Feminismuskritik als Weg zu einem neuen Feminismus?

Genderama zitiert einen interessanten Artikel von Gruenwald:

Feminism is often described as occurring in three separate waves. The first-wave refers to the period between the late 1800s and early 1900s when women focused on obtaining legal equality with men, which was highlighted in the women’s suffrage movement. Second-wave feminism was the period between the 1960s and 1980s, which focused on a wide-range of issues. Some of the second-wave’s accomplishments include female reproductive rights, drawing attention to domestic violence and marital rape, and the passing of the Equal Rights Amendment. The Equal Rights Amendment guaranteed equal rights for both sexes. Third-wave feminism began in the 1990s and sought to include more than just the white middle class women of the first two waves. This wave hoped to involve minority women in their movement to change the stereotypes and perceptions of women. If third-wave feminism was supposed to broaden their audience, why is it that only 9% of young women identify as feminist?

(…) Around 25% of women believe that feminism has become „too aggressive“ towards men. Ms. Young states that modern western feminism has become a „divisive and sometimes hateful force…[that] dwells obsessively on men’s misbehavior and women’s personal wrongs“. This attitude is highlighted in the #YesAllWomen movement which stereotyped all men as potentially harmful because of the actions of a few. Young continues by saying that feminism „dramatically exaggerates female woes while ignoring men’s problems,“ which can be seen in the rape culture movement, which completely ignores male victims of sexual assault and female perpetrators. So why is it that only 9% of young women identify as feminists? 1 in 6 women believe that feminism has gone too far, is this trend toward „anti-feminism“ ideals going to be the newest wave of feminism?

Es wäre ja sehr begrüßenswert, wenn gerade auch Frauen der Auffassung wären, dass der Feminismus moderner Ausprägung zu weit geht und auf diesen Weg eine Reform angestrebt werden würde. Allerdings scheinen mir die Abschottungstendenzen da doch sehr hoch und aus Kritik selbst erwächst keine neue Theorie, diese muss dann positiv formuliert sein. Eine Loslösung vom Opfergedanken als wesentliches Element des heutigen Feminismus scheint mir da jedoch unwahrscheinlich.

128 Gedanken zu “Feminismuskritik als Weg zu einem neuen Feminismus?

  1. Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Feminismus wird oft als in drei getrennten Wellen auftretenden beschrieben. Der erste Wellen bezieht sich auf den Zeitraum zwischen den späten 1800er und frühen 1900er Jahren, als Frauen auf den Erhalt rechtliche Gleichstellung mit den Männern, die in der Frauen-Wahlrecht-Bewegung hervorgehoben wurde konzentriert.

    Verfassung des Deutschen Reich und Glück, Auf, meine Heimat!

    • @ Herr Staatssekretär

      Das erste Wallen des Feminismus war zu spüren, als Männlein und Weiblein noch auf den Bäumen hockten und beim Liebemachen immer wieder von selbigen fielen.

      Woraufhin Frollein Chimp ihrem Galan klar machte, dass sie ihn nicht mehr ranlassen werde, wenn er nicht endlich eine trockene gemütliche Höhle organisiere, sprich, den Höhlenbären hinauskomplimentiere.

      Wie?

      Seine Sache. Sie sei nur für die Deko zuständig.

  2. @ Christian

    Jetzt ist also schon Antifeminismus der neue Feminismus?

    Wusste gar nicht, dass ich zur Avant-Garde der allerneuesten Avant-Garde gehöre.

    Nun gut.

    Welche Verrenkungen werden wir noch erleben, um den restlos korrumpierten Begriff „Feminismus“ noch eine Weile über die Runden zu schleifen?

    Nicht, dass eine Preisgabe des Wörtchens so schnell eine Änderung in der Sache (Frauenprivilegierung) bedeutete, das nicht.

    Man könnte die Sache ganz einfach Frauenförderung nennen oder Förderung XX-behinderter Menschen oder eine „Liga der Östrogen-Belämmerten“ gründen.

    All das fände sicher auch die Unterstützung vieler eifriger Männer, die ja auch zunehmend östrogenbehindert scheinen.

    Ich wünschte ja, dass der neue Antifeminismus weiblicherseits Ausdruck eines Strebens nach Gerechtigkeit ist.

    Was ich aber leider für unwahrscheinlich halte, denn die seit Jahrzehnten anhaltende und fortschreitend ausgebaute Privilegierung von Frauen hat diese – auch die Nicht-/Anti-Feministinnen – mehrheitlich nicht gestört. Sie nahmen mit, was geboten wurde, liefen mit, Ausdruck des üblichen – nicht nur weiblichen! – menschlichen Egoismus, will sagen, Männer handelten in vergleichbarer Situation nicht edler.

    Ich glaube vielmehr, der neue Antifeminismus gerade junger Frauen ist Ausdruck der schwieriger gewordenen Suche nach einem passenden, „würdigen“ Mann. Es gibt viel weniger davon (Bildungsmisere v.a. der Jungen, wachsende Demotivation der Männer) und die wenigen, die es noch gibt, sind in steigender Zahl unwillig, sich formal an eine Frau zu binden, sprich: Vater zu werden, zu heiraten.

    Das lässt die Unruhe wachsen und man will Männer nicht noch weiter „verärgern“, weil man dadurch eine zusätzliche Erschwerung der Suche fürchtet.
    Da ist man lieber verärgert über Feminist.I.nnen, die triebhaft einfach keine Ruhe zu geben vermögen.

    Eine wirklich Abkehr kann ich da noch nicht erkennen.

    Diese Absetzbewegungen begannen ja mit Klagen über die neuen Schlaffi-Schluffi-Männer (h.B. Nina Pauer in der Zeit, Analoges aber auch im Angelsächsischen), die nicht mehr wissen, wie man Rhett-Butler-mäßig seine Lady auf den Gaul zerrt, Männer, die statt dessen im Selbstgestrickten an ihrem Grüntee nippeln, gedankentief mit wässrigen Augen Löcher in die Decke starren – wissen sie doch, dass der dargebotene dirndltaugliche Busen vermintes Gelände ist. Wohin also gucken?

    Im Zweifelsfall in die Geschichte, um dort männliche Schuld zu entdecken, die es abzubüßen gilt, wenn man ein guter Mann sein will, kein Vergewaltiger, der die Dame gegenüber auf Stilltauglichkeit und Milchleistung taxiert, sie blickraped, wie er es seiner biologischen Bestimmung gemäß tun müsste.

    Aber Gott sei Dank ist der Mensch ja nicht nur Natur-, sondern auch Kulturwesen und das geht den Damen allmählich auf die Nerven.

    Da hat man nun das anzulockende Wild so scheu gemacht, dass es immer schwerer wird für die Gans, einen Ganter zum Hinterherwatscheln zu motivieren und in dieser wirklich kritischen Situation geben die outrageously outraged Feminist.I.nnen immer noch keine Ruhe, sondern verscheuchen auch noch das letzt notgeile Federvieh.

    Da kann man schon die Geduld verlieren.

    Nebenbei: Die Grünwaldsche Historie des Feminismus ist geschönt, milde formuliert.

    Es ging den meisten Feminist.I.nnen nie um Gleichberechtigung, die ja ZWINGEND Gleichverpflichtung umfassen müsste, um den Namen Gleichberechtigung zu verdienen. Eine „Gleichberechtigung“ OHNE Gleichverpflichtung führt zwangsläufig zur Privilegierung der minder verpflichteten Gruppe.

    Gleichverpflichtung aber hat kaum je eine Feminist.I.n eingefordert.

    • Du pöser Purche!

      Antifeminismus und Feminismuskritik sind zwei verschiedene Dinge.

      Antifeministen sind gegen alles, was sich feministisch nennt, auch wenn Feministinnen sagen, eins plus eins sei zwei, oder wenn sie sich auch für Männerrechte einsetzen.

      Schlimm, dieser Antifeminismus. Weil: Aus dem Begriff geht ja hervor, die sind gegen wirklich jede Form von Feminismus! Argh!

      Pöse Antifeministen.

      So ungefähr sieht es im reinen Herzen manch gemäßigter Feministen Maskulisten aus.

      Da sieht man auch schön, wie Leute wie Leszek sich freiwillig selbst formalistisch verblöden. Es ist ja bezeichnend, daß Leszek sich häufig an irgendwelchen Formalismen aufhält und dann herumakademisiert.

      Nur um ihr Weltbild zu bestätigen. Nichts gegen Meinungsverschiedenheiten unter uns Maskulisten. Nerven tut es aber, wenn manche Leute demagogisieren und totalitäre Tendenzen entwickeln.

      Ich möchte nicht tausendmal den Begriff Feminismuskritiker verwenden. Ich möchte auch mal alternative Begriffe verwenden, ohne gleich von irgendwelchen gemäßigten Weicheiern zum Idioten abgestempelt zu werden, nur weil ich mal das Wort Antifeminist verwende.

      An dieser Sprachpedanterie manifestiert sich ein weiteres Mal der Waschzwangmaskulismus, der glaubt, mit akademischer Spitzfindigkeit irgendetwas Relevantes auszusagen.

      • Der arme Kirk fühlt sich mal wieder „totalitär“ unterdrückt, weil es Personen im Kontext der Männerrechtsbewegung gibt, die andere Meinungen vertreten als er.
        Er selbst möchte Andersdenkende in der Männerrechtsbewegung allerdings gerne psychiatrisch zwangstherapieren lassen, wie er auf seinem Blog ja einmal recht unverhohlen verkündet hat.

      • Du gehörst in die Psychiatrie.

        Es geht, wie schon tausendmal gesagt, nicht um unterschiedliche Meinungen, sondern um deine demagogischen Verzerrungen und Erbsenzählereien.

        Vielmehr hast du Probleme mit den Meinungen anderer. So wird viel eher ein Schuh daraus. Sonst wärst du nicht auf solch billige Tricks angewiesen wie, daß Antifeministen gegen Frauenrechte seien, weil es ja am Arsch der Welt im Deltaquadranten irgendeine Scheißfeministin gibt, die auch für Männerrechte ist, oder weil der Feminismus ja auch für Frauenrechte stehe.

        Dein Deppentum erkennt man auch daran, daß diese Dinge dir auch schon x andere Leute auf diesem Blog gesteckt haben. Immerhin sieht man, wie verblendet auch Leute sein können, die ständig das Höchstmaß an Moralität, Rationalität etc. für sich in Anspruch nehmen.

        :facepalm:

        Meine obige Zwangspsychiatrisierung ist natürlich eine Satire der Paranoia von Leszek. Und ein weiterer Beleg für seine Demagogie.

