Selbermach Samstag XCII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

65 Gedanken zu “Selbermach Samstag XCII

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Na, endlich wieder öffentlich den Feminismus kritisieren, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Hier geht gerade während der Fußball-Wm noch ein anderes Tunier zuende:

    http://manndat.de/leitartikel/champions-league-des-sexismus-die-siegerehrung.html

    Ausführliches zur Champions League des Sexismus siehe auch in meiner „supitollen“ Liste des radikalfeministischen Hate Speech.

    Auch lesenwert:

    http://manndat.de/feministische-mythen/feministisches-sprachhandeln-als-genderpolitische-nebelkerzen.html

    Neuere Artikel von Agens:

    http://agensev.de/meldungen/jungen-terroropfer-fuer-die-sich-kaum-jemand-interessiert/

    http://agensev.de/programm/die-5-gender-thesen/

    http://agensev.de/meldungen/gesetz-zur-frauenquote-unternehmertum-vs-ueberwachungsstaat/

    Dann, ganz wichtig: Die Nachdenkseiten interessieren sich zur Zeit für Informationen über die Heinrich-Böll-Stiftung:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=22266#more-22266

    Die Nachdenkseiten haben täglich mehrere 10000 Zugriffe, vielleicht inzwischen über 100000. Es wäre zu schön, wenn sie in Kürze auch darüber berichten würden, mit welchen Methoden diese Stiftung beim Thema Feminismus/Gender Mainstreaming vorgeht, bzw. in Sachen Berichterstattung über die Männerrechtlerszene.

    Die Nachdenkseiten sind zwar eher profeministisch eingestellt, aber könnten dennoch über Hinrich Rosenbrock und co. wahrheitsgemäß berichten, und damit viele Menschen erreichen.

    Wir sollten ihnen die notwendigen Informationen zukommen lassen. Je mehr von uns denen schreiben, desto eher werden sie darüber berichten – dies KÖNNTE jedenfalls sein.

    Birgit Kelle contra Claudia Janssen:

    http://www.kath.net/news/46343

    Birgit K.: „Es ist schon eine steile These, die Mitte der Gesellschaft an den rechten Rand zu rücken. Weil Sie gerade keine Argumente mehr haben, kommen Sie mit der Faschismuskeule. Ich möchte das Gespräch jetzt abbrechen, das hat so keinen Sinn!“

    Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2014/06/von-mint-girls-und-gebrauchten-jungen.html

    http://man-tau.blogspot.de/2014/06/lasst-endlich-die-feministinnen-in-ruhe.html

    http://man-tau.blogspot.de/2014/06/ok-kill-their-boys-bring-back-our-girls.html

    Cuncti:

    http://cuncti.net/streitbar/759-der-unterschied-zwischen-maennern-und-schlachtvieh

    http://cuncti.net/haltbar/764-qualifikation-statt-quote

    http://cuncti.net/streitbar/758-was-sie-schon-immer-ueber-sex-wissen-wollten

    Thema Frauen, Männer und Arbeitsbelastung:

    http://www.pelzblog.de/2014/07/frauen-maenner-wer-macht-mehr-im-haushalt/

    …und der Surftipp des Tages:

    http://www.walter-hollstein.ch/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Würfelnatter (Natrix tessellata)

      • Naja, aber von „Leserinnen und Lesern“ zu schreiben bzw. Menschen so anzureden, heißt nicht unbedingt was. (Zumal „Leserinnen und Leser“ doch die aus Gender-Sicht böse, dichotome Geschlechterordnung unterstreicht!)

        Ich glaube eher auch nicht, dass sie darüber schreiben, aber wenn sie es täten, wäre es toll!

        Wer über die Methoden klagt, wie Neoliberale Meinung machen, der sollte auch dann klagen, wenn andere – wie z.B. Feministinnen & Gendersens – mit vergleichbaren Methoden versuchen, die öffentliche Meinung zu lenken.

        • Einmal „L&L“ schreiben, .. ok … aber bei sich JEDER bietenden Gelegenheit zeigt schon eine gewisse Einstellung. Es sei denn es handelt sich um einen unserer Politikdarsteller. Die quacken ja auch sonst den gleichen Müll.

          Ich bin bei solchen L&L, Bürgerinnen und Bürger-Spinnern immer skeptisch. 😦 Wollen besonders aufgeweckt sein, sind aber dem Femizeitgeist voll auf den Leim gegangen und merken es nichmal.

          Zumal solche Texte nerven …

  2. Man gestatte mir etwas schamlose Eigenwerbung. Ich habe mir die Mühe gemacht, Elliot Rodgers Biographie/Manifest zu lesen, was ja nach dem Amoklauf immer wieder in Auszügen, aber selten im Zusammenhang zitiert wurde. War ganz amüsant, meines Erachtens ist der Fall aber weder für Feminismus noch Maskulismus wirklich „zu gebrauchen“. Meine Ausführungen dazu in zwei Teilen:

    http://www.buddelfisch.de/?p=6496

    http://www.buddelfisch.de/?p=6498

    Dann hörte ich noch, dass die Feministin Florence Hervé das Bundesverdienstkreuz ablehnte. Habe nur stichprobenhaft in ihre Begründung hereingesehen, las da aber gleich eine Anklage gegen die Frauenarmut. Habe keinen Nerv, mich da herein zu arbeiten, falls also jemand anderes herausfinden will, ob es ein eigenes Phänomen ist, oder sie einfach Armut meint, sich aber um Männer nicht kümmert… Hier der ganze Text:

    http://www.jungewelt.de/2014/07-03/049.php

    • „Dann hörte ich noch, dass die Feministin Florence Hervé das Bundesverdienstkreuz ablehnte. Habe nur stichprobenhaft in ihre Begründung hereingesehen, las da aber gleich eine Anklage gegen die Frauenarmut. Habe keinen Nerv, mich da herein zu arbeiten, falls also jemand anderes herausfinden will, ob es ein eigenes Phänomen ist, oder sie einfach Armut meint, sich aber um Männer nicht kümmert…“

      Ich habe auch davon erfahren und bin auf den Text über folgende URL gestoßen:
      http://netzfrauen.com/NF/2014/07/05/frauenrechtlerin-florence-herv-lehnt-bundesverdienstkreuz-ab/

      Erster Eindruck nach einmaligem Lesen: Wer etwas zu meckern finden will, wird es auch finden.

