Gesellschaftlicher Status in Abgrenzung zu sozialem Status als Attraktivitätsmerkmal

Status / der Platz in der Hierachie ist aus meiner Sicht im Rahmen sexueller Selektion ein wichtiges Attraktivitätsmerkmal für Männer bei der Wahl durch Frauen geworden. Diese These hatte ich hier schon mehrmals ausgeführt.

Aus meiner Sicht ist das heute schwerer zu sehen (und wird vielleicht auch deswegen teilweise nicht akzeptiert), weil wir aufgrund der kulturellen Entwicklung in unserer Spezies teilweise ein erhebliches Auseinanderfallen von ein wichtigen Position im Konkurrenzkampf unter Männern und dem was Frauen als attraktiven Status wahrnehmen haben. Damit meine ich das folgende: Nehmen wir eine Jäger und Sammler Gruppe aus der evolutionär wirksamen prähistorischen Vergangenheit: Wir haben es hier üblicherweise mit Gruppen von maximal 150 Personen zu tun, die sich gut untereinander kennen. Die Hierarchien sind relativ flach und der Mensch ist noch wesentlich mehr Allrounder als heute. Jeder muss grundlegende Fähigkeiten wie Sammeln und Jagen haben (teilweise nach Geschlecht), dazu gegebenenfalls eine Spezialisierung zB auf bestimmte Tätigkeiten, sei es die Herstellung von Kleidung aus Fellen oder das Anfertigen von Waffen. Die Anerkennung für jede Fertigkeit ergab sich direkt aus der Wichtigkeit innerhalb der Gruppe bzw. auch dadurch, dass man die Ware gegen andere Waren mit befreundeten oder jedenfalls nicht befeindeten Gruppen tauschen konnte. Jeder wusste aber, was der andere konnte und welchen Platz er innerhalb der Hierarchie hatte. Wenn jemand jemanden anderem eine Anweisung geben konnte, weil er ein Anführer war, dann war dies keine abstrakte Position, sondern der andere musste sich entschließen, diese Position zu akzeptieren und der, der sich auf sie beruft musste die Fähigkeiten und/oder die soziale Einbindung haben, um diese Position zu halten. Aus der Position heraus folgt damit auch eine gewisse Anerkennung innerhalb der Gemeinschaft und damit tatsächlicher sozialer Status.

Das ist durch die gesteigerte Arbeitsteilung und die immer stärkere Anonymisierung durch immer größere Menschenansammlungen in vielen Fällen nicht mehr gegeben: Nehmen wir den Abteilungsleiter einer größeren Firma: Die Leute, die beruflich trifft, werden größtenteils andere sein als die, die er im Privatleben trifft. Seine „Privatfreunde“ bekommen insofern wenig von seinem Arbeitsleben mit, seine Handlungen wirken sich üblicherweise auf ihr Leben nicht aus. Er kann auch den Mitarbeitern in der Firma nur sehr eingeschränkt Anweisungen geben bzw. muss bei diesen noch nicht einmal einen hohen Status haben. Sie können ihn als nervigen Chef ansehen, der sie dank seiner zugewiesenen Position in bestimmten Fällen herumkommandieren darf, aber eben nur in einem bestimmten Maße und auch nur soweit die Arbeit betroffen ist. Auf einer privaten Ebene ist er ihnen bereits wieder gleichgestellt, er hat dort nur sehr eingeschränkt mehr Rechte. Auch andere Tätigkeiten können sehr abstrakt sein. Wenn jemand beispielsweise ein guter Programmier ist und darüber ein gutes Gehalt bezieht, dann kann er in seinem fachlichen Bereich sehr angesehen sein und sich auch einiges leisten können, zB an Statusobjekten.

Dieser Status überträgt sich aber nicht im gleichen Maße auf seine soziale Gruppe, also seine direkten Freunde. Denn sein Bankkonto bleibt sein Bankkonto, es hat auch keinen Einfluss auf das Leben derjenigen, die in seiner Gruppe sind. Während früher eine Gruppe im ganzen davon profitieren konnte, dass sie einen besonders guten Jäger hatten oder jemanden, der besonders gute Kleidung macht oder der besonders spannende Geschichten erzählen kann, und dieser damit dann auch in der Gruppe ein besonderes Gewicht bekommen hat, findet diese Übertragung in unserer Welt quasi nicht mehr statt. Wir ergänzen uns als Gesellschaft, aber diese ist zu groß geworden als das diese Ergänzungen noch direkt wahrnehmbare Auswirkungen auf den anderen haben.

Demnach muss Status auch immer mehr zusätzlich erarbeitet werden, auf einer persönlichen Ebene, weil diese Übertragung nur noch mittelbar stattfindet. Und das kann ein großer Unterschied sein. Denn anziehend wirkt auf einer direkten Ebene nur der direkte Status in der Interaktion mit anderen Menschen, der aber immer weniger die Begleiterscheinung und auch immer weniger die Notwendigkeit oder die natürliche Folge der hohen Position ist. Es kann reichen ein sehr spezialisierter schlauer Mensch zu sein um eine gute Position zu finden, Charisma und Anerkennung folgen daraus aber nicht, weil die Position zu abstrakt ist. Diese Abweichung kann dann insbesondere in den persönlichen Beziehungen eine Rolle spielen. Beispielsweise wenn jemand, der eine hohe Position erlangt, in gewissen Ebenen eine hohe soziale Position hat, diesen Status aber in seinem Privatleben nicht hinreichend projizieren kann: Er wäre dann quasi nach Außen dem Status nach ein Alpha, nach innen aber quasi ein Beta. Krauser greift etwas ähnliches einem Beitrag bei sich im Blog auf:

It is in the nature of learning that concepts begin muddy and confusing, then gradually refine until you can simply and precisely understand them. So it is with two commonly equivocated concepts: alpha and abundance. Consider a fairly frequently-observed case where a guy is lacking any strong alpha qualities but gets laid a lot and treats girls with the classic IDGAF frame. How can this be so? Aren’t girls supposed to be fucking ALPHAS? (…) There are many situations in which a man can become The Chosen without requiring a fundamental change to his mindset. It’s like the difference between getting rich from building a business versus buying a lottery ticket. The bank balance is the same, no matter how it was obtained. I think this explains the common mis-identification of alphas as “any guy getting laid a lot”. Once a beta is living in abundance he will naturally take on the IDGAF mindset because it’s a result of options rather than internal referencing. He really has more female options than time and motivation to bang them all, so he can aggressively filter, go direct, and walk away at any point. (…)It is not a reason to abandon the quest for alpha (or in my case, sigma). And the reason is:

  1. Betas will always eventually lose abundance
  2. Betas will always get rolled by a predatory female

Da geht es zwar um etwas anderes, aber es steckt teilweise das gleiche Grundprinzip dahinter. Über Reichtum, Geld oder Ruhm nach außen kann man sicherlich Frauen anziehen. Einige davon werden den nach außen dargestellten Status interessant finden, andere werden schlicht „Gold Digger“ (bzw. predatory Females) sein. Jedenfalls kann auch jemand, der einen sehr hohen Status hat, dann unglückliche Beziehungen führen, weil die Frauen einen Star/Alpha erwarten, tatsächlich aber einen Beta bekommen. Weil sie diesen dann deutlich werdenden unterschiedlichen Partnerwert nicht kompensiert bekommen und insofern indirekt mehr zu verlieren haben, hat der Partner dann die Hosen in der Beziehung an, obwohl nach außen der andere als der mächtigere erscheint.

Wenn also der „innere Status“ also der Status im Umgang mit anderen Leuten und auch die innere Wertschätzung dazu nicht passt bzw. der auf diese Weise erlangte Status von dem abweicht, den man innerhalb der Beziehung und im Umgang mit anderen Leuten zeigt, dann entsteht ein inkongurentes Bild:

  • Auf der einen Seite werden positive Eigenschaften signalisiert
  • Diesen stehen aber die negativen Signale aus dem dirketen Kontakt gegenüber.

Damit kann dann intern der Partnerwert des Mannes deutlich sinken, und sei es nur unterbewußt, weil er in dem persönlichen Kontakt keinen Status generieren kann.

Insofern könnte man zwischen äußeren Status und sozialen Status für die Kleingruppe unterscheiden. Ist letzeres nicht da, dann sendet dies starke Signale für eine unterbewußte Abwertung des Partnerwertes der jeweiligen Person. Denn der innere soziale Status ist, da er auf Leuten beruht, die denjenigen kennen, das ehrlichere Signal. Während der äußere Status also „Gute Gene“ sendet, sendet der innere soziale Status in solchen Fällen das Signal „schlechte Gene“. Und weil Eier teuer sind und Sperma billig besteht wohl eher eine Disposition, Signale für schlechte Gene höher zu bewerten.

