Komplimente dienen der Verdinglichung und Abwertung der Frau

Bei der Mädchenmannschaft geht es um den Umgang mit Komplimenten. Die Autorin klingelt in München zwei Männer vom Radweg und fährt an ihnen vorbei:

Fast war ich schon an ihnen vorbei, als ich in unvergleichlichem Münchnerisch hörte: “Und hübsch aa no!” Ich fuhr weiter und lächelte – um mich gleich danach innerlich zu schelten. Warum um Himmels willen lächelte ich? Hatte ich nicht gelernt, dass das eine unerwünschte, sexistische Grenzüberschreitung war? Dass es sich hier einfach nur um dialektal gefärbtes “Catcalling” handelte, das es zu bekämpfen galt?

Der klassische feministische Widerspruch: Man findet etwas okay, darf es aber eigentlich nicht okay finden. Einfach, weil man es als Grenzüberschreitung ansehen und in einen größeren Kontext einbinden soll. Dabei war es hier aus meiner Sicht recht harmlos: Er hat sie noch nicht einmal auf ihre Schönheit reduziert, sondern in gewisser Weise ihre Durchsetzungskraft anerkannt. Es war auch sonst nicht obzön, kein „geile Titten!“ oder etwas in der Art. Eine recht harmlose Bemerkung zumal klar war, dass sie sich entfernt.

Diese Sache und meine Reaktion darauf beschäftigten mich. Ich dachte an eine Freundin, die während ihres Auslandssemesters in Spanien nach eigener Aussage wesentlich häufiger ungefragten Komplimenten ausgesetzt war. Ihr machte das wenig aus, im Gegenteil: Wenn harmlose Kommentare wie “Hallo Hübsche” kamen, genoss sie die Aufmerksamkeit sogar. Und, so fuhr sie fort, sie fände es eher schade, dass man in Deutschland nie einfach so Komplimente bekäme. Die sexuelle Seite, die man als Mensch ja auch hätte, würde immer ignoriert. Das konnte ich nachvollziehen: Ein wenig Bestätigung der eigenen Attraktivität tut gut. Und doch fühlte ich mich bei diesen Überlegungen unwohl.

Die südlicheren Gegenden Europas gelten da denke ich zurecht als entspannter in dieser Hinsicht und sehen das ganze auch mehr als Spiel zwischen den Geschlechtern an, welches dazugehört und noch nicht einmal einen sexuellen Hintergrund haben muss: Man flirtet und macht Komplimente, weil es zum Leben dazugehört. Aus feministischer Sicht vielleicht erstaunlicherweise tut das diesen Ländern als Urlaubsland für Frauen keinen Abbruch: Im Gegenteil, bei einer heißen Urlaubsaffaire wird der typischen Touristin vielleicht eher ein „feuriger Südländer“ vor Augen stehen als ein zurückhaltender Nordländer. Viele Frauen genießen es vielleicht sogar, wenn sie im Urlaub entsprechende Komplimente hören.

Die weiteren Gedanken:

Zum einen ist da die Heteronorm: Komplimente an Frauen* von Männern* sind eine Hetero-Angelegenheit. Da entsteht eine Normalität, die wirklich nur einen Teil des Gesamtbildes zeigt – Bi-, Homo- oder Asexuelle, aber auch Trans-Menschen bleiben ausgeschlossen. Nicht-heterosexuelle Frauen bekommen Beleidigungen und Anzüglichkeiten an den Kopf geworfen. Zum anderen werden derlei Komplimente nach wie vor nicht wahllos verteilt, sondern zeigen, wer in dieser Gesellschaft “sexuell wertvoll” ist: Dicken Menschen oder Menschen mit Behinderung wird generell eine Sexualität abgesprochen. Diese Komplimente, und das klingt jetzt wirklich entsetzlich, sind auch ein Privileg.

Das kann ich nicht recht nachvollziehen. Warum bleiben bei Komplimenten Bi-, Homo oder Asexuelle oder Transmenschen ausgeschlossen? Ich kann auch einem/einer Homosexuellen sagen, dass ihm/ihr etwas ganz hervorragend steht oder einer Bi-frau sagen, dass sie klasse aussieht. Ich mache auch Frauen, mit denen ich nicht schlafen will, durchaus Komplimente, etwa wenn eine korpulentere Freundin ein schönes Kleid zu einer Feier anzieht. Komplimente sind ja auch teilweise nur eine Höflichkeit, ein Aufmuntern und man muss nicht mit jedem schlafen wollen, dem man ein Kompliment macht. Natürlich fällt mir weibliche Schönheit noch eher auf und es lässt sich auch leichter in einen Flirt einbauen, aber ich kann ja auch nichts dafür, dass ich heterosexuell bin.

Bei der Darstellung, dass das Kompliment ein Privileg ist, zeigt sich auch an einem harmlosen Beispiel, wie stark diese Denkmuster selbst einfache Vorgänge verkomplizieren. Alles kann ein Privileg sein, ein richtiges Verhalten gibt es dann nicht mehr.

Letztendlich aber geht es bei der Vergabe von Komplimenten um Sexualität. In einem bestimmten Code wird mir mitgeteilt, dass ich sexuell interessant für jemanden bin. Da fangen die Probleme an, denn Sexualität ist vermintes Gebiet für Frauen*: Frauen* verlieren eigentlich immer, ob sie nun sexuell eher offen sind oder eher vorsichtig. Neben der Abwertung weiblicher Sexualität wird auch auf Zustimmung der Frau* im Rahmen der Heteronorm häufig kein gesteigerter Wert gelegt. Das betrifft konkret nicht nur Sex, sondern auch die Abbildung von Frauen*, welche Fragen sie gestellt bekommen und wie sie sich zu verhalten haben. Mit meinem Lächeln auf dieses Kompliment, so hatte ich im Nachhinein das Gefühl, gab ich die Bestätigung, dass es in Ordnung ist, mich auch im profanen Alltag als sexuelles Wesen zu betrachten. Dass ich vielleicht sogar darauf Wert legte. Menschen sind nun mal durch ihre Sexualität mitgeprägt, dagegen ist nichts zu sagen. Also alles in Ordnung?