        Ich nehme mir durchaus das Recht heraus, manche Leute metaphorisch als geisteskrank zu bezeichnen, wenn deren Verlautbarungen und fortgesetzte Realitätsverweigerung bzw. Argumentationsresistenz dies nahelegen.

        Aber mit Metaphorik und Humor haben Waschzwangmaskulisten ja immer genau dann Probleme, wenn es gegen ihre eigenen Positionen geht. Dann werden harmlose Äußerungen und Argumentationen auf einmal auf lächerliche Weise entstellt und verzerrt.

        Übrigens auch ein Indikator für Geisteskrankheit ideologische Verblendung von Leuten, die glauben, man müßte Feministinnen in den Arsch kriechen, um in der Öffentlichkeit gehört und akzeptiert zu werden.

        Man kann durchaus sachlich und respektvoll sein, ohne sich derart zu verbiegen, wie es einige Waschzwangmaskulisten propagieren.

        • @ Kirk

          Leider hast du Pech.
          Ich verbiege mich grundsätzlich nicht und sage meine Meinung auch dann, wenn sie dir nicht passt.
          „Antifeminismus“ halte ich übrigens genau wie radikalen Feminismus für eine autoritäre Ideologie.
          Mir wird keine Feministin und kein Antifeminist vorschreiben, wie ich über feministische Strömungen und Positionen zu denken oder zu urteilen habe, wie ich mich zu verhalten habe, mit wem ich kommunizieren und diskutieren darf, mit wem ich Beziehungen führen darf oder nicht etc.
          Die feministische Political Correctness geht mir genauso am Arsch vorbei wie die antifeministische Political Correctness – da ich in letzter Instanz allein den Werten und Prinzipien des libertären Sozialismus folge, aber das weißt du ja.

        • @ Leszek

          Ich bin Antifeminist! Und sicher nicht totalitär.

          Was mich etwas wundert ist, daß Du noch nicht mit dem Breivik angelaufen gekommen bist …

          Mit wem Du redest ist mir tatsächlich wurst, selbst wenn’s tausend mal tausend Feminist.I.nnen sind. 🙂 Hauptsache Du bleibst immer schön wissenschaftlich.

          Letzte Instanz – Libertärer Sozialismus. Der ist gut. :mrgreen:

        • Gegen totalitäres Gedankengut und totalitäre Hass-Ideologie gibt es keinen Kompromiss.

          Und Feminismus mit seinen rassistischen Kultgeschöpfen zur Machtausübung wie Genderismus etc. ist genau das. Da gibt es kein dazwischen oder Konsens.

          Da nutzt auch kein libertärer Sozialismus.

          @Leszek

          Bzgl. Poststrukturalismus etc. siehe übrigens unter

          “Männerhass = irritierte Männer, Frauenhass = tote Frauen”

          Post
          petpanther on 23. September 2014
          at 11:42 vormittags

  3. Es gibt einen sehr grundsätzlichen, formalen Denkfehler im Second- und Third-Wave-Feminismus, den zu erkennen die Grundlagen seines gesamten Diskurs bedrohen würde: nämlich die Reduktion der dreistelligen Relation Frau-Mann-Umwelt auf die zweistellige Relation Frau-Mann. Dass Männer, wie schon Simone de Beauvoir sinngemäß sagt, als das »Allgemeine« und »Objektive« gelten, hat nämlich nichts mit einer irgendwie psychologistisch oder biologistisch zu erklärenden männlichen Überheblichkeit oder »Hegemonialität« zu tun, sondern mit der Tatsache, dass in der ursprünglichen (»biologisch« unterfütterten) geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung Männer dem »Außenkontaktbereich«, der »Exosphäre« der Gesellschaft zugeordnet sind und Frauen der »Endosphäre«.

    Männer fällt daher grundsätzlich die Zuständigkeit zu, die Außengrenze der jeweiligen Gemeinschaft als Ganzer aufrecht zu erhalten. Das ist, wie wir spätestens seit Roy Baumeister wissen können, ein sehr ambivalentes Geschäft, denn menschliche Kulturen erblühen, indem sie Männer ausbeuten (»flourish by exploiting men«). Und erst mit diesem Gedanken wird auch die erstmals von Warren Farrell umfassend gezogene historische Gegenbilanz männlicher Opfer systematisch verständlich. Aber genau dieser Einsicht verweigert sich der Feminismus der zweiten und dritten Welle und verurteilt ihn dazu, in Gegenaufklärung, totalitärem Gesinnungsterror und politischem Narzissmus zu stranden.

    Denn dieser Feminismus ist aufgrund seiner systematischen Ausblendung des männlichen Typs von *Verantwortung* gewissermaßen an der Wurzel seines Daseins eine Inkarnation von »female hypoagency«. Erst wer diesen Gedanken öffentlich etablieren kann, hat den Feminismus ideologisch besiegt.

    • @ djadmoros

      „Denn dieser Feminismus ist aufgrund seiner systematischen Ausblendung des männlichen Typs von *Verantwortung* gewissermaßen an der Wurzel seines Daseins eine Inkarnation von »female hypoagency«. Erst wer diesen Gedanken öffentlich etablieren kann, hat den Feminismus ideologisch besiegt.“

      Man könnte auch sagen, dass die Jungs die Mädchen ihre Sandkästchen selber bauen lassen sollten und sich nicht mehr für das Catering verantwortlich fühlen.

      Die ideologischen Giftschleudern mit der Produktion unendlich großer Massen pseudoakademischen Feminismus- und Genderblödsinns werden schließlich zum größten Teil von den Jungs bezahlt.

      Lasst sie doch rumspinnen…rum“forschen“…rumfabulieren….bezahlt ihnen das Sandkastenspielen nur nicht auch noch.

    • @ Djadmoros

      *Dass Männer, wie schon Simone de Beauvoir sinngemäß sagt, als das »Allgemeine« und »Objektive« gelten, hat nämlich nichts mit einer irgendwie psychologistisch oder biologistisch zu erklärenden männlichen Überheblichkeit oder »Hegemonialität« zu tun, sondern mit der Tatsache, dass in der ursprünglichen (»biologisch« unterfütterten) geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung Männer dem »Außenkontaktbereich«, der »Exosphäre« der Gesellschaft zugeordnet sind und Frauen der »Endosphäre«.*

      Dem widerspreche ich partiell. Die „Geltungssucht“, das Renommieren, das „Radschlagen/Federnspreizen“ der Männer ist sehr wohl biologisch unterfüttert, instinktiv disponiert.

      Übrigens, ein schönes Beispiel dafür, wie biologische Dispositionen Kultur formen bis hin zu der Tatsache, dass reiche Männerklöster (und selbst nicht so reiche, die sich dann verschulden bis an den Rand des Bankrotts) aufwändiger bauen (Monumente schaffen wollend) als reiche Frauenklöster, die, obwohl sie die Möglichkeit hätten, nicht den gleichen Drang verspüren, sich zu verewigen in Großbauten.

      Weshalb ich bei der Reiseplanung Frauenklöster meist gleich links liegen lasse, erwartend (in der Regel zu Recht, es gibt auch hier Ausnahmen), dass ich dort eh nicht viel zu sehen kriege.

      Auch vom sexuellen Markt absentierte Männer sind immer noch insoweit Männer, dass sie renommieren wollen, beeindrucken wollen durch Leistung/Potenz.

      Dann halt zur höheren Ehre Gottes.

      So wie man Frauen vorwerfen könnte, wenn man böswillig ist, sie seien Huren von Natur (s.u.: Sex als Ware, die Frauen an den Mann bringen), so kann man also Männern vorwerfen, sie seien großmäulig-geltungssüctig von Natur.

      Aber wie bei Frauen („Hurerei“) ist dieses Verhalten in Maßen legitim.

      Weil Frauen nun mal weniger auf körperliche Schönheit/Alter eines Mannes achten als auf allgemeinere „Potenzsignale“, gerade auch symbolische (also: „Kann er mich/die Kinder versorgen, schützen? Ist er ehrgeizig, einer, der etwas erreichen/leisten will und kann, damit er mich gut versorgen/schützen und den Kindern eine gute Startrampe in’s Leben bauen kann?“ usw.).

      Nach dieser meist unbewussten Heuristik wählen Frauen ihre Männer, befinden sie als attraktiv/erotisch anziehend.

      So ist es nur natürlich, dass Männer hier beim Selbstmarketing ihre Vorzüge deutlich herausstreichen und in’s Schaufenster legen.

      Stammen wir doch vor allem von Männern ab, die das gut konnten, die sich besser fortpflanzten als jene, die ihr Licht eher unter den Scheffel stellten.

      So, wie Frauen das mit ihren körperlichen Vorzügen machen (Make Up, Kleidung, die sexuell Interessantes betont/enthüllt), weil Männer mehr mit dem zu ködern sind als mit Leistung/Gehaltsscheck.

      • @Roslin:

        Natürlich ist die ursprüngliche geschlechtsspezifische Arbeitsteilung mit biologischen Dispositionen weitgehend *kongruent*. Trotzdem besteht ein kategorialer Unterschied zwischen einer physiologischen Disposition und einer sozialen *Norm*. Die Norm geht aus einem (wie rudimentär auch immer beschaffenen) reflexiven Verhältnis zum faktischen Verhalten hervor, und sie begründet eine *Rolle*.

        Die Rolle verselbständigt sich dann gegenüber der Physiologie/Psychologie dahingehend, dass sie beispielsweise von Männern mit niedrigem Testosteronspiegel dasselbe verlangt wie von Männern mit hohem Testosteronspiegel, weil eben *letzterer* als ideale Verkörperung der Rolle gilt. Vice versa für Frauen. Die Kultur verhält sich hier strikter und rigider als die Biologie selbst. Das ist das eine.

        Das andere ist, dass Rollen auch einen Bezug zu Funktionsbereichen haben müssen, um kulturell reproduziert zu werden. Sobald sich eine Gesellschaft beispielsweise in Krieger, Händler und Bauern differenziert, ändert sich das simple Bild, und die physiologischen Dispositionen der Geschlechter lassen sich nicht mehr so eindeutig zuordnen. Der Bauer immerhin »stellt sich der Erde« (Kabylei), aber der Stereotyp des Händlers ist fast schon das Gegenbild zum echten Mann. Nur der Krieger verbleibt für eine typisch männliche Rolle.

