Selbermach Samstag XCVIII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

253 Gedanken zu “Selbermach Samstag XCVIII

  1. Leszecke, Mitglied im ZK der Maskulistischen Einheitspartei Deutschlands und Sekretär für Agitation und Propaganda, soll mal erläutern, warum er den Begriff des Gutmenschen für einen unsinnigen hält.

    Bitte nicht über das Herstellen vermeintlich negativer Kontexte, sondern aus dem Begriff selbst heraus.

    • Hi Kirk,

      „Leszecke, Mitglied im ZK der Maskulistischen Einheitspartei Deutschlands“

      Nee, nicht ganz. Ich bin libertärer Sozialist, spreche hier nur für mich und was ich so von Parteien halte, kannst du diesem schönen Aufkleber hier entnehmen (Piraten und AFD bitte dazu denken):

      „soll mal erläutern, warum er den Begriff des Gutmenschen für einen unsinnigen hält.“

      So was muss man dem „Tiefenpsychologen der Männerbewegung“ ernsthaft erklären?

      „Bitte nicht über das Herstellen vermeintlich negativer Kontexte, sondern aus dem Begriff selbst heraus.“

      Bei der Analyse und Kritik eines politischen Kampfbegriffs ist es allerdings weder möglich, noch wünschenswert ihn vom Kontext zu trennen. Daher schreibe ich zuerst mal was zum Kontext und gehe danach kurz auf die problematischen Aspekte ein, die bereits immanent in dem Begriff selbst liegen.

      Ich befasse mich u.a. mit einer Analyse und Kritik der linken und der rechten Variante der Political Correctness.

      Der Anti-Gutmensch-Diskurs ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, was ich die rechte Variante der Political Correctness nenne: ein Geflecht weitgehend argumentfreier politpropagandistischer Diskurse und Diskursstrategien, deren intendierte Funktion es ist, eine konservative/rechte kulturelle Hegemonie zu ermöglichen. Dazu gehören z.B. der „der Nationalsozialismus war links“-Diskurs, der „die Linke will alle Menschen zur Gleichheit umerziehen“-Diskurs, der Anti-Kulturmarxismus-Diskurs und einiges mehr, so u.a. auch der Anti-Gutmensch-Diskurs.

      Der Begriff „Gutmensch“ wird u.a. genutzt um
      – ideologische Geschlossenheit herzustellen („So darfst Du doch nicht denken, sonst bist Du ein Gutmensch.“)
      – zu versuchen bestimmte Werte, Normen und ideologische Vorgaben durch Ansprechen des Selbstwert- und Identitätsgefühls dauerhaft in der Psyche von Menschen zu verankern, also Identitäten gemäß der ideologischen Vorgaben zu formen
      – abweichende Meinungen ohne rationale Auseinandersetzung und Argumentation zu diskreditieren
      – als Gegner bestimmte Individuen und Gruppen und deren Positionen lächerlich zu machen und abzuwerten.

      Es geht also wesentlich um die (manipulative) Herstellung ideologischer Geschlossenheit nach innen und die (argumentfreie) Diskreditierung des politischen Gegners nach außen. Dabei wird der Begriff „Gutmensch“ natürlich auf alles und jeden angewendet, was der konservativen/rechten PC-Fraktion nicht gefällt.

      Nun zu deiner eigentlichen Frage, warum der Begriff „Gutmensch“ auch aus sich selbst heraus problematisch ist:

      Der Begriff „Gutmensch“ besitzt darüber hinaus eine destruktive psychische Funktion. Er erleichtert es alle grundlegenden Regeln von Moral und Anstand anderen Menschen und Menschengruppen gegenüber über den Haufen zu werfen und eigene antisoziale und egomanische Impulse auszuagieren, ohne Rechtfertigungsdruck oder Gewissensbisse zu verspüren.
      Der Anti-Gutmensch-Diskurs spricht psychodynamisch das Schlechte in den Menschen an und bringt es hervor – denn das Feindbild ist jetzt der „gute Mensch“.

      Menschenfeindliche Äußerungen werden legitim, „es ist doch nur der Gutmensch, der mir vorschreiben will, solche Äußerungen zu unterlassen. Werde ich für meine asozialen und menschenfeindlichen Äußerungen und Einstellungen kritisiert, dann bekommt der Kritiker die „Gutmensch“-Keule zu spüren. Und ohnehin, wenn ich es mit meinen Äußerungen übertreibe, dann war es ja in Wahrheit gar nicht ernst gemeint, ich wollte ja nur die „Gutmenschen“ provozieren.“

      Diese Funkion des Anti-Gutmensch-Diskurses scheint mir bei nicht wenigen Anwendern des Begriffs sehr auffällig zu sein. Sie sind entweder tatsächlich „schlechte Menschen“ oder agieren zumindest zeitweise aus unreifen Persönklichkeitsanteilen heraus. Das ist nicht zufällig. Der Begriff bietet sich dafür an.

      Auf eine Person, die den Begriff „Gutmensch“ (unangebrachterweise) dafür benutzt moralische Scheinheiligkeit von einem tatsächlich konsistenten moralischen Standpunkt aus zu kritisieren, kommen 100 andere Personen, die nur deshalb so gerne vom „Gutmensch“ sprechen, weil dieser Begriff es ihnen ermöglicht ohne Rechtfertigungsdruck und Gewissensbisse asozial, reaktionär und menschenfeindlich denken und sprechen zu dürfen.

      Der Begriff „Gutmensch“ ist also im Wesentlichen ein konservativer/rechter Kampfbegriff, der es zudem ermöglicht, regressive und antisoziale psychische Schichten zu aktivieren und davon herrührendes Denken zu legitimieren.

      Siehe bezüglich einer lesenswerten kritischen Analyse des Begriffs „Gutmensch“ auch das Buch von Volker Weiß – Deutschlands Neue Rechte, Unterkapitel: Feindbestimmung: “Der gute Mensch”, S. 97 – 106

      • @ Leszek

        „Der Anti-Gutmensch-Diskurs ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, was ich die rechte Variante der Political Correctness nenne: “ und Weiteres.

        Ablenken von der Frage auf einen von Dir als allgemein anerkannt geglaubten Feind. Die Rechten …

        „Der Begriff “Gutmensch” wird u.a. genutzt um“

        jetzt kommen Beschreibungen von Gutmenschverhalten, daß Du zu einem Verhalten derer umzudeuten versuchst die den Gegriff Gutmensch benutzen.

        Es gibt für Dich also Menschen verschiedener Wetigkeit, solche die andere entmenschlichen dürfen, indem sie ihnen zB den Gebrauch des Wortes Gutmensch vorwerfen und solche die mit den Gebrauch des Wortes Gutmensch angeblich entmenschlichen wollen, dies aber auf keinen Fall dürfen sollen!

        Was ich mich immer wieder frage ist, was willst Du mit Deinen kindischen Gänsefüßchen eigentlich erreichen?

        http://sciencefiles.org/2014/04/30/ironische-anfuhrungszeichen-distanzierungsmittel-der-feigen/

        „Auf eine Person, die den Begriff “Gutmensch” (unangebrachterweise) dafür benutzt moralische Scheinheiligkeit von einem tatsächlich konsistenten moralischen Standpunkt aus zu kritisieren, kommen 100 andere Personen,…“

        Warum diese eine Person denn nun den Begriff Gutmensch in unangebrachter Weise beniutzt hast Du immer noch nicht nachgewiesen. Den Beleg für 100 andere Personen, denen Du in typisch linker Überheblichkeit absprichst zu wissen worüber sie reden bleibst Du natürlich schuldig. Als Wissenschaftler oder zumindest jemand der, im Gegensatz zu mir zB, wissenschaftlich ist (oder dies gaaanz feste glaubt) und allein weiß was das ist, hast Du das ja nun nicht nötig. 🙂

        Siehe hierzu auch die treffende Definition von M Klein:

        http://sciencefiles.org/2013/12/02/was-sind-gutmenschen/

        • Nicht gleich beleidigt sein, Kirk. 🙂

          Hattest du nicht kürzlich angemerkt, du habest die Bezeichnung „Political Correctness von rechts“ in der Vergangenheit auch schon mal verwendet und sogar die Vermutung geäußert, ich hätte sie von dir übernommen?

          In welchem deiner Artikel soll das denn gewesen sein?
          Auf Anhieb fällt mir nur dein Artikel „Manfred Güllner hat recht!“ ein,

          http://gender-universum.de/manfred-gullner-hat-recht/

          in dem tatsächlich z.T. in eine ähnliche Richtung argumentiert wird, die Bezeichnung „Political Correctness von rechts“ oder „rechte Variante der Political Correctness“ wird dort allerdings nicht explizit erwähnt.

          Ist aber in der Tat einer deiner besseren Artikel (meilenweit entfernt von dem Müll, den du zur Zeit so fabrizierst) und mehreren Passagen dieses Artikels kann ich durchaus zustimmen.

        • Nicht gleich beleidigt sein, Leszek.

          Ich bin eben ein unabhängiger Kopf, der beherzt sowohl nach links als auch nach rechts austeilen kann. Bei dir ist das leider nicht so.

          Deine Argumentation ist in der Tat sehr schwach, traurig finde ich, daß du nicht von selbst darauf kommst.

          Daß du meine derzeitigen Artikel als schwach einstufst, hat wohl damit zu tun, daß sie gut argumentieren, aber nicht dein Weltbild huldigen.

          Man muß meiner Meinung nach schon regelrecht hirnverbrannt sein, wenn man immer wieder stolz auf feminismuskritische Kommentare bei den Mainstream-Medien verweist, aber offenbar völlig abschaltet bei den islamkritischen Kommentaren – oder sich nur zu helfen weiß, indem man diese Kommentare als rechts oder islamfeindlich einstuft.

          Du und andere tragen jedenfalls deutlich stalinistische Züge, wenn ich mir so anschaue, wie feist und verlogen bestimmte Sachverhalte ausgeblendet werden. Das erinnert mich sehr an das Gebaren in meiner geliebten DDR.

      • @Leszek:

        Man könnte für den Begriff sogar mit Kohlberg argumentieren, von dem du auch ein Fan bist soweit ich weiß.

        Ein „Gutmensch“ ist demnach jemand, der auf einer niedrigen Stufe der Moralentwicklung stehen geblieben ist, also stets nur konformistisch und affirmativ im Sinne seiner kultur- und milieuspezifischen Moral argumentieren kann. Dabei nutzt er die Deutungsmacht des „juste milieu“ über das, was als „gut“ anzusehen ist. Der Begriff karrikiert das Wort „gut“ in einem ähnlichen Sinne, wie das Wort „brav“ konnotiert ist.
        Die Motivation des „Gutmenschen“ ist dabei die Distinktion und der Ausschluss derer, die nicht „gut“ entsprechend herrschender Zeitgeist-Moral sind.
        Er ist der Hüter der politischen Korrektheit.
        Oder er „meint“ es gut, ist aber nicht in der Lage seine Moral in Frage zu stellen oder seine womöglich schlechten Absichten und niederen Motive zu erkennen.

        Grundsätzlich müsste ein solcher Begriff sogar aus emazipatorischer Sicht seine Berechtigung haben. Es gibt den „Gutmenschen“ und irgendwie muss man ihn bezeichnen. Vielleicht anders? Ich sehe auch den fundamentalen Unterschied zum „Moralapostel“ nicht.

        Eigentlich ist der „Moralapostel“ der schlimmere Begriff, da er moralische Maßstäbe an sich in Frage stellt, nicht nur die Deutungsmacht über das, was „gut“ ist.

        Den ethymologischen und historischen Aspekt lasse ich mal außen vor, da kenne ich mich nicht aus.

        Aber so wie der Begriff aktuell verwendet wird und konnotiert ist, verwende ich ihn auch nicht. Als inflationärer Kampfbegriff ist er problematisch, da er oft in dem Sinne verwendet wird,dass ein Rekurieren auf Wertmaßstäbe an sich schon lächerlich gemacht wird. Dass der Begriff dazu dient, eine politische Korrektheit von rechts zu etablieren und seine Verwendung somit selbst PC ist, kann ich auch so sehen.

        Diese Zitate sind im Zusammenhang interessant:

        Gut ist das Gegenteil von gut gemeint (Kettcar, angeblich nach Berthold Brecht)

        „Das Bessere ist der Feind des Guten“ (Voltaire)

        The road to hell is paved with good intentions (Samuel Johnson)

        • @ david

          „Man könnte für den Begriff sogar mit Kohlberg argumentieren, von dem du auch ein Fan bist soweit ich weiß.“

          Ja, bin ich.
          Habe gestern noch in ein interessantes Buch über Kohlberg reingelesen:

          „Ein “Gutmensch” ist demnach jemand, der auf einer niedrigen Stufe der Moralentwicklung stehen geblieben ist, also stets nur konformistisch und affirmativ im Sinne seiner kultur- und milieuspezifischen Moral argumentieren kann.“

          Also Stufe 3 oder 4 in Kohlbergs Stufenmodell.
          Problem ist nur, dass viele derjenigen, die den Begriff „Gutmensch“ regelmäßig verwenden im Sinne von Kohlbergs Modell selber bestenfalls der Stufe 3 oder 4 zuzuordnen wären, (wenn nicht sogar Stufe 2 oder 1).

          „Grundsätzlich müsste ein solcher Begriff sogar aus emazipatorischer Sicht seine Berechtigung haben.“

          Ich hatte oben ja bewusst angemerkt, dass man eine Analyse und Beurteilung dieses Begriffs m.E. nicht von dem politischen Kontext trennen kann, in dem er als politischer Kampfbegriff primär Verwendung findet.
          Es nützt m.E. nichts abstrakt für einen solchen Begriff zu argumentieren, während er im Kontext zeitgenössischer politischer Debatten in ganz bestimmter Weise Verwendung findet.
          Eine solche abstrakte Begriffsanalyse läuft Gefahr die konkreten Funktionen dieses Begriffs für ganz bestimmte politische Positionen zu verschleiern.

          Des Weiteren begünstigt die negative Besetzung des Wortes „gut“ bei diesem Begriff, wie bereits erwähnt, eine Legitimierung von Einstellungen und Äußerungen mit tatsächlich menschenfeindlichen Tendenzen. Wenn „der gute Mensch“ auf begrifflicher Ebene zum Feindbild erklärt wird, ist es nur eine kleiner Schritt um Einstellungen und Äußerungen, die im Sinne Kohlbergs niedrigeren moralischen Stufen zuzuordnen wären als scheinbar gerechtfertigte Alternativen auszugeben.

          Bei den Leuten, die den Begriff „Gutmensch“ regelmäßig verwenden, handelt es sich meiner Erfahrung nach nicht gerade selten um Leute, die in moralischer Hinsicht tatsächlich deutlich erkennbare Defizite aufweisen. Ich halte das nicht für einen Zufall.

          Ich halte den Begriff „Gutmensch“ vor diesem Hintergrund aus einer emanzipatorischen Perspektive für unbrauchbar.
          Wer die Political Correctness von rechts kritisch analysieren will, wird m.E. um eine kritische Anlyse des Begriffs „Gutmensch“ und seiner Verwendung nicht herumkommen.

          „Aber so wie der Begriff aktuell verwendet wird und konnotiert ist, verwende ich ihn auch nicht. Als inflationärer Kampfbegriff ist er problematisch, da er oft in dem Sinne verwendet wird,dass ein Rekurieren auf Wertmaßstäbe an sich schon lächerlich gemacht wird. Dass der Begriff dazu dient, eine politische Korrektheit von rechts zu etablieren und seine Verwendung somit selbst PC ist, kann ich auch so sehen.“

          Diesbezüglich stimmen wir offenbar überein.

          • Fraglich ob dir das ganze Geschwafel aus 25 Semester Soziologie irgendwann helfen wird, Dein Bafög zurück zu zahlen. Taxifahrer verdienen schließlich nicht gerade die Welt.

        • David kriegt immerhin relativ einfach das Offensichtliche auf die Reihe, zu dem Leszek offenbar nicht fähig ist.

          Aktuell wird der Begriff tausendfach verwendet. Ich will nicht auf meine baldige Replik auf Leszeks Blödsinn vorgreifen, aber wichtiger als daß der Begriff nachgewiesenermaßen von einer jüdischen Weltverschwörung erdacht wurde und genau deshalb niemals verwendet werden darf, ist natürlich dessen konkrete Anwendung im Einzelfall.

          Und hier weiß ich von sehr vielen treffenden Verwendungen zu berichten. 🙂

          PS: Man kann Leszeks Stalinismus leider nicht anders als sarkastisch zu veräppeln.

        • Des Weiteren begünstigt die negative Besetzung des Wortes “gut” bei diesem Begriff, wie bereits erwähnt, eine Legitimierung von Einstellungen und Äußerungen mit tatsächlich menschenfeindlichen Tendenzen. Wenn “der gute Mensch” auf begrifflicher Ebene zum Feindbild erklärt wird, ist es nur eine kleiner Schritt um Einstellungen und Äußerungen, die im Sinne Kohlbergs niedrigeren moralischen Stufen zuzuordnen wären als scheinbar gerechtfertigte Alternativen auszugeben.

          Unfaßbar. :facepalm:

          Und genauso dumm, wie ich es neulich vorhergeahnt hatte.

        • Eigentlich ist der “Moralapostel” der schlimmere Begriff, da er moralische Maßstäbe an sich in Frage stellt, nicht nur die Deutungsmacht über das, was “gut” ist.

          Finde ich nicht. „Apostel“ altgr. „Sendbote“ – Also ist der Moralapostel jemand, der eben die „richtige“ Moral im Namen einer höheren Autorität verkündet.

        • @David
          Kann mir als Kettcar-Fan ein bisschen Klugscheißerei nicht verkneifen:
          Bei ihnen heißt es „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“
          Der Satz fällt, bevor sie den „befindlichkeitsfixierten Aufstand“ bashen und vor dem entscheidenen Satz zu einer beendeten Beziehung:
          „Ist man jetzt, wo man nicht mehr high ist, froh dass es vorbei ist?“
          Kettcar, Im Taxi weinen

        • Noch ein paar beispiele für Gutmenschentum:
          1. Pauschale Verbote von Kinderarbeit in der dritten Welt –
          ist verhungern besser als wennd as Kind arbeitet?
          2. Verbot von Glühlampen – Sorry, aber die Umweltbilanz von LED über den gesamten Produktionsprozess ist nicht notwendigerweise besser als der von Glühlampen
          3. Verbot von Staubsaugenr mit Saugleistungen von über 1000 Watt für den Privatgebrauch – warum sollte das hilfreich sein?
          4. Beschränkung von shorting auf Finanzmärkten –
          verringert die Liquidität und verzerrt das Risiko einseitig zugunsten von long-tradern
          5. Beschränkung von Lebensmittelspekulation – mag schlecht für den Konsumenten sein, aber wer fragt die Bauern, die so garantierte Abnahmepreise erzielen können?
          6. Erneuerbare-Energiene-Einspeise-Gesetz – oh mein Gott
          7. Biodiesel – so ein scheiss.

        • @ David

          Eigentlich ist der “Moralapostel” der schlimmere Begriff, da er moralische Maßstäbe an sich in Frage stellt, nicht nur die Deutungsmacht über das, was “gut” ist.

          Nein, David. Der idealtypische Moralapostel nervt, weil er seine Moral a priori als die einzig gültige und unhinterfragbare verkündet.

        • @ Leszek

          „Bei den Leuten, die den Begriff “Gutmensch” regelmäßig verwenden, handelt es sich meiner Erfahrung nach nicht gerade selten um Leute, die in moralischer Hinsicht tatsächlich deutlich erkennbare Defizite aufweisen. Ich halte das nicht für einen Zufall.“

          Ich sehe das jetzt erst. Sag mal gehts noch? Da Du weißt, daß es hier Kommentatoren gibt, die diesen Begriff öfter benutzen, willst Du doch nicht etwa sagen diese Kommentatoren hätten moralische Defizite, im Gegensatz natürlich zu Dir?

          Warum meinst Du moralisch ein besser Mensch zu sein? Ja, die Kulturmarxisten! Immer auf der Höhe der Moral! 🙂 Bei dieser moralischen Besserheit habe ich allerdings GERNE moralische Lücken …

        • Leszek ist oberstes ZK-Mitglied der Maskulistischen Einheitspartei Deutschlands. Sein Blick auf die Welt wird von einer Paranoia in bezug auf alles Rechts-Konservative bestimmt.

          Im Klartext: Der Begriff des Gutmenschen wurde zwar von einem Linken ersonnen, verwenden darf man ihn aber nicht, weil er häufig von Konservativen verwendet wird.

          Ob diese moralische Defizite haben, ist übrigens irrelevant. Ich erlebe es häufig, daß selbst von diesen Leuten der Begriff häufig treffend verwandt wird. Leszeks Pseudoargumentationen bestehen immer darin, auf irgendetwas Sekundäres hinzuweisen, das letztlich irrelevant ist.

          Hinzu kommt, daß er selbst und viele seiner Parteigenossen hohe moralische Defizite haben.

          Man muß wohl registrieren, daß es auch in unserer Bewegung hochgradig verblendete Personen gibt und daß diese Verblendung ohne weiteres in einem linken Gewand daherkommen kann.

        • @ ddbz

          „Ich sehe das jetzt erst.“

          Dann solltest du in Zukunft vielleicht etwas genauer lesen.

          „Sag mal gehts noch?“

          Also die genannte Formulierungen stört dich, aber meine vorangegangenen Formulierungen nicht? 🙂

          Ich schrieb nämlich z.B. auch weiter oben:

          „Der Anti-Gutmensch-Diskurs spricht psychodynamisch das Schlechte in den Menschen an und bringt es hervor (…).“

          „Diese Funkion des Anti-Gutmensch-Diskurses scheint mir bei nicht wenigen Anwendern des Begriffs sehr auffällig zu sein. Sie sind entweder tatsächlich “schlechte Menschen” oder agieren zumindest zeitweise aus unreifen Persönklichkeitsanteilen heraus.“

          „Auf eine Person, die den Begriff “Gutmensch” (unangebrachterweise) dafür benutzt moralische Scheinheiligkeit von einem tatsächlich konsistenten moralischen Standpunkt aus zu kritisieren, kommen 100 andere Personen, die nur deshalb so gerne vom “Gutmensch” sprechen, weil dieser Begriff es ihnen ermöglicht ohne Rechtfertigungsdruck und Gewissensbisse asozial, reaktionär und menschenfeindlich denken und sprechen zu dürfen.“

          „Der Begriff “Gutmensch” ist also im Wesentlichen ein konservativer/rechter Kampfbegriff, der es zudem ermöglicht, regressive und antisoziale psychische Schichten zu aktivieren und davon herrührendes Denken zu legitimieren.“

          Diese Passagen sagen eigentlich im Großen und Ganzen das Gleiche aus.
          Dich hingegen stört speziell meine Formulierung:

          “Bei den Leuten, die den Begriff “Gutmensch” regelmäßig verwenden, handelt es sich meiner Erfahrung nach nicht gerade selten um Leute, die in moralischer Hinsicht tatsächlich deutlich erkennbare Defizite aufweisen. Ich halte das nicht für einen Zufall.”

          bei der es sich offenkundig um eine Erwiderung auf Davids ausdrückliche Bezugnahme auf Lawrence Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung im Zusammenhang mit diesem Thema handelt, ebenso wie in meiner Passage:

          „Problem ist nur, dass viele derjenigen, die den Begriff “Gutmensch” regelmäßig verwenden im Sinne von Kohlbergs Modell selber bestenfalls der Stufe 3 oder 4 zuzuordnen wären, (wenn nicht sogar Stufe 2 oder 1).“

          „Da Du weißt, daß es hier Kommentatoren gibt, die diesen Begriff öfter benutzen, willst Du doch nicht etwa sagen diese Kommentatoren hätten moralische Defizite“

          Eigentlich war es eine allgemein gemeinte Aussage bezüglich Leuten, die den Begriff „Gutmensch“ häufig als politischen Kampfbegriff verwenden. Nicht immer, aber doch auffallend häufig handelt es sich dabei meinem Eindruck nach um Personen, die im Schnitt weniger tolerant und demokratiefähig sind als die Durchschnittsbevölkerung.

          Die häufige Verwendung des Begriffs „Gutmensch“ als politischer Kampfbegriff ist meinem Eindruck nach ein guter Indikator für eine entwicklungspsychologischen Fixierung auf niedrigeren Stufen der Moralentwicklung.

          (Ob und inwieweit dies auch für Personen zutrifft, die auf diesem Blog den Begriff „Gutmensch“ regelmäßig als politischen Kampfbegriff verwenden, sei dabei jedem selbst zur Beurteilung überlassen.)

          Dies fällt natürlich auch anderen auf, so hat es der Begriff „Gutmensch“ ja bekanntlich bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011 in Deutschland auf den zweiten Platz geschafft. Die Jury begründete dies mit den Worten:

          „Mit dem Ausdruck Gutmensch wird insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des „guten Menschen“ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Gutmensch
          Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationaler Diskussion gehören. Der Ausdruck wird zwar schon seit 20 Jahren in der hier gerügten Weise benutzt. Im Jahr 2011 ist er aber in unterschiedlichen
          gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden und hat somit sein Diffamierungspotential als Kampfbegriff gegen Andersdenkende verstärkt entfaltet.“

          http://www.unwortdesjahres.net/fileadmin/unwort/download/pressemitteilung_unwort2011_01.pdf

        • Auf eine Person, die den Begriff “Gutmensch” (unangebrachterweise) dafür benutzt moralische Scheinheiligkeit von einem tatsächlich konsistenten moralischen Standpunkt aus zu kritisieren, kommen 100 andere Personen, die nur deshalb so gerne vom “Gutmensch” sprechen, weil dieser Begriff es ihnen ermöglicht ohne Rechtfertigungsdruck und Gewissensbisse asozial, reaktionär und menschenfeindlich denken und sprechen zu dürfen.

          Mir fehlen hier die wissenschaftlichen Belege und 12 Hinweise auf empfehlenswerte Literatur, die mich Dummkopf und all die anderen regredierten Unmenschen aufklärt.

          Und welche Begriffe werden auch mehrheitlich falsch angewendet, sodaß das Original von der Sprachpolizei verboten werden sollte?

          Das Bild der verklemmten linksverblödeten Spießermaskulisten wird ein immer deutlicheres.

          Manche mögen meinen, der Begriff Spießer sei hier total unangemessen.

          Und manche meinen eben auch der Begriff Gutmensch sei total oft unangemessen, weil er angeblich nicht passe, was objektiv festgestellt wurde – von den politisch reifen Menschen, die moralisch höher stehen.

          George Orwell läßt grüßen.

        • @ Kirk

          Es macht den Eindruck, dass bei dir eine besonders starke irrationale Anhaftung an den Unsinnsbegriff „Gutmensch“ besteht, was für dich offenbar eine rationale Auseinandersetzung mit Kritik daran etwas erschwert.

          Es könnte daher vielleicht nicht schaden, wenn der „Tiefenpsychologe der Männerbewegung“ diesbezüglich einmal über den (von Roslin gerne zitierten) Satz nachdenkt:
          Was trifft, trifft zu!

      • Interessanter Zugang zum „Gutmenschen“-Begriff.
        Leider fehlt mir eine Beschreibung des „Gutmenschen“ und warum ein „Gutmensch“ ein Problem ist.

        Meine Privatdefinition „Ein Gutmensch ist jemand, der vorgegebenen Definitionen des gesellschaftlichen Wohlverhaltens folgend, damit Schaden anrichtet“.

        Beispiel: Kleidersammeln für die Dritte Welt-Organisierer sind Gutmenschen. Druch den Export masenhaft billiger Kleiidung und deren Verteilung in Afrika zerstört die Lebensgrundlage der Schneider und Weber vor Ort, die örtliche Kleidugskultur und erzeugt auf diese Weise einen indirekten Kolonialismus.

        Im gesellschaflichen Wohlverhalten des „Gutmenschen“ wird nicht mehr über den Sinn und Zweck und die Folgen eines bestimmten Verhaltens reflektiert – es wird den vermeintlichen, meist milieubedingten Vorstellungen gefolgt.
        Bei „Gutmenschen“ geht Empathie vor Analyse, symbolische Handlungen werden bevorzugt, kritische Stimmen werden moralisch beantworte nicht inhaltlich.

        Es kommt nicht auf das Handeln ans sich an – Handeln als affirmatives Symbol – es kommt darauf an so zu Handeln, dass der erhoffte Effekt auch wirklich eintritt. Dies unterscheidet den Gutmenschen vom Helfenden.

        Meist ist es aber auch unklar, was die Folgen eines bestimmten Handelns sind – deswegen ist die Auseinandersetzung darüber was gutes Handeln und Gutmenschentum ist wichtig, sofern man inhaltlich argumentiert.

        • Du bist aber ein Dummerjan.

          Du diskreditierst damit Menschen, die wirklich Gutes tun.

          Denn wir Vollidioten wissen durch das finstere Wirken der Konservativen nicht, echtes von falschem Gutmenschentum zu unterscheiden.

          Wir bräuchten die unerreichte soziologische und akademische Expertise eines Leszek dazu.

          Deshalb ist der Begriff des Gutmenschen ein Unsinnsbegriff!

        • @ Dummerjan

          „Meine Privatdefinition “Ein Gutmensch ist jemand, der vorgegebenen Definitionen des gesellschaftlichen Wohlverhaltens folgend, damit Schaden anrichtet”.“

          Ich habe eine weitere Definition: „Ein Gutmensch ist jemand, dem die Zuschaustellung seiner „überlegenen“ Moral wichtiger ist als der tatsächlicher Erfolg seines Handelns.“

        • Es kommt nicht auf das Handeln ans sich an – Handeln als affirmatives Symbol – es kommt darauf an so zu Handeln, dass der erhoffte Effekt auch wirklich eintritt. Dies unterscheidet den Gutmenschen vom Helfenden.

          ..sprach Alice Schwarzer und bezeichnete die Verteidiger der Unschuldsvermutung als „Gutmenschen“.

          • @Nick

            Das ist ja eine Frage davon, welchen Effekt man erzielen will.

            Bei der Unschuldsvermutung eben „Schutz des Bürgers vor Willkür des Staates“. Feministinnen, die die Unschuldsvermutung ablehnen, sehen „Schutz vor und Abschreckung von Vergewaltigungen“ als höher zu gewichtendes Ziel

        • @Christian:
          Feministinnen, die die Unschuldsvermutung ablehnen, sehen “Schutz vor und Abschreckung von Vergewaltigungen” als höher zu gewichtendes Ziel.

          Genau: Damit stehen Menschenrechte zur Disposition von Nützlichkeitserwägungen.

