Thor als Frau

Marvel hat angekündigt, dass Thor fortan eine Frau sein wird.

Der bisherige Thor:

Thor aus dem Comic

Thor aus dem Comic

Thor

Thor aus dem Film

Und die Bilder von Thor als Frau:

Thor Frau

Thor Frau

thor-Frau

Das Statement dazu:

Marvel is excited to announce an all-new era for the God of Thunder in brand new series, THOR, written by Jason Aaron (Thor: God of Thunder, Original Sin) complimented with art from Russell Dauterman (Cyclops).

This October, Marvel Comics evolves once again in one of the most shocking and exciting changes ever to shake one of Marvel’s „big three“ – Captain American, Iron Man and Thor – Marvel Comics will be introducing an all-new THOR, GOD OF THUNDER. No longer is the classic male hero able to hold the mighty hammer, Mjölnir, a brand new female hero will emerge will who will be worthy of the name THOR. Who is she? Where did she come from and what is her connection to Asgard and the Marvel Universe?

„The inscription on Thor’s hammer reads ‘Whosoever holds this hammer, if HE be worthy, shall possess the power of Thor.’ Well it’s time to update that inscription,“ says Marvel editor Wil Moss. „The new Thor continues Marvel’s proud tradition of strong female characters like Captain Marvel, Storm, Black Widow and more. And this new Thor isn’t a temporary female substitute – she’s now the one and only Thor, and she is worthy!“

Series writer Jason Aaron emphasizes, „This is not She-Thor. This is not Lady Thor. This is not Thorita. This is THOR. This is the THOR of the Marvel Universe. But it’s unlike any Thor we’ve ever seen before.“

THOR is the latest in the ever-growing and long list of female-centric titles that continues to invite new readers into the Marvel Universe. This female THOR is the 8th title to feature a lead female protagonist and aims to speak directly to an audience that long was not the target for Super Hero comic books in America: women and girls.

Aus meiner Sicht können sie mit ihrer Figur natürlich machen, was sie wollen. Es ist ja nicht so, dass dieser Geschlechterswitch nicht schon häufiger versucht wurde.

Der erste Terminator war ein Mann, der zweite konnte sich in alles verwandeln, was er wollte, der dritte Terminator war eine Frau. Gut, es war eine Frau, die einen gewisses Fan Service bediente, aber dennoch.

Und auch bei Startrek gab es erst den Frauenhelden und Alphaman, dann die weise Vaterfigur und schließlich hat man es mit einer Frau versucht.

Und auch bei Thor selbst hatte man schon einiges versucht:

Thor Frau und Frosch

Thor Frau und Frosch

(ich habe keine Ahnung, ob die Angaben in dieser Grafik richtig sind, aber ich gehe mal davon aus)

Gerade Comic-Bücher leben immer wieder vom Schock, von der Ankündigung. Alle großen Superhelden dürften schon ein bis zweimal gestorben sein, einfach weil man den Markt anheizen wollte. Ein toter Superheld kann jederzeit wiederbelebt werden, eine Storyline ist nur so beständig, wie deren Verkaufszahlen. Und wenn einem keine neue Personenveränderung einfällt, dann ist es heute eben schnell die Frau. Das wirkt gleichzeitig modern und man kann etwas für sein Image tun und hat gleichzeitig ein gewisses Schockpotenzial, weil sich einige Fans darüber aufregen, was eine so unpassende Rollenneugestaltung wird.

Wird es ein Erfolg werden?

Aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich. Wenn man sich das Ganzkörperbild der neuen Thor anschaut, dann sieht man relativ dicke Oberarme. Ich bezweifele, dass das Frauen besonders anzieht. Den Comics sind eben auch zur Identifikation mit dem Helden da. Und die wenigsten Frauen werden davon träumen, jemand zu sein, der mit einem Hammer und dicken Armen Bösewichte umhaut.