Da sind ja schon wieder einige Knaller drin, erarbeitet anhand eines harmlosen Kompliments: In der Heteronorm ist Zustimmung der Frauen kein Wert gelegt, man will sie nur abwerten. Man will sie anscheinend selbst wenn man sagt „hübsch ist sie AUCH noch“ nur auf Sex reduzieren. Und deswegen darf einer Frau das auch nicht gefallen: Denn damit transportiert sie dann wieder die Vorstellung, dass man Frauen Abwerten und auf ihre Sexualität reduzieren darf. Das dieses Konzept auf wackeligen Beinen steht und ein Kompliment keine Abwertung und keine Reduzierung sein muss, dass scheint da nicht wirklich vorzukommen.

Mitnichten. Als Frau* auch nur zuzugeben, eine sexuelle Natur zu haben, ist nach wie vor, als ob man einen Schwachpunkt offen legt und sich angreifbar macht. Man wird nicht mehr ernstgenommen (es sei denn, man ist Beyoncé). Mein unangenehmes Gefühl kam genau daher, weil ich wusste: Die Geschlechter bewegen sich eben nicht auf demselben Grund. Ein (heterosexueller) Mann kann seiner Sexualität Ausdruck verleihen, ohne verdinglicht zu werden oder sich zu diskreditieren. Politiker können die 5. Frau heiraten, ohne dass es jemanden juckt. Eine Politikerin, die den 5. Ehemann ehelicht? Da würden die meisten doch eher an ihrer Kompetenz zweifeln.

Auch hier aus meiner Sicht eine Überbewertung: Frauen, die mit solchen Komplimenten mit einem Lachen umgehen und es als Spiel sehen, werden glaube ich viel eher ernst genommen und als selbstbewußt angesehen als solche, die daraufhin energisch die Lippen zusammenkneifen und sich solche Abwertungen verbieten. Denn dann haben sie eben nicht erkannt, dass es nur ein harmloses Kompliment, eine Nettigkeit sein sollte.

Lustig auch ihre Vorstellung, dass ein Mann seiner Sexualität Ausdruck verleihen kann, ohne sich zu diskreditieren: Im Gegenteil, gerade die Zurschaustellung männlicher Sexualität wird sehr schnell abgewertet: Als pervers, als „Alle Männer sind Schweine“, als Ausdruck sonstiger Perversität. Weibliche Sexualität wird eher etwas reineres zugestanden. Ein Mann könnte sich auch nicht so sexuell wie eine Frau kleiden ohne eher lächerlich zu wirken.

Das Politikerinnen seltener fünf Mal verheiratet sind ist aus meiner Sicht weniger dem Umstand geschuldet, dass man dann an ihrer Kompetenz zweifeln würde als vielmehr dem Umstand, dass Status Männer attraktiv macht, Frauen aber nicht. Schröder als Bundeskanzler war eben immer wieder für zB Journalistinnen interessant. Sein dadurch bedingter höherer Marktwert macht uns verständlich, dass er eine jüngere heiratet. Bei Merkel würde es uns hingegen wohl eher überraschen.

Nun ging es in meinem Fall gottlob nur um ein Lächeln auf ein Kompliment von einem Fremden. Das verursacht im Normalfall nicht allzu viele Störungen im Alltag. Aber besser wäre es doch, wenn ich mir keine Gedanken machen müsste. Wenn ein Kompliment unschuldig und unbelastet von Gender-Ungleichgewicht sein könnte. Ich würde gerne in einer Welt leben, in der ich bei einem Kompliment egal von wem lächeln könnte. Einfach so.

Klassischer Feminismus: „Jetzt habe ich ja oben dargelegt, dass ein Kompliment heterosexistisch ist, eine Abwertung der Frau und ein Zum-Objekt-machen dieser. Wie schön wäre es in einer Welt zu sein, in der das nicht so wäre“. Nur stellt ihre Bewertung gar nicht auf konkrete Welt-Parameter ab. In jeder denkbaren Welt könnte ihre Bescheibung gelten, dass das Kompliment ein Privileg ist, dass man damit zum Objekt gemacht wird etc. Sie hat auch nichts bewiesen. Sie hat einfach behauptet, dass die Welt schrecklich ist und nutzt diese Behauptung jetzt um die Schrecklichkeit der Welt zu beweisen, denn in dieser Welt ist das Kompliment eben nicht harmlos. Bewiesen ist nichts. Der Beweis dreht sich um sich selbst.

83 Gedanken zu “Komplimente dienen der Verdinglichung und Abwertung der Frau

  1. Die Frau muss in einer anderen Welt leben als ich. Komplimente nicht nur von und an Heterosexuelle? Aber auf jeden Fall!

    Ich finde ja, dieses ganze seltsame Denken ist eine einzige Anleitung zum Unglücklichsein. Wenn harmlose Sachen, ja „einfach mal etwas Nettes sagen“ schon so schrecklich sind, dann ist es kein Wunder, wenn einem die ganze Welt als Feind erscheint.

    Zu der Szene mit den Radfahrern: Es hätte ja auch so gehen können. Dummer Spruch / Geschimpfe (bei einer Interaktion mit drei Männern, bei der selten ein Kompliment übers Aussehen kommt, übrigens durchaus wahrscheinlich). Danach hätte man dann die Litanei ablassen können von den durchsetzungsfähigen Frauen, mit denen die Welt nicht zurechtkommt. Hätten die Männer nichts gesagt: Tja, da waren sie sprachlos, denn das waren sie nicht gewohnt. Oder wäre das die einzig richtige Reaktion gewesen?

    Mir scheint, radikaler Feminismus möchte in einer Art luftleerem Raum existieren, in dem es nie eine Reaktion auf irgendeine Qualität oder irgendein Verhalten gibt. Am besten wäre dafür ein Eremitendasein geeignet in einem abgeschotteten Tal, z.B. mit Stofftieren als Gesprächspartnern.

    • „dieses ganze seltsame Denken ist eine einzige Anleitung zum Unglücklichsein.“

      Das bringt es auf den Punkt. Allgemeiner und über Komplimente hinaus gesagt: Der Feminismus löst keine sozialen Probleme, sondern er erschafft sie. Dem Maskulismus wird ja oft (nicht ganz zu Unrecht) vorgeworfen, keine konstruktiven Vorschläge zur Weiterentwicklung der Gesellschaft zu machen, aber bei großen Teilen des Feminismus ist es viel schlimmer. Da löst offenbar der Gedanke an eine Welt, in der sich die Frauen pudelwohl fühlen und nix an den Männern zu bemängeln haben, Panik aus, weil man dann überflüssig ist.
      Stell Dir vor, es ist Geschlechterkrieg und keiner geht hin!