          • @nick

            Ich habe hier mal näher ausgeführt, wie ich die feministische Sicht verstehe:
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/19/rechtsstaat-und-vergewaltigung-warum-udo-vetter-und-nadine-lantzsch-evtl-an-einander-vorbeireden/

            Die zweite Auffassung folgt poststrukturalistischen Ansätzen und ordnet die Vergewaltigung in einen Machtkampf zwischen den Gruppen Mann und Frau ein. Dabei ist die Vergewaltigung ein Mittel der Gruppe Mann um Macht über die Gruppe Frau zu erlangen. Dazu errichtet sie eine Kultur, aus der heraus der Einsatz dieser Machtmittel wahrscheinlicher erfolgt, eben indem die Sexualität der Gruppe Frau eingeschränkt wird und die Frau innerhalb dieser Machtgruppe als ein Objekt der sexuellen Befriedigung dargestellt wird. Aus diesen Sichtweisen heraus begeht der Täter dann die Vergewaltigung und setzt damit gleichzeitig genau das um, was die Gruppe Mann (oder deren Anführer im Sinne einer hegemonialen Männlichkeit) benötigt um sein Machtmittel aufrechtzuerhalten.

            Der effektivste Weg zur Reduzierung oder gar Beseitigung von Vergewaltigungen ist damit eine gesellschaftliche Beeinflussung, die sich gegen die damit verbundenen Machtstrukturen richtet, also gegen hegemoniale Männlichkeit bzw. das Patriarchat oder die Phallokratie. Dazu ist es erforderlich das Machtmittel zu erkennen und als solches unwirksam zu machen. Dazu gehört dann eben auch, dass eine Vergewaltigung stets geandet wird, aber auch eine Umerziehung der potentiellen Täter, nämlich der Männer, indem sie Lernen die Strukturen, die die Vergewaltigungskultur bilden, effektiv und gerade auch bei sich selbst zu bekämpfen. Da die Vergewaltigung ein Machtmittel ist erscheint auch zugleich jede Maßnahme, die eine Nichtbestraftung eines Täters zur Folge hat, als weiteres Machtmittel zur Absicherung des anderen Machtmittels. Wenn das Rechtsstaatsprinzip also die Verurteilung von Vergewaltigern erschwert, dann muss er Teil des Machtapparats, also der Vergewaltigungskultur sein. Die Aufhebung dieses Prinzips für die Vergewaltigung verhindert in diesem Kontext andere Vergewaltigungen, weil es die Vergewaltigungskultur selbst bekämpft, die auf den Säulen “Erleichterung der Vergewaltigung durch Schaffen eines entsprechenden Klimas” und “Nichtbestrafung der Vergewaltigung” besteht. Im Rahmen der Gruppeninteressen der Frau kann das eh zu unrecht eingesetzte Machtmittel “Vergewaltigung” eben nur durch eine Lockerung des Rechtsstaats bekämpft werden und dass dabei einzelne Falschbeschuldigte auf der Strecke bleiben ist irrelevant, weil die andere Seite bei Einsatz des Machtmittels “Vergewaltigung” auch keine Rücksicht auf die Opfer nimmt.

            Hinweise gegenüber dem Opfer, doch bitte vorsichtig zu sein, sind vergleichbar damit, jemanden, dessen Kopf man regelmäßig unter Wasser drückt den guten Hinweis zu geben, doch bitte zu lernen länger die Luft anzuhalten.

        • @ Denton

          *Ich habe eine weitere Definition: “Ein Gutmensch ist jemand, dem die Zuschaustellung seiner “überlegenen” Moral wichtiger ist als der tatsächlicher Erfolg seines Handelns.”*

          Das ist auch meine Definition. Dabei ist mir die Frage der exakten Herleitung völlig wurscht. Ich leite den Gutmenschen ab von Bonhommie, der satten, selbstzufriedenen „Gutheit“ des guten, vollgefressenen Bürgers, der dem Bettler halb verächtlich eine Münze in den Hut schnippt, dabei sorgfältig darauf achtend, dass dies vor Publikum geschieht, bei dem er Status einwerben will, eine Werbeaktion, die ihn nicht viel kostet.

          Immerhin bezahlt er noch selbst und die Folgen sind überschaubar.

          Als Gutmenschen bezeichne ich also Menschen, die meiner Ansicht nach unter dem Vorwand uneigennützig zu sein, Gerechtigkeit anzustreben etc. vor allem ihrem eigenen Egoismus dienen, sei es in Form von materiellem Gewinn, sei es in Form von Statusgewinn, ein Statusgewinn, den er einstreicht, aber oft andere dafür zahlen lässt.

          Zum Beispiel Menschen, die Beurteilungskriterien abschaffen wollen, bei deren Gültigkeit sie schlecht abschneiden, angeblich um der Gerechtigkeit zu dienen, nur um gleichzeitig für die Einführung neuer Beurteilungskriterien einzutreten, bei deren Gültigkeit sie selbst gut und andere schlecht abschneiden.

          Solche Menschen kleiden ihren Egoismus in das edle Gewand der gutherzigen Uneigennützigkeit und streben doch in erster Linie nach ihrem eigenen Vorteil als Profiteure dessen, was sie Gerechtigkeit nennen, sie streben nach Macht, Einfluss, Posten und Pöstchen, bezahlen nicht selbst für das, was sie fordern, sondern lassen andere dafür bezahlen, handeln nicht weniger egoistisch als der gewinnstrebende Kapitalist, der dafür aber wenigstens als Egoist gilt.

          Obwohl auch Kapitalisten gerne gutmenschlich agieren, etwa die fast geschlossene Phalanx von Milliardären in den USA, die für Open Borders eintritt, wohl wissend, dass sich damit wunderbar Löhne drücken, Immobilenpreise in die Höhe treiben lassen und die Jobs ihrer eigenen Kinder nicht einem höheren Konkurrenzdruck ausgesetzt werden, sondern die Jobs der unteren Mittelschicht/Unterschicht).

          Die häufig demokratischen (linken) Angehörigen der Helfer.I.nnenindustrie, eng verflochten mit der deomkratischen Partei, wollen Offene Grenzen, weil der Zustrom armer Migranten ihre Kundschaft vermehrt, was mehr Stellen, mehr Geld, mehr Macht bedeutet.

          Die demokratische Parteiaristokratie will Offene Grenzen, weil der Zustrom von Dritt-Welt-Migranten dauerhaft die Klientel des Sozialstaates erhöht und damit die eigene Wählerbasis, an die man das Geld verteilt, das vor allem die weiße Mittelschicht erwirtschaftet, die aber mehrheitlich republikanisch wählt.

          Milliardäre müssen das nicht fürchten, denn sie haben längst Mittel und Wege gefunden, sich einder angemessenen esteuerung weitgehend zu entziehen.

          Der kleine Mittelständler kann das nicht.

          DieRepublikanische Partei ist eingeklemmt zwischen der migrationsfeindlichen Basis (eben jener Mittelstand/Tea Party) und den Parteioligarchen, die gerne den befreundeten Milliardären zuarbeiten würden, von deren Spenden sie abhängen, wie die Demokraten auch.

        • @ roslin

          „DieRepublikanische Partei ist eingeklemmt zwischen der migrationsfeindlichen Basis (eben jener Mittelstand/Tea Party) und den Parteioligarchen,“

          Die Tea Party ist genausowenig „migrationsfeindlich“ wie z.B. die AFD. Sie möchte nur die Masseneinwanderung bildungsferner „Migranten“ eindämmen, im Speziellen die der Mexikaner.

          Das ist ein legitimer und rationaler Ansatz. Jedenfalls kein Antipode zu den illegitimen Kungeleien auf der anderen Seite der imaginären Klemme.

        • Wie man sieht, kann absolut jeder ein Gutmensch sein, sobald irgendein Verschwörungstheoritiker ihm (mit simpler Cui Bono-Logik) egoistische Motive unterstellt oder auch nur mögliche negative Folgen seiner Haltung geltend machen kann.

          Wie Nick zurecht verdeutlicht, können damit leicht universelle Werte diskreditiert werden, das ist auch alles andere als trivial.

          Deshalb ist der Begriff aus meiner Sicht wenig brauchbar, auch wenn ich ihm ja eine grundsätzliche Berechtigung (siehe oben) zuspreche.

        • @ Alexander

          „Solche Menschen kleiden ihren Egoismus in das edle Gewand der gutherzigen Uneigennützigkeit und streben doch in erster Linie nach ihrem eigenen Vorteil als Profiteure dessen, was sie Gerechtigkeit nennen, sie streben nach Macht, Einfluss, Posten und Pöstchen, bezahlen nicht selbst für das, was sie fordern, sondern lassen andere dafür bezahlen, handeln nicht weniger egoistisch als der gewinnstrebende Kapitalist, der dafür aber wenigstens als Egoist gilt.“

          Man kann diesen Vergleich noch
          etwas weiter treiben.
          Die linken Umverteiler betrachten
          sich ja als progressiv als modern.
          Dabei sind sie ja von der kulturellen
          Entwicklung gesehen eher archaisch.
          Sie schaffen keine Werte, sie
          betreiben nur Umverteilung von
          Ressourcen die von Anderen erarbeitet
          wurden.
          Der Kapitalist, Unternehmer, selbst
          wenn er seine Arbeiter hart
          ausbeutetet und Reichtümer anhäuft
          führt durch seine Tätigkeit zur
          Schaffung von Gütern die der breiten
          Bevölkerung zu gute kommen.
          Selbst wenn er luxuriös lebt, wir
          er mit seiner Entourage nur einen
          Bruchteil davon verfressen, versaufen
          und vervögeln.

        • Solche Menschen kleiden ihren Egoismus in das edle Gewand der gutherzigen Uneigennützigkeit

          Das Motiv für Altruismus ist immer Egoismus. Womit diese Definition von „Gutmensch“ diejenigen einschließt, die so selbst mittels dieses Begriffes großzügig mit dem Zeigefinger schwingen.

          Es wird ja so eine „aufrichtigere“ Moralität für sich beansprucht.

        • *Ich habe eine weitere Definition: “Ein Gutmensch ist jemand, dem die Zuschaustellung seiner “überlegenen” Moral wichtiger ist als der tatsächlicher Erfolg seines Handelns.”*
          Ich weiss nicht… Es gibt viele wirklich gutmeinende Menschen, die von dem fatalen Scheitern ihres guten Zweckes den sie mit ihrem Handeln erreichen wollten total geschockt sind.
          Das mit dem „zurschaustellen“ wird vielen „Gutmenschen“ nicht gerecht.

          Glaubt z.B. jemand, dass die Einführung eines Mindestlohns mit dem Ziel gemacht wurde, die Jugendarbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit im Bereich wenig qualifizierter Arbeit zu erhöhen?

          Ich glaube nicht. Dennoch wird die so passieren, wie es in allen Ländern mit Mindestlohn geschehen ist.

          Vieles wird aus wirklich auch gut gemeinten Motiven durchgeführt, scheitert am Ende aber, weil Sekundäreffekte udn Anpassungseffekte nicht bedacht werden.

        • Glaubt z.B. jemand, dass die Einführung eines Mindestlohns mit dem Ziel gemacht wurde, die Jugendarbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit im Bereich wenig qualifizierter Arbeit zu erhöhen?

          Roslin offenbar schon, denn er hat erkannt: durch mehr Arbeitslosigkeit wächst die auf linke Parteien und Kulturmarxisten angewiesene Klientel. Cui bono?!

          Muss man wissen!


        • Vieles wird aus wirklich auch gut gemeinten Motiven durchgeführt, scheitert am Ende aber, weil Sekundäreffekte udn Anpassungseffekte nicht bedacht werden.

          Und jeder, der sich über alle möglichen negativen Anpassungs- und Sekundäreffekte seiner Handlungen nicht voll und ganz sicher ist (und sie daher unterlässt), ist ein Gutmensch?

        • @ Dummerjan

          * Es gibt viele wirklich gutmeinende Menschen, die von dem fatalen Scheitern ihres guten Zweckes den sie mit ihrem Handeln erreichen wollten total geschockt sind.*

          Den würde ich auch nicht Gutmensch nennen, sondern vielleicht ein bißchen naiv oder gar wohlmeinend dumm.

          Oder die Ursache-Wirkungskette war so verschlungen, dass sie tatsächlich ohne Experiment nicht zu ermitteln war,nicht a priori erkennbar.

          Gutmensch ist jedoch der Politiker z.B., der um die negativen Langzeitfolgen der von ihm propagierten populären,weil scheinbar unmittelbar einsichtig guten und gerechten Maßnahme, die er fordert, weiß, diese aber trotzdem fordert, weil er die unmittelbar bevorstehenden Wahlen gewinnen will und so keine Skrupel hat, seiner Klientel nach dem Munde zu reden.

        • @ David

          *Roslin offenbar schon, denn er hat erkannt: durch mehr Arbeitslosigkeit wächst die auf linke Parteien und Kulturmarxisten angewiesene Klientel. Cui bono?!

          Muss man wissen!*

          Du argumentierst wie ein Gutmensch.

        • @ Nick

          *Das Motiv für Altruismus ist immer Egoismus.*

          Fast immer, ja.

          *Es wird ja so eine “aufrichtigere” Moralität für sich beansprucht.*

          Nicht zwangsläufig. Wenn sie beansprucht wird, ja, dann argumentiert ein Gutmensch gegen einen Gutmenschen.

        • Ich leite den Gutmenschen ab von Bonhommie, der satten, selbstzufriedenen “Gutheit” des guten, vollgefressenen Bürgers, der dem Bettler halb verächtlich eine Münze in den Hut schnippt, dabei sorgfältig darauf achtend, dass dies vor Publikum geschieht, bei dem er Status einwerben will, eine Werbeaktion, die ihn nicht viel kostet.

          „Jaques Bonhomme“ war ein Spottname, mit dem Adlige zunächst den Anführer, bald aber die aufständischen Bauern der sog. Jacquerie selbst bedachten.

          Wenn man sich nicht eine eigene Sprache basteln will um „vorherrschende, machtstrukturierende Diskurse“ zu dekonstruieren, ist der Bonhomme ein gutmütiger, biederer und dabei einfältiger Bürger:

          http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site=1&Wort=Bonhomie

          In diesem Sinne ist wohl auch die NS-Herkunft des Begriffes „Gutmensch“: Jemand, der durch „einfältige Gutmütigkeit“ die „unmittelbare, existenzielle Gefahr für den Volkskörper“ verkenne und so dessen Feinde in die Hände spiele.

          Ich sehe bei Roslin keine grunsätzlich andere Begriffsverwendung.

        • Gutmensch ist jedoch der Politiker z.B., der um die negativen Langzeitfolgen der von ihm propagierten populären,weil scheinbar unmittelbar einsichtig guten und gerechten Maßnahme, die er fordert, weiß, diese aber trotzdem fordert, weil er die unmittelbar bevorstehenden Wahlen gewinnen will und so keine Skrupel hat, seiner Klientel nach dem Munde zu reden.

          Das hat aber auch mit der allgemeinen Verwendung des Begriffs so gar nichts mehr zu tun. Gutmenschen sind keine Politiker, sondern naive, meist linke Gutmeiner.

          Wobei, da gibt es natürlich schon eine kleine Schnittmenge

        • Wenn sie beansprucht wird, ja, dann argumentiert ein Gutmensch gegen einen Gutmenschen.

          ->“der satten, selbstzufriedenen “Gutheit” des guten, vollgefressenen Bürgers, der dem Bettler halb verächtlich eine Münze in den Hut schnippt, dabei sorgfältig darauf achtend, dass dies vor Publikum geschieht, bei dem er Status einwerben will, eine Werbeaktion, die ihn nicht viel kostet.“

        • Gutmensch ist jedoch der Politiker z.B., der um die negativen Langzeitfolgen der von ihm propagierten populären,weil scheinbar unmittelbar einsichtig guten und gerechten Maßnahme, die er fordert, weiß, diese aber trotzdem fordert, weil er die unmittelbar bevorstehenden Wahlen gewinnen will und so keine Skrupel hat, seiner Klientel nach dem Munde zu reden.

          Damit ist doch der Populist (im negativen Sinn) charakterisiert.

        • @ David

          *Das ist auch eine gute Definition: jemand, der deine Verschwörungstheorien entlarvt.*

          Du entlarvst hier vor allem Dich selbst, Herr Psychologe.

        • Gutmensch? Das Zauberwort heisst selbstgerecht.

          Gutmensch = selbstgerechter Moralapostel

          Dass vor allem rechte Hysteriker so ziemlich jeden, der nicht ihre Meinung teilt und zusätzlich noch soziale Anliegen vertritt, als Gutmensch tituliert wird – geschenkt.

        • @ Nick

          *Ich sehe bei Roslin keine grunsätzlich andere Begriffsverwendung.*

          Ich sehe hier grundsätzlich keinen Unterschied zur üblichen Anwendung der gutmenschlichen Nazikeule zur eigenen moralischen Erhöhung.

        • @Roslin:
          Ich sehe hier grundsätzlich keinen Unterschied zur üblichen Anwendung der gutmenschlichen Nazikeule zur eigenen moralischen Erhöhung.

          Womit du einmal mehr den Totschlagargumentcharakter deiner Verwendung des Begriffes demonstriert hast.

        • ..selbstredend ist nicht jeder Moralunternehmer, der eine existenzielle Bedrohung des Volkskörpers durch „Dysgenie“ an die Wand malt gleichzeitig auch ein Nationalsozialist.

          Da beschwert sich aber genau der Richtige, der jeden, der seiner abstrusen Erblehre nicht folgen mag bestenfalls als „Gutmensch“ tituliert.

        • Dass vor allem rechte Hysteriker so ziemlich jeden, der nicht ihre Meinung teilt und zusätzlich noch soziale Anliegen vertritt, als Gutmensch tituliert wird – geschenkt.

          Wobei dabei meist ein Framing der „Gutmenschen“ als „elementare Bedrohung zentraler Werte der Gesellschaft“ hinzukommt (Moralunternehmertum)

          Begriffe können regelrecht verbrannt werden.

          Das ist bei dem Begriff „Feminismus“ auch nicht anders, „Feminismus“ bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch einfach nicht mehr „Eine Haltung, die sich für gleiche Rechte und Pflichten für Männer und Frauen einsetzt“. Oder besser: Man kann es niemand zum Vorwurf machen, dass er darunter diejenige Haltung versteht, die die allermeisten tatsächlich pflegen, die sich selbst als Feministen bezeichnen.

        • @Roslin: als was entlarve ich mich denn? Lass mich raten, als Gutmensch?

          Du hast gerade demonstriert, dass du als selbst rechtskonservativer diesen Begriff vollkommen falsch bzw. mit einer stark abweichenden Privatdefinition verwendest. Ein kalkulierender, skrupelloser Politiker ist vielleicht ein Populist, aber ganz bestimmt kein „Gutmensch“.
          Gutmenschen sind eher „linksnaive“, wohlmeinende Moralisten.
          Dein ubiquitäres Feinbild ist inzwischen so verdichtet, dass du selbst nicht mehr durchblickst.

          Außerdem: hast du oder hast du nicht diese abstruse rechte Verschwörungstheorie verbreitet?

          Die demokratische Parteiaristokratie will Offene Grenzen, weil der Zustrom von Dritt-Welt-Migranten dauerhaft die Klientel des Sozialstaates erhöht und damit die eigene Wählerbasis, an die man das Geld verteilt

          Aber sicher, ICH habe mich entlarvt…

    • Meine Güte. Ist Doch einfach:
      Wenn der Gutmensch so schlecht ist, ist es also besser ein „Schlechtmensch“ zu sein?

      Den Begriff „social justice warrior“ finde ich da passender, um die ideologischen Verblendeten und Egomanen zu bezeichnen, die unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit trotzdem nur Hass und Ungerechtigkeit predigen.

      • Ungeheuerlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

        Hier wird der Begriff der sozialen Gerechtigkeit im Sinne Kohlbergs negativ konnotiert, sodaß moralisch verkrüppelten Wesen ohne Hochschulabschluß die soziale Ungerechtigkeit auf einmal positiv vorkommen könnte.

        Man verzeihe mir bitte meinen Humor.

        Aber das intellektuelle Weicheitum hier ist schon phänomenal.

        Scheint wohl doch eher daran zu liegen, daß der Begriff des Gutmenschen im Gegensatz zum Begriff der Homophobie von Konservativen ersonnen wurde. Das ist wohl das einzige Kriterium für dessen Ablehnung.

        :facepalm:

        Da der Begriff der Homophobie massenhaft von Linken verwendet und in die Welt getragen wird, scheint hier keine Mißbrauchsanfälligkeit gegeben zu sein.

        Es ist einfach unfaßbar.

        • @ Kirk

          „Scheint wohl doch eher daran zu liegen, daß der Begriff des Gutmenschen im Gegensatz zum Begriff der Homophobie von Konservativen ersonnen wurde.“

          Ich muss dich leider darauf hinweisen, dass ein von mir geschätzter bedeutender Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler namens Karl Marx diesen Begriff auf französisch (bonhomme) bereits in spöttischer Absicht in seiner Kritik an dem von mir als Existenzphilosophen und Psychologen geschätzten Max Stirner verwendet hat.

          Marx Kritik an Stirner gehört m.E. allerdings zum Schwächsten, was Marx je geschrieben hat. Und ausgerechnet Stirner, der zwar ein großartiger Psychologe war, aber einen höchst kritikwürdigen Amoralismus vertreten hat, als „Gutmensch“ zu bezeichnen, wirkt darüber hinaus etwas seltsam.

          Jedenfalls sollte selbstverständlich auch Marx hinsichtlich der Verwendung dieses Unsinnsbegriffs nicht von Kritik verschont bleiben.

        • @ Kirk

          Und hier noch ein „völlig nichtssagender Beitrag“ für dich, der darauf hinweist, dass der Unsinnsbegriff „Gutmensch“ entgegen deiner Behauptung leider ursprünglich aus dem linken Lager kommt, bevor er dann von der politischen Rechten übernommen und für ihre Zwecke instrumentalisiert wurde:

          „Doch zunächst beruht die Schmähung des naiven Moralisten mit dem Begriff des „Gutmenschen“ auf einem Mißverständnis: Wenn auch ein Nachschlagewerk über Neologismen der deutschen Sprache die erste Verwedung des Begriffs 1992 in der Zeitschrift Merkur ausmacht und als Synonym für „Moralist“ definiert, so fand er zweifellos seine eigentliche Verbreitung erst durch das „Wörterbuch des Gutmenschen“. Von dieser Karriere ihrer Polemik hätten sich die Herausgeber der beiden Bände, der Verleger Klaus Bittermann und die Satiriker Gerhard Henschel und Wiglaf Droste, sicher nicht träumen lassen. Ziel der Bücher war die Kritik einer „moralisch korrekten Schaumsprache“, die als „Plapperjargon und Gesinnungssprache“ einer Betroffenheitskultur emotionalisierter deutscher Linker in den achtziger Jahren die Analyse ersetzt hatte. (…) Die meisten der Autorinnen und Autoren der Beiträge waren selbst ausgewiesene Linke und das Wörterbuch war vor allem ein Projekt der Selbstkritik. Primär ging es darum, eine denkfaul gewordene Linke aus ihrer geistigen Verfettung zu schrecken, in dem man sie dessen bezichtigte, was ihre Vorväter am meisten gehasst hatten: des biederen Moralismus. Dies bestätigt auch das Vorwort Gerhard Henschels, in dem es über die von ihm geschmähte sentimentale Befindlichkeitskultur der späten Bundesrepublik heißt. „Die besten 1968er Traditionen werden in diesem Milieu leichsinnig verschenkt, selbst auf ihren Bezeichnungen liegt der Schatten der Bräsigkeit.“ Unter den Texten finden sich in den beiden Bänden genug Abrechnungen mit gerade jener neurechten Klientel, die sich nach einiger Zeit den Begriff des „Gutmenschen“ selbst als Kampfbegriff aneignen sollte. “

          (aus: Volker Weiß – Deutschlands Neue Rechte, S. 99 f.)

        • @ Leszek

          Daß Du und dier Volker Weiß die Rechten nicht mögen ist ja nun klar geworden. Aber Du hast nicht nachweisen können, daß der Gutmensch ein Unsinnsbegriff ist. Er, der Gutmensch ist uA ein Unsinnmacher.

          Schön finde ich wie Du Dich über diesen Fachbegriff aufregen kannst. Nur, aus der Welt bekommst Du ihn nicht, sowenig wie ich zB Homophob als Bergriff nicht aus der Welt bekomme …

        • Hier habe ich noch zwei interessante Texte zu den Ursprüngen des Unsinnsbegriffs „Gutmensch“.

          Einmal von der „Gesellschaft für deutsche Sprache“:

          http://www.gfds.de/index.php?id=112

          Sie führt die Erstverwendung dieses Begriffs auf eine Ausgabe der US-amerikanischen Zeitschrift „Forbes“ aus dem Jahre 1985 zurück, in der der damalige Gewerkschaftsführer Franz Steinkühler (IG Metall) mit diesem Begriff bezeichnet wurde.

          Auch die „Gesellschaft für deutsche Sprache“ stimmt aber mit der in meinem obigen Beitrag dargestellten Auffassung überein, dass erst durch die beiden Bände „Wörterbuch des Gutmenschen“ – die wie gesagt primär Texte von linken Autoren enthielten – der Begriff „Gutmensch“ eine größere Bekanntheit erreichte.

          Zu einem anderen Ergebnis bezüglich der Erstverwendung des Begriffs „Gutmensch“ kommt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) in Zusammenarbeit mit dem Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Diese vermuten, dass der Begriff „Gutmensch“ in der Nazi-Zeit geprägt wurde:

          „Semantische Bedeutung und Geschichte von „Gutmensch“: Die Behauptung, der Begriff „Gutmensch“ sei von Friedrich Nietzsche geprägt worden, ist sehr umstritten. Erstmals findet sich das Wort als Bezeichnung für die Anhänger von Kardinal Graf Galen, der gegen die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“, also die Tötung körperlich und geistig Behinderter durch die Nationalsozialisten (schließlich mit Erfolg) gekämpft haben. Nicht klar ist, ob der Begriff von Josef Göbbels oder Redakteuren des „Stürmer“ 1941 ersonnen worden ist. „Gutmensch“ geht auf das jiddische „a gutt Mensch“ zurück, womit von den Nationalsozialisten auch ein Bezug zu den „lebensunwerten Juden“ hergestellt werden sollte. Adolf Hitler hat in seinen Reden und in „Mein Kampf“ ebenfalls die Vorsilbe „gut“ als abwertend verwendet. So sind für ihn „gutmeinende“ und „gutmütige“ Menschen diejenigen, die den Feinden des deutschen Volkes in die Hände spielen.“

          http://web.archive.org/web/20070928101946/http://www.djv-nrw.de/bilder/Memorandum27.03.06.pdf

          Falls dies so zuträfe, hätte der Unsinnsbegriff „Gutmensch“ seinen Ursprung also doch bei der politischen Rechten.

        • Ein weiterer interessanter Artikel zu dem Unsinnsbegriff „Gutmensch“, dessen Ursprüngen und seiner Entwicklung zum heutigen Kampfbegriff der politischen Rechten, findet sich beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung:

          http://www.diss-duisburg.de/2011/11/das-stigma-gutmensch/

          Die Autoren kommen zu dem Ergebnis:

          „Der offenbar zur kritischen Selbstreflexion eingeführte Begriff des `Gutmenschen` kann heute allein als eine diffamierende Fremdzuschreibung durch die politische Rechte bezeichnet werden, der darauf abzielt, demokratische und emanzipative Bestrebungen abzuwerten und zu verspotten.“

      • @ Kirk

        Mir ist egal wer’s erfunden hat, der Begriff Gutmensch hat mich eben schon immer daran gestört, dass das Gegenteil nun wirklich nicht erstrebenswert klingt.

        Allerdings würde ich keinen solchen Bohei darum machen, wie Du über Homophobie. Denn genauso wie dieser Begriff, wissen die meisten was damit eigentlich gemeint ist. Und wenn’s einem nicht gefällt, kann man ja eine Alternative anbieten, was ich ja getan habe.

        • Ich vergass.

          Homophobie lässt sich sicher leicht missbrauchen, um Kritiker mundtot zu machen. Das gleiche gilt aber auch für andere Begriffe, wie z.B. „rechtsradikal“. Selbst wenn sie inflationär benutzt werden, macht es die Begriffe ja nicht grundsätzlich falsch.

        • Wie schrieb der Dichter: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will, und doch das Gute schafft“.
          Jedenfalls scheint der „gute“ Staat nicht in der Lage zu sein, Medikamente herzustellen, die Leben retten. Es braucht dazu die böse Pharmaindustrie.

        • Mir ging es nicht darum, was der Begriff beschreibt, sondern den Begriff selbst.

          Wie erläutert habe ich ihn schon immer als wenig passend empfunden, aber jedem das seine.

    • @kaptiän, was hältst du davon, um künftig das soziologische zitier-Bombardement zu vermeiden, anstatt von gutmenschen zu sprechen den begriff wohlmeinende menschen zu verwenden. dann kann zumindest nur der duden zitiert werden 😉

      • Das „soziologische zitier-Bombardement“ ist ja keine Einschüchterungstaktik. Wenn es um die Frage geht, woher der Begriff des „Gutmenschen“ eigentlich kommt, dann lässt sich die Antwort darauf nunmal nur mit entsprechenden Zitaten belegen.

        Es lässt sich halt nicht JEDE Frage mit einem kurzen Verweis auf Alice Miller klären.

        • Das ist wohl eine unangemessene Polemik.

          Nur die Lektüre von Alice Miller wird dir helfen können.

          Ich bin kein Waschzwangmaskulist. Ich brauche nicht für alles ein Zitat. Ich vertraue der Kraft des guten Arguments. Und davon hat Leszek leider nichts zu bieten, da er nur auf allerlei Kontingenzen in bezug auf den Begriff Gutmensch hinweist. Genau darauf hatte ich ja bereits zu Anfang hingewiesen.

          Mir ist es völlig egal, ob dieser Begriff von Marsmenschen oder Klingonen mißbraucht wird oder wurde.

          Ich bin wie gesagt kein Waschzwangmaskulist.

          Auf die Ebene der mißbräuchliche Anwendung des Begriffs des Gutmenschen bin ich übrigens bereits lange vorher eingegangen. Leszek ist für mich ein in vermeintliche akademische Bildung gekleideter linker Pharisäer.

          Was ja nicht ganz unlogisch ist angesichts politischer Präferenzen wie Anarchosyndikalismus und anderem Schwachsinn.

        • @ Schoppe

          Das ist schön zu wissen woher der Begriff Gutmensch kommt. Und dann?

          Was hilft es zB einer Feminist.I.n nachzuweisen, daß „Mann“ nicht von „man“ kommt oder ungekehrt? Was hilft es wenn belegt wird, daß „Mitglied“ nix mit dem Penis zu schaffen hat?

          Feminist.I.n wird weiterhin behaupten frau hätte ein Recht als Mitgliederin, Mitfrau oder sonst mitgemeint zu werden.

          Ich wette der Kampf gegen Gutmensch wird nicht gewonnen werden können, es sei denn durch Top-Down Druck.

