Der Sex-Dämon Mann

Nick kommentiert zum eigentlichen roten Faden innerhalb der Wellen des Feminismus:

Der rote Faden war und ist und bleibt der (sex-)Dämon Mann.

Die eigentlichen Pole in der Geschichte des Feminismus sind wohl Agency vs. Hypoagency. Also, auch wenn es zunächst paradox erscheint, pro und contra Patriarchat.

Die “Wellen” scheinen mir recht ähnlich zu verlaufen: Sie fangen als Bewegung für Agency an und hören als Bewegung gegen Agency auf:

– Die “erste Welle” fing, mitte des 19. Jahrhunderts, als Bewegung für das weibliche Bürgerrecht an. Ende des 19. Jahrhunderts ging es dann hauptsächlich um “male vice” und um “white slavery” (die angeblich pervasive sexuelle Vesklavung der unschuldigen weißen Frau)

– Die “zweite Welle” fing mit der Langeweile der Hausfrau in den neuen Suburbs an (Betty Friedan). Ab mitte der 1970er ging es dann wieder ausschließlich um die angeblich allgegenwärtig vergewaltigte und verprügelte Frau, die dringendst eines allgegenwärtigen Schutzes bedürfe. Das Equal Rights Amendment scheiterte vor allem am Widerstand von Frauen.

– Die “dritte Welle” fing – jenseits der aktuellen Verklärung “akademischer” Biotope als “Inklusion nichtweißer Frauen”, sofern man also diese Welle überhaupt als gesellschaftlich relevante Strömung sehen will – als Gegenbewegung zur rigiden Sexnegativität der zweiten Welle an, und endet aktuell mit der ausufernden “rape-culture”-Panik der Valentis, Friedmans und Wizoreks.

Frau scheint mir regelmäßig angst vor der eigenen Courage zu haben, wobei der Konjunkturverlauf des männlichen Sexdämons wohl ganz klar den Verlauf des Rufes nach dem Schutz durch das Patriarchat abbildet.

Das Weib ist wohl tendenziell .. etwas hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Freiheit und dem Bedürfnis nach Sicherheit. Infolgedessen tauchen immer wieder Bewegungen auf, die die Quadratur des Kreises versprechen (“You can have it all!”), die aber offenbar am Ende regelmäßig von der Angst vor der Freiheit dominiert werden – was regelmäßig seinen Ausdruck in der Beschwörung des männlichen Sexdämons findet. Bis dann wieder die Gegenbewegung aufkommt, die zunächst “antifeministisch” ist, bis diese dann sich in einem “neuen” Feminismus” niederschlägt, der dann bald wieder von der Angst vor der Freiheit beherrscht wird..

Unterbrochen wurde der Zyklus offenbar nur vom WKII. Auch im Jahrzehnt davor und danach hatte man offenbar existenziellere Probleme.

Auf AVFM habe ich neulich ein bemerkenswertes Zitat entdeckt:

The Modern Girl with the lipstick and the cocktail is as much a rebel against the Woman’s Rights Woman of the ’80’s, with her stiff stick-up collars and strict teetotalism, as the latter was a rebel against the Early Victorian lady of the languid waltz tunes and the album full of quotations from Byron; or as the last, again, was a rebel against a Puritan mother to whom the waltz was a wild orgy and Byron the Bolshevist of his age. Trace even the Puritan mother back through history and she represents a rebellion against the Cavalier laxity of the English Church, which was at first a rebel against the Catholic civilisation, which had been a rebel against the Pagan civilisation. Nobody but a lunatic could pretend that these things were a progress; for they obviously go first one way and then the other. But whichever is right, one thing is certainly wrong; and that is the modern habit of looking at them only from the modern end.

–GK Chesterton, “St. Thomas Aquinas – The Dumb Ox,” 1933.

http://www.avoiceformen.com/gynocentrism/breaking-the-pendulum-tradcons-vs-feminists/

78 Gedanken zu “Der Sex-Dämon Mann

  1. Zur widersprüchlichen Dynamik der Feminismen kann ich wenig sagen, aber ich muß mal wieder darauf hinweisen, daß man nur eins und eins zusammenzählen muß.

    Die allermeisten Feministinnen sind lesbisch (oder vielleicht noch bisesuell, was für mich einen Euphemismus darstellt, da hier die Heterosexualität eben nicht ganz verdrängt wird. So wird man diesem Phänomen viel besser gerecht.)

    Dann faseln diese Feministinnen ständig von sexueller Gewalt in allen möglichen, auch symbolischen Formen. Man denke nur an den Begriff der Phallokratie.

    Ist es denn so schwer zu verstehen, daß der gesamte Feminismus eine Inszenierung der traumatischen Erfahrung des sexuellen Mißbrauchs ist?

    Dann schaut man sich noch an, wie häufig bei diesen Leuten die Perversion des Sadomasochismus anzutreffen ist, und es wird einiges klarer.

    Dann liest man noch folgenden Satz aus einer Doktorarbeit über lesbische Beziehungen und es müßte langsam klick machen:

    „Auffallend viele meiner Gesprächspartnerinnen brachten ihre Beziehungen und ihre sexuellen Schwierigkeiten mit sexuellem Missbrauch in Zusammenhang.“

    Feministinnen sprechen ja ganz unverblümt von politischem Lesbentum.

    Eine kritischere Haltung zum Thema der sogenannten Homosexualität ist auch in der Feminismuskritik angebracht.

    • @ Kirk

      „Zur widersprüchlichen Dynamik der Feminismen kann ich wenig sagen, aber ich muß mal wieder darauf hinweisen, daß man nur eins und eins zusammenzählen muß.“

      Gerade die Hyothese von der widersprüchlichen Dynamik der Feminismen ist aber das Interessante an Nicks Darstellung.
      Aus dieser geht ja doch m.E. klar hervor, dass die 3 feministischen Wellen (nach dieser Interpretation) mit weitgehend rationalen Zielsetzungen begannen und in einer SPÄTEREN Phase ins Irrationale umschlugen.