    • Denn denen steht eindeutig ihr Kopf im weg, die denken zu viel nach und versuchen alles zu Tode zu analysieren.

      Die sollten vielleicht einfach mal den Kopf abschalten und auf ihre Intuition hören.

  2. „Ich würde gerne in einer Welt leben, in der ich bei einem Kompliment egal von wem lächeln könnte. Einfach so.“

    Und das Tolle ist: die meisten Männer und Frauen (nämlich die Nicht-feministischen) leben bereits heute in einer solchen Welt. Ist das nicht großartig? 😀

    • Ich sag mal: Wenn sich das auf München, Landeshauptstadt von Bayern, beziehen soll, glaube ich die Geschichte nicht. Da wäre sie nämlich beschimpft worden – zumindest von Münchnern.

      • Wenn sich das auf München, Landeshauptstadt von Bayern, beziehen soll, glaube ich die Geschichte nicht.

        Ach geh, wer wird denn der Autorin die Freiheit nehmen wollen, das Geschichtchen im Adjektivstyle aufzupeppen:

        Neulich war ich mit dem Rad in München unterwegs. Ich dachte an nichts Besonderes(!), als vor mir auf dem Radweg zwei Herren standen. Schnell(!) klingelte ich Sturm(!), denn auf dem Radweg ist die Radfahrerin im Recht(!). Die Männer sprangen gerade rechtzeitig(!) beiseite.

        • Aber offenbar ist die Strahlkraft der Ideologie zu stark, um sich davon gedanklich zu lösen. Dann nimmt man offenbar lieber brutale kognitive Dissonanz auf sich…

          Man will offenbar „dazugehören“ und praktiziert deshalb solche Bekenntnisrituale. Es hat für mein Empfinden in der Tat viel von erweckungschristlichen Bibelkreisen oder von leninistischen „Selbstkritik“-Sitzungen.

          „Dazu“ gehört man eben nur, wenn man das ubiquitäre „Patriarchat“ und seine Verstrickung darin „entdeckt“. Dann gibt es von der Gruppe Lob und Anerkennung für diesen „Erkenntnisschritt“. Vor allem markiert man sich so als „weiter“ als die femina vulgaris.

          „conciousness-raising“ bzw. die gegenseitige Bestätigung in der alltäglichen „Entdeckung“ der alltäglichen Schweinereien des Patriarchates gehört ganz klar zu den wesentlichsten Gründungsmythen des vorherrschenden Feminismus:

          „In the Old Left, they used to say that the workers don’t know they’re oppressed, so we have to raise their consciousness. One night at a meeting I said, ‚Would everybody please give me an example from their own life on how they experienced oppression as a woman? I need to hear it to raise my own consciousness.‘ Kathie was sitting behind me and the words rang in her mind. From then on she sort of made it an institution and called it consciousness-raising.“

          — Anne Forer, quoted by Susan Brownmiller in In Our Time: Memoir of a Revolution, p. 21

          http://en.wikipedia.org/wiki/Consciousness_raising

          ..weshalb solche Geschichtchen auch seit 40 Jahren immer das gleiche Muster haben. Sie sind die Eintrittskarte als Feministin.

        • „Apropos Radfahrer .. da hab’ ich auch noch was, das recht gut zum Thema passt:“

          Saugeiler Konter!
          Für den wäre ich fast gern ne Frau. Dann hätte ich ihn sofort in mein Repertoire aufgenommen.

          😀

  3. @ Christian

    *Ich kann auch einem/einer Homosexuellen sagen, dass ihm/ihr etwas ganz hervorragend steht oder einer Bi-frau sagen, dass sie klasse aussieht. *

    Nie, niemals würde ich Adrian sagen, dass er (davon gehe ich mal aus) einen süßen Arsch hat. Und wenn es 3 mal stimmte.

    Der rennte mir doch sonst gleich hinterher!

    Da sage ich Muttersheera lieber, dass sie hübsch ist (was ja auch stimmt, obwohl sie jetzt, sicher verwüstet durch Mutterschaft/Patriarschat, behauptet, nicht mehr hübsch zu sein, nach all dem Leid – sie will halt nicht als Foren-Milf fungieren).

    Das tue ich auch deshalb, weil muttersheera mir dann die Augen wenigstens mit scharf gefeilten Fingernägeln auskratzt, was sie ohnehin tun würde, nur dann halt mit stumpfen.

    *Bei der Darstellung, dass das Kompliment ein Privileg ist, zeigt sich auch an einem harmlosen Beispiel, wie stark diese Denkmuster selbst einfache Vorgänge verkomplizieren. Alles kann ein Privileg sein, ein richtiges Verhalten gibt es dann nicht mehr.*

    Was diese verkniffenen Ideolog.I.nnen nicht verstehen: DER MENSCH KANN NICHT NICHT DISKRIMINIEREN.

    WEIL MENSCHEN NICHT GLEICHARTIG SIND.

    Weil es ein Hübscher/Hässlicher/Klüger/Dümmer/Witziger/Langweiliger gibt, von Natur aus gibt, unvermeidlich und unausweichlich gibt.

    Der Mensch müsste aufhören wahrzunehmen, müsste aufhören, Mensch zu sein, um diskriminierungsfrei zu agieren, um nicht zu privilegieren (den/die mag ich) und zu benachteiligen (den/die mag ich weniger/gar nicht).

    Und ja, es gibt Menschen, die bei der Chancenlotterie des Lebens eine Niete gezogen haben.

    Selbst die verklemmteste Feminist.I.n kann das nicht nicht wahrnehmen, sie sorgt durch ihre Verklemmung/Selbstüberwachung und -verurteilung bestenfalls dafür, dass sie einen strammen Arsch bekommt und trägt damit zu dem bei, was sie aus der Welt schaffen will: der menschlichen Ungleichheit, die uns diskriminieren lässt.