      • Das ist so nicht ganz richtig, @Schoppe. @Kirks Frage lautete:

        „… soll mal erläutern, warum er den Begriff des Gutmenschen für einen unsinnigen hält.“

        Dabei kann es helfen zu analysieren, wie dieser Begriff entstanden ist. Muss es aber nicht, wie in diesem Fall, denn Gutmenschen ist für mich im wesentlichen Synonym zu „wohlmeinender Mensch“ und drückt aus, dass gut gemeint, nicht bedeutet, dass es gut gemacht ist.

        • Satire (wie so oft bei mir):

          Damit wertest du aber das Attribut wohlmeinend um, sodaß wirklich wohlmeinende Menschen diskreditiert werden könnten. Das führt uns direkt in die Asozialität und den gesellschaftlichen Untergang. 🙂

          Ich spreche in bezug auf Menschen wie Leszek von einem formalistischen Sandkasten. Leszek übergeht also völlig die legitime Kontextualität des Gutmenschenbegriffs.

          Stattdessen verweist er auf tausend negative Kontexte, die ihn z.B. bei rechts-konservativen Äußerungen stören.

          Nur weil manche rechte Spinner diesen Begriff mißbrauchen, lasse ich es mir nicht nehmen, diesen Begriff im richtigen Kontext tatsächlich anzuwenden.

          Diese Spießer in der Männerbewegung werden mir immer unangenehmer. Die Verlogenheit und selbstgewählte Dummheit sind kaum mehr auszuhalten.

          PS: Ich verwende oft beißende Satire, wenn Leute wie Leszek und andere einfach so offensichtlichen Bullshit erzählen, daß eine ernsthafte Auseinandersetzung selbst schon grotesk wirken würde. Man sieht bei diesen Leuten, daß es sowieso nichts nützt.

          Daß Gutmensch eben auch hundertfach in völlig legitimer Weise genutzt wird, interessiert diese Leute nicht.

          Ich bin übrigens selbst der Meinung, daß manche Rechts-Konservative besonders wohl in USA mit diesem Begriff auch Schindluder treiben. Ich leide allerdings nicht unter Waschzwang. 🙂

        • … uups, meine Lesekompetenz, @Dummerjan. Mathematisch gesprochen hast Du recht, aber in der Umgangssprache wird es doch so interpretiert, dass bei „gut gemeint“, die implizite Aussage mitschwingt „aber schlecht gemacht“.

  2. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder den Femis den Marsch blasen, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Manndat:

    http://manndat.de/aktuelles/eigener-sache-modernisiertes-design-und-kommentarfunktion.html

    Agens:

    http://agensev.de/meldungen/klaus-funken-150-jahre-spd-25-jahre-frauenquotez-25-jahre-frauenquote-der-spd/

    Birgit Kelle:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/8825-schwesig-fordert-kinderrechte-in-der-verfassung

    Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2014/08/selbst-das-wetter-ist-frauenfeindlich.html

    Cuncti:

    http://cuncti.net/streitbar/779-diversity-kann-letztlich-nur-individualitaet-bedeuten

    http://cuncti.net/haltbar/781-frauenfoerderung-durch-maennerfoerderung

    http://cuncti.net/streitbar/778-wie-der-liberalismus-eine-zukunft-hat

    Stadtfuchs:

    http://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/08/15/schone-diskussion/

    http://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/08/14/der-einzige-preis/

    http://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/08/13/distelkram/

    http://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/08/12/wenn-es/

    Kuckucksvater:

    http://kuckucksvater.wordpress.com/2014/08/15/aber-du-warst-da-von-katharina-heister-was-ich-dir-schon-immer-sagen-wollte/

    Nichtfeminist:

    http://nicht-feminist.de/2014/08/falschbeschuldigung-wegen-des-sorgerechts/

    http://nicht-feminist.de/2014/08/gendertheorie-der-ursprung-teil2-denken-ist-nicht-gleich-sein/

    http://nicht-feminist.de/2014/08/clip-englisch-lang-stefan-molyneux-die-wahrheit-ueber-robin-williams/

    Danish:

    http://www.danisch.de/blog/2014/08/12/genderforscherinnen-fuehlen-sich-verfolgt/

    http://www.danisch.de/blog/2014/08/14/presse-crash-der-stern-vom-feminismus-erwuergt/

    BASTA-Kampagne:

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/08/ukraine-frauen-protestieren-gegen.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/08/basta-offener-brief-die-arztinnen-und.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/08/der-unterschied-zwischen-mannern-und.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/08/sudkorea-proteste-gegen.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2014/08/israel-krieg-oder-gefangnis.html

    Das Letzte:

    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=13016

    …und der Surftipp des Tages:

    http://maninthmiddle.blogspot.de/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Flotte Biene (Apis mellifera), flotter Dreier (Erst normale Paarung, dann kommt noch eine weitere Drohne hinzu. Warum? Weil das Weibchen – in diesem Falle die Königin – halt so wertvoll ist!)

    • Sach mal,Matthias, sind wir uns neulich zufällig im Kommentarbereich einer Tageszeitung bei einem Genderartikel begegnet? Dein Ausdruck „Gendersens“ ist schon einzigartig….. 😉

      • @ Axel

        Im Kommentarbereich einer Tageszeitung? Wenn, dann müsste es hier

        http://www.tagesspiegel.de/wissen/brutale-drohungen-im-internet-hetze-gegen-genderforscherinnen/10318416.html

        gewesen sein.

        Ich hatte dort u.a. geschrieben:

        „…es gibt sogar die Version davon, dass es unendlich viele Geschlechter gibt und dass „das biologische Geschlecht gesellschaftlich konstruiert“ sei.

        Und dass man das „biologische Geschlecht nicht unabhängig von Gesellschaft betrachten“ könne.

        Alles kein Witz. Heinz-Jürgen Voss vertritt das so in der Art.

        Obwohl er vom akademischen Hintergrund Diplom-Biologe ist, aber nicht für die biologische Fachwelt arbeitet, sondern zu den Gendersens übergelaufen ist. Deshalb ist er ja auch ein Dr. phil. und nicht ein Dr. rer. nat., wie es in der Biologie üblich ist.

        Neulich ist er sogar Prof. geworden. Mit solchen Ideen kann man heutzutage Prof. werden. “

        Ich kann mich nicht erinnern, die Tage noch woanders „rumgetrollt“ zu haben, jedenfalls nicht bei einer Tageszeitung.

        Der Begriff „Gendersens“ ist glaub ich vom DDBZ. Jedenfalls habe ich das glaub ich von ihm zuerst gelesen. Weiß nicht, ob er der legitime Urheber dieses Begriffs ist. (HA HA HA HA)

        Krass wäre, wenn es eine Comedy-Sendung mit dem Titel „Die Gendersens“ gäbe.

        Dann stünde da in der Fernsehzeitschrift „Die Gendersens-Comedy“. Oder „Die Gendersens – Satire“.

        Am treffensten wäre „Die Gender_sens* – Realsatire“.

        Die Thesen von denen könnte man jedenfalls zu sowas „verwursten“…

        • für Matthias: Treffer, hab ich Dich also erkannt! Rat mal wer ich bin?
          Beim selben Artikel in der Zeit geht´s übrigens ähnlich hoch her: http://www.zeit.de/studium/2014-08/geschlechterforschung-bedrohung-internet?commentstart=697#comments

          Erstaunlich sind die vielen Pro-Gender-Kommentare. Entweder haben sich die Spinner wie die Karnickel vermehrt, oder da hocken zehn Leute wie bei Wikipedia den ganzen Tag am Rechner und versuchen die Reine, Wahre Lehre zu verteidigen.

          Wer ist DDBZ? Derdiebuchstaben…?
          Herrlicher Ausdruck!

          Die Comedy „Die Gendersens“ kriegst Du niemals durch. In der ARD werden die Linken zuvor Sturm laufen, bei RTL gleich nach Ausstrahlung.
          Ein deutsches „Brainwashing“ wäre mal nötig. Eia ist genial…

          A propos Voß in Merseburg: schon gelesen? Da gibt es an der ehemaligen FH ein Gendersexologie-Studium (Master).http://www.hs-merseburg.de/smk/studiengaenge/sexualwissenschaft/ablauf/
          Für nur 20.000€.

          Erstaunlich, in Merseburg saßen früher kompetente Chemiker, bei denen ich mal ne Prüfung hatte. Merseburg ist die Geburtsstätte der deutschen Literatur!

          Wollen die Provinzunis in Kassel, Merseburg etc. mondän werden, indem sie den Gesinnungs-Blödsinn der hauptstädtischen Humbug-Uni kopieren?
          Welcher atheistische linksradikale Genderspinner geht denn nach Merseburg und zahlt sogar noch was dafür?

        • @ Axel

          „für Matthias: Treffer, hab ich Dich also erkannt! Rat mal wer ich bin?“

          Vielleicht „Robert 1234567890“? Ist aber schwer zu sagen. Habe jetzt aber auch nicht alles nochmal gelesen, sind ja sehr viele Kommentare.

          „Beim selben Artikel in der Zeit geht´s übrigens ähnlich hoch her: http://www.zeit.de/studium/2014-08/geschlechterforschung-bedrohung-internet?commentstart=697#comments

          Glaub ich – bei dem Thema geht es langsam immer höher her. Aber umso besser, wenn viele langsam mal wach werden.

          „Erstaunlich sind die vielen Pro-Gender-Kommentare. Entweder haben sich die Spinner wie die Karnickel vermehrt, oder da hocken zehn Leute wie bei Wikipedia den ganzen Tag am Rechner und versuchen die Reine, Wahre Lehre zu verteidigen.“

          Vielleicht hauptberufliche Journalisten, die dafür bezahlt werden. Jedenfalls gut, dass die sich nicht auch noch vermehren wie so’n r-Stratege… – das fehlte noch!

          „Wer ist DDBZ? Derdiebuchstaben…?
          Herrlicher Ausdruck!“

          Yepp, DerDieBuchstabenZählt.

          „Die Comedy “Die Gendersens” kriegst Du niemals durch.“

          Noch nicht! Irgendwann muss das einfach kommen! Dann wird es in manch einer Familie, falls es dann noch Familien gibt, abends heißen: „Kommen die Simpsons heute abend?“ Antwort: „Nee, heut abend kommen die Gendersens…“

          „In der ARD werden die Linken zuvor Sturm laufen, bei RTL gleich nach Ausstrahlung.“

          Mal noch ja.

          „Ein deutsches “Brainwashing” wäre mal nötig. Eia ist genial…“

          Yepp.

          „A propos Voß in Merseburg: schon gelesen? Da gibt es an der ehemaligen FH ein Gendersexologie-Studium (Master).http://www.hs-merseburg.de/smk/studiengaenge/sexualwissenschaft/ablauf/
          Für nur 20.000€.“

          Noch nit gelesen. Gendersexologie? Oh Gott, was ist das denn?

          „Erstaunlich, in Merseburg saßen früher kompetente Chemiker, bei denen ich mal ne Prüfung hatte. Merseburg ist die Geburtsstätte der deutschen Literatur!

          Wollen die Provinzunis in Kassel, Merseburg etc. mondän werden, indem sie den Gesinnungs-Blödsinn der hauptstädtischen Humbug-Uni kopieren?“

          Keine Ahnung. Mir kommt mal die gesamte Hochschullandschaft als komplett neben der Spur vor.

          „Welcher atheistische linksradikale Genderspinner geht denn nach Merseburg und zahlt sogar noch was dafür?“

          Weiß nicht – linksradikale werden eher nichtStudiengebühren bezahlen wollen. Aber den Inhalt finden sie dann gut.

          Gender und Sex miteinander vermischt in einem Studiengang? Das kann es jedenfalls nicht sein.

        • Gendersens ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Weiß auch nicht wo ich den Sens aufgeschnappt habe, vielleicht bei Michael Klein? Nach neuer feministischer Sprachhandelsschreibweise (Humbug Uni Berlin) müsste es ja eigentlich Gendasens heißen, da „er“ ja durch uA „a“ ersetzt werden soll. ZB so: Gen da, im Gegensatz zu Gen weg Studies. 🙂

          Das mit ddbz ist eigentlich auch nicht meine Idee. „Der mit dem Wolf tanzt.“ dürfte klar sein. in Verbindung mit:

          „Die, die die, die die Buchstaben zählen, für dumme Tröpfe halten, möchten nicht ganz unrecht haben.“ – Schopenhauer

          http://www.eternium.de/deutsche-sprache.224.2.de.html

          kommt dan eben so ein Quatsch, wie ddBz, bei raus …

        • ät Matthias:
          Robert123…, richtig! Mh, Mist, hoffentlich sind da nicht nur die üblichen Verdächtigen wie wir auf den Kommentarseiten unterwegs. Ich hatte die Hoffnung, daß auch der „Kleine Mann“ , also die absolute Bevölkerungsmehrheit, sich zu Wort meldet.

          Wenn Gendersens mit ihrer Oberschicht-Polit-Geld- und Meinungsmacht endlich mal Millionen Menschen gegenüberstehen, könnte sich die Demokratie zum zweiten Mal nach ’89 für die Wohlstands-Anarchos zu einer Horrorvorstellung entwickeln. Hehe.

          A propos Oberschicht: Was hälst Du von einem gemeinsamen Selbermach-Samstag zum Thema biopsychologische Ursachen für radikale Ideologien der gesellschaftlichen Oberschicht?

          Das ist ein kochendheißes Thema, weil nach meiner bescheidenen Ansicht alle gefährlichen Spinnereien der letzten 150 Jahre von einer kleinen parasitäten reichen und „gebildeten“ Schicht ausgetüftelt wurden: Nationalismus, Judenhaß, Rassismus, Kriegsgeilheit (1914), Kommunismus-Anarchismus &Co., Politpädophilie, Genderismus…

          Hier noch der genaue Link zum Gendersexologie-Studium (von M. Klein):
          http://www.hs-merseburg.de/weiterbildung/berufsbegleitende-studiengaenge/sexologie-m-a/profil/
          Fremdschäm….

          ät derdie..:
          Oder Gendaxs! 😉
          Kennste den: http://www.brandeins.de/archiv/2014/alternativen/entdiskriminierung-der-sprache-das-kann-man-auch-so-sagen.html
          Du lachst Dich schlapp!
          Was wohlhabende, subintelligente, zeitbesitzende und faule Menschen doch für Ideen haben….

          Ah, Schopenhauer, da wäre ich nicht drauf gekommen.

        • Betr. Tageszeitungen

          Ich glaube nicht, daß es dieselben Kommentatoren sind die sich hier gegen Feminismus aussprechen. Viele, auch ich, haben nämlich keine Lust dazu, weil dort viel zu oft Kritisches gelöscht wird.

          Betr, Gendersens

          Man hatte mal versucht mir die Verwendung dieses Wortes hier im Blog zu verbieten, weil damit angeblich die so bezeichneten abgewertet würden. So unerhört war das Wort mal. Inzwischen scheint Gendersens in die Fachsprache aufgestiegen zu sein … Ich werde mal darauf achten ob Christian (der wollte es mir verbieten) dieses Wort inzwischen selbst verwendet.

          Zumindest war ich einer der ersten die dieses Wort verwendet haben …

        • ät derdie…:
          Ja, bei der aktuellen Schaschek-Affäre wurde von der Zeit und dem Tagespiegel fleißig gelöscht. Nur was, sieht man natürlich nicht. Habe vermutet, daß da Akif und Freunde losgelegt haben.

          Sind aber trotzdem noch mind. 60% Antigender, zum Teil mit heftiger Wortwahl.
          Die Journalie traut sich wohl nicht mehr so richtig zur Gesinnungspromotion angesichts von Volksaufständen. Scheiß Demokratie. Ist ja wie ’89…….. 😉

          Evochris wollte Dir „Gendersens“ verbieten? Merkwürdig, so Gender-kritisch wie er ist. Gut, daß der Blog nicht zur Pirincci-Parade verkommt, ist ein nachvollziehbares Anliegen, aber „Gendersens“ ist doch harmlos.
          Der Ausdruck zeigt, denke ich, sehr schön den ideologietypischen familienähnlichen Zusammenhalt der Gleichgesinnten. Im Alltag sind es tatsächlich Ideologie oder Religionen, die Nicht-Verwandte kooperieren lassen.

          Man sieht, trotz neuartigster und radikalster Ideen, nichts Neues unter der Sonne.

        • @Axel
          „Sind aber trotzdem noch mind. 60% Antigender, zum Teil mit heftiger Wortwahl.“

          Das sind ja die Beiträge, die stehen gelassen werden. Gendersens-Kritik die auch Hand und Fuss hat, wird radikal gelöscht.

          Die ganzen Studien von Gesterkrampf, Kämpfer & Co haben doch eine einzige Stossrichtung: Die Verantwortlichen in den Vorstandsetagen der einschlägigen Stiftungen zu überzeugen, dass man vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter finanzieren muss, um gegen die wachsende Unmut in der Bevölkerung gegenzusteuern.

          Daher lassen diese Desinformanten – soweit sie selbst als Moderatoren tätig sind – die schäbigen Beiträge stehen, um Gesterkrampf &Co Anschauungsmaterial zu liefern, oder schreiben selber den Krampf.

          Es gibt ofensichtlich User, die gleichzeitig auch Moderatoren sind, wie der ominöse „wilhelm“, der sich mal verraten hatte: Er hatte mir vorgeworfen, ich würde mich wiederholen, obwohl die Wiederholungen zensiert wurden.

          Ja, wir leben im Desinformationszeitalter.

        • ät Michael Baleanu und Nick:
          Mh, was Michael sagt, wäre starker Tobak. Wundern würde es mich bei einigen Reportern nicht, weil die häufig in der Tradition der 68er stehen. Und die Werbeflächen fürs Gesinnungspublikum verkaufen müssen.

          Aber bei ZEIT und Tagesspiegel? Da schreibt doch so ein „Rechter“, „Maskulist“, „Antimoderner“ wie Harald Martenstein.

          Daß im ZEIT-Kommentar Pirincci-Töne nicht gelöscht wurden, würde MIchaels Theorie bestätigen. Meine sachlich formulierten Beiträge stehen aber bis jetzt.

        • @ Axel

          Sonderbar ist doch zB, daß man bei solchen Kommentarforen bestimmte Leute nicht findet. Selbst unter anderem Nick sollten die als bekannt auffallen. ZB ein Roslin würde eigentlich leicht zu erkennen sein. Oder ein Leszek oder, oder …

          Gut manche wollen vielleicht nicht, warum wollen und können (teilweise sehr gut sogar, unabhängig ob man jeweils zustimmt) die denn aber zB hier?

          Ich vermute es liegt oft an Löscherfahrungen die diese Leute gemacht haben. Da ist es sinnvoller in den Wald zu gehen und dem erstbestem Baum was zu erzählen …

        • @ Matthias

          *Wollen die Provinzunis in Kassel, Merseburg etc. mondän werden, indem sie den Gesinnungs-Blödsinn der hauptstädtischen Humbug-Uni kopieren?”*

          Sie werden bestochen.

          *Mir kommt mal die gesamte Hochschullandschaft als komplett neben der Spur vor.*

          Die Landschaft wird gepflegt, top-down, von Einflussreiche/Reichen, ganz im Sinner der (post-)modernen Rechts-Links-Verpartnerung.

          Falls man „moderne“ Kapitalisten rechts nennen kann, konservativ sind sie ja nicht, waren Kapitalisten allerdings nie, entgegen landläufiger Meinung.

          *„Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung“ heißt der neue Lehrstuhl am Institut für Angewandte Sexualwissenschaft des Fachbereichs Soziale Arbeit.Medien.Kultur an der Hochschule Merseburg. Berufen wurde dafür zum 2. Mai 2014 Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß. Die Forschungsprofessur wird im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen“ gefördert.

          Seine Dissertation mit dem Titel “ Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“ wurde mit der Übersetzungsförderung „Geisteswissenschaften international“ ausgezeichnet und erscheint 2015 auf Englisch. Die Übersetzungsförderung wird vom Auswärtigen Amt, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Fritz Thyssen Stiftung und der VG Wort vergeben und fördert die Veröffentlichung einer geisteswissenschaftlichen Arbeit zumeist in englischer Sprache.*

          Man sieht: Die Propagandamaschine ist gut geölt. Private-Public Partnership, AA, BMBF, Thyssen-Stiftung, Börsenverein, VG Wort – eine breite Phalanx, die hier „Wissenschaft“ fördert.

          Cui bono?

        • @Axel
          Die Löschaktionen sind ziemlich willkürlich. Da scheinen manchmal nicht die gleichen Personen unterwegs zu sein.

          Die Vorgabe ist aber klar: Möglichst die wirklichen Ursachen kaschieren.

          Daher kann es passieren, dass ein genderkritisches Kommentar am Anfang eines Kommentarstranges nicht durchkommt, weil er leicht zu finden ist, bei 50 Kommentar-Seiten hingegen, wird er auf Seite 30 durchkommen. Auch die Aufspaltung in mehreren Kommentar-Seiten hat die gleiche Ursache: Das Finden schwer machen, die eigentlichen Ursachen für den Unmut der Öffentlichkeit unsichtbar zu machen.

          Was Genderisten löschen, kannst Du hier nachlesen: http://mann-om-man.blogspot.de/2014/08/genderistenstrategien-update.html

          Einen Hinweis auf die Ursache für Breivik’s Entwicklung – seine alleinerziehende Mutter – wird von den meisten Moderatoren radikal zensiert: http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/norway/9592433/Anders-Behring-Breiviks-mother-sexualised-him-when-he-was-four.html

          Das führte zu meinem Rausschmiss bei Freitag, wortlos.

          Zeit hatte mich auch ’ne Weile rausgeschmissen, weil ich es gewagt hatte auf die Weiblichkeit der römischen Rachegöttinnen hinzuweisen. Nach längerem Hin- und Her und haben die mich wieder zugelassen.

          Das Geschäft ist zäh, die Erfolge sind für den Einzelnen mäßig. Wenn wir aber weiterhin ohne Unterlass kommentieren und immer mehr werden, …

          Im Baltikum gab es die „singende Revolution“. Vielleicht schaffen wir die „schreibende Revolution“ ;-).

        • @ Michael Baleanu

          Angesichts der Zustände im Müllstrom (eine fast geschlossene Front links ideologisierter Journalist.I.nnen, die weniger informieren als agitieren und volkserziehen wollen, die ein bestimmtes, dienliches Narrativ durchdrücken wollen als konstruierte „Wirklichkeit“ – auch wenn das noch so sehr der eigenen WAHRnehmung widerspricht) kommt dem Internet und den Kommentaren, so weit sie durchkommen, eine ähnlliche Rolle zu wie dem Samisdat im einstigen, offiziell totalitären Ostblock.

          Das internet ist der Samisdat des „freien“ Westens.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Samisdat

          Es ist allerdings damit zu rechnen, dass, je mehr die Widersprüche aufklaffen und bemerkt werden, die Versuche zunehmen werden, das Internet unter allerlei Vorwänden (Kampf gegen Hate Speech, Schutz von Minderheiten, vor allem der größten „Minderheit“ = DIE FRAUEN, Bekämpfung von Kinderpornografie etc.) unter Kontrolle zu bringen und an die Kette zu legen), dem Müllstrom zu inkorporieren.

          Je wirksamer eine Gegenöffentlichkeit wird, die dem offiziellen Narrativ widerspricht, desto angestrengter werden die Versuche jener, die an einer glaubwürdig-einheitlich durchkonstruierten „Wirklichkeit“ interessiert sind, diese Gegenöffentlichkeit auszuschalten.

          Da mache man sich keine Illusionen.

          Es könnte der Tag kommen, da die Rede von z.B. Geschlechtsunterschieden („Sünde wider das egalitaristische Erzdogma!“) als „Häresie“ verfolgt und geahndet wird, z.B. als Hassrede, als Frauendiffamierung oder dergleichen (Männerdiffamierung ist ja hochoffiziell erlaubt, WHM-Diffamierung sogar politisch erwünscht als Kampf gegen den Klassenfeind).

        • Vielen Dank für den interessanten Breivik Artikel, @Michael. Das die psychischen Probleme seiner Mutter und deren Misshandlung im Prozess nicht thematisiert wurden ist meines Erachtens Rechtsbeugung. Dem Vater das Sorgerecht zu verweigern und den Sohn in der Obhut der Psychopathin zu belassen, zeugt von der völligen Inkompetenz der Sozialämter.

          Deinen frommen Wunsch durch kommentieren in von wohlmeinenden gleichheitsbewegten Gendersens kontrollierten Zeitungen ist meine ich wenig erfolgversprechend. Es schaded aber auch nichts.

        • @ Axel

          „Robert123…, richtig!“

          Dann hatte ich ja doch den richtigen Riecher.

          „Mh, Mist, hoffentlich sind da nicht nur die üblichen Verdächtigen wie wir auf den Kommentarseiten unterwegs. Ich hatte die Hoffnung, daß auch der “Kleine Mann” , also die absolute Bevölkerungsmehrheit, sich zu Wort meldet.“

          Naja, solche Seiten werden natürlich durch Verlinkung in Blogs wie „Genderama“ gefunden, und zwar von den Leuten, die ein besonderes Interesse am Thema haben. Aber man sollte meinen, dass auch andere, die Stammleser von dem Blatt halt, mit dabei sind – eher sogar mehrheitlich.

          „Wenn Gendersens mit ihrer Oberschicht-Polit-Geld- und Meinungsmacht endlich mal Millionen Menschen gegenüberstehen, könnte sich die Demokratie zum zweiten Mal nach ’89 für die Wohlstands-Anarchos zu einer Horrorvorstellung entwickeln. Hehe.“

          Hoffentlich!

          „A propos Oberschicht: Was hälst Du von einem gemeinsamen Selbermach-Samstag zum Thema biopsychologische Ursachen für radikale Ideologien der gesellschaftlichen Oberschicht?“

          Viel, mache ich gern mit! Viel rein investieren an Arbeit kann ich da allerdings zur zeit nicht. Etwas aber vielleicht schon.

          Wenn Du Links/Texte/Ideen dazu hast, poste sie bitte einfach hier in diesem Kommentarstrang. Ich nehme sie dann mit auf in meinen nächsten Selbermach-Samstag.

          „Das ist ein kochendheißes Thema, weil nach meiner bescheidenen Ansicht alle gefährlichen Spinnereien der letzten 150 Jahre von einer kleinen parasitäten reichen und “gebildeten” Schicht ausgetüftelt wurden: Nationalismus, Judenhaß, Rassismus, Kriegsgeilheit (1914), Kommunismus-Anarchismus &Co., Politpädophilie, Genderismus…“

          Weiß nicht, aber auf den Nationalsozialismus und den Genderismus trifft es zu einem gehörigen Prozentsatz zu. Auf den Kommunismus & Anarchismus? Auf Antisemitismus, Rassismus und Kriegsgeilheit? Weiß nicht, keine Ahnung. Kann aber sein, dass das eine Rolle gespielt hat.

          Ein kochendheißes Thema ist es natürlich, wenn die Oberschicht Meinung macht.

          „Hier noch der genaue Link zum Gendersexologie-Studium (von M. Klein):
          http://www.hs-merseburg.de/weiterbildung/berufsbegleitende-studiengaenge/sexologie-m-a/profil/
          Fremdschäm….“

          Jo, Danke!

        • @ Axel und Matthias

          Ich werde Lügenpropaganda und Hetzerei gegen Anarchisten, Anarcho-Kommunisten und Rätekommunisten selbstverständlich nicht unerwidert lassen.
          Freut euch dann also schon mal auf Diskussionen mit mir zum Thema.

        • @ Roslin

          „*Wollen die Provinzunis in Kassel, Merseburg etc. mondän werden, indem sie den Gesinnungs-Blödsinn der hauptstädtischen Humbug-Uni kopieren?”*

          Sie werden bestochen.“

          Klingt realistisch. Wobei „mondän“ werden durch Blödsinn genauso eine eigenartige idee ist wie überhaupt der Gedanke, dass eine Hochschule mondän werden will. Alle Pfui teifi!

          „*Mir kommt mal die gesamte Hochschullandschaft als komplett neben der Spur vor.*

          Die Landschaft wird gepflegt, top-down, von Einflussreiche/Reichen, ganz im Sinner der (post-)modernen Rechts-Links-Verpartnerung.“

          Einer der Gründe, warum ich mich, wenn ich dazu überhaupt die Möglichkeit hätte, davor scheuen würde, Kinder in diese besch*** Welt zu setzen. Denn Kinder haben was besseres verdient als solche Verhältnisse, nicht nur in dem Zusammenhang.

          „Falls man “moderne” Kapitalisten rechts nennen kann, konservativ sind sie ja nicht, waren Kapitalisten allerdings nie, entgegen landläufiger Meinung.“

          Ich glaub eher auch dass nur einige Konservative den Kapitalismus mögen bzw. dass die CDU/CSU viele Kapitalisten in ihren Reihen hat. Aber ursprünglich ist Konservativsein was anderes.

          „*„Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung“ heißt der neue Lehrstuhl am Institut für Angewandte Sexualwissenschaft des Fachbereichs Soziale Arbeit.Medien.Kultur an der Hochschule Merseburg. Berufen wurde dafür zum 2. Mai 2014 Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß. Die Forschungsprofessur wird im Rahmen der BMBF-Förderlinie “Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen” gefördert.“

          Es ist jedenfalls kaum zu glauben, dass so einer mit solchen, aus meiner Sicht hirnrissigen Ideen Prof. werden kann.

          „Seine Dissertation mit dem Titel ” Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive” wurde mit der Übersetzungsförderung „Geisteswissenschaften international“ ausgezeichnet und erscheint 2015 auf Englisch.“

          Ohne pauschla die Geisteswissenschaften zu verteufeln: Wenn man sowas liest, traut man ihnen in der Tat zu, ein komplett unwissenschaftlicher Politaktivistenverein zu sein, der die Hochschulen erfolgreich unterwandert hat.

          „Die Übersetzungsförderung wird vom Auswärtigen Amt, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Fritz Thyssen Stiftung und der VG Wort vergeben und fördert die Veröffentlichung einer geisteswissenschaftlichen Arbeit zumeist in englischer Sprache.*“

          Vom auswärtigen Amt auch noch – nee, man setzt besser keine Kinder in diese besch*** Welt.

          „Man sieht: Die Propagandamaschine ist gut geölt. Private-Public Partnership, AA, BMBF, Thyssen-Stiftung, Börsenverein, VG Wort – eine breite Phalanx, die hier “Wissenschaft” fördert.

          Cui bono?“

          Und deshalb läuft die Lüge dreimal um die Welt, während sich die Wahrheit noch die Schuhe anzieht.

          Zum Kotzen alles!

        • @ Leszek

          „Ich werde Lügenpropaganda und Hetzerei gegen Anarchisten, Anarcho-Kommunisten und Rätekommunisten selbstverständlich nicht unerwidert lassen.
          Freut euch dann also schon mal auf Diskussionen mit mir zum Thema.“

          Na gut, gegen Pluralismus habe ich nun wirklich nichts. Ich habe auch nichts pauschal gegen die Geistenswissenschaften oder speziell gegen Dich.

