Selbermach Samstag XCVI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

124 Gedanken zu “Selbermach Samstag XCVI

  1. Arne Hoffmann hat mal wieder ’ne Studie herausgefunden, die ihm bestätigt, daß er zur guten, fortschrittlichen und salonfähigen Fraktion der Männerbewegung zählt.

    Lieber Arne Hoffmann

    Arne Hoffmann schafft es allerlei Expertisen und Studien zu hinterfragen, sofern sie profeministische Gefälligkeitsgutachten sind, beim Thema Islamkritik setzt bei ihm aber offenbar jeglicher kritischer Verstand aus.

    Wie kommt das wohl?

    Da ist es irgendwie verständlich, daß er so viele Leute als rechtsextrem oder islamfeindlich denunzieren muß.

    Hier mal ein paar Kommentare, die einen Arne Hoffmann offenbar nicht interessieren. Von Interesse sind ja lediglich feminismuskritische Kommentare, das sind die guten, die es den Medien in ihrer Verlogenheit zeigen.

    Naja wes Brot ich ess, des Lied ich sing
    Ein Gutachten im „Auftrag des Mediendienstes Integration“ zeigt also das, was der Mediendienst Integration gerne als Ergebnis haben möchte.

    Zu diesem Ergebnis kommt man zwar nur, wenn man alle Kriminalitätsstatistiken ignoriert und auf Befragungen setzt, aber ein bischen Schwund ist ja immer.

    Dann kann man natürlich auch ignorieren, das beispielsweise bei Mord/Totschlag der Anteil der verurteilten Ausländer bei 32% (aktuellste Zahl von 2002) lag bei einem Anteil von etwa 8%. Wird ja auch laut des Gutachters so selten angezeigt. Oder man kann ignorieren, das in Berlin 65% der Intensivtäter Ausländer sind, etc, etc.

    Irgendwie erinnert mich dieses Gefälligkeitsgutachten doch sehr an die 2 Umfragen zur Interenetsperre. Das „Gutachten“ (Umfrage) von v.d.Leyen kam zum Ergebnis, das 90% für die Sperre sind, das „Gutachten“ (Umfrage) der Netzaktivisten kam zum Ergebnis, das 90% gegen die Sperre sind.

    richtig ist und bleibt aber, dass migranten oder menschen mit migrationshintergrund überdurchschnittlich oft durch gewaltdelikte auffallen. das belegt die statistik zweifelsfrei. hier tun sich diejenigen mit islamischem hintergrund besonders hervor. siehe auch bericht der griechischen polizistin, die vor diesem hintergrund kürzlich aus ihrem dienstalltag geplaudert hat. dies wegdiskutieren zu wollen ist peinliche & gefährliche sozialromantik.

    selten so gelacht…
    Meine Lebenserfahrung in Berlin sieht anders aus – 100%ig konträr, um genauer zu sein.

    Diese „Studie“ hat nicht zufällig das ZDF gemacht, oder? Vielleicht in Zusammenarbeit mit dem ADAC?

    Oh, zu so einem brisanten Thema wird eine Diskussion zugelassen? Nicht wirklich.

    Und dann noch so eine Lachnummer. Man sieht, wer die Studie in Auftrag gegeben hat, mit vorgegebenem Ergebnis.

    „Allerdings werden Jugendliche aus Zuwandererfamilien in strittigen Situationen offenbar(!) häufiger angezeigt.“

    „Größere Aussagekraft als die Zahlen aus der Polizeistatistik haben Walburg zufolge repräsentative Befragungsstudien.“
    Wer ist denn hier befragt worden?

    Und das soll also eine seriöse Studie sein? Und so etwas veröffentlicht ein seriöses Nachrichtenmagazin? Das Niveau sinkt immer weiter. Schlimm.

    Als neue „Studie“ empfehle ich den Besuch einige Stadtviertel in Großstädten. So als Praxistest.

    Der Autor der Studie will die Botschaft verbreiten jugendliche Migranten sind in Sachen Kriminalität auf dem Level der ethnisch deutschen Bevölkerung.
    Ziemlicher Hohn denjenigen gegenüber die tagtäglich von Banden brutalst überfallen werden. „Gib Handy“. Jeder junge Mensch in Deutschland ist wohl darüber bewusst, dass junge Migranten den Ruf haben besonders gewaltätig und feige zu agieren. Zu fünft jemanden ausrauben und auch dann noch zutreten, wenn das Opfer bewusstlos ist. Wen interessiert, ob Diebstahldelikte gleichhoch sind? Uns, die Allgemeinheit interessiert, dass in Berlin nahezu alle Intensivtäter (die äußerst brutal vorgehen) Migrationshintergrund haben. Und das spiegelt am ehesten das Bild wieder was von jungen Migranten habe. Der Ruf der Migranten vorauseilt, der der erhöhten Gewaltbereitschaft wird hier bagatellisiert. Es gibt ein ernstes Problem mit diesen Bevölkerungsgruppen. Was meint wohl der Autor, was Polizisten, Sanitäter, Busfahrer, etc. zu der Causa auszusagen hätten. Dürfen sie jedoch nicht.

    Ich weiß nicht, was mit Arne Hoffmann los ist, aber so langsam könnte er sich doch mal ein paar Gedanken machen.

  2. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder Femis & Gendersens kritisieren, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Zuerst möchte ich Herrn Heinz-Jürgen Voss „gratulieren“. Nämlich dazu, dass er nun Professor geworden ist. Doch ist er eigentlich wirklich ein richtiger Prof? Auf http://heinzjuergenvoss.de/#Biographisches kann ich nichts von einer Habilitation sehen. Wäre auch komisch, die in den vier Jahren nach Abschluss seiner Dissertation hinzulegen – sowas dauert normalerweise länger. Dann ist er nicht wie ein „normaler“ promovierter Biologe ein Dr. rer.nat., also ein Doktor der Naturwissenschaften, sondern ein Dr. phill. – also ein Doktor der Geisteswissenschaften.
    Aber genau so klingen auch die Thesen, die er verbreitet. Alleine dieses Interview

    http://www.fluter.de/de/114/thema/10770/

    ist absolut haarsträubend. Auf das Schlimmste davon möchte ich hier eingehen.

    Eigentlich reicht ja schon das hier:

    „Und Geschlecht? Männer sind diejenigen mit Penis, Frauen die mit Vagina? Warum das alles doch nicht so einfach ist, und was Sex mit Geschlecht zu tun hat, erklärt der Biologe Heinz-Jürgen Voß im Interview.“

    und das

    „Bei der Beschäftigung mit dem Geschlecht waren ihm einige Erklärungen in der Biologie zu einfach. Deswegen hinterfragt er in seiner Dissertation biologische Theorien zum Geschlecht. Dabei stellt er die grundlegende Auffassung in Frage, dass es zwei biologische Geschlechter gebe. Außerdem glaubt er nicht, dass es biologische Gründe dafür gibt, mit welchen Menschen man Sex haben will.“

    Hier bereits bekommt man aus meiner Sicht den Eindruck, dass man in der heutigen Zeit wirklich keine Habilitation mehr braucht, um Professor zu werden. Es reicht völlig aus, riesigen Schwachsinn zu erzählen, solange es der Schwachsinn ist, den die eigentlichen Machtinhaber unserer Gesellschaft hören wollen, solange es genug mit dem Strom geschwommen ist. Haarsträubend und dick aufgetragen darf es dann ruhig sein. Es darf auch Realsatire sein, wie sie in der Genderei üblich ist.
    Wir halten schon mal fest: Herr Voss ist der Meinung, dass man durch einen Blick in die Unterhose sein eigenes Geschlecht nicht feststellen kann, und dass es nicht einfach nur zwei Geschlechter gibt. Erklärungen aus der Biologie findet er hierzu zu einfach. Dann glaubt er auch noch, es habe keine biologischen Gründe, mit wem man Sex haben möchte.
    Eigentlich ist das alles zu verrückt, um überhaupt noch drauf einzugehen. Aber die Leute, die solche verrückten Ideen vertreten, sind in Politik und Medien an der Macht, und kriegen auch im wissenschaftlichen Bereich immer mehr Einfluss. Und fallen dort offenbar der Treppe hoch, was in dem Maße bei jemandem, der wirkliche Wissenschaft betreibt, so leicht nicht passiert.

    Voss: „Dabei zeigt sich, dass es für Menschen erst in der Zeit der europäischen Moderne wichtig wurde, sich über ihr sexuelles Begehren zu definieren. Ob jemand gleichgeschlechtlichen oder gegengeschlechtlichen Sex hatte, spielte keine so große Rolle wie heute. Heute definieren sich Menschen als „homosexuell“ oder „heterosexuell“ – das ist historisch neu.“

    Weiß ich nicht – ich glaube eher, dass man gerade früher für gleichgeschlechtliche Kopulationen bestraft oder gleich umgebracht wurde als heute.

    „Wichtig erscheint mir auch, nicht automatisch davon auszugehen, dass wir heterosexuell sind und uns Sex mit anderen Personen gar nicht vorstellen können. Denn Sexualität kann ganz unabhängig vom Geschlecht noch sehr viel mehr oder auch ganz anders sein als ein heterosexueller, penetrierender Akt.“

    Natürlich gehört zur menschlichen Sexualität nicht nur die Kopulation zwischen Männchen und Weibchen. Und klar geht es auch ohne Penetration, je nach genauer Sexualpraktik. Aber eines sieht man hier: Herrn Voss ist die „Heteronormativität“ ein Dorn im Auge. Die Penetration muss dabei natürlich dabei auch genannt werden, damit sich die Feministinnen freuen und ihn weiter beruflich fördern.

    „In meiner Dissertation über medizinisch-biologische Geschlechterbetrachtungen zeige ich, dass nicht nur soziale Geschlechterrollen, sondern auch biologisches Geschlecht und biologische Theorien immer in gesellschaftlichen Zusammenhängen entstehen. Deswegen schaue ich mir die Bestimmung von biologischem Geschlecht und deren zeitliche Entwicklung an. Dabei zeigt sich, dass es stets intensive Diskussionen darum gegeben hat, wie gleich oder verschieden zwei Geschlechter sind und ob sich diese zwei Geschlechter überhaupt eindeutig unterscheiden lassen.“

    Spätestens hier kriegt man den Eindruck, man habe es mit jemandem zu tun, der einer Irrenanstalt entlaufen ist. Das biologische Geschlecht entsteht also in gesellschaftlichen Zusammenhängen. Biologische Theorien versucht er ebenfalls dadurch zu entwerten, dass er betont, sie seien in gesellschaftlichen Zusammenhängen entstanden, sie seien also nur eine leicht hinterfragbare Spinnerei. Ganz anders natürlich als seine „Theorien“ dazu. Wie gleich oder verschieden zwei Geschlechter sind, hat übrigens mit der biologischen Definition von „Geschlecht“ überhaupt nichts zu tun. Eine eindeutige Unterscheidung ist leicht möglich – man werfe einfach einen Blick in die eigene Unterhose.

    Festhalten, jetzt wird’s ganz geil:

    Frage: „Welche Möglichkeiten gibt es heute das biologische Geschlecht eines Menschen zu bestimmen“

    „Da gibt es vielfältige Möglichkeiten. Einige meinen damit das Erscheinungsbild äußerer Genitalien, einige innere Genitalien wie Hoden und Eierstöcke, wiederum andere den Chromosomen- oder Hormonbestand. Egal auf welcher Ebene wir schauen, zeigt sich mittlerweile, dass viele Faktoren in die Ausbildung des Genitaltraktes involviert sind. Genitalien entwickeln sich vielgestaltig und individuell verschieden. X- oder Y-Chromosom bestimmen nicht, ob wir Penis oder Vagina bekommen.“

    Nur zu Erinnerung: Es ist kein Witz. Dieser Mann ist jetzt wirklich PROFESSOR an einer HOCHSCHULE. Was macht er hier: Er instrumentalisiert individuelle Unterschiede in geschlechtsspezifischen Merkmalen, um den Begriff „Geschlecht“ aufzuweichen. Dass viele Faktoren auf verschiedenen Ebenen dran beteiligt sind, haben biologische Sachverhalte so an sich. Auch das versucht er zu instrumentalisieren. Aber dann diese Behauptung:

    „X- oder Y-Chromosom bestimmen nicht, ob wir Penis oder Vagina bekommen.“

    Das muss man sich nur mal auf der Zunge zergehen lassen. Fakt ist: Ja, es gibt den seltenen Ausnahmefall des XX-Mannes. Bei dem hat es das sry-Gen des Y-Chromosoms durch eine nichthomologe Rekombination auf das X-Chromosom geschafft. Es könnte auch sein, dass es Frauen gibt mit einem defekten Y-Chromosom, die phänotypisch einer Frau mit Turner-Syndrom (X0) entsprechen. Denkbar ist auch, dass ein Mensch mit zwei XX und einem Y-Chromosom – normal ist das ein Mann mit Klinefelter-Syndrom – ein inaktives Y-Chromosom hat und deshalb phänotypisch einer normalen Frau entspricht. Es gibt eben chromosomale Anomalien. Aber das ändert nichts am großen Ganzen: Menschen mit zwei X-Chromosomen haben fast immer eine Vagina. Menschen mit XY-Chromosom haben fast immer einen Pimmel. Punkt. Und wer das Gegenteil davon behauptet – und das also studierter Biologe – der gehört in meinen Augen weggesperrt. Oder, wenn nicht, zumindest dran gehindert, auf Hochschulen sein Unwesen zu treiben.

    Fragesteller: „Auch deswegen plädieren Sie für die Aufhebung der Unterscheidung zwischen Männern und Frauen und argumentieren, dass biologisches Geschlecht nicht in zwei Ausprägungen auftritt. Vielmehr sollte Geschlecht als ein Kontinuum betrachtet werden, das durch ein Zusammenwirken vieler Faktoren bestimmt wird. Im Alltag aber hat man scheinbar eindeutig mit Frauen oder Männern zu tun. Spricht das nicht gegen ihre These?“

    Voss: „Die Einteilung in Männer und Frauen hat mit biologischen Eigenschaften wenig zu tun. Viele dieser Eigenschaften sind im Alltag gar nicht sichtbar. Genitalien zum Beispiel sind die meiste Zeit verdeckt. Vielmehr lernen wir von klein auf, Personen anhand ihrer Kleidung, Verhaltensweisen oder ihrer Körpersprache als Männer oder Frauen zu identifizieren. Studien zeigen, dass Erwachsene schon auf Neugeborene ganz unterschiedlich reagieren – je nachdem, ob ihnen das Kind als Mädchen oder Junge vorgestellt wird. Wird das Baby als Junge vorgestellt, erscheint es stark und frech. Wird ihnen dasselbe Baby als Mädchen vorgestellt, erkennen sie es als zart und hübsch. Das zeigt, wie unterschiedlich mit Mädchen und Jungen umgegangen wird. Wir lernen vom ersten Tag an was typisch weiblich und typisch männlich ist.“

    Weiter Scheinargumente wie aus dem Lexikon, als hätte man unter „Scheinargument“ nachgeguckt. Es soll also keine zwei Geschlechter geben, sondern einen fließenden Übergang. Und weiterhin wird das Märchen vom geschlecht als gesellschaftlichemm Konstrukt aufgewärmt. (Es sei natürlich unbestritten, dass es kulturelle Überformungen gibt, und dass Menschen in der Tat auf Frauen und Männer jeweils anders reagieren. Das tut aber hier gar nichts zur Sache.)

    Fragesteller: „Aber verändert diese unterschiedliche Behandlung je nach Geschlecht wirklich auch den Körper?“

    „Ja, das ist durch Studien ausreichend belegt. Körperliche Merkmale wie Muskulatur werden durch unsere Sozialisation und Lebensweise geformt. Der als typisch weiblich oder typisch männlich betrachtete Körper zeigt sich bei uns keineswegs so oft, wie zuweilen angenommen.“

    Die „Studien“ sähe ich mal gerne! Aber selbst wenn sich durch Sozialisation und geschlechtsspezifischer Lebensweise was am Körper verändert – es tut überhaupt nichts zur Sache.

    „Meinen Sie es ist gesellschaftliche Prägung, dass sich eine Frau zu einer zarten und ein Mann zu einer starken Person entwickelt?“

    „Genau. Dazu gibt es sehr gute Beispiele aus dem Sport: Die Leistungen im Marathonlauf haben sich stark verändert. Während in den 1960er Jahren der Unterschied der Weltbestzeiten zwischen Männern und Frauen bei circa einer Stunde lag, hat er sich mittlerweile auf zehn Minuten reduziert. Hier wird klar welchen Einfluss Trainingsbedingungen, Teilnahmeerlaubnisse und Prestige für Männer und Frauen im Spitzensport haben und wie wenig letztlich durch das Geschlecht vorgegeben ist.“

    Es gibt also immer noch einen Geschlechtsunterschied, auch wenn er sich verringert hat. Als Biologe sollte er dies auf sexuelle Selektion zurückführen. Aber von Biologie hält dieser aus meiner Sicht merkwürdige Biologe ja offenbar nicht viel.

