Robert Claus: Maskulismus

Es gibt mal wieder eine feministische Studie zum Thema Maskulismus.

Maskulismus – Antifeminismus zwischen  vermeintlicher Salonfähigkeit  und unverhohlenem Frauenhass

Finanziert wurde sie wohl von der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Allerdings leider keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und auch keine wirkliche Aufarbeitung der maskulistischen Szene. Der inhaltliche Stand scheint 2012 zu sein, mit kommt es so vor als hätte der Autor einfach die bisherigen Studien genommen und daraus eine neue Studie gemacht. Rosenbrock und Kemper lassen grüßen. Einige Auszüge:

Männliches Miteinander – modernisierte Bünde Der Maskulismus sieht es als Problem an, dass Männer entmündigt und als Gruppe zersplittert seien. Folglich arbeitet er daran, eine Männergruppe zu (re)etablieren, die ihre ‚Männlichkeit’ kollektiv als positiv empfindet. Dieses positive Selbstverständnis bestünde darin, eigene ‚männliche’ Interessen, Vorstellungen und Werte gegen eine ‚feministisch ideologisierte Gesellschaft’ durchzusetzen. Zugleich werden alle (pro-)feministisch orientierten Männer (und Frauen) aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen und zum ‚lila Pudel’, dem politischen Feind, erklärt. Insofern basiert die Idee der maskulistischen Männergruppe auf dem Ideal einer ungestörten Männergemeinschaft. Ihr Ziel ist es, patriarchale Macht zu modernisieren – sie ist eine Organisationsform, die in bündischer Tradition steht. Zugleich jedoch zeichnet sich in den männlichkeitspolitischen Stoßrichtungen von Agens und MANNdat ein deutlicher Widerspruch ab. Während Erstere die Entdeckung der männlichen Fürsorge betreiben, vertritt MANNdat ein im Grunde rein traditionelles Männlichkeitsbild des ‚harten Abenteurers’.

Da sieht man auch, dass eine Aufarbeitung abseits des gelben Forums und Sons of Perseus nicht wirklich stattgefunden hat. Natürlich sind – jedenfalls in meiner Form des Maskulismus auch Frauen, Männer, die nicht der Männerrolle entsprechen, aber diese auch nicht per se dämonisieren oder homosexuelle Männer willkommen.

Ist Männlichkeit verhandelbar? Jenseits eines stark vereinfachten Verständnisses der Zielgruppe ‚Männer’ sowie der simplen Übereinkunft im Feindbild Feminismus birgt die Frage nach den Begriffen Männlichkeit und Mannsein enorme Sprengkraft. Dementsprechend wird sie zumeist umschifft. Während ein großer Teil der ‚Bewegung’ ‚Mannsein’ als unhinterfragbare Norm versteht, versuchen andere den Begriff der ‚Männlichkeit’ mit konservativen Werten zu füllen und machen ihn dadurch zugleich reflektierbar, wenn auch in einem engen Rahmen. Wie in Kapitel 7.1 angeführt, hängen an dieser Debatte auch Fragen der Ausrichtung maskulistischer Männerpolitiken. Denn hier klafft eine deutliche und im Maskulismus bisher nicht ausdiskutierte Lücke zwischen Konzepten, Männlichkeit wieder traditioneller zu gestalten (Mannsein =Außendrang, Durchsetzungskraft und Härte) einerseits sowie Männlichkeit flexibler und moderner auszulegen (Männlichkeit = auch emotional und fürsorglich). Nur muss man darüber auch diskutieren können, um darüber diskutieren zu können …

Ist in der Tat ein Punkt. Wobei die Wahlmöglichkeiten hier sehr einfach dargestellt werden. Das von mir favorisierte Modell, dass es Häufungen geben kann, aber auch Abweichungen und das beides okay ist, kommt anscheinend als Modell nicht vor.

Feminismus, Geschlechterforschung und gleichstellungspolitische Projekte werden in den kommenden Jahren um eine Auseinandersetzung mit dem Maskulismus nicht herumkommen. Gesellschaftliche Modernisierung zeitigt Frustration in Anbetracht der Möglichkeiten des gesellschaftlichen Reichtums einer- sowie der Begrenztheit des individuellen Erfolgs andererseits. Ideologien natürlicher Herrschaft bilden eine Option der Bearbeitung dessen. Die gesellschaftlichen Anknüpfungspunkte des Maskulismus sind reichhaltig vorhanden und das feministische Geschlechterwissen keineswegs so hegemonial, wie behauptet wird. Zwar konnten in einigen gesellschaftlichen Teilbereichen feministische Erfolge erzielt werden, doch sind sexualisierte Gewalt und ökonomische Macht von Männern sowie der Ausschluss von Frauen aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens immer noch Realität. Darüber hinaus könnte der Maskulismus perspektivisch den Druck auf (pro-) feministische, gleichstellungspolitische sowie dekonstruktivistische Projekte erhöhen und sie verstärkt in defensive Auseinandersetzungen zwängen. Die Kritiken an Frauenförderungsmaßnahmen wurden in dieser Arbeit analysiert. Zugleich betrifft dies emanzipatorische Männlichkeitspolitiken.

Das ist ja immerhin mal eine interessante Einschätzung, Man wird um eine Auseinandersetzung mit dem Maskulismus nicht herumkommen. Weitere Texte bei:

149 Gedanken zu “Robert Claus: Maskulismus

  1. @Christian: verschieb doch am besten die Kommentare aus dem Selbermach-Samstag gleich hierher.

    Der Titel dieser „Expertise“ ist auch schon wieder so herrlich entlarvend:
    Maskulismus = Antifeminismus = nicht salonfähig = Frauenhass

    Vor allem ist „Salonfähigkeit“ doch wohl ein deskriptiver Begriff, der sich daran bemisst, ob das „juste milieu“ etwas toleriert oder nicht. Man kann nun in der Tat darüber streiten, wie weit Kritik am Feminismus und das Einsetzen für Männerrechte überhaupt salonfähig ist. Eingeschränkt sicherlich, aber es tut sich was.
    Der Deutungsanspruch von „vermeintlicher Salonfähigkeit“ liest sich aber wie “ habt ihr wohl gedacht, ihr könnt hier in meinem Salon Feminismus kritisieren? Was im Salon gesprochen wird, bestimmen immer noch wir!“

    Jetzt ist aber mal Schluss hier, der Auftrags“forscher“ Claus von der FES entzieht euch die Bescheinigung (sic!) und schmeißt die Rowdys aus dem Salon.

    • Es ist in der Tat sehr entlarvend.

      Mit „salonfähig werden“ ist idR eine Erosion sozialer Kontrolle gemeint. Beispielsweise bzgl. Judenhass.

      Claus hingegen bekennt sich klar dazu, aus politischen Nützlichkeitserwägungen heraus eine Gatekeeper-Funktion für „den Salon“ wahrzunehmen:

      Die Fähigkeit des konstruktiven Dialogs mit feministischen Konzepten sowie die kritische Hinterfragung ‚naturalisierter Geschlechteridentitäten’ müssen hier weiterhin als Maßstab für die politische Verortung gelten. Keinesfalls darf
      vorschnell und aufgrund vermeintlich moderaterer Töne eine gesellschaftliche Salonfähigkeit bescheinigt werden.

      Wer sich also nicht ganz klar zur korrekten Staatsreligion bekennt – sich nicht korrekt politisch verortet – der erhält von unseren Gatekeepern keine Approbation zu einer politischen Betätigung. Konsequenterweise kann Claus auch nicht verstehen, warum trotz seiner Kritik dem Männerkongress eine Plattform zugestanden wird.

      Gib‘ solchen hochgradig autoritären, postfeudalistischen Aufklärungs- und Demokratiehassern noch mehr Macht, dann werden die Lager bald wieder aufgemacht.

      • ..was red‘ ich: Es ist sogar von gesellschaftliche[r] Salonfähigkeit die Rede.

        Wer sich also nicht „richtig“ „politisch verortet“, der ist nicht nur politisch, sondern insbesondere _sozial_ auszugrenzen.

        Meine Fresse, da tun sich Abgründe auf.

      • Nick

        Genau der Teil war mir gestern auch noch aufgefallen:
        „Die Fähigkeit des konstruktiven Dialogs mit feministischen Konzepten…“

        Es wird also vorausgesetzt, dass man mit „feministischen Konzepten“ einen Dialog zu führen habe. Mithin wird gar nicht in Erwägung gezogen, dass diese Konzepte möglicherweise Fehler haben könnten. Vorausgesetzt wird ebenso, dass der „konstruktive Dialog“ möglich sei. Wer solche Prämissen unhinterfragt setzt, kann schließlich nur zu dem Urteil finden, dass der Maskulismus der Gegner ist.

        Leider ist Herr Claus zumindest mit diesem Text wieder ein Beispiel dafür, wie man Sozialwissenschaft nicht betreiben sollte. Dafür sollte er auch kritisiert werden. Sein normativer Ausgangspunkt ist unübersehbar und der färbt dann auch den ganzen Text ein. Ergebnisoffen kann er gar nicht mehr sein. Seine „Wissenschaft“ ist da nur noch die Magd seiner Weltanschauung, so wie man weiland sagte, die Philosophie sei die Magd der Theologie.

        • „? Wird dies von Dir ernsthaft auch nur ein Stückchen als Sozialwissenschaft anerkannt?“

          Nachdem zu urteilen, was ich bisher las: ein ganz klares NEIN!

        • @LoMi:

          Leider ist Herr Claus zumindest mit diesem Text wieder ein Beispiel dafür, wie man Sozialwissenschaft nicht betreiben sollte.

          Definitiv. Eine äußerst schlampig dahergerotzte Selbsimmunisierung. nmE Wohl eher eine unfreiwillige Reflexion der Angst vor einer „Delegfitimierung“ aufgrund der Tatsache, dass man aufgrund seiner Versteigung in sehr abstruse Konzepte wenig bis gar nichts leistet.

          Die Genderkamarilla sieht offenbar ihr staatlich alimentiertes, äußerst komfortables Biotop in Gefahr. Bisher musste man seine Existenzgrundlage eben kaum begründen.

          Maskulismus ist wohl nur die Spitze des Eisberges, es gibt _sehr_ wenig gesellschaftlichen Rückhalt für solche Absurditäten wie „Proffesorix“. Der bisher kaum hinterfragte Modernitätsmythos erodiert.

        • Gut, hätte mich auch gewundert. 🙂

          Kann man aber immerhin was werden, mit sowas in diesen „Wissenschaften“.

          „Männer- und Väterrechtsbewegung, Antifeminismus (Magisterarbeit zu „Antifeminismus und Maskulinismus – Diskursanalyse eine hegemonialen Projektes“ 2011)“

          Ob diese es Magisterarbeit irgendwo zu lesen gibt? Zeigt bestimmt nochmal schön den super Zustand von wichtigen Teilen der Sozialwissenschaften. Oder veröffentlichen die genderkritischen SWler auch bei Parteistiftungen von Regierungsparteien, sind also ähnlich einflußreich?

          http://www.sportwiss.uni-hannover.de/robert_claus.html

          Bin mal gespannt wann der sich Doktorx nennen darf. 🙂

        • Nick

          „es gibt _sehr_ wenig gesellschaftlichen Rückhalt für solche Absurditäten wie “Proffesorix”.“

          Das ist auch eine wahnwitzige akademische Kopfgeburt. Sie mag gut gemeint sein, ist aber frei von jedem Humor. Humor ist aber wichtig, um die Widersprüchlichkeiten zu ertragen, die sich immer einstellen im Leben.

          Diese „geschlechtergerechte Sprache“ ist schon deswegen humorlos, weil sie im Glauben entworfen worden ist, das Problem (vermeintlicher) Sprachdiskriminierung tatsächlich endgültig und eindeutig lösen zu können. Das geschieht dann teilweise ja sehr unsubtil durch Wortungeheuer wie „stand_sitz_liege_punkt“. Dieses Wort soll halt alle irgendwie beeinträchtigten Gruppen mitnehmen. Das ursprüngliche Wort „Standpunkt“ ist eigentlich metaphorisch und abstrakt. Das Genderwort ist aber wieder sehr vergegenständlicht und hat den Anspruch, das Tun von Leuten mit unterschiedlichen Fähigkeiten auch unmittelbar abzubilden. Ein solcher Abbildungsfetischismus kann der Sprache nicht gut tun, weil es nie gelingen wird, alle Dinge wirklich klar und zweifelsfrei in Zeichen- Bezeichnetes-Relationen zu erfassen. Abgesehen davon, dass das ziemlich anstrengend wird, wenn man nämlich andauernd sich um eine solche Abbildungsgenauigkeit bemühen muss. Was ja Diskussionen und Vorwürfe vorprogrammiert, man habe eben nicht jede Gruppe in der eigenen Wortschöpfung repräsentiert.

          Es ist für mich ein Beispiel, wie man einerseits akribisch sein kann, aber andererseits philosophisch derart naiv und unreflektiert, dass sich mir die Nägel hochrollen.

