Gesellschaftliche Regeln zur intrasexuellen Konkurrenz

David warf in einem Kommentar einen interessante Punkt auf:

Ich denke jedoch, dass das männliche Pendant zu Slutshaming nicht direkt am Feilbieten der Sexualität ansetzt, sondern am unlauteren Wettbewerb männlicher Attraktivitätsmerkmale: Angeberei.
Intrasexueller Wettbewerb wird daher reglementiert. Bei den Frauen sind es u.a. Kleidernormen, bei Männern haben wir beispielsweise Sport.

Und in einem weiteren Kommentar:

Konkurrenz schafft einen Bedarf an Reglementierung, Wettbewerb braucht faire Regeln, deren Unterlaufen sanktioniert wird.

Das ergibt sich doch schon aus spieltheoretischen Überlegungen, dass sich kulturelle Normen bilden, die die Verluste durch den intrasexuellen Wettbewerb abfedern.

Meine These wäre nun, dass Kleidungsnormen, Slutshaming, Angeber-Shaming (Janteloven) und Sport solchen binnengeschlechtlichen Regulationsmechanismen entspringen.

Der Worldcup für Frauen ist dabei nicht die Frauen-WM, sondern GNTM. Solche Events wecken urplötzlich die weibliche “Sportbegeisterung”.

Welches Ausmaß an Konkurrenz eine Gesellschaft zulässt und wie die diesbezüglichen Regelungen ausgestaltet sind ist aus meiner Sicht eine sehr interessante Frage.

Als Mittel der Regelung intrasexueller Konkurrenz kommen aus meiner Sicht insbesondere folgende Ansätze in Betracht:

  • Regelung des Umfangs
  • Regelung des Mittels /der Art und Weise
  • Regelung von Folgeaktionen
  • Regelung der Gelegenheit

Sicherlich gibt es weitere und das ist eine sich überschneidende Beschreibung, aber dies ist der Versuch einer ersten Ordnung.

Dabei kann es ganz verschiedenen Ansätze geben. Nimmt man beispielsweise die Blutrache, dann ist dies erst einmal eine Regelung, die eine abschreckende Wirkung haben soll. „Bringe mich um und meine Verwandten müssen aus gesellschaftlichen Anstand dich umbringen“. Es hat aber den Nachteil, dass ein solcher abschreckender Ansatz sehr schwer zu stoppen ist, wenn er erst einmal begonnen hat, da jeder neue Tote neue Blutrachen auslöst.

Dies wiederum macht in vielen Fällen ein friedliches Zusammenleben unmöglich, so dass es nachteilig für alle ist. Gleichzeitig besteht auch ein großes Interesse daran, bestimmte Konkurrenzkämpfe durchführen zu können, da wir nun einmal soziale Gruppentiere mit Hierarchie sind und dies in unserer Biologie steckt.

Gerade der Aspekt des Sozialen und der der Hierachie liegen hier häufig in Konflikt: Zu große Konkurrenz beeinträchtigt den sozialen Gruppeneffekt und zu wenig Konkurrenzmöglichkeiten beeinträchtigen den Hierarchieanteil.

Sport wurde hier bereits als gutes Beispiel für solche Regeln angeführt, Es gibt aber viele andere Regelungen, die dazu gedacht waren, die Kosten von Streitigkeiten zu reduzieren. Beispielsweise entstand ein Teil der Essensetikette darin, nach Möglichkeit relativ stumpfe Messer am Tisch zu haben, eine Tradition, aus der auch das Fischmesser entstanden ist. Hintergrund war eben, dass es wesentlich schwieriger ist, jemanden mit einem Fischmesser umzubringen als bei Verwendung des eigenen Dolches zum essen.

Aber auch Kampfregeln bei den Rittern oder die heutige allgemeine Ächtung von Gewalt und Verlagerung des Gewaltmonopols auf den Staat sind solche Regeln.

Andere Regelungen betreffen die Frage welche Form des Signalling erlaubt ist, wie man also gewisse Stärken darstellen darf. Dabei sind wir inzwischen von direkten Unterwerfungsgesten wie etwa der Verneigung oder dem auf dem Boden werfen abgekommen und arbeiten mit subtileren Mitteln, etwa einem Blinzeln und einem Brechen des Augenkontakts als Zeichen, dass man nicht in einen Dominanzwettbewerb eintritt und das Zeigen von Statussymbolen, von Markenkleidung bis teuren Autos oder anderen Mittel. Auch hier hat man sich teilweise darauf geeinigt, die Mittel nur dezent einzusetzen: Bei Anzügen beispielsweise ist der maßgenschneiderte sehr teure Anzug optisch für den Laien nicht unbedingt sofort von einem billigeren Anzug zu unterscheiden, während jemand, der sich in dem Bereich auskennt, das Signal aufnehmen kann. Das ermöglichst nach „unten“ eine relative Gleichheit vorzugeben und dennoch seinen Status zu signalisieren. In den gleichen Bereich fällt dann auch die Bescheidenheit und das Understatement, die Gleichheit betonen (dabei aber gleichzeitig über die Art, dass derjenige eben diese Gleichheit gewährt auch einen Status zeigen können)

Bei Frauen umfasst dies auch und gerade die Frage, wie Sex und Schönheit eingesetzt werden können, denn sexuelle Reize können eine große Macht darstellen. Das regelt dann auch die Frage, wieviel Haut man bei welcher Gelegenheit zeigen darf, ohne das es als „zuviel“ empfunden wird und inwiefern man auch ansonsten Sex anbieten darf, um einen Mann für sich zu gewinnen. Diese Regeln werden dementsprechend auch von Frauen kontrolliert und es kann danach eine Abgrenzung und Ausgrenzung erfolgen.

Männliche Verhaltensregeln sind dabei häufig mit Begriffen wie „Fairness“ und „Ritterlichkeit“ zu beschreiben, bei denen es eben darum geht, dass man gewisse Vorteile nicht nutzt, weil man damit die geschriebenen oder ungeschriebenen Regeln verletzt. Es ist insofern auch mit dem Konzept des „Costly Signals“ zu beschreiben, man macht deutlich, dass man gewinnen kann, während man sich an die Regeln hält, wer dies nicht kann und „schummelt“ gilt daher nach vielen Varianten als „schwach“ oder „feige“ oder eben als unfair. Eine andere gerade in Sportarten wie Fußball anzutreffende Variante ist, dass man gewisse Regelverstöße begehen darf, dann aber mit den Konsequenzen rechnen muss. Wer also beispielsweise im Elfmeterraum foult, der bekommt einen rote Karte und die Mannschaft einen Freistoß. Das kann dann sogar als „heldenhafter“ wenn auch nicht fairer Regelverstoß gesehen werden, weil er sich sozusagen für das Team opfert, wenn dies nicht anders zu verhindern war. Es gilt insofern der Grundsatz, dass auch der Regelverstoß durch die damit verbundene Strafe „fair“ sein kann.

Die aus einem Wettkampf stammende Hierarchie ist dabei selbst ein Mittel zur Reduzierung der Kosten intrasexueller Konkurrenz. Zum einen sind häufig Wiederholungskämpfe unnötig, wenn einmal geklärt ist, wer stärker ist und zum anderen kann man auch ansonsten in der Hierarchie Streitigkeiten vermeiden, da man denjenigen, der höher steht als X wahrscheinlich nicht vom Thron stoßen kann, wenn einem das bei X nicht gelingt (bei Turniersportarten geht es dann darum, in regelmäßigen Abständen genau diese Hierarchie neu auszuhandeln, aber es muss eben eine gewisse Zeit vergehen innerhalb der Veränderungen zu erwarten sind, was zB in der Bundesliga durch Neuzugänge etc ja auch häufig erfolgt).

