Die Geschlechterdebatte als Beziehungsstreit

LoMi schreibt auf seinem Blog interessantes dazu, warum feministischen Forderungen wenig entgegen gesetzt wird:

Nach wie vor ist die Frage interessant, warum Männer schweigen, während der Feminismus den Marsch durch die Institutionen vollführt.

Ich sehe einen wesentlichen Grund in dem Mechanismus der Störerführung.

Der Störer führt auf zweierlei Weise: Einerseits kann er durch dauernde Kritik Aktionen der Gruppe verhindern. Andererseits kann er durch permanente Forderungen Zugeständnisse der Gruppe erreichen. In beiden Fällen ist es die hohe Konfliktbereitschaft des Störers, die die Anderen zum Rückzug bewegt. Die Anderen wollen ihre Ruhe bzw. sich anderen Dingen zuwenden und deshalb ihre Energie nicht in einen anstrengenden Konflikt mit dem Störer investieren. Also gehen sie um des lieben Friedens Willen einen falschen Kompromiss ein und machen dem Störer Zugeständnisse. Die Hoffnung dahinter ist die, dass der Störer dann Ruhe gibt und den Anderen erlaubt, sich mit anderen Themen zu befassen.

Störerführung scheint dabei eine Kreation von LoMi zu sein, ich habe unter diesem Stichwort leider keine weiteren Texte dazu gefunden. Dennoch finde ich die Idee durchaus interessant, weil sie vielleicht auch gewisse Geschlechterunterschiede beim Streiten spiegelt.

Ich hatte dazu bei LoMi kommentiert:

Da könnte gut auch das unterschiedliche Streitverhalten von Männern und Frauen reinspielen. Dazu habe ich hier etwas geschrieben:

https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/13/manner-streiten-um-sachverhalte-frauen-um-beziehungen/

Danach wollen Männer eher konkrete Probleme lösen und Frauen die Beziehung ändern. Da die Beziehung hier durch “das Patriarchat” gestört ist (welches gar nicht existiert) ist der tatsächliche Grund nie behoben. Man arbeitet dann an verschiedenen Problemen

Er: “Gut, dann sorgen wir dafür, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen, dann haben wir das erledigt”

Sie:”Ich fühle mich im Mann Frau Verhältnis immer noch unterdrückt! Ändere das!”

Er: „Gut, mal sehen, was wir noch machen können”)

Da das Grundproblem „Patriarchat und weibliche Unterdrückung“ nie gelöst werden kann, weil die feministische Theorie hier unstimmig ist und es tatsächlich keine solche Unterdrückung gibt. Insofern könnte hier wirklich steter Tropfen den Stein höhlen, vielleicht auch, weil es sowohl mit weibliche Unterverantwortlichkeit (Female Hypoagency) und männliche Hyperverantwortlichkeit (Male Hyperagency) in Einklang zu bringen ist.

Es wäre eine Ergänzung aus dem Umstand, dass die Feministinnen Forderungen zur Änderung der gefühlten Gesamtlage stellen, die dann, um Ruhe zu haben, teilweise umgesetzt wird, was aber das Problem nicht beseitigt.

Ähnliches war auch schon mal von Neuer Peter hier angeführt worden:

Die “gemäßigten Feministen” und die “gemäßigten Maskulisten” reden seit Jahren aneinander vorbei.

Die Feministen reden über Alltagserfahrungen und sind frustriert, wenn die Maskulisten auf dieser Grundlage stets eine Grundsatzdiskussion führen wollen und eine Positionierung zur feministischen Theorie verlangen. Aus ihrer Sicht muss das wie eine Verharmlosung dieser Erfahrungen, wie ein eristrisches Derailing wirken.
Die Maskulisten reden über theoretische Grundlagen, über politische Strukturen und über biologische Dispositionen. Und sind frustriert, weil sie es mit einem Gegenüber zu tun haben, der sich schlicht weigert, sich zu irgendeinem wie auch immer gearteten Standpunkt zu bekennen. Aus ihrer Sicht kommt ihnen das Gespräch vor wie ein unredliches Katz-und-Maus-Spiel, ein immerwährendes Spiel des moving target.

Auch da geht es im Endeffekt über Gefühle vs. konkrete Sachverhalte. Weil es nicht konkret wird, sondern das Patriarchat ja irgendwie immer da ist, immer noch Frauen eher andere Berufe wollen, immer noch Frauen eher aussetzen als Männer, bleibt eben auch immer eine höhere Motivation für „Störung“ und damit eine Möglichkeit für einen Appell dies zu ändern. Der kann aber letztendlich nur in Einzelaktionen umgesetzt werden, ein Widerspruch bringt keine Ruhe. Die wollen Männer aber eben häufig in einem Streit haben, gerade wenn ihnen sonst ein sehr gefühlsbetonter Streit droht. Und die Geschlechterdebatte wird eben sehr gefühlsbetont geführt: Frauen werden unterdrückt und benachteiligt. Die Männer sind Täter, haben bestimmte Strukturen errichtet, die dies bewirken. Hier steht man vor der Wahl einen Streit zu führen, bei dem man schnell als Täter dasteht. Als jemand, der Frauen benachteiligt. Als Frauenfeind. Dann lieber etwas nachgeben…

154 Gedanken zu “Die Geschlechterdebatte als Beziehungsstreit

      • „Urg, klingt fürchterlich.“

        Dominanz ist nur ein Element von
        Red Pill. Viel wichtiger ist das
        erkennen der hinter den privaten
        und gesellschaftlichen menschlichen
        Interaktionen liegenden Mechanismen.
        Das führt zum Beispiel dazu, dass
        Mann, nachdem die zum Teil erheblichen
        Nebenwirkungen der roten Pille
        überwunden sind, Menschen und
        menschliche Handlungen nicht mehr
        primär nach moralischen Prinzipien
        beurteilt.

        • @red Pill

          „Dominanz ist nur ein Element von Red Pill“

          Eben. Und es wird gerade in dieser Haltung gerne zu „dominierend“. Und das kann eben schnell plump und wenig anziehend wirken. Die Mechanismen des menschlichen zusammenlebens sind mehr als Dominanz. Sie sind auch Vertrauen und miteinander. Ein reines „ich dominiere und wem das nicht passt, der kann eben gehen“ klappt nur dann, wenn man es sich leisten kann, viele Leute gehen zu sehen. Das ist zB beim Anmachen in einem Club möglich, die Leute dort trifft man vielleicht nie wieder. Aber im normalen Alltag erfordert es doch etwas mehr soziales Gespür

        • Es mündet dann auch in male supremacy, für die ich keinen sinnvollen Grund sehe. Ein solches Dominanzgebaren ist insgesamt unangenehm, schließlich sind solche Leute auch Freunde, Chefs, Kollegen und da wirkt das eher demotivierend und verärgert nur.

    • Das ist die einzige Methode die funktioniert
      und ein einigermassen erträgliches Zusammenleben
      ermöglicht.
      Lustigerweise läuft das Ganze immer in
      gewissen Zyklen ab. Wenn es glatt läuft
      hat Mann die Tendenz die Zügel schleifen
      zu lassen. Dann läuft es wieder in die
      falsche Richtung und es kommt der Moment
      wo wider ein Generalreset angesagt ist.

      • @red Pill

        „Das ist die einzige Methode die funktioniert und ein einigermassen erträgliches Zusammenleben ermöglicht.“

        Wenn es darum geht, selbstbewußt zu sein und sich auch durchsetzen zu können, dann würde ich ja zustimmen. Wenn es darum geht, das Frauen an sich gehorchen sollen, dann finde ich das falsch

    • @S

      Ich würde das in dieser Form auch nicht als „red pill“ im Sinne von Pickup sehen, sondern als weit überzogene Form davon. So etwa wie das Verhältnis von Evolutionsbiologie und Sozialdarwinismus.
      Die Übertreibung ist „weil positive Dominanz in einem Pickup-kontext ein wichtiger Bestandteil von sexueller Anziehung ist kann man daraus ableiten, dass Männer Frauen dominieren sollten.“

      • Ich habe den Spruch auch ein wenig differenziert beschrieben weil Handy und so. Aber grundsätzlich sehe ich diese feministische Forderungen als ein Art Shit Test. Diese Forderungen zu erfüllen bedeutet dann das man (n) durchgefallen ist.

        Shit Tests mögen ihre Daseinsberechtigung auf die persönliche Ebene haben, jedoch nicht auf die Gesellschaftsebene. Da sind sie nur noch destruktiv. Das zu erkennen und die Forderungen als solche zurück zu weisen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Spätestens dann wenn diese Forderungen mit dem Grundgesetz kollidieren. Warum das nicht passiert, ist ein anderes Thema (da versagt der Staat und seine Institutionen). Die persönliche Ebene lehrt dann auch was die Folgen sein werden: Trennung. So bekommt aber auch Alexander Roslin Recht…..

        Red Pill bedeutet für mich aber auch dass der Mann die Frau führt und bei seine Entscheidungen auch die Belange seiner Frau berücksichtigt. Red Pill mag sich vielleicht zwar egoistisch anhören, sollte es aber nicht sein. Die Frau (und der Nachwuchs) profitiert schließlich auch vom starken Mann.

        • @S

          „Shit Tests mögen ihre Daseinsberechtigung auf die persönliche Ebene haben, jedoch nicht auf die Gesellschaftsebene. Da sind sie nur noch destruktiv. Das zu erkennen und die Forderungen als solche zurück zu weisen sollte eigentlich selbstverständlich sein“

          Sicher, auf gesellschaftlicher Ebene allerdings muss man anders kommunizieren als auf der persönlichen Ebene. Es geht dabei eben auf der Gruppenebene nicht um individuelle Anziehung. Deswegen muss man hier aus meiner Sicht auch etwas mehr machen, zB die Fehler nachweisen. Einfach davon ausgehen, dass es ein Shittest ist und die gleichen Mittel anzuwenden klappt nicht, denn gerade die Feministinnen wollen hier eben keine einzelnen Männer testen, auch wenn einige Forderungen vielleicht aus dem gleichen Grundgefühl wie der Shittest entstehen.

          „Red Pill bedeutet für mich aber auch dass der Mann die Frau führt und bei seine Entscheidungen auch die Belange seiner Frau berücksichtigt. Red Pill mag sich vielleicht zwar egoistisch anhören, sollte es aber nicht sein. Die Frau (und der Nachwuchs) profitiert schließlich auch vom starken Mann.“

          Das wäre ja aber auch nur auf die Beziehungsebene bezogen oder?

  1. „Geschlechterdebatte wird eben sehr gefühlsbetont geführt“

    So ist es. Zufällig haben am WE Sheera, ich und andere die Wirkung eines feministischen Videos auf uns verglichen:
    https://allesevolution.wordpress.com/2014/06/28/selbermach-samstag-xci/#comment-129392
    Sheera war tief bewegt, ich ziemlich genervt wegen der manipulativen Gefühlsduselei des Videos. Ich glaube, das war eine ganz typische Wahrnehmungsdifferenz zwischen Männern und Frauen.

    Wer es gerne noch gefühlsbetonter haben will, sollte sich Ellen Page’s Rede bzw. Outing auf der HRCF’s Time to Thrive Conference ansehen:

    Da kommen ja sogar mir die Tränen. Wobei ich gerne wüßte, ob sie als Profi-Schauspielerin den Auftritt vorher geübt hat. Sie spricht immerhin rund 8 Minuten am Stück in sehr gut formulierten Sätzen. Der Hammersatz „I am gay“ ist ideal im Aufbau der Rede positioniert. Der ganze Auftritt ist ein Meisterwerk, die rund 5 Mio. Abrufe dieses Videos sind kein Zufall.

    Die beiden Videos sind aber nur die Spitze des Eisbergs, daß Emotionalität als Instrument in der politischen Debatte eingesetzt wird.

    Von allen politischen Debatten ist die Geschlechterdebatte am meisten durch Emotionalität geprägt, also ggf. irrational, und Emotionen sind nun mal bei Männern und Frauen regelmäßig sehr verschieden ausgeprägt, wie schon Neuer Peter richtig bemerkt.

    Geschlechterdebatte als Beziehungsstreit? Mit Sicherheit in dem Sinne, daß die gleichen Kommunikations- und Wahrnehmungsprobleme, die vielen Beziehungsstreits zugrundeliegen, auch die Geschlechterdebatte ruinieren. Auf meinem Blog habe ich deshalb irgendwann eine Extraseite für weibliche Leser hinzugenommen, um einige der üblichen Kommunikationsprobleme zu umschiffen. Ich bin aber selber skeptisch, ob das funktioniert. Auch Ehe- und Beziehungsprobleme sind nicht verschwunden, obwohl es Hunderte Beziehungsratgeber gibt.

  2. Die Idee der Führung durch den „Störer“ kenne ich vom Hörensagen. Ich vermute, dass es in der Ökonomie bzw. in der Organisationsberatung ein solches Konzept gibt, bezogen auf Meetings. Dort kommt es sicher nicht selten vor, dass der Nörgler gewisse Dominanz erhält, weil er andere mit seiner Konfliktbereitschaft zu Diskussionen zwingt.

    Über Machtgewinn durch das Signalisieren von hoher Konfliktbereitschaft (= die Bereitschaft, hart und kompromisslos Ärger zu machen) habe ich auch in anderen Zusammenhängen gelesen. Ich finde es plausibel aus eigenem Erleben: Es gibt jede Menge Situationen, in denen jemand einen Vorteil gewinnt, weil er aggressiv auftritt und damit alle in die Defensive treibt, die lieber ihre Ruhe haben wollen.

    Wie auf meinem Blog beschrieben, habe ich ein solches Verhalten häufig bei Frauen erlebt: Sie wähnten sich im Recht, etwa in Fragen der Kindererziehung, und dann wollten sie dieses Recht auch ohne Abstriche durchsetzen. Da fehlte es dann an grundsätzlicher Kompromissbereitschaft. Genau das finde ich sehr verwunderlich. Wo kommt nur dieses Selbstbewusstsein her?

    „Hier hilft dir rote Pille weiter: Mit Frauen, wie bei Kinder, streitet man(n) nicht. Sie haben zu gehorchen. Punkt.“

    Das ist nun wirklich ziemlich frauenfeindlich und respektlos. Selbst Kinder haben nicht einfach nur zu gehorchen, allenfalls setzt man ihnen Grenzen, innerhalb derer sie sich aber doch entfalten können müssen als eigenständige Persönlichkeiten. Frauen sind aber keine Kinder, weshalb es hier auch falsch ist, ihnen Befehle zu erteilen. „Rote Pille“ könnte hier höchstens heißen, den eigenen Willen als Mann ernster zu nehmen und dann für sich eine Grenze zu ziehen, ab der man sagt: Hier mache ich nicht mehr mit. Daraus kann man nun aber nicht den Schluss ziehen, dass der Wille des Mannes der einzig ausschlaggebende ist und alle anderen sich dem unterzuordnen hätten.

    • „Wo kommt nur dieses Selbstbewusstsein her?“

      Ich bin nicht sicher, ob es alleine Selbstbewusstsein ist oder nicht auch
      hoher Konfliktbereitschaft oder ähnliche Charaktermerkmale.