        • “ “stand_sitz_liege_punkt”.“

          Immer dieser versteckte Speziesismus! Das sollte mal reflektiert werden, oder so … Frechheit! Stüperei! Können die denn nix? 🙂

          Fledermäuse zB hängen und fliegen, wo also bleiben die Hänge und Flug _ punkte (oder doch besser Flugbahnen? Wobei Bahnen ja eigentlich auch nur viele, viele kleine aber wichtige Punkte sind …) in dieser Aufzählung?

        • Es ist für mich ein Beispiel, wie man einerseits akribisch sein kann, aber andererseits philosophisch derart naiv und unreflektiert, dass sich mir die Nägel hochrollen.

          Jede Polizei braucht halt Regeln, deren Durchsetzung ihre Existenz legitimiert. Auch die Genderpolizei.

          Je schwachsinniger die Regeln, desto mehr Polizist_innen braucht man.

          Außerdem pflegt man so Dünkel: Nur Genderisten verfügen über die „Sensibilität“ um zu erkennen, wie diskriminierend der Begriff „Standpunkt“ doch ist.

        • Meiner Meinung wird es gerade dann diskriminierend, wenn ich dem Behinderten abspreche, dass er einen Standpunkt haben könne, sondern in seinem Fall nur einen „Sitzpunkt“.
          Durch die Vorwegnahme dieses Kalauers (auf den ich selbst sowie wohl auch der Behinderte gar nicht erst gekommen wäre) erzeugt man hier Unterschiede und Diskiminationspotential, das gar nicht bestanden hat.
          Denn eine solche unleserliche, nicht mehr aussprechbare Sprache wird von der überwiegenden Mehrheit immer nur in einem ironischen Kontext verwendet werden.

          Wenn diese selbstgefälligen Arschlöchix mal nur 5 cm weiter über das eigene Distinktionsbedürfnis hinausdenken würden, würden sie schon merken dass ihre Utopie keinerlei Anschlussfähigkeit besitzt und die Dekonstruktion der Sprache und ihrer Kategorien noch nicht mal sachlogisch einen anderen Endpunkt erreichen kann als die Abschaffung jeglicher Kommunikation.

        • David

          „Wenn diese selbstgefälligen Arschlöchix mal nur 5 cm weiter über das eigene Distinktionsbedürfnis hinausdenken würden, würden sie schon merken “

          Eben: akribisch als Sprachtechniker, aber analphabetisch als Kenner des Lebens und der Gesellschaft. Unintellektuell, gewissermaßen. Nicht einmal ansatzweise ein philosophisches Reflektionsvermögen. Dagegen haben sie jede Menge guter Absichten. Die dann aber wieder nur auf Sprache zielen und dort Befindlichkeiten reparieren (gefühlte Diskriminierung), während diese Leute offenbar komplett ausblenden, was es an tatsächlichen handfesten Problemen in der Welt gibt.

          In meinen Augen ist das eher eine protestantisch gefärbte religiöse Übung in Tugendhaftigkeit.

        • Leider ist Herr Claus zumindest mit diesem Text wieder ein Beispiel dafür, wie man Sozialwissenschaft nicht betreiben sollte …

          Na aber hallo! Herr Claus ist Operierender Thetan der Genderology-Kirche!

          Es ist nicht erforderlich, sich mit diesen Propagandahetzschriften auf einer rationalen Ebene auseinanderzusetzen, da die operierenden Thetane der Gendersekte offensichtlich jeden Bezug zur Realität verloren haben und einem rationalen Diskurs unzugänglich sind. Spott und Hohn genügt, Spott und Hohn ist die einzig angemessene Reaktion auf solch simpel gestrickte Hetzpropaganda.
          Es kann doch nicht die Aufgabe von Männerrechtlern sein, derlei plump verfasste Hetzschriften nach dem einten oder anderen vernünftigen Gedanken abzuklopfen.

  2. Pingback: FES “Studie” zum Maskulismus | Mein Senf

  3. Wer hat eigentlich dem radikalfeminismus die salonfähigkeit bescheinigt? Wo sind die in millionenauflage verlegten radikalmaskulinistischen Schriften in denen steht, die frau sei der erste ausbeuter des Mannes oder wir würden in einem matriarchat leben das allen männern eine Dividende auszahlt und Frauen unterdrückt. Wo sind die Schriften die Sexualität als unterdrücksmechanismus beschreiben, mit dem Männer von Frauen unterdrückt werden. Wo sind die Schriften, dass alle Frauen potenzielle kindsmörderinnen sind, wo sind die hetzschriften, die diffamierend von einer hegemonialen Weiblichkeit fabulieren? Wer hat den radikalfeminismus salonfähig gemacht, das ist die frage die sich „genderwissenschaftler“ stellen sollten. Lächerlich!

  4. Interessant, wer heute im Salon sitzt und den frei halten will von eindringendem „Gesindel“.

    Offenbar sitzt dort heute u.a. die Linke, die Kaviarlinke, die Salonsozialisten, die (Post-) 68’er nach ihrem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen.

    Die Autorin des Vorwortes der FES-”Studie” über den Maskruselismus, Christina Schildmann, ist Co-Autorin dieses kurzen Artikels in den Frankfurter Heften (die andere ist ihre Chefin bei der FES, Frau Bettina Luise Rürup), einer geschlechterpolitischen Bestandsaufnahme aus feministischer Sicht.

    Der Artikel lässt erkennen, auf welchem ideologischen Untergrund solche “Studien” der FES und anderer linker Politstiftungen gedeihen.

    http://www.frankfurter-hefte.de/Archiv/2011/Heft_01-02/artikel-januar-rueruep.html

    Zitat:

    *Feminismus im politikfernen Raum

    Die zweite Feminismuswelle brandete im politischen Raum auf, innerhalb des SDS und in der Auseinandersetzung mit ihm.

    Der Aufruhr der Frauen im Jahren 1968 gegen die chauvinistischen Genossen begann mit dem legendären Tomatenwurf auf den Vorstand des SDS bei einer Delegiertenversammlung und wurde im Laufe der darauf folgenden Jahre zur machtvollen Bewegung, welche die Republik veränderte.Von dort aus wurde er Teil des politischen Systems.

    Das »erfolgreichste Projekt der politischen Linken seit 1968« (Susanne Gaschke) wanderte in die Institutionen und Behörden, entwickelte dort seine eigenen Rituale und seine eigene Sprache. Dort wirkt es weiter, im Konkreten, aber es mobilisiert nicht mehr die Massen, besonders nicht die Massen an jungen Frauen. *

    Das erfolgreichste Projekt der politischen Linken. Sagte Kiels Ex-OB, Frau Gaschke, Journalistin (was sonst) und SPD (was sonst).

    Christina Schildmann scheint zudem die für Geschlechterfragen zuständige (wissenschaftliche?) Fachkraft bei der FES zu sein.

    http://www.fes.de/forumpug/inhalt/team.htm

    Übrigens, interessante Seite von wg. Geschlechtergerechtigkeit und ausgewogene Repräsentanz bei der FES.

    Ist ja immerhin eine geschlechterplanwirtschaftliche Quotenpartei.

    Und dann nur ein Mann unter den Referent.I.nnen.

    Das Papier selbst ist wg. intellektueller Dürftigkeit und sprachlicher Unbeholfenheit kein Lesevergnügen, zeigt nur die entschlossene Diffamierungsabsicht der staatsfeministischen Kamarilla gegenüber ihren Kritikern an.

    Der Autor, Robert Claus, (Sport-)Ethnologe – zur Zeit u.a. an der Uni Hannover tätig – ist wahrscheinliich aufgrund seiner lupenreinen linken Sozialisation (von Verdi und den Naturfreunden zur Rosa-Luxemburg-Stiftung) in den Genuss gekommen, dieses Machwerk verfassen zu dürfen (“Kampf gegen Rechts! Kampf gegen Rechts! Kampf gegen Rechts! – Genoss.I.nnen, hoch die Faust!”)

    Von seiner Seite aus dem Webauftritt der Uni Hannover, Zitat:

    *Arbeitsschwerpunkte [des Herrn Claus]

    Rechtsextremismus

    Geschlechterverhältnisse, Gender- und Männlichkeitsforschung

    Migration, Rassismus und Anti-Diskriminierung

    Männer- und Väterrechtsbewegung, Antifeminismus (Magisterarbeit zu „Antifeminismus und Maskulinismus – Diskursanalyse eine hegemonialen Projektes” 2011)

    Fußball, Sport und soziale Inklusion

    Soziale Bewegungen

    Weitere Aktivitäten [des Herrn Claus]

    2003 – 2010: Jugendbildungsarbeit beim DGB, Ver.di und der Naturfreundejugend

    2005 – 2006: Mitarbeit an der Wanderausstellung „Der Ball als Migrant“

    2009 – 2013: Pressearbeit bei Türkiyemspor Berlin

    2012 – 2013: Vorstandsmitglied bei Türkiyemspor Berlin, verantwortlich für Presse, Durchführung der Spendenkampagne im laufenden Insolvenzverfahren und Soziales

    seit 2010: tätig als Referent und Honorarkraft für u.a. Friedrich-Ebert-Stiftung, Dissens e.V. und Rosa-Luxemburg-Stiftung

    Mitgliedschaften [von Herrn Claus]

    Förderverein Türkiyemspor

    Verein junger deutscher Medienmacher

    Forum ‚Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse’ der Heinrich-Böll-Stiftung

    Bundesweites Netzwerk ‚Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeiten’

    Akademische Lehre [dito]

    2008 – 2009: studentisches Projekttutorium „Männlichkeiten im Rechtsextremismus“ an der HU-Berlin

    2013: Lehrauftrag „Männlichkeiten, Migration und Intersektionalität“ an der Humboldt-Universität zu Berlin*

    Quelle:

    http://www.sportwiss.uni-hannover.de/robert_claus.html

    FES, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Humboldt-Universität, Dissens e.V. – die üblichen Verdächtigen.

    • „Der Aufruhr der Frauen im Jahren 1968 gegen die chauvinistischen Genossen begann mit dem legendären Tomatenwurf auf den Vorstand des SDS bei einer Delegiertenversammlung und wurde im Laufe der darauf folgenden Jahre zur machtvollen Bewegung, welche die Republik veränderte.Von dort aus wurde er Teil des politischen Systems.“

      Dazu schrieb Katharina Rutschky in „Emma und ihre Schwestern“ sinngemäß folgendes: Der Tomatenwurf traf ausgerechnet den einzigen schwulen SDS-Funktionär auf dem Podium. Der vergoß abends darüber Tränen. Die Werferin tröstete ihn. Keinesfalls habe die Werferin letztlich einen großen Aufstand gegen die „Chauvis“ damit starten wollen und sie habe sich später vom Feminismus distanziert.

      Kurz: Rutschky, selber durchaus Feministin, nimmt diesen Gründungsmythos auseinander.

      Aber das muss Frau Schildmann ja nicht interessieren.

      „Rutschky hat sich für diese Einwände den versammelten Hass des feministischen juste milieus zugezogen; in manchen Städten, war sie in denen zu Lesungen zu Gast, wurde sie körperlich behelligt.“
      http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/sie-glaubte-an-das-zivilisierte

      Das nur als kleine Illustration zu jenen, die meinen, ein Anrecht auf den Salon zu haben.

      • Tomatenwurf

        Ist überhaupt etwas an den feministischen Erzählungen wirklich wahr und ehrlich?

        In dieser und anderen FES-Schriften würde doch sicher in einem solchem Fall stehen : *Maskus bewerfen Schwule mit Tomaten und sind auch noch stolz darauf!* Ewiger #aufschrei!! 😦

  5. Die enttarnte Mogelpackung will auf den Maskulimimimiminismus zugehen?

    Das Vertrauen was da mißbraucht wurde ist futsch, bald kommt der Punkt an dem es kein zurück mehr gibt.

    Da braucht man nichts machen außer sich einen schönen Zuschauerplatz suchen und abwarten bis sich das selbst abwickelt, warten auf die biologische Lösung.

    • @ Borat

      *Das Vertrauen was da mißbraucht wurde ist futsch, bald kommt der Punkt an dem es kein zurück mehr gibt.*

      Den haben wir wahrscheinlich schon hinter uns.

      Langjähriges durchschnittliches Produktivitätwachstum ca. 1 % pro Jahr (ich glaube,seit rund 100 Jahren ist das so).

      In 10-15 Jahren beginnt die arbeitsfähige Bevölkerung dank Demographie um mehr als 1 % zu sinken > kann, wenn kein Wunder geschieht, durch Produktivitätswachstum voraussichtlich nicht aufgefangen werden > Abwärtsspirale kommt in Gang.

      Über die Qulität des Nachwuchses (Ausbildungsfähigkeit/-willigkeit z.B. oder platt IQ) ist da noch gar nicht geredet.

      Ich kann mit einem Duchschnitts-IQ von geringerer Wohlstand > härtere Verteilungskämpfe, bei denen die, die eh schon (zu) viel haben, in der Pool Position stehen.

      Es wird spannend.

      Dazu Multikulti mit u.U. recht übellaunigen Islamisten back from Syria und jeder Menge neuer Zuwanderer, die über’s Mittelmeer fliehen müssen, weil sich Afrika und der Nahe Osten in katastrophaler Weise zerlegen.

      Wir sind das sterbende Römische Reich.