    „Sie wären also dafür, die Geschlechtertrennung im Sport ganz aufzuheben?
    Ja, eine Unterscheidung nach Geschlecht ist meiner Meinung nach nicht tragbar, sondern sie könnte je nach Sportart zum Beispiel an Gewichtsklasse oder Größe festgemacht werden, wie es zum Beispiel im Ringen der Fall ist.“

    Er kann ja bei der Fußball-WM gemischte Mannschaften gegeneinander spielen lassen. Oder gleich Männer gegen Frauen. Meine Empfehlung: Er könnte auch männliche, regional ausgewählte Jugendmannschaften gegen die Damen-Nationalelf antreten lassen. (vgl. http://de.wikimannia.org/Frauenfu%C3%9Fball)

    Voss: „Zeigen sich beispielsweise bezogen auf die Häufigkeit von viel Muskeln Unterschiede zwischen den Geschlechtern, ist die Frage nach den Ursachen zu stellen. Und hier wurde etwa von der Biologin Anne Fausto-Sterling klar gezeigt, wie sie als Folge der Sozialisation und nicht „natürlich“ entstehen.“

    Klar gezeigt auch noch. Das hier https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/25/wie-haufig-ist-intersexualitat/ sagt alles über diese Frau. Sie ist offenbar auch zu den gendersens übergelaufen.

    „Auch biologische Studien weisen sehr häufig Unterschiede zwischen den Geschlechtern nach.“

    „Bei einem genauen Blick auf die biologischen Studien selbst stimmt das keineswegs. Oft zeigen sich auch Gleichheiten. Werden Differenzen ermittelt, liegt das oft schon daran, dass die Differenz bereits als Forschungsfrage vorausgesetzt wird. Schon vor dem Versuch werden die Individuen in weiblich und männlich eingeteilt. Und zwischen diesen beiden Gruppen wird dann nach Differenzen gesucht. Somit ist schon vom Forschungsdesign her gar kein anderes Ergebnis möglich, als Differenzen zwischen Frauen und Männern festzustellen.“

    So ein Schwachsinn! Natürlich kann man bei solchen Studien Gleichheiten zwischen den Geschlechtern nachweisen.

    „Dabei zeigen sich überall, also beispielsweise bei Hormon- und bei Gehirnuntersuchungen meist viel größere Unterschiede innerhalb einer Gruppe, also etwa innerhalb der Gruppe „Männer“.“

    Auch wenn das stimmen sollte, was durchaus sein kann: Es tut überhaupt nichts zur Sache. Aber Herr Voss tut alles, um den Begriff „Geschlecht“ aufzuweichen.

    Festhalten, es wird wieder ganz geil:

    „Aber ist es nicht so, dass Frauen zum Beispiel Kinder bekommen können und Männer nicht?“

    „Gegen dieses beliebte Argument der Gebärfähigkeit von Frauen sprechen mehrere Punkte. Fortpflanzung ist zwar zur Arterhaltung des Menschen nötig, aber deshalb muss nicht jede oder jeder Einzelne auf klassischem Weg Kinder bekommen können. Es hat sich gezeigt, dass Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen nicht so verbreitet ist, wie oft angenommen. So hat das Bundesland Sachsen die Erstattungsfähigkeit von Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung wieder eingeführt, weil Studien ergaben, dass mindestens 15 Prozent der heterosexuellen, fortpflanzungswilligen Paare über einen längeren Zeitraum nicht in der Lage waren, Kinder zu bekommen. Wäre Fortpflanzung also wichtig zur Festlegung des biologischen Geschlechts, wären diese 15 Prozent nicht typisch männlich oder weiblich.“

    Eigentlich bin ich mir zu schade dazu, um auf so einen Scheiß noch einzugehen. Nicht jeder Mensch ist fruchtbar, nicht jedes Paar besteht aus zwei in Sachen Fortpflanzung kompatiblen Partnern. Aber auch das muss Herr Voss dazu instrumentalisieren, um Begriffe wie „Geschlecht“ und „Geschlechterrolle“ aufzuweichen.

    Voss: „In Fachkreisen schlägt man etwa seit den neunziger Jahren solche Sichtweisen vor, wie ich Sie in meinen Forschungen formuliere.“

    Und warum kommen dann in Prof. Peter Kappelers „Verhaltensbiologie“ nur zwei Geschlechter vor? Warum hat Frau Prof. Susanne Foitzik in der Fernsehsendung „Planet Wissen“ gesagt, es geben zwei Geschlechter? Es ist schlichtweg nicht wahr, dass die Thesen von Herrn Voss in der biologischen Fachwelt akzeptiert sind. Außer natürlich diejenigen Thesen, die er instrumentalisiert für seine eigenen Thesen.
    „Man ist einfach – egal in welchem Bereich – auf Komplexität gestoßen. Genetisch werden beispielsweise heute etwa 1000 Gene als in die Ausbildung des Genitaltraktes involviert beschrieben – und nur die wenigsten davon zeigen sich regelmäßig auf dem X- oder dem Y-Chromosom. Stattdessen finden sie sich breit im Genom verteilt. Junge Forschende nehmen meine Beschreibungen der Komplexität als Selbstverständlichkeit. Es gibt aber auch ältere, die versuchen, an der „unbeschränkten Herrschaft“ von X- und Y-Chromosom festzuhalten.“
    Die Komplexität wird auch immer instrumentalisiert. Als Diplom-Biologe sollte Voss wissen, dass viele Gene, die NATÜRLICH NICHT NUR auf den beiden Geschlechtschromosomen, sondern gerade auch auf den ganzen Autosomen vorkommen, geschlechtsspezifisch an- und ausgeschaltet oder zumindest geschlechtsspezifisch in ihrer Transkriptionsrate beeinflusst werden. Vielfach dadurch, dass einige wenige Gene des Y-Chromosoms die Entwicklung der Hoden verursachen, diese dann Testosteron herstellen und Testosteron dann in vielen anderen Körperzellen die Genexpression beeinflusst. Wenn er das als Diplom-Biologe nicht draufhat, dann Gute Nacht Marie! Wenn er es draufhat, führt er die Öffentlichkeit gezielt in die Irre.
    Dass junge Forscher auf dem Gebiet anders denken als ältere, halte ich für eine Behauptung. Jeder, der sich auskennt, weiß, welche hohe Bedeutung die beiden Geschlechtschromosomen haben.

    „Zur Person:

    Dr. Heinz-Jürgen Voß hat Diplom-Biologie in Dresden und Leipzig studiert und dabei den Schwerpunkt auf Genetik gelegt.“

    Offenbar führt er also Menschen bewusst in die Irre. Ich kann es mir nichtanders erklären. Oder er ist wirklich verrückt.
    Das Problem ist nicht, dass es einzelne Menschen gibt, die so sind wie er. Das Problem ist, dass man sie Karriere machen lässt, sie zu Macht und Einfluss kommen lässt.
    Hier stellt sich die Frage: Wie krank, kaputt und marode muss eine Gesellschaft eigentlich sein, die so einen zum Prof. ernennt bzw. duldet, dass er zum Prof. ernannt wird?

    Interessant ist übriegsn auch sein Standpunkt zur Beschneidung:

    https://www.freitag.de/autoren/verqueert/interventionen-gg-die-dt-beschneidungsdebatte

    Natürlich immer schön konform mit dem Feminismus, aber klar doch! Die fördern ihn ja auch. Bei solchen Leuten sollte gelten: Hört nicht auf ihn, er ist einer von den Gendersens!

    Dann das hier, von der Betreuerin der Dotorarbeit vom Voss:

    http://derstandard.at/2000003661899/Wir-brauchen-keine-Gender-Polizei

    Auch eine Überläuferin aus der Biologie zu den Gendersens. Offenbar will sie im Internet zensieren:

    „Mein Vorschlag wäre, Blogs besser zu moderieren oder im schlimmsten Fall zu schließen. Es sollte immer auch eine Genderexpertin oder einen Genderexperten in den Medien geben. Dabei geht es nicht darum, eine „Gender-Polizei“ einzurichten. Nein, es geht darum, dass Menschen, die auch eine entsprechende Ausbildung haben, die Entscheidung unterstützen, was sozial vertretbar und was eine Beleidigung oder Verletzung ist.“

    Aber genau das sieht den Gendersens ja ähnlich.

    So, nun wieder das Übliche:

    Agens:

    http://agensev.de/meldungen/gender-ein-angriff-auf-die-westliche-kultur/

    Frau 2000plus:

    Klicke, um auf PM-Betreuungsgeld-und-Krippe_Verband-Mütter-für-Mütter.pdf zuzugreifen

    Birgit Kelle:

    http://www.focus.de/politik/experten/bkelle/spd-und-gruene-zetteln-diskussion-an-neue-aufregung-ums-betreuungsgeld-allerdings-mit-alten-zahlen_id_4022176.html

    Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2014/08/brauchen-schulen-dildos-und-andere.html

    Und wieder der „Stadtfuchs“:

    http://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/07/29/qualitatsmedien/

    http://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/07/31/qualitatsmedien-2/

    Nichtfeminist:

    http://nicht-feminist.de/2014/08/ein-interview-mit-markus-theunert-einem-deutschen-maennerrechtler/#more-1844

    http://nicht-feminist.de/2014/08/zeitreise-ins-jahr-2006-politische-geschlechtsumwandlung-durch-gender-mainstreaming/#more-1850

    Wolle Pelz:

    http://www.pelzblog.de/2014/08/die-empathie-der-frau-teil-668-gewalt-unter-frauen-noe/

    Danish:

    http://www.danisch.de/blog/2014/08/01/wie-die-humboldt-universitaet-jetzt-bei-ausschreibungen-trickst-um-frauen-zu-bevorzugen/

    http://www.danisch.de/blog/2014/07/31/die-anwendung-der-mathematischen-spieltheorie-in-der-ausbildung-von-aerzten/

    http://www.danisch.de/blog/2014/07/31/ich-hab-den-beruf-verfehlt-79/

    http://www.danisch.de/blog/2014/07/30/die-betruegeraffinitaet-des-bundestagspraesidenten-lammert/

    http://www.danisch.de/blog/2014/07/30/verlinken-bei-strafe-verboten/

    http://www.danisch.de/blog/2014/07/29/1980-promotion-zum-dr-phil-gueltig-bis-2014/

    http://www.danisch.de/blog/2014/07/29/buendnis-90-die-gruenen-wollen-frauen-zurueck-an-den-herd/

    …und der Surftipp des Tages:

    http://www.maskulist.de/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Pferdeantilopen

    • Das ist ja ein Riesen-Post. 🙂

      Man muß nur erwähnen, daß Voß schwul ist. Schon stehen seine Ansichten in einem ganz neuen Licht.

      Auch solche Leute sind es natürlich, die mich in meinen Ansichten zur Homosexualität bestärken. Ein natürlicher Schwuler hätte solch einen Blödsinn nicht nötig wie der Voß.

      Das mit der Beschneidung ist natürlich der Gipfel des politisch-korrekten Pharisäertums. Es ist auch diese kranke Verlogenheit, die zu gewissen tiefenpsychologischen Überlegungen bei mir führt. 🙂

      Wenn du dem Voß wie in deinem Text jetzt damit kommst, daß er kompletten Schwachsinn erzählt, dann entrüstet er sich darüber, daß man so doch nicht in einen Diskurs treten könne. Der anderen Seite Dummheit vorzuwerfen.

      Ich bin vor allem erstaunt, wie zahm und opportunistisch der Teil der Akademia ist, der diesen ganzen Gender- und Queer-Scheiß durchwinkt, nur weil er eben en vogue ist und weil man Angst hat, als intolerant zu gelten.

      Mal sehen, was in Zeiten des Internet dem Voß bald an seiner Universität blüht. Hoffen wir auf couragierte Studenten, die das Maul aufmachen.

      • @ James

        „Das ist ja ein Riesen-Post. :)“

        Ja, das musste mal sein!

        „Man muß nur erwähnen, daß Voß schwul ist. Schon stehen seine Ansichten in einem ganz neuen Licht.“

        Ja, hätte ich auch getan. Allerdings habe ich keine Quelle aufr Lager, aus der das zu 100% hervorgeht. Also wo Voss selbst bestätigt, dass er homosexuell ist. Hast Du dazu eine Quelle auf Lager?

        Klar: Einige Homosexuelle stehen halt mit Begriffen wie „Geschlecht“ oder „Geschlechterrolle“ auf Kriegsfuß und wollen diese Begriffe deshalb immer weiter aufweichen.

        Dabei ist ein Homosexueller Mensch sehr wohl laut biologischer Definition ein „richtiger Mann“ bzw. eine „richtige Frau“. Und die Biologie will niemanden diskriminieren.

        „Auch solche Leute sind es natürlich, die mich in meinen Ansichten zur Homosexualität bestärken. Ein natürlicher Schwuler hätte solch einen Blödsinn nicht nötig wie der Voß.“

        Es sollte kein Homosexueller nötig haben. Und kein Hetero – Heteros, besonders weibliche, machen den Gender-Quatsch ja auch mit.

        „Das mit der Beschneidung ist natürlich der Gipfel des politisch-korrekten Pharisäertums. Es ist auch diese kranke Verlogenheit, die zu gewissen tiefenpsychologischen Überlegungen bei mir führt. :)“

        Ja.

        „Wenn du dem Voß wie in deinem Text jetzt damit kommst, daß er kompletten Schwachsinn erzählt, dann entrüstet er sich darüber, daß man so doch nicht in einen Diskurs treten könne. Der anderen Seite Dummheit vorzuwerfen.“

        Ja, das ist deren Methode. Dabei werfe ich ihm gar nicht Dummheit vor, sondern dass er in meinen Augen verrückt ist. Man muss doch komplett übergeschnappt sein, um öffentlich zu behaupten, es gebe mehr als zwei Geschlechter, und das biologische Geschlecht sei gesellschaftlich konstruiert bzw. könne nichtunabhängig von Gesellschaft betrachtet werden.

        Und wie übergeschnappt muss ein Land sein, in dem solche Leute Prof werden?

        „Ich bin vor allem erstaunt, wie zahm und opportunistisch der Teil der Akademia ist, der diesen ganzen Gender- und Queer-Scheiß durchwinkt, nur weil er eben en vogue ist und weil man Angst hat, als intolerant zu gelten.“

        Ja, erstaunt, erschrocken – was auch immer. Ich selbst hätte es mir nie vorstellen können, dass sich so eine Ideologie ausgerechnet an der Uni breitmacht. Und dann mit solchen Argumenten.

        „Mal sehen, was in Zeiten des Internet dem Voß bald an seiner Universität blüht. Hoffen wir auf couragierte Studenten, die das Maul aufmachen.“

        Genau – und die schon mal einen Stapel Flugblätter vor sein Dienstzimmer legen.

        Aber Studis haben (leider zu Recht) Angst davor, dass sie dann plattgemacht werden, ihren Abschluss nicht kriegen. Die können sich mit dem erst nach ihrem Studium anlegen. Wobei sie es trotzdem vorher machen sollten. Alle zusammen dann.

        • Offenbar findet in Bezug auf Rückgrat bei Leuten
          die ihr Brot an der Uni verdienen eine negative
          Selektion statt, wobei die mehr spekulativen
          und dekorativen Fächer stärker betroffen sind
          als der MINT Bereich.

          *IQ and ideology: Most academics are Left-leaning. Why? Because very bright people who have balls go into business, while very bright people with no balls go into academe.*

        • ät Matthias:
          Wirklich ein Riesending! Leszek färbt auf Dich ab. 😉

          Im Ernst: Als Biologe ärgert Dich, daß ein Biologe wie Voß Gender“wissenschaft“ macht? Mich auch, weil ich im Bio-Studium eigentlich selten linke Spinner getroffen habe. Und wenn, dann waren das ein paar Antifa-Ökos, die nicht bis zum Diplom durchhielten.
          Umso schlimmer, daß solche Typen wie Voß den Gendersens „fachliche Expertise“ aus der Naturwissenschaft liefern.

          Es soll Dich beruhigen, daß so einer, wenn es für die Gendermode nicht gerade Millionen aus der Politik gäbe, auf der Hinterbank verschwinden würde, wenn er echte Biologie machen müßte. Oder gleich Arbeitsamt.

          Ich hatte Dir doch mal von Prof. Braun geschrieben. Weißt schon, die mit der Statistik-Legasthenie (n=86 für sämtliche Versuche 😉 ). Lies mal den Wiki-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Christina_von_Braun

          Was fällt auf? ’69 mit dem Studium fertig, aber erst 25 Jahre später wieder im Unibetrieb, dann aber gleich als Professx, und Dekanx. Vorher nur freie Autorin und Filmemacherin.

          Das wäre doch was als Biologe, was? 25 Jahre lang nach dem Dr. nur Büchlein schreiben und Filmchen drehen, dann gleich Professor.

          Da zeigt sich bis heute, warum Ideologien im Hirn wahrscheinlich angelegt sind: Die Ideologen vernetzen sich untereinander („Vitamin B“) und schieben sich gegenseitig gesellschaftliche Ressourcen zu.

