Die Nichtexistenz der „Feministischen Feuerwehr“

Nachdem die Mädchenmannschaft aus der Sommerpause zurück ist stellt die dortige Autorin Accalmie gleich klar, dass man dort nicht die „feministische Feuerwehr“ ist. Der Artikel ist zwar eigentlich recht inhaltsleer, gibt aber auch mal wieder einen interessanten Blick auf das feministische Selbstverständnis und den Umgang mit den „Allies“.

Fast jede Woche ist es wieder soweit: Ein Artikel, ein Buch, ein Video erscheint, in dem betont wird, wie schrecklich Feminist_innen seien und wie sehr der Mann von Heute (TM), nein, die Menschheit unter ihnen leide. Der eiserne Vorhang der Sexismuskritik drohe den Spass zu bremsen, und irgendjemand muss sich wieder sehr darüber empören, dass andere Menschen Misogynie anprangern, und mahnt daher gleich mal schreiend zu postfeministischer Gelassenheit, bis die femifaschistische Diskurspolizei der Gender-Weltverschwörung brutale Konsequenzen zieht durch ein erstes side eye.

Da finde ich es ja erst einmal schön, dass man im Feminismus anscheinend den Gegenwind bemerkt, der gegen ihn herrscht. Die Kritik wird natürlich zurückgewiesen und übertrieben dargestellt, es ist eben aus deren Sicht nur die Aufregung darüber, dass die Feministen zurecht Misogynie, also Frauenfeindlichkeit anprangern. Dann wird die feministische Kritikunfähigkeit und Humorlosigkeit noch heruntergespielt, indem als schärfste Reaktion nur ein kritischer seitlicher Blick dargestellt wird, statt dem eher zu erwartenden Versuch, den anderen mit einem Shitstorm und dem Versuch ihn sozial zu diskreditieren zu überziehen.

Menschen verdienen ihr Geld mit solchen Publikationen, während auf viele jener, …nun ja…, Ergüsse dann feministische Aktivist_innen in ihrer Freizeit mit lakonischen Kommentaren bis detaillierten Widerlegungen reagieren – zum Beispiel auf Blogs oder bei Twitter. Da hier selten neue Argumente ausgetauscht werden, sind die Debatten zunehmend müßig: was gegen Machtgefälle (und damit einhergehend eben nicht “herrschaftsfreie” Kommunikation) eher selten hilft, ist der zwanglose Zwang des besseren Arguments (…und dafür sind Betroffene ja auch viel zu subjektiv, nech…).

Das Patriarchat bezahlt eben auch in dieser Hinsicht seine Anhänger besser. Nicht, dass diverse feministische Aktivistinnen in zahlreichen Zeitschriften veröffentlichen würden….

Aber auch hier eine sehr entschuldigende Darstellung: Es ist nicht, dass wir uns nicht wehren könnten, aber wir sind eben nur Freizeitaktivistinnen, der Debatte müde, weil wir uns immer nur wiederholen würden und eh gegen ein Machtgefälle ankämpfen in dem wir unsere Argumente gar nicht auf die Weise vorbringen können, wie wir es wollen nämlich – und das schreibt sie tatsächlich – mit den besseren Argumenten überzeugend. Das ist doch mal wirklich eine interessante Wahrnehmung: Die Feministin, die anscheinend einer Diskussion, in der der zwangslose Zwang des besseren Arguments gilt, die würde ich ja gerne mal zur Diskussion einladen. Können wir auch ganz ohne Machtgefälle haben, einfach nur die besseren Argumente. Natürlich: Wahrscheinlich ist es in diesem Verständnis schon ein Machtgefälle, wenn man die feministischen Argumente tatsächlich hinterfragt und nicht einfach anerkennt. Es zeugt aus meiner Sicht schon von einer sehr starken Fähigkeit mit kognitiven Dissonanzen umzugehen, wenn man als Autorin bei der Mädchenmannschaft, einem Blog der noch nicht einmal eine innerfeministische Diskussion in seinen Kommentaren zulässt, wirklich meint, dass man jemand ist, der sonst auf den zwanglosen Zwang des besseren Arguments setzt.