      • Korrektur (verschluckt):

        Ich kann mit einem Duchschnitts-IQ von unter 100 unter unseren Bedingungen (viele sehr anspruchsvolle Arbeitsplätze) kein Produktivitätswachstum von 1 % erwarten, geringeres Produktivitätswachstum > geringerer Wohlstand > härtere Verteilungskämpfe, bei denen die, die eh schon (zu) viel haben, in der Pool Position stehen.

      • @Roslin

        Eine Zeit lang noch wird Deutschland und Europa das prächtigste Altenheim der Welt sein.

        Und dann haben wir ja doch noch ein paar Junge, vielleicht nicht die hellsten, aber Benz fahren können und wollen die auch.

        Dann tun sich Vielleicht noch neue Möglichkeiten auf. Man kann die die die Produktivität bringen noch mehr ausbeuten, man kann sie outsourcen, Deutschland ist nur noch das Verwaltungs- und das Verkaufsbüro, vieles kommt doch schon lange aus Asien oder sonstwoher.

        Vielleicht schafft es ja sogar die Politik noch wieder die Sklaverei einzuführen, von Quote und Entgeltgleichheitsgesetz auch kein unmöglicher Schritt mehr, Schuld hat der Mann (und der mit Migrationshintergrund erst!) in den Jahrtausenden ja genug angehäuft, Beweise gibt es … immer mehr!

        Ach, ich bin zu schlecht für diese neue Welt mit der neuen Mensch.I.n und schaue mir das nur noch von außen oder im Urlaub an.

  6. Bei solchen bemühten Elaboraten stelle ich mir immer eine Frage: In welcher Form wäre denn ein „Mann sein“, also eine männliche Identität zu haben, überhaupt noch „erlaubt“ – im Sinne der Autoren.

    Irgendwie hat man so die Anmutung: „Mann“ oder „männlich“ ist nur noch eine Chiffre für alles, was schlecht ist, was böse ist, was zu überwinden ist.

    Mal abgesehen davon, dass diese nun nicht gerade ein attraktives Angebot für die Hälfte der Menschheit ist: Was ist das für eine psychische Verfassung, in der man sein muss, als Mann so etwas zu formulieren?

    • „Irgendwie hat man so die Anmutung: “Mann” oder “männlich” ist nur noch eine Chiffre für alles, was schlecht ist, was böse ist, was zu überwinden ist.“

      Genau. So kommt das rüber. Jede Definition des Mannseins, das irgendwie an herkömmliche Bilder erinnert, auch nur ansatzweise, ist dann schon böse, weil es ja patriarchatsdienlich sein könnte.

      Einen attraktiven Neuentwurf des Mannseins haben diese Leute aber nicht zu bieten. Stattdessen betreiben sie ausschließlich Gefahrenabwehr und stellen jede Menge Regeln auf, was man alles nicht sein darf. Dass so etwas an sich schon abstoßend ist, geht diesen Clausens nicht auf.

      • @LoMi
        „Einen attraktiven Neuentwurf des Mannseins haben diese Leute aber nicht zu bieten.“

        Na ja – wahrscheinlich würden Sie sagen oder denken: Allein die Fragestellung sei unsinnig. So wie es keinen attraktiven Neuentwurf von Nazis geben kann oder geben sollte.

        Männlichkeit überwinden, Männlichkeit abschaffen – das ist die Devise. Implikation: Es kann keine „positive“ Männlichkeit geben.
        „Ziel ist nicht eine anderes Mann-Sein, sondern gar kein Mann-Sein“. (Dissenz e.V.)

        • Männlichkeit überwinden, Männlichkeit abschaffen – das ist die Devise. Implikation: Es kann keine “positive” Männlichkeit geben.

          Das denke ich auch.

          Vielleicht hat die Mutti dem Sohn die Ohren vollgeheult, wie schröcklich DieMänner doch seien. Von daher vielleicht auch der Männlichkeitspolizei-Impetus.

        • @ LoMi

          „Hat dieser Verein das tatsächlich so formuliert?“

          So ähnlich.

          „Spezialgebiet des Vereins ist Jungenarbeit. Von dieser hat Dissens eine sehr eigene Vorstellung, denn es geht dabei auch darum, Jungs früh zu Kritikern des eigenen Geschlechts zu erziehen. Es gibt ein einprägsames Beispiel, wie die Gender-Theorie Eingang gefunden hat in die angewandte Pädagogik.
          So spielten Dissens-Mitarbeiter bei einer Projektwoche mit Jungs in Marzahn einen „Vorurteilswettbewerb“, an dessen Ende die Erkenntnis stehen sollte, dass sich Männer und Frauen viel weniger unterscheiden als gedacht. Es entspann sich eine heftige Debatte, ob Mädchen im Stehen pinkeln und Jungs Gefühle zeigen können, Sätze flogen hin und her. Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, „dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge“, so steht es im Protokoll.
          Einem Teenager die Existenz des Geschlechtsteils abzusprechen ist ein ziemlich verwirrender Anwurf, aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die „Zerstörung von Identitäten“, wie sie schreiben. Das Ziel einer „nichtidentitären Jungenarbeit“ sei „nicht der andere Junge, sondern gar kein Junge“.“

          http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html

        • Danke, Leszek. Ich erinnere mich an diese – fürwahr gruselige – Geschichte. Das ist schon ziemlich unethisch, so auf Kinder loszugehen, dabei aber kaum eine feste wissenschaftliche Basis für das eigene Tun zu haben.

        • Die Grünen sind hier bereits weiter, indem sie nur noch nach weiblich und nichtweiblich selektieren. Irgendwie muss ja auch die traditionelle Verteilung der Extrawürste an Weib bzw. Redeverbote für alles nichtweibliche sichergestellt werden.

        • @ Leszek

          *(Spiegel) „… aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die “Zerstörung von Identitäten”, wie sie schreiben. Das Ziel einer “nichtidentitären Jungenarbeit” sei “nicht der andere Junge, sondern gar kein Junge”*

          Laut Robert Claus‘ Papier ist das dekonstruktivistische Jugendarbeit, was Dissens da betreibt (er muss es ja wissen, ist ja gelegentlich als Referent für den Verein tätig), Zitat aus Kapitel 8.2 „Geschlechterpolitische Aufgaben“:

          *Als Beispiel für diese Entwicklung kann
          die Stellungnahme Amendts160 zum Berliner Verein Dissens161 angeführt werden, in der
          er dessen dekonstruktivistische Ansätze in der Jungenarbeit scharf angreift. Amendt
          warf ihm „Identitätszerstörung“ vor und forderte finanzielle Förderer wie das Bundesfamilienministerium
          zum Handeln auf.*

          Dekonstruktion männlicher Identität also Zerstörung einer von unseren Erziehern, den Dekonstrukteuren, denen mit „Expertenwissen“, nicht gewünschten Identität.

          Wäre ja noch schöner, wenn ausgerechnet ein Junge sich in seinem falschen Bewusstsein eine Identität zurechtschusterte, die nicht der neuen DIN-Norm der Obrigkeit entspricht.

        • @ Roslin

          „Laut Robert Claus’ Papier ist das dekonstruktivistische Jugendarbeit, was Dissens da betreibt“

          Ja, zu viele Leute, und eben auch die Dissens-Spinner, machen es mit dem Begriff „Dekonstruktion“ genauso wie du.
          Haben keine Ahnung, was er wirklich bedeutet, aber benutzen ihn andauernd.

        • „Haben keine Ahnung, was er wirklich bedeutet, aber benutzen ihn andauernd.“

          Aber der Herr Sozialer Leszek weiß natürlich ganz genau was dieser Begriff bedeutet. Ist nur die Frage ob Deine Def. auch allgemein anerkannt ist …

        • @ Leszek

          Deine eifrigen Bemühungen, mir Deine Sicht der Dinge aufzudrücken, sind leider zum Scheitern verurteilt.

          Du wirst damit leben müssen, dass Menschen die Verhältnisse grundlegend anders deuten, BEGRÜNDET anders deuten, als Du aus Deiner linken Ecke heraus.

          Aber es ist bemerkenswert, mit welcher Penetranz Du das versuchst.

          Wie sehr Du Dich im Besitz der „wissenschaftlichen“ Wahrheit wähnst.

        • @ Roslin

          Wer offensichtlich nicht weiß, wovon er redet, bei einem Thema keine Argumente hat, sondern nur unrealistische Behauptungen und nie eine Belegquelle für seine Aussagen nennen kann, wird damit leben müssen, dass seine „Deutung“ als schlecht begründet zurückgewiesen wird.

          Propagandalügen lohnen sich eben nicht, Roslin. Sie fliegen stets mit der Zeit auf.

        • @ Leszek

          *Propagandalügen lohnen sich eben nicht, Roslin. Sie fliegen stets mit der Zeit auf.*

          Ich habe nicht gelogen, ich habe Herrn Claus zitiert.

          Lügt der?

          Oder irrt er sich wie HerrDerrida, wenn er sagt, Poststrukturalismus verstehe er als Radikalisierung des Marxismus?

          Ich irre mich ja, Leszek, nicht wahr oder lüge gar, wenn ich Denker, die sich selbst in marxistischer Tradition stehend sehen, die offensichtlich denSchewrpunkt ihrer Kritik auf den kulturellen Überbau richten, nicht mehr auf die ökonomische Basis – übrigens die Einrtittskarte dieser Linken in den Salon, in dem sie es sich jetzt gutgehen lässt, alles hat seinen Preis – als kulturmarxistisch bezeichne.

          Aber nur zu, Deine linke Propaganda wird linke Männerrechtler sicher groß herausbringen.

          Damit auch sie endlich, ENDLICH im Salon Platz nehmen dürfen.

          Als Teil des Mainstreams.

        • @ Roslin

          „Oder irrt er sich wie HerrDerrida, wenn er sagt, Poststrukturalismus verstehe er als Radikalisierung des Marxismus?“

          Und schon wieder eine Lüge.

        • @ Leszek

          „…sondern nur unrealistische Behauptungen und nie eine Belegquelle für seine Aussagen nennen kann,“

          Deine dauernde Forderung nach Zitat-Zitaten wird auch durch Wiederholungen nicht bessser.

          „Propagandalügen lohnen sich eben nicht, Roslin. Sie fliegen stets mit der Zeit auf.“

          Was Du nicht sagst … nur scheinst Du es bei Deinen dauernden Behauptungen selber nicht zu merken …

        • Roslin

          „ch irre mich ja, Leszek, nicht wahr oder lüge gar, wenn ich Denker, die sich selbst in marxistischer Tradition stehend sehen, die offensichtlich denSchewrpunkt ihrer Kritik auf den kulturellen Überbau richten, nicht mehr auf die ökonomische Basis – übrigens die Einrtittskarte dieser Linken in den Salon, in dem sie es sich jetzt gutgehen lässt, alles hat seinen Preis – als kulturmarxistisch bezeichne.“

          Mindestens irrst Du. Du schmeißt gerne alle möglichen Denkrichtungen in einen einzigen großen Topf, wo irgendwie was mit „Marxismus“ draufstehen muss. Die Unterschiede zwischen den Denkschulen vernachlässigst du, stattdessen behauptest Du Traditionslinien, die man eben tatsächlich anhand der Originalschriften dieser Denker belegen müsste. Marcuse ist da nur das schlagende Beispiel und Du bist uns nach wie vor schuldig, mit Originalzitaten zu belegen, dass irgendwelche Poststrukturalisten sich auf Marcuse berufen.

          Dadurch errichtest Du Windmühlen, gegen die Du dann als Don Quichote anreitest.

          Nur ist die Geisteswelt eben wesentlich pluraler und damit nicht einfach entweder rechts oder links. Ich weiß auch gar nicht, was es der Feminismuskritik schadet, wenn man diese Unterschiede mal zur Kenntnis nimmt. Es ist ja niemand gezwungen, den Weg von Leszek mitzugehen. Jedem steht es frei, hier einen radikaleren oder weniger versöhnlichen Standpunkt einzunehmen. Dafür braucht man aber nicht das im Forum umgehende Gespenst des Kulturmarxismus.

        • @ Leszek

          Das kann der Leser selbst beurteilen.

          *The ‘New International’ is an untimely link, without status … without coordination, without party, without country, without national community, without co-citizenship, without common belonging to a class. The name of New International is given here to what calls to the friendship of an alliance without institution among those who … continue to be inspired by at least one of the spirits of Marx or of Marxism. It is a call for them to ally themselves, in a new, concrete and real way, even if this alliance no longer takes the form of a party or a workers’ international, in the critique of the state of international law, the concepts of State and nation, and so forth: in order to renew this critique, and especially to radicalise it.[1]*

          Quelle:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Specters_of_Marx

          Klingt für mich wie der Aufruf zur Gründung einer neuen Internationale.

        • @ LoMi

          „..Nur ist die Geisteswelt eben wesentlich pluraler und damit nicht einfach entweder rechts oder links. “

          Wieso? Was hast Du denn dagegen? Dein Freund @Leszek sabbelt doch andauernd von rechter Propaganda und mag manchen seiner Gegner in die Breivikecke stecken, wie übrigens auch der Autor der hier besprochenen Schrift das macht.