          Eine Frage vorab: Habe ich hier schon mal irgendwann Lügen über die Geistenswissenschaften oder über Anarchisten usw. oder sonstwem aus dem linken Lager verbreitet? Oder Halbwahrheiten oder sonstwas unseriöses?

          Wenn aus Deiner Sicht ja, lass es mich wissen.

          Es ist nicht meine Absicht, hier gegen irgendwen zu hetzen oder gar Unwahrheiten zu verbreiten.

          Mir selbst geht es ja auch nur um den Feminismus/die Gendersens.

          Kommunismus? Anarchismus? Alles eigentlich gar nicht mein Thema.

          Was Links sein angeht: Gegen den Neoliberalismus bin ich, wie Du Dich vielleicht auch erinnerst, ebenfalls. Ich habe hier schon einige Male die Nachdenkseiten (www.nachdenkseiten.de) weiterempfohlen.

        • ät Leszek:
          (Hat dich oben einer „Leszecke“ genannt? Böse…)
          Du bist also Anarchist, aber Genderkritiker (nach Aussage von anderen Diskutierern)?
          Eine interessante Mischung.
          Ich hatte auf Wiki mal mit einem Genossen ganz zivilisiert diskutiert. Was mir auffiel, war seine absolute Fokussierung auf das Politische. Mit meiner evolutionspsychologischen Kritik (nicht Propaganda) konnte er gar nichts anfangen, weil er die Konzepte nicht kannte.
          Ich freue mich also auf eine heiße sachbezogene Debatte!

        • @ Matthias

          „Eine Frage vorab: Habe ich hier schon mal irgendwann Lügen über die Geistenswissenschaften oder über Anarchisten usw. oder sonstwem aus dem linken Lager verbreitet? Oder Halbwahrheiten oder sonstwas unseriöses?“

          Nein, ich glaube nicht. Im Allgemeinen nehme ich dich bisher diesbezüglich schon als tolerant wahr.

          Bei Axel nehme ich allerdings leider manchmal einen gewissen missionarischen Eifer wahr gegen alles Mögliche zu agitieren, mit dem er sich nie ernsthaft beschäftigt hat und das motivierte mich zu meinem Hinweis.

          „Was Links sein angeht: Gegen den Neoliberalismus bin ich, wie Du Dich vielleicht auch erinnerst, ebenfalls. Ich habe hier schon einige Male die Nachdenkseiten (www.nachdenkseiten.de) weiterempfohlen.“

          Ich weiß, diesbezüglich gibt es sicherlich Übereinstimmungen in unserer politischen Weltsicht.

        • ät Matthias:

          Zur gepflügten Hochschullandschaft: Genau das meine ich ja mit der Oberschicht-Ideologie.
          Die meisten Spinner, seien es nun Anarchos, Genderer, Homöopathen oder sonst was, werden auf den Gymnasien gezüchtet und dann in der Hochschule weiterkultiviert.

          Gibt es bekloppte Klempner, Krankenschwestern oder Verkäuferinnen? Eher nicht. Selbst Stahlarbeiter wählen laut STERN eher CDU.

          Die Bürgerkinder wollen ihre Ideologie natürlich im üblichen Habitat durchsetzen und sich dort außerdem Jobs sichern. Gelangen einige in die Parteien, wird das über die Politik noch potenziert.

          Ich hatte da neulich mal ne Idee: Super-Unis wie zB Berkeley sind ja sehr heterogen: Auf der einen Seite Nobelpreisträger aus den MINT-Fächern, auf der anderen Spinner wie Judith Butler.
          Im kleinen haben wir das auch an den deutschen Vollunis (z.B. Humbug zu Berlin).

          Wie wäre es, die deutschen Unis aufzusplitten? Gesinnungsanstalten wie Bielefeld mit ihrer Sozio-Fakultät (!) machen nur noch GSGW; renommierte Unis wie die LMU München machen nur noch MINT/Medizin und dürfen sich ihrer Spinner entledigen.
          Dann würden die GSGW-Unis schnell Ansehen und Mittel verlieren; und die MINT-Unis wären den Ballast los und könnten ihre Millionen in richtige Wissenschaft stecken.
          Das wäre gerecht.

          Überlege mir noch mehr Diskutierpunkte und Quellen zum Selbermach-Samstag!

          Gruß Axel

        • @ Axel

          „Was mir auffiel, war seine absolute Fokussierung auf das Politische.“

          Vermutlich hat sich der Genosse nicht so stark für die philosophisch-anthropologische Dimension des Anarchismus interressiert.
          Das anarchistische Menschenbild ist aber eigentlich stärker biologisch geprägt als das marxistische oder poststrukturalistische Menschenbild (wobei allerdings auch Marx an eine menschliche Natur glaubte).

          Kropotkin war ja einer der ersten Soziobiologen und Chomsky war sogar wichtig für die Herausbildung der Evolutionären Psychologie.

        • @ Axel

          „Zur gepflügten Hochschullandschaft: Genau das meine ich ja mit der Oberschicht-Ideologie.
          Die meisten Spinner, seien es nun Anarchos, Genderer, Homöopathen oder sonst was, werden auf den Gymnasien gezüchtet und dann in der Hochschule weiterkultiviert.“

          Naja gut, ich selbst habe damals (in den 90ern war das bei mir) das Gymnasium nicht so erlebt (sondern mit anderen, erheblichen Schwachstellen, z.B. mit einer Verabsolutierung klassischer Bildung), aber auf mancher Schule und bei manchem Lehrer kann es so sein.

          Ich habe ja auf der Uni mit Biologiedidaktikern (Die Didaktik war einer meiner drei Schwerpunkte im Hauptstudium.) so meiner Erfahrungen gemacht. Und mit Lehrämtlern.

          Selbst Homöopathen werden auf dem Gymnasium herangezüchtet? Von Biolehrern? Kann sein, denn Biolehrer wissen oft die einfachsten Dinge nicht (z.B. was man unter Kationen & Anionen versteht – kein Witz!) und haben oft eine bestimmte Gesinnung. (z.B. einige lehnen allen Ernstes die Darwin’sche Evolutionstheorie ab, noch andere sind pauschal gegen Gentechnik usw. – und die Genderei predigen einige auch) Also meiner Erfahrung nach. Wäre der Gipfel, wenn sich wirklich von denen einer im Biologieunterricht für Homöopathie ausgesprochen haben sollte.

          Gibt es bekloppte Klempner, Krankenschwestern oder Verkäuferinnen? Eher nicht.“

          Gibt es schon, werden aber nicht von Bildungseinrichtungen oder von bestimmten Lehrmeistern systematisch zum Beklopptsein erzogen.

          „Selbst Stahlarbeiter wählen laut STERN eher CDU.“

          Stahlarbeiter? Laut den „Simpsons“ sind die doch alle schwul… (HA HA HA HA HA)

          Wobei: Die CDU finde ich auch bekloppt. Auch und gerade geschlechterpolitisch. Aber welche etablierte Partei ist heutzutage schon nicht bekloppt?

          „Die Bürgerkinder wollen ihre Ideologie natürlich im üblichen Habitat durchsetzen und sich dort außerdem Jobs sichern. Gelangen einige in die Parteien, wird das über die Politik noch potenziert.“

          Weiß nicht – kann schon zutreffen in vielen Fällen.

          „Ich hatte da neulich mal ne Idee: Super-Unis wie zB Berkeley sind ja sehr heterogen: Auf der einen Seite Nobelpreisträger aus den MINT-Fächern, auf der anderen Spinner wie Judith Butler.
          Im kleinen haben wir das auch an den deutschen Vollunis (z.B. Humbug zu Berlin).

          Wie wäre es, die deutschen Unis aufzusplitten? Gesinnungsanstalten wie Bielefeld mit ihrer Sozio-Fakultät (!) machen nur noch GSGW; renommierte Unis wie die LMU München machen nur noch MINT/Medizin und dürfen sich ihrer Spinner entledigen.
          Dann würden die GSGW-Unis schnell Ansehen und Mittel verlieren; und die MINT-Unis wären den Ballast los und könnten ihre Millionen in richtige Wissenschaft stecken.
          Das wäre gerecht.“

          Ja, vielleicht schon, allerdings kaum durchsetzbar. Wichtig ist jedenfalls, dass alle Wissenschaftler aller Fachrichtungen mehr beweisen müssen, dass das, was sie machen, überhaupt echte Wissenschaft ist.

          Gegen eine seriöse Geisteswissenschaft habe ich ja nichts.

          „Überlege mir noch mehr Diskutierpunkte und Quellen zum Selbermach-Samstag!

          Gruß Axel“

          Ja, ich bin gespannt…

          …Grüüüüüüße auch von mir!

        • ät Leszek:
          Wollen wir uns schon mal ein bißchen warmschreiben? Immer gerne…
          Du hast übrigens recht, ich BIN missionarisch. Ich will Dich zur westlich-parlamentarischen Demokratie bekehren. Am liebsten wär´s mir, wenn Du Anhänger von Dr. Merkel wirst, verlange ich aber nicht unbedingt. SPD wär auch OK.

          Im Ernst: Was Matthias zum Pluralismus schreibt, unterstütze ich voll und ganz.
          Aber dann bitte für alle und richtig. Was revolutionäre Studenten seit ’68 teils treiben, ist das krasse Gegenteil.

          Das aktuellste Beispiel sind ja unsere Genderfreunde, die im top-down-Prozeß (Obrigkeit) ihre privaten Obsessionen durchsetzen wollen.

          Bakuninisten u.ä. haben nicht diese Macht, sind aber nach meiner Ansicht ähnlich ideologisch und gefährlich, weil sie der Gesamtbevölkerung ihre Inhalte aufdrücken wollen.

          Es dürfte in diesem Forum nicht allzu gewagt erscheinen, wenn ich hinter solchen Ideologien den puren Egoismus vermute, was im Gehirn vieler Menschen evolutionspsychologisch angelegt ist.

          Noch so altruistische Revoluzzer haben sich historisch als beinharte brutale Egoisten erwiesen, gleich welcher Couleur.

          Noam Chomsky sehe ich als wohltuende Ausnahme, weil er seine linksextreme Ideologie aus seiner Forschung raushalten kann. In seinen Artikel-Schlagabtauschen mit Pinker habe ich jedenfalls keine Politik bemerken können.

          Zu Peter Kropotkin kann ich nicht viel sagen. Dem Wiki-Artikel zufolge nimmt er wohl eine Mittelposition ein: Ablehnung von Rousseaus Romantik (finde ich gut), aber Beibehaltung des typisch linken naiven Menschenbildes (kaufe ich euch nicht ab).

          Ein schönes Zitat:
          „Altruismus ist die Königsdisziplin der Egoisten“ (Frank Schätzing)

        • @ Michael Baleanu

          „Was Genderisten löschen, kannst Du hier nachlesen: http://mann-om-man.blogspot.de/2014/08/genderistenstrategien-update.html

          Einen Hinweis auf die Ursache für Breivik’s Entwicklung – seine alleinerziehende Mutter – wird von den meisten Moderatoren radikal zensiert: http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/norway/9592433/Anders-Behring-Breiviks-mother-sexualised-him-when-he-was-four.html

          Das führte zu meinem Rausschmiss bei Freitag, wortlos.“

          Das ist alles der Gipfel. Vor allem: im Spiegel jetzt soll es einen Hetzartikel gegen männliche ABs geben, von wegen alle gefährlich, alle potentielle Amokläufer.

          Und wer dann ausspricht, dass Amokläufe noch andere Ursachen haben können wie z.B. eine üble Mutter oder dass es bei Alleinerziehenden Müttern öfter vorkommt (wie Kriminalität allgemein), wird zensiert?

          Verkehrte Welt!

        • ät Matthias:
          Na ja, die linken 68er Lehrer auf meiner Schule waren bis auf einen nicht so schlimm. Mit meinem Deutschlehrer hab ich mich sogar angefreundet, obwohl ich der Klassen-Patriot war! 😉
          Und meine Biolehrerin war super!

          Aber Kinder lernen ja auch gar nicht so viel von Paukern/Eltern. Ehrer von charismatischen „peers“, die großkotzige revolutionäre Ansichten vertreten.

          Mein Provinzgymi war da nicht ganz so wild, aber diejenigen Schüler, die sehr intellektuell und an handfesten Dingen wie Technik uninteressiert waren, haben sich ganz klar linksradikal positioniert (so wie Leszek). Wenn die dann noch ein bißchen Öko-Eso sind und Kohle haben, rennen sie mit ihren Kindern zum Homöpathie-Arzt (stand mal im SPIEGEL).

          Was Du mit Deinen Bio-Didaktikern so erlebt hast, würde mich en détail interessieren. Ich hatte Dir ja von dem ehemaligen Studienkumpel erzählt, der nach seinem Wechsel von Labor-Bio zu Bio-Lehrer plötzlich zu gendern anfing („SuS“-Schölerinnen und Schöler), obwohl Du ihn mit so einem Gesinnungs-Scheiß vorher jagen konntest.

          Gegen Geisteswissenschaften per se habe ich auch nichts. Freunde von mir sind Germanisten. Seriöse Literaturforschung ohne Politgedöns und Diskriminierungssuche bei Goethe, völlig OK!
          Seriöse und fähige Historiker wie Sönke Neitzel (London SE) oder Christoper Clark (Cambridge) – meine Verehrung!

          Wenn sich SoWis und PoWis etc. aber marxistisch geben (Zitat einer Berliner SoWin) und mit Staatsknete ihre Ansichten „beweisen“ wollen, werd ich stinkig.
          Vielleicht kann man mein Unisplitting im Rahmen von „Exzellenzinitiativen“ irgendwann durchsetzen. Angedacht wurde es schon. Es gibt ja keinen rationalen Grund, in jedem Städtlein über 40.000 Einwohnern (Merseburg!) Gender Studies anbieten zu müssen.
          Die Fanatixer können ruhig alle halbzentral in malerische und supercoole Städte wie Hildesheim, Kassel und Bielfeld entsorgt werden….hehe.

          Was ist denn AB?

        • ät Denton:
          Höhö, geiler Artikel. In D-Wiki wär der längst gelöscht oder geentert.

          Das mit den nichtradikalen Ideologen verstehe ich nicht. Wünschelrutengänger?

        • @ Axel

          „ät Matthias:
          Na ja, die linken 68er Lehrer auf meiner Schule waren bis auf einen nicht so schlimm. Mit meinem Deutschlehrer hab ich mich sogar angefreundet, obwohl ich der Klassen-Patriot war! 😉
          Und meine Biolehrerin war super!“

          Ich hatte auf der Schule kaum was mit linken Lehrern oder 68ern zu tun. Ob das ein Vorteil ist? Naja, meine Lehrer hatten haln andere Macken.

          „Aber Kinder lernen ja auch gar nicht so viel von Paukern/Eltern. Ehrer von charismatischen “peers”, die großkotzige revolutionäre Ansichten vertreten.“

          Weiß nicht recht. Vieles wird auch, und sei es erst spät, auch von Eltern und Lehrern übernommen.

          „Mein Provinzgymi war da nicht ganz so wild, aber diejenigen Schüler, die sehr intellektuell und an handfesten Dingen wie Technik uninteressiert waren, haben sich ganz klar linksradikal positioniert (so wie Leszek). Wenn die dann noch ein bißchen Öko-Eso sind und Kohle haben, rennen sie mit ihren Kindern zum Homöpathie-Arzt (stand mal im SPIEGEL).“

          Ich komme aus so einer konservativen Gegen, dass ich auf der Schule kaum mit linken Schülern oder Lehrern konfrontiert war. Hier gab es eher viele Konservative, eher sogar zu viele.

          „Was Du mit Deinen Bio-Didaktikern so erlebt hast, würde mich en détail interessieren.“

          Da brauch ich länger zu – ich merke es mir mal vor für den nächsten oder übernächsten Selbermachsamstag. Ich habe viel erlebt mit denen. Ich schreib dann da mal was zu.

          Und ja: Interessant dürfte es für jeden Biologen sein, wie es in der Biologiedidaktik (und auch in anderen Fachdidaktiken) zugeht.

          So viel vorab: Ich glaube, die Didaktik ist auch stark ideologisiert und zieht die falschen Leute an. Der ganze Bereich Schule/Bildung ist aus meiner SIcht ein ziemlich ideologischer Bereich. Und die Genderei hat bei denen leider auch einen hohen Stellenwert.

          „Ich hatte Dir ja von dem ehemaligen Studienkumpel erzählt, der nach seinem Wechsel von Labor-Bio zu Bio-Lehrer plötzlich zu gendern anfing (“SuS”-Schölerinnen und Schöler), obwohl Du ihn mit so einem Gesinnungs-Scheiß vorher jagen konntest.“

          Daran kann ich mich jetzt nicht erinnern. Aber für einen Dipl.-Biol. ein Ding der Unmöglichkeit. Das ist so, als wenn Schulmediziner für Homöopathie sind.

          „Gegen Geisteswissenschaften per se habe ich auch nichts. Freunde von mir sind Germanisten. Seriöse Literaturforschung ohne Politgedöns und Diskriminierungssuche bei Goethe, völlig OK!
          Seriöse und fähige Historiker wie Sönke Neitzel (London SE) oder Christoper Clark (Cambridge) – meine Verehrung!“

          So in der Art sehe ich das auch. Empirische Sozialforschung KANN auch okay sein. Sofern keine Statistiken gefälscht werden.

          „Wenn sich SoWis und PoWis etc. aber marxistisch geben (Zitat einer Berliner SoWin) und mit Staatsknete ihre Ansichten “beweisen” wollen, werd ich stinkig.“

          Kann ich verstehen.

          „Vielleicht kann man mein Unisplitting im Rahmen von “Exzellenzinitiativen” irgendwann durchsetzen. Angedacht wurde es schon.“

          So weit ich weiß, führt dieser Excellenz-Initiativen-Quak eher zu einer Spaltung zwischen Forschungs- Unis und Unis für die Lehre. Weiß ich aber nicht. Oder zur Spaltung von „Elite-Unis“ und Massenunis. Aber die Genderei ist dann immer noch überall.

          „Es gibt ja keinen rationalen Grund, in jedem Städtlein über 40.000 Einwohnern (Merseburg!) Gender Studies anbieten zu müssen.“

          Nee, aber die sind halt radikal und wollen sich überall etablieren.

          „Die Fanatixer können ruhig alle halbzentral in malerische und supercoole Städte wie Hildesheim, Kassel und Bielfeld entsorgt werden….hehe.“

          Entsorgt? Solange die dort an den Unis Geld verdienen, sind sie immer noch hoch aktiv.

          „Was ist denn AB?“

          AB = Absolute Beginner. Das sind Menschen ohne Beziehungs- und/oder sexuelle Erfahrungen. Fast immer Männchen, Weibchen in unserem Zeitalter nur dann, wenn krank oder ungeoutet homosexuell.

          Wie im Tierreich, da gucken diesbezüglich ja auch vor allem Männchen in die Röhre.

          Ich selbst war lange im Leben AB, bin es aber seit einigen Jahren nicht mehr.

        • @ Axel

          „Das mit den nichtradikalen Ideologen verstehe ich nicht. Wünschelrutengänger?“

          Ich denke dabei an Leute, die sich selbst nicht als radikal, sondern als Vertreter des gesunden Menschenverstandes verstehen und damit ihre persönlichen Präferenzen meinen, die dann gerne als natürlich und damit auch gut dargestellt werden.

        • ät Matthias:
          Ich befürchte, meine kleine gemeine Taktik bezüglich Trennung in MINT- und GSGW-Unis kam nicht so deutlich raus:

          1. Wir schicken alle linksradikalen Gesinnungs-„Wissenschaftler“/Studierendendinnen in unattraktive und abgelegene Städte. Berlin, Leipzig, Köln, München, Dresden, alles tabu.
          Dann werden sich viele Spinner das Studium überlegen. Schwupps, ein paar Gender-Diplomierte weniger, die Titel und Jobs erschleichen können.

          2. Wenn an einer dieser abgelegenen Unis hauptsächlich nur noch GSGW-Zeug gelehrt und „geforscht“ wird, ist das Renommee dieser (Ein-)Bildungsanstalt schnell im Eimer. Die Ideologen können nichts mehr vom Glanz der ernsthaften Forscher abbekommen.

          Beispiel UC Berkeley: Bekannt für Spitzenforschung und die radikalsten Studenten des ganzen Landes.
          Wenn die Nobelpreisträger alle weg sind, was bleibt dann? Faule Radikalinskis, die Radau machen. Fette Studiengebühren, adé…

          Aber ich weiß, alles ein frommer Wunsch. Unsere Unis werden nie zentral organisiert werden, und die Fanatixer sind viel zu gut organisiert, um sich ihre Pfründen wegnehmen zu lassen.
          Seufz…

        • „Immer noch nicht ganz angekommen. Doch nicht etwa Evolutionsanhänger?“

          Natürlich nicht, bin ja selber einer. Ich meine z. B. Leute, die Frauen nicht das Recht auf Berufstätigkeit zugestehen wollen und als Begründung angeben, die Natur hätte sie für die Kinderaufzucht und Hausarbeit geschaffen. Hier wird die Evolution als Vorwand genommen, um Menschenrechte zu beschränken, zugunsten einer vermeintlich natürlichen Ordnung.
          Zur Klarstellung: Das Beispiel richtet sich nicht gegen Anhänger traditioneller Geschlechterrollen.

          „Unsere Unis werden nie zentral organisiert werden …“

          Gut so, sonst hätten es die Fanatiker noch einfacher. Besser wäre es, die Unis zu privatisieren.

        • @Alexander Roslin
          „Je wirksamer eine Gegenöffentlichkeit wird, die dem offiziellen Narrativ widerspricht, desto angestrengter werden die Versuche jener, die an einer glaubwürdig-einheitlich durchkonstruierten “Wirklichkeit” interessiert sind, diese Gegenöffentlichkeit auszuschalten.

          Da mache man sich keine Illusionen.“

          Da mache ich mir garantiert keine Illusionen. Die werden uns Maulwürfe auf den Hals schicken und uns Honey-Potts in die Wege legen, die Organisierungsversuche durch feindliche Übernahmen zunichte machen (siehe Beispiel Piratenpartei), uns gegenseitig anstacheln, Gerüchte streuen und all die sonstigen Mitteln aus den psychologischen Giftküchen der Geheimdienste über uns kippen …

          Ich bin mir sicher, dass diese Satansbrut letztendlich nicht gewinnen wird. Sie ist zu haserfüllt um auf Dauer Bestand haben zu können. Das Böse kann sicherlich sogar eine ganze Weile die Oberhand gewinnen, irgendwann einmal kommen aber die Kinder der Bestien auf andere Gedanken und dann ist der Spuk vorbei.

          Selbst wenn ich es nicht erleben sollte, dass die Lügen vom Gender-Pay-Gap, Frauenquote und männlicher Gewalt gegen Frauen ein Ende nehmen sollten, so bin ich mir sicher, dass der Zeitpunkt kommen wird, wo dieser Schwachsinn Geschichte sein wird.

          Meine Kommentare und Einwände unter den verschiedensten Artikeln, meine Wortergreifungen auf feministisch verseuchte Veranstaltungen, ist keine große Sache.

          Als ich 2005 anfing, das Unrecht gegen Väter und Männer in die Welt zu schreien, da war ich so ziemlich alleine auf weiter Flur. Es fanden sich kaum Kommentatoren unter den Artikeln. Nun sind eine ganze Menge Blogs entstanden und die feministisch verseuchten Artkeln in den Medien mit großer Verbreitung ersticken regelrecht in einer Flut von Gegenmeinungen.

          Wie gesagt, es können Rückschläge kommen.

          Aber die sozialen Zerwürfnisse, die durch den Feminismus mitverursacht wurden, können nicht mehr übersehen werden.

          Wenn selbst eine SPD-Ministerin zugibt, dass die niedrige Geburtenrate ein Problem ist (sonst würde sie sich ja keine Gedanken machen, wie mann die wieder ankurbelt), „Massive Unsicherheiten Schwesig: „Befristete Jobs wirken wie die Anti-Baby-Pille““ http://www.focus.de/finanzen/karriere/massive-unsicherheiten-schwesig-befristete-jobs-wirken-wie-die-anti-baby-pille_id_4065140.html

          dann haben sie es endlich kapiert, dass seit 1977 (Scheidungs-/Familienrechtsreform) ein Bevölkerungsverlust eintrat, der vergleichbar mit den Verlusten des 30-jährigen Krieges ist.

          Es geht in erster Linie um den Bestand des sozialen Systems und dieser wiederum kann nur dann Bestand haben, wenn die Wirtschaft stark genug ist.

          Die Wirtschaft kann aber nur dann stark sein, wenn sie auf starke Familien bauen kann.

          Die Familie kann nur dann stark sein, wenn der Vater genau so stark wie die Mutter ist.

          Der Vater ist aber nur so stark, wie er wertgeschätzt wird: Im „Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz“ von 1995, Artikel I, §6, Abs. 3

          wird der Vater als „Erzeuger“ bezeichnet.

          http://www.familienatlas.de/global/show_document.asp?id=aaaaaaaaaaaieyc

          Der Vater ist also kein gleichberechtigter Partner der Mutter, sondern ein lästiger „Erzeuger“, der nur durch die Gnade der Mutter ein Existenzrecht hat.

          Es wäre schön, wenn nun alle Väter- und Männerrechtler, die verantwortlichen Politiker und gesellschaftlichen Akteure an einem simplen Zusammenhang erinnern würden:

          Wertschöpfung beginnt mit Wertschätzung!

          Den Vater als „Erzeuger“ zu benennen, zeugt von bodenloser Geringschätzung des Mannes und Vaters und von einer unendlichen Blindheit der verantwortlichen Männer, die 1995 ihre dieses sexistische Gesetz unterschrieben hatten: Roman Herzog, Helmuth Kohl, Horst Seehofer und Kanther.

          Es ist wohl unsere Aufgabe, als Männer mit noch einigermaßen intaktem Verstand, die Politik darauf aufmerksam zu machen, dass sie durch Geringschätzung der Leistungsträger in dieser Gesellschaft, die Wertschöpfung in dieser Gesellschaft ruinieren.

          Daher ist die hasserfüllte Ideologie des Feminismus eine Gefahr nicht nur für die Zivilisation, sondern auch für den wirtschaftlichen Wohlstand.

          Ich hoffe sehr, dass die „Erzeuger“-Benennung des Vaters sowohl bei den Linken wie auch bei den Rechten, bei den Katholen, Protestanten, Orthodoxen, Muslimen oder Atheisten auf Empörung stossen wird, denn egal ob links oder rechts oder welcher Religion er angehört: Ein Vater liebt seine Kinder, siehe Robin Williams!

          Er ist niemals ein „Erzeuger“, sondern ein liebender Vater!

          Wenn sich diese Einsicht bei allen Männern durchsetzen würde, Alexander Roslin, dann wäre der Feminismus Geschichte.

          Ich bin der Meinung, dass es berechtigte Hoffnung gibt, dass sich da was ändert. Auch wenn wir beide es nicht mehr erleben werden.

        • @Matthias
          „Und wer dann ausspricht, dass Amokläufe noch andere Ursachen haben können wie z.B. eine üble Mutter oder dass es bei Alleinerziehenden Müttern öfter vorkommt (wie Kriminalität allgemein), wird zensiert?

          Verkehrte Welt!“
          Nicht bei Feministinnen! Da bricht ja deren Weltbild zusammen, wenn mann die Wahrheit ausspricht.

          Allerdings hatte ich ja nicht nur den Artikel zu Breivik verlinkt, sondern auch auf eine weitere Tatsache hingewiesen, die regelmäßig verschwiegen wird:

          Die meisten zitieren den Spruch „Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen.“ EMMA 1986/2, Traumtöchter, Seite 56, Maria-Magdalena Rousseau

          ohne jemals diesen Artikel gelesen zu haben.

          Wer es nicht glaubt kann ja heutzutage diesen Artikel online bei EMMA einsehen.

          Ich habe den Artikel aus der EMMA gelesen. Es ist erschreckend, mit welcher Brutalität feministische Mütter ihre Ideologie durchziehen, obwohl der Sohn sichtbar daran zerbricht:

          „die verschiedensten hinreichend bekannten Entwicklungsstörungen für verunsicherte Kinder, wie Bettnässen, nervöse Ekzeme, Ticks, Sich-total-Zurückziehen“.

          Obwohl diese Mutter also diese Symptome eindeutig als Entwicklungsstörung erkennt, macht sie weiter.

          Das wirklich schreckliche an unserer Gesellschaft ist aber was anderes: Diese empathiefreie Frauen scheinen vollkommene Narrenfreiheit zu haben. Sie haben jahrzehntelang freie Hand gehabt, Unterdrückung statt Erziehung zu praktizieren.

          Denn die Staatsanwaltschaft hat es nicht als Grund für eine Durchsuchung der EMMA-Redaktion gesehen. Die Kindermisshandlung ist OK, die darf ja von einer Mutter ohne Weiteres praktiziert werden.

          Die Autorin des EMMA-Artikels hatte sogar unter Pseudonym veröffentlicht, denn ihr war das Ungesetzliche ihres Handelns bewusst: Sie hatte Angst, dass ihr das Sorgerecht entzogen wird, wenn sie unter Klarnamen schreiben würde.

          Ich finde es aber sehr befremdend, dass sich kaum jemand für das Leiden des Jungen interessiert. Hier nochmal zur Erinnerung:

          „Bettnässen, nervöse Ekzeme, Ticks, Sich-total-Zurückziehen“

          Als Ergebnis der Dekonstruktion der „hegemonialen Männlichkeit“ bei einem pubertierenden Jungen. Wäre er seelisch so instabil wie Breivik gewesen, so wäre er u. U. ein Amokläufer geworden.

          Was hätte die feministische Politik und der feministische Schmierenblätterwald verkündet: Ja, die Männer sind immer so gewalttätig und insbesondere die Männerrechtler …

          Dass er der Sohn der Frau ist, die 1986 in der EMMA ihre Missetaten hat feiern lassen, wird diesen Blindgängern nicht auffallen! Wetten?

          Denn ein Junge, der
          „Bettnässen, nervöse Ekzeme, Ticks, Sich-total-Zurückziehen“
          hat,

          der kann nur eine Memme, ein Schwächling sein, ähnlich den Kriegszitterern des I. Weltkrieges, die als „besonders raffinierte Drückeberger“ galten.

          Diese Welt steckt voller Grausamkeiten. Mann neigt wohl dazu wegzusehen. Dadurch werden sie aber nicht ungeschehen und vergiften unsere Welt.

          Der Freitag hat meinen Beitrag wegzensiert, die Wahrheit über die Grausamkeit dieser Mütter wird sich aber nicht verhindern lassen.

        • @albert
          „Deinen frommen Wunsch durch kommentieren in von wohlmeinenden gleichheitsbewegten Gendersens kontrollierten Zeitungen ist meine ich wenig erfolgversprechend. Es schaded aber auch nichts.“

          Ich würde sagen, es schärft den eigenen Verstand, selbst wenn die eigenen Kommentare nicht veröffentlicht werden. Denn mann bekommt auch andere Gedankengänge, anderer Kommentatoren mit. Damit gewinnt man zusätzliche Argumente, die mann später wieder einbringen kann.