Ich vermute, dass einige Männer mit guten Jobs in diese Falle fallen, bei denen sie für ihr Game zu hübsche Frauen heiraten, die dann nach einiger Zeit merken, dass die Anziehung weg ist, wodurch es zum Streit kommt und man sich scheiden lässt. Er findet es ungerecht, weil er ihr doch alles geboten und alles für sie gemacht hat. Sie findet es ungerecht, weil sie ja nichts dafür kann, er stellt sich eben auch wie ein kleines Kind an, wie soll sie ihn da attraktiv finden? „Game“ könnte man dann als die Kunst sehen, möglichst viele positive Signale gerade ausgerichtet auf die innere soziale Gruppe zu senden.

Natürlich kann beides auch zusammenfallen. Es fällt aber eben heute weitaus weniger automatisch zusammen als früher.

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74 Gedanken zu “Gesellschaftlicher Status in Abgrenzung zu sozialem Status als Attraktivitätsmerkmal

  1. Ein interessanter Artikel dazu via Rok:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2670010/EXCLUSIVE-The-LAST-picture-model-Katie-Clearys-husband-shows-good-spirits-friends-just-hours-took-life-He-heartbroken-split-wife-snapped-Leonardo-Di-Caprio-Cannes.html

    ‘But the marriage wasn’t based on pure, unadulterated, love. Wasn’t solely based on the forever do us part love,’ the source said. ‘He knew what he was getting into when he started even dating Katie. She’s too pretty. She’s just too pretty. And she’s just too charismatic and affable and kind that Andrew knew he couldn’t keep her to himself.

    ‘I’m not saying Katie did anything. If she did, I didn’t know about it. But he couldn’t really have her like he wanted her. Like his fantasy of her. He would talk about her in ideal terms. He idolized her and wanted her to himself, maybe a little too much. He wouldn’t show it. He gave her all the freedom she wanted for her career. But he realized he wasn’t the only one with eyes for her and wanting her and it deepened his pain.’
    (…)
    Andrew Stern was ‘constantly ridiculed’ and driven to distraction by his ‘flirtatious’, ‘social climbing’ wife Katie Cleary prior to his tragic suicide, a former friend has claimed.

    Now his former friend and housemate David Pachkofsky has told how Katie made Andrew’s life a living hell as she tried to change the down-to-earth Midwesterner, 40, into a ‘Hollywood type’, using him to climb the social ladder and boost her career.

    ‘Like going to a wrap party and not coming home,’ said Pachkofsky.

    ‘She was taking him to a place he didn’t want to go. The part of Hollywood life that she liked but is very superficial.

    ‘He had to struggle to keep up with the Joneses. She would constantly ridicule him for the way he looked and acted and always let him know that he wasn’t in good enough shape.

    ‘He was never a really good dresser, and she made him dress perfectly for her. That was her doing. Drew’s always been comfortable in a T-shirt and really not caring. She was just so hard on him.

    She kept trying to create this image for him as handsome and virile to help uphold her image,’ Pachkofsky told MailOnline.

    ‘She had a negative effect on him. He always felt like he was about to lose her and was always chasing her. She always flirted with men all the time in front of him and this hurt him….

    ‘The more she pushed him away, the more he’d come on. This was always the case with her and every woman. Just much worse with her because she was his wife and he’d have to tolerate the pain on a whole other level…. She’s a very flirtatious girl and it killed him

    • For nice beta-boys it’s sometimes a really bloody game to get laid.

      So stop being nice!

      Aber nicht immer endet es tragisch.

      Manchmal, ja, manchmal gehen doch Träume in Erfüllung.

      Ihrer z.B.: Die 26-jährige hübsche Frau wird nun wohl doch noch ihren Traummann vor seinem achtzigstem Geburtstag heiraten können.

      Er hat so viel von dem, was junge Frauen für Männer einnimmt:

      Er hat Charme: seit jeher ein Frauentyp.

      Er hat Status: eine internationale Berühmtheit.

      Er hat Charisma: Anführer einer ihm ergebenen Gruppe, die tat, wie er befahl.


      Er ist Serienkiller.

      Nicht gerade Dschingis Khan, zugegeben, aber doch immerhin Charles Manson:

      Um wieviel attraktiver muss da erst Dschingis Khan gewesen sein.

      Quelle:

      http://www.blick.ch/news/ausland/sie-ist-26-er-79-jahre-alt-serienkiller-charles-manson-heiratet-id2983062.html

      It’s a bloody game to get laid.

        • @ Adrian

          *but only, if you’re straight*

          Ist halt von Vorteil, wenn mann von seiner Partner.I.n nicht unbewusst auf gute Gene, Beschützer- und Versorgerqualitäten gescannt wird und sie* einem dann auch noch, um die Ehrlichkeit der zur Schau gestellten Qulitäten zu testen, auf den Zahn fühlt (shittestet).

          Dann wird man sich schnell und unkompliziert handelseinig.

          Einfacher geht’s eigentlich nur noch mit einem warmen Apfelkuchen.

        • @Adrian

          *Ein Apfelkuchen kann einen allerdings nicht ficken:*

          Dafür wehrt er sich auch nicht, wenn man zu ihm sagt:“Ich hab‘ dich zum Fressen gern!“ und ihm mit enem Messer zu Leibe rückt.

      • For nice beta-boys it’s sometimes a really bloody game to get laid.

        So stop being nice!

        Und das ist genau der große Fehler vieler Pickuper. Unter anderem derer, die Robin gestern beschrieben hat.

        Pickup beruht auf der Annahme, dass „Betas“ durch ein bestimmtes, ihnen selbst paradox erscheinendes „Alpha-“ Verhalten auch „Alpha“-Status simulieren könnten und damit „Alpha“-Wirkung erzielen.

        Das Problem: sie können in aller Regel nur emulieren, nicht simulieren.

        Es ist weder Zufall noch Dummheit, dass (viele) „Alphas“ sich dominant verhalten und (viele) „Betas“ submissiv, auch beim Flirten.

        Verhalten entsteht zunächst mal immer im Kontext seiner Funktionalität.

        Hier deuten Pickuper eine falsche Kausalität in einer Korrelation.
        Der Alpha ist nicht Alpha, weil er sich wie ein Arschloch verhält. Sondern weil er es (sich leisten) kann.
        Der Beta ist nicht Beta, weil er nett ist. Sondern umgekehrt. Er muss nett sein, zumindest netter als der Alpha.
        Nett sein ist vielleicht eine Beta-Strategie, aber für Betas in vielen Situationen schlicht die beste.

        Als „Beta“ ein Alpha-Verhalten an den Tag zu legen, ist eine gefährliche Gratwanderung, und oft sogar das schlimmste, was er tun kann. Menschen haben extrem feine Sensoren dafür, ob jemand dicker aufträgt als er Butter dabei hat.
        Die sind mit den simplen metakognitiven Konstrukten der PU-Gurus wohl kaum auszutricksen.

        Meistens dürfte es schon an Aussehen, Körpergröße, Mimik, Stimme und Gestik scheitern, die schon mal 90% der Differenzierung zwischen „Alpha“ und „Beta“ erlauben.

        Für „Betas“ gilt zu einem gewissen Grad halt:

        Wer ficken will (und kein Brad Pitt ist), muss freundlich sein.

        (Für „Alphas“ gilt das zu einem gewissen Grad auch).

        Der Irrglaube, die vermeintlich paradoxe Wirkung eines Alphas durch Simulation seines Verhaltens erzielen zu können, macht den Beta schnell zum Gamma.

        Das sieht dann so aus, wie in den von Robin beschriebenen Beispielen, oder zum Beispiel so:

        Da die vagen Kategorien „Alpha“ und „Beta“ nicht wirklich existieren und auch keine brauchbare Typologie bilden, ist das natürlich alles sowieso irgendwie hinfällig.

        Sicherlich hilft es einigen (längst nicht allen), wenn sie im Kontakt mit Frauen selbstbewusster und dominanter auftreten.
        Zu erkennen, wann und wieviel „Alpha“-Attitüde sinnvoll ist, kann einem Pickup nicht vermitteln, sondern das erfordert schlicht soziale Kompetenz.
        Wenn der Pickuper diese besäße, würde er sie nur höchstwahrscheinlich gar nicht erst dort suchen müssen.
        Wer seine Ausstrahlung verbessern will, muss sich und seine Grenzen zunächst mal selbst erkennen. Pickup verschleiert und verwischt diese Grenzen eher, als dass es dabei hilft.
        Ist ja auch Ratgeberliteratur, also Gießkannenprinzip (passt für alle)

        Das lustige ist, dass die Pickuper (wie auch Christian) sich so gerne auf Darwin berufen. Dabei steckt in Pickup viel mehr Bordieu als Darwin. Der darwinsche Realismus ist eher das, was fehlt.