          Übrigens braucht @Leszek für seine Breivikträume KEINE Eigenaussagen von den entsprechend Beschimpften. Ihm reichen „Belegquellen“ von anderer Seite. Warum wird hier mit doppelten Standarts gemessen? Wenn @Roslin also eine „Belegquelle“ von jemandem hat, es gebe Kulturmarxisten, dann sollte @Leszek doch vollauf zufrieden sein.

          „Dafür braucht man aber nicht das im Forum umgehende Gespenst des Kulturmarxismus.“

          Welches @Roslin begründet ausgemacht haben will und weder Du noch @Leszek verscheuchen konnten. 🙂

        • buchstabenzähler
          „Welches @Roslin begründet ausgemacht haben will und weder Du noch @Leszek verscheuchen konnten.“

          Die Beweislast liegt nun einmal bei demjenigen, der hier Behauptungen aufstellt. Ich wüsste nicht, warum ich beweisen muss, dass dieses Gespenst nicht existiert.

          „Wieso? Was hast Du denn dagegen? Dein Freund @Leszek sabbelt doch andauernd von rechter Propaganda und mag manchen seiner Gegner in die Breivikecke stecken, wie übrigens auch der Autor der hier besprochenen Schrift das macht.“

          Immerhin begründet Leszek seine Positionen. Ich teile sie nicht alle. „Breivik“ und „Homophobie“ sind für mich gewisse Minenfelder. Hier wäre ich allemal etwas vorsichtiger.

          Ich habe natürlich eine politische Meinung. Aber die meiste Zeit meiner dürftigen Existenz verbringe ich als Wissenschaftler. Und als solcher finde ich „rechts“ und „links“ nicht sinnvoll, weil ich mich darum bemühe, die Dinge ergebnisoffen zu betrachten. Ich möchte nicht schon vorher wissen, was herauskommt. Dann könnte ich mir die Mühe nämlich sparen.

          Schließlich lese ich meistens Leute, die ohne expliziten Bezug zu einer politischen Weltanschauung ihre Theorien machen. Ich lese halt das, was inspiriert und wo es gute Argumente gibt oder neue Einsichten.

          Ich nehme dann auch zur Kenntnis, dass gewisse Autoren sehr unterschiedlich interpretiert werden können. Ein mir bekannter Soziologe hat Foucault beispielsweise als „Rechten“ interpretiert und konnte das auch begründen. Ja, das geht alles. Genauso, wie Adorno in meinen Augen halt ein großbürgerlich konservativer Philosoph ist. Ich kann auch Nietzsche gut ertragen, der für eine ganze Generation ein Schreckgespenst zu sein scheint. Usw. Es ist einfach nicht schlau, die ganzen Denker über einen Leisten zu schlagen, genauso unschlau, wie Freud auf Sex zu reduzieren (hat er doch sehr viel mehr zu sagen gehabt.).

        • „“Breivik” und “Homophobie” sind für mich gewisse Minenfelder. Hier wäre ich allemal etwas vorsichtiger.“

          Um Dich mal auf’s Minenfeld zu führen: Wieso?

        • @ LoMi

          „Die Beweislast liegt nun einmal bei demjenigen, der hier Behauptungen aufstellt. Ich wüsste nicht, warum ich beweisen muss, dass dieses Gespenst nicht existiert.“

          Das habe ich auch nicht verlangt. Du gestehst @Leszek als Beweis seine geliebten Belegquellen zu, also muss das auch für @Roslin gelten, oder? Wenn nicht, warum nicht?
          Insoweit hat @Roslin dieses Kulturmarxismusgespenst samt dazugehöriger Gespensterbahn schon mehrfach belegbequellt. Was willst Du also?

        • Adrian

          „Um Dich mal auf’s Minenfeld zu führen: Wieso?“

          Nun, es gibt Leute, die denken wie Breivik, es gibt auch homophobe Menschen. Aber ich würde nicht jeden, der eher konservativ bis rechts ausschlägt, als Breivikianer ansehen und nicht jeden, der ein Problem mit Homosexualität hat, als homophob. Mein Gespür (mehr habe ich zur Zeit nicht) sagt mir, dass es hier allemal Schattierungen gibt, analog der Unterscheidung zwischen „Ausländerfeindlichkeit“ , „Rassismus“ und „Neonazismus“. Auch diese Dinge sind oft nicht deckungsgleich. Genau deshalb bin ich erst einmal vorsichtig mit der Breivik- oder der Homophobie-Zuschreibung.

        • „Aber ich würde nicht jeden, der eher konservativ bis rechts ausschlägt, als Breivikianer ansehen und nicht jeden, der ein Problem mit Homosexualität hat, als homophob.“

          Dass nicht jeder, der konservativ bis rechts ausschlägt ein Breivikianer ist, schon klar. Breivikianer sind ja streng genommen nur Breivik und seine Fans.
          Aber wie kann man ein Problem mit Homosexualität haben, ohne homophob zu sein?

        • @ Roslin

          „Das kann der Leser selbst beurteilen.“

          Nein, Roslin. Deine Aussage ist ja keine Frage willkürlicher Interpretation. Wenn du explizit behauptest, Derrida habe gesagt, er verstehe den Poststrukturalismus als eine Radikalisierung des Marxismus, dann wäre es nun deine Aufgabe, dies mit einem Derrida-Zitat zu belegen.
          Mir ist kein derartiges Zitat von ihm bekannt.

          Dass Derrida über seine eigene Variante poststrukturalistischer Philosophie, die Dekonstruktion, mal gesagt hat, sie bleibe einem bestimmten „Geist von Marx“ treu und könne einen Beitrag zur Radikalisierung marxistischer Kritik leisten ist wahr und unbestritten. Dass er damit etwas völlig anderes meinte als du behauptest, habe ich auch schon mehrfach erklärt.

          Derrida verstand die Dekonstruktion ausdrücklich als Philosophie der Gerechtigkeit (Zitat Derrida: „Die Dekonstruktion ist die Gerechtigkeit“). Die Gerechtigkeit war für Derrida ein undekonstruierbarer moralischer Wert und Marx bzw. der „Geist von Marx“ fungiert in Derridas Schrift „Marx Gespenster“ als Symbolfigur für den Wert der Gerechtigkeit. Primär geht es hier also um einen Symbol-Marx, Marx bzw. der „Geist von Marx“ als Symbol für die nicht-dekonstruierbare Gerechtigkeit.

          Siehe hierzu auch die folgende Rezension:

          http://www.praxisphilosophie.de/hfderrida.pdf

          Der Poststrukturaliasmus ist eine bestimmte Richtung der Philosophie, zu der viele verschiedene Denker und unterschiedliche Strömungen gehören. Eine dieser poststrukturalistischen Strömungen ist die Dekonstruktion, die sich wiederum in mehrere Unterströmungen aufspaltet.
          Nur bezüglich der Dekonstruktion – und auch hier nur bezüglich seiner eigener Variante der Dekonstruktion – hat Derrida einen Bezug zum Marxismus hergestellt – was ich übrigens begrüße.
          Denn mit Radikalisierung von Kritik ist nichts anderes gemeint als negativen sozialen Phänomenen wie Menschenrechsverletzungen und sozialer Ungerechtigkeit analytisch und theoretisch an die Wurzel zu gehen: “radikal” v. lat.: radix ‚Wurzel‘, ‚Ursprung‘.

          Deine Behauptung, Derrida habe stattdessen vom Poststrukturalismus als Ganzes gesprochen, ist durch nichts belegt und ich vermute daher, es handelt sich wieder um eine deiner Lügen.

          „Klingt für mich wie der Aufruf zur Gründung einer neuen Internationale.“

          Und auch hier lügst du wieder, denn was Derrida damit meinte, hatte ich dir ja bereits anhand einiger Passagen aus einem Interview mit ihm erklärt, nachzulesen hier:

          https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/22/homosexualitat-als-komplizen-mannlicher-herrschaftsstrukturen/

          Frage: In “Marx Gespenster” sprechen Sie von der “Neuen Internationale”.

          Derrida: Ich denke an eine oft schweigsame, aber immer effektiver werdende weltweite Solidarität. Sie definiert sich nicht mehr als Organisation der Sozialistischen Internationale, auch wenn ich den alten Namen der Internationale beibehalte, um an den Revolutions- und Gerechtigkeitsgeist zu erinnern, der die Arbeiter und Unterdrückten jenseits der nationalen Grenzen einmal zusammengebracht hat. Dise Internationale sieht sich nicht in den Grenzen der Staatlichkeit oder in den internationalen Institutionen, die ja selbst durch unterschiedliche staatliche Mächte bestimmt sind. Eher steht sie den Nicht-regierungsorganisationen und einigen humanitär genannten Projekten nahe. Aber zugleich überschreitet sie diese auch. Sie ruft nämlich zu einem tiefgreifenden Wandel des internationalen Rechts und seiner Anwendung auf. Diese Internationale kreist um die Figur des Leidens und des Mitleidens an den zehn Wunden der Weltordnung (….) die ich in meinem Buch “Marx Gespenster” aufzähle. Sie klagt das an, worüber die offizielle politische Rhetorik wie auch die engagierten Intellektuellen , auch die anerkannten Helden der Menschenrechte, so wenig reden.”

          Frage: Ob sie uns ein Beispiel geben könnten:

          Derrida: Mit einigen Makrostatistiken, an denen man sich so einfach ablenkt, möchte ich auf die Millionen Kinder hinweisen, die jedes Jahr an Wassermangel sterben. (…) Ich möchte auf die 23 Millionern Aids-Kranken hinweisen, von denen 90 % in Afrika leben, obwohl das Aids-Forschungsbudget ihnen nur 5 Prozent seiner Ressourcen zubilligt und die Tritherapie außerhalb des kleinen westlichen Milieus unzugänglich bleibt. Ich denke an die selektiven Mädchenmorde in Indien und die Kinder, die zudem unter abscheulichen Bedingungen – in so vielen Ländern arbeiten. Ich denke an die Tatsache, dass es, so glaube ich, eine Milliarde Analphabeten und 140 Millionen Kinder gibt, die keine Möglichkeit zum Schulbesuch haben. Ich denke, an die Todesstrafe und die Umstände ihrer Anwendung in den USA, der einzigen westlichen Demokratie, in diesem Fall. Die Vereinigten Staaten erkennen auch die Konvention der Kinderrechte nicht an, sie warten, bis die Beschuldigten volljährig sind, um die Strafen zu vollziehen, die gegen sie als Minderjährige verhängt wurden. Und so weiter.
          Ich zitierte diese Zahlen, die in offiziellen Berichten publiziert wurden, aus dem Gedächtnis, um Ihnen einen Eindruck von der Größe der Probleme zu geben, die eine internationale Solidarität verlangen. Diese Herausforderung nimmt kein Staat, keine Partei, keine Gewerkschaft, keine Bürgerinitiative wirklich an.
          Es gehören zu dieser Internationale alle, die leiden, und all jene die empfänglich sind für die Dimension dieser Dringlichkeiten. Und es gehören dazu all jene dazu, die die feste Absicht haben, alles zu tun, damit sich die Politik, das Recht und die Ethik diesen Dringlichkeiten zuwenden. Unabhängig von bürgerlichen oder sonstigen nationalen Zugehörigkeiten.

          (aus: absolurte Jaques Derrida, S. 9 f.)

        • @ Leszek

          „…Diese Internationale kreist um die Figur des Leidens und des Mitleidens an den zehn Wunden der Weltordnung“

          Hat sich der tolle Derrida da auch ganz sicher nicht verzählt? Welche Gottheit hat ihm denn die Steintafeln mit den 10 Weltordnungswunden auf welchem Berg überreicht? Geil, einfach nur geil … 🙂

        • Adrian

          „Aber wie kann man ein Problem mit Homosexualität haben, ohne homophob zu sein?“

          Das kann ich Dir nicht sagen. Ich stecke da nicht tief genug in der Materie. Es ist nicht mehr als ein Gefühl und die Abneigung gegen Pathologisierungen, die nun einmal im Wort „homophob“ steckt. Ich finde schon, das etliche, die ein Problem mit Homosexualität haben, ziemliche Idioten sind, und noch idiotischer finde ich die Sprüche über die vermeintlich übermächtige Homolobby. Doch ob diese Typen allesamt eine echte Phobie haben? Gut, so ist es sicher auch nicht immer gemeint.

          Ich würde vielleicht unterscheiden zwischen
          – LEuten, die aus traditionellem Normalitätsvorstellungen heraus ein Problem haben
          – Leuten, die aus ideologischen oder religiösen Gründen Homosexualität ablehnen
          – und Leuten, die wirklich ein psychisches Problem haben, weil sie ihre eigene latente Homosexualität verdrängen (kommt ja oft genug vor, dass bekannte öffentliche Anti-Homo-Agitatoren dann selber als Homosexuelle geoutet werden)

        • @ ddbz
          „Einfach nur eine andere Meinung haben? Gibt es einen Moralgott der festgelegt wie man zu Homosexualität zu stehen hat?“

          Und wenn ich den Stanpunkt vertreten würde, WHM sind das Übel dieser Welt, dann habe ich wohl auch nichts gegen WHM sondern lediglich eine andere Meinung. Immerhin gibt es keinen Moralgott, der festzulegen hat, wie man zu WHM zu stehen hat.