Die Männer wird es auch weniger interessieren. Für sie hätte man eine Thor vielleicht eher so aussehen lassen müssen:

Sexy Thor Frau

Sexy Thor Frau

was für ein Bauch - in der Tat göttlich

Thor am Meer – in sexy

Hat eigentlich eine der vielen weiblichen Aktionhelden wirklich bei den Frauen Erfolg gehabt? Ich wüßte nicht, dass Frauen wegen Lara Croft plötzlich Egoshooter bzw. Tomb Raider gespielt haben.

Aber immerhin haben sie ordentlich Publicity bekommen mit der Aktion. Und wer weiß, vielleicht gelingt ihnen echt eine gute Story. Vieles wird davon abhängen, wie sie den Charakter anlegen. Wird es ein tatsächlich weiblicher Thor, auch beim Verhalten oder bleibt sie da wie der bisherige Thor? Der geschlossenere Helm könnte auf eine geheime Identität hindeuten.

Bei den Filmen bleibt es allerdings bei dem männlichen Thor.

 

52 Gedanken zu “Thor als Frau

  1. Whor, also der weibliche Thor, hat aber einen viel kleineren Hammer als Thor!

    DAS IST PERFIDE!

    Als ob ein Mädchen nicht schon genug mit dem Penisneid zu kämpfen hätte.

  2. Außerdem hätte ich erwartet, dass Thor endlich mal zur farbigen Transe wird, wenn er sogar schon mal Frosch war.

    Weshalb ich diesen Comic auch weiterhin boykottieren werde.

    Hab‘ auch meine Grundsätze!

    • Entschuldige bitte: eine farbige, behinderte Transe – bitte.

      Wenn schon, denn schon: Wir wollen eine tittenlose, häßliche, farbige, alte Lesbe, die im Rollstuhl das Universum aufmischt …. und zwar mit einer Nagelteile und einer Haarbürste und nicht mit einem ordinären Hammer, der wie ein umgedrehtes Gemächte wirkt: Phallusverherrlichungen sind sowas von out … aber sowas von ….

      • @ Elmar

        *Wir wollen eine tittenlose, häßliche, farbige, alte Lesbe, die im Rollstuhl das Universum aufmischt *

        Yeah.

        Now I got a boner!

  3. @ Christian

    *Den Comics sind eben auch zur Identifikation mit dem Helden da. Und die wenigsten Frauen werden davon träumen, jemand zu sein, der mit einem Hammer und dicken Armen Bösewichte umhaut.*

    Gibt’s eigentlich Schönheitschirurgen, die Clitorisvergrößerungen anbieten?

    Ich meine jetzt jenseits von F-M-Transsexuellen?

    Vielleicht weiß Marvel-Marketing mehr?

  4. Bin für die Umbenennung von Thor in Thora. Damit sich die jüdischen Fans mehr angesprochen fühlen.

    Ich gehöre ja eher zur lockeren Fraktion, aber was man in letzter Zeit alles für einen Schwachsinn in Sachen Feminismus zu sehen bekam, macht mich echt nachdenklich.

    Man hält es eigentlich kaum für möglich, daß die Menschen in Medien, Politik, Wissenschaft etc. tatsächlich so dumm und feministisch hirngewaschen sind. Das ist ein Ausmaß an Anpassung, Verlogenheit, Duckmäusertum und Opportunismus, das ich als naiver Ossi in einer langjährigen Demokratie nicht für möglich gehalten hätte.

    Vielleicht gibt es ja deshalb so viele Ossis in der Männerbewegung. 🙂

    Müßte man gleich mal ’ne Fraktion draus machen.

  5. Zu guter Letzt noch mein Vorschlag für einen Superhelden, der endlich mal Hispanics empauern könnte, Montezumas Rächer:

  6. Das ist alles nur wieder subtiler Backlash von Maskutrollen.

    Hier wird Frauen Kompetenz abgesprochen und ihnen quasi unterstellt dass sie unfähig sind Probleme elegant und gefühlvoll zu lösen und daher jedes Problem zu einem Nagel für ihren überdimensionalen Hammer machen.

