Kritikrunde: Der „C&A-Maskulismus“

Bei Elmar und Co ist häufig die Rede von einem „C&A-Maskulismus„. Dabei scheint es den Betreffenden darum zu gehen, dass Arne und Ich in irgendeiner Form eine Verschwörung betreiben um 1. die Vorherrschaft im Maskulismus anzutreten und 2. alle anderen rauszudrängen.

So schreibt Elmar beispielsweise:

Arne Hoffmann berichtete letztens über eine neue FES-Studie über Maskulismus und prompt folgt die Herde der C&A-Maskulisten brav dem neuen Trend. Doch während Arne seinem treuen Vasallen auf die Schulter klopft, gibt es noch eine andere Sichtweise auf die Affaire, die – sollte sie richtig sein – deutlich macht, daß wir Maskulisten mit unserer in posts gegossenen Empörung politisch naiv genug waren, uns mal wieder von den Feministen vorführen zu lassen.

Also das Bild einer Herde der übrigen Blogger mit Arne und mir als Anführer. Die „Fundamentalisten“ hingegen außerhalb dieses simplen Herdentriebes mit eigenen Meinungen

In einem weiteren Artikel ergänzt Elmar seine Kritik las Reaktion auf eine Stellungnahme von Schoppe:

Ich finde nicht, daß Arne und Evochris die wichtigsten Personen sind. Sie sind sicher am sichtbarsten, aber ihr Einfluß gefällt mir oft nicht und es freut mich, daß Schoppe, diese blogger in (8) für kritisierbar erklärt. Mein Eindruck ist, daß es andere blogger und Kommentatoren gibt, deren kluge und ideenreiche Beiträge durch diese mainstream-Macher zu stark in den Hintergrund gedrängt werden, ihr Wunsch nach Dominanz schadet mehr als er nützt. Schoppe appelliert nicht ganz zu Unrecht an eine Fraktionsdisziplin und vermutlich hat der die Idee, daß Geschlossenheit mehr nützt und Disput – wenigstens im gegenwärtigen Stadium – eher schadet. Doch wie wollen wir das abschätzen? Nach meiner Ansicht ist es für eine Fraktionsdisziplin viel zu früh, denn die Breite maskulistischer Perspektiven entfaltet sich gerade erst und Fraktionsdisziplin macht nur Sinn, wenn man schon über eine gewisse politische Wirksamkeit verfügt. Doch davon sind wir weit entfernt.

Und zu den Zielen des „C&A-Maskulismus“ schreibt Elmar an gleicher Stelle:

 In letzter Zeit ist tatsächlich sichtbar geworden, daß einige, die sich für gemäßigt halten, ganz andere Motive und Positionen haben als C&A. aranxo und LoMi sind paradigmatisch und mit LoMi kann ich sehr konstruktiv diskutieren. Der Grund dafür liegt darin, daß von C&A das label der Mäßigung in einem anderen Sinn benutzt wird, als viele andere blogger und Kommentatoren es tun. Mit den inhaltlichen Positionen Gemäßigter wie LoMi oder aranxo kann der Fundamentalismus prima leben und er opponiert auch nicht gegen sie – wenngleich es schwierig ist, herauszubekommen, was Gemäßigte eigentlich vertreten. Vor allem LoMi hat eine recht theoretisch Vorstellung von Mäßigung, die man nicht einfach vom Tisch wischen kann.

Wogegen der Fundamentalismus hingegen in Wahrheit opponiert – und das ist bisher von uns leider nicht richtig dargestellt worden – ist die Idee von an den mainstream anschlußfähiger Positionen. Männerstreik hat diese Idee als erster gehabt, aber er rastet leider immer aus, so daß sie nur schlecht sichtbar war.

Arne, Christian und z.B. auch Leszek betonen immer wieder, daß sie nur mit bestimmten feministischen Positionen kein Problem haben. Radikalfeminismus und einen gewissen Genderfeminismus lehnen sie ab, aber wenn es um das geht, was sie Equity-Feminismus nennen, dann hellen sich ihre Mienen auf.

(…)

Tja. Ich glaube eher, daß die C&A-Fraktion zum Teil aus Leuten besteht, die durch ihre Beschäftigung mit dem Feminismus gewieft genug geworden sind, um gelernt zu haben, wie man personlichen Vorteil aus dem Maskulismus schlagen kann. Andere sind naiv und wieder andere benutzen die Affaire um ihre persönlichen ressentiments auszuleben.

Also der Gedanke, dass man sich (wohl durch Anbiederung (mitttels Biologismus?) an den Feminismus (wohl den Equity-Feminimus?)) Posten für später sichern will. Vielleicht auch in der Masku-Szene, wenn sie denn mächtig wird.

Ich habe mich bisher eigentlich für einen Blogger gehalten, der gerne und häufig auf andere Blogs verlinkt und neue Blogs gerne weiterempfiehlt. Und gerade Elmar kann sich aus meiner Sicht nicht beschweren. Ich habe auf viele seiner Artikel verlinkt. So gesehen die perfekte Starthilfe für seinen Blog, wenn seine Ideen die Leser überzeugen, selbst wenn meine Artikel kritisch waren. Ich vermute mal, dass die Tage als ich auf ihn verlinkt habe, zu seinen stärkeren gehört haben dürften. Ich wüsste auch nicht, wie ich andere Blogger vom Artikelschreiben abhalten sollte oder jemals irgendjemanden davon abgehalten habe, einen Artikel zu schreiben (wie auch?). Üblicherweise ist die Kritik wohl eher, dass ich zuviel radikale Stimmen auf meinem Blog in den Kommentaren zulasse als das ich jemanden hindere, etwas zu sagen, solange es nicht beleidigend ist.

Persönliche Vorteile aus dem Maskulismus? Bisher eher nicht, außer dem Spass am bloggen. Als anonymer Blogger auch eher schwierig.

Aber ich lasse mich ja da eines besseren belehren. Wer also schon immer Kritik an der Dominanz des „C&A-Maskulismus vorbringen will, der kann das gerne in den Kommentaren machen. (Ich erteile jetzt schon eine Amnesty für die Zeit nach der Revolution, dürfte bei dem dann vorhandenen Posten ja in meiner Hand liegen). Wer als Vasall Arnes und meiner Herde nur mein Lob blöken möchte kann das natürlich auch gerne wie immer machen.  Vielleicht können wir auch schon die Posten verteilen.