        • @David

          „Die sind mit den simplen metakognitiven Konstrukten der PU-Gurus wohl kaum auszutricksen.“

          Viele Männer haben in anderen Situationen eine deutlich höhere „Alphaeinstellung“ als in Gesprächen mit Frauen. Weil sie es sich dort nicht trauen.

          In Gesprächen mit Kumpels beispielsweise drücken sie gerne Sprüche, sind frech und lasse sich nichts sagen. Oder im Gespräch mit der kleineren Schwester.

          Man muss keine neuen Verhaltensweisen lernen, häufig muss man sie nur auf eine neue Situation anwenden. und da kann die erkenntnis, dass man mit netter Schleimerei sexuell langweilig bleibt einen großen Unterschied machen. Noch mehr die Kenntnis, dass Frauen eine gewisse Herausforderung auf spassige Weise und ein forscheres Auftreten durchaus gern mögen, dass es so etwas wie Shittests gibt, dass man sexuelle Spannung auch aufbauen kann und sie nichts peinliches ist etc
          Man muss nicht der absolute Alpha werden, es reicht, wenn man etwas mehr Alpha wird um seinen Stand zu verbessern. Das ist häufig gar kein so großer Persönlichkeitswechsel. Es ist einfach nur eine neue Sichtweise und die Anwendung dieser auf Frauen.

          „Da die vagen Kategorien “Alpha” und “Beta” nicht wirklich existieren und auch keine brauchbare Typologie bilden, ist das natürlich alles sowieso irgendwie hinfällig.“

          Die Abgrenzung mag zu groß sein, als Konzepte taugen sie durchaus. Wir sind nun einmal soziale Tiere mit Hierarchie.

          Ich habe tatsächlich nach dem Lesen von Pickup und einigen Versuchen schlicht entschlossen frecher zu werden. Das musste man natürlich erst einmal kalibrieren, aber die Umstellung war gerade, weil man die veränderte Wahrnehmung sofort merkt, recht einfach. Es war eher ein kurzes „Fake it, till you make it“.

        • David

          „Das lustige ist, dass die Pickuper (wie auch Christian) sich so gerne auf Darwin berufen. Dabei steckt in Pickup viel mehr Bordieu als Darwin.“

          Da ist etwas dran. Im Grunde versucht sich der Pickuper als Sozialkonstrukteur seiner Identität, die er nach Darwin ein für alle mal hätte.

          Pickup müsste sich bessere Quellen suchen.

          Eine Quelle könnten Philosophen wie Helmuth Plessner sein. Ja, altes Zeug, aber passend: Der behauptet nämlich, dass der Drang zur Eindeutigkeit falsch ist. Der Mensch müsse spielen, auch jemanden spielen, auch in Begegnungen mit Menschen spielen. Eindeutigkeit in seinen Äußerungen nach außen will man, aber gleichzeitig will der Mensch sie nicht, weil er auch nicht dauerhaft drauf festgenagelt werden möchte.

          • @lomi

            „Da ist etwas dran. Im Grunde versucht sich der Pickuper als Sozialkonstrukteur seiner Identität, die er nach Darwin ein für alle mal hätte.“

            Nein, von der biologischen Seite werden bestimmte Attraktivitätsmerkmale übernommen und dann geschaut, wie man diese innerhalb der sozialen Ausformbarkeit seines Verhaltens umsetzen kann.

            In der Biologie wird nicht per se davon ausgegangen, dass man sich nicht entwickeln kann, bei Darwin auch nicht.

          • @lomi

            „Da ist etwas dran. Im Grunde versucht sich der Pickuper als Sozialkonstrukteur seiner Identität, die er nach Darwin ein für alle mal hätte.“

            Nein, von der biologischen Seite werden bestimmte Attraktivitätsmerkmale übernommen und dann geschaut, wie man diese innerhalb der sozialen Ausformbarkeit seines Verhaltens umsetzen kann.

            In der Biologie wird nicht per se davon ausgegangen, dass man sich nicht entwickeln kann, bei Darwin auch nicht.

        • Christian

          „Das würde mich interessieren. Kannst du das näher ausführen?“

          Ich kann David natürlich nicht vertreten. Aber PickUp behauptet letztlich, ich könne wie ein Alpha erscheinen und damit Erfolg haben. Evolutionär gesehen bin ich entweder ein Alpha oder ich bin es eben nicht. Da gäbe es dann auch nichts zu erarbeiten. Aber PickUp arbeitet mit der Idee, dass man seine Identität verändern könne. Das ist dann gewissermaßen soziale Konstruktion.

          • „Aber PickUp behauptet letztlich, ich könne wie ein Alpha erscheinen und damit Erfolg haben. Evolutionär gesehen bin ich entweder ein Alpha oder ich bin es eben nicht. “

            Das wäre nur der Fall, wenn man davon ausgeht, dass Biologie ein Verhalten determiniert. Natürlich wird man wenn man von der Natur her eher ein Beta ist nicht plötzlich zum absoluten Alpha. Aber das muss man auch nicht um mehr Erfolg bei Frauen zu haben.

        • Nun, da mag ich nicht widersprechen. Selbstverständlich kann man sein Interaktionsverhalten situativ modifizieren und optimieren. Vor allem situationsspezifische Gehemmtheit überwinden, völlig richtig.

          Das dann stattfindende „Kalbrieren“ ist allerdings dann eine reine Eigenleistung.
          Pickup ist eben dafür keine Anleitung.

          Es hilft dabei, feministische Grundannahmen zu dekonstruieren und falsche Strategien zu überdenken. Es liefert hilfreiche Inspiration, wenn man die basalen emotional-sozialen Fähigkeiten und ein entsprechendes Entwicklungspotential besitzt.

          Jeder der Pickup jedoch als Manual versteht und mit zu großem Ernst betreibt, wird jedoch eher damit auf die Nase fallen.
          Mein Eindruck ist, dass Pickup eher Leute anzieht, die es zu sehr für bare Münze nehmen und weniger als humoristische Anregung.
          On the long run schätze ich tatsächlich, dass Pickup momentan mehr Menschen schadet, als davon profitieren.

          • @david

            „Das dann stattfindende “Kalbrieren” ist allerdings dann eine reine Eigenleistung. Pickup ist eben dafür keine Anleitung.“

            Es gibt einem die Grundlagen sein Verhalten zu ändern. Natürlich muss man für sich selbst herausfinden, wie man das umsetzen kann. Dafür kann ein Lehrer denke ich nur allgemein bestimmte Grundlagen bereitstellen, wenn er nicht im direkten Kontakt ist und die Versuche direkt beobachtet.

            Kalibirieren hat aber durchaus Raum im Pickup. Ich erinnere mich zB an David DeAngelos Ausführungen zu Cocky Comedy. Simple Kalibrierung „wenn sie sauer auf dich ist und dich für ein Arschloch hält, dann bist du nicht lustig genug dabei. Wenn sie so was sagt wie „ey, dass ist fies“ und dabei lacht, dann ist es richtig“. (aus dem Gedächtnis).

            Oder bei Mystery: Dieser meint, dass man genau prüfen soll, wo man in seinem 3M Modell stecken bleibt und dann eben besonders an diesem Punkt arbeiten soll etc

          • @david

            „Mein Eindruck ist, dass Pickup eher Leute anzieht, die es zu sehr für bare Münze nehmen und weniger als humoristische Anregung.
            On the long run schätze ich tatsächlich, dass Pickup momentan mehr Menschen schadet, als davon profitieren.“

            Es ist auch mehr als eine humoristische Anregung. Es kommt aber sicher sehr darauf an, was man liest und wieviel Entwicklungspotential man überhaupt hat und auch wieviel Einsichtsfähigkeit in die eigenen Unzulänglichkeiten.

            Es gibt sicherlich einige, die aus Pickup so was mitnehmen wie „Frauen wollen unterdrückt werden, ich muss ein Schwein sein, dann wollen sie mich alle“ und die die Unterschiede zwischen Attraktion und Komfort und die Feinheiten, wie ein hoher Status signalisiert werden kann weder aufnehmen wollen noch aufnehmen können. Die auch gar nicht bereit sind, entsprechend an sich zu arbeiten.

            Ob die in der Mehrzahl sind wäre eine interessant Frage. Es gibt aber sehr gute Materialien dort, von denen die meisten Leute aus meiner Sicht sehr profitieren können.

        • Bordieu: der Habitus ist es ja, auf das Pickup abzielt. Er ist es der den Status markiert. Viele PUAs werben damit, dass jeder Type jede Frau haben kann, wenn er sozusagen den Habitus des Alphas entwickelt.

          Nach Darwin sind alle Attraktivitätsmerkmale, auch das Verhalten, nur Indikatoren und Ausdruck guter Gene.