      Das könnte mit der bekannten Hypothese kompatibel sein, dass nach weitgehendem Erreichen der rationalen Ziele ein größerer Teil derjenigen Feministinnen mit gemäßigten und rationalen Ansichten sich aus der Bewegung zurückgezogen hat oder ihr Engagement für die feministische Bewegung verringert hat, während diese Situation von radikaleren und irrationaleren Vertretern dann genutzt wurde um die Führung zu übernehmen.

      In diesem Fall hätten wir es mit einer interessanten, näher zu erforschenden Dialektik zu tun (ich glaube Djadmoros vertritt eine bestimmte Theorie eines dialektischen Umschlagens ehemals emanzipatorischer Bewegungen ins Gegenteil.)

      „Ist es denn so schwer zu verstehen, daß der gesamte Feminismus eine Inszenierung der traumatischen Erfahrung des sexuellen Mißbrauchs ist?“

      Ja, eine Hypothese, die eine gewisse Plausibilität als Teilerklärung für radikale Formen des Feminismus besitzt, wird monokausal verabsolutiert, dann auch noch mit einer Pathologisierung von Homosexualität und von BDSM-Neigungen verknüpft, offenbar mit dem Ziel einer undifferenzierten Abwertung und Pathologisierung der gesamten historischen Frauenbewegung.
      Vom Standpunkt einer ernsthaften geistes- und sozialwissenschaftlichen Analyse ist das natürlich unter aller Sau, genauso ideologisch wie die Gender Studies – „Antifeminismus“ eben.

      Ich neige übrigens dazu meine eigenen Hypothesen zu den psychologischen Motivationen der Hinwendung weiblicher Individuen zu RADIKALEN Formen des Feminismus für differenzierter, realistischer und mit mehr Verständnis für die Betroffenen formuliert zu halten:

      https://allesevolution.wordpress.com/2014/09/07/welcher-frauentyp-findet-sich-haufig-im-feminismus/

      „Dann schaut man sich noch an, wie häufig bei diesen Leuten die Perversion des Sadomasochismus anzutreffen ist, und es wird einiges klarer.“

      Die „Perversion des Sadomasochismus“ (deine Formulierung, nicht meine) wurde gerade im klassischen Radikalfeminismus, der mit Abstand männer- und sexfeindlichsten feministischen Strömung, massiv dämonisiert.
      Ich sehe außerdem nicht, dass BDSM-Neigungen bei Feministinnen im Allgemeinen gehäuft anzutreffen wären, außer im sogenannten sex-positiven Feminismus, was nicht schwer erklärbar ist, denn dieser war historisch diejenige feministische Strömung, die sich gegen die Diskriminierung von Menschen mit BDSM-Neigungen (gerade durch die sexfeindlichen Radikalfeministinnen) wandten.
      Die meisten Feministinnen mit BDSM-Neigung sind Anhängerinnen des sex-positiven Feminismus und in der Regel nicht sex- oder männerfeindlich.

      „Eine kritischere Haltung zum Thema der sogenannten Homosexualität ist auch in der Feminismuskritik angebracht.“

      Eine kritischere Haltung zu monokausalen Erklärungen sowie zu homophoben und sexfeindlichen Tendenzen im „Antifeminismus“ ist auch in der Feminismuskritik angebracht.

      • Fassen wir zusammen, daß du eine Pathologisierung von Sadomasochismus ablehnst.

        Damit outest du dich allerdings als nicht mehr ernst zu nehmen bzw. als emotional ziemlich verwirrt.

        Eine Pathologisierung von Homosexualität ist nicht per se „homophob“. Sie ist schlicht eine brauchbare und potente Erklärungsmöglichkeit.

        Natürlich nicht für politisch-korrekt verdummte Weicheier.

        Natürlich ist sexueller Mißbrauch nicht die einzige Motivation für Engagement im Feminismus. Ganz allgemein ist es ein Vaterkomplex, den man nun wirklich bei jeder Scheiß-Feministin ausmachen kann, wenn man sich nicht dummstellt.

        • „Fassen wir zusammen, daß du eine Pathologisierung von Sadomasochismus ablehnst.

          Damit outest du dich allerdings als nicht mehr ernst zu nehmen bzw. als emotional ziemlich verwirrt.“

          Wieso? Das ist einfach erstmal nur eine Spielart der menschlichen Sexualität. Nicht mehr und nicht weniger.

      • Emma Watson ist keine Feministin. Du bist wirklich selten impertinent und dumm. Wahrscheinlich muß man jemandem wie dir auch noch erklären, warum Watson nicht als Feministin einzuordnen ist, sondern nur als naive Mitläuferin.

        • „Emma Watson ist keine Feministin.“

          Sie sagt es aber.

          „Du bist wirklich selten impertinent und dumm.“

          Aus Deinem Mund ist das ein Kompliment.

          „Wahrscheinlich muß man jemandem wie dir auch noch erklären, warum Watson nicht als Feministin einzuordnen ist, sondern nur als naive Mitläuferin.“

          Und Mitläufer zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich als Feministen bezeichen, und den Feminismus bewerben. Schon klar.

          Aber bitte, erkläre es mir.

    • 3/4 aller Frauen? Wie kommt Adrian auf diese Zahl? Na, weil selbst Frauen, die sich selbst nicht als feministisch bezeichnen, als feministisch outen. Zum Beispiel Andra Peyser.

      „Sorry to disappoint you, Emma Watson. But I am not a feminist.

      Oh, I believe gals should be paid the same as guys for doing the same work. I also believe that at the end of a long work day, a lady deserves to have her feet rubbed by a hot man. (Or woman.)“
      http://nypost.com/2014/09/29/emma-watson-has-the-wrong-idea-about-feminism/

      Natürlich. Eine Dame verdient es, dass am Ende eines langen Arbeitstages ihr ein sexy Mann die Füße massiert. Was ist das anderes als Peysers ganz persönliche Vorstellung von „HeforShe“?

