Erfahrungenberichte zu Pickup: Signale lesen und ihr die Entscheidung erleichtern

Gerhard hat in einem Kommentar dargestellt, was er aus Pickup ziehen konnte:

Ich habe irgendwann mal gemerkt, was ich für einen fürchterlichen Anfängerfehler gemacht habe. Irgendwie sowas, was alle tun. Die schönste Frau der Welt(tm) gesehen, stundenlang verstohlen hinterhergestarrt und nach genug konsumierten Bier sie angequatscht. Einfach gruselig. Furchtbar.

PU hat mir genau erklärt, warum das Kacke ist. Gewußt habe ich es eigentlich vorher schon. Ich bin zu alt für Quatsch wie Erdbeerfeld. PU hat mir halbwegs gangbare Wege aufgezeigt und Dinge die funktionieren. ZB KINO.

Es hat vor allem meinen Blick geschärft für Situationen, die einfach nicht funktionieren. Frauen, die keine Interaktion wünschen. Und für Situationen, die funktionieren. Früher mußten manchmal Frauen nackt vor mir stehen, bis ich es endlich kapiert habe. Jetzt weiß ich, wenn eine Frau beim zweiten Date zu mir nach Hause zum “gemeinsam kochen” kommt, wird — gekocht. Und sie wäre ziemlich sauer wenn ich nicht die Initiative ergreifen würde. Was keinesfalls heißt, daß es nicht einfach beim Kochen und einem netten Abend bleiben kann. Was daran liegen kann, daß sie keine Lust auf Nachtisch hat, oder ich oder beides oder ich es einfach vergeigt habe.

Die Initiative kann man übrigens sehr deutlich zeigen ohne auch nur im geringsten übergriffig, uncharmant oder sonstwie drängend zu sein. Genau genommen wäre dies der sicherste Weg zum Mißerfolg.

Schlußendlich läuft es aber auf Signale lesen aus. Es ist eigentlich immer die Frau,die die Entscheidung trifft. Ich versuche nur, ihr die Entscheidung für mich zu erleichtern oder zumindest nichts zu tun was dafür hinderlich wäre. Deshalb bin ich auch immer sehr amüsiert und belustigt wenn PU als Geheimwissen, Pseudowissenschaft oder gar fiese, unfaire Tricks dargestellt wird.

Also eigentlich viel gesunder Menschenverstand, genug Empathie aber auch Basiswissen in biologischer Richtung wie Frauen ticken. Und Ehrlichkeit. Ihr zu sagen, daß sie nicht die einzige ist, gehört dazu wenn es so ist. Ach ja, und eine gehörige Portion Selbstentwicklung. Eigentlich der Großteil, aber der war hier nicht gefragt.

Das habe ich auch bei mir festgestellt. Wo ich früher vollkommen verwirrt war, weil ich das Verhalten der Frau widersprüchlich fand oder nicht verstand, warum sie alles so kompliziert macht oder was sie nun wirklich will, kann ich jetzt Zeichen wesentlich schneller lesen und mir sind Situationen sehr viel klarer. Initiativeergreifen, dass „Spiel mit der Zurückhaltung“, all das ist mir viel deutlicher geworden. Routinen wie das Erdbeerfeld habe ich auch nie genutzt, sie kamen mir gekünstelt vor. Aber bestimmte Elemente nicht zu nutzen und die für sich richtigen rauszusuchen, dass ist auch ein sehr interessanter Prozessen.

Ich glaube, dass das Bild von Pickup, welches Gerald hier zeichnet, vielen Kritikern von Pickup kaum vermittelbar sein wird: Mit dem aus Pickup erworbenen Wissen soll man ehrlicher sein können? Man soll Frauen besser verstehen und ihre Zeichen besser lesen können? Es soll nur etwas um Entscheidungserleichterung gehen, wenn man doch eigentlich Psychotricks anwendet? Ich selbst finde sie sehr gut nachvollziebar. Denn ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht: Ich fühle mich sicherer im Flirtbereich, ich ordne Verhalten eher ein und verstehe es und gerade deswegen kann ich mich geben, wie ich bin.