    Gestern stellte ich schon die Frage, neben wem ein Mann, auch der wüsteste Egalitarist, wohl lieber aufwachte (klar, dass ich hier Adrian mal wieder diskriminiere, aber das ist er ja von mir gewohnt):

    Ähnliche Bildgegensätze sind für Frauen in Bezug auf Männer schwerer herbeizuposten, denn ist der ältliche, kahlköpfige, häßliche, dicke Zwerg ein charismatischer, kluger, witziger Milliardär – was im Bild nicht unbedingt sichtbar werden muss – werden ihn viele Frauen erotisch anziehend finden und sich dabei nicht selbst betrügen müssen (oder es gelingt ihnen so gründlich, dass der Betrug von echtem Gefühl nicht zu unterscheiden ist).

    Während mir die rechts 10 Würzburger Residenzen finanzieren, so witzig und geistreich sein könnte wie ein weiblicher Voltaire, ich bekäme trotzdem keinen hoch.

    Statt dessen plagten mich Fluchtgedanken und Todesangst im Himmelbett, falls sie reiten wollte.

    À propos Himmelbett: so eines natürlich (müsste Adrian auch gefallen, denn moderne Designer, die einem so etwas Ähnliches, na ja, in die Wohnung stellen wollen – falls man Milliardär ist – sind fast zu 100% schwul).

    Wenn schon dekadent, dann richtig!

    Die Realität nicht zu akzeptieren – und sich selbst wund zu reiben daran, dadurch so unleidlich zu werden für sich und andere, dass man andere wund machen MUSS, um sich selbst noch erträglich zu finden – ohne je wirklich auch nur halbwegs heil zu werden, das ist der Verrottungsprozess, dem Ideolog.I.nnen und die von ihnen befallenen Gesellschaften unterliegen – das Leiden an der Wirklichkeit, in der ist, was doch um keinen Preis sein soll, weil es nicht sein darf, weil der eigene sinnstiftende, persönlichkeitskittende Glaube es nicht zulässt.

    Nähme man WAHR, fiele man auseinander, zersetzte sich der Seelenkleister, korrodiert durch die Realität.

    Also kneift man tapfer die Hinterbacken zusammen.

    Und bekommt darüber, der Teufel will es so, einen strammen Arsch.

    Dem kann eine Feminist.I.n allerdings entgehen, indem sie viele Trosttörtchen frisst, darüber fett wird und „Antifatshamingaktivistin“ in ihr Portfolio aufnimmt.

    Oder sie wird gleich lesbisch.

    Was viele ja ohnehin sind.

    Gott hat vielleicht einen etwas schrägen Humor, aber gerecht scheint er zu sein, alles in allem.

    • „Nie, niemals würde ich Adrian sagen, dass er (davon gehe ich mal aus) einen süßen Arsch hat. Und wenn es 3 mal stimmte.

      Der rennte mir doch sonst gleich hinterher!“

      Geliebter Roslin, Du unterschätzt uns Homos ganz gewaltig. Wir sind nicht mit notgeilen Heteros gleichzusetzen, die in ihrer Verzweiflung ob der prüden weiblichen Sexualität sofort jede Frau besteigen, die sich einigermaßen interessiert zeigt.
      Insofern würde ich mich zwar über Dein Kompliment freuen, das Hinterherrennen aber davon abhängig machen, wie es um Deinen Hintern steht.

      • @ Adrian

        *Wir sind nicht mit notgeilen Heteros gleichzusetzen, die in ihrer Verzweiflung ob der prüden weiblichen Sexualität sofort jede Frau besteigen, die sich einigermaßen interessiert zeigt.*

        Da habe ich nicht geringe Zweifel, verehrtester Adrian.

        So oft wie Du hier Deiner Hoffnung Ausdruck verleihst, doch mehr Heteromänner von ihrem Frauen-Hinterherrennen zu kurieren, um sie leichter von den Segnungen und Freuden des schwulen Way of Lifes zu überzeugen, habe ich da meine Zweifel, denn – ganz im Vertrauen – um meinen Hintern steht es primstens, sonst haute Tippse beim morgendlicihen Aufwecken nicht so häufig drauf.

        Kommt mann aus der Dusche und sie betreibt auf dem Hocker sitzend Fußpflege, nach ihrem ausgiebigen Nymphenbad, schlingt sich darum dezent ein Handtuch um die Hüften, passiere ich trotzdem selten ungeschoren den Drachenfelsen.

        Sie grapscht einfach nach dem Handtuch und brät mir damit ein’s über!

        Und wie stehe ich dann da?!

        Dass sie mir beim Aufwecken auch noch oft genug die Shorts ein Stück weit runterzieht, um hineinzubeißen, daüber wage ich kaum mit dem Herrn Pfarrer zu reden.

        Falls er eines Tages erfährt, dass ich Tippse doch noch erwürgt habe – er wird die Welt nicht verstehen, wird keinen blassen Schimmer davon haben, warum.

        All diese demütigenden Mikroaggressionen.

        • „So oft wie Du hier Deiner Hoffnung Ausdruck verleihst, doch mehr Heteromänner von ihrem Frauen-Hinterherrennen zu kurieren, um sie leichter von den Segnungen und Freuden des schwulen Way of Lifes zu überzeugen“

          Dies, mein liebster Roslin, ist kaum verwunderlich, bedenkt man die niemals satt machende maskuline Schönheit des männlichen Geschlechts, und die exotische Qualität des Beischlafs mit denjenigen Exemplaren, die zuvor niemals griechische Freuden erlebten.

  4. „wesentlich häufiger ungefragten Komplimenten ausgesetzt war“

    OMG, der deutsche Staat muss sofort eine Warnung an alle Auslandsreisende herausgeben: Es besteht der dringende Verdacht im Ausland der Gefahr von Komplimenten ausgesetzt zu sein. Die Bundesregierung hat beschlossen sofort eine #Aufschrei-Spezialeinheit zu den beliebtesten Reisezielen deutscher Bürger zu entsenden und die dort einheimische Bevölkerungen aufzuklären, dass es von einem Kompliment nicht mehr weit bis zu einer Vergewaltigung ist und die Gefahr besteht das Frauen sich durch zwanglose nette Worte objektifiziert fühlen können.

  5. „Dicken Menschen oder Menschen mit Behinderung wird generell eine Sexualität abgesprochen. Diese Komplimente, und das klingt jetzt wirklich entsetzlich, sind auch ein Privileg.“

    Die wissen nicht was sie wollen. Wenn Sexualität und Komplimente dazu soo böse sind, dann ist es doch ein Privieleg mit beidem NICHT in Verbindung gebracht zu werden! 🙂

    Gibt doch so Schilder an Pferdeweiden: *Nicht Füttern!*, kann man sowas nicht auch für Feministinnen die Komplimente nicht mögen herstellen? Kann ja nicht die Welt kosten, gibts bestimmt auch Genderförderung für.