Das hindert viele jedoch nicht daran, Aktivist_innen konstant dazu aufzufordern, sich zum Beispiel der Widerlegung sexistischer oder rassistischer Texte zu widmen, während andere erst einmal abwarten möchten (wenngleich vielleicht wohlwollend nickend). Seien es obsessiv gesetzte Pingbacks oder konstante Lektüre-“Tipps” von allies (Verbündeten): offenbar herrscht die kuriose Annahme vor, dass es so etwas wie eine Freiwillige Feministische Feuerwehr gäbe. Jene wird gerufen, wenn erneut die antifeministische Argumentationsschablone zum Einsatz kam und die Feministische Feuerwehr nun das Sexismusinferno löschen soll

Merkwürdig, da hat man einen der größten Blogs zum Feminismus und die Leute meinen, dass man vielleicht etwas zu dem Thema schreiben möchte, gerade wenn man massig Autoren hat. Wie kommen die da nur drauf und was für eine merkwürdige Vorstellung?

Ich persönlich freue mich über Hinweise auf sexistische Texte, auch wenn ich nicht dazu komme, alle zu besprechen. Von mir aus kann man ruhig obsessive Pingbacks oder konstante Lektüretipps geben. Erstens sind Links auf die eigene Seite immer gut, schon wegen Google, zum anderen will man ja mit so einem Blog üblicherweise auch angesprochen und um seine Meinung gefragt werden. Natürlich komm ich auch nicht dazu alles zu besprechen, was Leute mir zuschicken und manche finde ich natürlich auch nicht so interessant oder besprechenswert wie der Versender, aber ich muss es ja eben auch nicht besprechen, wenn ich das nicht will. Es ist eben eine Anregung. Auch nett: Die antifeminstische Argumentationsschablome: Eben keine wirklichen Argumente, nur Versatzstücke. Es kann ja keine berechtigte antifeministische Kritik geben.

Das Problem dabei ist jedoch, dass viele denken, dass zum Beispiel Antisexismus grundsätzlich die exklusive oder zumindest primäre Aufgabe von Frauen sei, und das rund um die Uhr. Dazu kommt noch, dass manche vielleicht meinen, Feminist_innen hätten täglich nichts Besseres zu tun, als auf akribische Sexismus-Spurensuche zu gehen, und man sie mit dem neuesten Beispiel überraschen und darin unterstützen könnte, endlich wieder etwas gefunden zu haben, anhand dessen man Sexismus aufzeigen kann. Aber hier kommt der Knaller: Aktivist_innen gehen nicht auf die Suche nach Diskriminierung. Diskriminierung holt Menschen ein, täglich; sie strukturiert diese Gesellschaft. Die neuesten -istischen Spitzen bekommt man durchaus mit, ob man möchte oder nicht – und sollte das mal nicht der Fall sein, ist es zumeist sowieso besser so. Wie gesagt: Neu ist an Sexismus oder Rassismus nichts.

Da ist auch wieder ein feministischer Catch22 gegenüber dem Ally versteckt: Schick es an die Feministin und man wird dir vorwerfen, dass du eine Anspruchhaltung hast und Aufgaben auf Frauen abwälzt, wenn es doch deine Aufgabe als Ally ist, gegen solche sexistischen Texte selbst vorzugehen. Geh selbst dagegen vor als Ally und man wird dir vorhalten, dass du dich zu sehr in den Vordergrund spielst, Raum einnimmst, Frauen, die ähnliches bereits kritisiert haben, die Aufmerksamkeit nimmst etc.

Und natürlich auch wieder der weitere Hinweis: Wir brauchen nicht auf Diskriminierung hingewiesen zu werden, wir als Frauen oder andere diskriminierte Gruppe sind immer und überall von jeder Form der Diskriminierung betroffen, wir bekommen also soviel Diskriminierung ab, dass wir alles schon kenne, du musst uns auf  nichts mehr hinweisen.

Manchmal treffe ich die persönliche Entscheidung mich nicht zum Beispiel X zu äussern, da ich entweder keine Zeit, Lust oder Nerven dazu habe, immer wieder die deckungsgleiche Debatte zu führen und mich dabei zwangsweise geballter Ladungen hocherfreuten Sexismus’ und Rassismus’ aussetzen zu sollen. Dann ungefragt dazu aufgefordert zu werden, sich doch Texte, Plakate oder Serien anzugucken, um diese dann auseinanderzunehmen (oder, noch besser, gleich Zitate geschickt zu bekommen), ist daher nicht nur unsolidarisch, sondern macht einer_einem das Leben nicht leichter – ganz im Gegenteil. Für “Haste nich’ gesehen?” / “Kannste das glauben?” / “Schreib doch mal was dazu, der_die hat X gesagt!”-Spam gibt es von mir meist keine Kekse, sondern ein genervtes Augenrollen. Das ist besonders dann der Fall, wenn “allies” sich selbst nicht äussern wollen, um es sich entweder nicht mit bestimmten Cliquen zu verscherzen oder dem grundsätzlich anstehenden Backlash zu jeder (zum Beispiel) antisexistischen oder antirassistischen Äußerung selbst zu entgehen.