        • @ Redpill

          Zustimmung!

          @ Axel

          „Wirklich ein Riesending! Leszek färbt auf Dich ab. ;-)“

          Ja, wird auch nicht das letzte Mal sein, dass ich ich mich so einem/einer näher widme.

          „Im Ernst: Als Biologe ärgert Dich, daß ein Biologe wie Voß Gender”wissenschaft” macht?“

          Ja, mich ärgert zum einen die ganze „Gender“-Wissenschaft. Besonders krass ist es aber, wenn ausgerechnet ein Biologe da mitmacht. Gerade so einer MUSS verstehen, warum die Genderei keine Wissenschaft ist.

          Ärgern im Sinne von Neid auf seine Karriere ist es bei mir noch nicht mal. Nur: Verkehrt finde ich es schon, dass auf der einen Seite Diplom-Biologen nicht besonders viele Möglichkeiten haben und dass Wissenschaftskarrieren in dem Bereich normalerweise ziemlich schwierig sind und von vielen Leuten, die solche Werdegänge hinter sich haben, einem davon abgeraten wird, und auf der anderen Seite einer dann ohne Habilitation die Treppe hochfällt, nur weil er die „richtige“ Ideologie vertritt.

          Alles verkehrte Welt. Vor allem lohnt sich harte, ehrliche Arbeit nicht mehr. Aber die Ideologien der Mächtigen unterstützen, das lohnt sich.

          „Mich auch, weil ich im Bio-Studium eigentlich selten linke Spinner getroffen habe.“

          Den linken Spinner oder sonstigen politisch motivierten Studenten bin ich nie im Naturwissenschaften-Viertel der Uni begegnet, aber oft im „Phillosophikum“. Da ist eine ganz andere Atmosphäre, eine ganz andere Sorte von Student. Natürlich gibt es auch da nette Leute, klar.

          „Und wenn, dann waren das ein paar Antifa-Ökos, die nicht bis zum Diplom durchhielten.“

          Solche Leute hab ich nicht kennen gelernt, auch wenn die Ökologie einer meiner drei Hauptfächer im Hauptstudium war. In eienr Nuturschutzvorlesung fragte der Prof, ob wir in irgendwelchen Naturschutzverbänden Mitglied wären. Kein einziger war es. Nur 15 Jahre vorher, sagte dieser Prof., war es JEDER von denjenigen Biologiestudenten, die sich im Hauptstudium auf Ökologie spezialisierten. So schnell ändert sich die Welt…

          Bei uns war es so, dass Ökologie nicht oft, aber auch nicht selten gewählt wurde. Über Politik wurde da fast nie diskutiert. Sondern fast nur übers fachliche.

          „Umso schlimmer, daß solche Typen wie Voß den Gendersens “fachliche Expertise” aus der Naturwissenschaft liefern.“

          Allerdings.

          „Es soll Dich beruhigen, daß so einer, wenn es für die Gendermode nicht gerade Millionen aus der Politik gäbe, auf der Hinterbank verschwinden würde, wenn er echte Biologie machen müßte. Oder gleich Arbeitsamt.“

          Vielleicht schon. Auf der anderen Seite hat Voss schon mal echte Biologie gemacht. Vielleicht ist er nicht zu dumm dafür, sondern zu verbohrt.

          Aber welche Möglichkeiten er ohne die Genderei hätte – keine Ahnung. Geht es mir gar nicht so sehr drum. Ich will dem auch gar nichts persönlich und wünsche ihm auch nichts schlimmes.

          Aber dass so einer zu den Gendersens überläuft, dafür noch dick vom Staat belohnt wird und eine Karriere macht, die er mit ehrlicher Arbeit in der Form niemals hinkriegen würde, hier von wegen ohne Habilitation Prof. werden und der gefragte Mann sein – nein danke!

          „Ich hatte Dir doch mal von Prof. Braun geschrieben. Weißt schon, die mit der Statistik-Legasthenie (n=86 für sämtliche Versuche 😉 ). Lies mal den Wiki-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Christina_von_Braun

          Was fällt auf? ’69 mit dem Studium fertig, aber erst 25 Jahre später wieder im Unibetrieb, dann aber gleich als Professx, und Dekanx. Vorher nur freie Autorin und Filmemacherin.“

          Erinner ich mich jetzt nicht dran. Aber irre. Solche Karrieren sind wohl nur in der Genderei drin.

          Aber klar – der Staat will eine Ideologie durchdrücken, und belohnt diejenigen, die dazu bereit sind, dabei zu helfen, mit Karrierechancen, von denen normale Wissenschaftler noch nicht mal zu träumen wagen.

          „Das wäre doch was als Biologe, was? 25 Jahre lang nach dem Dr. nur Büchlein schreiben und Filmchen drehen, dann gleich Professor.“

          Ja, völlig unmöglich. Das würde keiner hinkriegen. Ich habe natürlich nichts gegen Leute, die Bücher schreiben und Filme drehen. Im Gegenteil. Aber dadurch Prof. werden ist ein bisschen sehr viel des Guten.

          „Da zeigt sich bis heute, warum Ideologien im Hirn wahrscheinlich angelegt sind: Die Ideologen vernetzen sich untereinander (“Vitamin B”) und schieben sich gegenseitig gesellschaftliche Ressourcen zu.“

          Ich fürchte auch. Es ist eine verkehrte Welt.

      • „Man muß nur erwähnen, daß Voß schwul ist. Schon stehen seine Ansichten in einem ganz neuen Licht.“

        In welchem denn?

        Und was sagst Du dazu, wenn ein Schwuler wie Adrian Voß‘ Thesen für weitgehend falsch hält?

        • an Adrian:Mittlerweile sind viele Schwule ja eher konservativ, heiraten zwar einen Mann, sind aber brav, bürgerlich, in der CDU etc.
          Dennoch kommt aus den 70ern und 80ern zum Teil noch eine rebellische Haltung von Schwulen rüber. Liegt vermutlich daran, daß die Genderbewegung nicht nur (scheinbar) Frauenrechte propagiert, sondern auch für die Akzeptanz von Homosexuellen (scheinbar) wirbt. Da ist man natürlich auch Gender-Unterstützer, wenn man von denen soziale Wärme erhält.

          Außerdem sind einige Schwule vielleicht etwas irritiert über ihre eigenen Neigungen, wenn die übergroße Mehrheit ganz anders fühlt. Da kann man schon verstehen, wenn ein alter Schwuler wie Foucault versucht, diese Irritation aufzulösen, indem er sich irgendwas zusammenschwurbelt. Wenn man reale Identitäten (scheinbar) auflöst, lindert das.
          Ist heutzutage aber eigentlich nicht mehr nötig. Voß könnte also richtige Wissenschaft machen. Er müßte nur wollen.

    • Nachtrag:

      Das hier

      „derStandard.at: Der Genderforschung wird immer wieder vorgeworfen, sie sei unwissenschaftlich, nur politisch und würde Interessen vertreten.

      Schmitz: Ja, Genderforschung ist politisch. Aber jede andere Forschung ist das auch. Jede Forscherin, jeder Forscher hat bestimmte Vorstellungen und Ziele und ist in bestimmte Forschungszusammenhänge eingebunden. Jede Forschungsgruppe handelt ihre Methoden und Schlussfolgerungen aus, das zeigt die Wissenschaftsforschung seit circa 50 Jahren. Das ist zunächst auch nicht schlimm, weil es gar nicht anders geht. Es gibt weder neutrale Wissensgewinnung, noch gibt es die Wahrheit. Dem können und müssen wir gar nicht entkommen. Es geht nur darum, dass Entscheidungen transparent gemacht werden, damit die Wissenschaft und die Gesellschaft beurteilen und aushandeln können, ob ein bestimmtes Wissen zu einem bestimmten Zeitpunkt adäquat ist. Deshalb ist die feministische Wissenschaft zwar nicht die wahre, aber eine bessere Wissenschaft. Weil sie deutlich macht, mit welchen Methoden, Entscheidungen und Einflüssen sie Wissen produziert.“

      ist auch ziemlich stark. Quelle: http://derstandard.at/2000003661899/Wir-brauchen-keine-Gender-Polizei

      Forschung ist also politisch. Es gibt keine Wahrheit. Aber Entscheidungen müssen transparent gemacht werden. Und ganz bestimmt will sie auch, dass die Gesellschaft aushandeln kann, ob die Genderei eine echte Wissenschaft ist. Deshalb will sie ja auch, dass Blogs zensiert werden.

      Ausgerechnet die feministische Wissenschaft macht deutlich, mit welchen Methoden, Entscheidungen und Einflüssen sie wissen produziert? Ich dachte immer, dass Harald Eia deutlich macht, wie die vorgehen…

      • ät Matthias:
        Uaah, das Interfju paßt perfekt in meine Liste der GSGW-Abwehrtaktiken!
        Genau, Teilchenphysik ist politisch, Glas-Chemie und Molekulare Medizin sowieso… 😉
        Aber für den uninformierten Leser sind diese rhetorischen Taschenspielertricks zunächt schwer zu durchschauen. Ich befürchte, viele Leser könnten „politisch“ mit „politische Folgen“ verwechseln (Gentechnik etc.)

        Ich habe den Eindruck, viele der verbohrten Gesinnungs-Biologen stammen noch aus der Öko-Ära, als viele Linksradikale Bio studierten, als Modefach. Zum Beispiel die Verbandsmitglieder aus Deinem Beitrag. Zum Glück seit ’94/’95 vorbei.
        Hatte ich mal die Argumentationshilfe für argumentationsunfähige Genderer zitiert? Wenn nicht, hier: http://www.gwi-boell.de/de/2013/11/20/gender-wissenschaftlichkeit-und-ideologie-argumente-im-streit-um-geschlechterverh%C3%A4ltnisse

        Ist lang, aber die Tricks sind dort schön sichtbar. „Ideologie“ ist doch gar nicht definiert, wir können also gar keine Ideologen sein,…..alles ist politisch….hihi

        • @ Axel

          „Ich habe den Eindruck, viele der verbohrten Gesinnungs-Biologen stammen noch aus der Öko-Ära, als viele Linksradikale Bio studierten, als Modefach. Zum Beispiel die Verbandsmitglieder aus Deinem Beitrag. Zum Glück seit ’94/’95 vorbei.“

          Ich habe solche Leute kaum kennen gelernt. Kann natürlich sein, dass es die gibt und die auch verbohrt sind. Nach denen kamen viele, die sich auf die molekularbiologischen Fächer stürzten. Nicht politisch motiviert, aber in völliger Überschätzung, was sie damit auf dem Arbeitsmarkt für Möglichkeiten haben.

          „Hatte ich mal die Argumentationshilfe für argumentationsunfähige Genderer zitiert?“

          Glaub nicht.

          „Wenn nicht, hier: http://www.gwi-boell.de/de/2013/11/20/gender-wissenschaftlichkeit-und-ideologie-argumente-im-streit-um-geschlechterverh%C3%A4ltnisse

          Ist lang, aber die Tricks sind dort schön sichtbar.“

          Kommt mir bekannt vor – aber Danke!

      • Natürlich ist jede Wissenschaft politisch. Aber in dem sinne, dass jeder Wissenschaftler politisch ist. Daher ist es ja die große individuelle Leistung jedes Wissenschaftlers sich davon im bezug auf sein wissenschaftsgebiet so gut es geht frei zumachen, und ergebnisoffen zu forschen. Den letzten Schritt hat diese frau wohl nicht ganz begriffen. Schade für sie, zeugt es doch von ihrer intellektuellen unbedarfheit.

        • ät Teardown:
          Äh, alle Wissenschaft ist politisch? Na ja, es gibt im Hintergrund weltanschauliche/weltbildliche Strömungen, die Forschungsrichtungen ermöglichen oder bestimmen. Ohne das Weltbild, das Determinismus existiert (Gene…), keine Molekularbiologie und Genetik. Aber dieses Weltbild ist nachgewiesenermaßen korrekt. „Sozial konstruierte Geschlechtsidentitäten“ definitiv nicht.
          Es gibt bei den akademischen Forschern deutliche Unterschiede, was die Politisierung angeht. Naturwissenschaftler bsplws. gehen vielleicht wählen, denken aber zumeist nicht primär politisch.
          Genderierende hingegen tun genau das; die Wissenschaft kommt an zweiter Stelle, wenn überhaupt.
          Das Problem ist leider nicht nur Professx Braun, sondern ihr ganzer Betrieb. Da wird die Vermeidung ergebnisoffener Forschung nicht nur geduldet, sondern geradezu kultiviert.

        • Schon mal an unigremien teilgenommen? Drittmittel eingeworben? Forschungsprojekte gegenüber dem Fakultätsrat verteidigt?

          Ich glaube wir haben einen unterschiedlichen Politikbegriff. Politik ist überall dort, wo Menschen sich in Organisationen zusammenfinden. Parteipolitik ist wiederum was anderes, und da sind wir uns ja einig.

          Man sieht das übrigens sehr schön an den Debatten, wenn irgendwelche nazis studieren. Natürlich haben auch nazis die Berechtigung dazu. Aber wie gesagt, wir sind uns einig.

  3. @ Christian

    Schon gesehen?
    Das Buch der US-amerikanischen sex-positiven Feministin Clarisse Thorn „Confessions of a Pickup Artist Chaser: Long Interviews with Hideous Men“, eine Untersuchung der Pick Up-Subkultur, liegt inzwischen in deutscher Übersetzung vor:

    Clarisse Thorn – Fiese Kerle?: Unterwegs mit Aufreißern. Ein hautnahes Experiment.

    Arne scheint das Buch übrigens gefallen zu haben (siehe seine Amazon-Rezension).

  4. Warum der zum nicht geringen Teil lesbengeführte klassische Feminismus wohl vor einer Etappenniederlage steht

    Sind Männer die Ursache?

    Nicht ganz.

    Transfrauen (M > F) werden die Lesben an die Wand drücken.

    Glaubt jedenfalls Steve Sailer, Zitat:

    *With World War T[ranssexual Righets] turning into a rout, Michelle Goldberg in The New Yorker profiles one last pocket of resistance: radical lesbian-feminists who have been trying for 40 years to stop men in dresses from showing up at the Michigan Womyn’s Music Festival and hitting on the poor lesbians who just want to camp in the dirt and enjoy the earnest folk stylings of the Indigo Girls. But today even the Indigo Girls are threatening to boycott the Festival unless the aging lesbians submit to the all-conquering Trans Power:

    An old school lesbian-feminist named Sheila Jeffreys has pointed out that a large fraction of the most aggressive trans activists are not pitiful intersex individuals, but highly masculine guys who have a private agenda they keep secret:

    There’s a certain historic irony and inevitability to lesbian feminists being routed by the only people claiming to be women who are even more ferociously masculine than themselves: individuals with actual Y-chromosomes.

    The unstated but obvious engine of feminism was the anger of the most masculine women that their leadership urges weren’t satisfactorily reciprocated by more attractive women’s followership urges. Instead, feminine women tend to like masculine men and find lesbians to be an inadequate substitute.

    But now the XX lesbian feminists are being out-aggressed by individuals with Y-chromosomes.

    Of course, in the long run the lesbian activists and the trans activists will hammer out an accord in which it is announced that everything is the fault of cisgendered straight white men.*

    Sailer glaubt also, man werde sich mittelfristig wieder darauf einigen können, auf den WHM, den „Klassenfeind“, einzudreschen.

    Na ja.

    On the long run wird eh ein ganz, ganz anderes Spiel gespielt.

    Quelle:

    http://www.unz.com/isteve/world-war-t-never-underestimate-the-more-masculine-minds-urge-for-dominance/

  5. Noch eine interessante Beobachtung von Sailer

    World War T(ransexual Rights) als Surrogatfeminismus für Alphamänner

    *One factor in the rapid triumph of World War T is the opportunity it gives some powerful men to rack up massive Diversity Points by publicizing their friendships with trans “women.” For a male politician, friendship with a trans “woman” comes with about 100X times the Pokemon Points of a normal woman; and, even better, the trans don’t chatter on and on about boring girl stuff like real women do. For example, consider the new right-of-center Australian prime minister Tony Abbott and his old cricket buddy Lt. Col. Malcolm “Cate” McGregor: … *

    Oberstleutnant Malcolm McGregor ist nun eine Frau mit Gendersternchen auf den Schulterklappen.

    Näheres hier:

    http://www.unz.com/isteve/world-war-t-as-diversity-trump-card-for-the-powerful/

    • „and, even better, the trans don’t chatter on and on about boring girl stuff like real women do.“

      Ein junges Trany kann extrem hot sein.
      Dank y aber viel weniger crazy.
      Gut zu wissen für Entwickler von
      Sexbots. Hot über 9 und crazy
      unter 3. Welcher Mann könnte da
      widerstehen? 🙂

  6. Passend zu dem entlarvenden Ringen von Feminist.I.nnen auf Jezebel mit ihren Männervorlieben, die so gar nicht zur Ideologie passen wollen, den ich hier bereits gepostet habe

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/08/02/freunde-mit-sozialen-status-aufladen/#comment-134664

    auch noch eine Studie aus Israel.