          Diesen Erfahrungsschatz kann mann dann auf feministisch verseuchte Veranstaltungen durch Wortmeldungen nutzen.

          Schön wäre es, wenn auf einer solchen Veranstaltung irgend wann einmal, bei erneuter Zensur und Ignorierung männlicher Wortmeldungen, ein Väter- und Männerrechtler-Chor in einem Flash-Mob „Die Gedanken sind frei!“ anstimmen könnte.

          Ja, ich weiss, es ist ein frommer Wunsch eines frommen Menschenrechtlers ;-).

        • @michael, der emma artikel wurde hier schon diskutiert. ich habe mich mit @muttersheera oder @marenleinchen diesbezüglich gefetzt, die mehr oder weniger meinte, ist doch nicht so schlimm, was regst du dich auf. das widert mich tatsächlich an. es sind dieselben feminist.I.nnen, die herrn brüderles anzügliche bemerkung um mitternacht an einer hotelbar, zum anlass nahmen eine #aufschrei-kampagne über den allgegenwärtigen sexismus und diskriminierung der frau zu inszenieren – mimimi.

          alle versuche dieses verhalten irgendwie rational einzuordnen führen dazu diesen feminist.I.nnen einen veritablen charakterlichen makel attestieren zu müssen. dennoch hofiert unsere gesellschaft diesen personen und das interpretiere ich so wie meister @roslin, als deutlich sichtbare gesellschaftliche zerfallserscheinung.

          wenn man etwas verändern möchte, kommt man hierbei mit wohlmeinender toleranz, entgegenkommen und verständnis nicht weiter. sie müssen bloßgestellt und ausgegrenzt werden – null toleranz.

  3. Nichts wesentliches, diese Woche, aber vielleicht ein nicht ganz uninteressantes Fundstücke:

    http://www.kritische-naturgeschichte.de/Seiten/Uebergroessen/leni-riefenstahl.html

    http://kulturblogs.de/wunderkammer/2012/10/05/faszination-korper-oder-faschistische-asthetik-teil-ii/

    Offenbar beschloss Alice Schwarzer mal, dass selbst Leni Riefenstahl als feministische Heldin zu kategorisieren sei, während ein vergleichbarer Künstler trotz jüdischen Hintergrundes und Flucht aus dem 3. Reich durch sein Geschlecht automatisch zu den Bösen gehört. Halt eine kleine Illustration, in welch finstere Bereiche Lagerdenken und Schwarz-Weiß-Malerei führen können.

    – Ehe wer darauf hinweist: Ja, Fußnote 2 des zweiten Artikels schmeckt auch mir nicht ganz, ob des darin mitschwingenden Tons, Holocaustüberlebende könnten auch ruhig mal damit zufrieden sein, dass es uns leid tue. Aber diese kleine Befremdlichkeit sollte nicht die Berichterstattung der Fälle beeinträchtigen.

    • Die Woche kommt es Schlag auf Schlag. Robin Williams, Lauren Bacall, Peter Scholl-Latour.
      Eine traurige Woche. Mit Williams und Scholl-Latour gehen zwei, die uns Deutsche seit dreißig Jahren und mehr begleitet haben.

      • Mit PSL ist wahrscheinlich der letzte deutschsprachige Auslands-Reporter von Format von uns gegangen. Nachfolger sind „Bild“-Ronzheimer & Co.

        • „Ja, der Scholl-Latour war ein Kaliber, das man so nicht mehr findet.“

          Es ist auch ein bestimmter Typus Mann , der langsam abtritt.
          Die Vätergeneration, in den 20 gern geboren, in den 70 gern im Rahmen der KUlturkampfes hart befehdet.

          Jetzt, wo sie gehen, spürt man, dass sie fehlen werden
          Helmut Schmidt hat vor 25 Jahren mal geäußert, dass die jüngere Generation aufgrund des Wohlstandes nicht mehr ausreichend „gehärtet “ wurde, was natürlich einen Sturm der Entrüstung hervorrief.

          Heute ist übrigens ein weiterer dieser Solitäre mit einer beindruckenden Lebensbilanz verstorben.

          Wolfgang Leonhard, Jg.21, mit der Gruppe Ulbricht 45 aus dem Moskauer Exil nach Ost-Berlin gekommen, später in den WEsten abgesetzt, 1955 seine Abrechnung mit dem Stalinismus: Die Revolution entlässt ihre Kinder

  4. In den USA nimmt der Kampf gegen das Menschenrecht des männlichen Sexdämons auf ein faires Verfahren offenbar immer hemmungslosere Züge an.

    Die Polizei dort setzt schon länger erwachsene weibliche Lockvögel ein, um „Kinderschänder“ im Internet abzufischen. Man hat eigens dafür bereitgehaltene Häuser, in die dann die (angeblich) jugendlich aussehende A das Opfer den Täter lockt. Dort warten dann ca. 10 bewaffnete Cops, die das Sexmonster sofort überwältigen.

    Wahnsinn, das Pummelchen sieht doch nicht wie ein Teenie aus:

    Das geht wohl schon länger so und geht auf das Reality-Freakshow-Format „To Catch a Preadator“ zurück.

    In Florida waren die leicht greifbaren Früchte wohl schon abgeerntet, man hatte aber dennoch offenbar einen dringlichen Bedarf nach erledigten Sexmonstern. Man setzte die Lockvögel auf _Datingportale_ (für.Erwachsene.) an. Es wurden Fotos mit.Ehering. präsentiert, auf denen die Frau nun wirklich nicht wie ein Teenie aussahen. Die „Sexmonster“ wurden sehr offensiv angebaggert und der Hinweis auf das jugendliche Alter war wohl sehr dezent.

    Judd has also refused to release several public records, including the language used by detectives in their posts used to bait suspects and how they responded when the men with whom they were exchanging messages indicated they did not want to speak to an underage girl, even though he acknowledges that the majority of men targeted by the sting do just that. The sheriff has argued that those individuals are still “under investigation,” making them exempt from public record requests.

    http://www.rawstory.com/rs/2014/08/15/report-florida-cops-regularly-entrapped-men-in-sex-predator-stings/

    (Bemerkenswert auch, dass jeder Kritiker zuvor offenbar ausdrücklich betonen muss, dass er wirkliche Sexualverbrecher „von der Straße“ haben will..)

    Man kann nun einwenden, dass dies eben die US-Law and Order – Abteilung sei, mit dem (überwiegend schwarzen, zunehmend aber auch weißen) männlichen Drogendämon werde nicht anders verfahren.

    Allerdings muss man dabei bedenken, dass die ganze Einknastungsorgie mit der aberwitzigen Massenhysterie um den angeblich pervasiven „Satanic ritual abuse“ in den 1980ern erst losging. Da hat man die Pflöcke eingerammt und die Standards gesetzt (oder besser: abgeschafft) Und diese Hysterie wurde sehr Maßgeblich, wenn nicht weit überwiegend, eben vom real existierenden Feminismus angezettelt (Ich erinnere nur an die „Politischen Zahlen“) Die „rape-culture“-hysterie unterscheidet sich da in fast gar nichts.

    Man kann also wohl mit Fug und Recht sagen: This is what a feminist state looks like.

    • Ja, die Sendung ist wirklich krass.

      Das erinnert an den Film „Minority Report“, nur dass in dem Fall die fiktiven Verbrechen nicht nur nicht geschehen, sondern sogar noch provoziert sind. Wenn die Polizei mal etwas konsequenter wäre in dieser Form der „Verbrechensbekämpfung“, hätten sie wohl relativ bald ALLE Menschen von der Straße.

      Der Markt für solche Sendungen, ein nach dem Pranger für den männlichen Sexdämon dürstendes Publikum, kann wohl nur in einer „Rape Culture“ entstehen. #NICHT

      Irgendwo hatte jemand mal diese Parodie hier verlinkt (ich entschuldige mich aufrichtig für die in allen Belangen miserable Qualität):

      • Das erinnert an den Film “Minority Report”, nur dass in dem Fall die fiktiven Verbrechen nicht nur nicht geschehen, sondern sogar noch provoziert sind.

        Ja, es wird faktisch ein (angebliches) _Potenzial_ zu Straftaten bestraft: Wenn die Frau de facto kein Teenie war, dann ist schon der objektive Tatbestand nicht erfüllt. Was eine Abkehr von ganz fundamentalen Werten der westlichen Zivilisation ist. Eine krasse Menschenrechtsverletzung. Was aber eigentlich nur allzu konsequent ist, wenn man mit solchen Begriffen wie „eradicate [child abuse / rape culture / homosexuality“ oder „get the predators off the street“ hantiert. Auf Kritik heißt es dann immer „ask the mother of a murdered child“ (vgl. das Interview mit dem zuständigen Sherriff)

        Wenn die Polizei mal etwas konsequenter wäre in dieser Form der “Verbrechensbekämpfung”, hätten sie wohl relativ bald ALLE Menschen von der Straße.

        Ja. Welcher Mann müsste nicht einen harten Kampf mit sich ausfechten, wenn so ein (buchstäbliches) Jailbait ihn unzweideutig und aggressiv anbaggert? Zumal die Justizhuren gar keine Teenies sind(!)

        Ich behaupte mal einfach, genau darum geht es: Terror. Es kann jeden treffen, sieh‘ bloß zu dass du nicht auffällst.

        Vielleicht meint man, den angeblichen Spieß umdrehen zu müssen? „rape is a conscious process of intimidation by which all men keep all women in a state of fear“? Ob beabsichtigt oder nicht, Terror ist die _Wirkung_

        Auf dem Boden gedeihen solche Mythen wie „rape culture“ natürlich prächtig, in so einem Klima der (realen!) Angst vor schwerer sozialer Ausgrenzung aufgrund unvermeidbarer sexueller Regungen hält man lieber die Klappe.

        „Jedes dritte Mädchen – das haben wir als politische Zahl benutzt! Wir haben Pionierarbeit geleistet!“ (Larondelle) -> „Wir haben es erfunden“

        Der Markt für solche Sendungen, ein nach dem Pranger für den männlichen Sexdämon dürstendes Publikum, kann wohl nur in einer “Rape Culture” entstehen.

        Die Funktion der voyeuristischen Empörungskultur sehe ich zum einen in der Kompensation von Angst vor dem Verbrechen an sich und vor allem in sich, und zum anderen in einer Vegewisserung, dass man nicht zur ausgegrenzten Gruppe gehört. Sowas ähnliches wie Homophobie. Und der „rape culture“-Mythos ist eben Teil dieser Empörungskultur: Durch ein Bekenntnis gegen die angebliche rape-culture kann man sich eben exkulpieren.

        #NICHT

        Natürlich nicht. Kann es einen klareren Beweis dafür geben, dass das Gegenteil vorherrscht? Die angebliche „rape-culture“ ist wohl eher eine „accusation-culture“

  5. Fand ich interessant, da ich es in dieser Deutlichkeit nicht erwartet hätte:

    Mathematische Leistungen haben kaum einen Zusammenhang zur Intelligenz, kognitive Strategien und Motivation sind entscheidend (via SpOn)

    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/cdev.12036/abstract

    Ich habe die Studie nicht im Original gelesen. Ich habe dennoch keinen Zweifel, dass für absolute Spitzenleistungen wie von der just mit der Fields-Medaille ausgezeichneten Iranerin Hochbegabung eine Grundvoraussetzung ist.

    Ähnlich verhält es sich bei Schach, wobei auch hier die Korrelation mit dem IQ sehr gering ist.

    • Motivation ist sicher sehr wichtig
      um etwas zu erreichen, ein Projekt
      auch gegen Widerstände voran zu
      treiben.
      Was man unter kognitiven Strategien
      im Zusammenhang mit Mathe oder
      anderen intellektuellen Tätigkeiten
      versteht, ist mir nicht klar.

      • Das ist doch nun wirklich nicht schwer zu verstehen.

        Es gibt völlig unterschiedliche Lernstrategien, ganz unterschiedliche didaktische Konzepte.
        Schon bei den Grundrechenarten kann man Aufgaben mit ganz unterschiedlichen Strategien lösen, die zu einem gewissen Grad intelligenzunabhängig und auch unterschiedlich effizient sind.

    • „Mathematische Leistungen haben kaum einen Zusammenhang zur Intelligenz, kognitive Strategien und Motivation sind entscheidend“

      Die Steigerung mathematischer Leistungen hat kaum etwas (oder nichts) mit Intelligenz zu tun. Das ist ein Unterschied.

      • Mir ist das im Abstract schon aufgefallen, wollte das auch erst schreiben.
        Allerdings wird der Autor im Spiegel wie folgt zitiert:


        „Es kommt nicht darauf an wie schlau jemand ist, sondern auf die Motivation und wie er lernt“, schreiben Murayama und seine Kollegen im Fachblatt „Child Development“ (Pdf). Nur in jungen Jahren gebe es einen Zusammenhang von mathematischen Fähigkeiten und Intelligenz. Der im Laufe der Jahre erreichte Lernfortschritt werde jedoch allein von der inneren Motivation des Kindes und seiner Lernstrategie positiv beeinflusst. Dass Intelligenz den Erfolg nicht beeinflusse, sei „beeindruckend“, sagte Murayama.

        Ich müsste die Studie mal im Original sehen und auch wissen, wie „Growth“ definiert ist (Noten?).

        So oder so ist es überraschend. Qualitativ und quantitativ (3500 Schüler) wird es wohl eine recht belastbare Studie sein, schätze ich.

        • Ich würde mich nicht wundern, wenn innere Motivation und Lernstrategie positiv mit Intelligenz korrelieren: Wer auf Grund seiner Intelligenz gut in Mathe ist, hat auch eine höhere Motivation, Mathe zu lernen. Gleichzeitig hilft die Intelligenz auch beim Entwicklen besserer Lernstrategien.

        • Ja, natürlich sind diese Variablen korreliert.

          Wie das genau getrennt wurde, müsste ich wie gesagt nachlesen.
          Das werden die Autoren aber definitiv wissen, und wenn die sich so zitieren lassen würde ich dem erstmal eine Menge Gewicht geben.

          Die Motivation für Mathe hängt dann aber schon noch von einer ganzen Menge anderer Faktoren ab als dem IQ.

          Ich denke, dass fokaler vernetzte Hirntypen und überdurchschnittlich gute Exekutivfunktionen dazugehören.

          Gerade intelligente Menschen aus dem weiteren ADHS-Cluster sind sehr oft Underachiever, die meiner Erfahrung nach in Mathe kein Bein auf den Boden kriegen.

        • @ Denton

          *Ich würde mich nicht wundern, wenn innere Motivation und Lernstrategie positiv mit Intelligenz korrelieren: Wer auf Grund seiner Intelligenz gut in Mathe ist, hat auch eine höhere Motivation, Mathe zu lernen. Gleichzeitig hilft die Intelligenz auch beim Entwicklen besserer Lernstrategien.*

          Scheint mir auch dubios. Riecht alles 3 Meilen gegen den Wind (zumindest in Spon) nach Gleichstellungspropaganda.

          In der Regel ist man dort hoch motiviert, wo man gute Erfolge/Leistungen erbringt.

          So wäre es in der Tat ein überraschendes Ergebnis, wenn die Motivation völlig unabhängig vom IQ wäre, weil ein hoher IQ eine hohe mathematische Leistung ermöglicht und eine hohe mathematische Leistung einen hohen IQ voraussetzt.

          Aber es gibt sicher stinkefaule Hochintelligente, die über die Zeit wwesentlich weniger hinzulernen als der nicht sonderlich Begabte, der fleißig ist und sich reinhängt.

          Wer aber mühselig lernt, schwer um das Verständnis dessen ringen muss, was er da lernen soll, der ist oft nicht hoch motiviert, weil wenig Erfolgserlebnisse trotz großer Anstrengung.

        • Riecht alles 3 Meilen gegen den Wind (zumindest in Spon) nach Gleichstellungspropaganda.

          Riecht alles danach, als wenn Studien die sich nicht in dein Weltbild einfügen, dich sehr ärgern und ohne substanzielle methodische Kritik vom Tisch gefegt werden sollen.

          Ich schrieb ja, hohe Leistungen erfordern hohen IQ.

          Eine Korrelation kann dennoch sehr gering sein.

          Wenn zum Beispiel unter den sehr guten und sehr intelligenten Intelligenz kaum noch eine Rolle spielt. Z.B, in einem Mathestudium die Rangfolge der Studenten kaum noch durch ihre Intelligenzunterschiede vorhergesagt wird. Ein mehr an IQ nichts bringt, sondern nur ein mehr an Biss und Begeisterung.

          Und genau danach sieht es aus. Auch im Schach.

        • @ David

          „Wie das genau getrennt wurde, müsste ich wie gesagt nachlesen.
          Das werden die Autoren aber definitiv wissen …“

          Da würde ich mich nicht drauf verlassen, schau´s dir wirklich besser mal an.

          „Die Motivation für Mathe hängt dann aber schon noch von einer ganzen Menge anderer Faktoren ab als dem IQ. “

          Ja, will ich nicht bestreiten.

          „Eine Korrelation kann dennoch sehr gering sein.

          Wenn zum Beispiel unter den sehr guten und sehr intelligenten Intelligenz kaum noch eine Rolle spielt. Z.B, in einem Mathestudium die Rangfolge der Studenten kaum noch durch ihre Intelligenzunterschiede vorhergesagt wird. Ein mehr an IQ nichts bringt, sondern nur ein mehr an Biss und Begeisterung.“

          Stimmt. Ich denke allerdings nicht, dass bei dieser Studie eine Varianzreduktion vorliegt. Aber das ist auch nur Spekulation, solange wir die Details nicht kennen.

        • @ David

          *Riecht alles danach, als wenn Studien die sich nicht in dein Weltbild einfügen, dich sehr ärgern und ohne substanzielle methodische Kritik vom Tisch gefegt werden sollen.*

          Mir scheint es umgekehrt zu sein.

          Der Spon-Artikel hat wohl Deine politischen Vorlieben so gut bedient, dass Du unter Ausschaltung des Verstandes/des Leseverständnisses losgerannt bist und den Unsinn Deiner ersten Einlassung gepostet hast.

          Aber warum sollte gerade ein Psychologe nicht projizieren können.

        • @ Roslin

          „Scheint mir auch dubios. Riecht alles 3 Meilen gegen den Wind (zumindest in Spon) nach Gleichstellungspropaganda.“

          Sie haben eine sehr empfindliches Riechorgan. 🙂

        • Nein, die Aussagen des Autors im Artikel, mit dener er zitiert wird, geben das her.
          Ich selbst habe gleich in meinem Ausgangsposting einschränkungen gemacht, zudem sagte ich, dass ich „überrascht“ bin.
          Die Aussage im Abstract klingt etwas anders, aber auch sie ist letztlich die des selben Autors in Interpretation der Datenlage, die er am besten kennt.

          Inwieweit „Growth“ definiert ist und was eine Rolle spielt, konnte ich mit Denton recht sachlich diskutieren.

          Ich bezweifel, dass du zu so etwas noch in der Lage bist.

          Ich behaupte von mir, kein rigides, festgezurrtes Weltbild zu haben.

          Natürlich bin ich nicht frei von Vorannahmen und Einstellungen. Aber mein Erkenntnistrieb ist intakt und ich bin jederzeit bereit, mich zu korrigieren oder dazuzulernen.

          Das kann ich bei dir nicht erkennen. Ich habe von dir sogar einiges gelernt, dein Weltbild ist für mich sehr interessant, nicht inkohärent, nicht langweilig oder gar zeitgeistig. Aber es ist halt doch sehr sehr eng, mittlerweile für mich allzu vorhersehbar. Weshalb ich schmunzeln muss, wenn ausgerechnet du mir einen „verengten Blick“ unterstellst.

          Dein Erkenntnistrieb scheint seit vielen vielen Jahren abgestorben, was du nur noch brauchst sind Beweise. Beweise deiner „erkannten“, tief drin gefühlten Wahrheiten und ein Ventil der daraus gespeisten Verbitterung.
          Es fügt sich alles zusammen mit deinem Glauben, deiner Haltung zu Frauen, dem Islam und Einwanderungspolitik. Dein Feindbild aggregiert und schmilzt immer mehr zu einem einzigen Klumpen zusammen. Vielleicht wirst du älter, das Differenzieren fällt schwerer, das Bedürfnis nach Komplexitätsreduktion merklich immer größer.

          Weshalb oft auffällt, dass du dir gar nicht erst vorstellen kannst, dass z.B. schlechte Forschung NICHT unbedingt an politischen Motiven liegt. Oftmals haben Flaws ganz andere Gründe als die vermeintliche politische Agenda ihrer Verursacher.

          Was daran liegt, dass dies dein eigenes Mindset ist.

          Die Auswahl der „guten“ und der „politischen“ Studien, die Auswahl guter und „linker“ Psychologen, folgt einem frappierendem Muster.
          Da dir methodische Kenntnisse mangels Ausbildung größtenteils fehlen, kann dein Auwahlkriterium zur Selektion des „wahren“ vom „falschen“ stets nur dein eigenes Wahrheitsgefühl, dein eigenes Weltbild sein.

          Du denkst nicht wissenschaftlich. Du rationalisierst nur gut.

        • @Nachtrag: das zeigt sich auch vor allem immer wieder darin, dass du bestimmte Meinungen und Positionen unterstellst, die überhaupt nicht vorliegen.

          Erst gestern meintest du mir Nachhilfe in Sachen Stereotype Accuracy geben zu müssen. War gar nicht das Thema.
          Aber wer dir widerspricht, der muss ja links sein. Wenn nicht kulturmarxist. Der muss Egalitarist sein, Unterschiede leugnen, die existieren.
          Wer eine Studie über eine geringe IQ-Korrelation postet, ebenfalls. Der muss IQ-Gegner sein. Gleichstellungspropagandist. Alles „Mustererkennung“. Da du Jussim gelesen hast (der einen wichtigen Debattenbeitrag geleistet hat, keine Frage, ebenso wie J. Haidt) brauchst du ja dein Denken nicht mehr hinterfragen. Das macht das Gehirn ja schon von ganz allein, es arbeitet auch ohne Überwachung völlig präzise.
          Du übernimmst alles völlig unkritisch, was dir passt.

          Meine wirkliche Haltung interessiert dich nicht. Oftmals hab ich nicht mal eine. In 9 von 10 Diskussionen argumentiere ich FÜR die Bedeutsamkeit des IQ. Ich forsche zum Teil sogar in diesem Bereich.

          Doch kaum zitiere ich einen Artikel – schwupps, bin ich Teil des Freindbilds.

          Du kannst nur noch politisch Denken. Ich kenne niemanden im Forschungsbetrieb, selbst glühende Anhänger ihrer eigenen Thesen, die so verbohrt und unflexibel sind. Du wärst da in der Tat völlig ungeeignet.

          Obwohl dein IQ sicherlich sehr hoch ist.

        • @ David

          „Mathematische Leistungen haben kaum einen Zusammenhang zur Intelligenz,“

          Dieses Statement war dein Einstieg zum
          Thema Intelligenz.

          Mit deiner Aussage:

          „Fand ich interessant, da ich es in
          dieser Deutlichkeit nicht erwartet hätte“

          Deutest Du zumindest an, dass Du denkst,
          dass dieser Zusammenhang stimmt.

          Dann sagst Du wieder ja
          Hochbegabung ist eine Grundvoraussetzung.

          Ja aber beim Schach spielt IQ keine so
          grosse Rolle

          „Ich schrieb ja, hohe Leistungen erfordern hohen IQ.“

          Dann sagst Du noch, Du seist selber
          in der IQ Forschung tätig.

          Ziemlicher Zickzack-Lauf.

          Why g matters: The complexity of everyday life
          von Linda S. Gottfredson

          http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289697900143

        • @ David

          *Doch kaum zitiere ich einen Artikel – schwupps, bin ich Teil des Freindbilds.*

          Du hast einen Artikel zustimmend zitiert, dessen Aussage Du wie folgt zusammengefasst hast:

          *Mathematische Leistungen haben kaum einen Zusammenhang zur Intelligenz,*

          Das ist so offensichtlicher, hanebüchener Blödsinn, dass sich mir die Zehennägel aufstellen.

          Und dann hast Du noch die Stirn, Dich auf Deine wissenschaftliche Ausbildung zu berufen, ja, was soll ich denn von der halten, wenn Du so in das Thema einsteigst?

          Da kannst Du ja noch froh sein, wenn ich nur annehme, dass politische Ad-hoc-Begeisterung Dein Denkvermögen samt wissenschaftlicher Ausbildung vorübergehend außer Kraft setzte.

          Mit Denton hast Du sachlich diskutiert, weil der Dich auf das Offensichtliche hingewiesen hat.

          So ausgenüchtert setzte das Denkvermögen samt wissenschaftlicher Ausbildung wieder ein.

        • Das mit dem IQ ist auch so ein Unsinn. Er misst halt das was gefragt wird.

          Als Indexmaß für Intelligenz?

          Was genau ist denn das „Intelligenz“? Eine mehr oder weniger transzendente Begrifflichkeit der Interpretation unterliegend.

          Schwammig und breit mit Schwerpunkten abhängig vom Kontext auf den sich die Anwendung bzw. Begrifflichkeit bezieht.

          Ist ein Savant intelligent oder eher Autist mit punktartig fokussierter „Intelligenz“?

          Für echte nicht-Kiddi-Mathe braucht’s ein wenig an gewisser Intelligenz. Da hilft auch kein noch so gutes erklären ab einem gewissen Punkt.

          Heutzutage ist man ja der Meinung es läge meist am Erklären etc.

          Vielleicht muß man nur den 100m Sprint gut genug erklärt bekommen und man kann mit Bolt konkurrieren.

          Oder man ist Feministin. Dann kann sie alles (tun). Ganz einfach.

          Vielleicht war das jetzt nicht intelligent (genug) 🙂

        • Wer aber mühselig lernt, schwer um das Verständnis dessen ringen muss, was er da lernen soll, der ist oft nicht hoch motiviert, weil wenig Erfolgserlebnisse trotz großer Anstrengung.

          Wer sich aber nie reinhängen musste und nie gelernt hat, Lernschwierigkeiten durch Ausdauer und Wille zu überwinden … tja Meister, man kann sich so ziemlich alles zurechtlegen, bis es passt.

          Ob es nun in deinen Schädel will oder nicht: Fleiss, Ausdauer und Zielstrebigkeit sind wesentlicher für den Lernerfolg als dein ominöser g-Faktor. Jetzt komm mir nicht mit der Tautologie, dass der Intelligente (Intelligenz äussert sich ja gerade durch Lernfähigkeit) bei gleichem Fleiss, Ausdauer und Zielstrebigkeit in gleicher Zeit grössere Fortschritte erzielt.

          Kurz zusammengefasst: Wähle zufällig Schüler aus und schau dir die Leistungsstärksten in Mathematik an. Was sind die primären Ursachen ihrer Leistungsstärke? G-Faktor? Nö, Fleiss, Ausdauer und Zielstrebigkeit. Sollte dir als Meritokratieapostel doch eigentlich gefallen.

        • „Schulerfolg = Motivation x Disziplin x Intelligenz. Wenn eins davon wegfällt, ist der Erfolg gleich Null.“

          Weil der Einfluss dieser Faktoren ja
          eben quasi multiplikativ ist, können
          infolge von relativ kleinen Unterschieden
          grosse Differenzen im Endresultat
          entstehen.

        • Einige Einträge erwecken hier implizit den Eindruck, dass wenn der Einfluss des IQs auf die Noten geringer wäre, für diejenigen, die die Rolle der Umwelteinflüsse betonen, irgendetwas gewonnen wäre. Aber auch conscientiousness, psychische Gesundheit und sonstige nicht-IQ-Faktoren, die Motivation, … und letztlich Noten beeinflussen, sind keine reinen Umweltfaktoren, sondern haben ebenfalls eine genetische Basis. David erwähnt weiter oben intelligente Kinder aus dem ADHS-Cluster, die trotz hoher Intelligenz Schulversager bleiben. Aber warum einige Kinder unter ADHS leiden und andere nicht, wird ja wiederum u.a. auf genetische Unterschiede zwischen den Kindern zurückgeführt. Nicht nur bezüglich des IQ sind nicht alle Schüler gleich.

          Und aufgrund solcher Meldungen („Lernstrategie“, klingt ja gut) auf Revolutionen in der Mathematik-Didaktik zu setzen, die Unterschiede abbauen, halte ich für naiv. Vergangen Verbesserungen bei den Unterrichtsmethoden haben nur eins bewirkt: Es wurden zwar alle besser, aber die Unterschiede zwischen den guten und schlechten Schüler wurden noch größer. Je besser der Unterricht wurde, desto größer wurden auch die Unterschiede zwischen den Schülern. Warum sollte das bei zukünftigen Änderungen anders sein?

          Egalitaristen sind ideologische Spinner ohne Empiriebezug. Um das zu zeigen, muss man nicht dem IQ huldigen, es gibt doch noch so viel mehr,…

        • @ Denton

          *Schulerfolg = Motivation x Disziplin x Intelligenz. Wenn eins davon wegfällt, ist der Erfolg gleich Null.*

          So ist es. Mehr als diese Binse kann ich der gehypten Studie nicht entnehmen.

          In Stufe 5 sind die intelligenteren Schüler im Schnitt die besseren Mathe-Schüler, in Stufe 10 auch, Lernfortschritt hin oder her.

          Das wird durch die Bereichterstattung verschleiert.

          Warum?

          Pädagogen (Erziehungspsychologen) an der Arbeit.

          *So Professor Robert Plomin gets a wary look from me as he lopes into the restaurant for lunch: 60-odd, tall in a way a Yank might call ‘rangy’. He has just come from the Department for Education, he says, which for a geneticist is a little like swimming with sharks, because if there’s a group of people who especially don’t want to hear that IQ is highly heritable, it’s teachers.

          ‘Education is the last — well, backwater,’ says Dr Robert with a grin. Then he tells a story about the dark old days of the 1970s when he was young and antagonism to genetics was the norm.

          ‘My very first conference was by this old guy Leon Kamin, the author of a book called The Science and Politics of IQ,’ says Plomin. ‘Kamin came back to academia just so as to stop this pernicious stuff about genetics entering psychology. There were 2,000, maybe 3,000 people. It was dark and he was bald with kinda craggy features. I mean he looked scary. Then he started saying: “We’ve got to stop this talk of genetics now!” And I realised it didn’t matter to Kamin what was true. He believed in what he called “science for the people”, which was what he thought it would be useful for the people to know. I mean, that killed me because it was Kamin and these elite Harvard professors deciding what’s for the people! The idea was that science should serve politics.

          ‘Well,’ Plomin spreads his hands wide, ‘that’s just anathema if you’re doing science — I mean that’s heresy!‘ *

          Education the last backwater – ein Brackwassertümpel, heute, post-68, vornehmlich der Linken.

