Feministische Kritik an #HeforShe

Nadine Lantzsch schreibt einen Verriss auf die Rede von Emma Watson. Da sind einige sehr schöne Passagen dabei:

Die eigentliche Kritk wurde in der Fußnote versteckt:

HeforShe fordert Männer auf, sich für Frauenrechte einzusetzen. Motivation für Männer, diese Kampagne aktiv mitzugestalten, soll sein, dass es bei Frauenrechten ja auch um ihre “Töchter, Mütter, Freundinnen, Partnerinnen, Ehefrauen” geht. Weil wir als Feminist_innen um die Gnade von Typen betteln, indem wir alle Frauen auf heterosexistische Weise als zu den Typen im unlösbaren Bezugs- und Beziehungsverhältnis stehend konstruieren müssen. Deshalb hat er ja auch was von Feminismus, weil “seine” Frauen dann nicht mehr so schlechtgelaunt in seinem Leben herumtrotten und er sich deswegen nicht mehr so unzureichend oder überlegen fühlen muss. Er kann sich stattdessen als Retter und Erlöser feiern lassen. Ich frage mich, wie Feminist_in solch eine typen-zentrierte und hetero_cis_sexistische Kampagne unterstützen kann, in der Frauen (und nur die!) wieder mal als bedauernswerte, handlungsunfähige Objekte herhalten müssen, die einen Befreier brauchen. Ich frage mich nicht, wie Feministinnen die Botschafterin dieser Kampagne unterstützen können, denn es ist offensichtlich. Sie müssten sich ansonsten selbst kritisieren. Schließlich ist es Mainstream (Ha!) Typen dafür zu schmähen, dass sie sich ständig auf ihresgleichen beziehen, nicht aber jene Feminist_innen, die ihnen nacheifern.

Was an Müttern, Freundinnen und Töchtern per se heterosexistisch sein muss erklärt sie leider nicht. Aber das ihr der Appell an die Männer, da mitzuarbeiten, damit sie selbst es besser haben ankotzt, dass passt durchaus in die radikalfeministische Theorie. Denn da soll der Mann eben eher mitarbeiten, weil es seine Erbschuld ist, weil er etwas abbauen muss, was er angerichtet hat und nicht einfach nur, damit es auch ihm besser geht. Da ist ihr das Feindbild nicht gut genug ausgebaut, schon gar nicht, wenn sich die Männer danach auch noch gut fühlen, denn für gute Taten gibt es bekanntlich keine Kekse, man erfüllt einfach nur eine dringend abzubauende Schuld der Gruppe Mann.

Lustig aber, dass sie nicht will, dass Frauen als bedauernswerte, handlungsunfähige Opfer dargestellt werden, die einen Befreier brauchen. Ehrlicher wäre es wohl, wenn sie direkt ausführt, dass Männer diese Befreier nicht sein dürfen, denn das sind ja bereits die Feministinnen. Die Rolle der Männer ist nicht die des Befreiers, sonders die des Feindes und des Täters.

in ihrer Kritik heißt es dann:

Wenn Kritik kommt, dass das Geseier von so einer Person mit diesem Inhalt nun wirklich problematisch ist, weil privilegiertes liberales Gewäsch (ja, Liberalismus ist so eine weiße Idee, auch die Rhetorik von wir sind doch alle Menschen) oder gar: Feminismus als edgy Zusatz für die eigene heterosexuelle Verwertbarkeit…nun ja, dann kommt meistens als Argument: ABER SIE MACHT ES DOCH FÜR DEN MAINSTREAM!!!

DAs ist doch mal eine Aussage: Liberalismus ist eine weiße Idee, ebenso wie die Rhetorik, dass wir alle Menschen sind. Aus ihrer Sicht ist eben Liberalismus der Versuch, sich seine Privilegien zu erhalten und „wir sind doch alle Menschen“ verschleiert Machtverhältnisse und entlässt die, die einer Gruppe angehören, die die Macht haben, aus der Verantwortung. Sie sind eben nicht einfach nur Menschen, sie sind Menschen mit Privilegien. Und damit keine Menschen, irgendwie. Sondern eben Täter, die sich nicht die Maske des Menschlichen überziehen dürfen, sondern eher demaskiert werden müssen.

Das ist eben die Folge eines so deutlichen Gruppendenkens: Die anderen verlieren ihre Menschlichkeit und werden nur noch als Täter- und Opfergruppe wahrgenommen.

Die Erfahrung einer privilegierten weißen Hetera, die wahlweise von einer anderen privilegierten Hetera oder eines privilegierten weißen Hetero-Typen ausgesprochen wird, der noch mehr Anerkennung bekommt, weil: Er ist ja ein Mann!!! Und die sind – wie wir alle(!) wissen – die Türsteher vor den Toren des guten Lebens. Privilegierte weiße Heteras haben es schwer, sich von der Ideologie loszusagen, bei der sie einzig und allein Opfer sind (und damit Zentrum des feministischen Universums). Sie sind auch Menschen mit gewaltausübender Geschichte, mit Profiten, die sie aus einem gewaltausübenden System ziehen, das z.B. auch Rassismus und Heteronormativität hervorbringt (und ihr eigenes Hetendasein).

Sagt Nadine eigentlich einmal in diesem Artikel, dass sie selbst weiß ist? Ich habe es jedenfalls nicht gefunden. Irgendwie scheint sie sich da frei von ihren Privilegien zu sehen, und dann nimmt sie auch noch Raum ein und spricht quasi für PoCs, erzählt was weißer und was nicht weißer Feminismus ist. Eigentlich ja ein Verstoß gegen die eigenen Regeln.

Und auch hier wieder „die haben es schwer sich, sich von der Ideologie loszusagen, bei der sie einzig und allein Opfer sind (und damit Zentrum des feministischen Universums)“ wenn das genau Inhalt des Feminismus ist. Aber hier geht es ja auch nicht darum, dass Frauen keine Opfer sind, sondern darum, dass die eigentlichen Opfer die lesbischen Frauen, noch mehr die nicht-weißen lesbischen Frauen, sind. Da ist sie immerhin etwas mehr Opfer als die anderen (und damit etwas mehr im Zentrum des feministischen Universums). Es ist also eher ein „die nehmen mir meinen Platz weg, dabei wollen die sich sogar mit dem Feind verbünden).

Fakt ist: privilegierte weiße Heteras sind nicht die Mehrheit. Sie sind global betrachtet sogar eine ziemlich kleine Gruppe von Menschen. Trotzdem macht die Diskriminierung, von der sie profitieren, dass sie sich als Mehrheit denken können, sich selbst als Menschen/Allgemeinheit/Mainstream verstehen.

So gesehen richtig. Es gibt mehr Asiaten, Schwarze, braune etc Menschen. Was Nadine nur nicht darlegt ist, dass sich der Intersektionalismus hier tatsächlich auswirkt: Das es also wirklich ein weißer Feminismus ist, der die Männer mit ins Boot holen will. An Schutz der Männer zu appellieren ist aber aus meiner Sicht keineswegs etwas weißes: Auch alle anderen PoCs werden in ihren Ländern genau darauf gegenüber Männern abstellen. Heterosexualität hingegen ist in der Tat eine Mehrheit. Auch wenn Nadine das nicht gefällt.

 

114 Gedanken zu “Feministische Kritik an #HeforShe

  1. @ Christian

    *Was an Müttern, Freundinnen und Töchtern per se heterosexistisch sein muss erklärt sie leider nicht. *

    Mütter entstehen, wenn Frauen dem Heterosexismus zum Opfa phallen, dabei kommen ab und an Töchter unten raus, die damit ebenfalls als Opfa des Heterosexismus betrachtet werden müssen.

    Freundinnen, die man in den Goldenen Zeiten des Patriarchates als „kleine Freundinnen“ tunlichst vor der Ehefrau versteckt hätte, sind selbst erklärend auch Opfa eines umfassenden Heterosexismus.

    Freundinnen im platonischen Sinne kann es, wie wir hier unter uns Männern schon mehrfach einvernehmlich festgestellt haben, eigentlich nicht geben. Das sind nur Frauen, bei denen wir leider noch nicht landen konnten, also Opfa des Heterosexismus in der Warteschleife.

    *Ehrlicher wäre es wohl, wenn sie direkt ausführt, dass Männer diese Befreier nicht sein dürfen, denn das sind ja bereits die Feministinnen. *

    Noch ehrlicher wäre es, wenn sie erwähnte, dass eigentlich nur Nadine Lantzsch die Weiber befreien darf, natürlich nur, um sie als echter Kerl ihrem Homosexismus zu unterwerfen. Wie soll sie das können, wenn die Hetenchicks immer nur an Kerle denken und bei ihr dauernd fragen: „Where’s the beef?!“ oder „What’s in it for me? Is‘ überhaupt was drin?! Ich spür nix!“

    *denn für gute Taten gibt es bekanntlich keine Kekse, *

    Doch, doch. Für meine guten Taten bekomme ich von Tippse – eine begeisterte Anhängerin des Heterosexismus – immer Kekse. Heute, spätestens morgen ganz bestimmt.

    *Sagt Nadine eigentlich einmal in diesem Artikel, dass sie selbst weiß ist? *

    Ja nun, das muss sie auch nicht. Sie ist zwar weiß, aber nicht hetero, damit Opfa und nicht Teil des Täter.I.nnensystems der Weißen, dessen Bestandteil der Heterosexismus ist, erfunden, um Nadine Lantzsch zu unterdrücken sowie durch Rassismus, Liberalismus, Kapitalismus, Kolonialismus, Lookismus, Ableismus, Ageismus, Kokelorismus den ganzen Rest der großen weiten Menschheit auch.

    *Aber hier geht es ja auch nicht darum, dass Frauen keine Opfer sind, sondern darum, dass die eigentlichen Opfer die lesbischen Frauen, noch mehr die nicht-weißen lesbischen Frauen, sind. Da ist sie immerhin etwas mehr Opfer als die anderen (und damit etwas mehr im Zentrum des feministischen Universums). *

    Genau. Nadine Lantzsch – la reine soleil des Femannzenuniversums.

    *An Schutz der Männer zu appellieren ist aber aus meiner Sicht keineswegs etwas weißes:*

    Aus meiner Sicht ist es völlig müßig, sich mit Nadine Lantzsch ernsthaft auseinanderzusetzen. Das Einzige, was sich mit ihr zu diskutieren lohnt, ist die Zusammenstellung ihrer Medikation.