Da hat Accalmie gleich noch als Profi-Feministin einen klassischen Bonuspunkt im Opfersein ergattert: Formvollendet verwandelt, denn hier ist sie Opfer weil sie 1) deutlich macht, dass sie eh schon soviel Sexismus abbekommt, dass jede weitere Mitteilung eine Zumutung ist 2) von ihr Arbeit gefordert wird, obwohl es eigentlich nicht ihre Arbeit ist, den Dreck anderer Weg zu machen 3) die das eigentlich nur machen, damit sie sich selbst nicht in die Schußlinie stellen, der sie dann ausgesetzt ist.

Ich glaube mehr Sexismus und Opfersein kann man aus dem Zuschicken eines Artikels an Mitglieder eines großen feministischen Blogs nicht herausholen.

26 Gedanken zu “Die Nichtexistenz der „Feministischen Feuerwehr“

  1. @ Christian

    Accalmie nennt sich die Argumentsparerin, accalmie.

    Das wäre denn auch schon die umfänglichste Erwiderung, die mir das Geschwätz wert ist.

  2. Unglaublich satt. Dieser Text erinnert mich an eine Fußballmannschaft die alles gewonnen hat und nun keinen Bock mehr hat. Diese Anspruchshaltung sollen die anderen es doch richten, ich will einfach nur mein Ding machen, stress mich bitte nicht dabei.
    Diese Bewegung ist so satt und so uneigenständig im opfermodus. Eigentlich bemitleidenswert…

  3. Das dürfte natürlich auch daher kommen, dass diese Leute grundsätzlich jede auch nur ein Haar breit von ihren ideologischen Vorgaben abweichende Äußerung scharf sanktionieren.

    Da ist man dann schnell ein Unwissender oder gar ein ideologischer Feind, dessen Beiträge gelöscht werden. Und so dankt dann sicher mancher, der gerne etwas zu einem sexistischen Vorfall schreiben möchte: Besser nicht, nachher werde ich wieder auf ein Buch hingewiesen, das man unbedingt gelsen haben muss, und das ich nicht kenne. Dann soll accalmie lieber selber schreiben.

    • Noah Sow hat ja schon geantwortet: „Wenn Leute Angst haben, mehr kaputt zu machen durch ihr Engagement, dann kann doch die Lösung nicht sein, deshalb jenes PoC zu überlassen – mehr noch: PoC ständig zum Aktivismus aufzufordern -, sondern dann ist doch der nächste logische Schritt, sich selbst zu informieren und gerade das zu lesen/zuzuhören, was PoC seit Jahrhunderten schrieben/sagten. Es ist ja nicht so, als gäbe es keine Ressourcen für Menschen, die sich dafür interessieren.“

      Genau das habe ich gesagt: Lies erstmal Buch XYZ, bevor du dir erlaubst, über Rassismus oder Sexismus zu sprechen. Und wenn du kein „PoC“ bist, solltest du ohnehin besser das Maul halten und zuhören.

      Und die wundern sich, dass andere sich nicht trauen?

      • @el Mocho

        Diese Stelle finde ich auch gut:

        Ein weiterer furchtbarer Faktor bei den “haste schon gesehen wie schlimm” Mails ist, dass die, die uns dergleichen “einsenden” (Aktivist*n of Color = my personal Müllabladestelle) damit traurig deutlich zeigen, dass sie über keinerlei Empathie uns gegenüber verfügen, dass das Verhältnis also leider schon rassistisch gestört ist. Denn wie sonst käme frau/dude auf die Idee, eine ungefragt mit einer neuen Manifestation gesellschaftlicher Entmenschlichung ihr gegenüber zu konfrontieren, und nicht stattdessen wie es erwartbar wäre zuallererst Hemmungen zu haben, weil die Message die Empfängerin vielleicht – surprise – traurig machen, retraumatisieren, runterziehen, co-demütigen könnte?