      MMn entscheidend ist die emotionale Aufladung, die ich weiter oben geschildert habe. Diese Aufladung speichern wir langfristig in unserem Unterbewußtsein und sie führt dazu, daß bestimmte Themen extrem emotional wahrgenommen und bewertet werden. Ein Verhalten bzw. ein Diskussionsgegner, der nun eine These vertritt, die emotional als „schwere Sünde“ gespeichert ist, rechtfertigt eine ebensogroße Empörung, also eine emotionale, aggressive Entgegnung. Ich glaube nicht, daß intellektuelles Faktenabwägen in dem Moment eine große Rolle spielt.

      • @mitm

        „Ein Verhalten bzw. ein Diskussionsgegner, der nun eine These vertritt, die emotional als “schwere Sünde” gespeichert ist, rechtfertigt eine ebensogroße Empörung, also eine emotionale, aggressive Entgegnung.“

        Dazu hatte ich mal etwas unter dem Stichwort „Tabu“ geschrieben, finde es aber gerade nicht. Tabus haben aus meiner Sicht die Funktion einen davor zu schützen, dass man bestimmte wichtige Regeln einer Gesellschaft, die man vielleicht nicht versteht, verletzt und damit die Gruppe verärgert. Sie wären insofern vielleicht auch Teil unseres Anpassungsmechanismus an sozial begründete teilweise unlogische Gruppenregeln, die aber so stark in die Gruppenidentität eingebunden sind, dass der einzelne sie besser befolgt, wenn er sich nicht gegen die Gruppe stellen will.
        Im Feminismus wird häufig versucht, möglichst viele soziale Tabus auszubauen bzw deren Mitglieder haben viele Tabus, weil auch Gruppenidentität in diesem Bereich besonders wichtig ist, die sie auf die Gesellschaft ausdehnen wollen. Da wird dann häufig mit Schuld und sozialer Ächtung gearbeitet. Das wiederum stößt häufig auf Unverständnis, weil „normale Leute“ einen Großteil dieser Tabus nicht teilen. Wenn diese jedoch an bestehende Regeln und Tabus anknüpfen können, dann hat das eine gewisse Wirkung. Im Gegensatz zur „Rape Culture“-Theorie, die davon ausgeht, dass sexuelle Gewalt verharmlost wird, ist das denke ich einer der Gründe, warum gerade in diesem Bereich der Feminismus eine relativ starke Position hat.

  3. In dem Moment, in dem man sich rational mit der Irrationalität einlässt, zieht das große Spagetthimonster die Spülung…und das ist gut so.

    Dass geschlechtsspezifische Quengelneigung und kleinmädchenhafte Größenphantasien zur Position geworden sind, mit denen Männer sich ernsthaft versuchen, inhaltlich auseinanderzusetzen, sagt alles über die Verpudelung der postmodernen Welt.

    Schlimm ist nur, dass die eigentlich weitgehend auf akademische Kreise beschränkte Verpudelung so eine politische Wirkkraft erlangt hat.

    Der Feminismus ist ein ursächlich männliches Problem. Frauen machen nur, was man sie lässt. Das sollte man ihnen nicht vorwerfen…das ist Natur.

    Aber auch sie sind froh und glücklicher, wenn man sie begrenzt und nicht mitagiert.

    😉

    • @ratloser

      „Der Feminismus ist ein ursächlich männliches Problem. Frauen machen nur, was man sie lässt. Das sollte man ihnen nicht vorwerfen…das ist Natur.“

      Gibt sicherlich Frauen, die so ziemlich das gleiche sagen und meinen, man müsse Männer eben entsprechend manipulieren. Tatsächlich hat man aus meiner Sicht weit weniger Einfluss auf die Aktionen anderer Menschen als das für diese These vorliegen müsste. Viele Frauen machen eben, was sie wollen, wie Männer auch. Sicherlich hat man in Beziehungen etc einen gewissen Einfluss oder kann eher formen. Aber auch das kann schnell daneben gehen und ist aus meiner Sicht auch nicht erstrebenswert. Ich möchte keine Frauen, die roboterhaft sagen, was man ihnen macht

      • Es ist letztlich auch sehr anmaßend. Wieso sollten Männer schließlich grundsätzlich davon ausgehen, dass sie Recht haben und ihre Weltsicht die bessere ist? Es gibt genügend Belege, dass sie sich irren.

        • *Wieso sollten Männer schließlich grundsätzlich davon ausgehen, dass sie Recht haben und ihre Weltsicht die bessere ist?*

          Also im Schnitt treiben ja eher die Männer z.B. die Naturwissenschaft mit neuen Erkenntnissen (die auch stimmen) voran, verfeinern und präzisieren damit unsere Weltsicht.

          Und wie sich mehr und mehr zeigt tun Frauen das nicht weil sie bei uns vom Patriarchat unterdrückt werden viel weniger, sondern dort wo Frauen einem höheren Druck ausgesetzt werden, in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern, leisten sie zwar mehr als unsere vom Patriarchat unterdrückten Frauen z.B. in der Männerdomäne Wissenschaft/Technik, aber immer noch deutlich weniger als Männer.

          Und dann finden sich eben unter den Spitzenleistern deutlich mehr Männer die das Potential haben unsere „Weltsicht“ zu präzisieren.

        • Diese Art, vom Feldherrnhügel des Gesamtkollektivs her zu urteilen, führt in Irrtümer. Jeder von uns ist zunächst einfach nur er selbst. Jeder hat nur soviel Anteil an der männlichen „Herrlichkeit“, wie er selbst faktisch dazu beigetragen hat. Man kann also die Haltung „Meine Weltsicht ist schlauer“ nur dann begründen, wenn man selber eine solche Weltsicht sich erarbeitet hat. Aus dem Umstand, dass Männer im Schnitt dieses oder jenes tun, leitet sich aber gar kein Recht ab. Es wäre ja Magie, anzunehmen, dass die Schlauheit der wenigen wirklich Schlauen ganz automatisch auf uns abfärben würde, nur weil wir das gleiche Geschlecht haben.

          Schlussendlich ist das Alltagsleben keine Angelegenheit, die man irgendwie mit „Naturwissenschaft“ bearbeiten kann. Das Leben ist komplex. Dafür gibt es keine „Techniken“. Das Leben ist kein Computer, den man programmieren kann.

        • @Lomi

          *Diese Art, vom Feldherrnhügel des Gesamtkollektivs her zu urteilen, führt in Irrtümer.*

          Das kann passieren, mit einem dicken Irrtum dieser Art schlägt die westliche Welt sich gerade herum: Feminismus.

          Westliche Frauen tragen immer weniger in Form von Kindern zur Gesellschaft bei, ihr wirtschaftlicher Beitrag wird mit zu hohen Kosten erkauft, und wir müssen uns dauernd von Kinderlosen, lesbischen Frauen deren schlaue Weltsicht vorhalten lassen sie wären die „Bewahrer“ des Lebens.

          *Aus dem Umstand, dass Männer im Schnitt dieses oder jenes tun, leitet sich aber gar kein Recht ab.*

          Doch.

          Ich leite daraus mein Recht ab dem der üblicherweise eine Aufgabe besser erledigt eben damit zu beauftragen.

          Ich kann halt um eine Skulptur für meinen Garten machen zu lassen zur Zahnärzt.I.n, zur Gleichstellungsbeauftragten der Kunsthochschule oder einfach zum ortsansässigen Künstler gehen, da wo ich mir üblicherweise das beste für meine investierte Zeit und mein investiertes Geld erhoffe.

          Genauso würde ich ein Stipendium für Naturwissenschaft im Zweifelsfall eher für Männer vergeben, was natürlich im Einzelfall, machte man sich die Mühe individuelle Eignung zu ermitteln, anders sein kann.

          Ich bin halt kein (Geschlechter-)Gleichheitsneurotiker.

          • @borat

            Wenn man Stipendien für Naturwissenschaft „blind“ vergeben würde, dann wäre die Wahrscheinlichkeit bei Männern wohl höher, aber dennoch verschwindend gering. Die meisten Männer können auch nichts damit anfangen, würden ein Physikstudium schlicht uninteressant oder zu schwer finden.

            Es ist eben eine Apex-Fallacy.

            Wenn man aber auf individuelle Leistungen schaut, dann sollten die ausschlaggebend sein. Das Geschlecht wird dann nachrangig und die biologischen Unterschiede sind nur für die Verteilung interessant

        • @christian

          *Es ist eben eine Apex-Fallacy.*

          Denke ich nicht.

          Die Frage ist viel eher was unter dem Strich, am Ende, die größte Effizienz hat.

          Und da kommen die Kosten und die Zeit der individuellen Beurteilung im Vergleich zum Rückgriff auf „blitzschnelle Vorurteile“ ins Spiel.

          Denn oft genug zahlen sich die Zeit und das Geld für individuelle Eignungsprüfungen nicht aus, wir leben halt nicht in einer idealen, „ultimativ gerechten“ Welt.

          • @borat

            „Die Frage ist viel eher was unter dem Strich, am Ende, die größte Effizienz hat.“

            Du untersuchst ja, bei welche Gruppe besser wäre, wobei du da auf die Spitze schaust. Das 98% der Gruppe zB auch ein Physikstudiumstipendiat wenig interessieren würde blendest du aus. Das ist eben der Nachteil bei Gruppenbetrachtungen und des schauens auf die Spitze. Es blendet eine Vielzahl von unterschieden aus

        • Christian ist heute ja wieder mal sehr gemäßigt.

          Also ich finde, Ratloser hat recht. Wir sind eine Generation von Weicheimännern, die Frauen alles durchgehen lassen, weil man irgendwie heute der Auffassung ist, dies sei progressiv und dergleichen.

          Bei Frauen ist es umgedreht. Durch die gegenwärtigen perversen Verhältnisse entwickeln sich viele zu Anspruchsmonstern.

          Nur intelligente Männer und Frauen machen bei diesem Zeitgeistmüll nicht mit.

          • @kirk

            „Wir sind eine Generation von Weicheimännern, die Frauen alles durchgehen lassen, weil man irgendwie heute der Auffassung ist, dies sei progressiv und dergleichen.“

            Es gibt eben noch einiges zwischen „wir lassen alles durchgehen“ und „Frauen müssen gehorchen“.

        • @christian

          *Das ist eben der Nachteil bei Gruppenbetrachtungen und des schauens auf die Spitze. Es blendet eine Vielzahl von unterschieden aus*

          In der Tat, nur deshalb konnte es sich so sehr im menschlichen Sozialverhalten breit machen, weil der Mensch eben schlecht ist.

          *Das 98% der Gruppe zB auch ein Physikstudiumstipendiat wenig interessieren würde blendest du aus.*

          Wo tue ich das?

          Ich glaube eher du willst Ungleichheiten verschleiern, nur aus der „ferne“ Betrachten.

          *Du untersuchst ja, bei welche Gruppe besser wäre, wobei du da auf die Spitze schaust.*

          Ich sage nichts anderes als dass es viele Wege gibt etwas auszuwählen/beurteilen/entscheiden und jeder hat seinen Preis und sein Risiko und damit am Ende einen evolutionären Effekt / Vorteil.

          • @borat

            „Wo tue ich das?“

            Indem du so tust als wäre „Geschlecht“ ein sehr aussagekräftiges Kriterium in dem Bereich. Das ist aber kaum der Fall. Das reine Geschlecht sagt sehr wenig aus über die Gruppe betrachtet. Man kommt um eine Betrachtung des Individuums in dem Bereich nicht herum

        • @ lomi

          „Wieso sollten Männer schließlich grundsätzlich davon ausgehen, dass sie Recht haben und ihre Weltsicht die bessere ist? Es gibt genügend Belege, dass sie sich irren.“

          „Irren KÖNNEN“ müsste es heißen.

          Die Möglichkeit des Irrtums ist aber kein Beleg für die Fehlerhaftigkeit eines Prinzips.

          Es geht nicht um „Recht haben“.

          Es geht um angeborene Gruppenunterschiede in Sachen Risiko zur Regression auf die Ebene des magischen Denkens, Tendenz zu egozentrischer Ansprüchlichkeit, rationale Entscheidungsfindung, und Disposition zum Führen oder Geführtwerden.

          Auch wenn jetzt alle aufschreien, geführt werden wollen ist per se genauso ethisch/unethisch wie führen wollen.

          😉

          • @ratloser

            „Auch wenn jetzt alle aufschreien, geführt werden wollen ist per se genauso ethisch/unethisch wie führen wollen.“

            Ich kritisiere hier eher die Verallgemeinerung und Ausweitung. Auch wenn Frauen zB eine Tendenz haben, eher geführt werden zu wollen als zu führen, bedeutet das eben nicht, dass sie das von jedem wollen, dass dies soweit geht, dass sie gehorchen wollen oder das man ein anderes verhalten nicht hinnehmen sollte.

        • @ christian

          „Das reine Geschlecht sagt sehr wenig aus über die Gruppe betrachtet.“

          Ich weiss, dass Dir Kategorisieren Angst macht..das ist Dir zu essentialistisch.

          Aber Kategorisierung ist ein essentieller (!) Vorgang um wissenschaftlichen Prozess.

          Natürlich gibt es Gruppenunterschiede zwischen Männern und Frauen, die durch individuelle Streuung in ihrer Bedeutung nicht aufgehoben werden.

          Wieviele Frauen studieren denn zum Beispiel Physik?

          • @ratloser

            „Ich weiss, dass Dir Kategorisieren Angst macht..das ist Dir zu essentialistisch. Aber Kategorisierung ist ein essentieller (!) Vorgang um wissenschaftlichen Prozess.“

            Es macht mir keine Angst, ich halte es nur für falsch. Was spricht denn aus deiner Sicht dafür, dass es nicht zu essentialistisch ist? Auf welche Studien stützt du dich, die solche essentialistischen Unterschiede ergibt und keine Normalverteilungen mit abweichenden Mittelwerten und erheblichen Überlappungen der Träger?

            Wie Lomi schon sagt: Kategorisierung ist ein bestandteil, Differenzierung aber auch.

        • Ratloser

          „Es geht um angeborene Gruppenunterschiede in Sachen Risiko zur Regression auf die Ebene des magischen Denkens, Tendenz zu egozentrischer Ansprüchlichkeit, rationale Entscheidungsfindung, und Disposition zum Führen oder Geführtwerden.“

          Um es mal zu übersetzen: Frauen sind nach Deiner Meinung diejenigen, die von Natur aus eher geführt werden müssen?

          „Die Möglichkeit des Irrtums ist aber kein Beleg für die Fehlerhaftigkeit eines Prinzips.“

          Die zahlreichen Idiotien und Fehler, die Männer begehen, sprechen eigentlich gegen deren Führungsanspruch.

          Mein Eindruck ist außerdem: Faktisch führen oft Frauen, zumindest in den eigenen vier Wänden. Möglich also, dass Männer ein wesentlich höheres Bedürfnis nach Geführtwerden haben? Das würde sich ja sogar vertragen mit der Feststellung, dass Männer „draußen“ in Hierarchien leben. Das gelingt letztlich ja nur, weil es eben nicht ein permanenter Kampf ist und einige sich eben als Geführte ins Kollektiv eingliedern.