    Eigentlich nicht ohne Tragik, der Fall. So jung, so hübsch und eigentlich gar nicht dumm, aber offenbar für ein halbwegs glückliches Leben verloren, verbittert, verbiestert, randvoll mit Hass.

    Die Hölle, das sind bereits jetzt für sie die Anderen.

    • „Doch, doch. Für meine guten Taten bekomme ich von Tippse – eine begeisterte Anhängerin des Heterosexismus – immer Kekse. Heute, spätestens morgen ganz bestimmt.“

      Wunschdenken, morgen ist Wochenende und da hat auch die Tippse frei;-).

  2. Ich habe ja was gegen psychologische Ferndiagnosen – aber bei Nadine Lantzsch kann ich nur sagen: die Frau hat einen veritablen narzisstischen Knall! Treibhausgewächse wie sie sind das konsequente Resultat des feministischen »Betroffenheits«-Subjektivismus, der bei ihr (und anderen) zu einer völligen idiosynkratischen Verwilderung der Begriffe und Normen führt – »Unterdrückung« und »Sexismus« ist letztlich alles, was die narzisstische Eigenliebe kränkt.

    Zugleich ist sie damit ein Inbegriff des Netzfeminismus, der diesen Subjektivismus im Web und der Öffentlichkeit hemmungslos auslebt. Dass wir in einer narzisstischen Kultur leben, hat Christopher Lasch schon 1979 diagnostiziert – der Feminismus ist aber die einzige Bewegung, die darauf auch noch politische Prämien ausstellt.

    • @ djadmoros

      „Treibhausgewächse wie sie sind das konsequente Resultat des feministischen »Betroffenheits«-Subjektivismus, “

      Nein, neurotische Frauen wie sie sind die eigentliche Wurzel des feministischen Irrsinns.

    • @ djadmoros

      „der Feminismus ist aber die einzige Bewegung, die darauf auch noch politische Prämien ausstellt.“

      Auch nein. Das ganze gutmenschlich, politisch korrekte linksliberale Milieu prämiert sich die eigene narzistische Bedürftigkeit in Form phantasierter moralischer Hybris. 😉

      Was der bedürftigen Feministin „der“ Mann, ist dem bedürftigen Gutmenschen „der“ Nichtlinke.

      Es gibt auch noch andere Spucknäpfe für die Entsorgung narzistischer Produkte…

      • @ratloser:

        »Nein, neurotische Frauen wie sie sind die eigentliche Wurzel des feministischen Irrsinns.«

        Das ist ein psychologisierender Unfug. Auch der Second-Wave-Feminismus hat mit einer rationalen politischen Kritik begonnen – der entsprechende Hintergrund in Deutschland waren die Verhältnisse der Adenauerzeit, generell waren es die restaurativen Tendenzen der Nachkriegszeit.

        Entgleist ist das erst, als die Frauenbewegung ihre sinnvollen Forderungen (Fristenregelung, Leichtlohngruppen, paritätisches Ehemodell, etc.) durchgesetzt hatte, aber zur Eigenlegitimation weiterhin »Diskriminierung« identifizieren musste. Und da erweist sich ein subjektivistischer Diskriminierungsbegriff als geeigneter Generator beliebiger »Diskriminierungen«.

        »Das ganze gutmenschlich, politisch korrekte linksliberale Milieu prämiert sich die eigene narzistische Bedürftigkeit in Form phantasierter moralischer Hybris.«

        Natürlich gibt es diesen politischen Narzissmus auch außerhalb des Feminismus, dazu muss man sich nur die Dilettantentruppe anschauen, die es geschafft hat, die Piratenpartei zu schreddern. Und auch in der sogenannten »Antifa« geht es kaum anders zu.

        Aber nur die feministische Ideologie erhält dafür in der Öffentlichkeit lagerübergreifenden Applaus und erfährt Ermutigung und UInterstützung – weil sie es geschafft hat, diesen *weiblichen* Subjektivismus als legitimes Kriterium politischen Urteilens duchzusetzen.

        • „Auch der Second-Wave-Feminismus hat mit einer rationalen politischen Kritik begonnen – der entsprechende Hintergrund in Deutschland waren die Verhältnisse der Adenauerzeit, generell waren es die restaurativen Tendenzen der Nachkriegszeit.“

          Das ist Feminismus verklärender geschichtsfälschender Unsinn.

        • Nun ja

          ich kürze mal das Zitat:

          „[…]Milieu prämiert sich die eigene narzistische Bedürftigkeit in Form phantasierter moralischer Hybris.«

          In die Klammer lassen sich ganz unterschiedliche Milieus einfügen, denn moralische Hybris ist kein Alleinstellungsmerkmal des linksliberalen Milieus. Die weist nämlich jeder auf, der sich zweifelsfrei auf der richtigen Seite wähnt und der unbeirrt glaubt, dass nur der Andere fehlgeht.

        • Nein, ich stimme dem Zitat nicht wirklich zu.

          Was ich unterschreibe, ist die Kritik an gewissen Milieus, an der politischen Korrektheit und so weiter.

          Das Zitat selber ist mir dann aber zu rhetorisch, operiert mir zu sehr mit wertenden Begriffen und verfällt der kritisierten „moralischen Hybris“ selbst. Denn dieser Vorwurf erfolgt auf dem Boden einer Moral, es ist ein Werturteil, für das man wissen muss, welche Werte gut oder schlecht sind und wann man diesen Werten auch gerecht wird. Wer einen solch starken Vorwurf erhebt ohne jeden Selbstzweifel, der glaubt auch, sich im Einklang mit der richtigen Moral zu befinden.

        • @ djadmoros

          „Das ist ein psychologisierender Unfug. “

          *fg*

          Das nennt man Empirie, nicht „Unfug“.

          Die Verweise darauf, dass irgendein Irresein mal als zarte Extravaganz begonnen habe, sei es eine totalitäre Ideologie wie der Kommunismus oder eine politisierte Neurose wie der Feminismus, interessiert mich in dem Zusammenhang nicht die Bohne.

          Ich sehe und beurteile das, was ist…nicht das, was es mal war oder das, was es sein mal möchte.

          Daran ändern sich auch durch liebevolle Wellenklassifizierung nichts….

        • „Das nennt man Empirie, nicht “Unfug”.“

          Für eine anständige Empirie fehlen Zahlen und die Entwicklungsgeschichte der Bewegung.

          Ich lese bei Dir nur Kampfbegriffe, nichts weiter. Das hat mit Empirie rein gar nichts zu tun. Du darfst gerne urteilen, aber „Empirie“ solltest Du da draußen halten.

        • @ lomi

          Dass Feministinnen – und ich spreche von den ideologischen Kernprotagonistinnen – ein tiefergehendes Persönlichkeitsproblem haben, erschließt sich u.a. auf einer individuell diagnostischen Ebene. Das ist empirisch. Grüße in den Kinderschukarton (hast Du eine WG mit leszek? 😉 )

        • „Dass Feministinnen – und ich spreche von den ideologischen Kernprotagonistinnen – ein tiefergehendes Persönlichkeitsproblem haben, erschließt sich u.a. auf einer individuell diagnostischen Ebene. Das ist empirisch.“

          So? Und wie gelangst Du zu einer abgesicherten Diagnostik, ohne die „Patientinnen“ persönlich zu kennen? Und bist Du ausgebildeter Psychologe und verfügst über eine wissenschaftsadäquate Diagnosemethode?

        • ät djadmoros und lomi,
          außerdem für ratloser und ddbz:

          Das hier ist ein Blog, und kein Psychiatrie-Seminar.

          Wenn ratl. und ddbz Nazis als krank bezeichnet hätten, würdet Ihr bestimmt nichts dagegen sagen. Hab ich recht?

          Bei der Masse an Linksradikalxs und Genderxs an den Universitäten würde ich nicht davon ausgehen, daß alle einen Knall haben, aber einige besonders radikale Protagonistxs kurieren ihre Probleme gerne, indem sie anderen die Schuld zuschieben.

          In dem Zusammenhang sei auf die unfähige Kieler Ex-OBin verwiesen, die den Grund für ihr Scheitern natürlich nicht bei sich, sondern bei den Macho-Kerlen sucht (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-susanne-gaschke-und-ihr-scheitern-in-kiel-a-993680.html)

          Wer Euch ebenfalls bekannt sein dürfte, ist die Wikipedia-Autorin Gabi Mirhoff alias Fiona, die seit Jahren 60-70h die Woche Artikel zur Politik indoktrinatorisch umschreibt und sich mit Vorliebe auf den Metaseiten streitet.

          Da keine Störung anzunehmen, wäre ziemlich unrealistisch.

        • @Axel:

          »Das hier ist ein Blog, und kein Psychiatrie-Seminar.«

          Dieser Blog ist nahezu täglich ein Biologie-Seminar, also wird er zumindest gelegentlich auch ein Psychiatrie-Seminar sein dürfen. Obwohl ich meinen Ehrgeiz lieber dahingehend einsetze, ihn zu seinem Soziologie-Seminar zu machen! 🙂

          »Wenn ratl. und ddbz Nazis als krank bezeichnet hätten, würdet Ihr bestimmt nichts dagegen sagen. Hab ich recht?«

          Nein, hast Du nicht. Ich würde das ebenfalls zurückweisen. Es gibt sicher auch im psychologischen Sinne kranke Nazis, aber die Mehrheit derselben ist das ebenso sicher *nicht*.

          Auch der Mehrheit der Feministinnen würde ich keine psychische Störung zuschreiben, denn nicht jede Ausprägung einer narzisstischen Persönlichkeit ist pathologisch. In einem strikten Sinne trifft es wahrscheinlich nicht mal auf Lantzsch zu, aber bei ihr erscheint mir die Selbstbezüglichkeit schon sehr ausgeprägt.

          Deshalb muss man den Feminismus als ideologisches System kritisieren und »dekonstruieren«. Auf den Begriff des »Narzissmus« greife ich daher nicht im Sinne einer psychopathologischen Diagnose zurück, sondern im Sinne eines bestimmten Wertekatalogs, der die individuelle »Authentizität« und das persönliche »Fühlen« und »Empfinden« für sakrosankt erklärt, als ob es einer rationalen Kritik nicht zugänglich sei oder nicht ausgesetzt werden dürfe.

