„Sei kein Mädchen“

Me schreibt interessantes zu Aussagen wie „Sei kein Mädchen“ als Aufforderung an einen Jungen:

Jungs machen oft die Erfahrung, dass dieses Fehlen von Opferbereitschaft bei Mädchen deutlich häufiger anzutreffen ist als bei Jungs.
“Sei kein Mädchen” heißt also “Zeig mir, dass ich auf dich zählen kann, auch wenn’s weh tut.”

Das hängt unmittelbar mit Farrells Disposable Male zusammen.

Damit ist aber auch klar, wie man den Satz zum Verschwinden bringen kann:
Entweder Frauen beißen die Zähne zusammen, geben ihr Schutzprivileg auf und zeigen flächendeckend die gleiche Opfer- und Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit wie Männer (auch und gerade in solchen Fällen)
Oder wir sorgen dafür, dass auch Männer diese Art von “Heldentum” nicht mehr anstreben. Dazu wäre es nötig, dass Frauen kompetente, starke, einsatzwillige Männer nicht mehr sexuell attraktiver finden als stille, schüchterne, schmale Jungs. Es würde auch bedeuten, dass unsere Gesellschaft ohne Polizei und ohne Feuerwehr auskommen müsste.

Damit wäre die Floskel, die gerne im Feminismus als etwas angesehen wird, was die Minderwertigkeit von Mädchen deutlich macht, eher ein Hinweis darauf, dass man nicht die gleichen Privilegien wie ein Mädchen genießt und einem daher dieses Verhalten nicht erlaubt ist. Es wäre also weniger eine Minderwertigkeit des Mädchens als ein „du darfst nicht, was sie dürfen, leiste etwas, leide zur Not, Streng dich halt an, opfere dich auf“.

Aus meiner Sicht durchaus verständlich, denn Jungs sind eben zumindest evolutionär eher darauf ausgerichtet auf einen harten Wettkampf untereinander zu trainieren und Spielvorlieben, bei denen Jungs auch heute noch eher zu „rough and tumble play“ neigen, geben das heute noch wieder.

In Disposable Male könnte man das insofern einordnen, weil Jungs eben auch früh erkennen, dass man solche Spielereien von Mädchen nicht erwarten kann bzw. diese im Schnitt anders spielen. Insofern ist es auch ein Merkmal der Gruppenidentität, welches eine Ausformung natürlicher Grundlagen sein kann: Männer und Frauen sind in diesem Bereich eben im Schnitt anders, so dass es nicht verwundert, dass dieses Unterschied auch wahrgenommen wird.

Ich hatte dazu in einem anderen Artikel geschrieben:

Man kann aus einer anderen Betrachtung heraus aber auch einfach darauf abstellen, dass die Frauenrolle mehr Freiheiten lässt als die Männerrolle und daher Abweichungen von dieser weniger toleriert werden. Danach wird nicht generell weibliches Verhalten abgewertet, sondern weibliches Verhalten von Männern diesen nicht zugestanden. Man könnte sagen, dass sie nicht “privilegiert” genug sind, um ein solches Verhalten zeigen zu dürfen.

Dafür spricht meiner Meinung nach, dass ein Großteil des Verhaltens, dass als zu weiblich beim Mann kritisiert wird, bei Mädchen erwartet wird. Dies wäre mit einer reinen Abwertung dieses Verhaltens nicht zu erklären.

 

144 Gedanken zu “„Sei kein Mädchen“

  1. Dazu wäre es nötig, dass Frauen kompetente, starke, einsatzwillige Männer nicht mehr sexuell attraktiver finden als stille, schüchterne, schmale Jungs.

    Männer machen ihre gesamte Emanzipation also davon abhängig, ob Frauen noch mit ihnen bumsen würden. Was man hier zu lesen bekommt, ist derartig lächerlich, dass man es kaum noch kommentieren kann.

    Die Deutung wirkt ziemlich konstruiert. Nirgendswo gibt es eine Floskel die sinngemäß sagt: „Verhalte dich nicht wie ein Mitglied einer Privilegierten Gruppe“. “ Sei kein XYZ“ ist immer ein Ansporn durch Demütigung („Sei kein Idiot“, „Sei kein Feigling“) und wenn der Vergleich mit einem Mädchen zur Demütigung dient, ist das eine deutliche Abwertung von Mädchen.

    • @ Kinchkun

      *wenn der Vergleich mit einem Mädchen zur Demütigung dient, ist das eine deutliche Abwertung von Mädchen.*

      Darum bin ich wild entschlossen, Frauen aufzuwerten und in die Verantwortung zu zwingen, deren Übernahme sie aufwerten wird.

      Indem ich Männer dazu aufrufe, sie endlich allein zu lassen, sie selbst die Kastanien aus em Feuer holen zu lassen.

      Nicht mehr 10 % Frauenanteil bei der Bundeswehr, sondern 80, 90, ja idealerweise 100 %.

      „Bring back our girls“ oder „Avanti, dilettanti!“

        • @ overthehills

          *Am Ende ist klar, wer die Kastanien aus dem Feuer holt.*

          Wieso?

          Man kann die Bude auch abbrennen lassen.

          Das wird sie, wenn sich niemand opfert.

          Nicht angenehm das, aber danach haben alle etwas gelernt.

          Nicht für lange wahrscheinlich, aber ein paar Generationen wird’s vorhalten.

        • Nun Roslin,

          Bis dahin müssen noch eine Menge roter Pillen unters Männervolk geworfen werden.

          Das führt wieder zu Punkt1:
          Die Kinder ins Ausland schicken und sich selbst ein Häusschen in einer stillen, abgelegen Gegend suchen, ein paar Reserven horten und beim abbrennen zuschauen.

      • Das Beispiel Schweden macht deutlich, dass Frauen nur schwächen.

        Korrupt und verlogen. Und wenn gefordert auf Opfermodus und Man-Up Shaming umschalten.

        Der Feminismus zeigt uns wer sie charakterlich und vom Wesen her wirklich sind. Mit individuellen Unterschieden. Und auch Ausnahmen.

        Eine reine Amazonenarmee hat es wahrscheinlich nie gegeben.

        Sie würde immer von willfahrigen sich dann tatsächlich opfernden Männern gestützt werden.

        Gegenbeispiel zur Zeit gerade die Kurden. Aber das sind ja auch Einzelkämpferinnen, die auch dann eine Art Schutz auch beim Gegner geniessen. Gilt aber wohl nicht immer.

        • Nein das ist definitiv zu einfach pet. Da muss ich widersprechen. Den Frauen (und Männern, denen aber etwas weniger) wird ja kein reiner Wein eingeschenkt. Feuerwehr, Polizei und Armee…da wird den Interessenten die lila Wolke erklärt. Alles ganz supi toll und sicher, siehe Panzer uschi und die flatscreens und frontKiTa. Und damit alles noch besser wird, werden Millionen für gendersensible Projekte investiert, anstatt kugelsichere Westen oder neue Hubschrauber besorgen die im konkreten Einsatz helfen.

          und so kommt es, jetzt bitte festhalten, das die Bundeswehr bei Schülerinnen der zweitbeliebteste Arbeitgeber ist, wie trendence gestern bekannt gab. Beliebt natürlich bei Mädels wegen der lila wolke und nicht wegen dem eventuellen verrecken im Einsatz. Solche Leute werden eben angezogen, das kann man den Frauen nicht vorwerfen. Kumpel von mir ist auch beim Bund, vier Jahre. Der zeigt mir nen Vogel wenn ich ihn auf kampfeinsätze anspreche.

        • Mit Deiner Aussage:

          *Den Frauen (…) wird ja kein reiner Wein eingeschenkt.*

          entmündigst und infantilisierst Du erwachsene Menschen, @Teardown. Können die nicht 1 und 1 zusammenzählen? Soll jede Werbung den Disclaimer enthalten, dass Dinge beschönigt wurden?

    • @Kinchkun, Du denkst mir zu eindimensional sexuell. Männer denken nicht immer an Sex, da Frauen, quasi als Musen, in der Lage sind deren sexuelle Gefühle zu sublimieren. Du erinnerst Dich.

      Nun ließe sich trefflich darüber streiten, ob dem Mann nun Sex oder die Sublimation von Sex, mehr Freude und Befriedigung bereitet. Ändern daran will ich und wohl viele andere, jedenfalls nichts. Das mit der männlichen Emanzipation ist eine reine Projektion Deinerseits. Scheint ein wiederkehrendes Thema bei Dir zu sein, @Kinchkun.

      • „Nun ließe sich trefflich darüber streiten, ob dem Mann nun Sex oder die Sublimation von Sex, mehr Freude und Befriedigung bereitet.“

        Die Freude und die Befriedigung ist
        nicht vergleichbar, da sie andere
        Bereiche unseres menschlichen Seins
        Ansprechen. Beides ist wichtig für
        ein ausgewogenes Leben, wobei sich
        die Prioritäten ja Phasenweise
        extrem verschieben können.
        Für viele Männer wird gerade die
        Sublimation von Sex problematisch,
        wenn sie versuchen sich aus dem
        Dasein als Arbeitssklave zu
        Verabschieden, auch wenn sie
        das vom wirtschaftlichen her
        sich gut Leisten könnten.
        Den Feedback den sie erhalten,
        dadurch, dass jemand auf etwas
        wartet, was sie materiell oder
        geistig liefern, ist nicht zu
        unterschätzen.
        Sieht man sehr gut bei Männern
        die aus einem verantwortungsvollen
        Job in Rente gehen.

    • „Männer machen ihre gesamte Emanzipation also davon abhängig, ob Frauen noch mit ihnen bumsen würden.“

      Das Bedürfnis nach Sex hat also überhaupt keinen motivierenden Einfluss auf Männer. Und sexuelle Selektion gibt es nicht.

      „Was man hier zu lesen bekommt, ist derartig lächerlich, dass man es kaum noch kommentieren kann.“

      Das liegt daran, dass du nicht gelesen hast, was da steht, sondern nur, was in deinem Kopf ist.

      „Nirgendswo gibt es eine Floskel die sinngemäß sagt: Verhalte dich nicht wie ein Mitglied einer Privilegierten Gruppe“

      Diese Sätze wurden noch nie von jemandem gesagt:

      „Lass hier nicht den Obermacker raushängen.“
      „Die ist voll die Prinzessin.“
      „Du benimmst dich wie eine Diva.“

      Weil Obermacker, Prinzessinnen, Diven privilegierte Rollen sind, kann das nicht sein.

      Undenkbar, dass das sogar von der Werbung aufgegriffen würde, denn dafür müsste es ja ein Allgemeinplatz sein.

      Ich fühle mich also von Kinchkun auf voller Linie widerlegt. Wie immer.

      • @me

        “Nirgendswo gibt es eine Floskel die sinngemäß sagt: Verhalte dich nicht wie ein Mitglied einer Privilegierten Gruppe”
        Diese Sätze wurden noch nie von jemandem gesagt:“

        Ich denke auch, dass es im Gegenteil sehr typisch ist, dass man jemanden darauf hinweist, dass er sich nicht wie jemand mit einem höheren Stand verhalten soll. „Wer bildet der sich ein, dass er ist?“ oder ähnliche Empörung, wenn jemand sich Privilegien herausnimmt, die man nur jemanden zugesteht, der höher in der Hierarchie steht sind sehr typisch.

        Sie sind auch in einer solchen Verteilung zu erwarten: Warum sollte man so ein mehr hinnehmen, wenn der andere einen gleichen „Rang“ hat?

        Ein Verhalten, dass man bei seinem Boss akzeptiert, vielleicht sogar normal findet, würde einem bei einem Freund ersetzen

        • @Christian,

          Das ist dann die Begründung, warum jedem die konkreten Sätze von mir bekannt vorkommen dürften.

          Ich hatte ja gehofft, dass Kinchkun auf konkrete Beispiele antwortet mit „Nein, das sagt keiner. Und wenn doch, meint es was ganz anderes.“

          Ich glaub, der arbeitet beim Bundesforum für Männer 😉

          Genug des ad hominems.

        • Eine typische Beleidung für Männer/Jungs ist ja auch „Pascha“. Oder „ich bin nicht dein Diener“, „du hältst dich wohl für den König“.

          Was kinch sagt, könnte also falscher kaum sein.

          Außerdem sind sehr viele ähnliche Beleidigungen im Vergleich zur obigen ja auch gar nicht geschlechtsspezifisch:

          „kindisch“
          „infantil“
          „kleines Kind“
          „wie ein Baby“
          anstatt „kleines Mädchen“ hört man für Männer ebenso oft die Beleidigung „wie ein kleiner Junge“.

          Ich würde auch sagen, die Beleidigung funktioniert eben, weil Jungs sich nicht so verhalten sollen, wie Mädchen es oft tun: privilegiert, auf Hilfe vetrauend, appellierend ängstlich.

          Wenn jemand beim Anblick einer Spinne einen lauten hohen Schrei ausstößt und man sagt „sei kein Mann“…ich meine wer soll das denn verstehen?

          Man könnte natürlich auch sagen, Mädchen verhalten sich völlig natürlich, Jungs wird dieses aber eben nicht zugestanden. Ist eigentlich auch eine feministische Position.

        • Ich habe übrigens schon oft gehört, dass Frauen einen bestimmten (bisexuellen) Freund von mir laut eigener Aussage „zu weiblich“ finden. „Mannsweib“ ist auch ein abwertender Begriff, den Frauen gegenüber anderen Frauen verwenden.

          Das ist doch beste Beweis, dass diese Bewertungen in Relation zu den Rollenerwartungen stehen, und nicht per se weibliche Minderwertigkeit markieren.

    • Kinchkun, das ist keine Abwertung von Madechen, sondern von maedchenhaften Verhalten. Du moechtest diese Abwertung abschaffen? Kein Problem, schaff einfach das Verhalten ab.