          *because if there’s a group of people who especially don’t want to hear that IQ is highly heritable, it’s teachers.*

          Quelle:

          http://www.spectator.co.uk/features/8970941/sorry-but-intelligence-really-is-in-the-genes/

          Dort auch zu lesen, wieder Plomin:

          *‘Exactly. So we look at both nature and -nurture to see why. {warum biologische Verwandte einander überzufällig häufig ähnlich sind] At one time people thought family members were similar because of the environment, but it turns out that the answer — in psychopathology or personality, and in cognition post-adolescence — the answer is that it’s all genetic! What runs in families is genetic!’

          ‘I did an adoption study on weight, IQ and cognitive abilities,’ says Plomin, ‘and parents who don’t see their children after the first few hours of life are just as similar in terms of both weight and IQ to them after adolescence as are parents who reared their own kids. And [killer blow] adopted parents are zero similar!’

          ‘Yes, weight is really interesting, isn’t it?’ Plomin says. ‘Because all the theories as to what causes obesity are about family. People keep going earlier and earlier into a child’s life to look for causes, but they need to keep going right back further, into their genes!’

          The most contentious trait of course isn’t weight but IQ. ‘Well,’ says Plomin, ‘familial resemblance for IQ is just due to genetics.’

          So if you’re adopted, your IQ will stay resolutely correlated with your birth parents?[Frage der Journalistin]

          ‘Yes. And the Texas adoption study is one of the best on this,’ says Plomin, ‘because it’s longitudinal — it tracks kids as they grow up. At one time everybody thought that adoptive parents correlated 0.2 to 0.3 with the IQ of their adopted children.’ (A correlation of 1 means that children are exactly like parents, and zero means they are no more alike than a random person.) ‘But nobody noticed that these were just young children!’ says Plomin. ‘The Texas longitudinal study found that by 18, the correlation was zero.’

          It’s another counterintuitive mind-melt. The environment, all that maths coaching and tiger-mothering, can maybe have an effect on a kid’s IQ when he’s young — bump him up a few notches. [Merke: die hier in Rede stehende, von Spon gehypte Studie läuft nur bis 16 = 10. Klasse, nicht bis postadoleszent =18/19/20 ] But as he gets older, his IQ will become ever more closely correlated with that of his blood relatives.

          Genes really have more effect the older you get? Plomin’s face is lit up with interest. ‘It’s such an amazing story, isn’t it? That the heritability of IQ goes up lineally across the lifespan. From 30 per cent to 40, 50, 60 — some people even say it becomes 80 per cent heritable.[der Unterschiede, nicht der individuellen Höhe!]

          ‘Why does it go up? We don’t know, but it’s probable that little early genetic differences become bigger and bigger as you go through life creating environments correlated with your genotype.’ I must look baffled. ‘The simplest way of saying this is that bright kids read more, they hang out with kids who read more.’*

          Das macht mich so skeptisch gegenüber einer Studie, die gefunden haben will, dass der Lernfortschritt völlig unabhängig vom IQ sein soll.

          Sie widerspricht einer Fülle anderer Studen.

          Warum sind Kinder aus Elternhäuser, in denen viel gelesen wird, im Schnitt klüger als Kinder aus Elternhäusern, in denen nicht viel gelesen wird?

          Weil viele Bücher im Haus sind?

          Das wäre die sozialkonstruktivistische/“sozialistische“ („Das Sein bestimmt das Bewusstsein!“) Antwort eines Post-68’er-Lehrers.

          Plomin:

          *‘Sometimes, if you talk to teachers they behave as if it’s books themselves that cause the cognitive development of kids. They say: “See? Books don’t have DNA!” But they don’t consider that the fact that there are books in the house is because the parents are smart and like to read! Oh, it makes me feel as if I’m in Alice in Wonderland!’

          Und hier wird der Teil angesprochen, den die Studie betont: Motivation und Fleiß spielen beim Lernerfolg auch eine bedeutende Rolle, aber eine geringere als die ererbte Begabung:

          *‘We’re talking about IQ, but remember it’s not just aptitude that’s important in a child,’ says Plomin. ‘It’s what I call appetite, just for the alliteration. I mean, conscientiousness, which means things like grit and sticking to it.’

          But isn’t that genetic too?

          ‘So, there’s a genetic component to everything, but it’s a lot less than IQ.’*

          *Certainly Professor Plomin’s enquiries into GSCEs [britischer Schulleistungstest] should be of interest to everyone in this country, because he has no political axe to grind. He’s looked at the GCSE results of over 10,000 twins in the Ted study and will soon be publishing his data.

          And there are several striking results. First, GSCE and IQ only correlate 0.5. Which means GCSEs aren’t a great measure of what we would normally call academic intelligence. [Schulliestungen haben also nur begrenzt mit IQ zu tun, trotzdem ist O,5 immer noch bedeutsam]

          Secondly, GSCE results turn out to be strikingly heritable — 60 per cent, when at that age, 16, IQ is only 40 per cent heritable. So the reason why children’s GCSE results vary is more to do with their genes than their environment.This is utterly at odds with the conventional wisdom. Most supporters of GSCEs imagine that an equal education (teaching the same curriculum to every child) will iron out inherited advantages; in fact, it only makes them more significant.

          Crucially, I suppose, what educationalists of a leftish bent must consider is this: if IQ is measurable (it is) and highly heritable (that, too), then the diversity we see now in exam results isn’t going to melt away. In fact, in the best school, with excellent teachers and rigorous exams, a normal, randomly selected bunch of kids will see a greater spread of results, reflecting their inherited abilities. The little Plomins, rich and poor, will pull away. The other kids’ results will get better too, but the gap will grow.*

          Mittlerweile hat Plomin seine Studie über die 10000 Zwillingspaare veröffentlicht.

          Entscheidender, weil gerade von (linken) Lehrern nicht gerne gehörter Satz aus dem Abstract:

          * The significance of these findings is that individual differences in educational achievement at the end of compulsory education are not primarily an index of the quality of teachers or schools: much more of the variance of GCSE scores can be attributed to genetics than to school or family environment. *

          Quelle (Studie):

          http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0080341#pone-0080341-g001

        • @ Petrus Ignoremus

          *Ob es nun in deinen Schädel will oder nicht: Fleiss, Ausdauer und Zielstrebigkeit sind wesentlicher für den Lernerfolg als dein ominöser g-Faktor. *

          Die Linke (klassisch und/oder kulturmarxistisch) hat’s wohl nicht so mit der Empirie?

          Bohrt lieber Löcher in Scheißkometen, die kein Mensch braucht, deren „Schönheit“ sich nur einer kleinen Expertenschar erschließt.

          Der Petersdom dagegen, der macht Goethe Freude und Oma Karschunke aus Wanne-Eickel auch!

          Nicht mal Kulturmarxisten kann man auf dem Scheißkometen aussetzen.

          Denn das wäre

          1.) unmenschlich und

          2.) gefährlich

          Denn wenn sie schon nichts Sinnvolles zustande bringen, so sind sie doch gewiss fähig – natürlich in bester Absicht, wie üblich! – das Ding zum Absturz zu bringen und die halbe Menschheit auszulöschen.

          Ich weiß zwar nicht, wie sie das fertig bringen werden, aber damn‘ shit – sie können es, wenn sie sonst nichts können, das können sie.

          In bester Absicht, wie denn auch nicht. Sie sind ja so gutherzig.

        • @ Peter

          „Ob es nun in deinen Schädel will oder nicht: Fleiss, Ausdauer und Zielstrebigkeit sind wesentlicher für den Lernerfolg als dein ominöser g-Faktor.“

          Dazu gibt es ja auch interessante neuere Forschungsergebnisse.
          Siehe das aktuelle Buch des Wissenschaftsjournalisten Paul Tough „Die Chancen unserer Kinder: Warum Charakter wichtiger ist als Intelligenz“:

        • @ shockley

          „Egalitaristen sind ideologische Spinner ohne Empiriebezug. Um das zu zeigen, muss man nicht dem IQ huldigen, es gibt doch noch so viel mehr,…“

          Für eine stabile Gesellschaft ist
          ein vernünftiger und realistischer
          und auch fairer Umgang mit Leuten,
          die sich von ihren inhärenten
          Talenten und Möglichkeiten eher
          am unteren Ende der Nahrungskette
          befinden, sehr wichtig.

          How to Help the Left Half of the Bell Curve

          by Steve Sailer

          http://www.isteve.com/How_to_Help_the_Left_Half_of_the_Bell_Curve.htm

        • @Roslin:
          *Mathematische Leistungen haben kaum einen Zusammenhang zur Intelligenz,*

          Das ist so offensichtlicher, hanebüchener Blödsinn, dass sich mir die Zehennägel aufstellen.

          Dass sich dir die Zehnägel aufstellen merkt man. Leute mit weniger ideologischem Furor und mit mehr Erkenntnisdrang (und mit mehr Verständnis dessen, was das Wörtchen „Empirie“ bedeutet) fragen sich, was mit „Mathematische Leistungen“ gemeint ist.

          Die Leistung eines Schülers in der Schule ist in erster Linie eine Lernleistung. Eine Lernleistung beispielsweise im Fach Mathematik ist wiederum eine Intelligenzleistung (außer für Auswendiglerner, die kommen aber hier nicht weit). Insofern ist es kontraintuitiv, dass Schüler mit einem geringerem IQ hier mehr Leistung zeigen.

          Folgerichtig schreiben die Autoren:

          Thus, an intriguing(sic) message from this study is that the critical determinant of growth in achievement is not how smart you are, but how motivated you are and how you study.

          http://larryferlazzo.edublogs.org/2012/12/20/is-this-the-most-important-research-study-of-2012-maybe/

          Wir alle haben die Studie nicht gelesen, und können deshalb kaum einschätzen was genau an Erkenntnis gewonnen wurde.

          Außer Roslin, der weiß auch ohne Kenntnis der Studie dass sie eine „Binse“ ist.

          Die Linke (klassisch und/oder kulturmarxistisch) hat’s wohl nicht so mit der Empirie?

          Sprach der Mustererkennungsempiriker in seiner fühlsicheren Mustererkennungsempirie.

        • Das macht mich so skeptisch gegenüber einer Studie, die gefunden haben will, dass der Lernfortschritt völlig unabhängig vom IQ sein soll.

          Eine völlige Unabhängigkeit wurde nicht behauptet.
          Was du in deinem Eifer vergisst, ist, dass die meisten Menschen mehr oder weniger nahe beim Durchschnitt sind (deine geliebte Glockenkurve). Wer an einem Tag beim IQ-Test etwas unter dem Durchschnitt abschneidet, der ist an einem anderen Tag etwas über dem Durchschnitt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass dein mythischer g-Faktor keine besonders gute Vorhersagen liefert. Leicht nachzuvollziehen, nicht wahr?

          Als alternative Erklärung käme noch die kulturmarxistische Weltverschwörung in Betracht, die verhindert, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

        • @Roslin:

          Eher ist es so, dass deine Feindbildpflege hier deine Lesekompetenz außer Kraft gesetzt hat.

          Mir brauchst du sicher nicht erklären, dass der IQ maßgeblich mit Schulleistungen zusammenhängt.

          Mein von dir zitierter Satz „*Mathematische Leistungen haben kaum einen Zusammenhang zur Intelligenz,*“

          ist quasi die Überschrift meines Postings, wie ich sie (das schrieb ich extra dazu) SpOn entnommen habe. Nicht wortwörtlich, aber so lässt sich der SpOn-Artikel zusammenfassen, und die Zitate des Autors passen dazu.

          Ich habe das IM SELBEN Beitrag mit meinen eigenen Worten direkt relativiert. Zum einen hat es mich „überrascht“, zum anderen, habe ich direkt darunter geschrieben, dass ich mir die Studie erstmal ansehen müsste und selbst durchaus „keine Zweifel“ habe, dass es sehr wohl einen Zusammenhang gibt.

          Im weiteren hatte ich mit Denton diskutiert, wie überhaupt Growth definiert ist und wie das offensichtliche Problem der Interkorrelationen gelöst wurde. Es lässt sich keine einfache Differenz bilden für das Leistungsniveau von jemanden der höhere Algebra betreibt zu einem Schüler, der gerade die Grundrechenarten beherrscht.
          Inwieweit da eine IQ-Bereinigung des grundsätzlichen Leistungsniveaus drin steckt, muss ich mir erst anschauen, vielleicht mach ich das nächste Woche.

          Erstmal war ich verwundert.
          Die Aussagen des Autors sind da erstmal erstaunlich, auch für mich. Dazu kann man feststellen, dass diese Studie (von 2012) ja breit rezipiert wird und hohe Bedeutung zu haben scheint, auch im englischen Google taucht sie sofort auf, wenn man „Math and IQ“ sucht.

          Dass eine Korrelation gering ausfallen kann, auch wenn z.B. überdurchschnittliche Intelligenz Grundvoraussetzung für den Mathe-Leisungskurs ist, wird dir vielleicht klarer, wenn du dich einmal mit Statistik befasst.

          Du solltest vor allem lernen, nicht in jede Aussage politische Motive und Implikationen hinein zu lesen, nur weil dies deinem eigenen Mindset entspricht.

          Ich bin hier schließlich nicht der Ideologe, das bist eindeutig du.

          Mit dem IQ und seinen Korrelationen habe ich keinerlei Probleme. Probleme habe ich nur mit Vereinfachern, die in Studien, die sie kaum verstehen, Dinge hineinlesen wollen, die sie glauben.

          Du hast angedeutet, in Mathe nicht so gut zu sein.
          Dafür habe ich dir auch eine interessante, empirisch fundierte Teil-Erklärung, nach der dir deswegen nicht mal um deinen IQ Sorgen machen brauchst!

          Denn wer, wie du, folgender Aussage stark zustimmt:

          You have a certain amount of intelligence, and you really can’t do much to change it.

          lernt wesentlich schlechter als jemand, der folgender Aussage etwas abgewinnen kann.

          You can always greatly change how intelligent you are.

          Ja, so schließt sich der Kreis. 😉

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17328703?_ga=1.174188322.1647080874.1408271921

          (stimmt nicht immer, ich sehe mich auch näher an erster Aussage und hatte im Mathe-LK 15P)

          @Denton:
          Schulerfolg = Motivation x Disziplin x Intelligenz. Wenn eins davon wegfällt, ist der Erfolg gleich Null.

          Sehr, sehr richtig!

          @Redpill

          Ziemlicher Zickzack-Lauf.

          Deine tägliche Portion Kruger-Dunning gib mir heute.

          Der Zusammenhang ist einfach weit weniger linear, als Polit-Reduktionisten es sich vorstellen und verstehen können.

          @Shockley:
          Aber auch conscientiousness, psychische Gesundheit und sonstige nicht-IQ-Faktoren, die Motivation, … und letztlich Noten beeinflussen, sind keine reinen Umweltfaktoren, sondern haben ebenfalls eine genetische Basis. David erwähnt weiter oben intelligente Kinder aus dem ADHS-Cluster, die trotz hoher Intelligenz Schulversager bleiben. Aber warum einige Kinder unter ADHS leiden und andere nicht, wird ja wiederum u.a. auf genetische Unterschiede zwischen den Kindern zurückgeführt. Nicht nur bezüglich des IQ sind nicht alle Schüler gleich.

          Der genetische Zusammenhang von ADHS ist recht moderat.
          Ich schrieb ja auch selbst, Motivation ist stark exogen beeinflusst.
          Ich bin ganz bestimmt kein Sozialkonstruktivist, der inhärente Dispositionen leugnet. Mir sind die Interkorrelationen völlig bewusst.
          Auch die Varianz des IQ ist übrigens „nur“ zu 50-80% genetisch bedingt.
          Wenn wir die Förderungsbedingungen verändern, verändert sich darüber hinaus diese „unabhängigen“ Faktoren. Wird differentieller gefördert, verringert sich der genetische Anteil der IQ-Varianz und umgekehrt.

          Ich habe aber keine politischen oder pädagogischen Forderungen, um Gottes Willen. Damit kenne ich mich zu wenig aus und es interessiert mich auch wenig. Mich interessieren die pschologischen Grundlagen.

        • @Roslin:

          Eher ist es so, dass deine Feindbildpflege hier deine Lesekompetenz außer Kraft gesetzt hat.

          @ David

          Du hättest dieses Thema nie, nie ansprechen dürfen. An Roslin kommst du bei dieser Thematik nicht vorbei. Er erinnert mich an den schwarzen Ritter ….

        • Korrelation gibt einen LINEAREN Zusammenhang wieder.
          Man nehme ein Excel-Sheet und berechne die Korrelation zwischen x und x^2 (dem Quadrat von x).
          Viel Spass dabei.

      • Immer wenn ich Stränge mal nicht von hinten lese …

        Ja, ist mir auch aufgefallen, dass die Studie nicht aussagt, was David (via Spon) darin zu lesen vermeinte.

    • @ David

      *Mathematische Leistungen haben kaum einen Zusammenhang zur Intelligenz, kognitive Strategien und Motivation sind entscheidend (via SpOn)*

      Das steht da aber nicht.

      Der LERNERFOLG über die Zeit hat kaum einen Zusammenhang mit IQ.

      Wohl aber die mathematische Leistung.

      Zitat:

      * Results showed that the initial level of achievement was strongly related to intelligence, with motivation and cognitive strategies explaining additional variance. In contrast, intelligence had no relation with the growth of achievement over years, whereas motivation and learning strategies were predictors of growth.*

      With the growth!

      Ein fauler mathematischer Hochleister wird trotz hoher Intelligenz nicht viel lernen > geringes WACHSTUM an Wissen/Können über die Zeit.

      Ein mathematischer Minderleister kann mit viel Motivation und Fleiß viel zulegen – und trotzdem weit unter dem Hochintelligenten bleiben.

      Wer aus Wenig Viel macht, legt kräftig zu, wer aus Viel nicht viel mehr macht, legt wenig zu.

      Über den Zusammenhang zwischen absoluter Leistung in Mathematik und IQ ist damit nichts gesagt.

      Es ist aber hohe Intelligenz nötig, um in Mathe wirklich gut zu sein, wie dieser Satz am Anfang der Lernentwicklung auch erkennen lässt:

      * Results showed that the initial level of achievement was strongly related to intelligence*

      Eine Bewegung in Richtung Gleichstellung wäre also nur erreichbar (zwischen hohem und niedrigem IQ), wenn es gelänge, den Klugen zu demotivieren, den Dummen hoch zu motivieren.

      Wenn beide gleich gut motiviert sind und gleich fleißig, bleiben die Unterschiede.

      • Motivation ist nicht rein exogen determiniert.

        Ich habe ansonsten alles schon präzisiert. Auch „Growth“ ist nicht so einfach von der Leistung zu trennen, da anfängliche Leistung in Mathe ja nicht viel wert ist.

        Du wirst es aber sicher besser wissen als die Autoren.

  6. Drüben bei Onyx: Antifeministen und die Sexfeindlichkeit

    Onyx fragt: „Woher kommt eigentlich das antifeministische Gerücht, Feministinnen würden keinen Sex mögen?“

    Selten war jemand so sehr die richtige Person am richtigen Ort wie Leszek in der dortigen Diskussion. Er nervt ja bei Alles Evolution einige Leute mit seinem Theoriewissen (mich nicht); hier ist er ganz in seinem Element und kann differenziert begründen, warum an der Behauptung etwas dran ist und welche Haltung hinter welcher feministischen Strömung steht. Hut ab, Leszek! Es gibt keine schlimmere Feminismuskritik als fundierte!

      • Vor allem hat Leszek eine unglaubliche Geduld.

        Das in der Tat bewunderswert.

        Wenn mir jemand auf:
        – Bezüglich der in den Feminist Sex Wars
        http://de.wikipedia.org/wiki/Feminist_Sex_Wars
        diskutierten Themen wäre Badinter dem sex-positiven Feminismus zuzuordnen (was bei Vertreterinnen eines klassischen liberalen Feminismus allerdings meistens der Fall ist).

        ..mit
        Der Artikel ist irreführend. Denn er geht von der Annahme aus, dass Pornographiekritik gleichbedeutend mit einer negativen Haltung zum Sex ist.

        ..käme, dann hätte mein Tisch einen ordentlichen Bißabdruck und meine Stirn eine fette Platzwunde.

        In fetten Lettern steht im Wikipedia-Artikel: „In den erbitterten Auseinandersetzungen [..] wurde die Einstellung der Bewegung zu Themen wie Sexualität, Pornographie, Sadomasochismus, [..] und andere sexuell orientierte Themen diskutiert, und dass ist so ein Allgemeinplatz, dass man selbst mit den allermeisten Feminstinnen darüber streiten muss.

        Bei einer solchen mühevoll gepflegten Totalignoranz ruhig und sachlich bleiben zu können ist eine bemerkenswerte Leistung.

        • Das Problem ist ja, dass man mit Leuten, die je nach Opportunität Begriffsbedeutungen beliebig ausdehnen und zusammenziehen, keine Debatte möglich ist.

          Wenn die Ablehnung von Heterosex nicht sexfeindlich ist, weil ja lesbischer Sex nicht abgelehnt wird, würde es mich interessieren, ob christliche Fundamentalisten die Sex nur zum Zwecke der Fortpflanzung verheirateter Christen befürwortet, ebenfalls nicht als „sexfeindlich“ gelten sollten. (Mal abgesehen davon, dass ohne Heterosex die Menschheit ausstirbt).

          Oder wirkliche Frauenhasser, die sagen, Frauen seien nur für Küche und Bett gut, nicht als „frauenfeindlich“, weil sie ja nichts gegen Frauen in Küche und Bett haben.

          Das maskulistische Spiegelbild mancher sich objektiv glaubender Feministinnen wäre schon ein „Maskutroll“ der schwereren Gewichtsklassen.

        • Die katholische Kirche und der islamische Staat sind ja auch nicht sexfeindlich.

          Bloß weil man Unzucht kritisiert, ist man noch lange nicht sexfeindlich, merk dir das!
          Richtigen Sex mit „echten Emotionen“ finden die total supi. Da consenten die richtig enthusiastic.

        • (Edit: „und das ist so ein Allgemeinplatz, dass man selbst mit den allermeisten Feminstinnen nicht darüber streiten muss.“)

          Richtigen Sex mit “echten Emotionen” finden die total supi. Da consenten die richtig enthusiastic.

          Genau. Für eine sexfreundliche Haltung kommt es nur darauf an, dass man eine rigide Sexualmoral hat.

        • Wenn die Ablehnung von Heterosex nicht sexfeindlich ist, weil ja lesbischer Sex nicht abgelehnt wird,

          Meinst du, dass man diese bahnbrechende Erkenntnis der Feminismusgeschichtsforschung bei onyx annehmen kann?

          Der Opportunismus liegt schon in der Wahrnehmung, würde ich mal vermuten.

    • Ja, im Außeneinsatz ist Leszek Gold wert.

      Feministinnen werden völlig überrascht von einer Flutwelle ruhig vorgetragener Argumente und müssen feststellen, dass sie nicht mal ansatzweise so viel Ahnung vom Feminismus haben wie er.

      Wobei diese „Margret“, ganz im Gegensatz zu Onyx, auch nicht grade auf den Kopf gefallen zu sein scheint, das muss man sagen.
      Wahrscheinlich hat sie noch die Gelegenheit gehabt (oder genutzt), sich ernsthaft mit Feminismuskritik auseinanderzusetzen, aber ein leichter Gegner war sie trotzdem nicht.

    • Danke für deinen Link und ein großes Kompliment an Leszek (der mir manchmal auch etwas zu überbordend theoretisch schreibt) für seine Ruhe und Stärke in der Diskussion mit diesem ‚Gedankensalat‘.

    • Geldstrafe für eine vesuchte mehrjährige Freiheitsberaubung (Strafmaß lt. StGB: 1-10 Jahre) in Tateinheit mit einer sehr gravierenden falschen Verdächtigung (bis zu 5 Jahre) und einer wohl kaum zu überbietenden Ehrverletzung (bis zu 1 Jahr) sowie einem gravierendem Prozessbetrug (? Jahre)

      Plus die Belohnung, dass die Täterin mutmaßlich de facto das alleinige Sorgerecht erhält, weil das Elterliche Verhältnis – welch Wunder – zerrüttet ist.

      Die 800 Euro Geldstrafe kann sie dann aus dem Betreuungs- und Kindesunterhalt bezahlen des Vaters bezahlen, der dann wohl oder übel seinem Kind die deshalb nicht gekauften Schulbücher darüber hinaus bezahlen muss – wenn er sein Kind liebt.

      Das kann ich nur noch Abschaum nennen.

      • „Geldstrafe für eine vesuchte mehrjährige Freiheitsberaubung (Strafmaß lt. StGB: 1-10 Jahre) in Tateinheit mit einer sehr gravierenden falschen Verdächtigung (bis zu 5 Jahre) und einer wohl kaum zu überbietenden Ehrverletzung (bis zu 1 Jahr) sowie einem gravierendem Prozessbetrug (? Jahre)“

        Als Ergänzung: Es liegt bereits eine vollendete mittelbare Freiheitsberaubung vor (Festnahme durch Polizei).

  7. Selten habe ich so einen Selbermach-Samstag erwartet. Emannzer und derdiebuchstabenzählt, ich möchte Euch virtuell auf die Schulter klopfen. Es hat mir sehr gefallen, was Ihr im Pelzblog in den Kommentaren geschrieben habt.

    Grundtenor: Redefreiheit ist wichtiger als stets einer Meinung zu sein. Wir sollten uns nicht wegen Kleinigkeiten gegenseitig behindern. Das gilt auch für die Leute, mit denen wir häufig im Clinch liegen.

    • Wenn ich einem Tierpfleger sage: „Sei kein Metzger!“ dann ist das auch keine Abwertung der Metzgerszunft.

      Narg. Warum ist Feminismus nur so erfolgreich darin, die dämlichsten Interpretationsmuster zu verbreiten?

    • @graublau
      Ja, nicht dass Frauen/Mädchen generell weniger wert sind, sondern nur wenns draufankommt. Seid einfach alle nicht so Pussy´s dann benutzen wir eure Gruppenbezeichnung auch nicht mehr als Beleidigung! Ganz einfache Kiste!

      • @Maren:
        Ja, nicht dass Frauen/Mädchen generell weniger wert sind, sondern nur wenns Drauf ankommt.

        Dann kommt es aber eben Drauf an. Auf den Kontext. Auf die Wertvorstellung, die hinter der Abgrenzung steckt.

        Feminist Cherrypicking: Man nehme einfach selektiv die Kontexte, in denen tatsächlich eine Geringschätzung von Frauen zum Ausdruck kommt und generalisiere das auf alle Kontexte, auf dass des Skandal des Patriarchates möglichst ubiquitär erscheine. Passiert ganz automatisch und nennt sich confirmation bias.

        Welches Wertesystem steckt denn dahinter, wenn einem Jungen gesagt wir er solle nicht „wie ein Mädchen“ weinen? Man kann das natürlich so deuten, dass das „Mädchenhafte“ den Jungen „entwertet“, weil es sich auf das Verhaltensreperoire eines „weniger werten“ Mädchens „hinabbegibt“. Allerdings nur, indem man diese Haltung bereits voraussetzt. Aus der Tatsache der Abgrenzung vom Weiblichen an sich lässt sich das nicht hereleiten.

        Man könnte ebensogut davon ausgehen, dass es dem Jungen nicht zusteht durch Weinen an Empathie zu appellieren, weil seine Gefühle per se nicht so „hochwertig“ seien wie die eines Mädchens.

        Man kann es auch einfach so deuten, dass gar keine Wertung dahintersteckt, sondern vielmehr einfach nur unterschiedliche Ideale oder Rollen von/für Männlichkeit und Weiblichkeit. Was ich in dem Fall am plausibelsten finde.

        • @nick
          Welche Charaktereigenschaften werden denn meist als „Mädchen“ bezeichnet, bzw. als „typisch Frau“ ? Feigheit, Schwäche, Hinterfotzigkeit, Lügen, Irrationalität, etc.
          Sind nur Frauen feige, schwach, hinterfotzig, verlogen, irrational?

          Und dass da keine Wertung hintersteckt, besonders in den Rollenvorstellungen für Mann und Frau, dass ist das Dümmste, was ich je von dir gelesen hab.
          NATÜRLICH steckt da ne Wertung hinter! Nämlich die, dass das Verhalten für Mädchen/Frauen vielleicht ok ist, aber du bist doch ein Junge/Mann, sowas ist also unter deiner Würde, weil du besser als das bist.

          Was dazu kommt, hatte ich letztens bei redpill angemerkt, wie kommt das denn bei den Mitgliedern einer so genutzten Gruppenbezeichnung an?
          Und da kannst du noch so rationalisieren, es ist scheiße, es suggeriert eine inhärente Minderwertigkeit im Vergleich, eben weil so viele Mädchen sowas immer wieder hören.

          Es ist eigentlich nur eine Kleinigkeit, solche Sachen einfach nicht zu sagen, ich versteh nicht, warum das überhaupt verteidigt werden muss!
          Was fehlt denn wenn du einem heulenden, ängstlichen Jungen nicht mehr sagen darfst, er solle sich nicht verhalten wie ein Mädchen, oder ein redpill David sagen, er würde diskutieren wie ein Weib (Muss ich dazu sagen, dass es klar abwertend gemeint war oder ist das bei redpill klar?)

        • @maren:
          Welche Charaktereigenschaften werden denn meist als “Mädchen” bezeichnet, bzw. als “typisch Frau” ? Feigheit, Schwäche, Hinterfotzigkeit, Lügen, Irrationalität, etc.
          Sind nur Frauen feige, schwach, hinterfotzig, verlogen, irrational?

          Finde ich zu kurz gedacht: Du kannst zu jeder männlichen oder weiblichen Eigenschaft sowohl positive als auch negative analoge Aspekte finden:

          Feigheit -> Besonnenheit, Umsicht, Verantwortungsbewußtsein
          Schwäche -> Anmut
          Hinterfotzigkeit, verlogen -> Diplomatie, Sensibilität, Sozialkompetenz
          irrational -> gefühlsbetont

          Nämlich die, dass das Verhalten für Mädchen/Frauen vielleicht ok ist, aber du bist doch ein Junge/Mann, sowas ist also unter deiner Würde, weil du besser als das bist.

          Wenn Männer und Frauen nach unterschiedlichen Kriterien bewertet werden, dann kann eben Eigenschaft X bei einem Mann als negativ gelten, bei einer Frau aber ohne Weiteres gleichzeitig als positiv. Und umgekehrt. Das sagt nichts über die Eigenschaft an sich aus.

          Wenn ein Junge weint, ist das eines Mannes Unwürdig. Wenn ein Mädchen abgebrühtheit zeigt, ist das einer Frau unwürdig.

          Was dazu kommt, hatte ich letztens bei redpill angemerkt, wie kommt das denn bei den Mitgliedern einer so genutzten Gruppenbezeichnung an?

          Ich würde sagen: Es kommt auf den Kontext an. Natürlich kann das auch tatsächlich abwertend gemeint sein, insbesondere, wenn so universell menschliche Tugenden für ein Geschlecht monopolisiert werden, das geht aber auch anders herum.