          Genau in dieser vermeintlichen »Sanftheit« des Empfindens verbirgt sich ja die ideologische und politische Gewalt der feministischen Empathieverweigerung, wenn es um die »falschen« Opfer geht.

          »Wikipedia-Autorin Gabi Mirhoff alias Fiona«

          Wußte gar nicht, dass die auch mit Klarnamen bekannt ist!

          »Da keine Störung anzunehmen, wäre ziemlich unrealistisch.«

          Da eine Störung *anzunehmen*, wäre nicht mehr als eine *Arbeitshypothese*, solange man die Dame nicht kennt. Lantzsch kennt man ja immerhin aus Medienauftritten und ihren Blogtexten.

        • ät djadmoros:

          „Obwohl ich meinen Ehrgeiz lieber dahingehend einsetze, ihn zu seinem Soziologie-Seminar zu machen! “

          Gut, aber nur mit evolutionärem Menschenbild!

          Hatte Dir ja von meinem Umfragejob bei den Soziologen berichtet.
          Habe einen sehr positiven Eindruck von denen – der Chef ist geradezu zucht&ordnungsgeil. 😉

          Aber was hängt vor der Tür? Ein Marxismus-Buch-Werbeplakat…

          Zu den Nazis: „Nein, hast Du nicht. Ich würde das ebenfalls zurückweisen. Es gibt sicher auch im psychologischen Sinne kranke Nazis, aber die Mehrheit derselben ist das ebenso sicher *nicht*.“

          Ok. Ich finde auch, daß wir Menschen schlicht eine bösartige Seite im Sinne von rücksichtslosem Egoismus haben, die Ideologien nutzt, um natürliche destruktive Bedürfnisse zu befriedigen (Macht, Sex, Geld, Pöstchen…).

          Davon sind Radfems an der Uni natürlich nicht ausgenommen. Sie sind nur schlauer.

          „Deshalb muss man den Feminismus als ideologisches System kritisieren und »dekonstruieren«.“

          Hehe, ja; hier ist die „Dekonstruktion“ mal wirklich angebracht.
          Nützt aber nix – die denken sich gleich was Neues aus. Die Institutionen, die das Ideologisieren und Schmarotzen ermöglichen oder erleichtern, sollten reformiert werden.

          „»Wikipedia-Autorin Gabi Mirhoff alias Fiona«
          Wußte gar nicht, dass die auch mit Klarnamen bekannt ist!
          »Da keine Störung anzunehmen, wäre ziemlich unrealistisch.«
          Da eine Störung *anzunehmen*, wäre nicht mehr als eine *Arbeitshypothese*, solange man die Dame nicht kennt. Lantzsch kennt man ja immerhin aus Medienauftritten und ihren Blogtexten.“

          Doch doch, sie hat sich mal verraten, weil sie nach Kontowechsel ein- und denselben Text einfach wieder unter neuem Namen eingestellt hat. Das Feindbild-Portal Wikimannia hat das und sogar ihre Wohnadresse mal veröffentlicht.
          Hat aber nix genutzt. Sie wird eher noch fleißiger. Zeigt, daß Genderkritiker wohl doch nicht solche Haßkappen sind wie teils behauptet, wenn ihr nix passiert.

          Das mit der „Arbeitshypothese“ würde ich höchstens in einer hochoffiziellen Veröffentlichung so schreiben, um nicht juristisch angreifbar zu sein.
          Ansonsten, auf diesem Blog: von morgens 9 bis nachts um 1-2 Uhr, fast jeden Tag, dazu noch die hysterische Suche nach Streit auf den Metaseiten – da keine Persönlichkeitsstörung, sondern lediglich „Ideologie“ anzunehmen, halte ich für verwegen.
          Gabi hat jede Menge Unterstützer, die längst nicht 70h/Woche machen. Die würde ich für völlig normale Arschlöcher halten.

        • @ddbz:

          »Ich habe nur die dargestellte Geschichte des 2. Welle (?) Feminismus als falsch und beschönigend bezeichnet.«

          Du findest also die Aussage »beschönigend« und »falsch«, der Second-Wave-Feminismus habe mit einer rationalen Kritik begonnen. Nun habe ich ja drei Beispiele, gegen die damals protestiert wurde, genannt.

          Ich muss also, wenn ich Deinen Einwand wörtlich nehme, unterstellen, dass Du lieber in der Adenauer-Zeit leben möchstest, als die Frauen noch die Erlaubnis ihres Ehemannes brauchten, um arbeiten zu gehen, Abtreibungen illegal waren und eine geschlechtsspezifische Ungleichheit der Entlohnung juristisch zementiert war.

          Wenn Du nämlich einen feministischen Protest gegen diese Zustände für irrational hältst, dann muss ich notwendigerweise unterstellen, dass Du diese Zustände in Ordnung findest.

        • ät djad und dx-die-buchstabenzählt:

          „unterstellen, dass Du lieber in der Adenauer-Zeit leben möchstest, als die Frauen noch die Erlaubnis ihres Ehemannes brauchten, um arbeiten zu gehen, Abtreibungen illegal waren und eine geschlechtsspezifische Ungleichheit der Entlohnung juristisch zementiert war.“

          Das ist aber ein typisches Gender-Abwehrargument. Die Kritiker sind alle Verlierer, klein&schmächtig wie Pirincci, haben ein Problem mit ihrer Sexualität, kriegen keine Freundin, …

          …ja, und wollen gerne die 50er Jahre zurück haben.
          Selbst, wenn man deutlich später geboren ist. Klar.

          Aktuelle Zustände wie die häufigen Lifestyle-Abtreibungen sind allerdings nicht unbedingt „modern“, sondern bestenfalls modisch.
          Genda ist ja schließlich auch kein gesellschaftlicher Fortschritt, sondern eine aktuelle Verirrung.

        • @Axel:

          »Das ist aber ein typisches Gender-Abwehrargument. Die Kritiker sind alle Verlierer, klein&schmächtig wie Pirincci, haben ein Problem mit ihrer Sexualität, kriegen keine Freundin,«

          Tja, so einfach kann für manche eben die Welt sein. Offenbar auch für den Buchstabenzähler, der mich einen »Geschichtsfälscher« nennt, weil ich mein Bild vom Feminismus nicht ausschließlich schwarz in schwarz, sondern historisch differenziert male.

          Ich finde, bei derlei markigen Vorwürfen darf ich das, was er so von sich gibt, dann doch mal beim Worte nehmen.

          »Aktuelle Zustände wie die häufigen Lifestyle-Abtreibungen sind allerdings nicht unbedingt “modern”, sondern bestenfalls modisch.«

          Ich bin kein Freund von Beliebigkeit, wenn es um Abtreibungen geht. Aber den Pro-Life-Aktivisten gehört meine Sympathie keinesfalls.

        • @ djm

          Hast Du denn Belege dafür, daß Frauen ohne die Erlaubnis des Ehemannes nicht arbeiten durften?

          Abtreibung ist heute noch strafbar … zumindest ist sie nicht pauschal straffrei.

          In der modernen, Nicht-Adenauer Zeit dürfen Männer bestimmte Berufe nicht ergreifen, ohne weiteren Grund ausser dem, sie sind Männer. Sie verdienen also hier zu 100% weniger als Frauen, ganz ohne Tarifvertag. Leben wir immer noch in der Adenauer-Zeit? Denn offensichtlich IST die unterschiedliche Bezahlung noch zementiert …

          Davon ab, Du hast behauptet, der Feminismus der 2. Welle hätte mit Kritik an diesen Dingen begonnen und das ist offensichtlich falsch,

        • ät Djad:

          „Ich bin kein Freund von Beliebigkeit, wenn es um Abtreibungen geht. Aber den Pro-Life-Aktivisten gehört meine Sympathie keinesfalls.“

          Dawkins hat gemeint, die Rechten schützen gerne das ungeborene Leben; das geborene hingegen kann gerne übern Jordan gehen (Todesstrafe…).
          Die Linken schützen gerne das geborene Leben, das ungeborene hingegen kann weg, wenn die Frau das will.

          Ich finde beide Haltungen verachtenswert, zumindest was den Bring-um-Teil betrifft.

          Ein Lebensschützer, der gegen Todesstrafe und (verhinderbaren) Krieg ist, hat meine volle Sympathie.

          Denn: Wer kann am wenigsten für die Zeugung? Das Kind!

          Der Rest hat sich gefälligst der Verantwortung zu stellen.

        • @ddbz:

          § 1356

          Von 1900-1958:

          »(1) Die Frau ist, unbeschadet der Vorschriften des § 1354, berechtigt und verpflichtet, das gemeinschaftliche Hauswesen zu leiten.«

          Von 1958-1977:

          »(1) [1] Die Frau führt den Haushalt in eigener Verantwortung. [2] Sie ist berechtigt, erwerbstätig zu sein, soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist.«

          Ab 1977:

          »(2) [1] Beide Ehegatten sind berechtigt, erwerbstätig zu sein. [2] Bei der Wahl und Ausübung einer Erwerbstätigkeit haben sie auf die Belange des anderen Ehegatten und der Familie die gebotene Rücksicht zu nehmen.«

          Bis 1977 haben also die Pflichten der Frau in Ehe und Familie juristischen Vorrang vor ihrer Erwerbstätigkeit. Dass das schon lange nicht mehr so heiß gegessen wie gekocht wurde, steht auf einem anderen Blatt.

          »In der modernen, Nicht-Adenauer Zeit dürfen Männer bestimmte Berufe nicht ergreifen, ohne weiteren Grund ausser dem, sie sind Männer«

          Welche Berufe genau sind das noch mal? Es gibt tatsächlich nur eine einzige männliche Hebamme, aber ein Verbot liegt da nicht vor.

          »Davon ab, Du hast behauptet, der Feminismus der 2. Welle hätte mit Kritik an diesen Dingen begonnen und das ist offensichtlich falsch«

          Die Feministinnen hatten natürlich Verbündete, insbesondere in der Sozialdemokratie. Aber deswegen sind ihre Zielsetzungen nicht irrational. Und ich sprach von *Rationalität*, nicht davon , dass sie diese Kritik per se *erfunden* oder damit *begonnen* hätten.

        • @ djm

          „Welche Berufe genau sind das noch mal?“

          Gleichstellungsbeauftragte, in den meisten Gesetzen. EIN Beispiel reicht für meine Behauptung.

          Berufsausübung: Deine Behauptung war, daß Frauen ohne Erlaubnis des Ehemannes keine Berufstätigkeit aufnehmen durften, genauer „um arbeiten zu gehen“, und das ist offensichtlich falsch.