        • @ LoMi
          „Doch ob diese Typen allesamt eine echte Phobie haben? Gut, so ist es sicher auch nicht immer gemeint.“

          Jetzt fängst Du auch schon an, Dich an dem Begriff „Phobie“ aufzuhalten.

          Hier noch mal die Definition:

          „Homophobie (von griech. ὁμός homós:[1] gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit.[2] Homophobie wird in den Sozialwissenschaften zusammen mit Phänomenen wie Rassismus, Xenophobie oder Sexismus unter den Begriff „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ gefasst und ist demnach nicht krankhaft abnorm bedingt.“

          http://de.wikipedia.org/wiki/Homophobie

          Und wer der femistischen Wikipedia nicht traut, wird vielleicht hier fündig:

          http://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/Homophobie

          Wenn Dich der Begriff stört, dann schlag einen besseren vor: Homofeindlichkeit, Homoaversion, Heterosexismus, Heterosuprematismus, Sexismus.

          „Ich würde vielleicht unterscheiden zwischen
          – LEuten, die aus traditionellem Normalitätsvorstellungen heraus ein Problem haben
          – Leuten, die aus ideologischen oder religiösen Gründen Homosexualität ablehnen
          – und Leuten, die wirklich ein psychisches Problem haben, weil sie ihre eigene latente Homosexualität verdrängen (kommt ja oft genug vor, dass bekannte öffentliche Anti-Homo-Agitatoren dann selber als Homosexuelle geoutet werden)“

          Klar, kann man das unterscheiden. Aber macht das für den einzelnen Homo letzendlich einen Unterschied?

        • @ Adrian

          Wenn Du aus: „… ein Problem mit Homosexualität haben“ mit „… sind das Übel dieser Welt“ gleichsetzt, hast Du tatsächlich ein Problem.

          Da hülfe auch kein Moralgott nicht, selbst im Bündnis mit dem heiligem Gendageist nicht.

        • Adrian

          „Klar, kann man das unterscheiden. Aber macht das für den einzelnen Homo letzendlich einen Unterschied?“

          Das kann ich nicht beurteilen. Ich vermute aber: ja. Schließlich gibt es bei den unterschiedenen Gruppen auch jeweils andere Ursachen, insofern könnte ich mir vorstellen, dass es auch unterschiedliche Herangehensweisen gibt, um mit diesen Leuten umzugehen.

          Aber wie gesagt, ich bin hier kein Fachmann. Ich denke eben eher liberal, auch, was meine Gegner angeht. Kann auch falsch sein.

        • @ ddbz
          Nun gut, dann halt anders: Was würdest Du zu der Meinung sagen jemand habe ein Problem mit Heterosexualität?

          Wenn mir jemadn sagt, er habe ein Problem mit Homosexualität werde ich erst mal stutzig. Was könnte das bedeuten? Meistens nichts Gutes. Eigentlich nie.

        • @ Adrian

          „Aber macht das für den einzelnen Homo letzendlich einen Unterschied?“

          Wenn Du gegen oder für eine Sache mit den falschen Mitteln vorgehst kann das einen sehr großen Unterschied machen! Du kannst sogar genau das Gegentum von dem bekommen, als was Du haben wolltest.

          Das wurde Dir schon oft von vielen Seiten gesagt, Du willst aber stur mit dem Kopf durch die Wand. Von Dir kommt immer nur ein trotziges: Ich habe aber die Moral!

        • @ ddbz
          „Das wurde Dir schon oft von vielen Seiten gesagt“

          Von wem?

          „Du willst aber stur mit dem Kopf durch die Wand.“

          Beispiel?

          „Von Dir kommt immer nur ein trotziges: Ich habe aber die Moral!“

          Beispiel?

        • @ Adrian

          Die Frage war doch ob Leute mit solchen Problemen und Meinungen einfach nur Angst, also eine Phobie, haben. Das glaube ich eben nicht! Homophobie ist Dummdeutsch, Propagandasprech und wird langsam zu einem Universalvorwurf der oft nicht zum Thema passt.

          Dieser komische Autor der hier besprochenen FES-Schrift steckt doch ernsthaft den Arne auch in diese Ecke und versucht auch ihn mit den von ihm enttarnten Nazis zu verbinden. Kann man machen – Buchstaben lassen sich ja offensichtlich willkürlich kombinieren- ist aber ein bischen dümmlich.

          Mich zB machen Leute stutzig, die überall Homophobie wittern und Genda toll finden. Hat meist nix Gutes zu bedeuten, eigentlich nie. 🙂

        • @ ddbz
          „Die Frage war doch ob Leute mit solchen Problemen und Meinungen einfach nur Angst, also eine Phobie, haben. Das glaube ich eben nicht! “

          Und Du hast Recht. Sie haben nicht nur Angst. Denn Homophobie bezeichnet ja – ich wiederhole mich gerne – „eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit.“

          „Mich zB machen Leute stutzig, die überall Homophobie wittern und Genda toll finden.“

          Nun gut, mich kannst Du damit jedenfalls nicht meinen.

        • @ Adrian

          „Und Du hast Recht. Sie haben nicht nur Angst.“

          Du nicht! Denn, sie haben meistens KEINE Angst vor Homos, auch wenn Du Dir sowas gerne vorstellst oder erträumst.

          „Nun gut, mich kannst Du damit jedenfalls nicht meinen.“

          Kann und tue ich aber.

        • @ petpanther
          „Das mit der Homophobie ist ein Strohmann. Die Homos haben sich vor einen Karren spannen lassen.“

          Vor welchen Karren?

          „Du bist auch ein Mann. Außerdem weiß.“

          Aber nicht heterosexuell.

        • @ ddbz
          „Denn, sie haben meistens KEINE Angst vor Homos, auch wenn Du Dir sowas gerne vorstellst oder erträumst.“

          Na ja, viel haben Angst um ihre „Männlichkeit“, um die Zukunft der Geschlechtsrollen (man beachte: die beiden ersten Punkte sind Gender), um die Geburtenrate, um das Zusammenleben zwischen Mann und Frau, um die Ehe, um ihre Kinder und um die Zukunft der Nation, wenn nicht der Welt.

          „Kann und tue ich aber.“

          Auf welcher Grundlage?

        • @Adrian

          Ich weiß. Hetero ist ganz böse. Eine Inkarnation des Teufels gemäß der Genderinqusition.

          Da kommt Mann und weiß nicht ganz mit.

          Vielleicht bist du aus deren Sicht auch kein Mann. Homo eben.

        • „Hetero ist ganz böse. Eine Inkarnation des Teufels gemäß der Genderinqusition.“

          Ich habe das nicht behauptet.

          „Vielleicht bist du aus deren Sicht auch kein Mann.“

          Und es könnte mir nicht gleichgültiger sein.

        • „Auf welcher Grundlage?“

          Lies doch Deinen Kommentar. Dein Gerede von Geschlechterrollen und Gender, der Angst die Du (in den Augen?) der Homophoben gesehen haben willst.

          Aber egal, geh Du mit Wikipediawissen gestärkt mal schön auf Homophobiebefallenensuche. 🙂

        • @Adrian

          Na dann.

          Nur den Eindruck habe ich manchmal nicht von dir. Im Gegenteil.

          Besonders den Homos scheint’s ja nicht um Identität zu gehen. Nicht um Anerkennung. Nicht immer wieder neu aufgelegt. Deshalb gibt es ja auch nicht das vehemente Bestreben dazu.

          (Wenn nicht nur diese Heteros wären …)

          Dazu braucht man kein Mann zu sein. Homo reicht. Eine eigene Kategorie. Nicht Mann nicht Frau, nicht beides oder beides, oder irgendwo im fabulierten Genderkontinuum …

        • @ ddbz
          „Lies doch Deinen Kommentar.“

          Okay. Gelesen. Und nun?

          „Dein Gerede von Geschlechterrollen und Gender, der Angst die Du (in den Augen?) der Homophoben gesehen haben willst.“

          Bestreitest Du etwa schon wieder, dass es Geschlechtsrollen und Definitionen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ gibt, die sich nicht auf Biologie beziehen?

          „Aber egal, geh Du mit Wikipediawissen gestärkt mal schön auf Homophobiebefallenensuche.“

          Als schwuler Mann weiß ich, was Homophobei ist. Dafür brauch ich Wikipedia nicht.

        • @ petpanther
          „Nur den Eindruck habe ich manchmal nicht von dir. Im Gegenteil.“

          Den Eindruck, dass es mir egal ist, ob Genderisten mich für einen echten Mann halten?

          „Besonders den Homos scheint’s ja nicht um Identität zu gehen. Nicht um Anerkennung. Nicht immer wieder neu aufgelegt. Deshalb gibt es ja auch nicht das vehemente Bestreben dazu.“

          ?

          „(Wenn nicht nur diese Heteros wären …)“

          ?

          „Dazu braucht man kein Mann zu sein.“

          Wozu?

          “ Homo reicht. Eine eigene Kategorie. Nicht Mann nicht Frau, nicht beides oder beides, oder irgendwo im fabulierten Genderkontinuum …“

          ?

        • @ Roslin, ddbz et al. /cc Leszek

          Zu dem Begriff „Dekonstruktion“ empfiehlt sich die Lektüre des Derrida-Textes in diesem Reclamheftchen

          http://www.amazon.de/Postmoderne-Dekonstruktion-franz%C3%B6sischer-Philosophen-Gegenwart/dp/315008668X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1405522608&sr=8-1&keywords=texte+franz%C3%B6sischer+philosophen

          „Aber der Herr Sozialer Leszek weiß natürlich ganz genau was dieser Begriff bedeutet. Ist nur die Frage ob Deine Def. auch allgemein anerkannt ist …“

          Wieso allgemein anerkannt? Der Begriff ist von Derrida erfunden, also kommt es darauf an, was Derrida darunter versteht. Im Allgemeinen wird der Begriff als Modebegriff gebraucht, um alles mögliche pseudophilosophisch zu verbrämen, siehe Dissens.

        • Zu Dekonstruktion zitiere ich nochmal eine älteren Kommentar von mir:

          „Ich denke, dass die Gender Studies mit der Dekonstruktion Unfug treiben, indem sie aus der Spurensuche ein neues Herrschaftsinstrument zu machen versuchen.

          Historisch gesehen, ist der Poststrukturalismus ein durchaus legitimer Endpunkt des Versuchs, die eigene Kultur von der stillschweigenden Voraussetzung der Betrachtung der Welt zum Gegenstand der Betrachtung zu machen. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die sogenannten “primitiven Kulturen” ja noch als Vorstufe zur europäischen Zivilisation, als Atavismus betrachtet. Dann kamen die Strukturalisten und versuchten, in der Analyse der Gesellschaftsstrukturen indigener Völker einen Standpunkt außerhalb der eigenen Kultur einzunehmen und die gewonnenen Einsichten dann zum Verständnis der eigenen, westlichen Kultur zu verwenden.

          Mit dem Poststrukturalismus kam dann die Erkenntnis, dass das eigene Denken bereits kulturell präformiert ist und ein “neutraler Standpunkt” des Betrachters außerhalb der eigenen Kultur somit nicht eingenommen werden kann. Die Dekonstruktion war dann ein ad-hoc-Verfahren zur Spurensuche innerhalb der die eigene Denkweise konstituierenden Texte.

          Sobald die Feministen auf den Zug aufsprangen, wurde dann die vergebliche Suche nach dem “neutralen Standpunkt” durch schiere Parteilichkeit ersetzt, die Dekonstruktion (eigentlich ein sehr vorsichtiges Verfahren, soweit ich es verstanden habe, der ständigen Relektüre und Überprüfung der eigenen Urteile) zu einem Instrument der Inquisition. Aus jedem Text wird jetzt die Unterdrückung der Frau herausgelesen.

          Dann kommt der entscheidende Schritt von Judith Butler, die das Verfahren der Dekonstruktion aus der Textbetrachtung in die Domäne der Biologie überträgt…“

          https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/18/poststrukturalismus/

        • „Als schwuler Mann weiß ich, was Homophobei ist. Dafür brauch ich Wikipedia nicht.“

          Experte wa? Hast Du die Angst die Du bei anderen festzustellen meinst, im eigenem Leibe erlebt? Als ehmaliger Phobie- Betroffener?

          Was hast Du plötzlich gegen Wikipedia? Du kommst doch dauernd mit dieser Quelle der Er-kennt-nix. 🙂

          Ich habe ja verstanden, daß Du Genda liebst. Eine Art Gendaphobie vermute ich …

        • „(…) die Dekonstruktion (eigentlich ein sehr vorsichtiges Verfahren, soweit ich es verstanden habe, der ständigen Relektüre und Überprüfung der eigenen Urteile)“

          Richtig.
          Auch noch ein Zitat dazu aus einem Einführungsbuch zu Derridas Philosophie:

          „Das „Durchsprechen“ (…) ist, gemäß einer Einsicht Jaques Derridas, eine Form des Erbens, das heißt eine Form der Aneignung und Weitergabe von Überliefertem. Seinem Ruf (…) zum Trotz hat niemand so oft wie Derrida betont, dass wir Erben sind, Erben einer philosophischen und politischen Tradition, für die wir die Verantwortung zu übernehmen haben. Dieses Erbe ist jedoch niemals einfach lesbar, es ist heterogen, in sich widersprüchlich und zerklüftet.