    Männer lieben verständnisvolle Frauen, Frauen aber keinesweg in gleichem Maße verständnisvolle Männer: je verständnisvoller ein Mann sich die Probleme einer Frau anhörte, desto weniger fühlten sie sich zu ihm hingezogen – Überraschung!

    Umgekehrt: Je verständnisvoller eine Frau sich die Probleme eines Mannes anhörte, desto attrektiver und weiblicher erschien sie den Männern – wieder: Überraschung.

    Allerdings Vorsicht: die Studie wurde mit 112 israelischen Studenten gemacht, also in einem Land, in dem Frauen schon aus Überlebensinstinkt härtere, männlichere = kühlere Männer bevorzugen angesichts der seit Jahrzehnten bestehenden Kampfsituation, in der sich dieses kleine Land befindet.

    Vielleicht wählen Frauen im noch sicheren Westen etwas anders, bevorzugen etwas weichere = verständnisvollere Männer (obwohl ich daran nicht recht glaube, aber es mag kulturelle Unterschiede geben, die die natürlichen aufspreizen/dämpfen).

    Auch ist das Sample nicht sonderlich groß.

    Das Ergebnis aber passt in’s große Bild (übrigens, interessant zu beobachten, wie die Psychologen mit den Ergebnissen „ringen“):

    *Men who perceive women to be interested in them rated the women as more feminine and sexually attractive. They also showed more interest in having long-term relationships with the responsive women than with the nonresponsive women.

    In contrast to the men, the women in the study did not rate the responsive men as more attractive or masculine than the nonresponsive men — a finding that surprised experts.[natürlich waren die überrascht, sind ja immer überrascht, unsere sicher kritischen, modernen, progressiven „Psycho-Experten“ mit dem positiven Menschenbild und den egalitaristischen Überzeugungen]

    Immerhin, wagen sie zuallerletzt doch noch die ungeheuer kühne Hypotehes:

    *Perhaps, the researchers noted, women may view a responsive man as vulnerable and less dominant.*

    Und damit sexuell weniger attraktiv, weil „schwach“.

    Quelle:

    http://www.livescience.com/47010-why-men-prefer-nice-women.html

    Perhaps that’s the right answer.

    Wenn ich mir das Große Bild ansehe, so ist das sicher die richtige Antwort.

    Natürlich werden Frauen hier wieder einmal mehr unterdrückt und eingeschränkt, auch das darf bei den kritischen, progressiven und modernen „Experten“ nicht fehlen, dieser Hinweis des Herrn Prof. Finkel:

    *“I didn’t know until this [journal] article that men perceive responsive women not only as feminine, but also as sexually arousing,“ [Really? Der Mann ist Professor] Finkel told Live Science in an email. „I could have imagined a different set of results in which men found such women feminine, but then viewed them as dainty or less sexually desirable. Birnbaum and colleagues showed that the opposite is true.“

    „The story isn’t that nice guys finish last. It’s that nice gals finish first (relative to less nice girls) — and guys have greater latitude,“ Finkel wrote. „That is, guys can be appealing in a way that’s nice or in a way that’s not especially nice. It seems that gals don’t seem to have that luxury — they have to be nice to be appealing.*

    Frauen haben’s also wieder mal schwerer. Wenn’s nicht so wäre, Prof. Finkel ersäufte sich in seinem Tintenfass.

    Unseren kritischen, progressiven und modernen „Experten“ für’s kritische, progressive und moderne Menschsein stehen noch viele Überraschungen bevor.

    Shakespeare lesen informiert exakter über die Natur des Menschen, der Männer und der Frauen, als diese Experten, die permanent überrascht werden.

    Immerhin, das muss man erkennen, sie werden wenigstens noch überrascht.

    Wahre „Geschlechterexperten“, wie sie in den Gender Studies arbeiten, wagen erst gar nicht Fragen zu stellen, die Antworten ergeben könnten, die sie nicht hören wollen.

    Wenn Frauen tatsächlich bei starken, kühlen Männern und Männer bei warmherzigen, femininen Frauen geiler würden.

    Das wäre ja … das wäre überraschend.

    • Diese Interpretation der Daten ist mal wieder ein Kurzschluss wie er für Pickup, aber auch einige Küchenpsychologen hier typisch ist.

      Dass das Signalisieren von Zuneigung und Interesse, empathisches Nachfragen im Allgemeinen sich positiv auf die Zuneigung des Gegenübers auswirkt, sollte eigentlich common ground sein.

      Das interessante (für mich wenig überraschende) Ergebnis der Studie ist, dass der Zusammenhang für Frauen sehr viel stärker und linearer ist und sich direkt auf die sexuelle Attraktivität auswirkt.

      Ohne die Studie im Original gelesen zu haben: bei Männern ist der Zusammenhang NICHT umgekehrt, sondern er ist in diesem Setting nicht vorhanden bzw. wohl eher nicht linear.

      Was unterschiedliche Gründe haben kann:
      – eine gendertheoretische Erklärung die auch in dem Artikel anklingt wäre, dass Männer die sehr „responsive“ / „talkative“ sind, weniger dem Männlichkeitsstereotyp entsprechen. Was in Isreal heute als „less responsive“ gilt, kann in einer anderen Kultur oder anderen Zeit schon wieder sehr responsive sein.

      – die genaue Operationalisierung wäre wichtig zu wissen. Ein zu responsiver Gesprächspartner kann durchaus auch eine falsche, zu kognitive Ebene ansprechen. Platt gesagt: die Frau will vielleicht, dass er NOCH mehr zuhört und weniger dazwischenquaselt.
      Wir wissen nicht, ob die non-responsive males einfach nur weniger gesagt haben, weniger Nachfragen gestellt haben, oder wie viel sie zugehört haben. Ein guter Zuhörer zeichnet sich eher durch nonverbales und paraverbales Feedback aus.
      Waren es echte Flirt-Situationen oder total künstlicher Small-Talk?

      – Männer haben höchstwahrscheinlich Nachteile im kommunikativen Bereich und der ToM. Wenn die Sensoren schlecht kalibriert sind, ist Responsiveness sehr Kommunikationsstörend. Für wenig feinfühlige Menschen ist oft Schweigen Gold (bzw weniger schlimm)

      – vor allem wäre der Zusammenhang meiner Meinung nach eher damit zu erklären, dass eine hohe Responsivität eine Kompensationsstrategie unattraktiver Männer ist.
      Attraktive Männer können es sich leisten, reserviert zu sein. Unattraktive Männer nicht. Daraus folgt aber nicht, dass diese Kompensation dysfunktional wäre, bei vielen ist sie das durchaus nicht. Wir reden aber von Männern mit unterschiedlichen Vorraussetzungen. Wer sich im Gespräch mehr anstrengen muss, ist oftmals der ohnehin weniger attraktive Part.
      Also ein klassischer Korrelationsfehlschluss für Dummys. Sofern man nicht Präwerte der Attraktivität (Körper, Gesicht, Stimme, Intelligenz) als Kovariaten bestimmt hat, ist dieser spezifische Befund wenig wert.

      Das scheinen die Autoren selbst auch so zu sehen, denn sie sehen den interessanten Befund vor allem bei den Frauen.

      Ich denke tatsächlich, dass bei Männern eher ein U-förmiger Zusammenhang zu finden ist: am attraktivsten sind responsive, attraktive Männer. Um unattrakivsten sind unattraktive, (über-) responsive Männer.
      Das bei Männern eher diffuse Ergebnis könnte auch durch einen Teil der Männer beeinflusst sein, die tatsächlich eine dysfunktionale, „anbiedernde“ Strategie wählen.

      Den klassischen Tipp (ist das auch aus PU?), Frauen beim Kennenlernen möglichst viele (Nach-)Fragen zu stellen, damit sie sich selbst reden hören können, würde ich sicherlich nicht gleich ganz ad acta legen.

      • Weiter ist beim Geschlechtervergleich natürlich noch zu bedenken, dass Frauen für Männer generell attraktiver sind, also ein höherer Anteil der Männer von Frauen als „Ausschuss“ betrachtet wird.
        Ein Mann, der nicht für eine Beziehung in Frage kommt, sollte sich eher reserviert verhalten, er kommt der Frau durch hohe Responsivität zu nahe (was Frauen umgekehrt sowieso extrem selten passiert)
        Ein Mann, den die Frau in Betracht zieht, sollte sich durchaus nicht zu reserviert verhalten, sondern eher responsiv.
        Wenn er einen höheren „SMV“ hat als sie, wird er durch Responsivität sicherlich nichts falsch machen, im Gegenteil wird sie dadurch wohl eher noch heiß.

  7. Interessantes Interview mit Christian Ulmen:

    http://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/495567/christian-ulmen-was-stort-ihn-an-feministinnen

    Dazu muss man erklären: In der Show lassen Sie in der Rolle des Prolls Uwe Wöllner Paare gegeneinander antreten. Mal punktet die Frau, die am Autostrich höhere Gebote kriegt, mal geht es darum, beim Sex-Chat möglichst viele Männer zum Ausziehen zu bewegen.
    Viele Kritikerinnen hatten übersehen, dass die Show eine Satire ist. Die waren schnell zu beruhigen. Es gab aber auch eine Fraktion mit der Auffassung: Auch in satirischer Form darf man Sexismus nicht abbilden. Die Frage, was Satire darf, finde ich spannend; leider war kein so richtig erhellendes Gespräch darüber möglich.
    Was ist denn passiert?
    Wir hatten einige Frauen feministischer Vereine, die sich so erbost zeigten, zu uns ins Büro eingeladen. Manche kamen nicht, weil sie dahinter sofort eine böse PR-Strategie vermuteten. Dabei wollten wir wirklich nur reden. Ich konnte nicht verstehen, was ausgerechnet Feministinnen so auf die Palme bringt, denen unser Format doch aus der Seele sprechen müsste. Die einen haben mir die satirische Absicht geglaubt – die Show aber trotzdem für gefährlich erklärt, weil die Welt voller dummer Männer sei, die Satire nicht verstehen und sich von „Who wants to fuck my girlfriend?“ bestätigt fühlen. Ich will aber kein Fernsehen für den kleinsten gemeinsamen Nenner der Doofen machen. Die Nächsten behaupten, ich sei selbst ein Sexist, der Ironie als Vorwand nimmt, um Frauen auf den Strich zu schicken. Ich hatte am Ende der Debatten den Eindruck: Das Männerbild der meisten Feministinnen ist unverrückbar. Die wollen gar keinen einsichtigen, reflektierten Mann, die wollen einen Punch Bag zum nimmermüden Draufhauen. Ich habe zwei Kinder, ich habe Vaterjahre und Tausende gewechselter Windeln hinter mir, eine Ehefrau, die fast mehr arbeitet als ich, ich habe Kolumnen pro Wickelkommoden auf Herrenklos geschrieben und eine Satire auf frauenverachtende TV-Shows gemacht. Von niemandem wurde ich in meinem Leben krasser beschimpft als von Feministinnen. Es kann nur so sein: Denen geht es nicht um Gleichberechtigung oder Frauenrechte. Die haben Bock auf Krawall und ein großes Problem mit dem Mann per se.

  8. (Alles auf englisch, aber trotzdem interessant) :

    Zwei Videos, die sich mit den aus meinen Augen sehr zweifelhaften WomenAgainstFeminism Trend aus der Sicht zweier MGToWs.

    Ich sehe das sehr ähnlich, es ist aus meiner Sicht gefährlich, wie schnell man jegliche Vorischt fahren lässt. 95% der konservativen Frauen lehnen den Feminismus auch nur genau darum ab, weil sie Angst haben, dass damit ihre Stellung gefährdet werden. Keine dieser Frauen wird zudem irgendetwas gegen den bis jetzt gewonnen Einfluss durch den Feminismus sagen; sie wollen weiterhin alle Vorteile, haben nun einfach Angst, das verpönte Label abzukriegen (da in Amerika die Stimmung langsam aber sicher dreht…) und versuchen daher sich zu distanzieren – dabei sind ihre Anforderungen an die Männer wohl in weiten Teilen Deckungsgleich mit dem der Feministen. In meinen Augen ein schlimmes Beispiel, wie einfach sich gewisse Elemente des MRM instrumentalisieren lassen und der eindeutige Beweis, dass auch diese Elemente immer noch denken, dass etwas nur ernst genommen werden muss, wenn Frauen es sagen.

    Spetsnaz über den Wert männlicher Arbeiter :

    Und natürlich Jessica Valenti bei ihren Badeferien :

    • Das einzige was mir bei WomenAgainstFeminism aufegallen ist, sind einige anscheinend konservativ-religiöse Mitglieder, deren Kommentare zu Themen wie Ehe und Abtreibung, darauf schließen lassen, dass sie am liebsten das andere Extrem hätten (z.B. generelles Abtreibungsverbot).

  9. Auch mit kleinen Sachen kann man mir eine Freude machen.

    Ob es sich nun um einen 20 Jahre alten Hintern (OBJEKTIFIFIFIFIZIERUNG!)

    Photograph: http://blog.matthieusoudet.com/

    oder um ein 200 Jahre altes Pfarrhaus in Gloucestershire handelt.

    Einfach schön.

    PS:

    Ich glaube, allmählich werde ich tatsächlich ein wenig weiberfeindlich 😦

    Sie gefallen mir von hinten besser und besser, die Weiber. Ob ich sie mittlerweile lieber gehen als kommen sehe?

    • „Als der Begriff “Straßenkreuzer” noch Sinn machte“

      Der Vater eines Kollegen auf dem
      Gymnasium, ein Arzt, hatte so ein
      hässliches Ding. Ein Ford Galaxy
      1967, den wir uns ab und zu unter den
      Nagel gerissen haben um die Gegend
      unsicher zu Machen.

      Das wichtigste an diesem Fahrzeug warenfür uns
      damals folgende Features: V-8 mit Automat, auch
      vorne durchgehende Sitzbank ohne störende
      Mittelkonsole und keine Gurten.
      Der adäquate Fahrstil sieht dann so aus.
      Das rechte Bein quer über die Sitzbank,
      Ein Bein genügt ja für Kupplung und Bremse.
      Im Winkel der sich dadurch zwischen den
      Beinen ergibt, platzierte man sein
      Groupie. Mit Servo genügt ja auch eine
      Hand zum steuern. Damit bleibt die
      andere Hand frei für wichtigere Sachen.

  10. Entdeckung des Tages:

    Und zwar bin ich zum ersten Mal seit … ach, ewig … ohne Sehhilfe auch nur im Gepäck rausgegangen. Und auf der Autofahrt zum Strandbad stellte ich zunächst mal fest, dass mir diese Art Beifahrererlebnis viel lieber ist als wenn ich ganz genau weiß was um mich rum ist und auf uns zukommt (früher beschrieb ich mein Sehen immer als: es ist, als würde ich durch einen Traum wandern). In diese neue Zufriedenheit (für alle Beteiligten, ich bin nämlich wirklich ein grässlicher Beifahrer normalerweise, nörgel immer so lang rum, bis ich hinters Steuer darf – so lautet zumindest der Plan…) platzte dann aber – peng! – die Entdeckung, dass ich von dem Motorrollerfahrer vor mir genau eine Sache exakt erkenne, und zwar wie seine Ärmel sich im Wind bewegen. Die folgenden Minuten kann ich kaum beschreiben…

    Und gleichzeitig habe ich mich sehr sehr sicher gefühlt in meiner Welt.

    Faszinierend, find ich.

    Aber klar: jetzt trag ich wieder Brille.

    Sonst würd ich auch gar nicht lesen können, was ich hier so in die Tasten haue.

    • Gibt viel zu entdecken gerad.
      Und ihr seid auch echt schon ein paar…

      Kleine Anekdote zwischendurch:
      einmal war ich so paralysiert ob des Vorgangs, dass ich nicht verhindern konnte von meiner Berufsschulklasse zum Klassensprecher gewählt zu werden.

      Als ich die Wahl annehmen sollte, erhob ich mich langsam und fand die Sprache wieder. „Nein, Danke, aber ich möchte nicht.“ und setzte mich wieder hin.

      Das ist doch schon fast kabarettreif, nich?

      Ersatz war übrigens schnell gefunden.
      Das vielleicht noch dazu…

    • @ muttersheera

      Jetzt wollte ich mich von den üblichen Männerkloppe-und -krawallsträngen ein wenig erholen, indem ich mal eben ein schwaches Weib verhaue, denke mir, guggste mal, was muttersheera dir da so anzubieten hat und was sehe ich?

      Erste Anzeichen dafür, dass muttersheera sich scheu nahöstlicher Weisheit und Lebenklugheit annähert!

      Da kann ich nicht mehr kloppen, da will ich nur noch helfen, helfen, helfen!

      *Und gleichzeitig habe ich mich sehr sehr sicher gefühlt in meiner Welt.

      Faszinierend, find ich.

      Aber klar: jetzt trag ich wieder Brille.*

      Schwerer Fehler!

      Je eingeschränkter die Weitsicht einer Frau, desto sicherer fühlt sie sich.

      Die Alten wussten das.