          • @david

            „Viele PUAs werben damit, dass jeder Type jede Frau haben kann, wenn er sozusagen den Habitus des Alphas entwickelt.“

            Werbung dieser Art gibt es tatsächlich häufig. Allerdings wird das in allen mir bekannten Werken ausdrücklich klargestellt, dass man NICHT jede Frau haben kann (aber durchaus eine Frau)

            Habitus und Biologie schließen sich allerdings nicht aus. Natürlich gibt es auch einen habitus

            und das man Attraktivitätsmerkmale fälschen kann ist auch in der Biologie nichts neues. Es ist eigentlich auch ein Thema dieses Artikels, in evolutionären Zeiten konnte man diese eben aufgrund höherer Bekanntheit und stärkerer Leistungsbezogenheit weit weniger fälschen. Man musste eben tatsächlich ein guter Jäger sein, während man heute einfach irgendwie einen Job haben muss und seinen habitus davon trennen kann

            Nach Darwin sind alle Attraktivitätsmerkmale, auch das Verhalten, nur Indikatoren und Ausdruck guter Gene.

        • David

          das mit dem Habitus ist natürlich nicht ganz verkehrt. Freilich behauptet Bourdieu, dass der nach der Sozialisation halt ziemlich stabil ist. Man kann ihn nicht umkrempeln. Insofern wäre Bourdieu kein PickUper. Er würde nur sagen, dass man Kinder von Betas in entsprechendem Umfeld zu Alphas erziehen könnte.

        • @ david

          „Wer seine Ausstrahlung verbessern will, muss sich und seine Grenzen zunächst mal selbst erkennen.“

          Um seine Grenzen auf irgend einem Gebiet
          zu erfahren, muss ich mich in dieses
          Gebiet begeben.
          Also der Rat einfach mal so fremde Frau
          in der freien Wildbahn ansprechen.

          „Pickup verschleiert und verwischt diese Grenzen eher, als dass es dabei hilft.
          Ist ja auch Ratgeberliteratur, also Gießkannenprinzip (passt für alle)“

          Dass es in dem Riesenhaufen von Material
          was man auf dem Netz findet, viele
          Übertreibungen und viel Schrott gibt,
          bestreitet hier niemand.
          Du verkennst aber, dass auch viele
          kluge subtile und stimmige analytische
          Ansätze zu finden sind.
          Nicht zuletzt hilfreiche Hinweise
          auf die Psyche und die instinktiven
          Dispositionen der Weibchen unserer
          Spezies.
          Dies fehlt zum Beispiel bei Paarberatern,
          die eine Ausbildung als Shrink haben,
          meist vollkommen.

        • „Bordieu scheint mir auch stark mit bestimmten Strukturen zu arbeiten, die den Menschen und dessen Habitus prägen und diese nach Klassen einer Gruppe von Menschen zuzuweisen“

          Genau. Deshalb auch die Unterscheidung von Habitus nach Klassen: Oberklasse, Mittelklasse, Unterklasse (oder so). Das hat genau etwas mit der Gesellschaftsstruktur zu tun. Diese formt den Habitus. So ist es für die Mittelklasse angeblich eben typisch, prätentiös zu sein, also nach Lebensstil und Merkmalen der Oberklasse zu streben. Die Unterklasse (wie hieß die denn noch mal wirklich) weise dagegen einen Habitus der Sparsamkeit und Bescheidenheit auf (weil sie halt klarkommen müssen damit, dass sie ihre Lage nicht verbessern können).

          All das drückt sich dann in allen Lebenshaltungen aus: Im Geschmack, in der Bildung, in dem Umgang mit Kunst usw.

          Man könnte fast sagen: durchaus darwinähnlich ^^ Alles ist ein Anzeiger des sozialen Status.

        • Es gibt einem die Grundlagen sein Verhalten zu ändern. Natürlich muss man für sich selbst herausfinden, wie man das umsetzen kann. Dafür kann ein Lehrer denke ich nur allgemein bestimmte Grundlagen bereitstellen, wenn er nicht im direkten Kontakt ist und die Versuche direkt beobachtet.

          Du hättest Sozialpädagoge werden sollen.

          … Die eigenen Ressourcen entwickeln, Kompetenzen fördern, Hilfe zur Selbsthilfe, leck mich am Arsch.

          • @peter

            „Du hättest Sozialpädagoge werden sollen. … Die eigenen Ressourcen entwickeln, Kompetenzen fördern, Hilfe zur Selbsthilfe, leck mich am Arsch.“

            Sind ja nun keine hochtrabenden Konzepte. Sozialer Umgang ist bis zu einem gewissen Grad auch eine Fähigkeit, die man lernen kann

        • @ Christian

          „Sind ja nun keine hochtrabenden Konzepte. Sozialer Umgang ist bis zu einem gewissen Grad auch eine Fähigkeit, die man lernen kann.“

          Vielfach geht es ja nicht zuletzt darum,
          falsche Annahmen die uns teilweise durch
          feministische Gehirnwäsche eingebläut
          wurden, zu deprogrammieren. Nach ersten
          Ah Erlebnissen hadert Mann dann schon
          ein bisschen weil Mann denkt: Wie konnte
          ich nur so dumm sein und mich derart
          verarschen lassen.
          Dabei besteht gerade in einer
          Übergangsperiode die Gefahr,
          dass der eine oder andere in
          Richtung Frauenhass abdriftet, resp.
          dass ihm vorgeworfen wir er würde
          Frauen hassen.

  2. Es gibt zu den von Christian skizzierten Trends aber auch gegenläufige Trends, die einschränkend wirksam sein können und so Evolutionsleugnern von religiöser oder linksradikaler Seite aus als Munition dienen.
    Der wichtigste Gegentrend ist das „Gleich und Gleich gesellt sich gern“.

    Frauen mögen statushöhere Männer; meist tun sie sich aber mit einem Schichtengenossen zusammen, der halt nur ein bißchen besser verdient (Krankenschwester u. Zimmermeister etc).
    Männer schätzen schöne möglichst etwas rangniedrigere Frauen, tun sich aber meist mit einer statusähnlichen Frau zusammen (Arzt und Apothekerin etc.). Ein Grund dafür mag sein, daß Menschen sich bevorzugt in symbolischen Gruppen zusammenfinden, wo unausgesprochene Übereinkünfte zu sozialen Signalen wie Wissen, ideologischen Ansichten existieren.
    Nur wo wesentlich mehr Freiheitsgrade existieren, das heißt, wo jemand aus seiner Gruppe auch „mal rauskommt“, sieht man den skizzierten Partnerwahltrend deutlich. Wie bei Fußballern, die mit ihrem hohen Status die Models anziehen. Wobei die zumeist nicht gebildeter sind als unsere Sporthelden.

    • @ Axel

      *Frauen mögen statushöhere Männer; meist tun sie sich aber mit einem Schichtengenossen zusammen, der halt nur ein bißchen besser verdient (Krankenschwester u. Zimmermeister etc).*

      Das sind aber keine gegenläufigen Trends.

      Weil sie Kompromisse eingehen, genau wie Männer auch. Sie begnügen sich mit dem gerade für sie noch erreichbaren höchsten Alpha. Das ist dann eben nicht Leonardo Di Caprio, sondern eher einer aus ihrer Schicht.

      Ein sehr viel höherer Mann hat ja auch sehr viel mehr Optionen und verlangt ein entsprechen „hochwertiges“ Angebot.

      Viele Frauen sind – genau wie Männer auch – realistisch genug, um zu wissen, dass sie Luxusansprüchen nicht genügen können und „verleiben“ sich dann in den Kompromiss.

      Ich denke, unser Partnerwahlalgorithmus erlaubt uns tatsächlich, den Kompromiss „schön“ und liebenswert zu finden. Er wird uns also gar nicht bewusst.

      Bis zu dem Zeitpunkt, wo uns doch eine bessere Alternative wunderbarerweise greifbar nahe rückt.

      Klassischer Fall: die Kellnerin, der ein Ronaldo den Bierdeckel zuschiebt mit dem einilbigen Liebesgedicht „Fuck?“

      Bleibt sie ihrem Müllwerker treu oder fickt sie mit Ronaldo?

      Wenn dann keine Sicherungssysteme zur verfügung stehen (z.B. religiöse Überzeugungen), dann wird sie wohl mit Ronaldo vögeln.

      Und sei’s auf’m Klo.

      • für Roslin: Ja, gute Beschreibung, dieser traurige Kompromiß. Wenn Du das in der Zeitung schreibst, kriegst Du nicht nur von Evolutionsleugnern Post ;-). Ebenfalls völlig richtig, was die Unbewußtheit angeht.
        Bei der Kellnerin bin ich mir allerdings nicht so ganz sicher, ob sie mitginge, weil sie bei der Bierdeckelanmache sehr genau weiß, daß sie weder Liebe noch Beziehung noch Penunzen kriegt. Wenn der Eisprung naht, könnte sie aber einem Quicki mit DEM tatsächlich nicht abgeneigt sein.