        Die Betreiberinnen feministischer und antirassistischer Blogs um Hilfe zu bitten ist also auch schon ein Zeichen von Rassismus und Sexismus und der Verachtung.

        • @ Christian

          *(Noah Sow) Ein weiterer furchtbarer Faktor bei den “haste schon gesehen wie schlimm” Mails ist, dass die, die uns dergleichen “einsenden” (Aktivist*n of Color = my personal Müllabladestelle) damit traurig deutlich zeigen, dass sie über keinerlei Empathie uns gegenüber verfügen, dass das Verhältnis also leider schon rassistisch gestört ist. Denn wie sonst käme frau/dude auf die Idee, eine ungefragt mit einer neuen Manifestation gesellschaftlicher Entmenschlichung ihr gegenüber zu konfrontieren, und nicht stattdessen wie es erwartbar wäre zuallererst Hemmungen zu haben, weil die Message die Empfängerin vielleicht – surprise – traurig machen, retraumatisieren, runterziehen, co-demütigen könnte?*

          Ja, ganz grauenhaft. Nie war Rassismus so schlimm wie heute. Und er wird täglich schlimmer, auch in den USA.

          Oder wird Rassismus täglich wertvoller für die, die medienwirksam unter ihm leiden?

          Auch und gerade in den USA.

          Rassismus aller Orten.

          Um so erstaunlicher, dass PoCs in Scharen die Länder verlassen, in denen sie die überwältigende Mehrheit stellen, also nicht unter (weißem) Rassismus leiden müssen und versuchen, in die Länder ´überzusiedeln, in denen Weiße noch die Mehrheit stellen, wo sie also vorhersehbar unter (weißem, einen anderen gibt’s ja nicht im PoC-Universum) Rassismus leiden müssen.

          Ein ganz seltsames Phänomen von PoC-Massenmasochismus.

          In den USA z.B. wanderten allein zwischen 2000 und 2010 rund 1 Mio. Afrikaner legal zu, rund doppelt so viele, wie zwischen ca. 1650 und 1860 als Sklaven in die 13 Kolonien/späteren USA verschleppt wurden.

          http://www.unz.com/isteve/more-africans-arrived-here-in-last-decade-than-during-entire-slave-trade/

          Als ob sie den Rassismus der Weißen suchten (witzigerweise wandern Afroamerikaner innerhalb der USA aus den demokratisch dominierten Staaten ab in die republikanisch dominierten Staaten ein, das weisen die Binnenwanderungsbilanzen seit einigen Jahrzehnten aus).

          Oder sind das keine PoCs?

          Fehlt denen noch das richtige Wohlstands-PoC-Bewusstsein, das so nützliche?

          Das sich erst hier entwickelt, unter der richtigen Rotlichttherapie und Seelen-/Bewußtseinserweiterungsmassage?

          Wobei ich nicht bestreite, dass es Rassismus gibt.

          Den es überall gibt, wo verschiedene Rassen zusammenleben. Denn Rassen verhalten sich im Schnitt leicht unterschiedlich und das wird bemerkt, positiv/negativ konnotiert, ggf. von Interessierten (auch von interessierten „Antirassisten“ = oft genug antiweißen Rassisten ausgebeutet/angefacht).

          Rassismus ist so unvermeidlich menschlich wie Sexismus, ist unvermeidlicher Folge von WAHRnehmung und Gruppenegoismus/Territorialverhalten/genetischem Nepotismus extendierter „Familein“verbände des Säugetieres Mensch.

          http://www.unz.com/isteve/salter-and-harpending-on-rushtons-theory-of-ethnic-nepotism/

          Wenn man schon mit Diversität geschlagen ist, sollte man sich im Klaren sein, dass man mit Dynamit hantiert, auf ALLEN Seiten sollte man sich darüber im Klaren sein.

          Nur das Ausmaß von Rassismus/Rassenkämpfen ist moderierbar, u.a. durch Eingrenzung der Diversität innerhalb einer Gesellschaft.

          Wird die zu groß, kommt es zur Binnenparzellierung und zum permanenten kalten oder heißen Bürgerkrieg dort, wo ein Auseinanderrücken nur unzureichend möglich ist.

          Fürchte ich. Der historische Augenschein spricht dafür.