Zudem gibt es häufig Regelungen, dass das Ergebnis eines fairen Wettkampfes akzeptiert werden muss um Wiederholungen zu vermeiden und das man Streitigkeiten aus kleineren Anlassen auch vergessen können muss, wenn ansonsten die Teamzusammenarbeit gestört wird (wie sagte es ein Freund so schön und etwas idealisiert: „Bei Männern ist es einfach: Man streitet sich, man macht einen Schwanzvergleich, lang sticht kurz und dann ist auch gut und man kann ein Bier miteinander trinken“)

Bei Frauen scheint mir neben Fairness eine Form der Eskalationsvermeidung zu sein, dass man Streitigkeiten eher im Verborgenen austragen muss, sie also weniger direkt ausgetragen werden und damit eher ein gewisses Bild der Einheit gewahrt werden kann. Dabei werden dann nur relativ subtile Spitzen verteilt, die der uninformierte Mann vielleicht gar nicht mitbekommt („Ich dachte ihr hasst euch, dabei habt ihr euch doch gut verstanden, habt ihr euch versöhnt?“ „Versöhnt? Hast du nicht gesehen, wie sie bei dem Kompliment für mein Kleid leicht die Augenbrauen hochgezogen hat und auf meinem Bauch geschaut hat? Und das sie betont hat, dass es MIR ganz wunderbar steht? Die Schlampe!“). Zudem scheint eben eine Reduzierung innerhalb der Gruppe auch dadurch erreicht zu werden, dass Gleichheit häufig stark betont wird und eine Hierarchie in dem Sinne eher heruntergespielt wird: Die Queen-Bee einer Mädchengruppe führt üblicherweise subtiler und kommt vielleicht auch seltener vor. Gerade weil es keine Hierarchie gibt wird sie vielleicht auch eher zum Despoten, denn so kann diese weniger angegriffen werden.

Kleidungsvorschriften sind insoweit auch häufig in zulässige Varianten und unzulässige Varianten aufgeteilt und insofern stark kulturabhängig, weswegen Eltern die Kleidung ihrer Töchter zu freizügig und diese ihre Eltern für zu konservativ halten

 

 

78 Gedanken zu “Gesellschaftliche Regeln zur intrasexuellen Konkurrenz

  1. *Bei Frauen scheint mir neben Fairness eine Form der Eskalationsvermeidung zu sein, dass man Streitigkeiten eher im Verborgenen austragen muss, sie also weniger direkt ausgetragen werden und damit eher ein gewisses Bild der Einheit gewahrt werden kann. *

    In der Tat.

    Es liegt nicht unbedingt am Mann wenn Frauen sich seltsam ambivalent verhalten, sondern vielleicht an der Hackordnung im Hühnerhaufen.

  2. @ Christian

    *Es gibt aber viele andere Regelungen, die dazu gedacht waren, die Kosten von Streitigkeiten zu reduzieren. Beispielsweise entstand ein Teil der Essensetikette darin, nach Möglichkeit relativ stumpfe Messer am Tisch zu haben, eine Tradition, aus der auch das Fischmesser entstanden ist. Hintergrund war eben, dass es wesentlich schwieriger ist, jemanden mit einem Fischmesser umzubringen als bei Verwendung des eigenen Dolches zum essen.*

    Man kann auch die Gabel nehmen.

    Die Suppenkelle, eine solide gearbeitete Suppenkelle ist ebenfalls nicht zu verachten, wenn das Diner lebhafter wird.

    Weshalb ich grundsätzlich den Platz in der Nähe der Suppenterrine bevorzuge.

    Zudem erlaubt eine bombastische Terrine ein gewisses Maß an Privatheit, selbst an einer dicht besetzten Tafel.

    Arrangiert man dann die Tischdekoration noch ein wenig um, ist ein Höchstmaß an Reclusio selbst im öffentlichen Raum möglich.

    Ein Segen für attraktive Männer, die nicht ständig von der kreuzdämlichen Tussi gegenüber angequatscht werden wollen.

    Kann einem ja die leckersten Pommes mit Mayo verleiden, solche Tischdamen.

    Erbsen, die man mittels Gabelkatapult in den dämlichen Ausschnitt schnippen könnte, sind auch nicht immer zur Hand.

    Ist obendrein gar nicht so selten nicht mal ratsam.

    Denn nur allzuoft stellt sich die Dame am Ende als Kebsweib des Herrn Ordinarius heraus.

    • @roslin

      *Man kann auch die Gabel nehmen.*

      Frau auch.
      Teller verachten Frauen aber auch nicht.

      So gehen dann bestimmt viele Erfindungen auf Frauen zurück, wie die Frisbee-Scheibe oder vielleicht sogar der Wurfstern.

  3. Sehr gut zum Thema passend ist der heutige Comic von Erzählmirnix:
    http://erzaehlmirnix.wordpress.com/2014/07/07/oberflachlich/

    In dem Fall ist die Bigotterie tatsächlich voll aus dem Leben gegriffen, solche Gespräche unter Frauen hört man ständig.

    Wenn Frauen sich schminken (also eigentlich täglich), findet immer ein Tradeoff statt. Sie wägen ab, wieviel Abneigung der anderen Frauen ihnen die Zuneigung von Männern wert ist.
    Wer seinen Sex-Apeall über das konventionelle Maß hinaus aufrüstet, muss für diesen Verrat mit Stutenbiss rechnen.

    • Frauen selbst sind das Korrektiv dafür, dass sich die Einzelne nicht noch sehr viel mehr schminkt und zurecht macht.
      Umso mehr Energie stecken Frauen dafür in die „erlaubten“ Mittel zur Aufhübschung: Cremes, Haare, Bräunen, Diät, Fitnessstudio.

      Etwas sehr viel effizienteres wie beispielsweise Lippenstift gilt dagegen heute unter Frauen als grobe Unsportlichkeit.

      • Lippenstift ist effizienter als … so ziemlich Alles andere?
        Ooops! Ich glaub, Du hast gerad einen kleinen Fetisch von Dir offenbart 😀

        • Der war gut 🙂

          Lippenstift ist fraglos effektiv.
          Vergleicht man das Auftragen von Lippenstift mit dem Aufwand für eine gute Haut und Körperform – ja, hocheffizient.

          Trotzdem unter Frauen ein Foul.

        • Ich kann spontan 3 Events erinnern, bei denen über Lippenstift tragende Frauen abgelästert wurde.

          Vielleicht reden wir auch deswegen aneinander vorbei, weil ich den für mich klar sichtbaren meine.

          Dezenten Lippenspift bekomme ich wohl nicht mit, der rotleuchtende ist jedenfalls weitestgehend out.

        • „Ich kann spontan 3 Events erinnern, bei denen über Lippenstift tragende Frauen abgelästert wurde.“

          Das liegt dann wohl an DEINEM Umfeld.

          Ich schwör, ich hab noch nie nie nie* sowas gesagt oder gehört wie: „guck mal, was die fürn Lippenstift trägt!“

          (*doch, eine Ausnahme fällt mir ein. Die Dame trug grün. Passte aber zu ihrer Strumpfhose, z. B.)

        • Ich schwör, ich hab noch nie nie nie* sowas gesagt oder gehört wie: “guck mal, was die fürn Lippenstift trägt!”

          Du reagierst dafür wiederum äußerst empfindlich auf Frauen, die im sich im Netz als sexuell auch nur ansatzweise so attraktiv darstellen, wie du es tust.

        • Ich nehme das Kompliment an *fg*

          Wüsstest Du noch nen aktuellen Song, der unbedingt mit rauf müsste auf ne Urlaubs-CD?