        • @ christian

          „Auch wenn Frauen zB eine Tendenz haben, eher geführt werden zu wollen als zu führen, bedeutet das eben nicht, dass sie das von jedem wollen, dass dies soweit geht, dass sie gehorchen wollen oder das man ein anderes verhalten nicht hinnehmen sollte.“

          Da bin ich ja ganz Deiner Meinung. Es geht bei den Gruppenunterschieden ja auch nicht darum, aufgrund ihrer dem Individuum Grenzen zu ziehen, sondern darum, gesellschaftliche Relevanzen dieser Gruppenunterschiede zu erkennen.

          Wenn ich diese Gruppenunterschiede leugne, führt das zu Angst, Elend und Tränen…nicht zur Emanzipation.

        • @ Borat

          „Denn oft genug zahlen sich die Zeit und das Geld für individuelle Eignungsprüfungen nicht aus, wir leben halt nicht in einer idealen, “ultimativ gerechten” Welt.“

          Dank unserem Wohlstand hat sich
          bei vielen Leuten irgendwie die
          Haltung eingebrannt, es müsste
          doch irgend eine übergeordnete
          Instanz geben, die sich ihre
          Ressourcen quasi aus dem nichts
          holt und dafür sorgt, dass es
          gerecht zugeht.
          Realitätsverweigerung auf hohem
          Niveau.

        • „Aber Kategorisierung ist ein essentieller (!) Vorgang um wissenschaftlichen Prozess.“

          Differenzieren ist ebenfalls essentiell für wissenschaftliches Arbeiten. Kategorien, die zu grob sind, um alle Fälle abzudecken, müssen differenziert werden.

          „Natürlich gibt es Gruppenunterschiede zwischen Männern und Frauen, die durch individuelle Streuung in ihrer Bedeutung nicht aufgehoben werden.“

          Wird das jetzt eine Art „Differenzmaskulismus“? ^^

          Diese Gruppenunterschiede werden doch angenommen auf der Basis von biologischen Indizien und statistischen Untersuchungen. Wirklich beweiskräftig ist das alles nicht. Wenn es eine Streuung gibt, ermöglicht das vielleicht eine vorsichtige Prognose, aber man kann nicht deduktiv Verhaltensregeln und Führungsansprüche für jeden Einzelfall ableiten.

          Schließlich wissen wir auch, dass die Intelligenz auch bei Männern erheblich streut, wenn nicht gar stärker als bei Frauen. Man kann also nicht pauschal Führung Leuten überantworten, denen die Intelligenz dafür fehlt. Vom Reflektionsvermögen mal ganz zu schweigen, die auch eine Frage von Bildung ist.

        • @ lomi

          „Um es mal zu übersetzen: Frauen sind nach Deiner Meinung diejenigen, die von Natur aus eher geführt werden müssen?“

          Nicht MÜSSEN, sondern WOLLEN!

          „Die zahlreichen Idiotien und Fehler, die Männer begehen, sprechen eigentlich gegen deren Führungsanspruch.“

          Nun ja, Kultur- und Wissenschaftsentwicklung geht zu großen Teilen auf das Konto von Männern. Die bloße Existenzsicherung bislang auch.

          Die idiotischen Fehler von Frauen fielen bislang nicht so auf, weil sie im „privaten“ Rahmen stattfanden.

          Das hat sich mit der Politisierung der Neurose geändert.

          Es geht im Übrigen weniger um Ansprüche, denn um Bedürfnisse. Aber das als Bedürfnis und nicht als illegitimen Anspruch zu werten, würde dem postmodernen Wolkenkuckucksheim ja schon wieder die Fundamente unterspülen.

          Der einzige Bereich, in dem Frauen meines Wissens wissenschaftlich abgesichert die Männer ganz einseitig führen, ist das Konsumverhalten.

          😉

        • „Der einzige Bereich, in dem Frauen meines Wissens wissenschaftlich abgesichert die Männer ganz einseitig führen, ist das Konsumverhalten“

          Es gibt weiß Gott sehr viele Männer, die ihren Frauen die Regelung des Alltagslebens überantworten.

          Aber davon abgesehen: Wenn Männer lieber schweigen, als ihrer Überzeugung folgen, wenn sie also dem Feminismus den Steigbügel halten um des lieben Friedens Willen, wo zeigt sich da ihre Führungsqualität?

        • @ lomi

          „Schließlich wissen wir auch, dass die Intelligenz auch bei Männern erheblich streut, wenn nicht gar stärker als bei Frauen. “

          Wenn DU das schon ansprichst…

          Die gleiche mediane Intelligenz von Frauen und Männern gilt leider nur bis zum 15. Lebensjahr…danach beginnen sich die medianen IQ-Werte bis zur Postadoleszenz um 3 bis 5 Punkten auseinander zu entwickeln.

          Auch die Sache mit der größeren Varianz ist mittlerweile höchst umstritten, auch wenn dieses Argument als Begründung für die geschlechtsspezifischen Unterschieden in g-Faktorabhängigen Spitzenleistungen politisch noch am korrektesten wäre…

          • @ratloser

            „Die gleiche mediane Intelligenz von Frauen und Männern gilt leider nur bis zum 15. Lebensjahr…danach beginnen sich die medianen IQ-Werte bis zur Postadoleszenz um 3 bis 5 Punkten auseinander zu entwickeln.“

            da habe ich hier was zu, wenn auch sehr unübersichtlich
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/06/24/unterschiede-in-der-verteilung-der-intelligenz-bei-mannern-und-frauen/

            Dennoch sind das ja Betrachtungen über den Schnitt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Frau intelligenter ist als ein bestimmterMann ist ja nun nicht gerade gering, wenn man sich die Verteilung anschaut (umgekehrt ebenso).

            „Auch die Sache mit der größeren Varianz ist mittlerweile höchst umstritten, auch wenn dieses Argument als Begründung für die geschlechtsspezifischen Unterschieden in g-Faktorabhängigen Spitzenleistungen politisch noch am korrektesten wäre…“

            Auf welche Studien stützt du dich da?

        • @ lomi

          „Wenn Männer lieber schweigen, als ihrer Überzeugung folgen, wenn sie also dem Feminismus den Steigbügel halten um des lieben Friedens Willen, wo zeigt sich da ihre Führungsqualität?“

          Gebe ich Dir völlig Recht. Die Massenverpudelung von Männern schadet Frauen wie Männern.

        • @christian

          *Indem du so tust als wäre “Geschlecht” ein sehr aussagekräftiges Kriterium in dem Bereich. Das ist aber kaum der Fall. Das reine Geschlecht sagt sehr wenig aus über die Gruppe betrachtet.*

          Verknüpft man Geschlecht z.B. mit Nobelpreis Physik, dann sagt es sehr viel über die Gruppe der Männer: Die Chance einen Top-Physiker dort zu finden ist wesentlich höher, und wie ich schon gesagt habe nimmt man die „Qualifizierungskosten“ dazu, dann werden solche Gruppenzuschreibungen signifikant.

          Zu signifikant, so dass sie heutzutage von „Betroffenen“ mit Unterdrückung von Frauen und dass es damals in Leonhard Eulers Schule noch keinen Girls-Day (Mathe ist nicht doof und total rosa!) gab erklärt werden müssen.

          • @borat

            „Verknüpft man Geschlecht z.B. mit Nobelpreis Physik, dann sagt es sehr viel über die Gruppe der Männer: Die Chance einen Top-Physiker dort zu finden ist wesentlich höher, und wie ich schon gesagt habe nimmt man die “Qualifizierungskosten” dazu, dann werden solche Gruppenzuschreibungen signifikant.“

            Nur weil das Geschlecht gut erklärt, dass Männer zahlenmäßig häufiger den Nobelpreis bekommen bedeutet es nicht, dass ein bestimmter Mann besser in Physik ist als eine bestimmte Frau. Das ist eben die Apex Fallacy. Die Unterschiede zeigen sich in der extremen Spitze sehr deutlich im Zahlenverhältnis. Das sagt wenig über restliche Menschen und ihre individuellen Fähigkeiten aus

        • @ Christian

          „Ich kritisiere hier eher die Verallgemeinerung und Ausweitung. Auch wenn Frauen zB eine Tendenz haben, eher geführt werden zu wollen als zu führen, bedeutet das eben nicht, dass sie das von jedem wollen.“

          Das Schlüsselwort ist hier: Nicht von jedem.
          Nur von Männern die das weibliche Qualitäts-
          System als geeignet für die Aufnahme von
          genetischem Material klassifiziert hat.
          Hält sie aber nicht davon ab vom Beta Looser
          Ressourcen weg zu saugen.

          • @red pill

            „Das Schlüsselwort ist hier: Nicht von jedem.“

            Soweit sind wir uns einig.

            „Nur von Männern die das weibliche Qualitäts- System als geeignet für die Aufnahme von genetischem Material klassifiziert hat. Hält sie aber nicht davon ab vom Beta Looser Ressourcen weg zu saugen.“

            Und da sagst du gleichzeitig, dass Frauen nicht führen können. Widerspricht sich doch, wenn sie nach deiner Meinung dann die Betas ausnehmen, die ja wesentlich häufiger sind oder?

        • Ratloser

          „Auch die Sache mit der größeren Varianz ist mittlerweile höchst umstritten“

          Das würde nichts daran ändern, dass eine Reihe von weniger Intelligenten gibt. Die Frage ist also unbeantwortet, ob diese Leute führen sollten. Vermutlich nicht. Insofern muss das dann wohl im Einzelfall „entschieden“ werden.

          Zweitens folgt aus Intelligenz nicht Charakterstärke. Jemand kann ein guter Physiker und darum ein strukturierter Geist sein. Ist er deshalb auch schon automatisch jemand, der die Risiken des Entscheidens auf sich nehmen mag? Nein.

          Drittens wird vorhandene Intelligenz oft nicht ausgeschöpft, sei es, weil der Ehrgeiz fehlt oder weil die Bildungspolitik versagt oder die Familie es halt für unnütz hält, dass der Sohn mehr macht als das familienübliche Arbeiterdasein. Ungeschulte Intelligenz bzw. nicht genutzte Intelligenz unterminiert dann Führungskompetenz.

        • @ Christian

          „Und da sagst du gleichzeitig, dass Frauen nicht führen können. Widerspricht sich doch, wenn sie nach deiner Meinung dann die Betas ausnehmen, die ja wesentlich häufiger sind oder?“

          Das sagt, dass Frauen in der Wahl der
          Männer die ihre Gene weiterverbreiten
          können eine wichtige Rolle, wie überall
          im Tierreich, spielen. Darauf sind die
          Weibchen der meisten Spezies optimiert.
          Daraus folgt aber nicht, dass sie deshalb
          in grösserer Anzahl als die etwa 5-10%
          Erfinderinnen, in der Führung von
          Hytech-Unternehmen etwas zu suchen haben.

          • @red Pill

            „Daraus folgt aber nicht, dass sie deshalb in grösserer Anzahl als die etwa 5-10% Erfinderinnen, in der Führung von Hytech-Unternehmen etwas zu suchen haben.“

            Forderungen abzuleiten finde ich in beiden Richtungen falsch. Wenn in einem unternehmen aus bestimmten gründen mehr Frauen wären und das klappt dort, dann ist das eben so. Den Rest regelt der Markt. Gleichzeitig ist es aber eben wegen der Unterschiede in der Spitze nicht verwunderlich, wenn dort relativ wenig Frauen sind. Das bedeutet aber nicht, dass man gute Frauen per se ablehnen sollte. Beides ist schlicht ein Unterschied

        • @christian

          *Nur weil das Geschlecht gut erklärt, dass Männer zahlenmäßig häufiger den Nobelpreis bekommen bedeutet es nicht, dass ein bestimmter Mann besser in Physik ist als eine bestimmte Frau.Das ist eben die Apex Fallacy.*

          Echt jetzt?
          Der Karl Dall ist nicht besser in Physik als die Liselotte Pulver?
          Da bin ich aber platt.

          *Das sagt wenig über restliche Menschen und ihre individuellen Fähigkeiten aus*

          Wir stehen vor einer Revolution, die ganze Zeit waren die Talentsucher total auf dem Holzweg als sie z.B. Top-Physiker zuerst bei den Männern suchten!

          • @Borat

            „Der Karl Dall ist nicht besser in Physik als die Liselotte Pulver? Da bin ich aber platt.“

            Dennoch wäre das eben dein Auswahlkritierium

            „Wir stehen vor einer Revolution, die ganze Zeit waren die Talentsucher total auf dem Holzweg als sie z.B. Top-Physiker zuerst bei den Männern suchten!“

            Warum nicht einfach in Physik-LKs suchen? Oder bei Leuten, die Physik studieren? Einfach generell Männer zu überprüfen bringt gar nichts, der typische Mann ist kein Top-Physiker. und innerhalb eines Physikstudiumsemesters die Frau zu studieren, die eben Top in Physik ist, bringt auch nichts, auch wenn sie selten ist.

          • @Borat

            „Der Karl Dall ist nicht besser in Physik als die Liselotte Pulver? Da bin ich aber platt.“

            Dennoch wäre das eben dein Auswahlkritierium

            „Wir stehen vor einer Revolution, die ganze Zeit waren die Talentsucher total auf dem Holzweg als sie z.B. Top-Physiker zuerst bei den Männern suchten!“

            Warum nicht einfach in Physik-LKs suchen? Oder bei Leuten, die Physik studieren? Einfach generell Männer zu überprüfen bringt gar nichts, der typische Mann ist kein Top-Physiker. und innerhalb eines Physikstudiumsemesters die Frau zu studieren, die eben Top in Physik ist, bringt auch nichts, auch wenn sie selten ist.

        • @christian

          *Warum nicht einfach in Physik-LKs suchen?*

          So wie die Girls da reingeprügelt werden?

          Da kommt dann mein inverser Girls-Day-Filter und mein inverses Quotenfilter zum Einsatz und sortiert erst mal die hälfte Aus.

          Und weil es den Jungs schwerer gemacht werden muss und wohl auch wird würde ich auch mal an der Sonderschule und bei den „Minderleistern“ suchen.

          • @borat

            „So wie die Girls da reingeprügelt werden?“

            Wo werden sie das denn? Gerade im Bereich des LKs werden die wenigsten aus politischen Gründen das eigene Abi erschweren wollen. Frauen, die den Physik-LK wählen machen das meist, weil sie in dem Bereich gut sind.
            Und sie schreiben immer noch die gleichen Klausuren, man kann einfach die Noten vergleichen.

            „Da kommt dann mein inverser Girls-Day-Filter und mein inverses Quotenfilter zum Einsatz und sortiert erst mal die hälfte Aus.“

            Das belegt eben allenfalls deinen Sexismus. Effektiver wird es wohl sein, die auszusortieren, die eher eine 4 oder schlechter schreiben und die, die eine 1 oder 2 schreiben näher zu betrachten

        • @christian

          Ich bin da nicht so sicher wegen weiblich dominierter Lehrerschaft wenn auch nicht so an Gymnasien, „affirmative actions“ für die Girls, wohlwollendere Benotung, und dem Gegenteil für Jungs, siehe Österreich und NC Medizin.

          Ich kenne eine diplomierte Physikerin.