    Was sagt eigentlich Wonderrobin ..äh.. Robin Urban dazu?

  7. „Thor is a frog“ – LOL

    Wäre eine Iron-Woman nicht mehr im Sinne der ganzen MINT-Mädchenförderung, schlaue Ingenieurin und so ^^

  8. Also allgemein kann man festhalten das wahrscheinlich alles in der Time-Line stimmt, einzig das mit Wonder Women ist mir etwas fraglicher, weil Wonder Women eben von DC Comics ist und Thor von Marvel. Es gab aber durchaus, meines Wissens nach, ein Paar Crossover zwischen DC und Marvel. Da kann das durchaus herkommen.

    Ansonsten ist es halt typisches Ham-Fisted Verhalten von Comic-Machern um erneut zu versuchen weibliche Leser zu gewinnen.
    Früher hat man halt einfach zu jedem XYZ-Man ein XYZ-Woman/Girl erschaffen um neue Leserschaft zu gewinnen (oder dann und wann auch nochmal einen XYZ-Boy). Und da dem halt immer wieder mit einem leichten Augenrollen begegnet wurde, versucht man es nun so – aber hey, gebt den Machern nochmal 30 Jahre und sie merken vielleicht auch das die Leute über so etwas leicht die Augen rollen.
    Wenn man was zum Schmunzeln will bietet es sich imho tatsächlich immer an zu schauen wie Comic-Verlage versucht haben neue Leserschaft zu gewinnen. Ich denk da z.b. daran wie ironiefrei ein Marvel einen Black Panther im Angebot hat. Wobei man sagen muss, dass viele Charaktere dieser Art mit der Zeit tatsächlich besser wurden.

    „Hat eigentlich eine der vielen weiblichen Aktionhelden wirklich bei den Frauen Erfolg gehabt? Ich wüßte nicht, dass Frauen wegen Lara Croft plötzlich Egoshooter bzw. Tomb Raider gespielt haben.“

    Du verwechselst hier weibliche Protagonisten mit Protagonisten die auch tatsächlich für Frauen geschrieben wurde. Lara Croft war jahrelang an sich kein Charakter der sonderlich interessant gewesen sein dürfte für Frauen, außer das sie nun Mal Polygon Brüste an dem Protagonisten hatten.
    Blicke ich da auf die neue Lara Croft und was Rhianna Pratchett mit ihr gemacht hat, denke ich schon das die Story zumindest interessanter geworden ist für Frauen/Mädchen.
    Nur der Vollständigkeitshalber Tomb Raider war auch früher schon kein Ego-Shooter.

    Allgemein denke ich das die Möglichkeit weibliche Protagonisten zu spielen durchaus positiv von Frauen bewertet wird. Man darf aber letztendlich nicht vergessen das ein Spiel eben auch weit mehr ist als nur der Protagonist (z.b. auch allgemein das Gameplay) und ein weiblicher Protagonist daher dafür sorgen wird das man eine 50/50 Teilung im entsprechenden Segment erhält.

    • @neutron

      „Du verwechselst hier weibliche Protagonisten mit Protagonisten die auch tatsächlich für Frauen geschrieben wurde. Lara Croft war jahrelang an sich kein Charakter der sonderlich interessant gewesen sein dürfte für Frauen, außer das sie nun Mal Polygon Brüste an dem Protagonisten hatten.“

      Mir scheint als würden die Macher schlicht davon ausgehen, dass Frauen eine Identifikationsfigur mit weiblichen Körper brauche und das war es. Ansonsten scheint mir Thor die gänzlich falsche Figur zu sein. Sein bisheriger Charakter ist ja sehr männlich, er ist eben ein starker Held nach dem klassischen Schema. Thor steht nicht für Feingefühl, sondern für auf die Fresse hauen, saufen, essen, hart sein, unbeherrscht sein, Rebellion gegen seinen Vater und die Pflicht es dann doch wieder richtig zu machen.
      Viele Elemente davon werden die meisten Frauen nicht als sehr starke Identifikationsmöglichkeit sehen Mal sehen, wie sie es gestalten.