      Ich habe diesen Artikel gelesen und fand ihn toll. Ein echtes Aha-Erlebnis, eine spannende und neue Sicht auf diese Angelegenheit. Und dann kommst Du mit feministischen Privilegienkeulen. Das ist doch keine Diskussion, das ist einfach nur unnoetig.

      Und waehrend ich darueber nachdenke, fallen mir immer mehr Privilegien von Maedchen und jungen Frauen ein. So zahlreich und vielfaeltig, dass sie eher in einen eigenen Artikel gehoeren. Sie sind so eingewebt in unsere Gesellschaft, dass sich eine Bascha Mika so dermassen verbloedet zeigt, dass sie die sexuelle Attraktivitaet von alteren Frauen per Verordnung, per gesellschaftlichen Umschwung einfordert. Sie fehlen ihr so.

      Jungs? Welche Jungs?

      • Genau @Gerhard, es geht um die Sache: mädchenhaftes Verhalten und nicht die Personen, also Mädchen.

        Damit Du es auch Mal erlebst, @Kinchkun, Du hast Recht, es handelt sich um *Ansporn durch Demütigung* – allerdings sachorientierte Demütigung. Es ist meiner Beobachtung nach Frauen nahezu unmöglich zwischen den Aussagen „Du bist dumm.“ und „Du hast etwas dummes gesagt.“ zu unterscheiden, was im Kern dasselbe Problem ist.

        In diesem Fall ist es emotional noch schwerer, @Kinchkun, da es noch kein prägnantes Adjektiv gibt, um unverantwortliches, kindisches, jammerndes, irrationales, unsolidarisches, hilfeheischendes, im Opfergestus vorgetragenes Verhalten angemessen zu beschreiben, so dass man zum Stereotyp greift.

        Die Feminist.I.sche Lösung dieses Problems ist eine erzieherische Maßnahme, also wieder personenbezogenen und nicht sachorientiert. Sie möchten die Verwendung des Wortes verbieten. Glaubst Du wirklich damit das Stereotyp aus der Welt zu schaffen, @Kinchkun?

        Es gibt nur eine Möglichkeit diesen Stereotyp aus der Welt zu schaffen: Dieses Verhalten nicht mehr an den Tag legen. Die Welt ist so gemein!

    • @ kinchkun „Männer machen ihre gesamte Emanzipation also davon abhängig, ob Frauen noch mit ihnen bumsen würden. Was man hier zu lesen bekommt, ist derartig lächerlich, dass man es kaum noch kommentieren kann.“ Ich bin sehr froh, dass Du es doch noch mit letzter Kraft zu einem Kommentar geschafft hast.

      Was me beschrieben hat, setzt ja nicht voraus, männliche Emanzipation von weiblichem Wohlwollen (bzw. Begehren) abhängig zu machen – sondern einfach nur, dass die Geschlechtererwartungen aufeinander bezogen sind. Wer die Erwartungen an das eine Geschlecht verändern möchte, ohne dass sich das andere Geschlecht dabei rührt, wird nicht sonderlich erfolgreich sein.

      Kommt mir ziemlich selbstverständlich vor – was macht Dich an dem Gedanken so wütend?

      Zur Illustration weiblicher Erwartungen an Männer hier noch eine kurze Passage aus dem Buch einer (übrigens lesbischen) Schriftstellerin, die experimentell achtzehn Monate lang als Mann gelebt hat – aus Norah Vincents „Self-Made Man“:

      Sie schreibt darüber, dass Menschen die feminine Seite des Mannes, als den sie sich verkleidet hatte, nicht positiv aufnahmen.

      „Not even the women really. They, too, wanted me to be more manly and buff, and sometimes they made their fag assumptions, too, even while they were dating me. Hence the phrase ‚my gay boyfriend‘.

      Women were hard to please in this respect. They wanted me to be in control, baroquely big and strong both in spirit and in body, but also tender and vulnerable at the same time, subservient to their whims and bunny soft. They wanted someone to lean on and hold on, to look up to and collapse besinde, but someone who knew his reduced place in the posteminist world nonetheless. They held their presumed moral and sexual superiority over me and at times tried to manipulate me with it.“ (Norah Vincent: Self-Made Man. My Year Disguised as a Man, London 2006, S. 277)

      Mag ja sein, dass sich einzelne Männer von solch widersprüchlichen Erwartungen an sie distanzieren können – davon, groß, stark und mächtig sein zu sollen und sich gleichzeitig, wenn gewünscht, der „angemaßten moralischen und sexuellen Überlegenheit“ (presumed moral and sexual superiority) von Frauen unterzuordnen.

      Dass sich bei Männern ALLGEMEIN etwas ändert, ist aber offensichtlich nur möglich, wenn sich auch bei Frauen etwas ändert.

      (Hier hab ich die Passage nochmal übersetzt:

      Eigentlich nicht einmal die Frauen. Auch sie wollten von mir, stärker und muskulöser zu sein, und manchmal machten auch sie Schwuchtel-Anspielungen, sogar bei Dates. Daher die Formulierung „mein schwuler Freund“.

      Frauen waren in dieser Hinsicht schwer zufriedenzustellen. Sie wollten, dass ich die Situation in der Hand habe, wollten mich bizarr groß und stark, sowohl geistig wie auch körperlich – aber zugleich auch zärtlich und verletzlich, unterwürfig gegenüber ihren Launen und soft wie ein kleines Häslein. Sie wollten jemanden, an den sie sich anlehnen und an dem sie sich festhalten konnten, zu dem sie aufsehen und neben dem sie zusammensinken konnten, aber auch jemanden, der sich gleichwohl über seinen eingegrenzten Platz in einer postfeministischen Welt im Klaren war. Sie hielten mir ihre angemaßte moralische und sexuelle Überlegenheit vor und versuchten gelegentlich, mich damit zu manipulieren.)

    • Nirgendswo gibt es eine Floskel die sinngemäß sagt: “Verhalte dich nicht wie ein Mitglied einer Privilegierten Gruppe”#

      Seier‘ hier nicht so substanzlos rum wie ne Quotentrulla von den Grünen 😀

    • „Verhalte dich nicht wie ein Mitglied einer Privilegierten Gruppe“
      O doch. Dies ist geradezu eine eigene Literaturgattung, in der Mitglieder eines niedrigen Standes versehentlich für Personen hohen Standes gehalten werden.
      Klassiker: Gogols „Der Revisor“, Kellers „Kleider machen Leute“.

  2. Es lässt sich alles darauf herunterbrechen, dass ein Clan/ein Stamm/eine Gesellschaft seit unvordenklichen Zeiten existentiell von der Wehrhaftigkeit ihrer Männer und der Fruchtbarkeit ihrer Frauen abhing..

    Kann er sich z.B. auf die Wehrhaftigkeit seiner Männer nicht verlassen, ist er bald abgedrängt in wenig ergiebige Jagdgründe/unfruchtbare, trockene Gebiete, die wenig Ressourcen zur Verfügung stellen.
    Die Folgen sind klar: Hunger, Krankheit, die eigenen Kinder sterben, die der anderen, der Konkurrenz, überleben. Die werden noch stärker und können noch mehr Druck ausüben usw.

    Ein Mann, der seinen Platz in der Schlachtreihe verlässt, gefährdet damit das Überleben seiner Mitstreiter, letzten Endes des ganzen Clans/Stammes.

    Er bedroht die eigenen Frauen und Kinder mit dem Schicksal der Vergewaltigung/Versklavung/Verschleppung/Ermordung.

    Darum der ungeheure Druck auf Männer (ausgeübt von Frauen UND Männern, Vätern und Müttern), bereits auf Jungs, „männlich“ zu agieren, Schmerz zu ertragen, wenn’s nötig ist, die eigene Gesundheit, das eigene Leben dran zu geben.

    Darum die aggressive Abwehr „weibischen“ Verhaltens gerade bei Jungen (während „männlliches“ Verhalten bei Mädchen viel weniger existentiell bedrohlich ist, im Gegenteil, es kann, bis zu einem gewissen Grade, das Gesamtsystem „Stamm“, „Gesellschaft“ stärken.

    Von Mädchen/Frauen erwartet man erst gar nicht, dass sie einen Platz in der Schlachtreihe einnehmen.

    Nicht nur, weil diese früher ihr Leben bei Geburten auf’s Spiel setzen MUSSTEN, weil sie als Kinderproduzentinnen unersetzlich waren, sondern weil die physisch-psychische Konstruktion der Frau einen erfolgversprechenden Einsatz beim Überlebenskampf in der Regel nicht ratsam machte.

    Am Ende wären die Männer einer Einheit mehr damit beschäftigt gewesen – aufgrund ihrer psychischen Grundkonstruktion – die Frauen ihrer Einheit zu schützen, zu retten, zu schonen als den Feind rücksichtslos und ohne Selbstschonung zu bekämpfen.

    Schwächung der Schlagkraft hätte die Inkorporation von Frauen bedeutet, nicht Stärkung.

    Darum hat es Amazonenheere bestenfalls in seltenen Ausnahmefällen gegeben unter ganz besonderen Umständen, darum erwartet man von Frauen viel weniger Zähne-Zusammenbeißen und klagloses Ertragen von Härten jenseits der Geburt.

    Da diese Bedingungen seit Äonen geherrscht haben – Menschen lebten fast nie im Paradies – herrschte über lange Zeiten ein sehr harter Überlebenskampf, der natürlich auch einen entsprechenden Selektionsdruck auf die Formung von Männer-und Frauenpsychen ausübte.

    Weshalb die Erwartung, hier Gleichstellung zu erreichen, leider illusorisch sein dürfte.

    Männer können sich aber dem Dienst an einer Gesellschaft verweigern, der Vernutzung durch eine Gesellschaft verweigern, die sie zunehmend verachtet/mit Verachtung für ihre Anstrengungen „belohnt“ und eh schon privilegierte Frauen immer weiter privilegiert.

    Da Frauen nicht mehr gebären MÜSSEN, ist die Geschäftsgrundlage für ihre Privilegierung/Schonung entfallen.

    Das hat aber weder die Psyche der Frauen (die schon gar nicht) noch die der Männer bisher gemerkt.

    So wird erst eine kleine, bewusste Minderheit von Männern die Verhältnisse zum Tanzen bringen können, indem sie sich gelassen zurücklehnen und genau dadurch Frauen gewaltlos in die Pflicht ZWÌNGEN.

    Anders geht es wohl nicht.

    Vernunft predigen, Moral predigen, an Gerechtigkeitsgefühle appellieren, das ist weithin Zeitverschwendung.

    Der Mensch – Mann wie Frau – ist in der Regel nicht vernünftig, reagiert nur auf NOTwendigkeit, gibt Bequemes nur auf, wenn er MUSS.

    Solange Männer hier nicht für die NOTwendigkeit sorgen, müssen und werden Frauen nicht reagieren.

    Es läuft ja so sehr bequem für sie und immer bequemer, je mehr Männer sich nach wie vor zerrupfen, um klagenden, jammernden, nörgelnden Frauen die Härten abzunehmen, über die sie klagen, jammern, nörgeln.

    Wir sind daraufhin disponiert, weil dieses Verhalten einmal guten Sinn machte. Heute macht es keinen mehr, aber das „weiß“ unsere Instinktpsyche noch nicht.

    Wir (Männer) müssen uns BEWUSST dazu entschließen – das erfordert Überlegung und Willensanstrengung, Frauen nicht mehr in dem Maße zu helfen, wie sie es von uns erwarten und gewohnt sind.

    Sondern von ihnen ein gleiches Maß an Hilfe und Bemühung einzufordern, weil sie ja von der Produktion vieler Kinder nun entlastet sind.

    Sie müssen lernen, sich für den Schutz und das Wohlergehen von Männern so verantwortlich zu fühlen wie Männer traditionellerweise für den Schutz und das Wohlergehen von Frauen.

    Die Logik „Frauen muss man HELFEN“ – „Männer sind selber schuld, für ihr eigenes Scheitern und Versagen selbst verantwortlich UND für das der Frauen auch“ , die Logik „Männer sind TÄTA – Frauen OPFÄ“, tätig vor allem im Geschäft, Männer zum TÄTAsein zu ermutigen, damit sie nicht selbst tätig werden müssen, kann am effektivsten durchbrochen werden, indem immer mehr Männer die Beine hochlegen und zusehen, wie die Mädels die schweren Getränkekisten selber schleppen.

    Anders sind die bewusstlos machenden Selbstimmuniserungen weiblicherseits, so fest verfugt durch das reibungslose Zusammenspiel von Instinkt und feministischer Ideologie, die sich wunderbar gegenseitig ergänzen und verstärken, nicht zu durchbrechen, endet das Spiel aus weiblichem Jammern in selbstgefälliger, selbstgerechter Opferpose und männlichem, schuldbewusstem Hinterherhecheln erst mit dem Kollaps einer solchen „Kultur“, die ausgehöhlt wird durch die schleichende, wachsende Lustlosigkeit der Männer, die sich allmählich, still und leise zurückziehen, ohne dass die Gesellschaft das lange Zeit auch nur bemerkt.

    DArum müssen sich größere Teile der produktiven Männer BEWUSST und BEMERKBAR zurückziehen, sonst reagiert kein Aas, schon gar kein feministisches Rabenaas, das im Vollbewusstsein seines unterdrückten OPFAseins vor sich hinschwelgt und von den Männern ENTSCHÄDIGUNG für Dölfzig Miliarden Jahre Frauenunterdrückung erwartet, auch wenn es selbst gerade mal 30 Jahre auf diesem Planeten zubrachte, davon auch noch 15 verplempernd mit feministischer „Bewusstseinsbildung“, aka Vollverblödung, ermöglicht durch die Luxuria einer Konsumgesellschaft.

    Man kann natürlich auch in den Fettsteiß der Puten kicken, um sie zum Fliegen zu animieren, aber das wäre Gewalt und die lehne ich (noch) ab.

    Sie ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt und noch auf lange Sicht nicht zu rechtfertigen, weshalb ich sie such nicht empfehlen kann.