        Das ist wie in dem jüdischen Witz, wo Moische seine Sara in flagranti mit einem Rittmeister von den Dragonern ertappt, aber sich dann trotzdem nicht scheiden lassen will: »Wenn sie gefällt dem Rittmeister, gefällt sie mir doch erst recht!«

        Dispositionen setzen sich also nicht deterministisch durch, und verwickeln sich bei zunehmender Komplexität der Gesellschaft auch zusehend in Rollenkonflikte. Es ist also nicht die männliche Psyche, die die sozialen Strukturen hervorbringt (das wäre ein Psychologismus, wie er sich auch bei Feministinnen häufig findet), sondern der Bezug zu funktionellen Anforderungen tut das: Männer verhalten sich »hegemonial«, weil »hegemoniales« Verhalten bestimmte gesellschaftliche Probleme hinreichend zuverlässig löst. Es gibt dann, wenn man so will, einen kulturellen Selektionsdruck zugunsten männlicher Dispositionen – solange auch die Frauen nicht wissen, wie man mit den Barbaren Frieden schließt, müssen die Männer sie eben bekämpfen.

        • @djadmoros

          „Der Bauer immerhin »stellt sich der Erde« (Kabylei), aber der Stereotyp des Händlers ist fast schon das Gegenbild zum echten Mann. Nur der Krieger verbleibt für eine typisch männliche Rolle.“

          Warum? Händler können insoweit auch männlich auftreten? versorgen („“A man provides for his family. And he does it even when he’s not appreciated, or respected, or even loved. He simply bears up and he does it. Because he’s a man.”“), Status über Reichtum aufbauen, gerecht handeln, fairer Handelspartner sein („ein mann, ein Wort“), das alles kann man auch mit Männlichkeit verbinden.

        • @Christian:

          »das alles kann man auch mit Männlichkeit verbinden.«

          Ja, das geht, aber es ist ein typisch modernes, »bürgerliches« Phänomen, weil es einen kulturellen Wertewandel voraussetzt. Charles Taylor beispielsweise hat das mentalitätsgeschichtlich als die »Bejahung des gewöhnlichen Lebens« bezeichnet und zeitlich ins 16.-18. Jahrhundert lokalisiert.

          Man kann das sogar als Beleg dafür nehmen, dass die vom Feminismus eingeklagte Wandlung der männlichen Rolle (vereinfacht gesagt: vom Krieger zum Zivilisten, und vom *Modell* des Kriegers zum *Modell* des Zivilisten) im Grunde bereits am Beginn und an der Wurzel der modernen Gesellschaft zu finden ist.

          Indem die moderne, bürgerliche Gesellschaft es gestattet, auch den *Händler* zum positiven Leitbild zu machen, ist sie *an ihrer Wurzel* »antipatriarchal«.

          • @djadmoros

            Ich glaube nicht, dass erfolgreiche Händler erst mit einem Wertewandel als männlich galten. Es mag sein, dass in Kriegernationen Kämpfer besonderen Status hatten, weil sie natürlich auch entsprechende Macht hatten und man diese Tätigkeit aufgrund ihrer Gefährlichkeit mit Status aufladen muss, damit sie attraktiv wird, aber erfolgreiche Händler, gewiefte Geschäftsleute, hatten denke ich in genug Völkern einen hohen status, einfach weil sie Waren anbieten konnten, die man wollte.

        • @Christian:

          »erfolgreiche Händler, gewiefte Geschäftsleute, hatten denke ich in genug Völkern einen hohen status«

          Ich wollte damit nicht sagen, dass Händler zu allen Zeiten einen negativen Status hatten, sondern dass es ein klares Ranking der Tätigkeiten und Berufe gab. Auch die Frau des Händlers und seine Kinder dürften, wenn er nicht gerade ein schlechter Mensch war, seine »männliche Verantwortung« geschätzt haben.

          Aber gerade das, was eine wichtige Voraussetzung für seinen Erfolg ist, nämlich kommunikative Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, gilt in einem traditionellen Kontext schnell auch als »schmierig«, »ölig«, »glatt«, »wieselig« und so weiter, und damit als Gegenbild zum »echten Mann«.

          Und wenn man dann vielleicht auch noch anschreiben lassen oder sich Geld leihen muss, dann ist der Schritt zum Ressentiment *gegen* den Händler nicht mehr weit.

          • @djadmoros

            Vielleicht kann man sagen, dass es einen Händlertyp gibt, der gut zur attraktiven männlichen Rolle passt (fleissig, erfolgreich, ehrlich, verkauft gute Produkte zu guten Preisen, zu seinem Wort und seinen Produkten stehend) und solche, die dazu nicht passen (schleimig, schlechte Produkte, ausbeutend, betrügend).
            genauso gibt es das aber auch beim Soldaten: der tapfere Soldat, der keine Furcht kennt und seinen Gegner fair besiegt im Gegensatz zu dem vergewaltigenden Mordbrenner.

        • Indem die moderne, bürgerliche Gesellschaft es gestattet, auch den *Händler* zum positiven Leitbild zu machen, ist sie *an ihrer Wurzel* »antipatriarchal«.

          Na, na da hat unser_e Connell aber Einspruch anzumelden. Natürlich ist Männlichkeit im steten Wandel, allerdings nur, um auf das Letimitätsproblem des Patriarchates zu reagieren.

          Die einzigen zwei Möglichkeiten der Antipatriarchalität sind:

          a) sich bedingungslos und vor allem ohne Widerworte der heiligen Jungfrau dem Feminismus zu unterwerfen

          b) sich die Eier abschneiden zu lassen, stellvertretend für die Sünde der Männer

        • @Christian:

          »Vielleicht kann man sagen, dass es einen Händlertyp gibt … genauso gibt es das aber auch beim Soldaten«

          Mir scheint, dass das dann auf einen verallgemeinerten Tugendbegriff hinausliefe, also schon einen Schritt auf eine universalistische Moral hin geht. Ob der dann noch geschlechtsspezifische Form hat, erscheint mir fraglich, selbst wenn er noch geschlechtsspezifische *Inhalte* kommuniziert.

          Wir gelangen da nämlich in den Bereich der klassischen Erlösungsreligionen (nicht nur der vorderasiatischen, auch der asiatischen), die »den Menschen« *an sich* für erlösungsfähig halten, wenn er sich entsprechend der jeweiligen Gebote tugendhaft verhält.

          Auch die von der Erbsünde belastete Frau kommt ja im Christentum in den Himmel, wenn sie sich als guter »Christenmensch« erweist. Nicht Mann oder Frau, sondern rechtschaffener Christ, Muslim, Buddhist, also durch Glauben transformierter *Mensch*, ist die erlösungsfähige Kategorie.

  4. Mon dieu.

    Es braucht keinen Feminismus.

    Auch keinen neuen.

    Es gibt keinen „gemäßigten“ Feminismus, auch keinen Feminismus, der „zu weit geht“.

    Feminismus ist die politisierte Neurose einer kleinen Gruppe vornehmlich lesbischer Frauen, deren politische Agitation von einer größeren Gruppe nicht lesbischer Frauen aus Opportunitätsgründen positiv konnotiert wird.

    Männer, Männchen, Pudel, die sich wie Ertrinkende an die Schimäre eines schönen, guten, notwendigen Feminismus klammern, haben ein Mammaproblem.

    Ist das gelöst, wäre schon mal viel gewonnen.

    Ende der Durchsage.

    Schönen Tach.

    😉

    • „Männer, Männchen, Pudel, die sich wie Ertrinkende an die Schimäre eines schönen, guten, notwendigen Feminismus klammern, haben ein Mammaproblem.“

      In diese Kategorie gehören auch die
      durch ein pseudowissenschaftliches
      Studium geschädigten, die eigentlich
      von ihrer Grundintelligenz her
      fähig sind, die Realität zu erkennen.
      Muss fast zwangsläufig zu einem
      verknorzten Denken führen.
      Verbrauchen viel mentale Energie
      und bauen komplexe Gedankengebäude
      um diese Diskrepanzen zu ertragen.

    • „Feminismus ist die politisierte Neurose einer kleinen Gruppe vornehmlich lesbischer Frauen, deren politische Agitation von einer größeren Gruppe nicht lesbischer Frauen aus Opportunitätsgründen positiv konnotiert wird.“

      Haarscharf daneben.

  5. „late 1800s and early 1900s when women focused on obtaining legal equality with men, which was highlighted in the women’s suffrage movement“
    Die erste Welle des Feminismus war rassistisch. Die ersten erfolgreichen Frauen des Sufragettentums sahen die Rolle der Frau vor allem als Rolle der weißen Frau und riefen auch direkt zum Lynchen von schwarzen Männern auf.
    Wußtet Ihr eigentlich dass alle dokumentierten Lynchmorde schwarze Männer betrafen?
    Das deutsche Pendant, die bürgerliche Frauenbewegung war entsprechend antisemitisch udn reaktionär.

    Es gab durchaus andere Strömungen, doch für diese war die bürgerliche Gleichstellung Bestandteil einer größeren Bewegung – in den USA z.B. waren viele der Abolationistinnen auch Frauenrechtlerinnen – und nicht wenige Männer auch.
    Entsprechendes gilt auch für die Frauenbewegung in der deutschen Arbeiterbewegung.

    „Second-wave feminism was the period between the 1960s and 1980s, which focused on a wide-range of issues. Some of the second-wave’s accomplishments include female reproductive rights, drawing attention to domestic violence and marital rape, and the passing of the Equal Rights Amendment.“
    Der interessante Punkt – auch hier kann man diese Zweiteilung beobachten. Wobei man sich klarmachen muss, dass alle die Gesetze, die die alten Zöpfe des BGB abschnitten in Parlamenten verabschiedet wurden die zu weit überwiegenden Teilen von Männern besetzt waren, von Parteien, die von vorwiegend Männern gegründet ware, vorwiegend aus Männern bestanden.
    Die Frauen waren insofern Nutzniesser einer Bewegung zu der sie wenig beigetragen hatten: Die breite Demokratisierung der Herrschaft, die Entwicklung eines breiten staatsbürgerlichen Selbstverständnisses und dem Abschied der ständischen Gesinnung.
    Bis heute ist ehrenamtliche Engagement außerhalb der Familie von Frauen von relativer Seltenheit.
    Und in der Familie geht diese auch immer weiter zurück – wußtet Ihr eiigentlich das 40 % der Pflegenden von Familienangehörigen Männer sind.
    Dass es nicht mehr sind, liegt daran, dass die Männer meist vor ihren Frauens sterben.
    Jetzt sind wir so weit, dass sich privilegierte Frauen ihre Privilegien auch noch verbriefen lassen wollen – egal wen es und was es kostet.
    Dass bei diesem Bestreben de meisten Frauen auch den Preis bezahlen, kümmert sie nicht die Bohne.
    Oder hat sich mal jemand um Mütter/Vater/Elternquoten in Vorständen bemüht?

    • @Dummerjan

      So in etwa sieht die Realität aus. Auch historisch.

      Und ganz im Gegensatz zum falschen aber schmeichelnden Narrativ, dass der Feminismus doch ach so viel Gutes getan hätte.

