Positionen in einer Hierarchie und sexuelle Selektion

Ich hatte hier in einem Kommentar ein paar Gedanken dargestellt, die leicht verändert wie folgt lauteten:

 

1.

Status ist ein so offensichtlich gut nutzbares zu evolutionären Zeiten ehrliches Zeichen für genetische Qualität, besser ausgeprägte Eigenschaften, die einem dabei helfen, sich gegen die intrasexuelle Konkurrenz durchzusetzen und insofern Überlegenheit gegenüber anderen Mitgliedern der Gruppe, dass gleichzeitig recht eindeutig auch als sexuelles Signal von Frauen gelesen wird, dass man, wenn man sich mit sexueller Selektion beschäftigt, nicht versteht, wie Leute diese Zusammenhänge leichtfertig abtun können.

2.

Es gibt keine Tierart, die eine Hierarchie und allgemeine Fruchtbarkeit hat und bei der die Männchen oben in der Hierarchie nicht mehr Sex mit interessanteren Weibchen haben

Das ist eigentlich der Kern sexueller Selektion: Aussagekräftige Signale werden über sexuelle Selektion biologisch abgespeicherte Attraktivitätsmerkmale. Um so aussagekräftiger und ehrlicher ein Signal, um so mehr bietet es sich für eine sexuelle Selektion an. Intrasexuelle Konkurrenz erlaubt einen sehr direkten Vergleich, wer oben steht und damit „besser“ ist. Es ist damit ein sehr wahrscheinlicher Kandidat für sexuelle Selektion

Natürlich bedeutet diese gute Kandidateneigenschaft nicht, dass zwangsläufig eine Mutation dieser Art stattgefunden hat und sich durchgesetzt hat. Allerdings finden wir genau das bei unseren nächsten Verwandten, von Bonobos zu Schimpanzen und ich würde sogar sagen, dass es von dieser Regel keine Ausnahme im Tierreich gibt (uns eingeschlossen).

Kennt jemand eine, bei der ein Hierarchiesystem unterhalten wird, ohne das es sich bei allgemeiner Fortpflanzungsfähigkeit auf die „Attraktivität“ der Spitze dieser Hierarchie auswirkt?