen geistig Behinderter damit zu rechtfertigen, dass die meisten Leute öffentliche Hinrichtungen geistig Behinderter ablehnen, fällt denen überhaupt nicht auf. Auch die übrigen Reaktionen geistig Behinderter zu dem Thema würden als „behindi-splaining“ abgetan und es wird behauptet, dass die Behinderten ja nur ihre Privilegien nicht abgeben wollen. Die bösen.

  7. Pingback: Anmerkungen zum #Aufschrei-Buch (2): Wie geht man miteinander um? | stefanolix

  8. http://www.wiwo.de/politik/ausland/bettina-roehl-direkt-terrorismus-so-macht-enthaupten-spass/10800136.html

    Diese Konferenz ist eine ideologische Geschwätzinszenierung vor allem für die Schwätzerinnen.

    Da hat sich ein sich selbst hofierender Korruptionsbubble gebildet, die sich Definitionshoheiten anmaßen.

    Alles modisch dekadent und glatt pc verpackt.

    Fast alle Frauen durch Politagitation und selbstkongratulatorische Männerverhetzung und -Paternalisierung in „Würden“ und Ämter gekommen.

    Widerlich.

    Passend dazu viellecht der neueste Bettina Röhl Artikel (Link oben), der das verrottete Koordinatenkreuz westlicher Gesellschaften.

    Während die Isis gerad an die europäische Grenze klopft und dort in Kobane das nächste Massaker veranstaltet. Übrigens an einer Minderheit. Nicht modisch schützenswert. Die lässt man sogar noch für such kämofen und Abschlachten. Schickt n’n paar Waffen hin.

    Gibt es nich eine Steigerung für die Scheinheiligkeit von menschlich korrupten PC Karrieristinnen und Karrieristen.

    • @ petpanther

      Boa, Du islamophober Biologist…

      Armen arbeits- und sexlosen Männern, die die Religion des Friedens wörtlich nehmen, also völlig falsch verstehen, um nicht zu sagen „kapern“, sollte man ihr Tun nicht vorwerfen.

      Es gibt wichtigeres (und ungefährlicheres) auf der Welt (als moralische Prinzipien)…siehe den Fred hier.

      Ich empfinde zutiefst Angstlust, wenn ich mir konkret vorstelle, wie die Belegung des Femizoos im neuen Kalifat aufblühen wird….

      • Ich bin übrigens mal gespannt, wie lange es Bettina Röhl noch bei der wiwo macht, nachdem da die larmoyant exhibitionistische Burnout-Feministin Miriam Meckel inthronisiert worden ist.

        • Ich wart auch schon drauf, dass sich der ideologische Dreck dieser Crony- und Femschranze offenbart und die Wiwo gegendert und in kulturmarxistische Boulevardlinie gebracht wird.

          Sie ist sicherlich auch nicht wegen guter redaktioneller oder journalistischer Leistungen auf den Posten gekommen.

        • @ petpanther

          Die Vernetzung in diesen Kreisen übertrifft die Phantasien eines jeden Paranoikers.

          Das Heulsüßchen hat ja erst ein Buch geschrieben, zieht durch alle politisch korrekten Gazetten mit ihrem Seelenmüll (die pöse Mama war schuld!!!) und lässt ihr grandioses Bislangleben jetzt auch noch vom ZDF verfilmen.

          https://presseportal.zdf.de/aktuelles/mitteilung/brief-an-mein-leben-nach-einem-buch-von-miriam-meckel/772/

          Eine Persönlichkeit, die – entsprechend deformiert – als Mann nicht mal nen Job im unteren Management bekommen würde…aber so…

        • Yup.

          Heftig mit was sich Menschen identifizieren und wie sich mittlerweile von diesen Gutmensch- und Opferartisten verarschen lassen.

          Darauf gedeiht und mushroomt dieser Cronycapitalism.

    • @ petpanther

      *Während die Isis gerad an die europäische Grenze klopft und dort in Kobane das nächste Massaker veranstaltet. *

      Ebola hat Europas Grenzen mittlerweile übersprungen. War ohnehin zu erwarten, da keine moderne westliche Demokratie das Rückgrat hätte, eine konsequente Quarantänepolitik zu betreiben/durchzusetzen/DURCHZUHALTEN.

      In den USA ist Ebola auch angekommen.