          Darin Anderen zu Erklären wie alles funktioniert ist sie auch echt gut, bloß dass es halt nicht so ganz stimmt, Rückfragen böse sind und sie mit der praktischen Anwendung ihres theoretisch scheinbar auch nicht besonders präzisen Wissens Probleme hat.

          Deswegen arbeitet sie wohl nach der staatsnahen Beschäftigung an der Uni jetzt irgendwo im Verkauf oder HR-Management.

          Ich habe nur eine Frau erlebt die wohl in ihrem Bereich auch wirklich was drauf hatte, gut und unauffälllig, weder anmaßend, aufgeblasen noch neurotisch.

          Männer sind aber auch meist aufgeblasen und blasiert, doch wie gesagt die Quote von welchen die wirklich was drauf haben ist deutlich höher.

          • @Borat

            „Ich habe nur eine Frau erlebt die wohl in ihrem Bereich auch wirklich was drauf hatte, gut und unauffälllig, weder anmaßend, aufgeblasen noch neurotisch.“

            Und? das sagt schlicht nichts über Einzelpersonen aus. Der Anteil der Männer, die in dem Bereich was drauf haben ist ja auch bezogen auf Männer an sich sehr gering. Geschlecht ist insofern ein schlechtes Auswahlkriterium für die Spitze. Dennoch kann es zu einer stark ungleichmäßigen verteilung an der Spitze kommen.

        • @ Cristian

          „Das bedeutet aber nicht, dass man gute Frauen per se ablehnen sollte. Beides ist schlicht ein Unterschied.“

          Keiner behauptet hier man soll gute
          Frauen ablehnen. Nur auf technischen
          Gebieten sind sie extrem rar. Zudem
          sind auch die wirklich guten fast
          immer viel schmalbandiger als Männer.
          Sie sind ev. in der Ausführung von
          komplexen aber klar definierten
          Prozessen sogar besser, zuverlässiger
          und flinker als mache Männer.
          Nur wenn es um die Weiterentwicklung
          und Modifikation von Geräten,
          Werkzeugen geht ist halt nicht so
          viel zu erwarten.

        • *Und? das sagt schlicht nichts über Einzelpersonen aus.*

          Doch, ich ziehe daraus meine Wahrscheinlichkeiten auf was ich wohl treffe, eine essentielle Tätigkeit des Gehirns, wir wären ohne diese Fähigkeit nicht Lebensfähig, viel zu langsam.

          *Geschlecht ist insofern ein schlechtes Auswahlkriterium für die Spitze.*

          Gemessen an seiner Einfachheit wird es schon wesentlich besser.

          Und die vor allem von Frauen viel zitierte Qualifikation scheint ja, gemessen am Aufwand, kein so tolles Kriterium zu sein, so wenig Frauen in Führung und als Unternehmensgründer trotz der tollen Qualifikation, oder ist das alles wieder Patriarchat und Unterdrückung?

        • „Und die vor allem von Frauen viel zitierte Qualifikation scheint ja, gemessen am Aufwand, kein so tolles Kriterium zu sein, so wenig Frauen in Führung und als Unternehmensgründer trotz der tollen Qualifikation, oder ist das alles wieder Patriarchat und Unterdrückung?“

          Der Blick auf die Spitze ist insgesamt eine Form der Apex Fallacy, denn die „mittlere Ebene“ bleibt unberücksichtigt. Man schaut nur auf die DAX-Vorstände, aber fragt dann nicht, wer in den Behörden (also einem Bereich mit hohem Frauenanteil) die Abteilungen leitet. Oder in den Krankenhäusern und Schulen. Ich wage mal zu behaupten, dass das ganze Bild dieser Diskussion um Quote und Posten schief ist, weil zu sehr an extreme Elitepositionen orientiert.

        • @Lomi

          *wer in den Behörden (also einem Bereich mit hohem Frauenanteil) die Abteilungen leitet.*

          Ich lasse in meiner Machofilterbubble nur wertschöpfende Führungskräfte gelten.

          Die Frage ist für mich wie sehr es „Apex-Fallacy“ ist, wie gut ist das Kriterium Bildung gemessen am Aufwand zum Kriterium Geschlecht, was meist in 100ms jedem offensichtlich ist?

          Doch das sind böse Gedanken.

    • @all
      Mein Gott, lasst sie doch. Sie haben doch sonst keinen Ort um ihre Herrenmenschenfantasien auszuschmücken.
      Frauen sind hübsch anzusehen aber ein bisschen dumm und egozentrisch wie Kleinkinder, daher sind auch sämtliche Ambitionen, die übers hübsch aussehen und Kinder in die Welt setzen hinausgehen, lächerlich und grenzen an Größenwahn.

      Wie sollen sie das doch mal den Frauen in ihrem Umfeld so aufs Brot schmieren, ihrer Bankberaterin, der Kindergärtnerin/Lehrerin des Kindes, ihrer Friseurin oder, soll ja heutzutage in unseren verrückten Zeiten vorkommen, ihrer Vorgesetzten.
      Und wenn diese Frauen dann verstimmt, oder gar wütend würden ist das doch nur wieder ein Zeichen für unsere femizentrische Welt, in der diese Gören doch tatsächlich die Stirn haben, einem MANN zu widersprechen. Sodom und Gomorrha. Untergang des Abendlandes. Und so weiter. Man darf ja auch GAR NICHTS MEHR SAGEN!

      • @marenleinchen

        Nicht so aufregen.

        Man setze was du Sagst in den Kontext weiblicher/feministischer Ansprüche und deren entsprechenden Realitäten die mit Redeverboten, Political Correctness, Frauenhass, Unmenschlichkeit, Ewiggestrigkeit, dunklen Zeiten, Trollerei und Mimimimi vermint sind.

      • @marenleinchen

        Es ist ja die Frauen, die ständig unterstellen und auf Aggro gemacht haben und machen.

        Und eine misandrische Stimmung mit Männerdämonisierung und Verhetzung geschaffen haben.

        Das wird ja immer weiblicherseits so gern vergessen. Die gegenüber der Manossphere männerverhetzende femimistische Internetwelt sieht da ja etwas sehr heftiger aus. Und das ist wohl noch mehr als etwas untertrieben.

        Ursache Wirkung. Jetzt schauen sie tatsächlich hin, die Männer.

        Und hier ist es eigentlich noch wohlwollend harmlos und intellektuell.

        Die du uns gerad lang machen möchtest.

      • Bla bla bla, die Misandrie/Unterdrückung des WHM ist doch gefühlt erst dann aufgekommen, als man bestimmte Personengruppen nicht mehr wie Untermenschen behandeln durfte.
        Vorher wurden Männer genauso scheiße behandelt, wenn nicht beschissener, aber das war ja ok, weil man ja genug Frauen/Neger/Kanacken/Kommunisten etc. hatte, bei denen man nach unten treten durfte, während man nach oben gebuckelt hat. Das gibt einem dann ja schon so ein Überlegenheitsgefühl, ich bin zwar nur ein Hilfsarbeiter mit Sonderschulabschluß aber immerhin bin ich weiß und ein Mann, und nicht so ein perverser dazu. Ich bin also besser als „die Anderen“

        Es ist kein Zufall, dass Misogynie gerne im Verbund mit Homophobie und Fremdenfeindlichkeit oder Sozialdarwinismus auftritt.

        • @ Maren

          „Es ist kein Zufall, dass Misogynie gerne im Verbund mit Homophobie und Fremdenfeindlichkeit oder Sozialdarwinismus auftritt.“

          Stimmt.
          Es ist aber auch kein Zufall, dass Misandrie ebenfalls gerne im Verbund mit anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auftritt.

          Zu Homophobie im Feminismus siehe z.B. die Diskussion, die ich kürzlich bei Onyx zum Thema führte (wobei Onyx selbst feministische Homophobie natürlich ablehnt):

          http://onyxgedankensalat.wordpress.com/2014/05/18/homosexualitat-und-maskulismus/

          Oder radikalfeministische Transphobie:

          http://genderama.blogspot.de/2013/04/mannerrechtler-unterbinden-konferenz.html

          http://genderidentitywatch.files.wordpress.com/2013/08/forbidden-discourse_-the-silencing-of-feminist-criticism-of-e2809cgendere2809d-_-pandagon.pdf

          Oder feministischer Antisemitismus:

          http://www.amazon.de/Freundliche-Frauen-Frauenfeindlichkeit-esoterischen-Feminismus/dp/3865690203/ref=sr_1_fkmr1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1404150079&sr=1-3-fkmr1&keywords=freundliche+frauen+judenfeindlichkeit

          Oder Kinderfeindlichkeit im radikalen Feminismus:

          http://www.amazon.de/Hilfe-Mein-Sohn-wird-Macker/dp/3596247489/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1404150617&sr=1-1&keywords=Hilfe+mein+Sohn+wird+ein+Macker

          Siehe zu weiteren Informationen auch das Kapitel “Was haben linke Männer (und Frauen) gegen den Feminismus?” aus Arne Hoffmanns großartigem Buch “Plädoyer für eine linke Männerpolitik”. Es enthält u.a. Abschnitte zu den Themen Frauenfeindlichkeit und Kinderfeindlichkeit im radikalen Feminismus, radikalfeministische Hate Speech, faschistoide, antisemitische und totalitäre Aspekten im radikalen Feminismus – alles mit Belegquellen.

          Und auch beim PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Mannes“ im politisch korrekten (vulgär-)poststrukturalistischen Gender-Feminismus besteht eine Intersektionalität von Misandrie mit anti-weißem Rassismus und Heterophobie.

        • @leszek
          Ernsthaft, so langsam kann ich dich nicht mehr ernstnehmen, no offense.
          Der gesamte Strang hier ist ein Gipfeltreffen des Abschaums der MRAs und du hast nichts besseres zu tun als die Links zu posten die du immer postest (seriously, hast du da sowas wie nen Bot für?) und einen von Heterosexismus und Rassismus gegen Weiße zu erzählen, um zu sagen „Aber guck mal die da hinten! Noch viel schlimmer!“

        • @ Maren

          „Ernsthaft, so langsam kann ich dich nicht mehr ernstnehmen, no offense.“

          Das macht nichts, ich bin es gewohnt mich bei verschiedenen Stellen unbeliebt zu machen. 🙂

          „Der gesamte Strang hier ist ein Gipfeltreffen des Abschaums der MRAs“

          Hab ihn nicht ganz gelesen. Allerdings habe ich deiner Aussage, dass verschiedene Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oft zusammenhängen ja zugestimmt.

          „und du hast nichts besseres zu tun als die Links zu posten die du immer postest (seriously, hast du da sowas wie nen Bot für?) und einen von Heterosexismus und Rassismus gegen Weiße zu erzählen, um zu sagen “Aber guck mal die da hinten! Noch viel schlimmer!”

          Ich tendiere eben dazu ein Thema dialektisch von mehreren Seiten zu beleuchten.

          Übrigens ist Heterosexismus etwas anderes als Heterophobie.

        • @marenleinchen

          „Der gesamte Strang hier ist ein Gipfeltreffen des Abschaums der MRAs“

          Why should a man bother what
          fat chicks beyond shelf life
          think of him?

        • @Borat

          Von unserem Leinchen hab ich noch nie etwas anderes als kindlich mobbing-artiges Lästern gehört bzw. gelesen.

          Kann man eigentlich nicht wirklich ernst nehmen. Ist teilweise auch amüsant.

          Schlimm wirds nur, wenn solche Frauen tatsächlich Politik machen.

          Einige davon müssen wir ja leider ertragen.

          Verantwortung für den Schaden den sie anrichten, werden sie wohl nicht übernehmen müssen.

          Durchfüttern muß der Steuerzahler sie dann auch noch. Wohl eigentliche Alimentierungsgrund warum sie es überhaupt machen.

          Trifft aber leider auf einige Kasper und Clowns, die heutzutage als MDBs und MDLs ausgehalten werden, auch zu.

        • @ Marenleinchen

          *Der gesamte Strang hier ist ein Gipfeltreffen des Abschaums der MRAs ..*

          Und ich war nicht mal dabei 😦

          Will auch Abschaum sein!

          Wenn ich schon kein aktivistischer Aktivist bin, reicht’s vielleicht wenigstens dazu.

        • @ petpanther

          *Schlimm wirds nur, wenn solche Frauen tatsächlich Politik machen.*

          Na ja, erst wird Marenleinchen mal Lehrerin. Die kleinen Buben dürfen sich freuen.

        • @ddbz

          Also mein marenleinchen^-1 (inverses marenleinchen filter) macht aus ihrem Satz mit Abschaum eines ihrer schönsten Komplimente.

          Leider gibt es zu oft eine Division durch null bei der Berechnung des inversen Marenleinchenfilters, ich vermute wegen zu vielen semantischen Nullstellen.

        • @ Borat

          „Also mein marenleinchen^-1 (inverses marenleinchen filter) macht aus ihrem Satz mit Abschaum eines ihrer schönsten Komplimente.“

          Ziehe doch einfach die Wurzel aus -1
          und es verliert sich im imaginären
          Raum. Ich denke dort kommt es eher
          selten vor, dass Mann von Frauen
          belästigt wird.

        • Könnte mann nicht eine Liste auslegen, in der Mann sich eintragen kann?

          Oder noch besser eine Geheimgesellschaft, die Loge des Abschaums der MRA.
          Der letzte Brückenkopf der patriarchalen Verschwörung.

          Wo kann ich zeichnen?

        • @ oh

          „Oder noch besser eine Geheimgesellschaft, die Loge des Abschaums der MRA.
          Der letzte Brückenkopf der patriarchalen Verschwörung.“

          Ich möchte Dich nur vorwarnen, der Nachweis
          einer einfachen sexuellen Belästigung wir
          als Aufnahmekriterium nicht genügen.

          „Oder noch besser eine Geheimgesellschaft, die Loge des Abschaums der MRA.
          Der letzte Brückenkopf der patriarchalen Verschwörung.“

          Ich möchte Dich nur vorwarnen, der Nachweis
          einer einfachen sexuellen Belästigung wir
          als Aufnahmekriterium nicht genügen.

        • @ Red Pill,

          Wieso sexuelle Belästigung?

          Ich dachte der Abschaum der MRA zeichnet sich vor Allem durch seine kompromisslos kritische Haltung gegenüber dem
          schwachen, höherwertigen, armen , unterdrückten, freidfertigen und selbstlosen Geschlecht aus, das zudem auch noch gesellschaftlich konstruiert ist.

          Einziges Aufnahmekriterium sind die blauen Flecken, die Mann erhalten hat, wenn er öffentlich hinsteht und sagt, das stimmt doch gar nicht, was ihr da erzählt.

          An den Hintern fassen ist keine Leistung, da u.U. erwünscht.

        • @ Maren

          Das PC-Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“ ist aus männerrechtlicher Perspektive UNTER ANDEREM deshalb problematisch, weil es die Wahrnehmung und Anerkennung männlicher Diskriminierungen und sozialer Problemlagen,

          http://www.vaetersorgen.de/Maennerbewegung.html

          http://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

          die ja schon in Bezug auf Jungen und Männer AN SICH im Mainstream erschwert ist, noch einmal zusätzlich erschwert, wenn es sich dabei um Jungen und Männer handelt, die zufällig weiß und heterosexuell sind.