      Selbst das ist falsch und verdreht. Es stimmt eigentlich gar nichts.

      Ein fabriziertes Projektionsgebäude um sich an anderen Menschen ungehindert im Opfermodus legitim zu bedienrn und tatsächlich zu unterdrücken. Für sowieso schon immer privilegierte bessergestellte Frauen.

    • @ Dummerjan

      *Bis heute ist ehrenamtliche Engagement außerhalb der Familie von Frauen von relativer Seltenheit.*

      Aber nur, weil so schrecklich unterdrückt werden.

      Von ihren Männern.

      Denn wir leben im Patriarchat.

      Würden sie nicht so schrecklich unterdrückt, Frauen machten mindestens 50 % aller zum Patent angemeldeten Erfindungen (und nicht nur 5 % wie die unterdrückte Frau von heute).

      Außerdem sind die Schwellen so hoch vor Parteilokalen/vereinsheimen etc., viel zu hoch für kurze Frauenbeine.

      Und viel zu wenige Männer, die Frauen da hineintragen wollen.

      Desweiteren werden Frauen nicht genügend gefördert.

      Das muss man alles in Rechnung stellen.

      Dann erkennt man, dass das mangelnde ehrenamtliche Engagement nur ein Symptom für die Unterdrückung der Frau ist, genau wie 23 % Lohnlücke und all die vielen anderen Belastungen, die Frauen zwingen, weniger zu leisten und dafür 6 Jahre länger zu leben.

      • Noch schlimmer:

        ich zwing meine 3 Mädel, sich jeden Abend GNTM, DSDS und ähnliches anzugucken, damit sie sich nicht ehrenamtlich engagieren.
        Und sicherheitshalber frage ich sie morgens vor dem Aufstehen (11:30 Uhr) nach den Sendungen ab.

        Sobald sie abends im Bett sind, guck ich mir die politischen und wissenschaftlichen Sendungen an, um mir meinen Wissensvorsprung zu erhalten.

        Das Frauenleben ist schon ein Kreuz!

  6. Egal ob erste, zweite oder Kaltwelle. Einfach entgegnen: Ich bin kein Mann, ich bin eine Memme. Und Ruh ist – wenn auch nur für einen kurzen Augenblick.

  7. Bei Antje Schrupp kann man derzeit wieder ein Paradebeispiel dieser hier auch aufgezeigten Beliebigkeit bewundern, ich zitiere aus einem Kommentar (Der ganze Artikel ist lesenswert, so stellt Frau Schrupp nochmal klar, das Feminismus nicht Gender Equality heißt…):

    „»Die Freiheit der Frauen, die weibliche Subjektivität«, die sich »sich gerade NICHT durch die Gleichheit der Frauen mit den Männern aus{zeichnet}« – ja, das finde ich auch total wichtig. Hm, ich frag mich dabei aber nur meistens, wie es überhaupt möglich sein kann, dass »Frauen ihren eigenen Wünschen, Vorstellungen und Ideen folgen und sie ernst nehmen, ganz unabhängig davon, ob sie mit der Weltsicht und den Ideen von Männern kompatibel sind oder nicht«, solange keine völlige Selbstbestimmung und Gleichberechtigung herrschen, Frauen also im Verfolgen ihrer subjektiven Freiheit durch äußere Benachteiligung und Ungerechtigkeit eingeschränkt sind, wie zB. bei der Reproduktion oder sexuellen Selbstbestimmung, oder auch im Lebensentwurf.
    Ich weiß schon, dass dieses »Gleich-irgendwas« sich immer an männlichen Maßstäben ausrichtet und dadurch die Norm bekräftigt, aber da wir jetzt und hier in diesem Rechtsstaat mit seiner Verfassung und gewachsenen Patriarchatskultur leben, können wir doch nur innerhalb des Systems Raum, Einfluss und Macht nehmen, oder? Geht es nicht immer um Sichtbarkeit, um Platz und Entscheidungshoheit? Weil, so eine weibliche Subjektivität ohne gesetzliche bzw. gesellschaftliche Freiheit stößt doch immer wieder sehr schnell an ihre Grenzen.

    […]

    Trotzdem find ich den Slogan »HeForShe« nicht so gelungen, bei mir assoziiert das ritterlichen Gentleman-Feminsimus, und die artige Bitte an die Männer, sich bitte angesprochen zu fühlen, passt für mich auch nicht zur berechtigten Wut, die Feminismus meiner Meinung nach antreibt.
    Aber vielleicht ist das ganze ja eine List, ein trojanisches Feminusmus-Pferd mit harmloser Verpackung, und am Ende springt die krasse Gleichberechtigung heraus, während alle noch verzaubert auf Emma Watson gucken? 😉 Das wäre doch toll.“

    Also irgendwie will man doch anders sein als (die) Männer, will man unabhängig sein und eigene Wünsche und Ziele verfolgen. Man will sich nicht einer männlichen (?) Norm (Die übrigens auch wesentlich von Frauen mitgeprägt wird) unterwerfen. Man will emanzipiert und selbstbestimmt sein.

    Andererseits kann auf dem Weg dahin durchaus das arme Hascherl gespielt werden, das an die Ritterlichkeit der Männer appelliert. Ja helft uns liebe Männer, wir armen Frauen brauchen eure Unterstützung. Macht uns zu eurem Objekt. Natürlich nur, wenn am Ende das handelne Subjekt Frau steht.

    Ich komme zunehmend zu der Erkenntnis, dass Feminismus eine insich destruktive Ideologie ist, der man mit Menschenliebe und Rationalität nicht beikommen kann. Es erinnert mich frappiert an die Ideologie des Nationalsozialismus, der ja eine radikale Variante des Faschismus war. Dieser konnte ohne Krieg ohne Kampf ohne Feindbild nicht existieren, alles war diesem Ziel untergeordnet mit einer bis dato unbekannten Radikalität. Und als sich abzeichnete das der Krieg verloren war, wurden die Gaskammern angeschmissen um wenigens noch die Unschuldigen mit den Tod zu reißen, „Und wenn das deutsche Volk diesen Kampf verliert, hat es kein Recht auf seine Existenz“. Es ist schauerlich, und nein ich vergleiche Feminismus nicht mit dem NS, sondern lediglich seinen inhärenten Abkopplungsmechanismus der es seinen Anhängern ermöglicht immer wahnwitzigere Weltanschauungen zu entwickeln. Ganz des destruktiven Endziels folgend….

    • @ Teardown

      *(Kommentar bei Frau Schrupp)

      Trotzdem find ich den Slogan »HeForShe« nicht so gelungen, bei mir assoziiert das ritterlichen Gentleman-Feminsimus, und die artige Bitte an die Männer, sich bitte angesprochen zu fühlen, passt für mich auch nicht zur berechtigten Wut, die Feminismus meiner Meinung nach antreibt.*

      Genau.

      Männer sollen alles für Frauen tun, aber nichts dafür verlangen!

      Also nicht bitten, sondern das haarige Nutzvieh antreiben, ihm in kurzen, klaren, leicht verständlichen Worten welchen Weltumbau (weniger wird kaum reichen) frau von Männe will.

      Planung, Organisation, Durchführung selbstverständlich Männersache.

      Wäre ja noch schöner, wollte man frau auch noch mit der Selbstverwirklichung ihrer selbst selbst belasten.

      • Korrektur

        ihm in kurzen, klaren, leicht verständlichen Worten mitteilen, welchen Weltumbau (weniger wird kaum reichen) frau von Männe will.

      • Angry white woman spricht von „berechtigter Wut“ und meint damit den klassischen Mann, der sorgt und schützt. Ans Ende dieser Rede „Sei ein Mann – hilf Frau!“ zu setzen, ist allerdings reichlich bizarr. Funktioniert aber dennoch – allerdings nur bei „richtigen“ Männern. Die, die sich nicht mehr mit der traditionell manipulativen Mann/Memme-Tour fernsteuern lassen, sind bzgl. Lebensqualität auf gutem Wege.

    • Das Problem dabei ist, dass die Ansicht „der Feminismus geht zu weit“ genau die Dinge repetiert die man ganz grundsätzlich an ihm kritisieren muss. Die Interessen, Nöte und Rechte von Männern spielen nur solange eine Rolle, wie sie den Interessen der Frauen nicht schaden.

      Es ist ja ganz toll das sich das „kleine Harry Potter Mädchen“ vor die große UN stellt und eine Rede hält, in der sie bemängelt das ihr Vater nicht in dem Maße anerkannt war als ihre Mutter, oder das sich Männer vielfach öfter umbringen. Das ist aber kein ehrliches Engagement vor dem Hintergrund einer HeforShe (!) Kampagne. Denn sie beklagt grundsätzliche Problemlagen aus nebenbei zutiefst persönlichen Motiven, dabei rekurriert sie auf die Umwelt und nicht auf den Feminismus als solchen. Ein wahrhaftiger Feminismus der an Geschlechtergerechtigkeit und von einer nicht hierarchischen Beziehung zwischen den Geschlechtern ausgeht,würde eine solche Kampagne zutiefst bekämpfen. Das passiert aber nicht, überall feiern Feministen diese PR-Kampagne. Die nichts anderes will als Frauen fördern, fördern, fördern, fördern. Auf Kosten der Männer, die nun endlich in den Blick genommen werden, aber bitte nur so lange wie es Frauen nützt.
      Einmal aus solchen Kreisen ein Statement männliche Benachteiligungen zu bekämpfen, weil dies Menschenrechte verletzt, also aus sich heraus ohne eigene Motive das wäre toll. Siehe auch Kants Unterscheidungen von handlungen aus der Pflicht und pflichtgemäßen Handeln. Feminismus der sich für Männer einsetzt ist nur pflichtgemäß…

  8. „Allerdings scheinen mir die Abschottungstendenzen da doch sehr hoch und aus Kritik selbst erwächst keine neue Theorie, diese muss dann positiv formuliert sein. Eine Loslösung vom Opfergedanken als wesentliches Element des heutigen Feminismus scheint mir da jedoch unwahrscheinlich.“

    Ja unwahrscheinlich.

    Der Opfergedanke erwächst offenbar aus der sozial nicht mehr geächteten solipsistischen Tendenz, die eigentümlicherweise und offenbar gerade Frauen haben.

    In der prägenden Mehrheit. Nicht alle.

    Das Aufstülpen des eigenen eigennützigen Frame-of-Reference mit Andocken an und Mißbrauch bzw. Verschieben von zeitgeistlichen Werten.

    Das Subjektive (Gefühl) als paternalistisches Absolut gegenüber anderen, dass nichts anderes ist als die Reinkarnation von echtem Rassismus über die Hintertür des behaupteten Genderkonstrukts.