      Was wirklich beunruhigt: Die Ansteckung in Madrid erfolgte in einer hervorragend ausgestatteten Spezialklinik mit besonders geschultem Personal, eine Klinik mit einer Isolierstation, die gerade mit hochansteckenden Krankheiten sicher hätte umgehen müssen.

      Dachte man.

      Und trotzdem, TROTZDEM hat sich eine Krankenschwester angesteckt, DORT.

      Die letzte böse Pandemie tötete 3-5 % der Weltbevölkerung (Spanische Grippe 1918/19).

      Will mir gar nicht vorstellen, was hier los ist, im Zeitalter der Massenmedien und Massenverkehrsmittel, wenn Ebola solche Dimensionen annähme.

      Von einer Flüchtlingswelle aus Afrika mit möglicherweise vielen Ebolainfizierten darunter ganz zu schweigen.

      Die Seuche kann dort bald ganze Volkswirtschaften/Staaten kollabieren lassen.

      Je schlimmer die Seuche, um so besser stünden Kuba oder gar Nordkorea plötzlich dar.

      Für die wäre Quarantänepolitik kein Problem.

      http://westhunt.wordpress.com/2014/10/03/disaster-in-the-south-pacific/

      Castros tyrannische Homophobie z.B. hat Zehntausenden von kubanischen Schwulen das Leben gerettet.

      http://www.unz.com/isteve/how-fidel-castros-notorious-homophobia-saved-tens-of-thousands-of-gay-mens-lives/

      So viel zum Thema Angstlust:

      • @Roslin

        Beobachte ich auch mit Unbehagen.

        Ebola.

        Überall das gleiche Bild von geradezu atemberaubend artistischer Scheinheiligkeit, Ignoranz und entsprechender Unfähigkeit im Umgang. Natürlich aus den dahinterstehenden verlogenen tatsächlichen Motiven hervorgehend.

        Cronyism. (Menschliche) Korruption.

        Pseudoethik, errichtet vom linken Leviathan und der weiblich hypoagent entgrenzten Dekadenz.

        Gefüttert und exekutiert von diesem männlich andienenden Omega- und Kümmerpudel, der sich dann auch mal als Alpha fühlen darf und sich brav an seiner blauen Leine herumführen lässt.

        Die 68er. Ihr Wesen und Erbe.

        • @ petpanther

          *Die 68er. Ihr Wesen und Erbe.*

          Sieht Bettina Röhl, im schwarzen Herzen der 68’er-Bewegung, aufgezogen und aufgewachsen, ganz genau so.

          *Der Westen hat schon lange keine Idee mehr. Er schwelgt überheblich, lässig, aber eben vor allem fahrlässig in Selbstverleugnung und hält dies für die höchste Stufe der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Das ist vor allem das im Prinzip kriminell zu nennende Machwerk der Kaste der sogenannten Westintellektuellen, die man standartmäßig Linksintellektuelle nennt.*

          http://www.wiwo.de/politik/ausland/bettina-roehl-direkt-terrorismus-so-macht-enthaupten-spass/10800136.html

          Dekonstruktion von fast allem, was eine Zivilisation aufrecht hält, was ihr Rückgrat aussteift, fast abgeschlossen.

          Dank einer „Kultur der Kritik“, die nichts anzubieten hat, was das Weggeätzte funktionstüchtig zu ersetzen im Stande wäre.

          Mit materialistischen Konsumhedonisten ist kein Kampf zu gewinnen, keine Stellung zu halten.

          Bettina Röhl wirft der Neuen Linken vor, maßgeblich zum verrutschten Koordinatensystem des Westens beigetragen zu haben.

          Sie hat völlig Recht.

          Der Westen wimmert sich zu Tode angesichts seiner offenbar jährlich wachsenden Schuldkonten gegenüber dem Rest der Welt, die er mit Kolonialismus, Rassismus, Imperialismus etc. infiziert hat, da ist Ebola eigentlich die gerechte Strafe.

          Anderes als Übeltat scheint der Westen (lies: DER WHM) gegenüber einer unschuldig-paradiseischen (Dritten) Welt nicht verübt zu haben.

          Schuldkonten, die von unseren Linksintellektuellen mit immer neuen Belastungen bestückt werden, denn von der Bearbeitung von Schuldgefühlen, für die es wohl nur im Soziaismus (wenn wir ihn dennn endlich einführen wollten!) oder/und in der Selbstvernichtung Erlösung geben kann.