        • Bei mir wirkt Lippenstift kontra, sobald als solcher erkennbar fühl ich mich verarscht und ich muss an dunkle patriarchale Zeiten denken in denen die armen Frauen rote Lippen in S/W- Werbespots haben mussten.

        • Ich nehme das Kompliment an *fg*

          Wie du weißt, war es nicht so gemeint 😉
          Aber dafür kriegst du kompensatorisch noch ein ehrliches nachgereicht: deine Schlagfertigkeit ist bisweilen atemberaubend.

          Wüsstest Du noch nen aktuellen Song, der unbedingt mit rauf müsste auf ne Urlaubs-CD?

          Aktuelle hab ich grade nicht so viele. Heavy Rotation ist bei mir grade Son Lux, Crosses, Bonobo und (wie immer) the Thermals.

          Probier mal:

          Yeasayer – devil and the dead /Reagan’s Skeleton
          Bonobo -Ten Tigers
          the National – demons

          Ansonsten gute Reise, wohin geht’s denn?

        • *Dezenten Lippenspift bekomme ich wohl nicht mit, der rotleuchtende ist jedenfalls weitestgehend out.*

          So ein Quatsch. Sieht halt nur an den meisten Frauen scheiße aus, bzw. denken dass die entsprechenden Frauen. Weswegen ich ganz vielleicht 20 quasi unangebrochene Lippenstifte in verschiedenen Rottönen besitze.
          Zudem ist roter Lippenstift unfassbar maintenance aufwendig. Eine quarzen? Blick in den Spiegel ob noch alles sitzt. Was trinken? Dito. Vom Essen ist ma gar nicht zu reden.

          Und auch ich hab eher die Erfahrung gemacht, dass andere Frauen Sachen sagen wie „Boah ist der geil!“, wenn ich denn ma welchen trage.
          Mag sein dass du nur die Negativbeispiele mitbekommst.

        • Den ersten und letzten Vorschlag hatte ich natürlich schon mit dabei. Und der Rest … mmh… bissken düster für den Anlass, ich mein: „I stay down with my demons“ ??? Außer Bonobo jetzt, die pack ich mal mit ein paar Tracks mit dazu. Gibt immer Anlässe, wo man Fahrstuhlmucke gebrauchen kann.

          „Ansonsten gute Reise, wohin geht’s denn?“

          Merci und Bella Italia, genauer: bei Venedig, noch genauer:

          So sehen Kompromisse aus 🙂
          Wir werden in den mehr als 2 Wochen, mit 5 Pärchen und 4 Kindern, aber sicher auch Gelegenheiten für ausgelassene Paar-/Nacht-/Gruppen-/Stadtaktivitäten haben, zumindest wurde uns das von den Kinderlosen so versprochen 🙂
          Und wir haben auch echte Venedig-Experten dabei, die schon die besten Bar-Routen ausgearbeitet haben z. B.

          Die Vorfreude erreicht bald ihren Siedepunkt (danach kommt nurmehr die „was hab ich bloß vergessen einzupacken?“-Panik-Phase, und dann ist man auch schon fast da…).

          Letztes Jahr mein Favorit fürs „rolling on the streets heading for vacation“-Gefühl (if that’s correct english) war sicher noch:

          Mal sehen, was es diesmal wird.

        • „Weswegen ich ganz vielleicht 20 quasi unangebrochene Lippenstifte in verschiedenen Rottönen besitze.“

          Weil ich gerade mein Schminkzeug gepackt hab: also ich hab ganze drei Lippenstifte, die dann auch sehr gelegentlich genutzt werden (in sowas wie Koralle, Kirschrot und nem dunkleren rot), dazu aber bloß 2 passende Lipliner (der hellste geht m.M.n. auch ohne).

          An Lippenstift find ich eigentlich vorallem doof, dass man damit nicht spurenlos knutschen kann. Ich hätte angenommen, dass Männer auch so denken…

      • Aber natürlich kann diese Aussage gar nicht stimmen.
        Soweit ich weiß, ist Lippenstift noch immer das meist-gekaufteste Schmink-Produkt.

        • Und was wolltet ihr beide zusammen jetzt gesagt haben?

          Das Lippenstift im Alltag, aber nicht beim Weggehen als „grobe Unsportlichkeit“ unter Frauen gelte? (Andersrum wär ja noch idiotischer)

          Unfug.

          • @muttersheera

            „Das Lippenstift im Alltag, aber nicht beim Weggehen als “grobe Unsportlichkeit” unter Frauen gelte? (Andersrum wär ja noch idiotischer)“

            Natürlich gibt es verschiedene Kleidungsregeln für verschiedene Anlässe. Das ist nicht weiter erwähnenswert. Im Alltag/Freizeit immer mit einem Anzug herumzulaufen ist etwas anderes als auf einer Hochzeit.

            Und Alltag / Feiern / Feste / Disko haben natürlich auch andere Kleidungsregeln und Schminkregeln.


        • Soweit ich weiß, ist Lippenstift noch immer das meist-gekaufteste Schmink-Produkt

          Im Ernst??

          Ich beziehe mich aber natürlich auf einen bestimmten Kontext, dachte das wäre klar

        • Im Deutschland des 21. Jh trägt kaum noch eine Akademikerin tagsüber Lippenstift, der als solcher erkennbar wäre.

          Die die es doch tun, ziehen sich einen gewissen Unmut zu, auch wenn der nicht immer ausgesprochen wird. Ist zumindest meine Beobachtung.

        • @david
          Poah, ne Nummer kleiner gings nicht? 😀
          Sich erstmal anzumaßen für alle Akademikerinnen Deutschlands eine Aussage zu treffen UND dann noch auch Gedanken lesen zu können, unausgesprochene Gedanken und so, das braucht schon ordentlich Chuzpe.


        • Sich erstmal anzumaßen für alle Akademikerinnen Deutschlands eine Aussage zu treffen UND dann noch auch Gedanken lesen zu können, unausgesprochene Gedanken und so, das braucht schon ordentlich Chuzpe

          Nee Maren, um über zumindest meine Beobachtung zu schreiben, benötige ich keinerlei „Chuzpe“, noch nicht mal eine Zertifizierung durch dich.

          Mir ist es einfach des öfteren aufgefallen, dass über Lippenstift (oder tiefen Aussschnitt, oder lange bunte Fingernägel)tragende Frauen schnell von anderen Frauen gelästert wird. Gedankenlesen braucht man dazu nicht, nur Ohren und einen unverstellten Blick.

          Wenn ich mir Filme, Musikvideos oder (private) Fotos aus den vergangenen Jahrzehnten anschaue, sehe ich dort überall Frauen mit auffälligem Lippenstift. Heute fast nur noch auf dem Strich.

          Wenn Lippenstift nicht out wäre, hätte der Knutschfleck ja nichts an Berühmt-berüchtigtheit eingebüßt.
          Eine Frau wie die Chefärztin der Psychiatrie Heidelberg könnte ihn nicht als Markenzeichen verwenden, über das jeder spricht.
          Und ohne dass er out gewesen wäre, würde auch niemand (vorschnell) sein „Comeback“ ausrufen.

          http://www.instyle.de/beauty/face-body/das-grosse-beauty-comeback-roter-lippenstift
          http://www.parfumdreams.de/Blog/2013/08/14/das-comeback-des-lippenstifts

          Also erzählt mir hier keinen Stuss.