      Man stelle sich vor, ein Mann hätte analoges geschrieben:

      „I also believe that at the end of a long work day, a man deserves to have his feet rubbed by a hot lady.“

      Ein Shitstorm wäre uns gewiss.
      Männer würden aber, denke ich, gar nicht erst auf die Idee kommen, zu etwas zu schreiben. Sie würden vielleicht sagen, dass es schön wäre, die Füße massiert zu bekommen. Aber Sie würden keine Anspruchshaltung formulieren, so wie Peyser es tut.

    • ät James T.:

      Daß die Lesben sich in Genderkreisen häufen, ist legion. Aber sind sie wirklich in der Mehrheit?
      Laut Alfred Kinsey sind homo- oder bisexuelle Frauen ja eher selten; zumindest deutlich seltener als bi-oder Homo-Männer.

      Aber hat da mal jemand durchgezählt? Würde mich interessieren.

      Ansonsten könnte man ja auch vermuten, daß Lesben vielleicht nicht die Mehrheit insgesamt, aber dafür bei den besonders krawalligen Aktivisten und bei Berufs-Radfems wie Tuider dominieren.

      • @ Axel

        „Laut Alfred Kinsey sind homo- oder bisexuelle Frauen ja eher selten; zumindest deutlich seltener als bi-oder Homo-Männer.

        Aber hat da mal jemand durchgezählt? Würde mich interessieren.“

        Dann dürfte für Dich das hier interessant sein, auch wenn es nur Wikipedia ist:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t#Demografische_H.C3.A4ufigkeit

        Scheint nicht ganz leicht sein, zu bestimmen, welches von den beiden Geschlechtern das homosexuellere ist.

        Vermutlich gibt es mehr eindeutig homosexuelle unter den Männern, und mehr bisexuelle unter den Frauen.

        Aber wie soll man angesichts dieser Zahlen bestimmen, welches Geschlecht sich nun im Schnitt mehr am anderen Ufer aufhält?

        • ät Matthias:

          Na ja, die Umfragen finde ich nicht so repräsentativ. Da werden sich viele nicht outen wollen.
          Kinsey halte ich daher am ehesten für glaubhaft.

          Der Wiki-Artikel ist ja erstaunlich Genderisten-frei; sogar Gabi ist dort kaum zu finden. Toitoi.

    • @Axel

      Es muß ja nicht die Mehrheit sein. Es reichen ja z.B. 40% aller Feministinnen. Zudem kannst du ja nicht bei jeder die sogenannte sexuelle Orientierung erheben. Viele werden auch bisexuell sein, so wie Antje Schrupp. Nach eigener Auskunft hat sie auch schon mit Frauen zusammengelebt.

      Ich bin jedenfalls immer wieder erstaunt, wie oft sich der Zusammenhang Feminismus und Lesbentum ergibt.

      Leszeks Ausführungen oben sind natürlich völlig paranoid. Es wird immer verrückter mit ihm. Jetzt will ich also den guten ersten Feminismus irgendwie diskreditieren. Der Typ hat null Lesekompetenz. Und homophobophob ist er auch noch. An ihm zeigt sich bestens das, was ich Waschzwangmaskulismus nenne. Der reagiert wie ein konditionierter pawlowscher Hund, wenn man linke Sakramente infrage stellt.

      @Buchstabe

      Unsere Gesellschaft lebt psychologisch noch im Mittelalter. Wie kann man allen Ernstes Sadomasochismus als sexuelle Neigung darstellen?

      Sadomasochismus ist eine unbewußte Reinszenierung meist sexuell konnotierter Traumata, wo die Erniedrigungen der Kindheit sexuell inszeniert werden. Es ist doch zum Verrücktwerden. Wie dumm will sich die Gesellschaft noch stellen? Oder wie pseudoprogressiv will sie daherkommen?

      Daß jeder Pädophile als Kind sexuell mißbraucht wurde, dafür brauchen wir wohl auch noch 100 Jahre, bis man keine Angst mehr vor dieser einfachen Wahrheit hat.

      Kann das denn sein? In unserer schönen Gesellschaft? So viel Pathologisches und Kaputtes? Nicht doch. Das kann doch gar nicht sein. Demnächst wird hier auch noch Drogenkonsum als natürlich deklariert. Es gibt eine ganze Menge pathologischer Lusterfahrungen, auf die ein gesunder Mensch nie im Leben kommen würde. Unsere Gesellschaft braucht offenbar all diese irrsinnigen Pseudoerklärungen, um nicht allzu sehr ins Nachdenken kommen zu müssen.

      Perversion und Gesellschaft

      Für alle Interessierte, die die ausgetretenen Verdummungspfade verlassen wollen.

      • Wer sich für eine Zusammenfassung des tatsächlichen Forschungsstandes zum Thema Homosexualität sowie BDSM interessiert, dem sei (mal wieder) empfohlen:

        Peter Fiedler – Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung: Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien – sexueller Missbrauch – sexuelle Gewalt.

        http://www.amazon.de/Sexuelle-Orientierung-sexuelle-Abweichung-Heterosexualit%C3%A4t/dp/3621275177/ref=la_B00455ROYQ_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1412100434&sr=1-2

        Ist eines der Standardwerke zum Thema im deutschssprachigen Raum und enthält eigene Kapitel sowohl zu Homosexualität als auch zu BDSM.

      • Ist schon traurig, wie abhängig du dich von Forschungen machst.

        Auf dem Gebiet der Psychologie wird der größte Müll fabriziert, wenn er nur die herrschenden Abwehrzustände stützt.

        Dann erzähl‘ uns doch mal, was dieses famose Buch über die Perversion des Sadomasochismus verrät. Meines Wissens gibt es auch entsprechende sogenannte wissenschaftliche Untersuchungen, die meine Ansichten stützen – für Leute, die zum Fühlen zu dumm sind..

        Du bist schon ein trauriger Kasper.