    Ausserdem könnte sie, die Feministin, ja auf die Idee kommen das Kompliment zu erwidern, es also zurückzugeben, schon stände sie mit ihrem Privileg nicht alleine da ….

        • @ ddbz

          Ich denke da an Unimatratze lol

          Mehr ist die auch nicht.

          Erinnert irgendwie an die Urban Legend vom Rekruten und dem Backstein den er den ganzen Tag mit sich rumschleppt um als bescheuert ausgemustert zu werden.

          Ich war selbst Opfer einer Vergewaltigung als Kind, aber ich kann die Alte nicht ernstnehmen.

          Schlechter Sex ist keine Vergewaltigung.

          Sie sollte sich schämen, denn sie ist es die tatsaechliche Oper damit verhoehnt.

          Soll ich jetzt die Holzdielen eines Ferienhauses rausbrechen und mich damit …..

          Niemand der vergewaltigt wurde würde jemals auf so eine Schappsidee kommen.

    • Ne Femi-Binde wäre ja das Eingeständnis, dass die Femi ein Problem hat. Das ist aber nicht der Fall: Das Kompliment ist das Problem, das Patriarchat ist das Problem. Niemals ist die Femi das Problem oder gar ihr Empfinden irgendwie zu relativieren…

  6. Es kommt immer besser: Wenn ich ein kapp
    bekleidetes Hotie sehe, werden Bereiche
    des Gehirns aktiviert die vor allem
    beim Gebrauch von Werkzeugen zum Einsatz
    kommen.
    Das ist ja echt schlimm! :-):-):-)

    Ohne dass ich mich dagegen wehren kann,
    denke ich an die bestimmungsgemässe
    Verwendung der Weibchen unserer
    Spezies. :-):-):-)

    Images of women in bikinis prompted brain responses in men associated with using tools.

    http://edition.cnn.com/2009/HEALTH/02/19/women.bikinis.objects/

    • @ Axel

      „Deswegen gehen wir auch so gerne in den Baumarkt!
      Das ist wie ein Bordellbesuch!“

      Die im Vergleich mit Primaten extrem
      weiter entwickelte Fähigkeit der
      Männer zum Bau und dem Gebrauch
      von Werkzeugen hat massive
      Spuren im männlichen Gehirn
      hinterlassen. 🙂

      Ok halt nicht bei allen gleich
      stark.

      Die Verwendung dieser Hirnareale
      durch Männer bei der Erhaltung
      der Art ist somit sehr menschlich,
      und modern verglichen mit unseren
      fernen Vorfahren. 🙂

      • ät Rote Pille:

        Meinste, die Mädels können nicht werkeln?
        Hab manchmal den Eindruck, die haben nur keine Lust. Wenn Sie jobbedingt müssen, können sie es.

        Hieße also, daß mehr die Motivationszentren den Unterschied machen.

      • @ Axel

        „Meinste, die Mädels können nicht werkeln?“

        Seit der industriellen Revolution werden
        Frauen massenweise mit Erfolg in der
        Produktion von Komponenten eingesetzt.
        Sie sind in Bezug auf Feinmotorik
        und Resistenz gegen Monotonie bei
        repetitiven Tätigkeiten dem Mann
        überlegen.
        Kommt das vom Beeren sammeln über
        Jahrtausende? 🙂

        • ät Rote Pille:

          Feinmotorik klar, aber auch psychische Resistenz?
          Schau an, das wirklich harte Geschlecht.

          Von den Beeren kommt´s wohl nicht unbedingt, eher durch Selektion auf Stabilität. Wer Kinder kriegt, sollte nicht rumeiern, saufen, faulenzen etc.

          Aber wenn die Tür klemmt oder das Fahrrad platt ist, muß ja meistens er ran.

          Wenn er von Technik keine Ahnung hat, beschweren sich die Mädels.

  7. Pingback: Komplimente und Kommunikation | Mein Senf

  8. Irre als feminist (absichtliches generisches maskulinum, ich meine alle mit), ist man echt ständig kognitiven dissonanzen ausgesetzt weils so viele interne inkonsistenzen gibt. wobei diese ja noch recht harmlos ist. bei männer rechten müssen sie z.b. echt viel rationalisieren damit sie ihr selbstbild aufrechr behalten können…

  9. Eine Bekannte erzählte mir einmal, daß sie auf einer Party eine Genderfrau getroffen habe, die sich unterdrückt fühle.
    Auf die Nachfrage, wieso denn, meinte sie, daß ihr Bauarbeiter hinterherpfiffen, wenn sie einen Minirock trage.

    Gut, das Pfeifen ist schlechtes Benehmen, aber warum trägt eine Genderin einen Minirock? Solche Kleidung dient ja nun mal zum Darstellen von Po und Oberschenkeln.

    Erinnert mich an ein Thema, das hier schon mal besprochen wurde:
    Genderfeminismus ist eine Strategie für die einseitige Durchsetzung der Interessen von Frauen. Saudi-Arabien umgedreht sozusagen.

    Frauen wünschen zwar Aufmerksamkeit von Männern, aber natürlich nur von attraktiven und nicht von primitiven Geringverdienern wie den Arbeitern. Und die Aufmerksamkeit soll bitte subtil erfolgen.

    Klassischer Laura-Himmelreich-Fall: Wenn George Clooney ihre Brüste gelobt hätte, hätte sie sich nicht beschwert.

      • ät Anne:

        Huihui, die Ansicht würde Dir in bestimmten Kreisen aber fliegende Tomaten einbringen! 😉

        Ich vermute, das ist häufig auch eine Altersfrage:
        Von 13-16 freuen sich Mädchen auch über „Belästigungen“, weil sich dann erwachsen fühlen. Von 17-30 sind sie erwachsen und kriegen viele Anfragen, was sie nervt, und deswegen gendern sie rum.
        Ab 30 werden die Begierden weniger und deswegen freuen sie sich wieder über zünftige männliche Erregung.