      • Ich denke durchaus das die meisten Autoren bei den heutigen Comic-Verlegern wissen das man mehr braucht als nur einen weiblichen Körper. Aber ich denke eben auch, dass die Schreiber wissen das Gabrielle wie eben auch Xena ihre Fans hatten und man da eben auch unterschiedliche Dinge bedienen kann.
        Was ich aber letztendlich fürchte, ist dass die Mischung aus Schreiber mit Ideen welche Grenzen austesten sollen und Verlegern die viele Comics verkaufen wollen, gerne Mal zu sehr unglücklichen Versuchen führen, welche letztendlich äußerst dumm wirken.
        DIe Idee Latino/Afro-Amerikanische Helden zu haben ist z.b. etwas was immer wieder von Autoren kommt, dummerweise nur scheinen die Verleger zu ängstlich dafür große neue Comichefte aufzusetzen und so kommt es zur dummen Idee alte Helden zu ersetzen, was dann immer wie ein reiner Marketing-Move wirkt und was ehrlich gesagt auch häufig nicht in einer guten Art geschieht.

  9. Ich find es nur Schade, dass Marvel anscheinend nicht im Stande ist einen neuen, originellen weiblichen Helden zu schaffen oder einen aus ihrem Archiv besser zu promoten (z.B. Black Widow).

  10. Muss aber eine geile Sexbombe sein……DAS hilft Frauen und Mädchen jetzt sicherlich, stolz auf sich selbst zu sein ,ihre „unperfekten“ Körper zu lieben und ihren Versuch, als normale Menschen akzeptiert zu werden.Schwachsinn hoch drei!

        • Was einer der Gründe ist, warum ein weiblicher Thor – oder ein weiblicher Superheld überhaupt – wenig Anklang findet.
          Man nimmt einer Frau den Superhelden- (oder auch Superschurken-) status einfach nicht ab.

          • Na, warte mal, bis Superfemi kommt! Äußerlich passt Thor mit dem Holzhammer ja schon ganz gut.
            Und ihre Superkraft ist es, jeden Mann, den sie berührt oder auch nur à la Medusa streng anblickt, augenblicklich zum Eunuchen zu machen.

        • Ist Mein kleines süßes Pony“ nicht auch eine Art Superheldencomic?

          Mit welchem Heldenpony hat sich denn Klein-Adrian identifiziert, wenn ich fragen darf?

          Ich hab‘ ja nur Captain America gelesen bis ich ca. 7 war.

          Dann erfuhr ich, dass Dagobert Duck gar nicht Captain America ist!

          An der Identitätskrise leide ich noch heute.

        • Man kann wohl solche Comicfiguren „biologisch“ interpretieren, ist ja nicht unplausibel. Aber für mich ist da langsam eine gewisse Sättigung erreicht, vor allem in dem Teil, wo Du, Christian, Vermutungen über die quasi biologisch notwendige Gestaltung einer Frauenfigur anstellst. Du magst in allen Hinsichten recht haben, aber als zumindest Freizeitkreativer muss ich sagen: Das ist doch langweilig. Es ist doch die Freiheit des Menschen, eben gegen die Fakten und die Notwendigkeiten Fantasieprodukte zu erschaffen und es wäre grandios öde, würde man nur noch „biologisch“ fundierte Figuren erzeugen. Das wäre am Ende ein ziemlicher Einheitsbrei.

          Das bitte nicht persönlich nehmen.

          Es ist für mich hier nur der Punkt, wo die biologische Interpretation von allem und jedem zu weit geht und zuvieles ausblendet, was wirklich wichtig ist.