          Darüber geht jeder Selbstbehauptungswille verloren.

          Der Westen weiß nicht mehr, was er ist, was er war, was er sein soll.

          Die Mehrzahl seiner kulturmarxistisch affizierten Linksintellektuellen predigt ihm, dass das, was war, verächtlich und böse war, operiert ihm sorgfältig und kinstvoll das Rückgrat heraus.

          Unterstützt wird das ganze Manöver durch eine umfassende Verweiblichung, auch des Selbstbehauptungswillens.

          Ich denke, es ist kein Zufall, dass das Rückgrat der westlichen Ziviiisation auch im Zentrum der Kritik steht: der weiße heterosexuelle Mann.

          Wesentlicher Schöpfer dieser wesentlichen Zivilisation, nicht nur Schöpfer, sondern auch ihr wesentlicher Hüter.

          Fällt der, fällt diese Zivilisation.

          Viele arbeiten mit Fleiß und Fanatismus an seinem Fall – auch viele westliche, selbthassende Männer.

          Und ich denke, einige von diesen fleißigen Fanatikern wissen auch ganz genau, warum sie den WHM bekämpfen.

          Weil sie im Fall der westlichen Zivilisation eine neue Chance zum Aufbau des Kommunsimus sehen.

          Die Mehrheit nimmt hin, konsumiert, lässt sich treiben, stemmt sich nicht gegen die Bedrohungen.

          Sie wird sich fast widerstandslos überrennen lassen von einer kleinen Zahl zu allem entschlossener Kämpfer.

          Nur werden die in einigen Jahrzehnten nicht den Kommunismus aufbauen wollen, sondern den Gottesstaat islamischer Prägung.

          Tausende (Migrations-)Europäer gehen derzeit in den Nahen Osten und kämpfen für ISIS u.ä.

          Tausende werden zurückkehren,werden Heldensagen mitbringen, werden zu Vorbildern werden für eine männliche Jugend, die von einer femikultigen Politik vernachlässigt wird, die in einer femizentrisch-feministischen Kultur keine attraktiven Vorbilder/Rollen mehr findet.

          Und dann kommen diese jungen Männer aus dem Nahen Osten zurück und werden in den Moscheegemeinden (wenn’s sein muss, dann eben in Untergrundgemeinden) davon berichten, wie herrlich heldisch und männlich es doch ist, für den einzig wahren Gott zu kämpfen und viele, sehr viele männliche Jugendliche werden ihnen mit glänzenden Augen zuhören und sich sagen: „So will ich auch werden! Kein angepasster Waschlappen! Kein Weichei! Ein stolzer Mann mit einem männlichen, kämpferischen, heldischen Lebenszuschnitt!“

          Von der hässlichen Wahrheit der Blutbäder und Vergewaltigungen werden die Propagandisten natürlich nicht berichten.

          Und was setzen wir dagegen?

          Eine feministische Stuhlkreispädagogik, Multikulti, das sich mit Parallelgesellschaften abfindet, die Verächtlichmachung jeder Form von Männlichkeit.

          Aber, wie gesagt, ich kenne keine Zivilisation, die von ihren Frauen gehalten worden wäre, wenn ihre Männer besiegt waren, keine einzige.

          Darum ist es ja so sinnvoll, das männliche Element einer Zivilisation anzugreifen, WENN ich diese zu Fall bringen will, wenn ich will, dass sie selbstbehauptungsunwillig, kraftlos, widerstandslos zusammensackt.

          Warum etwas vereidigen, auf das man nicht mehr stolz sein kann?

          Das man zu verachten gelernt hat/gelehrt wurde?

          Einschließlich der eigenen Männlichkeit.

          Und der Gipfel der Ironie: Unsere Berufspudel werden erleben, dass unsere empauerten Frauen scharenweise die virilen Killer attraktiv finden werden, GERADE WEIL SIE SO VIRIL SIND, keine Waschlappen, keine Allies.

        • Yup.

          Der gemeine selbstverachtende sadomasochistische Freislerpudel glaubt obhin immer noch Frauen seien loyal.

          Übrigens passt das erstere auch nach der Wilhelm Reich’schen Zuordnung des sadomasochistisch Analen zum faschistischen Trieb, der gegenwärtig deutlich zu spüren ist.