          „Ein Erbe versammelt sich niemals“, heißt es in „Marx Gespenster“ von 1993. „Es ist niemals eins mit sich selbst. Seine vorgebliche Einheit, wenn es sie gibt, kann nur in der Verfügung bestehen, zu reaffirmieren, indem man wählt. Man muss, das heißt: Man muß filtern, sieben, kritisieren, man muss aussuchen unter den verschiedenen Möglichkeiten, die derselben Verfügung innewohnen. (…) Wenn die Lesbarkeit eines Vermächtnisses einfach gegeben wäre, natürlich, transparent, eindeutig, wenn sie nicht nach Interpretation verlangen und diese gleichzeitig herausfordern würde, dann gäbe es niemals etwas zu erben. Man würde vom Erbe affiziert wie von einer Ursache – natürlich oder genetisch. Man erbt immer ein Geheimnis – „Lies mich!“, sagt es, „wirst du jemals dazu instande sein. “

          (aus: Susanne Lüdemann – Jaques Derrida zur Einführung, S. 12)

          Dass die dekonstruktive Art zu lesen für Marxisten sehr irritierend sein kann, beschreibt David Harvey in einer amsüsanten Passage in seinem lesenswerten Buches „Marx Kapital lesen“. Harvey, der Seminare zu Marx „Kapital“ abhielt, geriet einmal unverhofft an eine Gruppe von Derrida-Anhängern:

          „In einem Jahr versuchte ich, das „Kapital“ mit einer Gruppe aus dem Romanistik-Seminar an der John Hopkins zu lesen. Ich war äußerst frustriert, weil wir uns fast das ganze Semester mit dem ersten Kapitel aufhielten. Ich sagte immer wieder: „Schaut mal, wir sollten im Text weitergehen und wenigstens bis zum politischen Streit um den Arbeitstag kommen“, woraufhin sie sagten, „Nein, nein, nein, wir müssen das noch klar kriegen. Was ist der Wert? Was meint er mit Geld als Ware? Worum geht es beim Fetisch?“ und so weiter. Sie schleppten sogar die deutsche Ausgabe an, um die Übersetzung zu prüfen. Es stellte sich heraus, dass sie alle in der Tradition von jemandem standen, von dem ich noch nie gehört hatte und von dem ich dachte, dass er ein politischer oder sogar intellektueller Idiot sein müsse, weil er diese Herangehensweise ausgelöst hatte. Es handelte sich um Jaques Derrida, der Ende 1960er Jahre, Anfang der 1970er Jahre, eine zeitlang an der Hopkins gewesen war. Als ich im Nachhinein über diese Erfahrung nachdachte, wurde mir klar, dass mir diese Gruppe beigebracht hatte, wie unerlässlich es ist, sorgsam auf die Sprache (…) zu achen (…).“

          (aus: David Harvey – Marx Kapital lesen, S. 13)

          So machen Anhänger von Derrida das natürlich auch mit anderen Büchern. Lesen im Sinne der Dekonstruktion ist alles andere als oberflächlich.

        • Leszek

          “ Lesen im Sinne der Dekonstruktion ist alles andere als oberflächlich.“

          Deshalb ist auch die „dekonstruktivistische“ „Jungenarbeit“ von Dissens keine Dekonstruktion von Männlichkeitsbildern o.ä.. Da müsste man sich ja erstaml intensiv mit den Männlichkeitsbildern beschäftigen.

        • @ ichichich

          „Deshalb ist auch die “dekonstruktivistische” “Jungenarbeit” von Dissens keine Dekonstruktion von Männlichkeitsbildern o.ä.. Da müsste man sich ja erstaml intensiv mit den Männlichkeitsbildern beschäftigen.“

          Erstens deshalb. Und zweitens beruht ja die Dekonstruktion im Sinne Derridas auf der (in meinen Augen zutreffenden) Grundannahme, dass Bedeutungen nicht endgültig festlegbar sind. Es kann daher keinesfalls im Sinne Derridas sein, zu versuchen Jungen einfach eine neue feministisch-genderistische Identität überzustülpen.
          Soll die Erkenntnis der nicht endgültigen Festlegbarkeit von Bedeutung in Bezug auf das Thema männlicher Identität konstruktiv umgesetzt werden, dann kann das Resultat nur die Offenheit für die Vielfalt möglicher männlicher Identitäten sein.
          In diesem Sinne ist gerade das Identitätskonzept des linken Maskulismus eine Dekonstruktion im besten Sinne, indem es besagt, dass jeder Junge und Mann so sein und leben kann wie er will, solange die Rechte und Freiheiten anderer nicht verletzt werden.

        • @ddbz

          „@ Adrian

          “Und Du hast Recht. Sie haben nicht nur Angst.”

          Du nicht! Denn, sie haben meistens KEINE Angst vor Homos, auch wenn Du Dir sowas gerne vorstellst oder erträumst.

          Doch, eigentlich schon. Angst heisst nicht immer, dass man schreiend im Kreis rennt und gerade bei Männern wird Angst oft nichtmal bewusst wahrgenommen oder als solche gezeigt, sondern eher in Form von Agression.

          Und natürlich ist da sehr viel Angst. Angst um die Kinder, Angst um das Sittengemälde, Angst um die Zukunft der Menschheit und letztendlich auch, auch wenn das natürlich geleugnet wird, Angst vor Homosexualität als solcher, vor dem Gedanken, man könnte irgendwie selber…

          Deshalb ist das Internet voll mit „Ist es schwul, wenn….“ Hilferufen und deshalb gibt es oft panische Reaktionen, wenn ein schwuler Mann mal wieder in irgendeine klassische Männerbastion eindringt. Deshalb macht man sich tausendfach Gedanken über schwule Männer in der Mannschaftskabine und deshalb weisen viele Männer jegliche „Integration“ von Homosexualität in ihre Welt (im Sinne, dass man das nicht sehen, lesen, hören will und sich das wenn überhaupt nut da abspielen soll, wo absolut niemand es mitbekommt), also quasi vorgebliche Nicht-Existenz.
          Und deshalb entblöden sich seit den 80ern „Kritiker“, pseudolustige Sprüche zu bringen, dass man sich ja schon fast entschuldigen muss/sich abnormal fühlen muss (für Heterosexualität)/auswandern will bevor es zur Pflicht wird und dass die Homo-Lobby Männer dazu bringen will, nur noch Männer in den Arsch zu ficken (Akif Pirincci).

        • Stalin hatte btw auch jede Menge Angst, obwohl er mächtig genug war (genau wegen dieser Angst), Millionen exekutieren zu lassen. Das schliesst sich nicht aus.

        • Acatama

          „Deshalb macht man sich tausendfach Gedanken über schwule Männer in der Mannschaftskabine “

          Stimmt, da sehe ich auch Angst im Spiel, die ewige Angst, man könnte von den Schwulen angemacht werden, weil: die ficken ja alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist (merkwürdige Vorstellung und ein merkwürdiges Männerbild eigentlich). Dann wird gerne ganz rabiat gesagt: Mein Arsch bleibt Jungfrau!! Oder etwas defensiver: Da müsse man immer mit dem Arsch an der Wand bleiben, weil man sonst ja dort gefickt werden könnte.

          Ja, das sind allerdings nicht so ganz entspannte Formen des Umgangs mit dem Thema Homosexualität. Da könnte man das Wort „Phobie“ schon mit gewissem Recht einsetzen.

        • @ Atacama, Lomi, Adrian

          Ihr habt für Eure Angstbehauptungen keine Belege, zumindest nicht in dem von Euch behauptetem Umfang.

          Aber nehmen wir mal an, es wäre alles Phobie. Was fällt Euch dann ein diese Ängste moralisch bewerten zu wollen? Wollt ihr auch Menschen die eine ähnliche Angst vor sagen wir Spinnen haben moralisch abwerten? Oder was ist mit Menschen mit Platzangst, sind die auch in die moralische Schmuddelecke zu stecken?

          Wenn das Wort Phobie also mit einem gewissem Recht einzusetzen ist, nimmt Euch gerade dies das Recht diese Menschen mit einer Phobie moralisch abzuwerten!

        • @ ddbz
          Angst vor Schwarzen zu haben, gibt einem nicht das Recht Gesetze zu fordern, die Schwarze diskriminieren.

          Angst vor Männern gibt einem nicht das Recht, Männer zu diskriminieren.

          Angst vor Vergewaltigung gibt einem nicht den Freibrief, kritiklos eine Rape-Culture auszurufen.

          Im Übrigen bezeichnet Moral, den Umgang von Menschen untereinander. Das hat nichts mit Spinnen und Platzangst zu tun.

        • @ Adrian

          Moral scheint nicht so Dein Ding? Was ist mit Tierschutz?

          Eine Phobie ist eine Angst zu der die Betroffenen nix können, also kann man denen das auch nicht vorwerfen.

          Ausserdem lehne ich ja den dümmlichen Begriff Homophobie ab, wie Du schon gemerkt hast.

          Du hast auch nicht das Recht ängstliche Leute abzuwerten, das erlaubt Dir die Moral nun auch wieder nicht.

          Homogegner oder gar Homohasser haben eben keine Angst vor Homos. Der Begriff Homophobie ist einfach falsch!

        • „Der Begriff Homophobie ist einfach falsch!“

          Ja, und der Pandabär gehört zu den Raubtieren, obwohl er gar kein Raubtier ist.
          http://de.wikipedia.org/wiki/Raubtiere
          http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Panda#Lebensweise

          Und Kamele gehören nicht zu den Wiederkäuern, obwohl sie Wiederkäuer sind:
          http://de.wikipedia.org/wiki/Wiederk%C3%A4uer
          http://de.wikipedia.org/wiki/Kamele

          Du hast echt Probleme mit Definitionen, Begriffen und Etymologie, oder?

        • @ddbz


          @ Atacama, Lomi, Adrian

          Ihr habt für Eure Angstbehauptungen keine Belege, zumindest nicht in dem von Euch behauptetem Umfang.“

          Naja, braucht man auch nicht in dem Fall. Es reicht, sich das Verhalten dieser Personen und ihre Argumentation anzugucken.

          „Aber nehmen wir mal an, es wäre alles Phobie. Was fällt Euch dann ein diese Ängste moralisch bewerten zu wollen?“

          Tue ich nicht. Man darf in diesem Fall seine Phobie/Abneigung nur einfach nicht so ausleben, dass es die Objekte dieser Aversion einschränkt.

          „Wollt ihr auch Menschen die eine ähnliche Angst vor sagen wir Spinnen haben moralisch abwerten? Oder was ist mit Menschen mit Platzangst, sind die auch in die moralische Schmuddelecke zu stecken?“

          Nein, aber ich würde es abwerten, wenn diese Menschen versuchen, Spinnen zu eleminieren.

          „Wenn das Wort Phobie also mit einem gewissem Recht einzusetzen ist, nimmt Euch gerade dies das Recht diese Menschen mit einer Phobie moralisch abzuwerten!“

          Nicht unbedingt.
          In Bezug auf Homosexuaität wird von denen die es für eine Störung halten ja auch gesagt, man müsse den Kranken „lieben“, aber das Ausleben seiner Krankheit bzw. seine Krankheit verurteilen, um es nicht zu unterstützen. Zu seinem Besten. Und von den Betroffenen wird erwartet, sich zusammenzureissen, weil man ja auch nicht jeden Menschen ermordet, auf den man gerade wütend ist.

          Und überhaupt, was soll dann als nächstes kommen? Wenn man Homophobe frei walten lässt, kommen als nächstes die Kinderschänder und Serienkiller und Kannibalen und Leichenficker und wollen ihre Neigungen/Krankheiten ausleben, weil sie ja auch nichts dafür können, dass sie so sind. Und das darf man dann auch nicht moralisch verurteilen oder wie?
          Ein Mensch muss sich auch mal zusammenreissen und nicht jedem Trieb den er gerade empfindet sofort nachgeben.

        • @ddbz

          „Homogegner oder gar Homohasser haben eben keine Angst vor Homos.“

          Was ist denn deiner Meinung nach ihr Problem, wenn nicht Angst?
          Du wirst jetzt wahrscheinlich sagen „Aggression“ oder so. Aber warum sind sie denn aggressiv?
          Ja, weil sie eben nicht wollen, dass Männern mit Männern (und vielleicht auch Frauen mit Frauen, aber das ist ja nicht so das Problem).
          Aber warum wollen sie das nicht? Zumal es sie selber ja nicht betrifft?

          „Der Begriff Homophobie ist einfach falsch!“

          Hast du auch so ein Problem mit dem Begriff „Xenophobie“?

        • Ja was denn nun? Haben Homogegner nun alle oder mehrheitlich Angst vor Homos oder haben sie die Angst nicht?

          Wenn sie diese Angst in dem Sinne einer Phobie haben, dann sind moralische Abwertungen eben falsch und entsprechend zu unterlassen. Wenn sie diese Ängste jetzt aber plötzlich doch nicht haben, was sollte dann eben die Behauptung einer solchen Angst, Machen wir es so wie es Euch gerade in den Kram passt?

          Also eine Frage zu Klarstellung. Haben Homogegner nun Angst vor Homos oder haben sie diese Angst nicht? Handelt es sich also um eine Phobie oder nicht?