          • Nirgendwo sage ich, dass man keine freien Figuren erstellen soll. Es sind eher Begründung zum vermutlichen Erfolg der Figuren.
            Eine gute Story setzt sich denke ich schon durch. Aber da bleibt eben Dur Frage was die Leute gerne lesen

        • „Nirgendwo sage ich, dass man keine freien Figuren erstellen soll. Es sind eher Begründung zum vermutlichen Erfolg der Figuren.
          Eine gute Story setzt sich denke ich schon durch. Aber da bleibt eben Dur Frage was die Leute gerne lesen“

          Ich weiß, dass Du das nicht so meinst. Aber indem Du auch kreative Dinge durch die Biologie-Brille betrachtest, mündet dies am Ende eben doch in eine gewisse Normierung: Erfolgreich ist, was die Leute lesen. Sie lesen, was ihnen biologisch nahegelegt wird. Das ist eine sehr schmale Betrachtungsweise. Es gibt wahrlich ästhetische Kriterien mit Eigenwert, mit denen man auch Comicfiguren betrachten könnte.

          Durch das Runterbrechen auf ein paar simple biologische Strickmuster erscheint aber selbst Ästhetik bloß als abgeleitetes Phänomen ohne eigenen Wert. Es ist bloß Symptom der Evolution. Wie gesagt, das mag ja plausibel sein. Aber irgendwie trifft es nicht unsere Existenz. Wir leben nicht als Bio-Maschinen. Wir machen auch nicht alles nur, um eine Frau rumzukriegen oder Status zu gewinnen. Wir machen Dinge auch manchmal, weil wir etwas an sich wertvoll finden. Das gilt unter anderem auch für Ästhetik.

          • „Aber irgendwie trifft es nicht unsere Existenz. Wir leben nicht als Bio-Maschinen“

            Zu einem gewissen Grad schon. Allerdings mit einem dazwischen geschalteten Bewusstsein, dass uns das vergessen lässt

            „Wir machen auch nicht alles nur, um eine Frau rumzukriegen oder Status zu gewinnen. Wir machen Dinge auch manchmal, weil wir etwas an sich wertvoll finden. Das gilt unter anderem auch für Ästhetik.“

            Aber warum finden wir es wertvoll? Auf letzter, wenn auch nicht bewusster Ebene eben, weil es diesen biologischen Ebenen entsprucht

          • @Christian
            >Aber warum finden wir es wertvoll? Auf letzter, wenn auch nicht bewusster Ebene eben, weil es diesen biologischen Ebenen entsprucht

            Aber das ist doch erst mal eine bloße Behauptung, quasi eine biologische Variante des Monismus.
            Bloß: Wer sagt denn, dass sich im Laufe der Entwicklung nicht Systemeigenschaften ausbilden, die eigenständige Geltung entwickeln, wie etwa die Ästhetik? Dass derartige Gebiete (Husserl würde von einer regionalen Logik bzw. Eidetik sprechen) nicht ohne die biologische Erhaltungsebene funktionsfähig sind, besagt nicht, dass sie inhaltlich auch immer darauf zurückzuführen sind.
            Du setzt hier etwas voraus, was erst nachzuweisen wäre.

        • @ LoMi

          *Ich weiß, dass Du das nicht so meinst. Aber indem Du auch kreative Dinge durch die Biologie-Brille betrachtest, mündet dies am Ende eben doch in eine gewisse Normierung: Erfolgreich ist, was die Leute lesen. Sie lesen, was ihnen biologisch nahegelegt wird. Das ist eine sehr schmale Betrachtungsweise. Es gibt wahrlich ästhetische Kriterien mit Eigenwert, mit denen man auch Comicfiguren betrachten könnte.*

          Natürlich ist der Kreative frei in seiner Kreativität (wie frei tatsächlich – endloses Thema, nicht zu klären).