      Allerdings kommen auch Punkte vor, die man unterstützen kann:
      – Kritik, dass sich Politik für Frauen an den obersten Frauen orientiert und nicht an der breiten Masse
      – Kritik an den Auslandseinsätzen der Bundeswehr

      So schlecht finde ich den Text also nicht. Gerade als zentralen Punkt der Ablehnung, dass eine Annahme ein Signal wäre, dass man sich mit den Verhältnissen arrangiert hätte… so würde ich auch gerne ein Bundesverdienstkreuz ablehnen!

      • Ja, bei meinen Stichproben sah ich auch den Punkt der Bundeswehr (weil man den erwähnte, hatte ich überhaupt reingesehen), das ist natürlich schon einer, dem man zustimmen kann. Gerade deshalb interessiert mich halt die Frauenarmutssache – sollte das fischig sein, könnte es gewissermaßen im Windschatten der anderen Punkte mitverbreitet werden.

    • „Ich habe mir die Mühe gemacht, Elliot Rodgers Biographie/Manifest zu lesen, was ja nach dem Amoklauf immer wieder in Auszügen, aber selten im Zusammenhang zitiert wurde.“

      Ich halte das tatsächlich für einen sehr wichtigen Punkt. Den zweiteiligen Artikel finde ich großartig, sehr gut zu lesen und erstaunlich leicht angesichts des ernsten Hintergrunds. DMJ, Du bist mir schon mehrmals durch gute Kommentare aufgefallen; es ist sehr angenehm, mal einen längeren Text von Dir zu lesen!

      • Danke, das höre ich natürlich äußerst gern. ^^
        Schreibe an sich zu Filmthemen, da habe ich hier in der Regel natürlich wenig einzubringen, aber auch da gab es natürlich immer wieder Überschneidungen… die ich, wo ich schon mal am Eigenwerben bin, doch auch gleich verlinke:

        http://www.buddelfisch.de/?tag=sexismus

        (Der dreiteilige Sarkeesian-Artikel gab mir übrigens einen vorsichtigen Einblick, wie sich ein „richtiger“ Maskulistenschreiberling fühlen mag. Gleich zwei Leute, die ihn nicht gelesen hatten, empörten sich darüber, wie ignorant ich darin vermutlich wäre. 😉 )

        • Naja, es gibt ja immerhin die „maskulistische Filmkritik“, gerne von Arne Hoffmann erwähnt. Lucas Schoppe hat da zum Beispiel mal etwas geschrieben. Ich selbst gehe zu selten ins Kino, finde es aber sehr spannend, Filme aus dieser Perspektive zu beurteilen.

          Ich wühle mich jetzt durch verschiedene Beiträge, die Du, DMJ, unter „sexismus“ abgelegt hast. Anita Sarkeesian hat ja tatsächlich schon einiges an Sachkritik bekommen.

        • So, die Kritik zu „Sucker Punch“ habe ich durch. Gut geschrieben, gerne mehr davon! Zumindest einen Hinweis unter Selbermach-Samstag sind solche Rezensionen wert.

        • @Alexander Roslin:
          Oh, Molyneux kannte ich tatsächlich noch gar nicht. Danke für den Hinweis!

          @Graublau:
          Freut mich weiterhin, dass es gefällt.
          Wie gesagt – der Sarkeesian-Artikel ist bislang mein opus magnum in der Sache und hat mir auch am meisten Kontroverse eingebracht (über den Rodger-Artikel hat sich übrigens bislang noch niemand beschwert, was mir direkt ein Stück Glauben an die Welt wiedergibt), aber damit hatte ich auch schon gerechnet, weil es ja gerade das Hauptproblem mit dieser Person ist, dass sie den Diskurs völlig zerstört und in en Schlachtfeld verwandelt hat.

  3. Ein wenig hoch notwendiges Fat Shaming

    Denn, erschütternd, aber wahr:

    Wenn Mama aussieht wie ein Nilpferd, dann schlägt das auf den unschuldigen Nachwuchs durch!

  4. Der gute Pädagoge weiß: Nach der Peitsche wirkt das Zuckerbrot um so stärker

    Wer also kann dem widerstehen?

    Ich weiß, Adrian kann das – aber der hat jetzt Sendepause!

    Auch von Geburt an blinde Männer bevorzugen Frauen mit niedrigem Taille-Hüfte-Verhältnis, Männer also, die nie von Werbeplakaten/Film und Fernsehen beeinflusst wurden (festgestellt durch Ertasten und Bewerten weiblicher Figuren):

    http://www.ehbonline.org/article/S1090-5138(09)00109-3/abstract

    Allerdings bevorzugen sehende Männer ein geringeres Verhältnis als Blinde, so dass hier ein Einfluss des medialen Schönheitsideals spürbar werden könnte.

    Die Vorliebe selbst ist aber wohl angeboren, nicht medial-gesellschaftlich erzeugt.

    Dafür spricht auch diese Studie: Eingeborene in Neuguinea, die nie westlichen Medien ausgesetzt waren, bevorzugen ebenfalls Frauen mit Uhrglasfiguren.Deren BMI hatte dagegen keinen Einfluss auf die Bewertung als attraktiv (allerdings geht bei dickeren Frauen die Uhrglasfigur ab einer gewissen Schwelle ohnehin flöten).