        Zu Gaucks „Tugendfuror“ meinte ja eine Gendertussi, daß er sich vorstellen solle „als junge Frau durch eine Großstadt zu laufen“.
        Künstliche Probleme; wenn man Brust und Po zeigt…..

        • @Axel

          Die „bestimmten Kreise“, die glauben, anderen Frauen nicht nur vorschreiben zu können, was sie anziehen, sondern auch, aus welchen Motiven sie es anziehen?

          Sicher ist die Einstellung zu solchen Komplimenten auch altersabhängig.
          Eine Frau über 50 nur auf ihre nicht-körperlichen Eigenschaften zu reduzieren, ist für Männer wohl einfacher als bei einer jüngeren.

        • @Anne

          „Eine Frau über 50 nur auf ihre nicht-körperlichen Eigenschaften zu reduzieren, ist für Männer wohl einfacher als bei einer jüngeren.“

          Hab mal drüber nachgedacht. Ich glaub, Männer überfliegen IMMER zuerst die körperlichen Eigenschaften einer Frau. Das hört nie auf.
          Allerdings halten sie sich zugegebenermaßen bei einer 60-jährigen in aller Regel nur noch kurz dort auf. 50-jährige Frauen können noch bemerkenswert sexy aussehen, was dann extrem auffällt, wenn sie sogar 35-jährige noch lächelnd ausstechen :-).
          Mir fällt als allgemein bekanntes Beispiel Hannelore Elsner ein.

          Aber grundsätzlich geb ich Dir recht. Im Regelfall ist es einfacher, als bei einer jüngeren.
          Ist – zumindest bei mir – aber nicht auf Frauen beschränkt. An einem Ort mit einem schönen Panorama halt ich mich auch länger auf, als an einer Industriebrache.
          Musik, die mir gefällt, höre ich häufiger, als andere.
          Gemälde, die mich ansprechen, ziehe ich solchen vor, dir mir nix sagen.

          • @Carnofis

            Das Alter 50 war nur als eine sehr willkürliche, grobe Grenze, eher als Beispiel gedacht. Klar, individuelle Unterschiede sind da viel wesentlicher.

            Bei Männern machen individuelle Unterschiede eher noch mehr aus. Viele gewinnen sogar mit zunehmendem Alter an Attraktivität. Ein Mann mit grauen Schläfen kann sexier wirken als so ein „Jüngelchen“.

        • ät Anne:

          Ja, das paßt. Den „Kreisen“ geht es um die Macht und Deutungshoheit.
          Wahrscheinlich auch um Konkurrenz. Frauen sind ja bezüglich sexy Kleidung bei anderen meist auch empfindlicher als Männer.

          Insofern sind Genderfemis paradoxerweise religiösen oder krachkonservativen Frauen ähnlicher als moderne Konservative.

    • „ihr Bauarbeiter hinterherpfiffen“

      Ob die Dame wohl die Häufigkeit dieser Vorkommnisse quantifizieren könnte?

      Ich gestehe, daß ich ab und zu meinen animalischen Trieben nachgebe und 10 Minuten an einer Baustelle stehenbleibe und glotze (auch wenn das den Bauarbeitern unangenehm ist), am liebsten wenn ein dicker Hydraulikbagger gerade Betonplatten metzelt, ersatzweise tuts aber auch eine 15 m hohe Betonpumpe, Hauptsache groß und laut.

      Erstaunlich: bei meinem Beobachtungen habe ich nie erlebt, daß ein Bauarbeiter irgendeiner Frau hinterhergepfiffen hätte. Selbst wenn einer von den Arbeitern das wollte, müßte er erst mal den Lärm übertönen, wenn er in der Baggerkabine sitzt, sähe ihn keiner, und wenn er gerade auf dem Gerüst herumturnt, wird er besser aufpassen, nicht herunterzufliegen. Deutsch kann vermutlich fast keiner der Herren, also verbale Erläuterungen zum Pfeifen geht auch nicht.

      Die immer wieder aufgetischte Bauarbeiterstory halte ich für pure Propaganda. Das ist eher Wunschdenken als Realität.

      • Die immer wieder aufgetischte Bauarbeiterstory halte ich für pure Propaganda. Das ist eher Wunschdenken als Realität.

        Es ist halt die gute alte sozialdarwinistiche Bürgersdamentrope des „ungehobelten unterschicht-Mannes“

      • „Die immer wieder aufgetischte Bauarbeiterstory halte ich für pure Propaganda. Das ist eher Wunschdenken als Realität.“

        Nee, die ist wirklich wahr. Allerdings aus einer Zeit, als Alice Schwarzgeld ihre Ausbildung zur Feministin machte, also den 50ern bis Ende 60ern.
        Damals war das Hinterherpfeifen unter Bauarbeitern ein absolutes MUST, so, wie das Biertrinken.
        Es gibt nur sehr wenige Stereotypen, die der Wirklichkeit standhalten, aber dieser tut es.
        Und sehr viele junge Frauen gingen durchaus gern an solchen Baustellen vorbei, um ihre Attraktivität zu testen. Jedenfalls ist mir keine Frau in Erinnerung, die sich darüber aufgeregt haben.

        Allerdings verschwand das Pfeifen mit dem Aufkommen des Feminismus. Heute erscheint auch mir es als so albern, wie die Anrede „Fräulein“.

      • „bei meinem Beobachtungen habe ich nie erlebt, daß ein Bauarbeiter irgendeiner Frau hinterhergepfiffen hätte“

        Ich denke auch schon lange drüber nach, ob mir das mal (in D) passiert ist… nö, glaub nicht.

        Ich kenne zwar dieses ungute Gefühl, alleine an denen vorbeizulaufen, wenn die gerad Pause machen und Spalier stehen, grundsätzlich entscheide ich mich in solchen Momenten aber dafür – Angriff ist die beste Verteidigung -, ihnen bestenfalls in die Augen zu sehen und in die Runde zu grüßen.

        Mit Kindern dabei ist das natürlich etwas ganz anderes.
        Denn dann bleiben wir ja ohnehin stehen, beobachten, bereden das Gesehene, stellen je nach Gegebenheiten auch Fragen etc.

        Mein persönlicher Eindruck wäre daher auch: tendenziell bloß eine urban legend, die pfeifenden Bauarbeiter.

