Selbermach Samstag 101 (06.09.2014)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

313 Gedanken zu “Selbermach Samstag 101 (06.09.2014)

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder einen Sylvesterknaller aufs Hornissennest des Radikalfeminismus schmeißen, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal einige heitere Ideen zur Bekämpfung des Genderwahns (Top-Empfehlung!):

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/weiblich_humorlos_kompromisslos_sucht_lehrstuhl

    Manndat:

    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=13068

    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=13069

    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=13070

    Birgit Kelle:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/8959-facebook-fuehrt-60-geschlechter-ein (Top-Empfehlung!)

    http://us8.campaign-archive2.com/?u=f91234b0f88a96f8dda6dd65e&id=55c3e84ff9&e=c3d757c328 (Top-Empfehlung!)

    Mann-om-man:

    http://mann-om-man.blogspot.de/2014/09/nichts-zur-erziehung-beizutragen-oder.html#more

    http://mann-om-man.blogspot.de/2014/09/das-wechselmodell-als-standard.html

    Nichtfeminist:

    http://nicht-feminist.de/2014/09/feministische-stolpersteine/#more-147369

    http://nicht-feminist.de/2014/09/linktipp-aranitas-gedanken-warum-gendern-diskriminiert/#more-106608

    Danish:

    http://www.danisch.de/blog/2014/08/31/damsel-in-distress-der-feministische-rinderwahn-infiziert-auch-heise/#more-9171

    http://www.danisch.de/blog/2014/09/01/gender-pay-gap-nicht-nachweisbar/

    http://www.danisch.de/blog/2014/09/02/nacktbilder/

    Das Letzte:

    http://www.foxnews.com/us/2014/08/24/south-carolina-high-school-freshman-arrested-suspended-for-using-word-gun-in/

    http://www.azcentral.com/story/news/arizona/politics/2014/09/02/arizona-statutory-rape-victim-forced-pay-child-support/14951737/

    http://www.theblaze.com/stories/2014/08/30/she-was-caught-on-camera-beating-him-with-a-metal-pole-but-hes-the-one-in-jail-after-cops-refused-to-look-at-the-video/?utm_source=twitter&utm_medium=story&utm_campaign=ShareButtons

    …und der Surftipp des Tages:

    http://www.unstatistik.de (Wir werden viel mit Statistiken verarscht. Nicht nur vom Feminismus.)

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Zwei Geschlechter (Ja, zwei! Mehr jibbet nämlich nit! Auch wenn das die Gendersens immer behaupten!) diverser Arten beim Schäferstündchen…

    Bonus-Video: Liebe schlägt auf den Magen…

    Im Rahmen meiner Reihe „Femis mit Tierfilmszenen ärgern“ möchte ich auch noch einmal auf die wunderbare Ausstellung in Münster zum Thema „Sex & Evolution“ aufmerksam machen, denn sie läuft nur noch bis Mitte Oktober. Ich war vor wenigen Wochen dort – alles super erklärt und fachlich auf hohem Niveau mit Bezug auf Tiere & Menschen. Und fast alles davon dürfte den Femis bzw. den Gendersens „ne Pille“ sein. Denn dort ist nur von zwei Geschlechtern die Rede, und das Thema „Die sexuelle Macht des Weibchens“ kommt definitiv nicht zu kurz. Mein Tip: Es empfilet sich, direkt nach einem Besuch der Ausstellung direkt in den Allwetterzoo nebenan zu gehen. Auch dort stößt ausschließlich auf Arten mit zwei Geschlechtern und mehr oder weniger großen Geschlechtsunterschieden. (Es ist diesbezüglich eine gute Frage, ob de Femis selbst solche Ausstellungen sowie Zoos schließen/zensieren wollen und wann es soweit ist. Deshalb unbedingt schnell noch hin!!!)

    Selbermach-Samstag-Special II: Biolehrer & Didaktiker

    Im Hauptstudium besuchte ich schließlich die Grundvorlesung in Biologiedidaktik. Größtenteils ging es in dieser zwar nicht ums Geschlechterthema. Und immerhin war noch von Jungen und Mädchen, also von zwei Geschlechtern die Rede. Und auch unterschiedliche Interessensschwerpunkte beider Geschlechter wurden völlig unverkrampft angesprochen. Aber im Zusammenhang mit diesem Thema machte der Prof. darauf aufmerksam, dass man folgenden Versuch gemacht hätte. Man hätte bei Kindern im Kindergartenalter den Jungen rosa Kleidung und den Mädchen himmelblaue angezogen. Und den Erzieherinnen bei dem Versuch nicht gesagt, wer von den Kindern ein Junge und wer ein Mädchen ist. Die Erzieherinnen hätten darauf himmelblau gekleidete Kinder an z.B. Spielzeugbagger gesetzt und rosa gekleidete an Puppen. Der Prof. führte dies als Beispiel dafür an, dass geschlechtsspezifisches verhalten auch konstruiert würde. Na gut – ich habe nichts dagegen, dass ein Professor der Biologiedidaktik auch solche Beispiele anführt. Allerdings nur, sofern er Gegenbeispiele bringt. Also Beispiele dafür, dass sich die beiden Geschlechter von Natur aus in ihren Interessen im Schnitt unterscheiden. Für Letzteres kam allerdings kein einziges Beispiel. Damals hat mich das nicht aufgeregt, da war ich noch kein „Maskutroll“ und für dieses Thema noch nicht sensibilisiert. Im Nachhinein finde ich es aber bemerkenswert. Denn: Ist es nicht gerade die gesellschaftliche Funktion der Biologiedidaktiker, gerade in der Lehrerausbildung (die Vorlesung richtete sich vor allem an angehende Biolehrer, ferner auch an angehende Diplom-Biologen) biologie- und überhaupt wissenschaftsfeindliche Ideologien unserer Zeit zu besprechen und vor ihnen zu warnen?

    Das Traurige ist: Ich habe neun Scheine in Biologiedidaktik gemacht, und in nicht einem einzigen wurde die Gender-Ideologie angesprochen und offen als „Ideologie“ bezeichnet. In einer Didaktik-Veranstaltung wurde aber das Wort „Gender“ von der Dozentin ganz offen als Synonym für „Geschlecht“ verwendet – obwohl es eigentlich ein politischer Kampfbegriff ist! (…und die Frau, die dieses Wort verwendete, betonte bezeichnenderweise, dass individuelle Unterschiede stärker seien als geschlechtsspezifische!) Immerhin wurde in Biologiedidaktik – also in den Lehrveranstaltungen und in der Didaktik-Literatur – vor biologiefeindlichen Ideologien gewarnt, nämlich davor, wie die Nazis die Biologie missbraucht haben, vor dem Lyssenkoismus und natürlich auch vor so Ideen wie Kreationismus/Intelligent Design. Aber zur Gender-Ideologie kam nichts. Sondern nur zu Ideologien, die ihre Blütezeit seit Jahrzenhten hinter sich haben oder die, wie der Kreationismus, sowieso keine Chance haben, außer in Kreisen religiöser Fundamentalisten.

    Während des Hauptstudiums machte ich jedenfalls allerhand Erfahrungen mit angehenden Biologielehrern, mit fertigen Biologielehrern im Hochschuldienst, die in den Didaktik-Veranstaltungen zum Einsatz kamen und mit Doktoren und Professoren der Biologiedidaktik. Was fiel mir nun in den meisten Didaktik-Lehrveranstaltungen auf? Folgendes: Dass angehende und fertige Biolehrer vom Fach nicht viel verstehen, gleichzeitig aber hinsichtlich der Frage, wie Biologieunterricht sein sollte, alles besser wissen und meistens eine geradezu seltsame Einigkeit zeigen. Eine Einigkeit, die jeder selbstständig denkende nur erstaunen kann.

    In einer Lehrveranstaltung wagte ich es, zu fordern, dass die Wahlmöglichkeiten der Schüler (bzw. der SuS – also der Schülerinnen und Schüler, wie es in der Didaktik immer heißt) erhöht werden müssten, und dass es auch leichter sein müsste, Biologie abzuwählen. Ich äußerte ganz offen, dass die Bemühungen des Biolehrers ohnehin nur bei wenigen Schülern auf fruchtbaren Boden fallen, und dass viele hinterher sowieso nichts könnten – und dass diese das Fach doch auch gerne abwählen dürften. Denn es macht keinen Sinn, sich mit etwas zu beschäftigen, wo man eh nie was können wird – sofern man dafür was anderes deutlich besser kann. Ich forderte es aus Erfahrung. Denn meiner Erfahrung nach werden wirklich interessierte Schüler mit Talent in Biologie kaum gefödert, weil solche Leute für ihre Verhältnisse zu wenig Biologie haben, während die Masse der Nichtinteressierten damit sinnlos gequält wird. Eine der klassischen gründe für die Wahl des Bio-Leistungskurses damals war es, weil Leute, die ihn wählten, nach damaliger Rechtslage Mathematik abwählen konnten. Ich finde, dass die Fächerwahl liberaler sein müsste, damit z.B. die Schüler, die im sprachlichen Bereich stark sind und im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld kein Bein an die Erde kriegen, nicht Bio als LK wählen müssen, um Mathematik abwählen zu können. Mal ganz abgesehen von dieser Problematik: Die Reaktionen, die allein auf den sinngemäßen Satz „vom Biologieunterricht profitieren eh viele nicht…“ folgten, sprachen für sich.

    Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden? Fehlanzeige! Dafür eine für Studenten an einer Universität (eigentlich ein Ort, an dem selbstständiges Denken gefragt sein sollte!) sehr seltsame Einigkeit. Motto: „Biologie? Gehört jedem aufgezwungen. Und jeder soll die dämlichen Mindeststandarts erfüllen, egal ob er damit heillos unter- oder überfordert ist.“ Ich gebe ja zu, dass man auf diesem Gebiet unterschiedlicher Auffassung sein kann. Aber genau das sollten erstmal meine damaligen Kommilitonen aus dem Lehramtsstudium sehen. Denn sie waren es, die heftig auf eine harmlose Äußerung von mir reagierten. Eine Äußerung, die eigentlich sympatisch sein müsste: Ausgerechnet ein Biologiestudent erklärt nicht sein eigenes Fach, wie es viele Menschen leider machen, zum Heiligtum, sondern sagt ganz offen, dass dieses Fach etwas für die einen Menschen ist, und für die anderen nicht. Und dass es deshalb angemessen wäre, größere Unterschiede zwischen den Schülern zu machen, ihnen auch eher ein Abwählen des Faches oder – wenn der Schüler „biophil“ ist – ein Wählen des Faches zum Hauptfach zu ermöglichen.

    Ich glaube es war dieselbe Lehrveranstaltung, in der ich es wagte, dem Dozenten gegenüber zu sagen, meiner Meinung nach sei die Hysterie gegen den Frontalunterricht heutzutage zu hoch. Sein Antwortsatz beeindruckt mich bis heute sehr, wenn man bedenkt, dass er doch ein Wissenschaftler sein soll, der unparteiisch erforscht, welche Unterrichtsmethoden was bringen und welche nicht. Er sagte: „Die Hysterie gegen den Frontalunterricht kann gar nicht hoch genug sein!“

    Es bleibt spannend – bleiben Sie dran und lesen Sie nächsten Selbermach-Samstag den dritten und vermutlich noch nicht letzten Teil meines Specials über die Didaktiker!

    • ät Matthias und die Didaktiker:

      Boah, das muß man erst mal verdauen.

      Ich glaube, ich hatte die Gnade der frühen Geburt; der Begriff „Gender“ tauchte nicht an einzigen Stelle im Studium auf. Du scheinst etwa Matrikel 2002 oder später zu sein, wenn Du schon Gender-Feindberührung hattest.

      Gut, ich bin Diplomer und war zwar an roten Unis (Halle/Potsdam), aber die Professoren haben harte Wissenschaft gemacht. Die Hallenser beispielsweise waren in der DDR für die Durchsetzung des Darwinismus ggüber Lyssenkismus bekannt.
      Gute alte Zeiten!

      Zu dem blau-rosa Strampelanzug-Experiment gibt´s mittlerweile ein schönes Gegenexperiment:
      In Eias „Brainwash“ wird gezeigt, wie der Chef der Kinderklinik in Oslo Pseudo-Hermaphroditen „sext“: Eine Decke aufn Boden, Bagger und Lego rechts, Puppen und Häschen links, Kind auf Boden und zugucken. Mädchen krabbeln zu den Puppen, Jungs zum Bagger.

      Erfolgsquote nach Überprüfung zu späterer Zeit: 100%.

      Daß an der Uni keiner vor den Genderern warnt, würde ich allerdings nicht unbedingt den Profs anlasten. Ein Journalist schrieb neulich, daß Politiker die übergroße Mehrheit des Volks hinter sich hätten, wenn sie Genda öffentlich abkanzeln.

      Warum tun sie´s nicht? Weil die Oberschicht-Fanatiker in der Politik, Uni und Presse ihnen sonst die Hölle heiß machen!

      Ein Bioprof an der Humbug-Uni würde wahrscheinlich sogar disziplinarisch angegangen, wenn er die falsche Gesinnung äußert. Du erinnerst Dich an die Sache mit dem deutschen Mathematiker, der aus Amiland zurückgeholt werden sollte. Die Mathekommission hat ihn schon gewählt, als der Unileitung einfiel, daß der Job nur für Frauen (cis?) sei. Verfahren abgebrochen. Lieber kein Prof als nen Mann (cis?).

      Du meinst, daß die heutigen Biolehrer von Bio keine Ahnung hätten, aber ne große Fresse?
      Mh, ich hatte eine großartige Lehrerin, menschlich wie fachlich. Allerdings Matrikel ’63.
      Mein Gender-Bio-Studienkumpel von der Humbug mußte erstaunlicherweise knallharte Chemiekurse absolvieren, die über das Niveau der Diplomer hinausgingen. Vielleicht ein Lichtblick; oder die Chemiker sind einfach besser als die Biodidaktiker.

      Noch ein Lichtblick: Meine Nachhilfeschüler, selbst im GK und von der Waldorfschule, haben häufig ein hervorragendes Lehrprogramm mit modernsten Forschungszweigen (MoBi). Wahrscheinlich ältere Lehrer mit DDR-Vergangenheit. Oder aus Bayern! 😉

      Erstaunlich, daß die Pädagogis unbedingt auf ihrem Fach bestanden bei der Wahl. Sonst geht es an vielen Schulverwaltungen eher naturwissenschaftsfeindlich zu, und die Lehrer haben ja meist ein zweites Fach. Wahrscheinlich sahen sie nur ihre Felle wegschwimmen.

      Zu Lehrern allgemein ist mir noch ein Spiegel-Bericht von vor ein paar Jahren eingefallen (der sich mit ähnlichen aus anderen Medien deckte):

      Lehramtskandidaten haben in den letzten Jahren einen immer schlechtern Ruf. Mindestens ein Drittel gibt an, den Job anzustreben, weil man da „viel Freizeit, ein einfaches Studium und relativ viel Kohle hat“. Nun denn, mal schauen, was dabei rauskommt.

      Was kommt im dritten Teil?

      Gleich noch was, getrennt wg. der Übersichtlichkeit.

      • @ Axel

        „Boah, das muß man erst mal verdauen.“

        Ja, und deshalb jibbet meinen Didaktik-Report Häppchenweise. Ist sonst zu schwer verdaulich! (HA HA HA HA) Und ist für mich dann einfacher zu schreiben – ich habe halt einiges mit denen erlebt.

        „Ich glaube, ich hatte die Gnade der frühen Geburt; der Begriff “Gender” tauchte nicht an einzigen Stelle im Studium auf. Du scheinst etwa Matrikel 2002 oder später zu sein, wenn Du schon Gender-Feindberührung hattest.“

        Ein Jahr früher, also 2001 fing ich an. Die erste „Feindberührung“ kam aber erst später.

        „Gut, ich bin Diplomer und war zwar an roten Unis (Halle/Potsdam), aber die Professoren haben harte Wissenschaft gemacht. Die Hallenser beispielsweise waren in der DDR für die Durchsetzung des Darwinismus ggüber Lyssenkismus bekannt.
        Gute alte Zeiten!“

        Ja, normal haben Diplomer keine Didaktik. Ich gehöre zu den ganz wenigen, die es hatten – es geht halt nicht auf jeder Uni, und auch bei „meiner“ Uni haben die meisten Diplom-Kommilitonen keine Didaktik gewählt. Der einzige Pflicht-Schein in Didaktik, der nur für Diplomer und nicht für Lehrämtler war, den habe ich alleine gemacht. Ein Prof, ein Studi.

        Rote Unis im Osten – waren die noch rot wegen ihrer DDR-Vergangenheit? Klingt nicht gut.

        „Zu dem blau-rosa Strampelanzug-Experiment gibt´s mittlerweile ein schönes Gegenexperiment:
        In Eias “Brainwash” wird gezeigt, wie der Chef der Kinderklinik in Oslo Pseudo-Hermaphroditen “sext”: Eine Decke aufn Boden, Bagger und Lego rechts, Puppen und Häschen links, Kind auf Boden und zugucken. Mädchen krabbeln zu den Puppen, Jungs zum Bagger.

        Erfolgsquote nach Überprüfung zu späterer Zeit: 100%.“

        Sowas gehört in die Didaktik-Vorlesung.

        „Daß an der Uni keiner vor den Genderern warnt, würde ich allerdings nicht unbedingt den Profs anlasten. Ein Journalist schrieb neulich, daß Politiker die übergroße Mehrheit des Volks hinter sich hätten, wenn sie Genda öffentlich abkanzeln.

        Warum tun sie´s nicht? Weil die Oberschicht-Fanatiker in der Politik, Uni und Presse ihnen sonst die Hölle heiß machen!“

        Ja, irgendwann muss die Politik damit anfangen. Die AfD hätte es fast gemacht. Bzw. hat es zu halbherzig gemacht.

        „Ein Bioprof an der Humbug-Uni würde wahrscheinlich sogar disziplinarisch angegangen, wenn er die falsche Gesinnung äußert.“

        Ich fürchte ja. Eigentlich unglaublich alles.

        „Du erinnerst Dich an die Sache mit dem deutschen Mathematiker, der aus Amiland zurückgeholt werden sollte. Die Mathekommission hat ihn schon gewählt, als der Unileitung einfiel, daß der Job nur für Frauen (cis?) sei. Verfahren abgebrochen. Lieber kein Prof als nen Mann (cis?).“

        Ja, ich erinnere mich. Sich anstrengen lohnt sich für viele Männer nicht mehr – nicht nur in der Hochschulwelt. Auf Dauer wird das gefährlich für alle.

        „Du meinst, daß die heutigen Biolehrer von Bio keine Ahnung hätten, aber ne große Fresse?“

        Naja, viele von denen sind so, besonders von den jüngeren. Je älter die sind, desto vernünftiger sind die meistens. Wenn sie Chemie als zweites Fach haben, sind sie auch meist vernünftiger, aber nicht immer. Ein Chemie-Prof. meinte mal zu mir, dass auch viele Bio & Chemie-Lehrer zwar beide Fächer für sich genommen könnten, aber die Chemie innerhalb der Biologie nicht gut beherrschten. Es wird halt beides aneinander vorbei doziert.

        „Mh, ich hatte eine großartige Lehrerin, menschlich wie fachlich. Allerdings Matrikel ’63.“

        Ich denke, die älteren sind meist fachlich besser und weniger ideologisch. Aber auch unter denen findet man Ideologen – der Bildungsbereich istja leider in vielen Hinsichten ideologisch – und auch Leute, die z.B. lieber die biblische Schöpfungslehre statt Darwin lehren. Alles schon dagewesen.

        „Mein Gender-Bio-Studienkumpel von der Humbug mußte erstaunlicherweise knallharte Chemiekurse absolvieren, die über das Niveau der Diplomer hinausgingen.“

        Wenn er Chemie als zweites Fach hatte und auf Gymnasiallehramt studiert, ist das der Normalfall. Diplomer haben zu einem höheren Prozentsatz bzw. auf höherem Niveau molekularbiologische Fächer und lernen dadurch, je nachdem, bei wem sie was genau haben, die biologierelevante Chemie kennen, die zu einem erheblichen Teil in einem Chemie-Lehramtsstudium nicht drankommt. Auch dann nicht, wenn einer Chemie & Bio auf Lehramt studiert.

        Oder hat er nicht Chemie als zweites Fach gehabt? Bei mir war es so: Hammerharte Chemie-Kurse mit hohen Durchfallquoten für die Diplomer, während für die Bio-Lehrämtler, auch für die, die auf Gymnasiallehramt studierten, lediglich eine Chemie-Einführungsvorlesung empfohlen und nie abgeprüft wurde.

        Das ist natürlich Murks und führt zu angehenden Bio-Lehrern, die nicht wissen, was Kationen & Anionen sind.

        Von uns Diplomern wurde viel Chemie verlangt, aber nur teilweise die richtigen Themen. Ein Prof., bei dem ich später Mikrobiologie hatte, und der selbst Diplom-Chemiker war – er hatte sich im Studium auf organische Chemie spezialisiert, hat in Biochemie promoviert und sich in die Biologie dann „hineinhabilitiert“ – der fand es nicht gut, wie die „Chemie für Biologen“ aufgezogen war. Aus seiner Sicht würde dabei an der falschen Stelle zu viel verlangt, während das eigentlich relevante zu kurz käme.

        Aber Universitäten sind in vielen Hinsichten eben Saftläden.

        „Vielleicht ein Lichtblick; oder die Chemiker sind einfach besser als die Biodidaktiker.“

        Richtige Chemiker (also Diplom-Chemiker) sind das mit Sicherheit. Wenn sie sich in die Biologie eingearbeitet haben, sind sie meist richtig gut.

        „Noch ein Lichtblick: Meine Nachhilfeschüler, selbst im GK und von der Waldorfschule, haben häufig ein hervorragendes Lehrprogramm mit modernsten Forschungszweigen (MoBi). Wahrscheinlich ältere Lehrer mit DDR-Vergangenheit. Oder aus Bayern! ;-)“

        Ich weiß nicht Recht, wie die mit der DDR-Vergangenheit sind.

        „Erstaunlich, daß die Pädagogis unbedingt auf ihrem Fach bestanden bei der Wahl. Sonst geht es an vielen Schulverwaltungen eher naturwissenschaftsfeindlich zu, und die Lehrer haben ja meist ein zweites Fach. Wahrscheinlich sahen sie nur ihre Felle wegschwimmen.“

        Naja, viele Menschen unterstreichen immer die Wichtigkeit ihres Faches. Es gibt Lehrer, die es Schülern verübeln, wenn diese sich einfach nur für andere Fächer interessieren. Leider.

        Ja, leider geht es naturwissenschaftsfeindlich zu, während „klassische Bildung“ auf Gymnasien einen oft zu hohen Stellenwert hat und als die eigentliche Bildung welche gilt.

        Aber das ist das Problem: Wenn z.B. so ein Lateinlehrer seine Informationsveranstaltung zum Fach abzieht, trägt er in der Regel nur Argumente pro Latein vor. Oft auch unsachlich von wegen Biologen & Mediziner müssten Latein können oder es sei ein nennenswerter Vorteil. Er fragt also nicht „Was brauchen die Schüler, wer von denen braucht Latein und wie kriege ich raus, für wen das was ist?“ sondern „Wie überrede ich möglichst viele Schüler bzw. ihre Eltern dazu, mein heiliges Fach zu wählen?“

        Ich selbst würde mein Fach nie pauschal Schülern empfehlen. Wofür auch? Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

        „Zu Lehrern allgemein ist mir noch ein Spiegel-Bericht von vor ein paar Jahren eingefallen (der sich mit ähnlichen aus anderen Medien deckte):

        Lehramtskandidaten haben in den letzten Jahren einen immer schlechtern Ruf. Mindestens ein Drittel gibt an, den Job anzustreben, weil man da “viel Freizeit, ein einfaches Studium und relativ viel Kohle hat”. Nun denn, mal schauen, was dabei rauskommt.“

        Zumindest sind es in jüngerer Vergangenheit oft zeimlich fragwürdige Typen. Natürlich nicht immer, beileibe nicht.

        „Was kommt im dritten Teil?“

        Dann geht es u.a. um eine Veranstaltung zum Thema „Sexualkunde“, und was die Bio-Lehramts-Mädels da so alles von sich gegeben haben. Und der Pro-Familia-Besuch und wie aus den Unterrichtsmaterialen die Genderei nur so heraussifft.

        Was noch? Und ähnliches halt, fällt mir jetzt nicht alles ein.

        • ät Matthias:

          Den Ausdruck „rote Unis“ hab ich von der Jungen Freiheit. Übrigens ein Tipp für Deine Linkliste: http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/entwurf-fuer-sa-6-9-gutmenschen-moegen-genderdeutsch/

          Nein, die Jugend im Osten wurde nach der Wende in der Fläche Nazi, in Großstädten und Unis hingegen wurde flugs die grün-dunkelrote Gesinnung der westdeutschen Unistädte übernommen. Was ein Hohn für die Samtrevoluzzer von ’89!

          In Halle wurde ich als Soldat beispielsweise häufig von Punkern und ähnlichem Geschmeiß angegriffen.

          Die alten Ost-Gelehrten, die den Marxismus et al. noch persönlich kennengelernt hatten, waren hingegen eindeutig wissenschaftlich und unpolitisch ausgerichtet.

          Zu den Politikern hattest Du geschrieben, daß die AfD es (fast) gemacht hätte. Siehste, sogar die trauen sich nicht!
          Ich finde die AfD allerdings scheiße, weil sie meiner Kanzlerin und ihrem Koalitionspartner die Stimmen klaut und damit die Gender-Gesinnungsparteien paradoxerweise stärkt.
          Hoffe nur, daß der AfD-Schreck die CDU zum Umdenken bewegt und die zum zum Konservatismus zurückkehren.
          Mal sehen, ob eine „Hinterwäldler“-Kampagne der Presse dann noch zieht.

          Zur Chemie stimme ich Dir zu. Boa, was haben die uns mit Stoffchemie gequält. Völlig nutzlos. Aber besser als Politpropaganda im Studium.Der Gender-Kumpel hatte schon ein Biodiplom und Chemie für Master dazustudiert. Irgendwie Hauptfach. Blicke da nicht durch.

          Sind Bio-Didaktiker eigentlich was eigenes? Meiner vor Ort scheint sich über Geschichte der Nazizeit&Darwinismus (kein Zusammenhang) habilitiert zu haben. Sagt aber „Studierende“. Schwer einzuschätzen.

        • @ Axel

          „Den Ausdruck “rote Unis” hab ich von der Jungen Freiheit. Übrigens ein Tipp für Deine Linkliste: http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/entwurf-fuer-sa-6-9-gutmenschen-moegen-genderdeutsch/

          Danke!

          „Nein, die Jugend im Osten wurde nach der Wende in der Fläche Nazi, in Großstädten und Unis hingegen wurde flugs die grün-dunkelrote Gesinnung der westdeutschen Unistädte übernommen. Was ein Hohn für die Samtrevoluzzer von ’89!“

          Ja, und total bescheuert. Ausgerechnet im Umfeld der Hochschulen sammeln sich Ideologen und Radikale.

          „In Halle wurde ich als Soldat beispielsweise häufig von Punkern und ähnlichem Geschmeiß angegriffen.“

          Richtig tätlich angegriffen – übel! Als Wehrpflichtiger auch noch? Spricht auch gegen die Wehrpflicht: Weil man dann von Idioten tätlich angegriffen wird.

          „Die alten Ost-Gelehrten, die den Marxismus et al. noch persönlich kennengelernt hatten, waren hingegen eindeutig wissenschaftlich und unpolitisch ausgerichtet.“

          Wenigstens das.

          „Zu den Politikern hattest Du geschrieben, daß die AfD es (fast) gemacht hätte. Siehste, sogar die trauen sich nicht!
          Ich finde die AfD allerdings scheiße, weil sie meiner Kanzlerin und ihrem Koalitionspartner die Stimmen klaut und damit die Gender-Gesinnungsparteien paradoxerweise stärkt.
          Hoffe nur, daß der AfD-Schreck die CDU zum Umdenken bewegt und die zum zum Konservatismus zurückkehren.
          Mal sehen, ob eine “Hinterwäldler”-Kampagne der Presse dann noch zieht.“

          Die AfD finde ich auch nicht in jeder Hinsicht gut. Aber Protestparteien können auch Positives bewirken.

          „Zur Chemie stimme ich Dir zu. Boa, was haben die uns mit Stoffchemie gequält. Völlig nutzlos. Aber besser als Politpropaganda im Studium.Der Gender-Kumpel hatte schon ein Biodiplom und Chemie für Master dazustudiert. Irgendwie Hauptfach. Blicke da nicht durch.“

          Die wollen halt lieber sieben als ausbilden und viele reine Chemiker kennen sich mit der Biologie zu schlecht aus, um ein gutes Chemie-für-Biologen-Programm zu entwerfen. Dafür müssten sie nämlich sich erstmal mit Biologen zusammensetzen, und auch ihre durch Hierarchietierinstinkte verursachte Haltung der Marke „Du willst Biologe werden? Das wollen wir doch mal sehen. Jetzt wird erstmal mein heiliges Fach Chemie gelernt, daran kommst Du kleiner Junge nicht vorbei…“ ablegen.

          „Sind Bio-Didaktiker eigentlich was eigenes? Meiner vor Ort scheint sich über Geschichte der Nazizeit&Darwinismus (kein Zusammenhang) habilitiert zu haben. Sagt aber “Studierende”. Schwer einzuschätzen.“

          „Studierende“ heißt es leider überall. Bio-Didaktiker? Jedes klassische Schulfach hat seine eigene Didaktik. Und die hat dann halt ihr eigenes Institut im Fachbereich. Die Biologiedidaktik ist nicht wirklich eine Teildisziplin der Biologie, sondern gilt als „Meta-Disziplin“. Hat aber genauso ihr eigens Institut wie z.B. die Zoologie doer Genetik.

          Wer wird Biologie-Didaktiker? Die einen sind Biolehrer, die anderen Diplom-Biologen (oft solche, die nicht während ihres Studiums Didaktik hatten) und noch andere sind beides. In der ihrem Institut findet man aber auch z.B. Pädagogen und Psychologen.

        • ät Matthias:

          Wehrdienst: Jaja, Geschlagen und innen Arsch getreten. Wegen steingrau-oliv.
          Die Bundeswehr hatte es übrigens schon aufgegeben, dagegen vorzugehen. Es war uns VERBOTEN, die Kaserne abends in Uniform zu verlassen, wegen der Zeck-Schläger.

          Nur zur Heimfahrt am Freitag durften wir, aber nur in Gruppen.

        • @ Axel

          „Wehrdienst: Jaja, Geschlagen und innen Arsch getreten. Wegen steingrau-oliv.
          Die Bundeswehr hatte es übrigens schon aufgegeben, dagegen vorzugehen. Es war uns VERBOTEN, die Kaserne abends in Uniform zu verlassen, wegen der Zeck-Schläger.

          Nur zur Heimfahrt am Freitag durften wir, aber nur in Gruppen.“

          Unmögliche Verhältnisse. Was kann denn ein Wehrpflichtiger dafür, dass er Wehrdienst leistet? Na gut, er hätte ja verweigern können, aber das kann doch jeder machen, wie er will – Wehrdienst war kürzer.

          Wenn ich es richtig verstehe: Radikale Pazifisten, die doch eigentlich Gewalt völlig ablehnen sollten, schlagen und treten Wehrpflichtige.

          Und um die Wehrpflichtigen zu schützen, wird ihnen was verboten.

          Diese Welt ist schon abartig.

        • ät Matthias:

          Ums Militär ging´s eigentlich gar nicht, denke ich.
          Unter Wilhelm, Adolf oder Erich wäre der vom Boden des Bahnhofs aufgelesen und zum MIlitär verfrachtet worden.

          Und hätte sich dort wahrscheinlich pudelwohl gefühlt, weil er seine biologische Männlichkeit dort noch viel besser hätte ausleben können als am Bahnhof. Z.B. im Krieg….

          Willst was noch Abartigeres lesen?
          In meiner Grundi gab es sowohl IN der Kaserne wie auch AUSSERHALB autonome Schlägertypen, die gerne andere terrorisieren.

          Was ein autonomer Spinner beim Bund macht, drängt sich da als Frage auf. Aber wie oben: Ideologie wie bei Genders ist eigentlich egal, hauptsache, die eigenen Interessen können verfolgt werden.

          Und wenn´s nur Jemandaufsmaulhauen ist.

        • „In meiner Grundi gab es sowohl IN der Kaserne wie auch AUSSERHALB autonome Schlägertypen, die gerne andere terrorisieren.“

          IN der Kaserne?! Tja, ein gutes Argument gegen die Wehrpflicht. Und überhaupt gegen die Art, wie mit jungen Männern umgesprungen wird.

          Vielen ist völlig egal, wenn man schlecht behandelt oder gewalttätigen Menschen ausgeliefert wird.

        • ät Matthias:

          Jo, hatte in meiner Sani-Einheit mehrere Punker und/oder Autonome.
          Hatten keinen Bock auf Zivi, sondern lieber auf was für richtige Kerle!
          Zu viel Testosteron, wie viele Radikale. 😉

          Gleich noch was unten zu Evochris.
          Unser Chef hat wohl bei mehreren keinen so guten Stand mehr, was?

        • @ Axel

          „Gleich noch was unten zu Evochris.
          Unser Chef hat wohl bei mehreren keinen so guten Stand mehr, was?“

          Unser Chef? Naja, hier in seinem Blog von mir aus. Es gibt einige Mitstreiter, die finden, dass er dem Feind gegenüber nicht hart genug ist… (HA HA HA HA HA HA)

          Nee, im Ernst, man kriegt manchmal den Eindruck, dass er Femis & Gendersens mehr in Schutz nimmt als normale Menschen.

          Auf der anderen Seite ist er für die Femis und die Gendersens ein schön rotes Tuch, das muss man dann schon voller Anerkennung sagen!

          Ich weiß nicht, ob ich mir hier im Blog mehr Femis/Gendersens wünschen sollte. Einerseits tolle Sache, wenn die hier mitdiskutieren und dabei grandios verlieren, andererseits können die auch nervig sein.

          Besonders die, die auf „chen“ enden!

          Pirinci? Okay, unterhaltsam ist er natürlich irgendwo.

        • @ Axel

          „Zu viel Testosteron, wie viele Radikale. “

          Das muss noch nicht mal sein, dass Radikale viel Testosteron haben.

          Testosteron macht auch fairer. Dass es aggressiver macht, ist soweit ich weiß nicht so klar belegt beim Menschen. (Bei Nagern schon.) Dominanter dürfte es machen, bin mir aber nicht sicher.

          Oft haben bei Tier und Mensch schlichtweg diejenigen einen hohen Testosteronspiegel, die es körperlich und seelisch gut haben. Und immer hatten. Und die dürften eher nicht radikal sein.

        • ät Matthias:

          Mh, das haben die in dem Quarks&Co-Link auch gesagt, daß Testo auch erstaunlich prosoziale Eigenschaften hat.

          Wie isn das nun eigentlich beim Fußball? Heimsieg-viel Test-aufs Maul? Oder Niederlage-Frust, wenig Test-aufs Maul?

          2008 hab ich fast mal von nem deutschen Studenten aufs Maul bekommen, obwohl wir grade gegen die Türkei gewonnen hatten!

          Und schleichen die nach nem Sieg nicht eher ausm Stadion?

