Women against Feminism – Frauen gegen den Feminismus

Women against Feminsm oder Frauen gegen Feminismus ist eine Aktion, die ich sehr schön finde. Darin stellen Frauen dar, warum sie gegen den (vorherrschenden) Feminismus sind.

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Dabei scheinen mir insbesondere die folgenden Argumente häufig vorzukommen

  • Ich bin nicht unterdrückt
  • ich mag Männer und sehe sie nicht als Feind
  • Ich möchte kein Opfer sein
  • Ich fühle mich in traditionellen Geschlechterrollen wohl und möchte deswegen nicht angefeindet werden
  • mir nahestehende Männer wie mein Sohn etc sind nicht der Feind
  • Feminismus ist nicht mehr auf gleiche Rechte ausgerichtet, sondern auf Frauenbevorzugung
  • Es ist unlogisch und geht von Unterdrückung/Diskriminierung aus, wo keine ist.
  • Feministinnen sind zu intolerant und beleidigen einen /greifen einen an, wenn man ihnen nicht zustimmt.

Zudem finden sich auch einige andere schöne Grafiken dort:

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Das traurige Gegenargument des Feminismus ist in der Regel lediglich:

  • Feminismus ist laut Lexikon für Gleichheit und Gerechtigkeit, also sind wir die Guten. Was wir darüber hinaus vertreten ist unbeachtlich
  • Ihr braucht Feminismus, ihr seid Opfer, ihr bemerkt es nur nicht
  • All das könnt ihr überhaupt nur sagen /haben, weil wir Feminsten für eure Rechte kämpfen
  • Wir mögen Männer doch!

Das verkennt natürlich, dass sich Feminismus inzwischen in vielen Ausrichtungen weit von dieser Definition entfernt hat. Es geht eben um eine ganz spezielle Form von Gleichheit und Gerechtigkeit, die stark auf Annahmen einer Unterdrückung von Frauen durch Männer aufbaut und erfordert, dass man Konstruktionen wie das Patriarchat, die Rape Culture, die Privilegierung aller Männer und die Opferrolle aller Frauen ebenso akzeptiert wie solche totalitären Konzepte wie Definitionsmacht etc.

Auf eine echte Argumentation lässt sich der Feminismus nicht ein, er verweist eher trotzig darauf, dass der Feminismus gut, gut, gut ist. Und eben auch darauf, dass man Männer nicht hasst, auch wenn man sie oder eben ihr Verhalten für alles schlechte verantwortlich macht, was auf dieser Welt geschieht. Eigentlich sagen die oben dargestellten Bilder genug aus und wiederlegen diese Argumente hinreichend.

Frauen, die sich gegen den modernen Feminismus aussprechen, werden anscheinend wesentlich mehr wahrgenommen als Männer. Deren Vorteil ist, dass sie der angeblich „unterdrückten Gruppe“ zugehören und insoweit nicht in Verdacht stehen, dass sie direkt davon profitieren. Sich Frauen anzuschließen, die sagen, dass etwas frauenfeindlich ist, ist insofern unverdächtiger.

Aus meiner Sicht schadet das aber nicht. Um so mehr Leute erkennen, dass Feminismus eben nicht einfach nur Gleichberechtigung ist, um so besser. Aktionen dieser Art zeigen insofern auch, warum es sich lohnt, Frauen nicht als Feinde wahrzunehmen.

Weitere Artikel dazu:

(Wer weitere hat: gerne in den Kommentaren was dazu schreiben, ich ergänze dann)