          Ich habe mich nun informiert und weiß jetzt auch was „Lipgloss“ ist. Der ist nämlich „mit Pflegestoffen und feuchtigkeitsspendenden Stoffen angereicherte Make Up-Lippenfarbe, oftmals transparent oder durchschimmernd und hatte den für mich als Mann sichtbaren Lippenstift weitestgehend verdrängt.
          (daher wohl auch die Statistik, dass Lipstick zusammengefasst das umsatzstärkste Kosmetikprodukt sei)

          Mir ging es aber nicht um den Lippenstift, der war nur ein Beispiel für das Offensichtliche, auch von Sheera bestätigte: „man [d.h. Frau] muss aufpassen mit der intrasexuellen Konkurrenz“ im Bezug darauf, was frau so trägt.
          Sobald eine Frau sich über den konventionalisierten Rahmen hinaus dem Look einer Prostituierten auch nur annähert, wird sie sogleich von den ersten Sistern als eine solche beschimpft.

        • @ David

          „Ich habe mich nun informiert und weiß jetzt auch was “Lipgloss” ist. Der ist nämlich “mit Pflegestoffen und feuchtigkeitsspendenden Stoffen angereicherte Make Up-Lippenfarbe, oftmals transparent oder durchschimmernd“

          Für jemand der sich beruflich mit der
          Spezies Mensch herum schlägt, schon etwas
          spät. 🙂

          Die Entwicklung bleibt auch auf diesem
          Gebiet nicht stehen.

          https://www.maximum-xe.com/product.html?products_id=356

        • @david
          *Nee Maren, um über zumindest meine Beobachtung zu schreiben, benötige ich keinerlei “Chuzpe”, noch nicht mal eine Zertifizierung durch dich.*

          Nee du sprachst schon vom akademischen Deutschland im 21. Jhdt. Und von unausgesprochenen Gedanken. 🙂

          *Wenn ich mir Filme, Musikvideos oder (private) Fotos aus den vergangenen Jahrzehnten anschaue, sehe ich dort überall Frauen mit auffälligem Lippenstift. Heute fast nur noch auf dem Strich.*

          Soso. Filme und Musikvideos (mit professionellen Stylisten), das fällt dir aber schon auf, gelle?
          Und gerade für Prostituierte sollte schmieranfälliger auffälliger Lippenstift relativ unpraktikabel sein.

          *Wenn Lippenstift nicht out wäre, hätte der Knutschfleck ja nichts an Berühmt-berüchtigtheit eingebüßt.*

          Du meinst nicht das Hämatom das nach Festsaugen am Hals entsteht oder?

          *Eine Frau wie die Chefärztin der Psychiatrie Heidelberg könnte ihn nicht als Markenzeichen verwenden, über das jeder spricht.
          Und ohne dass er out gewesen wäre, würde auch niemand (vorschnell) sein “Comeback” ausrufen.*

          Im professionellen Kontext ist auffälliges Makeup tatsächlich risky, das mag aber daran liegen, dass die Frauen vermeiden wollen in einer sexuellen (und damit unprofessionellen) Weise gesehen zu werden. Hat wenig damit zu tun dass andere Frauen sie für Nutten halten, sondern eher damit dass Männer meinen, dass sie verfügbar seien.

          Und zum Comeback:
          Es gab und gibt bei Makeup Trends, welche einerseits mit der sagen wir Technologie in dem Bereich zu tun hat und andererseits mit gesellschaftlichen Veränderungen.
          So war roter Lippenstift bis in die 60er Jahre DER Blickfang im Gesicht, weil er günstig war und relativ schnell aufzutragen. Wir reden hier nicht vom täglichen Einkauf, natürlich sondern von speziellen Anlässen.
          Ab den 60ern kamen Dinge wie Mascara in der Tube (war vorher ein Block) und z.B. flüssiger Eyeliner und Lidschatten auf den Markt und junge Frauen machten auffälliges Augenmakeup zu einem Trend, zu dem eher gedämpfte Lippenstiftfarben passten. Zu der Zeit wurde übrigens Lipgloss entwickelt, der aber eher an Superkleber erinnerte. Pastellfarben und frosted pinks waren in den 70ern en vogue. Das ging bis zu den 80ern, wo die eher maskulin geprägte Mode den roten Lippenstift als Konterpunkt setzten. In den 90ern gab es dann sowohl ein 60er Revival, das den Grundstein für den Smokey Eyes Trend der 00er Jahre setzte, als auch den Vamp-Trend, ausgelöst von Uma Thurman in Pulp Fiction, welche die Chanel Produkte selben Namens trug.

          Heutzutage kann man im Prinzip tragen was man will, was Frauenzeitschriften natürlich nicht davon abhält ständig irgendwelche Comebacks und Trends auszurufen um Sachen zu verkaufen.
          Spätestens mit Mitte 20 haben die meisten kosmetikaffinen Frauen begriffen was ihnen steht und machen keine Experimente mehr.

          Und nochmal zu Lippenstift vs. Lipgloss:
          Mach dochmal für Spaß einen Selbstversuch und trag mal roten Lippenstift. Und dann Lipgloss. Und sag mir dann welchen von beiden du praktikabler für den Alltag findest. 🙂
          Dann reden wir weiter.
          Ich würde dir auch raten bei deinem nächsten Drogeriebesuch mal sinnend vor den Schminkeregalen stehenzubleiben. Einfach mal gucken was es so gibt.
          Ich würde nämlich wetten, dass es eher die clownesk geschminkten Frauen sind, die negativ auffallen, während dir 90% der Schminke einfach entgeht. 😀

    • @david

      „Sie wägen ab, wieviel Abneigung der anderen Frauen ihnen die Zuneigung von Männern wert ist.“

      Wobei sich danach ja auch häufig Gruppen von Frauen bilden, die sich intern dann auf einen bestimmten Standard einigen. Bei den einen darf man nicht ungeschminkt auftauchen, bei den anderen nicht geschminkt (natürlich mit entsprechenden Abstufungen)

      • „Wobei sich danach ja auch häufig Gruppen von Frauen bilden, die sich intern dann auf einen bestimmten Standard einigen.“

        Wie das?
        Ne, also ich glaube, ihr übertreibt.

        • @muttersheera

          „Wie das?“

          Über das Gruppengefüge. Über die, die sich dem Standard nicht anpasst wird dann eben gelästert oder andere Mittel des sozialen Drucks gewählt. Sie passt dann eben, wenn sie zu stark abweicht nicht zur Gruppe

        • Kann ich aber bestätigen. Ich bin mit einer reichhaltigen Verwandtschaft gesegnet, die inzwischen altersbedingt ruhiger geworden ist. Aber in den 70ern, als alle die Onkelse und Tanten Partner fanden und heirateten, begann unter den Weibsen ein wildes Schließen und Lösen von Bündnissen.
          Die erste Zeit haben die Männer – zwangsweise – noch mitgespielt, sich aber aus dem Gehacke schnell herausgehalten. Der Frontverlauf durch die Familie war morgens oft noch ein sehr anderer, als abends, wenn sie wieder von der Arbeit kamen. Und so kam es wiederholt vor, dass sie die filigranen Bündnisnetze der Frauen zerrissen, weil sie (noch) nicht wussten, dass seit Mittag galt: „Wir reden mit denen nicht mehr!“
          Und am nächsten Abend „sind wir ganz einer Meinung“.
          Ich hatte trotz meines frühjugendlichen Alters diesen wirklich täglich heftigst wogenden Zickenkrieg immer mit großem Vergnügen beobachtet.
          Auf den Familienfeiern haben sich die Männer immer köstlich amüsiert, während die Weiber sich teilweise mehr oder weniger subtil angifteten.

          Aus den damaligen Beobachtungen habe ich geschlossen, dass Männer Bündnisse schließen, um ein Ziel zu erreichen, Frauen als Selbstzweck.
          Bei Männern bleibt der Anführer solange Chef, wie er erfolgreich beim Verfolgen des Zieles ist. Versagt er, wird er mehr oder weniger subtil abgesägt. Die Spielregel kennt jeder und wird auch nicht als anrüchig betrachtet.