      Manche Kulturen, durchaus große, wissen es immer noch.

      Auch bei uns ja immer öfter anzutreffen.

      (Gerade im Radio gehört, dass der BND die Zahl der bundesdeutschen Staatsbürger, die im Nahen Osten auf Seiten der Islamisten kämpfen, auf ca. 400 schätzt – das ist doch etwas, woauf man aufbauen kann!).

      Deshalb runter mit der Brille, rauf mit der Rundumvollverschleierung uffe Kopp.

      Wer weniger sieht, schläft besser.

      • „Je eingeschränkter die Weitsicht einer Frau, desto sicherer fühlt sie sich.“

        Sicher, dass das nur für Frauen gilt?

        Weißt Du, in der Fotocollage, die ich über meinen Vater zusammenstelle, findet sich eine wirklich wunderschöne, ich möchte meinen geradezu perfekte Aufnahme von seinem Sprung (frühe Flugphase) vom 10-Meter-Turm.
        Köpper natürlich.
        Form-vollendet, trotz sichtbarer Fehlstellung (wg. eines fehlenden Unterarmknochens).

        Und er ist(war damals) noch viel kurzsichtiger als ich, lag irgendwo zwischen -7 und -14 (jetzt nurmehr -2 oder so).

        Sonst hätte er das aber vermutlich auch nicht so schön hingekriegt, will ich glauben. Wobei… ich weiß es nicht.
        Papa kann eh Alles.

        • @ muttersheera

          Ja, ja, Papa ist immer der Beste (neben Mama).

          *Sicher, dass das nur für Frauen gilt?*

          Natürlich immer nur im Schnitt. Aber ja doch!

          Männer sind Jäger.

          Wer soll denn den sich heranpirschenden Säbelzahntiger rechtzeitig erspähen?

          Die paar Dianen, die es immer auch gibt?

          Reicht nicht.

          Die sind zu selten.

          Die da oben soll Diane de Poitiers sein, auf einem Brunnen im Hof ihres Schlosses Anet (der Hirsch wäre dann ihr König Henri II.).

          Heute ist der Brunnen im Louvre zu finden, wg. der Scheixrevolution, die 2/3 des Schlosses der einflussreichen Mätresse kaputt gemacht hat.

          Bildhauer unbekannt – er muss einer der ganz großen der Renaissance gewesen sein, vielleicht der bei Maskulimiministen sehr beliebte Schöpfer des Florentiner „Perseus“, Benvenuto Cellini, der der schlimmen Medusa den Kopf abhackte, der Held:

          Ist ja wirklich ein schnuckeliges Kerlchen.

          Von so einem lässt sich frau gerne enthaupten.

          Weiß gar nicht, ob ich den hier posten darf, Adrian liest mit, will nicht seinen Seelenfrieden gefährden.

          Der Bildhauer könnte auch einer der französischen Zeitgenossen des großen Florentiners gewesen sein.

          Das ist Schloss Anet zur Zeit der Diane de Poitiers:

          http://lunaprod.library.cornell.edu/images/ADW/Size4//Disc1010/10104022.jpg?userid=6&username=administrator&resolution=4&servertype=JVA&cid=3&iid=CORNELL&vcid=NA&usergroup=Faculty&profileid=3

          Im Hof links neben dem Ehrenhof ist der Brunnen zu sehen, der heute im Louvre steht.

          Später, im 18.Jhdt., wurde das Renaissanceschloss noch mal großzügig modernisiert, dabei auch die Brunnendiana aufwändig geliftet, daher fällt die Zuschreibung so schwer – die Oberfläche der Statue ist eine des 18. Jhdts., die Scheixrevolution hat dann auch noch die Archivalien zerstört.

          Das Typaonon des Schlossportals soll sie auch zeigen, Diane de Poitiers in stolzer Nacktheit, getarnt als griechische Göttin, der übliche Vorwand für Pin-Up-Bilder in früherer Zeit:

          Das Relief ist tatsächlich ein gesichertes Werk von Cellini, allerdings ursprünglich gearbeitet für Fontainebleau (man sieht die Zweitverwendung, es passt nicht recht).

          Das Original befindet sich mittlerweile auch im Louvre:

          In Anet ist eine Kopie angebracht.

          Als dieses Relief gearbeitet wurde, war Diane schon die Geliebte des Kronprinzen Henri, des Sohnes von Konig Franz I. und bittere Rivalin der offiziellen Ehefrau Katharina von Medici.

          Schloss Fontainebleau war die Residenz „seines“, Cellinis König Franz, der den Florentiner gehlolt hatte.
          Dann wurde das Relief von Henri II. seiner Mätresse geschenkt als der seinem Papa nachfolgte und von ihr in Anet eingebaut (d.h. von ihrem Architekten Philibert Delorme).

          Nessun dorma

          in der Gegenwart solcher Frauen.

          Erst recht nicht eine Katharina von Medici.

          Immerhin, sie ließ Diana am Leben, sie, der (angeblich) Giftmorde nicht fremd waren, verbannte sie nur als mächtige Koniginwitwe vom Hofe.

          Ihr Mann war vorzeitig 1559 bei einem Turnier (Lanzenstechen) umgekommen, ein Lanzensplitter hatte sein Helmvisier durchschlagen, war über das Auge in’s Gehirn eingedrungen. Heinrich II. lebte noch rund 10 Tage, bei vollem Bewußtsein, immer wieder vergeblich operiert von den besten Chirurgen Frankreichs, ein grauenhaftes Sterben.

          Katharina, nach dem Tode ihres Mannes Regentin Frankreichs, wollte die Schlampe nicht mehr sehen, mit der ihr Mann sie stets und ständig betrogen hatte, verbannte sie auf Schloss Anet, recht komfortabel also, diese Verbannung.

          Dort starb Diane 1566, natürlich gab es Gerüchte, wie immer, wenn jemand im Dunstkreis Katharinas, der Floentinierin aus dem Hause Medici, starb.

          Das berühmeteste Werk des Benvenuto Cellini ist sein Salzfass, heute in Wien. Das hat er auch für Franz I geschaffen. Er war nicht nur ein großartiger Bildhauer, sondern auch ein genialer Goldschmied (und, vorschichtg ausgedrückt, ein schwieriger Charakter – „unreif“, wie Leszek wohl sagen würde – das war er auch).
          Leider sind seine Goldschmiedearbeiten alle zerstört worden (u.a. gefleddert und eingeschmolzen bei den vielen nachfolgenden Finanzkrisen von den reiferen Charakteren, die die Bilanzen irgendwie ausgleichen mussten), nur das Salzfässchen hat überlebt, Gott sei Dank:

  11. Als der Begriff „Straßenkreuzer“ noch Sinn machte

    Ein Cadillac Saoutchik Cabriolet, Baujahr 1948, ideal als Dienstwagen, z.B. für den Vorsitzenden einer anarchosyndikalistischen Kooperative.

    Pour encourager les autres.

    Saoutchik war eine französische Karosseriebauerfirma, die extravagante Luxuskarossen auf Basis zugelieferter Serienmodelle fertigte.

    Seit 1955 nicht mehr im Geschäft.

  12. „Als der Begriff “Straßenkreuzer” noch Sinn machte“

    Der Vater eines Kollegen auf dem
    Gymnasium, ein Arzt, hatte so ein
    hässliches Ding. Ein Ford Galaxy,
    den wir uns ab und zu unter den
    Nagel gerissen haben um die Gegend
    unsicher zu Machen.

    Das wichtigste an diesem Fahrzeug warenfür uns
    damals folgende Features: V-8 mit Automat, auch
    vorne durchgehende Sitzbank ohne störende
    Mittelkonsole und keine Gurten.
    Der adäquate Fahrstil sieht dann so aus.
    Das rechte Bein quer über die Sitzbank,
    Ein Bein genügt ja für Kupplung und Bremse.
    Im Winkel der sich dadurch zwischen den
    Beinen ergibt, platzierte man sein
    Groupie. Mit Servo genügt ja auch eine
    Hand zum steuern. Damit bleibt die
    andere Hand frei für wichtigere Sachen.

  13. Mich würden mal weitere Meinungen zu dieser Forderung interessieren.

    Es sollen

    sexuelle Handlungen gegen den ausdrücklichen Willen einer Person unter Strafe stehen. Es muss ausreichen, „Nein“ zu sagen.

    Das ist nämlich offenbar bislang nicht der Fall, wie im Interview beschrieben wird.

    Was meint Ihr dazu? Die Forderung klingt für mich erstmal plausibel und ich sehe nichts, was dagegen spricht.

    • „Wir haben 107 Fälle schwerer sexueller Übergriffe untersucht, anhand von Einstellungsbescheiden und Freispruchsbegründungen“

      Aha, die wissen nicht, daß es „schwere sexuelle Übergriffe“ waren, da es keine Verurteilungen gab. Also dummes Zeug.

      „Zwischen 5 und 10 Prozent der Vergewaltigungen werden angezeigt, das haben unterschiedliche Studien der Dunkelfeldforschung herausgefunden. Beides nicht wirklich viel.“

      Alles klar, die Frauenhausfrau will mehr Geld loseisen um ihren Leuten was gutes zu tun.

    • @ Georg

      Solange der Schutz von Männern vor Falschbeschuldigungen mit angemessener Bestrafung der Täterinnen nicht gleichrangig zu dem Schutz von Frauen vor Vergewaltigung behandelt und in der Gesetzgebung/Rechtsprechung berücksichtigt wird, bin ich gegen jede Verschärfung der Gesetzeslage.

      In dem Interview tischt die Frauenhauslobbyistin die alten, sattsam bekannten Lügen mit den dazu passenden feministischen Propagandstudien auf > keinerlei Vertrauen in diese Frauen, nicht im Mindesten, darum keine Zustimmung meinerseits, wenn von dieser Seite versucht wird, am Rechtsstaat zu schrauben.

      Wenn endlich Falschbeschuldigungen so ernst genommen würden wie Vergewaltigungen – denn deren Folgen für das Leben eines Mannes können ebenso verheerend sein, würde ich über meine Haltung noch einmal nachdenken.

      So aber von vorneherein ein klares Nein von mir.

      Spielt natürlich keine Rolle, sie werden damit wahrscheinlich durchkommen und noch ein paar Jahre Politik und Öffentlichkeit dominieren, gleichgültig, was ich davon halte.

      Aber weil Du gefragt hast, meine Antwort: ein klares Nein ohne weitere Diskussion.

    • @georg

      Es ist denke ich eine Täuschung, dass sich das viel ändert – denn auch wenn Feministinnen das nicht so sehen würde ist „nein“ mit anderen Punkten kombiniert nicht unbedingt der ausdrückliche Wille keinen Sex zu haben. Es wird nach wie vor auf Erkennbarkeit für seinen Vorsatz ankommen und insbesondere auf die Beweislage. Die Fälle, in denen sich eine Frau gar nicht wehrt, wenn sie vergewaltigt wird, noch nicht einmal abwehrt, die dürften gering sein. In diesem Fall des LG Essen wäre dann auch nicht anderes entschieden worden.

      Kurzum: Es wird hier eher auf einer Lücke herumgeritten, die sehr sehr klein ist, auch wenn Feministen anderes behaupten. Was sie gerne wollen ist ein Abstellen auf das Abstrakte Nein mit einer Beweislastumkehr bei Behauptung eines solchen. Damit hätte das aber glücklicherweise nichts zu tun.

      • Es ist denke ich eine Täuschung, dass sich das viel ändert

        Naja, Falschbeschuldigen wird leichter werden. Es ist nämlich erheblich einfacher, ein erfundenerweise artikuliertes „nein“ in einen tatsächlich stattgefundenen Handlungsverlauf einzubauen als eine nicht stattgefundene Gewalthandlung.

        Der BGH hat ja für eine Aussage gegen Aussage – Konstellation besondere Anforderungen für die Würdigung der Aussage der Belastungszeugin aufgestellt, die umso einfacher zu erfüllen sind je weniger für eine Falschbeschuldigung erfunden werden muss.

        Theorethisch müsste dann doch auch der bedingte Tatvorsatz zum Tragen kommen („Der Angeklagte nahm es billigend in Kauf, dass die Nebenklägerin mit der sexuellen Handlung nicht einverstanden war“)

        Es werden auch Grenzen verwischt, was zu mehr richterlicher Willkürlichkeit führt. Leiden werden mal wieder diejenigen Männer müssen, die wenig gesellschaftliche Achtung generieren können.

        • @Christian:
          wenn er später darlegt, dass sie konkludent Ja gesagt hat, ihre Meinung geändert hat.

          Ich bin zwar kein Jurist, aber nach meiner Auffassung müsste ein Angeklagter kein Wort zu seiner Verteidung anbringen müssen. Es muss ihm ja die Schuld nachgewiesen werden. Wenn er Beweise (dazu zählt ja auch seine Aussage) aktiv vorbringen muss („sie hat aber konkludent Ja gesagt“), dann ist das faktisch schon eine Beweislastumkehr.

          Fall A: Die Nebenklägerin beschreibt einen erfundenen Tatverlauf dar, bei dem der Angeklagte Gewalt ausgeübt hat.

          Fall B: Die Nebenklägerin bescheibt einen realen Tatverlauf, baut aber eine dazugehörige erfundene verbale Interaktion ein, in der sie ihren Unwillen zum Ausdruck gebracht hat.

          Im Fall A haben die Ermittlungsbehörden und das Gericht erheblich mehr Möglichkeiten, die Schlüssigkeit der Aussage zu überprüfen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, einen Tatverlauf gerichtsfest zu erfinden.

          Im Fall B ist die Sache ganz anders gelagert. Gesprächsinhalte sind praktisch nicht auf Schlüssigkeit zu überprüfen.

          • @nick

            „Ich bin zwar kein Jurist, aber nach meiner Auffassung müsste ein Angeklagter kein Wort zu seiner Verteidung anbringen müssen“

            Jein.
            Nehmen wir mal an, ein Zeuge hat ausgesagt, dass er an dem Zimmer vorbeigegangen ist und er habe ein deutliches „nein, ich will nicht mit dir schlafen“ gehört. Dann wird er, wenn sie nichts sagt, wohl was sagen müssen, nämlich, warum es trotzdem keine Vergewaltigung war. Dass dieser neue von ihm dargestellte Sachverhalt nicht zutrifft, dass muss dann zur Überzeugung des Gerichts bewiesen werden.

            „Fall A: Die Nebenklägerin beschreibt einen erfundenen Tatverlauf dar, bei dem der Angeklagte Gewalt ausgeübt hat.

            Fall B: Die Nebenklägerin bescheibt einen realen Tatverlauf, baut aber eine dazugehörige erfundene verbale Interaktion ein, in der sie ihren Unwillen zum Ausdruck gebracht hat.

            Im Fall A haben die Ermittlungsbehörden und das Gericht erheblich mehr Möglichkeiten, die Schlüssigkeit der Aussage zu überprüfen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, einen Tatverlauf gerichtsfest zu erfinden.
            Im Fall B ist die Sache ganz anders gelagert. Gesprächsinhalte sind praktisch nicht auf Schlüssigkeit zu überprüfen.“

            Auch bei „entgegen dem Willen“ kommt es ja nicht nur auf das Gesprochene an. Es muss auch so ein stimmiger Tatverlauf her, sie muss auch so sagen, wie es weitergegangen ist. Kommt nach dem Nein eben ein zumindest für ihn so deutbares konkludentes Ja, dann ist sein Vorsatz wieder weg.
            Man wird sie wohl fragen, wie sie reagiert hat, als er nach dem Nein dann trotzdem Sex mit ihm hatte.

        • Nehmen wir mal an, ein Zeuge hat ausgesagt, dass er an dem Zimmer vorbeigegangen ist und er habe ein deutliches “nein, ich will nicht mit dir schlafen” gehört. Dann wird er, wenn sie nichts sagt, wohl was sagen müssen..

          Er muss in dem Fall ja nur dann etwas sagen, wenn die Rechtslage geändert wird.

          Bei der derzeitigen Rechtslage müsste seine Aussage die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dass er Gewalt angewendet hat. Da reicht in aller Regel kein aufgeschnappter Dialog, der Zeuge würde gefagt werden ob er Kampfgeräusche gehört hat etc.

          Natürlich müsste das Gericht bzw. die STA auch nach der feministisch gewünschten Rechtslage auch zugunsten des Angeklagten ermitteln, aber das fällt ebenerheblich leichter, wenn eine konkrete Handlung den Straftatbestand konstituiert.

          In deinem Fall sagt der Zeuge „sie hat nein gesagt“ und dann muss bewiesen werden, dass sie anschließend ihre Meinung geändert hat. Was natürlich bei einem schweigenden Angeklagten unmöglich ist.

          Das Problem ist, das hier keine konkrete Handlung die Straftat konstituiert, sondern ein zwischenmenschlicher Interaktionsstatus plus die Tatsache, dass sexuelle Handlungen stattgefunden haben.