        • „Ich denke, diese Antwort sagt alles, was man wissen muss “

          Ne, sagt sie nicht. Er hat schon recht, wenn er die Psychologie nicht in den Himmel lobt. Die machten und machen genug Unsinn. Nur ist es doch genauso, wenn @Kirk ALLES auf Missbrauch zurückführen will. Dann müsste ja auch sämtliches Verhalten, daß er für normal oder wünschenswert hält sich auf einen solchen beziehen. Das ist genauso Unfug.

          Ich weiß nicht ob es Freud war, jedenfalls stimmt der Ausspruch: *Manchmal ist eine Zigarre einfach nur eine Zigarre*. Genauso kann und ist häufig auch zB BDSM einfach nur ein Sexspiel. Das mag gefallen oder nicht, ist aber meiner Meinung nach so …

          @Kirk, Du solltest nicht NUR mit Deinem hohem Blutdruck denken. 🙂

  2. Habt ihr schon mitbekommen?

    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/kalifornien-yes-means-yes-gesetz-soll-vergewaltigungen-verhindern-a-994448.html

    https://news.vice.com/article/arizonas-revenge-porn-law-isnt-a-solution-its-a-different-kind-of-problem?utm_source=vicenewsfb

    Bürokratisierter Sex, de facto-Beweislastumkehr und Kriminalisierung von Babyfotos – Feministische Moralpanik wird in neue Gesetze gegossen. Mal sehen wann es bei uns weitergeht.

    • „Feministische Moralpanik wird in neue Gesetze gegossen. “

      Was ja nun erwartet wurde, Warner gab es genug. Scheint die Menschen aber nicht weiter zu stören, sie wählen ja ihre Gesetzgeber. Wie kann man ernsthaft Parteien wählen, die einen Gegensatz von männlicher zu menschlicher Gesellschaft aufbauen oder sich ein Frauenstatut geben. Die Leute scheinen es doch so zu wollen. 😦

      • Ist halt wie mit Terroristen. Lässt du dich einmal erpressen, versuchen zehn andere ihr Glück. Das Erpressungsbusiness mit westlichen geiseln blüht. Was da für Millionen fließen…

        • Zumal ich mir doch Sorgen wegen meiner eigenen Erpressbarkeit machen sollte.

          Wenn es mir gelingt Gesetze gegen die Freiheit und eigentlich auch gegen Gerechtigkeit in einer Gesellschaft, in einem System durchzusetzen, sollte ich mir ernsthaft Gedanken um MEINE Zukunft machen. Ich mag ja Freude empfinden wenn es gegen den Gegner/Feind geht, was aber wenn es mal gegen mich geht? Eine solche Gesellschaft schützte mich ja offensichtlich nicht!

          Mit solchen Gesetzen ist doch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, ja noch nicht einmal in Sicht. Warum das so wenigen klar ist, verstehe ich nicht.

        • „Wenn es mir gelingt Gesetze gegen die Freiheit und eigentlich auch gegen Gerechtigkeit in einer Gesellschaft, in einem System durchzusetzen, sollte ich mir ernsthaft Gedanken um MEINE Zukunft machen. Ich mag ja Freude empfinden wenn es gegen den Gegner/Feind geht, was aber wenn es mal gegen mich geht? Eine solche Gesellschaft schützte mich ja offensichtlich nicht!“

          Sehr richtig. Dieses kurzsichtige Denken in Freund/Feind-Kategorien wird uns noch zum Verhängnis.

    • @David

      Ja. Gut, dass du das nochmals postest.

      Wir haben hier noch keine so gute Vorstellung auf welchem Pfad sich die USA da schon befinden.

      Dahinter ist mehr als nur Staatsfeminismus. Diese ins Private hineinregierende Identitypolitics driftet tatsächlich ins Totalitäre, in einen Denunziations- und Gesinnungsstaat. So stark, dass selbst der rechte Puritanismus der Vergangenheit dagegen erblasst.

      Gerade der Feminismus peitscht dies geradezu religiös-mythologisch durch Missbrauch geschlechtsspezifischer Antriebe und Instinkte auf. Er verklausoliert und etabliert alte despotistische gyno- oder femizentrische Rollen und Gesellschaftsbilder hinter einem als progressiv verkauften Vorhang, einer Opfer-Sündenbock Projektionsideologie, die auf dekandenten Verbrämungsunterstellungen beruht.

      Und weicht über diesem Weg die individuell freiheitliche gesellschaftliche Ordnung auf bzw. zerstört sie. Über fadenscheinige Werteverschiebung. Leider hat sich die Linke hier instrumentalisieren lassen. Ihr alter Leviathan der Verordnung von Lebensweisen anstelle von Achtung des Individuellen. Und Rechts schlägt hier auch mit ein!

      Um nochmal Peter im Zusammenhang mit Gender zu zitieren (es fasst das Phänomen sehr gut zusammen finde ich):

      „Nicht das Individuum soll der Rechtsträger sein, sondern Gruppen. Das Gruppenmerkmal definiert die Rechte und Pflichten. Das primäre Gruppenmerkmal ist das biologische Geschlecht, danach rassische Merkmale, Herkunft und sexuelle Orientierung. Das aber sind die falschen Kategorien. Unterstützungleistungen des Staates zu Gunsten des Individuums sollte sich primär an den ökonomischen Verhältnissen des Individuums orientieren. An was denn sonst? Das war mal linke Politik. Ist schon lange her.“

      Das wirkt wie „Neo-Rassismus“. Darunter fällt z.B. genauso die sog. „Diversifizierung“ an der gegenwärtig so stark gesaugt und genuckelt wird. Aber auch Weiteres dieser Art. Es scheint sich herauszustellen, dass das Machtinstrumente sind, sog. Social Engineering, dass vorgaukelt unter irgendeinem sog. „guten“ Grund hier in das Private der Menschen eingreifen zu dürfen und zu müssen.

      Dazu braucht es Hysterie und politische Korrekheit, die u.a. über absichtlich gefärbte und manipulierte politische „Studien“ transportiert werden. Auch die Medien sind vereinnahmt.