          Hier kann Dir @Nick,ich glaube der war es, aber entsprechend besser Auskunft geben. Aber eigentlich hatten wir hier vor nicht zu langer Zeit dieses Thema mal.

          Der Feminismus hätte dann ja schon damals auf Un- und Halbwahrheiten aufgebaut. Nicht, daß ich dies bestreiten wollte und würde, aber Du lieferst dann ja selber Belege für diese Feststellung. Zeigst damit doch wie heute noch versucht wird die Geschichte des Feminismus, hier die von Dir gefundene 2. Welle, schöngeredet wird. Also die Geschichte verfälscht dargestellt wird.

        • @ddbz:

          Wobei »Gleichstellungsbeauftragte« kein Beruf ist, sondern ein Amt, es geht also nicht um ein Berufsverbot. Was nicht heißt, dass ich die Praxis für gut befinde, aber es ist eben doch eine Nummer kleiner als ein Berufsverbot.

          »Deine Behauptung war, daß Frauen ohne Erlaubnis des Ehemannes keine Berufstätigkeit aufnehmen durften, genauer “um arbeiten zu gehen”, und das ist offensichtlich falsch.«

          Nein, denn im Konfliktfall hätte es genau das bedeutet: dann hätte sich der Mann darauf berufen können, dass die Erwerbstätigkeit der Frau einer Verletzung ihrer ehelichen und familiären Pflichten darstellt.

        • @ djadmoros

          Nenn es Amtsverbot. Wie auch immer, Männer können in diesem Gebiet KEIN Gehalt bekommen, einfach nur weil sie Männer sind, damit ist belegt, daß es Gehaltsunterschiede aufgrund des Geschlechts gibt.

          Du hast sicher auch einen konkreten Fall wo es einem Mann gelungen ist seiner Frau auf rechtlichem Weg die Arbeitsaufnahme zu verwehren? Sicher hast Du auch Belege für eine Alltäglichkeit solcher Vorfälle. Wahrscheinlich von Adenauer persönlich abgesegnet. 🙂

          Entschuldige meine Worte, aber ich glaube Du bist den Feminist.I.nne auf den Leim gegangen. Feminismus war nie an Gleichberechtigung gelegen …

    • @Djadmoros

      Das Verschleifen von Begriffen scheint ein Grundproblem des Feminismus zu sein, wie es zumindest in mehreren Texten der Kollege R. Paris beschrieben hat.

      Was mich immer irritiert, ist dieser Hang zur Etikettierung, wie hier:
      „typen-zentrierte und hetero_cis_sexistische Kampagne“

      Das liest sich ein bisschen wie die ellenlangen englischen Aufschriften auf den Kassettenrecordern meiner Jugend. Und zweitens erinnert mich diese Lust an Kategorien und Etiketten an die Popmusik, wo es diesen Eifer auch gab und gibt und beständig neue Schubladen erfunden worden sind. Das muss etwas sehr amerikanisches sein.

      Ohnehin nehme ich zunehmend Texte nicht mehr ernst, die mit politisierten Kampfbegriffen um sich werfen, ob von links oder rechts. Solche Texte sind in der Regel rechthaberisch und den Autoren fehlt jegliche Distanz zu sich selbst. Insofern passt der Narzismusvorwurf tendenziell, weil das eigene Ich und die eigene Subjektivität ungebremst zum Maßstab gemacht wird. Die Subjektivität wird spürbar in den wertlastigen Etikettierungen und in der Neigung, in den Rant abzugleiten, was sich mit nüchterner Analyse einfach nicht gut verträgt.

    • unter dem titel „trigger“ erzählt lantzschi ein bisschen was über ihre gemütslage:

      „Die Tablette wirkt langsam. Ich fühle Entspannung, merke wie die Gedanken nicht mehr weg müssen, weil sie unbedingt in mich rein wollen. Ich nicht mehr raus will, weil sie reinwollen.“

      zumindest scheint sie gut auf ihre psychopharmaka anzusprechen 😉 da muss man nicht spekulieren.

      • @albert:

        »zumindest scheint sie gut auf ihre psychopharmaka anzusprechen 😉 da muss man nicht spekulieren.«

        Ich fürchte nur, diese Tabletten helfen ihr nicht bei dem, bei dem wir ihr geholfen wünschen! 🙂

  3. Als Antifeminist muss man die Feminist.I.nnen und deren Unterstützer eigentlich bedauern. 🙂

    Sie können machen und reden was sie wollen, sie bekommen auch von ihren Feminist.I.nnen selber nur Feuer. Sie können es nie richtig machen …

    Da hat man es als böser Antifeminist doch einfach. Man will es denen garnicht recht machen, man will von Feminist.I.nnen nicht geliebt werden.

    Hach, ist das schön Antifeminist zu sein!!

    PS Übrigens, die Lantzsch ist eine feine Frau! Die passt super zu Feminismus.

  4. Mal wieder ein ausgezeichneter Artikel von Nadine Lantzsch, der den Irrsinn der pseudo-emanzipatorischen Irrlehre des (vulgär-)poststrukturalistischen Gender/Queer-Feminismus exemplarisch offenbart und sich auch für eine Analyse und Kritik seiner abstrusen anti-aufklärerischen und anti-universalistischen weltanschaulichen Grundlagen gut eignet.
    (Bevor jetzt wieder ein paar „Antifeministen“ antanzen – die oft genauso anti-aufklärerisch und anti-universalistisch sind – und mir vorschreiben wollen, wie ich feministische Strömungen und Positionen darzustellen und zu beurteilen habe – nämlich nicht wahrheitsgemäß und nicht nach Kriterien universalistischer Moral, sondern so, wie es ihrer pubertären Anti-Ideologie in den Kram passt, gehe ich jetzt mal einen Kaffee trinken.)

    • @Leszek

      Ich bin Antifeminist und Aufklärung halte ich für dessen Kern, eben weil Feminismus weit von einem solchen Anspruch entfernt ist. Wie erklärst du dir das?

      Nun gibt es natürlich alle möglichen Leute, die abstruse Sachen erzählen, und sich Antifeministen nennen. Doch das macht noch keine Definition des Antifeminismus. Gute Definitionen sind nützliche Definitionen und „nützlich“ bedeutet hier, daß die Definition einen großen klassifikatorischen und diskriminatorischen Gewinn bringt. Antifeministisch sind meiner Ansicht nach all diejenigen Auffassungen, die mit dem Feminismus inhaltlich in Konflikt stehen. Aus diesem Grunde würde ich den Humanismus ebenfalls als antifeministische Position auffassen.

      Ich mit meiner pubertären Anti-Ideologie möchte dir übrigens vorschreiben, wie du den Feminismus zu sehen hast und deshalb habe ich dir gerade ein Argument gebracht. Ist das für dich ein akzeptables Vorgehen?

      Was „anti-universalistisch“ bedeutet, ist mir leider ebenfalls nicht ganz klar. Könntest du dazu mal was schreiben?

      Danke

    • Mit „anti-universalistisch“ meine ich eine Einstellung, die implizit oder explizit gegen moralischen Universalismus bzw. postkonventionelle universalistische Moral gerichtet ist (6. Stufe der Moralentwicklung nach Kohlberg):

      http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlbergs_Theorie_der_Moralentwicklung#Postkonventionelle_Ebene

      Universalistische Moral impliziert:

      – Gleichwertigkeit aller Menschen, unabhängig von Kategorien wie Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung etc.
      – Orientierung nicht primär an Du-Sollst-Normen, sondern an abstrakten moralischen Prinzipien wie Gerechtigkeit, Freiheit etc., die für alle gleichermaßen Gültigkeit haben – in Bezug auf den Geschlechterdiskurs ergibt sich daraus die Forderung nach gleichen Rechten und gleichen Pflichten.

      Zum Thema „Antifeminismus als autoritäre Ideologie“ vielleicht später was, wenn ich die Zeit dazu finde.

      • „Orientierung nicht primär an Du-Sollst-Normen, sondern an abstrakten moralischen Prinzipien wie Gerechtigkeit, Freiheit etc., die für alle gleichermaßen Gültigkeit habe“

        Ich bezweifle, dass eine Gesellschaft auf post-konventioneller Moral beruhen kann. Erstens wird diese Stufe nur von wenigen Menschen erreicht, zweitens werden sie sich kaum einig darüber werden, was abstrakte Werte wie „Gerechtigkeit“ nun konkret bedeuten sollen. In der Praxis wird das Leben wohl weiterhin von „Du sollst“-Normen bestimmt.

      • du meinst es sicher nur gut, @lezsek, wenn du alle menschen, als gleichwertig erachtest, die frage ist nur, ob es irgendetwas mit der realität zu tun hat und logisch konsistent ist. zuerst müsste man klären auf was sich der begriff wert bezieht. offensichtlich sind hinsichtlich beispielsweise der kampfkraft nicht alle menschen gleich wertvoll. nun könntest du einwenden, dass sich bei allen menschen stärken und schwächen in der summe ausgleichen, aber auch das wäre zu belegen und tatsächlich glaube ich es nicht.

        man kann gleiches recht für alle schaffen, also für gleichberichtigung sorgen, aber gleicher wert lässt sich nicht herbeidefinieren, @lezsek.

        • nee, leider nicht, @axel, der imgur link war schon weg und ich wollte meine jüngeren kollegen nicht schon wieder belästigen. lohnt es sich denn, @axel? kommt sie natürlich rüber :-D?

        • ät Albertus:

          Wenn Du Dir eine Wegwerf-Emailadresse anlegst, schick ich Dir was und Du kannst Dich selbst überzeugen.
          Freenet ist gut.

          Ferkelt ihr etwa im Büro? Soso, tsts.

          Hatte mal über einen Genderama-Link was gelesen, wo ein Berliner Angestellter sich beschwerte, daß die Azubinen im Betrieb recht unzüchtig gekleidet waren, und wenn einer hinguckte, zog die Frauenbeauftrage, intern „Jabba, der Hutte“ genannt, demjenigen die Testikel lang.
          Nicht, daß Dir auch so was passiert…

    • Und währendessen rätselt Arne Hoffman zusammen mit der internationalen maskulistischen und antifeministischen Welt, was Emma Watson denn nun eigentlich sagen wollte.
      http://genderama.blogspot.de/2014/09/debatte-um-un-auftritt-tobt-weiter-emma.html

      Dabei ist das nun wirklich nicht besonders schwer und die Kampagne „He for She“ sagt es doch bereits aus: Männer haben die Bedürfnisse von Frauen zu befriediegen. Das ist der unausrottbare (weil biologisch verdrahtete) Emma-Watson-Feminismus und der Feminismus von Abermillionen von Frauen, die sich selbst gar nicht als feministisch bezeichnen, ja den radikalen Feminismus ablehnen, weil er Männer zu sehr erniedrigt.

