Interessen von Männern und Frauen an feministischen Forderungen

Kommentator Toxicvanguard schreibt zu den Interessen von Männern und Frauen an feministischen Forderungen das Folgende

Frauen werden den Forderungen vom Feministinnen kaum etwas entgegen setzen, ausser diese Forderungen beschädigen die Leben/Arbeit ihrer zugehörigen Männer (Väter, Ehemänner und Söhne) und selbst dann nur wenn es sich bei der Frau um jemanden hält, der die konservative Kernfamilie mit Beschützer gewählt hat und Angst hat, dass dieses Arrangement dadurch gefährdet wird. Ansonsten werden Frauen für ihren eigenen Vorteil stimmen, auch wenn dieser Vorteil den meisten Männern schadet. Ohne diesen Mechanismus hätte der Feminismus gar nie gewinnen können. (Witziges Beispiel: https://nationalparentsorganization.org/blog/20403-what-happens-when-a-feminist-s-son-is-accused-of-rape). Demographisch gesehen werden alleinerziehende Mütter mittlerweile sowieso den Rest beisteuern, sodass bald gar kein Widerstand mehr zu erwarten ist. Klar, die Geschwindigkeit der Gesetze mag je nach Land variieren und nicht deterministisch verlaufen, aber der Konsens über Quoten und Ressourcenverteilung ist parteiübergreifend. Die CDU mag vielleicht erst mit nur 35% oder 40 % kommen, aber die Frage ist nur noch, wie schnell das ganze umgesetzt werden kann. Das ist schon lange keine Richtungsfrage mehr.

Das wäre demnach die simple Theorie, dass sich selbst jeder der nächste ist und man nicht gegen eine auch überbordende Interessenvertretung hat, solange man deren Folgen nicht an anderer Stelle als negativ erlebt, also zB bei männlichen Freunden, Vätern, Ehemännern. So gesehen sind Frauen durch übertriebenen Regelungen zu Vergewaltigungen zB an Unis nicht betroffen, da sie ja diese jederzeit nicht anwenden können, also entscheiden, ob sie eine Anzeige nach einem darunter fallenden Vorfall machen. Sie behalten insoweit ein Ass im Ärmel. Selbst wenn sie nicht betroffen sind erleben sie es allerdings nicht als ihren Kampf, für den sie sich einsetzen müssen. Was ja durchaus verständlich wäre.

Bei den Männern greifen andere Mechanismen und es ist sehr einfach zu erklären, warum Männer für viele feministische Forderungen so anfällig sind. Einerseits ist es natürlich einfach dadurch zu sagen : “Seht her, wir sind die “Guten” und das dort drüben die “Schlechten” (siehe “Allies”, Hugo Schweizer, Kimmel etc.) und dies erlaubt auch die weitere Ausnutzung und Dämonisierung der als schlecht empfunden Gruppe. Wie jeder weiss werden Männer andere Männer ohne grössere Gewissenbisse Schaden zufügen, wenn das ihre Chancen im intrasexuellen Wettbewerb steigert. Zudem werden Männer weiterhin blind die meisten Forderungen erfüllen, die an sie gestellt werden. Dies ist natürlich eine ungesunde Spirale, da die Forderungen des Feminismus, einer Ideologie, die moralisierende Argumente als Triebfeder braucht, niemals aufhören werden. Dies hat ihren absurden Höhepunkt in Deutschland natürlich in der SPD/Grünen Partei, deren Männer ihre Selbstauslöschung bereits mitunterschreiben mussten (Stichwort Überwindung der männlichen Gesellschaft). Was sie danach noch anbieten sollen, entzieht sich meinem Horizont. Wahrscheinlich müssen sie danach einen agnostischen Standpunkt einnehmen müssen, damit sie ihre hypothetischen männlichen Seelen auch noch dem Staatsfeminismus opfern dürfen.

Also:

  • Eine einfache Möglichkeit „die Guten“ zu sein und quasi eine Erlösung von der männlichen Erbschuld, die man gleich verstärkt, indem man an der Dämonisierung sonstiger Männer mitmacht (was aber nur sehr eingeschränkt gelingt, je danach, wie radikal die jeweiligen Feministinnen sind und wie sie zu Männern als Verbündeten stehen
  • Das gleichzeitig als Teil intrasexueller Konkurrenz unter Männern: Man besiegt quasi durch die direkte Zuordnung zu den Fraueninteressen die anderen Männer (allerdings auch ein zweifelhafter Sieg, da solche Schleimerei durchaus negativ auffällt und man damit nicht unbedingt Punkte sammelt. Bis zu einem gewissen Grad kann es aber aufgehen, wie zB Hugo Schweizer zeigt, der vor seinem Absturz soweit ich weiß mit einigen Studentinnen geschlafen hatte).

Finde ich interessante Gedanken.

Aus meiner Sicht kommt noch hinzu, dass gerade solche Personen, die aus biologischen Gründen (zB pränatales Testosteron) als Männer eher nahe am weiblichen Bereich und als Frauen eher nahe am männlichen Bereich sind hier eine Umkehr der sonstigen Verhältnisse vornehmen können: Sie sind diejenigen, die isch befreit haben, die anderen sind noch in ihren Geschlechterrollen gefangen. Eine wesentlich positivere Story als zu akzeptieren, dass man selbst die Ausnahme ist.