          „Massenpsychologie des Faschismus

          Er [Reich] analysiert darin grundlegende Zusammenhänge zwischen autoritärer Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie und welche Rolle die autoritäre Familie und die Kirche dabei spielen. Reich vertrat die Ansicht, dass organisierte faschistische Bewegungen durch irrationale Charakterstrukturen des modernen Durchschnittsmenschen hervorgebracht würden, dessen primäre biologische Bedürfnisse und Antriebe seit Generationen unterdrückt worden seien: Die patriarchalische (Zwangs-)Familie als Keimzelle des Staates schaffe die Charaktere, die sich der repressiven Ordnung, trotz Not und Erniedrigung, unterwerfen.“

        • Schuldkonten, die von unseren Linksintellektuellen mit immer neuen Belastungen bestückt werden, denn von der Bearbeitung von Schuldgefühlen, für die es wohl nur im Soziaismus (wenn wir ihn dennn endlich einführen wollten!) oder/und in der Selbstvernichtung Erlösung geben kann.

          Dir passt also der Umgang mit der kolonialistischen und rassistischen europäischen Vergangenheit nicht und lästerst deshalb über die „Linksintellektuellen“. Man kann sicher darüber streiten, inwiefern die Aufarbeitung der Vergangenheit angemessen ist. Aber bevor du dich hier wieder in Rage redest und über die pöhsen Linken Jauchekübel ausgiesst, vergiss doch bitte eines nicht: Die Kolonisation der vor allem afrikanischen Staaten war eine direkte Folge der kapitalistischen Wirschaftsweise, die sich die Ressourcen jener Länder sichern wollte. Kannste en detail nachlesen.

          Sei nicht immer so halbkritisch, denn halbkritisch ist gar nicht kritisch. Aber klar, es müssen die pöhsen Linken sein.

        • @ Peter

          Die „Kolonisation der vor allem afrikanischen Staaten“ war in der Mehrzahl keine, weil es definierte afrikanische Staaten im klassischen Sinn nicht gab…nur tribalistische Machtgebilde.

          Aber wie auch immer.

          Die „Kolonisation der vor allem afrikanischen Staaten“ brachte diesen erstmals in der Geschichte des afrikanischen Kontinents ein Minimum an Rechtssicherheit, ein Minimum an Krankenversorgung, ein Minimum an Bildungsmöglichkeiten und ein Minimum an Infrastruktur.

          Die kapitalistischen Staaten waren übrigens auch die ersten, die die Sklaverei ächteten, lange zum Beispiel vor den muslimischen Machtgebieten, die sich lange Zeit vor und lange Zeit nach den westlichen Staaten in fleissiger Kooperation mit afrikanischen Einheimischen nach Bedarf Schwarzafrikaner als Sklaven kauften und raubten.

          Von der anarchischen Gewalt Schwarzafrikas vor der Kolonisation, die auch die Versklavung Angehöriger feindlicher Stämme beinhaltete, ganz zu schweigen.

          Nach aus ethischen Gründen erfolgter Beendigung der Kolonisation näherte sich Afrika in riesigen Schritten wieder dem präkolonialen Status.

          Ein Paradies…für Viren, sadistische Autokraten und tribalistische Gewalt.

          Es ist kein Zufall, dass die jüngste Ebola-Epidemie in Liberia ausbrach. Liberia wurde von den USA für die Nachkommen der US-amerikanischen Sklaven gegründet.

          Ausgestattet mit einer gebildeten Elite, Infrastruktur und jährlichen Subventionen in schwindelerregender Höhe.

          Was folgte war die Unterdrückung und Versklavung der indigenen Stämme durch die neuen (schwarzafrikanischen) Herrscher und im weiteren groteske Gewalt von jedem gegen jeden.

          Rassistisch ist es, die Schwarzafrikaner als Menschen hinzustellen, die keine Eigenverantwortung für ihr Schicksal tragen.

          Bescheuert ist der linke Schuldstolz.

        • @ratloser

          „Bescheuert ist der linke Schuldstolz“

          Es ist dieses stetige Einflössen und Unterstellen von Schuld mit dem Hintergedanken sich dadurch gegenüber anderen besserzustellen. Eine missbräucliche Hinterfotzigkeit.

          Gepaart mit dem selbstschmeichelnde Verdrehen oder Ausblenden von Sachverhalten.