          Theoretisch: „Die Nebenklägerin sagte 1997, dass sie nicht mit dem Angeklagten schlafen möchte. Der Angeklagte schlief 2014 mit ihr. Sie bekundete, dem Angklagten gegenüber keine Änderung ihres Willens bekundet zu haben“ – Wie bitte soll da das Gericht oder die STA zugunsten des Angeklagten ermitteln? Natürlich wird man die Nebenklägerin den Tathergang beschreiben lassen, allerdings lässt diese leider die auffordernden Blicke und Gesten weg. Dazu muss sie gar nicht lügen, solche Signale werden meistens nicht bewußt ausgesendet. Der Angeklagte kann natürlich auch nicht sagen, wieso er zu der Auffassung gelangt ist, dass die Nebenklägerin „willig“ war. „Ich hatte so das Gefühl“ – haha.

          Dann bleiben nur solche Indizien wie „hat die Nebenklägerin die Zärtlichkeiten erwiedert?“ – Ja mei, realer Sex ist nicht immer das, was Staatsanwältinnen sich so verstellen.

          Am Ende ist es eine faktische Beweislastumkehr, weil der Angeklagte zu seiner Entlastung eine Zustandsänderung beweisen muss.

          Wenn hingegen eine tätliche Handlung Konstituierend ist, dann muss diese zur Überzeugung des Gerichtes nachgewiesen werden. Das ist eine ganz andere Beweissituation.

          • @nick

            „Theoretisch: “Die Nebenklägerin sagte 1997, dass sie nicht mit dem Angeklagten schlafen möchte. Der Angeklagte schlief 2014 mit ihr. Sie bekundete, dem Angklagten gegenüber keine Änderung ihres Willens bekundet zu haben”

            Das Nein muss ja im Strafrecht auch bei einer Tat gegen den Willen auf die konkrete Tat und den Tatzeitpunkt bezogen sein. Insofern wäre das Beispiel wenig hilfreich.

        • @christian:
          Das Nein muss ja im Strafrecht auch bei einer Tat gegen den Willen auf die konkrete Tat und den Tatzeitpunkt bezogen sein.

          Ein Hausverbot muss auch nicht jedesmal dann wiederholt werden, wenn der Betreffende wieder Anstalten macht, das Haus zu betreten. Und das was sich die feministische Lobby so vorstellt, geht eben stark in Richtung eines Analogns zum Straftatbestand des Hausfriedensbruchs.

          Natürlich ist das Beispiel stark übertrieben.

      • Es muss auch so ein stimmiger Tatverlauf her

        ..ein stimmiger Tatverlauf, aus dem sich der subjektive Tatbestand ergibt: Man landet bei Beachtung rechtsstaatlicher Normen also doch wieder bei einem Überwundenen Widerstand.

        So gesehen hast du natürlich recht, es ändert sich nichts.

        Bei beachtung rechtsstaatlicher Normen.

      • So stellt sich der Juristinnenbund das vor:

        § 174 n.F. Sexuelle Misshandlung
        Abs. 1

        Wer ohne Einverständnis einer anderen Person
        a) sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder an sich von der Person vornehmen lässt oder
        b) diese Person zur Vornahme oder Duldung einer sexuellen Handlung an oder mit einem Dritten bestimmt,
        wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.
        Abs. 2

        Der Versuch ist strafbar.

        http://www.djb.de/Kom/K3/14-14/

        • Terre des Femmes:

          1.
          Wer ohne Einverständnis einer anderen Person sexuelle Handlungen
          an dieser Person vornimmt oder von ihr an sich vornehmen lässt.
          2.
          (minder schwerer Fall): Wer fahrlässig das fehlende Einverständnis der anderen Person nicht erkannt hat.

          Die Strafbarkeit als ‚minder schwerer Fall’ bei fahrlässiger Begehensweise führt in all denjenigen Fällen zu einer sachgerechten Lösung, in denen das fehlende
          Einverständnis der Frau nicht anhand von ganz eindeutigen Zeichen wie beispielsweise Weinen oder „Nein“ Sagen ersichtlich ist. Der Maßstab der Fahrlässigkeit kann in diesen Fällen zu einem angemessenen Ausgleich der
          Verantwortungsverteilung führen: Das Opfer muss seinen entgegenstehenden Willen in einer solchen Weise zum Ausdruck bringen, dass eine verständige dritte Person ihn
          erkennen würde. Und wenn der Täter die Willensäußerung des Opfers nicht eindeutig erkennt, dann muss er sich diesbezüglich vergewissern. Andernfalls handelt er fahrlässig und macht sich strafbar.

          Klicke, um auf Unterschriftenaktion-gegen-Vergewaltigungen-Positionspapier.pdf zuzugreifen

    • Was meint Ihr dazu? Die Forderung klingt für mich erstmal plausibel und ich sehe nichts, was dagegen spricht.

      Vergewaltigung ist vor allem deshalb eine sehr stark geächtete Straftat, weil davon ausgegangen wird dass eben Gewalt angewendet wurde. Der Umstand, dass Gewalt angewendet wurde sorgt auch für ein Gefühl tiefer Ohnmacht, was es, neben der Stigmatisierung, für die Opfer besonders schwer macht mit der Tat fertig zu werden.

      Hier wird nun versucht, Handlungen bei denen keine Gewalt angewendet wurde mit diesem Unrechtsgehalt aufzuladen. Ich sehe durchaus einen gewaltigen Unterschied zwischen einem nichtbeachtetem Willen und einem gewaltsamen Brechen eines Willens.

      Der minder schwere Fall ist auf Bestreben der feministischen Lobby abgeschafft worden. Schon aus diesem Grund ist ein solches Ansinnen nach meiner Auffassung abzulehen.

      Da müsste man zuallermindest einen Straftatbestand wie „Sexualfriedensbruch“ schaffen, analog zum Hausfriedensbruch. Dementsprechend müsste dann auch der Strafrahmen ausfallen und es müssten übliche gesellschaftliche Gepflogenheiten berücksichtigt werden. Was der feministischen Lobby aber auch nicht passen würde, sie kommt mit der existierenden Ambiguität der Kommunikation in sexuellen Angelegenheiten nicht klar.

      Eine Nötigung liegt eben ohne Gewalt nicht vor, und insofern stellt ein übergangener Unwille beim Sex auch keine sexuelle Nötigung dar. Es sei denn, man definiert Sexualtität grundsätzlich als Gewaltakt, welcher nur dann straffrei ist wenn diesem zugestimmt wurde. Das scheint mir das eigentliche feministische Mindset zu sein.

      • @nick

        „Der minder schwere Fall ist auf Bestreben der feministischen Lobby abgeschafft worden.“

        Das ist glaube ich auch etwas, was mit der feministischen Grundhaltung nicht zu vereinbaren ist: Ein minderschwerer Fall einer Vergewaltigung? unerhört, beim immer schlimmsten Verbrechen gibt es eben keine minderen Fällen. Da hat sich ja auch gerade Dawkins in die nesseln gesetzt.

        • @Christian:

          Ein minderschwerer Fall einer Vergewaltigung? unerhört, beim immer schlimmsten Verbrechen gibt es eben keine minderen Fällen.

          Ja, es ist zum Haareraufen: Man framt minder schwere Fälle als schwere Fälle, um dann Kritikern dieses Framings vorzuwerfen, sie würden das, als was sie die minder schweren Fälle geframt haben, verharmlosen.

          Da hat sich ja auch gerade Dawkins in die nesseln gesetzt.

          So eine krasse Unlogik funktioniert auch nur in einem Zustand der moral panic. England und die USA scheinen mir seit „The Maiden Tribute of Modern Babylon“ anno 1885 aus einem solchen Zustand nicht mehr herauszukommen.

          (Mag sein, dass meine Wahrnehmung in der Hinsicht selektiv ist, da ich mich viel mit Feminismus beschäftige)

      • @nick
        Auch wenn das wieder ein heisses Eisen ist:

        Das „besondere“ an einer Vergewaltigung als eigenständiger Straftat über Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung etc. hinaus ist schwierig zu fassen.

        *Schwangerschaft*:

        In der Vergangenheit käme eben noch dazu, dass eine unerwünschte *Schwangerschaft* eine gravierende Auswirkung hat. Gefahr des Kindbetts selbst. Versorgungslosigkeit.
        Heutzutage gibt es die Möglichkeit zur Abtreibung.

        *Gefahr durch Übertragung von Krankheiten:*

        M.W. hat diese Tic Tac Toe Sängerin(?) ihren Freund wissentlich
        mit HIV infiziert. Sie ist freigesprochen worden, nachdem er sie angeklagt. Das kann es also auch nicht sein.

        Also was darüber hinaus kann eine Straftat ausmachen,
        bei der auch eine Falschbeschuldigung möglich ist.

        Sprich deren Nachweis sich schwer oder gar nicht erbringen lässt?
        Bei einem Mord gibt es einen Toten. Bei einem Raub fehlt Geld.
        Bei einer Körperverletzung einen verletzten Körper.

        • @gedankenwerk

          Das besondere der Vergewaltigung ist, dass Sex etwas höchstpersönliches ist und niemand gegen den Willen des anderen darüber verfügen darf. Rechtsgut ist insofern das Recht zur sexuellen Selbstbestimmung (vgl. auch Bundestagsdrucksahceh VI/1522, 17).

        • @Gedankenwerk:
          Heutzutage gibt es die Möglichkeit zur Abtreibung.

          Naja, das ändert zwar Einiges an den konkreten Folgen, aber für die Psyche macht es die Sache wohl nicht unbedingt besser.

          Was Feministinnen natürlich negieren werden: Weil Sex einen hohen Preis für Frauen hat, bringt eine Vergewaltigung für sie instinktiv ein tiefes Gefühl eines Verlustes der Selbstwirksamkeit mit sich. Von daher ist das immer ein neuralgischer Punkt, es liegt dem wohl ganz klar eine archaische Angst zugrunde (Damit will ich nicht sagen, dass Männer Vergewaltigungen leicher wegstecken, die Gründe sind nur andere)

          Bei einem Mord gibt es einen Toten. Bei einem Raub fehlt Geld. Bei einer Körperverletzung einen verletzten Körper.

          Eine verletzte Psyche kann man natürlich schwer messen. Allerdings macht die potenziell verletzte Psyche auch bei Raub oder Körperverletzung viel des Unrechtsgehaltes aus.

          Das eigentliche Rechtsgut ist die Menschenwürde, die das Recht beeinhaltet nicht zum bloßen Objekt degradiert zu werden. Kann man natürlich auch als Selbstbestimmungsrecht bezeichnen.

          Dieses Recht wird durch alle Gewalttaten gebrochen, da ja die Selbstwirksamkeit des Opfers aufgehoben wird. („Anglotzen“ ist natürlich weit entfernt davon, eine Degradierung zum bloßen Objekt in diesem Sinne darzustellen, liebe Feministinnen)

        • @Christian

          Das besondere der Vergewaltigung ist, dass Sex etwas höchstpersönliches ist und niemand gegen den Willen des anderen darüber verfügen darf.

          Das ist die Intim-Korrespondenz Deiner Freundin mit dem Typ aus
          dem aktuellen Blog („https://allesevolution.wordpress.com/2014/08/04/ihr-hoffnungen-machen/“) auch.
          Trotzdem hat sie es an Dich weitergegeben und Dich (mit seinem Willen?) darüber verfügen lassen.

          Ist das jetzt eine abgeschwächte Form von Vergewaltigung an der sie Dich beteiligt hat?

        • @Nick

          Eine verletzte Psyche kann man natürlich schwer messen. Allerdings macht die potenziell verletzte Psyche auch bei Raub oder Körperverletzung viel des Unrechtsgehaltes aus.

          Aber braucht man dann für Vergewaltigung einen eigenen Strafbestand?
          Wie ich oben schrieb gibt es ja schon jede Menge andere Strafbestände. Oder könnte ersatzweise das Selbstbestimmungsrecht verallgemeinern und gewichtet dann je nach Fall die Verletzung des Rechtsguts höher.

        • @ gedankenwerk

          „Trotzdem hat sie es an Dich weitergegeben und Dich (mit seinem Willen?) darüber verfügen lassen.“

          Das würde mich persönlich auch stören und wie ich schon dort schrieb, wäre das nicht meine Partnerin. Da kann man Sex ja auch gleich öffentlich auf der Strasse haben, wenn die mit der Anzahl meiner Orgasmen hausieren geht.

        • @Gedankenwerk:
          Wie ich oben schrieb gibt es ja schon jede Menge andere Strafbestände.

          Man könnte natürlich auch Vergewaltigung unter der Nötigung subsummieren. So war es ja früher bei Vergewaltigung in der Ehe. Der Ursprüngliche Straftatbestand der Vergewaltigung bezog sich eher auf einen Sittenverstoß sowie auf die verletzte Ehre der Frau. Die damalige Rechtssprechung mag man kritisieren, allerdings war es keineswegs so, dass Vergewaltigung in der Ehe nicht strafbar war.

          Oder könnte ersatzweise das Selbstbestimmungsrecht verallgemeinern und gewichtet dann je nach Fall die Verletzung des Rechtsguts höher.

          Die Gesetze müssen schon konkret definieren, welche genaue Handlung strafbewehrt ist (nulla ponem sin lege certa)

        • “Trotzdem hat sie es an Dich weitergegeben und Dich (mit seinem Willen?) darüber verfügen lassen.”

          Wenn die Person tatsächlich identifizierbar ist, dann ist sowas meines wissens Zivilrechtlich angreifbar. Aber die Person ist in dem Artikel eben nicht identifizierbar..

        • @derdiebuchstabenzaehlt

          Das würde mich persönlich auch stören und wie ich schon dort schrieb, wäre das nicht meine Partnerin. Da kann man Sex ja auch gleich öffentlich auf der Strasse haben, wenn die mit der Anzahl meiner Orgasmen hausieren geht.

          Das ist heutzutage wahrscheinlich so üblich.
          Christian fallen da bestimmt auch 3-44 evolutionäre Erklärungen ein.
          So eine Art Schufa und Validitätsprüfung durch das soziale Umfeld als Sicherheit. Und natürlich der Tratschspaß.
          Oder natürlich die Konsultierung des persönlichen Pickupberaters.

          Soviel zum Thema Objektifizierung und Verfügung durch Dritte.
          Mit der würde ich ganz sicher auch keine Beziehung haben wollen.
          Ist schon lustig. Es existiert nur ein Schnipsel an Info über die Olle und das erfüllt mich pars pro toto schon mit Widerwillen.
          Gott. Sei. Dank. Single.

        • Ich hätte zu so einer Frau persönlich, zwischenmenschlich kein Vertrauen und ich denke so etwa meinte @gedankenwerk es auch.

          Na, dann muss man wohl Mönch werden. Die beste Freundin weiß sowieso immer alles und kennt deinen Schwanz besser als du selbst.

          Ja, das ist furchtbar.

        • @Radaffe

          ok. Ich hatte den Fall nicht weiter verfolgt. Meine letzte Info dazu war von vor 2010.

          Sie hat immerhin zwei Jahre auf Bewährung bekommen.

          („Wegen des Verdachts, einen Partner durch ungeschützten Sex mit dem HI-Virus infiziert zu haben und in vier Fällen mit drei weiteren Partnern“)

        • @ Nick

          “ Die beste Freundin weiß sowieso immer alles und kennt deinen Schwanz besser als du selbst.“

          Ich weiß nicht ob Du nur solche Quasseltanten kennst, vermute es aber. 🙂

          Ich kann Dir aber versichern es ist nicht so wie Du behauptest auch ausserhalb von Klöstern …

      • @ Nick

        *Ich sehe durchaus einen gewaltigen Unterschied zwischen einem nichtbeachtetem Willen und einem gewaltsamen Brechen eines Willens.

        Der minder schwere Fall ist auf Bestreben der feministischen Lobby abgeschafft worden. *

        Sehe ich genau so.

        Weshalb eine Novelle, sollte ich denn je persönlich einer solchen zustimmen können, eine Wiedereinführung der Berücksichtigung minder schwerer Fälle einschliessen müsste.

        Aber angesichts der Situation falsch beschuldigter Männer und deren Behandlung durch Justiz/Öffentlickeit/feministische Lobby lehne ich ohnehin jede Gesetzesänderungsinitiative von seiten ffeministischer = männerfeindlicher Lobbygruppen von vorneherein hier ab.

    • @derdiebuchstabenzaehlt

      Die anderen Sachen in dem Interview können tatsächlich umstritten sein. Mir ging es erstmal nur um den Vorschlag an sich.

      @Alexander Roslin

      Hm, also Dein Argument ist: Solange es der einen Gruppe (Männer) schlecht geht, darf es der anderen Gruppe (Frauen) nicht besser gehen?

      Wenn ja, wär das witzig, denn das gleiche sagen manche Feministinnen, nur mit umgekehrten Vorzeichen 😉

      @Christian

      Du stellst darauf ab, dass die Lücke ja „sehr, sehr klein ist“ und dass sich nicht viel ändern würde. Nun, aber dann gibt es ja auch keinen Grund, dagegen zu sein, oder?

      Und aus welcher Datengrundlage weißt Du, dass solche Situationen tatsächlich so selten sind?