          Wenn ich mal weiter spinnen darf, schließen Frauen Bündnisse, um im Notfall eine Peer-Group zu haben, die sie und ihren Nachwuchs versorgt. Solange der Notfall nicht eintritt, bleibt die Peer-Group diffus und kann ständig wechseln.
          Ist nur so ’ne Theorie. Aber irgendeinen tieferen Grund muss auch dieses stete intrigieren und Schmieden von Bündnissen haben.

        • „Aber in den 70ern, als alle die Onkelse und Tanten Partner fanden und heirateten, begann unter den Weibsen ein wildes Schließen und Lösen von Bündnissen.“

          Und ihre Konflikte haben sie dann u.a. via Make-Up-Konkurrenz und -Lästerei ausgefochten?

          Schwer zu glauben.

        • Aber david hat behauptet, dass Lippenstift ein grobes Foul wär und Du meinst, dass sich „Standards“ ausbildeten.

          Letzteres gestehe ich in einem gewissen Rahmen zu – eben mit der Unterscheidung, dass zu wichtigen Business-Terminen oder formelleren (Abend-)Veranstaltungen ungeschminkt zu erscheinen frau sehr viel Mut abverlangte, da ist frau m.M.n. mit Make-up auf der sichereren Seite, nicht unangenehm aufzufallen -, Ersteres halte ich nur für Blödsinn.

          Aber ich werd dann wohl auch mal lieber weiter Koffer packen.

        • Ich will nicht mal behaupten, dass ich diese impliziten Regeln besser erfühle als du selbst als Frau.

          Es ging mir ja nur um ihre Interpretation.

        • @ sheera

          „Und ihre Konflikte haben sie dann u.a. via Make-Up-Konkurrenz und -Lästerei ausgefochten?

          Schwer zu glauben.“

          Nee, von den neun Tanten hatte nur eine ein dezentes Make-up benutzt. Eine andere hat sich ständig blondieren lassen – und die Friseure verflucht, weil die ihr ständig die Haare ruinierten 😀

          Gelästert wurde allerdings, was das Zeug hielt.

          Was ich schon damals sehr bemerkenswert fand – und bis heute finde – , ist die Großzügigkeit, mit der sie auch übelste Beleidigungen ihrer Schwestern/Schwägerinnen von vorhin ad acta legten. Bei Männern wären daraus generationenübergreifende Todfeindschaften erwachsen.

        • @ Carnofis

          *Was ich schon damals sehr bemerkenswert fand – und bis heute finde – , ist die Großzügigkeit, mit der sie auch übelste Beleidigungen ihrer Schwestern/Schwägerinnen von vorhin ad acta legten. Bei Männern wären daraus generationenübergreifende Todfeindschaften erwachsen.*

          Könnte ein Sonderfall sein. Oder Deine Tanten schauspielern besonders gut.

          Um im passenden Augenblick die eingelullte, nichts ahnende Konkurrentin/Gegnerin anzufallen und auszuweiden.

          Denn wenn man dieser Studie glauben will, nehmen Frauen besonders intensiv übel und besonders lange anhaltend, gerade wenn eine andere Frau die Aggressorin/Gegnerin ist.

          http://link.springer.com/article/10.1007/s12110-014-9198-z

          Sie vergeben weniger leicht und tragen länger nach als Männer bei ihren Konflikten mit Männern.

          Im Schnitt.

          Ich denke, das ist auch der Grund (einer von vielen), warum es kaum erfolgreiche All-Girls-Teams gibt, aber jede Menge All-Men.

          Weshalb es ja auch männerhassende Femiist.I.nnen kaum fertig bringen, reine Frauenunternehmen zu gründen, sondern ihre Energien darauf konzentrieren, sich in „Männerunternehmen“ hineindiskriminieren, pardon, -fördern zu lassen.

        • @ Alexander

          „Sie vergeben weniger leicht und tragen länger nach als Männer bei ihren Konflikten mit Männern.“

          Aus dem Text geht nicht sicher hervor, über welche Zeiträume die Autoren reden. Ich interpretiere ihn so, dass Männer sich nach – sagen wir mal – 15 Minuten Streit friedlich einigen, Frauen nach zwei Stunden. Auch das wäre ein Beleg für längeres Nachtragen, ist aber kein Widerspruch für den rasanten Frontenwechsel der Frauenbündnisse in meiner Familie, manchmal mehrmals am Tag.
          Dieses Spiel haben sie jahrelang durchgehalten und geradezu irrsinnig viel Zeit dafür am Telefon verbracht (damals kostete ein unbegrenzt langes Ortsgespräch 23 Pfennig).

      • „Bei den einen darf man nicht ungeschminkt auftauchen, bei den anderen nicht geschminkt (natürlich mit entsprechenden Abstufungen)“

        Gerade bei Gruppen die längere Zeit zusammen
        bleiben. Frauen die stark nach oben oder
        nach unten abweichen werden entsprechend
        stark kritisiert.
        Deckt sich mit meinen Beobachtungen und
        ist auch irgendwie logisch nachvollziehbar.

      • Wobei sich danach ja auch häufig Gruppen von Frauen bilden, die sich intern dann auf einen bestimmten Standard einigen. Bei den einen darf man nicht ungeschminkt auftauchen, bei den anderen nicht geschminkt (natürlich mit entsprechenden Abstufungen)

        Das lässt sich wunderschön in Uni-Hörsälen beobachten.
        Je größer der Frauenanteil in einem Studienfach, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Frau geschminkt ist.
        So ist bei Sprachen etwa praktisch jede Frau geschminkt, in Physik dagegen normalerweise keine.
        Woraus sich sehr gut ableiten lässt, dass Frauen sich nicht für Männer schminken (dafür ist dieser Aufwand auch gar nicht nötig).

        • @breakpoint

          „Woraus sich sehr gut ableiten lässt, dass Frauen sich nicht für Männer schminken (dafür ist dieser Aufwand auch gar nicht nötig).“

          Wobei man da noch zwei alternativ-Erklärungen diskutieren könnte:
          1. um so geringer der Frauenanteil, um so geringer die Konkurrenz um die Männer, die Frauen müssen also weniger für Erfolg bei den Männern machen
          2. wenn pränatales Testosteron mit bestimmten Fächervorlieben übereinstimmt aber auch mit „weiblichkeit“, dann wäre auch erklärbar, dass in Physik der Anteil der Frauen, die dieses Fach studieren, die Spass am schminken haben, geringer ist als in „östrogenlastigeren“ Studienfächern wie Sprachen

        • Woraus sich sehr gut ableiten lässt, dass Frauen sich nicht für Männer schminken

          Dass Männer sich untereinander streiten, wer den längsten Schwanz hat, hat natürlich auch nichts mit Frauen zu tun.

        • @Christian

          1) läuft ja auch darauf hinaus, dass es einfach nicht nötig ist, sich für Männer zu schminken.
          2) kann ich nicht ganz ausschließen, halte den Effekt allerdings für sehr gering. Zwei Kommilitoninnen, die ihr Physikstudium abbrachen, um – die eine Biologie, die andere weiß ich nicht mehr, aber ein typisches „Frauenfach“ – zu studieren, traf ich einige Zeit später wieder: geschminkt.

          @david

          Oha, da ist mein Sarkasmusdetektor wohl irgendwie angeschlagen.
          Wenn Männer diesen Vergleich tatsächlich für Frauen machen würden, ginge dies an den Bedürfnissen vieler Frauen vorbei, für die ein handlicheres Format passender ist.