    • @ roslin

      Alles richtig.

      Nur ist es eine kleine Fußmarke der Evolution, dass die tribalistische Übernahme von Frauen von diesen in der Mehrzahl nie als Demütigung oder Verschlechterung erlebt wurde.

      Sie hatten halt neue Herren, die sie besser schützten und ernährten.

      Frauen sind adaptationsfähiger als Männer…und „wertvoller“ für die neuen „Besitzer“.

      Den tribalistisch abgelösten Männern drohte dahingegen Annihilierung oder Versklavung.

      Die links ideologisierten Frauen werden sich mit ihren neuen Herren in der Masse gut arrangieren – der Schleier wird sie da nicht stören und das pseudoakademische Frauengedöhns werden sie nicht vermissen.

      Den lila Pudeln wird jedoch das Fell geschoren werden.

      Die männliche Verweigerung, der innere und äußere Rückzug der Männer wird von den Frauen kompensiert werden…es gibt einen riesigen Männerüberschuß weltweit….einen riesigen Überschuß an „Nichtmädchen“. Die männliche Demaskulinisierung mag in Nuancen einen Evolutionsvorteil darstellen.
      Als Massenphänomen führt sie jedoch zum evolutionären Verschwinden der davon betroffenen Gesellschaften.

      • „Frauen sind adaptationsfähiger als Männer…und “wertvoller” für die neuen “Besitzer”.“

        In traditionellen Stammesgesellschaften,
        war deshalb die Vergewaltigung einer
        Frau im reproduktionsfähigen Alter
        ein Eigentumsdelikt.

        • @red pill

          Ich glaube nicht, dass es tatsächlich als Eigentumsdelikt gesehen wurde. Das die Tochter/Frau/Enkelin/angehörige des eigenen Stammes oder auch einfach eine Frau vergewaltigt wurde war nie eine Sache, die leichtfertig abgetan wurde und bei der man einfach nur etwas Geld zahlen musste, schaden wieder gut gemacht.

          Es dürfte bei vielen Stämmen eher Anlass für einen Krieg und ein schweres verbrechen gewesen sein und nach wie vor sein.
          Selbst wenn Entschädigungen vergeben worden sind, auch ähnlich dem Fehdeverbot um Blutbäder zu verhindern, wird da einiges an schlechten Gefühlen verbleiben, Rachegelüste etc

        • @ Christian

          „Frau vergewaltigt wurde war nie eine Sache, die leichtfertig abgetan wurde und bei der man einfach nur etwas Geld zahlen musste, schaden wieder gut gemacht.“

          Wir sprechen hier von Gesellschaften
          wo Dieben die Hand abgehackt wurde
          oder wird.
          Die Befindlichkeit der Frau spielte
          dabei keine Rolle für die Beurteilung
          des Vorganges als solchen.
          Eine kostbare Ressource des Clans,
          die für politische oder dynastische
          Strategien wichtig ist, wird zerstört
          ev. komplett wertlos.

          • @redpill

            „Die Befindlichkeit der Frau spielte dabei keine Rolle für die Beurteilung des Vorganges als solchen.“

            Das kann ich mir nicht vorstellen. So etwas war immer ein hochemotionaler Vorgang. Auch damals werden sie eine Bindung zu den Frauen gehabt haben und ihren Schmerz ernst genommen haben. Worauf würdest du das stützen?

        • „traditionellen Stammesgesellschaften“
          Nein, das war es erst in Gesellschaften mit hoher Arbeitsteilung und ausgeprägtem Rechtswesen.
          Z.B. hier , aber etwas unreflektiert:
          http://www.joerg-rudolph.de/diplomarbeit/03_rechtsgeschichtlicher_ueberblick.htm

          „In dieser Zeit wird die Frau als Eigentum des Mannes betrachtet. Nach Brownmiller ist die Vergewaltigung deshalb keine Verletzung der Frau, sondern ein Eigentumsdelikt am Besitz des Mannes, Verlobten oder Vaters. Die Frau verliert durch die Vergewaltigung an Wert.“
          Die Rechtsfolgen im alten Testament:

          „Das alte Testament unterscheidet nach Art des Opfers zwischen verheirateten, verlobten und nicht verlobten Jungfrauen. Eine entscheidende Rolle bei der Vergewaltigung einer verlobten Frau, spielt der Ort der Tat. Geschieht die Vergewaltigung innerhalb einer Stadt, muß die Frau um Hilfe rufen, um einer echten Vergewaltigung zum Opfer zu fallen. Schreit sie nicht, ging der Gesetzgeber davon aus, daß die Frau mit der Tat einverstanden war, beide, die Frau und der Täter wurden zu Tode gesteinigt. „Wenn aber der Mann das verlobte Mädchen auf dem Felde trifft und ihm Gewalt antut und bei ihm liegt, so soll der Mann , der bei ihm gelegen, allein sterben.“

          Die Vergewaltigung verheirateter und verlobter Frauen wurde mit dem Tode bestraft, die eines nicht verlobten Mädchens verlangte dagegen vom Mann eine Strafe von 50 Silberlingen und bedeutete gleichzeitig das Eingehen der Ehe mit diesem Mädchen. Die 50 Silberlinge sind genau der Preis, den der Vater für seine unverheiratete Tochter auf dem Heiratsmarkt bekommen hätte. Die Vergewaltigung diente also als Grundlage zur Eheschließung, somit ist es nicht verwunderlich, daß damals eine Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe nicht gegeben war.“

          Im Römischen Rechte jedoch:
          „Das Delikt Vergewaltigung wurde im römischen Recht nicht als eigenständiges Delikt behandelt, sondern als Gewalt- und Freiheitsdelikt. Die Straftat wurde als Nötigung definiert, bei der eine Person mit physischer Gewalt gezwungen wird eine Handlung gegen ihren Willen geschehen zu lassen. Geschlechtlichkeit oder Sexualität spielte hier keine Rolle, da allein die Gewaltausübung wichtig war. Das Opfer konnte also auch ein Mann sein, zwischen unehrbaren und ehrbaren Frauen wurde nicht unterschieden.“

          Zu Susan Brownmiller:
          http://www.makers.com/susan-brownmiller

          Das sind nun zwar sicher keine grundlegenden wissenschaftliche Sichten, jedoch zeigt es auf, dass die Auffassung von Vergewaltigung als Eigentumsdelikt NICHT universal war, das für Europa meist grundlegende Römische Recht z.B. stellt eine andere Sicht dar.

        • @ Dummerjan

          „Das sind nun zwar sicher keine grundlegenden wissenschaftliche Sichten, jedoch zeigt es auf, dass die Auffassung von Vergewaltigung als Eigentumsdelikt NICHT universal war, das für Europa meist grundlegende Römische Recht z.B. stellt eine andere Sicht dar.“

          Das zeigt mir folgendes:

          Es gibt Weltgegenden, wo das Rechtswesen
          und das Rechtsempfinden sich noch weit
          hinter dem des Römischen liegt.

          Männer die noch keine Langzeit-
          Schäden durch feministische Gehirnwäsche
          erlitten haben, oder sich wieder
          de programmiert haben, empfinden die
          Römische Auffassung sicher auch
          heute mit kleinen Modifikationen
          als vernünftig.

          Die jetzige Hysterie und das fast
          reine Abstellen auf die Befindlichkeit
          der Frauen ist nicht gut für das
          Gedeihen einer Gesellschaft.

          Besonders grotesk wenn sich in
          unseren dekadenten Zivilisationen
          Parallelgesellschaften, die ein
          Rechtsempfinden haben, das noch
          teilweise hinter dem AT zurück
          liegt, etablieren.

      • @ ratloser

        *Als Massenphänomen führt sie jedoch zum evolutionären Verschwinden der davon betroffenen Gesellschaften.*

        Das ist bei mir einkalkuliert.

        Diese Gesellschaft, unsere westliche Kultur, steuert bereits einen Titanickurs.

        Es kommt nur noch darauf an, ob und von wievielen das bemerkt wird.

        Wenn das nicht rechtzeitig genug geschieht, ist eh alles zu spät und in den Wind gesprochen.

        Wenn wir weiter machen wie bisher, uns als normale, durchschnittliche Männer in die Lücken stopfen lassen, die verantwortungsloses Verhalten von systematisch Privilegierten und Verwöhnten aufreißen – das sind bei weitem nicht nur Frauen! – dann ist alles zu spät.

        Verweigerung ist die letzte Chance, hier noch etwas zu reißen, bevor der Maelstrom der Gewalt beginnt.

        • Die Gewalt kommt aber regelmäßig NICHT von den „Mädchen“. Die wären dazu ja nach allem, was hier über ihr Verhalten gesagt wird, gar nicht dazu im Stande!

        • @Leonie

          Nein.

          Das ist tatsächlich nicht so.

          Die manipulative Gewalt kommt von den „Mädchen“. Und sie ist entgrenzt.

          Ausführende sind dann meist auch wieder Männer, die sich davon etwas erhoffen.

          Man kann das täglich auch z.B. auf Twitter und Tumblr ausführlich beobachten. Und dies ist dann auch genauso im realen Leben und nicht nur im sog. Virtuellen.

          Die Veränderung ist, dass es vermehrt wahrgenommen wird. Weltweit.

          Es wird such vielleicht fortsetzen, aber nicht mehr ganz so einfach unhinterfragt.

          Z.B. nach W. Farrell … “ Die Stärke der Frauen ist ihre Maske der Schwäche und die Schwäche der Männer ist ihre Fassade der Stärke“.

          Die feministisch genderrassistischen Betrügereien sind angezählt. Und es kommt nicht nur aus männlicher Richtung.

      • @ ratloser

        *Nur ist es eine kleine Fußmarke der Evolution, dass die tribalistische Übernahme von Frauen von diesen in der Mehrzahl nie als Demütigung oder Verschlechterung erlebt wurde.*

        Das ist so nicht richtig.

        Frauen lieben Sieger, so sind sie evolviert, eben drum, aber angenehm ist der Zusammenbruch einer Zivilisation mit den daran anschließenden gewaltsamen ethnischen Säuberungen, Massenschlächtereien, Gewaltexzessen, für sie trotzdem nicht, obwohl sie als Gruppe, als Frauen, in weitaus größerer Zahl überleben als die besiegten Männer, so kommen doch auch von ihnen noch genug unter die Räder.

        Beispiel: die Ilias.

        Sie berichtet in erschütternden Versen vom Leid der Troerinnen, die in die Sklaverei weggeführt werden, während ihre Söhne, Brüder, Männer, Väter bereits tot sind oder gerade getötet werden.

        ISIS-Kriegführung in der Antike (wie bereits lange davor und danach).

        Sie leiden unter dem Tod der Männer, die sie lieben, ja, man mag das vielleicht kaum glauben in feministischen Zeiten, aber gewöhnlich lieben Frauen IHRE Männer, auch wenn sie DIE Männer mit Misstrauen, mit Verachtung, mit zunehmendem, aufgestacheltem Neid und Hass beäugen.

        Ihre Söhne, ihre gegenwärtigen Lover, ihre Väter, ihre Brüder – die lieben sie in der Regel, leiden, wenn diese umgebracht werden, sehr sogar.

        Natürlich, das Leben geht danach weiter für sie, man muss sich arrangieren, wenn man überleben will/muss.

        Frauen können sich arrangieren, tun Männer auch, wenn sie die Chance dazu erhalten.

        Nur erhalten sie viel seltener die Chance dazu.

        Auch das nicht erst seit gestern.

        Auch das war ein wirksamer Evolutionsdruck, der Männer widerständiger machte als Frauen, der dafür sorgte, dass Männer das Rückgrat der Selbstbehauptungsfähigkeit einer Zivilisation darstellen, das, wenn dieses Rückgrat schwach wird/gescheächt wird, dazu führt, dass diese Zivilisation von der Platte gewischt wird.

        Von konkurrierenden Zivilisationen.

        C’est la règle du jeu und niemand hat bisher einen Weg gefunden, die zu ändern.

        Wer da nicht mitspielen will, geht unter.

        • @ roslin

          Kleine Klarstellung:

          Ich sprach von der Flexibilität der links ideologisierten Feministinnen. Dass das Schicksal der normalen Frauen für diese bitterer sein wird, ist mir klar…ebenso, wie dass die Zeit des Übergangs für die allermeisten turmoilig wird.

    • Ein zusätzlicher Aspekt:
      Im Grunde könnte es ja egal sein, wie sich jemand im Alltag verhält, wenn er sich nur wherhaft in wehrhaften Situationen verhält.
      Das Problem: Da körperliche Auseinandersetzungen sowohl für Angreifer als auch für Verteidiger gefährlich sind, wird diese nur gesucht (vom Angreifer) wenn der Verteidiger schwach wirkt.

      Es kammt aber darauf an Stärke auszustrahlen um Abschreckung zu erzielen, zumindestens genügend Abschreckung, dass ein potenzielelr Angreifer sich andere Ziele sucht.

      Daher ist es notwendig sich IMMER so zu verhalten, außer im geschützten Raumd er Familie.

      • Es kammt aber darauf an Stärke auszustrahlen um Abschreckung zu erzielen, zumindestens genügend Abschreckung, dass ein potenzielelr Angreifer sich andere Ziele sucht.

        Es ist nachgewiesen, dass schon vor 30 000 Jahren Wölfe domestiziert wurden. Diese domestizierten Wölfe dienten möglicherweise der Verteidigung gegen marodierende Banden/Räuber. Im Konfliktfall konnte man die Wölfe auf die Agressoren hetzen, was sicherlich zur Abschreckung beitrug. Ausserdem waren Überraschungsangriffe damit eher unwahrscheinlich, da die Wölfe auch als „Wachhunde“ dienten.

    • Es lässt sich alles darauf herunterbrechen, dass ein Clan/ein Stamm/eine Gesellschaft seit unvordenklichen Zeiten existentiell von der Wehrhaftigkeit ihrer Männer und der Fruchtbarkeit ihrer Frauen abhing..