          Und welches Hormon/Merkmal erzeugt dann das typisch männliche Verhalten?
          Fragen über Fragen…

        • @ Axel

          „ät Matthias:

          Mh, das haben die in dem Quarks&Co-Link auch gesagt, daß Testo auch erstaunlich prosoziale Eigenschaften hat.

          Wie isn das nun eigentlich beim Fußball? Heimsieg-viel Test-aufs Maul? Oder Niederlage-Frust, wenig Test-aufs Maul?“

          Denke, es gibt eher was aus Maul, wenn verloren. Nicht wegen viel oder wenig Testosteron oder nur kaum deswegen, sondern wegen Frustrations-Aggressions-Hypothese und GluckGluck…

          „2008 hab ich fast mal von nem deutschen Studenten aufs Maul bekommen, obwohl wir grade gegen die Türkei gewonnen hatten!“

          Alkohol? Schlechte Laune? Zu viel Testosteron? Zu wenig Testosteron? Beschissene Kindheit gehabt der Mann? Keine Ahnung.

          „Und schleichen die nach nem Sieg nicht eher ausm Stadion?“

          Weiß ich nicht. Habe bescheidene Fanmeilen-Erfahrung. Wenn Deutschland dann aus der WM/EM ausschied, flogen Bierkrüge durch die Gegend, und die Stimmung kippte. Die Bierkrüge waren gottseidank nur aus Plastik.

          „Und welches Hormon/Merkmal erzeugt dann das typisch männliche Verhalten?
          Fragen über Fragen…“

          Typisch männliches Verhalten wird grundsätzlich schon zu einem großen teil durch Testosteron ausgelöst. ABer „aufs Maul“ muss nicht unbedingt als typisch männliches Verhalten interpretiert werden, jedenfalls nicht durchweg.

        • ät Matthias:

          „Aber “aufs Maul” muss nicht unbedingt als typisch männliches Verhalten interpretiert werden, jedenfalls nicht durchweg.“

          Na ja, nicht jeder Mann prügelt, aber fast jeder Prügler ist ein Mann.
          Ungeachtet der „Frau-schlägt-Partner“-Nachrichten auf Genderama. Die glaube ich nicht so ganz; Ohrfeigen zählen für mich nicht als Prügelei, viel zu harmlos. Ist eher ne psychische Bekundung.

          Tatsache ist, daß bei Kloppereien unter Fremden idR Männer die Akteure sind, wie beim Fußball.
          Und da stellt sich die Frage, was dieses Verhalten grundsätzlich erzeugt. Alkohol kann es nicht sein, der enthemmt nur und legt damit grundsätzliche Dispositionen frei, die sonst vom Anstand/Gesetz in Zaum gehalten werden. Besoffene Frauen prügeln sich ja auch nicht.

          Mir fällt jedenfalls nichts außer Testosteron ein. Wenn es einen anderen Regulierer gibt, bin ich offen für alles!

          Bei dem deutschen Studenten nach dem Sieg über die Türkei wäre Testo zumindest das beste Modell:
          Eigene Gruppe gewonnen, Hoden produzieren ordentlich, Alkohol enthemmt zusätzlich, aggressive Gewaltausübung als Folge.

    • ät Matthias, Münster und 60 Geschlechter bei Fratzenbuch:

      „Sex&Evo“ in Münster? Da kommt doch Andrea Kempa her! Knallrote Uni. Aber wahrscheinlich geht kein Spinner in eine wissenschaftliche Ausstellung.

      Wie ist das eigentlich bei den Gendersens mit anderen Tierarten?
      Normalerweise sind die ja trotz vieler Tierrechtler in der linksradikalen Szene ganz klassisch biblische Anthropo-Zentriker: Es gibt den Menschen (kein Säuger, keine Evolution), und „die Tiere“, vom Bonobo bis zur Amöbe (was völlig anders).

      Bei „den Tieren“ gibt es dann natürlich zwei Geschlechter, aber beim Menschen „unzählige“ (Vossibär) oder „ein Kontinuum“ (wasweißichwer) oder auch 60 Geschlechter, wie seit vorgestern bei Facebook. (Siehe dazu der Kommerntar unten!)

      Hast Du (und andere geneigte Leser_*#Innen) das mitbekommen? Müßte, war ja auf allen Medien.
      Hier die vollständige Liste aller Genders, erarbeitet von Fratzenbuch-D in Zusammenarbeit mit dem Lesben-und Schwulenverbad D:

      androgyner Mensch
      androgyn
      bigender
      weiblich
      Frau zu Mann (FzM)
      gender variabel
      genderqueer
      intersexuell (auch inter*)
      männlich
      Mann zu Frau (MzF)
      weder noch
      geschlechtslos
      nicht-binär
      weitere
      Pangender, Pangeschlecht
      trans
      transweiblich
      transmännlich
      Transmann
      Transmensch
      Transfrau
      trans*
      trans* weiblich
      trans* männlich
      Trans* Mann
      Trans* Mensch
      Trans* Frau
      transfeminin
      Transgender
      transgender weiblich
      transgender männlich
      Transgender Mann
      Transgender Mensch
      Transgender Frau
      transmaskulin
      transsexuell
      weiblich-transsexuell
      männlich-transsexuell
      transsexueller Mann
      transsexuelle Person
      transsexuelle Frau
      Inter*
      Inter* weiblich
      Inter* männlich
      Inter* Mann
      Inter* Frau
      Inter* Mensch
      intergender
      intergeschlechtlich
      zweigeschlechtlich
      Zwitter
      Hermaphrodit
      Two Spirit drittes Geschlecht
      Viertes Geschlecht
      XY-Frau
      Butch
      Femme
      Drag
      Transvestit
      Cross-Gender

      Bei Fragen bitte Mail an lann.hornscheidt@hu-berlin.de.

      Was mich wunderte, daß einige Medien, sogar die WELT-online von Springer, es immer noch wagen, den Quatsch zu verteidigen! Obwohl der Unmut in der Bevölkerung mittlerweile immer lauter wird.

      Interessant ein Kommentar eines Bio-Lehrers (?) zur 60gender-Berichterstattung:
      „Da muss ich Sie leider eines Besseren belehren. Das Geschlecht ist in der Biologie eben überhaupt nicht so eindeutig wie Sie das hier darstellen. Mediziner können Ihnen das bestätigen. [Genau! Hehe.]

      Es gibt eben Fälle bei denen das Gonodale [sic!] und das Chromosomale [sic!] Geschlecht nicht übereinstimmen. Da gibt es z.B. Menschen, die die äußerlichen Geschlechtsmerkmaler einer Frau haben, aber tatsächlich ein XY Chromomosomesatz besitzen. Außerdem gibt auch Phänomene wie ein XXY Chromosomensatz. Verschiedenster Phänomene nicht eindeutiger Geschlechter werden häufig unter dem Begriff der Intersexualität zusammengefasst. Dazu gehören also auch Hermaphroditen.

      Auch hier hilft ein Blick in Wikipedia. Viel besser finde ich aber den Beitrag von Quarks und Co http://www.youtube.com/watch?v=-myuxNzvpC4 [Ranga Yogeshwar jetzt also auch auf dem Ideologietrip. Wundert mich nicht.]

      Tuen Sie mir also bitte den gefallen und bessern ihr Wissen auf, bevor Sie hier groß un breit behaupten es gäbe nur zwei Geschlechter. Das Geschlecht ist eine ziehmlich [sic] komplexe Sache, bei dem sowohl Gene als auch Hormone eine große Rolle spielen. In den meisten Fällen ist das Geschlecht sicherlich eindeutig zuordbar[sic], aber für einen nicht unerheblichen Teil der Menschheit ist dies nicht der Fall. Der Mensch (genauso wie die Tierwelt)[!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!] ist da eindeutig vielfältiger als sie [sic] das offenbar gerne hätten.“

      • @ Axel

        „“Sex&Evo” in Münster? Da kommt doch Andrea Kempa her! Knallrote Uni. Aber wahrscheinlich geht kein Spinner in eine wissenschaftliche Ausstellung.“

        Nee, also die Ausstellung ist schon ziemlich gut. Leider richtet sie sich nicht offiziell gegen die Genderei. Aber wenn sie das täte, würde ja dagegen demonstriert und dort vielleicht auch randaliert.

        „Wie ist das eigentlich bei den Gendersens mit anderen Tierarten?
        Normalerweise sind die ja trotz vieler Tierrechtler in der linksradikalen Szene ganz klassisch biblische Anthropo-Zentriker: Es gibt den Menschen (kein Säuger, keine Evolution), und “die Tiere”, vom Bonobo bis zur Amöbe (was völlig anders).“

        Wie ich glaub Roslin neulich meinte: Im linken Lager gibt es viele, die sich für die Evolutionstheorie aussprechen im Sinne von „Ich bin gegen diese religiösen Fundis mit ihrem Kreationismus!“ Aber wenn es evolutionsbiologisch richtig zur Sache geht und dann auch noch mit Bezug zum Menschen, bleibt von dem Bekenntnis zur Evolutionstheorie nicht mehr viel übrig.

        Und verstanden wird davon sowieso oft nicht viel. Klassiker: Die sexuelle Selektion wird völlig ausgeblendet, die Verwandtenselektion auch, und alles wird ausschließlich über den Überlebenserfolg begründet.

        „Bei “den Tieren” gibt es dann natürlich zwei Geschlechter, aber beim Menschen “unzählige” (Vossibär) oder “ein Kontinuum” (wasweißichwer) oder auch 60 Geschlechter, wie seit vorgestern bei Facebook. (Siehe dazu der Kommerntar unten!)“

        Aber klar. Für die „Krone der Schöpfung“ muss es ja eine andere Biologie als für den „Rest“ geben.

        „Hast Du (und andere geneigte Leser_*#Innen) das mitbekommen? Müßte, war ja auf allen Medien.“

        Yepp.

        „Hier die vollständige Liste aller Genders, erarbeitet von Fratzenbuch-D in Zusammenarbeit mit dem Lesben-und Schwulenverbad D:

        androgyner Mensch
        androgyn
        bigender
        weiblich
        Frau zu Mann (FzM)
        gender variabel
        genderqueer
        intersexuell (auch inter*)
        männlich
        Mann zu Frau (MzF)
        weder noch
        geschlechtslos
        nicht-binär
        weitere
        Pangender, Pangeschlecht
        trans
        transweiblich
        transmännlich
        Transmann
        Transmensch
        Transfrau
        trans*
        trans* weiblich
        trans* männlich
        Trans* Mann
        Trans* Mensch
        Trans* Frau
        transfeminin
        Transgender
        transgender weiblich
        transgender männlich
        Transgender Mann
        Transgender Mensch
        Transgender Frau
        transmaskulin
        transsexuell
        weiblich-transsexuell
        männlich-transsexuell
        transsexueller Mann
        transsexuelle Person
        transsexuelle Frau
        Inter*
        Inter* weiblich
        Inter* männlich
        Inter* Mann
        Inter* Frau
        Inter* Mensch
        intergender
        intergeschlechtlich
        zweigeschlechtlich
        Zwitter
        Hermaphrodit
        Two Spirit drittes Geschlecht
        Viertes Geschlecht
        XY-Frau
        Butch
        Femme
        Drag
        Transvestit
        Cross-Gender

        Bei Fragen bitte Mail an lann.hornscheidt@hu-berlin.de.“

        Bei der kommen dann all die Geschlechter womöglich noch in der Prüfung dran. Ist wichtig – sind ja Basics! Echt viel zu lernen bei denen…

        Ich habe mir fest vorgenommen: Auf dem nächsten Umfragebogen schreibe ich bei „Geschlecht“, wenn es da was zu schreiben und nicht anzukreuzen gibt und der Fragebogen von den Gendersens stammt, einfach „Krombacher Pils“ hin.

        Oder besser noch: Kro_mbacher* Pils.In.

        „Was mich wunderte, daß einige Medien, sogar die WELT-online von Springer, es immer noch wagen, den Quatsch zu verteidigen! Obwohl der Unmut in der Bevölkerung mittlerweile immer lauter wird.“

        Ja, die gehören halt mit zur de facto-Obrigkeit. Erziehen wollen sie uns. Untertanen sind wir für die! Nicht Mitbürger.

        „Interessant ein Kommentar eines Bio-Lehrers (?) zur 60gender-Berichterstattung:
        “Da muss ich Sie leider eines Besseren belehren. Das Geschlecht ist in der Biologie eben überhaupt nicht so eindeutig wie Sie das hier darstellen. Mediziner können Ihnen das bestätigen. [Genau! Hehe.]

        Es gibt eben Fälle bei denen das Gonodale [sic!] und das Chromosomale [sic!] Geschlecht nicht übereinstimmen. Da gibt es z.B. Menschen, die die äußerlichen Geschlechtsmerkmaler einer Frau haben, aber tatsächlich ein XY Chromomosomesatz besitzen. Außerdem gibt auch Phänomene wie ein XXY Chromosomensatz. Verschiedenster Phänomene nicht eindeutiger Geschlechter werden häufig unter dem Begriff der Intersexualität zusammengefasst. Dazu gehören also auch Hermaphroditen.“

        So werden wir verarscht. Und viele fallen drauf rein, weil die Leute davon halt keine Ahnung haben.

        „Auch hier hilft ein Blick in Wikipedia. Viel besser finde ich aber den Beitrag von Quarks und Co http://www.youtube.com/watch?v=-myuxNzvpC4 [Ranga Yogeshwar jetzt also auch auf dem Ideologietrip. Wundert mich nicht.]“

        Muss ich gucken. Ja, der Yogeshwar enttäuscht mich in letzter Zeit auch schon mal.

        „Tuen Sie mir also bitte den gefallen und bessern ihr Wissen auf, bevor Sie hier groß un breit behaupten es gäbe nur zwei Geschlechter. Das Geschlecht ist eine ziehmlich [sic] komplexe Sache, bei dem sowohl Gene als auch Hormone eine große Rolle spielen. In den meisten Fällen ist das Geschlecht sicherlich eindeutig zuordbar[sic], aber für einen nicht unerheblichen Teil der Menschheit ist dies nicht der Fall. Der Mensch (genauso wie die Tierwelt)[!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!] ist da eindeutig vielfältiger als sie [sic] das offenbar gerne hätten.”

        Genau!!!!

        • @ Matthias

          „Ranga Yogeshwar“

          „“Hier geht es nicht um einen ‚geschlechternormierten‘ Club, sondern um ein gesellschaftliches Anliegen.“ Frauen steigerten die Qualität, findet der TV-Journalist, der selbst Mitglied bei ProQuote ist.“

          http://www.abendblatt.de/kultur-live/article116751719/WDR-Journalist-Ranga-Yogeshwar-verteidigt-ProQuote.html

          Der Mann ist auch so ein Politik als Wissenschaft Vekäufer. Das scheint auch wieder Zeitgeist zu sein …

        • ät Matthias und derdie…:

          Ranga: Der hat sich auch mal beklagt, daß er am Flughafen immer besonders gründlich gefilzt wird, weil er so indisch/pakistanisch aussieht.
          Wenn er selber den Sicherheitsjob hätte, würde er wahrscheinlich katholische Großmütter statt der jungen Muselmänner gründlich filzen, damit der politischen Korrektheit Genüge getan wird.
          Irgendwann explodiert dann mal ein Flieger, aber man konnte das nicht verhindern, sonst hätte man ja (tote) Fluggäste diskriminiert.

          Sex&Evo: Hoho, was meinste, was da los gewesen wäre, wenn da nur auf einem Schauplakat was Genderkritisches gestanden hätte? Blockade, Krawall, Schreierei, Besetzung,….

          Zur Evolutionsakzeptanz: Das waren wir beide, Roslin und ich. Ich hatte das bei Wiki erlebt: Evolutionstheorie, natürlich, man ist ja nicht religiös. Aber Evolutionäre Psychologie ist eine Ideologie, die sich nur das Etikett Evo aufklebt. Lies mal den Wikiartikel zur EvolPs. Was fällt Dir da auf?
          Interessanterweise hat das sogar ein Konservativer (?) geschrieben und hat die Gendas damit noch unterstützt.

          Wie bei Darwin damals…

          Das ist interessant: http://shell.newpaltz.edu/jsec/articles/volume5/issue2/Ward_Vol5Iss2.pdf
          An Bahnhöfen in Cambridge/Mass. wurden Passanten nach ihrer Haltung zur Evolution und deren Ergebnissen befragt.

          Durchschnittsbürger (religiös?) mochten den Begriff „Evolution“ nicht, stimmten aber den Ergebnissen der EvolPs zu (Männer und Frauen sind unterschiedlich…)

          Andersrum die Akademixer: Evolution? Jaja! Die Ergebnisse waren ihnen ideologisch aber nicht recht… 😉

          Interessant ist der schöne Angilzismus „Top-down-Prozeß“ bei den Genderbewegten. Früher sagte man in Deutschland dazu schnöde „Obrigkeitsstaat“.

          Daher ja auch das Argument der Genderistas: „Das ist so beschlossen und Gesetz, da muß man sich dran halten!“

          Tja, wenn´s der richtigen Gesinnung dient, ist das mit Kadavergehorsam plötzlich völlig in Ordnung.

          Kennste das: http://sciencefiles.org/2014/04/11/unsinn-der-woche-bochumer-stadtverordnete-sind-inkompetent/ ?

          Weigern die Bochumer Parlamentarier sich doch einfach, das Genda-Mainstreaming gehorsam umzusetzen! Unglaublich!

        • @ Axel

          „Ranga: Der hat sich auch mal beklagt, daß er am Flughafen immer besonders gründlich gefilzt wird, weil er so indisch/pakistanisch aussieht.
          Wenn er selber den Sicherheitsjob hätte, würde er wahrscheinlich katholische Großmütter statt der jungen Muselmänner gründlich filzen, damit der politischen Korrektheit Genüge getan wird.
          Irgendwann explodiert dann mal ein Flieger, aber man konnte das nicht verhindern, sonst hätte man ja (tote) Fluggäste diskriminiert.“

          HA HA HA HA HA

          „Sex&Evo: Hoho, was meinste, was da los gewesen wäre, wenn da nur auf einem Schauplakat was Genderkritisches gestanden hätte? Blockade, Krawall, Schreierei, Besetzung,….“

          Stimmt – dann hätten sie die ganze Ausstellung vergessen können!

          „Zur Evolutionsakzeptanz: Das waren wir beide, Roslin und ich. Ich hatte das bei Wiki erlebt: Evolutionstheorie, natürlich, man ist ja nicht religiös. Aber Evolutionäre Psychologie ist eine Ideologie, die sich nur das Etikett Evo aufklebt. Lies mal den Wikiartikel zur EvolPs. Was fällt Dir da auf?“

          Da fällt mir mehreres unangenehm auf:

          „Trotz ihres Erfolges ist die evolutionäre Psychologie umstritten. Zum einen wird aus wissenschaftstheoretischer Sicht – etwa von Stephen Jay Gould – häufig die evolutionspsychologische Methode kritisiert: Annahmen über die evolutionäre Bildung kognitiver Mechanismen seien häufig nicht mehr als plausibel klingende Geschichten, die sich nicht im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung bestätigen oder widerlegen ließen.[7] Zudem stehen insbesondere populärwissenschaftliche Erörterungen des Themas häufig in der Kritik: So würden etwa Unterschiede im geschlechtsspezifischen Verhalten auf vereinfachende Weise – reduktionistisch – auf angeborene, biologische Merkmale zurückgeführt.[8][9][10]“

          Umstritten, Methode kritisiert, Geschichten. Und wenn es um Geschlechter geht: vereinfacht und reduktionistisch. Aber klar doch.

          „Kritiker argumentieren, dass evolutionspsychologische Beschreibungen der steinzeitlichen Umweltbedingungen immer eine gewisse Willkür enthalten, weil paläontologische Daten kaum etwas über die sozialen Interaktionen, die für die evolutionäre Entwicklung des Geistes von besonderer Bedeutung waren, aussagen.[27][28][29][30] Phänomene wie Eifersucht oder Partnerwahl hängen zu großen Teilen von der Sexualmoral und dem Sexualverhalten der Gemeinschaft ab. Es ist schwer, Erkenntnisse über diese Bedingungen zu erlangen, da man keine schriftlichen Zeugnisse hat und selbstverständlich keinen „versteinerten Geist“ auffinden kann. Zudem ist davon auszugehen, dass Sexualmoral und -verhalten auch in steinzeitlichen Gemeinschaften nicht statisch waren, sondern sich über die Zeit auf unterschiedliche Weise entwickelt haben.“

          Willkür. Sexualmoral und Sexualverhalten der Gesellschaft, aber klar, ist ja alles nur kulturell bedingt.

          Dann das „Nicht statisch“-„Argument“: Welcher verhaltensbiologe behauptet denn, menschliches Sexualverhalten sei statisch?

          „Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind ein zentrales und zugleich ausgesprochen kontrovers diskutiertes Forschungsthema der evolutionären Psychologie. Die Untersuchung von Geschlechterunterschieden liegt für evolutionäre Psychologen aus verschiedenen Gründen nahe: Zum einen ist die Reproduktion zentral für evolutionäre Dynamiken und Frauen und Männer haben bei der Reproduktion offensichtlich verschiedene Ausgangsbedingungen. Zudem waren Frauen und Männer aufgrund von unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen über Jahrtausende verschiedenen Umweltbedingungen ausgesetzt. Da sich psychische Merkmale in Anpassung an die vorgefundene Umwelt bilden sollen, ist von divergenten Entwicklungen auszugehen.“

          Kontrovers. Und die gesellschaftlichen Rollen waren es mal wieder. Aber klar doch. Dass wir von Tieren abstammen, die bereits Geschlechtsunterschiede hatten, ist ja egal. Dass wir uns selbst in vielen Hinsichten wie Tiere verhalten auch.

          Dann das:

          „In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Geschlechterstereotype: Die angegebene Referenz „The Fragile Male“ ist kein populärwissenschaftliches, sondern nur ein pop. Buch; der Autor kein Evolutionsbiologe oder -Psychologe. Tendenziöse Veröffentlichungen von individuellen Meinungen sind zahlreich und können nicht als repräsentativ für die Evol. Psychologie angesehen werden. Hier sollte für die Aufrechterhaltung der Kritik Zitate unbelegten Materials von anerkannten Fachautoren genannt werden.
          Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

          Anderes Tendenziöses darf natürlich rein in den Artikel.

          „Sie argumentieren, dass sich Unterschiede in der räumlichen Vorstellung durch die Arbeitsverteilung in Jäger-und-Sammler-Gesellschaften erklären lassen. In derartigen Gesellschaften kam Frauen häufig die Arbeit des Sammelns von pflanzlicher Nahrung zu, während Männer häufiger auf der Jagd waren als Frauen. Eine derartige Arbeitsverteilung könnte keine generelle Überlegenheit des räumlichen Vorstellungsvermögens bei Männern erklären. Allerdings würde sie eine Spezialisierung der Vorstellungsmechanismen bei Männern und Frauen plausibel machen.“

          Und immer noch nicht wird mit „sexueller Selektion“ argumentiert.

          Und das hier…

          „Im Wesentlichen ist der Mann ein Befruchter für Frauen. Sein Bedürfnis Gene in Frauen zu injizieren ist so stark, dass es sein Leben von der Pubertät bis zum Tod dominiert. Dieses Bedürfnis ist sogar stärker als der Drang zu töten. […] Man kann sogar sagen, dass die Produktion und die Verteilung von Sperma sein einziger Daseinsgrund ist. Seine physische Kraft und seine Begierde zu töten sind auf dieses Ziel gerichtet, sie sollen sicherstellen, dass sich nur die besten Exemplare der Art fortpflanzen. Wird er von der Übermittlung seiner Gene abgehalten, so wird er gestresst, krank und kann zusammenbrechen oder außer Kontrolle geraten.“

          …wird als abschreckendes Beispiel für einen populärwissenschaftlichen Text herangezogen. Der Drang zum Töten… – sogar eine Begierde zum Töten soll er haben. Klar – mit solchen Texten können Gendersens ihre Gegner karikieren. Motto: Die sind ja alles os durchgeknallt.

          Dann dieser Schwachsinn:

          „Entsprechende evolutionspsychologische Studien werden jedoch nicht von allen Forschern akzeptiert und von Kritikern wie David Buller unter Verweis auf alternative Dateninterpretationen zurückgewiesen.[68] Zum einen sei gar nicht klar, ob sich überhaupt universelle und angeborene Partnerpräferenzen feststellen lassen.“

          Partnerpräferenzen nicht nachweisbar als angeborene Eigenschaften mit genetischer Grundlage? Eine solche Behauptung ist eine Form der Volksverdummung!

          Dann dieser Versuch, die weibliche Präferenz für statushohe Männer mit der „sozio-ökonomischen Benachteiligung“ der Frauen zu erklären – oh Gott!

          Der Wikipedia-Artikel ist wirklich sch***.

          Der Begriff „sexuelle Selektion“ kommt noch nicht mal drin vor.

          Aber Hauptsache, es lesen viele, und verstehen es dann in der Art wie „Evolutionäre Psychologie und überhaupt Biologie? Umstritten. Kontrovers. Pfui-Bah!“

          „Interessanterweise hat das sogar ein Konservativer (?) geschrieben und hat die Gendas damit noch unterstützt.“

          Das gibt es halt auch.

          „Wie bei Darwin damals…

          Das ist interessant: http://shell.newpaltz.edu/jsec/articles/volume5/issue2/Ward_Vol5Iss2.pdf
          An Bahnhöfen in Cambridge/Mass. wurden Passanten nach ihrer Haltung zur Evolution und deren Ergebnissen befragt.

          Durchschnittsbürger (religiös?) mochten den Begriff “Evolution” nicht, stimmten aber den Ergebnissen der EvolPs zu (Männer und Frauen sind unterschiedlich…)

          Andersrum die Akademixer: Evolution? Jaja! Die Ergebnisse waren ihnen ideologisch aber nicht recht… ;-)“

          Die meisten verstehen davon nicht allzu viel. Aber das darf ich ja nicht sagen, sonst kommt wieder das Marenleinchen und tituliert mich als arrogant.

          „Interessant ist der schöne Angilzismus “Top-down-Prozeß” bei den Genderbewegten. Früher sagte man in Deutschland dazu schnöde “Obrigkeitsstaat”.“

          Yepp.

          „Daher ja auch das Argument der Genderistas: “Das ist so beschlossen und Gesetz, da muß man sich dran halten!”

          Tja, wenn´s der richtigen Gesinnung dient, ist das mit Kadavergehorsam plötzlich völlig in Ordnung.“

          Klar, Doppelstandarts immer dann, wenn die Leute selbst davon profitieren.

          „Kennste das: http://sciencefiles.org/2014/04/11/unsinn-der-woche-bochumer-stadtverordnete-sind-inkompetent/ ?

          Weigern die Bochumer Parlamentarier sich doch einfach, das Genda-Mainstreaming gehorsam umzusetzen! Unglaublich!“

          Nee, kannte ich noch nicht. Klar: Alaaarrmm! Da hat einer Rückgrad! Auf ihn!!!

        • ät Matthias:

          Rate mal, wer das eingefügt hatte:
          “In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Geschlechterstereotype: Die angegebene Referenz “The Fragile Male” ist kein populärwissenschaftliches, sondern nur ein pop. Buch; der Autor kein Evolutionsbiologe oder -Psychologe. Tendenziöse Veröffentlichungen von individuellen Meinungen sind zahlreich und können nicht als repräsentativ für die Evol. Psychologie angesehen werden. Hier sollte für die Aufrechterhaltung der Kritik Zitate unbelegten Materials von anerkannten Fachautoren genannt werden.”
          Kleiner Tipp: Du kennst ihn. 😉

          Der Primärautor der „EP“ in Wiki war übrigens auch schon so ein „kritischer“ Kandidat, bereits 2007. Bis auf zwei Männekes sind alle Autoren zu evolpsych Themen auf Wiki links und „wissenschaftskritisch; gemeint ist natürlich eher „naturwissenschaftskritisch“.
          Einige versuchen sich noch ein bißchen „unabhängig“ darzustellen und schreiben Artikel wie „Soziologismus“. Wenn´s drauf ankommt, sind sie aber ganz schnell Genda. Und vergleich mal dazu „Biologismus“ oder „Soziobiologie“. Was fällt auf?

          Hast Du Lust, Artikel bei Wiki neutralisieren zu helfen?
          Die evolps und Genderthemen werden von unterschiedlich großen Gendergruppen regelrecht bewacht („Gender studies“ ist ganz besonders schön). Ein kritischer Eintrag, und schon laufen innerhalb von Minuten die ersten Gesinnungswächter auf.

          Muß meine Ansicht über Ranga von gestern übrigens teilweise revidieren: Das Video auf Youtube zum Thema „Transsexualität“ ist wissenschaftlich OK. Genda-Propaganda hab ich keine bemerkt.

          Der ist auch hochinteressant, weil die Biologie deutlich zum Zuge kommt: https://www.youtube.com/watch?v=hUo4Sq7oXVA (Was ist dran am Mann?)

          Gleich noch was zum süßen Marenleinchen

        • @ Axel

          „Rate mal, wer das eingefügt hatte:

          “In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Geschlechterstereotype: Die angegebene Referenz “The Fragile Male” ist kein populärwissenschaftliches, sondern nur ein pop. Buch; der Autor kein Evolutionsbiologe oder -Psychologe. Tendenziöse Veröffentlichungen von individuellen Meinungen sind zahlreich und können nicht als repräsentativ für die Evol. Psychologie angesehen werden. Hier sollte für die Aufrechterhaltung der Kritik Zitate unbelegten Materials von anerkannten Fachautoren genannt werden.”

          Kleiner Tipp: Du kennst ihn. ;-)“

          Ich kenne ihn? Oh Gott. Leszek? David? Aber keine Ahnung. Ich kenne auch „the fragile male“ nicht.

          „Der Primärautor der “EP” in Wiki war übrigens auch schon so ein “kritischer” Kandidat, bereits 2007. Bis auf zwei Männekes sind alle Autoren zu evolpsych Themen auf Wiki links und “wissenschaftskritisch; gemeint ist natürlich eher “naturwissenschaftskritisch”.
          Einige versuchen sich noch ein bißchen “unabhängig” darzustellen und schreiben Artikel wie “Soziologismus”. Wenn´s drauf ankommt, sind sie aber ganz schnell Genda.“

          Glaub ich.

          „Und vergleich mal dazu “Biologismus” oder “Soziobiologie”. Was fällt auf?“

          Guck ich mir mal die Tage an, vielleicht schaffe ich es auch heute abend noch. Den Biologismus-Artikel habe ich mir auch schon mal angeguckt und fand ihn teilweise daneben.

          „Hast Du Lust, Artikel bei Wiki neutralisieren zu helfen?“

          Lust schon, aber so weit ich weiß, kommt man gegen die nicht an. Auf der anderen Seite sollte man was gegen sie machen.

          „Die evolps und Genderthemen werden von unterschiedlich großen Gendergruppen regelrecht bewacht (“Gender studies” ist ganz besonders schön). Ein kritischer Eintrag, und schon laufen innerhalb von Minuten die ersten Gesinnungswächter auf.“

          Und wie kommt man gegen die dann an? Wenn, dann höchstens im Detail.

          Man könnte hier in diesem Blog solche Artikel sich vorknöpfen. Ich am Selbermach-Samstag als neue Reihe, Christian als Hauptartikel (was er auch schon mal gemacht hat) usw. – hier können die nichts zensieren davon.

          „Muß meine Ansicht über Ranga von gestern übrigens teilweise revidieren: Das Video auf Youtube zum Thema “Transsexualität” ist wissenschaftlich OK. Genda-Propaganda hab ich keine bemerkt.

          Der ist auch hochinteressant, weil die Biologie deutlich zum Zuge kommt: https://www.youtube.com/watch?v=hUo4Sq7oXVA (Was ist dran am Mann?)“

          Gucke ich mir noch an.

          „Gleich noch was zum süßen Marenleinchen“

          Das ist eine gute Idee! Zum zuckersüßen Marenleinchen…

        • ät Matthias:

          Nein, David doch nicht. Der hat doch neulich was Positives über Judith geschrieben. Nein, nein, der Name fängt mit A an. Ein Biologe. 😉

          Wiki-Artikel hier zu besprechen ist ja schön, ändert aber nix. Außer, wir können Leute mobilisieren.

          Für Gender-Artikel braucht man schon 5 oder 6 GLEICHZEITIG, um gegen die konzertiert vorgehenden Spinner bestehen zu können.

          Bei Evolutionsthemen deutlich weniger, weil viele Agitprops das gar nicht auf dem Schirm haben. Die Radikalos, die an diesem Gebiet interessiert sind, sind meines Wissens auch Eltern und/oder am arbeiten.

          Problematisch ist, daß genderbewegte Arbeitslose oder Politikstudenten, die sowieso den ganzen Tag durchgehend bzw. sporadisch online sind, sofort auf jede Kritik reagieren können, um sie wegzulöschen.

        • „Der hat sich auch mal beklagt, daß er am Flughafen immer besonders gründlich gefilzt wird, weil er so indisch/pakistanisch aussieht.
          Wenn er selber den Sicherheitsjob hätte, würde er wahrscheinlich katholische Großmütter statt der jungen Muselmänner gründlich filzen, damit der politischen Korrektheit Genüge getan wird.“

          Ich weiß nicht, wofür dieser Mensch sonst noch steht. Aber diese Klage kann ich schon nachvollziehen. Natürlich ist das unangenehm und es hat etwas mit einem Generalverdacht zu tun. Es ist nicht schön, einfach aufgrund des Aussehens im Visier der Sicherheitsleute zu stehen. So etwas macht nun mal was mit einem.

          Dafür kann man schon ein bisschen Empathie aufbringen. Generalverdächte gegen Männer beklagen wir schließlich auch als falsch. Aber wenn man das tut, dann muss man eben auch solche Leute wie Yogeshwar ernst nehmen. Alles andere ist Rosinenpickerei.

          Der Rest (katholische Großmütter) ist schlicht Unterstellung.

        • @ LoMi

          Erstmal ist die Behauptung des Herrn Yogeshwar nur eine Behauptung. Die müsste er erstmal belegen. Die Männerverdächtigungen sind ja nun belegt, die werden ja auch offen ausgesprochen.

          Wer, wie Yogeshwar, einfach mal so behauptet, daß Frauen die Qualität steigern würden, soll sich über Vorurteile die andere haben könnten nicht soviel Gedanken machen. Der sollte erstmal vor der eigenen Haustür fegen gehen …

        • Buchstabenzähler

          Ich bin ja auch nicht seiner Meinung, was die Quote angeht. Doch das rechtfertigt ja nicht, ihn selbst mit Vorurteilen zu behandeln oder sich gar darüber lustig zu machen, dass er sich so behandelt fühlt. Die Häme, die ich oben gelesen habe, finde ich vollkommen unpassend und unhumanistisch. Wer so etwas macht, disqualifiziert sich auch als Männerrechtler, denn Vorurteile sind AN SICH ein Problem, egal, gegen wen sie sich richten.

          Es kann natürlich sein, dass er sich das nur einbildet, dass er vom Sicherheitspersonal anders behandelt wird. Das kann ich nicht beurteilen. Aber ich selber habe aufgrund eines (seinerzeit) anderen Aussehens auch hinreichend Ärger mit der Polizei eines gewissen Staates gehabt, dass ich mir das schon gut vorstellen kann, dass so etwas vorkommt.