          • @breakpoint

            „1) läuft ja auch darauf hinaus, dass es einfach nicht nötig ist, sich für Männer zu schminken.“

            Wenn die Konkurrenz höher ist, dann muss man sein Angebot verbessern, damit der Kunde einen selbst wählt, um den Konkurrenten auszustechen. So gesehen erhöht man das Angebot wegen des Konkurrenten, aber eben um Kunden/Männer anzulocken

          • @Christian
            Ja, wenn der Konkurrenzdruck hinreichend groß ist, sollte das Angebot verbessert werden.
            Es ist jedoch fraglich, ob Schminke dazu besonders geeignet ist.

            @david
            Wenn du belegen kannst, dass Männer größtenteils geschminkte Frauen attraktiver finden als ungeschminkte, dann stimme ich dir zu.
            Meiner Erfahrung nach (die aber nicht statistisch repräsentativ ist), tun Männer aber das gerade nicht.
            D.h. dieses Bewertungskriterium kommt nicht von Männern.

          • @breakpoint

            „Es ist jedoch fraglich, ob Schminke dazu besonders geeignet ist.“

            Teilweise ja, teilweise auch und gerade bei falscher Anwendung nein. Aber das Leute mit schlecht durchgeführten Maßnahmen auf Konkurrenz reagieren ist ja nicht ungewöhnlich.

            ich würde aber zustimmen, dass einiges in dem Bereich eher auf Frauen abstellt. Insbesondere vielleicht Schuhe, besonders aufwändige Schminke, handtaschen etc

        • @bruchpunkt

          *Woraus sich sehr gut ableiten lässt, dass Frauen sich nicht für Männer schminken (dafür ist dieser Aufwand auch gar nicht nötig).*

          Absolut.

          Männer werden auch nicht Chef und verdienen im Schnitt mehr um Frauen zu beeindrucken, sondern um sie zu demütigen und zu unterdrücken.

        • @breakpoint:

          Ein guter Teil von dem Beauty-Zeugs was Frauen so tun, geht auch am Markt vorbei.

          Einigen wir uns darauf: Es ist intrasexuelle Konkurrenz, deren Erfolgskriterien zum nicht unwesentlichen Teil durch Bewertungen von Geschlechtsgenossen bestimmt werden.
          Die Attraktivitätsmerkmale sind allerdings nicht sinnvoll zu definieren, wenn man den Kontext gegengeschlechtlicher Anziehung ignoriert.
          Frauen bewerten Frauen auch in erster Linie darüber, wie attraktiv sie wohl für Männer sind.

        • „Wenn Männer diesen Vergleich tatsächlich für Frauen machen würden, ginge dies an den Bedürfnissen vieler Frauen vorbei, für die ein handlicheres Format passender ist.“

          Je öfter ich mich mit Frauen darüber unterhalte, desto mehr halte ich Deine Aussage für einen Irrtum, Breakpoint.

          Klar: die Auswahl der Frauen, die was dazu sagen, ist nicht objektiv und damit auch nicht repräsentativ für „Die Frauen“ an sich. Das sehe ich schon. Ich staune aber immer wieder über die Bekenntnisse vieler Damen, dass sie es groß mögen.

          • @Lomi
            Tja, das glauben eben die meisten Männer.
            (Und ich persönlich ziehe sowieso ein großkalibriges Format vor, habe aber auch die entsprechende innere Tiefe.)

            Trotzdem habe ich schon oft Aussagen von Frauen gelesen, die Probleme haben, Überlängen aufzunehmen, und nicht „erstochen“ oder „aufgespießt“ werden wollten.
            Und ich habe auch mit einigen Männern gesprochen, die von Frauen deshalb abgelehnt wurden, oder Angst hatten, Frauen beim Eindringen zu verletzen.

        • @ Breakpoint

          *Je größer der Frauenanteil in einem Studienfach, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Frau geschminkt ist.
          So ist bei Sprachen etwa praktisch jede Frau geschminkt, in Physik dagegen normalerweise keine.
          Woraus sich sehr gut ableiten lässt, dass Frauen sich nicht für Männer schminken (dafür ist dieser Aufwand auch gar nicht nötig).*

          Christian hat es ja bereits erwähnt: Mir erscheint es hier plausibler, anzunehmen, dass, je größer der Frauenüberschuss, Frauen in einer umso härteren Kokurrenzsituation um die wenigen verbliebenen Männer stehen > treibt die Schminkanstrengungen an (man muss viele Konkurrentinnen übertrumpfen).

          Auch bei großem Frauenüberhang ist ja immer noch ein kleiner Männeranteil vorhanden, die dann wie Hechte im Karpfenteich agieren können.

          Wobei diese „Karpfen“ sich anstrengen, „erbeutet“ zu werden.

          Die Gegenprobe wäre weibliches Verhalten in reinen Frauengruppen zu beobachten.

          Die gibt es aber kaum.

          Lesben?

          Sind in der Tat häufig wenig bis nicht geschminkt, könnte aber andere zugrundeliegende Gründe haben (eher „männliche“ Disposition > sie betonen ihre „Männlichkeit“, dazu passt Schminke eher nicht).

          Frauenklöster unterliegen strengen Regeln, mit denen die eintretenden Frauen von vorneherein einverstanden sein müssen, taugen also auch nicht zur Beurteilung von Verhalten von Frauen unter Frauen in freier Assoziation.

          Man müsste Frauen auf einer einsamen Insel aussetzen und sie lebenslänglich dort lassen bzw. nach 40 Jahren die Videodokumentation der wenigen Überlebenden anschauen (die, die nicht verhungert, erfroren – in den Tropen! – oder von der Palme gefallen sind), um zu beurteilen, wie das Schminkverhalten von Frauen aussieht, wenn sie sicher sind, keine Männer beeindrucken/anlocken zu müssen.

          Doris Lessing meinte, Frauen verwandelten sich dann in eine Herde dicker grauer Mäuse (oder so ähnlich).

          Ich denke sie hat Recht.

          Eine Physikerin unter Physikern dagegen muss sich die Mühe des Schminkens weniger machen, weil sie nur wenig Konkurrenz auszustechen hat.

          Ihr ist so die Aufmerksamkeit der meisten Männer eh sicher.

          Aber auch hier mag – vergleichbar den Lesben, eine eher „männliche“ Disposition mithelfen, die ja in der Regel nicht nur das kognitive Profil betrifft.

        • @bp

          Ich wollte aufzeigen dass man es so oder so rationalisieren kann, wie man (oder Frau) es halt gerade braucht.

          *Sind es nicht eher (beruflich) frustrierte Menschen, die dazu tendieren, andere Personen zu demütigen?*

          Und projizieren tun die das dann natürlich auf Männer die mehr verdienen und aus ihrem Old Boys Schefsessel das bestgebildetste weibliche Führungspotential aller Zeiten unterdrücken.

          @LoMi

          *Ich staune aber immer wieder über die Bekenntnisse vieler Damen, dass sie es groß mögen.*

          Mich freut es.
          Ein Mann braucht auch mal seine Ruhe, meine Damen!

        • @ breakpoint

          „Schwanzvergleich“ ist ja auch weniger einer in Zentimetern (vielleicht bei pubertierenden Jungs) als ein vielemehr ein „Potenzvergleich“: Was kann der Mann leisten, intellektuell, rhetorisch, beruflich, finanziell > Was bringt er an Status auf die Waage.

          Und diese Art „Potenz“ (nicht allein in ihrer physischen Repräsentanz in körperlichen Merkmalen – männliche Schönheitsmerkmale sind oft Testosteron-„Marker“ vorfindlich, sondern eben auch in symbolischer Form „schön“ machend) geht keines Wegs am weiblichen Nachfrageverhalten vorbei.