      • Daumen hoch @Adrian. Denn genau so, wie in deinem unteren Absatz beschrieben ist dieses ganze HeforShe intendiert.

        Die Frauen haben’s vergeigt und die Männer gefälligst im vorauseilendem Gehorsam zu reparieren.

        Übrigens sagte Emma Watson nicht dem Männerhass den Kampf an, sondern bedauert es, dass Feminismus mit diesem Begriff verbunden ist. Hier der Original-Textausschnitt aus Hermines UN-Rede:

        “… I was appointed as Goodwill Ambassador for U.N. Women six months ago and the more I’ve spoken about feminism, the more I have realized that fighting for women’s rights has too often become synonymous with man-hating. If there is one thing I know for certain, it is that this has to stop. …”

        Was ‚Lantzschi‘ darin noch aufkreischbares findet, mag wohl ihr Arzt und Therapeut beantworten.

        • „Übrigens sagte Emma Watson nicht dem Männerhass den Kampf an, sondern bedauert es, dass Feminismus mit diesem Begriff verbunden ist.“

          Richtig. Denn die große Mehrzahl der Feministinnen hasst keine Männer. Sie wollen „lediglich“ besser behandelt werden, als Männer und betarchten das als ihr weibliches Grundrecht.

          Es ist kontraproduktiv Männer zu hassen. Und deshalb hat der Lantzsch-Feminimus langfristig keine Chance. Weil dieser den männlichen Esel prügelt, der den Karren zieht, auf dem Frau sitzt.

      • Richtig. Denn die große Mehrzahl der Feministinnen hasst keine Männer. Sie wollen “lediglich” besser behandelt werden, als Männer und betarchten das als ihr weibliches Grundrecht.

        Und das ist das Problem schlechthin mit politisierenden Feministinnen. Die Mehrheit der Politfrauen macht Frauenpolitik. Von Frauen, für Frauen und für Frauenfrauen und Frauenfrauenfrauen und Frauenfrauenfrauenfrauenfrauen.

        • @ Peter

          „Die Mehrheit der Politfrauen macht Frauenpolitik. Von Frauen, für Frauen und für Frauenfrauen und Frauenfrauenfrauen und Frauenfrauenfrauenfrauenfrauen.“

          Du hast die Frauenfrauenfrauenfrauen vergessen, du Frauenfrauenfrauenfrauenfeind!

  5. @christian:

    Ich habe in letzter Zeit immer wieder über die Privilegientheorie nachgedacht. Ich bin noch nicht so weit wirklich mathematisch an die Sache heranzugehen, aber intuitiv habe ich die Vermutung, dass das Ganze logisch inkonsistent wird sobald die Macht-Ordnung nicht mehr transitiv von den weißen Männern ausgeht (also weiße Männer immer an der Wurzel des Machtgefüges stehen). Mich erinnert das Ganze an das Concordet Paradoxon, dessen Ergebnis es ist, dass kollektive Präferenzen zyklisch sein können und nicht mehr transitiv.

    Siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/Voting_paradox

    Nachdem Privilegien, in meiner Interpretation, eine sehr individuell Erfahrene höchst subjektive Sache sind, man sie aber individuell durch eine ordinale Ordnung darstellen kann, gehe ich davon aus, dass die Privilegienordnung der Feministinnen kollektiv ebenfalls nicht transitiv, und somit logisch inkonsitent ist.

    Hat sich jemand, Deines Wissens schon mal darüber Gedanken gemacht? Und habe ich die Grundlagen richtig verstanden oder habe ich da einen Strohmann wenn es um die Privilegientheorie geht?

    • @mrsyncope

      Ich misch mich da mal kurz ein, bevor es wieder steinzeitliche Hormone regnet … ^^

      Was du gefunden hast, ist tatsächlich eine wichtige Sache: Privilegien sind natürlich realisierte Präferenzen und zyklische Präferenzen sind bei der Aggregation individueller Präferenzen zu einer kollektiven Entscheidung ein Problem und nach der Aggregation eine zyklische kollektive Präferenzenordnung zu bekommen, verstößt gegen Rationalitätsstandard und kann auch mit einem fehlerhaften Aggregationsverhalten zusammenhängen.

      Bei Wahlen tritt dasselbe Problem auf und Wahlverfahren sind so merkwürdig gebaut, damit das Hauptproblem – die Existenz von kleinen Vetogruppen, die das Zustandekommen der kollektiven Entscheidungen aus Verfahrensgründen dominieren – nicht auftreten können.

      Will man also Fairnis von Aggregationsverfahren garantieren und Vetogruppen vermeiden, dann kann nicht jede Präferenz jeder einzelnen Feministin an der kollektiven Aggregarion teilnehmen. Das bedeutet, daß die Subjektivität jeder einzelnen Frau nicht voll im Kollektiv abgebildet werden kann – und zwar nicht weil Männer die Macht haben oder so, sondern aus logischen und aus Fairniß-Gründen UND weil andere Frauen andere Präferenzen haben.

      Diese Idee ist mir selbst noch nie gekommen, aber sie hat Potential, DANKE! 🙂

      Wenn du dir ein Basiswerk dazu reinziehen willst, dann kannst du hier anfangen:

      http://www.amazon.de/Logik-kollektiver-Entscheidungen-Lucian-Kern/dp/3486210165/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1411725150&sr=8-3&keywords=Die+Logik+kollektiver+Entscheidungen

      Das Buch ist etwas älter, aber es sammelt sehr schön den in vielen einzelnen paper verstreuten und schwer auffindbaren Forschungsstand zusammen. Von dort aus kann man vielleichter zu den neuesten Ergebnissen vorstoßen, die in 20 Jahren sicher angefallen sind.

      Ich kümmer mich da mal drum, bin aber selbst eher beginner auf dem Gebiet.

      • @elmar:

        Ja mach das 🙂 Bin selbst gerade mit anderen Dingen beschäftigt.

        Bin gespannt was rauskommt, habe mich selbst im Zuge des VWL-Studiums damit beschäftigt, da einer meiner Profs Voting-Experimente gemacht hat. Deshalb ist mir die Idee präsent.

        Bestenfalls könnte man daraus ein Paper machen… Wobei das akademisch gefährlich werden könnte weil dann sicher das ganze Guilt-by-Association Sexismus Ringelreijah losgeht…

        Intuitiv gesehen könnte man das als zugrundeliegenden Grund für das „Thought-Policing“ heranziehen. Wenn nämlich die individuellen Präferenzen (Privilegienordnungen) nicht alle gleich sind wird der gesamte Kanon inkonsistent…

        • “ Bestenfalls könnte man daraus ein Paper machen… Wobei das akademisch gefährlich werden könnte weil dann sicher das ganze Guilt-by-Association Sexismus Ringelreijah losgeht…“

          Also, da bin ich ja sowas von dabei … sag Beischeid! 🙂

  6. Zum restlichen Mädchenmannschaft Artikel:

    Ich frage mich, nachdem die Autorin offensichtlich nichts von Liberalismus hält, was Sie dann von Menschenrechten oder dem liberalen Rechtstaat hält…

    Beides zentrale Errungenschaften, ohne die die Gleichheit der Geschlechter vor dem Recht, nicht möglich gewesen wäre.

    Nachdem ich annehme, dass sie, wie auch die meisten Linken, eher nur kritisiert, anstatt konkrete Alternativen für die Verfassung eines Staates und einer Wirtschaftsordnung zu haben, ist die Frage nach der Radikal-Feministischen Utopie (bzw. aus meiner Perspektive eher die Dystopie) sinnlos.

    Trotzdem: wie sollte ein Radikal-Gender-Feministischer Staat aussehen in dem die weißen Heten keine Türsteher für das „gute Leben“ sind?

    Abschließend: Schon fast unfreiwillig komisch finde ich, dass sie Anfangs Zahlen, Daten und Fakten als „Kackscheiße“ abtut und im letzten Absatz über Minderheiten und Mehrheiten schreibt…

    • „Schon fast unfreiwillig komisch finde ich, dass sie Anfangs Zahlen, Daten und Fakten als “Kackscheiße” abtut und im letzten Absatz über Minderheiten und Mehrheiten schreibt….“

      Ja, das ist Realsatire

      • Schon fast unfreiwillig komisch finde ich, dass sie Anfangs Zahlen, Daten und Fakten als “Kackscheiße” abtut und im letzten Absatz über Minderheiten und Mehrheiten schreibt…

        Und die binäre Einteilung der Geschlechter in „männlich“ und „weiblich“ als verfehlt bezeichnen und andauernd die Frauenquote fordern.
        Feministische Logik: Wie wird Sexismus abgeschafft? Indem er andauernd praktiziert und zum Kern der eigenen Politik gemacht wird. Logisch, oder etwa nicht?

          • @adrian

            „Und? Gibt es eine Verpflichtung die Verfassung gut zu finden?“

            nö natürlich nicht.

            sie ruft ja auch nicht zur gewalt gegen den staat auf, so gesehen hat dummerjan natürlich recht. das wäre unangemessen.

            manchmal bin ich halt einfach sauer wegend der ganzen doppelstandards die ich im radikalen feminismus sehe.

            mich wundert es halt warum es so eine hegemoniale berichterstattung gibt. warum wird medial feminismus automatisch als etwas gutes und unterstützenswertes gesehen ohne zu differenzieren welcher feminismus da eigentlich gerade gemeint wurde…

  7. In Deutschland gilt nach wie vor die Wehrpflich im Spannungs- und Verteidigungsfall nur für Männer.
    Siehe
    http://www.gesetze-im-internet.de/wehrpflg/__2.html
    „Die §§ 3 bis 53 gelten im Spannungs- oder Verteidigungsfall.“
    Es besteht hier ein gesetzliches „HeForShe“.

    Ähnliches gilt in anderen NATO-Staaten.