        Wo mir jetzt breakpoint-Anne natürlich auf Schärfste widersprechen müsste. Immerhin findet sie das so alltäglich, dass sie sich sogar bei einem Ausbleiben desselben Klischee-Verhaltens um ihre nachlassende Attraktivität sorgte und um ihre Zweifel auszuräumen obendrein einen Vorarbeiter gefragt haben will, warum ihr nicht mehr hinterhergepfiffen wurde.

        Comedy-gold, fürwahr 😀

      • ät alle Bauarbeiter-Fans:

        Ich denke auch, daß es sich um eine „gute alte sozialdarwinistiche Bürgersdamentrope des ungehobelten unterschicht-Mannes” handelt. Wurde in „King of Queens“ oder „Mensch Markus“ zB auch gerne thematisiert.

        (Carrie aus KoQ ist 35 geworden und beschwert sich, daß die Bauarbeiter oder die Perversen in der Ubahn sie gar nicht mehr belästigen. Daraufhin organisiert Doug heimlich mit Hilfe von Bier eine „Belästigung“ durch die Arbeiter. 😉 )

        Eine Kollegin hatte mir das allerdings auch mal erzählt, daß sie im Minirock vom Baugerüst aus bepfiffen wurde.
        Hat sie aber als Kompliment genommen.

  10. „Zum anderen werden derlei Komplimente nach wie vor nicht wahllos verteilt, sondern zeigen, wer in dieser Gesellschaft “sexuell wertvoll” ist“: Ist es nicht der Sinn von Komplimenten, dass man sie nicht jedem sagt? Wenn ich einer 80 jährigen 200kg Frau sage, wie schön sie ist, dann hat das Kompliment für ein Model doch keine Bedeutung mehr. Oder man sagt jefder Frau, dass man sie liebt (als ersatzt für guten Morgen). selbst der Kassiererin. Dann ist der satzt nur noch eine bedeutungslose Floskel.

  11. Der Artikel geht wieder in die Richtung „Konsens der Mimosen“: Der Umgang unter den Menschen wird durch die Empfindlichsten bestimmt.
    – Die Autorin will kein Kompliment hören, deshalb soll es auch keine geben. Die Frauen, die sich über ein Kompliment freuen, haben Pech.
    – Frau Himmelreich möchte um Mitternacht an der Hotelbar nicht angeflirtet werden, also überhaupt kein Flirt mehr an der Bar. Müssen alle Frauen halt alleine nach hause gehen.
    – Bei MM ist ein ‚Hallo‘ von einem Unbekannten Street Haresment, also gehen wir alle wie die Zombies ohne eine Wechselwirkung zu anderen Menschen über die Strasse.
    Na Super

      • @ Christian

        Am Schlimmsten finde ich das sie sogar erst spontan darüber lächelt und dann ihr Hirn sich an die Flausen erinnert die ihr die Femis eingetrichtert haben und dann grübelt und unglücklich wird.

        Solchen Menschen tut Glück weh.

        Ohne Hãme: Mir tut sie irgendwie nur leid.
        Muss furchtbar sein so durch das Leben gehen zu müssen.

        • Seltsam ist ja das bei den Feministen und besonders bei der Mädchen Mannschaft, nie die Intention des Senders sondern immer nur die Wahrnehmung des Empängers gültig ist…

          Wenn also die Dame das ganze nicht als sexistische Grenzüberschreitung wahrgenommen hat, dann muss man daraus schließen das es das Wohl nicht wahr.

          Ja denen steht eindeutig ihr Kopf im Weg, ein klein wenig weniger nachdenken und analysieren und statt dessen die schönen Dinge genießen würde denen sehr gut tun.

        • @ St. Elmo

          „Wenn also die Dame das ganze nicht als sexistische Grenzüberschreitung wahrgenommen hat, dann muss man daraus schließen das es das Wohl nicht wahr.“

          Jetzt wo Du es sagst … Ist doch wie das teilweise bei angeblichen Vergewaltigungen laufen soll. Wenn der Dame nach Tagen, Wochen, usw einfällt es könnte doch eine solche gewesen sein und sie sich dann hineinsteigert „Ich wurde ja vergewaltigt!!“, dann soll es doch auch als Vergewaltigung gelten? Egal wie die Situation nun wirklich war … 😦

  12. „Zum einen ist da die Heteronorm: Komplimente an Frauen* von Männern* sind eine Hetero-Angelegenheit.“

    Durchaus nicht. Ich kenne nur einen Schwulen, der sich korrekt feministisch verhält und Frauen niemals Komplimente macht: mich selbst

    Nein, moment, stimmt doch nicht. Eine Bekannte von mir hat neulich erst gejammert, dass sie schon wieder zugenommen habe. Ich habe geantwortet, sie solle sich keine Sorgen machen, solange die Brüste größer als der Bauch sind, sei alles in bester Ordnung.

  13. Eigentlich süss, wenn man auf backfischkram steht, wie die kleine sich abstrampelt um den anschein zu erwecken, ihr empfinden drehe sich nicht einzig um ihre sexuelle wirkung.

    Süss auch, weil sie noch nicht bei den grossen mädchen mitspielen darf, die an unis matratzen rumschleppen, die schon ihre erste vergewaltigung hatten. Mit leuchtenden augen und feurigen wangen in erwartung, bald auch zu den demoiselles matelas du village zu gehören mit eigenem vergewaltiger!
    Sogar ungewollte komplimente erscheinen dagegen wie peanuts!

    • Was die matratzengeschichte betrifft: grosses bild! Wie jesus, der sein kreuz schleppt. Das gibt eine bestnote für ihre masterarbeit. Es wäre wirklich erstklassige performancekunst, wäre es nicht ein verbrechen am falschbeschuldigten mann. So aber bleibt es bösartige, pervide hasspropaganda.

      • @ sebastian

        🙂
        Ich hoffe es ist trotz sarkasmus klar, dass vergewaltigung ein kapitalverbrechen ist.
        Deshalb ist falschbeschuldigung diesbezüglich auch weit mehr als üble nachrede, und die unschuldsvermutung darf nicht geritzt werden mit dem verweis darauf, dass vergewaltigung schwierig nachzuweisen sei. Die unschuld nachzuweisen ist noch viel schwieriger, weshalb wohl mehr falschbeschuldiger ungestraft davonkommen als vergewaltiger

  14. Was mich daran vor allem fasziniert daran ist der kognitive Widerspruch zur eigenen Empfindung, der durch die Ideologie angelegt wird: Ich mag das, aber das ist schlecht, ich darf das nicht mögen, ich bin eine schlechte Feministin. Da ist es wirklich nicht mehr weit bis zu impliziten Argumentationsstrukturen der Kirchen vor noch gar nicht allzu langer Zeit – man denke an “das weiße Band” o.ä.