          Und es ist dabei vollkommen Wurst, wofür der Typ jetzt sonst noch politisch steht: Niemand soll aufgrund seiner Hautfarbe oder seines Geschlechts benachteiligt werden. Auch diejenigen nicht, deren politische Haltung man nicht teilt. Gilt also auch für „Schwarze, lesbische Behinderte“ (die, wie wir seit Funny van DAnnen wissen, ja auch ätzend sein können ^^).

        • @ LoMi

          Was Männerrechtler machen, da bin ich nicht für zuständig, denn ich bin kein MR.

          Dem Herrn Yogeshwar nehme ich dies nicht ab. Ich vermute er wollte sich wichtig tun oder sich ein Argument beschaffen, mehr nicht.

          Das er selbst Vorurteile hat wurde ihm bestimmt schon gesagt. Es scheint ihn aber nicht weiter zu jucken. Ist aber seine Sache, wird er sicher Gründe für haben. Zumindest wäre ich auf seine Begründung der Qualitätssteigerung durch Frauen neugierig.

          Daß es die Erfahrung von Zöllnern zB sein kann, daß zB indisch aussehende Leute wesentlich öfter nicht erlaubte Lebensmittel von oder für die Verwanschaft mitführen, auf diese Idee kommt er nicht. Es entstehen ihm ja auch nicht erhebliche Nachteile dadurch.

          Er nimmt aber erhebliche Nachteile für Männer in Kauf mit seinen Sprüchen. Manche der Männer bekommen wegen Frauequoten uU keinen Job, wie letztens die Humbug Uni eindrucksvoll vorführte.

          Was mich auch wundert, wenn Frauen die Qualität verbessern, was macht er als Mann denn noch bei mir im TV? Er sollte sich an seine eigene Nase fassen und zugunsten einer Qualitätsfrau abtreten. Wäre doch logisch, wenn Frauen es doch besser können … und ein Stück weit glaubwürdiger … 🙂

        • Buchstabenzähler

          “ Er sollte sich an seine eigene Nase fassen und zugunsten einer Qualitätsfrau abtreten. Wäre doch logisch, wenn Frauen es doch besser können … und ein Stück weit glaubwürdiger …“

          Das wäre nur konsequent. Da sollten doch alle Quotenbefürworter mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Platz den Damen überlassen ^^

        • ät Lomi und ddbz:

          Ui, da ist aber jemand politisch korrekt.
          Dummerweise sind islamistische Bomber neben Konvertiten idR jüngere Männer aus der vorder-mittelasiatischen Region.

          Die Polizisten wären verrückt, wenn sie die nicht besonders gründlich filzen würden.

          Ein Vorschlag: Ab sofort gibt´s für jedes Ziel zwei Flieger. Im einen werden die Passagiere politisch unkorrekt gründlich nach Ethnie gecheckt. Im zweiten wird politisch korrekt auch mal ne katholische Omi statt dem Pakistaner neben ihr durchsucht.

          Wo fliegst Du mit, Lomi?

      • Löl
        Bei den meisten Sachen weiss ich weder, was es ist, noch inwieweit es sich von ähnlich klingenden Sachen unterscheidet.
        Aber wenn ich sehen würde, dassjemand das angeklickt hat, würde ich nachfragen.
        Aber versucht doch trotzdem nicht gleich dicht zu machen.
        Der Mensch mag Schubladen und diese Personen sind eben der Meinung, dass es trotz offensichtlicher Biologie auch innerhalb eines Geschlechts unterschiede gibt.
        Das wird hier doch oft benannt, Stichwort „Lesben sind fetter“ oder wie der Artikel hiess. Statt „Mannweib“ kann man dem jetzt eine andere Bezeichnung geben.
        Menschen, die so empfinden hilft es vielleicht. Sich immer anders als das eigene Geschlecht zu empfinden ohne es benennen zu können, ist sicher schwierig.

        Im Grunde prallen da zwei Grundeinstellungen aufeinander: Einmal die Gruppe, die für diese Differenzierungen ist und einmal die Gruppe, die einfach sagt „Wir haben zwei Geschlechter und viele unterschiedliche individuelle Persönlichkeiten/Hormonhaushalte/Gehirne. Das ist alles“.

        • ät Atacama:

          Och nee, jetzt fang Du hier nicht auch noch an zu gendern!

          Es gibt zwei Geschlechter. Punkt.

          Daß es Schwule und Lesben gibt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Sie sind trotzdem Männer und Frauen.

          Daß es „harte“ Männer und Softies gibt, rechtfertigt ebenfalls keine neue Geschlechtseinteilung. Sind trotzdem beides Männer.

          Die „Intersexuellen“ (echte Hermafroditen) und die Pseudo-Hermafroditen sind schlicht Fehler wie Siamesische Zwillinge oder Kinder ohne Arme. Kann passieren, aber extrem selten.

          Willst Du nun zusätzlich zu den 60 Geschlechtern auch noch „Siamesische Zwillinge“ oder „ohne Arme“ hinzufügen?

          Hat mit Geschlecht zwar nix zu tun, das gilt für den anderen Unfug genauso.

          Mein Vorschlag: 60 Geschlechter abschaffen, stattdessen 3 Neigungen einfügen: Hetero, homo, bi.
          So einfach kann das sein.

        • „Es gibt zwei Geschlechter. Punkt.“

          Das würde ich auch so sehen. Es gibt letzendlich keinen Beleg für eine andere Auffassung.

          Das Verwirrung angesichts der Facebook-Geschlechter ist vmtl. völlig trivial: im Englischen unterschiedet man Gender und Sex. Im deutschen Sprachgebrauch gibt es diese Unterscheidung nicht.
          60 Geschlechter heißt also, 60 soziale Geschlechter, und man kann bei FB nun wählen, als welches soziales Geschlecht man sich selbst empfindet.

          Aber, ehrlich gesagt, wen juckts? Ich bin für eine Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben. In einer solchen Gesellschaft wäre es irrelvant, welches Geschlecht jemand hat, oder als welches Geschlecht sich jemand empfindet.

        • @Axel

          „Mein Vorschlag: 60 Geschlechter abschaffen, stattdessen 3 Neigungen einfügen: Hetero, homo, bi.
          So einfach kann das sein.“

          Die Butch Lesbe auf dem Beispielbild identifiziert sich aber vielleicht nicht nur als Frau.

          Und ich versuche nicht zu gendern, sondern ich nehme Gender einfach als existent wahr.
          Selbst die Versuche von konservativen Strömungen, „echte Männer“ zu definieren sind letztendlich Gender z.b. Aber die Diskussion hatten wir hier schon gefühlt zwanzig mal. Hab ich nicht schon wieder Lust zu momentan.

        • ät Marenleinchen (süß&klein) und Atacama:

          Maren: siehst du, geht doch!

          Atacama:
          „Die Butch Lesbe auf dem Beispielbild identifiziert sich aber vielleicht nicht nur als Frau.“

          Na und? Ich bin Ufologe und halte mich für einen Halb-Alpha-Centaurianer.
          Stell Dir vor, nun kommen alle möglichen Spinner wie z.B. ich zu Facebook oder zum Einwohnermeldeamt und verlangen, daß „Halb-Alpha-Centaurianer“, „Wünschelrutengänger“, „Homöopathieanhänger“, „Butch-Lesbe“ oder sonst was im Profil oder Ausweis stehen muß.

          Für Privat-Spinnereien sind (halb-)öffentliche/staatliche Einrichtungen nicht da!

        • ät Adrian: Hihi, ja, da haste auch wieder recht.
          Soll dann aber jeder selber machen.
          Es reicht, wenn Zuckerberg uns ausspioniert. Vor-Spinnen muß er nicht.

        • @Axel

          „“Halb-Alpha-Centaurianer”, “Wünschelrutengänger”, “Homöopathieanhänger”, “Butch-Lesbe” oder sonst was im Profil oder Ausweis stehen muß.“

          Unpassende Beispiele.
          „Softe“ Männer werden übrigens je nach sozialem Kreis nicht als Männer sondern als „Schwuchteln“ bezeichnet. Diese Abgrenzung von den richtigen Männern, ist übrigens auch gender.

          „Für Privat-Spinnereien sind (halb-)öffentliche/staatliche Einrichtungen nicht da!“

          Stimmt, es ist ja auch so kompliziert und kostspielig, ein paar mehr Optionen möglich zu machen,
          Wem es nicht passt, klickt halt „männlich“ bzw. „weiblich“ an oder Garnichts.

        • ät Atacama:

          Ich bin Halb-Alpha-Centaurianer und verlange, daß das respektiert wird!

          In meinem Job laufen übrigens ne Menge „softe“ Männer ohne breite Schultern rum und werden nicht als „Schwuchteln“ bezeichnet. Ich selbst bastle zwar gerne kleine Kriegsflugzeuge, habe aber kein Motorrad, rauche nicht, und pumpe mich nicht im Fitneßstudio auf. Ich bin deswegen trotzdem ein Mann und verlange nicht nach einer Differenzierung.

          Wenn Du die Sexualisierung von Facebook & Co. in Ordnung findest, wie stehst Du dann zu „geschlechtsneutralen“ Lichtzeichenanlagen (Verkehrsampeln)?

          Du mußt zugeben, es ist für softe Männer oder feministische Frauen eine Zumutung, an jeder Ampel gesagt zu bekommen, daß normalerweise nur breitschultrige Männer zu den Menschen und Bürgern zählen, die am Verkehr teilnehmen dürfen.

          Frauen oder Butch-Lesben werden ja nach der deutschen StVO nur toleriert.

        • es handelt sich um keine trviale verwechslung der begriffe gender (was immer das sein soll) und geschlecht, sondern es ist absicht. lies mal hier:
          http://plato.stanford.edu/entries/feminism-gender/#SexDis
          sie behaupten das sex und gender dasselbe sind. kürzlich habe ich ein interview von judith gesehen, indem sie fast wörtlich sagt: my claim is that sex is a social construct. i know that this is controversial, but this is my claim.

        • ät Albert:

          Na klar doch. Die weichgespülte Form vor kritischen Publikum lautet meist: Es gibt zwei Bio-Geschlechter, aber dazu noch viele soziale, und die sind konstruiert.
          Wenn sie unter sich sind oder was schreiben, ist das auch ganz schnell passé. Pimmelmann und Mumu sozial konstruiert.

          Ist übrigens eine ganz alte Nummer: Foucault hat den Mumpitz schon in den 70ern fabriziert.

          Interessanterweise hat mir ein Student mal erzählt, daß er sich vor dem Studium für ein Auslandsprojekt von der Bundesregierung Vorträge anhören mußte.
          Einer war zum Thema Genda. Dort wurde den Abiturienten ernsthaft erklärt, es gebe keine primären Geschlechtsmerkmale.

          Ein anderer Student, Stipendiat der Rosilux-Stiftung, erzählte mir, daß er 1x im Jahr zu Rotlichtbestrahlungen mußte. Dort wurde ihm erzählt, daß die Körperkraft von Frauen genauso wie die vom manne sei, wenn die soziale Konstruktion fehle.

          Beweis: Marathon-Lauf. Da kommen die Mädels immer näher an die Männer ran.

        • noch mal Albert:
          danke für den Link zum Download.
          Von Jenni waren aber nur Badeanzug-Bilder dabei.

          Warum regt die sich darüber auf?

          Wer ist eigentlich die Prominente mit den Hardcore-Bildern? Kenn ich gar nicht.

        • @Axel

          „In meinem Job laufen übrigens ne Menge “softe” Männer ohne breite Schultern rum und werden nicht als “Schwuchteln” bezeichnet.“

          Wie gesagt, hängt vom sozialen Kreis ab.

          “ Ich selbst bastle zwar gerne kleine Kriegsflugzeuge, habe aber kein Motorrad, rauche nicht, und pumpe mich nicht im Fitneßstudio auf. Ich bin deswegen trotzdem ein Mann und verlange nicht nach einer Differenzierung.“

          Das sind ja auch nur Hobbys. Wenn du dich aber als weiblich fühlend, aber mit männlichem Körper ansiehst, sieht das vielleicht anders aus und du würdest dich lieber „nicht binär“ oder so nennen.
          Übrigens zwingt Facebook dich auch nicht zu einer Differenzierung. Du kannst da ganz einfach „Mann“ ankreuzen.

          „Wenn Du die Sexualisierung von Facebook & Co. in Ordnung findest, wie stehst Du dann zu “geschlechtsneutralen” Lichtzeichenanlagen (Verkehrsampeln)?“

          Ist mir egal, mir ist nur wichtig, dass da was rot oder grün leuchtet.

        • echt, @axel, musst schon alle anschauen, jennys gesicht war gebadet und ob sie einen badeanzug an hatte war nicht zu erkennen 😀

          würde mich auch interessieren wer das auf den hard-core bildern ist. keine ahnung.

        • ät Atacama:

          Wenn ich mich als Frau im männlichen Körper gefangen fühle, lasse ich mich umoperieren und bin dann eine Frau. Fertig.

          Was hat das mit Gender zu tun? Ist rein medizinisch, nix mit „sozial konstruiertem Geschlecht“, für das man 60 Bezeichnungen brauch.
          Es gibt ja auch keine sozial konstruierten Siamesischen Zwillinge.

          Und wenn Du den Gendas Zucker gibst, kommt als nächstes so was wie Ampelmädchen oder geschlechtsneutrale Klos.

          Hand aufs Herz, Atacama:

          Wenn es bei Dir im Büro ab sofort nur noch EIN Genderklo für alle gibt (mit Blumen im Pissoir), um der sozialen Konstruiertheit von Geschlecht Rechnung zu tragen, wie fändest Du das?

          • Was es für gibt ist ein „geistliches Geschlecht“, dass alle zwischenstufen zwischen Mann und Frau einnehmen kann. Man könnte es auch gehirngeschlecht nennen. Und das auch in Verbindung mit einer Vielzahl von Körperformen, denn auch dort gibt es alle zwischenformen. Und auch bei der sexuelle orientierung gibt es mischungen. Ob man das nun Geschlecht nennen sollte ist eine andere Frage – biologisch gibt es da zwei.

        • es ist völlig abwegig anzunehmen, dass unsere gesellschaft eine butch, das vierte geschlecht, etc. konstruiert hat, @atacama. die meisten leute wissen gar nicht das es so etwas gibt und selbst wenn sie es kennen, dann wollen sie nichts damit zu tun haben. diese ganzen leute, sprich die breite masse kann an der konstruktion nicht beteiligt sein.

        • ät Albert:

          Habe ALLE Bilder angeguckt.
          Nee, finde, bis auf die unbekannte Schönheit waren die Promi-Bildchen eher harmlos.

          Gut, die eine Üppige noch mit ihrem bärtigen Mann. Kenne ich aber nicht. Model?
          Die auf dem Bild im Stadion.

        • @albert

          „es ist völlig abwegig anzunehmen, dass unsere gesellschaft eine butch, das vierte geschlecht, etc. konstruiert hat, @atacama.“

          Vielleicht hat die Natur es getan. Oder die Umstände der Sozialisation. Welche Theorie auch immer amn verfolgt. Selbst wenn man sagt, das sind alles nur geisteskranke Männer/Frauen-
          Fakt ist, dass es sowas (und noch mehr) gibt.

          @Christian

          “ Ob man das nun Geschlecht nennen sollte ist eine andere Frage – biologisch gibt es da zwei.“

          deshalb auch der Begriff „Gender“…

        • es geht ja nicht nur um namen, sondern um deren bedeutung, @atacama. biologisches geschlecht ist klar. männlein befruchtet weiblein und es entsteht ein baby. gender ist mir schon nicht mehr ganz so klar. das beste was ich kenne ist „sozial konstruiertes geschlecht(errolle)“.

          wenn die gesellschaft aber gar keine erwartungen an die butch hat, dann kann man doch schlecht von konstruktion sprechen. dass die gesellschaft, die umwelt einen einfluss ausübt, ist doch triviale, da es ja glücklicherweise zu interaktionen kommt. sonst müsste man sich völlig isolieren.

          dass es diese menschen gibt, ist evident. es gibt auch klaustrophobiker, ufologen, esoteriker und was weiß ich was. hier spricht ja auch niemand von gender. wieso ist eigentlich macho, weichei, hausmütterchen und zicke kein gender? hier liegt doch eine soziale konstruktion viel näher.

          je mehr man fragt, desto weniger steckt hinter gender. alles nur wohlmeinendes geschwätz.

          @all, hat wohlmeinend vielleicht eine chance auf das unwort des jahres 2025 😉

        • @atacama, lies dir mal vossibärs antwort auf die entsetzen kommentare zu seinem artikel durch:
          http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2013/weder-mann-noch-frau-19543
          danke, @axel kannte ich noch nicht. im zweiten satz:

          „Besonders mutig finde ich, dass sich in diesem Zusammenhang eine Mutter zu Wort gemeldet hat, deren Kind nicht in das Zweierschema „Junge oder Mädchen“ passt.“

          es geht also um kinder, die dem gesellschaftlichen ideal von junge oder mädchen nicht entsprechen. ja, mein gott, das gibt es zu hauf. wer entspricht schon den idealen? die wohlmeinende mutter denkt vielleicht, dass wenn ihr kind als 237 geschlecht anerkannt ist, es keine diskriminierung mehr erfährt. schön wärs.

          es folgt eine litanei über nazis und verweise auf wissenschaftler. relativ am ende sagt er

          „Etwa Einflüsse aus umgebenden Zellen, aus dem elterlichen Organismus und der weiteren Umgebung wirken – und führen dazu, dass auch die geschlechtliche Entwicklung individuell unterschiedlich verläuft.“

          ach was, also spielt sich geschlechtliche entwicklung doch auch im kopf ab oder geht es ihm nur um äußerlichkeiten wie breitarschig, schmalbrüstig und dicktittig? wohl kaum, deswegen wollte noch niemand weitere geschlechter einführen. das es bei der entwicklung variationen gibt ist auch klar. muss man daraus aber ein geschlechter kontinuum konstruieren? jedem menschen sein persönliches geschlecht verpassen?

        • ät Alberto und Atacama:

          Hat Chris heute seinen politisch Korrekten?

          „Gender“ ist ein ideologisch-missionarischer Begriff, mit dem letztlich die Existenz von biologischen Geschlechtern geleugnet werden soll.

          Jegliches „wohlmeinendes“ Zugeständnis von Leuten, die es sich mit den Vertretern der gerade aktuellen Oberschicht-Mode nicht verscherzen wollen, ist ein devoter Kniefall vor Fanatikern, die im Grunde nur eins wollen: gesellschaftliche Ressourcen.

          Also Geld, Macht, Einfluß, Versorgungsposten, Deutungshoheit.

          Das haben Ideologen schon immer so gemacht. Der Inhalt spielt eigentlich keine Rolle. Erfinde irgendeinen Blödsinn mit Feindbild (Nichtchristen, Hexen, gefährliche Juden, gefährliche Kapitalisten, Klassenfeinde, frauenunterdrückende Männer,…), ein „Evangelium“, und wenn sich das durchsetzt, kannste absahnen.

        • ät Evochris:

          Ich merke noch immer nix vom sozialen Geschlecht und Evolution.

          Softe Männer und harte Frauen sind trotzdem Männer und Frauen.
          Kein Grund, „Gender“ und irgendwelche Unterteilungen zu erfinden.
          Dafür hat die deutsche Sprache Adjektive erfunden, mit denen man ein Hauptwort charakterisieren kann.

          Machst Du das mit Absicht?

          Wie gesagt, die „Salonfähigkeit“ ist eh hin…

          • @Axel

            „Man kann es auch mit Adjektiven beschreiben“ ist ja ein ziemlich schlechtes Argument. Sprache lebt und lässt sich nichts vorschreiben und wenn Leute meinen, dass sie Begriffe wie Butch etc brauchen, dann ist es eben so.

            Du solltest nicht so in lagern denken. Nur weil man sowohl von einem gehirngeschlecht als auch von einem sozialen geschlechteranteil ausgeht (integrated modell) biedert man sich nicht an den genderfeminismus an. Die Unterschiede in der Begründung sind ja trotzdem groß

        • ät Alberto, no.2:

          Oha, die Antwort des Vossi habe ich glatt überlesen. Danke für den Hinweis.

          Der hat in seinem Leben als „Wissenschaftler“ eindeutig zu wenig gearbeitet und dafür viel zu viele radikale Bücher gelesen, die er auch noch für korrekt hält.

          Damit hat er sich ein Gedankengebäude errichtet, das mehr zählt als jede erfahrbare Realität.

          Damit ist er der Prototyp eines über-bildeten Elfenbeinturm-Ideologen.

          Hat sich aber gelohnt: 34 Lenze, Professor…..

          Mit Arbeit hätte er das wahrscheinlich nicht geschafft.

          Da zeigt sich die evolutionäre Funktion von Fanatismus.

        • ät Evochris:

          Hehe, das ist ja ein Argument für mich: Sprache lebt und läßt sich nichts vorschreiben.

          Ob sich eine Butch als solche bezeichnen will, von mir aus.

          Aber nicht anderen aufdrücken! Weder per Gesetz, noch per Facebook.

          Mein Lagerdenken mag existieren, beruht allerdings auf Erfahrungen.
          Was die Anbiederungen angeht, wäre ich mir an Deiner Stelle nicht so sicher. Zumindest nicht im aktuellen politischen Klima.

          Gehirngeschlecht hin oder her, so was wird schnell benutzt.

          • @axel

            „Aber nicht anderen aufdrücken! Weder per Gesetz, noch per Facebook.“

            Du kannst dich ja auch auf Facebook bezeichnen wie du möchtest. Es wird nicht vorgegeben. Ich schätze mal die meisten werden weiterhin Mann und Frau wählen, einige aus Spass eine andere Option und einige natürlich auch, weil sie das als Selbstbezeichnung wollen. Es wird interessant, wenn es dazu mal Auswertungen gibt.

            „Mein Lagerdenken mag existieren, beruht allerdings auf Erfahrungen.“

            Wie gesagt: Entspann dich. So übertreibst du häufig und schießt über das Ziel hinaus

            „Was die Anbiederungen angeht, wäre ich mir an Deiner Stelle nicht so sicher.“

            Es bezog sich auch auf deinen Vorhalt, dass ich mich anbiedere.

            „Gehirngeschlecht hin oder her, so was wird schnell benutzt.“

            Gehirngeschlecht zu nutzen ist allerdings schwierig. Ist ja was hoch biologisches. Da müßte man einiges akzeptieren, was nicht ins Konzept passt bei Genderfeministen. Es ist abgesehen von der Vielfalt so ziemlich das Gegenteil aller ihrer Theorien.

            Was genau wäre auch so schlimm daran, wenn Leute verschieden sind? Das beseitigt ja auch nicht die bestehenden Häufungen bei den typischen Geschlechternormen, die genau dadurch entstehen

        • @ Axel

          „Aber nicht anderen aufdrücken! Weder per Gesetz, noch per Facebook.“

          Wie darf man sich so ein Gesetz vorstellen? Und wie zwingt dich Facebook, dich selbst oder andere als Butch zu bezeichnen?

        • ät Evochris (und ein bißchen ät Denton):

          Ich habe nicht geschrieben, daß MIR etwas von Facebook aufgezwungen wurde. Bitte keine Strohmänner bekämpfen.

          Den FACEBOOKern wurde etwas aufgedrängelt. Ohne die gegewärtige politische Atmosphäre mit ihrem Druck wären wahrscheinlich keine 60 Geschlechter definiert worden.
          Wobei bei FB allerdings natürlich mittlerweile Gehirngewaschene arbeiten dürften. Wir müssen nur wollen!

          Die Idee mit der Statistik finde ich gut. Leider werden wahrscheinlich viele Witzbolde sich eines der bekloppten Alternativgeschlechter aussuchen (so wie ich), so daß man nicht herausfinden kann, wer sich da wirklich als „two-spirit“ u.ä. sieht.

          „Entspann Dich“.
          Nun ja, Du hast diesen Blog gegründet.

          „Gehirngeschlecht zu nutzen ist allerdings schwierig. Ist ja was hoch biologisches. Da müßte man einiges akzeptieren, was nicht ins Konzept passt bei Genderfeministen. Es ist abgesehen von der Vielfalt so ziemlich das Gegenteil aller ihrer Theorien.
          Was genau wäre auch so schlimm daran, wenn Leute verschieden sind?“

          Daß Genderer auch gern biologische Daten/natürliche Eigenschaften nützen, wenn sie gerade ins Konzept passen, ist nicht ungewöhnlich.
          Daher mein Link zu Chrismon und Vossibär. Den dürftet Ihr auch kennen: https://www.youtube.com/watch?v=HgzPZiQsZ8w

          Gender ist eine wüste Ideologie, die mal auf „soziale Konstruktion“ (keine Geschlechter) abhebt, und mal auf puren Radikalfeminismus (zwei Geschlechter, Frauen und deren natürliche Eigenschaften gut).
          Die Radfems glorifizieren gern natürliche weibliche Eigenschaften, wie etwa Sarkeesian, wenn sie mehr „weibliche“ Konzepte in Computerspielen fordert.

          Deswegen keine Bio-Geschlechtsforschung zu betreiben, wäre dumm. Aber die Ergebnisse in eine genderkritische Diskussion einzubringen, ist heikel, weil das sofort als „Beweis“ für Gender genutzt werden kann.

          Prinzip kleiner Finger-ganze Hand.

          • @Axel

            „Den FACEBOOKern wurde etwas aufgedrängelt. Ohne die gegewärtige politische Atmosphäre mit ihrem Druck wären wahrscheinlich keine 60 Geschlechter definiert worden.“

            Facebook scheint das ja gerne zu nutzen, meines Wissens starteten sie in Deutschland sogar mit Binnen-I bei „FreundInnen“ etc. (oder war das StudiVZ?)
            Und auch ihren Nutzern stellen sie ja nur eine Möglichkeit zur Verfügung
            Ich kenne keinen wirklichen Druck auf Facebook, da tätig zu werden. Sie wollen sich anscheinend modern geben.

        • ät Evochris:

          „Modern geben“. Dito. Wer bestimmt, was modern ist? Na?

          Du schweigst sehr laut zu meiner Kritik bzgl. der Salonfähigkeit des Blogs und Deiner einseitigen Zurechtweisung von Genderkritikern hier.

          Möchtest Du dazu etwas schreiben?

          • @axel

            „Du schweigst sehr laut zu meiner Kritik bzgl. der Salonfähigkeit des Blogs und Deiner einseitigen Zurechtweisung von Genderkritikern hier.“

            Warum soll ich mich auch groß zu solchen Verschwörungsansätzen äußern?
            Es ist recht offensichtlich, dass mich „Gendervertreter“ niemals mögen werden, als „Biologist“ bin ich ihr klassisches Feindbild und der Gegenpol all ihrer Theorien.

            Natürlich kritisiere ich häufiger Genderkritiker. Es sind schon wesentlich mehr auf diesem Blog, einen echten „Gendervertreter“ haben wir wohl allenfalls mit Elmar, der auf zumindest nahezu unbiologische Begründungen für Verhalten abstellt.
            Und außerdem bekommt eben Kritik, wer sie verdient. Darauf, dass dein Diskussionsstil unnötig konfrontativ ist, haben dich ja nun wirklich genug Leute hingewiesen.

        • ät Evochris:

          Eine Kritik als „Verschwörungsansatz“ zu bezeichnen, ist natürlich ein einfaches Mittel, um sich ihrer zu entledigen.

          Ich bin konfrontativ, das stimmt. Benutze ich allerdings Schimpfworte wie Dummschwätzer, Schleimer, peinlich o.ä?

          Erinnere Dich an meine Beschwerde zu D.. Da hast Du bis jetzt nicht drauf reagiert.

          Ich glaube nicht an eine Verschwörung, aber an einseitige Kritik.
          Kritik an „unnötiger Konfrontativität“ an Genderbewegten von Deiner Seite ist mir bislang nicht aufgefallen, Lucia ausgenommen (ist aber wahrscheinlich eh kein ernsthaftes Konto).

          Daß nur Elmar genderbewegt sein soll, na ja.
          Marenleinchen? Gestern gegen Matthias? Keine Beleidigungen? Kein Admin zu sehen jedenfalls.

          • @Axel

            „Eine Kritik als “Verschwörungsansatz” zu bezeichnen, ist natürlich ein einfaches Mittel, um sich ihrer zu entledigen.“

            Ich sehe eben wenig Grundlage. Gleichzeitig hasse ich es, wenn jemand Meinungen darauf zurechtbiegt, was er meint, was der andere damit erreichen will. Ich gehe eben tatsächlich von Häufungen in allen Bereichen, aber mit entsprechender Streuung aus. Demnach ist eine „männliche Frau“ nicht weiter überraschend, auch biologisch nicht. Die Geschlechterrollen im Sinne eines biologischen Essentialismus zu verstehen ist aus meiner Sicht grundfalsch. Und ich gehe ebenso davon aus, dass wir natürlich auch einen sozialen Anteil haben. Deswegen ist es ja ein „integrated modell“. Sicherlich teilweise nur als Ausformung bestehender biologischer Grundlagen, aber dennoch ist es ein sozialer Anteil. Seine Meinung in so grundlegenden Fragen zu ändern, weil man befrüchtet, dass man damit der anderen Seite zuviel zugesteht oder als anbiedernd wahrgenommen wird halte ich für falsch

            „Ich bin konfrontativ, das stimmt. Benutze ich allerdings Schimpfworte wie Dummschwätzer, Schleimer, peinlich o.ä?“

            Lagerzuweisungen finde ich auch sehr destruktiv. „Du vertrittst deine Meinung nicht, weil du das meinst, sondern weil du das und das erreichen willst“ ist aus meiner Sicht geradezu anmaßend. Ebenso wie „das ist zu nahe am Feminismus, dass sollte man nicht vertreten“.

            „Daß nur Elmar genderbewegt sein soll, na ja.“

            Wer denn noch großartig?
            Gegen Genderbewegte habe ich im übrigen auch nichts. Im Gegenteil: Ich hätte gerne mehr auf dem Blog. Erst mit Gegenposition werden die Diskussionen ja interessant.

            „Marenleinchen? Gestern gegen Matthias? Keine Beleidigungen? Kein Admin zu sehen jedenfalls.“

            Marens und matthias Dialoge lesen ich ehrlich gesagt meist nicht. Sind mir zu lang. Sollen die beiden unter sich ausmachen. Nur wenn ich beim mit den Augen rübergleiten ein Schimpfwort sehe mache ich da was.

        • ät Evochris:

          „Demnach ist eine “männliche Frau” nicht weiter überraschend, auch biologisch nicht.“

          Habe ich das behauptet? Nö. Aber kein Argument für „Konstruktionen“.

          „Die Geschlechterrollen im Sinne eines biologischen Essentialismus zu verstehen ist aus meiner Sicht grundfalsch. Und ich gehe ebenso davon aus, dass wir natürlich auch einen sozialen Anteil haben. Deswegen ist es ja ein “integrated model”“.

          Ich verstehe das „integrierte Modell“ von Tooby&Cosmides als wechselwirkend.
          Rosa ist eine kulturelle Zuweisung an Mädchen; es könnte auch grün sein. Wobei rosa mehr optische Signalwirkung auf Männer haben könnte. Egal, was festzuhalten ist, daß Zuweisungen bzw. symbolische Gruppencharakterisierungen offenbar einem natürlichen Wunsch entsprechen. Hier interagiert also die menschliche Natur mit der Industrieproduktion von Kleidung.

          Wo ist da das Problem mit Essentialismus? Da steht was anderes: „Sicherlich teilweise nur als Ausformung bestehender biologischer Grundlagen, aber dennoch ist es ein sozialer Anteil.“

          „Seine Meinung in so grundlegenden Fragen zu ändern, weil man befrüchtet, dass man damit der anderen Seite zuviel zugesteht oder als anbiedernd wahrgenommen wird halte ich für falsch. //Ebenso wie “das ist zu nahe am Feminismus, dass sollte man nicht vertreten”. “

          Habe ich das geschrieben? Nö.

          „“Daß nur Elmar genderbewegt sein soll, na ja.”
          Wer denn noch großartig?“

          Schreib ich doch: Marenleinchen. Man muß zudem nicht komplett genderbewegt sein, um mitzulaufen („Judith Butler hat da ja schon irgendwie recht…“). Weitere Namensnennungen lasse ich nun aber; Du kennst Deine Pappenheimer seit vier Jahren und damit besser als ich.

          Dazu hast Du erneut nichts gesagt: „Benutze ich allerdings Schimpfworte wie Dummschwätzer, Schleimer, peinlich o.ä?”

          Die „wirklich genug Leute“, die mich auf meinen Stil hingewiesen haben, benutzten zuvor u.a. genau diese freundlichen Worte für mich!

          Übersehen? Kaum, wenn ich mich schon drüber beschwere.

          „Gegen Genderbewegte habe ich im übrigen auch nichts. Im Gegenteil: Ich hätte gerne mehr auf dem Blog. Erst mit Gegenposition werden die Diskussionen ja interessant. “

          Stimmt, aber könnte genau hier der Grund liegen, warum Du Genderkritiker einseitig ermahnst?

        • @ Christian

          „Marens und matthias Dialoge lesen ich ehrlich gesagt meist nicht. Sind mir zu lang. Sollen die beiden unter sich ausmachen. Nur wenn ich beim mit den Augen rübergleiten ein Schimpfwort sehe mache ich da was.“

          Na gut, ich brauche sicherlich nicht jemanden, der mich gegen die verteidigt oder als der „Herr Lehrer“ eingreift – ich kann das selbst, und jede kann sehen, wie diese Frau meine Argumente völlig verdreht, alles schlechtsmöglich interpretiert und uminterpretiert.

          Es hat aber einen Nachteil: Was die mit mir macht, ist deutlich schlimmer als Schimpfwörter, zumindest aus meiner Sicht. Denn Schimpfwörter sprechen für sich, während Manipulationen und Unterstellungen nicht unbedingt von anderen erkannt und richtig eingeordnet werden. Die Frau bekämpft mich hier häufig wie einen Feind. Ich selbst wehre mich normalerweise nur gegen sie.

          Dem Axel – dem ich hier ausdrücklich für die Schützenhilfe gegen das zuckersüße Marenleinchenchen danke – muss ich Recht geben. Wenn Maren mal wieder auf manipulative Art und extrem unhöflich gegen mich vorgeht, ist es ein bisschen eigenartig, ihn danach zur Höflichkeit anzuhalten und nicht sie.

          Ansonsten: In Prinzip sind wir uns doch einig darüber: Es gibt zwei Geschlechter, und Männchen können weibliche und Weibchen männliche Eigenschaften haben. Natürlich mit Zwischenstufen.

          Ich würde aber auch in dem Punkt nicht von verschiedenen „Gehirngeschlechtern“ oder sozialen „Geschlechtern“ ausgehen. Und in dem Punkt glaub ich hat Axel Recht: Wenn man als Biologe oder Betreiber eines evolutionsbiologischen Blogs von verschiedenen Gehirngeschlechtern spricht oder auch nur Äußerungen macht, die so verstanden werden könnten, als hätte man selbst gesagt, es gebe verschiedene Gehirngeschlechter, dann greifen Gendersens so was schon mit hoher Wahrscheinlichkeit auf und machen daraus „dieser Biologe da bzw. Evochris gibt ja selbst zu, es gebe mehr als zwei Geschlechter“ – so geht halt Meinungsmache.

          Gerade die Maren argumentiert oft so in der Art.

          Erst bringt man ein Argument, sie macht was anderes draus, man stellt es richtig und schon unterstellt sie einem, man würde nicht zu seinen Worten stehen und hätte kein Rückgrad.

          So gehen Leute öfter vor, die die Unwahrheit verbreiten wollen – nämlich in Winkeladvokaten-Manier.