    Der solipsistisch selbstverliebte wie despotistische Poststrukturalismus als Repäsentation genau dieser Feminisierung von Gesellschaft und Politik. Dekadenter Konsum und geschickt verdecktes Parasitentum statt Aufbau. Bemäntelt über fadenscheinige Opfer- Sündenbock Stilisierungen und emotional greifenden (Leer-) Unterstellungen.

    Die legendäre schon von Schopenhauer identifizierte Vanity.

    Moral- und verantwortungslos, opportunistisch und aufreizend gegenteilig verpackt. Den gyno- oder femizentrischen Instinkt von Männern anregend und benutzend.

    Überall dort wo es weibliche Anteile gibt. Auch und insbesondere die LGBTs etc.

    Vielleicht nur die evolutionärpsychologische weibliche Komponente, die so ihr Überleben gesichert hat, die aber nun genauso unsere noch immer weitgehend tolerante Gesellschaft abzieht. Elitesichernd im Schulterschluss mit Elitemännern. Gegen den Rest und umgekehrt verkauft.

    Feminismus repräsentiert genau das.

    Gerade gut zu beobachten im kognitiv Dissonanten HeforShe der UN Emma Watson. Ein 32 Millionen schweres Superopfer.

    Dazu auch ein neuer aufschlussreicher Beitrag von Lucas Schoppe, der auch unseren Anteil daran beleuchtet.

    „Am Grabbeltisch der Politik
    Ein kurzer Briefwechsel zwischen Johannes Meiners und Lucas Schoppe“

    http://man-tau.blogspot.de/2014/09/am-grabbeltisch-der-politik.html#more

  9. Ach, dieses Wellengedöns. Der rote Faden war und ist und bleibt der (sex-)Dämon Mann.

    Die eigentlichen Pole in der Geschichte des Feminismus sind wohl Agency vs. Hypoagency. Also, auch wenn es zunächst paradox erscheint, pro und contra Patriarchat.

    Die „Wellen“ scheinen mir recht ähnlich zu verlaufen: Sie fangen als Bewegung für Agency an und hören als Bewegung gegen Agency auf:

    – Die „erste Welle“ fing, mitte des 19. Jahrhunderts, als Bewegung für das weibliche Bürgerrecht an. Ende des 19. Jahrhunderts ging es dann hauptsächlich um „male vice“ und um „white slavery“ (die angeblich pervasive sexuelle Vesklavung der unschuldigen weißen Frau)

    – Die „zweite Welle“ fing mit der Langeweile der Hausfrau in den neuen Suburbs an (Betty Friedan). Ab mitte der 1970er ging es dann wieder ausschließlich um die angeblich allgegenwärtig vergewaltigte und verprügelte Frau, die dringendst eines allgegenwärtigen Schutzes bedürfe. Das Equal Rights Amendment scheiterte vor allem am Widerstand von Frauen.

    – Die „dritte Welle“ fing – jenseits der aktuellen Verklärung „akademischer“ Biotope als „Inklusion nichtweißer Frauen“, sofern man also diese Welle überhaupt als gesellschaftlich relevante Strömung sehen will – als Gegenbewegung zur rigiden Sexnegativität der zweiten Welle an, und endet aktuell mit der ausufernden „rape-culture“-Panik der Valentis, Friedmans und Wizoreks.

    Frau scheint mir regelmäßig angst vor der eigenen Courage zu haben, wobei der Konjunkturverlauf des männlichen Sexdämons wohl ganz klar den Verlauf des Rufes nach dem Schutz durch das Patriarchat abbildet.

    Das Weib ist wohl tendenziell .. etwas hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Freiheit und dem Bedürfnis nach Sicherheit. Infolgedessen tauchen immer wieder Bewegungen auf, die die Quadratur des Kreises versprechen („You can have it all!“), die aber offenbar am Ende regelmäßig von der Angst vor der Freiheit dominiert werden – was regelmäßig seinen Ausdruck in der Beschwörung des männlichen Sexdämons findet. Bis dann wieder die Gegenbewegung aufkommt, die zunächst „antifeministisch“ ist, bis diese dann sich in einem „neuen“ Feminismus“ niederschlägt, der dann bald wieder von der Angst vor der Freiheit beherrscht wird..

    Unterbrochen wurde der Zyklus offenbar nur vom WKII. Auch im Jahrzehnt davor und danach hatte man offenbar existenziellere Probleme.

    Auf AVFM habe ich neulich ein bemerkenswertes Zitat entdeckt:

    The Modern Girl with the lipstick and the cocktail is as much a rebel against the Woman’s Rights Woman of the ’80’s, with her stiff stick-up collars and strict teetotalism, as the latter was a rebel against the Early Victorian lady of the languid waltz tunes and the album full of quotations from Byron; or as the last, again, was a rebel against a Puritan mother to whom the waltz was a wild orgy and Byron the Bolshevist of his age. Trace even the Puritan mother back through history and she represents a rebellion against the Cavalier laxity of the English Church, which was at first a rebel against the Catholic civilisation, which had been a rebel against the Pagan civilisation. Nobody but a lunatic could pretend that these things were a progress; for they obviously go first one way and then the other. But whichever is right, one thing is certainly wrong; and that is the modern habit of looking at them only from the modern end.

    –GK Chesterton, “St. Thomas Aquinas – The Dumb Ox,” 1933.

    http://www.avoiceformen.com/gynocentrism/breaking-the-pendulum-tradcons-vs-feminists/

    • Edit: Die “dritte Welle” fing – jenseits der aktuellen Verklärung durch “akademische” Biotope als “Inklusion nichtweißer Frauen”, sofern man also diese Welle überhaupt als gesellschaftlich relevante Strömung sehen will –

      • „Man kann Feminismus nicht verstehen, ohne weibliche Sexualität zu verstehen.“

        Als quasi nicht direkt Betroffener bist
        Du Experte auf diesem Gebiet?

        • @ Red Phil

          Sagen wir mal so: Ich habe ziemlich eindeutige Vorstellungen von weiblicher Sexualität, die sich auch in mein Verständnis von Evolutionsbioogie und Soziologie einordnen lassen.
          Habe ich hier doch aber bereits desöfteren ausgeführt.

      • Man kann Feminismus nicht verstehen, ohne weibliche Sexualität zu verstehen.

        Natürlich nicht, Sex hat eben für Frauen potenziell weitreichende Folgen, was sich mehr oder weniger instinktiv niederschlägt.

        Der Mann ist insofern der „Problemmacher“..

        • @ Nick
          Eben. Es ist im Grunde genommen sehr einfach. Umso unverständlicher, warum so einige Männer immer darauf bestehen, dass Feminismus ein völlig unweiblicher Impuls ist, welcher von bösen Lesben erfunden, die wahre Natur der Frau pervertiert.

        • @Adrian:
          Umso unverständlicher, warum so einige Männer immer darauf bestehen, dass Feminismus ein völlig unweiblicher Impuls ist, welcher von bösen Lesben erfunden, die wahre Natur der Frau pervertiert.

          Das habe ich zumindest auch nicht behauptet.

      • „Man kann Feminismus nicht verstehen, ohne weibliche Sexualität zu verstehen.“

        Moment mal!
        Der Feminismus hat nie, wirklich niemals, irgendetwas konstruktives zu weiblicher Sexualität beigetragen.
        Gerade wo sich Feminismus zur Sexualität äußert, kommt da nur ein Haufen Schwachsinn raus.

        Deine These mag sich prägnant und knackig anhören, ist aber trotzdem nur substanzlose Polemik.

        • „Der Feminismus hat nie, wirklich niemals, irgendetwas konstruktives zu weiblicher Sexualität beigetragen.“

          Das habe ich auch nicht behauptet.

          „Gerade wo sich Feminismus zur Sexualität äußert, kommt da nur ein Haufen Schwachsinn raus.“

          Das widerspricht ja meiner These nicht.

        • @ AKA Anne

          Die Behauptung war ja nicht, daß Feminismus etwas erklärte, auch nicht die weibliche Sexualität. Die Behauptung war , daß dich Feminismus nicht ohne diese Sexualität verstehen lässt.

          Allerdings scheint mir, es würde den Feminismus nicht ohne die männliche Sexualität geben oder zumindest bei weitem nicht un diesem Ausmaß …

        • „Allerdings scheint mir, es würde den Feminismus nicht ohne die männliche Sexualität geben oder zumindest bei weitem nicht un diesem Ausmaß …“

          Da ist natürlich richtig. Man kann die männliche (Hetero-)Sexualität dabei nicht ausblenden. Beides hängt zusammen

        • Gerade wo sich Feminismus zur Sexualität äußert, kommt da nur ein Haufen Schwachsinn raus.

          Feminismus im Zentith seiner jeweiligen „Wellen“ war offenbar in der Tat regelmäßig eine Gegenbewegung zu weiblicher (hetero-) Sexualität. Das hängt nmE damit zusammen, dass rigide „Politik“ in dieser Richtung regelmäßig eine stärkere Haftbarmachung des „Patriarchates“ mit sich bringt. Das mögliche Maß der Verhaftung von Männern ist umgekehrt proportional zum vorherrschendem Bild vom Außmaß weiblicher Lust.

          Aber andererseits war das Bild bei jeder bisherigen neuen Welle zunächst nicht so eindeutig. Die zweite Welle fing auch damit an, dass sich gegen die rigiden Vorstellungen der 1950er gewehrt wurde. Mitte der 1970er gab es dann eine große Trendwende, hin zu den Schwarzers.

          Was Chesterton meint ist, dass Rigidität und Freiheitsdrang sich schon sehr lange abwechseln.

        • @ Adrian

          Deine Ansicht ist doch:

          Weil für Frauen Sex sehr viel weniger wichtig ist als für Männer, träägt der sexuelle Akt für Männer die Belohnung in sich selbst, während Frauen für Sex, der für sie an sich einen geringeren Reiz darstellt, bei Männern alles Mögliche eintauschen können, dass ihnen mehr bedeutet als Sex.

          Kurz und knapp: Frauen verkaufen Sex an Männer, die Basis und das Zentrum weiblicher Macht.

          Sollte das Deine Ansicht richtig wiedergeben, stimme ich Dir vollumfänglich zu.

          Betone aber, dass dieses Verhalten der Frauen („Die Dosis macht das Gift!!!“) legitim ist.

          Jeder muss und DARF mit den Pfunden wuchern, die die Natur/Gott/das blinde Verhängnis ihm zugeteilt hat.

          Nur überreizen sollte man nicht.

          Feminismus überreizt.

          Gewaltig.

        • Kurz und knapp: Frauen verkaufen Sex an Männer, die Basis und das Zentrum weiblicher Macht.

          ..eine Macht, die unverzichtbar ist (war), um das Überleben des Nachwuchses zu gewährleisten, die aber auch ein hohes Mißbrauchspotenzial mit sich bringt.