    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ajpa.21181/abstract

    Frauen mit Uhrglasfiguren produzieren klügere Kinder, im Schnitt.

    http://www.ehbonline.org/article/S1090-5138(07)00073-6/abstract

    Grund: möglicherweise ist das im Hüfte-Po-Bereich gespeicherte Fett biochemisch besonders leicht nutzbar für den Aufbau des Gehirns des sich entwickelnden Kindes.

    *Upper-body fat has negative effects and lower-body fat has positive effects on the supply of long-chain polyunsaturated fatty acids that are essential for neurodevelopment.

    Controlling for other correlates of cognitive ability, women with lower WHRs [Waste-Hip-Ratios] and their children have significantly higher cognitive test scores, and teenage mothers with lower WHRs and their children are protected from cognitive decrements associated with teen births. These findings support the idea that WHR reflects the availability of neurodevelopmental resources and thus offer a new explanation for men’s preference for low WHR.*

    Frauen mit Uhrglasfiguren zeigen auch psychisch femininere Charakteristika, sind eher „weiblich“ disponierte Frauen.

    Zusammenhang hier vielleicht vermittelt über die Gehirnentwicklung und die Fettspeicherung beeinflussende Wirkung des Östrogen.

    *Women with low WHR’s are rated as more attractive, healthier, and more fertile. They also tend to have more attractive voices, lose their virginity sooner, and have more sex partners. WHR has also been linked with general cognitive performance. … We hypothesized that more feminine body types, as indexed by a low WHR, would be associated with cognitive measures of the female “brain type,” such as mental state attribution and empathy because both may depend upon the activational effects of estrogens at puberty. We found that women with low WHRs excel at identifying emotional states of other people and show a cognitive style that favors empathizing over systemizing. We suggest this relationship may be a byproduct of greater gluteofemoral fat stores which are high in the essential fatty acids needed to support brain development and cellular functioning. It is interesting to note that our findings suggest lower WHR females, who are more likely to be targeted for dishonest courtship, may be better at identifying disingenuous claims of commitment.*

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3268185/

    Ein letzter Punkt für heute: Physische Schönheit korreliert positiv mit Gesundheit bei Männern und Frauen (physischer wie mentaler).Die Studienautoren fanden

    *…a robust association between physical attractiveness and various measures of health, controlling for a variety of confounding factors. In sum, the more attractive a respondent was rated, the less likely he or she was to report being diagnosed with a wide range of chronic diseases and neuropsychological disorders. Importantly, this finding was observed for both sexes. These analyses provide further support for physical attractiveness as a phenotypic marker of health.*

    http://www.ehbonline.org/article/S1090-5138(14)00074-9/abstract

    In Summe, eine Reihe von Argumenten für die evolutionäre Ausformung unserer Schönheitsnormen, zumindest zum größeren Teil.

  5. Ich kann bei ganz vielen WordPress-Blogs nicht mehr kommentieren, auch bei denen,die mich ganz sicher nicht als Spam markiert haben. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Hat Männerstreik eine derartige Macht?

    • @ Adrian

      *Ich kann bei ganz vielen WordPress-Blogs nicht mehr kommentieren, auch bei denen,die mich ganz sicher nicht als Spam markiert haben. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Hat Männerstreik eine derartige Macht?*

      Das habe ich mit Sendepause nicht gemeint, davon wusste ich nichts, sonst hätte ich mir den Scherz nicht erlaubt, denn Dich (oder jemanden anderen) auszusperren, ist nicht witzig und widerspricht meinen Überzeugungen.

      Wenn es denn tatsächlich an einem Aussperren liegt.

      Woran es sonst liegen könnte, weiß ich leider nicht.

      Ich hoffe jedenfalls, dass Du uns hier erhalten bleibst!

      Gegen wen sonst sollte ich denn sticheln?

      • Zum Trost für Dich, ein wenig Urlaubsstimmung von der Ostsee, leider wieder mit Bezug auf Weiberschönheit, schade, dass Du von der so wenig hältst (naja, hast Du immerhin gemeinsam mit Michelangelo).

        Da mich die schöne Russin (?, Polin?, Balletttänzerin?) mit der anmutigen Uhrglasfigur wieder mal an eine Chapmanfregatte erinnert hat (an die „Neptun“ z.B.),

        sei auch noch das fast unverändert erhaltene Landhaus des großen Schiffbauers vorgestellt, Skärva:

        Es steht heute immer noch weitgehend so da (ursprüngliche Rasendeckung mittlerweile durch Ziegel/Blech ersetzt, die Hauswände ursprünglich rot gestrichen und jetzt verplankt, darunter die im 18. Jhdt. offen gezeigte Blockbauweise, also die Stämme, aus denen der Holzbau gefügt ist), wie er es 1785/86 als Sommerresidenz für sich entworfen und gebaut hat, unter Mithilfe seines Kollegen Admiral Carl August Ehrensvärd, der ein versierter Hobbyarchitekt war.

        Das Ergebnis ist in meinen Augen leider etwas enttäuschend. Von einem Mann, der derart rassige Schiffe zu entwerfen verstand, die zum Schönsten gehören, was das schönheitstrunkene 18. Jhdt. auf diesem Gebiet produzierte, hätte ich mehr erwartet.

        Allerdings war Eleganz in erster Linie wohl auch gar nicht intendiert mit dieser seltsamen Mischung aus bäuerlichem Schweden, frühesten Anklängen an Neogotik und klassischem Griechenland.