          Dass dieses PC-Feindbild aber auch aus sozialistischer und sozialdemokraticher Perspektive problematisch ist (vielleicht für dich als Sozialdemokratin nicht uninteressant), erklärt der sozialistische PC-Kritiker Walter Benn Michaels in folgendem Interview.
          Walter Benn Michaels zufolge trägt dies nämlich dazu bei, dass das ARMUTSPROBLEM bezüglich der weißen Unterschicht von größeren Teilen der akademischen Linken in den USA nicht angemessen als Problem wahrgenommen wird.

          BKS: On the relationship of the academic Left to the white working class, do you see it one of neglect or outright contempt?

          Walter Benn Michaels: You know it is kind of striking that universities think of themselves and are thought of by their opponents—gratifyingly for the universities themselves—as the most liberal institutions in America today. You have a vision of social justice in which it consists of nothing but basically non-discrimination and no university faculty is outraged by that. But I don’t think it’s because professors are psychologically indifferent to the working class, I think it’s because they’re indifferent to the phenomenon of exploitation. Professors don’t really worry about any form of inequality that isn’t produced by discrimination. We worry a lot about whether women are treated fairly in math classes but we don’t worry at all about that the salaries of the women who clean our offices. More often than not I would guess we feel like those salaries are what those women are worth.
          Victimization that does not take place through discrimination is invisible and that’s why it’s worth remembering that the vast majority of poor people in the country are White. After all, the country is about 70 percent white and if you look at the bottom quintile of income it’s about 61 percent white, so it’s an absolute majority. Sure, some will acknowledge “Appalachia” at least, but it’s 61 percent and there aren’t that many people in Appalachia. They are in Chicago, they are in Washington, you don’t have to go that far to see poor people and the minute I say something like that the Richard Kims of the world say “See all he’s worried about is the injustice being done to poor white people,” but it’s obvious that that’s not the point. It’s obvious that the utility, as it were, of poor white people in this discussion is that they are poor not because they are the victims of prejudice; they are poor because of other structures of exploitation.
          The fact that most of our poverty is not produced by prejudice should suggest to us that if we are actually concerned about poverty, no matter how much anti-discrimination work we do we are not going to take care of the poverty problem, certainly not in our little test group, the 61 percent of the country who are poor and White. So there are two ways to deal with that; one you say “Okay maybe it’s true that we should focus a little less on discrimination and a little more on other forms of dealing with this inequality,” or, two, the state of the art thing which is to say, “No actually it’s false. White people have been the victim of discrimination, because the lower class is itself a victim of discrimination.”
          I wrote a piece on this last year based on the Gates episode for the London Review of Books, a review of a book that had just come out in the U.K. about extending anti-discrimination to deal with the white working class, as if the problem with the white working class was that it was insufficiently respected and that if you could only get a few more White working class guys up at the top … basically just treating the white working class as if it were an identity. That’s cutting edge neoliberalism.

          https://www.jacobinmag.com/2011/01/let-them-eat-diversity/

        • Und du willst deine total überhaupt nicht angepisst-frauenfeindliche Haltung und die deiner Mitstreiter widerlegen indem du hier nen Channel postest, wo einem direkt Frauen in Unterwäsche anlachen, und eiin Kommentator sich darüber freut dass sie ja mal alt und häßlich werden und damit quasi obsolet werden? Ernsthaft?
          Ihr seid doch alle nicht mehr ganz knusper…
          Ich geh jetzt Fußi gucken.

        • @ marenleinchen

          Wenn du mit deinen kleine-Mädchen-Frotzeleien fertig bist, kannste dir ja mal nach dem Fußball was Ernsthafteres (und nicht wie in deiner kleine-Mädchen-Welt offenbar üblich selbstgefällig Fabriziertes), aber dafür eher Zutreffendes anschauen.

        • *Eins noch: dieses (vor allem technisch) überlegene, weil männliche Geschöpf ist offenbar nicht in der Lage einen Youtube Link zu posten. Köstlich*

          Das scheint ihr ja wirklich gefallen zu haben, das mit der „Überlegenheit“.

          Dabei will ich daran erinnern dass Feminismus wie wir ihn praktisch vorfinden die Überlegenheit bis zum erbrechen exerziert:

          Die (moralische) Überlegenheit der Frau mit der dann alle Vorteile und Ressourcentransfers die Frauen gewährt werden sollen legitimiert werden, wie die (Erb)Schuld der Männer die das leisten sollen konstruiert wird.

          Der faktische, gesellschaftlich und politisch etablierte Allerweltsfeminismus kreist um die moralische Überlegenheit der Frau und die Schuld des Mannes und reagiert deswegen sehr empfindlich auf Suggestionen das könnte nicht so sein, auf die Wahrheit, auf Enttarnung dieser Lüge.

          Wenn hier also dargestellt wird dass Männer bei etwas gut nachvollziehbarem „überlegen“ sind, so läuten bei der Feministin oder auch Alltagsfeministin alle Alarmglocken, sie sieht ihr Dogma der weiblichen Überlegenheit in Gefahr.

          Es sind ähnliche Reaktionen bei einer Narzisst.I.n wenn ihr nicht das perfekte Selbstbild reflektiert wird.

          Feminist.I.nnen, der Feminismus (jeglicher Art) ist fixiert auf „Überlegenheit“, auf „Unterdrückung“ ergo auf Macht, die eigene erlogene Macht.

          So behauptet und impliziert der Feminismus die (moralische) Überlegenheit der Frau und will das gleichzeitig gegen Kritik immunisieren in dem er die Aussprache und das Aufzeigen von praktisch nachvollziehbarem was als „Überlegenheit“ gewertet werden kann z.B. als sexistisch und frauenfeindlich verbietet.

          Gäbe es das nur im Rahmen der „Evoanstalt“ und würde sich in eher offensichtlich-plumper Weise zeigen, wäre es ja kaum der Rede wert, doch die ganze Politik, Medien und die Administrative ist durchzogen damit und je höher man in die Hierarchie geht desto besser getarnt, tiefer vergraben, verneint und vermint für den Durchschnittsbürger ist dieser Machtanspruch auf einer Lüge über die moralische Überlegenheit der Frau und der (Erb)Schuld des Mannes aufbauend.

        • @Red Pill

          Unter dem Link auf Sandman’s Account in dem GWWs Vortrag gepostet ist, hat er das Thema „The Wall“ aufgegriffen. Hab ich zuerst gar nicht bemerkt. Aber hier doch sehr passend (weiter unten mehr dazu) 🙂

          @ Borat

          Ganz genau.

          Dazu auch im obigen Link von Red Pill zum weiblichen „Diskursstil“ und dem Gefühl männlicher Überlegenheit.

          „She attempts to attack what she describes as „male wishful thinking“ with a combination of conventional female shaming, ad hominem, illogic, and an appeal to authority.“

          Ein schöner Satz dazu.

          Hätte ich nicht besser sagen können.

          Und passt so herrlich in den Kontext 🙂

          Es fehlt eigentlich noch das Fabrizieren von dienlichen diffamierenden Pseudo-Realitäten. Auch bezüglich ihrer Opfer- und Sündenbock Narrativen geschichtlich gesehen. Dazu dann Straughans Vortrag.

      • Ohne die ständigen Einwürfe der Briten gäbe es eine Europäische Hymne, einen Aussenminister und eine viel engere Europäische Integration. Es wurde immer und immer wieder dagegen gearbeitet von britischer seite. Das ist genau das gleiche Muster.

        • @ o. h.

          Also bitte.

          Solange die Briten das erledigen, müssen es die Franzosen und die Spanier nicht machen.

          Die einzigen wirklich begeisterten Anhänger eines europäischen Superstaates sind die „unglücklichen“ Nationen: die Deutschen (die das 4. Reich gründen wollen) und die Italiener, die hoffen, von Brüssel aus besser (oder noch ineffektiver – wie man’s nimmt) regiert zu werden als von Rom.

        • @ Alexander

          „und die Italiener, die hoffen, von Brüssel aus besser (oder noch ineffektiver – wie man’s nimmt) regiert zu werden als von Rom.“

          Wird aber auch nichts mehr daran
          ändern, dass es bald kein Witz
          mehr ist, wenn man sagt: Südlich
          von Rom beginnt Afrika.

        • @Red Pill

          Eher schon südlich der Elbe.

          Die Briten sind nicht effektiv genug. Vielleicht machens die Spanier.

          Die Italiener haben seit Rom nichts mehr gebacken bekommen. Die Päpste waren ja auch eher mit dem Heiligen Römischen Deutscher Nation unterwegs. Vielleicht die Borgia. Aber Machiavelli reicht da wohl nicht mehr.

    • Das ist falsch, denn niemand verbietet es Dir, Dich zu äußern. Zu behaupten, Du könntest Dich nicht äußern, mündet in einer verdeckten Art von male hypoagency. Hier hilft nur erwachsene Verantwortung für sich selbst.

      • *Das ist falsch, denn niemand verbietet es Dir, Dich zu äußern.*

        Und niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.

        *Du könntest Dich nicht äußern, mündet in einer verdeckten Art von male hypoagency.Hier hilft nur erwachsene Verantwortung für sich selbst.*

        Wie willst du beurteilen ob ich meinen Handlungsspielraum nicht ausnutze?

        Ich habe mich schon mal räumlich von der westlichen Welt getrennt und werde mich immer weiter (auch finanziell) von der westlichen Welt mit ihrer zu teuren female Hypoagency entfernen.

      • @ LoMi

        „Das ist falsch, denn niemand verbietet es Dir, Dich zu äußern.“

        Wenn Mann mit der Analyse durch ist und
        auch Alles gesagt ist, kommt die Zeit
        zum handeln.
        Die Realität wird nicht primär durch
        Worte produziert.
        Men are human doings!

        • „Wenn Mann mit der Analyse durch ist und
          auch Alles gesagt ist, kommt die Zeit
          zum handeln.“

          Das ist logischerweise die Schlussfolgerung aus dem Eingangspost oben.

        • @ Red Pill

          *Die Realität wird nicht primär durch
          Worte produziert.
          Men are human doings!*

          Auch Nicht-Handeln ist ein Handeln.

          Bin da eher „Taoist“.

          Oder halte es mit Seneca,

          *Der eine erstrebt die Muße aus Vorsatz, der andere aus gutem Grund; jener Grund aber hat einen weiten Spielraum. Wenn der Staat verdorbener ist, als dass ihm geholfen werden könnte, wenn sich üble Menschen seiner bemächtigt haben, wird sich der Weise nicht unnötigerweise anstrengen und sich nicht aufopfern, da er keinen Nutzen erbringen wird; wenn er zu wenig Einfluss oder Stärke haben und der Staat nicht bereit sein wird, jenen zu akzeptieren, wenn Krankheit jenen behindern wird, wird er genauso wenig, wie er ein leck geschlagenes Schiff ins Meer auslaufen ließe und kraftlos sich zum Kriegsdienst meldete, sich mit einem Weg befassen, von dessen Schwierigkeit er wissen wird.*

          Quelle: De otio II 1-III 2.

          http://www.romanum.de/latein/uebersetzungen/seneca/de_otio/de_otio.xml#anchorII.1

          Wobei es (noch) weniger die Korruption des Staates selbst ist, die die Lage hoffnungslos erscheinen lässt als die der ihn tragenen Kultur.

          Feminismus ist ja nur eine Superinfektion, Folge des kulturellen „AIDS“, der zugrundeliegenden, viel umfassenderen Abwehrschwäche.

  4. Ich schätze, ein großes Hindernis in der Debatte ist ein kollektives schlechtes Gewissen der Männer. Man zeigt auf die Vergangenheit oder andere Länder, wo es reale und unverzeihliche Unterdrückung von Frauen gibt und schon hat man vielen Leuten eine Kollektivschuld eingeredet.
    Man will es besser machen, als die Don Drapers vergangener Zeiten, übersieht aber, dass man nicht dafür verantwortlich ist, was diese taten. Sie hatten die Vorteile, man selbst die Nachteile – und ebenso profitieren davon nicht die Frauen, die vorher benachteiligt waren, sondern ihre Nachkommen.
    So läuft es auch in der Gegenwart: Man nimmt einzelne Nachteile von Frauen, hält sie Männern (die unschuldig an ihnen sind) vor und schon haben sie das Gefühl, jetzt ausgleichen zu müssen.

    Ich zögere etwas, es hier zu erwähnen, aber dieser Artikel ist vielleicht in diesem Zusammenhang nicht ganz uninteressant:

    http://therawness.com/the-myth-of-female-maturity-part-1/

    Wie der Verfasser selbst schon sagt, spüre auch ich ein absolutes unbehagen bei seiner Grundtheorie, obwohl sie nichts härteres sagt, als andersherum völlig unproblematisch über Männer gesagt wird. Ich weiß nicht, was ich von seiner Theorie halten soll, aber seine Beobachtung an sich ist schon interessant.
    Auch mir kommt es so vor, als wenn Männer Frauenhass vielmehr zu ihrem Problem machen, als andersherum Frauen Männerhass zu ihrem. Von frauenfeindlichen Ausbrüchen distanzieren wir uns immer sofort, aber Alice Schwarzers Rechtsstaatfeindlichkeiten werden von Feministinnen in der Regel simpel abgetan als eine Meinung, die nicht die ihre ist und die sie sich nicht zurechnen müssen. – Damit haben sie ja auch recht, aber wieso gilt es nicht andersherum? Vielleicht sind wir wirklich alle von einem Mythos weiblicher Unfehlbarkeit geprägt.

    • „Vielleicht sind wir wirklich alle von einem Mythos weiblicher Unfehlbarkeit geprägt.“

      Diesen Mythos gibt es. Er hat viele Formen. Einerseits gibt es esoterische Strömungen, wo Frauen in positiver Weise als Hexen und Heilerinnen verstanden werden. Es wird auch gerne behauptet, dass Frauen naturnäher sein, dies natürlich auch positiv verstanden.

      Es gibt andererseits die häufig auch öffentlich getroffenen Aussagen, dass Frauen intelligenter, sozial kompetenter, moralischer als Männer seien. Es ist gang und gäbe, Probleme in Unternehmen oder in der Politik auf männliches Sandkastenverhalten zurückzuführen, also auf einen permanenten unreifen Schwanzvergleich bzw. auf Machtgebahren. Nicht wenige empfehlen dann, dass Politik weiblicher werden müsse, damit sie auch friedlicher werde.

      Ich meine, dass diese Erzählungen unsere Kultur stark durchdrungen haben. Das schlägt sich doch erkennbar nieder: in geringerer Strafverfolgung von Frauen, in der Annahme, dass nur Männer Täter und Frauen nur Opfer sein könnten usw.

    • @DMJ

      „Wie der Verfasser selbst schon sagt, spüre auch ich ein absolutes unbehagen bei seiner Grundtheorie, obwohl sie nichts härteres sagt, als andersherum völlig unproblematisch über Männer gesagt wird. Ich weiß nicht, was ich von seiner Theorie halten soll, aber seine Beobachtung an sich ist schon interessant.“

      ich denke, dass man zunächst erst einmal „Erwachsensein“ definieren muss. Und dann gegebenfalls noch berücksichtigen muss, dass es für Frauen und Männer verschiedene Bereiche davon geben kann.

