„Den wenigsten Frauen bringt es Erleichterung, ein Glied in sich gestopft zu bekommen“

Sibylle Berg schreibt über den Sexualtrieb von Frauen:

Wie die meisten Menschen wollen auch die Frauen nicht allein sein, sie wollen einen Freund oder eine Freundin, die mit ihnen gegen die Welt steht, und sie wollen Sex. Aber besorgt bekommen – das ist doch eine etwas einfältige Idee. Der Umstand, dass die meisten Frauen ein gutes Buch oder Schokolade einem Geschlechtsverkehr vorziehen, sagt ja auch klar: Die Legende von der sexuell unbefriedigten Frau ist so albern wie die Sage von der lesbischen Frau, die durch einen rechtschaffenen (dieses Wort wollte ich schon immer mal verwenden) Penis wieder auf den einzig richtigen Pfad – den der Heterosexualität – geführt würde.

Die erschütternde Nachricht des Tages ist: Den wenigsten Frauen, falls sie nicht gerade 16 Liter Rum intus haben, bringt es Erleichterung, ein Glied in sich gestopft zu bekommen, das erklärt auch das Schokoladenresultat. Geile Schlampen gibt es fast nur in der Fantasie oder in derPornobranche, aber unter uns – da wird ganz schön viel gelogen.

Dass Frauen auch gerne abfällig ihre Geschlechtsgenossinnen als unbefriedigte Kühe bezeichnen, spricht für meine vor Jahren erarbeitete These, die ich in meinem Meisterwerk „Der Verstand der Menschen, ein Dunkel ohne Licht“ hinreichend erörtert habe.

Die schlechte Nachricht also: Der gemeine Penis wird die Welt nicht retten.

Der Penis die Welt nicht retten! Verständigt die Patriarchatspolizei, das ist Hochverrat!

Allerdings ist mal durchaus erfrischend, dass hier mal tatsächlich anklingt, dass der Sexualtrieb der Frau geringer ist als der des Mannes, jedenfalls im Schnitt (hier ist auch zuzustimmen, dass „die muss nur mal richtig durchgevögelt werden“ etwas billig ist. Wobei sowohl bei Frauen als auch bei Männern zumindest eine neue Beziehung (mit regelmäßigen Sex) schon einiges ausmachen kann, ich habe da schon einige als wesentlich verträglicher erlebt)