        Wohl eher ein „Ideenbau“, der den Bauherren und Bewohner als Vertreter der damals herrschenden Aufklärungsphilosophie ausweisen sollte (‚“einfaches“ Leben, „Zurück zur Natur“, Rückgriff auf die Antike und das als nicht dekadent – wie die eigene Epoche – gedachte Mittelalter = Neogotik).

        Aber immerhin, originell ist der Bau und ein interessantes Zeugnis für die private Lebenswelt eines großen, auch ästhetisch höchst feinsinnigen Ingenieurs dieser Zeit.

        Das Landhaus steht nahe der schwedischen Stadt Karlskrona, einer Hafenstadt, dem zentralen Stützpunkt der schwedischen Kriegsmarine in Schwedens imperialer Glanzzeit, mit einer großen Marinewerft, deren Direktor Admiral Chapman lange Zeit war.

        Hier, in diesem Haus, experimentierte er während der Sommermonate mit Rumpfformen und technischen Neuerungen für seine Schiffe, es war also auch Arbeitsplatz und Denkwerkstatt, wo er relativ ungestört in einsamer Ruhe Pläne ausarbeiten konnte.

        Seinen Arbeitsraum gestaltete er als Schiffskajüte.

        Zu dem Haus gehört ein kleiner, ebenfalls weitgehend erhaltener englischer Park, angefüllt mit einigen dekorativen „Gedankenmonumenten“, auch sie typisch für einen solchen Park der Aufklärungszeit (Griechischer Tempel, Gotischer Turm, Eremitenhöhle und ein Wasserbassin für die hydrodynamischen Experimente mit den Schiffsrümpfen, das ist natürlich untypisch und höchst spezifisch).

        Zum Haus gehört auch ein kleiner Hafen, denn der bequemste Weg zu seinem Landsitz von Karlskrona aus führte per Boot/Yacht/Galeasse über die Ostsee.

        Beim Entwerfen des Parks beriet sich Chapman mit seinem Kindheitsfreund William Chambers, dem berühmten britischen Architekten (Kew Gardens, Somerset House in London etc.). Chapmans Eltern waren aus Großbritannien nach Schweden eingewandert, bereits sein Vater war Schiffbauer.

        Erstaunlich, wie international die Welt der Intellektuellen Europas damals bereits war (und schon lange davor), ohne Telefon oder Internet, per Brief und Postkutsche/Handelsschiff.

        Eines der Monumente im Park ist Chapmans eigenes Grab, ein „Heroengrab“, in dem er allerdings dann doch nicht beigesetzt wurde, als er 1808 mit 87 Jahren starb. Er liegt auf dem Friedhof der Pfarrkirche des benachbarten Augerum.

        Hier der kleine Hafen der Sommerresidenz:

        Der zentrale „Kuppelsaal“ des Hauses

        Die mächtigen Öfen zeigen, wie sehr hier im Winter eingeheizt werden musste:

        Und ein Kamin war auch noch vorhanden.

        Eine prachtvolle Spieluhr schmückt einen der Räume, die eine eigene, interessante Geschichte hat (als Bestechungsgeschenk vom Direktor der Schwedischen Handelskompanie bestimmt für einen der nordafrikanischen Barbareskenstaatslenker, landete sie dann doch hier beim Admral):

        Neben der Uhr an der Wand 2 Rankenornamente vom Heck eines der Schiffe Chapmans.

    • Keine Panik, Addi.

      Das löst sich schon wieder. Ist vermutlich Bloggophobie. Laß‘ dich einfach umerziehen.

      Seit vielen Jahren gibt es bereits den etablierten und völlig plausiblen Ausdruck der Bloggophobie für die feindliche Gesinnung gegenüber anderen Blogs und deren Rechten.

      Schau in dein Inneres und suche nach den dunklen Seiten in deiner Seele.

      • @ Kirk

        Was kostet denn eigentlich so eine Schwulenbekehrung bei Dir, Captain?

        Oder bietest Du keine an?

        ich frage, damit der Adrian weiß, wie viele Überstunden er kloppen muss, um seine Neigung los zu werden bei Dir.

        Kann er ja machen, jetzt hat er doch Zeit, wenn er nicht mehr bloggen kann.

    • Nö Adrian, ich bin nicht die „dunkle Seite der Macht“, aber Du gehst wohl nicht nur mir mit Deinem Gelaber gelegentlich auf den Senkel und wirst daher wohl häufiger mal in die Spam-Tonne entsorgt. Wir – ich zitiere Dich aus den Kommentaren bei mir – „Pussiiiiiificker“ mögen es nicht, von Homos wie Dir in dieser Art und Weise angesprochen zu werden, Rosetten-Prinzessin 😛

      • Du kapierst immer noch nicht, dass mein „Pussificker“ eine Reaktion auf Deine „Rosettenprinzessin“ gewesen ist. Du hast mit dieser Ausdrucksweise angefangen, und sperrst mich, wenn ich kontere.
        So was nenne ich heuchlerisch.

        • Falsch. Ich habe Dich gesperrt, weil IMHO von Dir kein inhaltlich sinnvoller Diskussionsbeitrag zu erwarten ist. Außer dm andauernd platten Homo-Getrolle kommt da ja offenbar nichts und das brauche ich nicht 😛 Kannst Du meinetwegen auch als „Diskriminierung“ werten, ist mir aber voll Latte Macchiato.

  6. Hab mir gerade nochmal das Video angesehen in dem Maximilian Pütz mit den Feministinnen Anne Wizorek und Laura Dornheim bei ZDF login diskutiert. Als Pütz, völlig richtig, gesagt hat dass viele Männer eher schüchtern seien und Probleme hätten Frauen anzusprechen haben die beiden Damen diese Aussage völlig ins Lächerliche gezogen. Das ist etwas was mich am Feminismus unglaublich ärgert, diese Behauptung alle Männer seien extrovierte Typen die denn ganzen Tag Frauen anmachen oder belästigen.