    Im Grunde ist das auch ok, letztlich braucht ein Land eine Verteidigung gerade gegen solche Barbaren wie die ISIS Leute.
    Aber warum nur Männer?
    Aber wieso am Hindukusch oder in Syrien oder bei sonstwelchen Kalmücken und Huzulen (bitte liebe Kalmücken und Huzulen verzeiht mir an dieser Stelle)?

    • „Aber warum nur Männer?“

      Weil irgendjemand zu Hause bleiben und Kinder gebären muss. Wehrpflicht für Frauen zerstört die geschlechtliche und sexuelle Identität und führt langfristig zu einer Verweichlichung und Verschwulung des Mannes.

      Ein echter Mann beweist sich im Kampf – natürlich nur im Kampf für die Frau und Mutterland, nicht im Kampf für sich selbst.

      • @Adrian

        *Weil irgendjemand zu Hause bleiben und Kinder gebären muss. Wehrpflicht für Frauen zerstört die geschlechtliche und sexuelle Identität und führt langfristig zu einer Verweichlichung und Verschwulung des Mannes.*

        Angesichts der vielen großen schwulen Militärs (Friedrich d. Große, Epaminondas, Alexander d.Gr. ?, Karl XII. von Schweden, die Heilige Schar der Thebaner mit vielen Schwulen u.ä.) führt Verschwulung eher zur militärischen Ertüchtigung.

        Nicht umsonst beherrschen nackte verschwitzte Muskelmänner schwule Phantasien und der Heilige Sebastian ist hochgradig beliebt (so viele Heilige Sebastiane, von Pfeilen durchlöchert, wie in den schwulen Kunstblogs, die ich frequentiere, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen – ja, kaum gefällt mir ein Blog und ich beobachte ihn ein wenig länger, bumms, stellt sich heraus, dass der Betreiber schwul ist. Dabei lassen manche gelegentlich auch fatalere Vorlieben für knallig martialische Männlichkeit erkennen – Breker, Thorak).

        Erst neulich schönen Blog über historische Raumgestaltung durch Textilien entdeckt, betrieben von einem in Britannien ansässsigen Textilrestaurator und Kunsthistoriker mit eigener Dekofirma und enorm reichen Kunden, auch viele in Berlin übrigens.

        Nettes Fachsimpeln über das Etrurische Kabinett im Potsdamer Stadtschloss – dann teilt er mir mit, er werde in nächster Zeit weniger bloggen. Warum? Weil er seinen Wohnsitz (der Ruhestand naht) nach Frankreich verlegt – Bauernhaus in der Dordogne gekauft, umgebaut, nun zieht er um, mit seinem Lebensgefährten 😦 .

        Ich glaube, mit mir stimmt etwas nicht.

        • ät Alex:

          Ich fand Deine Leidenschaft für Kunst auch schon immer etwas verdächtig, Roslin. Gibt es etwas, was Du uns erzählen möchtest? Na?

          🙂

          Im Potsdamer Stadtschloß gibt es ein Etruskerkabinett? Auch im neuen? Interessant, könnte ich mir mal angucken, wenn ich da bin.
          Damit das klar ist: Ich bin deswegen nicht schwul! Nicht, daß Ihr das denkt.

        • @ Axel

          *Im Potsdamer Stadtschloß gibt es ein Etruskerkabinett? Auch im neuen? Interessant, könnte ich mir mal angucken, wenn ich da bin.
          Damit das klar ist: Ich bin deswegen nicht schwul! Nicht, daß Ihr das denkt.*

          Gab es. Der Bombenkrieg hat die Innenausstattung so vieler Schlösser/Paläste/Kirchen ausgelöscht.

          Das Etrurische Kabinett existiert nur noch in alten Fotografien und auf diesem wunderbaren Aquarell von Friedrich Wilhelm Klose (1840 gemalt, durch das Fenster zu sehen der Turm der spätbarocken Garnisonskirche, die ja vielleicht – hoffentlich – auch wieder aufgebaut wird, ebenfalls nach Bombenschäden von der DDR sinnlos gesprengt – wie das Berlinder Stadtschloss):

          Interessant für den Textilenthusiasten waren die Vorhänge und ihre Drapierung, die bestickten Polsterbezüge auf dem Sofa usw.

          Der Raum wurde 1802-04 im Stockwerk über den Rokokoräumen des Alten Fritz, der alten Königswohnung im Potsdamer Stadtschloss, eingerichtet als Teil der neuen Königswohnung im nun modernen klassizistischen Zeitgeschmack.

          Die alten Rokokoräume des großen Friedrich, entworfen von Knobelsdorff, seinem bedeutendsten Hofarchitekten, wollte man nicht umbauen aus Pietätsgründen, so blieben auch die erhalten bis zu dem furchtbaren Bombenangriff 1945, kurz vor Ende des Krieges.

          In Potsdam wird nur die Hülle rekonstruiert (Fassaden, immerhin, auch von Knobelsdorff), der Innenausbau erfolgt modern (leider, ähnlich wird es in Berlin sein).

          Dieser sehr schöne klassizistische Raum wurde angeblich vom Bildhauer Schadow (Quadriga Brandenburger Tor) entworfen, hier ein Foto zur Tür hin (Fenster nun im Rücken)

        • ät Roslin:

          Bei Dir kann man wohl Kunstgeschichtskurse buchen!? 😉

          Hab nen Kumpel am BW-Museum in Dresden, der würde stundenlang mit Dir über Potsdamer Schlösser schwadronieren.

          Da ich aus Potsdam komme (zumindest vor meiner Strafversetzung 😦 ) , habe ich den Bau verfolgen können. Das Gebäude ist nun zumindest äußerlich fertig.
          Nicht so mein Fall, zu barockig.

          Habe im Vorfeld des Baus den Widerstand der autonomen und „Pazifisten“-Szene in der Stadt mitbekommen. Hat nix genützt, hähä.

          Gegen den Neubau der schönen Garnisonkirche gab es vor zwei Monaten auch schon wieder Unterschriftenaktionen. Zum Glück nur mit dem Ergebnis, daß der Stadtrat noch mal drüber reden muß. Darüber, daß wir die Kirche bauen.

          In Potsstadt werden etliche linksradikale Projekte wie das „Freiland“, „Femarchiv“ oder das Kuze (linke Studi-Kulturzentrum) gefördert, ohne jeden Investitionsnutzen. Gehen meist nur Extremisten hin.
          Bei Projekten, die diese einst schönste Stadt Brandenburg-Preußens wiederherstellt (der Kanal, hach!), wird hingegen wegen „Militarismus“, Nazi und was weiß ich nicht noch allem gezetert.

          Gibt ne interessante Seite im Netz: http://www.mitteschoen.de/startseite/bioo.html

        • @ Axel

          Ist schon interessant, wie gerade die Linke sich magisch angezogen fühlt vom Hässlichen, das Hässliche feiert (bis hin zu den Antifatshaming-Kampagnen).

          Überall spürbar das RESSENTIMENT der zu kurz Gekommenen, der Misfits.

          Dann natürlich noch zusätzlich ideologisch rationalisiert als Kampf gegen Nationalkonservative (weil die Pracht dieser Bauten nun mal geschaffen wurde von Monarchien/Aristokratien, die Potsdamer Garnisonskirche zusätzlich von Hitler als Propagandakulisse missbraucht wurde).

          Dass sie daneben Dokumente sind großartigen Künstlertums (die Architekten waren nur selten Aristokraten, Neumann z.B.Sohn eines armen böhmischen Webers, dem der Stadtrat von Eger einen Torwächternebenjob gab als Sozialhilfe), unübertrefflicher Handwerkskunst (all die Stuckateure, Schreiner, Polsterer, Weber, Posamentierer, Steinmetze usw.) – es interessiert die Misfits nicht, ist nur weiteres Futter für ihren NEID, für ihre Taranteldenke.

          Dass diese Kunst einen MASSSSTAB vorgeben könnte, dem Demokratien sich zu stellen hätten (nur, um dann leider festzustellen, dass sie jämmerlich zu kurz springen, Schiller hatte wenigstens etwas,wogegen sich zu rebellieren lohnte, Elfriede Jelinek dagegen – forget it) – es ist deprimierend, nur weiterer Beleg, wie auf den Hund gekommen unsere Zivilisation doch ist, abgehalftert und schäbig-billig in mehr als einer Hinsicht.

        • Weil sie selbst kaum etwas Funktionstüchtiges zustande bringen, müssen sie alles herunterzerren auf ihr Niveau – Angleichung nach unten, Hauptsache gleich.

          Da das Hinauf so schwer ist, so mühsam, so anstrengend, selbst für den Begabten,dann eben runter damit, unten ist Platz, da kann sich jeder suhlen und gleich fühlen.

          Das Gute, Vollendete klagt die eigene Unfähigkeit nicht mehr an.

          Das Minderwertigkeitsgefühl, der Neid hat Ruh‘.

          Das ist auch bei vielen Feminist.I.nnen in ihrem Männerhass zu spüren.

          Statt selbst etwas aufzubauen, lieber jene verächtlich machen, denunzieren, diffamieren, die so viel begabter, aktiver, erfolgreicher sind, sie der Priviilegien zeihen – „Wir könnten ja, wenn wir nur dürften, wenn man uns nur ließe, wenn wir nicht so schrecklich, so furchtbar, so grenzenlos benachteiligt wären!“)

          Dabei sind sie oft genug schlicht zu faul, zu dumm, zu unfähig, zu unbegabt (gut, das ist tragisch, ist Schicksal, aber selbst das könnte man wenigstens in Würde tragen).

          Als sei ein Neumann auf Rosen gebettet mit dem goldenen Löffel im Schnabel geboren worden, als hätten sich nicht Unzählige derer, die Großes leisteten, mühselig gegen widerstände und Widrigkeiten durchsetzen müssen.

          Aber das ist mühsam, anstrengend und MAN KANN SCHEITERN, kann versagen, kann seine Grenzen und Begrenztheiten kennen lernen.

          Um wieviel einfacher und schonender für’s eigene klägliche Selbstbewusstsein ist da doch die „Anpassung nach unten“ die Nivellierung, das Herunterzerren auf’s eigene Niveau.

        • ät Roslix:

          Da fällt mir ein, daß eine Genderin im Studium mal zu mir meinte, die potthäßliche vergammelte Fachhochschule neben dem heutigen Potsdamer Stadtschloß sei „schön“.

          Hihi, daber wohnte sie selbst lieber im Altbau, im ausländerfreien Viertel.