        Es gibt laut Partnerschaftspsychologie (mal im Spiegel gelesen) aber einen (evolutionär konservierten?) Sicherungseffekt: Wenn Frauen liiert sind und einen besseren Mann treffen, neigen sie dazu, ihren Prachtkerl zu verteidigen. Bei Männern ist dem nicht so.

        • für Roslin: Hehe, wußte ich gar nicht. Na, dann hat sie sich ja gute Gene (beim Sportler schon) und gute Versorgung gesichert. Kann froh sein, daß wir in der Zivilisation leben, sonst hätte sie jetzt ein Kind und wahrscheinlich keine Versorgung durch den Kindsvater.

          Dennoch ein wenig überraschend für mich, solche Fälle. Daß junge Frauen sich einen berühmten Mann aussuchen und sich dem gezielt als Groupie anbieten, ist von den Beatles, Elvis etc bekannt.
          Daß sich aber Frauen bei zufälliger Begegnung mit irgend einem der zahlreichen prominenten Männer diesem einfach so anbieten, wie Bohlens Teppichluder, Boris‘ Russin oder eben Ronaldos Kellnerin, hätte ich nicht erwartet. Ich würde vermuten, daß die Zahl dieser spontan bereiten Frauen deutlich geringer ist als die der gezielten Groupies. Nun gut, messen läßt sich das nicht so einfach.
          Wäre aber bestimmt ein interessantes Projekt für David Buss oder Geoffrey Miller.

      • @ Alexander

        „Weil sie Kompromisse eingehen, genau wie Männer auch. Sie begnügen sich mit dem gerade für sie noch erreichbaren höchsten Alpha. Das ist dann eben nicht Leonardo Di Caprio, sondern eher einer aus ihrer Schicht.“

        Nein, so einfach ist das nicht, denke ich. Frauen werden nahezu ausschließlich über ihr Aussehen bewertet. Mit einigem Abstand folgen dann noch Intelligenz und Bildung. Verfügt eine Frau über ein attraktives Äußeres und dazu noch über die anderen beiden Attribute, dann steht ihrem Aufstieg bis in die höchsten Ränge nichts im Wege. Eine Schichtenbeschränkung hat sie nicht.

        Männer werden nur in äußerst seltenen Fällen eine dauerhafte Beziehung mit einer Frau oberhalb ihrer eigenen Schicht unterhalten können. Das setzte nämlich voraus, dass die Frau sich „unter Wert“ verkauft hätte. Eine solche Frau würde bestenfalls den „unstandesgemäßen“ Mann als Interimslösung bis zum eigentlichen Aufstieg ansehen.

        Männer haben also keine Angst vor solchen dominanten Alpha-Weibchen, sondern wissen einfach, dass sie bei der erstbesten Gelegenheit abserviert werden. Materielle und immaterielle Investitionen wären also für die Katz.

        Ansonsten gehen wir konform.

        • @ Carnofis

          Auch Männer verpartnern sich doch mit ihren kompromissen.

          Natürlich gehen sie andere Kompromisse ein als Frauen.

          Fast jeder Mann mag sich ein Topmodel im Bett wünschen, fast jeder weiß aber auch, dass er dafür nicht schön, statushoch, reich genug ist.

          Also wird’s die Sachbearbeiterin.

        • @ Carnofis

          „Nein, so einfach ist das nicht, denke ich. Frauen werden nahezu ausschließlich über ihr Aussehen bewertet.“

          Infolge des mittlerweilen erschreckend
          hohen Durchschnittsalter der Frauen in
          der Bevölkerung in unserer Weltgegend,
          sind ja wirkliche Hotties eher eine
          Seltenheit. Zudem ist ist die Zeitspanne
          der extremen Attraktivität auf eine
          kurze Zeit beschränkt. Von der Biologie
          her etwa 15-35 Jahre. Dabei werden
          vom Gesetzgeber unten noch ein paar
          Jahre wegdiskutiert. Was weiter oben
          mit Schönheitschirurgie versucht wird
          kann den Kenner ja nicht wirklich
          begeistern.
          Die echten Raritäten haben deshalb
          Schicht-übergreifende Chancen.

        • @ Alexander

          „Fast jeder Mann mag sich ein Topmodel im Bett wünschen, fast jeder weiß aber auch, dass er dafür nicht schön, statushoch, reich genug ist.“

          Selbst kluge Männer mit Status und Charakt€r
          gehen ev. in Bezug auf Schönheit eine Stufe
          tiefer, wenn sie eine Familie mit Nachwuchs
          haben wollen. Bewusst oder unbewusst fühlen
          sie, dass es einfacher ist eine solche
          Verbindung über lange Zeit stabil zu halten.
          Vielleicht schauen sie auch noch auf andere
          Umstände im Umfeld der Frau. Sind zB. die
          Eltern noch immer zusammen etc.

        • @ Red Pill

          „Infolge des mittlerweilen erschreckend
          hohen Durchschnittsalter der Frauen in
          der Bevölkerung in unserer Weltgegend,
          sind ja wirkliche Hotties eher eine
          Seltenheit. Zudem ist ist die Zeitspanne
          der extremen Attraktivität auf eine
          kurze Zeit beschränkt.

          Die echten Raritäten haben deshalb
          Schicht-übergreifende Chancen.“

          Das ist jetzt aber nicht ernst gemeint, oder was meinst Du mit einem „erschreckend“ hohem Durchschnittsalter der Frauen? Willst Du zur Senkung alle Frauen über 40 vergiften, um das Erschrecken zu mildern  ?
          Nahezu genauso „erschreckend“ steigt immerhin auch das Durchschnittsalter der Männer. Jedenfalls erschreckend aus Sicht der Frauen.
          Rein rechnerisch dürfte die Zahl der extrem attraktiven Frauen sogar so hoch sein, wie nie zuvor. Sie machen nur aus demographischen Gründen einen immer geringeren Anteil in der Bevölkerung aus. Für die relevante Altersgruppe allerdings dürfte sie weitgehend konstant sein. Immerhin werden hier Mädchen nicht prä- oder postnatal aus Geschlechtsgründen abgetrieben.

        • Nahezu genauso „erschreckend“ steigt immerhin auch das Durchschnittsalter der Männer. Jedenfalls erschreckend aus Sicht der Frauen.
          Rein rechnerisch dürfte die Zahl der extrem attraktiven Frauen sogar so hoch sein, wie nie zuvor. Sie machen nur aus demographischen Gründen einen immer geringeren Anteil in der Bevölkerung aus. Für die relevante Altersgruppe allerdings dürfte sie weitgehend konstant sein.

          Du solltest dazu wissen, dass Red Pill nach seiner Meinung immer noch zur relevanten Zielgruppe attraktiver Frauen gehören müsste.

        • Red Pill

          „Infolge des mittlerweilen erschreckend
          hohen Durchschnittsalter der Frauen in
          der Bevölkerung in unserer Weltgegend,
          sind ja wirkliche Hotties eher eine
          Seltenheit“

          So viel hübsche Frauen auf der Straße, in der U-Bahn, überall.

          „extremen Attraktivität auf eine
          kurze Zeit beschränkt. Von der Biologie
          her etwa 15-35 Jahre. Dabei werden
          vom Gesetzgeber unten noch ein paar
          Jahre wegdiskutiert.“

          14 Jahre zu alt für dich 😕 oder wo siehst du Handlungsbedarf des Gesetzgebers?

        • @Red Pill

          Also ich stehe nichtmal auf Frauen, aber sehe und registriere trotzdem Massen an attraktiven, jungen „Hottis“ auf der Strasse.
          Kann ja sein, dass das in Ghana noch krasser ist, aber geug zu gucken gibt es auch hier allemal.
          Du tust so, als müsste man tagelang kilometerweit durch die Strassen irren, bis man mal eine junge Frau findet.

        • @ David

          „Du solltest dazu wissen, dass Red Pill nach seiner Meinung immer noch zur relevanten Zielgruppe attraktiver Frauen gehören müsste.“

          Nur so am Rande, als jemand der seine
          Gene schon in zweifacher Ausführung
          in die übernächste Generation bringen
          konnte, habe ich keinen Grund mich
          persönlich zu beklagen.
          Muss also auf Reproduktivem Gebiet
          weder mir noch anderen etwas beweisen.
          Aber gerade wenn man etwas älter wird,
          sollte man sich ja gesund nicht zu
          einseitig „ernähren“.