          Die Opfer- Sündenbockdynamik. Gruppendenken. Der linke Leviathan.

          Das führt zur Repression. Sich selbst verstärkend. Gerade auch im nun seit langer Zeit schon matriarchalen Familienbereich mit der Vaterentsorgung.

          Männer werden dadurch offenbar masochistisch geradezu schuldgeil, wenn nicht sogar sadomasochistisch. Und der Reich’sche Mechanismus, in diese zeitgemäßen Form übertragen, erhebt wieder sein hässliches Haupt.

          Verblendet selbstgefällig-prahlerische und despotistische Selbstverachtungsjunkies. Scheinheilige Suhlerei im Gutmenschgefühl.

          Das weiß auch Röhl sehr gut. Weil sie diese Typen kennt. Auch ihre authistenhafte Inhumanität.

          Und der WHM muss weg. Obwohl sie selbst dazugehören. Darunter machen sie’s nicht.
          So funktioniert offenbar die sadomasochistische Psyche pseudolinker Kollektivistenpudel.

        • @ pet

          Interessant ist, wie mit Menschen umgegangen wird, die aufgrund ihrer Lebenserfahrung wirklich in der lage sind, desillusionierend….entlarvend…zu sein…Bettina Röhl ist ein gutes Beispiel.

          Sie werden einfach…ignoriert. Keine Talkshoweinladungen, keine Verisse….keine Polemik gegen sie…nur Schweigen.

          Wer nicht wiwo oder Dieachse liest, weiss nichts von ihr, obwohl Ihr biographisches Buch eigentlich schulische Pflichlektúre sein sollte…wäre der selbstständig und kritisch denkende Mensch noch Erziehungsideal.

          An dem Beispiel kann man auch das Revuehafte an Sarrazin erkennen…man gebrauchte ihn…

        • @ratloser

          yup.

          Man ist nicht wirklich an Lösungen interessiert. Weil es die eigene dekadente Scheinheiligkeitsfassade zu sehr berührt. Zu viele schon paratirisieren.

          Deine Anspielung auf Sarazin ist, denke ich, korrekt.

          Nur viele kommen gar nicht dahin. Zu schlicht und naiv im Denken, denn sie sehen ja das die Erde flach ist. Brauchst nur zum Horizont zu schauen. Und sie möchten das auch weiterhin so haben. Brot und Spiele Unterhaltungsbenebelung, politisch korrekt.

          Lovecraft’s Prophezeiung der Flucht in die Geborgenheit der selbstgefälligen Illusion, in die neue Dunkelheit der Kreationisten und Heilssektierer, des neuen quasireligiösen Spießertums.

          Nur das Rütteln des radikalen Islam, der Isis, Ebola, der Flüchtlinge etc. gefährdet derzeit den flauschigen pseudolinken Wohlstandsporn mit seiner kulturmarxistischen Masturbation.

      • @ roslin

        „Was wirklich beunruhigt: Die Ansteckung in Madrid erfolgte in einer hervorragend ausgestatteten Spezialklinik mit besonders geschultem Personal, eine Klinik mit einer Isolierstation, die gerade mit hochansteckenden Krankheiten sicher hätte umgehen müssen.“

        Das beunruhigt in der Tat, weil das theoretisch gar nicht hätte passieren können.

        Was uns offiziellerseits über die angeblich niedrige Kontagiosität von Ebola erzählt wird, halte ich bis zum Beweis des Gegenteils für gezielte Desinformation, um erst mal Ruhe zu bewahren.

        Die westlichen Gutmenschen haben auch schon ihren Schuldstolz-Spin für den Umgang mit Ebola gefunden:

        http://www.truthrevolt.org/news/ebola-expert-cnn-we-cant-ban-flights-liberia-because-slavery

        Im hämorraghischen Fiebertod werden Weiße und Schwarze endlich eins….Multikulti deadly reloaded…menschliche Gene spielen dann keine Rolle mehr…

      • Ebola Frauen besonders betroffen … behaupten wir einfach mal!!

        „Am Montag vergangener Woche appellierte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch an die Regierungen, „die besondere Verwundbarkeit der Frauen“ zu berücksichtigen. Amnesty International zog diese Woche nach. Beide Organisationen verweisen auch auf Angaben der WHO, wonach die Inkubationszeit für Ebola zwar 21 Tage betrage – ein infizierter Mann aber das Virus sieben Wochen lang durch Geschlechtsverkehr übertrage.“

        http://www.taz.de/!146503/

      • Und die infizierten Frauen übertragen das natürlich nicht.