      Hier ist man sich dessen noch nicht ganz so bewusst. Aber auch hier sind die Tendenzen deutlich und gehen in keine gute Richtung.

      • @ petpanther

        *Dahinter ist mehr als nur Staatsfeminismus. Diese ins Private hineinregierende Identitypolitics driftet tatsächlich ins Totalitäre, in einen Denunziations- und Gesinnungsstaat. So stark, dass selbst der rechte Puritanismus der Vergangenheit dagegen erblasst.*

        Das denke ich auch.

        Feminismus/Frauenschutz ist der ideale Vorwand, das juristische/technische/polizeistaatliche Instrumentarium aufzubauen, das dazu dienen soll, die gesamte Gesellschaft bis in ihre privatesten Rückzugsorte hinein totalitär zu überwachen und in den Griff zu bekommen.

        Denn die unschuldige, gute, aber leider schwache Frau muss ja vor dem bösen, brutalen, aber leider starken Mann GESCHÜTZT werden, wo immer sie mit Männern interagiert, also ÜBERALL, bis in die Betten hinein.

        Mit dem Vorwand FRAUENSCHUTZ hat man Linke (Feminist.I.nnen) und Rechte (Femizentriker.I.nnen) im Sack und es geht flott voran mit dem Ausbau des „Schutzes“.

        Ist das System erst etabliert und funktionstüchtig, kann es für allfällige Zwecke der Mächtigen genutzt werden.

      • „Dahinter ist mehr als nur Staatsfeminismus. Diese ins Private hineinregierende Identitypolitics driftet tatsächlich ins Totalitäre, in einen Denunziations- und Gesinnungsstaat. So stark, dass selbst der rechte Puritanismus der Vergangenheit dagegen erblasst.“

        Ach, ich weiß nicht.
        Mir scheint, wir beobachten nur eine weitere juristische Entgleisung in den USA, eine völlig durchgeknallte Rechtsprechung.
        Schon vor 20 Jahren wusste jeder Chef, dass er niemals eine Angestellte in sein Büro lassen durfte, wenn nicht mindestens eine andere (seine Sekretärin) dabei ist, bzw. die Tür zum Raum weiterer Mitarbeiter offen steht (und beide jederzeit sichtbar sind).
        Die feministische Revolution frisst da schon lange ihre Kinder, wo eine Frau nach einem Unglück auf dem Highway nicht mit männlicher Hilfe rechnen darf. Männern wird in solchen Fällen empfohlen, NICHT zu helfen, sondern die Polizei zu rufen, um später nicht in einen Missbrauchsvorwurf zu geraten.
        Minuten, die vielleicht das Leben kosten.
        Ich glaube nicht einmal langfristig, dass selbst unser rottes Justizsystem auf die Idee kommt, einen 4-jährigen Jungen, der nackt am Strand badet, wegen Exhibitionismusses zu verknacken.
        In den USA ist das schon vor 2 Jahrzehnten möglich gewesen.

        Wie geschrieben – eine durchgeknallte Justiz in einer puritanisch bigotten Gesellschaft macht’s möglich.
        Da sind wir kulturell doch schon 200 Jahre weiter.

  3. Wollte man das Ganze psychologisieren, könnte man natürlich auch dem folgenden Gedanken nachgehen (wie weit er trägt, wird sich zeigen):

    Neue feministische Wellen werden von jungen Frauen getragen, die in der Blüte ihrer sexuellen Attraktivität stehen und nach möglichst weitreichenden Vermarktungsmöglichkeiten für ihre Ware suchen. Je älter diese Frauen werden (und je stärker ihre Attraktivität abnimmt), umso stärker rufen sie nach einem restriktiveren Sexualmarkt. Derzeit sind die Feministen der dritten Welle in den USA dabei, die hook-up culture an den Colleges vollkommen auszutrocknen.

    Ohnehin ein interessantes Phänomen: Was macht das Alter mit Feministinnen und ihren Ansichten? Mitunter treibt das Ganze so schöne Blüten wie Bascha Mika, die einen Mangel an male gaze für alte Frauen beklagt.

    Warum nun aber immer der Mann an sich, als abstrakte Gruppe und als Idee als Feigenblatt für den Wunsch nach optimaler Marktmanipulation herhalten muss, ist noch zu ergründen. Der offene Konflikt zwischen relativ attraktiven und relativ unattraktiven Frauen bleibt in den westlichen Gesellschaften im Allgemeinen und im Feminismus im besonderen meiner Einschätzung nach weitgehend aus, zeigt sich höchstens mal anhand der Prostitutionsdebatte.

    Vielleicht bin ich aber auch völlig auf dem Holzweg. Psychologisierungen haben ohnehin die Tendenz, zwar für unterhaltsame, nicht aber unbedingt für besonders tragfähige Erklärungen zu sorgen.

    • „Neue feministische Wellen werden von jungen Frauen getragen, die in der Blüte ihrer sexuellen Attraktivität stehen und nach möglichst weitreichenden Vermarktungsmöglichkeiten für ihre Ware suchen. Je älter diese Frauen werden (und je stärker ihre Attraktivität abnimmt), umso stärker rufen sie nach einem restriktiveren Sexualmarkt.“

      Das hat m. E. nicht unbedingt was mit dem Alter zu tun. Weibliche Sexualität pendelt beständig zwischen den Polen Sexualisierung einerseits und puritanischem Verhalten andererseits.

      Das Dilemma des e

    • Zu früh abgesendet. Fortsetzung:

      Das Dilemma des Weibchens ist unübersehbar. Sie lebt in einer Welt voller Beta-Männchen und hat nun die schwieirge Aufgabe ihren Prince Charming anzulocken, und während dessen alle Betas daran zu hindern, sie zu begatten.