      • @ Boratsky

        *So ein Quatsch, die machen das nur in der Nacht, wegen der Dunkelziffer.*

        Du vergisst die Breitmach-Macker! Die wollen gesehen werden im hellen Licht des Tages. Sonst bringen die #Aufschrei-Gören doch keine Foddos zustande.

    • Es ist gut, dass dieses Video immer wieder hervorgeholt wird – und zwar unter den verschiedensten Gesichtspunkten. Ich glaube inzwischen, dass sich diese Sendung als großer Bumerang für bestimmte Feministinnen erwiesen hat.

      Wenn in dem Weltbild einiger moderner Frauen nicht vorkommt, dass Männer schüchtern sein können, dann folgt daraus natürlich, dass man als schüchterner Mann erst recht Flirttraining machen sollte. Denn von sich aus wird eine solche Frau keinen Mann ansprechen – schließlich gibt es keine schüchternen Männer, Männer sprechen daher immer an, wenn sie Interesse haben. Flirttraining für Männer als logische Reaktion auf manche Ausprägung des Feminismus – besser hätte man’s nicht darstellen können.

    • Die Mimik der beiden ist göttlich, vor allem von der Oberzicke Dornheim. Vor allem hat sie die Wizorek schön mit aufgestachelt, so dass die Masken abgefallen sind. Ich fand diese Sendung äußerst erheiternd, auch wenn ich zwischendurch mehrfach das Bedürfnis verspürte, ein Foto von Dornheim auf einen Sandsack zu kleben und diesen entsprechend zu behandeln, bis kein Sandkorn mehr drin ist 😀

  7. Ein paar aktuelle YouTubes:

    Barbara Kay’s Vortrag auf der Detroiter Konferenz ist bemerkenswert.
    Auch der von Stefan Molyneux (Da sind noch weitere auf dem Paul Elam Account gepostet … z.B. der von Tom Golden etc.)

  8. Danisch über Kimmel’s Vortrag bei der feministisch/genderistischen Veranstaltung “ ‚Angry white men‘ – Männlichkeit am Ende einer Ära” in der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin (gemäß Danisch der „geistigen Giftküche der SPD“).

    Ich muss ihm da irgendwo Recht geben. Es ist erschreckend wie hetzerisch die unterwegs sind. Und es beschränkt sich ja nicht nur auf diesen einen Vortrag. Erschreckend. Das war nicht immer so. Was passiert mit dieser Partei?

    http://www.danisch.de/blog/2014/06/25/ein-boesartiger-vortrag-eines-boesartigen-professors/

    • Und auch bei buzzfeed nicht ein Foto, dass Benachteiligungen oder Probleme von indischen Männern thematisiert. Am ehesten ein Typ, der ein „Patriarchat schadet Jungs und Mädchen“ Schild hochhält. Jaja feminismus und Gleichberechtigung….

      • Am schönsten übrigens eine frau die mehr feminismus verlangt, weil sie nicht kochen kann und deshalb wohl unter geschlechtsspezifischen Nachteilen leidet…

  9. Die HoneyBadgers diskutieren mit Gast Paul Elam von AVFM die Detroit Konferenz, u.a. auch ihre Begnungen mit gynozentrischen und feministischen Journalisten etc. (Video startet erst ab ca. 1:06).

  10. Triggerwarnung für Mathematiker: nicht weiterlesen!

    Tina Groll versucht sich in der Zeit wieder mal an der Interpretation von Korrelationen, in diesem Fall zwischen Gewicht und Einkommen:
    Übergewicht: Dicker Bauch, dickes Gehalt
    http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-07/studie-gewicht-einfluss-karriere

    Sie bezieht sich auf folgende Studie: http://www.iza.org/en/webcontent/publications/papers/viewAbstract?dp_id=7947
    Wenn ich den Abstract recht verstehe, dann kann man mit den gängigen mathematischen Modellen eine pauschale Korrelation zwischen Gewicht und Einkommen bei Frauen gerade NICHT darstellen, sondern allenfalls unter weiteren Einschränkungen.

    Bei Groll liest sich das schon anders und wird in der griffigen Formel zusammengefaßt: „Dicke Männer haben anscheinend auch bessere Jobchancen.“ #Aufschrei!
    Man wußte es vorher: Frauen werden diskriminiert. Deshalb paßt auch die Geschichte von der Frau mit Kleidergröße 42, die letztens einen Leitungsjob bei einem Fitnessverein nicht bekommen hatte, nahtlos in den Grollschen Text.

    • Warum drucken Zeitungen diesen Boulevard Schwachsinn?

      Warum nehmen die Leut solchen Scheiß ernst?

      Wie degeneriert muß eine Gesellschaft bzw. Kultur dazu sein?

      Davon bekommt man langsam Pickel und Ausschlag.

    • „e construct each respondent’s Body
      Mass Index (BMI) as the main explanatory variable of our study. “
      Zusammenhang zwischen BMI und EIinkommen!.

      „The probability of being in employment is highest for women with a BMI of around
      23.5, and then decreases in additional body weight.“

      Griffstärke:
      „When we
      include this measure into our semiparametric regression model for blue-collar workers,
      we nd that BMI and wages are no longer correlated with each other.“
      Also ist der BMI ein Gesundheitsindikator, der bei einer direkten Kraftmessung verschwindet – also korrelieren BMI und Griffstärke haben aber nur in Kombination einen Einfluss auf die Einkommen bei körperlicher Arbeit.

      „Our results suggest that the previously described pattern more-or-less holds for women
      in white-collar occupations (see bottom left of Figure 1), but not for women in blue-collar
      jobs.“

      Schönheit verbessert berufliche und finanzielle Chancen.