          Andere Begriffe haben doch mit der Behauptung eine Homoangst nix zu schaffen.

          Die Eltern der von mir vorhin genannten Dampfschiffente sind ja auch keine Schraubendampfer gewesen … 🙂

        • @dbbz

          „Ja was denn nun? Haben Homogegner nun alle oder mehrheitlich Angst vor Homos oder haben sie die Angst nicht? “

          Meiner Meinung nach ja.

          „Wenn sie diese Angst in dem Sinne einer Phobie haben“

          Ich denke aber dass es meistens nicht mit einer Phobie wie Arachnophobie zu vergleichen ist, sondern eher mit Xenophobie, die auch nicht bedeutet, dass man schreiend wegrennt wenn man einen Afrikaner sieht,

          “ dann sind moralische Abwertungen eben falsch und entsprechend zu unterlassen. “

          Ich verurteile Verhalten, das andere Menschen in ihrer Freiheit einschränkt oder gar verfolg, nicht Empfindungen.
          Ich erwarte von erwachsenen Menschen, dass sie in der Lage sind, zu sagen „Das mag ich nicht. Das gefällt mir nicht. Das finde ich unshcön/unheimlich. Aber ich akzeptiere es, dass andere es tun.“

          Denn wie gesagt, das Leben der Homophoben wird durch Homosexualität nicht beeinträchtigt. Sie dürfen weiterhin sich heterosexuell, und zwar ausschliesslich, betätigen und einfach alles machen was sie wollen.
          Es besteht rational also überhaupt kein Anlass für feindliches Verhalten.

        • @ Atacama

          Erstens glaube ich nicht an diese Homoangst.

          Weiter halte ich den Begriff der Phobie weiter für falsch, egal worauf der noch angewendet wird.

          „Es besteht rational also überhaupt kein Anlass für feindliches Verhalten.“

          Erzähl das nicht mir. Ich habe mit Homos keine Probleme. Meine Einstellung dazu ist, daß ich keine habe, denn das geht mich nix an und es ist mir auch wurst was die Leute untereinander wie und mit wem machen.

          Ich halte den Begriff Homophobie für dümmlich überdehnt und verniedlichend an der eigentlichen Sache vorbeigedacht.

          Verwirrend scheint das Ganze auch noch zu sein, denn wie wir ja gesehen haben, soll es mal eine Angst geben, dann wieder nicht und dann wieder nur so halb oder dreiviertel oder so …

    • Was ich an sich lustig finde, ist dass aus dieser Richtung viel darüber gesprochen wird Geschlechteridentitäten aufzubrechen bzw. Rollen zu überwinden, aber so halb an einer Männerbewegung kritisiert wird, dass man keine positiv definierte Geschlechteridentiät aufbaut.

      Aber wahrscheinlich ist das ja von mir auch wieder böse verkürzt dargestellt und falsch verstanden worden…

        • @ Gender
          „Auch wenn man ein Gegner von Gender ist, oder glaubt, Gender gäbe es gar nicht“

          Natürlich gibt es Geschlechter, aber genau das wollen die Genderheinis vermogeln, indem sie etwas von einem sozialen Geschlecht (das würde man erlernen) erzählen, welches eigentlich angeschafft gehört, damit man nicht immer feststellen muss, dass Frauen besonders benachteiligt sind. ← Schon an dieser Stelle glaube ich ihnen nicht, weil sie sich auf die angebliche Benachteiligung von Frauen spezialisiert haben, und das ohne Ausweichmöglichkeit. Sie würden also an ihrer eigenen Arbeitslosigkeit arbeiten, wenn sie tatsächlich das täten, was sie vorgeben.

          Dort ist so ein ‚Genderologe‘ → http://www.danisch.de/blog/2014/06/25/ein-boesartiger-vortrag-eines-boesartigen-professors/

          PS. Es ist natürlich schon ein Kunststück, dass die Bevölkerungsgruppe Frauen zur Minderheit undefiniert wird. Applaus 😀

  7. @ LoMI

    *Genau. So kommt das rüber. Jede Definition des Mannseins, das irgendwie an herkömmliche Bilder erinnert, auch nur ansatzweise, ist dann schon böse, weil es ja patriarchatsdienlich sein könnte.*

    Nun, der Mann, insbesondere der Weiße Heterosexuelle Mann (WHM), ist Klassenfeind.

    Hat seit dem Pleistozän die Frau = DAS PROLETARIAT(surrogat) ausgebeutet und unterdrückt.

    Natürlich ist der schlecht und böse.

    Es sei denn, er demonstriert wie der Herr Claus, dass er ein reformierter Mann ist, ein guter.

    Dann darf er in den Salon.

    Zu den Prolet.I.nnen.

  8. Ich betrachte diese ganzen Studien als positives Zeichen. Man muss sich offenbar mit Maskulismus beschäftigen, was bedeutet, dass dieser an Diskurshoheit gewonnen hat.
    Dass Feminismus angesichts dessen, nicht sofort versucht, sein Weltbild zu reflektieren sollte auch klar sein.

    • @ Adrian

      *Ich kann mit einem Duchschnitts-IQ von geringerer Wohlstand > härtere Verteilungskämpfe, bei denen die, die eh schon (zu) viel haben, in der Pool Position stehen.*

      So gesehen war dann natürlich auch die Gründung der Tscheka ein positives Zeichen für den „Klassenfeind“.

      Man musste sich mit ihm beschäftigen.

      • Korrektur:

        Cache war seltsamerweise nicht geleert, dort sollte als Zitat Adrian erscheinen.

        *Ich betrachte diese ganzen Studien als positives Zeichen. Man muss sich offenbar mit Maskulismus beschäftigen, was bedeutet, dass dieser an Diskurshoheit gewonnen hat.*

  9. Pingback: Neue “Studie” zum Maskulismus | Geschlechterallerlei

  10. Kann mir mal jemand erklären, warum sich manche als „linke Männerrechtler“ bezeichnen, obwohl gerade von links nichts anderes als verleumderische Propaganda in Bezug auf Männerrechtler kommt?

  11. @Leszek:

    Danke, aber trotzdem verstehe ich immer noch nicht den Sinn sich einerseits politisch klar zu positionieren, wenn man gerade von dort ständig ans Schienbein getreten bekommt.

    • Horst,

      ja, das ist unerfreulich. Doch kann man seine politische Überzeugung ja nicht einfach so abstreifen, nur weil gewisse Vertreter in Geschlechterfragen ein ziemlich verqueres Denken zeigen. Links sein heißt ja üblicherweise, sich mit den gesellschaftlichen Folgen ökonomischer Ungleichverteilung zu beschäftigen. Das Problem bleibt bestehen, auch wenn linke Politiker allesamt Feministen zu sein scheinen. Und dann kann man auch eine Männerpolitik mit anderweitig linker Politik verbinden.

  12. Wäre es dann nicht konsequenter das Label „links“ einfach wegzulassen?

    Mal überspitzt formuliert: Wie lange wollen sich „linke Männerrechtler“ noch von Vertretern ihres eigenen Lagers verprügeln, verleumden und „positiv“ (sic!) diskriminieren lassen, bevor sie erkennen, daß „links“ heute explizit „Feminismus“ und „Anti-Maskulismus“ bedeutet? Sorry, aber aus meiner bescheidenen Sicht ist das naiv und/oder sehr masochistisch.

    • @Horst

      Als libertär denkender Mensch begreife ich das auch nicht.

      Das sog. „linke“ Lager mutiert dann auch über die Paternalisierung, Bevormundung, Dämonisierungen etc. immer zum sog. „rechten“. Da geben sie sich dann in der in dieser Form faschistischen Gesinnung die Hand.

      Eigentlich genau wie im National*sozialismus*. Nur damals fand der Wertemissbrauch über „National“ statt, anstelle wie heutzutage über „Gender“.

      • Die Anmaßung menschliche Identitäten brechen zu wollen, um z.B. „neue Männer“ zu kreieren (bei den Jungen angefangen) halte ich dabei für deutlich faschistisches Gedankengut. Eigentlich geht es ja sogar um das ausmerzen von Männern und Männlichkeit.

        Dieses und ähnliches „denken“ schimmert überall durch (z.B. der Fall David Reimers). Eigenartig wie auch widerlich ist dabei die Rolle der Sexualisierung/Genderisierung von allem, jedem und jedwegen – bei gleichzeitigem Claim man wolle doch Gleichheit, allerdings offenbar mit deutlich gegenteiligem Motiv.

        Es geht um Macht für Status und Einkommen bei gleichzeitiger Unterdrückung von allen, die dazu im Weg stehen. Man merkt es auch deutlich an den Projektionen, die Kritikern immer Machtübernahme unterstellen – meist Menschen also, die den Phrasen gutgläubig aufgesessen sind und jetzt zu Kritikern werden, weil sie sich getäuscht wissen.

    • Horst

      und was soll jetzt der Gewinn sein für einen Linken, sich nicht mehr als links zu bezeichnen?

      Masochistisch ist es vielleicht, sich als „Maskulist“ zu bezeichnen, weil das als Synonym für „frustrierter Frauenhasser“ gilt – wer will mit diesem Label in der Öffentlichkeit rumlaufen?

      • Im übrigen, die ganzen FES-Studien Rosenbrock, Claus etc. sind doch primär dazu da, die eigenen Reihen zu säubern.

        Was ist denn mit „Salonfähigkeit“ gemeint, die unterbunden werden soll? Fragt der CSU-Kreisverband Rosenheim bei der FES an, mit wem er diskutieren darf? Nein.

        Alles zielt darauf ab, männerrechtliche Sichtweisen oder Feminismuskritik im „linken“ Bereich (diffus SPD-Grüne…) zu delegitimieren. Warum? Weil man offensichtlich die Gefahr sieht, dass das passiert.

        • Alles zielt darauf ab, männerrechtliche Sichtweisen oder Feminismuskritik im “linken” Bereich (diffus SPD-Grüne…) zu delegitimieren. Warum? Weil man offensichtlich die Gefahr sieht, dass das passiert.

          Ja, das sehe ich auch so. Man versucht, jede kritische Hinterfragung der etablierten „Wahrheiten“ – die ja letztlich das monopolisierte „Expertenwissen“ und damit die Legitimationsgrundlage dieser neuen Pfaffenkaste darstellen – durch soziale Ausgrenzungsdynamiken abzuwürgen.

          Man kann den Angstschweiß geradezu riechen, wenn davon die Rede ist dass solche Projekte wie dissens ev doch tatsache ihre staatliche Förderung rechtfertigen müssen. So eine Unverschämtheit aber auch.

          Die Schweigespirale muss wenigstens im Grünen/SPD Milieu am Laufen gehalten werden, sonst erodiert die politische Basis des Staates im Staate schneller als man gucken kann.

          Diese Kaste lebt vom inner“linken“ Schweigen aus Angst vor sozialer Aussgrenzung.

  13. Pingback: Mit dem Horizont einer Weinbergschnecke… | Flussfänger

  14. Pingback: FES-Studie führt Maskulisten an der Nase rum « jungsundmaedchen

  15. Peterchens Aufsatz ist ja wirklich Comedy Gold.

    Einen ganzen Absatz widmet der Genderstudiosix der Wissenschaftlichkeit der Gegenseite, die er leichthändig entzaubert:


    Zuletzt beschäftigten sich Regina Frey, Marc Gärtner, Manfred Köhnen und Sebas-
    tian Scheele mit der Wissenschaftlichkeit der Maskulisten und Maskulistinnen, die
    diese gerne für sich in Anspruch nehmen. Doch in „Gender, Wissenschaftlichkeit
    und Ideologie – Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse“ argumentieren
    die Autoren und Autorinnen detailliert und fachkundig, dass das Wissenschaftsver-
    ständnis maskulistischer Akteure und Akteurinnen eine ideologische Mottenkiste
    darstellt, die behauptet, nach Wahrheiten zu suchen, anstatt Ambivalenzen zu
    sehen, nicht auf Höhe der Zeit agiert und vielfach doppelte Standards anlegt, denen
    sie selber nicht gerecht werden. So entzaubert sich der maskulistische Vorwurf der
    Unwissenschaftlichkeit an Gender-Theorien als plumper Bluff

    Was zu beweisen war..

    😀

    • Oh, ich dachte Peter Claus. Der heißt ja Robert..

      Dem passiert aber auch ab und an ein Lapsus:

      Mit Connell betrachtet, versucht der Maskulismus patriarchale Geschlechterverhältnisse und die Vorherrschaft eines traditionellen Männlichkeitsbildes auch zukünftig
      legitimieren zu können.Dabei befindet er sich in Auseinandersetzungen mit alternativen Männlichkeitsideen. Dieser Konkurrenzkampf macht es notwendig, Männer
      als kollektiven Akteur, als ‚Bewegung’, zu organisieren. Denn einzelne Männer können zwar ihren persönlichen Idealen nachstreben, diese aber weder institutionell noch kulturell verankern.

      Huch, da hat er doch mal eben schnell aus Versehen das Patriarchat widerlegt.