        • @ ichich ich

          Wer behauptet so einen Scheiss?
          Halte mich an die bewährte
          Formel 1/2 +7, welche eigentlich
          für jedes Lebensalter der
          Männer Sinn macht. 🙂

        • Hier noch zwei Links die den Zusammenhang
          als Graphik darstellen. Die Diagramme im
          zweiten Link sind fairer. Die Kurve der
          Frauen geht höher ist aber enger. Insgesamt
          ist das Integral (als Fläche unter der
          Kurve) für Frau und Mann gleich. Somit
          ist der SMV quasi über das ganze Leben
          genommen vergleichbar. Jedoch ist auch
          klar, das Frauen weniger Zeit bleibt
          um ihren SMV zu ihrem Vorteil zu nutzen.

          http://stagetwo.wordpress.com/2010/04/04/sexual-attractiveness-as-a-function-of-age/

        • Jo, is klar 🙂
          Der durchschnittliche Altersunterschied zwischen Pärchen beträgt ja deswegen auch ca. 20 Jahre, wie man weiß.

          Realistisch sind heute 0-4 Jahre. Wenn der Mann 5 Jahre älter ist als eine attraktive Frau, schwinden seine Chancen schon ebenso stark, wie wenn er jünger ist.

          Die Matches die sich aus deinen Kurven ergeben würden, müssen entweder teuer bezahlt werden in Form von Prostitution (ja, ich weiß, „default setting“ und so) oder entspringen deiner Fantasie, die auf deine alten Tage nochmal durch die Entdeckung von Pickup-Blogs angeregt wurde.

          Diese Grafik zeigt eine etwas realistischere Perspektive auf deinen SMV:

  3. @ Christian

    Charisma, das auf’s persönliche Umfeld wirkt (ein mitreißender Mann sein, ein Anführertyp, der etwas in’s Rollen bringt) und hoher Status innerhalb der Gesellschaft können heute häufiger entkoppelt sein, weil in formalisierten Hierarchien der hohe Funktionsträger eben tatsächlich nur noch Funktionär sein muss.

    Seine Stellung wird arbeitsteilig abgesichert und garantiert von anderen.

    Er ist viel mehr struktureller „Alpha“, muss die hohe Position nicht ständig persönlich rechtfertigen und in eigener Person qua eigene Persönlichkeit durchsetzen wie der Häuptling eines Clans, der Anführer einer Räuber-/Rocker-/Rauschgiftdealer-Bande,

    Trotzdem sind Charisma und hoher Status überzufällig häufig miteinander verkoppelt, scheint mir, weil Charisma auch in hochgradig arbeitsteilig organisierten Gesellschaften beim Aufstieg hilft, wenn auch weniger stark als in primitiveren Gesellschaften.

    Das häufigere Auseinandertreten von persönlichem Charisma, das das persönliche Umfeld beeindruckt und hohem Rang wird auch begünstigt durch die „Tribalisierung“ einer Massengesellschaft: jeder kann irgendwo Häuptling sein in seinem kleinen selbt gewählten Stamm, seiner Clique (Discofreunde, Sportler im Verein, Briefmarkensammler, Modellflugzeugbauer oder der Alpha im internetten Pick-Up-Forum, der Alphaklopper unter den Ultrafans usw.).

    So lebt jeder in einer offiziellen Strukturhierarchie und in einem privat gewählten „Stamm“, in dem er trotz u.U. realativ niedrigen sozialen Ranges „Häuptling“ sein kann.
    Der Müllwerker, der z.B ein toller Discotänzer ist, wird in seiner Stammdisco König sein.

    Und dort auch genug Frauen für ONS’s aquirieren können.

    Für eine Langzeitbeziehung wird ihm aber dann wohl doch der langweilige Gutverdiener, der Sparkassendirektor, vorgezogen.

    So führt Charisma allein wohl nur zu vergnüglicheren ONS, eine gute Position allein zu einer attraktiven Langzeitpartnerin, allerdings mit hohem Risiko des Betrogen-Werdens.

    Ideal ist natürlich eine Kombination von beidem (und dazu noch klug, schön, jung, reich, gesund, dann klappt’s mit den Weibern).

    Wem das alles zu mühsam ist, der kann immer noch Jack the Ripper werden.

    Aber bitte in einem Land ohne Todesstrafe und mit liberalem Strafvollzug.

    Sonst dauert die Ehe nur kurz oder kann nicht vollzogen werden.

    Dann hat man für nix gemetzelt.

    • @roslin

      „Der Müllwerker, der z.B ein toller Discotänzer ist, wird in seiner Stammdisco König sein. Und dort auch genug Frauen für ONS’s aquirieren können. Für eine Langzeitbeziehung wird ihm aber dann wohl doch der langweilige Gutverdiener, der Sparkassendirektor, vorgezogen.“

      Das kommt auf den Sparkassendirektor an. Die hohe Position gibt ihm einen gewissen Status, aber deswegen muss er die Discobesucherin nicht umbedingt kennelernen, wenn er in der Disko nicht positiv auffällt oder sonst etwas hat, was sie anspricht. So kühl planend sind viele Frauen dann aus meiner Sicht nicht: Sie reagieren auch darauf, was sie anspricht und das ist häufig eben der im Artikel angesprochene direkte soziale Status unter den Anwesenden und natürlich auch das Aussehen.
      Weswegen viele Frauen den Sparkassendirektor, der sie in der Disko ungeschickt anspricht und körperlich auch nicht überzeugt eben schlicht creepy finden werden

      • „Das kommt auf den Das kommt auf den Sparkassendirektor an. Die hohe Position gibt ihm einen gewissen Status, aber deswegen muss er die Discobesucherin nicht umbedingt kennelernen, wenn er in der Disko nicht positiv auffällt oder sonst etwas hat, was sie anspricht. So kühl planend sind viele Frauen dann aus meiner Sicht nicht: an. Die hohe Position gibt ihm einen gewissen Status, aber deswegen muss er die Discobesucherin nicht umbedingt kennelernen, wenn er in der Disko nicht positiv auffällt oder sonst etwas hat, was sie anspricht. So kühl planend sind viele Frauen dann aus meiner Sicht nicht:“

        Das kühle Planen setzt bei der Frau vielleicht
        erst beim Abflug vom Karussell ein, wenn
        die Babyuhr lauter wird.
        Der Sparkassendirektor geht dann halt das
        Risiko ein, eine Partnerin zu heiraten die
        trotzdem sie einiges jünger ist als er,
        über deutlich mehr notch counts verfügt
        als er.Für Langzeitstabilität nicht
        unbedingt ideal.

      • @ Christian

        Ich bin auch nicht davon ausgegangenen, dass sie ihren Sparkasendirektor in der Disco kennenlernt – gut, unausgesprochene Prämisse, mein Fehler.

        Die End-Zwanzigerin, die (noch) in die Disco geht, aber schon daran denkt, sich niederzulassen, um sich fortzupflanzen (die Karrierebahn ist gespurt oder hat sich schon als so öde-anstrengend erwiesen, dass frau den Notausgang zu suchen beginnt und/oder das Ticken der biologischen Uhr meldet sich mit Beethovenscher Wucht – da-da-da-daaaa) wird ihren Sparkassendirektor (um die 40) nicht in der Disse kennenlernern oder auch nur suchen.

        Der wird ihr begegenen auf einem Miiiieeting (sie arbeitet in der „Unternehemenskommunikation“, als McKinsey-Beraterin oder Avon-Beraterin – dann lernt sie ihren Sparkassendirektor über die Nochehefrau des Sparkassendirektors kennen).
        Immer häufiger auch auf einer Datingplattform, auf der sie ganz bewusst nach nützlichen Sparkassendirektoren sucht.

        Falls dieser kritisch, progressiv und modern genug ist, wird der seinerseits das Angebot auf Datingplattformen nach fuckable One-Night-Stands durchkämmen, die auf der dringlichen Suche nach einem Babypapi sind und sich dabei natürlich sorgfältig dagegen wappnen, einer der „Glücklichen“ zu werden.

        So können auch Sparkassendirektoren als Smart Consumers die Dynamik des sexuellen Marktes für sich ausbeuten (ein Bekannter, allerdings Ingenieur und Endvierziger, seit einigen Jahren verwitwet, macht das z.B. so, fährt jedes Wochenende Hunderte Kilometer durch die Republik, angeblich auf der Suche nach einer Neuen, „die Neue“ ist aber alle 3 – 4 Wochen eine Neue, kann sich nicht entscheiden, das Angebot ist plentiful und er könnte ja das Beste gerade verpassen – also Hetze von einer zu übernächsten. Glücklich sieht er nicht aus).

        In die Disco wird sie nur noch gehen, um einen Tüpen aufzureißen, der dringende, akute Bedürfnisse stillt.

        Und ihn dann der Vergewaltigung bezichtigen, falls sie besoffenen mit dem Müllwerker im Bett landet und der Sparkassendirektor sie in selbigem mit selbigem am folgenden Morgen überrascht.