      Womit die letzten 50 000 Jahre Menschheitsgeschichte im Prinzip abgehandelt wären.

      • „Womit die letzten 50 000 Jahre Menschheitsgeschichte im Prinzip abgehandelt wären.“

        Und jetzt gibt es Leute die glauben
        von jetzt an würde alles komplett
        anders laufen.

  3. Mädchen heulen öfter und sind ängstlicher.

    Feministinnen sehen überall nur Opfertum, aber keine möglicherweise legitimen Sachverhalte. Alles, aber auch wirklich alles auf diesem Planeten ist ein Ausdruck von Geringschätzung von Frauen, keineswegs eine legitime und nachvollziehbare Sichtweise.

    Daß kleene Kinder auch mal despektierlich über die doofen Mädchen oder Jungen sprechen, ist wohl für Feministinnen nicht auszuhalten. Neben der Legitimität von Aussagen wie „Sei kein Mädchen“ ist also selbst die abfällige Interpretation kein Weltuntergang und eher unschuldiges Kindergebaren.

    Feministinnen sind die absoluten Überspießerinnen auf diesem Planeten.

    Ich weiß nicht, wie sie heißt, ob Maren oder so, diese Dämchen sollten einfach mal das Weite suchen und sich für ihr anhaltendes larmoyantes und selbstverliebtes Selbstbemitleiden schämen.

    Normale Frauen machen das jedenfalls nicht. Denen sind auch all die anderen feministischen Komplexe egal.

  4. OT:

    @christian @elmar

    Elmar hat auf seinem Blog sein schon länger erwartetes Maskulismus-Dossier erstellt

    Hast Du es schon gelesen @christian

    Wäre ja nochmal eine gute Grundlage für eine erneute, und nunmehr sachlichere Diskussion

    • Ich frage mich, wie es wäre wenn sich Feministinnen über U17 Jungs in Synchronschwimmen oder Leichtathletik lustig machen würden, und Videos davon als „Beweis“ nehmen würden dass die einfach nix taugen.
      Es gäbe sicherlich (und das zu Recht) diverse Shitstorms.
      Aber wenn es um Mädchen geht ist das die reine Wahrheit und überhaupt nicht sexistisch?

      BTW, die Kommentare unter dem Video und den anderen Klonen zeigen ganz klar, wie sachlich und überhaupt nicht frauenverachtend solcherlei Kommentare sind:

      „Girls, just stick with cooking“

      „why the hell do women even play soccer ? :P“

      „That’s why soccer is only for men.“

      „Correction : The most sexiest female Goalkeeper ever U17 Women“

      „This is why women don’t play sports cuz they suck“

      Ich wette es ist reiner Zufall, dass me das Video mit den wenigsten Views und daher den wenigsten sexistischen Kommentaren verlinkt hat, wenn es Dutzende bekanntere Ableger gibt.

      • Maren

        „Ich frage mich, wie es wäre wenn sich Feministinnen über U17 Jungs in Synchronschwimmen oder Leichtathletik lustig machen würden, und Videos davon als “Beweis” nehmen würden dass die einfach nix taugen.“

        Me hat eigentlich ganz klar gesagt, dass es nicht um „Mädchen“ an sich geht, sondern um bestimmte Personen mit einem bestimmten Verhalten. Also wäre das Gegenbeispiel nicht, dass sich Feministinnen über Jungs an sich lustig machen, sondern über ähnliche Fehlleistungen wie in dem von Me geposteten Video. Ich meine, dass das einen gewissen Unterschied macht gegenüber Deiner pauschalen Analogie.

        Dass es frauenfeindliche Kommentare gab, ändert nichts an Mes Grundaussage: Es ging ihm um Verantwortungsübernahme. Das wäre der Diskussionsgegenstand. Die frauenfeindliche Einstellung von Kommentatoren wäre ein eigenes Thema. Me hat hinreichend deutlich gemacht, dass er nicht Frauen oder Mädchen per se als minderwertiger ansieht. Insofern vertritt er klar eine andere Haltung als die von Dir zitierten Kommentatoren.

        Nur wenn man solche Differenzierungen auch sieht und einbezieht in die Diskussion, ist überhaupt eine sachliche Diskussion möglich. Alles andere ist Rabulismus.

        • Bis vor einigen Jahren war es noch ein ziemlich verbreitetes Stereotyp, dass Männer nicht kochen können, Single-Männer sich dementsprechend schlecht ernähren (von Fertiggerichten) oder ihre Wäsche nicht geregelt kriegen.

          Was haben wir gemacht? Es gelernt, heute zieht das als Vorurteil nicht mehr.

          Dass weiblich konnotierte Hausarbeiten wie Bügeln, Toilette putzen oder Nähen nicht dasselbe Image genießen wie Abfluss reparieren oder nen Nagel in die Wand hauen, dazu haben Feministinnen auch ihren Beitrag geliefert.

        • Dass eine jüngere Frau gut kochen kann, glaubt heute keiner mehr. Wenn man sich zum gemeinsamen kochen verabredet, freut sich keiner mehr aufs Essen 😀 😀

        • @lomi
          Nein es ging ihm klar um Mädchen und Frauen.
          Das erkennst du sehr schön daran, dass er nicht dass Wort „Menschen“ oder „Personen“ verwendet, sondern „Mädchen“ und „Frauen“.

          Seine Schlußfolgerung:
          „Also: entweder sorge dafür, dass Fukushima zu 50% von Frauen aufgeräumt wird und Schwedens Waldbrände zu 50% von Frauen gelöscht werden oder akzeptiere, dass es Situationen gibt, in denen Mädchen buchstäblich weniger wert sind.“

          Er rationalisiert also solche Sprüche indem er sagt „Aber Frauen/Mädchen können doch auch viel weniger!“

          *Die frauenfeindliche Einstellung von Kommentatoren wäre ein eigenes Thema.*

          Nein eben nicht! „This is why women don’t play sports cuz they suck“ stimmt so ziemlich mit me´s Aussage überein. Nur in etwas weniger beleidigenden Worten und Geschwurbel über Schutzprivilegien. Was er mit einem Video einer U17 Fußballspielerin illustriert.

          @david
          *Was haben wir gemacht? Es gelernt, heute zieht das als Vorurteil nicht mehr.*

          Doch, Vorurteile müssen nämlich nicht stimmen.

        • Maren,

          Du liegst meiner Meinung nach falsch. ME sagt nirgendwo, dass Mädchen weniger können. Er sagt allenfalls, dass es Mädchen gibt, die sich weniger einsetzen, die weniger Verantwortung übernehmen. Das ist freilich ein Fakt, denn Fukushima wurde nicht von Frauen aufgeräumt und in den gefährlichen Berufen tummeln sich in der Regel Männer. Insofern leben Frauen nicht selten in einer Comfortzone. Das gilt auch nach MEs Worten nicht grundsätzlich für alle Frauen/Mädchen, sondern für die Fälle des Rückzugs aus der Verantwortung und der Delegation der Bewältigung von Schwierigkeiten an Männer.

        • Doch, Vorurteile müssen nämlich nicht stimmen.

          Umso weniger sie stimmen, umso mehr stirbt auch das Vorurteil aus.

          Wenn du heute zu einem männlichen Single sagst, dass er sich wahrscheinlich nachher wohl ne Dose Ravioli warm macht, versteht den Witz keiner.
          Wer sagt, dass Frauen dumm sind, der wird sich in den allermeisten Kreisen selbst bloßstellen.

          Wenn Frauenfußball ernst genommen werden will, sollten sie gut spielen und die nervige Propaganda mit zwanghafter Bezugnahme auf Männerfußball lassen.

          Beim Tennis käme kein Schwein auf die Idee, über Frauen zu lachen.
          Zeigst du ein Video über eine Frau die keinen Ball trifft, ist das einfach nur jemand, der/die es halt nicht drauf hat.

        • Mist, da fällt mir ein dass ich heute abend wieder Maultaschen, Ravioli oder Pizza esse, weil meine Freundin mich 2 Wochen alleine gelassen hat. Verdammt. 😀

        • @lomi
          Und dass ist eben die Sache: Bloß weil Frauen nicht auf Bohrinseln arbeiten, Atomreaktoren ausräumen oder Fußballmeisterschaften gewinnen heißt das nicht dass sie keine Verantwortung übernehmen.

          Die Krankenschwester oder Ärztin hat Verantwortung für ihre Patienten, die Erzieherin/Lehrerin für ihre Schützlinge, etc.

          Es ist unfair und falsch es so hinzustellen als müssten Männer für alles den Kopf hinhalten. Es gibt nämlich auch einige Männer, die ihre Komfortzone sehr schätzen. Und es ist auch zweifelhaft, diese extreme Opferbereitschaft, wenn man es so nennen will, als das nonplusultra des Daseins zu setzen und mit ebensolchen Sprüchen zu untermauern, genau das sorgt nämlich dafür dass es nämlich auch weiterhin als das nonplusultra gesehen wird.

          Selbstschutz und Vorsicht in potentiell gefährlichen Situationen ist nämlich keine Schwäche.
          Mein Stiefvater ist noch so einer vom „alten Schlag“, er klettert in Schlappen auf Bäume und Dächer, legt wenig Wert auf Schutzkleidung, passt seinen Lebenswandel nicht an seine Diabetes und Herzkrankheit an, etc.
          Warum? Weil er von genau diesem männlichen Ideal des unsterblichen Helden geprägt worden ist. Und btw, meine Mutter hasst es!

          • @maren

            Wir sprechen hier auch nicht von „disposable Male“ weil wir der Auffassung sind, dass das alles super ist.

            Und genau weil es nicht super ist, ist es eben auch zu gewissen Teilen ein weibliches Privileg, sich da wesentlich zurückhaltender Verhalten zu können

          • @maren

            Es ist ja auch immer eine Frage der konkreten Situation. In einer Wettkampfsituation zB ist es verständlich, wenn man volle Leistung will.

            Aus meiner Sicht werden aber eben die Unterschiede wahrgenommen, weil sie da sind. Sie werden dann essentialistisch übertrieben.

            Dennoch müssen sie nicht per se eine Abwertung beeinhalten. Es gibt ja auch „ich darf das, ich bin ein Mädchen“ als Rechtfertigung bestimmten Verhaltens.

        • „MEs Vorschlag war aber nicht, dass Männer mehr auf sich achten, sondern dass die Frauen nachziehen sollen, wenn sie nicht mehr quasi als Negativbeispiel hergenommen werden wollen.“

          Es ist nicht überraschend, dass du bei dem von Christian oben zitierten „Entweder … Oder … “ in deiner reflexartigen Empörung nicht über das „Entweder“ hinauskommst.

          „HA! Ich kann mich aufregen. Klasse! Was da noch so steht, ist mir erst mal egal“

        • @me

          Na wenn dein Oder so aussieht….

          *Dazu wäre es nötig, dass Frauen kompetente, starke, einsatzwillige Männer nicht mehr sexuell attraktiver finden als stille, schüchterne, schmale Jungs. Es würde auch bedeuten, dass unsere Gesellschaft ohne Polizei und ohne Feuerwehr auskommen müsste.*

          Yeah, total konstruktiv und realistisch!

        • @ Maren

          „Bloß weil Frauen nicht auf Bohrinseln arbeiten, Atomreaktoren ausräumen oder Fußballmeisterschaften gewinnen heißt das nicht dass sie..“

          Und ich hab mir bisher nur eingebildet das alleine die Deutsche Frauennationalmannschaft zu meinen kurzen Lebzeiten schon 3 Mal den Titel geholt haben obwohl es die WM auch est seit 20 Jahren gibt.

          Ihr Frauen und ganz besonders Feministinnen macht euch doch selbst klein und wertet weibliche Taetigkeiten ab aber gleichzeitig denkt ihr das Leben eines Mannes ist pauschal ein Zuckerschlecken im Gegensatz zu eurem.

          Kein Wunder auch das immer mehr Frauen Feminismus ablehnen, owohl sie doch scheinbar davon profitieren.

          Die normale Arbeiterin und Angestellte hat aber davon nichts ausser mehr Stress und weniger Geld, profitieren tun davon nur die Elite.

          Die nichtsnutzigen Genderprofessorinnen werden auch von der Fliessbandarbeiterin bezahlt.

          Und solche Frauen, also ganz normale Frauen, interessieren sich einen Scheiss fuer Gender und Aufschreiquatsch weil sie andere Sorgen haben.

          Ich will gar keine hochstudierte Pseudoakademikerin als Freundin haben, die viel dummlabern aber noch nie im Leben richtig gearbeitet haben und von den Sorgen und Noeten der kleinen Leute keinen Schimmer haben.

          Das werfe ich auch den Linken vor, stattdessen importiert man noch mehr Sorgenfaelle nach Europa anstatt mal mit sich selbst und den Leuten klarzukommen.

          Da braucht man sich auch nicht zu wundern wenn in Europa immer mehr rechte Parteien an die Macht kommen und es hier bald ganz gewaltig kracht.

          Guggt euch doch an was in Frankreich abgeht.

        • @charly
          *Die normale Arbeiterin und Angestellte hat aber davon nichts ausser mehr Stress und weniger Geld*

          Hö?

          *Ich will gar keine hochstudierte Pseudoakademikerin als Freundin haben, die viel dummlabern aber noch nie im Leben richtig gearbeitet haben und von den Sorgen und Noeten der kleinen Leute keinen Schimmer haben.*

          Ich bin mir sicher das basiert auf Gegenseitigkeit 🙂

          *Das werfe ich auch den Linken vor, stattdessen importiert man noch mehr Sorgenfaelle nach Europa anstatt mal mit sich selbst und den Leuten klarzukommen.
          Da braucht man sich auch nicht zu wundern wenn in Europa immer mehr rechte Parteien an die Macht kommen und es hier bald ganz gewaltig kracht.*

          Und ich bin raus.