      @Nick

      Eine „stattgefundene Gewalthandlung“ ist aber schon heute nicht die einzige Voraussetzung für eine Verurteilung wg. Vergewaltigung. Punkte 2 und 3 sind auch „durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist“.

      Des Weiteren schreibst Du

      So stellt sich der Juristinnenbund das vor: […] „Wer ohne Einverständnis einer anderen Person …“

      Das scheint mir aber eine ganz andere Forderung zu sein. Hier will man, das vor sämlichen sexuellen Handlungen erstmal beide „Ja“ sagen müssen („opt-in“),es würde also auch sexuelle Handlungen ohne Absprache unter Strafe stellen.

      In dem verlinkten Brigitte-Interview geht es aber nur um Kriminalisierung bei erfolgtem „Nein“ („opt-out“), Handlungen ohne Absprache wäre also nicht betroffen.

      „Hier wird nun versucht, Handlungen bei denen keine Gewalt angewendet wurde mit diesem Unrechtsgehalt aufzuladen. Ich sehe durchaus einen gewaltigen Unterschied zwischen einem nichtbeachtetem Willen und einem gewaltsamen Brechen eines Willens.“

      Ja, den sehe ich auch. Dennoch kann man aber beides bestrafen.

      Das wird ja zB auch genauso unterschieden bei Eigentumsdelikten: Diebstahl (ohne Gewalt) und Raub. Beides wird bestraft, aber mit verschiedenen Maßen.

      Der minder schwere Fall ist auf Bestreben der feministischen Lobby abgeschafft worden. Schon aus diesem Grund ist ein solches Ansinnen nach meiner Auffassung abzulehen.

      Mir ist erstmal ziemlich egal, welche Lobby etwas eingeführt oder abgeschafft hat. Ich interessiere mich erstmal nur dafür, was eine sinnvolle Lösung wäre.

      • @ Georg

        Kannst Du konkret schildern wie das gehen kann, GV wenn die Frau „Nein“ sagt und sonst aber alles Weitere geschehen lässt? Wie habe ich mir das konkret vorzustellen und wie soll ein solches Verhalten, eine solche Tat vor Gericht bewiesen werden? Bitte konkret. Welche Grauzonen hätte denn ein solches Gesetz, die dann wiederum beseitigt werden müssten?

        Diebstahl lässt sich ja beweisen, denn vorher gehörte das Auto ja eindeutig mir und nicht dem Dieb und bezahlt hat er nicht noch gibt es einen Kaufvertrag.

        • Kannst Du konkret schildern wie das gehen kann, GV wenn die Frau “Nein” sagt und sonst aber alles Weitere geschehen lässt? Wie habe ich mir das konkret vorzustellen und wie soll ein solches Verhalten, eine solche Tat vor Gericht bewiesen werden? Bitte konkret.

          Dieser Fall ist ja im Grunde rein hypothetisch. Dass jemand – ohne eine Bedrohungssituation, ohne Gewaltanwendung, ohne körperliche Notlage – Geschlechtsverkehr mit sich geschehen lässt, ohne sich zu wehren oder einfach wegzugehen, führt eigentlich nur zu einem logischen Schluss: die Person ist zumindest teilweise einverstanden.
          Dass sie nicht einverstanden ist, ist nur rein hypothetisch möglich und in etwa so logisch, wie einen Seitensprung mit dem Stolpern in die Vagina einer Frau zu erklären. Sinn ergibt das nicht wirklich.

          Es gibt ja viele kuriose Rechtsfragen (wie die unten von Dummerjan) und der Fall gehört dazu.

          Nun wird ja von Feministinnen schon seit Jahr und Tag diesbzeüglich auf einem konkreten Fall „herumgeritten“, der vermeintlich diese Kriterien erfüllt.
          Egal ob es sich dabei um eine Falschbeschuldigung, eine Verkennung der Bedrohungssituation durch das Gericht, oder schlicht um ambivalentes Verhalten handelte (so dass man es eigentlich höchstens mit einem in irgend einer Art minderschweren Fall der Nötigung zu tun hatte) – die Instrumentalisierung dieses Falls dient zweifellos dazu, die Beweislast für Beschuldigte zu erhöhen.

          Wer sich beim Sex absichern will, sollte frei nach Dummerjan am besten vorher nochmal laut und deutlich „Nein“ sagen, oder aber nochmal eine Tonbanderklärung anfertigen, dass er keinen Sex mit der Dame haben möchte.
          Wäre vielleicht ein Weg, die male agency loszuwerden.

        • Dass sie nicht einverstanden ist, ist nur rein hypothetisch möglich und in etwa so logisch, wie einen Seitensprung mit dem Stolpern in die Vagina einer Frau zu erklären. Sinn ergibt das nicht wirklich.

          Also mir ist das schon mal passiert.

        • Also mir ist das schon mal passiert.

          § 174a n.F. Sexuelle Missführung

          Wer ohne Einverständnis einer anderen Person seine Vaginia in dessen Stoplerbereich stellt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

      • „Ja, den sehe ich auch. Dennoch kann man aber beides bestrafen. “
        Ja. Aber wer genau soll den bestraft werden?
        Und wie beweist man das?

      • @georg:
        Punkte 2 und 3 sind auch “durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist”.

        Eine angedrohte Gewalthandlung _ist_ eine Gewalthandlung. Dass die „Schutzlose Lage“ schwammig ist, ist wohl ein ziemlich schlechtes Argument dafür, überhaupt keine klaren, objektiven Kriterien mehr anwenden zu müssen.

        Ob „Einverständnis“ ein Objektives Kriterium ist – darüber kann man trefflich streiten.

        Das scheint mir aber eine ganz andere Forderung zu sein.

        Da musst nicht auf die rhetorischen Finessen hereingefallen:
        „Wir wollen, dass sexuelle Handlungen gegen den ausdrücklichen Willen einer Person unter Strafe stehen.“ heißt nicht, dass sich die gewünschte Strafbarkeit darin erschöpft. Im Artikel ist ausdrücklich die Rede davon, dass das fehlende Einverständnis das entscheidende Kriterium sein soll. Das ist wohl ganz klar auch die Position des BFF.

        Dennoch kann man aber beides bestrafen.

        Nun ja: Ich sehe durchaus einen Unrechtsgehalt darin, jemand zu besexen wenn klar ist, dass er das nicht will, aber aus welchen Gründen auch immer sich nicht dagegen wehrt. Allerdings haben wir es hier mit einem zwischenmenschlichen Bereich zu tun, der in aller Regel von einer großen Ambiguität gekennzeichnet ist. Da lässt es sich nicht so einfach objektiv beurteilen, was die Beteiligten wollten. Andererseits sind „nulla ponem sin lege certa“ und „nulla ponem sin culpa“ zentrale Grundpfeiler des Rechtsstaates. Der Täter muss klar und eindeutig erkennen können, welche konkrete Handlung unter Strafe steht.

        Umfragen ergeben regelmäßig, dass auch Männer eine hohe Quote von „ungewolltem Sex“ angeben. Da stellt sich allerdings eben die Frage, ob man davon ausgehen kann dass der menschliche Wille in sexuellen Dingen so kongruent ist, wie beispielsweise bei Abschluss eines Vertrages. Ob beispielsweise der Sex auch vor dem Sex tatsächlich „ungewollt“ war. Oder „irgendwie“ ungewollt.. Im nachhinein bereut man den Sex (vielleicht weil man einen geliebten Menschen betrogen hat) und legt sich schnell zurecht, dass man vorher nicht „Einverstanden“ war. Dass man seinen Partner „willentlich“ betrogen hat ist auch recht schwer sich einzugestehen. Tasächlich „wollte“ man das ja meistens auch gar nicht: Der Wille ist hier in aller Regel eben nicht kongruent.

        Ich halte es für potenziell schwierig, sich in einer solchen Konstellation zu verteitigen.

        Das wird ja zB auch genauso unterschieden bei Eigentumsdelikten: Diebstahl (ohne Gewalt) und Raub. Beides wird bestraft, aber mit verschiedenen Maßen.

        Sex ist aber was ganz anderes als ein Eigentum.

        Außerdem: Wenn die Frau, mit der du Wohnung und Bett teilst, sich einen Zehner aus deiner Sparbüchse „ausleiht“, dann wirst du große Schwierigkeiten haben sie wegen Diebstahls zu belangen. Warum denkst du ist das so?

        Mir ist erstmal ziemlich egal, welche Lobby etwas eingeführt oder abgeschafft hat.

        Fakt ist: Der minder schwere Fall ist abgeschafft.

      • @ Georg

        *Hm, also Dein Argument ist: Solange es der einen Gruppe (Männer) schlecht geht, darf es der anderen Gruppe (Frauen) nicht besser gehen?*

        Mein Argument ist, dass ich unmöglich einer Gesetzesänderung zustimmen kann, die das Risiko für Männer, erfolgreich falsch beschuldigt zu werden, erhöht, bevor nicht gleichzeitig das Risiko für Frauen, falsch zu beschuldigen, erhöht wird, ein Risiko, das jetzt gegen Null tendiert.

        Die von Dir begrüßte Gesetzesänderung erhöhte die Anreize für Frauen, falsch zu beschuldigen, unverantwortlich, wenn ich nicht gleichzeitig durch angemessen harte Strafbewehrung von Falschbeschuldigungen versuche, hier abzuschrecken.

        Das hieße ja, ein bereits bestehendes Leck im Damm weiter aufzureißen, um das Hochwasser auf Frauenseite abzulassen und die Männer erst recht zu ertränken.

        Außerdem ist das ganze Vorhaben ohne Wiedereinführung eines minder schweren Straftatbestandes völlig daneben.

        • ..wenn ich nicht gleichzeitig durch angemessen harte Strafbewehrung von Falschbeschuldigungen versuche, hier abzuschrecken.

          Eine erfolgreiche Anzeige bei Falschbeschuldigung ist nach der geplanten Rechtslage fast unmöglich: Wie soll man denn der Frau nachweisen, dass sie vorsätzlich einen falschen Nichtwillen behauptete? Oder, dass sie gar nicht „nein“ gesagt habe? Ein „Nicht“ kann man schwerlich beweisen.

          Im günstigtsten Fall kann das Gericht zu der Überzeugung gelangen, dass der Angeklagte von einem Einversändnis ausging.

      • @georg, eigentlich hat @nick schon alles gesagt, aber um es mal für dich konkreter zu machen: sie verabreden sich, feiern die halbe nacht, sie lädt ihn zum kaffee ein, sie kommen sich näher, sie sagt nein, er doch, sei vorsichtig mit dem bh, und wie, nein, lass das du schlimmer, …

        und du willst am nächsten tag richter sein und den kerl als vergewaltiger bestrafen, weil sie es sagt und der zimmernachbar das nein, du schlimmer gehört hat?

        das ist nicht dasselbe wie die frau, die von einem ihr unbekannten auf dem heimweg im park überfallen wurde.

    • „sexuelle Handlungen gegen den ausdrücklichen Willen einer Person unter Strafe stehen. Es muss ausreichen, “Nein” zu sagen. “
      Lustig.
      „Nein“ reicht. ich bin mir sicher, dass die betreffende Person sicher irgendwann einmal ihrem Leben „Nein“ gesagt hat.
      Was ist aber wenn sie „nein“ gesagt hat und sagen wir mal gemeint hat, dass das Licht nicht ausgemacht werden soll?

      Das findet man vielleicht albern, aber es geht um den Wortlaut des Gesetzes und nicht was man „meint“.

      • Dasselbe gilt ja für Sex zwischen alkoholisierten Personen, die laut neuester Definition zu betrunken sind, um noch Auto fahren zu können (also derselbe Grenzwert erscheint unseren Feministinnen passend)

        Wir werden in Zukunft regelmäßig Verfahren haben, bei denen Menschen sich gegenseitig für ein und dasselbe Ereignis der Vergewaltigung bezichtigen.
        Womöglich ist eine Gegenanzeige noch das wirksamste Mittel, um sich gegen Falschbeschuldigungen zu wehren.

      • @ david

        „Haha, der ist auch nicht schlecht.“

        In einer Zeit lange vor Internet, PU
        und RP, habe ich irgendwo in einer
        Kolumne mit Flirt-Ratschlägen folgendes
        gelesen: Wenn dann im Infight langsam
        die Temperatur steige, soll Mann
        folgendes sagen: „Falls wir jetzt nicht
        aufhören, können wir plötzlich nicht
        mehr stoppen“ Aber natürlich nicht
        aufhören.
        An anderer Stelle war zu lesen:
        Immer Fluchtweg einplanen.

      • Was ist wenn beide “Nein” sagen und dann doch miteinander schlafen?

        Dann werden beide eingesperrt. Straftat der sogenannten konsensual-symmetrischen Vergewaltigung.

        • @ Peter

          *Was ist wenn beide “Nein” sagen und dann doch miteinander schlafen?

          Dann werden beide eingesperrt. Straftat der sogenannten konsensual-symmetrischen Vergewaltigung.*

          Schön wär’s.

          Angesichts der bestehenden patriarchalen Machtverhältnisse hat das „verletzte“ Nein der Frau einen höheren staatlichen Schutz verdient als das „verletzte“ Nein des Mannes, der ja nur seine überlegene patriarchale Machtposition als Klassenherrscher hätte einsetzen müssen, um sein Nein durczusetzen.

          Die Frau als klassenmäßig Unterdrückte muss, um ein Machtgleichgewicht = Gleichstellung zu erlangen, darauf zählen können, dass der Staat seine Macht in ihre Waagschale wirft.

          Also wandert der Mann in den Knast und nur er.

          Damit er kapiert, dass das Nein einer Frau ein empauertes ist.

          Sein Nein ist dagegen selbstempauert dank seiner Zugehörigkeit zur herrschenden Klasse, braucht keine staatliche Unterstützung.

          Der feministisch-femizentrische Staat hat den Klassenkampf der Frau gegen den sie unterdrlückenden WHM zu unterstützen, wenn wahre Geschlechtergerechtigkeit herrschen soll.

      • @derdiebuchstabenzaehlt

        Kannst Du konkret schildern wie das gehen kann, GV wenn die Frau “Nein” sagt und sonst aber alles Weitere geschehen lässt? Wie habe ich mir das konkret vorzustellen und wie soll ein solches Verhalten, eine solche Tat vor Gericht bewiesen werden? Bitte konkret

        Ja also ganz konkret, wie das gehen kann:

        1) Sie sagt Nein.
        2) Sie lässt alles Weitere geschehen.

        (Ich halte es für völlig irrelevant, ob so ein Verhalten mir oder Dir irgendwie plausibel erscheint. Es reicht, dass es möglich ist. Und vllt. gibt es ja genügend andere Menschen, für die dieses Verhalten völlig Sinn macht.)

        Diebstahl lässt sich ja beweisen, denn vorher gehörte das Auto ja eindeutig mir und nicht dem Dieb und bezahlt hat er nicht noch gibt es einen Kaufvertrag.

        Das Auto könnte doch geschenkt sein.

        (Danke für das gute Beispiel! Offenbar lassen sich auch manche Eigentumdelikte von Schenkungen nur abgrenzen, indem man die Willensbekundungen rekonstruiert.)

        @derdiebuchstabenzaehlt, @Dummerjan

        [Wie beweist man, dass Nein gesagt wurde?]

        Naja, zum einen kann es ja sein, dass der Handlungsablauf selbst unstrittig ist, dass also zB selbst der (oder die) Angeklagte einräumt, dass Nein gesagt wurde.

        Dann könnte man sich Fälle vorstellen, wo andere mitgehört haben, zB über eine dünne Wand, außerhalb des Zelt (wenn die Tat im Zelt passiert sein soll) oder über ein aus Versehen getätigten Handy-Anruf („Pocket dial„).

        Man könnte auch etwas in die nahe Zukunft denken und sich vorstellen, dass mehr und mehr Menschen eine Art „menschliche Dash-Cam“ benutzen. (Dashcams kennt man schon von Autos, sie werden an der Winschutzscheibe angebracht und zeichnen ständig das gesamte Geschehen auf, speichern dabei immer die letzten X Minuten. Diese Aufzeichnungen eignen sich dann ideal dafür, bei Unfällen das Geschehen und die Schuldfrage genau zu klären. Es ist denkbar, dass Datenbrillen wie die Google Glass bald auch eine solche Funktionalität anbieten.)

        Schließlich gibt es auch andere Straftatbestände, die auch allein auf Grundlage des gesprochenen Worts greifen, eine Morddrohung zum Beispiel. Es ist soweit ich weiß strafbar, jemandem zu sagen, man werde ihn umbringen. Wie sich das beweisen lässt, ist dann immer noch eine andere Frage.

        @Nick

        Dass die “Schutzlose Lage” schwammig ist, ist wohl ein ziemlich schlechtes Argument dafür, überhaupt keine klaren, objektiven Kriterien mehr anwenden zu müssen.

        Ich verstehe nicht ganz: Wer argumentiert wo dafür, „überhaupt keine klaren, objektiven Kriterien mehr anwenden zu müssen“?