        Falls es überhaupt stimmt.

        Das auch die WHO genderrassistisch ist, ist bekannt. Sie empfield ja auch Männer und Jungen bei der Essensausteilung auszusparen.

        Der gleiche durchtränkte misandrisch-korrupte Pöstchenschranzenfilz wie in anderen NGOs.auch.

        Mit dadurch erhebluch reduzierter Hilfskraft. Durch die Gender- und SJW Gutmenschparatisierung.

        Was man den eigentlichen Helfern und Helferinnen vor Ort, die sich dann auch ggf. infizieren auf keinen Fall vorwerfen kann. Im Gegenteil sie werden durch ihre schranzige „Hintermannschaft“ wahrscheinlich noch gefährdet.

        Fast noch schlimmer als Ebola, dieses Virus.

  9. Ich habe gerade keinen Bock, mich unentgeldlich mit den einschlägigen Symptomen weiblicher Neurosen zu befassen….lasst sie doch spielen.

    Was wichtigeres:

    Kann man den Däumchenpopulismus beenden?

    Das Nachladen der Däumchen führt bei längeren Freds zum Nachlaufen der Bildleiste, was das Öffnen der Freds verlängert und gerade zu anstrengend macht…da werde ich richtig nervous…. 😉

  10. bei genderama gibt es einen link auf google-books in dem man weite passagen frau wizoreks buchs lesen kann. schon die ersten paar seiten geben @jck5000 völlig recht:

    sie definiert feminismus als kampf gegen sexismus und jede form von rassimus. anschließend erörtert sie die frage, ob man feminismus nicht besser als humanismus bezeichnen sollte. das lehnt sie, da sie die vielen tapferen feminist.I.nnen erwähnt wissen möchte und als weiteres argument führt sie an, da frauen in jeder hinsicht, und meint damit die übliche aufzählung von lohn, altersarmut, machtpositionen, benachteiligt sind macht es spass sich für deren belange einzusetzen.

    es geht somit im feminismus explizit um die förderung von frauen und minderheiten. das ist das erklärte ziel und es ist offensichtlich nicht mit humanismus vereinbar. es geht nicht um wahrheit oder gerechtigkeit, sondern ausschließlich um die förderung von frauen. genau das erkennt man auch an fast allen diskussionen mit unseren feminist.I.nnen. konsens ist nicht vorgesehen.

    es war nun sehr geschickt keine frauenpartei zu gründen um diese interessen durchzusetzen. viel effizienter ist es alle parteien zu unterwandern. welcher parteifreund will sich schon als mysoginist beschimpfen lassen und feministische positionen kritisieren? blöd sind sie nicht.

  11. Habe jetzt nur den Artikel selbst, nicht die verbundenen Links gelesen, aber er scheint mir schön ein Problem zu zeigen, was vielleicht auch in feministischen Kreisen selbst erkannt werden könnte (bzw. sollte): Diese absolute Gnadenlosigkeit!
    Nicht das kleinste (aus ihrer Sicht) „Unrecht“ kann jemals hingenommen, oder auch nur verziehen werden. Wer einmal auch nur versehentlich und gedankenlos etwas gesagt hat, was wer aus der Partei der Guten nicht mag, kann sich einzig durch totale Unterwerfung, restlose Distanzierung und Selbstdemütigung retten.
    Und jetzt ganz unabhängig davon, wie man die Grundsituation und -ideologie beurteilt, ist so eine Tugend-Terrorherrschaft doch nun eigentlich nichts, worin irgendjemand leben möchte.

    – Der Fairness halber sei angemerkt, dass unsere Seite davon natürlich auch nicht völlig frei ist. Ich meine, Männerrechtler beschuldigen einander ja auch oft genug als klammheimliche Feministen oder Pudel, nur weil sie Unterpunkte anders sehen. 😉

    • Missy Magazine ist, AFAIK, durchaus eines der Medien, die für die Art „Gnadenlosigkeit“ einstehen, die die Chefredakteurin jetzt selbst trifft.

      Beklagt wird ja auch nur die Angstverbreitung in „unserer eigenen Community“. Dass die soziale Ächtung Außenstehende auch mal zu Unrecht trifft, scheint nicht das Problem zu sein.