          Vgl. „male tears“ – Das ist keineswegs „Ironie“, sondern fügt sich nahtlos in das Daly’sche Programm zu Abwertung des Männlichen und Aufwertung des Weiblichen ein: Es steht dem Mann nicht zu zu weinen, weil die dahinterliegenden Gefühle keinen Wert haben.

          Es ist eigentlich nur eine Kleinigkeit, solche Sachen einfach nicht zu sagen, ich versteh nicht, warum das überhaupt verteidigt werden muss!

          In aller Regel finde ich sowas auch nicht angebracht, allerdings wehre ich mich gegen die Deutung, dass jeder Spruch in die Richtung per se „frauenfeindlich“ ist. Das zeugt von dem nmE hochgradig falschem (u.a.) Daly’schen Weltbild, demzufolge Weiblichkeit in unserer Welt immer und überall als minderwertig betrachtet wurde und wird. In Anbetracht die schieren Wertlosigkeit so manchen männlichen Lebens ist das ein erbärmlicher Hohn.

          Außerdem halte ich rein gar nichts von sprachlicher Korrektheit.

          Die gröberen Kaliber sollte man tatsächlich sein lassen, wenn man nicht der Meinung ist dass „Pussies“ etwas verachtenswertes sind.

          Wenn ich aber zu meinem Kumpel „sei kein Mädchen“ sage,dann geht dich das eigentlich gar nichts an.

        • Was fehlt denn wenn du einem heulenden, ängstlichen Jungen nicht mehr sagen darfst, er solle sich nicht verhalten wie ein Mädchen

          Würde ich _niemals_ sagen, ich heiße nicht Jessica Valenti.

        • oder ein redpill David sagen, er würde diskutieren wie ein Weib

          In erster Linie ist das ein (sehr billiges) ad-personam auf die Geschlechtsidentität Davids. Natürlich beinhaltet das die Aussage, dass in die Schublade „Weib“ passende Weiber „so“ diskutieren, und das kann man auch ohne Weiteres so verstehen, dass alle Weiber so diskutieren. Kurz: Es ist latent beleidigend. Macht man nicht, völlig d’accord.

          Andererseits gibt es die Geschlechter und dabei dem anderen Geschlecht auffallende stereotype Verhaltensweisen. Du kannst es den Menschen unmöglich verbieten, dafür eine Sprache zu finden. Natürlich ist es besser, dafür weniger generalisierende Ausdrücke zu finden, sonst bringt man eine allgemeine Missbilligung zum Ausdruck. Ich würde z.B. eher sagen: „Du diskutierst wie eine schlechtgelaunte Zicke“

          Aber hör‘ dich doch erstmal um, was bei Frauen so Standard ist. Ist aauch nicht besser.

  8. David hat es schon kurz angedeutet:

    Die in diesem Jahr verliehene Fieldsmedaille („Mathematiknobelpreis“) teilen sich 4 Wissenschaftler, darunter zum ersten Mal in der Geschichte der Preisverleihung eine Frau, die Iranerin Maryam Mirzakhani, die in den USA lebt, forscht und lehrt (Stanford, was STEM-Fächer angeht die mittlerweile wohl beste Uni der USA).

    Sprechendes Bild von ihr: eine sehr hübsche junge Frau, allerdings, weniger überraschend, von recht jungenhaftem Zuschnitt, dem eines zarten Jungen:

    Ihr Fingerlängenverhältnis interessierte mich.

    Als „Biologist“ (und Mann) rede ich über ihr Aussehen, denn das fällt mir auf (ja, ich finde sie schön, leichte Schwermut in den Augen und im Gesicht, das zieht mich an).

    Über ihre sicher beeindruckenden mathematischen Leistungen kann ich nicht reden, denn ich verstehe nicht einmal ansatzweise, was sie überhaupt macht („Dynamik und Geometrie Riemannscher Flächen“).

    Die 37-jährige hat als Jugendliche schon 2 Goldmedaillen bei Mathematikolympiaden gewonnen.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Maryam_Mirzakhani

    • @Roslin

      Die Gute hat z.B Formeln für das Volumen von Moduli Räumen Riemannscher Flächen bzw. elliptischer Kurven mit bestimmten Genus gefunden. Etwa wie Witten und Kontsevich sie im Hinblick auf Superstrings entdeckt haben.

      Komplexe Geometrie wie sie dort wichtig ist. Auch in Richtig Metriken und Geodäten von Teichmüller Räumen. Und einiges im Hinblick auf die Arbeit von Thurston.

      Ziemlich Hot Stuff. Ist verdient.

      • Hmm, mir schwer verständlich:
        „Volumina von Modulräumen Riemannscher Flächen“ – das sind nach meinem Verständnis Llassen einander isomorpher Mengen auf Riemannschen Flächen – klar wegen Isomorphie reicht es ja die Volumina für einen Repräsentanten einer Klasse gleichartiger Riemannscher Flächen zu haben.
        Hierfür Volumina bestimmen – das sind Maße (= Reellwertige Funktionen auf Mengen mit einer Sigmaalgebra), oder wie soll sonst ein Volumen bestimmt werden?
        Oder gibts hier besondere Funktionale oder algemeienere Strukturen die die Zuordnung einer Zahl zu solchen Mengen erlauben?
        Elliptische Kurven sind ja auch im Komplexen darstellbar sofern man noch die Singularität „extra“ hinzufügt.

        Irgendwas zwischen Kryptologie und Relativitätstheorie fällt mir da in den Anwendungen ein.
        Mir irgendwie völlig fremdartige Gebiete. Ich habe Funktionentheorie nie besonders gemocht.

      • Das gemeinte „Volumen“ ist eine gewisse Integralform (ein Skalarprodukt) bezüglich einer Metrik (=Abstandsfunktion) auf Riemannschen Flächen (= genauer deren Moduli, weil es unendlich viele gleichartige=isomorphe Flächen im Komplexen geben kann.

        Es wird also kein „Volumen“ im maßtheoretischen Sinne angegeben, sondern eine Integrationsmethode samt formelmäßiger Bestimmung des Integrationsergebnissen auf völlig verdrehten Oberflächen (Spiralen, Torii, „Hosen“-beinen u.ä.) angegeben, wobei diese Oberflächen durch u.a. durch elliptische Kurven gegeben sind.

        Sehe hier z.B.:
        http://www.ms.unimelb.edu.au/documents/thesis/YiHuang.pdf

        • Also in Kurzform: Maryam Mirzakhani bekommt die Fieldsmedaille weil sie Formeln für die Bestimmmung von Weglängen, Flächeninhalten und Volumina auf Klassen von seltsamen Oberflächen entdeckt hat udn dabei so nebenbei ein ganzes Kalkül geschaffen hat um mit diesen Formeln rechnen zu können.

      • Das vom Martin Hairer verstehe ich besser – einfache Approximationen für stochastische partielle Differentialgleichungen
        und Entdeckung von Regularitätsbedingungen um diese anwenden zu können. Z.B. Wie brennt ein Waldrand ab?

    • @roslin
      Für dich sehen Frauen auch nur dann jungenhaft aus, wenn es dir in den Kram passt, oder?
      Große Augen, hohe Wangenknochen, schmaler Kiefer. Wurde das hier nicht immer und immer wieder als das nonplusultra Östrogenbombigste überhaupt beschrieben?

  9. Die Folgen des realitätsfremden Egalitarismus für Egalitaristen und den Rest der Steuerzahler:

    *The ongoing—and, by design, never-ending—quest for equality provides job security for those who seek to raze the towers of inequality and make the whole world horizontal. They almost exclusively use phantasms such as “equality” and “social justice” as excuses to expand the government and pad their paychecks to help solve this pesky, impertinent, and seemingly insoluble riddle of inequality. Those who profit from this mission cling to the ludicrous notion of innate equality with a cognitive dissonance forged in iron. After all, it justifies their jobs. They’ve seen the Promised Land—in their heads, at least. They may not get there with you, but at least they’ll retire on a fat pension.

    Communism’s disasters apparently weren’t enough of a lesson. The levelers claim they’re trying to uplift, but instead they’re causing a rancid downdraft. Downward they push, all the way to the lowest common denominator, trying to cram a dumb peg into a smart hole.*

    Jim Goad klärt auf:

    http://takimag.com/article/leveling_the_playing_field_with_explosives_jim_goad/page_2#axzz39iqEqyal

  10. Wie lange wird es dauern, bis das

    * “Men were executed in the streets, women were kidnapped and raped,” he said, describing the Islamist takeover. “When we are captured, they kill us immediately, and they take our women.”

    auch zu uns kommt?

    Quelle:

    http://www.bloomberg.com/news/2014-08-06/yezidis-flee-execution-in-iraq-after-militant-gains.html

    Ist es „rechts“, das zu fragen im Angesicht von Kreuzigungen, Massenmord, Massenvergewaltigungen, Massenfolterungen durch islamistische Gotteskrieger im Irak und in Syrien?

    Die übrigens bis dato ihren Siegeslauf fortsetzen.

    Die irakische Armee, für teuer Geld von den USA ausgerüstet und geschult, läuft einfach davon, überlässt den Islamisten die schönen neuen US-Waffen.

    Wie praktisch.

    Das überrascht mich nicht (in Afghanistan werden wir bald Analoges erleben).

    Nicht erwartet habe ich allerdings, dass offenbar sogar die eisenharten, kampferprobten Kurdenmilizen nicht standhalten können.

    Ca. 400 Islamisten aus der BRD kämpfen bereits in Syrien/Irak (laut BND, gerade im Radio gehört).

    Ist es also „rechts“, zu fragen, wie lange es dauert, bis das nach Europa/Deutschland schwappt angesichts wachsender islamischer Minderheiten und einer anrollenden Massenflucht aus Nordafrika/dem Nahen Osten über’s Mittelmeer nach Europa hinein.

    Soll niemand sagen können, er habe von nichts gewusst, er sei „überrascht“, wenn es soweit kommt.

    Und bei uns ereifern sich Gutmenschen über die Frage, ob es erlaubt sei, die Kurden durch Waffenlieferungen zu unterstützen.

    Die kämpfen wenigstens.

    Im Gegensatz zur irakischen Armee.

    Und unseren Gutmenschen.

    • * “Men were executed in the streets, women were kidnapped and raped,” he said, describing the Islamist takeover. “When we are captured, they kill us immediately, and they take our women.”

      So wie es seit Äonen schon immer
      vorgekommen ist. Ein Stamm überrennt den
      anderen, aber um sich in Zukunft zu
      behaupten braucht Mann Reproduktion,
      also Frauen, möglichst jung.
      Also klaut Mann sie oder greift
      zusätzlich zu etwas „moderneren“
      Mitteln der Beschaffung.

      http://www.debilder.com/politik/ausland/isis/gruendet-heiratsvermittlung-37021924.bild.html

      Wir schauen ungläubig zu und reden
      uns ein, dass uns das Ganze nichts
      angeht.

      • @ ich³

        Warum sollte ich mich bei der irakischen Armee bewerben?

        Wenn ich noch erleben sollte, dass sich hier, in meiner Heimat eine ISIS oder Vergleichbares bildet und ich noch jung und gesund genug sein würde, dann würde ich kämpfen, denn es ginge um mein Überleben, das Überleben meiner Lieben und das der Kirche, der ich anhänge.

        Gutmenschen hierzulande kämpfen nicht nur nicht im Irak, sie opponieren obendrein dagegen, die, die um ihr Überleben kämpfen MÜSSEN mit tauglichen Waffen auszustatten.

        Wenn Freiwillige aus diesem Lande in den Irak/nach Syrien ziehen, um zu kämpfen, dann sind das keine Gutmenschen, sondern Islamisten, immerhin angeblich bereits ca. 400.

        Überdies lasse ich gerne Feminist.I.nnen, die ja wie ihre diversen Twitterkampagnen zeigen, besonders energische und hochmotivierte Bekämpfer.I.nnen des Patriarchates sind, den Vortritt beim Freiwilligeneinsatz für die gute Sache im Irak.

        Bevor ich mich als Mann dem Vorwurf aussetze, nur meiner inhärenten Gewaltgeilheit Folge leisten zu wollen, bleibe ich lieber friedlich hinter dem Vorhang.

        Ist ja (noch) nicht meine Gesellschaft, die auf dem Spiel steht.

        Wobei diese Gesellschaft auch immer weniger „meine“ Gesellschaft ist.

        Sollen also vor allem die sie verteidigen, die von ihr gefördert und privilegiert werden.

        Ich bin nur noch zur Verteidigung meiner VITALEN Interessen entschlossen.

        Das Überleben einer verrottenden, dekadenten Kultur gehört nicht dazu, mit der kann ich mich nicht mehr hinreichend identifiziren, um für sie meine Gesundheit oder gar mein Leben zu riskieren.

        Das soll der Adel machen, dazu wurde er berufen und privilegiert.

        Ich muss warten, um diesen Mangel an Motivation zu überwinden, bis ISIS & Co vor meiner Haustür auftauchen.

        Dass es dann u.U. zu spät sein könnte – nun gut, das Risiko sehe ich.

        • Roslin

          „Gutmenschen hierzulande kämpfen nicht nur nicht im Irak, sie opponieren obendrein dagegen, die, die um ihr Überleben kämpfen MÜSSEN mit tauglichen Waffen auszustatten.“

          Wer sind denn diese Gutmenschen?

          „Waffenlieferungen werden in allen im Bundestag vertretenen Parteien kontrovers diskutiert. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir zeigte sich im „Handelsblatt“ offen dafür: „An erster Stelle steht dort zweifelsohne massive humanitäre Hilfe. Aber auch Waffenlieferungen im Rahmen des rechtlich Möglichen können wir nicht von vornherein ausschließen, wenn die Bundesrepublik konkret gefragt wird.““

          http://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.deutschland-gruenen-chef-oezdemir-fuer-waffenlieferungen-an-kurden.3335868d-7948-4bc9-a2d8-537d00988be8.html

          Übrigens ist es etwas irritierend, ISIS gehört(e) doch in Syrien zu den Guten 😕 und jetzt sollen das plötzlich die Bösen sein?

          Und warum unternimmt der Westen nichts gegen die Unterstützer von ISIS – Saudi-Arabien und Katar? Weil die auch die Guten sind? Fragen über Fragen.

          Ist auf jeden Fall etwas komplexer, als dass ISIS wegen der Gutmenschen strak geworden ist.

        • Wer sind denn diese Gutmenschen?

          Oh, da muss ich jetzt Roslin aber zustimmen, da gibt es wirklich einige. Käßmann, Trittin, die gesamte Linke und die sogenannte „Friedensbewegung“.
          Für Leute die Schwachsinn raushauen wie „da gibt es schon genug Waffen“ ist das Wort „Gutmensch“ wirklich noch sehr geschmeichelt.

          Übrigens ist es etwas irritierend, ISIS gehört(e) doch in Syrien zu den Guten 😕 und jetzt sollen das plötzlich die Bösen sein?

          Da würde mich jetzt eher interessieren, wer denn jemals ISIS zu den Guten gezählt haben soll. Die Islamisten und Djihadisten waren ja der Grund, warum letztlich in Syrien nicht eingeschreitten wurde, es war zu zersplittert und intransparent.

          Und warum unternimmt der Westen nichts gegen die Unterstützer von ISIS – Saudi-Arabien und Katar? Weil die auch die Guten sind? Fragen über Fragen.

          1. das tut er. Das sind Privatiers, deren Konten international gesperrt wurden. Außerdem wird nun von der UN Druck auf die Regierungen ausgeübt, diese Leute zu verfolgen. Diese Regime dort haben sicher kein Interesse an einem islamischen Terrorstaat dort.

          Ist auf jeden Fall etwas komplexer, als dass ISIS wegen der Gutmenschen strak geworden ist.

          Nicht nur, aber auch!

        • „Die Islamisten und Djihadisten waren ja der Grund, warum letztlich in Syrien nicht eingeschreitten wurde, es war zu zersplittert und intransparent.“

          AFAIK war der Grund das Veto Russlands und Chinas. Hast du eine Quelle für deine These? McCain hat sich ja sogar mit islamistischen Djihadis ablichten lassen:

          In der Berichterstattung wurde lange geleugnet, dass es überhaupt andere Kräfte als aufrechte Demokraten im Widerstand gegen Assad gebe.
          In Libyen gab es ja übrigens auch kein Problem damit, Islamisten gegen Gaddafi zu unterstützen.

          „1. das tut er. Das sind Privatiers, deren Konten international gesperrt wurden. Außerdem wird nun von der UN Druck auf die Regierungen ausgeübt, diese Leute zu verfolgen.“

          Dafür hätte ich auch gerne Belege.

        • @ichichich:

          Hast du den Bürgerkrieg überhaupt verfolgt?

          DIe ISIS hat Unmengen von (amerikanische) Waffen von der irakischen Armee erbeutet, als sie Mossul überrannten und Malikis Leute vor Angst geflohen sind.

          AFAIK war der Grund das Veto Russlands und Chinas. Hast du eine Quelle für deine These?

          Ich bitte dich. Die Amis lassen sich doch nichts von der UN vorschreiben, die aktuellen Einsätze finden ja auch mal wieder ohne UN-Mandat statt. Das ist keine „These“, sondern lässt sich überall nachlesen in den Aussagen von Obama, der sich entgegen der Einschätzung einiger westlicher Politiker, hoher Militärs und auch seines Außenministeriums gegen einen Einsatz entschied, weil die Opposition zu heterogen und zersplittert war/ist.

          McCain hat sich ja sogar mit islamistischen Djihadis ablichten lassen:
          http://www.wimduzijn.nl/mideast/mccain_syria.jpg

          Ja, angeblich soll auf dem Foto ja sogar Al-Baghdadi sein. Also wirklich, das sind übelste Verschwörungstheorien. McCain wusste doch nicht wirklich, wer das war. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Amis mit einer radikalen wahabitischen Terrororganisation kooperieren, von denen sich selbst Al Qaida (aus denen sie hervorging) distanziert hat.
          Das hat eben letztlich mit dazu geführt, dass man Assad gewähren ließ.
          Dazu trug sicher auch bei, dass im Westen eine starke Ablehnung gegen weitere westliche Beteiligungen in dieser Region herrschte.
          Tja, und dieses eine Mal wäre es bitter nötig (gewesen), aufgrund der Hoffnung auf eine „friedliche Lösung“ konnte ISIS das Machtvakuum füllen und ein grausames Kalifat errichten.


          In der Berichterstattung wurde lange geleugnet, dass es überhaupt andere Kräfte als aufrechte Demokraten im Widerstand gegen Assad gebe.

          Das sehe ich nicht so. ISIS, al Qaida und al Nusra gibt es dort schon seit Jahren und das konnte man auch in den Medien lesen. Man hat sicher auch die schlechte Entwicklung des arabischen Frühlings im Hinterkopf gehabt.

          Dafür hätte ich auch gerne Belege.

          Findest du überall, sind ganz aktuelle Berichte. Wenn dann müsstest du Belege bringen, dass die saudische oder qatarische Regierung IS unterstützen. Naturgemäß haben sie daran kein Interesse, auch wenn das wahabitische Staaten sind. Das sind Verbündete des Westens und jetzt haben sie ein Terrorregime vor der Haustür. Warum sollten sie das wollen?

        • Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass deutsche, ja, Gutmenschen eine deutliche Mitverantwortung am Massensterben in Syrien haben. Die Amis wollten nämlich letztes Jahr intervenieren und haben sich nach einer „coalition of the willing“ umgeschaut, aber just im deutschen Bundestagswahlkampf wollte davon bei uns natürlich niemand was wissen. Die CDU hätte den Wahlsieg riskiert.

          Inzwischen sind fast 200.000 Menschen jämmerlich kreppiert und es werden immer mehr.

        • @ David

          „Hast du den Bürgerkrieg überhaupt verfolgt?“

          Hast du?

          „DIe ISIS hat Unmengen von (amerikanische) Waffen von der irakischen Armee erbeutet, als sie Mossul überrannten und Malikis Leute vor Angst geflohen sind.“

          Einmal ist der IS nicht nur im Irak tätig, sondern auch in Syrien. Wenn sich das auf die Sturmgewehre bezieht, diese sind sicher nicht aus dem Irak, sondern wahrscheinlich entweder aus Tunesien oder aus Saudi-Arabien (in SA wird das AUG ebenfalls benutzt, als Ergänzung zu JC Denton).

          „Ich bitte dich. Die Amis lassen sich doch nichts von der UN vorschreiben, die aktuellen Einsätze finden ja auch mal wieder ohne UN-Mandat statt.“

          Hast du verfolgt, was in Libyen mit der „Flugverbotszone“ passiert ist?
          Natürlich gab es (nicht nur einen) Versuch, ähnlich mit UN-Mandat in Syrien zu agieren.

          Russia, China veto U.N. Security Council resolution on Syria

          http://www.reuters.com/article/2012/07/19/us-syria-crisis-un-idUSBRE86I0UD20120719

          „Das sehe ich nicht so. ISIS, al Qaida und al Nusra gibt es dort schon seit Jahren und das konnte man auch in den Medien lesen. “

          Meinst du in dem ersten Artikel, wo von träumenden „sunnitischen Demonstranten“ die Rede ist? „Das Manko der oppositionellen Kräfte in Syrien ist ihre Uneinigkeit. Vor allem die Exilopposition strebt eine demokratisch-pluralistische Gesellschaft an, viele sunnitische Demonstranten im Inland träumen jedoch von einem islamistischen Regime.“

          Assads Krieg gegen sein Volk – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Assads-Krieg-gegen-sein-Volk-id19233006.html

          http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Assads-Krieg-gegen-sein-Volk-id19233006.html

          http://www.sueddeutsche.de/politik/militaeroffensive-in-syrien-assad-fuehrt-krieg-gegen-sein-volk-1.1107690

          In diesem Artikel wird die Existenz von „bewaffneten Gruppen“/“bewaffneten Banden“ (in Anführungszeichen) als zynisches Propaganda-Hirngespinst Assads abgetan

          http://www.spiegel.de/politik/ausland/brutaler-militaereinsatz-in-syrien-assad-fuehrt-krieg-gegen-das-eigene-volk-a-768144.html

          „Findest du überall, sind ganz aktuelle Berichte.“

          Von den Kontensperrungen gegen Finanziers habe ich nichts gefunden.

        • „Dazu trug sicher auch bei, dass im Westen eine starke Ablehnung gegen weitere westliche Beteiligungen in dieser Region herrschte.
          Tja, und dieses eine Mal wäre es bitter nötig (gewesen), aufgrund der Hoffnung auf eine “friedliche Lösung” konnte ISIS das Machtvakuum füllen und ein grausames Kalifat errichten.“

          Verstehe ich dich recht, dass du sagst, wenn der Westen militärisch Assad gestürzt hätte, hätte sich der IS nicht ausbreiten können?

          Das wäre aber ziemlicher Bullshit, da braucht man nur mal nach Lybien zu schauen, wie „gut“ sowas funktioniert.

          Bzw. in den Irak.

          Wie gut sich vom Westen eingesetzte „demokratische Regierungen“ in so einer Situation halten können, wenn sie erstmal auf sich gestellt sind.

        • @ichichich:

          Ich kenne mich mit Waffen nicht aus. Die IS besitzt aber wie gesagt sehr viele erbeutete, amerikanische Waffen. Viele IS-Kämpfer stammen dem Vernehmen nach aus Tunesien.
          Ich warte aber immer noch auf Belege, dass IS von anderen Regimes gefördert wird.

          Einmal ist der IS nicht nur im Irak tätig, sondern auch in Syrien.

          Und genau das ist das Problem, weil sie dadurch Rückzugsmöglichkeiten haben. Für die Lage im Irak sind die Amerikaner natürlich stark mitverantwortlich. In Syrien hätte man die säkulare und moderat islamische Opposition unterstützen müssen, zumindest logistisch.


          Natürlich gab es (nicht nur einen) Versuch, ähnlich mit UN-Mandat in Syrien zu agieren.

          Streite ich nicht ab. Russlands Veto war sicherlich auch ein wichtiges Hemmnis für einen Eingriff, aber bestimmt nicht das allein entscheidende. Ein großes Problem ist natürlich auch, dass Russland und der Iran Assad auch mit Waffen unterstützen.

          “Das sehe ich nicht so. ISIS, al Qaida und al Nusra gibt es dort schon seit Jahren und das konnte man auch in den Medien lesen. ”

          Meinst du in dem ersten Artikel, wo von träumenden “sunnitischen Demonstranten” die Rede ist?

          Ähm, es gibt hunderte Artikel. Ich verstehe nicht, was du genau abstreiten willst. Dass radikalislamistische Kräfte wie ISIS dort schon lange ihr Unwesen treiben? Oder dass es auch eine moderate, unterstützenswerte Opposition gibt, die bis heute die größte syrische Stadt hält? Leider wird Aleppo wohl nach 3 Jahren demnächst fallen, wie zuvor Homs. Weil man die Massaker von Assad geschehen ließ, die Rebellen nicht mit Waffen unterstützt hat und selbst nach schwersten Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung mit Giftgasangriffen, Folterungen und Aushungern nicht eingegriffen hat, wie man es z.B. in Libyen getan hat. Dabei waren die Verbrechen von Gadaffi oder auch Saddam nicht ansatzweise so schlimm wie die von Assad..
          Der hat ISIS bisher größtenteils gewähren lassen und den direkten Konflikt vermieden, da ISIS ihm zunächst mal die restliche Opposition aus dem Weg räumt. Der kommt das natürlich ebenso entgegen wie die schwache Führung im Irak, wo sie sich neu formieren kann.

          Verstehe ich dich recht, dass du sagst, wenn der Westen militärisch Assad gestürzt hätte, hätte sich der IS nicht ausbreiten können?

          Man hatte wohl Angst, dass genau das passiert. Man hätte stattdessen die FSA unterstützen müssen, aber hielt deren Lage wohl zu intransparent und aussichtslos. Wenn man sieht wie lange und heftig der Widerstand gehalten hat, war das aus meiner Sicht eine fatale Fehleinschätzung.
          Zumal Assad ISIS ja auch nicht wirklich in Schach hielt.

        • „Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass deutsche, ja, Gutmenschen eine deutliche Mitverantwortung am Massensterben in Syrien haben.“

          „Inzwischen sind fast 200.000 Menschen jämmerlich kreppiert und es werden immer mehr.“

          “ In Syrien hätte man die säkulare und moderat islamische Opposition unterstützen müssen, zumindest logistisch.“

          „Es ist eine Schande, wenn man zulässt, dass dem legitimen syrischen Widerstand die Munition ausgeht gegen 2 der schlimmsten Feinde der Menschlichkeit, die es derzeit auf der Welt gibt“

          David, statt eine nüchterne Analyse zu versuchen, setzt du leider jede Kritik oder Skepsis an deiner Position mit einem moralischen Defizit gleich.

          Tatsächlich ist es schwierig, an objektive Informationen zu kommen und hinsichtlich der Schandtaten von Assad, Gaddafi etc. wurden viele Falschmeldungen verbreitet. Z.B. die Ausgabe von Viagra an Gaddafis Truppen, um systematisch zu vergewaltigen – das war ein Hoax.

          Dass Assad seine Armee gezielt unschuldige Frauen und Kinder töten, aber nicht gegen bewaffnete Gruppen kämpfen lässt, die ihn beseitigen wollen, kann ich nicht nachvollziehen. Das heißt nicht, das es nicht stimmt, vielleicht ist er ja ein sadistischer Bond-Bösewicht, der gern Kinder quält.

          In der Weltpolitik gibt es aber widerstreitende Interessen der verschiedenen Akteure und nicht nur Gute und Böse.

          Ich mach mich jetzt wahrscheinlich in deinen Augen mitschuldig, weil ich nicht mit Hurra zu den Waffen greifen will, aber damit muss ich mich wohl abfinden.

        • David, statt eine nüchterne Analyse zu versuchen, setzt du leider jede Kritik oder Skepsis an deiner Position mit einem moralischen Defizit gleich.

          Das tue ich nicht. Ich gehe bei jeder Apologie von Assad oder IS erst einmal von fehlenden Kenntnissen und einseitigen Informationen aus.

          wurden viele Falschmeldungen verbreitet. Z.B. die Ausgabe von Viagra an Gaddafis Truppen, um systematisch zu vergewaltigen – das war ein Hoax.

          Sicher, wir können es uns aber nicht so einfach machen zu sagen „nichts genaues weiß man nicht“. Ich war übrigens bei allen Interventionen und Revolutionen der letzten Jahre sehr skeptisch. Die Absetzungen von Gaddafi und Hussein waren aus meiner Sicht Fehler, bei Ben Ali und Mubarak könnte das ebenfalls so sein. Auch Assad hielt ich sehr lange Zeit für das kleinere Übel, auch heute bin ich mir nicht sicher ob seine Absetzung wirklich besser für die Region sein würde.

          Dein Video von PSL ist 2 Jahre alt, das war vor den Giftgasangriffen gegen die eigene Bevölkerung. Vor Bekanntwerden der unglaublichen Folterungen und anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit (tausendfach tödliches aushungern).
          Dass PSL im Syrien-Konflikt damals die Übersicht verloren hatte und sich schlicht an die fehlgeschlagenen Interventionen der letzten Jahre als Argument klammerte, ist ja bekannt.
          Heute sind wir 2 Jahre und bald eine Viertelmillion Tote weiter, und man muss beim Kämpfen durch den Nachrichtendschungel schon eineinhalb Augen zukneifen, um die Unschuldsvermutung für Assad aufrecht zu erhalten.

          Das heißt nicht, das es nicht stimmt, vielleicht ist er ja ein sadistischer Bond-Bösewicht, der gern Kinder quält.

          Ich glaube, die Motive in diesem Konflikt gemäß eigener Maßstäbe nachvollziehen zu wollen, ist ein aussichtsloses Unterfangen. Irgendjemand hat diese Zivilisten schließlich umgebracht (größtenteils sicherlich Assad), das bezeugen die zahllosen Bilder toter Kinder und Frauen.

          In der Weltpolitik gibt es aber widerstreitende Interessen der verschiedenen Akteure und nicht nur Gute und Böse.

          Im Bezug auf IS werde ich da entschieden widersprechen. Wenn die nicht „Böse“ sind, ist die Kategorie obsolet.
          Bezüglich des syrischen Regimes kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, ich blicke da auch nicht durch, welche Vor- und Nachteile/Konsequenzen eine Intervention hätte (die von Obama ja schon abgesegnet war)

          Mir persönlich kommt aber die Position, die sowohl unter Belagerung von Assad als auch IS stehende FSA nicht mit Waffen unterstützen zu wollen, schon moralisch fragwürdig vor.


          Ich mach mich jetzt wahrscheinlich in deinen Augen mitschuldig, weil ich nicht mit Hurra zu den Waffen greifen will, aber damit muss ich mich wohl abfinden.