        • ät Matthias:

          Gern geschehen. 😉

          Und merci : „…., dann greifen Gendersens so was schon mit hoher Wahrscheinlichkeit auf und machen daraus “dieser Biologe da bzw. Evochris gibt ja selbst zu, es gebe mehr als zwei Geschlechter” – so geht halt Meinungsmache.“

          Präzise, und das wird auch ein unkritischer Mitdiskutierer wahrscheinlich schnell nutzen und Meinung machen.

          Chris kann die Vorlage natürlich liefern, wenn er will, muß sich aber über die Konsequenzen im klaren sein.
          Es ist verhext im Augenblick: Wenn jemand biopsychologische Ergebnisse liefert, die dem Zeitgeist widersprechen, wird er bekämpft; wenn er was liefert, was dem Zeitgeist dienlich ist, wird es verdreht und mißbraucht.

      • Diese ewiglange Liste ließe sich doch bestimmt sinnvoll vereinfachen.
        Mein Vorschlag:

        männlich | weiblich | sonstiges

        (wobei die zwei erstgenannten Gruppen schätzungsweise jeweils knapp 50 Prozent der Bevölkerung ausmachen dürften, obwohl sich zu den „Sonstigen“ jede* zuordnen darf, w* will)

    • @matthes
      *In einer Didaktik-Veranstaltung wurde aber das Wort “Gender” von der Dozentin ganz offen als Synonym für “Geschlecht” verwendet – obwohl es eigentlich ein politischer Kampfbegriff ist!*

      Eigentlich ist es die völlig korrekte Bezeichnung für das soziale Geschlecht. Es ist viel eher die Anti-Gender Front, die den Begriff zum Kampfbegriff macht.

      *Folgendes: Dass angehende und fertige Biolehrer vom Fach nicht viel verstehen, gleichzeitig aber hinsichtlich der Frage, wie Biologieunterricht sein sollte, alles besser wissen und meistens eine geradezu seltsame Einigkeit zeigen. Eine Einigkeit, die jeder selbstständig denkende nur erstaunen kann.*

      Die haben auch immer von so komischen Leuten gesprochen, Piaget, Hurrelmann, Kohlberg. Können die nich selber denken??? 😀

      Dass du als Diplombiologe mehr vom Fach verstehst als ein Biolehrer, geschenkt. Aber es ist echt witzig, wie gerade du (ICH HAB EIN DIPLOM! RESPEKTIERT MEINE AUTORITÄÄH!) offenbar deine Didaktik Dozenten in der Uni (!) meinst belehren zu müssen und dann von mystischer Massenverblendung sprichst, wenn sie (gesammelt!) was anderes sagen als du für richtig hältst. So viele Geisterfahrer unterwegs! 😀

      *In einer Lehrveranstaltung wagte ich es, zu fordern..*

      Boah Matthes, facepalm hoch 3! Du FORDERST? In einer Lehrveranstaltung? Als popeliger Student? Ich habs tatsächlich vor Augen….

      *Ich forderte es aus Erfahrung*

      Weil du als Student im, sagen wir, 5. Fachsemester NATÜRLICH mehr Erfahrung hast als Didaktik Dozenten mit teilweise jahrelanger Erfahrung im Schulbetrieb… Und jetzt sag bitte nicht du wärst schon im 7. gewesen…

      *Denn es macht keinen Sinn, sich mit etwas zu beschäftigen, wo man eh nie was können wird – sofern man dafür was anderes deutlich besser kann. *

      Ich bin im Moment im Praktikum auf einer Hauptschule und finde das einen interessanten Ansatz. Dann sortieren wir auch einfach die aus, die sowieso nie richtig Deutsch können werden (auch Muttersprachler). Und was macht es denn, wenn 50% der SuS nie lernen wie es zum Ersten WK gekommen ist, weil sie lieber ne Freistunde haben. Die können es halt nicht, feddich.

      Darüber hinaus finde ich deine Vorstellungen von „Talent“ fragwürdig.

      *Ich finde, dass die Fächerwahl liberaler sein müsste, damit z.B. die Schüler, die im sprachlichen Bereich stark sind und im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld kein Bein an die Erde kriegen, nicht Bio als LK wählen müssen, um Mathematik abwählen zu können.*

      Also ich hatte weder Bio noch Mathe noch Chemie als LK. Ich hatte es als mündliches Abifach.

      *Mal ganz abgesehen von dieser Problematik: Die Reaktionen, die allein auf den sinngemäßen Satz “vom Biologieunterricht profitieren eh viele nicht…” folgten, sprachen für sich. *

      Und womit? Mit Recht! Immerhin hast du grade behauptet, dass es sich nicht lohnt, einem Teil der SuS Wissen über Zellaufbau, Genetik, Ökologie und eventuell sogar noch mehr vorzuenthalten, weil ihnen ein ominöses Talent fehlt. Was erwartest du denn von Didaktikern/Pädagogen? Sofortige Änderung des Lehrplans? Heiligsprechung?

      *“Biologie? Gehört jedem aufgezwungen. Und jeder soll die dämlichen Mindeststandarts erfüllen, egal ob er damit heillos unter- oder überfordert ist.”*

      Muss er nur wenn er ein Abitur haben will, mit dem er in so ziemlich ganz Deutschland und Europa studieren kann, weil bei diesem festgelegt ist, dass alle Fächerkategorien abgedeckt werden.

      *Ich glaube es war dieselbe Lehrveranstaltung, in der ich es wagte, dem Dozenten gegenüber zu sagen, meiner Meinung nach sei die Hysterie gegen den Frontalunterricht heutzutage zu hoch. Sein Antwortsatz beeindruckt mich bis heute sehr, wenn man bedenkt, dass er doch ein Wissenschaftler sein soll, der unparteiisch erforscht, welche Unterrichtsmethoden was bringen und welche nicht. Er sagte: “Die Hysterie gegen den Frontalunterricht kann gar nicht hoch genug sein!” *

      Ich schäme mich grade so derart fremd…

      • „*Mal ganz abgesehen von dieser Problematik: Die Reaktionen, die allein auf den sinngemäßen Satz “vom Biologieunterricht profitieren eh viele nicht…” folgten, sprachen für sich. *

        Und womit? Mit Recht! Immerhin hast du grade behauptet, dass es sich nicht lohnt, einem Teil der SuS Wissen über Zellaufbau, Genetik, Ökologie und eventuell sogar noch mehr vorzuenthalten, weil ihnen ein ominöses Talent fehlt. Was erwartest du denn von Didaktikern/Pädagogen? Sofortige Änderung des Lehrplans? Heiligsprechung? “

        Nachtrag: Nicht nur dass es sich nicht lohne, sondern hast auch stark impliziert, dass ein Großteil intellektuell nicht in der Lage sei, Bio zu verstehen. Und dass ist nicht, wie du weiter unten bemerkst, großmütig oder sympathisch von die als angehenden Biologen, es ist zum Kotzen arrogant!

        • ät Marenleinchen (süß&klein):

          „Eigentlich ist es die völlig korrekte Bezeichnung für das soziale Geschlecht. Es ist viel eher die Anti-Gender Front, die den Begriff zum Kampfbegriff macht. “

          Die völlig POLITISCH korrekte Bezeichnung!

          „…Aber es ist echt witzig, wie gerade du (ICH HAB EIN DIPLOM! RESPEKTIERT MEINE AUTORITÄÄH!)[sic!] offenbar deine Didaktik Dozenten [sic] in der Uni (!) meinst belehren zu müssen und dann von mystischer Massenverblendung sprichst, wenn sie (gesammelt!) was anderes sagen als du für richtig hältst. “

          Wenn ein Ungläubiger was Kritisches sagt, „belehrt“ er also. Aha. Bei Gendas ist das natürlich nicht so…

          „Boah Matthes, facepalm hoch 3! Du FORDERST? In einer Lehrveranstaltung? Als popeliger Student? Ich habs tatsächlich vor Augen…. “

          Wiederum: Bei „kritischen“ Gendas ist das natürlich was anderes, wenn sie „rassistische“ oder „sexistische“ Lehrveranstaltungen sprengen….. http://www.refrat.de/article/8765.html?1392145136

          „Ich bin im Moment im Praktikum auf einer Hauptschule und finde das einen interessanten Ansatz. “

          Aha, eine Lehramtskandidatin wie aus dem Bilderbuch. Na, da kann auf unseren Schulen ja nichts mehr schief gehen….

          Habe aber irgendwie das Gefühl, daß Du bei den Hauptschülern, verzeihung Haupt-SuS mit der Genderei auf Granit beißt. Ich wette, Du bleibst nicht auf der Hauptschule, sondern gehst lieber aufs Gymi, wo die Gehirne schon vorgewaschen wurden. Da fällt die Hauptwäsche schon viel leichter.

          Du, ich schäme mich gerade genau wie Du super fremd. Allerdings nicht für Matthias….

        • ät Marenleinchen (süß&klein):

          Ach, das ist ja billig. Einfach die „Kompetenz“ absprechen, Problem gelöst. Keine lästigen Argumente mehr.

          Aber hast Du nicht Matthias dafür kritisiert, daß er sein Biodiplom genannt hat?
          Jaja, falsche Gesinnung, schon hat jemensch „keine Ahnung“.

      • @ Marenleinchen

        „*In einer Didaktik-Veranstaltung wurde aber das Wort “Gender” von der Dozentin ganz offen als Synonym für “Geschlecht” verwendet – obwohl es eigentlich ein politischer Kampfbegriff ist!*

        Eigentlich ist es die völlig korrekte Bezeichnung für das soziale Geschlecht. Es ist viel eher die Anti-Gender Front, die den Begriff zum Kampfbegriff macht.“

        Aber wieso benutzt sie dann den Begriff für das soziale Geschlecht als Synonym für Geschlecht? Weil sie behaupten will, dass das Geschlecht vor allem was unbiologisches ist? Bzw. weil sie den Wortschatz von denen übernimmt, die das behaupten wollen? Mehr Erklärungen fallen mir dazu nicht ein.

        Natürlich ist „Gender“ ein politischer Kampfbegriff.

        „*Folgendes: Dass angehende und fertige Biolehrer vom Fach nicht viel verstehen, gleichzeitig aber hinsichtlich der Frage, wie Biologieunterricht sein sollte, alles besser wissen und meistens eine geradezu seltsame Einigkeit zeigen. Eine Einigkeit, die jeder selbstständig denkende nur erstaunen kann.*

        Die haben auch immer von so komischen Leuten gesprochen, Piaget, Hurrelmann, Kohlberg. Können die nich selber denken??? :D“

        Nein, von solchen Leuten haben wir da eben nicht gesprochen. Und das waren Anfänger, die vorher kaum was bis gar nichts gelesen hatten. Trotzdem herrschte eine geradezu unheimliche Einigkeit unter denen zu.B. darüber, dass Frontalunterricht was ganz doll Schlimmes ist und moderne Methoden was ganz Tolles.

        „Dass du als Diplombiologe mehr vom Fach verstehst als ein Biolehrer, geschenkt. Aber es ist echt witzig, wie gerade du (ICH HAB EIN DIPLOM! RESPEKTIERT MEINE AUTORITÄÄH!) offenbar deine Didaktik Dozenten in der Uni (!) meinst belehren zu müssen und dann von mystischer Massenverblendung sprichst, wenn sie (gesammelt!) was anderes sagen als du für richtig hältst. So viele Geisterfahrer unterwegs! :D“

        Ich bin von mir selbst aus nie mit der EInstellung an die Dozenten drangegangen, dass ich die belehren muss. Wohl aber mit der, dass jeder Student, egal was er studiert, selbstständig denken sollte und auch das, was Dozenten sagen, unter Umständen hinterfragen und anzweifeln sollte. Wenn die dann was richtig Dolles sagen, was allen eigenen Erfahrungen im Leben wiederspricht oder was man auch nur unlogisch findet, muss man ihnen auch widersprechen dürfen. Ein Belehren ist das nicht einmal.

        „*In einer Lehrveranstaltung wagte ich es, zu fordern..*

        Boah Matthes, facepalm hoch 3! Du FORDERST? In einer Lehrveranstaltung? Als popeliger Student? Ich habs tatsächlich vor Augen….“

        Fordern ist das falsche Wort – aber bei Leuten wie Dir, die einmal so ne richtige Antipathie gegen einen entwicklet haben, muss man ja jedes Wort auf die Goldwaage legen.

        Ich habe mich nur dafür ausgesprochen, die Bildung und damit die Fächerwahl mehr aus der Sicht des Lernenden zu sehen. Also nicht zu fragen: „Wie zwinge ich mein Heiliges Fach dem Schüler auf?“ sondern zu fragen „Was braucht der Schüler? Braucht er mein Fach überhaupt und wenn ja wieviel davon?“

        Man wird ja noch für individuelles Fördern sein dürfen! Das sind meist selbst die Didaktiker für – frage ist aber auf welche Art und Weise.

        „*Ich forderte es aus Erfahrung*

        Weil du als Student im, sagen wir, 5. Fachsemester NATÜRLICH mehr Erfahrung hast als Didaktik Dozenten mit teilweise jahrelanger Erfahrung im Schulbetrieb… Und jetzt sag bitte nicht du wärst schon im 7. gewesen…“

        Ich habe das in verschiedenen Semestern erlebt. Der eine Dozent von denen hat kaum oder gar keine Schulerfahrung, der andere wirklich jahrelang. Das muss berücksichtigt werden, klar. Trotzdem muss ich mir von keinem mein selbstständiges Denken nehmen lassen.

        Man muss schon der Meinung sein dürfen, dass der Schulbetrieb komplett neben der Spur läuft und das mit eigenen Erfahrungen begründen können. Ich bin überhaupt dafür, dass die eigenen Erfahrungen von allen Leuten endlich empirisch überprüft werden sollten. Dann kann kein Didaktiker mehr sagen, das sei nur eine Einzel-Erfahrung.

        „*Denn es macht keinen Sinn, sich mit etwas zu beschäftigen, wo man eh nie was können wird – sofern man dafür was anderes deutlich besser kann. *

        Ich bin im Moment im Praktikum auf einer Hauptschule und finde das einen interessanten Ansatz. Dann sortieren wir auch einfach die aus, die sowieso nie richtig Deutsch können werden (auch Muttersprachler). Und was macht es denn, wenn 50% der SuS nie lernen wie es zum Ersten WK gekommen ist, weil sie lieber ne Freistunde haben. Die können es halt nicht, feddich.“

        Da ist keinerlei Vergleichbarkeit gegeben. Deutsch können muss jeder in Deutschland. Biologie dagegen können die meisten Leute kaum bis gar nicht, auch Akademiker. Und müssen es auch nicht können.

        „Darüber hinaus finde ich deine Vorstellungen von “Talent” fragwürdig.“

        Es geht nicht nur um Talent, sondern Interesse. Es gibt z.B. keinen Grund, eine sprachbegabten Schülerin mit mehreren Fremdsprachen, die Schwierigkeiten in den MINT-Fächern hat, die Biologie aufzudrängen oder aufzuzwingen. Denn wenn man es tut, wird sie in vielen Fällen hinterher dennoch nichts Nennenswertes können, und man hat sie nur sinnlos gequält.

        Es macht auch keinen Sinn, einem in Mathematik & Physik starkem Technik-Freak die Biologie nahezulegen oder sie ihm gar aufzuzwingen. (Gut, er kommt eh eher dran vorbei, weil er ja schon Physik gewählt hat und Bio dann abwählen darf.) Denn solche Leute haben zur Biologie i.d.R. auch kaum einen Draht.

        Das bessere Beispiel ist die sprachenbegabte Schülerin: Sie wählt Bio nur, weil mindestens eine Naturwissenschaft gewählt werden muss – ein toller Grund dafür. Und manch einer (häufiger: manch eine) hat Bio nur deshalb als LK gewähl, um juristisch zum Abwählen des faches Mathematik nach der Klasse 12 berechtigt zu sein – also damals in G9 und nach alter Rechtslage.

        Sowas hat keinen Zweck – ich bin dafür, den Schülern gleich höhere Spezialisierungsmöglichkeiten einzuräumen, sie sind dann insgesamt besser. Spezialisiert sind sie eh, auch waren es immer schon. (Vor dem Kurssystem in der Oberstufe gab es eine Zwangsspezialisierung auf den sprachlichen Bereich im Abitur Plus Mathematik. Auch das ist reichlich speziell und gar nicht so sehr „Allgemeinbildung“.)

        „*Ich finde, dass die Fächerwahl liberaler sein müsste, damit z.B. die Schüler, die im sprachlichen Bereich stark sind und im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld kein Bein an die Erde kriegen, nicht Bio als LK wählen müssen, um Mathematik abwählen zu können.*

        Also ich hatte weder Bio noch Mathe noch Chemie als LK. Ich hatte es als mündliches Abifach.“

        Ja und?

        „*Mal ganz abgesehen von dieser Problematik: Die Reaktionen, die allein auf den sinngemäßen Satz “vom Biologieunterricht profitieren eh viele nicht…” folgten, sprachen für sich. *

        Und womit? Mit Recht! Immerhin hast du grade behauptet, dass es sich nicht lohnt, einem Teil der SuS Wissen über Zellaufbau, Genetik, Ökologie und eventuell sogar noch mehr vorzuenthalten, weil ihnen ein ominöses Talent fehlt. Was erwartest du denn von Didaktikern/Pädagogen? Sofortige Änderung des Lehrplans? Heiligsprechung?“

        Heiligsprechung? Von wem? Die meisten Menschen, die auf der Schule Biologie hatten, haben von z.B. Zellaufbau, Genetik, Ökologie kaum Ahnung und oft völlig falsche Vorstellungen. Dazu kommt noch, dass – und das hat mal ein Professor der Biologiedidaktik so zu mir gesagt (!) – viele Biologielehrer falsche Vorstellungen von biologischen Sachverhalten haben und diese an ihre Schüler weitergeben. Ist aber nicht verwunderlich bei Leuten, die oft noch nicht einmal wissen, was der pH-Wert ist.

        Dabei kommt noch diese Allergie vieler Biolehrer7Didaktiker gegen „fachorientierten“ unterricht. Es soll nur noch um Methoden und Sozialformen gehen. (Vielleicht auch deshalb, damit die bei vielen, insbesondere vielen jüngeren Biolehrern vorhandene fachliche Unfähigkeit nicht weiter auffällt.) Ich habe sowas als Schüler genug hinter mir und weiß, dass es nichts bringt.

        Ich kenne auch einige Lehrer, die selbst zugeben, dass es auch aus ihrer Erfahrung nichts bringt.

        „*“Biologie? Gehört jedem aufgezwungen. Und jeder soll die dämlichen Mindeststandarts erfüllen, egal ob er damit heillos unter- oder überfordert ist.”*

        Muss er nur wenn er ein Abitur haben will, mit dem er in so ziemlich ganz Deutschland und Europa studieren kann, weil bei diesem festgelegt ist, dass alle Fächerkategorien abgedeckt werden.“

        Es sind eh nicht alle Fächerkategorien vernünftig abgedeckt. Abiturienten können de facto meist auch nicht alles studieren, sondern sind nur in bestimmten Fächern wirklich studierfähig.

        „*Ich glaube es war dieselbe Lehrveranstaltung, in der ich es wagte, dem Dozenten gegenüber zu sagen, meiner Meinung nach sei die Hysterie gegen den Frontalunterricht heutzutage zu hoch. Sein Antwortsatz beeindruckt mich bis heute sehr, wenn man bedenkt, dass er doch ein Wissenschaftler sein soll, der unparteiisch erforscht, welche Unterrichtsmethoden was bringen und welche nicht. Er sagte: “Die Hysterie gegen den Frontalunterricht kann gar nicht hoch genug sein!” *

        Ich schäme mich grade so derart fremd…“

        Wieso das denn?

        „Nachtrag: Nicht nur dass es sich nicht lohne, sondern hast auch stark impliziert, dass ein Großteil intellektuell nicht in der Lage sei, Bio zu verstehen.“

        Vielleicht sind die sogar intelektuell dazu in der Lage, interessieren sich aber nicht genug für das Fach.

        „Und dass ist nicht, wie du weiter unten bemerkst, großmütig oder sympathisch von die als angehenden Biologen, es ist zum Kotzen arrogant!“

        Das siehst Du so, weil Du mich nicht leiden kannst. Es war aber nicht gemeint im Sinne von „Ich großer Biologe erlaube es großzügigerweise allen Schülern, mein Fach abzuwählen, weil sie im gegensatz zu mir eh alle zu blöd dafür sind“ sondern im Sinne von „Wir müssen uns nicht fragen, wie wir der Masse der Schüler unsere Ideale von Bildung oder bestimmte Fächer aufzwingen, sondern was diese Schüler brauchen, wer davon welches Fach braucht usw.“

        Du machst daraus natürlich was, was Du mir dann ankreiden kannst – aber Du bist eben so eine „Trolline“. Und eine Lehramstsstudentin.

        • @matthes
          *Aber wieso benutzt sie dann den Begriff für das soziale Geschlecht als Synonym für Geschlecht? Weil sie behaupten will, dass das Geschlecht vor allem was unbiologisches ist? Bzw. weil sie den Wortschatz von denen übernimmt, die das behaupten wollen? Mehr Erklärungen fallen mir dazu nicht ein. *

          Solange du nicht erzählst, in welchem Zusammenhang sie den Begriff benutzt hat, lässt sich nicht sagen ob es korrekt oder nicht war, oder welche Intentionen die Dame hatte.
          Aber das Wort Gender zu benutzen macht einen nicht zur RadFem.

          *Nein, von solchen Leuten haben wir da eben nicht gesprochen. Und das waren Anfänger, die vorher kaum was bis gar nichts gelesen hatten. *

          Nee du hattest von „fertigen Biolehrern“ gesprochen. Das ist sogar noch im Zitat deines letzten Kommentars drin. Die werden schon einiges gelesen haben.

          *Trotzdem herrschte eine geradezu unheimliche Einigkeit unter denen zu.B. darüber, dass Frontalunterricht was ganz doll Schlimmes ist und moderne Methoden was ganz Tolles. *

          Dann nimm doch mal Lehre an. Dafür bist du doch da. Wenn du schon der Weisheit letzten Schluß kennst, warum sitzt du dann in nem Seminar?

          *Wohl aber mit der, dass jeder Student, egal was er studiert, selbstständig denken sollte und auch das, was Dozenten sagen, unter Umständen hinterfragen und anzweifeln sollte. Wenn die dann was richtig Dolles sagen, was allen eigenen Erfahrungen im Leben wiederspricht oder was man auch nur unlogisch findet, muss man ihnen auch widersprechen dürfen. Ein Belehren ist das nicht einmal.*

          Es sollte auch jeder Student fähig sein, soweit zu reflektieren, um eventuell auch einsehen zu können, dass seine Erfahrungen
          weder repräsentativ noch verallgemeinerbar sind, schon gar nicht auf den gesamten Schulbetrieb bezogen.
          Ist dir die Idee schonmal gekommen, dass da was dran sein könnte wenn alle deine Dozenten das sagen? Auch wenn das deiner persönlichen Meinung widerspricht?

          *Man wird ja noch für individuelles Fördern sein dürfen! Das sind meist selbst die Didaktiker für – frage ist aber auf welche Art und Weise. *

          Die Schule ist dafür da, einen gewissen, breit gestreuten Bildungsstand zu vermitteln. Und quasi zu sagen dass es sich bei manchen Schülern nicht lohne, ihnen was in einem Fach beizubringen ist tatsächlich ein sehr starkes Stück. Verstehst du das nicht?

          *Man muss schon der Meinung sein dürfen, dass der Schulbetrieb komplett neben der Spur läuft und das mit eigenen Erfahrungen begründen können.*

          Natürlich darfst du das. Aber halt nur privat. Weil persönliche Meinung einfach keine Basis ist.

          *Ich bin überhaupt dafür, dass die eigenen Erfahrungen von allen Leuten endlich empirisch überprüft werden sollten. Dann kann kein Didaktiker mehr sagen, das sei nur eine Einzel-Erfahrung.*

          Ähm… Wie stellst du dir das vor? Es gibt ja bereits empirische Forschungen zu dem Thema. Meinst du so Umfragen: „Wie kacke fanden Sie Gruppenarbeit?“

          *Das bessere Beispiel ist die sprachenbegabte Schülerin: Sie wählt Bio nur, weil mindestens eine Naturwissenschaft gewählt werden muss – ein toller Grund dafür. Und manch einer (häufiger: manch eine) hat Bio nur deshalb als LK gewähl, um juristisch zum Abwählen des faches Mathematik nach der Klasse 12 berechtigt zu sein – also damals in G9 und nach alter Rechtslage. *

          Ach so ein Blödsinn. Erstmal kannst du die Hauptfächer nicht mehr abwählen, dann ist es so, dass sämtliche Themengebiete in 4 Abifächern (3 schriftlich, eines mündlich) abgedeckt werden müssen, also Sprachen, Gesellschaftlich-musisches Gedöns und Naturwissenschaften.
          Das ist mit einem Mini-GK in Bio abgedeckt.
          Drittens ist es einfach so, dass im Leben und vor allem in der Schule es einfach nicht immer darum geht, wofür ich mich interessiere, und es fliegt einem auch nicht immer alles zu und macht Spaß, sondern manchmal muss man auch arbeiten.
          Gerade in der Oberstufe.

          *Sowas hat keinen Zweck – ich bin dafür, den Schülern gleich höhere Spezialisierungsmöglichkeiten einzuräumen, sie sind dann insgesamt besser. Spezialisiert sind sie eh, auch waren es immer schon. *

          Spezialisieren können sie sich auf Wunsch im Studium oder in einer entsprechenden Ausbildung oder privat. Es ist mEn (und offenbar bin ich da nicht allein) nicht Aufgabe des Schulbetriebs, aus 16jährigen Fachidioten zu machen.

          *Also ich hatte weder Bio noch Mathe noch Chemie als LK. Ich hatte es als mündliches Abifach.”

          Ja und?*

          Vielleicht sind deine Erfahrungen ja eventuell nicht mehr aktuell.
          Oder aber du solltest dich präziser ausdrücken. Es gibt derzeit 4 Abifächer, 2 Leistungskurse, 2 Grundkurse. Leistungskurse bekommen mehr Zeit im Stundenplan und bei Klausuren, verlangen aber auch mehr und werden bei der Notenerrechnung weit höher gewichtet. Niemand muss ein Fach, das ihm nicht liegt als LK wählen.

          *Dabei kommt noch diese Allergie vieler Biolehrer7Didaktiker gegen “fachorientierten” unterricht. Es soll nur noch um Methoden und Sozialformen gehen.
          (Vielleicht auch deshalb, damit die bei vielen, insbesondere vielen jüngeren Biolehrern vorhandene fachliche Unfähigkeit nicht weiter auffällt.)*

          Den fachlichen Kram lernst du woanders. Didaktik lehrt dich, wie du das dann an die Schüler bringst. Worum solls denn sonst gehen, wenn nicht um Methoden?

          *Ich habe sowas als Schüler genug hinter mir und weiß, dass es nichts bringt. *

          OK, warum hast du dann Didaktik belegt, wenn du schon in der Schule beschlossen hast, dass das alles Mist ist?

          *Es sind eh nicht alle Fächerkategorien vernünftig abgedeckt. Abiturienten können de facto meist auch nicht alles studieren, sondern sind nur in bestimmten Fächern wirklich studierfähig. *

          Mit einem Abi aus Deutschland kannst du dich für alle Studienfächer einschreiben die du willst. Ob sie das Studium schaffen ist ne andere Sache, aber das ist es immer.

          *Vielleicht sind die sogar intelektuell dazu in der Lage, interessieren sich aber nicht genug für das Fach. *

          Nun, das ist aber auch dein Job, das Interesse zu wecken. Und das ist bei Bio noch weit einfacher als bei z.B. Mathe oder deutscher Grammatik.

          *Es war aber nicht gemeint im Sinne von “Ich großer Biologe erlaube es großzügigerweise allen Schülern, mein Fach abzuwählen, weil sie im gegensatz zu mir eh alle zu blöd dafür sind” sondern im Sinne von “Wir müssen uns nicht fragen, wie wir der Masse der Schüler unsere Ideale von Bildung oder bestimmte Fächer aufzwingen, sondern was diese Schüler brauchen, wer davon welches Fach braucht usw.”*

          Das hatten wir doch schonmal. Es kommt aber so rüber, egal ob dus so gemeint hast oder nicht. Und das sicherlich nicht nur bei mir.

        • Noch ein Beispiel für Methodik und dafür, dass das eigene Erleben nicht als Maßstab für alle SuS gelten kann:

          In meinem Englisch-LK verlangte meine Lehrerin, dass alle SuS sich ein Konzept machen, bevor sie losschreiben, d.h. ihre Kerngedanken/Thesen in Stichpunkten notieren und dann in einen Fließtext packen. Das hab ich ausprobiert, funktionierte aber bei mir nicht, da es meinen persönlichen Schreibfluß stört. Machte aber auch nix, weil meine Texte auch so kohärent und flüssig zu lesen waren.
          Bei den meisten anderen MitschülerInnen, sowie meinen Nachhilfekindern funktioniert(e) diese Methode hervorragend.

          Bloß weil etwas nichts für dich ist, kann es trotzdem für andere die Rettung sein.
          Es wird auch allgemein geraten, verschiedene Methoden zu variieren. Also, nur Gruppenarbeit ist scheiße. Nur Frontalunterricht ist scheiße. Nur Einzelarbeit ist scheiße. etc.

        • @ Marenleinchen

          „*Aber wieso benutzt sie dann den Begriff für das soziale Geschlecht als Synonym für Geschlecht? Weil sie behaupten will, dass das Geschlecht vor allem was unbiologisches ist? Bzw. weil sie den Wortschatz von denen übernimmt, die das behaupten wollen? Mehr Erklärungen fallen mir dazu nicht ein. *

          Solange du nicht erzählst, in welchem Zusammenhang sie den Begriff benutzt hat, lässt sich nicht sagen ob es korrekt oder nicht war, oder welche Intentionen die Dame hatte.“

          Warum äußerst Du Dich dann oben dazu, wenn Du es nicht sagen kannst?

          Sie hat jedenfalls „Gender“ als Synonym für „Geschlecht“ benutzt.

          „Aber das Wort Gender zu benutzen macht einen nicht zur RadFem.“

          Aber zum Ideologen bzw. zu einem, der Ideologien mithilft, durchzusetzen.

          „*Nein, von solchen Leuten haben wir da eben nicht gesprochen. Und das waren Anfänger, die vorher kaum was bis gar nichts gelesen hatten. *

          Nee du hattest von “fertigen Biolehrern” gesprochen. Das ist sogar noch im Zitat deines letzten Kommentars drin. Die werden schon einiges gelesen haben.“

          An der Stelle waren Studenten aus dem Lehramtsstudium gemeint. Es war immer höchstens ein fertige Biolehrer mit im Raum – der Dozent halt.

          Was die auch immer gelesen haben – ich darf meine Meinung dazu sagen. Wer erst Bio-LK hatte und dann ein komplettes Grundstudium mit Vordiplom abgeschlossen hat, muss sagen dürfen, was er denkt.

          „*Trotzdem herrschte eine geradezu unheimliche Einigkeit unter denen zu.B. darüber, dass Frontalunterricht was ganz doll Schlimmes ist und moderne Methoden was ganz Tolles. *

          Dann nimm doch mal Lehre an. Dafür bist du doch da. Wenn du schon der Weisheit letzten Schluß kennst, warum sitzt du dann in nem Seminar?“

          Ich hätte vorher ja nicht gedacht, es mit solchen Leuten zu tun zu haben. Lehre annehmen? Studenten müssen dabei auch selbstständig denken dürfen. Das gilt zumindest für diesen Bereich. Denn so klar ist nicht bewiesen, welcher Unterricht wie gut nützt.

          „*Wohl aber mit der, dass jeder Student, egal was er studiert, selbstständig denken sollte und auch das, was Dozenten sagen, unter Umständen hinterfragen und anzweifeln sollte. Wenn die dann was richtig Dolles sagen, was allen eigenen Erfahrungen im Leben wiederspricht oder was man auch nur unlogisch findet, muss man ihnen auch widersprechen dürfen. Ein Belehren ist das nicht einmal.*

          Es sollte auch jeder Student fähig sein, soweit zu reflektieren, um eventuell auch einsehen zu können, dass seine Erfahrungen
          weder repräsentativ noch verallgemeinerbar sind, schon gar nicht auf den gesamten Schulbetrieb bezogen.“

          Das Argument kommt oft. Aber wenn diese Leute zu absurde Sachen von sich geben, die schon von der ganzen Logik nicht sein können, geht es nicht anders.

          „Ist dir die Idee schonmal gekommen, dass da was dran sein könnte wenn alle deine Dozenten das sagen? Auch wenn das deiner persönlichen Meinung widerspricht?“

          Ich glaube nicht, dass Didaktiker wissen, was insgesamt gut für Lernende ist. Die wollen meiner Erfahrung nach nur ihre hehre Weltanschauung in Top-Down-Stoßrichtung durchsetzen. Zum Beispiel die Aversion gegen „fachorientierten“ unterricht, die reicht mir schon. Näheres zu allem wieder nächsten Samstag.

          „*Man wird ja noch für individuelles Fördern sein dürfen! Das sind meist selbst die Didaktiker für – frage ist aber auf welche Art und Weise. *

          Die Schule ist dafür da, einen gewissen, breit gestreuten Bildungsstand zu vermitteln. Und quasi zu sagen dass es sich bei manchen Schülern nicht lohne, ihnen was in einem Fach beizubringen ist tatsächlich ein sehr starkes Stück. Verstehst du das nicht?“

          Ihr Lehrämtler versteht vieles nicht! Menschen sind verschieden. Es ist ganz normal, dass sie bestimmte Fächer nicht interessiert, und andere schon. De facto spezialisieren sich fast alle.

          Ein starkes Stück ist es, allen dasselbe aufzuzwingen.

          Ich halte es auch für problematisch, dass vor allem solche Leute Lehrer werden, die die Schule, so wie sie sie erlebt haben, gut finden. Das führt nur dazu, dass Misstände nicht behoben werden.

          „*Man muss schon der Meinung sein dürfen, dass der Schulbetrieb komplett neben der Spur läuft und das mit eigenen Erfahrungen begründen können.*

          Natürlich darfst du das. Aber halt nur privat. Weil persönliche Meinung einfach keine Basis ist.“

          Aber Lehrämtler dürfen sich auf einer Uni mir gegenüber alles erlauben, was? Und DIdaktiker dürfen sich mir gegenüber nicht an Vereinbarungen halten?

          Und in der Uni darf ein Student nicht mitdenken und eine andere Einschätzung haben als die Masse, die danach verbal über ihn herfällt? Und ein angenehmes Diskussionsklima brauchen wir ausgerechnet an Hochschulen auch nicht?

          „*Ich bin überhaupt dafür, dass die eigenen Erfahrungen von allen Leuten endlich empirisch überprüft werden sollten. Dann kann kein Didaktiker mehr sagen, das sei nur eine Einzel-Erfahrung.*

          Ähm… Wie stellst du dir das vor? Es gibt ja bereits empirische Forschungen zu dem Thema. Meinst du so Umfragen: “Wie kacke fanden Sie Gruppenarbeit?”“

          Es wird an der falschen Stelle geforscht. Den EIndruck habe ich jedenfalls.