          Ist übrigens lustig: In den mittel-ostdeutschen Großstädten hausen die Nazi-Asis gemeinsam mit den Asylanten in den sozialistischen Plattenbauten am Rand; die Anarchos und sonstigen Gutmenschen hingegen logieren bevorzugt im wilhelminischen Altbau innenstadtnah.

          Verkehrte Welt.
          Deinen Kulturpessimismus teile ich nicht so ganz; gebe Dir aber in bezug auf die Leistungsfähigkeit und den Leistungswillen der Kulturmarxisten recht.

          Ich vermute, daß zumindest die meisten von denen nicht besonders helle, und schon gar nicht besonders motiviert sind.

          Daher suchen sie sich zB Studiengänge, die von ähnlichen Pfeifen geleitet werden, wo man weder zeitlich noch intellektuell viel leisten muß. Und dann wird, in der Tat, der Anspruch auch noch gesenkt. Fängt ja in der Schule an.
          Wer bezeichnet denn Fleißige als „Streber“?

          Und dann kriegt man Jobs und Titel von den älteren Pfeifen und zieht in den vollsanierten Altbau mit Eichenparkett.

        • Bei diesem Gespräch musste ich an zwei Bonmots denken, die vielleicht nicht _jeder_ kennt…

          Zu schwulen Blogs:
          „Wenn Michelangelo nicht schwul gewesen wäre, hätte er die Sixtinische Kapelle in Weiß gemalt. Mit einer Rolle.“

          Zu Roslins Exkurs über die Linke:
          „Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“

        • @ Roslin
          „Ja, trau mich kaum noch, einen neu entdeckten Blog gut zu finden.“

          Kann ich nachvollziehen. Als ich zum ersten Mal gemerkt habe, dass ich Interessen mit heterosexuellen Männern teile, war ich auch am Boden zerstört. Bin aber drüber hinwegegkommen. Das schaffst Du bestimmt auch.

        • ät Adrian:

          Mh, ja, das spräche schon dafür.

          Aber was ist mit dem hier:

          Bei Adolfen ging´s ja nicht grade homophil zu, zumindest offiziell.

          Oder war Breker etwa auch….?

          Mal ne Interessensfrage, Adrian:
          Wie gefällt Dir Roslins Gazelle?

          Ich meine, das kann doch bei jedem Mann, ob Hete, schwul, bigender oder sonst was, nur Entzücken hervorrufen, oder?

        • @ Axel

          *Deinen Kulturpessimismus teile ich nicht so ganz; *

          Das Problem ist, dass dieser egalitaristische Wahn,dieser Nivellierungswahn, etwas ist, was bereits mit dem Jakobinertum der Frz. Revolution die Bühne betritt – dieses Leiden an der Existenz des Hohen, Schönen, schwer zu Errichtenden.

          Z.B. der Plan, alle Kirchtürme niederzureißen,weil sie die Häuser überragen. Völlig sinnlos, praktisch-politisch völlig sinnlos, befriedigt nur Neidkomplexe.

          Kam nicht zur Ausführung, weil die Jakobinerrepublik sich dann doch mit Überlebenswichtigerem beschäftigen musste.

          Aber einige Kathedralen hat man eingerissen,wenn auch hier die kapitalistische Überlegung (den Bau/Bauplatz zu Geld zu machen) die entscheidendere Rolle spielte.

          Auch das Hand-in-Hand-Arbeiten „linker“ und „rechter = kapitalistischer“ Interessen ist ja so neu nicht.

          Den Turm des Straßburger Münsters wollte man übrigens auch niederlegen, wenn schon nicht in Gänze, dann doch wenigstens die Spitze kappen, weil ja nur ein Turm fertig wurde von den 2 geplanten, der dafür dann besonder hoch und kunstvoll.

          Völlig irrational-sinnlos auch das, erklärbar nur aus einem tiefen, TIEFEN Ressentiment heraus, Hass auf Herausragendes,anstatt sich dessen zu freuen.

          Auch bei Lantzsch ist dieser Hass sogar schon auf das ganz normale Glück der Normalen zu spüren.

          Wenn sie sich darüber aufregt, dass die Heten ihr „Kinderprivileg“ „demonstrativ“ ausleben und auf feministische Veranstaltungen ihre Kinder mitbringen.

          Ein Vorwurf an sie, die Lesbe, so empfindet sie das.

          Neid,krankhafter Neid, der erst dann beruhigt ist – so bilden sie neidischen Misfits ein – wenn alle so unglücklich sind wie sie selbst, hervorragend beschrieben von Nietzsche in seinem Text über die Taranteln:

          *Aber anders wollen es freilich die Taranteln. „Das gerade heisse uns Gerechtigkeit, dass die Welt voll werde von den Unwettern unsrer Rache“ – also reden sie mit einander.

          „Rache wollen wir üben und Beschimpfung an Allen, die uns nicht gleich sind“ – so geloben sich die Tarantel-Herzen.

          Und „Wille zur Gleichheit“ – das selber soll fürderhin der Name für Tugend werden; und gegen Alles, was Macht hat, wollen wir unser Geschrei erheben!“*

          http://www.versalia.de/archiv/Nietzsche/Von_den_Taranteln.159.html

          Gerettet wurde die Straßburger Spitze, weil man ihr für einige Jahre eine blecherne Jakobinermütze überstülpte.

          Im Laufe der folgenden 2 Jahrhunderte scheint mir dieser Trend zur Egalisierung durch Herunterbringen sich immer mehr verfestigt und verbreitert zu haben.

          Elitär ist zum Schimpfwort geworden.

          Die alten Sozialdemokraten wollten die Proletarier noch in die Höhe bringen,durch Bildungsvereine etc.

          Wie hat sie sich doch verändert, die gute alte SPD.

          http://www.danisch.de/blog/2014/09/26/der-feministische-selbst-betrug-der-spd/

          Heute muss man GLEICHSTELLEN, indem man die behindert, die von Natur aus schneller laufen können/wollen, gleich stellen mit den Langsameren.

          Herunterbringen ist eben einfacher als Hinaufheben.

          Auch der Nationalsozialismus ist in meinen Augen in erster Linie eine Neidbewegung, Hass auf die herausragenden Leistungen der Aschkenasim (im Schnitt natürlich nur, gab auch unter denen Versager).

          Die hat man dann in der Gaskammer gleichgestellt.

          Stalinisten stellten das Bürgertum durch Verhungernlassen, Vernichtung durch Arbeit und Genickschuss gleich.

          Der hier kam damit sogar in’s Guinessbuch der Rekorde, Stalins persönlicher Henker:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Vasili_Blokhin

          Trug bei der Arbeit Lederkappe (abwaschbar), schulterlange Lederhandschuhe (abwaschbar), Schlachterschürze (abwaschbar).

          Hat halt gespritzt.

          Immerhin ein Leistungsträger im Herunterbringen.

        • @ Axel

          „Oder war Breker etwa auch….?“

          Möglich.

          „Mal ne Interessensfrage, Adrian:
          „Wie gefällt Dir Roslins Gazelle?“

          Ganz hüsch, aber eben ne Frau.

          „Ich meine, das kann doch bei jedem Mann, ob Hete, schwul, bigender oder sonst was, nur Entzücken hervorrufen, oder?“

          Warum glaubst Du das? Weibliche Körper rufen bei mir kein Entzücken vor. Sie können schön, hässlich oder langweilig sein. Aber sie sind nichts, wofür ich mich begeistern kann.

        • Korrektur

          Neid,krankhafter Neid, der erst dann beruhigt ist – so bilden sich die neidischen Misfits ein – wenn alle so unglücklich sind wie sie selbst, hervorragend beschrieben von Nietzsche in seinem Text über die Taranteln:

        • @ Adrian

          Na ja, auch Heterobildhauer sind in der Lage, enorm sinnliche Männerakte zu gestalten.

          Sprechender bei Michelangelo ist seine „Unfähigkeit“, sinnliche Frauenakte zu meißeln.

          Die nackten Weiber auf seinen Medicigräbern sind ja nackte junge Männer, denen er zwei Lehmbatzen vor die Brust geknallt hat, um sie dann als Frauen zu verewigen.

          http://gilmanscholarabroad.files.wordpress.com/2012/06/wp_001042.jpg?w=700&h=

          Das sind keine Frauenkörper (heute, testosterongedopt und bodybuildend, sieht man solche Frauenkörper).

          Trotzdem großartig in ihrer Art.

          Aber das spezifisch Weiche, Zarte, Geschmeidige der femininen, schönen Frau entgeht Michelangelo völlig.

          Nicht so Canova (der wahrscheinlich auch schwul war):

          oder hier seine 3 Grazien (oben das ist „Die Tänzerin“):

        • ät Roslix:

          Neid und Schmarotzertum, ja, das ist eine starke Triebfeder der Extremisten.
          Paßt auch zu einem Spruch von Pirincci aus seinem bösen Buch: Den kulturmarxistischen Redaktören ist der Hartzer und der Asylant eigentlich scheißegal, der würde stattdessen ganz gern zu den Parties der reichen Wirtschaftsleute eingeladen werden.

          Ansonsten bin ich aber nicht so pessimistisch: Trotz Jakobinern und Marxisten haben gerade wir Deutschen in den letzten 200 Jahren geile Sachen erfunden und entdeckt:
          fiese Bakterien
          Kunststoff
          U-Boote
          Biochemie
          Chemotherapeutika
          Bunareifen
          Düsenantrieb
          Romantik
          Autos
          Motorräder
          Pilates
          Kernspaltung
          MP3
          Zeppeline
          Max-Planck-Institute
          Hubschrauber
          Dieselmotoren
          Ottomotoren
          Naturschutz
          Rauchverbot
          Histologie
          Fernseher
          etc.

          Heute stehen wir auch noch ganz gut da, oder?
          Die 68er haben uns natürlich eine gewisse Fortschrittsfeindlichkeit eingeimpft, aber die schwäbischen Mittelständler kümmern sich bislang nicht drum.

          „Heute muss man GLEICHSTELLEN, indem man die behindert, die von Natur aus schneller laufen können/wollen, gleich stellen mit den Langsameren.“

          Ja, und Frauen massenhaft in Managerpositionen, super Idee. Ich kenne eine Lehrerin, die hat einen schwer gestörten Jungen in der Klasse, der sie ganz gern mal zu Boden reißt. Inklusion nennt sich das.
          Die Vertreter des Egalitarismus sitzen natürlich in bequemen Büros und furzen in dicke Sessel.