      Ist ein 30jähriger, der videospiele spielt unreif?
      Ist es ein 30jähriger, der noch keine Kinder will?
      Ist eine 30jährige, die Politik langweilig findet, per se unreif?

      Wenn man auf die Verantwortung abstellt, ein Kind großzuziehen sind vielleicht mehr Frauen erwachsen, wenn man auf die Verantwortung abstellt, dass Geld dafür zu verdienen könnte man Männer als erwachsener ansehen. Man könnte auch schlicht von verschiedenen Aufgaben sprechen.

      • @ Christian

        „Wenn man auf die Verantwortung abstellt, ein Kind großzuziehen sind vielleicht mehr Frauen erwachsen, wenn man auf die Verantwortung abstellt, dass Geld dafür zu verdienen könnte man Männer als erwachsener ansehen. Man könnte auch schlicht von verschiedenen Aufgaben sprechen.“

        Es ist ja auch interessant die Unterschiede
        im körperlichen wie auch im kognitiven
        Reifungsprozess von Frauen und Männern
        zu beobachten.
        Neben dem zeitlichen Verlauf ist dabei
        auch die grössere Streubreite bei den
        Männern zu erwähnen.

    • @DMJ

      *Man zeigt auf die Vergangenheit oder andere Länder, wo es reale und unverzeihliche Unterdrückung von Frauen gibt und schon hat man vielen Leuten eine Kollektivschuld eingeredet.*

      Das „unverzeihlich“ klingt wie das dogmatische Fundament des Feminismus.

      Ich behaupte es gab über ausreichend lange Zeit betrachtet im Schnitt genau so viel Frauenunterdrückung wie Männerunterdrückung, denn nur wenn beide gleichermaßen und optimal „unterdrückt“ sind, zusammenarbeiten, sich von der Evolution „unterdrücken“ lassen, sind sie evolutionär erfolgreich, vermehren sich und setzen sich durch und stellen die Zukunft des Menschs.

      Unterdrückung ist ein Feministischer Kampfbegriff, ist Projektion denn es ist was Feminismus tut.

      Es sind aus dem Kontext gerissene Aspekte, evtl. sogar falsch meist aber zumindest verfälscht, die unbedarften in derem Kontext erzählt werden um sie zu manipulieren und aufzuhetzen.

      • @Borat:
        Auch da ist was dran, tatsächlich unterdrücken auch die repressivsten Systeme meist nicht nur zielgerichtet die Frauen. Nehmen wir die (zweifellos enorm frauenfeindlichen) Taliban als Beispiel, haben ja auch jede Menge Männer nichts unter ihnen zu lachen.
        Und es stimmt natürlich, dass mit dem Mehr an Rechten, welche Männer historisch hatten, auch meist ein Mehr an Pflichten kam. Dennoch hatten sie halt historisch gesehen meist mehr Freiheiten. – Was nur eben nicht an einer ominösen patriarchalischen Weltverschwörung liegt, sondern schlicht dem Umstand, dass wir alle ursprünglich aus einer Kriegergesellschaft stammen.

        Wie gesagt, ohne zur Kernthese des verlinkten Artikels etwas sagen zu wollen, scheint mir die ganze Sache mit dem kollektiven schlechten Gewissen der Männer doch interessant und beobachtenswert. Vielleicht ist es tatsächlich zum Teil hausgemacht, etwa über falsch verstandene Ritterlichkeit oder unangebrachtes Nachgeben.

        @LoMi:
        „Ich erlebe es für mich selbst halt so, dass mitunter die Lektüre solcher Blogs und der Kommentare bei mir ein sehr negatives Frauenbild befördert. Dieses ist dann aber eher emotional. Besser wäre Gelassenheit.“
        Ja, die Sorge habe ich auch. Natürlich muss sich eine Bewegung, welche Veränderungen bewirken will, vor allem mit den Problemen des aktuellen Zustandes beschäftigen, nur muss sie aufpassen, diese auch nicht zu überschätzen oder zu verallgemeinern.
        Am anderen Beispiel: Wer etwa gegen Polizeibrutalität vorgeht, darf zwischen all den Fällen brutaler Polizisten, die er behandelt, nicht vergessen, dass ja überhaupt nur die schwarzen Schafe in seinen Bereich fallen, er von ihnen also nicht auf die Mehrheit der Polizisten da draußen schließen darf. So etwas ähnliches scheine ich in der Masku-Szene auch immer wieder zu beobachten und damit in die Gefahr kommen, die Fehler des Feminismus‘ zu wiederholen.

        • @DMJ

          Die Taliban?

          Die sind doch mehr ein Produkt von US – „Interventionen“ und US-Propaganda als alles andere.

          *Dennoch hatten sie halt historisch gesehen meist mehr Freiheiten.*

          Eben dass glaube ich nicht, im Schnitt, denn wie ich sagte: Die Gesellschaft die beide Geschlechter optimal „nutzt“, für die Aufgabe der Evolution also der erfolgreichen Vermehrung des Menschs hat langfristig gewonnen.

          Würde ein Geschlecht nach diesem entscheidenden Kriterium der Evolution das andere Ausnutzen, so wäre das weniger Effektiv in form von Zahl und Qualität des Nachwuchs, und die Evolution lässt das effektivere sich stärker Vermehren.

          Gleichzeitig hätte sich dann der Mann zu einem absoluten Monster aus feminstischen Märchen entwickeln müssen, denn nichts hätte die Evolution daran gehindert eine kleine „Ungerechtigkeit“ der verschiedenartigen Geschlechter über zigtausende Generationen extrem zu verstärken, doch es scheint eine Gegenkraft zu geben die das stabilisiert, wie schon gesagt.

          Nun, schaut man den realexistierenden Mann im Feminismus an, dann gibt es die Monster wohl nur aus Erzählungen, doch jeder Mann entschuldigt sich Quasi im Vorfeld er ist ein Unterdrückermonster dass sich bessern will sobald die Frauen die ach so notwendige „Frauenbefreiung“ auch nur suggerieren.

          Es gab nie eine Unterdrückung der Frau, im Schnitt, und ich weiss nicht ob die Talibanfrau so unglücklich ist wie die moderne Westfrau die „Kind und Karriere“ nicht vereinbaren kann.

          Die ganze Geschlechergerechtigkeitshyterie ist ein sehr kurzfristiges Phänomen.

        • @ DMJ

          „Und es stimmt natürlich, dass mit dem Mehr an Rechten, welche Männer historisch hatten, auch meist ein Mehr an Pflichten kam. Dennoch hatten sie halt historisch gesehen meist mehr Freiheiten.“

          Für diese Freiheiten zahlten sie auch
          einen hohen Preis. Viele starben dabei
          im Kampf oder kehrten als Krüppel
          zurück. Einige kamen mit reicher
          Beute nach Hause und rissen sich
          die Hoties unter den Nagel.
          Alles im Leben hat seinen Preis.
          Heutige Frauen meinen dieses Prinzip
          sollte nur für Männer gelten.

        • Dass auch das männliche Leben alles andere als ein Schlaraffenland war und ist, ist in der Tat eine der wichtigen Dinge, die in der Debatte klar gemacht werden müssen. Aber trotz des hohen Preises, den Männer zu zahlen hatten, können wir eine gewisse historische Bevorzugung (wie gesagt, nicht aus Verschwörung, sondern als erwartbare Entwicklung, wenn die Gesellschaft aus Kriegern und Jägern entstanden ist) nicht leugnen.
          Nehmen wir jetzt nicht die Extremfälle irgendwelcher muslimischer Länder, sondern einfach nur das 19. Jahrhundert in Europa. Klar hatte der Mann eine höhere Verantwortung als die Frau, dafür aber auch mehr Wahlmöglichkeiten. Er durfte sich sexuell mehr ausleben, er hatte zumindest die Möglichkeit verschiedener Karrieren (wenn auch im festen Rollenbild), während die Frau im Grunde Hausfrau und Mutter werden musste und ihr etwa die Wissenschaft und Politik generell verschlossen waren.

          Ändert natürlich nichts daran, dass wir heute in einer anderen Welt leben, in der sich keine Frau die Benachteiligung vorheriger Generationen an- und den aktuellen Männern zurechnen kann, wie es immer wieder getan wird.

    • Frauen benutzen gern Unterstellung und Diffamierung als Durchsetzungsmittel. Mit sich selbst dann als Opfer stilisiert, begründet durch ihre vermeintlich zu respektierende narzisstisch andere missachtende Emotion, die sie gerade kindlich ungebremst wie Heroinabhängige nicht bewältigen können oder eher selbstbequem nicht wollen.

      Eben aber auch dann, wenn sie sich selbst bewusst sind, dass es gar nicht stimmt. Dabei spielt dann immer die soziale Umgebung eine Rolle, da per Proxy Gewalt ausgeübt wird, falls sich die aversiert auszubeutende Person sich dagegen abzugrenzen versuchen oder gar wehren sollte.

      Es ist von daher häufig aus den üblichen niederen menschlichen Beweggründen genährt, obwohl es manchmal auch berechtigt ist. Und es ist in etwa auf dem Mobbing-Niveau von Teenagern. Das kann man im Internet auch sehr gut beobachten.

      Wer sich gesellschaftlich in dieser Weise missbräuchlich bewegt, muss damit rechnen, dass man ihm irgendwann einmal nicht mehr glaubt – nach dem Motto “ Wer dreimal lügt …“.

      Es wirkt, weil immer noch der Opferbonus, Pussypass etc. über männliche Instinktdispositionen wirkmächtig sind, d.h. eine „Emanzipation“ ohne einhergehende Verantwortlichkeit stattgefunden hat. Und hier kommt dies „schlechte Gewissen“ der Männer, ihre gegenseitige Konkurrenz (die Chauviwelt der Pudel etc.) ins Spiel.

      Wie in einer klassischen Missbrauchsbeziehung und mit dem Mann als co-dependent.

      Interessanterweise oder auch verständlicherweise sind die Täter-Opfer Konstellationen tabuisiert umgekehrt sozial akzeptiert. Für mich auch einer der wesentlichen Gründe warum Feminismus darauf aus ist seine parasitäre Verlogenheit mit Tabuisierungen zu zementieren.

      Wie ist dem zu begegnen? Wie kann sich das verbessern?

      Lässt eigentlich nicht so viele Schlussfolgerungen zu.

      • @ toxicvanguard

        „Ich denke es ist eine gewollte Täuschung zum Selbstschutz anzunehmen, dass die Gesellschaft anders entscheiden würde, wenn sie nur “wirklich wüssten” was sich hinter den feministischen Forderungen verbirgt und wissen, welche Konsequenzen diese mit sich bringen.“

        Diese Einschätzung halte ich für korrekt.

        Diese Erkenntnis ist eigentlich annähernd mit ein Teil der sog. roten Pille.

        Demnach spielt die Erkenntnis, das gelogen wird auch keine Rolle. Und das ist doch auch genau Teil dessen, was wir als sog. politische Korrektheit bezeichnen.

        Eigentlich ist der Pfad zur Diktatur, auf dem Boden der ermöglichenden ehemalig freiheitlichen Gesellschaft, damit vorgezeichnet. Und der Ursprung dazu scheint offenbar weiblich-narzisstisch Neid, Selbstgefälligkeit und Gier als individuelle und kollektive Emotion zu sein, wie auch die daran anknüpfende gnadenlose selbstzerstörerische Selektionskonkurrenz unter Männern selbst.

        Ein fast biblische Bild.

        Was passiert mit einer sich derartig degenerierenden Gesellschaft? Zu pessimistisch?

  5. Es ist absurd anzunehmen, feministischen Forderungen werden nur durch irgendeinen eloquenten Trick durchgesetzt und eigentlich wären ja alle dagegen, wenn man nur genau wüsste, um was es wirklich geht. Ich glaube das ist ein gefährliches Gedankenkonstrukt, dass man sich baut um nicht mit der unschönen Realität konfrontiert zu werden.

    Frauen werden den Forderungen vom Feministinnen kaum etwas entgegen setzen, ausser diese Forderungen beschädigen die Leben/Arbeit ihrer zugehörigen Männer (Väter, Ehemänner und Söhne) und selbst dann nur wenn es sich bei der Frau um jemanden hält, der die konservative Kernfamilie mit Beschützer gewählt hat und Angst hat, dass dieses Arrangement dadurch gefährdet wird. Ansonsten werden Frauen für ihren eigenen Vorteil stimmen, auch wenn dieser Vorteil den meisten Männern schadet. Ohne diesen Mechanismus hätte der Feminismus gar nie gewinnen können. (Witziges Beispiel: https://nationalparentsorganization.org/blog/20403-what-happens-when-a-feminist-s-son-is-accused-of-rape). Demographisch gesehen werden alleinerziehende Mütter mittlerweile sowieso den Rest beisteuern, sodass bald gar kein Widerstand mehr zu erwarten ist. Klar, die Geschwindigkeit der Gesetze mag je nach Land variieren und nicht deterministisch verlaufen, aber der Konsens über Quoten und Ressourcenverteilung ist parteiübergreifend. Die CDU mag vielleicht erst mit nur 35% oder 40 % kommen, aber die Frage ist nur noch, wie schnell das ganze umgesetzt werden kann. Das ist schon lange keine Richtungsfrage mehr.

    Bei den Männern greifen andere Mechanismen und es ist sehr einfach zu erklären, warum Männer für viele feministische Forderungen so anfällig sind. Einerseits ist es natürlich einfach dadurch zu sagen : „Seht her, wir sind die „Guten“ und das dort drüben die „Schlechten“ (siehe „Allies“, Hugo Schweizer, Kimmel etc.) und dies erlaubt auch die weitere Ausnutzung und Dämonisierung der als schlecht empfunden Gruppe. Wie jeder weiss werden Männer andere Männer ohne grössere Gewissenbisse Schaden zufügen, wenn das ihre Chancen im intrasexuellen Wettbewerb steigert. Zudem werden Männer weiterhin blind die meisten Forderungen erfüllen, die an sie gestellt werden. Dies ist natürlich eine ungesunde Spirale, da die Forderungen des Feminismus, einer Ideologie, die moralisierende Argumente als Triebfeder braucht, niemals aufhören werden. Dies hat ihren absurden Höhepunkt in Deutschland natürlich in der SPD/Grünen Partei, deren Männer ihre Selbstauslöschung bereits mitunterschreiben mussten (Stichwort Überwindung der männlichen Gesellschaft). Was sie danach noch anbieten sollen, entzieht sich meinem Horizont. Wahrscheinlich müssen sie danach einen agnostischen Standpunkt einnehmen müssen, damit sie ihre hypothetischen männlichen Seelen auch noch dem Staatsfeminismus opfern dürfen.