    • 1. Neuer Peter ist wieder da! Hurra!
      2. Ein sehr guter Punkt: Solange man attraktiv ist und sich gut auf dem Partnermarkt behaupten kann, ist ein „alles geht, schränkt mich nicht ein“ gut. Sobald man seine besten Jahre hinter sich hat, ist ein „das geht zu weit und muss aufhören“ besser.
      3. Böse ausgedrückt: Sehr attraktiven Frauen verzeiht man Unsinn, den sie verzapfen.

      • Ja, ich habe gemerkt, dass ich in meinen Ansichten zu radikal geworden bin und habe Anzeichen der Verbitterung bei mir festgestellt. Etwas Abstand hat da unglaublich gut getan. Kann ich jedem nur empfehlen.

        Ich frage mich ja ohnehin, wie Evochris es anstellt, permanent so vernünftig und ruhig zu bleiben.

    • @ Neuer Peter

      *Vielleicht bin ich aber auch völlig auf dem Holzweg. Psychologisierungen haben ohnehin die Tendenz, zwar für unterhaltsame, nicht aber unbedingt für besonders tragfähige Erklärungen zu sorgen.*

      Nein, ich denke die Interessensverschiebung bei der Entwicklung von der jungen (sexuell mächtigen) Frau hin zur älteren, unattraktiven, erotisch depotenzierten Frau ist schon real und gut beobachtet.

      Übrigen war ja auch für Männer freierer und unkomplizierterer Sex einer der Hauptköder, mit denen man sich ihre Unterstützung für feministische Ziele sicherte.

      Dass dies den kleinen Pferdefuß hat, dass davon natürlich nur sehr wenige attraktive Männer profitieren würen und sehr wenige attraktive = JUNGE Frauen (aber immer noch mehr als Männer, denn 80 % der Frauen sind für Männer ad hoc „fickbar“, aber nur 20 % der Männer für Frauen), dass also weite Teile der Bevölkerung eher leiden als gewinnen würden, das hat man nicht gesehen und/oder nicht gesagt.

      Nun drängen die älter gewordenen Feminist.I.nnen wieder zu einer Reglementierung des radikal befreiten Sexmarktes, auf dem sie als Anbieter keine Konkurrenzchancen mehr haben.

      Und die Befreiung von der Ehe nach der dritten Scheidung, kinderlos und mit wenig Aussicht auf einen neuen Partner sieht auch nicht mehr so dolle aus wie einst im Mai.

    • „Psychologisierungen haben ohnehin die Tendenz, zwar für unterhaltsame, nicht aber unbedingt für besonders tragfähige Erklärungen zu sorgen.“

      Gute Formulierung 🙂

      Meist genügt es, den eigenen Kopf einzuschalten und den gesunden Menschenverstand zu nutzen.

      • @ carnofis

        Ein bißchen Reflexion tut in Zeiten propagandistischer Dauerberieselung aber auch mal ganz gut, um den Kopf frei zu kriegen.

        Man könnte den Feminismus auch als Strategie der auf dem Partnermarkt benachteiligten Weibchen sehen, die eigene prekäre Konkurrenzsituation narzistisch dadurch zu entschärfen, dass man gegen die Konkurrenzwürdigkeit des schlecht erreichbaren Objekts vorzugehen versucht…das Mädchen, das den Schnuller nicht bekommen kann, versucht sich und den Anderen einzureden, der Schnuller sei eh scheiße…klappt natürlich nicht – was die allseitige Verbitterung der feministischen Protaganistinnen angeht…

        Unverändert faszinierend finde ich das Phänomen der lila Pudel, ohne die die Feministinnen einfach vor sich hin dörren würden.

        Ohne tatkräftigen Support durch Männer (siehe erwähntes Gesetz in Kalifornien) wäre der Irrsinn rucki zucki zuende, bzw. auf seelsorgerische Einrichtungen und sektiererische Zirkel begrenzt, wo er niemandem schaden würde.

        • „Ein bißchen Reflexion tut in Zeiten propagandistischer Dauerberieselung aber auch mal ganz gut, um den Kopf frei zu kriegen.“

          Zweifellos. Man sollte sich nur nicht darauf beschränken und die Thesen der Kopfgesteuerten immer kurz auf ihre Plausibilität prüfen.

          „Man könnte den Feminismus auch als Strategie der auf dem Partnermarkt benachteiligten Weibchen sehen, …“

          Hab ich auch schon vor Längerem dargelegt. Das Gros der feministischen „Prominenz“ ist lesbisch, da scheinen wir einer Meinung.
          Meine These: Für diese Lesben sind Männer Sexualkonkurrenten und da sie keine Beißhemmung haben, sind sie problemlos bereit und gewillt, diese Konkurrenten auch physisch, sozial und/oder psychisch zu vernichten.

          Schon Alice Schwarzgeld hat in ihrem „Kleinen Unterschied“ die These vertreten, dass Heterosexualität eigentlich nur eine Erfindung der Männer ist, Frauen zu unterdrücken. Der Sexualakt ist dabei lediglich männliches Dominanzgebaren.

        • „Unverändert faszinierend finde ich das Phänomen der lila Pudel, ohne die die Feministinnen einfach vor sich hin dörren würden.“

          Hirnlose Mitläufer findest Du in jeder totalitären Ideologie. Die Pudel würden sogar noch freudestrahlend „Hurrahh“ schreien, wenn die Ausrottung aller Männer beschlossen und die Umsetzung bei ihnen begonnen würde.

    • „Das Dilemma des Weibchens ist unübersehbar. Sie lebt in einer Welt voller Beta-Männchen und hat nun die schwieirge Aufgabe ihren Prince Charming anzulocken, und während dessen alle Betas daran zu hindern, sie zu begatten.“

      Da liegt der Hase im Pfeffer. Interpretiert man feministische Forderungen als Manipulationsversuche des Sexualmarktes, kann man meines Erachtens durchaus eine kohärente Strategie erkennen.

      Was den Sex und das Drumherum angeht, lassen sich die Schwierigkeiten von Frauen grob in zwei Kategorien einteilen: 1) Balz und 2) Folgekosten von Sex.