          „*Das bessere Beispiel ist die sprachenbegabte Schülerin: Sie wählt Bio nur, weil mindestens eine Naturwissenschaft gewählt werden muss – ein toller Grund dafür. Und manch einer (häufiger: manch eine) hat Bio nur deshalb als LK gewähl, um juristisch zum Abwählen des faches Mathematik nach der Klasse 12 berechtigt zu sein – also damals in G9 und nach alter Rechtslage. *

          Ach so ein Blödsinn.“

          Das ist nicht Blödsinn, sondern war damals so.

          „Erstmal kannst du die Hauptfächer nicht mehr abwählen, dann ist es so, dass sämtliche Themengebiete in 4 Abifächern (3 schriftlich, eines mündlich) abgedeckt werden müssen, also Sprachen, Gesellschaftlich-musisches Gedöns und Naturwissenschaften.“

          Was bedeutet, dass jeder was anderes machen kann als der andere, auch was ganz anderes. Warum nicht gleich umfangreichere Wahlmöglichkeiten? Wieso müssen überhaupt bestimmte Bereiche abgedeckt werden? Und warum darf man das nicht mal hinterfragen? Warum reagieren gerade Lehrer immer so allergisch darauf?

          „Das ist mit einem Mini-GK in Bio abgedeckt.“

          Mini-GK? Was soll das bringen? Aber ob man viel oder wenig Biologie lernt: Wichtig ist, dass es einem was bringt, und nicht, dass man was abgedeckt hat.

          „Drittens ist es einfach so, dass im Leben und vor allem in der Schule es einfach nicht immer darum geht, wofür ich mich interessiere, und es fliegt einem auch nicht immer alles zu und macht Spaß, sondern manchmal muss man auch arbeiten.
          Gerade in der Oberstufe.“

          Tut nichts zur Sache. Pflichten wird es auch im schulischen Bereich immer geben. Die Wahlmöglichkeiten und realistischere Vorstellungen gehören trotzdem in den Bereich rein.

          Gerade in der Oberstufe? Die war zwar arbeitssam, aber die Sek. I war heftiger bei mir. Weil keine Wahl. Du kennst die Original-Sek. I vom Gymnasium doch gar nicht!

          „*Sowas hat keinen Zweck – ich bin dafür, den Schülern gleich höhere Spezialisierungsmöglichkeiten einzuräumen, sie sind dann insgesamt besser. Spezialisiert sind sie eh, auch waren es immer schon. *

          Spezialisieren können sie sich auf Wunsch im Studium oder in einer entsprechenden Ausbildung oder privat. Es ist mEn (und offenbar bin ich da nicht allein) nicht Aufgabe des Schulbetriebs, aus 16jährigen Fachidioten zu machen.“

          Sie spezialisieren sich doch eh als Schüler schon, also in der Oberstufe. Wir sollten ihnen dabei nicht einen Knüppel zwischen die Beine werfen.

          „*Also ich hatte weder Bio noch Mathe noch Chemie als LK. Ich hatte es als mündliches Abifach.”

          Ja und?*

          Vielleicht sind deine Erfahrungen ja eventuell nicht mehr aktuell.
          Oder aber du solltest dich präziser ausdrücken. Es gibt derzeit 4 Abifächer, 2 Leistungskurse, 2 Grundkurse. Leistungskurse bekommen mehr Zeit im Stundenplan und bei Klausuren, verlangen aber auch mehr und werden bei der Notenerrechnung weit höher gewichtet. Niemand muss ein Fach, das ihm nicht liegt als LK wählen.“

          Ich weiß, darum geht es mir aber nicht.

          „*Dabei kommt noch diese Allergie vieler Biolehrer7Didaktiker gegen “fachorientierten” unterricht. Es soll nur noch um Methoden und Sozialformen gehen.
          (Vielleicht auch deshalb, damit die bei vielen, insbesondere vielen jüngeren Biolehrern vorhandene fachliche Unfähigkeit nicht weiter auffällt.)*

          Den fachlichen Kram lernst du woanders. Didaktik lehrt dich, wie du das dann an die Schüler bringst. Worum solls denn sonst gehen, wenn nicht um Methoden?“

          Mir geht es nicht darum, dass Didaktiker mir nichts Fachliches vermitteln, sondern darum, dass sie predigen, der Unterricht dürfe nicht „fachorientiert“ sein. Das geht teilweise so weit, dass Junglehrer/Referendare/Schulpraktikanten gesagt kriegen, das Wort „Wissen“ dürfe im Unterrichtsentwurf nicht vorkommen.

          Und genau dagegen muss man was sagen dürfen. Solche Typen, die so radikal sind, darf man doch nicht darüber entscheiden lassen, wie Unterricht geht!

          „*Ich habe sowas als Schüler genug hinter mir und weiß, dass es nichts bringt. *

          OK, warum hast du dann Didaktik belegt, wenn du schon in der Schule beschlossen hast, dass das alles Mist ist?“

          Weil ich mir damals noch die Möglichkeit offenhalten wollte, nach meinem Diplom in Bio Chemie auf Lehramt nachzuholen, um dann selbst in den Schuldienst zu können. Die Didaktik hätte ich in dem Falle nach dem Diplom nachholen müssen, wenn ich sie nicht schon vorher gehabt hätte. Somit bot es sich an.

          „*Es sind eh nicht alle Fächerkategorien vernünftig abgedeckt. Abiturienten können de facto meist auch nicht alles studieren, sondern sind nur in bestimmten Fächern wirklich studierfähig. *

          Mit einem Abi aus Deutschland kannst du dich für alle Studienfächer einschreiben die du willst. Ob sie das Studium schaffen ist ne andere Sache, aber das ist es immer.“

          Mit „de facto“ meinte ich ja, dass nicht jeder alles studieren kann, auch wenn er dazu formal berechtigt ist.

          „*Vielleicht sind die sogar intelektuell dazu in der Lage, interessieren sich aber nicht genug für das Fach. *

          Nun, das ist aber auch dein Job, das Interesse zu wecken. Und das ist bei Bio noch weit einfacher als bei z.B. Mathe oder deutscher Grammatik.“

          Ja und?

          „*Es war aber nicht gemeint im Sinne von “Ich großer Biologe erlaube es großzügigerweise allen Schülern, mein Fach abzuwählen, weil sie im gegensatz zu mir eh alle zu blöd dafür sind” sondern im Sinne von “Wir müssen uns nicht fragen, wie wir der Masse der Schüler unsere Ideale von Bildung oder bestimmte Fächer aufzwingen, sondern was diese Schüler brauchen, wer davon welches Fach braucht usw.”*

          Das hatten wir doch schonmal. Es kommt aber so rüber, egal ob dus so gemeint hast oder nicht. Und das sicherlich nicht nur bei mir.“

          Nein, Du interpretierst es rein, um mich besser bekämpfen zu können.

        • *Warum äußerst Du Dich dann oben dazu, wenn Du es nicht sagen kannst?
          Sie hat jedenfalls “Gender” als Synonym für “Geschlecht” benutzt. *

          Biologisches oder soziales?

          *An der Stelle waren Studenten aus dem Lehramtsstudium gemeint. Es war immer höchstens ein fertige Biolehrer mit im Raum – der Dozent halt. *

          Versuchst dich rauszuwinden, was?

          *Was die auch immer gelesen haben – ich darf meine Meinung dazu sagen. Wer erst Bio-LK hatte und dann ein komplettes Grundstudium mit Vordiplom abgeschlossen hat, muss sagen dürfen, was er denkt. *

          Klar darfst du sagen was du denkst. Du musst halt damit rechnen, dass dir wer widerspricht und eventuell in dem Bereich Didaktik mehr Ahnung hat.
          So ist das Leben.

          *Ich glaube nicht, dass Didaktiker wissen, was insgesamt gut für Lernende ist. Die wollen meiner Erfahrung nach nur ihre hehre Weltanschauung in Top-Down-Stoßrichtung durchsetzen. Zum Beispiel die Aversion gegen “fachorientierten” unterricht, die reicht mir schon. Näheres zu allem wieder nächsten Samstag.*

          So kann man sich das natürlich auch schönreden. Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass Biologen Ahnung von Ökosystemen haben. Oder Linguisten von Phonetik. Oder so.
          Das macht genauso viel Sinn.

          *Ihr Lehrämtler versteht vieles nicht! Menschen sind verschieden. Es ist ganz normal, dass sie bestimmte Fächer nicht interessiert, und andere schon. De facto spezialisieren sich fast alle.*

          Dazu hab ich schon was gesagt, sh. „Aufgabe der Schule“

          *Aber Lehrämtler dürfen sich auf einer Uni mir gegenüber alles erlauben, was? Und DIdaktiker dürfen sich mir gegenüber nicht an Vereinbarungen halten? *

          Ja, sie dürfen dir widersprechen. Und was für Vereinbarungen denn bitte? Das hör ich jetzt zum ersten Mal.

          *Was bedeutet, dass jeder was anderes machen kann als der andere, auch was ganz anderes.*

          Nee, die Hauptfächer müssen bis zum bitteren Ende belegt werden.

          *Warum nicht gleich umfangreichere Wahlmöglichkeiten?*

          Nicht genug Lehrkräfte und nicht genug Interessenten.

          *Wieso müssen überhaupt bestimmte Bereiche abgedeckt werden?*

          Hab ich dir bereits beantwortet. Breitgestreut und so.

          *Und warum darf man das nicht mal hinterfragen?*

          Darfst du doch. Du solltest nur deinen Einfluß und vor allem deine Kompetenz nicht überschätzen.

          *Warum reagieren gerade Lehrer immer so allergisch darauf?*

          Mag an deinem dir eigenen Charme liegen.

          *Mini-GK? Was soll das bringen? Aber ob man viel oder wenig Biologie lernt: Wichtig ist, dass es einem was bringt, und nicht, dass man was abgedeckt hat.*

          Hach du Idealist. Aber doch, ich würde schon sagen dass ich was gelernt habe. Vielleicht verlangst du zu viel.

          *Gerade in der Oberstufe? Die war zwar arbeitssam, aber die Sek. I war heftiger bei mir. Weil keine Wahl. Du kennst die Original-Sek. I vom Gymnasium doch gar nicht! *

          Doch sicher. Ich war sogar auf 2 Gymnasien, da kenn ich schonmal mehr als du 😉 Und aus den Berichten meiner Nachhilfemädels und -jungs hör ich ne Menge Stress raus.

          *Sie spezialisieren sich doch eh als Schüler schon, also in der Oberstufe. Wir sollten ihnen dabei nicht einen Knüppel zwischen die Beine werfen. *

          Sie sollen sich aber nicht soweit „spezialisieren“. Dieses Spezialisieren ist meist sowas wie: „Meh, ich kann eh kein Mathe/Englisch/Geschichte“ oder „Ich mag den Lehrer nicht“ oder so.

          *Mir geht es nicht darum, dass Didaktiker mir nichts Fachliches vermitteln, sondern darum, dass sie predigen, der Unterricht dürfe nicht “fachorientiert” sein. Das geht teilweise so weit, dass Junglehrer/Referendare/Schulpraktikanten gesagt kriegen, das Wort “Wissen” dürfe im Unterrichtsentwurf nicht vorkommen.*

          Den Unterschied zwischen „Wissen“ und „Kompetenz“ hab ich dir an anderer Stelle schomma erklärt. Und ich für mich kann sagen, dass ich sowas nicht erlebt habe.

          *Und genau dagegen muss man was sagen dürfen. Solche Typen, die so radikal sind, darf man doch nicht darüber entscheiden lassen, wie Unterricht geht!*

          Ich seh dich aber nicht im Schuldienst die Welt verändern. Also tust dus ja.

          *Mit “de facto” meinte ich ja, dass nicht jeder alles studieren kann, auch wenn er dazu formal berechtigt ist.*

          Klar kann er. Muss nur mehr dafür arbeiten. Dafür bieten fast alle Unis Kurse an.

          *Ja und? (bzgl Interesse bei SuS wecken)*

          Du hast deinen Job nicht gemacht. Bzw. willst deinen Job nicht machen. So kommt es zumindest rüber, wenn du darauf bestehst nur die zu unterrichten, die von Haus aus ein Interesse mitbringen.

          *Nein, Du interpretierst es rein, um mich besser bekämpfen zu können.*

          Huch wie martialisch. Das hier ist ein Blog. Hier wird nicht gekämpft, Liebes.

        • @ Maren

          „Biologisches oder soziales?“

          Sie hat es einfach als Synonym für Geschlecht verwendet. So , wie man im Alltag „Geschlecht“ verwendet, da denkt man auch nicht vorher drüber nach welches.

          „*An der Stelle waren Studenten aus dem Lehramtsstudium gemeint. Es war immer höchstens ein fertige Biolehrer mit im Raum – der Dozent halt. *

          Versuchst dich rauszuwinden, was?“

          Nein.

          „*Was die auch immer gelesen haben – ich darf meine Meinung dazu sagen. Wer erst Bio-LK hatte und dann ein komplettes Grundstudium mit Vordiplom abgeschlossen hat, muss sagen dürfen, was er denkt. *

          Klar darfst du sagen was du denkst. Du musst halt damit rechnen, dass dir wer widerspricht und eventuell in dem Bereich Didaktik mehr Ahnung hat.
          So ist das Leben.“

          Die, die mir widersprachen, waren größtenteils Anfänger.

          „*Ich glaube nicht, dass Didaktiker wissen, was insgesamt gut für Lernende ist. Die wollen meiner Erfahrung nach nur ihre hehre Weltanschauung in Top-Down-Stoßrichtung durchsetzen. Zum Beispiel die Aversion gegen “fachorientierten” unterricht, die reicht mir schon. Näheres zu allem wieder nächsten Samstag.*

          So kann man sich das natürlich auch schönreden. Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass Biologen Ahnung von Ökosystemen haben. Oder Linguisten von Phonetik. Oder so.
          Das macht genauso viel Sinn.“

          Das ist was anders ,weil nicht jede Wissenschaft ideologisch ist.

          „*Aber Lehrämtler dürfen sich auf einer Uni mir gegenüber alles erlauben, was? Und DIdaktiker dürfen sich mir gegenüber nicht an Vereinbarungen halten? *

          Ja, sie dürfen dir widersprechen. Und was für Vereinbarungen denn bitte? Das hör ich jetzt zum ersten Mal.“

          Kommt an den folgenden Samstages was zu.

          „*Was bedeutet, dass jeder was anderes machen kann als der andere, auch was ganz anderes.*

          Nee, die Hauptfächer müssen bis zum bitteren Ende belegt werden.“

          Das weiß ich doch. Trotzdem: Schüler spezialisieren sich de facto, auch erheblich.

          „*Warum nicht gleich umfangreichere Wahlmöglichkeiten?*

          Nicht genug Lehrkräfte und nicht genug Interessenten.“

          Glaub ich nicht, auch wenn es eine Rolle spielen kann.

          „*Wieso müssen überhaupt bestimmte Bereiche abgedeckt werden?*

          Hab ich dir bereits beantwortet. Breitgestreut und so.“

          Kein Argument

          „*Und warum darf man das nicht mal hinterfragen?*

          Darfst du doch. Du solltest nur deinen Einfluß und vor allem deine Kompetenz nicht überschätzen.“

          Du überschätzest eher Deine. So weit ich mich erinnere, hast Du erst letztes Wintersemester ein Studium begonnen.

          „*Warum reagieren gerade Lehrer immer so allergisch darauf?*

          Mag an deinem dir eigenen Charme liegen.“

          Ja, schiebt ihr alles auf andere.

          „*Mini-GK? Was soll das bringen? Aber ob man viel oder wenig Biologie lernt: Wichtig ist, dass es einem was bringt, und nicht, dass man was abgedeckt hat.*

          Hach du Idealist. Aber doch, ich würde schon sagen dass ich was gelernt habe. Vielleicht verlangst du zu viel.“

          Du und Bio. Naja…

          „*Gerade in der Oberstufe? Die war zwar arbeitssam, aber die Sek. I war heftiger bei mir. Weil keine Wahl. Du kennst die Original-Sek. I vom Gymnasium doch gar nicht! *

          Doch sicher. Ich war sogar auf 2 Gymnasien, da kenn ich schonmal mehr als du 😉 Und aus den Berichten meiner Nachhilfemädels und -jungs hör ich ne Menge Stress raus.“

          Glaub ich.

          „*Sie spezialisieren sich doch eh als Schüler schon, also in der Oberstufe. Wir sollten ihnen dabei nicht einen Knüppel zwischen die Beine werfen. *

          Sie sollen sich aber nicht soweit “spezialisieren”. Dieses Spezialisieren ist meist sowas wie: “Meh, ich kann eh kein Mathe/Englisch/Geschichte” oder “Ich mag den Lehrer nicht” oder so.“

          nee, so einfach isses nicht.

          „*Mir geht es nicht darum, dass Didaktiker mir nichts Fachliches vermitteln, sondern darum, dass sie predigen, der Unterricht dürfe nicht “fachorientiert” sein. Das geht teilweise so weit, dass Junglehrer/Referendare/Schulpraktikanten gesagt kriegen, das Wort “Wissen” dürfe im Unterrichtsentwurf nicht vorkommen.*

          Den Unterschied zwischen “Wissen” und “Kompetenz” hab ich dir an anderer Stelle schomma erklärt. Und ich für mich kann sagen, dass ich sowas nicht erlebt habe.“

          Den brauch ich mir von Dir nicht erklären zu lassen!

          „*Und genau dagegen muss man was sagen dürfen. Solche Typen, die so radikal sind, darf man doch nicht darüber entscheiden lassen, wie Unterricht geht!*

          Ich seh dich aber nicht im Schuldienst die Welt verändern. Also tust dus ja.“

          Wie denn?

          „*Mit “de facto” meinte ich ja, dass nicht jeder alles studieren kann, auch wenn er dazu formal berechtigt ist.*

          Klar kann er. Muss nur mehr dafür arbeiten. Dafür bieten fast alle Unis Kurse an.“

          Nein

          „*Ja und? (bzgl Interesse bei SuS wecken)*

          Du hast deinen Job nicht gemacht.“

          Welchen Job?

          „Bzw. willst deinen Job nicht machen. So kommt es zumindest rüber, wenn du darauf bestehst nur die zu unterrichten, die von Haus aus ein Interesse mitbringen.“

          Nein, Du verdrehst alles bösartig, was ich schreibe.

          „*Nein, Du interpretierst es rein, um mich besser bekämpfen zu können.*

          Huch wie martialisch. Das hier ist ein Blog. Hier wird nicht gekämpft, Liebes.“

          Doch, Du kämpfst hier dauernd gegen mich, Böses!

        • *Die, die mir widersprachen, waren größtenteils Anfänger. *

          Genauso wie du oder? 😉

          *Das ist was anders ,weil nicht jede Wissenschaft ideologisch ist.*

          Mal unter uns beiden Hübschen: Du hältst sie doch auch nur für ideologisch, weil du anderer Meinung bist.

          *Das weiß ich doch. Trotzdem: Schüler spezialisieren sich de facto, auch erheblich.*

          Sollen sie aber nicht.

          *Glaub ich nicht, auch wenn es eine Rolle spielen kann.*

          Das sind mWn die Gründe dafür wenn ein Kurs nicht zustande kommt. Keine entsprechenden Lehrkapazitäten, keine passenden Räumlichkeiten oder nicht genug Interessenten. Oder alles zusammen. Was solls denn sonst sein? Oder ist das eher so ein Gefühl von dir?

          *Hab ich dir bereits beantwortet. Breitgestreut und so.”

          Kein Argument*

          Klar ist das ein Argument. Ihnen sollen alle Möglichkeiten offenstehen, weswegen sie eine übergreifende „Grundausbildung“ bekommen.

          *Du überschätzest eher Deine. So weit ich mich erinnere, hast Du erst letztes Wintersemester ein Studium begonnen.*

          Ich käme jetzt aber nicht auf die Idee, z.B. jetzt im Praktikum meiner betreuenden Lehrkraft zu sagen, dass ich ihr Unterrichtskonzept für Unsinn halte. Oder meinem Dozenten.
          Das ist nämlich superunhöflich, weisste?
          Denken kann ich natürlich viel, bzw. privat besprechen. Und schlußendlich werde ich eh meinen Unterricht später so halten wie ich es für richtig halte. Und bis dahin werde ich hoffentlich eine Menge Denkanstöße bekommen haben, wie ich das am Besten mache.

          *nee, so einfach isses nicht. *

          Doch. Die Kiddies in dem Alter sind nicht unbedingt für vorrausschauendes, planendes Denken bekannt 🙂

          *Ich seh dich aber nicht im Schuldienst die Welt verändern. Also tust dus ja.”

          Wie denn?*

          Damit meinte ich, dass du eben nichts tust, trotzdem du die Möglichkeit gehabt hättest, Lehrer zu werden und alles anders und besser zu machen.

          *Klar kann er. Muss nur mehr dafür arbeiten. Dafür bieten fast alle Unis Kurse an.”

          Nein*

          Doch.

          *Du hast deinen Job nicht gemacht.”

          Welchen Job?*

          Du bist quasi die Brücke vom Kind zum Fach. Deine Aufgabe ist es ALLEN Kindern diverse Grundkenntnisse beizubringen, auch denen die keinen Bock haben. Das kann klappen oder scheitern. „Die haben kein Interesse“ ist das was schlechte Lehrer sagen um sich zu rechtfertigen.

          *Doch, Du kämpfst hier dauernd gegen mich, Böses!*

          Nein, ich schreibe manchmal Kommentare und widerspreche dir darin. Das kann man sich auch nicht als soziales Engagement anrechnen lassen.

        • @ Maren

          „*Die, die mir widersprachen, waren größtenteils Anfänger. *

          Genauso wie du oder? ;)“

          Wer ein Vordiplom in Biologie hat, ist kein Anfänger mehr. Wer gerade erst ein Lehramtsstudium begonnen hat, schon.

          „*Das ist was anders ,weil nicht jede Wissenschaft ideologisch ist.*

          Mal unter uns beiden Hübschen: Du hältst sie doch auch nur für ideologisch, weil du anderer Meinung bist.“

          Nein.

          „*Das weiß ich doch. Trotzdem: Schüler spezialisieren sich de facto, auch erheblich.*

          Sollen sie aber nicht.“

          Tun sie aber im Krussystem der Oberstufe und de facto sogar vorher. Sie haben ihre Stärken und Schwächen.

          „*Glaub ich nicht, auch wenn es eine Rolle spielen kann.*

          Das sind mWn die Gründe dafür wenn ein Kurs nicht zustande kommt. Keine entsprechenden Lehrkapazitäten, keine passenden Räumlichkeiten oder nicht genug Interessenten. Oder alles zusammen. Was solls denn sonst sein? Oder ist das eher so ein Gefühl von dir?“

          Ich will das jetzt nicht vertiefen.

          „*Hab ich dir bereits beantwortet. Breitgestreut und so.”

          Kein Argument*

          Klar ist das ein Argument. Ihnen sollen alle Möglichkeiten offenstehen, weswegen sie eine übergreifende “Grundausbildung” bekommen.“

          Ihnen würden noch weit mehr Möglichkeiten offenstehen, wenn man sie individuell fördern würde.

          „*Du überschätzest eher Deine. So weit ich mich erinnere, hast Du erst letztes Wintersemester ein Studium begonnen.*

          Ich käme jetzt aber nicht auf die Idee, z.B. jetzt im Praktikum meiner betreuenden Lehrkraft zu sagen, dass ich ihr Unterrichtskonzept für Unsinn halte. Oder meinem Dozenten.
          Das ist nämlich superunhöflich, weisste?“

          Das habe ich so keinem von denen gesagt. Und unhöflich wurden die als erstes.

          „Denken kann ich natürlich viel, bzw. privat besprechen. Und schlußendlich werde ich eh meinen Unterricht später so halten wie ich es für richtig halte. Und bis dahin werde ich hoffentlich eine Menge Denkanstöße bekommen haben, wie ich das am Besten mache.“

          Interessiert mich nicht.

          „*nee, so einfach isses nicht. *

          Doch. Die Kiddies in dem Alter sind nicht unbedingt für vorrausschauendes, planendes Denken bekannt :)“

          Und trotzdem kann das System Schule sie weitaus besser fördern, als es jetzt üblich ist.

          „*Ich seh dich aber nicht im Schuldienst die Welt verändern. Also tust dus ja.”

          Wie denn?*

          Damit meinte ich, dass du eben nichts tust, trotzdem du die Möglichkeit gehabt hättest, Lehrer zu werden und alles anders und besser zu machen.“

          Auch wenn man sich gegen den Beurf entscheidet (auch wegen den ganzen Ideologen und weil die einen da eh nicht haben wollen), muss man sich dazu äußern dürfen.

          „*Klar kann er. Muss nur mehr dafür arbeiten. Dafür bieten fast alle Unis Kurse an.”

          Nein*

          Doch.“

          Solche theoretischen Möglichkeiten ersetzen nicht eine verkorkste Schulbildung.

          „*Du hast deinen Job nicht gemacht.”

          Welchen Job?*

          Du bist quasi die Brücke vom Kind zum Fach. Deine Aufgabe ist es ALLEN Kindern diverse Grundkenntnisse beizubringen, auch denen die keinen Bock haben. Das kann klappen oder scheitern. “Die haben kein Interesse” ist das was schlechte Lehrer sagen um sich zu rechtfertigen.“

          Es ist einfach die Wahrheit. Das eine Kind hat im sprachlichen Bereich Potential, das andere z.B. im MINT-Bereich.

        • ät Matthias (und Marenleinchen, süß&klein):

          Uff, den Schlagabtausch kann man ja kaum nachverfolgen!

          Matze, die mag Dich, was?

          „MitschülerInnen“ und „SuS“, „soziales Geschlecht“, das sagt doch eigentlich schon alles. Die ist jetzt schon voll auf Linie!

          Der andere Kram zu den „Forderungen“ des „popeligen Studenten“ etc ist reiner Stellvertreterkrieg.

          Wenn einer ihrer Profs es sich wagen würde, in einer Vorlesung was Genderkritisches zu sagen, würde sie wahrscheinlich selbst Hörsaalkrawall anfangen.

          Hast Du Kinder? Na denn, dann weißt Du ja, was auf Deine Sprößlinge in der Schule so zukommt.

          Wahrscheinlich ist das Marenleinchen aber längst keine Ausnahme. Die Hirngewaschenen stürmen ja geradezu die Lehrämter.

          Was für Fanatixer typisch ist, ist, daß sie ein Feindbild dringend brauchen. Und das findet Maren hier.

          Deswegen investier doch nicht so viel Zeilen in die Trollin. Damit tust Du ihr nur einen Gefallen!

        • @ Axel

          „ff, den Schlagabtausch kann man ja kaum nachverfolgen!

          Matze, die mag Dich, was?“

          Das kann man wohl sagen!

          „“MitschülerInnen” und “SuS”, “soziales Geschlecht”, das sagt doch eigentlich schon alles. Die ist jetzt schon voll auf Linie!“

          Yepp!

          „Der andere Kram zu den “Forderungen” des “popeligen Studenten” etc ist reiner Stellvertreterkrieg.

          Wenn einer ihrer Profs es sich wagen würde, in einer Vorlesung was Genderkritisches zu sagen, würde sie wahrscheinlich selbst Hörsaalkrawall anfangen.“

          Das glaub ich auch.

          „Hast Du Kinder? Na denn, dann weißt Du ja, was auf Deine Sprößlinge in der Schule so zukommt.“

          Nee, ich habe keine Kinder. Ist vielleicht auch gut so. Ob man in so eine Welt noch Kinder setzen kann, ist eine gute Frage.

          „Wahrscheinlich ist das Marenleinchen aber längst keine Ausnahme. Die Hirngewaschenen stürmen ja geradezu die Lehrämter.“

          Ich denke, die Masse von denen ist nicht vernünftig.

          „Was für Fanatixer typisch ist, ist, daß sie ein Feindbild dringend brauchen. Und das findet Maren hier.“

          Ja.

          „Deswegen investier doch nicht so viel Zeilen in die Trollin. Damit tust Du ihr nur einen Gefallen!“

          Für sie tue ich das ja nicht. Aber stimmt: Es lohnt sich vielleicht gar nicht.

          @ Christian

          „Bitte auch gegen Leute, die eine andere Meinung haben höflich bleiben.“

          Wenn hier jemand unhöflich ist, dann ist das die Maren selbst!

        • ät Evochris:

          Och, komm, da hab ich hier aber schon ganz anderes gelesen!

          Mir fällt auf, daß Du gerne die konservativen Genderkritiker hier auf ihren Tonfall hinweist. Die Editierungen von Lucia mal ausgenommen.

          Fürchtest Du um die Reputation und Salonfähigkeit Deines Blogs?
          Darum ist es schon geschehen: http://www.boell.de/de/content/gender-wissenschaftlichkeit-und-ideologie

          Außerdem ergibst Du Dich damit dem Zwang der politisch Korrekttheitspolizisten!

          Das hätte ich gerade von Dir nicht erwartet, da Deine bemerkenswerten evolutionswissenschaftlichen Zitate und Gedanken politisch sowieso heftige Granaten sind, die Dir in jedem Salon und jeder Talkshow als „Nazibiologismus“ u.ä. um die Ohren gehauen würden.

  2. Ein sehr interessanter Kommentar von Christian drüben im Blog Offene Flank:

    „Die beiderseitigen Positionen und deren Vorzüge wären meiner Meinung nach wie folgt:

    1. Vollständige Ablehnung

    – ein Großteil des theoretischen Feminismus ist letztendlich radikal, nur untheoretische Feministinnen lösen sich von diesen Thesen, mitunter in Unkenntnis davon, was in der Theorie überhaupt steht
    – deutliche Ablehnung ist einfacher und verhindert, dass sich Feministinnen auf “das sind die anderen Feministinnen” berufen

    2. Ablehnung des radikalen Teils

    – ist eher in Einklang mit der allgemeinen Ansicht, dass es einen “guten” oder “gemäßigten” Feminismus im Sinne einer Vertretung von Fraueninteressen geben kann und erlaubt daher die Abwehr des Vorwurfs, dass man allgemein gegen eine Vertretung von Fraueninteressen ist
    – baut wenig auf einer reinen Bezeichnung auf “wenn es Feminismus heißt, dann bin ich dagegen, auch wenn Equityfeminismus die Nachteile, die ich sonst im Feminismus sehe nicht hat” –> Konsequenz wäre ja die Forderung, dass diejenigen sich umbenennen, weil man nicht akzeptieren kann, dass sie unter dem Label Feminismus laufen, auch wenn sie dann die gleichen Inhalte vertreten.
    – erlaubt damit aus meiner Sicht eine differenziertere Position, die Inhalte und nicht Bezeichnungen in den Vordergrund stellt (“mit einem Feminismus, der sich für Frauenrechte einsetzt habe ich natürlich nichts, sehr wohl aber gegen einen Feminismus, der daraus einen Kampf gegen und eine Abwertung von Männern macht”)“

  3. Mal was erbauliches, was meine Position stärkt:

    https://time.com/3222543/5-feminist-myths-that-will-not-die/

    Ich hab nicht über die Verfasserin recherchiert, aber sie scheint sich ja als Feministin zu verstehen und dennoch erkennt sie die Notwendigkeit, die gängigen feministischen Mythen über Pay Gap und Opferrolle zu bekämpfen.

    Die „Quinnspiracy“-Schlacht in der Videospielszene läuft noch immer und auch hier möchte ich das erfreuliche Auftauchen des Hashtags #notyourshield vermelden. Unter dem äußern sich nichtweiße, homosexuelle und weibliche Gamer gegen diejenigen, die zu vertreten behaupten, ihre Meinung, so sie ihnen aber nicht passt, unter den Teppich kehren.

    • In dem Artikel wird eine Video-Bloggerin zitiert, leider stimmt die URL nicht. Anhand des Namens findet man aber den Kanal. Es geht wahrscheinlich um folgendes Video, das man leider so direkt nicht sehen kann, weil man sich erst anmelden muss:

      • Natürlich auf den falschen Kommentar geantwortet. Klassiker…

        Die Dame hat mehrere Kanäle, es geht aber wohl um dieses Video, das dann heftige Reaktionen hervorgerufen hat.

        Ihre Reaktion darauf scheint dann das hier zu sein:

        • Ja, das Video selbst ist wohl runter, darum habe ich nur auf ihren Kanal verwiesen. Das zweite verlinkte Video ist wohl erst danach entstanden; darin äußert sie sich ja auch dazu.

          Kann verstehen, dass sie es entfernt hat. Es war nur ein Schwarzbild, zu dem sie mit schluchzender Stimme schilderte, wie sie beschimpft worden war. Ein schockierendes Dokument, aber nachvollziehbar, dass sie es nicht oben lassen wollte.

    • Ich hab nicht über die Verfasserin recherchiert, aber sie scheint sich ja als Feministin zu verstehen und dennoch erkennt sie die Notwendigkeit, die gängigen feministischen Mythen über Pay Gap und Opferrolle zu bekämpfen.

      Christina Hoff-Sommers hat meines Wissens den Begriff „Equity-Feminismus“ erfunden. Sie ist schon seit den 1990ern eine der exoponiertesten Kritikerin des vorherrschenden Feminismus.

  4. Bin gerade dabei Geoffrey Millers „Die sexuelle Evolution“ zu lesen.
    Mir sind während des Lesens zwei Fragen aufgekommen, die ich mal stellen werde. Vielleicht ergeben sich die Antworten während des weiteren Lesens ja, wobei es sicher auch keine schlechte Idee wäre sie hier zu besprechen.

    1. G.Miller versucht ja in seinem Buch anhand der, seiner Meinung nach, wenig beachteten sexuellen Selektion im Rahmen der Evolution Sachen wie Musik, Kunst, Wissenschaft etc. zu erklären, da sie ja aufgrund der natürlichen Selektion eigentlich keine Rolle spielen dürften.
    Er behauptet, dass sich Musikalität eben in weiterem Verlauf zu einem selektierten Merkmal innerhalb der sexuellen Selektion entwickelte, da dieser sich in der Vergangenheit als Vorteil erwies.

    Nun meine Frage: Inwiefern kann die Evolutionstheorie erklären, wieso Menschen bestimmte Musik besonders schön, hingegen andere einfach nur kakophon, unästhetisch bzw. „schrecklich“ empfinden?
    Gibt es hierfür evolutionspsychologische Ansätze oder ist das bis heute noch nicht so richtig erforscht worden? Weil sofern ich weiß befasst man sich ja im Rahmen der evolutionären Ästhetik mit dieser Frage. Oder sollte es immerhin tun.

    So sehr ich mich z.B. anstrengen würde R’nB oder Electro/House zu hören, so sehr würde es bei mir Brechreiz auslösen. Mir missfällt der Klang einfach, meine Ohren fühlen sich im Metal Genre viel eher willkommen. Ab und an paar Abstecher zu Tchaikovsky, Wagner, Beethoven oder Dvorak. Wobei Neofolk und Dark Ambient hier auch noch erwähnenswert sind.

    Da fällt mir gerade weiteres ein: Ist es demnach möglich die Liebe gegenüber einem bestimmten Genres (wobei auch hier Überschneidungen mit anderen Genres immer wieder möglich sind) zu erlernen bzw. kann es beliebig wählbar sein, was man nun schön klingend vernimmt und was nicht? Hat hier also in gewisser Weise die soziale Erklärung ebenso Platz?

    2. Es ist ja allseits bekannt, dass in gewisser Weise das Weibchen im Tierreich wählen kann mit wem sie nun kopulieren wollen; sie also das letzte Wort dabei haben. Es kommt also zu einer weitaus härteren weiblichen Selektion der potentiellen männlichen Vertreter als verkehrt.