        • PS

          *Weil für Frauen Sex sehr viel weniger wichtig ist als für Männer, trägt der sexuelle Akt für Männer die Belohnung in sich selbst, während Frauen für Sex, der für sie an sich einen geringeren Reiz darstellt, bei Männern alles Mögliche eintauschen können, das ihnen mehr bedeutet als Sex.*

          Falls hier diejenigen auftauchen sollten, die betonen: „ABER ICH DOCH NICHT!“, sie haben sicher Recht.

          Es gilt wie immer nur im Schnitt.

          Und es gibt auch Frauen, die es aus reinem Spaß an der Freude machen, ohne einen darüber hinausgehenden Mehrertrag vom Mann zu erwarten.

          Das aber sind sehr wenige.

        • @ Nick

          *..eine Macht, die unverzichtbar ist (war), um das Überleben des Nachwuchses zu gewährleisten, die aber auch ein hohes Mißbrauchspotenzial mit sich bringt.*

          Richtig.

          Ein Missbrauchspotenzial, das besonders hoch wird, wenn frau kaum noch Nachwuchs produziet/produzieren muss.

          Wie im gegewärtigen Westen.

        • Yup.

          Deshalb haben so gut wie alle Gesellschaften einen Zaun drum herumgestellt.

          In der jeweiligen entsprechenden Form.

          Westliche Gesellschaften haben den Fehler begangen in einzureissen.

          Es waren die Männer, die ihn aufgrund des shamenden feministische Rütteln der Frauen daran aus ihrem Statustrieb heraus durchlöchern liessen und selbst die Pudelhand dran angelegt haben.

          Vor allem die 68er in ihrem schwadronierendem links-egozentrischen kollektivistischem Narzissmus. Vor dessen poststrukturellem Scherbenhaufen wir nun stehen.

          Und die Welt vor allem sehr viel sicherer geworden ist und wie zu besichtigen tagtäglich wird.

          Von all den entfremdeten jungen Männern, die es da zum Teil zur Isis zum ruhmreichen Selbstmordattentat zieht. Und alle rätseln was sie dazu antreibt.

        • Ein Missbrauchspotenzial, das besonders hoch wird, wenn frau kaum noch Nachwuchs produziet/produzieren muss.

          Naja: Aufgrund der Auflösung des Zusammenhanges zwischen Sex und Schwangerschaft sinken die weiblichen Kosten für Sex. Es hat natürlich zunächst den Anschein, dass Frauen deshalb mehr „Profit“ herausschlagen können.

          Andererseits haben wir hier kein Monopol, die „Preise“ sinken also gleichzeitig unweigerlich.

          Man könnte Radikalfeminismus auch als Versuch deuten, ein Kartell zu gründen.

        • @ petpanther
          Gut, wenn wir in diesem Strang bleiben, dann implizierst Du, dass Männer sich in die Luft sprengen, weil Sex zu teuer ist?
          Ich würde das nicht von der Hand weisen, denn Gewalt und sexuelle Frustration korrelieren.

        • @ Nick

          Ja. Könnte man so deuten.

          Es geht um den Preis zum Zugang zu Hetero Sex aus dem sich Frau ernährt.

          Dagegen verblasst selbst der vergangene Puritanier. Bei Weitem.

          Männlich disponible „gute“ Gene durch die eigennützige Selektion der Frau. Jeweils bigott bemäntelt durch den kulturellen Zeitgeist.

          Das ist der Femi- oder Gynozentrismus in der Nutshell. Er triebt alles. Seit Menschengedenken.

          Jede ehrliche Diskussion müsste hier anfangen.

        • Vor allem die 68er in ihrem schwadronierendem links-egozentrischen kollektivistischem Narzissmus. Vor dessen poststrukturellem Scherbenhaufen wir nun stehen.

          Es ist fast schon eine Kunst, soviele sinnfreie Buzzwords in einem Absatz unterzubringen.

          In dem AVFM-Artikel ist ein weiteres schönes Chesterton-Zitat:

          “The whole modern world has divided itself into Conservatives and Progressives. The business of Progressives is to go on making mistakes. The business of Conservatives is to prevent mistakes from being corrected. Even when the revolutionist might himself repent of his revolution, the traditionalist is already defending it as part of his tradition. Thus we have two great types — the advanced person who rushes us into ruin, and the retrospective person who admires the ruins. He admires them especially by moonlight, not to say moonshine. Each new blunder of the progressive or prig becomes instantly a legend of immemorial antiquity for the snob. This is called the balance, or mutual check, in our Constitution.”

          —G.K. Chesterton, “The Blunders of Our Parties,” 1924 (as reprinted in The Collected Works of G.K. Chesterton, Volume 33.)

        • @ Adrian

          „Ich würde das nicht von der Hand weisen, denn Gewalt und sexuelle Frustration korrelieren.“

          Das sehe ich auch so. Selbst in Fällen
          wo dieses Motiv nicht ganz zuoberst
          steht, oder wo sich die Gewalt gegen
          sich selber richtet.

        • @Buchstabenzähler, @Adrian

          Es geht darum, dass Feminismus und Sexualität sich weitgehend ausschließen.

          Das einzige, was Feminismus mit Sexualität zu tun hat, ist der – leider häufig viel zu erfolgreiche – Versuch, allen anderen – also Männern und Frauen – den Spaß am Sex zu verleiden.

          Gerade wenn man (weibliche) Sexualtät versteht, wird einem Feminismus umso unverständlicher.

        • @Buchstabenzähler, @Adrian

          Es geht darum, dass Feminismus und Sexualität sich weitgehend ausschließen.

          Das einzige, was Feminismus mit Sexualität zu tun hat, ist der – leider häufig viel zu erfolgreiche – Versuch, allen anderen – also Männern und Frauen – den Spaß am Sex zu verleiden.

          Gerade wenn man (weibliche) Sexualtät versteht, wird einem Feminismus umso unverständlicher.

        • weil Sex zu teuer ist..

          Sex ist nicht teuer, er war wohl noch nie so „preiswert“ wie heute.

          Es zeigen sich nmE ganz erhebliche kulturelle Unterschiede: In den USA scheint man erhebliche Probleme damit zu haben, während man das in Kontinentaleuropa offenbar überwiegend recht gelassen sieht.

          Alice Schwarzer hat in der Hinsicht ziemlich versagt und die Konservativen können hier auch nicht so punkten wie in den USA.

        • @Adrian

          „…dann implizierst Du, dass Männer sich in die Luft sprengen, weil Sex zu teuer ist?“

          Nein.

          Es ist vielmehr die Inhumanität, die ihnen zuteil wird. Ihr disponibler dehumanisierter Platz. Bei ständigen und nun fast extremen umgekehrten Gerede. Mann ist immer Schuld. Egal was und wie.

          Diese Doppelbödigkeit oder -Moral müsstest du doch auch kennen. Nur ins etwas anderer Form. So mal von Mann zu schwuler Mann.

        • @ Anne
          „Es geht darum, dass Feminismus und Sexualität sich weitgehend ausschließen.“

          Feminismus und männliche Sexualität.

          „Das einzige, was Feminismus mit Sexualität zu tun hat, ist der – leider häufig viel zu erfolgreiche – Versuch, allen anderen – also Männern und Frauen – den Spaß am Sex zu verleiden.“

          Wie soll Frau vernünftig nach männlichen Qualitäten selektieren, wenn Sex leicht zu bekommen ist?

          „Gerade wenn man (weibliche) Sexualtät versteht, wird einem Feminismus umso unverständlicher.“

          Der Feminismus wäre kaum so erfolgreich und verbreitet, wenn er den Bedürfnissen von Frauen widersprechen würde.

          • @Adrian
            Zum besseren Verständnis stelle ich das mal plakativ und stark vereinfacht dar:
            Eine „normale“, gesunde, heterosexuelle Frau (deren Hormonsystem nicht durch hormonelle Kontraceptiva manipuliert ist) denkt: „Ich will Sex mit (mindestens) einem Mann.“ (Das dürfte doch auch für dich nachvollziehbar sein.)
            Daraufhin kreischen die Femis: „Böse, böse! Unterdrückung! Rape!“

            „Der Feminismus wäre kaum so erfolgreich und verbreitet, wenn er den Bedürfnissen von Frauen widersprechen würde.“

            Ach komm, wo soll denn da das Argument sein?
            Religionen beispielsweise widersprechen den Bedürfnissen der Menschen auch häufig. Trotzdem sind sie weitverbreitet.
            Da laufet der #aufkreisch halt :“Böse, böse! Sünde! Ewige Verdammnis!“

            Die weite Verbreitung des Feminsimus ist eher darauf zurückzuführen, dass viele Frauen erst mal nur so etwas wie „Mehr Rechte für Frauen!“ daraus destillieren, und mit dem Rest erst nach einer Gehirnwäsche infiltriert sind.
            Naja, „Mehr Rechte!“ ist immer noch plausibler als „Ewiges Leben im Himmel!“

            Wenn Frauen generell so eine negative Einstellung zu Sex hätten, wie du sie ihnen hier immer wieder pauschal unterstellst, wäre die Menschheit längst ausgestorben.

        • Anne hat m.E. Recht.
          der vorherrschende radikale Feminismus (klassischer Radikalfeminismus und vulgär-poststrukturalistischer Gender-Feminismus) zielt – wiewohl es stimmt, dass er gerade die männliche Sexualität stark dämonisiert – in letzter Instanz dennoch auf die Zerstörung der sexuellen Freiheit für beide Geschlechter ab.

          In einem früheren Beitrag hatte ich dazu einmal geschrieben:

          Die “Feminist Sex Wars”, bei denen u.a. Feministinnen mit BDSM-Neigung mit Radikalfeministinnen darüber stritten, ob eine Feministin BDSM-Neigungen haben darf oder nicht oder die Postulate einiger Radikalfeministinnen, dass der heterosexuelle Sexualakt an sich bereits frauenunterdrückend sei, der Versuch, das radikalfeministische sexualfeindliche Zustimmungsprinzip als soziale und kulturelle Norm zu etablieren oder die gender/queer-feministische “Knutschvervot/Critical Hetness”-Debatte, bei der es darum ging, dass Heterosexuelle nicht in der Öffentlichkeit knutschen sollten bzw. Zärtlichkeitsbekundungen zum Ausdruck bringen sollten (und manches andere) zeigen, dass radikale Formen des Feminismus auch auf eine weitgehende Beschränkung der sexuellen Freiheit von Frauen abzielen.
          Die Dämonisierung der männlichen Sexualität ist zwar sichtbarer, steht deutlicher im Vordergrund, letztendlich zielt der radikale Feminismus – hier mal wieder dem radikalen Konservatismus ähnlich – aber auf die Beschränkung der sexuellen Freiheit für beide Geschlechter ab.