    Es braucht also nicht unbedingt einen „Störer“ (dieser ist sicher hilfreich) um feministische Forderungen durchzusetzen. In einem demokratischen System wird sich der Feminismus bei den nötigen Ressourcen und einer hohen Sicherheit (natürlich durch Männer erkauft) aufgrund der biologischen Disposition der Geschlechter schlussendlich immer durchsetzen. Ich denke es ist eine gewollte Täuschung zum Selbstschutz anzunehmen, dass die Gesellschaft anders entscheiden würde, wenn sie nur „wirklich wüssten“ was sich hinter den feministischen Forderungen verbirgt und wissen, welche Konsequenzen diese mit sich bringen. Das ist die gleiche falsche Grundannahme, die Earl Silvermann (kanadischer MRA, der jahrelang aus eigenen Tasche einen Schutzraum für Männer betrieben hat) am Ende das Leben gekostet hat. Er war bis zu seinem Selbstmord der Überzeugung, dass der Staat, die Feministen und die Gesellschaft ihn unterstützen würden, wenn sie nur wüssten, wie die jetzige Gesetzeslage in Kanada Männer am Laufband zerstört. Irgendwann hat er verstanden, dass die Gesetze genau darauf abzielen und diese nicht ein Produkt von falsch verstandener Propaganda waren.

  6. Allgemein: Wir sollten wirklich aufpassen, hier keinen Holzhammer-Maskulismus zu propagieren, der letztlich die M&Ms-Logik umgekehrt benutzt. Genau das geschieht, wenn man sagt: Nicht alle Frauen sind risikoscheu und verantwortungslos, aber so und so viele sind es doch, also sei insgesamt das Risiko hoch, dass eine Frau so ist. Mit einer solchen Denkweise übertragen wir unsere Kritik an jenen auf alle Frauen und somit auf jede konkrete, individuelle Frau, die uns begegnet. Diese sehen wir nämlich zuerst einmal als Vertreterin der Hypoagency an. Damit machen wir etwas ähnliches wie Feministinnen, die auch erst einmal jeden Mann unter Verdacht des Machismo stellen.

    • @LoMi

      Ja, deswegen reite ich auch so auf dem Unterschied von „im Schnitt“ und „absolute Unterschiede“ rum und zudem darauf, dass es eben meist nur graduelle Unterschiede im Schnitt sind, dass also mitunter Männer eine Eigenschaftsausprägung von +67 und Frauen eine Ausprägung von +70 haben und umgekehrt, dass aber dennoch einzelne Männer auch nur +40 haben können und einzelne Frauen +99 und umgekehrt.

      • Das ist auch in Ordnung, Christian.

        Ich sehe ansonsten hier doch einen starken Hang zur Behauptung allgemeiner männlicher Überlegenheit, was mich doch etwas befremdet.

        Meinem Empfinden der Lebenswirklichkeit entspricht das nicht.

        Auch finde ich es sehr bedenklich, versuchsweise deduktiv herzuleiten, dass man Frauen nicht ganz so ernst nehmen könne. Eine Beziehung wird nur durch beiderseitigem Respekt möglich.

        Ich ahne schon, dass das schnell als „maskulistischer Feminismus“ interpretiert wird. Aber in der Offline-Welt leben wir nun einmal nicht im Männerkloster, sondern üblicherweise in Beziehung zu Frauen. Der Normalfall ist für mich, dass ich diese ernst nehmen kann. Manche nehme ich nicht ernst, aber das gilt für viele mir bekannte Männer nicht minder. Aber hier in den Kommentaren entsteht schnell das Bild, man könne Frauen per se nicht ganz ernst nehmen.

        • @ LoMi

          „Auch finde ich es sehr bedenklich, versuchsweise deduktiv herzuleiten, dass man Frauen nicht ganz so ernst nehmen könne. Eine Beziehung wird nur durch beiderseitigem Respekt möglich.“

          Eine Beziehung Mann Frau ist im Idealfall
          komplementär, also sich gegenseitig ergänzend.
          Deshalb sind die Elemente die den jeweiligen
          Respekt oder die Wertschätzung für den
          Anderen bilden nicht identisch, können in
          der Realität nicht identisch sein.
          Diese Elemente verändern sich über die
          Zeit und nur wenn ein gewisses Gleichgewicht
          bestehen bleibt, kann die Beziehung längere
          Zeit stabil und befriedigend bleiben.

    • @ LoMi

      Diese Angst vor dem „Holzhammern“ bewirkt aber eben auch, dass notwendig zu benennende Missstände nicht benannt werden oder verklausuliert bzw. kodifiziert zur Tabuisierung führen.

      Das ist ebenso ungut.

      Es gibt einen erheblichen individuellen wie auch gesellschaftlichen Missbrauchspegel auf weiblicher Seite. Und der sollte auch eindeutig und eben auch einseitig benannt werden dürfen.

      Und es müssen auch nicht immer Höchstmaße an Diplomatie eingefordert werden, weil es die Emotionen von sich als erwachsen bezeichnenden Frauen angeblich zu sehr verletzt, wenn man sie mit ihrem eigenen schlechten Verhalten konfrontiert.

      Und auch ohne dass das gleich als misogynistisch etc. wahrgenommen wird.

      Nicht nur Frauen haben ein Recht auf Achtung ihres Lebens. Männer, Väter und Jungs eben auch.

      • @petpanther

        „Diese Angst vor dem “Holzhammern” bewirkt aber eben auch, dass notwendig zu benennende Missstände nicht benannt werden oder verklausuliert bzw. kodifiziert zur Tabuisierung führen.“

        Allerdings ist der Umstand, dass jemand meint, dass der andere einen „holzhammer“ benutzt, auch nicht immer der, dass Wahrheiten eingeschränkt werden. Das wird zu gerne als Argument benutzt um gegen Kritik zu immunisieren. Mitunter ist die Warnung berechtigt und es ist keine Tabuisierung, sondern berechtigte Kritik

        • Stimmt ebenfalls. Sehe ich auch so.

          Heutzutage ist klares Benennen aber schon ein sog. „Holzhammer“.

          Es wird sich dann auch häufig Ad Hominem und per Unterstellung unredlich verteidigt. Ein Verhalten, das eben schon schon ursächlich zu besagten Missständen ist.

          Und das ist nicht mehr ok.

          Im übrigen offenbar ein typisch weibliches Verhalten. Was nicht heißt, dass es nicht auch Männer machen. Das ist so (westlich) weltweit im Internet auch sehr gut erfahrbar und zu beobachten.

        • „Im übrigen offenbar ein typisch weibliches Verhalten.“

          Woher will man das wissen, ob das so typisch ist, also welche Zahlen belegen das und zwar richtig sattelfest?

          Ehrlich gesagt, ich bin ein diskussionsfreudiger Mensch und ich lasse mich auf alle möglichen Debatten inner- und außerhalb des Netzes ein. Mein Eindruck: Männer beherrschen das Führen einer Sachdebatte meistens auch nicht. Klar, das ist jetzt komplett subjektiv verzerrt durch meine eigenen Erfahrungen. Aber ich hätte eigentlich schon sehr viel mehr Männern begegnen müssen, die sachorientiert diskutieren können, wenn alle diese male supremacy Thesen zuträfen. Nach meiner Erfahrung: sie tun es nicht.

        • @LoMi

          Hier gibt es offenbar bereits auf männlicher Seite oft sehr viele tiefe Verletzungen.

          Das hat wohl auch mit einer auf der männlichen Seite schon immer eigentlich unmenschlichen Sozialisierung zu tun (Erziehung zur Akzeptanz der eigenen Disponibilität etc. zur Sicherung des Überlebens der Familie, Gemeinschaft, Stammes/Staates etc.).

          Hier gibt es übrigens nur sehr wenig Forschung, obwohl es wohl für sehr viel ursächlich treibend und verantwortlich ist.

          Erstaunlich nicht?

          Eben die Tabuisierungstendenz.

          Heutzutage aber auch vermehrt aus einer fast nicht mehr wirklich gut zu ertragenden gesellschaftlichen Scheinheiligkeit gegenüber Männern und männlichen Leben zu tun.

          Mit Frauen als ewig Foul schreienden Profiteurinnen.

          Ein menschlich sehr abstoßender sozialer Auslese- und ggf. Vernichtungsprozess unser ach so zivilen westlichen Welt.

      • „Nicht nur Frauen haben ein Recht auf Achtung ihres Lebens. Männer, Väter und Jungs eben auch.“

        Das steht außer Frage.

        Was ich doch sehr, sehr schwierig finde: Hier wird zu gerne aus Verteilungen von IQ irgendetwas abgeleitet und durchaus pauschal dann eine Überlegenheit von Männern behauptet. Das hat nichts mit dem Benennen von Missständen zu tun. Das ist vielmehr eine Überhöhung von biologischen Indizien, die hier zu unumstrittenen Gesetzen hochstilisiert werden.

        • „Was ich doch sehr, sehr schwierig finde: Hier wird zu gerne aus Verteilungen von IQ irgendetwas abgeleitet und durchaus pauschal dann eine Überlegenheit von Männern behauptet.“

          Das ist natürlich keine Basis.

          Solche „Dinge“ sind viel zu ein- bzw. geringdimensional, gegenseitige Beeinflussungen vernachlässigend etc. und menschlich eigentlich auch missachtend.

          Deshalb ist Forschung in solchen Bereichen auch nicht nur ethisch, sondern auch vom Nutzen her, durchaus sehr fragwürdig.

          Aber gerade das ist ja modisch und gerade such durch den Feminismus mit getrieben. Hier wird man ja nicht müde in diesen Bereichen Behauptungen aufzustellen.

        • @LoMi

          *Hier wird zu gerne aus Verteilungen von IQ irgendetwas abgeleitet und durchaus pauschal dann eine Überlegenheit von Männern behauptet. *

          Das ist nur eine Überlegenheit der Männer wenn Frauen gleich wie Männer bewertet werden, doch sie sind nicht gleich.

          Kann es sein dass die „Überlegenheit“ vor allem in deiner Wertung ist, dass es eine zeitgeistig-feministische Wertung ist?

          Zumal du Wertungen zu implizieren scheinst und unerfreut darüber bist wenn diese kompromitiert werden?

      • @petpanther

        Das sehe ich auch so. Der Reflex sofort zu „NAWALT“ zu greifen, einfach weil man Angst hat, man möge eine zu extreme Aussage treffen ist gerade hier ein Zeichen dessen, wie stark Denkverbote bereits Fuss gefasst haben.

        Wenn z.B. 85% der Frauen einen Partner heiraten, der mehr als sie verdient oder 70% der Scheidungen von Frauen eingereicht werden darf man diese Statistiken schon genau so lesen, wie sie auch veröffentlicht wurden, nämlich mit die „meisten“. Das ist keine Verallgemeinerung mehr, weil die meisten tatsächlich so handeln.

        • Das hat nichts mit Denkverboten zu tun. Ab und an muss man auch die eigene Haltung selbstkritisch prüfen und nach Jahren des Herumlesens hier oder anderswo in der manosphere sollte man doch gefestigt genug sein, durch ein Infragestellen der eigenen „Wahrheiten“ nicht gleich zum Feministen zu werden.

          Ich meine schon, dass mancher Schluss hier deutlich überzogen ist. Oben haben einige behauptet, dass Männer generell Frauen führen sollten. Das halte ich für abenteuerlich. Wo diese meine Meinung ein Denkverbot sein soll, kann ich nicht erkennen. Ich habe keinen Polizeiapparat zur Verfügung.

          Aber es ist ein Aufruf dazu, mal kritisch zu prüfen, was das mit uns macht, wenn wir solche Pauschalaussagen über Frauen machen. Letztlich geht es auch um uns. Um die Möglichkeit, im Alltag ein gutes Leben zu führen. Das wir als Heteromänner vermutlich auch mit Frauen führen.

          Nein, mein Tipp ist ja nicht, sich ihnen zu unterwerfen ^^ Die Frage ist nur: Welches Verhältnis erzeugen wir zu Frauen, wenn wir anfangen, sie nach und nach als eher „kindlich unreif“ anzusehen?

        • „Wenn z.B. 85% der Frauen einen Partner heiraten, der mehr als sie verdient oder 70% der Scheidungen von Frauen eingereicht werden darf man diese Statistiken schon genau so lesen, wie sie auch veröffentlicht wurden, nämlich mit die “meisten”“

          Ich lese diese Zahlen ja auch genauso und nicht anders. Ich lese sie aber nicht so, dass ich von jeder Frau, der ich begegne, annehme, dass sie zu den 70% oder 85 % gehört. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit zugegebenermaßen recht hoch ist. Nur möchte ich meinen Mitmenschen zunächst so begegnen, dass ich sie als Individuen wahrnehme.

        • @ Lomi

          Ich glaube nicht, dass bei dem Beispiel „Männer sollten Frauen führen“ irgendein Denkverbot reinspielt, da sehe ich auch keinen Sinn, so etwas zu diskutieren. Damit möchte ich auch persönlich wenig bis gar nichts damit zu tun haben, weil das nichts mit meinen Erfahrungen zu tun hat. Ich hatte in meinen Beziehungen jetzt wirklich nicht immer „Lust“ zu „führen“ und will so eine Konstellation auch nicht.

          Trotzdem gibt es eben einige Aussagen, die selbst bei sachlicher Richtigkeit (i.e. niemand hat die Scheidungsurkunden der letzten 35 Jahre gefälscht…) nicht ausgesprochen werden, weil man Angst hat, dass diese Aussagen zu extrem sind.

          Solche Fragen finde ich durchaus wichtig; gerade wenn man z.B. weiss, dass bei der Partnerwahl einige Sachen anders sind, als gesellschaftlich behauptet wird. Wir tun Männern garantiert keinen Gefallen, wenn wir diese Fakten unter den Tisch kehren, aus Angst, sie würden vielleicht unsere Sicht auf Frauen verändern. Schlussendlich geht es eben auch um uns selber.

        • @LoMi

          Das dumme an dieser Forderung ist, dass man nun zum einen päpstlicher als der Papst sein soll und zum anderen wird ja genau das benutzt.

          Ich verstehe was Du meinst. Und Männer sind eigentlich auch immer die, die alles selbstkritisch hinterfragen. Nicht alle, aber en Gros doch schon.

          Bei den Frauen herrscht aber genau hier mehrheitlich ein sehr signifikant wahrnehmbares Defizit. Auch mittlerweile und z.B. im Internet gut beobachtbar.

          Was ist denn, wenn sie mehrheitlich genau so sind? Den Anschein dazu geben sie mittlerweile sehr deutlich.

          Außerdem ist Denken an sich ohne Stereotype unmöglich. Das aber unter einem selbstkritischen hinterfragenden Bewusstsein darüber, dass auch für Individualitäten Raum lässt.

          Und genau das ist offenbar und auch offenkundig von vielen Frauen heutzutage bereits zu viel verlangt. Bildet es doch mit die Grundlage unserer freiheitlichen westlich geprägten Demokratien und eines zivilen Miteinanders.

        • Es gelingt mir nicht wirklich, meinen Standpunkt deutlich zu machen. Liegt nicht an Euch.

          Ich erlebe es für mich selbst halt so, dass mitunter die Lektüre solcher Blogs und der Kommentare bei mir ein sehr negatives Frauenbild befördert. Dieses ist dann aber eher emotional. Besser wäre Gelassenheit.

          Ich denke schon, dass man sich hier in eine Blase hineinbegeben kann, die dann durchaus zu steilen Thesen führt. Ich habe nicht selten den Eindruck, dass viele Leute aus ihrem Erleben eines westdeutschen Hausfrauenmodells heraus urteilen. Ich selber kenne halt den Osten, wo die allermeisten Frauen arbeiten gingen. Da gab es das Versorgungsthema nicht so massiv.