    • „Doch in „Gender, Wissenschaftlichkeit
      und Ideologie – Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse“ argumentieren
      die Autoren und Autorinnen detailliert und fachkundig, dass das Wissenschaftsver-
      ständnis maskulistischer Akteure und Akteurinnen eine ideologische Mottenkiste
      darstellt“

      Rob Claus ist wahrscheinlich auch so einer, der in Kontaktanzeigen schreibt: „Ich bin ein humorvoller und kultivierter Mensch“, um zu beweisen, dass er humorvoll und kultiviert ist. 😀

      Übrigens: „vielfach doppelte Standards anlegt, denen
      sie selber nicht gerecht werden“

      Das müssen ganz schon armselige Gestalten sein, diese Maskuleninisten, die, wenn sie schon doppelte Standards anlegen, nicht mal diesen gerecht werden.

      • Das müssen ganz schon armselige Gestalten sein, diese Maskuleninisten, die, wenn sie schon doppelte Standards anlegen, nicht mal diesen gerecht werden.

        Der Gute überschlägt sich vor Eifer, in seinem tu quoque – mit einer eleganten Rolle rückwärts, bei der er dann voll auf die Nase fällt 😀

  16. @ichichic

    Ich habe nichts dagegen, wenn sich Linke als links bezeichnen.
    Ich halte es aber für falsch sich als linken Männerrechtler zu bezeichnen, wenn doch links explizit für Feminismus und Anti-Maskulismus steht und keine einzige linke Partei irgendetwas außer zusätzlichen Zumutungen für Männer zu bieten hat.

    • Horst,

      nur weil nicht genügend Linke sich für Männerrechte einsetzen, kann derzeit „links“ für „Feminismus“ stehen. Aber das muss doch nicht so bleiben. Man muss denen doch nicht die Definition dessen, was „links“ ist, überlassen. Deshalb muss man ihnen dort die Deutungshoheit wegnehmen und sagen: nein, Feminismus ist nicht automatisch „links“ und Maskulismus kann sehr wohl „links“ sein. Genau das muss passieren, damit Linke eben nicht mehr mehrheitlich glauben, sie könnten gar nicht anders, als Feministen zu sein. Denn das ist ein großer Irrtum.

    • „.. wenn doch links explizit für Feminismus und Anti-Maskulismus steht und keine einzige linke Partei irgendetwas außer zusätzlichen Zumutungen für Männer zu bieten hat“

      Eben deshalb ist es notwendig, um der von Claus & Co. propagierten Homogenität der Männerrechtsbewegung etwas entgegenzusetzen.
      Natürlich sollte das nicht nötig sein, und Männerrechtler als ebenso breite, vielfälltige Gruppe anerkannt sein, mit Gemäßigten, ernünftigen und eben auch Arschlöchern und Extremisten wie sie in jeder Gruppe zu finden sind.

      So weit sind wir aber noch nicht.

      • Wichtig ist hier die Interpretation des Wortes „gemässigt“.

        Das impliziert auch was „extremistisch“ ist.

        Es ist eine klare Kante/Grenze zu zeigen, zu kommunizieren. Das wird notwendig sein. Für viele schon zuviel und wird dann als extremistisch gesehen.

        Genau wie in Beziehungen mit einem Missbraucher, einer Missbraucherin. Und Feminismus als vergiftende indoktrinierende im Kern misandrische Ideologie ist hier mit Thema. Viel tiefer greift aber der instinktive Gynozentrismus mit dem männliche Disponibilität und das Empathieempfinden zusammenhängt wie auch die Verantwortungsprojektion auf Männer (Täter-Opfer etc.) Und das Unvermögen auch eigentlich eigenverantwortliche Frauen zu kritisieren bzw. Ihnen das auch anzufordern.

        Es darf auch nicht gegen Frauen an sich gehen. Im Gegenteil. Auch nicht rückwärtsgewandt. Nicht ideologisch, sondern integrativ. Z.B. humanistisch.

        Dazu braucht es auch weibliches Engagement. U.a. auch um das entstandene verflochtene „Unterstellungs- und Dämonisierungsgebäude“ glaubwürdig zu entwirren und zurück zu einem menschlichen miteinander zu finden.

        Z.B. entlang der Linien, die Dr. Warren Farrell zeichnet.

        Jemand der z.B. in der Friedrich-Ebert Stidtzng mit ihren ganzen sog. „Experten“ völlig unbekannt zu sein scheint. Dito Bundesfamilienministerium etc.

        Hier ist ein hohes Maß an korrupter Indokrination entstanden, deren Günstlingswirtschaft sich mittlerweile vom ideologischem Gendern mit anderweitiger Korruptionsverflechtung einhergeht, da es die Möglichkeit bietet sich der rechtsstaatlichen Kontrolle zu entziehen bzw. totalitäre Tendenzen zeigt (hier auch die Medien, die dem folgen).

    • Horst

      „keine einzige linke Partei irgendetwas außer zusätzlichen Zumutungen für Männer zu bieten hat.“

      Was haben denn rechte Parteien in der Hinsicht zu bieten?
      CDU-Justizminister Busemann, der Vergewaltigungen von männlichen Jugendlichen im Jugendknast akzeptabel findet?

      „Über die Einzelheiten der Studie berichtet der Berliner Tagesspiegel. Danach liegt die Gefahr für einen Häftling, binnen eines Monats im Jugendstrafvollzug vergewaltigt zu werden, bei sieben Prozent. Der Leiter der Studie, der Kriminologe Christian Pfeiffer, nennt das eine “Horrorquote”. Ebenso schauerlich sind andere Ergebnisse. So sehen sich Häftlinge weniger vom Personal geschützt, dafür eher von Mitgefangenen.

      Eigentlich sollte man bei solchen Enthüllungen etwas Betroffenheit bei den Verantwortlichen erwarten. Der niedersächsische Justizminister Bernd Busemann kann sich dazu aber ganz und gar nicht durchringen. “Ein Knast ist eben keine Mädchenpension“, lautete sein Kommentar gegenüber der Nachrichtenagentur dapd.“

      https://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/08/17/kein-mdchenpensionat/

      ANsonsten hatte ich ja schon geschrieben, dass der Zweck solcher Studien mE die Säuberung der eigenen Reihen ist. Einem Neonazi und Breivikfan würde ja eine „wissenschaftliche Studie“, die ihm nachweist, dass er Noenazi und Breivikfan ist, nur ein ratloses Schulterzucken entlocken können. Das wäre ja redundant.

      • „Was haben denn rechte Parteien in der Hinsicht zu bieten?“ Das Busemann-Zitat kannte ich noch nicht. Er war mal mein Kulutsminister…zuständig für Schulen im ganzen Land Niedersachsen.

        Aus Vätersicht lässt sich noch eine weitere Antwort auf die zitierte Frage nachliefern. Die Einschränkung der Väterrechte funktioniert mittlerweile seit Jahrzehnten prima über eine faktische Zusammenarbveit von Gruppen, die sich eigentlich als familienpolitische Todfeinde inszenieren: von feministisch inspirierten Mütterlobbyistinnen bei Rot-Grün – und konservativen Familienpoltikern bei der Union. Der erste massive Widerstand gegen den Plan Leutheuser-Schnarrenbergers, allgemein von eienr gemeinsamer Sorge auch Nicht-Verheirateter auszugehen (und die Möglichkeit des Widerspruchs dagagen einzuräumen) kam aus der CSU und der CDU – von Verteidigern der Institution der Ehe.

        Aber die FDP bietet auch keine viel besseren Perspektiven – z.B. kommt die Zweitplatzierte in der „Champions League des Sexismus“ von dort. http://manndat.de/leitartikel/champions-league-des-sexismus-die-siegerehrung.html

        Von keiner politischen Gruppe können Männer, als Männer, heute generell etwas erwarten – es gibt immer nur vereinzelte Lichtblicke.

        Es ist absolut richtig, sich nicht von Konservativen abzugrenzen, nur weil es Konservative sind. Aber sich von dort generell eine humanere, fairere Geschlechterpoitik zu erhoffen, ist unbegründet.

        • Die Einschränkung der Väterrechte funktioniert mittlerweile seit Jahrzehnten prima über eine faktische Zusammenarbveit von Gruppen, die sich eigentlich als familienpolitische Todfeinde inszenieren: von feministisch inspirierten Mütterlobbyistinnen bei Rot-Grün – und konservativen Familienpoltikern bei der Union.

          Das sind aber so einige Jahrzehnte. Man müsste eher von >100 Jahren sprechen.

  17. Um den Quatsch zulesen muss man schon sehr masochistisch veranlagt sein.
    Dass Arne Hoffmann hier Selbsterfahrung für seine Bücher macht ist ok.
    Aber muss das unsereiner.
    Schoppe hats am besten gemacht – man kann das wohl nur als persiflierenden Groschenroman lesen.
    Hochachtung allen die sich das angetan haben – ihr seid leidensfähig. Ich verneige mich.

      • Nein, wozu auch?
        Wie Schoppe feststellt, ist es ein Gebrauchstext, d.h. mMn, zum Zitate rausziehen und als „wissenschaftliche Erkenntnisse“ zu darzustellen.

        Zweifellos wird die nächste „Studie“ dieser Art genauso ein mit Versatzstücken der Vorliegenden gefüllt sein, wie sich Claus mehrfach auf Gersterkamp und Kempter beruft.

        In diesem Zusammenhang kriege ich den Begriff „circle jerk“ nicht aus dem Kopf.

        • d.h. mMn, zum Zitate rausziehen und als “wissenschaftliche Erkenntnisse” zu darzustellen.

          ..ein Autoritätsargument in der nicht ganz unberechtigten Hoffnung, dass niemand bereit ist die Aussage anhand des Textes nachzuvollziehen, und dass man eine Methanwolke auch dann nicht an die Wand nageln könnte?

          Der Text scheint tatsächlich seinen Zweck vollkommen zu erfüllen.

          In diesem Zusammenhang kriege ich den Begriff “circle jerk” nicht aus dem Kopf.

          Das ist gemein von dir, nun will mir das Bild der sich gegenseitig masturbierenden Saloninsassen nicht mehr aus dem Kopf. Natürlich darf dort nur hinein, wer mitmasturbiert.

  18. Ich halte die Bezeichnung „linker Maskulismus“ in der Tat für überflüssig, denn dieser ist quasi nicht existent und daher auch kein Argument für Heterogenität. Und gerade die Linken prügeln am Heftigsten auf Männerrechtler ein, ganz egal ob Letztere sich als links bezeichnen oder nicht. Gesterkamp, Kemper, Rosenbrock, Claus usw. usw. das sind alles Linke, die mit Parteigeldern unterstützt, haltlose Pamphlete gegen Männerrechtler anfertigen. Mir persönlich ist dagegen derlei Verhalten von keiner anderen Parteistiftung im rechten politischen Lager bekannt.
    Man muß den Realitäten ins Auge sehen: Männerrechte werden von SPD, GRÜNEN und der Linkspartei explizit abgelehnt, eben weil deren Organisationen quasi durchfeminisiert sind, ganz besonders bei den GRÜNEN.
    Rot-Grün an der Regierung hat es weder geschafft den Wehrdienst abzuschaffen, noch beim Sorge- oder Unterhaltsrecht Änderungen herbeigeführt. Dies wurde in Regierungen unter CDU-Führung gemacht.
    Mit anderen Worten: Verbesserungen für Männer wird es weitaus eher mit Parteien rechts von SPD, GRÜNEN und Linkspartei geben. Und wer sich einmal informieren möchte, wie wirklich gute Männerpolitik aussieht, der darf gerne mal einen Blick nach Österreich werfen, als dort die FPÖ in der Regierung war.

    (Disclaimer: Nein, ich habe noch nie rechts der CDU gewählt, und die CDU auch seit 25 Jahren nicht mehr.)

    • @ Horst

      „Ich halte die Bezeichnung “linker Maskulismus” in der Tat für überflüssig, denn dieser ist quasi nicht existent und daher auch kein Argument für Heterogenität.“

      Doch, er ist existent, wie du ja auch an den Beiträgen einiger linker Männerrechtler in diesem Strang sehen kannst oder an den Interviews, die Arne Hoffmann mit linken Männerrechtlern geführt hat:

      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8167/eckpfeiler-einer-linken-mannerpolitik

      Oder an den zahlreichen linksmaskulistischen Artikeln auf Arnes Genderama-Homepage unter der Überschrift „Zentrale Texte für einen linken Maskulismus“:

      http://genderama.blogspot.de/

      Oder an Arne Hoffmanns großartigem Buch „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“:

      Ob dir das persönlich nun gefällt oder nicht, kann linken Männerrechtlern völlig egal sein.
      Linke Männerrechtler müssen und werden nicht nach deiner Erlaubnis fragen, ob es sie geben darf und wie sie sich nennen dürfen, genauso wenig wie sie Kemper/Gesterkamp/Rosenbrock/Claus etc. um Erlaubnis fragen müssten.

      Ich schlage also vor, du lernst einfach mit der Existenz linker Männerrechtler klarzukommen, auch wenn es dir noch so schwer fällt.

  19. Pingback: Der Maskulismus | Kritische Wissenschaft - critical science

  20. @Leszek:

    Gerne. Und Du kommst im Gegenzug dann damit klar, daß ich behaupte daß das Konstrukt Männerrechtler + links überhaupt keine Gemeinsamkeit hat und sich sogar im Regelfall widerspricht. Aber mit diesem Widerspruch müssen dann andere leben.

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