    • Sehr interessant – vielen Dank!

      Hab ich’s mir gedacht: Wir Männer sind von Natur aus nur dazu da, um in die Fresse zu kriegen!

      Bzw. um um Weibchen zu kämpfen und dabei ständig eine aufs Maul…

      …war ja klar!

    • @ Dummerjan

      Ich denke, das werden wir in den kommenden Jahren immer häufiger erleben.

      Denn je härter und totalitärer die geschlechtersozialistische Quotenplanwirtschaft der Privilegiendamen und ihrer Männer zupackt, desto unlustiger werden die Männer, mit denen die neuen Aristokratinnen arbeiten müssen.

      Erst hinter vorgehaltener Hand, aber in Konflikt-/Krisensituationen immer offener.

      Wer hat schon Respekt vor einer Führungskraft, von der er annehmen muss, dass sie ihren Posten dem Pussy-Pass verdankt.

      Trifft leider auch Frauen, die wirklich durch Leistung nach oben gekommen wären.

      Aber: Mitgefangen – mitgehangen.

      Selber schuld.

      Hätten sich rechtzeitig energischer wehren sollen gegen das Pussyprivileg.

      So wird die Zahl der vorzeitig ausgebrannten weiblichen Führungskräfte in den nächsten Jahren hochschnellen.

      Das wird sehr teuer für alle Beteiligten.

      Am teuersten für die Belegschaften.

      Von denen allerdings viele SPD gewählt haben oder CDU/CSU.

      Auch hier: selber schuld.

  11. Aus den Suchbegriffen:

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    kann ich jemanden bei der Suche helfen?

    • Manchmal suche ich ja verzweifelt einen älteren Eintrag von Alles Evolution, den ich aber auf Teufel-komm-raus nicht finden kann. Dann gebe ich schon gerne diverse Stichworte ein. Aber diesmal war ich’s nicht.

      Worauf ich zum Beispiel gerne noch einmal verwiesen hätte: Da war mal ein Artikel mit einer Studie, dass sich manche Leute nicht als Sympathisanten einer Sache zu erkennen geben (etwa Umweltschutz), weil sie Angst haben, mit denjenigen, die allzu radikal auftreten, in eine Schublade gesteckt zu werden. Ist so grob aus dem Gedächtnis heraus, müsste Ende 2013 / Anfang 2014 erschienen sein. Ich hab’s aber leider nicht wiedergefunden.

  12. Das Geschlechterallerlei hat übrigens eine wichtige Relevanz-Hürde genommen: Es ist interessant genug, um versteckte PR vorgeschlagen zu bekommen! Es liegt eine entsprechende E-Mail im Postfach.

    Ich hatte mir schon überlegt, wie ich reagieren sollte:
    1) Die E-Mail anonymisiert als Fundstück veröffentlichen
    2) Zurückfragen, was für Beiträge ihnen denn fürs Geschlechterallerlei vorschweben (das würde mich ja tatsächlich interessieren – vor allem würden die doch von den Kommentatoren zerpflückt!)
    3) einen Gastbeitrag mit Namensnennung vorschlagen (was nicht dem Ziel der PR entspricht, aber von unserer Seite Lockerheit / Souveränität ausstrahlt)

  13. Haaaaaaaiiiiiii!!!
    Terry ist jetzt auch bei den grünen Teletubbys im Parmalent mit dabei, juhuuuu!
    Und alle so: yeah!

    (ich hatte für einen Moment die Hoffung, bei „Terry“ handele es sich doch schon um Kalkofe. Aber der erlöst uns diesmal nicht)

  14. Da es schon einmal geklappt hat, hier wieder mal eine Frage:

    Kennt einer dieses Treppenhaus?

    Soll sich im Tuilerienpalast befunden haben und barock sein, auf diesem Blog gefunden:

    (Blogbetreiber ist auch schwul, Adrian, ganz hübscher Kerl, Anfang 20 schätze ich, hat schweren Liebeskummer in letzter Zeit – na ja, vor einigen Wochen war’s schon schlimmer, heulte ständig seinen Blog voll, der Ärmste, kommt aus wohlhabendem Elternhaus, verkracht mit seinen Eltern, besonders seinem Vater, asiatisch-kaukasischer Mischling, sieht ein wenig aus wie Elliot Roger, falls Du Interesse hast … ).

    Ich glaube aber, weder das eine noch das andere stimmt. Ich finde in den Grundrissen keine Treppe dieser Art außer dem Treppenhaus von Fontaine, das spätklassiszistisch war und so aussah:

    Dass die angeblich barocke Treppe da oben sich in Paris befand (befindet?) glaube ich wohl, sie ist aber wahrscheinlich auch spätklassizistisch mit neobarocken Anklängen, kaum aber barock.

    Es könnte sein, dass es sich um ein 2. repräsentatives Treppenhaus in den Tuilerien handelt, eingebaut unter Napoleon III., auch wenn ich es bisher nicht auf den Plänen entdecken konnte.

    Oder um ein Pariser Treppenhaus in einem ganz anderen Bau, das nur falsch beschriftet wurde (sieht ja bei oberflächlichem Hinsehen fast so aus wie das von Fontaine, gebaut für Louis-Philippe).

    Wenn jemand weiß, wohin das gehört, für eine Antwort wäre ich dankbar.

    PS:

    Vor ein paar Monaten hat er seine Leser beschimpft, ein richtiger Ausbruch, so nach dem Motto „Ja, ich bin schwul, ist mir doch scheißegal ob ihr das gut findet oder nicht!“

    Dabei habe ich kein Wort gesagt, nicht mal laut gedacht habe ich.

  15. PPS:

    Am Original überprüfen kann man’s nicht mehr, weil die Tuilerien 1871 niedergebrannt wurden und die Ruine 1883 abgerissen wurde.