      1) Balz
      Das Skript unserer Spezies sieht ein männliches Werben um weibliches Gefallen vor. Es gibt hier Ausnahmen, Verschiebungen und kulturelle Überlagerungen, aber der Kern der Sache scheint mir weitgehend biologischer Natur zu sein.

      Das bedeutet, dass die weibliche Aufgabe bei der Balz zum einen darin besteht, potentielle Partner anzulocken (1a) und zum anderen Selektionsarbeit zu leisten (1b), also unpassende Bewerber abzulehnen.

      2) Folgekosten von Sex
      Der größte Posten stellt hier die Schwangerschaft dar (2a). Damit verbunden ist die Gefahr, auf diesen Kosten allein sitzen zu bleiben, wenn der Sexualpartner kein ausreichendes Commitment aufweist. Dieses sicherzustellen ist von daher eine enorm wichtige Aufgabe für die Frau (2b). Auch der Schutz vor Vergewaltigung (2c) ist mit diesem Komplex verbunden.
      Daneben und damit verbunden haben wir auch noch die möglichen Reputationsverluste (2d) durch Sex. Nämlich dadurch, dass Männer im Schnitt aufgrund der Vaterschaftsunsicherheit weniger promiskuitive Frauen als Langzeitpartner bevorzugen.

      Fassen wir zusammen: Grob gesagt besteht eine optimale weibliche sexuelle Strategie darin, möglichst viele hochwertige potentielle Partner anzulocken (1a), wobei dies unter Umständen höhere Kosten bei der Selektionsarbeit (1b) mit sich bringt, die gehandhabt werden wollen. Daraufhin steht eine Minimierung der Folgekosten von Sex im Vordergrund. Die Schwangerschaft (2a) und die Gefahr der Vergewaltigung (2c) wollen gehandhabt werden, der Partner an einen gebunden (2b) und der Reputationsverlust (2d) minimiert werden.

      Nun bin ich der Ansicht, dass sich ein Großteil feministischer Forderungen und Gedanken mithilfe dieser Punkte einordnen lässt.

      Die Forderung nach maximaler Freizügigkeit von jüngeren Feministinnen (slut walks etc.) betrifft (1a), die Verdammung von Konkurrenz (Kampf gegen Prostitution) und Surrogatsangeboten (Kampf gegen Pornos, sexualisierte Werbung und Computerspiele) ebenso.

      Zu (1b) gehören alle Versuche, die Kosten für Anbandelungsversuche auf männlicher Seite in die Höhe zu treiben (creep shaming, rape culture Diskurse, extrem restriktive sexual harassment policies etc.). Je höher der potentielle Fallout für einen gescheiterten Anbandelungsversuch, umso eher werden weniger selbstbewusste und weniger durchsetzungsfähige Männer abgeschreckt. Um die Selektionsarbeit für Frauen zu minimieren, sollten sich eben nur Männer mit einem besonders hohen relativen sexuellen Marktwert bei den entsprechenden Frauen bewerben. Hier werden im Grunde die Kosten für die Selektionarbeit auf die Männer abgewälzt.

      (2a) dürfte weitgehend selbsterklärend sein und umfasst den Einsatz für einen möglichst weiträumig und kostengünstig gestalteten Zugriff auf Verhütungsmittel und Abtreibung.

      Auch (2c) dürfte selbsterklärend sein.

      (2b) und (2d) sind meiner Ansicht nach die interessantesten Posten. In den USA setzt es sich derzeit durch, die Gesetze und policies für sexuellen Missbrauch derart zu gestalten, dass Vergewaltigung dann vorliegt, wenn Frau den Sex bedauert. David hat hier bereits den Fall Kalifornien angesprochen, aber auch die Abschwächung des Beweislastprinzips (Wandel von ‚beyond a reasonable doubt‘ hin zu ‚preponderance of evidence‘) und die Einrichtung einer Parallelgerichtsbarkeit nach feministischen Vorstellungen an den Colleges geht meiner Ansicht nach in diese Richtung. Ich möchte das hier nicht en detail ausführen. Das Thema ist aber außerordentlich spannend und sicher einen eigenen Artikel wert.

      Dadurch, dass Männer nun auf das Wohlwollen ihrer Sexualpartnerinnen angewiesen sind oder enorme Konsequenzen fürchten müssen, wird die männliche Sexualstrategie, hohe Bereitschaft für Commitment vorzutäuschen, nach dem Sex aber nicht einzuhalten, effektiv eingedämmt (2b).

      Die rape culture Narrative und sexual harassment policies, die sämtliche Verantwortung für Sex beim Mann verorten, erlaubt es Frauen darüber hinaus, die Verantwortung für Sex im Notfall abzustreifen und sich als Opfer zu inszenieren, was potentiellen Reputationsverlusten vorbeugt (2d).

      Natürlich ist dieser Einordnungsrahmen extrem einseitig. Ich denke aber, dass er unter Umständen sehr interessante Erkenntnisse produzieren könnte.

      Es lässt sich mit diesem Muster beispielsweise relativ leicht erklären warum im Feminismus die Forderung nach maximaler Freizügigkeit mit einer Verdammung der männlichen Reaktion darauf (creep shaming, male gaze etc.) Hand in Hand geht. Man erhöht die Reichweite des Schleppnetzes, will aber den Beifang minimieren.

      Ich bin auf Ergänzungen und Einwände gespannt.

      • Ich habe dem nichts hinzuzufügen.
        Außer das ich den Feminismus nicht unbedingt als Manipulationsversuch sehen würde, da Manipulation eine eine rational abgewägte Strategie impliziert.

        Ich halte Feminimus für eine durch gesellschaftliche Umstände ins Extrem getriebene Weiblichkeit.

        • „Außer das ich den Feminismus nicht unbedingt als Manipulationsversuch sehen würde, da Manipulation eine eine rational abgewägte Strategie impliziert.“

          Sehr guter Einwand. Das Ganze muss ja nicht bewusst ablaufen.