    Bei uns Menschen ist es ja so, dass auch die Männchen in gewisser Weise wählen können, mit wem sie nun kopulieren wollen und mit wem nicht. Hier also ebenso eine gewisse Wahl haben (auch wenn nicht die unmittelbare Ja/Nein Wahl vor dem möglichen Sex). Die Wahl, dass sie ein bestimmtes Weibchen ansprechen und in weiterer Folge z.B. dazu bringen mit einem Sex zu haben oder in etwas Längerfristiges einzugehen.
    Mit einer 3 steigen wahrscheinlich die wenigsten Männer in’s Bett.
    Bei etwas Blut im Alkohol vlt. schon eher.

    Jetzt wieder auf’s Tierreich umgemünzt:
    Hat man das Verhalten der Männchen, wie man es auch beim Menschen beobachten kann, auch bei anderen Spezies beobachten können oder wird von männlicher Seite einfach alles begattet was vier Beine hat und bei 3 nicht auf den Bäumen ist? Anders formuliert: Existieren bei anderen Spezies wie bei den menschlichen Männchen ebenso gewisse Selektionskriterien, anhand derer man die Weibchen aussortiert, oder ist das ein human-only thing?

    • ät Slavo:

      Ein geniales Buch, eine Offenbarung! Das Thema wird von kaum jemandem so intensiv und faktenreich beackert wie von Miller. Ganz toll finde ich das Kapitel über die Kreativität.
      Ähnlich genial:
      „http://www.amazon.de/Wie-das-Denken-Kopf-entsteht/dp/3463403412“ von Pinker.

      Hier meine bescheidene Meinung vom Biologen:

      1. Die Harmonielehre in der Musik ist meines Wissens universal, egal welche Kultur und Musikrichtung. Scheint was Grundsätzliches in unserer genomisch programmierten Hirnverdrahtung zu sein.

      Individuell würde ich Motive und die Sozialisation für den Musikgeschmack verantwortlich machen.

      So ist Metal traditionell mit männlichen Inhalten gespickt; und die Protagonisten treten auch sehr machohaft und wild auf. Wenn Du also als junger Mann Deine Identität suchst und sozial nicht grade auf Klassik oder Politrock gedrillt wirst, ist Metallica eine gute Wahl.
      Hinzu kommt die Lautstärke: Manowar z.B. gilt ja als die lauteste Band der Welt. Im Spiegel stand dazu mal die interessante These, daß junge Männer damit ihre „Härte“ im Sinne des Handicap-Prinzips zeigen können, weil sie den Krach ertragen.

      2. Beim Menschen finden sich Mann und Frau seriell monogam zusammen, das heißt, beide Partner wählen.
      Die Frauen eher nach Status, Kultur, Bildung, Intelligenz, inneren Werten; Männer eher nach Jugend, Schönheit, Unverbrauchtheit.

      Der Grund für die Männerwahl ist das Investment in die Frau und deren KInder. Da müssen die Mädels eben auch was bieten.

      Bei anderen Säugern gibt es das meines Wissens nicht. Da besamen die Männer alles, was sie kriegen können, weil kaum Kosten entstehen.

      • @Axel

        1. […]
        Klingt grundsätzlich einmal plausibel. Vor allem dass persönliche Motive und auch die Sozialisation hier eine Rolle spielen könnten. Bei mir persönlich sehe ich was die Sozialisation z.B. betrifft keinen bzw. kaum Zusammenhang. War also einer der ersten meiner näheren Verwandtschaft, die sich mit dem Genre außeinandersetzten. Wobei ich mir auch hier wieder denke, ob nicht gewisse Persönlichkeitsmerkmale, die einerseits angeboren, durch die Sozialisation eben auch teilweise modifiziert sein könnten, dazu beigetragen haben, dass ich in genau diese Sparte Musik und nicht in eine andere gelandet bin. Hier könnte man ja z.B. untersuchen ob es Gemeinsamkeiten zwischen Personen gibt, die eine gewisse Musikrichtung hören. Auch hier wieder im Durchschnitt.

        „So ist Metal traditionell mit männlichen Inhalten gespickt“

        Fällt zwar nicht auf alle Subgenres des Metals, aber ja, ein gewisser Teil an Musik beschäftigt sich u.a. auch mit solchen Themen. Vor allem der Heavy/Power Metal.

        „These, daß junge Männer damit ihre “Härte” im Sinne des Handicap-Prinzips zeigen können, weil sie den Krach ertragen.“

        Aus der Perspektive hab ich es bislang noch nicht betrachtet. Mir ist zwar die Handicap-Theorie bekannt, jedoch hätte ich sie in diesem Zusammenhang, glaube ich, nicht eingebracht. Trotzdem ein interessanter Gedanke!

        „Bei anderen Säugern gibt es das meines Wissens nicht. Da besamen die Männer alles, was sie kriegen können, weil kaum Kosten entstehen.“

        Jetzt wo du es sagst erscheint’s auch mir logisch, wieso es bei Tieren dann doch nicht so ist.

        Danke für die Antwort!

        • ät Slavo:

          Wir sind doch auch Tiere! Deswegen ja die Selektion. 😉

          Das männliche Handicap zeigt sich auch bei anderen Sachen wie Rauchen, Mutproben, Komasaufen, Motorradfahren (gefährlich)…

          Das meinte ich: Der Miller gibt Einblicke, die man nicht erwartet hätte.

          Gibt´s auch „weibliche“ Metal-Richtungen?

          Schöner Witz:
          Woran merkt man, daß man auf nem ACDC-Konzert ist?
          Keine Schlange vorm Frauenklo….

    • Vorweg, ich bin kein studierter Biologe, sondern nur interessiert.

      Zitat: „Inwiefern kann die Evolutionstheorie erklären, wieso Menschen bestimmte Musik besonders schön, hingegen andere einfach nur kakophon, unästhetisch bzw. “schrecklich” empfinden?“

      1.) Teilweise ist es Mathematik. Das eine Oktav der Verdopplung der Frequenz entspricht dürfte bekannt sein (vereinfacht). Wieso das dazu führt, dass sie und harmonisch erscheint, kann ich allerdings nicht erklären, könnte aber was der „Technik“ unseres Gehörs zusammenhängen. Es sind auf alle Fälle Universalien; mWn empfinden alle Menschen dass, was wir Oktav nennen, als harmonisch.

      2.) Es ist zum Teil erlerntes Verhalten. Wachsen zwei Menschen mit unterschiedlicher Musik auf (verschiedene Tonleitern bspw), erschienen ihnen wahrscheinlich erstmal verschiedene Klangkombinationen harmonisch.

      3.) Individuell ist vermutlich viel Zufall dabei, bzw eben Individualität. Nein, dafür kann die ET keine Erklärung bieten. Weder die Frage „Rock oder Klassik“ ist so zu beantworten, noch die „Beatles oder Stones“; wobei sich zweitere wohl sowieso überlebt hat…

      4.) Ganz egal, wie kakophonisch, unästhetisch oder schrecklich manchen (bevorzugt älteren) Menschen etwas vorkommt, was sich Musik nennt, andere Menschen (vorzugsweise die nächste Generation) wird bestimmt drauf stehen.

      Zitat: „Hat man das Verhalten der Männchen, wie man es auch beim Menschen beobachten kann, auch bei anderen Spezies beobachten können oder wird von männlicher Seite einfach alles begattet was vier Beine hat und bei 3 nicht auf den Bäumen ist?“

      Ja, vielfach, wenn auch natürlich nicht genau wie beim Menschen. Ich erinnere an eine Entenart, bei der die Männchen für’s brüten zuständig sind; hier sin es eher die Weibchen, die um die Männchen konkurrieren (und auch das farbenprächtigere Federkleid haben, wenn ich das richtig erninnere). Überhaupt muss man bei vielen Vogelarten, bei denen sich beide Eltern um die Brut kümmern, wohl sagen, dass sich die Partner gegenseitig wählen und eine sehr dauerhafte Bindung eingehen. Gut, Seitensprünge gibt’s fast überall, aber dazu braucht’s ja auch wiedeer zwei…

    • @Slavo
      Gerade der Musikgeschmack unterliegt ja auch großen Modeschwankungen.
      Vor ein paar hundert Jahren galten nur Oktave (2:1), Quinte (3:2) und Quarte (4:3) als harmonisch.
      Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich die gr. Terz (5:4) in der Unterhaltungsmusik durchgesetzt.
      In China dagegen war pentatonische Musik beliebt, deren Intervalle europäischen Ohren eher ungewohnt und exotisch erscheinen.

      Wäre mal interessant zu wissen, ob es in der Frühgeschichte der Menschheit schon einfache Musikinstrumente wie Flöten gegeben hat.

  5. Kulturmarxismus, ein Augenzeugenbericht

    Mallory Millett, die Schwester der bekannten, radikalen Feministin Kate Millett

    http://en.wikipedia.org/wiki/Kate_Millett

    zu Zielen und Taktik der feministischen Bewegung in den späten 60’ern, Zitat:

    *It was 1969. Kate invited me to join her for a gathering at the home of her friend, Lila Karp. They called the assemblage a “consciousness-raising-group,” a typical communist exercise, something practiced in Maoist China. We gathered at a large table as the chairperson opened the meeting with a back-and-forth recitation, like a Litany, a type of prayer done in Catholic Church. But now it was Marxism, the Church of the Left, mimicking religious practice:

    “Why are we here today?” she asked.
    “To make revolution,” they answered.
    “What kind of revolution?” she replied.
    “The Cultural Revolution,” they chanted.
    “And how do we make Cultural Revolution?” she demanded.
    “By destroying the American family!” they answered.
    “How do we destroy the family?” she came back.
    “By destroying the American Patriarch,” [man könnte den auch WHM nennen] they cried exuberantly.
    “And how do we destroy the American Patriarch?” she replied.
    “By taking away his power!”
    “How do we do that?”
    “By destroying monogamy!” they shouted.
    “How can we destroy monogamy?”

    Their answer left me dumbstruck, breathless, disbelieving my ears. Was I on planet earth? Who were these people?

    “By promoting promiscuity, eroticism, prostitution and homosexuality!” they resounded.

    They proceeded with a long discussion on how to advance these goals by establishing The National Organization of Women [die größte feminisitische Lobbygruppe der USA]. It was clear they desired nothing less than the utter deconstruction of Western society. The upshot was that the only way to do this was “to invade every American institution. Every one must be permeated with ‘The Revolution’”: The media, the educational system, universities, high schools, K-12, school boards, etc.; then, the judiciary, the legislatures, the executive branches and even the library system.

    How could twelve American women who were the most respectable types imaginable — clean and privileged graduates of esteemed institutions: Columbia, Radcliffe, Smith, Wellesley, Vassar; the uncle of one was Secretary of War under Franklin Roosevelt — plot such a thing? [mit anderen Worten: Elitensprösslinge]

    “Time” called her “the Karl Marx of the Women’s Movement.” [her = Kate Millett, der Autorin Schwester]
    This was because her book laid out a course in Marxism 101 for women. Her thesis: The family is a den of slavery with the man as the Bourgeoisie and the woman and children as the Proletariat.[Nein, nicht ich habe das geschrieben!]. The only hope for women’s “liberation” (communism’s favorite word for leading minions into inextricable slavery; “liberation,” and much like “collective” – please run from it, run for your life) was this new “Women’s Movement.” Her books captivated the academic classes and soon “Women’s Studies” courses were installed in colleges in a steady wave across the nation with Kate Millett books as required reading.

    Imagine this: a girl of seventeen or eighteen at the kitchen table with Mom studying the syllabus for her first year of college and there’s a class called “Women’s Studies.” “Hmmm, this could be interesting,” says Mom. “Maybe you could get something out of this.”

    Seems innocuous to her. How could she suspect this is a class in which her innocent daughter will be taught that her father is a villain? Her mother is a fool who allowed a man to enslave her into barbaric practices like monogamy and family life and motherhood, which is a waste of her talents. She mustn’t follow in her mother’s footsteps. That would be submitting to life as a mindless drone for some domineering man, the oppressor, who has mesmerized her with tricks like romantic love. Never be lured into this chicanery, she will be taught. Although men are no damned good, she should use them for her own orgasmic gratification; sleep with as many men as possible in order to keep herself unattached and free.

    I insist that woman always has been the arbiter of society and when those women at Lila Karp’s table in Greenwich Village set their minds to destroying the American Family by talking young women into being outlaws, perpetrators of infanticide, and haters of Western law, men and marriage, they accomplished just what they intended. Their desire — and I witnessed it at subsequent meetings till I got pretty sick of their unbridled hate — was to tear American society apart along with the family and the “Patriarchal Slave-Master,” the American husband.*

    http://www.frontpagemag.com/2014/mallorymillett/marxist-feminisms-ruined-lives/#.VAW9lif7mH8.twitter

    The utter deconstruction of Western Society, das nenne ich ein kulturmarxistisches Ziel.

    Und, so sieht es aus, sie waren und sind erfolgreich. MIT Unterstützung weiter Teile der modernen konsum-/finanzkapitalistischen Eliten, die damit ihre höchst eigenen, gewinnmaximierenden Zwecke verfolgen. Denn anders ist die weitgestreute Infiltration ausgedehnter Bereiche der Gesellschaft (Medien, Academia, Politik, Justiz, Erziehungssystem) nicht zu stemmen, eine Infiltration, die den klassischen Marxisten/Kommunisten ja in diesem Ausmaß versagt blieb, WEIL sie auf entschlossene kapitalistische Gegenwehr stießen.

    Aber diese Bewegung schafft das, eine, die „unten“ höchst unpopulär ist (man frage Proleten, was sie vom „neuen“ Mann halten 🙂 Oder der „neuen“ Frau. Oder „gender-queer“. Oder Akif Pirincci – kleiner Scherz am Rande.

    Natürlich werden am Ende des Tages die Rechnungen der Kapitalisten so sehr versagt haben wie die der Kulturmarxisten.

    Denn Gott ist groß – Allah u akbar. Auf mehr als eine Weise übrigens, d.h. nicht nur auf islamische.

    • Und, so sieht es aus, sie waren und sind erfolgreich. MIT Unterstützung weiter Teile der modernen konsum-/finanzkapitalistischen Eliten, die damit ihre höchst eigenen, gewinnmaximierenden Zwecke verfolgen.

      Wäre das, was Du beschreibst, in irgendeiner Weise marxistisch, dann wäre es völlig ausgeschlossen, dass die Konsum-/finanzkapitalistische Elite solcherart tiefgriefende gesellschaftliche Umwälzung unterstützen würde.
      Es ist völlig abwegig, etwas als marxistisch zu bezeichnen, wenn deren primäres Ziel nicht die Vergesellschaftung der Produktionsmittel ist.

      Du darfst aber selbstverständlich weiterhin den Ausdruck Kulturmarxismus benutzen, damit dein dir liebes Feindbild Marxismus weiterhin Verwendung findet.

      Wenn die FDP morgen für die Verstaatlichung der Banken und die Vergesellschaftung der Produktionsmittel eintritt, dann darfst du sie immer noch FDP nennen. Nimm aber bitte zur Kenntnis, dass ein grundsätzlicher Wandel stattgefunden hätte.

      • @ Companero Pedro

        *Du darfst aber selbstverständlich weiterhin den Ausdruck Kulturmarxismus benutzen, damit dein dir liebes Feindbild Marxismus weiterhin Verwendung findet.*

        Danke, danke, danke!

        Eine unsagbar wertvolle Ermutigung von einem geschätzten Genossen.

        Ohne die hätte ich das doch nie im Leben auch nur in Erwägung gezogen!

        Angesichts der Tschekisten hier im Forum.

        • Eine unsagbar wertvolle Ermutigung von einem geschätzten Genossen.
          Ohne die hätte ich das doch nie im Leben auch nur in Erwägung gezogen!
          Angesichts der Tschekisten hier im Forum.

          Und wieder einmal wurdest du zerlegt.

          Es bleibt die alles entscheidende Frage unbeantwortet, was an dem, was du kulturmarxistisch nennst, marxistisch ist.
          Ihr Konservativen habt ein grundsätzliches Problem, gesellschaftliche Veränderungen nachzuvollziehen und in euer Weltbild einzuordnen. Ist wohl ein wesentlicher Teil der konservativen Persönlichkeitsstruktur. Stattdessen pflegt ihr eure Feindbilder, die so ganz und gar nicht realitätsbezogen sind. Weil man es sich halt so gewöhnt ist.

          Erklär mir doch mal, welches Interesse die finanzkapitalistische Elite an der Stärkung marxistischen Einflusses in der Gesellschaft haben könnte.

          Dein Problem ist, dass Du nicht erkennst, dass im Zuge der forcierten Ökonomisierung konservative Bezugspunkte wie Heimat, Familie und Glaube an Bedeutung verlieren. Es wird dich erschrecken, aber der Verlust der konservativen Identität ist nicht auf irgendwelche kulturmarxistischen Umtriebe zurückzuführen, sondern logische Konsequenz kapitalistischer Wirtschaftsweise und deren Erfordernisse, insbesondere die vielbeschworenen Flexibilität des Arbeitnehmers.

          Du bist ein wandelnder Widerspruch. Libertarismus und Konservativismus gehen nun einmal nicht zusammen. Links und rechts ist eben viel zu undifferenziert, als dass sich damit eine fundierte Gesellschaftskritik aufbauen liesse. Deshalb muss die Wahnidee einer kulturmarxistischen Bewegung herhalten, weil die Zerstörung konservativer kultureller Werte doch unbedingt „von links“ kommen muss.

        • „Dein Problem ist, dass Du nicht erkennst, dass im Zuge der forcierten Ökonomisierung konservative Bezugspunkte wie Heimat, Familie und Glaube an Bedeutung verlieren.“

          Dein Problem ist, dass Du nicht erkennst, dass der Verlust dieser Bezugspunkte nichts mit „forcierter Ökonomisierung“ zu tun hat, sondern mit einem Anstieg der persönlichen Freiheit im Zuge steigenden Wohlstands und Bildung, hervorgerufen durch marktwirtschaftliche Produktionsverhältnisse im Einklang mit sozialdemokratischer Umverteilung.

        • Dein Problem ist, dass Du nicht erkennst, dass der Verlust dieser Bezugspunkte nichts mit “forcierter Ökonomisierung” zu tun hat, sondern mit einem Anstieg der persönlichen Freiheit im Zuge steigenden Wohlstands und Bildung, hervorgerufen durch marktwirtschaftliche Produktionsverhältnisse im Einklang mit sozialdemokratischer Umverteilung.

          Inwiefern ist es ein Anstieg an persönlicher Freiheit, wenn der Arbeitnehmer sich den Erfordernissen der Ökonomie anpassen muss und alles andere zweitrangig behandelt wird? Du redest von materiellem Wohlstand, was für dich anscheinend gleichbedeutend mit Freiheit ist. Freie Marktwirtschaft, alles klar. Marktwirtschaft macht frei.
          Manchmal verkörperst du, Adrian, das Klischee des hedonistischen, apolitischen und oberflächlichen Schwulen (apolitisch, solange es nicht unmittelbar um die Interssen von Schwulen geht) nahezu idealtypisch. Solange die Regale mit Calvin Klein Parfum gut gefüllt sind, ist ja alles in Ordnung.

        • @ Peter
          Nun tu doch nicht so, als wäre der Arbeitnehmer in der westlichen Welt geknechtet. Bei einer 40-Stunden-Woche und vier Wochen Urlaub. Armut ist hierzulande eine Frage der Wahl zwischen Android und IPhone.

          „Solange die Regale mit Calvin Klein Parfum gut gefüllt sind, ist ja alles in Ordnung.“

          Und ich legal und respektiert ficken kann.

        • @ Peter

          „Inwiefern ist es ein Anstieg an persönlicher Freiheit, wenn der Arbeitnehmer sich den Erfordernissen der Ökonomie anpassen muss und alles andere zweitrangig behandelt wird?“

          Wer ist freier, der Arbeitnehmer von heute oder der von vor 100, 200 oder 300 Jahren? Musste sich der Mensch damals nicht an die Erfordernisse der Ökonomie anpassen? Gab es vielleicht sogar noch andere Zwänge, die deren Freiheit beschränkten? Meinst du wirklich, heutzutage hätten die Menschen weniger Möglichkeiten als früher?

          „Freie Marktwirtschaft, alles klar. Marktwirtschaft macht frei.“

          Im Gegensatz zu Sozialismus, Subsistenzwirtschaft oder Gilden-/Kasten-/Ständegesellschaft: Ja.

          „Manchmal verkörperst du, Adrian, das Klischee des hedonistischen, apolitischen und oberflächlichen Schwulen (apolitisch, solange es nicht unmittelbar um die Interssen von Schwulen geht) nahezu idealtypisch. Solange die Regale mit Calvin Klein Parfum gut gefüllt sind, ist ja alles in Ordnung.“

          Das stimmt allerdings. 😦

        • Wer ist freier, der Arbeitnehmer von heute oder der von vor 100, 200 oder 300 Jahren?

          Freiheit ist wohl in diesem Zusammenhang der falsche Begriff. Wenn es um die „Zerstörungung der Familie“ geht, dann ist wohl in erster Linie der Verfall der existenziellem Notwendigkeit der Familie zu nennen.

          Und das hat in der Tat mehr mit Ökonomie zu tun als mit Roslins primitiver Sündenbockideologie.

        • @ Nick

          „Freiheit ist wohl in diesem Zusammenhang der falsche Begriff. Wenn es um die “Zerstörungung der Familie” geht, dann ist wohl in erster Linie der Verfall der existenziellem Notwendigkeit der Familie zu nennen.“

          Ja, Freiheit und „Zerstörung der Familie“ sind verschiedene Dinge, auch wenn da ein Zusammenhang besteht.

          „Und das hat in der Tat mehr mit Ökonomie zu tun als mit Roslins primitiver Sündenbockideologie.“

          Es hat vor allem etwas mit staatlicher Altersvorsorge, Verhütungsmitteln und alternativen Konsummöglichkeiten zu tun.

        • … und der entsolidarisierung auf der familiären ebene zu tun. würden sagen wir 20% mehr frauen und männer die klassische hausfrauen ehe leben, würden die löhne steigen, insbesondere in den klassischen frauen berufen. würden es 50% machen, könnte man sogar einige gender institute schließen und die löhne würden weiter steigen.

        • Noch als Ergänzung:
          Eine Forcierung der Ökonomie besteht vor allem dann, wenn Menschen ums Überleben kämpfen müssen, wenn Menschen sich ihr Brot buchstäblich im Schweiße ihres Angesichts erarbeiten müssen.
          Dann darf Adrian nämlich nicht schwul sein, sondern muss, um die Familie zu ernähren und die Generationenfolge und den Besitz zu sichern, eine Heirat eingehen.
          Dann kann Peter nicht studieren oder den Beruf lernen der ihm gefällt, sondern müsste eine Tätigkeit ausüben, der für sein Überleben unmittelbar wichtig ist.
          Es ist eine Absurdität zu behaupten, eine Gesellschaft, in der eine ganze Menge von Menschen Sozial- und Geisteswissenschaften studieren (und das noch auf Kosten der Allgemeinheit), würde Ökonomie forcieren.

        • @ Adrian

          „Vielleicht könntest Du Deine Enttäuschung etwas präzisieren?“

          Ich habe wie Peter oft bei dir den Eindruck, dass für deine politische Haltung ausschließlich dein persönliches Wohlergehen (oder das der Schwulen allgemein) relevant ist und du dir selten Gedanken über Zusammenhänge, Voraussetzungenoder Zukunft einer freien Gesellschaft machst. Das finde ich aus liberaler Perspektive etwas unbefriedigend.

          „Eine Forcierung der Ökonomie besteht vor allem dann, wenn Menschen ums Überleben kämpfen müssen, wenn Menschen sich ihr Brot buchstäblich im Schweiße ihres Angesichts erarbeiten müssen.“

          Hinter diesem Vorwurf der Ökonomisierung steht meiner Meinung nach eine romantische Verklärung des vorkapitalistischen Landlebens, wo die Bauernfamilie glücklich und zufrieden mit ihren zehn gesunden und unbeschwerten Kindern weitab jeglicher schmutziger und gefährlicher Industrie, Arbeitszwang und anderen kapitalistischen Zumutungen in ihrer kleinen Idylle vor sich hin lebt. Die Realität war natürlich eine andere.

        • @ JC Denton
          „Ich habe wie Peter oft bei dir den Eindruck, dass für deine politische Haltung ausschließlich dein persönliches Wohlergehen (oder das der Schwulen allgemein) relevant ist“ und du dir selten Gedanken über Zusammenhänge, Voraussetzungen oder Zukunft einer freien Gesellschaft machst.“

          Das ist allerdings auch kein Thema, was hier auf diesem Blog öfter zur Sprache kommt.

          Aber ja, ich halte mein persönliches Wohlergehen durchaus für relevant.
          Wenn Du nun eine konkrete Position bei mir bemerken solltest, bei der Du den Eindruck hast, dass diese die Voraussetzung oder die Zukunft einer freien Gesellschaft unterminiert, kannst Du das gerne anbringen, damit wir darüber diskutieren können.

        • @ JC Denton, Peter
          Als Ergänzung:

          a) Vielleicht habt Ihr beide auch diesen Eindruck, weil ich auf diesem Blog sehr dezidiert schwul bin und diesem Thema sehr viel Aufmerksamkeit widme. Da ist richtig. Es ist meine Perspektive auf einem Blog in dem es im Grunde genommen fast ausschließlich um Heterosexualität geht.

          b) Ich glaube nicht, dass man das Thema der sexuellen und individuellen Freiheit trennen kann. Meine Kernthese zur Voraussetzung einer freien Gesellschaft: Eine Gesellschaft ist dann frei, wenn die Menschen ihre Persönlichkeit leben können, ohne anderen zu schaden.

          Nun kann man dem gerne entgegnen, diese Position trägt dem gesellschaftlichen Zusammenleben nicht genug Rechnung, weil sie die persönliche Verantwortung nicht genug betont. Vielleicht. Aber dann sollte man das an konkrete Beispielen diskutieren und nicht behaupten, Adrian wolle ja eh nur parfümiert ficken, nachdem er das KaDeWe leer gkauft hat.

          Und hier noch ein Video über den Zusammenhang von Sex, sexueller Orientierung und Freiheit (siehe auch meine Position b):

        • @ Adrian

          „Vielleicht habt Ihr beide auch diesen Eindruck, weil ich auf diesem Blog sehr dezidiert schwul bin und diesem Thema sehr viel Aufmerksamkeit widme. Da ist richtig. Es ist meine Perspektive auf einem Blog in dem es im Grunde genommen fast ausschließlich um Heterosexualität geht.“

          Auf deinem eigenen Blog ist es aber auch nicht viel anders, oder?

          „Meine Kernthese zur Voraussetzung einer freien Gesellschaft: Eine Gesellschaft ist dann frei, wenn die Menschen ihre Persönlichkeit leben können, ohne anderen zu schaden.“

          Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber viel komplizierter, als es scheint.

          „Aber dann sollte man das an konkrete Beispielen diskutieren und nicht behaupten, Adrian wolle ja eh nur parfümiert ficken, nachdem er das KaDeWe leer gkauft hat.“

          Wer auf “Solange die Regale mit Calvin Klein Parfum gut gefüllt sind, ist ja alles in Ordnung.” mit „Und ich legal und respektiert ficken kann.“ antwortet, der muss sich darüber im klaren sein, welchen Eindruck er bei anderen hinterlässt.

          Der Typ im Video hat vollkommen recht.

        • @ JC Denton
          „Auf deinem eigenen Blog ist es aber auch nicht viel anders, oder?“

          Der Blog wurde Ende 2006 gegründet, mit dem dezidierten Ziel, Berichte und Mitteilungen über Homos zu kommentieren und zwar aus einer prowestlichen, liberalen Perspektive. Das sind jetzt fast 8 Jahre und die Frequenz der Beiträge hat im Vergleich enorm abgenommen, weil neue Impulse fehlen.

          „Wer auf “Solange die Regale mit Calvin Klein Parfum gut gefüllt sind, ist ja alles in Ordnung.” mit “Und ich legal und respektiert ficken kann.” antwortet, der muss sich darüber im klaren sein, welchen Eindruck er bei anderen hinterlässt.“

          Ich gebe gerne polemische Antworten. Vor allem, wenn der Vorwurf nicht besonders konstruktiv gewesen ist. Und jemand etwas in den Raum stellt (“Solange die Regale mit Calvin Klein Parfum gut gefüllt sind, ist ja alles in Ordnung.” ) was ich nicht behauptet habe.

          Im Übrigen schäme ich mich nicht dafür, gerne zu ficken.

        • *Im Übrigen schäme ich mich nicht dafür, gerne zu ficken.*

          Das wissen wir und wir gönnen es Dir auch, @Adrian. Geh jetzt wieder liebe machen 😉

          Du hast um einen „konstruktiven Vorschlag“ gebeten: Setzt Dich dafür ein oder geh mit gutem Beispiel voran, dass schwule Männer im Schnitt 2,1 Kinder haben und sie am besten in stabilen Familienverhältnissen, großziehen.

          Jetzt erzähl mir nichts von Adoptionsrecht.Ficken kannst Du ja.

        • @Denton:

          Es hat vor allem etwas mit staatlicher Altersvorsorge, ..

          Ich würde sagen: Eher mit strukturellen Faktoren. Den augenscheinlichsten Wandel brachte die Industrialisierung mit sich.

          Immerhin:

          We conduct calibrated simulations as well as regression analyses that measure the quantitative importance
          of social security tax rates in lowering both net marriage and total fertility rates. Our results show that the impact of social security on these variables has been non-trivial.

          Klicke, um auf w12869.pdf zuzugreifen

          [..]Verhütungsmitteln[..]

          Man bewertet nmE die Pille über. Der Baby-Boom nach dem WKII erscheint als Normalität „vor der Pille“, das war er aber eher nicht.

          ..alternative[n] Konsummöglichkeiten

          Auch hier nimmt man nmE zu sehr die 1950er als Maßstab für die Gesellschaft „vor der sexuellen Revolution“. Was schnell zu Trugbildern führt, die 1950er waren eine Phase sehr starker Rückbesinnung auf das „traute Heim“.

        • @ albert
          „Setzt Dich dafür ein oder geh mit gutem Beispiel voran, dass schwule Männer im Schnitt 2,1 Kinder haben und sie am besten in stabilen Familienverhältnissen, großziehen.“

          Warum ausgerechnet schwule Männer?

        • … weil die Homos im Vergleich zu den Heteros einen großen Nachholbedarf haben. Nun sind ja Lesben wohl nicht so Dein Thema, @Adrian, deswegen die Schwulen 🙂

        • Nun kann man dem gerne entgegnen, diese Position trägt dem gesellschaftlichen Zusammenleben nicht genug Rechnung, weil sie die persönliche Verantwortung nicht genug betont. Vielleicht. Aber dann sollte man das an konkrete Beispielen diskutieren und nicht behaupten, Adrian wolle ja eh nur parfümiert ficken, nachdem er das KaDeWe leer gkauft hat.

          @ Adrian

          Ich glaube eigentlich gar nicht, dass du ein oberflächlicher Mensch bist, der bloss an seinem Wohlergehen interessiert ist. Aber du kokettierst ab und zu mit hedonistischen Ansichten. Das irritiert und ist wahrscheinlich so gewollt.

          @ Denton

          Hinter diesem Vorwurf der Ökonomisierung steht meiner Meinung nach eine romantische Verklärung des vorkapitalistischen Landlebens, wo die Bauernfamilie glücklich und zufrieden mit ihren zehn gesunden und unbeschwerten Kindern weitab jeglicher schmutziger und gefährlicher Industrie, Arbeitszwang und anderen kapitalistischen Zumutungen in ihrer kleinen Idylle vor sich hin lebt. Die Realität war natürlich eine andere.

          Also so naiv bin ich nicht. Materiellen Wohlstand weiss ich sehr wohl zu schätzen. Dieser aber hat seinen Preis. Ich stelle mir unter Freiheit einfach etwas mehr vor als relativ gesicherter materieller Wohlstand. Man darf ja noch ein bisschen träumen.

        • @ Peter
          „Aber du kokettierst ab und zu mit hedonistischen Ansichten.“

          Korrekt. Ich kann an einem Kokettieren mit Hedonismus und einem gewissen Ausleben hedonistischer Bedürfnisse auch nichts falsches erkennen.

        • @ Peter
          „Man darf ja noch ein bisschen träumen.“

          Darf ich das so interpretieren, dass Du von einer Welt träumst, in der Deinen (hedonistischen) Bedürfnissen ein wenig mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird?

        • @Adrian, bitte hör doch auf den zickigen Schwuchtel zu geben. Ich schrieb ja explizit, dass

          *dass schwule Männer im Schnitt 2,1 Kinder haben und sie am besten in stabilen Familienverhältnissen, großziehen.*

          also mit dem Sperma allein ist es in diesem Spiel NICHT getan. Da müssen die Schwulen schon mehr bieten. Oder lass es mich direkt sagen Verantwortung zu übernehmen, Zeit, Mühe und Geld zu investieren und nicht nur Sperma zu verteilen.

        • Siehst’e @Adrian, genau aus diesem Grund:

          *Warum sollten Schwule das tun?*

          ist es grundverkehrt die Schwulenehe ebenso zu schützen und zu privilegieren wie eine normale Heteroehe. Genau das meinte ich damit, dass Du dich reduziert. In diesem Fall reduzierst Du Dich auf die Verteilung Deines Spermas, anstatt aufzustehen und Verantwortung zu übernehmen. Damit musst Du leben, weil es halt so ist. Gilt übrigens nicht nur für Homosexuelle, sondern auch für einige Heterosexuelle. Ansonsten ist alles in Ordnung mit Dir, es gibt weiter nichts auszusetzen.

          @Captain, @Adrian ist nicht doof,er versteht es, windet sich aber wie ein Mädchen 😉

        • @ albert
          Verstehe ich Dich also richtig, dass jeder, der nicht 2,1 Kinder in die Welt setzt und diese aufzieht, verantwortungslos handelt?

          „In diesem Fall reduzierst Du Dich auf die Verteilung Deines Spermas, anstatt aufzustehen und Verantwortung zu übernehmen.“

          Genau so gut könnte ich sagen, Männer die Kinder aufziehen reduzieren sich auf ihre Vaterrolle.

          „ist es grundverkehrt die Schwulenehe ebenso zu schützen und zu privilegieren“

          Weil ich keine Kinder aufziehe, ist es grundverkehrt die Homo-Ehe zu schützen?

        • @ Adrian

          „Ich gebe gerne polemische Antworten. Vor allem, wenn der Vorwurf nicht besonders konstruktiv gewesen ist. Und jemand etwas in den Raum stellt (“Solange die Regale mit Calvin Klein Parfum gut gefüllt sind, ist ja alles in Ordnung.” ) was ich nicht behauptet habe.“

          Nichts gegen polemische Antworten, aber sie tragen eben zu dem Bild bei, dass Peter und ich von dir haben/hatten. Vielleicht soltest du das bei zukünftigen Antworten/Beiträgen berücksichtigen. Es sollte ja auch dein ureigenstes interesse sein, richtig verstanden zu werden.

          @ Nick

          „Ich würde sagen: Eher mit strukturellen Faktoren. Den augenscheinlichsten Wandel brachte die Industrialisierung mit sich.“

          Bei komplexen sozialen Vorgängen spielen immer verschiedene Faktoren eine Rolle, je nach beobachtetem Zeitraum der eine mehr, der andere weniger. Wir sind uns aber einig, dass eine Verschwörung nicht der Grund für die „Zerstörung“ der Familie ist.