    Obwohl zumindest die Fassaden wiederaufbaufähig gewesen wären.

  16. Treppenhaus gefunden 🙂

    Es handelt sich um das des Hôtel de Monaco in Paris (ja, ehemals das Stadtpalais einer geschiedenen Grimaldi-Ehefrau), heute Botschaft Polens.

    Im späten 18. Jhdt. eines der feinsten Louis-XVI.-Palais der Stadt, entworfen von Alexandre-Théodore Brongniart (1774-77), wurde es im 19. Jhdt. leider umgebaut und erweitert für einen neuen Besitzer, den schwer reichen Bankier William Williams-Hope, in einem opulenten (wenigstens das) Spätklassiszismus, also gleiche Zeit (die Louis-Philippes, die der Julmonarchie von 1830-48) wie das Tuilerientreppenhaus, mit dem es verwechselt wurde.

    Hier die Gartenseite zur Zeit Brongniarts und seiner Auftraggeberin, Marie-Catherine Brignole, geschiedene Princesse de Monaco:

    So sieht das Palais heute in seiner spätklassizistischen Form aus, die ihm der Architekt Achille-Jacques Fédel von 1838 bis 1841 verpasste, ein Schüler Brongniarts:

    die Ehrenhoffront (Eingangsseite)

    das Treppenhaus

    der Festsaal

    der Große Salon

    der Bankettsaal

  17. @ Christian

    Eine Frage am Rande: Wolltest du einen oder beide der Artikelangebote, die ich dir vor Wochen zugeschickt habe noch veröffentlichen oder lieber doch nicht?
    Falls nicht, würde ich dann eben versuchen sie woanders unterzubringen.

    • @david

      Die Autorin hat vor allem das Urteil des BGH nicht verstanden. Interessanterweise habe ich es in meiner letzten Urteilsbesprechung zitiert:
      https://allesevolution.wordpress.com/2014/06/21/freispruch-trotz-nein-lg-essen-urteil-vom-10-september-2012-25-kls-1012/

      Aus dem Spiegel-Artikel:

      Das BGH bezieht sich bei der Begründung auf den Paragrafen 177 des Strafgesetzbuches. Demnach handelt es sich um eine Vergewaltigung, wenn der Täter Gewalt angewendet, dem Opfer massiv gedroht oder dessen schutzlose Lage ausgenutzt hat. Ein einfaches „Nein“ des Opfers vor dem Übergriff reicht demnach nicht aus, um die Tat juristisch als Vergewaltigung einzustufen. Setzt sich das Opfer aus Angst etwa vor sozialen Konsequenzen nicht zur Wehr, droht dem Täter – wenn überhaupt – eine Verurteilung wegen Nötigung, und damit eine deutlich geringere Strafe.

      Aus dem in Bezug genommen Urteil:

      3. Für die neue Verhandlung weist der Senat auf das Folgende hin:

      15
      Eine sexuelle Nötigung durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben (§ 177 Abs. 1 Nr. 2 StGB) begeht auch, wer eine sexuelle Handlung erzwingt, indem er durch ein schlüssiges Verhalten auf frühere Gewaltanwendungen hinweist oder frühere Drohungen konkludent bekräftigt (Nachweise bei Perron/Eisele, in: Schönke/Schröder 28. Aufl., § 177 Rn. 7). Dabei kann auch Gewalt, die der Täter zuvor aus anderen Gründen angewendet hat, als gegenwärtige Drohung mit nötigendem körperlichem Zwang fortwirken. Der objektive Tatbestand des § 177 Abs. 1 Nr. 2 StGB ist deshalb auch dann verwirklicht, wenn eine Gesamtschau aller maßgeblichen Umstände ergibt, dass der Täter gegenüber dem Opfer durch häufige Schläge ein Klima der Angst und Einschüchterung geschaffen hat (BGH, Beschluss vom 1. Juli 2004 – 4 StR 229/04, NStZ 2005, 267, 268; Urteil vom 6. Juli 1999 – 1 StR 216/99, NStZ 1999, 505; Urteil vom 31. August 1993 – 1 StR 418/93, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Drohung 8; vgl. Beschluss vom 5. April 1989 – 2 StR 557/88, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Drohung 5) und das Opfer die ihm abverlangten sexuellen Handlungen nur deshalb duldet, weil es auf Grund seiner Gewalterfahrungen mit dem Täter befürchtet, von ihm erneut körperlich misshandelt zu werden, falls es sich seinem Willen nicht beugt (BGH, Urteil vom 10. Oktober 2002 – 2 StR 153/02, NStZ-RR 2003, 42, 43; Beschluss vom 5. April 1989 – 2 StR 557/88, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Drohung 5; Beschluss vom 15. März 1984 – 1 StR 72/84, StV 1984, 330, 331). In subjektiver Hinsicht setzt § 177 Abs. 1 Nr. 2 StGB in diesen Fällen voraus, dass der Täter die von seinem Vorverhalten ausgehende latente Androhung weiterer Misshandlungen in ihrer aktuellen Bedeutung für das Opfer erkennt und als Mittel zur Erzwingung der sexuellen Handlungen einsetzt (BGH, Beschluss vom 1. Juli 2004 – 4 StR 229/04, NStZ 2005, 267, 268; Urteil vom 10. Oktober 2002 – 2 StR 153/02, NStZ-RR 2003, 42, 43; Beschluss vom 26. Februar 1986 – 2 StR 76/86, NStZ 1986, 409; Beschluss vom 15. März 1984 – 1 StR 72/84, StV 1984, 330, 331).