          Aber es gibt ja wachsende Kritik, also Kopf hoch!

        • ät Adrian:

          Der große Alfred Kinsey hat festgestellt, daß kaum ein Mann eindeutig homo oder hetero ist.
          Würde erklären, wieso Heteros David-Statuen meißeln.

          Und müßte eine gewisse Basis-Begeisterung von Schwulen an perfekten Frauenkörpern zeitigen.

        • „Trotz Jakobinern und Marxisten haben gerade wir Deutschen in den letzten 200 Jahren geile Sachen erfunden und entdeckt“

          Nicht zu vergessen die erste ballistische Rakete, die den Weltraum erreichte (A4) und ein paar äußerst unangenehme Nervengase (Tabun, Sarin, Soman).

        • ät JC:

          Technische Entwicklung hat immer zwei Seiten, wie eine Medaille.

          Moderne Technikfeinde sehen leider nur die negative; die positive, die auch und vor allem ihren eigenen Wohlstand erzeugt, verleugnen sie.

          Dabei sind die Nachteile der Abwesenheit von Technik noch größer.
          50%-Verlust der Weltbevölkerung. Mindestens.

        • @ Axel

          „Na? Hübsch?“

          Una bella macchina!

          Solche Autos haben insofern weiblichen
          Charakter, als sie beim Mann die gleichen
          Hirnareale aktivieren wie der Anblick
          einer heissen Frau.
          Mann hat sofort Assoziationen, was
          man mit diesem Objekt anstellen möchte.

        • @ Axel

          Die Menschheit löste sich im Verlauf ihrer Geschichte immmer mehr aus den Zwängen der Natur, wodurch sie aber in die Abhängigkeit von Technik gerät. Im Großen und Ganzen war das eine Erfolgsgeschichte, die allerdings noch nicht zu Ende geschrieben ist. Es gibt Gründe für Optimismus und Pessimismus.

  8. Also, ich find den HeforShe-Mist ja auch nicht toll, da ich effektiv überhaupt nichts davon habe, mich für Frauen im Allgemeinen einzusetzen; auch meine Frau, Mutter und Freundinnen haben da nichts von – die haben zumindest mehr von, wenn ich mich stattdessen für sie einsetze.

    Das aber nun zu kritisieren, weil man das verlogene „man hat ja auch was davon“-Argument „Kackscheiße“ findet, weil sich die Männer ja gefälligst aus Gründen erstrebenswerter Selbstdestruktivität für die armen Diskriminierten einsetzen sollen, dann hat diese Moral für mich zwei große Probleme:

    Erstens ist sie selbstdestruktiv und damit geisteskrank.

    Zweitens ist die Autorin verlogen, da sie sich selbst nicht an ihre Moral hält.

    Damit hätten wir keine neue Erkenntnis über den Feminismus gewonnen, ob nun von der Hexe oder der Spinnerin ausgehend.

    • für jack5000:

      „da ich effektiv überhaupt nichts davon habe, mich für Frauen im Allgemeinen einzusetzen;“

      Tja, hehe, doch haste. Männer haben sogar mehr vom Genderblödsinn als Frauen, wenn sie mitmachen. Du kriegst nämlich die Genderfrauen eher rum, wenn Du die mit dem ideologischen Käse vollschwafelst, an den sie glauben.

      In den 90ern stand mal im Spiegel, daß ein junger Mann immer auf Anti-Atomdemos u.ä gefahren ist, um die hübschen Mädchen dort abzugreifen.
      Hat geklappt.
      Mit Antiatom hatte der nix am Hut….

      🙂

      • Axel: Es ist doch kein „Einsatz _für_ Frauen“, wenn ich einzelnen Frauen gegenüber so tue, als interessiert mich die Umwelt/Tierversuche/Asylbewerber/Banken/Rape Culture… und ganz ehrlich, bei den ersten vier Gruppen sind die Frauen deutlich besser aussehend und einfacher rumzukriegen als bei den Femis.

        • ät jack5000:

          Natürlich ist das kein Einsatz für Frauen. Aber hat Genderzeug was mit Frauen zu tun? Nee, genausowenig wie Marxismus mit Arbeitern.
          Ich kenne nicht so viele Genderfrauen; hatte nur mal bei Attac welche getroffen. Waren keine Schönheiten, aber auch nicht häßlich. Mehr so Mädel von nebenan.

          Eine von denen schätzte ganz offen „große Männer“(>1,90). Jaja, das Weibchen will beschützt werden….

          Wenn also ein großer Mann auch noch den richtigen Sermon faselt, lassen die ihn ganz schnell ran.

          Wobei das bei einer längerfristigen Beziehung für den Mann ganz schön stressig werden kann, wenn die Olle immer wegen Patriarchat rumnörgelt.

        • @Axel

          „Aber hat Genderzeug was mit Frauen zu tun?“

          Vordergründig nicht sofort. Aber es wird benutzt um Männlichkeit und männliche Identität zu hintertreiben.

          Gender sei ein Kontinuum. Mit der männlichen üblen zu vernichtenden Singularität am Rand. Alles andere seien „Formen von Weiblichkeit“.

          Genderismus übersetzt sich in der Praxis in Frauenförderung und offene Diskrminierung von Männern.

        • Neben der innewohnenden üblen Freischaltung von Eugenie dazu ein Zitat von Peter auf Gay West unter „Gender, Gender über alles!“:

          „Zur propagierten Gleichstellung der Gender Mainstreamer: Nicht das Individuum soll der Rechtsträger sein, sondern Gruppen. Das Gruppenmerkmal definiert die Rechte und Pflichten. Das primäre Gruppenmerkmal ist das biologische Geschlecht, danach rassische Merkmale, Herkunft und sexuelle Orientierung. Das aber sind die falschen Kategorien. Unterstützungleistungen des Staates zu Gunsten des Individuums sollte sich primär an den ökonomischen Verhältnissen des Individuums orientieren.“

          Das ist m.E. sehr richtig erkannt und gesehen.

      • „In den 90ern stand mal im Spiegel, daß ein junger Mann immer auf Anti-Atomdemos u.ä gefahren ist, um die hübschen Mädchen dort abzugreifen.
        Hat geklappt.“
        Glaub ich nicht wirklich. Dort sind die Frauen ausgesprochen selten. Auch damals.

  9. Ich bin zur Zeit etwas ermattet und frustriert von dem ganzen Zeug und habe mir die Rede darum weder angehört, noch durchgelesen. Entprechend will ich auch gar nicht versuchen, sie zu beurteilen, aber das „He for She (and against grammar)“-Dingens an sich habe ich auch mitgekriegt.

    Im zitierten Artikel ist natürlich tatsächlich jede Menge schräges Zeug, aber zumindest möchte ich die Konsequenz loben, die gerade einige Feministinnen an den Tag legen, wenn sie sich der Sache verweigern, weil sie sich darin als passive Objekte sehen. Das passt zumindest zusammen und das ist ja leider keine Selbstverständlichkeit (man denke an Sarkeesians Prinzip: „Los, Männer – macht, dass wir Frauen als aktiv wahrgenommen werden!“).

    Rechne aber mit großem Erfolg der Kampagne. Denn aggressive Männer, die sich nicht mit den Inhalten des Feminismus auseinandersetzen, sondern ihn blindwütig verteidigen, weil das ein politisch korrektes Update des mittelalterlichen Frauendienstes (= das schlimme „Damseling“) ist, scheinen mir zu einer der lautesten Gruppen im Geschlechterkampf geworden zu sein. Das ist gewaltig tragikomisch (auch aus feministischer Perspektive), aber für die ist diese Nummer natürlich wie maßgeschneidert.

  10. „Sagt Nadine eigentlich einmal in diesem Artikel, dass sie selbst weiß ist? Ich habe es jedenfalls nicht gefunden.“

    Das finde ich auch immer lsutig, wie diese käseweißen, deutschen Frauen sich kraft ihrer Gesinnung zur „Person of Colour“ ehrenhalber erheben. Wahrscheinlich meinen sie, dass die ja auch unterprivilegiert und unterdrückt sind und deshalb ihre natürlichen Verbündeten darstellen, aber die sehen das selber ganz anders.

    Ich bin mit einer farbigen Südamerikanerin verheiratet und kenne ihre Familie und andere Schwarze in Kolumbien inzwischen ganz gut. Wenn die eins nicht brauchen, dann Weiße, die sich ungefragt zu ihrem Sprecher aufwerfen. Die können das selber. Die wollen einfach nur von gleich zu gleich behandelt werden, sie erwarten keine Unterwürfigkeit von uns und keine Demustgesten, auch kein „Checken der eigenen Privilegien“, sondern einfach nur als gleichwertige Menschen behandelt zu werden.

    Sehr schön ausgedrückt finde ich diese Haltung in einem Song von james Brown:

    „I don’t want nobody

    To give me nothing

    Open up the door

    I’ll get it myself“

    ….

    „We don’t want no sympathy

    We just wanna be a man“

  11. Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass Kafka selbst sein Werk „Der Prozess“ als gar nicht so düster und „kafkaesk“ empfunden hat, wie seine Leser und Rezipienten. Vielmehr soll es ihn, laut Aussagen von Zeitgenossen, eher amüsiert und er eher den komischen Aspekt des Ganzen für sich in den Vordergrund gestellt haben.

    Bei Feministinnen, wie Lanzschi oder Antje Schrupp habe ich manchmal einen ähnlichen Verdacht. Sie selbst nehmen die eigene „Lehre“ als nicht so wichtig, wie es die Leute tun, die sich damit auseinandersetzen.
    Sie schreiben irgendwas und dann hat es sich damit für sie erledigt.
    Sei es aus einer Stimmung heraus oder als Ausdruck einer kranken Seele.
    Das Schreiben oder das „auf seinem Blog in der Welt herumtelefonieren“ hat eher therapeutischen Charakter.
    Und so ist denn m.E. auch der Leser der wirklich Dumme, der darin irgendeine Konsistenz oder Verallgemeinerbarkeit erwartet.
    Der es in Bezug zu seiner Lebensrealität stellt und einen Abgleich macht.

    Es ist ein Witz. Eine Kommödie. Die sie sich gegenseitig solange Vorspielen
    bis irgendwann jemand dazu kommt, der nicht weiß, dass es eben eine schlechte Inszenierung ist.

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