          Aber solche Befürchtungen plagen unsere Multikultikarnevalisten, die Multikulti nicht nur managen, sondern befördern wollen, weil’s so schön bunt ist, nicht.

          Einmal mehr linkes, verblasenes Wunschdenken, das uns/unseren Enkeln/Urenkeln eine verheerende Ernte bescheren könnte.

          In der Zwischenzeit werden wir mit konstruktivistischen Traumtänzereien und Geschwätz abgelenkt und unterhalten.

          Damit wir nicht WAHRnehmen.

          Und Gnade Gott jenen, die aussprechen, was sie sehen.

        • @ Roslin

          „Um so erstaunlicher, dass PoCs in Scharen die Länder verlassen, in denen sie die überwältigende Mehrheit stellen, also nicht unter (weißem) Rassismus leiden müssen und versuchen, in die Länder ´überzusiedeln, in denen Weiße noch die Mehrheit stellen, wo sie also vorhersehbar unter (weißem, einen anderen gibt’s ja nicht im PoC-Universum) Rassismus leiden müssen.“

          Vorneweg: ich halte den „critical whiteness“-„Antirassismus“ für Schwachsinn. Aber dass die Lebenssituation für die Bevölkerung in weiten Teilen Afrikas beschissen ist, lässt sich kaum bestreiten. Und das liegt nicht daran, dass der schwarze Mann faul ist sich nicht für eine funktionierende Gesellschaft begeistern kann. Der Abtransport von Rohstoffen aus den betreffenden Ländern klappt ja ganz gut, selbst in „failed states“.

          „Denn Rassen verhalten sich im Schnitt leicht unterschiedlich und das wird bemerkt, positiv/negativ konnotiert, ggf. von Interessierte“

          Ja, sowas wie kulturelle Prägung existiert natürlich nicht ;-). Deshalb sprechen auch schwarze Adoptivkinder kein Deutsch, sondern Kisuaheli. /IRONIE OFF

        • @ ich³

          Die Lebenssituation in Detroit ist auch relativ beschissen, bei weitem nicht so beschissen wie die Lebenssituation in Haiti, aber die ist so beschissen wie in den allermeisten Staaten Schwarzafrikas.

          Obwohl Teil der Karibik und seit 200 Jahren unabhängig.

          *Ja, sowas wie kulturelle Prägung existiert natürlich nicht ;-). Deshalb sprechen auch
          schwarze Adoptivkinder kein Deutsch, sondern Kisuaheli. /IRONIE OFF*

          Kulturelle Prägung existiert, genetische auch.

          Weshalb die schönste kulturelle Prägung nicht alle Unterschiede ausbügeln kann.

          Ich kann einen Jagdhund von Hütehunden sozialisieren lassen von Geburt an und bekomme einen Hund, der sicch wie verhält?

          Bei Menschen sind die Unterschiede/Prägungen nicht ganz so drastisch, vermag Sozialistation etwas mehr, etwas.

          Aber auch beim Menschen (ADOPTIONSSTUDIEN) sind die adoptierten Geschwister in ihren Verhaltens-/Begabungsprofilen den leiblichen Geschwistern sehr viel ähnlicher (mit denen sie nie zusammen waren) als den sozialen Geschwistern, mit denen sie ihre gesamte Kindheitsumgebung einschließlich sozialer Eltern teilten, mit denen sie gemeinsam aufwuchsen und erzogen wurden.

        • „Obwohl Teil der Karibik und seit 200 Jahren unabhängig.“

          Ein unabhängiger Staat, in dem die USA mal kurz einmarschieren, wenn ihre Interessen berührt sind…

          Und zu Afrika

        • „Aber auch beim Menschen (ADOPTIONSSTUDIEN) sind die adoptierten Geschwister in ihren Verhaltens-/Begabungsprofilen den leiblichen Geschwistern sehr viel ähnlicher (mit denen sie nie zusammen waren) als den sozialen Geschwistern“

          Es gibt Adoptionsstudien zu verallgemeinerten Rassenunterschieden? Welche sind das?

        • Heißt das auch, ich sollte bei einem schweren Verbrechen besser nicht die Polizei anrufen, weil es den diensthabenden Beamten (oder Beamtin) emotional zu sehr belasten könnte?