        • @Maren,

          Und wieder hast du einen wichtigen Satz weggelassen: „Oder wir sorgen dafür, dass auch Männer diese Art von “Heldentum” nicht mehr anstreben.“

          Du kennst den Unterschied zwischen notwendiger und hinreichender Bedingung?

          So wie es ist, wollen viele Männer ‚Helden‘ sein und haben bei entsprechenden Aktivitäten lieber mit Menschen zu tun, die ähnlich davor sind, als mit Menschen, die ihnen dabei Knüppel zwischen die Beine werfen.

          Wenn Menschen, die keine Helden sein wollen, nicht mehr darob beschämt werden sollen, dann ist eine Lösung, gruppenorientierte ‚Heldentaten‘ abzuschaffen.*)

          Eine notwendige Bedingung dafür ist, dass es keine starke Motivation mehr gibt, (in der Gruppe) Heldentaten zu begehen. Und eine notwendige Bedingung dafür ist, dass Frauen (und andere Menschen) aufhören, Heldentaten reich zu belohnen.

          Zu „gruppenorientierte Heldentaten“ gehören neben allen Mannschaftssportarten auf jeden Fall Gruppen wie die Feuerwehr oder der Katastrophenhilfsdienst.
          Das würde Mann nicht machen, wenn da nicht „Held“ ganz groß zwischen den Zeilen stünde.

          Statt „ja, voll realistisch“ zu poltern, versuch doch mal das Argument inhaltlich zu widerlegen…?

          *) Eine andere Lösung wäre, dass diese Menschen gar nicht erst versuchen „mitzuspielen“.

      • @maren:

        Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass Männer (und alle Welt) sich selbst über synchronschwimmende Jungs lustig machen, ist wesentlich größer.

        Scheiße, es ist ja auch lustig 😀

        oder das hier:

        Männer mit Bändchen oder Frauen beim Boxen – sollen sie machen, aber viel Potential hat das nicht. Alles Evolution.

        • Der Sportfan ist für gewöhnlich recht gnadenlos und schadenfroh. Von daher wird jeder Sportler, zumindest in den Mannschaftssportarten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit des Spotts leben müssen. Weiß man, wenn man mal im Stadion war.

      • „Es gäbe sicherlich (und das zu Recht) diverse Shitstorms.“

        Kannst du einen Shitstorm aufzeigen, der wegen sexistischer Bemerkungen von Mädchen oder Frauen entstand? In unserer Gesellschaft?
        Mir fällt grad nichts ein.

        „ist das die reine Wahrheit“

        Nicht „die Wahrheit“, sondern „wohl begründet“.

        „überhaupt nicht sexistisch“

        In dem Sinne sexistisch, wie „Frauen sind im Schnitt kleiner/schwächer/(räumlich) orientierungsloser als Männer“ sexistisch ist. Etwas anderes hat keiner behauptet.
        Das Problem dabei (für Feministinnen): Diese Art von „Sexismus“ ist nicht eigentlich problematisch.

        „Ich wette es ist reiner Zufall, dass me das Video mit den wenigsten Views und daher den wenigsten sexistischen Kommentaren verlinkt hat“

        In der Tat. Ich hatte den Film vor einiger Zeit gesehen und gab bei Youtube Suchbegriffe wie „worst goalkeeper“ ein. Dann nahm ich relativ zufällig einen der ersten Treffer. Die Kommentare habe ich nicht beachtet.

        Jetzt denkst du bestimmt, und sagst es vielleicht auch, „Der lügt“, aber das sagt dann mehr über dich als über mich.

        „BTW, die Kommentare unter dem Video und den anderen Klonen zeigen ganz klar“

        Weißt du, was mich wirklich interessieren würde?
        Wie die Kommentare aussehen würden, wenn Jungs nicht tagaus, tagein, von kleinster Jugend an, von Müttern, Lehrerinnen, Nachrichten, Verwandten ununterbrochen zu hören bekommen würden, dass Mädchen die besseren Menschen sind.
        So habe ich das allergrößte Verständnis für die Häme, die sich einstellt, wenn man(n) feststellt, dass Mädchen in mancher Hinsicht es echt nicht bringen. (Im Schnitt)

        Du natürlich nicht. Verständnis für Jungs steht ja nicht auf deinem Stundenplan.

        • „Weißt du, was mich wirklich interessieren würde?
          Wie die Kommentare aussehen würden, wenn Jungs nicht tagaus, tagein, von kleinster Jugend an, von Müttern, Lehrerinnen, Nachrichten, Verwandten ununterbrochen zu hören bekommen würden, dass Mädchen die besseren Menschen sind.“

          Das wäre in der Tat mal interessant. Es ist ja auch in den Medien zu beobachten, wenn mal wieder ein Artikel veröffentlicht wird, in dem mal wieder die Frauen alles besser können und für alles gute in der Welt verantwortlich sind. Dort sind die Kommentare dann meist recht eindeutig.

        • @me
          *Wie die Kommentare aussehen würden, wenn Jungs nicht tagaus, tagein, von kleinster Jugend an, von Müttern, Lehrerinnen, Nachrichten, Verwandten ununterbrochen zu hören bekommen würden, dass Mädchen die besseren Menschen sind.
          So habe ich das allergrößte Verständnis für die Häme, die sich einstellt, wenn man(n) feststellt, dass Mädchen in mancher Hinsicht es echt nicht bringen. *

          Hm, also in der Welt die ich so kenne sind Männer angeblich schlauer, stärker, mutiger, hilfsbereiter, haben ein größeres Hirn, mehr Erfindergeist, sind leistungsfähiger und sitzen (daher) in fast sämtlichen leitenden Positionen die es so gibt.
          Sagst du doch auch.

          Und sie haben auch noch akzeptable Ziele für sämtliche Frustrationen,die sie so loswerden müssen, gibt es doch eine Gruppe auf der Welt, der sie vorraussichtlich nie angehören werden, und die kleiner, schwächer, dümmer und unnützer als sie sind. Zumindest in den Dingen auf die es ankommt, wie Waldbrände löschen und Fußballmeisterschaften gewinnen.
          Diese Herablassung, fast schon Verachtung gab es schon lange vor dem sog. Staatsfeminismus, er hat nur eine andere Form gefunden.

          • @maren

            „Hm, also in der Welt die ich so kenne sind Männer angeblich schlauer, stärker, mutiger, hilfsbereiter, haben ein größeres Hirn, mehr Erfindergeist, sind leistungsfähiger und sitzen (daher) in fast sämtlichen leitenden Positionen die es so gibt.“

            In der Welt der meisten Kinder gibt es viele mächtige Frauen: Mütter, Lehrerinnen etc als Erwachsene und ab dem Beginn sexuellen Interesses ein nicht geringer Teil der Mädchen um sie herum, die eher diejenigen sind, die ablehnen und entscheiden, ob man der richtige, da der Junge eher den aktiven teil übernehmen muss. Die Dämonisierung männlicher Sexualität macht auch die Mädchen eher zu den „Guten“

        • @Maren,

          „Hm, also in der Welt die ich so kenne sind Männer…“

          Ja, die, die in der Jugend Glück hatten oder es geschafft haben, sich vom feministischen Einfluss freizuschwimmen, die entwickeln irgendwann Selbstbewusstsein.

          „Sagst du doch auch.“

          Das kannst du nur behaupten, wenn du den Unterschied zwischen „Männer sind stärker“ und „Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ein starker Mensch männlich ist“ nicht verstehst.

          In deiner Aufzählung hast du übrigens schöner, schützenswerter, einfühlsamer, begehrenswerter, wertvoller, eloquenter, gefühlsoffener und langlebiger vergessen.

          Ach nein, das sind ja alles positive Eigenschaften, die Frau hat und nicht Mann.

          Nanu? Sollte das alles etwa gar nicht so einseitig sein, wie Feministinnen reflexartig empfinden?

          Wär hätte das gedacht?

      • @Marenleinchen, Du willst wissen was passieren würde, wenn

        *sich Feministinnen über U17 Jungs in Synchronschwimmen oder Leichtathletik lustig machen würden*

        Ich sage es Dir: Sie würden sich beömmeln vor Lachen und die Buben mit Spott und Häme überziehen.

        Na ja, es müsste schon lustig sein und keine im erzieherischen Ton vorgetragene Anklageschrift. Du bist herzlich eingeladen meine These zu falifizieren, @Marenleinchen. Wo sind die Videos?


        • Ich sage es Dir: Sie würden sich beömmeln vor Lachen und die Buben mit Spott und Häme überziehen.

          Glaube ich nicht.

          Sehe ich grade erst: Leichtathletik?? Oh Gott, ist das ein Frauensport? Das würde mich persönlich hart treffen 😉

      • Ja und? Das ändert nix an der ursprünglichen These, dass „Mädchen“ mehr Privilegien haben als Jungen und Männer. Die Kommentare auf youtube zum Video hier in die Diskussion einbringen zu wollen, ist übelste Rabulistik.

      • Mädchen und Frauen vergessen immer, dass sie Jungs und Männer permanent shamen und arrogant gegenübertreten.

        Sie regen sich dann auf, wenn Jungs oder Männer auch einmal ein bisschen veräppeln. Das greift aber nie so tief, wie die ständigen weiblichen Herablassungen, die immer auch dämonisieren und auf charakterliche Vernichtung wie Identitätsvernichtung zielen.

        Vieles indirekt, aber auch gern direkt patronisierend.

        Sie fühlen sich dazu berechtigt, weil sie sich immer als Opfer wahrnehmen um damit eigentlicher und realer Verantwortung auszuweichen. Das wurde und wird geduldet. Vielleicht war man(n) sich darüber früher etwas besser bewusst.

        Auch zu Betrug fühlen sie sich berechtigt. Und nicht nur Stehlen, sondern und insbesondere Beziehungsschmarotzerei, immer mit Damseling maskiert und den damit zusammenhängenden sozial vernichtenden Falschunterstellungen flankiert. Das kann man schon bei Affenhorden gut beobachten. Besonders hier auch die extreme Illoyalität und Kaltschnäuzigkeit bzw. Empathielosigkeit.

        Das ist nur möglich, wenn Männer sich täuschen lassen. Ihr Antrieb zu dieser Selbstverleugnung ist wohl der Beschützerinstinkt. Offenbar entsteht so ein evolutionärer Vorteil. Auf kosten von Männerleben. Eben die vielgerühmte Disponibilität.

        Jüngste Beispiele „Male Tears“, oder auch

        http://elitedaily.com/women/ifiwereaboy-12-women-share-theyd-differently-mans-perspective/695478/

        Dagegen ist die angeführte Schadenfreude und das Herumäppeln geradezu niedlich.

        Gerade der Feminismus macht sehr deutlich, dass wir es bei Frauen nicht mit Menschen zu tun haben, die für irgendetwas Verantwortung übernommen haben oder übernehmen werden. Und Ausnahmen bestätigen die Regel. Eher kindliches aber auch tatsächlich korruptes wie gefährdendes Verhalten, mit offenbar genauso schädlichen Antrieben dazu.

        Entgrenzt führt es zum Untergang der Sippe.

        Meist durch Übernahme anderer. Und hier fügen sie sich dann wieder ein und das ganze geht weiter oder beginnt von vorn.

        Die ganzen romantischen Klischees und auch alle anderen gesellschaftlichen Lügereien, Doppelstandards, Verkehrungen, Projektionen etc., die so symptomatisch eigentlich immer und fast ausschließlich mit Frauen zu tun haben, dienen vielleicht nur dazu, dies zu übertünchen.

        • @petpanther
          Bei dir ist Hopfen und Malz verloren.
          Denk doch mal über eine Laufbahn als Mönch nach, da bleibt dir der Umgang mit diesem grauenvollen Wesen „Frau“ weitgehend erspart, soweit ich weiß.

        • @ ‚leinchen

          Ja ich weiß, dass du das denkst.

          Kann aber eigentlich nichts dafür, welchen Schabernack die Evolution da so treibt.

          Männer sind ja auch keine Engel. Aber Frauen eben auch nicht gerade.

          So grauenvoll find ich sie ja gar nicht, die Frauen. Man muss nur wissen mit wem man es zu tun hat 🙂

    • @ albert

      „Wenn man sich zum gemeinsamen kochen verabredet, freut sich keiner mehr aufs Essen 😀 :-D“

      Da gemeinsam Kochen eh nur ein
      Vorwand war, freut Mann sich um
      so mehr auf das Dessert. 😀

      Aber aufgepasst im dümmsten
      Fall wäre das ja vorsätzlich,
      aus niederen Beweggründen.

  5. Ich habe allerdings einen Einwand gegen den Vorwurf der Mädchenhaftigkeit. Als Vater sehe ich das schon skeptisch, weil es so, wie es Me gebraucht, sehr viel Abstraktionsleistung erfordert und ohne diese missverstanden werden kann. Kinder könnten solche Aussagen durchaus buchstabengetreu lesen und dann tatsächlich den Eindruck entwickeln, Mädchen seien irgendwie nicht so gut wie Jungs. Kindern entgeht die Metaphorik solcher Redewendungen gerne mal und sie sind in jüngeren Jahren auch nicht zugänglich für Ironie. Es wäre deshalb schon schlauer, eben nicht zu sagen „sei kein Mädchen“.

    • Ja, das war ja auch das Fazit der Diskussion letztes Mal zwischen Nick und Maren:

      Es ist falsch, von von solchen Sprüchen auf Frauenfeindlichkeit zu schließen.

      Man sollte sie aber trotzdem lassen, wenn man Stereotype nicht bewusst pflegen will.