          Auch ich verabscheue, genau wie Adrian, homophobe Einstellungen und Äußerungen gegenüber lesbischen Frauen, Adrians Annahme, dass kein Zusammenhang zwischen den sexualfeindlichen Aspekten im radikalen Feminismus und lesbischen Radikalfeministinnen besteht, halte ich jedoch für falsch.
          (Die große Mehrheit lesbischer Frauen sind allerdings selbstverständlich keine Radikalfeministinnen.)

          Die sexualfeindlichen Tendenzen im radikalen Feminismus scheinen ihre Ursache m.E. einerseits bei Individuen zu haben, bei denen sich radikalfeministische Ideologie mit lesbischer sexueller Orientierung verbindet, Lust am heterosexuellen Sex daher nur schwer nachvollziehbar ist bzw. als ich-fremd und in Verbindung mit radikalfeministischer Ideologie als potentiell unterdrückerisch wahrgenommen wird, sowie des Weiteren – hier auf der psychologischen Ebene natürlich nachvollziehbar, aber trotzdem auf der Sachebene kritikwürdig – bei Individuen mit sexueller Traumatisierung, bei denen die entsprechenden anti-sexuellen feministischen Ideolgieelemente als Versuch einer persönlichen Bewältigungsstrategie interpretiert werden können, welche aber leider politisiert anstatt auf der persönlichen Ebene therapeutisch durchgearbeitet wird.
          Jedenfalls ist das für mich zur Zeit die in wahrnehmungspsychologischer Hinsicht plausibelste Erklärungshypothese für ansonsten stark irrational erscheinende sexualfeindliche Aspekte radikalfeministischer Ideologien.

          Des Weiteren bin ich der Ansicht, dass viele Frauen (genau wie viele Männer) über den in westlichen Gesellschaften vorherrschenden Feminismus und seine negativen Aspekte einfach nur schlecht informiert sind und dass dies die wesentliche Ursache für unkritische Haltungen gegenüber dem vorherrschenden Feminismus (auch bei Frauen) ist.

          Wobei eine kritische Haltung zum radikalen Feminismus bei Frauen offenbar zunimmt:

          http://genderama.blogspot.de/2013/03/in-deutschland-und-england-junge-frauen.html

          Frauen haben m.E. ein Eigeninteresse an der Überwindung radikaler Formen des Feminismus.

        • Wie soll Frau vernünftig nach männlichen Qualitäten selektieren, wenn Sex leicht zu bekommen ist?

          Wie soll denn bitte die Evolution danach selektieren, dass ihr eine „vernünftige“ Selektion möglich ist? Das macht keinen Sinn.

          Der Feminismus wäre kaum so erfolgreich und verbreitet, wenn er den Bedürfnissen von Frauen widersprechen würde.

          Das, was an Radikalfeminismus vorherrscht ist der institutionell festbetonierte Status von einigen sich mitte der 1970er schon in der Minderheit befindlichen Babyboomerinnen.

          Feminismus ist vor allem deshalb erfolgreich, weil man (nicht nur Frauen) ihn für „gut“ und „progressiv“ hält.

        • @ Leszek
          „Adrians Annahme, dass kein Zusammenhang zwischen den sexualfeindlichen Aspekten im radikalen Feminismus und lesbischen Radikalfeministinnen besteht, halte ich jedoch für falsch“

          Diese Annahme habe ich nicht getätigt.

        • @ Nick
          „Wie soll denn bitte die Evolution danach selektieren, dass ihr eine “vernünftige” Selektion möglich ist? Das macht keinen Sinn.“

          Gemeint ist, dass der geringere weibliche Sexualtrieb ein evolutionsbiologischer Mechanismus ist, um die genetischen und versorgerischen Qualitäten des Mannes zu testen. Würde eine Frau allzu freigiebig sexuell verkehren, bestünde stetig das Risiko, vom falschen Mann schwanger zu werden.

          Die Sexpanik der Feministinnen baut m. E. darauf auf. Es erklärt auch die Differenz von der allsommerlichen Freilegung von Titten einerseits und Dirndlgate andererseits: Frau muss Mann mit der Aussicht auf Sex anlocken. Aber es darf nicht zu schnell zum Sex kommen, weil Mann ja erst getestet werden muss. Und wenn ein nicht genehmer Mann es wagt, sich anlocken zu lassen, dann nennt frau das „Sexismus“, „sexuelle Belästigung“ oder, wenn sie ganz „progressiv“ drauf ist, „Rape Culture“.

          „Feminismus ist vor allem deshalb erfolgreich, weil man (nicht nur Frauen) ihn für “gut” und “progressiv” hält.“

          Das erklärt doch gar nichts.
          Nein, der Feminismus konnte sich durchsetzen, weil er an Instinktdispositionen anknüpft.

        • @Adrian:
          Gemeint ist, dass der geringere weibliche Sexualtrieb ein evolutionsbiologischer Mechanismus ist, um die genetischen und versorgerischen Qualitäten des Mannes zu testen.

          Ja, aber die Evolution kann kein Kartell herbeiselektieren.

          Würde eine Frau allzu freigiebig sexuell verkehren, bestünde stetig das Risiko, vom falschen Mann schwanger zu werden.

          Und wenn sie allzu rigide ist, dann schnappt sich eine andere das schöne Alpha-Genmaterial. Zwar kann ein Männchen viel Genmaterial verbreiten, aber bei dem Versorgungscommitment sieht es etwas anders aus. Dieses Modell bringt also zwangsläufig eine starke weibliche intersexuelle Konkurrenz mit sich und Weibchen mit geringem Trieb haben dabei nicht die besseren Karten.

          Das erklärt doch gar nichts.

          Für sich alleine natürlich nicht. Dazu muss man schon den historischen Kontext sehen.

          Nein, der Feminismus konnte sich durchsetzen, weil er an Instinktdispositionen anknüpft.

          Das halte ich nun wieder für eine Leeraussage: _Alles_ „knüpft“ irgendwie an irgendwelche Instinktdispositionen an.

          Es ist recht offenkundig, dass Feminismus keine antropologische Konstante ist. Oder sollten Radikalfeministinnen etwa gar recht damit haben, dass sie in ihren conciousness-raising groups, nach Jahrtausenden der Unterdrückung, den wahren Kern des weiblichen Daseins wiederentdeckt haben?

          Diese Sex-Panik ist wohl ganz klar eine Moralpanik – ein zeitlich und räumlich eingegrenztes Phänomen. An den US-Unis treibt sie die abstrusesten Blüten, während man sie andernorts (als Panik) schlicht nicht findet. Das passt nicht zu einer biologischen Determination.

        • @Adrian:
          Dirndlgate

          Wir leben in einer Welt, in der wir die meisten Informationen nur mittelbar erhalten. Da werden massenmedial verbreitete Deutungsrahmen bzw. Frames zu einem sehr wirkmächtigem Faktor.

          Es war niemand mit an der Hotelbar und es ist ja durchaus möglich, dass Brüderle sich tatsächlich so verhalten hat, dass die meisten Menschen das als schmierig und widerlich empfinden würden. Wenn die Massenmedien dann ein Bild zeichnen, demzufolge so etwas alltägliches „Politiker-“ oder „Machtmenschverhalten“ ist, dann wird es nicht weiter hinterfragt wenn die Medien diesen Fall als „typischen Fall“ darstellen. So entstehen Moralpaniken.

          Und wenn ein nicht genehmer Mann es wagt, sich anlocken zu lassen, dann nennt frau das “Sexismus”, “sexuelle Belästigung” oder, wenn sie ganz “progressiv” drauf ist, “Rape Culture”.

          Wenn die Gesellschaft solche Frames anbietet, dann ist das ein naheliegender Impuls. Es ist eben immer latent unangenehm, wenn jemand etwas von einem will was man ihm nicht geben möchte.

          Sichtbare Homosexualität irritiert auch viele Menschen. Wenn die Gesellschaft Frames anbietet, denen zufolge Homosexuelle eine Bedrohung für zentrale Werte der Gesellschaft darstellen, dann werden diese auch des öfteren gerne genommen. Weil so ein sehr einfacher Weg angeboten wird, den Konflikt zu „lösen“.

          Es würde wohl nur Roslin fertigbringen, daraus eine Theorie einer „biologisch determinierten Homophobie“ zu basteln.

        • @ Adrian

          *Gemeint ist, dass der geringere weibliche Sexualtrieb ein evolutionsbiologischer Mechanismus ist, um die genetischen und versorgerischen Qualitäten des Mannes zu testen. Würde eine Frau allzu freigiebig sexuell verkehren, bestünde stetig das Risiko, vom falschen Mann schwanger zu werden.*

          Ja, der geringere Sextrieb der Frau entstand aus ihrem höheren minimalen parentalen Investment. Er sorgt dafür, dass Männer um Frauen härter konkurrieren müssen als umgekehrt, verschärft durch die häufige Polygynie statushoher Männer (die meisten Kulturen der Welt sind polygyn, die polyandrischen dagegen an den Fingern einer Hand abzuzählen > Frauen finden sich eher damit ab, Anteilseignerin eines Alphatieres zu sein anstatt Alleinbesitzerin als umgekehrt Männer dies bei einer Frau tun, Grund: Vaterschaftssicherheit, weshalb polyandrische Kulturan auch meist solche sind, bei denen sich Brüder eine Frau teilen).

          All das setzt Männer unter einen stärkeren Evolutionsdruck als Frauen, sorgte dafür, dass sich vielleicht nur etwa halb so viele männliche Individuen fortpflanzten wie weibliche, d.h., die Evolution scheidet Fehlentwicklungen vor allem über Männer aus dem Genpool aus (die nicht erfolgreich sind, sich nicht fortpflanzen), führt Neuentwicklungen umgekehrt vor allem über Männer ein (weil ein erfolgreicher Mann viele Frauen schwängern kann), wahrscheinlich auch der Grund, warum Frauen in vielen Eigenschaften um den Mittelwert enger streuen als Männer, die mehr zu den Extremen hin verteilt sind (natürlich auch in der Masse mittelwertnah), nicht nur bei der Intelligenz.

          Frauen werden eher im sicheren Mittelfeld gehalten, an Männern kann man leichter herumexperimentieren (ein Ausfall ist bei ihnen nicht so „teuer“).

          So sind Frauen eher das Standbein der Evolution, Männer eher das Spielbein.

          Jede Rolle hat Licht -und Schattenseiten.

          Für Männer: mehr Nobelpreisträger, mehr Vorstandsposten, mehr Stress, mehr Kampf, mehr Totalausfälle, häufiger katastrophale Niederlagen, dafür mehr Glanz und Gloria für die Erfolgreichen.