        „Hallo, Liebes, hatte gerade etwas Zeit und wollte ausprobieren, ob der Schlüssel zu Deiner Wohnung, den Du mir gegeben hast, immer noch passt!

        Überrascht?

        Du bist noch im Schlafzimmer?

        Ohhh….!“

        „Hilfe, ich wurde vergewaltigt von dem Saukerl! Rette mich!!“

  4. @ Christian

    „Das kommt auf den Sparkassendirektor an. Die hohe Position gibt ihm einen gewissen Status, aber deswegen muss er die Discobesucherin nicht umbedingt kennelernen, wenn er in der Disko nicht positiv auffällt oder sonst etwas hat, was sie anspricht.“

    Ich denke, dass wir für das Beispiel davon ausgehen können, dass die Frauen die unmittelbare Auswahl haben, der Sparkassendirektor und der Müllwerker sich also zur gleichen Zeit am gleichen Ort befinden.
    Und da stimm ich seiner These zu. Frauen sind nicht so „doof“, dass sie ihren Partner nach seiner Fähigkeit, toll zu tanzen, aussuchen. Sie bewerten viele, auch subtile, Signale mit. Da sei die Eloquenz, die Preislage der Klamotten, die er trägt, … , genannt.

    Sparkassendirektor wird auch Mann nicht als Mauerblümchen, sondern weil man sich zuvor erfolgreich an diese Stelle durchgeboxt hat. Man kann also davon ausgehen, dass der Sparkassendirektor auch in der Disse (so er sich dort überhaupt herumtreibt) eine gewisse Selbstsicherheit und Dominanz ausstrahlt. Er würde also wahrscheinlich die Aufmerksamkeit der anwesenden freien und paarungswilligen Frauen mindestens genauso erregen, wie der Müllwerker. Und während dieser ne attraktive Frau bestenfalls vor ihrem Eisprung für nen ONS abgeschleppt kriegt, stehen dem Direktor weitere Optionen offen.

    • @carnofuis

      „Sparkassendirektor wird auch Mann nicht als Mauerblümchen, sondern weil man sich zuvor erfolgreich an diese Stelle durchgeboxt hat. Man kann also davon ausgehen, dass der Sparkassendirektor auch in der Disse (so er sich dort überhaupt herumtreibt) eine gewisse Selbstsicherheit und Dominanz ausstrahlt. “

      Das ist ja gerade der Inhalt des Artikels: Das kann man nicht unbedingt. Er kann eben ein genialer Banker sein, aber sagen wir mal zu sachlich, zu trocken zu unemotional, zu abgehoben.
      Zudem kann er es eben blöd anstellen, creepy sein, seine Position zu sehr raushängen lassen, so dass sie das Gefühl hat, dass er sie kaufen will.

      • @Christian

        Ich will Deinem Artikel auch gar nicht grundsätzlich widersprechen. Tatsache ist aber eben auch, dass die Attraktivität mit der Dicke des Portemonnaies steigt. Da sinkt auch zunehmend die Sorge, nur „gekauft“ worden zu sein (siehe Anna Nicole Smith vs. J. Howard Marshall).

        Wie sie ihn bewertet, wenn sie ihn erstmal eingefangen hat, steht auf einem anderen Blatt. Da kann dann der Müllwerker im Verlaufe der Zeit zunehmend an Attraktivität gewinnen – aber immer nur als ONS. Denn die Supermarkt-Kassiererin, die sich einen Bankdirektor angeln konnte, wird sich auch in Zukunft nur noch in Schichten „Bankdirektor und höher“ orientieren.

        • @carnofis

          „Tatsache ist aber eben auch, dass die Attraktivität mit der Dicke des Portemonnaies steigt. Da sinkt auch zunehmend die Sorge, nur „gekauft“ worden zu sein (siehe Anna Nicole Smith vs. J. Howard Marshall).“

          Natürlich gibt es Frauen, die insbesondere an der Dicke des Portemonnaies interessiert sind. Anderen ist dies noch vergleichsweise egal, wenn der Kerl sonst schlecht ist. Viele Frauen würden das Gefühl nicht mögen, gekauft zu werden. Das es Punkte im partnerwert nach oben geht kann ich mir durchaus vorstellen. Aber es geht auch nicht beliebig nach oben. Jedenfalls abseits von Frauen, denen tatsächlich nur das Geld wichtig ist.

        • @Christian

          „Natürlich gibt es Frauen, die insbesondere an der Dicke des Portemonnaies interessiert sind. Anderen ist dies noch vergleichsweise egal, wenn der Kerl sonst schlecht ist. Viele Frauen würden das Gefühl nicht mögen, gekauft zu werden. “

          Vielleicht ist es auch einfach die Einstellung die man zu Beziehungen hat.
          Zu Großelterns Zeiten da heiratete man und da blieb man dann auch in der Regel zusammen trotz möglicher Widrigkeiten. Wahrscheinlich hatte man auch schlicht nicht so viel Zeit für Paartherapie und derlei Gedöns weil man die Kinder irgendwie über den Rübenwinter anno 1946 und die aktuelle Diphterie-Epedemie bringen und Essen und Brennholz beschaffen musste.

          Ob man da jetzt vom Aszendenten gut zusammenpasste oder man Alpha genug war um den Shit Test zu bestehen, dürfte zweitrangig gewesen sein.
          Bei so einer Einstellung wird sich auch mit einem Partner zufrieden gegeben, der nicht der absolute Traumprinz oder Prinzessin ist.

          eine Frau die auf „Seelenverwandschaft“ oder zumindest Leidenschaft mehr wert legt, wird dann eher mit dem Tellerwäscher durchbrennen, weil sie in den verliebt ist.

          Wenn es bei Männern unterschiedliche Strategien der Fortpflanzung und Sexualitätsauslebung gibt, wieso dann nicht auch bei Frauen.

          In dem Film „Chase“ mit Charlie Sheen spielt er einen abgehalfterten Kleinganoven der durch eine Verkettung unglücklicher Umstände eine Milliardärstochter entführt. Am Ende brennt sie mit ihm durch.
          Oder Titanic Kate Winslet und di Caprio.

    • Carnofis

      „Sparkassendirektor wird auch Mann nicht als Mauerblümchen, sondern weil man sich zuvor erfolgreich an diese Stelle durchgeboxt hat. Man kann also davon ausgehen, dass der Sparkassendirektor auch in der Disse (so er sich dort überhaupt herumtreibt) eine gewisse Selbstsicherheit und Dominanz ausstrahlt.“

      Ich bezweifle sehr, sehr, dass der typische Sparkassendirektor in der Disco durch sein „Charisma“ was reißen kann. In einer normalen Disco kannst du mit jungen Männern, die „Selbstsicherheit und Dominanz“ ausstrahlen, die Straßen pflastern. Wie soll er sich von denen positiv absetzen?

      Ich kann mich auch nicht erinnern, dass der Oberstudiendirektor beim Abiball der Hahn im Korb war.

      • @ichichich

        „Ich bezweifle sehr, sehr, dass der typische Sparkassendirektor in der Disco durch sein “Charisma” was reißen kann. In einer normalen Disco kannst du mit jungen Männern, die “Selbstsicherheit und Dominanz” ausstrahlen, die Straßen pflastern. Wie soll er sich von denen positiv absetzen?“

        Eben, er muss auch in diesen Bereich gar nicht unbedingt Selbstsicher und dominant wirken können. Wenn er wie ein Fremdkörper wirkt, weil ihm die Musik zu laut ist und er nicht gerne tanzt, dann strahlt er in diesem Bereich eben gerade keinen Status aus.

        „Ich kann mich auch nicht erinnern, dass der Oberstudiendirektor beim Abiball der Hahn im Korb war.“

        Auch sehr zutreffend. Es zeigt schön, dass gesellschaftlicher Status hier eben nicht direkt in Attraktivität umgemünzt werden kann. Der junge Lehrer der cool und lustig ist und dazu gut aussieht ist vielleicht eher der Schwarm einiger Mädchen, wahrscheinlich aber eher der Klassen oder Schulcoole.

      • In der Tat, bei der Disse hab ich auch meine Zweifel, dass es zu der Konstellation kommt.
        Aber wir spielen ja fiktive Modelle durch.
        Wobei – ganz auszuschließen ist sie nicht.

        Ich kenne auch persönlich den Chefarzt einer 600-Betten-Klinik, der mit dem Mountainbike zur Arbeit fährt.

        Nix ist unmöglich.

  5. @ Christian

    Für die Durchschnittsfrau sind Statusgewinn und materielle Sicherheit IMMER von einer gewissen Relevanz. Und je höher der zu erwartende Gewinn, desto niedriger sind die Hemmungen, eine solche Liaison einzugehen.
    Ich sehe darin auch keinen schändlichen Charakterzug, wie viele andere.