      • Ja, ganz und gar, der Spruch ist einfach schlecht und falsch und ich möchte mein Kind vor dem Missverständnis solcher Sprüche bewahren. Alle Sprüche wie, „sei nicht so mädchenhaft“ und „sei ein Mann“ gehören in die Tonne. Freilich sollte man auch locker bleiben, zumindest als Erwachsener, und immer in Rechnung stellen, dass zwischen Wort und tatsächlicher Haltung immer eine Lücke klafft. Deshalb sollte man unter Erwachsenen solche Dinge nicht zu wörtlich nehmen. Gerade die mangelnde Lockerheit erzeugt ja auch eine falsche Vorbildwirkung: Die Anspannung des Diskurswächters ist sicher spürbar und dessen verkrampfte Fehlerintoleranz führt dazu, dass auch die Kinder intolerant werden, weil sie dergleichen als normal erleben. Nicht zuletzt werden sie irgendwann genauso angespannt fürchten, dass jemand irgendwas Falsches sagen könnte.

        • @lomi
          Wenn du das so siehst, wie kannst du dann noch me´s Artikel verteidigen, der ja praktisch den Zweck hat, genau diese Sprüche zu legitimieren?

          *Kinder könnten solche Aussagen durchaus buchstabengetreu lesen und dann tatsächlich den Eindruck entwickeln, Mädchen seien irgendwie nicht so gut wie Jungs.*

          Sie könnten nicht, sie tun´s. Und sie meinen es dann so.
          Weswegen Mädchen gegenkontern mit anderen Dingen und wieder zurück und wieder hin und so weiter und so fort.
          Das ist doch vermeidbar.

        • @maren: dass wir das verteidigen liegt wohl einfach auch am feministischen Furor, der einem gleich Frauenfeindlichkeit unterstellt und alles in seinen simplen Deutungsrahmen der unterdrückten Weiblichkeit stellt.

          Warum seht ihr das mit den Geschlechterklischees nicht einfach entspannter und schaut mal, welche am Ende des Tages (in 20 Jahren z.B.) so übrig bleiben?
          Warum lachen so viele Männer wie auch Frauen über Mario Barth? Weil alle wissen, dass Frauen scheiße sind?
          Ok, Barth ist weniger lustig als Ebola.
          Aber ich kann auch über männliche Klischees sehr gut lachen, selbst wenn sie mal gegen mich gerichtet sind. Damit kann man fantastisch spielen, sogar flirten!

          Neulich hab ich mal zu nem Kollegen „du Mädchen“ gesagt. Weiß den Anlass gar nicht mehr, aber es war ironisch und freundschaftlich gemeint, zudem auch gar nicht frauenabwertend. Ich mag nämlich „weibliches“ Verhalten generell sehr, manchmal sogar bei Männern.

          Hab aber gesehen, dass die danebenstehende Kollegin kurz geschluckt hat. Drüber nachgedacht und beim nächsten Mal sein lassen. Man muss nicht immer die große Keule auspacken. Sonst machen wir das erst recht! 😉

        • Maren,

          ich habe MEs Differenzierungen verteidigt, die Du zu übersehen pflegst. Und hier unten habe ich klar gesagt: Solche Sprüche gehören in die Tonne. Zwei verschiedene Themen. Thema 1: ME meint etwas anderes, als Du dort zu lesen meinst. Thema 2: Der Spruch „sei kein Mädchen“ ist für mich nicht akzeptabel. Das sind zwei ganz unterschiedliche Ebenen.

        • “ Man muss nicht immer die große Keule auspacken.“

          Genau. Lockerheit ist die bessere Medizin. Besser als die Ausprägung von Neurosen und das ständige auf die Goldwaage legen von Äußerungen. Denn letzteres schürt ständiges Misstrauen und erzeugt Kontroll- und Strafbedürfnisse und ist prinzipiell menschenfeindlich insofern, als der Mensch keine Fehler mehr machen kann und für jede dumme Äußerunng schwerst haftbar gemacht wird.

        • @david
          *Aber ich kann auch über männliche Klischees sehr gut lachen, selbst wenn sie mal gegen mich gerichtet sind. Damit kann man fantastisch spielen, sogar flirten!*

          Ja meinst du ich nicht? Es geht aber darum, dass eben viele Menschen solche Sprüche und solchen, nennen wir es mal casual sexism pflegen. Das ist in den wenigsten Fällen böse gemeint, hat aber trotzdem einen Effekt auf den Empfänger, bzw. Mithörer.

          *Hab aber gesehen, dass die danebenstehende Kollegin kurz geschluckt hat. Drüber nachgedacht und beim nächsten Mal sein lassen. *

          Mehr will ich doch auch gar nicht. Rausrutschen tut einem Vieles. Ansprechen tu ich es normalerweise auch erst wenn es mehrfach vorkommt, und /oder es wirklich bösartig ist. Das Problem liegt eben bei Leuten, die ums Verrecken nicht einsehen dass das problematisch sein könnte und dann in Trotzreaktionen verfallen, weil ihnen ihre „Redefreiheit“ wichtiger ist als ihre Mitmenschen.

        • @Lomi,

          Maren schreibt: „Das ist doch vermeidbar.“

          Das glaube ich nicht.

          Vielleicht können sich Erwachsene umerziehen und mit stereotypen Bezeichnungen vorsichtiger umgehen.

          Kinder können das m.E. nicht.

          Wenn Kinder sehen, dass die meisten Mitglieder einer bestimmten, leicht wahrnehmbaren, Gruppe ein bestimmtes Verhalten zeigen, welches die Nicht-Gruppen-Mitglider weit weniger zeigen, dann wird „Du Gruppenmitglied“ sich automatisch einstellen.

          Am Beispiel: Angenommen, in einer Nachbarschaft sind die deutliche Mehrheit aller Blonden geizig und geben nie was von ihren Süßigkeiten etc ab, während die Dunkelhaarigen eine deutlich großzügigere Natur haben.
          Wenn die Kinder das über geraume Zeit zu beobachten, und alle in die Nachbarschaft hinzukommenden Kinder sich reibungslos in die Verhaltensgruppen einordnen, dann wird sich natürlich einbürgern zu sagen: „Sei nicht so blond und gib mir was ab.“

          Dass so eine Sprachgewohnheit dann ohne weiteres perpetuierende Wirkung (wie sagt man das auf Deutsch?) haben kann, ist erst das nächste Problem.

          Sich in der Position zu vermauern, dass der Sprachgebrauch „falsch“ sei (und nicht das Verhalten der Blonden), ist so, als würde man bei einer im Kreis laufenden Polonäse auf einen einzelnen Menschen zeigen und sagen: „Der hat Schuld, dass hier alles im Kreis geht“.

        • Ja meinst du ich nicht?

          Also, wenn man dein Posting liest, wirkst du da schon nicht so ganz entspannt.

          Jemanden, der mir wegen so harmloser Geschlechterklischees über den Mund fährt und ohne jedes Augenzwinkern erklärt, dass dies „problematisch“ sei, dessen PC nehme ich nicht ernst.

          Ich werd mich auch weiterhin über weibliches und männliches Verhalten lustig machen, auf die Gefahr hin was zu „reproduzieren“

        • Weilste blonde Menschen erwähnt hattest:

          Der Stereotyp legt uns ja realiter nahe, bei hellhaarigen Frauen von weniger Intelligenz auszugehen.

          Blondi gilt nicht etwa als geizig, sondern als dumm in unseren Köpfen/unserer Kultur. Wenn weiblich natürlich nur.

          Jetzt stellt sich doch die Frage: wieso? woher kommts?

          Ich tät ja gern erst den einen oder anderen Tipp lesen, bevor ich meinen raushaue…

        • @david
          Du weißt nicht wie oft ich diese Diskussionen schon geführt habe… Da ist man ein klein wenig unentspannt, das kann sein.

          *Jemanden, der mir wegen so harmloser Geschlechterklischees über den Mund fährt und ohne jedes Augenzwinkern erklärt, dass dies “problematisch” sei, dessen PC nehme ich nicht ernst.*

          Ja sorry, ab und an verlässt einen dann auch mal die Fähigkeit, deeskalierend zu wirken. Solltest du von dir selbst kennen, oder?

          @me
          *Kinder können das m.E. nicht.*

          Nee, Kinder WERDEN idR erzogen und müssen es nicht selbst tun. 🙂

          *Angenommen, in einer Nachbarschaft sind die deutliche Mehrheit aller Blonden geizig und geben nie was von ihren Süßigkeiten etc ab, während die Dunkelhaarigen eine deutlich großzügigere Natur haben.
          Wenn die Kinder das über geraume Zeit zu beobachten, und alle in die Nachbarschaft hinzukommenden Kinder sich reibungslos in die Verhaltensgruppen einordnen, dann wird sich natürlich einbürgern zu sagen: “Sei nicht so blond und gib mir was ab.”*

          Das ist ein ausgesprochen merkwürdiges Beispiel.

          Aber wie dem auch sei, es potenziert sich, wenn sie überall um sich herum (Medien etc.) dieses Verhalten ebenfalls sehen und die Erwachsenen auf Nachfrage/Beschwerde achselzuckend sagen: „So sind Blonde halt.“

          Worauf ich also hinauswill: Als Erwachsener hast du eine gewissen Erziehungsauftrag/Vorbildfunktion usw., von daher solltest du solche Vorurteile wenn möglich sich gar nicht erst ausbreiten lassen.
          Oder würdest du, wenn das Kind ankommt und sagt, dass alle Männer gewalttätig sind, oder alle Juden hinterlistig, oder alle Schwarzen blöd es nicht korrigieren?

        • @sheera:

          Blondi gilt nicht etwa als geizig, sondern als dumm in unseren Köpfen/unserer Kultur. Wenn weiblich natürlich nur.

          Jetzt stellt sich doch die Frage: wieso? woher kommts?

          Hm, wegen den Blondinen dachte ich? Die sich blond färben ließen, um attraktiver zu sein? Blondgefärbte Haare waren irgendwann sowas wie das Arschgeweih der 80er/90er.
          Davor gab es das Stereotyp meines Wissens nicht.

          Auch heute kommt doch kein Mensch mehr drauf, jemanden als „Blondine“ zu bezeichnen, oder von blonder Haarfarbe auf den Intellekt zu schließen.

          @maren:
          Ja sorry, ab und an verlässt einen dann auch mal die Fähigkeit, deeskalierend zu wirken. Solltest du von dir selbst kennen, oder?

          Ja stimmt. Deswegen kassiere ich hier inzwischen sogar mehr Dislikes als so manche Feministin 😉
          Wer aber wegen sowas schon eskaliert, der überzeugt halt auch niemanden.


          Oder würdest du, wenn das Kind ankommt und sagt, dass alle Männer gewalttätig sind, oder alle Juden hinterlistig, oder alle Schwarzen blöd es nicht korrigieren?

          Doch, aber ich würde nicht einschreiten wenn er sagt:
          (fast) alle Feministinnen versuchen sich des Opfernarrativs tatsächlich verfolgter Ethnien zu bemächtigen. Frauen sind keine Juden (also manche schon).
          „Du wirfst wie ein Mädchen“ ist so harmlos wie „Lehrer haben mehr frei“. Es ist schon auch was dran.

        • @sheera: 😀

          Das klingt mir wie eine klassische Studie von diesem (Hoch-) Stapels, der hat etliche genau solche und ähnliche Priming-Studien publiziert, um die trendigsten Vorurteile nachzuweisen. Waren nur alle gefälscht, oft gar nicht erst durchgeführt, wie wir erst seit 2 Jahren wissen.

          Aber auch sonst: rein korrelative Daten, die Interpretationen reine Spekulation. Halt ich gar nichts von. Junk-Science.

          Dieses Stereotyp ist nicht uralt und meiner Meinung nach auch überhaupt nicht alltagswirksam. Ähnlich wie der kurzfristige zur gleichen Zeit stattfindende Hype um die Ostfriesenwitze. Hat irgendwer je geglaubt, Ostfriesen seien dumm? Es war übrigens auch nie von Ostfriesinnen die Rede, das „Stereotyp“ betraf nur Männer.

          Frauen, die sich die Haare wasserstoffblond färben, sind vielleicht im Schnitt etwas dümmer.

          Ansonsten beobachte ich als Blondschopf (eine neue Spur! 😉 ) auf dem Gymnasium und im Studium sehr viele „Artgenossen“.
          Auf der Hauptschule dürfte der Anteil blonder Schüler geringer sein, oder nicht? Also ich vermute eher, es ist tendenziell andersrum.
          Belege, Erklärung? Nee, keine Ahnung.

        • @david
          *Doch, aber ich würde nicht einschreiten wenn er sagt:
          (fast) alle Feministinnen versuchen sich des Opfernarrativs tatsächlich verfolgter Ethnien zu bemächtigen. Frauen sind keine Juden (also manche schon).*

          Es geht mir darum, dass man nicht sagen kann „Achja, Kinder. Was soll man schon machen?“
          Man kann was machen, und man sollte ab und an regulierend eingreifen.

        • Der Autor der zweiten Studie, Dr. Aaron Sell, distanzierte sich übrigens aufs Schärfste:

          „Journalistic ethics requires, at a minimum, that you remove from this article all references to me, and to the research I and my collaborators have conducted. This article consists almost entirely of empirical claims and quotes about blonde women that Mr. Harlow fabricated, and then attributed to me. Please take the article offline immediately. […] To be clear, I have _never_ published any research about blonde women, nor have I ever conducted any research on blonde women, or about their supposed differences from other women. Yet I am quoted throughout Harlow’s article as having done research showing that blonde women are more aggressive, are more determined to get their own way, are more militaristic, are less likely to get into fights, are more prone to anger, are more confident, are more entitled, and feel more attractive. None of this is true.“

          http://www.cep.ucsb.edu/ResponseToTimes.html

          Aber zur ersten Studie hab ich tatsächlich etwas gefunden, was sich zerpflücken ließe evtl., FYI:

          Klicke, um auf 1237.pdf zuzugreifen

          „Ähnlich wie der kurzfristige zur gleichen Zeit stattfindende Hype um die Ostfriesenwitze.“

          Die sind D.M.n. wann entstanden?