  4. Die Leute von der Mädchenmannschaft und anderen feministischen Blogs sollen erst mal sämtliche bei ihnen gelöschten Kommentare, die nicht bei Hatr.org landeten, veröffentlichen.

    Dann können wir weiterreden über die angebliche Kritikfähigkeit und Widerlegungskunst von Leuten wie Accalmie. 🙂

    • @ Kirk

      *Die Leute von der Mädchenmannschaft und anderen feministischen Blogs sollen erst mal sämtliche bei ihnen gelöschten Kommentare, die nicht bei Hatr.org landeten, veröffentlichen.*

      Bloß nicht.

      Dann würden ja diese Blogs am Ende noch interessant und ihre Leser.I.nnen zu ernsthaften Debattengegner.I.nnen außerhalb ihrer Filterblase, trainiert durch gute Sparringpartner.

      So aber welkt und rottet das Feminatgemüse in seinem übherizten Treibhaus still und friedlich vor sich hin.

      • So aber welkt und rottet das Feminatgemüse in seinem übherizten Treibhaus still und friedlich vor sich hin.

        Also eins muss man dir lassen: Du bist ein echter Poet! 🙂

      • Echt jetzt (?)

        „.. in seinem überhitzten Treibhaus ..“

        Aber das erzeugt doch gerade die Klimakatastrophe, nachdem sie (die ‚Märchenfrauschaft‘) gesellschaftlich schon eine ganz andere über das Land brachten.

        Schon komisch, unsere Klima(kterium)Forscher.I.nnen aktuell nun in den Medien eine neue Eiszeit prophezeien. So, als sei diese noch gar nicht vorhanden, z.B. im Geschlechterk(r)ampf.

        Aber nun genug der Ironie: Der Artikel von dieser merkwürdig wirkenden „accalmie“, bringt wohl keinen auf die Palm(i)e. Die schreibt sowas von selbstverherrlichend, dass es schon amüsiert, diesen Beitrag in der ‚Märchenfrauschaft‘ zu lesen.

        „Mich erreichen täglich Mails ..“ Na wie schön. Und diese nerven azaleelie oder wie die heißt, so sehr, dass sie verbal auf ihre eigenen, hypersensiblen Leid.I.nnengenoss.I.nnen draufhaut.

        Der Artikel von ihr ist recht selbstentlarvend:
        Ich bin die Königin und genervt von euch!

        Frauensolidarität 2014ff Mann sollte sich entspannt zurücklehnen und dem Treiben einer in sich intriganten Truppe entspannt zuschauend.

        Zum anderen zeigt es aber auch auf, wie ‚tapfer‘ die Mailschreiber sind und welchen ‚Mut‘ sie aufbringen. Wahrlich ein Trauerspiel, dass frau sich nicht mal traut, im nichtöffentlichen Verkehr persönlicher aufzutreten.

        Die neue F-Klasse eben:
        feministisch flitzen gehen

    • @ petpanther

      Auch hier: Männer sollten die Bereiche, in denen sie „frauenfördernd“ benachteiligt und behindert werden, VERLASSEN.

      Überlasst die Feuerwehr den Frauen!

      Dann brennt die Bude im Ernstfall eben ab.

      Sei’s drum.

      Und wenn’s die eigene ist: Vielleicht lernt so die Geselslchaft doch noch etwas, bevor ALLES zu spät ist.

      Wir haben nicht mehr viel Zeit, zu lernen.

      Man lernst aber nur durch (bittere) Erfahrung gut und gründlich.

      Ansonsten gewinnen IMMER die Lügenmäuler der Ideologien, die den Menschen nach dem Munde zu reden keine Mühe haben.

      Die harten, unangehnehmen Wahrheiten dagegen höört niemand gerne, zumal dann nicht, wenn er zu den GEpämperten gehört.

  5. Ich weiß nicht ob ihre sehr dogmatische Art der Mädchenmannschaft genützt hat. Ihr Ziel ihre genderfeministische Botschaft zu verbreiten dürfte dadurch nicht einacher geworden sein.
    Man erreicht die Dogmatiker aber die gemäßigten Feminstinnen, normale Frauen oder Sympathisanten verschreckt man dadurch eher.
    Hab das auf Twitter erlebt. War anfangs der Sache des Feminismus gegenüber positiv eingestellt. Der Umgangston hat mich dann abgeschreckt.

  6. Pingback: Meisterleistungen der Schuldverlagerung | Alles Evolution

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