          Aber seine Hervorbringungen durch die Biologiebrille zu betrachten, erleichtert mit höherer Trefferquote die Vorhersage, ob seine Kreation erfolgreich sein wird, einen Massengeschmack trifft, Umsatz machen wird.

          Evolutionspsychologie erklärt recht gut, warum bestimmte Darstellungsmuster uns immer wieder mehr ansprechen als andere, warum populäre männliche Helden so anders sind in Psyche und Physis durch Zeiten und Kulturen als weibliche Helden, in der Regel (auch hier wird es Ausnahmen geben, die aber eben nicht zufällig Ausnahmen sind).

      • @ Christian

        *Superhelden sind nie etwas für Leute, die einfach nur als normal akzeptiert werden wollen. Sie sind Träume davon, etwas besseres zu sein.*

        You name it, dude!

        Wenn ich mir noch etwas ganz Besonderes wünschen darf (Comic soll ja auch weitherin von ein paar Boys gelesen werden?), dann möchte es doch sein, dass Whor, sollte man ihr einen Boyfriend zugestehen (oder ist sie lesbisch?) nur einen ranlässt (oder rüber, weiß nicht, wie genau da die kritische, moderne und progressive Terminologie heute ist), der sie in einem solchen Wagen abholt:

        Bucciali TAV 12 Zylinder, 1932, „La Flèche d’Or“, ein Unikat, (frontgetrieben!, die beiden Bucciali-Brüder bauten zwischen 1926 und 32 nur 6 Luxuskarossen, im Wesentlichen angeblich nur, um ihr Frontantriebskonzept zu demonstrieren).

        Radstand schlanke 4,10 m.

        Wie gemacht für Al Capone und seine Whores:

        Die wussten, wo bei ihm der Hammer hängt.

  11. Über die Umdeutung fiktiver Figuren kann ich mich nicht aufregen und ich finde es „maskulistisch“ gesehen recht bedeutungslos. Für mich gehört das in den Bereich „Privatwirtschaft“, wo der Anbieter frei sein Angebot gestaltet und der Käufer frei wählt, ob er es kauft oder nicht. Welche Fantasien dort bedient werden, ist mir daher relativ egal, weil ich dem sehr einfach den Rücken zuwenden kann: Ich kaufe das Ding nicht bzw. kommt die Comicwelt gar nicht erst in meine Nähe.

  12. Oha, Nerdcontent, wenn ich gerade nicht da bin!

    Sehe die Sache auch recht undramatisch. Ja, an sich kam es mir dämlich vor, eine Figur, die kein „Amtsträger“ (wie Green Lantern) ist, sondern einfach unter ihrem eigenen Namen auftritt auszutauschen, aber offenbar ist das wie ja auch die Graphik zeigt, schon länger bei Marvel Kanon. Das macht es nicht klüger, aber dann gehört es eben dazu. 😉
    Vielleicht wollen sie wirklich ein paar „Empowerment!“-Floskeln abgreifen, aber auch ich denke, zentral geht es halt einfach um den Sensationseffekt, dass irgendwas mal wieder anders ist, wie eben schon bei den erwähnten Superheldentoden.
    Ähnlich kurzzeitig wird es auch werden. Es wird eine Episode unter vielen, aber kein Einschnitt in der Geschichte der Figur werden. – Der Punisher Frank Castle verbrachte vor einiger Zeit ja auch ein paar Hefte als untotes Monster FrankenCastle und das ist nichts, was heute noch wichtig für ihn ist.

  13. Konsequenterweise müsste Thor aber nun auch zur „Thorte“ umbenannt werden. Dazu findet man, das „h“ weglassend durchaus nette Beschreibungen der umgangssprachlichen Art:

    http://mundmische.de/synonyme/Torte

    Mein Favorit daraus ist die s.g. „Dummtorte“:

    „Ein doofes Weibsbild, das sich für clever und unwiderstehlich hält, in Wahrheit aber oberflächlich und abgeschmackt ist.“

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