        • @adrian, du bist ein experte für das weibliche gefühlsleben! feminismus ist die übertriebene weibliche anspruchshaltung. prägnanter und präziser kann man es meines erachtens nicht sagen. darin liegt auch nichts böses oder gemeines. lächerlich und dumm sind lediglich die lila pudel, die es fördern und der rest der männer die es dulden.

        • „Ich halte Feminimus für eine durch gesellschaftliche Umstände ins Extrem getriebene Weiblichkeit.“

          Nee, nee, nee, @Adrian, ganz im Gegenteil.
          Ich habe eher den Eindruck, dass Feministinnen ihre eigene Weiblichkeit ablehnen.
          Warum sonst wollen sie sich immer mehr den Männern angleichen?

        • Danke.

          Vielleicht hat @evochris ja mal Lust, den Text zur Diskussion zu stellen. Mich würde interessieren, wie viele feministische Ideen sich aus dieser Perspektive sinnvoll diskutieren lassen.

      • @ DDBZ

        Das sind die alten, glatten runden süßen Femiwellen der femininen Frau.

        Das war gestern, schlag Dir das schleunigst aus dem Kopf.

        Die neuen sind asymmetrisch und verheißen nichts Gutes.

        Nicht mal für Frauen.

        Interessant: Die empauerte Frau trägt Stiefel zu jeder Gelegenheit.

        Wie Hermann Göring.

        Der sogar mit Sporen.

        • … und ein Beispiel für die totalitären Machtgelüste einiger Schwuler oder LGTBQs. Auch Röhm gehörte dazu, wie viele andere auch.

          Eine eigenartige Mischung, deren Ursache zu kennen wohl ganz interessant wäre.

        • Oh….ne Paraplegie ist jetzt auch ein gender…geil…Paraplegie als soziales Konstrukt…ich sehe da ganz neue medizinische Vermarktungsoptionen….

        • ät alle bösartigen Genderfeinde von „Alles Evolution“:

          Unser stets geschminkter Reichsmarschall hat immer Stiefelchen angehabt?
          Daß die Politisch Korrekten da keine Bedenken haben…

          Sag mal, ddbz, wo hast Du denn DIE Bilder her? Die Minirock-Bauarbeiterin kannte ich schon, aber nicht den Blümchenhaufen…. 😉

          Ist ne Satire, oder? Welche Genderologin will denn ernsthaft aufm Bau Erde schippen?
          Sonst werden ja immer nur positive Sachen gegendert….
          (statt „liebe Kinderschänderinnen und Kinderschänder“…).

          Ihr lest wahrscheinlich alle Michael Klein, gell. Wer nicht, hat DAS wahrscheinlich noch nicht mitbekommen:
          http://www.tagesspiegel.de/berlin/genderdebatte-pinkeln-fuer-alle-berlin-mitte-eroeffnet-unisex-toilette/10709278.html

          Und der Bürgermeister weiht das Genderklo ein…
          Auf Arbeit haben wir uns gefragt, wie er das wohl macht. Die Spartaste drücken, oder einfach mal Wasser lassen?

          (Wie kann man überhaupt darauf kommen, ein Klo offiziell einzuweihen?
          Da sieht man mal wieder, das Private wird politisch.Hier wird politisch korrekt geschissen! 😉 )

        • „Auch Röhm gehörte dazu, wie viele andere auch.“

          Jetzt, wo Du mich dran erinnerst …
          Auch DER Neonazi der 80er, Michael Kühnen, war schwul. Ließ aber ordentlich gegen Homosexualität hetzen.

        • ät Carnofis und Panther:

          Sehr interessant, eine Doku von Rosa von Praunheim über Homosexualität in der Berliner Nazi-Szene (2005):
          Männer, Helden, Schwule Nazis

        • @Carnofis@Axel

          yup.

          Welchen Sprung in der Schüssek haben diese Typen? Ist irgendwie auffällig.

          Auch manche Lesben oder Männer oder Frauen, die anderen weißmachen wollen sie seien nicht das wonach sie aussehen, sondern eine ganz anderes Gender. Die Aggro mit den Bildungsplänen an die Kinder ranzukommen etc.

          Da ist etwas komisches, fashohaftes.

          Meine jetzt nicht den gemeinen Feld, Wald und Wiesen Schwulen.

        • … und ähnlich auch bei den Radfems. Die scheinen alle irgendwo diesen gemeinsamen Fascho-Knall zu haben. Auch gern kannibalistisch. Nur extremer Narzismus, glaub ich wär zu wenig. Da läuft irgend ne Ziemlich krasse PS Aggro Nummer. Ähnlich wie bei zwanghafter Pädophilie vielleicht, in so eine Art Fascho-Sadismus mit Opferselbstbild oder so.

        • @ Axel

          *Unser stets geschminkter Reichsmarschall hat immer Stiefelchen angehabt?*

          Nicht immer, aber viel zu oft.

          Noch eine seiner harmloseren Marotten.

          Ja, ja, der Hermann.

          Dekadenz in vollem Wichs.

          Hier gibt er einer Bomberstaffel am Kanal die Sporen.

          Ein Gaul ist weit und breit nicht in Sicht.

      • ät Pantherle:

        Für meinen Adonisleib würde sich niemand interessieren, ich mach´s aber trotzdem nicht!

        Vielleicht war das Versehen ja vielleicht gar nicht so aus Versehen….

      • diesmal warst du nicht angesprochen, @axel. es ging um unsere feministinnen 😀 höchstens @david darf sich angesprochen füllen aber ist sicher ein gentleman, der schweigt und genießt 😉

        • ät Alberto:

          Ach so.
          David scheint so ein Provo-Konto zu sein. Mal gibt es den Butler-Versteher, dann ist es Maskulist, dann wieder die Beleidigungsschleuder gegen Genderkritiker.
          Wer weiß, diesmal vielleicht der Fröhlichetürkentroll aus Wiki? Evochris sperrt ja nicht.

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