          @ Peter

          „Also so naiv bin ich nicht. Materiellen Wohlstand weiss ich sehr wohl zu schätzen. Dieser aber hat seinen Preis. Ich stelle mir unter Freiheit einfach etwas mehr vor als relativ gesicherter materieller Wohlstand. Man darf ja noch ein bisschen träumen.“

          Ich will auf keinen Fall materiellen Wohlstand mit Freiheit gleichsetzten. Mir geht es um die „früher (also vor der „Ökonomisierung“) war alles besser“-Haltung mancher Kritiker. Ansonsten gilt: „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!“ 🙂

          @ albert

          „ist es grundverkehrt die Schwulenehe ebenso zu schützen und zu privilegieren wie eine normale Heteroehe. Genau das meinte ich damit, dass Du dich reduziert. In diesem Fall reduzierst Du Dich auf die Verteilung Deines Spermas, anstatt aufzustehen und Verantwortung zu übernehmen.“

          Ehe ist nicht gleich Familie mit Kindern. Die Ehe an sich verdient keine Privilegien.

        • @jc denton, das mit der ehe und familie sehe ich im prinzip auch. das privileg ist historisch gewachsen.

          @adrian, nicht alle taten sind ethisch und moralisch gleich zu bewerten. das hatten wir schon und beim penner waren wir uns ja einig. mir nötig es mehr respekt ab, wenn jemand eine vaterrolle verantwortungsvoll wahrnimmt, als jemand der es versteht kunstvoll sein sperma breit zu streuen.

          damit habe ich nicht gesagt, dass alle die keine 2,1 kinder groß ziehen verantwortungslos handelt. das verstehst du tatsächlich falsch.

          das mit der reduktion auf die vaterrolle ist ja geradezu kindisch, denn in aller regel, schließt diese ja sex nicht aus. wahrscheinlich muss er abstriche machen, aber das war’s auch schon. bei dir findet die vaterrolle überhaupt nicht statt.

          ja, wegen der fehlenden kinder ist es verkehrt die homoehe im selben maße zu schützen wie eine heteroehe, vorzugsweise mit kindern. du hast schon mal zugegeben, dass kinder bei dir einen beschützerinstinkt wecken und männer eher nicht. geht mir such so. zwei männer erst recht nicht.

        • @ JC Denton
          „Vielleicht soltest du das bei zukünftigen Antworten/Beiträgen berücksichtigen. Es sollte ja auch dein ureigenstes interesse sein, richtig verstanden zu werden.“

          Ich denke, ihr habt mich richtig verstanden. Aber es wird hier halt nur ein Teil meiner Persönlichkeit offenbar.

          @ albert
          „mir nötig es mehr respekt ab, wenn jemand eine vaterrolle verantwortungsvoll wahrnimmt, als jemand der es versteht kunstvoll sein sperma breit zu streuen.“

          Man könnte es auch als eine edle und selbstlose Tat betrachten, einem kinderliebenden Frauenpaar sein Sperma zur Verfügung zu stellen, damit sie sich den Wunsch nach einem Kind erfüllen können.

          „damit habe ich nicht gesagt, dass alle die keine 2,1 kinder groß ziehen verantwortungslos handelt. das verstehst du tatsächlich falsch.“

          Du hast doch mit den 2,1 angefangen. Was hast Du denn damit gemeint?

          „ja, wegen der fehlenden kinder ist es verkehrt die homoehe im selben maße zu schützen wie eine heteroehe, vorzugsweise mit kindern.“

          Was ist mit Homopaaren die Kinder aufziehen?

        • @adrian, so erfrischend und scharfsinnig du meist bist, deine letzten kommentare sind nicht konstruktiv und erinnern mich an bockige gören, die reflexartig ohne nachzudenken widerwort geben. hier meine letzten anmerkungen zum thema:

          aus meiner aussage:
          verantwortungsvoll kinder großziehen == respektabel
          kann man nicht folgern oder mir unterstellen
          keine kinder großziehen == verantwortungslos.
          das ist ein strohmann, @adrian.

          wenn du meinst, dass es ebenso respektabel ist, frauen 20ml sperma unentgeltlich zur verfügung zu stellen, wie kinder verantwortungsvoll großzuziehen, dann glaube es halt. ich finde, dass du dich mit dieser aussage blamierst.

          wie schon gesagt, teile ich @jc dentons ansicht, dass wohl eher familien, als die ehe geschütz gehört, darunter würden dann wohl auch homosexuelle familien fallen. darüber könnte man reden.

        • @ albert
          „kann man nicht folgern oder mir unterstellen
          keine kinder großziehen“

          Gut. Dann frage ich mich allerdings, warum die 2,1 überhaupt erwähnt hast.

          „wenn du meinst, dass es ebenso respektabel ist, frauen 20ml sperma unentgeltlich zur verfügung zu stellen, wie kinder verantwortungsvoll großzuziehen, dann glaube es halt.“

          Es wäre vmtl. respektabler, mein Sperma in eine Leihmutter zu verpflanzen und das Kind dann gemeinsam mit meinem Mann großzuziehen. Aber im Grunde genommen finde ich alle drei Alternativen moralisch in Ordnung.

          „ich finde, dass du dich mit dieser aussage blamierst.“

          Damit kann ich mehr als gut leben.

          „wie schon gesagt, teile ich @jc dentons ansicht, dass wohl eher familien, als die ehe geschütz gehört, darunter würden dann wohl auch homosexuelle familien fallen.“

          Was aber konträr zu Deiner vorherigen Aussage über den Schutz der Ehe ist.

        • ich könnte zu allem etwas sagen, aber es ist ermüdend, die diskussion meines erachtens wenig konstruktiv und ich würde dir gerne das letzte wort lassen, @adrian. bis mir jetzt nicht böse süßer?

    • Ich hatte den Unsinn ja gestern bereits in einer Reihe von Kommentaren kritisiert, kann in diesem Strang hier nachgelesen werden – ab diesem Kommentar:

      https://allesevolution.wordpress.com/2014/09/05/grundthesen-des-praktizierten-theoretischen-feminismus/#comment-140069

      Es handelt sich hierbei um einen Text, der auf einer Homepage von David Horowitz veröffentlicht wurde, ein bekannter US-amerikanischer rechtskonservativer Propagandist und Ideologe, der dafür bekannt ist regelmäßig gegen alles zu hetzen, was er für links hält. Dabei sind ihm auch schon etliche Propagandalügen nachgewiesen worden:

      http://en.wikipedia.org/wiki/David_Horowitz#Controversy_and_criticism

      Auf dieser Homepage wird nichts veröffentlicht, was inhaltlich nicht dem äußersten rechten Rand des konservativen Spektrums in den USA entspricht.

      Der Text ist ein interessantes Beispiel für die Political Correctness von rechts und die Art und Weise wie sie funktioniert. Ein manipulativer Propagandatext, der abgestimmt ist auf die psychischen Bedürfnisse von Konservativen und ihre Wertepräferenz für Sicherheit.
      Belegquellen fehlen natürlich – wie immer.

      @ Roslin

      „Kulturmarxismus, ein Augenzeugenbericht“

      Gemäß deiner eigenen Definition, Roslin, ist das kein „Kulturmarxismus“, denn „Kulturmarxisten“ sind laut deiner gegebenen Definition ja Neo-Marxisten in der Tradition von Herbert Marcuse und zwar nicht irgendwelche Marcuse-Anhänger, sondern solche, die ganz bestimmte, offenkundig extrem dämliche und unrealistische Auffassungen und Strategien vertreten.
      Zwar gibt es in Wahrheit Neo-Marxisten in der Tradition von Herbert Marcuse heutzutage kaum noch und die wenigen, die sich heutzutage noch mit Marcuse beschäftigen, vertreten nichts von dem, was du behauptest, aber egal.
      Nach deiner gegebenen Definition ist dies jedenfalls kein „Kulturmarxismus“, da der Bezugspunkt des Textes offensichtlich Anhängerinnen des klassischen Radikalfeminismus sind und keine Neo-Marxisten in der Tradition von Marcuse.

      Dass dieser dümmliche Text versucht die gleichen propagandistischen Muster zu bedienen wie die Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie ist natürlich offensichtlich, tatsächlich wirkt der Text in seiner Lächerlichkeit und Unglaubwürdigkeit ja fast wie eine Satire auf die Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie.

      „man könnte den auch WHM nennen“

      Sicherlich nicht, Roslin.
      Kate Millet war zu dieser Zeit Anhängerin des klassischen Radikalfeminismus, dieser kennt kein PC-Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“, sondern nur ein einfaches Feindbild Mann.
      Das PC-Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“ ist erst viele Jahre später nach dem Zusammenbruch des sogenannten real existierenden Sozialismus (von mir als Staatskapitalismus bezeichnet) im Zuge einer einseitigen, selektiven und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption und Interpretation des französischen Poststrukturalismus entstanden. Dieses PC-Feindbild wird von den radikaleren Anhängerinnen des (vulgär-)poststrukturalistischen Gender-Feminismus vertreten, aber nicht von Anhängerinnen des klassischen Radikalfeminismus, zu denen Kate Millet zählt.

      Der Text gibt übrigens keinerlei Beleg dafür, dass Kate Millet jemals Anhängerin des marxistischen Feminismus war, wie im Titel behauptet. Der marxistische Feminismus ist ja bekanntlich eine andere feministische Strömung als der Radikalfeminismus oder der Gender-Feminismus.
      Verstehen wir unter marxistischem Feminismus auch die marxistische Frauenbewegung der ersten Welle der Frauenbewegung dann handelt es sich bei dieser Variante des marxistischen Feminismus übrigens um eine männerfeundliche feministische Strömung.

      Alles, was ich bisher über Kate Millet gelesen habe, weist darauf hin, dass sie zu dieser Zeit Radikalfeministin war (ob sie es heute immer noch ist, weiß ich nicht). Ich fand bisher keinen Hinweis für eine Verbindung zum marxistischen Feminismus.

      • Korrektur:

        „Dieses PC-Feindbild (WHM) wird von den radikaleren Anhängern des US-amerikanischen Poststrukturalismus und somit von den Anhängerinnen des Gender-Feminismus vertreten, aber nicht von Anhängerinnen des klassischen Radikalfeminismus, zu denen Kate Millet zählt.“

        sollte dort eigentlich stehen.

        Also:

        klassischer Radikalfeminismus – Feinbild Mann
        Gender-Feminismus – Feindbild weißer, heterosexueller Mann

      • ät Leszek:

        n bißchen gläubig bist Du aber auch, gell?

        Darauf kann man aufbauen, vor allem nach Deinen Links von gestern.

        Wenn Du bereit bist, den Heiligen Vater statt Lenin oder Bakunin als Autorität zu akzeptieren, bist Du in unseren Kreisen herzlich willkommen!

        • @ Axel

          „n bißchen gläubig bist Du aber auch, gell?“

          Ich bin Agnostiker.

          „Darauf kann man aufbauen, vor allem nach Deinen Links von gestern.“

          Ich hatte allerdings gestern dazu geschrieben, dass ich die Haltung der Frankfurter Schule zum Katholizismus zu unkritisch finde und ich hatte auch auf ein religionskritisches Buch von dem kritischen Rationalisten Hans Albert verlinkt.

          „Wenn Du bereit bist, den Heiligen Vater statt Lenin oder Bakunin als Autorität zu akzeptieren, bist Du in unseren Kreisen herzlich willkommen!“

          Ich fürchte, darauf kannst du lange warten.
          Aber, falls es dich tröstet: die Leninisten ebenfalls.

        • „Wenn Du bereit bist, den Heiligen Vater statt Lenin oder Bakunin als Autorität zu akzeptieren, bist Du in unseren Kreisen herzlich willkommen!“

          Wohingegen die Ungläubigen, die marxistischen, die liberalen und die unpolitischen, in euren Kreisen herzlich unwillkommen sind und in der Hölle schmoren sollen. 😀

        • wieso nimmt dich das mit der hölle so mit, wenn du doch eh nicht glaubst, @3*ich? ist es ein vorwurf an die gläubigen, dass sie nicht dafür gesorgt haben, dass diese passage gestrichen wird, damit du, der eh nicht glaubt ruhig schlafen kann?

        • ät Leszek und ichii:

          Glaubt Ihr wirklich, daß nur Religiöse gläubig sind?

          Das ist allerdings Glauben, und wer´s glaubt, wird selig.

          Jan Fleischhauer hat in seinem berühmten Film die Linksfühlenden nicht umsonst als „Gläubige“ identifiziert:

          http://www.spiegel.tv/#/filme/unter-linken-jan-fleischhauer/

          Ihr seid als Bakuninisten oder Dawkinisten oder Butleristen oder Wasauchimmer genauso religiös wie die Verfemten Monotheisten. Nur daß Eure Religion keinen Gott, wohl aber Propheten hat.

        • @ Albert

          „wieso nimmt dich das mit der hölle so mit, wenn du doch eh nicht glaubst“

          Wieso regt sich ein Mann über #killallmen auf, wenn er in der Realität nicht damit rechnen muss, von Feministinnen gelyncht zu werden?

          Weil es eine Feindseligkeit ist?

        • „Ihr seid als Bakuninisten oder Dawkinisten oder Butleristen oder Wasauchimmer genauso religiös wie die Verfemten Monotheisten. Nur daß Eure Religion keinen Gott, wohl aber Propheten hat.“

          Begründe mal deine Behauptung.

        • aha, 3*ich, es fällt dir aber schon auf, dass dir das eine während deines lebens und das andere nach deinem tod widerfährt? wenn der passus gestrichen wäre, hättest du keine probleme mit gläubigen, richtig?

          du nimmst auch zur kenntnis, dass es wohl kaum einen katholiken gibt, der zu 100% hinter der gesamten lehre steht. fast alle katholiken verhütten in der ein oder anderen form. es könnte also sein, dass die meisten katholiken, dich gar schmorren sehen wollen. es handelt sich aber um ein gesamtpaket. take it or leave it. und du verurteilst alle?

        • ät ichii:

          Das Offensichtliche begründen? Pure Taktik, wie bei allen Frommen.

          Aber wenn Du magst: Welche (mißbrauchten) symbolischen Theoriegebäude veranlassen junge Männer zum Massenmord?

          Religionen (Radikale Christen/Kreuzzüge,30jähriger Krieg, Islamisten, Hindu-Fanatiker,…) und politische Ideologien (Nazis, Leninisten-Stalinisten, Maoisten, Rote Khmer).

          Wer hängt an „Heiligen“ und „Propheten“ und versucht, seine Gesinnung zu verbreiten, also zu missionieren? Religiöse und Politideologen.

        • „Das Offensichtliche begründen? Pure Taktik, wie bei allen Frommen.“

          Genau, wenn ich ein rationaler Geist wäre wie du, würde ich statt nach Begründungen von Behauptungen zu fragen (pure Taktik!) so was schreiben:

          “Wenn Du bereit bist, den Heiligen Vater statt Lenin oder Bakunin als Autorität zu akzeptieren, bist Du in unseren Kreisen herzlich willkommen!”

          Ihr seid schon ein lustiger Haufen, das muss man euch lassen.

        • Axel,
          inwiefern wird diese Behauptung:

          „Ihr seid als Bakuninisten oder Dawkinisten oder Butleristen oder Wasauchimmer genauso religiös wie die Verfemten Monotheisten. Nur daß Eure Religion keinen Gott, wohl aber Propheten hat.“

          durch dies hier belegt:

          „Das Offensichtliche begründen? Pure Taktik, wie bei allen Frommen.

          Aber wenn Du magst: Welche (mißbrauchten) symbolischen Theoriegebäude veranlassen junge Männer zum Massenmord?

          Religionen (Radikale Christen/Kreuzzüge,30jähriger Krieg, Islamisten, Hindu-Fanatiker,…) und politische Ideologien (Nazis, Leninisten-Stalinisten, Maoisten, Rote Khmer).

          Wer hängt an “Heiligen” und “Propheten” und versucht, seine Gesinnung zu verbreiten, also zu missionieren? Religiöse und Politideologen.“

          ?

          Da besteht überhaupt kein Zusammenhang. Irgendwie bist du argumentativ ziemlich ungeordnet.

          Oder gehört Massenmord für dich zur Religionsausübung und du kannst dir niemanden vorstellen, der wenn nicht aus religiösen Zwecken dann aus anderen Massenmord begehen möchte? 😕

        • @axel, es ist schlimmer. gläubige glauben und ihr glaube verbreitet keine falsifizierbaren aussagen. so schlau sind religionen.

          due butleristen glauben auch, aber sie sind so doof falsifizierbare aussagen zu treffen. sobald sie widerlegt sind, und das sind sie, ist ihr glaube als lüge enttarnt. die, die weiterhin glauben sind trottel, den sie glauben eine lüge. mein geliebter karl popper hat dies dargelegt.

        • „due butleristen glauben auch, aber sie sind so doof falsifizierbare aussagen zu treffen. sobald sie widerlegt sind, und das sind sie, ist ihr glaube als lüge enttarnt.“

          Also erstmal bin ich kein Butlerist, aber wenn sie falsifizierbare Aussagen treffen, ist das doch schonmal ein wesentlicher Unterschied.

          Eine solche Aussage ist zum einen abstrahiert von der Person, die sie geäußert hat, womit die Aussage, die Person sei ein „Prophet“, nicht zutrifft („Nur daß Eure Religion keinen Gott, wohl aber Propheten hat.“), zum anderen kann man sagen, die Aussage, die ihr vertretet ist falsch, da [Begründung].

          Also warum macht ihr das nicht einfach?

          Wenn ihr statt Aussagen von Theoretiker A argumentativ zu widerlegen sagt, die Leser von Theoretiker A haben zwar keinen Gott, aber einen Propheten (nämlich Theoretiker A) und die Bücher von Theoretiker A sind auch eine Religion, kommt man unweigerlich auf den Gedanken, dass ihr einfach zu blöd seid, die Aussagen von Theoretiker A argumentativ zu widerlegen.

        • ät ichii und Albert:

          iii: Begründung des Feindes = Behauptung
          eigene Behauptung = rationale Begründung

          Ich hatte ja oben ein paar frappierende Vergleiche angestellt. Daß Du die selbst für Geld nicht als Argument akzeptieren magst, war im Vorfeld klar.
          Massenmord gehört übrigens nach meiner Meinung sehr wohl zur „Religionsausübung“, solange es um fromme Fanatiker und fromme Ideologen geht.
          Es ist sogar einer der Hauptgründe, oder zumindest eine der Hauptrechtfertigungen für Massenmord.
          Kennst Du historisch bessere?

          Alberto: Hehe, stimmt, die Gendas liefern Aussagen, die überprüfbar sind. Allerdings bewegen sie sich zunehmend auf die Interpretationsebene, die schwieriger zu falsifizieren sein wird.
          Beispiel: „Geschlecht findet auf unterschiedlichen Ebenen statt- Gene, Chromosomen, Hormone, Gesellschaft.“ Den kennste doch bestimmt:
          http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2013/weder-mann-noch-frau-19543

        • ich habe butler als beispiel gewählt, weil ich ihre thesen leider kenne. ihre these des variablen sozial konstruierten geschlechts ist widerlegt. den quatsch der kommunisten, marxisten, anarchisten ziehe ich mir nicht rein, bin mir aber recht sicher, dass es da ähnlich ist. sie haben thesen aufgestellt, die nicht mit der realität übereinstimmen. na ja, butler war ja eine frau, vielleicht waren engels, marx und lenin und die anderen cleverer.

          das mit dem propheten kapiere ich nicht. eine zentrale aussage der religion, ist die angedrohte hölle für ungläubige. dies lässt sich nicht prüfen.

          das mit dem theoretiker A auch nicht.

        • Axel

          „Begründung des Feindes = Behauptung
          eigene Behauptung = rationale Begründung“

          Mach’s doch wie ich und zitiere die Passagen, auf die du dich beziehst. Ich verstehe wirklich nicht, worauf du hinauswillst.

          „Ich hatte ja oben ein paar frappierende Vergleiche angestellt.“

          Ja, Dawkins mit dem „Heiligen Vater“ und so….

          „Daß Du die selbst für Geld nicht als Argument akzeptieren magst, war im Vorfeld klar.“

          Das muss ein Missverständnis sein. Für Geld akzeptiere ich selbstredend jedes deiner „Argumente“. Wird allerdings nicht billig.

          „http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2013/weder-mann-noch-frau-19543“

          Chrismon.evangelisch.de? Das ist sicher eine von diesen Atheistenseiten von Leuten, die nicht an Gott glauben und daher Gender als Ersatzreligion praktizieren?

        • ät iii:

          Wieviel verlangst Du? Aber mit Unterschrift und Urkunde!

          Chrismon ist doch ein schöner Beweis für Antichristen, oder?
          Christen-Wahnsinninge im selben Boot mit Gender-Wahnsinnigen!

          Außer Du findest Gender geil. Das wär aber peinlich.

        • ät Albert:

          Nee, Fanatikerergüsse sind eh nur Humbug. Die glauben da selber nicht dran. Wenn die an der Macht sind, geht´s um „härtere“ Werte: Kohle, Macht…

          Mit den Propheten meinte ich, daß gläubige Menschen religiöse Vorbilder haben, die sie verehren. Muß nix Schlimmes sein, außer es handelt sich um Fanatiker, die die Lehren ihres Idols anderen aufzwingen wollen.

          Bei Gendas wäre das Butler oder Foucault, bei Islamisten der Scheich bin Ladin oder der Imam Sowieso…

        • „Mit den Propheten meinte ich, daß gläubige Menschen religiöse Vorbilder haben, die sie verehren. Muß nix Schlimmes sein, außer es handelt sich um Fanatiker, die die Lehren ihres Idols anderen aufzwingen wollen.“

          Ja, gläubige Menschen haben religiöse Vorbilder, die sie verehren. Andere Menschen aber nicht.

          „Chrismon ist doch ein schöner Beweis für Antichristen, oder?
          Christen-Wahnsinninge im selben Boot mit Gender-Wahnsinnigen!“

          Das Entweder-oder, was du an anderer Stelle aufgebaut hast – entweder man glaubt an Gott oder an „Gender“ – stürzt damit nur ein.

          Wenn du als Beweis, dass Gender eine „atheistische Religion“ sein soll, ausgerechnet auf genderbegeisterte Christen verweist, zeigst du selbst auf, dass deine Aussage Blödsinn war.

    • @ Roslin

      Besonders auffallend an dem Text fand ich übrigens die Behauptung, Kate Millet habe die Förderung von Prostitution angestrebt, (um dadurch eine kulturelle Revolution herbeizuführen und die Familie zu zerstören).
      Tatsächlich gibt es ein Buch von ihr aus den frühen 70er Jahren zur Kritik an der Prostitution: „The Prostitution papers: a candid dialogue“. Die deutsche Übersetzung des Buches heißt „Das verkaufte Geschlecht – Die Frau zwischen Gesellschaft und Prostitution“ und das Vorwort schrieb niemand anderes als – Alice Schwarzer, die nicht gerade dafür bekannt ist, die Prostitution fördern zu wollen.
      Das Vorwort von Alice Schwarzer zu Kate Millets Buch ist im Netz verfügbar, einer der üblichen einseitigen Alice Schwarzer-Texte – ich verzichte daher mal auf eine Verlinkung. Aber zwei Zitate von Kate Millet aus dem Buch, die in dem Vorwort erwähnt werden, seien kurz zitiert, da sie ein Schlaglicht auf Kate Millets tatsächliche Einstellung zur Prostitution werfen.

      Kate Millet:

      „Ich sehe in der Prostitution so etwas wie ein Paradigma: ein Exempel für die soziale Situation der Frau, wie sie im Grunde besteht. Hier wird nicht nur ihre Abhängigkeit offenbar, verknüpft mit den finanziellen Beziehungen zwischen den Geschlechtern, in Ziffern und Zahlen fixiert, statt versteckt hinter Paragraphen eines Heiratsvertrags. Mehr noch wird durch den bloßen Akt der Prostitution unser Wert deklariert: als Wert einer Sache. Was die Prostituierte in Wahrheit verkauft, ist nicht Sex, sondern ihre Entwürdigung. Und der Käufer, der Kunde, kauft nicht Sexualität, sondern Macht: die Macht über einen anderen Menschen.“

      „Es ist weder ein romantischer noch ein frömmelnder Unsinn, wenn ich in der Prostitution ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sehe.“

      Diese Zitate von Kate Millet machen nicht gerade den Eindruck, dass sie die Prostitution fördern wollte. Vielmehr ist das die typische klassisch-radikalfeministische Position zur Prostitution.

      Es scheint, als hätten sich David Horowitz und Kate Millets rechtskonservative Schwester Mallory Millett da ein bißchen vergallopiert, nicht wahr?

  6. Aktuelle Beispiele für die fortschreitende Infiltration etwa der Academia und des „Qualitätsjournalismus“ mit radikalen Genderfeminist.I.nnen gibt es zuhauf.

    Im englischen Sprachraum ist die überaus brillante Intellektuelle, Stilistin, Journalistin Laurie Penny mittlerweile als Niemann-Fellow in Harvard (!) gelandet.

    Die nicht minder brillante Gesellschaftsanalytikerin Julie Bindel (lesbische Radikalfeministin) an der Brunei-University als „Journalist in Residence“ installiert.

    Auf der Webseite der Universität heißt es:

    *Brunel’s Head of Journalism Sarah Niblock [sie heißt wirklich so!] welcomed the appointment: “Julie is a phenomenal journalist who never ceases to bring tough social affairs stories to the forefront of the news agenda. She combines the research acumen of a sociologist [:)] with the news sense, policy know-how and editorial rigour of a reporter.”

    “Our students find her passion for her subject matter infectious, and they can’t wait to work with her,” she added.*

    Infectious wie Ebola.

    Satiriker wären heute wirklich zu bedauern. Bei all dem Ernstgemeinten.
    Aber – Gott sei Dank – die meisten sind ja ebenfalls „kritisch, modern und progressiv“.

    Quelle:

    http://www.avoiceformen.com/feminism/good-news-laurie-penny-is-leaving-the-uk-bad-news-shes-returning-in-may/

    • ät Roslin:

      Jo, stimmt. Gut, daß die Journalisten überwiegend dunkelrot-grün sind (in D) hat die Bild-Zeitung bei einer internen Umfrage schon 2001 festgestellt.

      Kein Wunder, daß sie der aktuellen politischen Mode Zucker geben.

      Daß bestimmte Disziplinen an der Uni seit geraumer Zeit extremistisch sind, ist auch bekannt; kein Wunder, daß sie den Genderkram übernehmen; zumal es Titel, Posten und Geld dafür gibt.

      Neu ist allerdings die Qualität der Missionierung, was Widerspruch und Gelächter erzeugt.

      Wie kommt es, daß sich die Politiker weiterhin trauen, weitere Genderposten zu schaffen?
      Mittlerweile fängt ja sogar schon die CDU an, von einem konservativen Image wegzukommern, um nicht als „unmodern“ oder „hinterwäldlerisch“ zu gelten.

    • vor ein paar tagen habe ich meldungen in den nachrichten gehört, dass wir millionen oder milliarden in den innovationsstandort deutschland stecken. es gibt drei schwerpunkte: rund um das gehirn, habe ich vergessen und diveritaet am arbeitsplatz. letzteres ist nur futter für gender.

  7. The Son Also Rises und die Folgen

    Gregory Clark, der nachwies, wie gering tatsächlich das Ausmaß sozialer Mobilität über die Zeit ist, warnt vor den Folgen der gegenwärtigen Einwanderungspolitik fast aller westlichen Staaten (Ausnahmen meines Wissens nur Finnland und Japan), Zitat:

    *But it would be a mistake to assume that those experiences [Einwanderungsgruppen der Vergangenheit, meist aus anderen europäischen Staaten, als dynamische Bereicherungen der Gesellschaften, in die eingewandert wurde, alles in allem ein Nettogewinn für diese Länder] will be repeated for all immigrants. There is reason to believe that many recent migrants to both the United States and Europe will have a much more difficult time than their predecessors. Meanwhile, the countries in which they settle are less likely to see the benefits of immigration as they experience heightened social tensions and widening social inequality. Policymakers would be wise to take those risks into account. Rather than focus on policies for integrating new immigrants, they should concentrate on avoiding selection policies that threaten to create near–permanent ethnic or religious underclasses. …*

    Das ist natürlich die Rezeptur für die Erzeugung von Bürgerkriegen. Falls das jemand beabsichtigen sollte, der ein verhasstes, aber leider Gottes hoch erfolgreiches System gründlich zu zerstören wünscht, er könnte sich kaum ein besseres Rezept ausdenken: ethnisch-religiös schwer integrierbare, dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesene Gruppen importieren, die sich aufgrund ihrer Verschiedenheit permanent ausgegrenzt und diskriminiert fühlen, darin und nur darin den Grund für ihre permanente Erfolglosigkeit sehen, in dieser Sicht unterstützt werden von politisch Interessierten, die das Ressentiment ausbeuten > auf der anderen Seite die, von denen stets und ständig verlangt wird – und es sind ja auch immer dieselben Gruppen! – die weniger Leistungsfähigen zu unterstützen und die durch Beschimpfung dazu „motiviert“ werden („Rassisten, Privilegierte, WHMs, Diskriminierer etc. = IHR SEID BÖSE UND SOOO GEMEIN ZU UNS, NUR DESHALB GEHT ES UNS SCHLECHTER ALS EUCH; WEIL IHR SO BÖSE UND GEMEIN ZU UNS SEID, DARUM TUT BUSSE UND HELFT UNS GEFÄLLIGST!“), die nie endende Umverteilung als gerecht zu empfinden.

    Das geht natürlich nur begrenzte Zeit und in begrenztem Umfang gut. Wird der Zeitrahmen überdehnt und der Umfang auch, knallt es. Zumal es IMMER linke wie rechte Politcondottieri geben wird, die davon zu profitieren hoffen – oft ja völlig zu Recht – dass es knallt.

    *But recent evidence suggests that, in reality, social mobility rates are extremely low. Seven to ten generations are required before the descendants of high and low status families achieve average status. Thus in modern Sweden the descendants of the eighteenth-century nobility are still heavily overrepresented — 300 years later — among higher social status groups: doctors, attorneys, the wealthy, members of the Swedish Royal Academies. In the United Kingdom, the descendants of families who sent a son to Oxford or Cambridge around 1800 are still four times as likely to attend these universities as the average person.*

    Dabei ist es völlig gleichgültig, ob diese „Vererbung“ von Erfolg vor allem genetischer Natur ist oder auf irgendeine Weise sozial erzeugt wird bzw. von einer Mischung aus beiden Einflussgrößen.t

    Wenn es bisher noch niemandem gelungen ist, dieses Muster auf nicht katastrophale Art dauerhaft zu verändern.

    Und selbst die katastrophalen Versuche zeigten laut Clark keinen bleibenden Effekt, verstörten das Muster „bestenfalls“ zeitweilig, bevor es sich wundersamerweise wiederherstellte.

    *Social mobility rates have also been relatively impervious to government policy. They are no higher in societies like Sweden, with generous interventions in favor of the children of disadvantaged families, than in the more laissez-faire United States. For that matter, they are no higher in modern Sweden than in eighteenth-century Sweden, or medieval England.

    Immigrants who quickly assimilated to their new society in countries such as the United States were often positively selected from the sending populations. The Scandinavians who settled the upper Midwest were not desperate, huddled masses but a representative selection from a literate, if poor, society. The Jews of the Russian Empire were certainly poor, but they were an educated elite within their home societies.

    Given current patterns of immigration to the United States, Washington faces an enormous policy challenge. Two in five of all immigrants to the United States are from Mexico and Central America. Latinos now constitute 22 percent of all children in the United States; by 2050, they are expected to be 39 percent. But the social status of Latinos, even those born in the United States, is persistently low.

    This perhaps shouldn’t be a surprise, given that migrants from Mexico and Central America tend to be negatively selected from their home populations: they are often the people who found themselves in such desperate economic circumstances at home that they preferred to live as illegal immigrants in the United States. (Latinos constitute nearly half of the foreign born in the United States, but four in five of illegal migrants.) The effects have been dire: there can be no doubt that immigration is widening social inequality in the United States.*

    Und nicht nur dort.

    Quelle:

    http://www.foreignaffairs.com/node/139101

    Wer nun so unvorsichtig ist, auf diese Muster hinzuweisen – wie etwa Jason Richwine – der wird als „Rassist“ denunziert und mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt.

    1. Gebot der Politischen Korrektheit: „DU SOLLST NICHT WAHR-NEHMEN!“

    Mal sehen, wie es Gregory Clark ergeht.

    Seine Untersuchung der Langzeitmuster sozialer Mobilität in Buchform (übrigens auch noch nicht auf Deutsch erhältlich, schön zu wissen, wie gut wir vor Crime Think beschützt werden – von wem auch immer):

    Eine Besprechung des Buches auf Deutsch:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/sozialer-aufstieg-die-neue-klassengesellschaft-12827187.html

    *Wenn weder politische Revolutionen noch finanzielle Interventionen zur Egalisierung taugen, was hülfe dann zu mehr Gleichheit? Die Antwort liegt nahe: Die Unterschicht muss in die Oberschicht heiraten – und umgekehrt. Denn das ist das beste Mittel, die Talente zu mixen und statistisch jene „Regression zur Mitte“ zu beschleunigen, welche die soziale Mobilität in Schwung bringen könnte. Doch die Menschen verhalten sich genau umgekehrt: Gleich und Gleich gesellt sich gern, und Reiche lieben am liebsten Reiche. Der Trend verstärkt sich sogar. Ob das ein Indiz dafür ist, dass es mit dem Wunsch nach Egalisierung, wird es konkret, doch nicht so weit her ist? Man könnte es meinen. Dass bestimmte Gruppen besonders lange Elite (Juden, Kopten, Brahmanen) oder Unterschicht (Schwarze in Amerika, Sinti) bleiben, dürfte jedenfalls auch mit dem sozialen Paarungsverhalten der Menschen zusammenhängen.*

        • Da gibt es glaube ich keine EIn-Wort-Beleidigung.
          Aber Redewendungen. „Spinnenweben zwischen den Beinen“ wäre das Äquivalent, wenn man „Wichser“ als Beleidigung ansieht im Sinne, dass der Mann zu wenig Sex bekommt und deshalb masturbieren muss. Oder Katzenfrau, weil vorgeblich Katzen als Partnerersatz benutzt werden.
          Mittlerweile hat das Wort diese Bedeutung verloren, zumal wichsen nicht als anrüchig angesehen wird und bedeutet einfach „Blödmann“.
          ich glaube auch nicht, dass sich jemand durch das Wort „Wcisher“ beleidigt fühlt.
          Es ist eher, je nach sozialem Kreis, die Empörung über derart ungebührliches vverhalten oder darüber, dass sich das Gegenüber herausgenommen hat, einen überhaupt zu attackieren, die eine negative Reaktion des Angesprochenen bewirkt.
          Es kann auch in liebevollem Kontext benutzt und so verstanden werden. Zwei Brüder/freunde die sich gut verstehen z.B.

  8. Wer mal eine richtige Diskussion zwischen Adrian und Roslin erleben will, der schaue sich das folgende Video an:
    Peter Hitchens (Roslin) vs. Dan Savage (Adrian)

    Für mich gibt es keinen klaren Sieger, da ich beide Standpunkte gut nachvollziehen kann.