      Der BGh hat hier nicht gesagt, dass die Tat straffrei bleibt. Es ist mehr ein juristisches Glasperlenspiel, bei dem es darum geht, dass nicht das Tatbestandsmerkmal der hilflosen lage, sondern das der sexuelle Nötigung durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben verwirklicht ist.

      Der BGH macht sehr deutlich, dass es davon ausgeht, dass eine Verurteilung nach dieser Alternative erfolgen kann, dazu aber noch verschiedene Tatbestandsaufklärungen nötig sind.

      Also auch hier viel Aufregung auf falscher Grundlage

    • auch interessant aus der im Einleitung des Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, auf das im Spiegelartikel bezug genommen wird:

      unter Verurteilung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt;

      in Anerkennung der Tatsache, dass die Verwirklichung der rechtlichen und der tatsächlichen
      Gleichstellung von Frauen und Männern ein wesentliches Element der Verhütung von Gewalt gegen
      Frauen ist;

      in Anerkennung der Tatsache, dass Gewalt gegen Frauen der Ausdruck historisch gewachsener
      ungleicher Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern ist, die zur Beherrschung und
      Diskriminierung der Frau durch den Mann und zur Verhinderung der vollständigen Gleichstellung
      der Frau geführt haben;

      1
      CH: „Römer“
      2
      AT, CH: „über den Schutz“ 4
      in Anerkennung der Tatsache, dass Gewalt gegen Frauen als geschlechtsspezifische Gewalt
      strukturellen Charakter hat, sowie der Tatsache, dass Gewalt gegen Frauen einer der entscheidenden
      sozialen Mechanismen ist, durch den Frauen in eine untergeordnete Position gegenüber Männern
      gezwungen werden;

      mit großer Sorge feststellend, dass Frauen und Mädchen häufig schweren Formen von Gewalt wie
      häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung, Vergewaltigung, Zwangsverheiratung, im Namen der
      sogenannten „Ehre“ begangener Verbrechen und Genitalverstümmelung ausgesetzt sind, die eine
      schwere Verletzung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen sowie ein Haupthindernis für das
      Erreichen der Gleichstellung von Frauen und Männern darstellen;

      in Anbetracht der fortdauernden Menschenrechtsverletzungen während bewaffneter Konflikte,
      welche die Zivilbevölkerung und insbesondere Frauen in Form von weit verbreiteter oder
      systematischer Vergewaltigung und sexueller Gewalt betreffen, sowie der höheren Wahrscheinlichkeit
      geschlechtsspezifischer Gewalt sowohl während als auch nach Konflikten;

      in der Erkenntnis, dass Frauen und Mädchen einer größeren Gefahr von geschlechtsspezifischer
      Gewalt ausgesetzt sind als Männer;

      in der Erkenntnis, dass häusliche Gewalt Frauen unverhältnismäßig stark betrifft und dass auch
      Männer Opfer häuslicher Gewalt sein können;

      in der Erkenntnis, dass Kinder Opfer häuslicher Gewalt sind, auch als Zeuginnen und Zeugen von
      Gewalt in der Familie;

      in dem Bestreben, ein Europa zu schaffen, das frei von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ist

      sind wie folgt übereingekommen:

      Kapitel I – Zweck, Begriffsbestimmungen, Gleichstellung und Nichtdiskriminierung, allgemeine
      Verpflichtungen

      Artikel 1 – Zweck des Übereinkommens

      1 Zweck dieses Übereinkommens ist es,

      a Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und
      häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen;

      b einen Beitrag zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau zu leisten und
      eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern, auch durch die Stärkung der
      Rechte der Frauen, zu fördern;

      c einen umfassenden Rahmen sowie umfassende politische und sonstige Maßnahmen
      zum Schutz und zur Unterstützung aller Opfer von Gewalt gegen Frauen und
      häuslicher Gewalt zu entwerfen;
      5
      d die internationale Zusammenarbeit im Hinblick auf die Beseitigung von Gewalt gegen
      Frauen und häuslicher Gewalt zu fördern;

      e Organisationen und Strafverfolgungsbehörden zu helfen und sie zu unterstützen, um
      wirksam mit dem Ziel zusammenzuarbeiten, einen umfassenden Ansatz für die
      Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt anzunehmen.

      2 Um die wirksame Durchführung dieses Übereinkommens durch die Vertragsparteien
      sicherzustellen, wird durch dieses Übereinkommen ein besonderer
      Überwachungsmechanismus eingeführt.

      Artikel 2 – Geltungsbereich des Übereinkommens

      1 Dieses Übereinkommen findet Anwendung auf alle Formen von Gewalt gegen Frauen,
      einschließlich der häuslichen Gewalt, die Frauen unverhältnismäßig stark betrifft.

      2 Die Vertragsparteien werden ermutigt, dieses Übereinkommen auf alle Opfer häuslicher
      Gewalt anzuwenden. Die Vertragsparteien richten bei der Durchführung dieses
      Übereinkommens ein besonderes Augenmerk auf Frauen, die Opfer geschlechtsspezifischer
      Gewalt geworden sind.

      3 Dieses Übereinkommen findet in Friedenszeiten und in Situationen bewaffneter Konflikte
      Anwendung.

      Artikel 3 – Begriffsbestimmungen

      Im Sinne dieses Übereinkommens

      a wird der Begriff „Gewalt gegen Frauen“ als eine Menschenrechtsverletzung und
      eine Form der Diskriminierung der Frau verstanden und bezeichnet alle
      Handlungen geschlechtsspezifischer Gewalt, die zu körperlichen, sexuellen,
      psychischen oder wirtschaftlichen Schäden oder Leiden bei Frauen führen oder
      führen können, einschließlich der Androhung solcher Handlungen, der Nötigung
      oder der willkürlichen Freiheitsentziehung, sei es im öffentlichen oder privaten
      Leben;

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