          „Auf der Hauptschule dürfte der Anteil blonder Schüler geringer sein, oder nicht?“

          Klar.
          Aber die Hauptschule, an der ich mal war, gibt es so gar nicht mehr. Das ist jetzt nämlich offiziell eine Sekundarschule, jawollja (ich plane dennoch keine Rückkehr).

        • @Maren

          „Worauf ich also hinauswill: Als Erwachsener hast du eine gewissen Erziehungsauftrag/Vorbildfunktion usw., von daher solltest du solche Vorurteile wenn möglich sich gar nicht erst ausbreiten lassen.
          Oder würdest du, wenn das Kind ankommt und sagt, dass alle Männer gewalttätig sind, oder alle Juden hinterlistig, oder alle Schwarzen blöd es nicht korrigieren?“

          Sauber ausgewählte Beispiele, denen man natürlich nicht zustimmen kann.

          Wie wär’s alternativ mit „Frauen brauchen halt manchmal Drama“ oder „Betrunkene Männer denken schon mal mit den Fäusten“?

          Ich kann mir sehr gut Situationen vorstellen, wo ich das einem jungen Menschen als „Bauernregel“ sagen würde.

          Das macht mich aber noch lange nicht zum Frauenfeind oder zum Trinkerfeind. Und das war der Ausgangspunkt. Das völlige Unverständnis von Feministinnen gegenüber den Dynamiken, die hier am wirken sind.

    • „Mädchen seien irgendwie nicht so gut wie Jungs“
      Spätestens in der Schule werden Dir die Lehrer erklären wie defiziär ja die Jungs gegenüber Mädchen sind.

  6. Der Hinweis, dass sich ein Mann/Junge in seinem Verhalten rollenkonform zu den Erwartungen an ein Mädchen verhält, ist sehr gut. Denn was passiert, wenn ein Mädchen sich umgekehrt wie ein Junge verhält? Das nennt man Tomboy und es gibt Applaus dafür, dass dieses Mädchen aus festgelegten Rollen aussteigt und ihren eigenen Weg geht.

    Wir haben also aus den vier möglichen Kombinationen aus Geschlecht und Verhalten drei, die ok sind, und eine, die nicht ok ist: Junge, der sich wie ein Mädchen verhält. Es trifft also Jungs und die Freiheit liegt bei den Mädchen.

    Erstaunlich ist jedoch, wie das umgedeutet wird in eine generelle Feindseligkeit gegenüber Frauen.

  7. Interessanterweise scheint die Aufforderung „Sei kein Mädchen!“ im Sprachgebrauch selten und relativ jung zu sein. Tante Google findet sie bis Ende 2004 sage und schreibe drei mal, mit dem ältestem Datum 2002 aus der Tastatur einer Frau, bzgl. Schmerzen beim Zahnarzt.

    Gefühlt die Hälfte der Fundstellen neueren Datums beklagt sich über diese schröcklich verbreitete Sprachunsitte und die damit verbundene furchtbare Stereotypisierung.

    Man könnte den Eindruck gewinnen, die Gender-Hippster hätten den Spruch erst populär gemacht..

    • Naja, Google.
      Die Redewendung „hab Dich nicht so mädchenhaft“ kommt schon häufiger mal im Alltag vor. Allerdigns auch von Frauen untereinander und ironisierend gebraucht.

      • Naja, Google.

        cum grano salis, klar – aber etwas vor 2005 praktisch überhaupt nicht auftaucht, dann halte ich das schon für ein Indiz.

        „Sei kein Frosch!“ hat demgegenüber eine recht normale Häufigkeit, ebenso wie z.B. „weibisch“

      • Bloß weil es in der Schriftsprache nicht so oft vorkommt, existiert es in der gesprochenen Sprache auch nicht,..

        Merkwürdigerweise findet google aktuell 270.000 Fundstellen. Meinst du, das Netz hätte sich in den letzten 7 Jahren total vulgärisiert?

        .. ist eine Erfindung der virulenten Gendermafia?

        Warum nur sind Feminisinnen immer so lustig? 😀

        Hältst du es für unmöglich, dass Sprachelemente erst dadurch populär werden dass sie „problematisiert“ werden?

        • @nick
          Ja, solche euphemistischen Wortneuschöpfungen wie Migrationshintergrund, da mag das sein. Die werden in der ersten Zeit eher ironisch verwendet.

          Aber „stell dich nicht so an wie ein Mädchen“ und seine Geschwister gibt es. Schon ewig.
          Auch wenn du dich jetzt auf Diese. Eine. Formulierung versteifst, die Abwandlungen spielen alle in derselben Liga und stecken tief im täglichen Sprachgebrauch.

        • Auch wenn du dich jetzt auf Diese. Eine. Formulierung versteifst,

          Es geht hier aber um diese.eine.Formulierung. und ich finde es bemerkenswert, dass sie recht jungen Datums zu sein scheint.

          Das spricht nämlich für mich eher für eine ironische Verwendung dieser. einen. Formulierung, was sich auch mit meiner Privatempirie deckt.

          Aber ich kann und will Doña Qijotte in ihrem Kampf gegen die Schwestern der Euphemismus-Tretmühle nicht aufhalten.

        • @nick
          *Es geht hier aber um diese.eine.Formulierung*

          *Das spricht nämlich für mich eher für eine ironische Verwendung dieser. einen. Formulierung, was sich auch mit meiner Privatempirie deckt.*

          Huch, bei anderen Leuten sindet Anekdötchen, aber bei dem feinen Herrn „Privatempirie“.
          Ist das sowas ähnliches wie die „Volksempirie“ von Roslin?

        • Huch, bei anderen Leuten sindet Anekdötchen, aber bei dem feinen Herrn “Privatempirie”.

          Hast du einen Spiegel als Monitor? Jeez..

          Wenn ich „Privatempirie“ schreibe dann ist das gleichbedeutend mit „anekdotische Evidenz“.

          Als Indiz(!) für meine Vermutung(!) habe ich Tante Google angeführt.

          Außer vulgärfeminstischen Induktionsschlüssen zu dieser Redewendung hast du ja scheinbar nichts zu bieten.

        • Huch, bei anderen Leuten sindet Anekdötchen, aber bei dem feinen Herrn “Privatempirie”.

          Das ist einfach synonym für „meiner persönlichen Erfahrung nach“

        • Das kann auch daran liegen, dass das Internet vor sieben ode rmehr Jahren wenige öffentlich war, sondern eher ITlastiger.

          Und Intelligente Schüler waren eben „Mädchen“. Die brauchten das nicht noch in Ihrem Spielzeug „Internet“.

        • Da steht scheinbar meine Privatempirie ggü. deiner.

          Ich habe nicht den Eindruck.

          Du scheinst mir von der Tatsache, dass hier ein Geschlechterstereotyp am Wirken ist darauf zu schließen, dass diese Redewendung ein Baustein in einem allgegenwärtigem, jahrtausende altem System der Geringschätzung von Frauen ist. Das ist wohl ein bisschen mehr als eine Beobachtung bzw. Erfahrung.

          Und Tante Google soll da das Zünglein an der Waage sein?

          Wenn eine Redewendung in abermillionen gecrawlten Seiten vor 2002 _nirgendwo_ auftaucht, dann halte ich das durchaus für ein starkes Indiz dafür, dass es diese Redewendung noch nicht sehr lange gibt. Natürlich ist das mit Vorsicht zu genießen, aus diversen Gründen. Die Gegenprobe mit „Sei kein Frosch!“ zeigt allerdings keinen solchen Effekt – insofern relativieren sich Argumente wie „das bildet keine Schriftsprache ab“ oder „es werden nur weniger alltagssprache repräsentierende Seiten online gehalten“, wenn eben die Redewendung _überhaupt nicht_ auftaucht.

          Diese Redewendung scheint also nicht gerade aus einer lange etablierten Sprachtradition zu kommen.

        • Und Intelligente Schüler waren eben “Mädchen”. Die brauchten das nicht noch in Ihrem Spielzeug “Internet”.

          „weibisch“ brauchen die ja dann auch nicht 😉

          Irgend etwas scheint mir mit dem Begriff „Mädchen“ passiert zu sein..

          Ich tippe darauf, dass „man“ Geschlechterstereotype mit „Frau“ nicht mehr in Verbindung bringen „darf“. Frauen hat man schließlich ernst zu nehmen.

          Man sagt (und bezeichnet sich selbst als) „Mädchen“ um auf eine gewisse art zum Ausdruck zu bringen, dass man es nicht wirklich ernst meint.

        • ..nach dem Motto: „Ja, ich weiß, das ist jetzt furchtbar unreif und damit unemanzipiert, aber es gefällt mir nun mal unreif zu spielen! Ist doch nicht ernst gemeint! Ich parodiere doch die Geschlechterstereotype! Ich bin nicht _wirklich_ unemanzipiert!!“

          Indem man sich infantilisiert schafft man sich Raum dafür, „unvernünftiges“ geschlechterstereotypes Verhalten an den Tag zu legen und auch zu erwarten.

        • ..praktischerweise kann man so natürlich auch die Anforderungen an eine erwachsene Frau abwehren:

          „Grrrl bringt das Knurren zurück in unsere Miezekatzenkehlen. Grrrl zielt darauf, die ungezogenen, selbstsicheren und neugierigen Zehnjährigen in uns wieder aufzuwecken, die wir waren, bevor uns die Gesellschaft klar machte, dass es Zeit sei, nicht mehr laut zu sein und Jungs zu spielen, sondern sich darauf zu konzentrieren, ein ‚girl‘ zu werden, das heißt eine anständige Lady, die die Jungs später mögen würden.[2]“

          – Gilbert/Kile 1997: 221

          http://de.wikipedia.org/wiki/Riot_Grrrl

          „Sei kein Mädchen“ läuft also ziemlich auf das hinaus, was me schreibt: Mit sowas kann man halt nur im Bett was anfangen.

          Aber natürlich macht das Patriarchat aus Frauen knurrene Muschikätzch-Feministinnen 😀

    • @ Mutter

      Das mit der stillen Post hat mir gefallen, kurz aus „Der Hahn ist nicht tot.“ wir dann „Der Hahn ist tot“. Wenn wir dann mal kurz feministische stille Post spielen: Aus „Nicht alle Männer sind Vergewaltiger.“ wird …. ? 🙂

    • Ich habe echt eine Weile gebraucht den Zusammenhang zu herzustellen. Birkenbihl meint, dass positive Aussagen „gehirngerechter“ sind und deshalb negativen vorzuziehen seien: Anstatt „Benimm Dich nicht wie ein kleines Mädchen.“, besser „Benimm Dich wie ein richtiger Mann.“

      Demnach sollte man „Ansporn durch Vorbild“ dem „Ansporn durch Demütigung“ vorziehen. Ja, da ist sicher etwas dran, aber man muss den Kontext berücksichtigen. Geht es um Kindererziehung, Eigenmotivation, Mitarbeitermotivation, Gespräch unter Freunden oder eine Diskussion mit Ideologen. Indem man abwechselt setzt man neue Reize. Das hat auch was für sich.

      Da Feminist.I.nnen/Genderisten sich völlig beratungsresistent zeigen und ständig mit Beschähmungen arbeiten, finde ich, dass man es mit gleicher Münze zurückzahlen sollte, um Ihnen die Inkonsequenz Ihres Standpunkts zu verdeutlichen.

      @mamasheera, meinst Du man würde konstruktivere Gespräche mit Dir oder anderen Feminist.I.nnen/Genderisten führen können, wenn man sie aufforderte sich „wie ein richtiger Mann.“ zu benehmen, anstatt Sie als „Mädchen“ zu bezeichnen? Siehste! Geht gar nicht.

      • „@mamasheera, meinst Du man würde konstruktivere Gespräche mit Dir oder anderen Feminist.I.nnen/Genderisten führen können, wenn man sie aufforderte sich “wie ein richtiger Mann.” zu benehmen, anstatt Sie als “Mädchen” zu bezeichnen? Siehste! Geht gar nicht.“

        Dazu fällt mir auch nach kurzem Nachdenken eigentlich nur der Verweis auf den le-gen-dä-ren, spontan-formulierten, ersten Wahlspruch Marina Weisbands ein, der die Piraten zum Jubeln brachte:

        „Bitte wählt mich nicht, weil ich eine Frau bin!“

        Ich fand das damals schon SEHR merkwürdig – und in der Einordnung SEHR abhängig von der gewählten Betonung.

        Jedoch:
        Der Erfolg gab ihr Recht.

        • … den sie nicht erlitten hätten, wenn sie Weisband und (Susanne) Wiest als zentrale weibliche (charismatische) Parteiköpfe gepuscht, verankert, unterstützt hätten.

          Aber da fehlte der Partei wohl so ein bißchen der politische Instinkt…

          (ja klar, das wirkt jetzt wie Kaffeesatzleserei. Aber ich bin mir einfach todsicher, dass genau das in einem Paralleluniversum mit ähnlichen Bedingungen meisterhaft hingehauen hat… äh, hätte)

        • … die waren mittendrin in ihrem paralleluniversum, wenn man sich die piratinnen-kon so ansieht: worldcafe, was die dicke grimme-preisträgerin abgezogen hat, der rauswurf dieses typen, gewaltfreie gehirnstürme, keine diskussionen. das ist doch genau dein ding, @muttersheera, halt etwas für mädchen 😉

        • @ Mutter

          Wenn die Weisbands und Wiesens mit samt ihrem Femianhang es so toll können, warum machen die nicht eine eigene Partei auf? Die können diese flappygate- Tante ja als PR Beraterin einstellen. 🙂

          Was Du machst wirkt nicht wie Kaffeesatzleserei, mehr so wie ein Blick in die Biotonne, die schon zwei Tage bis oben gefüllt in der prallen Sonne steht …

        • Also ich wollte hier nicht wie ein Piraten-Sympathisant rüberkommen oder sowas. Ehrlich gesagt stand ich denen von Anfang an, also quasi seit der – ich kürze sie einfachheitshalber ab als: – KiPo-Petition, kritisch gegenüber.

