WM 2014: Viertelfinale: Deutschland vs. Frankreich

Die Achtelfinale waren außergewöhnlich zäh, lediglich Kolumbien hat einigermaßen deutlich gewonnen, bei vielen anderen ging es in die Verlängerung oder es waren eher die Fehler der anderen, wie auch beim jetzigen Gegner im Viertelfinale, Frankreich, der davon profitierte, dass der nigerianische Torwart einen Ball nicht festhalten konnte.

Insofern scheinen dieses Turnier alle Mannschaften ihre Schwächen zu haben.

Und wir haben immerhin mit Neuer zusätzlich zum Torwart einen weiteren Abwehrspieler 😉

Ich glaube außerdem, dass Frankreich der Mannschaft als Gegner besser liegen wird als Algerien, da ich vermute, dass sie weniger defensiv spielen werden.

Ich tippe also einfach mal auf ein 2:0 für Deutschland.

 

Gibt es einen Feminismus, der Frauen nicht vorschreibt, wie sie zu leben haben?

Katikuersch twitterte einen interessanten Satz:

https://twitter.com/KatiKuersch/status/484389633707761664

 

Wenn dein Feminismus anderen Frauen* vorschreibt, wie sie zu leben haben, ist das kein Feminismus, sondern Fremdbestimmung aus anderer Hand.

 

Den Satz finde ich interessant, weil er aus meiner Sicht eigentlich den gesamten theoretischen Feminsmus, jedenfalls aber den im Netz gelebten Feminismus, zu einem „Nicht-Feminismus“ macht.

Er müsste sich quasi in ein großes „No true Scotsmen“-Wölkchen auflösen.

In ihrem Blog schreibt sie auch noch etwas in der Richtung:

Und während ich so las und nebenbei nachdachte, da dachte ich mir: Wie schwierig ist doch dieses Leben! All die Modeblogs, die DIY-Blogs geben uns ein Bild vor, wie Frauen zu sein haben. Ansehnlich vor allem, immer auf das Hübsche bedacht, eifrig dabei, ein kuscheliges Heim zu produzieren. Und immer immer kommt zum Vorschein, dass wir zwar alle immer früher in die Pubertät kommen, aber dann doch Mädchen bleiben sollen, bis es nicht mehr geht und die Falten an der Hand verraten, dass wir näher an der Rente als am Schulabschluss sind.

Und dann sind da auf der anderen Seite all die feministischen Blogs, die uns das Gegenteil sagen. Dass es gar nicht gut ist, einen Nestbautrieb zu haben, weil uns das nur indoktriniert wurde und dass wir uns nur für andere schön machen wollen, aber doch endlich einsehen sollten, dass Schönheit nur von Innen kommt und Schönheit doch ohnehin wandelbar und nicht so wichtig wie Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung seien.

Selbstverwirklichung aber ist, das dürfen wir nie vergessen, nur dann wirkliche Selbstverwirklichung, wenn sie nicht damit einhergeht, dass wir Marmelade kochen, während wir eine Schürze tragen und die Blumen auf der Fensterbank hin- und herpositionieren. Und so kann man als Frau kaum noch etwas tun, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob man gleich von Lifestyle-Bloggern verächtlich angespuckt oder von Feministinnen schreiend gekratzt wird. Geht es um das, was wir machen und wollen, müssen wir uns so vielen Erwartungen, die als “keine Erwartungen” getarnt sind, stellen, dass es manchmal das Beste ist, sich unter der Bettdecke zu verkriechen und unauffällig zu atmen.

Es ist eben eine schwierige Sache, wenn man einerseits die weibliche Sozialisation für alles verantworten machen möchte, was Frauen angeblich passiert und gleichzeitig das Bedürfnis hat, Tätigkeiten auszuüben, die dieser Sozialisation widersprechen.

Wie schwierig das im Feminismus sein kann, hatte ich schon anhand des Beispiels „Stricken“ besprochen, dass da dann zu einem „Reclaimen“ umgedeutet wird, bei dem man das alte Geschlechterverhalten neu besetzt, indem man sich trotzdem nach der alten Geschlechterrolle verhält, aber eben ganz bewußt und in Kenntnis der dahinter stehenden politischen Bedeutung. Rollenkonformes Verhalten klappt im Feminismus eben nur mit beständiger Rechtfertigung.

Das ist ja auch das, was Kati für sich oben entdeckt.

Die Lösung ist eigentlich simpel: Die feministische Theorie irrt hier einfach, das private ist eben nicht politisch und weibliches Verhalten keine Unterdrückung.