      „Diese Dynamik verbreitet Angst innerhalb unserer eigenen Community, weil jede fürchten muss, für irgendeine unbeabsichtigte Ignoranz als nächste im Auge des Sturms zu landen und sozial geächtet zu werden.“

      Eigentlich geht es darum, dass frau nicht die eigene Medizin nehmen möchte.

      Es handelt sich m.E. mitnichten um ein reines Selbstdisziplinierungsinstrument innerhalb der Gruppe, sondern um ein Instrumentarium (Ausgrenzung, Markierung als Feind…), das eigentlich gegen den Gegner (denjenigen, der als Gegner markiert wird) gerichtet ist, das dann aber eine Eigendynamik entwickelt und sich gegen einen selbst richten kann.

      Von daher muss man den Feministinnen, die sich jetzt gegen die Missy-Chefredakteurin wenden, eines zugestehen: Sie sind konsequent.

      „Ich meine, Männerrechtler beschuldigen einander ja auch oft genug als klammheimliche Feministen oder Pudel, nur weil sie Unterpunkte anders sehen.“

      Ich sehe das eher umgekehrt. Der Feminismus ist eine Querfrontbewegung, die sich in allen politischen Strömungen verankert hat. Für „Männerrechtler“ ist die Feminismuskritik eher der kleinste gemeinsame Nenner als die große Übereinstimmung.

      Wie unterschiedlich die politischen Hintergründe der „Maskus“ sind, sollte anhand der Auseinandersetzungen, die hier ständig ausgefochten werden, deutlich sein. Und es geht nicht um „Unterpunkte“.

      Dass „Maskus“ vornehmlich rechtskonservativ sind, ist eine falsche Auffassung, die von zwei Gruppen vertreten wird: 1) linken Feminist*inn*en & Allies (Kemper…) 2) rechtskonservativen Maskus.

      • Ein einheitliches Gesamtpaket an politischen Einstellungen wollte ich der Männerrechtsbewegung auch nicht unterstellen. Das war eher eine Spitze u.ä. an petpanther, der sie ja auch gleich als solche erkannt hat. 😉

        Aber ernsthaft: Das sehe ich tatsächlich auch als einen der großen Vorzüge der Männerrechtsbewegung gegenüber dem aktuellen Feminismus. Er scheint mir offener für verschiedenste Positionen zu sein, solange eben ein (ungefährer) Konsens in der Hauptthematik besteht.
        Dadurch zerfasert er sich oft in innere Diskussionen, was ihm die gesellschaftliche Schlagkraft nimmt, aber das ist mir lieber, als eine totalitäre Haltung.

        • Dee-Em-Jay

          „Er scheint mir offener für verschiedenste Positionen zu sein, solange eben ein (ungefährer) Konsens in der Hauptthematik besteht.“

          Ich glaube, es ist eher eine Art „Zwangsgemeinschaft“, und ob Maskulisten nicht die feministischen Zwangsinstrumente einsetzen würden, da wäre ich mir nicht so sicher.

          Dass auf beiden Seiten viele Leute ähnlich ticken, zeigt sich auch an der Rezensionsschlacht um Frau Wizoreks Buch auf Amazon, die vornehmlich auf beiden Seiten von Leuten geführt werden, die das betreffende Buch nicht gelesen haben.

          Die perfekte vom Inhalt abstrahierte Debatte.

          Eigentlich könnte es auch ein Buch mit leeren Seiten sein.

  12. @DMJ

    Du machst dich ja auch manchmal n’n bisserl verdächtig … 🙂 …

    Aber mit dem oberen Eindruck gehe ich absolut konform.

    Und das möchten sie dann nicht benannt haben.

    „Ban Bossy“

    So ungefähr funktioniert ihre gesamte despotistische Scheinheiligkeit. Basierend auf der Unterstützung männlicher Pudel.

    Hält jemand diesen arroganten solipsistischen Narzisstinnen den Spiegel hin ist es für sie Sexismus. Nein, das genügt dann auch noch nicht. Es ist sexual Hassment oder doch besser gleich Rape.

    Dann kommt die „My body my choice“ Nummer mit der sie dann alles und egal was rechtfertigen und sich aus aller Verantwortung verabschieden.

  13. Pingback: Zu den Zerwürfnissen im Feminismus (Katrin Rönicke) | Alles Evolution

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