    Daß es für Jungs nicht einfach ist, die widerstrebenden Ziele zusammenzuführen, ist klar, aber wenn man sich mal überlegt, welchen “Sauberkeitkriterien” heterosexuelles Flirten, heterosexueller Sex für Feministinnen mit festem Stand in der Ideologie haben soll, damit er ideologisch “genußfähig” wird, muß man sich eigentlich keine weiteren Fragen stellen, warum die meisten Feministinnen am Ende ihre eigenen öffentlichen Standards privat ignorieren – und sich dann dafür schämen.

    Aber offenbar ist die Strahlkraft der Ideologie zu stark, um sich davon gedanklich zu lösen. Dann nimmt man offenbar lieber brutale kognitive Dissonanz auf sich…

    • ..falsch gelandet, nochmal:

      Aber offenbar ist die Strahlkraft der Ideologie zu stark, um sich davon gedanklich zu lösen. Dann nimmt man offenbar lieber brutale kognitive Dissonanz auf sich…

      Man will offenbar “dazugehören” und praktiziert deshalb solche Bekenntnisrituale. Es hat für mein Empfinden in der Tat viel von erweckungschristlichen Bibelkreisen oder von leninistischen “Selbstkritik”-Sitzungen..

      “Dazu” gehört man eben nur, wenn man das ubiquitäre “Patriarchat” und seine Verstrickung darin “entdeckt”. Dann gibt es von der Gruppe Lob und Anerkennung für diesen “Erkenntnisschritt”. Vor allem markiert man sich so als “weiter” als die femina vulgaris.

      “conciousness-raising” bzw. die gegenseitige Bestätigung in der alltäglichen “Entdeckung” der alltäglichen Schweinereien des Patriarchates gehört ganz klar zu den wesentlichsten Gründungsmythen des vorherrschenden Feminismus:

      “In the Old Left, they used to say that the workers don’t know they’re oppressed, so we have to raise their consciousness. One night at a meeting I said, ‘Would everybody please give me an example from their own life on how they experienced oppression as a woman? I need to hear it to raise my own consciousness.’ Kathie was sitting behind me and the words rang in her mind. From then on she sort of made it an institution and called it consciousness-raising.”

      — Anne Forer, quoted by Susan Brownmiller in In Our Time: Memoir of a Revolution, p. 21

      http://en.wikipedia.org/wiki/Consciousness_raising

      ..weshalb solche Geschichtchen auch seit 40 Jahren immer das gleiche Muster haben. Sie sind die Eintrittskarte als Feministin.

    • dieser interne Widerspruch führt aber dann, wie z.B. einem Ted Haggard zu einem noch stärkeren Festhalten an der Ideologie. Die empfundenen „Sünde“ wird durch noch penibleres Befolgen der reinen Lehre und Missionieren ausgeglichen.

  15. Bei dem Thema geht mir folgende Frage durch den Kopf:

    Wenn man seine Freundin als „Mäuschen“ bezeichnet, hat man sie dann „verdinglicht“? Oder abgewertet?

    Oder ihr sonstwas böses getan?

    Oder eine patriarchalische Haltung durchblicken lassen?

  16. Politiker können die 5. Frau heiraten, ohne dass es jemanden juckt. Eine Politikerin, die den 5. Ehemann ehelicht? Da würden die meisten doch eher an ihrer Kompetenz zweifeln.

    Naaaajaaaa….ob das nur bei Frauen der Fall ist, darf bezweifelt werden… 😉

    Kommt auch immer darauf an, Kompetenz wofür? Im „richtigen Partner finden“ … vermutlich schon irgendwann – aber meiner Meinung nach relativ geschlechtsneutral.

  17. Das erinnert ein wenig an die Geschichte von dem Typen, der sich vom Nachbar den Rasenmäher leihen will, auf dem Weg dahin aber überlegt, was passiert, wenn er ihn versehentlich kaputt macht. Vielleicht würde der Nachbar sich völlig unangebracht aufregen, ja vielleicht sogar überall in der Gegend rumerzählen, was für ein Trottel er sei, bis schließlich die ganze Stadt über ihn lache… Empört von dieser Ungerechtigkeit hämmert er an die Tür und als der Nachbar öffnet, brüllt er ihm zu, er könne sich seinen Rasenmäher an den Hut stecken.

    Ich schätze mal, wir alle, die wir uns mit dem Geschlechterzeug beschäftigen, neigen zum Überinterpretieren von Dingen, bei denen sich sonst keiner was denkt. Aber das hier ist wirklich ein besonders schräger Fall. Die Verfasserin kann sich nicht einmal entscheiden, ob das Kompliment nun gut ist (also Unattraktive durchs Nichtkriegen diskriminiert werden) oder schlecht (weil es sie zum Objekt macht – wobei dann ja die Unattraktiven Glück gehabt hätten).

    Würde es sie einfach nerven, überhaupt kommentiert zu werden, hätte ich Verständnis dafür. Aber sich erst freuen und dann nach Gründen suchen, warum es besser wäre, sich schlecht zu fühlen, ist schon etwas verdreht.
    Ich selbst habe auch schon Komplimente von Schwulen bekommen und habe mich darüber gefreut – auch, wenn diese für mich natürlich „nutzlos“ waren – und nicht das Gefühl gehebt, gerade erniedrigt worden zu sein.

  18. Pingback: Solidarität unter Frauen und die Abgrenzung zu Männerhass | Alles Evolution

  19. Selten so dummes Emanzengequatsche gelesen. Frauen die Komplimente nicht mögen haben ein Problem mit sich und ihrer Weiblichkeit und nicht alle Tassen im Schrank. Was ist bitte schön an Komlimenten schlecht? NICHTS!
    Ausser sie sind wirklich unter der Gürtellinie.
    Über Komlimente freut man sich, lächelt selbstbewusst und bedankt sich.
    Mit allem anderen macht man sich lächerlich und zeigt nur, daß man voller Komplexe steckt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.