      • @ Adrian

        Hitchens meint völlig zurecht, dass unsere Verhalten anderen Menschen Schaden zufügen kann, auch wenn es direkt nur uns selbst betrifft und auch nicht jeder Lebensweise gleichwertig ist. Beispiel Drogen: Neben der Selbstschädigung gibt es noch die sozialen Kosten (Ökonomensprache: negative Externalitäten) in Form von leidenden Angehörigen, medizinischer Versorgung oder Kriminalität. Selbst der Penner, der sich zu Tode säuft, kann Kosten für andere verursachen (Beerdigung). Nun will ich nicht, dass der Staat alles mögliche verbietet, was negative Auswirkungen hat, und wegen mir könnten alle Drogen legal sein. Eine freie Gesellschaft muss aber im Interesse ihrer Selbsterhaltung irgendwie mit solchen Problemen umgehen, und wenn der Staat sich raushalten soll, muss eine andere Lösung her. Diese Lösung besteht aus einer Kultur, die Selbstdisziplin hochhält, in der die Leute aufpassen, was ihre Mitmenschen so treiben und in gewissem Maße auch intolerant sind, wenn sie es übertreiben. Das kann man jetzt repressiv, spießig oder kulturkonservativ nennen, aber es ist meiner Meinung nach nötig, um ein zivilisiertes Zusammenleben in einer Gesellschaft zu ermöglichen, die der jeder seine Persönlichkeit frei entfalten kann.

        • @ Adrian

          Ich behaupte nicht, dass Savage (oder du) eine Kultur ohne Selbstdisziplin oder Verantwortung fordert, allerdings scheint er mögliche negative Folgen der von ihm vertretenen individuellen Freiheit zu ignorieren. Da kann man ein zumindest implizites Eintreten für eine Kultur ohne Selbstdisziplin und Verantwortung heraushören, aber das ist nur meine Interpretation.

    • eine anregende diskussion, @jc denton. aber dans einziges argument war doch „personal choice to do so“. meiner ansicht nach reduzieren wir uns, wenn dies der einzige maßstab unsere handels ist. das ist hedonismus.

        • „Im Übringen geht es Dich nichts an ob andere meinen, sie würden sich “reduzieren”.“

          Korrekt. Ich kann die Aussage dennoch kritisieren.
          Abgesehen davon, dass das, was Albert sagt, überhaupt nicht stimmt. Denn „personal choice“ ist nicht der einzige Wert, den Savage vertritt. Er vertritt „personal choice“ sofern es keinem anderen schadet.
          Hitchens aber hat als autoritärer Charakter naturgemäß etwas dagegen.

        • @adrian, das deine rechte dort aufhören, wo sie die rechte anderer berühren ist doch trivial. sonst könnten ja leute rumlaufen und im namen der persönlichen freiheit morden.

          ich finde schon, dass sich jemand refuziert, wenn er beschließt sich als penner zu tode zu saufen, obwohl es seine persönliche entscheidung und freiheit ist.

          • „ich finde schon, dass sich jemand refuziert, wenn er beschließt sich als penner zu tode zu saufen, obwohl es seine persönliche entscheidung und freiheit ist.“

            Na schön. Das finde ich auch. Und weiter?

          • „@adrian, das deine rechte dort aufhören, wo sie die rechte anderer berühren ist doch trivial.“

            Und nein, das ist nicht trivial. Sämtiche Weltreligionen, die meisten Konservativen und viele Linke sind gegen dieses Konzept und sind der Meinung, dass die Einschränkung der persönlichen Freiheit vorher beginnen müsse.

            Ein simples Beispiel: Konsum von (weichen) Drogen. Fast überall verboten.

        • du verwechselst notwendige mit hinreichenden bedingungen, @adrian. es ist notwendig deine rechte zu beschneiden, wenn sie die rechte anderer tangieren. es wurde ja nicht behauptet, dass du alles machen kannst, solange es die rechte anderer nicht tangiert.

    • Den Artikel noch gar nicht gelesen, aber der Artikel ist mit einem geleakten Nacktfoto von mir bebildert?! Das ist ja wohl mal wieder Doppelmoral hoch drei, nach dem „Fappening“.

    • Aer ganz netter pragmatischer Widerspruch:

      Im Artikel

      „Jetzt zeigen wir’s diesen „Feminazis“ mal so richtig (weil sich für Gleichberechtigung einzusetzen, ganz klar das gleiche ist, wie 6 Millionen Juden zu töten und einen Weltkrieg anzufangen“

      Unten in der Linkleiste „Empfohlene (lies: themenverwandte) Artikel“:

      „Die Femitheistin will 90% der männlichen Bevölkerung für eine bessere Welt eliminieren“

    • Eigentlich megageil.

      Bei Frauen ist Aussehen egal bzw. jedes Aussehen gut.

      Bei Männern ist ein unvorteilhaftes Aussehen mit ein Grund, sie herunterzumachen.

      Gleichberechtigung 2014!

      Solche Hassartikel gehören aufgehoben. Ich sehe ich ja nicht als Männerrechtsaktivist, aber eine Gruppe von Leuten „zu dissen“ (Aufruf im Artikel!), weil sie „Verlierer“ sind… das ist schon unterirdisches Niveau.

    • „Hilf Stefan auf Twitter dabei, Maskulisten zu dissen. “

      Alleine wegen der Kommentarfunktion bereue ich es manchmal nicht bei Facebook oder Twitter zu sein. Aber das Kommentieren wird bei dem Autor zu ähnlich viel Einsicht führen, wird das Kommentieren unter dem chrismon-Artikel bei der Autorin. Die ist ja auch der Meinung das ein Männerbild, das sie selbst als Widerling und Arschloch bezeichnet, keinerlei Wertung enthält. Jetzt mal Butter bei die Fisch, aber die sind doch gehirngewaschen oder sowas.

      Da sollte mal einer kommentieren:

      „Haha, diese Loser. Guckt mal hier:

      http://patriarchat.wordpress.com/

      Dort schreiben die über Väterentsorgung, Jungendiskriminierung in der Schule und diskutieren die Männerfeindlichkeit im Feminismus. Als ob der Feminismus männerfeindlich ist. Die sollten mal alle die Definition von Feminismus nachschlagen und diesen nicht an den Taten von Feministinnen beurteilen.“

      Die kennen bisher ja nur wgvdl und wikimannia (weil das so ja auch viel praktischer ist ^^). Ich brauch hier ja niemand zu erzählen das so ein Artikel nur über Männer veröffentlich werden kann, ohne das der Autor Konsequenzen zu befürchten hat.

    • Tja, ein weites Feld. Ich gucke selten in Wikimannia hinein – verstehe allerdings diese Energie nicht, welche „Vice“ dort hinein haut.

      Insbesondere der Autor des Artikels, Stefan Lauer, scheint sich ja bestens auszukennen und persönliche Animositäten zu pflegen:

      „Hilf Stefan auf Twitter dabei, Maskulisten zu dissen“

      Geht es noch eine Etage tiefer und peinlicher? Auf mich wirkt es doppelbödig bzw. Wikipedia-beschönigend. Eine Enzyklopädie, welche u.a. Arne zurecht ‚bekämpft‘ …

  9. Hey, Adrian – das Thema hatten wir doch schon geklärt, dachte ich. Es ging mir nicht um ein Aufwärmen der CW-USC-Thematik, sondern ich musste schmunzeln, weil mich das Bild sofort an diesen Blog erinnerte. Nicht mehr und nicht weniger. Daher auch meine Betonung: „Vollkommen – und total OT“

    Und diesbezüglich schrieb ich ja auch, dass das Bild einen anderen Sinn ergeben würde, stünde Alice S. am Ende der bisherigen Evolution.

    Also, virtuelles Küsschen zurück (war gestern zu müde) und ich würde mich freuen, wenn du deins nicht zurücknehmen würdest. Aber nicht mit Zunge, bitte 😉

  10. Kurzer Gedanke, der mir seit einiger Zeit durch den Kopf geht:
    Ergibt das Konzept der Religionsfreiheit eigentlich Sinn? Ist Religionsfreiheit nicht lediglich eine Form der Meinungsfreiheit?

    • „Ist Religionsfreiheit nicht lediglich eine Form der Meinungsfreiheit?“

      Nein, Religionsausübung ist mehr als nur eine Meinungsäußerung (z. B. Beschneidung)..
      Meiner Auffassung nach sollte es nur Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit für Religionsanhänger geben, das reicht vollkommen aus.

    • Dafür muss man – zumindest ansatzweise – die Natur von Religionen nachvollziehen. Im Gegensatz zu Meinungen aller Art, die man theoretisch alleine auch zu Hause im stillen Kämmerlein ausleben kann, erfordern (langlebige) Religionen immer auch Religionsgemeinschaften. Damit verbunden sind Traditionen und Brauchtum. Das heißt eine Religionsfreiheit, die sowohl „Freiheit von Religion“ als auch „Freiheit zu Religion“ beinhaltet, wird sich damit befassen müssen, was erlaubt sein muss, um diese oder jene Religion zu praktizieren. Große Versammlungen und Feste erfordern Platz (oder Räume), erzeugen Lärm und Menschentrauben. Es wird sich kaum verhindern lassen, dass eine hinreichend große Religionsgemeinschaft – allein durch ihre Mitglieder – wahrnehmbar ist. Totale Freiheit von Religion kann es damit nicht geben. Es ist also eine Abwägung, wessen Freiheit wann schwerer wiegt, wobei die Tatsache entscheidend ist, dass Religion nicht alleine gelebt werden kann.

      • @ Graublau
        Ich verstehe das sehr wohl, allerdings verstehe ich die Trennung nicht. Auch andere Meinungen implizieren Gemeinschaft und Brauchtum. Politische Parteien z.B. haben auch ihre Vereine, Traditionen und Versammlungshäuser. Dackelzüchtervereine ebenso.
        Für all das gibt es Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit. Wozu dann noch Religionsfreiheit?
        Was unterscheidet bspw. die Katholische Kirche vom Verein der Epikurer? Außer dass ihr staatliche Sonderrechte zugesprochen werden, ohne dass es dafür einen nachvollziehbaren Grund gibt.

      • „wobei die Tatsache entscheidend ist, dass Religion nicht alleine gelebt werden kann.“

        Haben Einsiedler denn keine Religion?

        Was Religionen teilweise machen ist auch eine Art politische Korrektheit fordern, indem sie zB die Verletzung von relig. Gefühlen, was immer das ist, von Gläubigen durch Un-oder Andersgläubige anprangern …

  11. Hab diesen pdf-Link vor kurzem ausgegraben:

    Klicke, um auf 256220.pdf zuzugreifen

    Da geht’s um 95 Thesen, die gegen die Evolutionstheorie sprechen.

    Verbreitet durch den CLV-Verlag, die Christliche Literatur Verbreitung.

    Eigentlich müsste man ja jetzt schon wissen wohin der Hase läuft.
    Hab noch nicht reingeschaut, meine aber, dass ich durchwegs geistigen Durchfall lesen werde.

    Kennt wer einen Text dazu, der die aufgestellten Thesen rebutted?

  12. Inspiriert von den gestrigen „Wikinger-Kriegerinnen“ und einem spätnachmittäglichen Ausflug, möchte ich die Kommentatoren hier um ein kleines Experiment bitten (das sich übrigens wunderbar mit einem spätsommerlichen oder frühherbstlichen Spaziergang vereinbaren lässt):

    Mit eurer Partnerin/Schwester/Bekannter/.. lauft ihr gemeinsam eine Steigung hinauf – nicht zu steil, aber auf einer längeren Strecke bergauf (alternativ auch Treppen über mehrere Stockwerke).
    Ihr geht zügig und flott, aber gerade nur so schnell, dass ihr die Geschwindigkeit noch dauerhaft ohne merkliche Anstrengung durchhaltet.

    Ich würde mich freuen, wenn einige Kommentatoren über ihre Erfahrungen in dieser Situation berichten.
    Dankeschön im Voraus.

    (Um die Ergebnisse aber nicht zu verfälschen, schreibe ich hier nicht, was ich erwarte.)

    • @ Breakpoint

      Die Durchführung eines solchen Experimentes verbietet meine frauenfreundliche Einstellung, die Bewältigung von Steigungstrecken zu Fuß meine männliche Würde!

      Will sagen: Da Tippse bei Sonntagsausflügen bereits den Proviantrucksack zu schleppen hat (einschließlich Grill), kann ich sie nicht auch noch satteln.

      • @albert
        Aber auch im Rudel ließe sich doch vielleicht beobachten, ob dir ein Unterschied auffällt, wie Männer bzw. Frauen eine Steigung bewältigen.

        Es gibt eigentlich keine „Auflösung“.
        Ich habe darüber eine Hypothese, die ich hier gerne hätte veri- oder vielleicht auch falsifizieren lassen.
        Meine eigenen Experimente beruhen auf viel zu geringen Fallzahlen. Deshalb bin ich neugierig, ob jemand die gleichen Ergebnisse reproduzieren kann.

        Immerhin ist bei einem Steigungswinkel α die Leistung P = m g v sin(α) nötig.
        Bei einem angenommenen (mittleren) Winkel α von 10°, und einer (mittleren) Geschwindigkeit v von 5 km/h ergibt sich eine Leistung von etwa 2.4 W pro Kilogramm Körpermasse.
        Meiner Beobachtung nach (und jetzt verrat‘ ich’s doch) schaffen Männer das meist recht locker, während Frauen mehr oder weniger Probleme haben.
        Kann das jemand bestätigen? Oder hat jemand die gegenteilige Beobachtung gemacht (nein, der adipöse Asthmatiker, der sich neben seiner durchtrainierten Enkelin den Berg hochquält, zählt nicht)?

        • Kann das jemand bestätigen?

          Kann nur bestätigen, dass deine
          Berechnung stimmt. Wenn man für
          die zurückgelegte Distanz die
          horizontale Distanz auf der
          Karte nimmt, käme der Tangens
          zur Anwendung, der Unterschied
          ist aber bei diesen kleinen
          Winkeln marginal.
          Für jemand mit 75 Kg inklusive
          Kleider und Ausrüstung gibt
          das immerhin einen Leistungs-
          bedarf allein für die Arbeit
          gegen das Schwerefeld von
          180 W. Dazu kommt ja noch die
          Leistung die ja auch beim
          Gehen auf horizontaler Ebene
          nötig wäre.
          Auf die Tatsache, dass die
          Schwerkraft brutaler zu Frauen
          als zu Männern ist, habe ich
          ja schon bei anderen unpassenden
          Gelegenheiten hingewiesen. 🙂

        • Das Frauen körperlich meist nicht so leistungsfähig sind wie Männer ist bekannt. Bei Steigungen habe ich noch nie darauf geachtet, aber ich riskiere jetzt mal einen Blick 😉

        • Danke, @Red Pill.
          Ich bin von der zurückgelegten Wegstrecke ausgegangen. Aber bei diesen kleinen Winkeln ist – wie du richtig sagst – der Unterschied zur horizontalen Komponente praktisch vernachlässigbar.

          „die Schwerkraft brutaler zu Frauen
          als zu Männern ist“
          Tja, ein Ritt ist schon ziemlich anstrengend.

          @Christian, danke, das beruhigt mich, wenn nicht nur ich hinterherhechle.

          @albert, bei Steigungen scheint sich das besonders leicht beobachten zu lassen.

          @Nick, deshalb bemerkt man auch einen deutlichen Effekt (wobei ich am Wochenende wohl Steigungen um bis zu 20° bewältigen musste *keuch* – wenigstens wurde mein Mann da auch um einiges langsamer).

        • @breakpoint:
          wobei ich am Wochenende wohl Steigungen um bis zu 20° bewältigen musste
          20° -> 36,4% Steigung!

          Straße war das nicht mehr, es sei denn, du warst auf der Baldwin Street in Neuseeland (35%, die steilste Straße der Welt):

          • @Nick
            „Bis zu“ bedeutet maximal, und nur kurzzeitig. Wir gingen keine Straße entlang, sondern einen Waldweg, wenn du es genau wissen willst – da kenne ich noch steilere, aber die tue ich mir nicht an, sondern überlasse sie dem Buchstabenzähler samt Begleitung.

        • Die Waipio-Valley-Road auf Hawaii ist wohl streckenweise noch steiler, allerdings ist sie nur für 4WD zugelassen und zählt deshalb nicht.

          Und prompt stapft dort das Weib mißmutig hinterher 😛 :

  13. Jack the Ripper wahrscheinlich identifiziert

    Moderne forensische Gentechnik machte es möglich.

    Der Ripper ist wohl Aaron Kosminski, ein Einwanderer aus Polen.

    Aaron Kosminski, ein Friseur, ansässig in Whitechapel, jenem armseligen Londoner Huren-und Zuhälterviertel, in dem die Morde stattfanden.

    Er gehörte damals bereits zum Kreis der Hauptverdächtigen.

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2746321/Jack-Ripper-unmasked-How-amateur-sleuth-used-DNA-breakthrough-identify-Britains-notorious-criminal-126-years-string-terrible-murders.html

    Die DNA-Spuren des mutmaßlichen Mörders (Sperma) wurden an einem Schal gefunden, der bei der Leiche von Catherine Eddowes, einem seiner Opfer lag, ein Schal, der aber wahrscheinlich dem Mörder gehörte.

    Die an dem alten Schal gefundenen DNA-Spuren (neben Sperma Blut des Opfers) wurden verglichen mit der DNA heute lebender Nachkommen des Mordopfers und mit denen der Nachfahren von 6 damals Verdächtigten, darunter eine Nachfahrin einer Schwester von Aaron Kosminski. Diese wies die gleichen DNA- Muster auf wie die DNA des mutmaßlichen Mörders auf dem Schal.

    Damit ist höchstwahrscheinlich 126 Jahre nach der Tat dank moderner Gentechnik Jack the Ripper identifiziert.

    Wen wollte man nicht alles als Täter sehen, je prominenter, desto interessanter: von einem Enkel QueenVictorias über den Vorsitzenden des britischen Chirurgenverbandes bis hin zu Ex-Premierminister William Gladstone.

    Nun scheint der Täter doch aus dem gleichen, trauriigen Arme-Leute-Milieu zu stammen wie seine Opfer, kriminalsoziologisch also keine Überraschung, aber ein schwerer Schlag für die schwarzen „Romantiker“, denen die oft erbärmliche Realität und traurige Banalität solcher Verbrechen nicht genügt.

    Aaron Kosminski war höchstwahrscheinlich geisteskrank (wohl schizophren), litt an Hörhalluzinationen, starb in einem Asyl für Geisteskranke.

    23 Jahre alt wer er, als die Taten begangen wurden, 53 als er in einem Irrenhaus starb.

    • Hmmm, worauf sollen wir denn nun achten wenn wir keinem Sexualmord zum Opfer fallen wollen: auf Frisöre, auf polnische Einwanderer oder auf polnische eingewanderte Frisöre?

  14. Nach Jack the Ripper, der Frauenleiber so grauenhaft verhackstückte und zerfleischte, nun etwas Erfeulicheres

    In der Nacht zum Samstag ist die „Hermione“ ihrem Element übergeben worden, im alten schönen Hafen von Rochefort, nach 17 (!) Jahren Bauzeit (im 18. Jhdt. baute man ein solches Schiff in längstens 2 Jahren):

    http://www.francetvinfo.fr/culture/sorties/video-la-replique-de-l-hermione-goute-enfin-au-grand-large_687859.html

    Ich wäre gerne dabei gewesen, ging leider nicht.

    Es handelt sich dabei um den Nachbau einer franzöischen Fregatte von 1780, Teil des großen Flottenrüstungsprogrammes, das Ludwig XVI. und sein Außenminister verfolgten. Ein Rüstungsprogramm, das zwar erfolgreich war (die franzöische Flotte war strategisch erfolgreich gegenüber der Britischen, verschaffte so den amerikanischen Kolonien des Empires die Unabhängigkeit, ermöglichte die Gründung der USA), das aber zum Preis des endgültigen Ruines der französischen Staatsfinanzen, was zur Einberufung der Generalstände zwang, letzten Endes zum Zusammenbruch der Monarchie, zur Revolution führend.

    Ironie der Geschichte – die französische Monarchie ruinierte sich, um einer Republik in’s Leben zu helfen.

    Sei’s drum – die Schiffe sind schön!

    Gerade die Fregatten des 18. Jdhts. gehören zum Schönsten, was Marinearchitektur je zustande brachte: tüchtige Segler, elegant, nicht so prächtig wie die großen Dreidecker-Schlachtschiffe mit ihren 90, 100, 120 Kanonen, dafür seetüchtiger, nicht so schwerfällig-wuchtig, Leiber wie die schöner, eleganter Frauen, Leiber, über die eine (Männer-)Hand leichthin gleitet, ohne Anstoß zu nehmen.

    Nirgendwo wird das deutlicher als in Zeichnungen von Fredrik af Chapman, dem großen Schiffskonstrukteur König Gustafs III. von Schweden, hier eine Fregatte von ihm, die „Neptun“ (besonders „weiblich“ oben re., sind übrigens Originalpläne Chapmans, kann sich jeder Modellbauer herunterladen, der mag):

    Was für ein schönes Weib.

    Eine Fregatte dieser Art, die „Hermione“, segelt nun wieder über Neptuns Reich hinweg.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hermione_(Fregatte)

    Mit dem Lilienwappen der Bourbonen am Heckspiegel setzte sie am Samstag zum ersten Mal Segel (2000 m²), ein stolzer Anblick (trotz Trikolore 🙂 ).

    Möge Gott sie und ihre Mannschaft behüten und bewahren.

      • @ Adrian

        Ah, ich sehe, Du bist heil vom Shoppen zurück.

        Gepriesen sei der Herr der Heerscharen.

        Offensichtlich hat er Dich vor den Weibern geschützt.

        An diesem Großkampftag.

        Immerhin, Berliner Weiber.

        • @ Adrian

          Ja, wenn Du arbeiten musstest, hast Du Dir einen Kurzurlaub in Rochfort verdient.

          Hier die Corderie Royale, bedeutendster Überrest des alten Marinearsenals von Rochefort, die 400 m lange Reeperbahn.

          Ist sie nicht schön?

          Dort wurden Stricke gedreht, Adrian, gute, solide Stricke.

          Unterstell‘ mir jetzt bloß nichts!

          Nichts, was meinem milden christlichen Sinn völlig fremd ist!

          Das Arsenal von Rochefort als es noch voll in Funktion war, auf einem Gemälde von Joseph Vernet (großartiger Maler, malte im Auftrag von Premierminister Choiseul alle bedeutenden Häfen Frankreichs, Choiseul war der eigentliche Schöpfer der neuen französischen Flotte, die sich unter Ludwig XVI: so glänzend schlug, für die USA (:( ) mit deren Aufbau er nach dem verlorenen 7-jährigen-Krieg (nach 1763) er begonnen hatte.

          Rechts die Seilerie. Links hinten wird kein Schiff verbrannt, sondern nur ein Rumpf abgeflämmt: Die alten Teerschichten werden heruntergebrannt, um anschließend neue aufzubringen.

          Natürlich, wenn man nicht aufpasste, brannte das ganze schöne Schiff ab.

        • @ Adrian

          Ja, der Sinn homosexueller Männer für Ästhetik hat nicht nur Mode-, sondern auch Kunstgeschichte gemacht.

          Weshalb ich hoffe, dass Du meine Abneigung gegenüber der Trikolore am Heck einer königlichen Fregatte verstehst.

          Die beiden großen Linienschiffe im Hafenbecken von Rochefort zeigen natürlich nicht die Trikolore, sondern das einfache weiße Banner der königlichen Flotte, schlicht weiß, nichts sonst.

          Das berühmte prachtvolle Lilienbanner (weiß, mit goldgestickten Lilien darauf, in der Mitte das von Engeln gehaltene königliche Wappen) wurde nur aufgezogen, wenn der König selbst an Bord war oder ein Mitglied der königlichen Familie.

        • @ Adrian

          *Es waren natürlich ausschließlich Männer. Das nur nebenbei.*

          In der Tat, es war ein Scheißjobs, die Arbeit der Kalfaterer. Einer der übelsten, die auf Werften zu vergeben waren.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Kalfatern

          Und die wurden auch nicht alt. Dann den heißen Teer/das Pech mit Bürsten wieder auftragen, das hat gespritzt. Verbrennungen an der Tagesordnung, schlimmer noch die Dämpfe, denn Teer/Pech musste ja ständig erhitzt (in Kesseln) neben dem Arbeitsplatz vorhanden sein.

          *Beim Arbeiten an Seiten und dem Boden des Schiffes ist ein Ausgießen aus offensichtlichen Gründen nicht möglich, hier wird ein Dweiel verwendet. Dieser wird in das heiße Pech getaucht, um dann mit einer Drehbewegung die Nähte so gut wie möglich aufzufüllen. Beim Verpechen kann es zu Unfällen durch Verbrennungen kommen. Die übergequollenen Ränder werden nach dem Erkalten mit einem Schaber abgekratzt.*

          *The process of paying a hull [Abdichten eines Rumpfes] in those days required a fire to heat the pitch or tallow, and could be spectacular (as well as dangerous) [den spektatkulären Teil, den sieht man auf Vernets Bild].*

          http://www.sydnassloot.com/caulking.htm

          Ein weiteres Mittel, Schiffsrümpfe gegen Muschelbewuchs u.ä. zu schützen, war die Verwendung hochgiftiger weißer bleihaltiger Farbe.

          Die vergiftete natürlich auch jene, die sie aufbrachten.

        • Hier ein vergrößerter Ausschnitt aus dem Vernet-Bild

          Das Schiff ist stark zur Seite geneigt (gekränkt), so dass eine Hälfte des Unterwasserrumpfes zugänglich wird. Die wird abgeflämmt, ein Vorgang, der genau überwacht werden musste, damit nicht die ganze Bude abbrennt.

          Die Männer, die die Drecksarbeit machten, arbeiteten auch oft nackt (wg. der Hitze, wg. des Pechs, das aus Kleidern kaum wieder rauszubringen war).

          Wir bedauern aber nur die Pechmarie.

      • Das stimmt! Ein Großteil der Fördergelder kommen bestimmt aus B-Rüssel.

        Wenn ab und an mal ein Buchstabe fehlt, liegt das daran, daß ich mich bei der letzten Buchstabenbestellung wieder verzählt habe. Die Folge ist, daß entsprechende Buchstaben nicht mehr in ausreichender Zahl auf Lager sind … so werde ich dan , ah noch eins gefunden, n zum Buchstabeneinsparer…. 🙂

    • Interessanter Artikel. Wenn ich es recht verstehe, sagt die Frau Doktor, dass es biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt: „Männer und Frauen müssen mit genau der Strategie behandelt werden, die zu ihnen passt.“ das ließe sich natürlich auch auf andere Bereiche erweitern, z.B.: Jungen und Mädchen müssen genau die Erziehung erhalten, die zu ihnen passt, Gleichbehandlung würde nur schaden.

      Warum sie allerdings sagt: „Auch in der Ausbildung müssen Gender-Aspekte ihren Platz haben“, ist mir angesichts des zuvor gesagten nicht klar. Müsste in der Ausbildung nicht der Akzent auf Vermittlung der (offenbar biologischen) Unterschiede zwischen Männern und Frauen gelegt werden?

      • “Männer und Frauen müssen mit genau der Strategie behandelt werden, die zu ihnen passt.“

        Wie wäre es mit: Jeder Mensch müsste genau mit der Strategie behandelt werden, die zu ihm passt?
        Glaubst Du etwa, Du und Roslin und ich sind gleich, nur weil wir alles Männer sind?

        • @ Adrian

          Ohne Gender geht heute scheinbar nix. Aber da wo Du sie haben willst, will sie ja auch hin.

          „Sind die biologischen Unterschiede noch weiter erforscht, ist das ein großer Schritt in Richtung personalisierte Medizin.“

          Also zu einer Art speziellen @Adrian-Pille und einer ganz speziellen @Roslin-Rosskur … 🙂

          Was ich zeigen wollte ist, daß die offensichtlich Gender und Bio.Geschlecht wild durcheinander werfen und Gender offensichtlich nichtmal in Wissenschaften eine wirklich fassbare Bedeutung hat.

        • @ddbz „Was ich zeigen wollte ist, daß die offensichtlich Gender und Bio.Geschlecht wild durcheinander werfen“

          Danke für den Hinweis, der Begriff und seine Unsinnigkeit waren mir noch gar nicht aufgefallen. Habe ich gleich in meine Sammlung von feministischem Doublespeak aufgenommen. Wobei man nur spekulieren kann, ob diese Begriffverwirrung bewußt eingesetzt wird oder die feministische Akteure von ihrem Doublespeak selber konfus geworden sind.

  15. Ein neues beeindruckendes Video von Spetsnaz.

    Er erzählt von seinem „Erwachen“ und den Einfluß von Barbarossa auf ihn.

    Dazu fällt mir der auch auf Genderama gepostete SPON Artikel mit seinen Kommentaren ein.

    „Roland Nelles auf Spiegel-Online: Junge Männer, was ist los mit euch?“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/scharia-polizei-nicht-verharmlosen-kommentar-von-roland-nelles-a-990324.html

    Sie wissen’s wirklich nicht. Oder besser wollen’s nicht wissen. Und die Kommentare wurden sicherheitshalber bereits geschlossen.

    Ach ja 60 neue Geschlechter. Weltweit. Und genau 60. Vielleicht werdens auch mehr oder weniger. Je nachdem wie man’s braucht. Manchmal glaub ich zu träumen. Diese Flucht in genderrassistsiche Abgrenzung und dadurch erhofften Status durch Neumarkierung von Menschen als „Toleranz“ kolportiert und mit dem Phobie Slur gegen Einspruch gesichert, und tatsächlich als neue ideologische gesellschaftliche Rassen-Leitkultur erklärt.

    Das hat damit bestimmt nichts zu tun.

    Aber zu Spetsnaz …

    • Arnes Lob für den Nelles-Kommentar kann ich nicht teilen. Diese gespielte Naivität „was ist bloß mit diesen Männern los“ liest sich eher als Gender-Anklage denn als ernsthafter Debattenanstoß um männliche Problemlagen.
      Die Sharia-Polizei ist ein sehr spezifisches, ernstes Problem und nicht gerade ein Massenphänomen, das mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft zu tun hat. Empfinde ich als Aufhänger für eine Geschlechterdebatte grob unangemessen. Da könnte man auch Beate Zschäpe und ein paar andere Dinge in einen Topf werfen um zu fragen „was ist bloß mit den Weibern los“.

      • „Arnes Lob für den Nelles-Kommentar kann ich nicht teilen. Diese gespielte Naivität “was ist bloß mit diesen Männern los” liest sich eher als Gender-Anklage denn als ernsthafter Debattenanstoß um männliche Problemlagen.“

        Das sehe ich ganz ähnlich.

        Allerdings das „Problem“ mit den jungen Männern, dass ist das womit wir uns hier beschäftigen. Und es wird hartnäckigst ausgeblendet.

        Und ja, es ist gerade genau wieder diese Anklage.

    • David,

      es ist doch offensichtlich, dass diese Frau ein Opfer ist, die sich anders nicht mehr zu helfen wusste, um sich gegen ihren Unterdrücker zu wehren.

      Die große weise Mutter hat dies ja schon 1994 vorhergesagt:

      „Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!“
      Zitate und Aphorismen – http://gutezitate.com

  16. Auf der heute verlinkten Seite gibt es ja noch mehr:

    „Each week, it seems, at least one fresh journalistic absurdity surfaces from our feminist friends, dutifully reminding everyone how unbearable it is to be a woman in the twenty-first century. This week’s entry comes from Medium’s Jess Zimmerman, who, according to her Twitter bio, loves to hate men…but in a fun way, of course. In her latest article, entitled “Men, Get On Board With Misandry,” Zimmerman argues that men really need to join her on the man-hating bandwagon, and STAT.

    A self-described “cool and nice misandrist of note” who uses a coffee mug labeled “Male Tears”—as an aside, merchandise advertising that you bathe in or giddily drink male tears is super hot right now among the feminist set—Zimmerman is actually fine with all of you men out there. She’s fine with you, that is, as long as you can see through the fraud that is the “patriarchy matrix,” agree that women in America are horribly oppressed, want to “kill the concept of masculinity,” and don’t argue with her at any time.“

    http://thefederalist.com/2014/08/15/can-feminists-do-anything-on-their-own/#disqus_thread

    Warum wird Feminismus nochmal als männerhassende Ideologie wahrgenommen?

  17. „Papa war ein engagierter „Hausmann“. Stets liebevoll und freundlich; wickelte, fütterte, badete er sie und brachte sie auch gerne ins Bett. Ging mit ihr geduldig zur Ärztin und saß stundenlang neben angestrengten Müttern auf dem Spielplatz. Er organisierte selbstverständlich all ihre Geburtstage und Feste.[..]

    Als sie zehn Jahre alt war, wollte die Mama aus Jobgründen einige hundert Kilometer weiter ziehen und ihre Tochter mitnehmen.

    Der Papa hingegen wollte sie – aus eventuell nachvollziehbaren Gründen – nicht so gerne verpflanzen.

    Die Frau vom Jugendamt unterstützte allerdings wie selbstverständlich die Mama. Die Richterin und die beigeordnete Sozialarbeiterin taten es ihr ohne Zögern nach.

    Als die Tochter nach der zugesagten „Probezeit“ unbedingt zum Papa zurück wollte und ihre Meinung auch deutlich gegenüber der Sozialarbeiterin und einer weiteren Richterin vertrat, wurde sie nicht ernst genommen. Trotz eindeutiger Aussage der Elfjährigen bei Papa leben zu wollen, hatte „sich das Kind was in den Kopf gesetzt“, wie die Richterin es interpretierte. Der Wunsch bestehe mit nur vier Monaten nicht lange genug und sei darum nicht so ernst zu nehmen. Die Worte wurden einfach umgedeutet und ihr Herzenswunsch damit abgelehnt. Die in der nächsten Instanz zuständige Richterin mochte sie auch nicht so recht unterstützen.“

    Und wie stellt sich nun für dieses Mädchen die Welt da, wer hat die Macht?

    „Eine, kürzlich im Gespräch über Putin, Politik und Kanzlerin fallengelassene Einschätzung der mittlerweile Zwölfjährigen, ließ ihn aufhorchen: „Frauen tun immer nur so, als wenn sie nichts zu sagen haben, dabei bestimmen sie Aalleess!!““

    https://www.freitag.de/autoren/meyko/kindermund-frauen-tun-immer-nur-so#1396688671402422

  18. Schweizer können nicht nur Kühe und Tourist.I.nnen melken, nein, auch Brücken können sie bauen, hier das Langwieser Viadukt bei Arosa (Kanton Graubünden), Teil der Bahnstrecke Arosa – Chur.

    Foto von gali 367 (Kurt Zwahlen)

    Oberhasli ZH

    Darüber führt ein Gleis der Rhätischen Bahn (die mit den schönen roten Waggönchen – Schmalspur, wirken zwar etwas schwul, aber, na ja, Schweiz halt, wenn Schnee liegt, sieht’s nett aus), eine Stahlbetonbrücke von 1912-14, Planer: Dr. Klaus Arnstein.

    284 m lang, 100 m Spannweite des Mittelbogens, Scheitel 62 m über Grund.

    Wenn ich nicht Schiffchen baute, sondern Modelleisenbahnlandschaften, das Langwies-Viadukt zöge ich in Erwägung.

    Man sollte diese hinterwäldlerischen Bergbewohner, die immer ein wenig retardiert wirken – jedenfalls die Deutschschweizer – also nicht über Gebühr unterschätzen.

  19. Pingback: Zwölfhundertsechsundsiebzig | breakpoint

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.