          Für Frauen: ein gemütlicheres, geruhsameres, stressfreieres Leben, regelmäßigerer, dafür bescheidenerer Erfolg, weniger katastrophale Niederlagen, aber auch weniger Glanz und Gloria, weil weniger Spitzenleisterinnen.

          Dagegen rebelliert Feminismus.

          Er will Glanz und Gloria der Männer, ohne deren Lasten zu tragen oder die auch nur zu sehen.

          Nein, die Lasten sollen bitte schön weiterhin vor allem von den Männern getragen werden.

          „Die im Dunkeln sieht man nicht!“

          Die meisten Frauen gleich dreimal nicht, sie sind es gewohnt, bei Männern nur nach oben zu gucken, dort sehen sie die von Männern dominierte Spitze, dort drängen sich die für sie interessanten Männer.

          Die zahlreichen männlichen Verlierer, der Preis der Herrlichkeit, die sehen sie nicht, daher die seltsame Vorstellung vom allseits privilegierten Mann > Folge einer kognitiven Hypergamie vieler Frauen.

          Sie wollen die Männerrolle, aber nicht im Ernst, nur eine Männerrolle light, nur Glanz und Gloria, ohne Kampf, ohne Risiko, ohne Absturzgefahr.

          All das sollen weiter Männer tragen, Frauen weiter absichern.

          Frauen wollen nur den Teil der Männerrolle, den sie sehen (wollen).

          Sobald sie IM ERNST wie Männer behandelt werden, fühlen sie sich DISKRIMINIERT, verlangen Sonderregelungen, Schonung, Privilegien, weil’s ihnen zu hart ist.

          Das ist die Qunitessenz des Feminismus.

          Streben nach Gleichberechtigung, GLEICHSTELLUNG gar (sowieso unmöglich in Freiheit, da von Natur aus Unterschiedliches nur gewaltsam gleichgestellt werden kann) – alles nur Geschwätz.

          Feminismus kann gar nicht anders als die Privilegierung der Frau zu befestigen und auszubauen.

        • Korrektur

          Frauen finden sich eher damit ab, Anteilseignerin eines Alphatieres zu sein anstatt Alleinbesitzerin eines Betaversorgers als umgekehrt Männer dies bei einer Frau tun, …

        • @ Nick
          „Und wenn sie allzu rigide ist, dann schnappt sich eine andere das schöne Alpha-Genmaterial.“

          Natürlich. Deshalb erscheint vielen Männern weibliche Sexualität ja so ambivalent und rätselhaft, deshalb wissen ja so viele nicht was Frauen wollen. Das Klischeebild von Hure und Heilige kommt übrigens auch nicht von ungefähr.

          „Es ist recht offenkundig, dass Feminismus keine antropologische Konstante ist.“

          Zumindst das Sexbild der Feministen widerspricht der allgemein beobachtbaren weiblichen Sexualität nicht. Aber gut, vielleicht haben wir hier ganz einfach unterschiedliche Perspektiven.

          „Es würde wohl nur Roslin fertigbringen, daraus eine Theorie einer “biologisch determinierten Homophobie” zu basteln.“

          Ich halte das gar nicht mal für unplausibel.

        • @ Anne
          Eine “normale”, gesunde, heterosexuelle Frau (deren Hormonsystem nicht durch hormonelle Kontraceptiva manipuliert ist) denkt: “Ich will Sex mit (mindestens) einem Mann.”

          Das mag Frau denken, aber sie handelt nicht so. Sie denkt sehr viel weiter.
          Ich kann hier nur immer wieder den Vergleich mit schwuler Sexualität anführen. Es ist offensichtlich, dass es hier eine ganze Reihe von Unterschieden gibt.

          „Religionen beispielsweise widersprechen den Bedürfnissen der Menschen auch häufig. Trotzdem sind sie weitverbreitet.“

          Religionen bedienen das Bedürfnis nach Trost, Egozentrismus und Autorität und nehmen die Angst vor dem Verlust von geliebten Menschen und vorm eigenen Tod.

          „Wenn Frauen generell so eine negative Einstellung zu Sex hätten, wie du sie ihnen hier immer wieder pauschal unterstellst, wäre die Menschheit längst ausgestorben.“

          Sie haben ja keine per se negative Einstellung, sondern eine ambivalente.
          Der Radikalfeminismus, auf den sich hier offenbar kapriziert wird, ist nicht der einzigste Feminismus den es gibt. Ich würde hier eher den Emma-Watson-Feminismus betonen: Gleichberechtigung ist ganz selbstverständlich „He for She“: Der Mann als Ver- und Umsorger für die Frau. Das macht Frauen langfristig geil.

        • @ Adrian
          „Und wenn ein nicht genehmer Mann es wagt, sich anlocken zu lassen, dann nennt frau das “Sexismus”, “sexuelle Belästigung” oder, wenn sie ganz “progressiv” drauf ist, “Rape Culture”.“

          Lassen wir doch die Kirche mal im Dorf. Von wie vielen Frauen kommt denn dieser Vorwurf?
          Klar, junge Frauen zeigen, was sie zu bieten haben und locken damit logischerweise neben den 5 Mr. Right noch 100 Mr. No an. Dass die auch in den Ausschnitt schielen ist lästig, wird aber von 98% der Frauen mehr oder weniger achselzuckend so in Kauf genommen.
          Sexismus wird es erst, wenn sie von einer Feministin gefragt werden – nein, nicht, ob sie sich belästigt fühlten, sondern – ob ihnen schon mal ein Mann in den Ausschnitt gestiert hat. Es ist wie mit der Gewalt: nicht das angebliche Opfer definiert sie, sondern eine außenstehende Interessengruppe.
          Wenn eine Frau auf die Frage „Übernimmt Ihr Mann im Haushalt die Hälfte der Arbeit?“ mit „Nein“antwortet, dann wird sie darin wohl kaum einen Akt der Gewalt sehen.
          Wohl aber die Fragende, denn das Definitionsmonopol für häusliche Gewalt behält sich die Truppe um BIG vor. Und danach ist – allgemein formuliert – alles Gewalt, was von einem Mann kommt und bei einer Frau Unbehagen auslöst. Dazu gehört auch mangelnde Hilfe im Haushalt.
          Vieles, was hier argumentiert wird, ist mir zu plakativ, zu sehr „Frau=Feministin=verschlagen“.

      • @ adrian

        „Man kann Feminismus nicht verstehen, ohne weibliche Sexualität zu verstehen.“

        Mann kann weibliche Sexualität nicht verstehen, ohne Frauen zu verstehen.

        Mann kann Frauen nicht verstehen, ohne sich selber zu verstehen.

        Mann kann sich selber nicht verstehen, ohne sich selber zu akzeptieren.

        Mann kann sich selber nicht akzeptieren, wenn wenn Mama immer enttäuscht über einen war.

        Hach…heute ist mein Holzschnitttiefenpsychostündlein….

  10. Ein paar thematische Illustrationen

    Trigger Warnung 🙂

    Laurie Penny, die Preis und nun Harvard gesponserte britisch-radikalfeministische Bequemlichkeitssuprematistin und „Journalistin“
    aus dem Greer’schen Agtitationspresse Kader und Protektorat.

    Ihre Meinung zur gegenwärtigen

    „Why We’re Winning: Social Justice Warriors and the New Culture War“
    http://laurie-penny.com/why-were-winning-social-justice-warriors-and-the-new-culture-war/

    oder

    „You’re Not a REAL MAN Until You Buy Her Drinks

    Are women really this stupid?

    According to Lauren Martin, who writes for elitedaily.com , women of her 30-whatever generation are functionally retarded. Her article “Women Need To Start Asking Men Out Because Men Have No Balls” appears to be 1200 words of willfully ignorant male targeted shame.“

    http://elitedaily.com/dating/men-pssies-women-need-start-asking-men-dates/746965/

    • Aus dem ersten Artikel:

      „the people who are so unspeakably angry that women dare, they dare with their stupid ladyheads and evil ladyparts, they dare to come into their special boy spaces and actually demand a voice, they don’t understand why not everyone can see how right they are, how noble, how absolutely justified they are in their cause. They believe that they are justified because freedom of speech- except not freedom of speech for women and queers and people of colour, because those people don’t really speak, they just whine, shriek, scream, like animals, because really that’s all they are, animals.“

      Witzig. Tausche Männer mit Frauen aus, und du erhälst genau die Reaktion der Feministinnen gegen jeden, der es wagt, sie zu kritisieren …

      • Yup. Typische Feministenprojektion.

        Sie sind es tatsächlich immer selbst. Genau das was sie anderen, und natürlich immer den Männern, vorwerfen.

        Schon Sartre wollte diesen, dem innewohnenden und heute dadurch wieder salonfähig gewordenen, Solipsismus überwinden.
        ,
        Er sprach da glaube ich von einem in einer „unbezwinglichen Grenzfestung verschanzten Irren“.

      • @ Michael

        *Witzig. Tausche Männer mit Frauen aus, und du erhälst genau die Reaktion der Feministinnen gegen jeden, der es wagt, sie zu kritisieren …*

        Ein Gutteil feministischer Annalüse besteht aus Projektion.

  11. Die, im Beitrag zitierte Hoffnung habe ich ja auch, auch wenn ich da momentan keine allzu guten Chancen sehe. Das Problem scheint mir einfach (wie schon mal erwähnt), dass auch vernünftige Feministinnen sich zu selten wirklich gegen Verwirrungen unter dem Feminismusbanner wenden, sondern es bei innerer Ablehnung belassen.

    Aber wer weiß? Wenn man den ursprünglichen Feminismus (unter dessen Definition sich ja heute noch so viele Barbie-Feministinnen verstecken) betrachtet, ging es ihm ja um Gleichberechtigung. Entsprechend müsste, wer sich dazu zählt, heute auch die radikalen Strömungen kritisieren und die Interessen von Männern achten.
    Habe keine Ahnung, von den Mengenverhältnissen, wer sich momentan wozu zählt, aber wenn es zu einer breiteren Rückkehr zum Ursprungskonzept käme, wäre es höchst erfreulich.

  12. Ich würde das Ziel der 3. Welle des Feminismus so definieren:
    es wird angestrebt, Subventionen, lukrative Posten und Ämter allein wegen der Eigenschaft als Frau bevorzugt zu erhalten.

  13. Pingback: Zitat des Tages - Neues aus dem Gender-Universum

  14. Pingback: Der Sex-Dämon Mann | Alles Evolution

  15. Pingback: Frauen, Feministinnen und Feindbilder | Alles Evolution

  16. Pingback: Maskulismus, Männerrechte und Familienrecht | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.