        • @ LoMi

          *Ich staune aber immer wieder über die Bekenntnisse vieler Damen, dass sie es groß mögen.*

          Nicht so einfach.

          OPTISCH mögen sie oft groß, sieht geil aus, aber real zwar groß (über einer bestimmten Schwelle liegend), aber nicht ZU groß und dann lieber dick als lang (zu lang) oder zu dick und zu lang.

          Zu lang und zu dünn ist auch unattraktiv – sieht nicht gut aus.

          Habe Tippse übrigens ein Bilderbuch voller Schwänze geschenkt in allen Formen, Farben, Lebenslagen (schlaff, steif, tätowiert etc.).

          http://www.taschen.com/pages/de/catalogue/sex/all/05703/facts.the_big_penis_book.htm

          Mag sie sehr.

          Bekam dafür das Gegenstück über Pussies von ihr (gleicher Verlag – Taschen Verlag).

          http://www.taschen.com/pages/de/catalogue/sex/all/05741/facts.the_big_book_of_pussy.htm

        • Ist ja eh mehr OT hier, da kann ich auch nochmal kurz meine ziemlich katholische Oma ins Spiel bringen, bezugnehmend auf:

          „Frauenklöster unterliegen strengen Regeln, mit denen die eintretenden Frauen von vorneherein einverstanden sein müssen“

          Sie wurde nämlich, mit 12 oder 13, von ihrer neu-verheirateten Mutter (die mit dem zweiten Mann dann einen Sohn bekommen hatte, der später sogar das Haus IHRES verstorbenen Vaters geerbt hat – hat sie ihm persönlich aber nie übel genommen, nur ihrer Mutter, dem „Drachen“) ins Kloster gesteckt.

          Und dort gab es z. B. keine Spiegel, weil das „Eitelkeit“ wäre.
          So hat sie sich ihre Zöpfe halt immer flechten müssen, ohne den Sitz überprüfen zu können…

          Sie hat mir nur eine handvoll Geschichten aus dieser Zeit erzählt. Von Ratten und Schlägen und kaltem Putzwasser und viel zu viel Arbeit. Und eben das, das hatte als erinnerte Ungerechtigkeit auch überlebt bis ins hohe Alter.

        • @ breakpoint

          „Wenn du belegen kannst, dass Männer größtenteils geschminkte Frauen attraktiver finden als ungeschminkte, dann stimme ich dir zu.
          Meiner Erfahrung nach (die aber nicht statistisch repräsentativ ist), tun Männer aber das gerade nicht.
          D.h. dieses Bewertungskriterium kommt nicht von Männern.“

          Kann ich für mich bestätigen.
          Ganz, ganz wenige Frauen gewinnen durch Kosmetik, sehr viele mehr verlieren an Attraktivität.
          Auch hier ist erstaunlich, wie „beratungs“resistent Frauen sein können. Man(n) kann ihnen manchmal dezent, aber durchaus unmissverständlich, andeuten, dass weniger mehr wäre, sie malen sich unverdrossen weiter an wie Indianer auf Kriegspfad.

          Eine Ex-Kollegin von mir hatte eine etwas unvorteilhafte Gesichtsform mit einem spitzen Kinn und relativ kleinen Augen. Mit Hilfe eines Kajalstifts verlängerte sie die schmalen Augenspalten, was ihr den verschlagenen Ausdruck eines Frettchens gab.

          Sie war eine Seele von Mensch, aber man(n) wollte mir ihr nicht gesehen werden.

        • @ muttersheera

          Was soll denn das für ein Orden gewesen sein?

          Und was heißt „in’s Kloster gesteckt“?

          Zur Erziehung in einem Heim abgegeben, das von Nonnen geleitet wurde?

          Bezüglich des Klostereintritts als Nonne widerspricht das, was Du schilderst, allen mir bekannten Ordensregeln.

          Eine 12-/13-jährige kann nicht Postulantin werden, erst recht nicht die zeitliche oder ewige Profess ablegen.

          *Reformfreudige Schwestern wie Nonnen, die oft feierlich „Bräute Christi“ genannt werden, haben es allerdings schwer, weil sie gegen eine lange Tradition zu kämpfen haben. Nonnenorden gibt es seit dem vierten, die meisten Schwestern-Kongregationen erst seit dem 19. Jahrhundert. Die Verfassungen (Konstitutionen), die sie sich gaben, gelten größtenteils noch heute. Danach muß eine „Kandidatin“ oder „Postulantin“ mindestens 16, und nur in Ausnahmefällen darf sie älter als 30 Jahre sein. Bis zu zwei Jahre lang, in denen sie noch ihre Zivilkleidung trägt, wird sie auf das Ordensleben vorbereitet.

          Ein Spiegelericht (!) von 1969 (!!):

          *Reformfreudige Schwestern wie Nonnen, die oft feierlich „Bräute Christi“ genannt werden, haben es allerdings schwer, weil sie gegen eine lange Tradition zu kämpfen haben. Nonnenorden gibt es seit dem vierten, die meisten Schwestern-Kongregationen erst seit dem 19. Jahrhundert. Die Verfassungen (Konstitutionen), die sie sich gaben, gelten größtenteils noch heute. Danach muß eine „Kandidatin“ oder „Postulantin“ mindestens 16, und nur in Ausnahmefällen darf sie älter als 30 Jahre sein. Bis zu zwei Jahre lang, in denen sie noch ihre Zivilkleidung trägt, wird sie auf das Ordensleben vorbereitet.

          Diese Ausbildung wird im „Noviziat“ fortgesetzt, nachdem die Novizin die Ordensgewänder das Habit — angelegt hat.

          Ein Noviziat dauert in der Regel zwei Jahre: Im ersten Jahr wird die religiöse Bildung der künftigen Nonnen und Schwestern vertieft, im zweiten werden sie auf ihre künftigen Pflichten in den Klöstern, in der Krankenpflege oder der Fürsorge, im Unterrichtswesen oder der Mission vorbereitet.

          Erst dann kann die Novizin die Ewigen Gelübde ablegen. Sie wird dadurch Vollmitglied der Kongregation oder des Ordens. Reformfreudige Schwestern wie Nonnen, die oft feierlich „Bräute Christi“ genannt werden, haben es allerdings schwer, weil sie gegen eine lange Tradition zu kämpfen haben. Nonnenorden gibt es seit dem vierten, die meisten Schwestern-Kongregationen erst seit dem 19. Jahrhundert. Die Verfassungen (Konstitutionen), die sie sich gaben, gelten größtenteils noch heute. Danach muß eine „Kandidatin“ oder „Postulantin“ mindestens 16, und nur in Ausnahmefällen darf sie älter als 30 Jahre sein. Bis zu zwei Jahre lang, in denen sie noch ihre Zivilkleidung trägt, wird sie auf das Ordensleben vorbereitet.

          Diese Ausbildung wird im „Noviziat“ fortgesetzt, nachdem die Novizin die Ordensgewänder das Habit — angelegt hat.

          Ein Noviziat dauert in der Regel zwei Jahre: Im ersten Jahr wird die religiöse Bildung der künftigen Nonnen und Schwestern vertieft, im zweiten werden sie auf ihre künftigen Pflichten in den Klöstern, in der Krankenpflege oder der Fürsorge, im Unterrichtswesen oder der Mission vorbereitet.

          Erst dann kann die Novizin die Ewigen Gelübde ablegen. Sie wird dadurch Vollmitglied der Kongregation oder des Ordens. *

          http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45547677.html

        • „Was soll denn das für ein Orden gewesen sein?“

          K.A.
          Ich glaube aber, ich weiß den Ort. Müsste ma checken, was die Generation über mir da noch so erinnert.