          Mitschuldig nur dann, wenn du vorgibst die Sache ausreichend gut einschätzen zu können und dich öffentlich gegen eine Bewaffnung der Kurden aussprichst. Für diese Position fehlt mir jedes Verständnis.
          Wir sprechen hier von Völkermord.
          Ein Zyniker, der gesagt hätte, im Warschauer Ghetto „gibt’s schon genug Waffen“ und darauf verwiesen hätte, dass die Juden wohl bald nen Staat gründen wollen der dann wieder neue Probleme schafft, für den wäre das Wort Gutmensch auch nicht mehr passend.

        • David

          „Das tue ich nicht. Ich gehe bei jeder Apologie von Assad oder IS erst einmal von fehlenden Kenntnissen und einseitigen Informationen aus.“

          Apologie von Assad? Das ist jetzt wirklich unter der Gürtellinie.

          Kriegsverbrechen gibt es in diesem Bürgerkrieg unbestritten von beiden Seiten. Im übrigen bist du vielleicht als fleißiger Tagesschau-Gucker besser über die Tagespolitik informiert als ich. Mich interessiert es mehr, was da langfristig an Konflikten ausgetragen wird, was mnan kaum an einzelnen Akteuren festmachen kann, die auch mehr Symptom als Ursache sind. Da sollte man einen gewissen ethnologischen, soziologischen, kulturgeschichtlichen Hintergrund mitbringen. Du reagierst sehr empfindlich darauf, wenn dich ein Fachfremder über Psychologie belehren will, trittst aber selbst als Universalgelehrter auf in Bereichen, in denen du außer der Verfolgung der Tagespolitik in den zugänglichen Medien nichts weiter mitbringst.

          Von daher klinke ich mich hier aus.

        • Abgesehen davon sind auch deine tagespolitischen Fakten nicht ganz up-to-date. Laut Al-Jazeera (diesem Sender wird man kaum Assad-Sympathie unterstellen können) ist schon Ende 2013 eine ganze FSA-Division zur al-Nusra-Front/ISIS gewechselt. Ebenso hat die syrische Luftwaffe den IS im syrisch-irakischen Grenzbereich angegriffen.

        • Apologie von Assad? Das ist jetzt wirklich unter der Gürtellinie.

          Das war allgemein gesprochen und nicht auf dich persönlich gemünzt. Kam vielleicht blöd rüber, dann tut es mir Leid.

          Ich bin da sicher aufgrund der aktuellen Bilder ein wenig emotionalisiert und würde nie behaupten, dass ich da eine besondere Expertise hätte, auch wenn ich sicher mehr als die Tagesschau verfolge.

          Bei aller Kontextualisierung muss sich ja wohl auch ein wenig an den tatsächlichen Geschehnissen orientieren. Dass Assad und IS schwerste Kriegsverbrechen begehen, ist denke ich unstrittig.
          Ich bin aber nur und unbedingt für eine Hilfe gegen IS, das wollte ich nochmal klarstellen.

          Ich kann von meiner Haltung nicht abrücken, dass die Weltgemeinschaft unter der akuten Drohung weiterer Massaker an Zivilisten entweder selbst intervenieren oder den Widerstand bewaffnen muss. Wenn „Gutmenschen“ Verhandlungen mit IS fordern oder ein Abwarten für das sinnvollste halten, finde ich auch Auschwitz-Vergleiche angemessen.
          Die Alternative zu militärischen Lösungen ist Genozid, so stellt sich das derzeit einfach dar.
          Das werfe ich aber wie gesagt niemandem vor, der die Geschehnisse nicht verfolgt.

          Du reagierst sehr empfindlich darauf, wenn dich ein Fachfremder über Psychologie belehren will

          Ich weiß, ich arbeite daran 😉

          trittst aber selbst als Universalgelehrter auf in Bereichen

          Ich hoffe nicht, dass das so rüberkommt, nur weil ich da etwas vehement war. Ich behaupte ja auch nicht, dass ich die Entstehung dieser Konflikte genau verstehe oder dass ich tiefschürfende Analysen und Lösungsstrategien zu bieten habe.

          Aber in dieser Frage der akuten Prävention drohender Völkermorde gibt es gerade leider viel zu wenige, nicht zu viele Menschen, die sich klar positionieren.
          Wenn man wichtige Details nicht kennt, ist das schwierig. Mir hat auch neulich ein Politikstudent (!) auf Facebook geschrieben, man wisse ja gar nicht ob das mit den Enthauptungen überhaupt so stimme. Also sorry, die posieren täglich stolz die mit den Köpfen im Internet.

        • ist schon Ende 2013 eine ganze FSA-Division zur al-Nusra-Front/ISIS gewechselt. Ebenso hat die syrische Luftwaffe den IS im syrisch-irakischen Grenzbereich angegriffen.

          Ist mir beides bekannt und widerspricht mir auch nicht.
          Die FSA-Kämpfer desertieren vor allem jetzt im Moment in Scharen, was bleibt ihn auch sonst als der Tod?

          Der Kampf zwischen Syrien und IS wird natürlich sowieso über kurz oder lang richtig beginnen, wenn die moderate Opposition aus dem Weg geräumt ist.
          ISIS hat im Grunde keine Verbündeten (vor allem auch nicht Saudi-Arabien, das ist einfach falsch!), nur temporäre Zweckbündnisse.

        • Ja, die Türkei oder auch Israel haben ja angeblich die mit stärksten Armeen weltweit.

          Scheinen aber beide wenig Bock zu haben, bei der Türkei liegt es anscheinend auch daran, dass der IS 49 türkische Staatsbürger, darunter Diplomaten, als Druckmittel verwendet.

        • „ISIS hat im Grunde keine Verbündeten (vor allem auch nicht Saudi-Arabien, das ist einfach falsch!), nur temporäre Zweckbündnisse.“

          ANTITERRORISME – L’ancien chef de la DST (Direction de la surveillance du territoire) Yves Bonnet accuse le Qatar et l’Arabie Saoudite de se cacher derrière le financement des réseaux islamistes radicaux, comme celui démantelé ce week-end en France

          En savoir plus sur http://www.lexpress.fr/actualite/societe/les-reseaux-islamistes-finances-par-l-arabie-saoudite-et-le-qatar-selon-un-ancien-de-la-dst_1171480.html#Zi2bh0V23ZgXtR7m.99

          Dass Saudi-Arabien und Katar radikale Islamisten finanzieren, ist nun wirklich keine Verschwörungstheorie. Dass sind diejenigen, die z.B. aus Frankreich nach Syrien reisen, um sich dem IS anzuschließen:

          „Dein Video von PSL ist 2 Jahre alt, das war vor den Giftgasangriffen gegen die eigene Bevölkerung.“

          Hier nahm Scholl-Latour zu den Giftgasangriffen Stellung (ab 11:30).

        • „Ich glaube, die Motive in diesem Konflikt gemäß eigener Maßstäbe nachvollziehen zu wollen, ist ein aussichtsloses Unterfangen. “

          Alawiten werden im IS-Kalifat allesamt massakriert werden. Von daher besteht überhaupt keine Grundlage für ein „Zweckbündnis“.

        • http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verfassungsschuetzer-warnen-saudi-arabien-unterstuetzt-salafisten-in-deutschland-15732.html

          „Die Ausbreitung der Bewegung wird nach Beobachtungen des Verfassungsschutzes wesentlich durch Kräfte in Saudi-Arabien unterstützt. „Die salafistische Bewegung in Deutschland wäre ohne den saudischen Einfluss niemals so groß geworden“, sagte Benno Köpfer, Islamwissenschaftler beim baden-württembergischen Verfassungsschutz, der F.A.S.

          Missions-Büros, Islam-Seminare, Info-Tische und zum Teil auch die Propaganda im Internet seien nur möglich durch die finanzielle und logistische Unterstützung aus dem arabischen Land. „Saudi-Arabien gibt dafür sehr viel Geld aus“, sagte Köpfer.“

          „Zwar sind bei weitem nicht alle Anhänger des Salafismus Befürworter des gewaltsamen Dschihad, des heiligen Krieges. Doch sind, so vermerkt der gerade veröffentliche Verfassungsschutzbericht 2010, „fast ausnahmslos alle Personen“, die den Dschihad befürworten, durch den Salafismus geprägt.“

        • @ichichich:

          Das kann ich jetzt echt nicht nachvollziehen. Du hast dich mit Syrien/Irak kaum befasst, aber willst jetzt mit diesen Quellen beweisen, dass du als Geisteswissenschaftler da besser durchblickst?

          Du kommst schon wieder mit einem uralten Scholl-Latour-Video, welche Fakten enthält das denn?? Herrje, das Video war kurz nach den Giftgasangriffen, der UN-Bericht erschien erst 5 Tage später! Der Einsatz von Giftgas war vielleicht von außen betrachtet „unlogisch“, aber er hat die Bevölkerung weiter demoralisiert und es inzwischen haben sämtliche Westmächte Assad dafür verantwortlich gemacht (der die Vorfälle erstmal ganz geleugnet, und dann den Rebellen in die Schuhe geschoben hat, die angeblich sein Giftgas „geklaut“ haben, ja klar). Es gibt nicht mehr wirklich plausible Zweifel an seiner Verantwortung. Warum hat er es abgestritten? Warum wollte er keine Untersuchungen, warum hat er tiefergehende Untersuchungen unterbunden, wenn er doch den „Terrorismus“ hätte exponieren können? Warum hat er als 1 von nur 5 Staaten die Giftgaskonvention nicht ratifiziert?

          Scholl-Latour war zuletzt nicht mehr auf der Höhe, das zeigt sich schon in den nachfolgenden Sätzen: Die Salafisten (ISIS) sind „keine Heiligen“, aber er „will sie auch gar nicht schlechtmachen“. OMG!

          Ich will dir ja nicht den Abend verderben, aber wenn du wissen willst wie die so drauf sind, schau dir mal deren execution-Videos an.
          Überhaupt könnte ich jetzt Hunderte Artikel zusammensuchen, die ich gelesen hab, aber das lass ich lieber.

          Ich poste mal nur diese eine Doku über das Leid der Menschen in Aleppo, die ich grade schaue (weniger über ISIS):

          http://www.aljazeera.com/programmes/specialseries/2014/08/aleppo-notes-from-dark-20148412419590705.html

          Die Ausbreitung der Bewegung wird nach Beobachtungen des Verfassungsschutzes wesentlich durch Kräfte in Saudi-Arabien unterstützt

          Mal ganz davon ab dass deine Quellenauswahl wirklich sehr zweifelhaft ist (Verfassungsschutz?), hatten wir den Unterschied zwischen Regime und Privatiers jetzt nicht schon mehrfach?

          „Verbündete“ meint logischerweise Staaten und militante Organisationen, aber doch nicht verstreute Sympathisanten.

          Mit der Logik könntest du auch sagen, Deutschland wäre ein wichtiger Verbündeter der ISIS. Wir brauchen da nämlich nicht nach Frankreich oder England schauen, da kämpfen auch etliche deutsche Staatsbürger mit.

          Die IS hasst selbstverständlich das sich den USA andienende monarchische Regime der Saudis, genauso wie deren Geschäfte und Sicherheit durch einen Terrorstaat als Nachbarn sehr gestört sind. In Saudi-Arabien kommen Unterstützer der IS sogar in den Knast. Für Qatar gilt wohl das gleiche. Bei den Financiers geht es um eine Handvoll reicher Personen, deren Konten inzwischen international gesperrt worden sein sollen.

          Alawiten werden im IS-Kalifat allesamt massakriert werden. Von daher besteht überhaupt keine Grundlage für ein “Zweckbündnis”.

          Das temporäre Zweckbündis ist ziemlich offensichtlich, weil erst in diesen Wochen wirklich Bombardements der IS-Stellungen auch von Assad begonnen haben, die hatten jetzt monatelang freie Hand. Bezüglich der Bekämpfung anderer Milizen scheint es sogar regelrecht Absprachen und Gebietsaufteilungen zu geben.
          Dass IS und Assad dauerhaft keine Freunde werden, sondern sich wohl noch erbittert bekämpfen werden, ist auch klar. Für Assad ist es aber strategisch extrem wichtig, erst die moderate Opposition auszuschalten.

        • David

          „aber willst jetzt mit diesen Quellen beweisen, dass du als Geisteswissenschaftler da besser durchblickst?“

          Nein, ich bin noch mal auf deine Behauptungen eingegangen. Ich hatte weiter oben schon geschrieben, dass es schwierig ist, an objektive Informationen zu kommen.

          Wenn du an dich selbst die gleichen Maßstäbe hinsichtlich deiner Quellen anlegen würdest, wie an mich, gäbe es überhaupt kein Problem, denn letztlich sind wir beide auf die öffentlich zugänglichen Quellen angewiesen, Fernsehberichte, Zeitungsartikel, evtl. Videos von Liveleak, Originaldokumente von UN-Untersuchungen.

          Was mir zu blöd ist, ist wenn du so argumentierst:

          „Ich glaube, die Motive in diesem Konflikt gemäß eigener Maßstäbe nachvollziehen zu wollen, ist ein aussichtsloses Unterfangen. Irgendjemand hat diese Zivilisten schließlich umgebracht (größtenteils sicherlich Assad), das bezeugen die zahllosen Bilder toter Kinder und Frauen.“

          d.h. Assad kann sich völlig irrational verhalten, aber ich habe Bilder von toten Kindern und Frauen gesehen und irgendjemand muss die ja umgebracht haben, also sicher Assad.

          (Das ist dein Argument, ernsthaft).

          und auf der anderen Seite die Extremistenfinanzierung der Saudis (nicht nur Privatiers) als Bullshit-VT abtust, weil deutsche und französische Geheimdienste keine seriösen Quellen für dich sind… (Al-Jazeera aber schon)

          Im übrigen geht dein Kommentar ziemlich an dem vorbei, was ich geschrieben habe, was dir auch auffallen sollte, wenn du mal sorgfältig liest.

          Z.B. was soll ich denn auf diesen Satz

          “Dein Video von PSL ist 2 Jahre alt, das war vor den Giftgasangriffen gegen die eigene Bevölkerung.”

          besseres bringen als ein PSL-Video, in dem er die Giftgasangriffe einbezieht? Das ist im Prinzip das, was du von mir verlangt hast, aber ich werde dafür nur blöde angerotzt:

          „Du kommst schon wieder mit einem uralten Scholl-Latour-Video, welche Fakten enthält das denn?? Herrje, das Video war kurz nach den Giftgasangriffen, der UN-Bericht erschien erst 5 Tage später!“

          (In dem UN-Bericht stand übrigens auch nichts Neues).

          „Mir hat auch neulich ein Politikstudent (!) auf Facebook geschrieben, man wisse ja gar nicht ob das mit den Enthauptungen überhaupt so stimme.“

          In Anbetracht deiner Argumentationsweise sicher das Beste, was er machen konnte (und zumindest seriöser als deine Argumentation).

        • Ich hatte weiter oben schon geschrieben, dass es schwierig ist, an objektive Informationen zu kommen.

          So schwierig aber dann auch nicht. Zu den meisten Dingen sind sich ja alle einig, die werden auch gar nicht von den Beteiligten abgestritten. Besonders im Fall des IS kann man recht genau nachverfolgen, was sie tun. Sie filmen es ja und stellen es ins Netz.
          Jetzt würde mich mal interessieren, welche meiner Behauptungen denn so kontrovers und schwer belegbar sind.
          Assad gibt den Giftgas-Anschlag nicht zu, das ist richtig. Alle westlichen Regierungen und Geheimdienste haben aber praktisch keinen Zweifel daran, dass er die Verantwortung trägt. Sein Verhalten spricht dafür. Ich meine, wer besitzt denn hier wohl Giftwaffen?
          Die Flugzeuge, die Fassbomben auf Zivilisten abwerfen, sind die auch geklaut? Die Soldaten, die auf Fotos Berge verhungerter und gefolterter Leichten aufstapeln, sind verkleidete Terroristen?

          Im Gegenteil, es sind deine Behauptungen, die sich schlecht belegen lassen, z.B. dass das saudische oder qatarische Regime ISIS fördert. Sie sind offiziell distanziert, in SA kommen Leute die IS unterstützen ins Gefängnis. Dein Vorschlag zur Krise war, man solle erstmal was gegen SA und Qatar unternehmen. Klasse! Das sind stumpfe antiimperialistische Verschwörungstheorien.

          Sag mir, was du bei mir konkret anzweifelst und wir können über Quellen reden. Ein 1 bzw. 2 Jahre altes Video aus einer Fernsehsendung, in der sich ein alternder PSL so äußert, dass man nichts genaues weiß und besser nicht in den Krieg zieht, widerlegt mich halt mal so gar nicht.

          d.h. Assad kann sich völlig irrational verhalten, aber ich habe Bilder von toten Kindern und Frauen gesehen und irgendjemand muss die ja umgebracht haben, also sicher Assad.

          Moment mal, du hast das in Zweifel gezogen, dass jemand ein Sadist ist und aus Spaß Kinder tötet. Die Kinder sind aber tot, also tötet hier jemand Zivilisten. Natürlich nehmen viele der Rebellenmilizen genauso zivile Opfer in Kauf, aber die Opferzahlen von Menschenrechtsorganisationen waren bis vor einigen Monaten noch einigermaßen gut aufgeschlüsselt, über die Hälfte der Opfer werden dem Regime zugeschrieben.

          weil deutsche und französische Geheimdienste keine seriösen Quellen für dich sind… (Al-Jazeera aber schon)

          Soweit ich weiß arbeitet der Verfassungsschutz im deutschen Inland, was will der über angebliche saudische Zahlungen wissen? Außerdem sehe ich da immer nur Aussagen, dass „Kräfte“ die IS unterstützen. Wo sind Belege, dass entgegen aller offiziellen Behauptungen das Regime IS unterstützen würde?

          Im übrigen geht dein Kommentar ziemlich an dem vorbei, was ich geschrieben habe, was dir auch auffallen sollte, wenn du mal sorgfältig liest.

          Umgekehrt wird ein Schuh draus. Warum sollte ich darauf eingehen, dass Islamisten aus Europa nach Syrien reisen, was hat das mit meinen Postings zu tun? Die meinte ich nicht mit „Verbündete“.

          (In dem UN-Bericht stand übrigens auch nichts Neues).

          Doch, zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob die Berichte über Giftgaseinsatz (und welches es war) stimmen. PSL verweist darauf, dass man erst prüfen müsse. Inzwischen ist geprüft und in der Folgezeit haben alle bis auf Assads Verbündete ihm die Verantwortung gegeben. Du musst das nicht glauben, aber diese Haltung finde ich schon etwas fragwürdig angesichts der Quellenlage.

          In Anbetracht deiner Argumentationsweise sicher das Beste, was er machen konnte (und zumindest seriöser als deine Argumentation).

          Soll ich jetzt wirklich die zahllosen Enthauptungsvideos posten, und Fotos auf denen sie stolz mit den Köpfen posieren?
          Behauptest du dann, das seien Fälschungen der westlichen Hetzpresse? Nachtigall, ick hör dir…

        • „Dein Vorschlag zur Krise war, man solle erstmal was gegen SA und Qatar unternehmen. Klasse! Das sind stumpfe antiimperialistische Verschwörungstheorien. “

          Das war zwar nicht mein „Vorschlag“, aber egal. Ich meine, wenn die saudi-arabische Regierung gestürzt ist, wer soll uns dann noch vor Hexen und Zauberern beschützen?

          http://www.bbc.com/news/world-middle-east-18503550

          „Saudi man executed for ‚witchcraft and sorcery‘
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          „Soll ich jetzt wirklich die zahllosen Enthauptungsvideos posten, und Fotos auf denen sie stolz mit den Köpfen posieren?
          Behauptest du dann, das seien Fälschungen der westlichen Hetzpresse? Nachtigall, ick hör dir…“

          Wieso Fälschungen der „westlichen Hetzpresse“? Auf Enthauptungsvideos werden wahrscheinlich Enthauptungen zu sehen sein. Wenn du dann kommst, und sagst: Hier wird ein amerikanischer Journalist von einem IS-Aktivisten enthauptet. Dieser IS-Aktivist ist nicht von Assad getötet wurden, also besteht ein Nichtangriffspakt zwischen Assad und IS, muss ich ja nicht davon ausgehen, dass das Video gefälscht ist, um mir an den Kopf zu fassen.

          Ich meine, derart sind halt deine Argumentationen:

          „Assad gibt den Giftgas-Anschlag nicht zu, das ist richtig. Alle westlichen Regierungen und Geheimdienste haben aber praktisch keinen Zweifel daran, dass er die Verantwortung trägt.“

          So what?

    • @ Roslin

      „Die irakische Armee, für teuer Geld von den USA ausgerüstet und geschult, läuft einfach davon, überlässt den Islamisten die schönen neuen US-Waffen.“

      […]

      „Die kämpfen wenigstens.

      Im Gegensatz zur irakischen Armee.

      Und unseren Gutmenschen.“

      Und im Gegensatz zu Roslin. Schon bei der irakischen Armee beworben? Da sollen Stellen frei geworden sein.

      http://rt.com/news/166092-iraq-militants-mass-executions/

      „ISIS ‚execute‘ 1,700 Iraqi soldiers, post gruesome pictures (GRAPHIC)“

  11. Fand diese bedien Artikel bemerkenswert.

    Ersterer ist über die katastrophalen Auswirkungen von Gendering auf Schwedens Katastrophenschutz und Feuerwehr im Lichte der kürzlichen Waldbrände.

    Der zweite ist über das Gendering in der UN und den umgebenden NGOs und die Folgen für Kinderarbeit in Afghanistan Irak etc. Die hauptsächlich Buben betrifft, u.a. auch in Bezug auf damit zusammenhängende Pädophilie. Vermute selbst in Indien sieht es nicht anders aus. Wir kennen ja immer nur die Näherinnen etc.

    http://www.avoiceformen.com/sexual-politics/sweden-is-burning-and-we-have-no-defense/

    http://www.avoiceformen.com/men/afghanistan-is-the-hotbed-of-male-disposability-boy-or-man-worlds-reaction-help-women-and-girls/

    • Der Artikel über die schwedischen Waldbrände ist der Klopper und ein interessanter Ausblick, auf das was uns blüht.

      Schade das so was nicht öffentlich gemacht wird.

      Alle Männer sollten wissen, das sie zwar ein öffentliches Risiko sind aber wenn die Kacke am dampfen ist, ist klar wer die Kastanien aus dem Feuer holt.

  12. Wir hatte hier doch letztens einen Disput ob Das Bild der Jagd schlecht oder sogar frauenfeindlich sei. Es gibt wohl auch Frauen die nix dagegen haben …

    „Wissen wir nicht längst, dass die Frau das einzige Wild ist, das seinem Jäger auflauert? Und da die Jäger ziemlich träge geworden sind, hat schon längst das Wild die Doppelrolle übernommen. Es jagt und erlegt sich selbst.“

    http://mirakolenc.blogspot.de/2014/04/urschrei.html

  13. beim surfen habe ich folgendes statement eines „wissenschaftlers“ gefunden:

    http://www.zeit.de/2014/10/interview-martin-luecke-staat-gendertheorien/seite-2

    „ZEIT: Liegt es auch am Siegeszug der Gendertheorie, die ja grundsätzlich Geschlecht als nichts Festgelegtes, sondern als etwas sozial Aufgezwungenes betrachtet? Glauben Sie an diese Theorie?

    Lücke: Ja, ich glaube daran. Und das ist auch wirklich eine Glaubensfrage. Wissenschaft setzt immer Prämissen, und die Prämisse der Genderwissenschaft, dass Geschlecht immer etwas sozial Konstruiertes ist, hat den großen Vorzug, sehr viel erklären zu können, vor allem den Umstand, dass sexuelle Identität auch außerhalb der Fortpflanzung so wirksam und folgenreich ist. Und dass wir die Biologie dazu benutzen, Sexualität zu definieren, aber diese Biologie ihrerseits sozial konstruiert ist – just zu diesem Zweck.“

    mein gott, zumindest ist er ehrlich, aber für einen „wissenschaftler“ ist es peinlich ohne ende. er gestaltet übrigens den „queer history month“ in berlin.

    • Wo ist der denn ehrlich? Der lügt doch schon wenn er behauptet Genderwissenschaft könne irgendwas erklären.

      Was Genderwissenschaft allenfalls kann, ist zu zeigen wie man dreist und frech seinen Rüssel in staatliche Fördertöpfe bekommt und sich dann noch frecher Wissenschaftler.I.n nennt!

  14. „Ja, ich glaube daran (gendertheorie). Und das ist auch wirklich eine Glaubensfrage.“

    er gibt zu, dass gendertheorie ein glaube ist. das ist doch ehrlich, oder etwa nicht, @red pill?

    • Bin zwar nicht @ red pill aber nein, er ist nicht ehrlich. Er ist deswegen nicht ehrlich, weil er in der Folge des von Dir zitierten Satzes so tut als sei Wissenschaft eigentlich immer eine Glaubensfrage und er sich entsprechend als Wissenschaftler seinen Glauben (in der Wissenschaft) aussuchen könne wie es ihm und anderen gerade gefällt.

      Du darfst nicht den Fehler machen seine dümmlichen Sprüche aus dem Zusammenhang zu reissen. Dieser Mensch ist durch und durch verlogen und sicher nicht ehrlich oder gar Wissenschaftler!

    • da gebe ich dir ganz und gar recht, @ddbz. er weiß nicht, dass glaubenkenntnisse und wissenschaftliches vorgehen unvereinbar sind. das ist peinlich. er glaubt wahrscheinlich sich damit der diskussion um die mangelnde wissenschaftlich der genderstudies entziehen zu können und übersieht völlig, dass man nicht einfach an alles glauben kann, ohne sich völlig zu disqualifizieren und der lächerlichkeit preiszugeben. ja, er glaubt tatsächlich, dass sei wissenschaftlicher usus. diese naivität ist schon erschütternd.

      dennoch würde ich mir wünschen, das mehr gendersens ihren glauben offen bekennen würden und ihre lehre als glauben beschreiben würden und nicht so täten, als seien sie wissenschaftler.

  15. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sexismus-im-silicon-valley-die-frauenfeindliche-tech-branche-a-986669.html

    In den USA besitzen mehr Frauen als Männer Smartphones. Die Mehrheit der US-Nutzer von Facebook und Twitter ist weiblich. Ebenso kaufen Frauen mehr über das Internet ein.

    Mehrheitlich Frauen konsumieren also die Technologie, die zu 90% von Männern her- und bereitgestellt wird. Und dann gibt es da noch den 25-jährigen Programmierer, der sich in der Kneipe beim Bier drüber lustig gemacht hat.
    Außerdem hat ein anderer Typ auf dem College mal nen pubertären Spruch unter seine Privatmails geschrieben, während eine Frau von einem mobbenden Kollegen per SMS „Schlampe“ genannt wurde.

    That is why I need Feminism.

  16. Die feministische Kriminologin Monika Frommel spricht sich, im Legal Tribune Online, klar gegen eine erneute Änderung des §177 StGB aus:

    Eine erneute Reform würde neue Grenzfälle schaffen und weitere Debatten. 1997 hat sich das Parlament aus gutem Grund gegen das unbestimmte Tatbestandsmerkmal „gegen den Willen“ und für die Ausnutzungsvariante entschieden. Zu Recht, meine ich: Wie soll ein Gericht den entgegenstehenden Willen einer Frau feststellen? Mit dem Argument, man muss der Frau eben glauben?

    ..allerdings offenbar nach dem Motto: „Lieber die Füße stillhalten“:

    .. Diese Rechtsprechung geht auf den BGH-Richter Thomas Fischer zurück, der seit 2000 unermüdlich gegen die Ausnutzungsvariante polemisiert, da sie in seinen Augen keine klare Tathandlung formuliere.

    Diese Vorbehalte würden sowohl in der Strafrechtswissenschaft als auch in der Rechtsprechung wieder neu entfacht, wenn es zu einer kriminalpolitischen Debatte im Sinne des djb käme.

    Sie schlägt deshalb eine andere Stoßrichtung vor:

    Es gibt also viel zu tun, aber nicht bei § 177 StGB. Hier würde eine kritische Debatte genügen, um die Position von Thomas Fischer zu hinterfragen, die er jedes Jahr in seinem verbreiteten StGB-Kurzkommentar wiederholt. Es scheint zu wenige Frauen zu geben, welche juristische Probleme publizistisch aufgreifen. Der Ruf nach dem Gesetzgeber ist oft hilflos und wenig hilfreich.

    Nun ja, wer kann mir genau sagen, was objektiv eine „Schutzlose Lage“ ist, damit ich weiß wann ich eine Straftat begehe und wann nicht? (nulla ponem sin lege certa)

    Eine Aufweichung des Bestimmtheitsgebotes in der Rechtsprechung ist wohl tatsächlich erheblich gefährlicher als eine Gesetzesänderung.

    http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/vergewaltigung-sexualstrafrecht-istanbul-konvention/2/

    • Thomas Fischer antwortet, und findet dabei klare Worte:

      Frau Frommels Darlegungen suggerieren, dass das Gesetz zu hohe Anforderungen stelle, um „Täter“ zu sanktionieren. Dies sollen Personen sein, die „routiniert“ sind und daher keinerlei Zwangsmittel anwenden.

      Eine solche „Täter“-Beschreibung erscheint, aus dem Mund einer deutschen Strafrechtsprofessorin, erschreckend. Welchen legitimen Grund sollte es geben, jemanden, der keines der gesetzlich geregelten Zwangsmittel anwendet, ebenso so zu bestrafen wie jemanden, der das tut? In welchem Rausch der unbegrenzten Verfolgung befinden wir uns?

      Das deutsche Sexualstrafrecht ist in den letzten 15 Jahren in einem Maß verschärft worden, das als beispiellos bezeichnet werden muss. Die Verschärfung hat als Welle des Verfolgungswillens die ganze Gesellschaft bis an die Grenze der Hysterie und teilweise darüber hinaus durchdrungen. Frau Frommel hat, warum auch immer, wohl nicht verstanden, wo der Fortschritt anzusiedeln ist, in dessen Namen sie zu sprechen versichert, und wer auf ihrer Seite steht. Das ist schade.

      http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/interview-bgh-fischer-frommel-sexualstrafrecht/2/

      (via Genderama)

  17. http://genderama.blogspot.de/2014/08/osterreich-app-des-frauenministeriums.html

    Wahrscheinlich wollen die auch Geschlechterrollen aufbrechen… nur eben nicht die, in denen nur der Mann als Gewalttäter und niemals als Opfer auftreten kann.

    Schutz NUR für Frauen und Mädchen, ohne den tatsächlichen Sachverhalt und den Ursachen auf den Grund zu gehen… das ist es was den heutigen Feminismus ausmacht. Frauen sind Opfer. Immer!

    Frauen wird weis gemacht, dass sie ständig durch Männer bedroht werden, „traue keinem Mann“… und das soll dann zu einer besseren Zukunft führen? Ich hab da so meine Zweifel.

    Frauen wie Schrupp oder diese ManTau-Anna Nühm denken das wohl anscheinend.

  18. zur verschönerung ein MTV-Video zum Umgang mit Männern:

    Tip an die Frauen die hier mitlesen: Nicht nachmachen! Oder vorher bei Dr. Christine Theis 1-2 Jahre trainieren.

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