    Für den Durchschnittsmann sind Schönheit und Bildung einer Frau IMMER von hoher Relevanz. Wer das leugnet und die berühmten „inneren Werte“ hochhält, der lügt.
    Beide Geschlechter fahren hier archaische Muster des Partnersuchverhaltens, nur mit modernen Mitteln.

    Ich habe keine Ahnung, ob und wo die Schmerzgrenze einer einzelnen Frau liegt. Aber Smith war ein Top-Model, bot also den denkbar höchsten Marktwert und bekam ein Angebot eines klapprigen Alten – aber immerhin Milliardärs.
    War Smith unmoralisch?
    Mag sein, aber nicht zwingend nur aufgrund der Hochzeit mit einem Typen, den der Tod schon aus allen Knopflöchern leuchtete.
    War sie käuflich?
    Ja.
    Wie wir alle.

    • @carnofis

      „Für die Durchschnittsfrau sind Statusgewinn und materielle Sicherheit IMMER von einer gewissen Relevanz. Und je höher der zu erwartende Gewinn, desto niedriger sind die Hemmungen, eine solche Liaison einzugehen.“

      Von einer gewissen Relevanz, da würde ich nicht wiedersprechen. Aber auch wenn eine Frau super aussieht wird ein Mann sie nicht heiraten, wenn sie ansonsten absoluter Mist ist, also charkterlich etc.
      Und die meisten Frauen wollen eben eine Partnerschaft in der sie sich wohl fühlen mit jemanden, den sie lieben. Mag kitschig klingen, ist aber aus meiner Sicht richtig. Es gibt auch genug Männer mit guten Jobs oder Vermögen mit hässlichen Frauen. Vielleicht keine Stars mit Millionenvermögen, aber ansonsten.

      “ Aber Smith war ein Top-Model, bot also den denkbar höchsten Marktwert und bekam ein Angebot eines klapprigen Alten – aber immerhin Milliardärs.“

      Aus diesem Einzelbeispiel etwas generelles über Frauen abzuleiten halte ich für nicht zulässig. Einige Leute sind Mörder, Kinderschänder oder Sadisten. Das bedeutet auch nicht, dass dies jeder Mensch macht.

      „War sie käuflich? Ja. Wie wir alle.“

      Sicher sind viele leute bis zu einem gewissen Grad käuflich. Aber eine Partnerschaft vorzutäuschen ist eben ein sehr hoher Preis. Den meisten wird er zu hoch sein, sie nehmen lieber eine normales Leben mit jemanden, den sie wirklich lieben. Es ist ja nicht so, dass die Entscheidung ist den Milliardär zu heiraten oder zu verhungern.

  6. Das „Problem“ ist heutzutage folgendes. Früher war der Mann der Versorger, die Frau war aber auf ihn angewiesen. Heute sind Frauen glücklicherweise aus der Zwangslage, Männner aber noch die Versorger. D.h. Männer versorgen ihre Frauen, bzw. geben ihr ganzes Geld aus, Frau muss aber nichtmehr den mit dem Geld nehmen, weswegen auch oft ärmere Männer bei Frauen beliebt sind. Wenn die Frau eigentlich in der Zwangslage wäre, weil sie nichtmehr arbeitet, schützt der Staat sie durch Ehegattenunterhalt. Der Mann hat hier insofern ein Problem, weil er keinen Gegenwert mehr bekommt für seine Versorgerleistung. Das war bei mir auch oft das Problem, dass ich gezahlt habe und Frau aber immer andere Kerle wollte. Oft ist das ja das Modell nach der Scheidung, Frau findet einen etwas ärmeren Mann attraktiv, während der Ex weiterhin der Versorger ist. Eine Patentlösung habe ich hierfür allerdings nicht.

      • „In Massachusetts sind 96% der wegen Unterhaltsvergehen Inhaftierten Männer“ ist die Aussage in dem Filmchen.

        Kinder werden in Deutschland statistisch in etwa 6% der Fälle nach Trennung/Scheidung den Vätern zugewiesen, also müssten da eine entsprechende Anzahl von Müttern unterhaltspflichtig sein.

        Schon 2001 hat der Jura-Professor Roland Proksch in einer offiziell vom BMJ in Auftrag gegebenen (und inzwischen vom Netz genommenen) Studie nachgewiesen, dass Frauen unter vergleichbaren Bedingungen etwa viermal seltener Unterhalt leisten (Studie einsehbar beim VAfK unter http://www.vafk.de/veranstaltung/Familienkongresse/2003/Dokumente/Proksch-Studie/2-zwb-t2-07-2001.pdf ).

        Angeblich sitzen im Jahresschnitt 1.000 Männer wegen Unterhaltsvergehen in Deutschland ein. Bei einem Anteil von 6% müssten also MINDESTENS 60 Frauen wegen Unterhaltsverweigerung einsitzen.
        Aber – es ist mir bis heute nicht gelungen, auch nur EINE Frau nachzuweisen, die wegen Unterhaltsvergehen inhaftiert wurde.

        • @Carnofis

          *es ist mir bis heute nicht gelungen, auch nur EINE Frau nachzuweisen, die wegen Unterhaltsvergehen inhaftiert wurde.*

          Das könnte daran liegen (werde ich am Samstag noch einmal posten):

          Der neue Geburtsadel vor Gericht

          Sonja B. Starr: Huge gender (sex) disparities, favoring women, in federal criminal cases.

          http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2144002

          *This paper assesses gender disparities in federal criminal cases. It finds large gender gaps favoring women throughout the sentence length distribution (averaging over 60%), conditional on arrest offense, criminal history, and other pre-charge observables. Female arrestees are also significantly likelier to avoid charges and convictions entirely, and twice as likely to avoid incarceration if convicted….*

          Betrifft zwar die USA, aber was dort geschieht, wird von uns nach spätestens 2 Jahrzehnten nachvollzogen – der ganze Westen ist eine Kulturgemeinschaft, vom selben toxischen Zeitgeist durchwabert.

          Das uralte Muster, dass man Frauen weniger zumutet als Männer, sie sanfter/milder behandelt, setzt sich fort, auch hier.

          Wir leben immer noch im Patriarchat, das aber anders funktioniert, als Feminist.I.nnen wähnen.

  7. „Das uralte Muster, dass man Frauen weniger zumutet als Männer, sie sanfter/milder behandelt, setzt sich fort, auch hier.“

    Wahrscheinlich hast Du recht.

    Vor einigen Jahren waberte ein Aachener Prozess durch die Gazetten, wonach eine (leibliche) Mutter wegen mehrjährigem sexuellen Missbrauchs ihres Sohnes zu 9 Jahren Haft verurteilt wurde.
    Ihr Lebensgefährte(!), der die Liebesspielchen mit der Videokamera filmte, bekam 10(!) Jahre.

    Ob das Urteil genauso ausgesehen hätte, hätte ein leiblicher Vater seine Tochter derart missbraucht und wäre dabei von seiner LG gefilmt worden?
    Unwahrscheinlich.
    Die Dame hätte 6 Monate auf Bewährung bekommen.

    Offensichtlich muss in jedem Fall klargestellt werden, dass bei gemeinschaftlich begangenen Verbrechen immer der Mann der Haupttäter war.

    • „Offensichtlich muss in jedem Fall klargestellt werden, dass bei gemeinschaftlich begangenen Verbrechen immer der Mann der Haupttäter war.“

      Würde von der Logik her nur Sinn machen in
      einer Gesellschaft, wo die Frauen nichts
      zu sagen hätten. Also weder aktives noch
      passives Wahlrecht, noch Ämter mit
      hoheitlicher Funktion wie Polizistin,
      Richterin etc.

    • Während Männer, die von Frauen als Privilegien wahrgenommenen, Rechte hatten, hatten sie auch immer die damit verbundene Verantwortung und Verpflichtung.

      Bei Frauen fehlt dieser Aspekt komplett. Überall.

      Es ist eigentlich Überfällig diese Verknüpfung einzufordern. Niemanden sollte Respekt zu zollen sein, der Rechte ohne Verantwortung und Verpflichtung hat. Genau das möchten Frauen aber offenbar immer. Und Respekt wird dann per Gesetz, Gesinnung und Gulag verordnet.

      In diesem Sinne gibt es bis zum heutigen Tag nicht nur keine wirkliche Emanzipation, sondern nur eine bald auch volkswirtschaftlich nicht mehr tragfähige Zusatzbelastung von Männern.

      Auch wenn es erfreuliche weibliche Ausnahmen gibt, im Kollektiv und vor allem in der hiermit verbundenen politischen wie subventionierten Beutelschneiderei kommt es so heraus.

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