          „Und was heißt “in’s Kloster gesteckt”?

          Zur Erziehung in einem Heim abgegeben, das von Nonnen geleitet wurde?“

          Könnte zwar sein, klang meiner Erinnerung nach aber eher nicht so (oder ich assoziiere da einen falschen Ort).

          Also freiwillig war sie jedenfalls nicht da. Und nach ein paar Jahren (mind you: es war 2. Weltkrieg!) war sie dann auch wieder kurz zurück in „ihrer“ Familie. Bis zur Heirat halt.

          Aber ehrlich gesagt: wenn ich versuche, die quer-durch-Europa-Flüchtlingsgeschichte meiner Großmama (also anderen Oma) zu rekonstruieren, komm ich schneller an die Grenzen meiner Vorstellungskraft.

    • „solche Gespräche unter Frauen hört man ständig.“

      Blödsinn.

      „Sie wägen ab, wieviel Abneigung der anderen Frauen ihnen die Zuneigung von Männern wert ist.“

      Ich sach es gern nochmal: es sind vorallem Frauen, die mir direkte Komplimente machen, wenn ich mich mal schminke. Ich nehme aber auch an, dass sich der Effekt schnell verlieren würde und ich mehr als Konkurrenz behandelt würde, wenn ich das regelmäßig täte. Das ist aber eine angenommene/gefühlte Wahrheit, könnt auch bloße Einbildung sein. Ich behandel Frauen ja auch nicht für mich selbst spürbar anders mit Make-Up drauf, meine ich.

      Ich finde es schlichtweg meist unnötig und bei manchen Dingen, explizit die Augenbrauen Nachzeichnerei, bin ich der Ansicht, dass sie mich (und manche andere Frauen auch) tatsächlich deutlich schlechter, hart und fremd, aussehen lassen.

      Ich glaub, mit den Klamotten muss man mehr aufpassen hinsichtlich der intrasexuellen Konkurrenz.

      • Blödsinn.

        Ich vermute mal ganz stark, dass sich solche Gespräche in deinem Umfeld geradezu durch deine Abwesenheit konstituieren (wobei es nicht unbedingt ums Schminken gehen wird).

        Ich sach es gern nochmal: es sind vorallem Frauen, die mir direkte Komplimente machen, wenn ich mich mal schminke.

        Das mag sein. Frauen sind eben diejenigen, die hier regulieren und aushandeln, was in Ordnung ist und was nicht. Männer klopfen sich ja auch anerkennend auf die Schulter und sind nicht permanent kompetitiv.
        Distales Ziel ist dennoch das andere Geschlecht.

        Ich glaub, mit den Klamotten muss man mehr aufpassen hinsichtlich der intrasexuellen Konkurrenz.

        Sehe ich schon auch so. Schminken ist noch weitestgehend erlaubt.
        Richtig kritisch wird es dann beim Verhalten.
        Weibliche Zurückhaltung beim Flirten ist meiner Ansicht nach auch zu einem guten Teil durch die weibliche Waffenstillstandsvereinbarung bedingt, deren Verstoß mit Slut-Shaming sanktioniert wird.

        • @david

          „Schminken ist noch weitestgehend erlaubt.“

          Auch da gibt es ja viele Abstufungen wie viel Schminke und wie sichtbar diese ist.

          „Weibliche Zurückhaltung beim Flirten ist meiner Ansicht nach auch zu einem guten Teil durch die weibliche Waffenstillstandsvereinbarung bedingt, deren Verstoß mit Slut-Shaming sanktioniert wird“

          Auch darüber hinaus gibt es viele Vorteile. Es gibt nicht so viele Informationen über das eigene Interesse heraus, was es weniger angreifbar für eine reine Kurzzeitstrategie des Mannes macht, es erfordert auch üblicherweise ein höheres Interesse des Mannes, was ebenfalls da hineinspielt, es erlaubt ein unverfänglicheres Kennenlernen und einschätzen und auch eher ein „Testen“ des Mannes.

        • @david

          „Schminken ist noch weitestgehend erlaubt.“

          Auch da gibt es ja viele Abstufungen wie viel Schminke und wie sichtbar diese ist.

          „Weibliche Zurückhaltung beim Flirten ist meiner Ansicht nach auch zu einem guten Teil durch die weibliche Waffenstillstandsvereinbarung bedingt, deren Verstoß mit Slut-Shaming sanktioniert wird“

          Auch darüber hinaus gibt es viele Vorteile. Es gibt nicht so viele Informationen über das eigene Interesse heraus, was es weniger angreifbar für eine reine Kurzzeitstrategie des Mannes macht, es erfordert auch üblicherweise ein höheres Interesse des Mannes, was ebenfalls da hineinspielt, es erlaubt ein unverfänglicheres Kennenlernen und einschätzen und auch eher ein „Testen“ des Mannes.

      • „In dem Fall ist die Bigotterie tatsächlich voll aus dem Leben gegriffen, solche Gespräche unter Frauen hört man ständig.“

        Kann ich bestätigen.

        In der Tat. Das bekommt man sehr oft mit. Meistens fühlt man sich dadurch sogar belästigt.

        Da ist enormes Aggro im Spiel.

        Für die Aggressionen sind sie natürlich nie selbstverantwortlich, obwohl deutlichst erkennbar ist, dass das offenbar ausserordentlich starken Neid- und Entitlementgefühlen entspringt.

        Denke das lässt sich auch auf andere Bereiche ausweiten. Insbesondere auch auf die „Familien“, die sie oft terrorisieren und unterdrücken, ihre Kinder, die Väter ihrer Kinder etc.

        Interessanterweise ist das Narrativ in fast allen Fällen immer genau nach dem Täter-Opfer Schema umgekehrt.

        Sie stellen sich immer als unschuldige Opfer dar.

        • Aktuell das Thema tangierend (bzgl. dem intriganten Errichten und Benutzen von Kooperationen) eine Arbeit von Yann Algan, Pierre Cahuc und Marc Sangnier vorgestellt in sciencefile.org:

          http://sciencefiles.org/2014/07/07/nutznieser-spirale-wohlfahrtsstaaten-sind-der-anfang-vom-ende/

          „…
          Gesellschaften bestehen aus Menschen, denen man vertrauen kann und Menschen, denen man nicht vertrauen kann.
          ◾Menschen, denen man vertrauen kann, sind kooperativ und produktiv, d.h. sie haben etwas mit anderen zu tauschen. Menschen, denen man nicht trauen kann, versuchen, Kooperationen zu ihren Gunsten auszunutzen. Sie sind nicht produktiv: sie nehmen nur, haben selbst nichts zu geben, und deshalb kann man ihnen nicht trauen.
          ◾Menschen, denen man vertrauen kann, die kooperativ und produktiv sind, bezeichen Algan, Cahuc und Sangnier als zivile Menschen, diejenigen, auf die diese Eigenschaften nicht zutreffen als nicht-zivile Menschen.
          …“

          Nun. Zu welcher Gruppe gehören dann offenbar Frauen?

        • „Denke das lässt sich auch auf andere Bereiche ausweiten. Insbesondere auch auf die “Familien”, die sie oft terrorisieren und unterdrücken, ihre Kinder, die Väter ihrer Kinder etc.“

          Offenbar brauchen Frauen eine gewisse
          Dosis Drama zum leben. Gibt die eigene
          gepämperte Lebensrealität da zu wenig
          her, wird es künstlich generiert.
          Dumm für den, der ahnungslos mitspielt.

          “Lying is the most fun a woman can have
          without taking her clothes off.”

          Soll von Natalie Portman kommen.

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