        Der vorliegende Vorschlag will, dass ein ausgesprochenes Nein als fehlendes Einverständnis zu interpretieren ist. Das ist doch viel klarer und objektiver als „hat sich gewehrt“.

        Im Artikel ist ausdrücklich die Rede davon, dass das fehlende Einverständnis das entscheidende Kriterium sein soll. Das ist wohl ganz klar auch die Position des BFF.

        Gut, dann lass uns zur Vereinfachung die Diskussion darauf beschränken, als wenn es tatsächlich nur um ein ausgesprochenes Nein ginge. (Was nämlich das BFF nun will oder verdeckt will, werden wir hier nicht klären können.)

        Allerdings haben wir es hier mit einem zwischenmenschlichen Bereich zu tun, der in aller Regel von einer großen Ambiguität gekennzeichnet ist. Da lässt es sich nicht so einfach objektiv beurteilen, was die Beteiligten wollten.

        Also ich sehe hier zwei grundsätzliche Falltypen:

        1) Die Beteiligten wissen selber gar nicht, was sie gerade genau wollen.
        2) Sie wissen schon selber, was sie gerade genau wollen, es fehlt Ihnen offenbar an Fähigkeit oder Möglichkeiten, es klar und objektiv beurteilbar auszudrücken.

        Bei Fällen von Typ 1) würde der Vorschlag wahrscheinlich tatsächlich nicht weiter helfen.

        Aber bei Fällen von Typ 2) doch durchaus: Es wäre nun viel klarer geregelt, wie ein mangelndes Einverständnis aussieht, nämlich ein ausgesprochenes Nein. Das wäre doch viel einfacher als heute: Wenn ich nämlich heute in eine Situation komme, wo sich Sex anbahnt, ich aber keinen will, muss nämlich ein irgendwie passendes Maß an Gegenwehr anwenden. Es muss soviel sein, dass der andere merkt, ich bin dagegen; aber es darf auch nicht soviel sein, dass ich mich nicht selbst in Gefahr bringe. Das ist doch total kompliziert, findest Du nicht?

        Der Täter muss klar und eindeutig erkennen können, welche konkrete Handlung unter Strafe steht.

        „X sagt Nein. -> Mit X darf ich keinen Sex haben“ halte ich für sehr klar und eindeutig erkennbar.

        Wenn die Frau, mit der du Wohnung und Bett teilst, sich einen Zehner aus deiner Sparbüchse “ausleiht”, dann wirst du große Schwierigkeiten haben sie wegen Diebstahls zu belangen. Warum denkst du ist das so?

        Ich weiß weder, ob das so ist, noch warum. Wenn es tatsächlich so ist, finde ich es falsch.

        @Dummerjan

        Lustig. “Nein” reicht.

        Jetzt bin ich verwirrt: Also du widerprichst gar nicht der Sinnhaftigkeit des Vorschlags; Du meinst stattdessen, er ist schon längst umgesetzt?

        @ Alexander Roslin

        Die von Dir begrüßte Gesetzesänderung erhöhte die Anreize für Frauen, falsch zu beschuldigen, unverantwortlich, wenn ich nicht gleichzeitig durch angemessen harte Strafbewehrung von Falschbeschuldigungen versuche, hier abzuschrecken.

        Also angenommen, es würden gleichzeitig auch Falschbeschuldigungen angemessen bestraft – wärst Du dann für o.g. Vorschlag?

        @albert, @ viele andere

        sie verabreden sich, feiern die halbe nacht, sie lädt ihn zum kaffee ein, sie kommen sich näher, sie sagt nein, …

        Es sind ja mehrere Kommentare mit dem generellen Argument: „Was sie sagt, kann man nicht alleine gelten lassen, denn es kann ja ironisch gemeint sein, oder sich in der nächsten Sekunde geändert haben.“

        Aber dann könnte man ja auch fragen: „Was ist, wenn sie sich gewehrt, um sich geschlagen und geschrien hat – aber durchaus Sex wollte und nämlich nur mal ihre Vergewaltigungsphantasie ausleben?“

        Kann man tatsächlich körperliche Abwehr immer als „klare Aussage“ nehmen? Müsste man nach Eurer Logik auch nicht fragen, ob sie „wirklich so gemeint war“?

        Schließlich müsste man, wenn man die Klarheit mündlicher Aussagen bei Vergewaltigung anzweifelt, auch die Rechtswirksamkeit mündlicher Aussagen anderen Kontexten in Frage stellen:

        * Ein mündlicher Kaufvertrag? „War doch nur ironisch gemeint! Ich hätte diese Sache nie verkaufen wollen!“
        * Eine Schenkung? „Eine Sekunde später wollte ich es aber nicht mehr verschenken, und trotzdem hat es er mitgenommen!“

        Natürlich kann es zu solchen Situationen kommen, aber wir sind uns doch dennoch einig, dass in diesen Fällen das Abstellen auf getätigte Aussagen ein besserer Willensindikator ist als das Verlangen einer physischen Abwehrhaltung. Oder wäre es wirklich besser, ein Diebstahl oder Raub würde nur dann also solcher angesehen werden, wenn ich mich auch kräftig und ernsthaft gewehrt habe, sonst aber nicht?

  14. „It’s sad but true,“ said one of the prosecutors on the Nirbhaya trial, A T Ansari. „Registration of false cases is rampant and hence, the alarming acquittal rate. The new law is being misused because of the widened definition of rape. This is an unfortunate trend. In many cases, women come up with the plea that they had registered the case out of anger and due to misunderstanding.“

    Another senior prosecutor commented on the matter, „In around 90% of acquittal cases, the victim turns hostile. Mostly, it turns out to be a case of a relationship gone bad.

    http://genderama.blogspot.de/2014/08/indien-partei-macht-falschbeschuldigung.html

    Das ist wohl überall zu beobachten wo die Definition von Vergewaltigung ausgeweitet wird. Und irgendwie ist es erschreckend, aus welchen z.T. nichtigen Gründen Frauen Männer der Vergewaltigung beschuldigen, manchmal nur um ihn zu bestrafen, weil er sie enttäuscht hat. Als ob die wirklich nicht wissen, was sie damit anrichten oder es ihnen einfach total egal ist.

    • @Matze

      „Und irgendwie ist es erschreckend, aus welchen z.T. nichtigen Gründen Frauen Männer der Vergewaltigung beschuldigen, manchmal nur um ihn zu bestrafen, weil er sie enttäuscht hat. Als ob die wirklich nicht wissen, was sie damit anrichten oder es ihnen einfach total egal ist.“

      Ich hab mal folgenden Satz gehört

      „Reiß keinen Zaun ein bevor du nicht weißt warum er errichtet wurde.“

      Kann es sein, dass die Kulturen dieser Welt diesem offenbar weiblichen Hang/Trieb zur „Unterverantwortlichkeit“ (Hypoagency) in Verbindung mit einem mittlerweile recht stark wahrnehmbaren entgrenzten Narzissmus und all seinen Folgen, was wohl auch und u.a. in diesem Zusammenhang wesentlich sein könnte, kannten?

      • weibliche unverantwortlich klingt so negativ, @petpanther und ist darüber hinaus sexistisch. hättest du recht wäre die weibliche unverantwortlichkeit eine vererbbare charktereigenschaft und sie wäre ein evolutionärer vorteil. mit unverantwortlichkeit assoziere ich chaotische verhaltensweisen, so dass ich es für ausgeschlossen halte, dass sich daraus ein evolutionären vorteil ergeben könnte.

        demnach kann die weibliche unverantwortlichkeit lediglich symptom einer vererbbaren und evolutionär vorteilhaften verhaltensweise bzw. charaktereigenschaft sein oder es ist ein soziales phänomen.

        letzteres glaube ich natürlich nicht, aber welche vererbbare und evolutionäre vorteilhafte Charaktereigenschaft – also keineswegs etwas per se negatives – ist es denn die dieses phänomen der weiblichen unverantwortlichkeit verursacht?

        • … manches ist eben nicht so schön.

          Weibliche Hypogamy war und ist sicherlich ein Vorteil, wenn geduldet. Es geht um Ressourcenextraktion.

          Sexistisch? So etwa Sexistinnen die rufen haltet den Sexist. Das ist weibliches Scamming.

          Bist du immer noch brav und lässt dir Märchen erzählen?

          Albert, den Weihnachtsmann gibt es nicht.

        • … „ressoucenextraktioncharakter“ gefällt mir schon besser, @petpanther, allerdings doch etwas sperrig und nicht gerade sexy. egoismus trifft es auch nicht, aber freud hat sich ja auch schon schwer getan.

        • alles gut, @petpanther. die logik radikal und gender-bewegter frauen ist derart abstrus, dass ich deren motivation nicht nachvollziehen kann. eine angeborene unverantwortlichkeit wäre erst mal eine erklärung, aber ich meine die gibt es nicht.

          ist es nicht verblüffend, wie einfach man das männliche verhalten evolutions-biologisch zu erklären meint und sich das weibliche verhalten erst nach und nach erschließt und erklärungsbedürftiger erscheint? man gar in konstrukte wie angeborene unverantwortlichkeit flüchtet und im gegesatz dazu beim mann den mythos einer rape-culture errichten kann.

        • @Albert

          Ich glaube nicht, dass das ein Konstrukt ist. Es erscheint mir eher plausibel manipulationsfähigkeiten zu entwickeln zwecks Überlebens und Besserstellung.

          Wenn man so will ist Hyperagency ein weibliches Gewaltverhalten, dass an männliche soziale Protektionsinstinkte anknüpft und diese ausnutzt.

          Es ist nicht so vordergründig wie männliches Verhalten, aber gleichermaßen brutal.

          In den sog. Modernen westlichen Gesellschaften setzt es eben genau an dem anerzogen Verantwortungsgefühl an und mißbraucht es.

          Das ist kein „Konstrukt“ in das geflüchtet wird. Es ist eben genau dies ein social engineered construct, dass das gedacht wird.

          Due Wirklichkeit bei Menschen ist meist enttäuschender als man denkt. Nun, es gibt ja azch hier und da Lichtblicke.

          Aber Frauen nehmen such nichts in ihren dunklen Seiten gegenüber Männern. Sie sind nur anders angepasst.

          Es ist vermutlich ein in Fleisch und Blut übergegangener instinktiver Gynozentrismus, der uns davon abhält genauer hinzuschauen.

          Hier hilft der Feminismus gar, der uns zeigt wie sie wirklich innerlich ticken. In Bezug auf weibliche dunkle Seiten. In Zeiten von nie zuvor dagewesener Privilegisierung und Versorgung von Frauen scammen und dämonisieren sie fanatisch und krankhaft.

          Verantwortungslos. Gegenüber Leben. Auch dem das ubgeborenen Kibdes, wenn’s dem entgrenzten Egoismus nicht passt. Während die Nänner immer noch zu blöd sind ihre eigene Disponibilität in diesen „Spiel“ zu begreifen.

          Ochsen eigentlich, die an Märchen glauben und anbiedernd herumgockeln. Und sich sogar kannibalisieren.

          Auch kein Ruhmesblatt.

  15. Hatten wir schon das Thema diskutiert, dass die Qualitätsmedien und auch die Parteien auf Basis einer nichtexistenten Studie das Betreuungsgeld anfechten:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/neuer-streit-um-familienleistung-gruene-fordern-sofortige-abschaffung-des-betreuungsgelds-1.2066132

    Diese Studie gibt es so nicht:
    http://www.freiewelt.net/nachricht/es-gibt-keine-neuen-zahlen-zum-betreuungsgeld-10037835/

    Gern auch an der TU Dortmund nachfragen.
    Die Zeit hat sich korrigiert (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-07/irrtum-studie-betreuungsgeld), die SZ referiert diese Studie weiterhin, wie man oben sieht.
    Die Zeit ist so schizophren ihre Artikel weiterhin auf der von ihr selbst als nicht existent erkannzen Studie zu basieren:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2014-08/betreuungsgeld-kita-qualitaet.

  16. Bo-ey

    http://genderama.blogspot.de/2014/08/kenia-ein-dutzend-manner-nach.html

    „One of the wives, Anne Njeri, who witnessed the incident on Friday, told the radio station: ‚We are happy with the move to have such men cut because uncircumcised men are dirty and do not perform well in bed and thus we are sure their wives will now enjoy their marriages.‘ “

    Wer war nochmal das ach so empathische Geschlecht?

    So wie Männer auf die Welt kommen sind sie also dreckig und schlecht im Bett. Aber für ihre Frauen schneiden sie sich doch gerne ein Teil ihres Körpers ab. Stets zu diensten…

    Wie es den Männern dabei geht: Who cares?

    Was für eine kranke Anspruchshalten der Frauen dort!

    Dauert bestimmt nicht lange bis die Menschenrechtsorganisation einschreiten… ähm *hust*

    • Ich finde es ja faszinierend, wie viel Zeit die Leute investieren in Missverständnisse und Konflikte, die durch gewissermaßen „hingerotzte“ Kurztexte entstehen.

      • Ich kann das ehrlich gesagt schon nachvollziehen. Lästereien und Häme sind ja sowieso im Internet Standard, nichts anderes machen wir hier. Soweit so gut.
        Die Grenze zur Eskalation überschreitet sie aber gleich zweimal ganz bewusst.
        Zunächst wirft sie jemandem (auf erbärmlich schlechter Grundlage) Textklau vor. Und dann zieht sie eine von ihr selbst provozierte Aussage aus dem Kontext, so dass diese sich für den Vorwurf sexueller Belästigung an ihr eignet.
        Sie versucht in beiden Fällen in einem Appell an ihre Follower Empörung zu generieren und einen Shitstorm heraufzubeschwören, der geeignet ist, virtuelle (und daran hängende reale) Existenzen zu beschädigen oder zu zerstören (siehe auch Wiczoreks Tweet).

        Das kann man nicht auf sich sitzen lassen, hier muss man mit voller Kelle zurückschießen.

        • Ja, ich kann seine Verteidigung schon voll und ganz unterschreiben. Ich sehe es auch so, dass die Dame dort einen Shitstorm erzeugt und auf diese Weise missliebige Kommentare wegmobben möchte. Das kann man in der Tat nicht auf sich sitzen lassen.

          Ich finde es halt nur seltsam, dass Twitter mit seiner Kürze zugleich der Ort ist, wo sich so derart ausgetobt wird. Die Zeichenlänge lässt ja vernünftiges Argumentieren von vornherein nicht mehr zu. Es gelingt damit nur noch eine kurze und prägnante Ansage und auf diesen Kern scheint sich vielerorts die Twitterei auch beschränkt zu haben. Offenbar begnügen sich viele Leute auch damit, anstatt nachzufragen, miteinander zu reden und Konflikte im Gespräch zu klären.

          Nun ja, die Dame macht da jedenfalls keine gute Figur, ihre Sekundanten tuns auch nicht.

        • Fappygate zeigt im übrigen eines: Es ist im Internet noch nicht angekommen, dass es sich um einen öffentlichen Raum handelt. Vielmehr agieren die meisten hier wie auf der Straße bzw. wie im Freundeskreis. Daher kommen dann auch die starken persönlichen Angriffe, die niemand so in Meetings, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder sonstwie als öffentlich empfundenen Situationen starten würde. Im Internet wird sich zu sehr clicquen- und peergrouphaft verhalten.

        • Ja, das ist wohl wahr. Das mental repräsentierte Publikum beschränkt sich meist auf den direkten Ansprechpartner oder maximal noch die Community, in der man sich äußert.

          Auch in diesem relativ geschützt wirkenden Kommentarbereich hier unterschätzt man wahrscheinlich die Zahl der stillen Mitleser.

          Leute, deren Profil dann noch vernetzt oder identifizierbar ist, wundern sich dann schnell, dass sie die Kontrolle über den Wirkungsbereich ihrer Äußerungen verlieren, sobald etwas aus ihrer Filterblase rausschwappt.

          Und Twitter eignet sich durch seine Struktur wie keine zweite Web 2.0 -Plattform für Konflikte und Mobbing, das ist wohl auch klar.
          Umso mehr zieht es Leute an, die ein Ventil für ihre Aggressionen brauchen.

        • Ich würde mit beiden nicht tauschen wollen. Beide treten unter ihren Realnamen auf und werden beschädigt. Herr Pallenberg wäre auf das „fappen“ besser in dem Sinne eingegangen, dass er sich die Sexualisierung seiner Person verbittet. Das war eine sexuelle Beleidigung.

          Man weiß ja, was passiert, wenn man in dem Themenbereich mit dem groben Keil agiert. Das „nur damit Fraudingens das auch mal erlebt hat“ hätte er besser weggelassen.

          Keine Ahnung, ob er naiv war und die Mechanismen nicht kannte oder enfach gerne auf die Kacke haut.

        • „Es ist im Internet noch nicht angekommen, dass es sich um einen öffentlichen Raum handelt. Vielmehr agieren die meisten hier wie auf der Straße bzw. wie im Freundeskreis.“

          Ja, bei twitter etc. wird oft schnell was rausgehauen, was man vielleicht beim Wein am Tisch erzählt hätte und steht dann in der Öffentlichkeit und kan nicht wieder rückgängig gemacht werden.

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