          Dann schnitten sie bei mir auch anfangs noch unglaublich schlecht im Wahl-o-mat ab (nämlich als Zweiter von hinten, zwischen den beiden „Volksparteien“ – und btw sorry, aber Wahlprogramme les ich nicht mehr), joa, und dann ging der ganze Gender-kram ja auch erst allmählich los (mit der AG Männer etc.)!

          Trotz aller skeptischen Distanz meinerseits war sofort evident, dass Marina Weisband ein _großes_ politisches Talent ist. Wiest ebenso, aber ihr USP ist nicht in erster Linie ihr Charisma, sondern mehr noch die starke Verbundenheit mit dem Thema BGE. Und DAS hat in meinen Augen die Piraten kurzweilig mit-groß-gemacht, genau diese Hoffnung.

          Inhaltlich, das möchte ich noch sagen, hat sich die Partei auf meine Positionen mit Siebenmeilenstiefeln zubewegt.
          Was ich natürlich begrüße.

          Aber bei denen sitzen die Top-SpielerInnen halt mehr oder weniger bloß auf der Reservebank, und dem, was da für mich sichtbar aufm Platz rumturnt, trau ich (intuitiv) leider keine 2 Meter weit. Seit BuBernd im Grunde.

          Aber nicht nur die Partei, auch die Damen sind ja noch jung.
          Kann sich Alles noch ändern.

          Lustigerweise hab ich nach meiner freimütigen Äußerung diesen mich eher bestätigenden Artikel gelesen:
          http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/marina-weisband-star-oder-schwarm-12848603-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

          Wat sachste dazu?

        • @ Mutter

          Wenn Du die Weisband für ein politische Talent hälst ist es doch toll für Dich!

          Mach doch einfach eine schöne neue Partei mit der auf, dann klappt das. 🙂

          Die Piraten riechen ja schon nach Verwesung und über Tote soll man ja nicht so viel meckern… 😦

          Zumindest scheinen die es mit Schulden zahlen nicht so zu haben. Da wird so’n Oberpirat aus NRW per Haftbefehl vom Gerichtsvollzieher verfolgt. Das mit dem Geld scheint in diesen Kreisen eh ein Problem, die AS mag ja auch nicht feministisch Steuern zahlen.

          PS SpielerInnen – schönes lächerliches Wort!

        • „Ehrlich gesagt stand ich denen von Anfang an, also quasi seit der – ich kürze sie einfachheitshalber ab als: – KiPo-Petition, kritisch gegenüber.“

          Da ging es um ein Kernthema der Partei, nämlich der Verhinderung einer zentralen polizeilichen Internetzensur. Es ist auch im Piratenumfeld hinreichend gezeigt worden:
          – dass die Internetsperren wirkungslos sind, aber polizeilicher Sperrwillkür die Türen öffnen
          – dass es erheblich effektivere Wege gibt, KiPo-Seiten aus dem Netz zu bekommen
          – dass Ursula von der Leyen mit groben Lügen ihr Ziel verfolgt hat

          Wenn man der Partei in diesem Punkt kritisch gegenübersteht und das für ein Problem hält, sollte man gleich zu den Grünen abwandern, denn dann hat man in einer Bürgerrechtspartei nichts verloren.

        • Oho.

          Also ich war da voll und ganz bei Bernd Ulrichs Einschätzung:

          „Die erste Frage, die eine demokratische Öffentlichkeit stellt, zielt nicht auf das Programm, sondern auf den politischen Charakter einer Partei. Und da ist es äußerst problematisch, fast schon erschreckend, welches politische Schlachtfeld sich die Piratenpartei für ihre Initiation ausgesucht hat. Da geht es um die vom Bundestag soeben beschlossene Sperrung von Kinderporno-Seiten im Internet. Dagegen wehrt sich die Partei, weil das ineffektiv sei im Kampf gegen Kindesmissbrauch und – zugleich – eminent gefährlich für die Meinungsfreiheit im Netz. Es drohe, so die Piraten, der staatliche Aufbau einer »Zensur-Infrastruktur«. […]

          Die Wahl des Themas Kinderpornografie als Exerzierfeld des Neuen ist nach normalen politischen Maßstäben verrückt. Menschen, die das Internet als ein bloßes Instrument ansehen (also: die Analogen) und nicht als Lebensraum oder gar -form, werden so lange für ein paar Internetsperren sein, wie damit auch nur ein einziges Kind vor Missbrauch geschützt werden kann. Diese Analogen glauben auch nicht, dass sie jemals unter Ursula von der Leyens Kampagne gegen Kinderpornografie im Netz zu leiden hätten. Schließlich nehmen sie diese extremen Ängste vor dem Staat Leuten nicht ab, die ihr eigenes Leben per Social Network und Twitter bedenkenlos vor aller Welt ausbreiten. […]

          Auch die Grünen mussten sich darum anfangs in einem langen, schmerzhaften Selbstreinigungsprozess dagegen wehren, dass Päderasten, Gewalttäter und Extremisten aller Art sich bei ihnen einschlichen. Jahrelang wurden ihre Parteitage von der »Nürnberger Indianerkommune« terrorisiert, die Sex zwischen Erwachsenen und Kindern legitimierte. Wer das erlebt hat, würde nie auf die Idee kommen, ausgerechnet die Kinderpornografie ins Zentrum zu rücken. Schon weil damit die falschen Leute angezogen werden.“

          http://www.zeit.de/2009/28/Piratenpartei/komplettansicht

          Aber die Diskussion um die Verhinderung der Zugangserschwerung zu Bildmaterial potentiell aus einer sexualisierten Gewalttat stammend will ich echt nicht nochmal führen. DIE war es nämlich erst, die mich innerlich klar auf Abstand zu den Petenten (?) gingen ließ.

        • Sheera,

          „werden so lange für ein paar Internetsperren sein, wie damit auch nur ein einziges Kind vor Missbrauch geschützt werden kann“

          Der Witz an der Sache ist, dass kein einziges Kind durch die Zugangssperren geschützt werden würde. Zweitens war von Anfang an klar, dass diese Sperren allein schon technisch nicht funktionieren können, also das Gesetz schon tot war, als es beschlossen wurde. Im Wahlkampf. Worauf man sich nun einen gewissen Reim machen kann.

          Was der Ullrich da schreibt, ist in meinen Augen schlicht undifferenzierter Unsinn. Man hat bei den Piraten niemals – analog zu den Grünen – irgendwelche Forderungen erhoben, dass Erwachsene mit Kindern Sex haben dürfen sollten. Im Gegenteil, der Slogan lautete „Löschen statt sperren“.

          Drittens ist bekannt, dass die Sperrlisten in Skandinavien alle möglichen Webangebote enthalten, also nicht nur KiPo-Seiten. Ab hier beginnt die Zensur, zumal die Polizei nach von der Leyen ohne jeglichen Richtervorbehalt allein entschieden hätte, wer gesperrt gehört.

          Das ist undemokratisch und darum gefährlich und vor allem sinnlos, wenn man den KiPo-Austausch damit gar nicht wirklich trifft und vor allem auch es gar nicht schafft, die betroffenen Kinder vor dem Missbrauch zu schützen.

          „Aber die Diskussion um die Verhinderung der Zugangserschwerung zu Bildmaterial potentiell aus einer sexualisierten Gewalttat stammend will ich echt nicht nochmal führen. DIE war es nämlich erst, die mich innerlich klar auf Abstand zu den Petenten (?) gingen ließ.“

          Ich wiederhole: Wenn man bei dem Thema Bauchschmerzen mit den Piraten hat, gehört man da auch nicht hin. Denn – sorry!! – dann hat man das zentrale Anliegen dieser Partei nicht verstanden. Wenn man das Bürgerrechtsproblem nicht sieht, dass sich hier auftut, ist man definitiv kein Pirat.

        • @ Mutter

          Mein Hinweis auf AS war zwar etwas unfair, aber nicht an den Haaren herbeigezugen. Du scheinst Dein Wissen in dieser Stopschildsache tatsächlich teilweise aus der EMMA gezogen zu haben.

          Dieser Stopschildunsinn geht schon rein technisch nicht. Das scheint aber Politiker und Feministinnen nicht weiter zu stören.

          Zu wissen was geht und machbar ist, ist nicht unser politischer Wille, könnte man in Abwandlung eines Grün.I.nnenzitats, sagen! 😦

          Mach Deine eigene Partei auf und alles wird gut!

  8. danke, dass du deine assoziationen und vielleicht auch gefühle mit uns teilst, @muttersheera. das reicht aber bei weitem nicht. die piraten und marina sind ein beleg dafür. nun muss man reflektieren, seine und andere meinungen selbst kritisch hinterfragen, die komfortzone verlassen, fehler und schwächen zumindest sich selbst eingestehen, sich um sachlichkeit bemühen, emotionen bewusst unterdrücken, dann kommt man konstruktiv voran, wie ein richtiger mann 😉

  9. Finde die Theorie interessant, mag ihr aber nicht vollständig zustimmen.
    Denn ich wage zu behaupten, fragte man jemand, der die Phrase benutzt, was er damit meine, würde er nicht sagen „Verhalte dich nicht so, als wärst du ein priviligiertes Wesen, dass nicht so leichtfertig verheizt wird, wie eines mit Penis!“. Eher wird er mädchenhaftes Verhalten als schwach, kindisch und quengelig beschreiben.
    Andererseits aber verweise ich darauf, dass auch Mädchen (wesentlich seltenerer Fall, das ist klar) in vergleichbaren Situationen ermahnt werden, sich nicht wie Prinzessinen aufzuführen bzw. Prinzessin als abfällige Bezeichnung für sie benutzt wird, obwohl eine Königstochter zu sein ja an sich nichts negatives ist. Auch da wird also ein positiveres Label gewählt, um die kritisierte Person darauf hinzuweisen, dass sie dieses nicht trägt. Ebenso könnte man „Mädchen“ bezogen auf Jungs begründen.

    • prinzessin ist die steigerung von mädchen, @dmj. lässt sich aber nur bei frauen und homos einsetzen, da männer die zuschreibung nicht mehr ernst nehmen können, da sie zu weit von der realität entfernt ist.

      da fällt mir gerade auf. ist es nicht so, dass getroffene hunde bellen?

      • Natürlich: Bei Männern gibt es keinen „Prinzen“ als Beleidigung, weil da eben (nach der Theorie, die ich hier recht frisch aufstelle) das „Mädchen“ der nächste Schritt in der Hierarchie ist. Entsprechend verweist man auf diesen, um den Kontrast und damit die Geringheit des Angesprochenen zu betonen.

  10. da es ganz gut zu unserer diskussion passt, ein auszug aus dem von @arne hoffmann verlinkten artikel der aktuellen zeit:

    „Aus der totalitären Politik ist der Versuch, den Blick auf die Wirklichkeit durch Euphemismen zu verstellen, gut bekannt. Schon die Nazis verfuhren so, als sie den Terminus „Endlösung“ für den Judenmord einführten – indes umsonst. Nach kurzer Zeit nahm „Endlösung“ just die grausige Bedeutung des Verbrechens an, das damit verschleiert werden sollte. Das Beispiel mag für unsere Zusammenhänge monströs überzeichnet wirken, hat aber den Vorzug, den Mechanismus genau zu zeigen. Wörter tragen keine feste Bedeutung in sich; sie nehmen stets die Bedeutung der Sache an, für die sie verwendet werden. Nicht anders ergeht es den harmlosen Euphemismen unserer Tage. Die Bezeichnung „I-Kind“ – nämlich für eines, das trotz seiner Defizite in den normalen Unterricht „integriert“ ist – wird an den Schulen längst gleichbedeutend mit „behindert“ gebraucht. Weit davon entfernt, das Kind auch sprachlich zu integrieren, wird es noch einmal ausgegrenzt: durch die im verschleiernden Ausdruck mitschwingende Vermutung, eine brutale Wahrheit dürfe nicht ausgesprochen werden.“

  11. … und so geht es weiter:

    „Das aber erfüllt den Tatbestand der Heuchelei exakt. Mit der Forderung, über den Behinderten zu sprechen, als sei er dem Nichtbehinderten gleichgestellt, über den Homosexuellen, als sei er fortpflanzungsfähig wie eine Frau, über den Sohn des Arbeiters, als habe er den Sohn des Grafen mit seinen Tischmanieren schon überflügelt, befinden wir uns tatsächlich in dem von Stendhal karikierten Salon, der die habituell untreue Gattin als erzfromme Katholikin feiert.“

  12. @jungs, es macht sich panik breit! wir erteilen einer gendersens das wort:

    „Nennt 2x Sarrazin und würdigt die Held_Innen des Aufschrei herab, die dem Grimme-Preis bekommen haben.

    Dann wird noch die wirre Sarrazin-Idee referiert, es gelte ein Gleichheitswahn. So ein Quatsch. Der Diversity-Blick beweist doch das Gegenteil! Es geht um Chancengleichheit und gleiche Teilhabe, um Respekt und die Erkenntnis, dass das Geschlecht nur ein soziales Produkt ist.

    Klar ist aber, dass so ein Artikel nur ein weißer heterosexueller Mann schreiben konnte, der aber nun einmal das evolutionäre Auslaufmodell ist.“

    hat denn keiner lust von euch, das mädchen aus der reserve zu locken 😀 ?

    • „hat denn keiner lust von euch, das mädchen aus der reserve zu locken 😀 ?“

      Held_Innen des Aufschrei? Ich frage mich manchmal warum die PlegerInnen nicht besser auf den Stationsrechner aufpassen …

      Ne, ich will die nicht locken. Hat eh keinen Sinn!

      Wobei mit dem Auslaufmodel hat sie recht, auch der WHM verschwindet aus dem Evo-Spiel.

  13. Pingback: Norah Vincent zu Erwartungen von Frauen an Männer | Alles Evolution

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