          Es werden hier zudem teilweise sehr verstiegene Thesen über Frauen im Beruf aufgestellt, die ich, der ich mit Frauen zusammenarbeite, so nicht teilen kann.

          Ich könnte freilich ähnliche Thesen formulieren über Studentinnen, zugegeben ^^

        • @Lomi

          „Ich lese diese Zahlen ja auch genauso und nicht anders. Ich lese sie aber nicht so, dass ich von jeder Frau, der ich begegne, annehme, dass sie zu den 70% oder 85 % gehört. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit zugegebenermaßen recht hoch ist. Nur möchte ich meinen Mitmenschen zunächst so begegnen, dass ich sie als Individuen wahrnehme.“

          Okay, aber dann deklariere das doch auch so ;). Dir steht es natürlich absolut frei, wie auch immer auf diese Statistiken zu reagieren, das will Dir keiner nehmen, nur ein Unterschlagen solcher Zahlen aus Angst, einige könnten das zum Verbreiten von Pauschalurteilen nutzen um genau das sagen, was die Zahlen halt wirklich bedeuten, halte ich nicht für fair. Das sind leider keine wirklichen Pauschalurteile, sondern die Realität.

          Und natürlich hofft jeder Mann, dass diese Zahlen nichts mit ihm zu tun haben, aber die Realität ist dann meistens anders. Und genau das muss kommuniziert werden, denn dieser blinde Optimismus richtet gewaltigen Schaden an Männern, Frauen und Kindern an.

          Und ja, emotional finde ich das auch nichts schön und eigentlich ist das alles ein Thema, das man lieber nicht zu genau beleuchten will. Und ja, vielleicht hat dies auch Nebeneffekte, die mein Handeln gegenüber Frauen verändern, das kann niemand ausschliessen.

        • TV
          “ nur ein Unterschlagen solcher Zahlen aus Angst, einige könnten das zum Verbreiten von Pauschalurteilen nutzen um genau das sagen, was die Zahlen halt wirklich bedeuten“

          Da hast Du mich gründlich missverstanden. Unterschlagen, nein. Darum geht es nicht. Es geht mir um oben angeführte, in meinen Augen teilweise recht unsaubere Folgerungen aus irgendwelchen Verteilungen. Ich bin dafür, solche Schlussfolgerungen kritisch zu prüfen. Ich bin auch dafür, manche dann doch zu kämpferische Rhetorik zu prüfen.

          Die Zahlen zur Scheidung lese ich dagegen mit der gleichen Frage, wie Matthias Mattusek es getan hat.

        • @LoMi

          Das „Hausfrauenmodell“ etc. hat mit meiner Wahrnehmungs- und Erlebniswelt nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Das ist nicht nur bereits weit Geschichte, das strebt auch niemand mehr emotional an. Noch drastischer: Bis auf Ausnahmen kann das auch gar niemand mehr.

          Mein Eindruck ist, dass es den meisten hier auch so geht.

          Eine gern genommene völlige Fehldiagnose oder Unterstellung, die ich mittlerweile gar als kompromittierend wahrnehme.

          Eine Ausrede und Ausweichen.

          Ein Festhalten an alten Unterstellungen, das gleichzeitig wieder eine Unterstellung beinhaltet, um sich nicht mit tatsächlichen mittlerweile etablierten aber unbeliebten Realitäten auseinandersetzen zu müssen.

          Und die beinhalten meist, dass wir es doch nicht so mit den angenommenen Engelchen zu tun haben.

          Ganz im Gegenteil.

          Und das wäre die ehrliche menschliche Variante, die alle aus dem Käfig bzw. vom Podest des Missbrauchs an den Geschlechteridentitäten entlässt oder befreit.

          Der Feminismus möchte das aber gern verhindern. Da es hier Profiteurinnen wie Profiteure gibt. Es ist ja auch mit eine Herrschaftsform.

        • „Trotzdem gibt es eben einige Aussagen, die selbst bei sachlicher Richtigkeit (i.e. niemand hat die Scheidungsurkunden der letzten 35 Jahre gefälscht…) nicht ausgesprochen werden, weil man Angst hat, dass diese Aussagen zu extrem sind.“

          1. Erhöhe den Zeitraum um knapp 200 Jahre, dann hastes.

          2. Du meinst, es wär so ne Art Geheimwissen, das Wissen darum, dass überwiegend Frauen eine Scheidung beantragen? Immer schon (seit es diese Möglichkeit gibt, s.o.) und überall. Schiet-egal wie groß die Nachteile für sie waren/sind, übrigens…
          Putzig.

          „Die Zahlen zur Scheidung lese ich dagegen mit der gleichen Frage, wie Matthias Mattusek es getan hat.“

          Die da wäre?

        • Pet

          „Das “Hausfrauenmodell” etc. hat mit meiner Wahrnehmungs- und Erlebniswelt nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Das ist nicht nur bereits weit Geschichte, das strebt auch niemand mehr emotional an. Noch drastischer: Bis auf Ausnahmen kann das auch gar niemand mehr.“

          Ich sage nicht, dass Leute das anstreben. Ich meine, dass viele die Neigung von Frauen zur Berufstätigkeit bzw. die nicht vorhandene Neigung aus dem Erlebnis dieses Lebensmodells heraus ableiten. Für mich als Ostkind mit einer fast 100% Quote berufstätiger Frauen ist das halt ein bisschen fremd.

        • „“Die Zahlen zur Scheidung lese ich dagegen mit der gleichen Frage, wie Matthias Mattusek es getan hat.”

          Die da wäre?“

          Mattusek erlaubte sich angesichts dieser Zahlen die Frage nach der Beziehungsfähigkeit von Frauen.

          • @LoMI

            Man sollte allerdings bedenken, dass man bevor eine Scheidung eingereicht werden kann, ein Jahr lang getrennt leben muss. Es führt also nicht die Einreichung der Scheidung zum Ende der Beziehung, dies spielt sich vielmehr weit davor ab. Wer dann ein Jahr später die Scheidung einreicht muss insofern nicht am Ende der Beziehung schuld sein.

            Hier habe ich eine Studie, die einen anderen Grund nennt (wenn auch nicht aus dem deutschen Rechtsraum)
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/01/warum-reichen-frauen-eher-die-scheidung-ein/

            That is, the person who anticipates custody is the one who files for divorce. This makes sense since other property rules (if custody law is considered a property rule [Woodhouse, 1992]) may well be better defined, and children are usually the greatest asset, or product, of a marriage.) Divorce without custody means giving up a large part of the joy of being a parent-while continuing the financial responsibility for the child (Blanken- horn, 1995, pp. 149–70; Fay, 1989; Goldberg, 1977, p. 48).

            Für den deutschen Raum vielleicht nicht übertragbar, weil durch das Trennungsjahr an Umgang und Sorgerecht nicht viel geändert wird.
            Allerdings könnte es bewirken, dass Frauen auch in der Beziehung an sich sich früher lösen können und daher nach einem Jahr bereits weiter sind. Man könnte auch daraus ableiten, dass Männer eher noch auf ein „totes Pferd“ setzen, eben weil die Folgen für sie härter sind.
            Ich würde vermuten, dass es für die meisten Frauen auch eine emotionale Sache ist, mit der sie mit der Beziehung eher abschließen können.

            Rechtlich ist es häufig eher für den Ehemann vorteilhaft die Scheidung früh einzureichen. Er spart an der Rente und evtl auch am Unterhalt.

        • @Lomi

          „Da hast Du mich gründlich missverstanden.“

          Gut, ich weiss auch nicht, was da weiter oben noch alles steht ;), daher werde ich vielleicht auch einige Argumente eingeschlossen habe, die ich gar nie selber unterstützten würde, da war ich vielleicht etwas voreilig.

          „Mattusek erlaubte sich angesichts dieser Zahlen die Frage nach der Beziehungsfähigkeit von Frauen.“

          Klingt nach einer interessanter Frage, ich schätze er gibt keine Antwort?

        • @Christian

          Interessanter wäre demzufolge eine Studie über Scheidungen, wenn keine Kinder vorhanden sind. Wenn diese sich nicht gross von den Scheidungen mit Kindern unterscheiden sollten, dann darf man sich den Rest wohl selber denken.

        • @LoMi

          „… Ich meine, dass viele die Neigung von Frauen zur Berufstätigkeit bzw. die nicht vorhandene Neigung aus dem Erlebnis dieses Lebensmodells heraus ableiten. …“

          Ja. Leider.

          Und das mit dem Erfahrungshintergrund in dieser Hinsicht ist aber so eben genau nicht mehr richtig. Seit mehr als ein, zwei Generationen.

          Es wird halt immer noch sozusagen „gewinnbringend“ und auch zum großen Teil wider besseren Wissens unterstellt. Aus verschiedenen Gründen, aber eben auch aus bewusst irreführenden (wohl noch verharmlosend ausgedrückt).

          Dies nehme ich als jemand der eben nicht so sozialisiert wurde mittlerweile als Betrug an meinem Anrecht auf ein vorurteilsfreies von so etwas unbeschwertes und geachtetes (Da)sein und Leben wahr, denn diese Unterstellung ist mehr als eine Unverschämtheit. Und das oder Dinge wie diese machen mittlerweile mehr als ärgerlich. Das sind auch keine Kleinigkeiten mehr.

          Und viele Frauen nutzen dieses scheinheilige Rollenverständnis natürlich aus. Und sie möchten das gern auch so weiter praktizieren. Menschlich sogar nachvollziehbar. Nur nicht von der besten Agape.

          So ein bisschen konsequenzlose, vorteils- und statusverschaffende von Selbst- und Mitverantwortung wie von über Projektion aller psychischer Belastung befreiende Misandrie ist ja in dieser Hinsicht was Schönes. Wer hät‘ das nicht gern, so ohne eigenen verdienenden Beitrag privilegiert erste Klasse fahren, und sich dann noch als Opfer fühlen zu dürfen und anderen Privilegierung dann sogar noch zu unterstellen.

          Ein narzisstisches Nirwana.

          Diese Party sollte aber vorbei sein. Im besten optimistischen Falle (der pessimistische Fall ist wohl wahrscheinlicher).

          Und der Kater käme dann vielleicht noch. Aber das wird dann wohl auch wieder Männern unterstellt. Vielleicht sogar auch noch den Kindern. Da müssen sie sich ja sogar auch noch bemühen …die besten Frauen … darf denn so etwas sein … Oppression! Patriarchat! … das müssen Männer machen … aber nur so wie wir es ihnen erlauben!

          Männerrechtler bzw. Maskulisten (und das sind offenbar alle, die nicht Feministen sind oder die sich nicht ausschließlich pudelhaft Frauen andienen) sind in dem Sinne natürlich auch Spaßverderber und Partypooper. Dann müssen sich ja einige unserer besten Frauen ihre Arroganz auch noch verdienen, neben einigen anderen heutzutage noch kostenlosen und menschlich mehr als zweifelhaften Annehmlichkeiten als Frau per weg-tabuisiertes Geschlechterprivileg.

  7. Game als logische Reaktion, Gegenkraft
    zu der in den letzten ca. 60 Jahren
    zunehmend verschobenen Beziehung der
    Geschlechter.

    http://therationalmale.com/

    Game is adversarial because it has to be. I’ve gone on record stating that Game is the logical response to the changes feminism has wrought in society and gender relations over the course of the last 60 or so years, but it’s really more than that.

    Game is a threat to feminine-primacy because it returns a degree of control of sexual strategy prioritization back into the hands of men. Game challenges that maximal restriction of male sexuality and leverages (however marginally) some of women’s hypergamous choice to his own purpose.

    The Feminine Imperative hates Game because it’s an effective tool against its control – so anyone steeped in the conditioning of the imperative will naturally perceive that challenge as being adversarial. You’ll notice this (female) critic’s first concern was to presume men would use Game and a red pill awareness for ‘nefarious’ ends. This is a prime illustration of that terror of losing hypergamous control.

    • Ok, I’ll bite.

      „Game“ als solches wird den Kampf gegen die weibliche Hypergamie sofort verlieren, sobald Game zu einer Massenstrategie wird – die einzige Hoffnung besteht indirekt darin, dass einige Männer ihr eigenes Rating besser verstecken/aufblasen können und dadurch besseren Erfolg auf dem Partnermarkt haben als andere. Das funktioniert nur, wenn eine solche Verschiebung nur in kleinen Dimensionen stattfinden.

      Auf eine durchschnittliche Verschiebung der männlichen Beliebtheitsskala nach oben (sagen wir theoretisch von 5 auf 7, wobei 5 für den durchschnittlichen Mann steht, der ohne zusätzliche Hilfsmittel vielleicht Chancen auf 1-3 hätte) wird die Hypergamie bei vollständigem Informationsstand dieser zueinander relativen Bewertungspunkte (und davon müssen wir dank Internet und Frauenmagazinen natürlich ausgehen) folgerichtig die eigene Verteilung anpassen, d.h. wird sich der obere Bereich etwas stauchen und die Situation wird insgesamt wieder wie vorher sein; alles was passiert ist, dass sich die männliche Verteilung gegen oben etwas kleiner und die Distanz zwischen ganz oben und unten grösser wird.

      Game ist dann nur ein weiteres Mittel in der intrasexuellen Konkurrenz der Männer und ein Katalysator, Brandbeschleuniger für die weibliche Hypergamie. Sobald dieser noch bessere Möglichkeiten geboten werden, engt diese sich immer weiter im oberen Spektrum ein (Es gäbe rein theoretisch einen oberen Rand, bei dem Frauen ihre Selektionskriterien lockern müssten, weil sie auf keine Männer dieser Stufe treffen werden und somit sich selbst schaden, aber unsere Spezies wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bis dann schon lange ausgestorben sein.) Unter diesen Bedingungen vernichtet Game genau denjenigen Zustand, den es eigentlich erzeugen will.

      Schlussendlich gerät Game bei einem solchen Szenario dann auch schnell in Konflikt mit dem traditionellen Aufbauen von Status (Geld, Macht), da es irgendwann einfacher werden wird, diese Schiene zu fahren, da alle bereits psychologisch aufgerüstet haben und sich dort bereits ein Gleichgewicht eingestellt hat und man kann keine Möglichkeit mehr hat sich dort noch weiter zu differenzieren.

      Darum, ich würde meinen maximal eine Kurzzeitstrategie in einer sexuell freien Gesellschaft. Da PUA und Game mittlerweile stetig aber sicher in den Mainstream dringen hat das alles eine Halbwertszeit.

      • „Unter diesen Bedingungen vernichtet Game genau denjenigen Zustand, den es eigentlich erzeugen will.“

        Es hilft wie der Feminismus in einer
        Zivilisation die sich im Niedergang
        befindet den Absturz zu beschleunigen.

      • @ toxicvanguard

        Der „Mann“ als solcher steht sich oft selbst im Weg:
        männliche Verkopfung (Logik), aufnötigte Moral, die Theorie „Mann kann nichts tun“, diffuse Ängste

        Vorab: Game berücksichtigt, dass es mehr als ein Geschlecht gibt, also mehr als nur den Mann und seine theoretischen Verkopfungen.

        männliche Verkopfung: es ist ein Wettkampf

        Wenn es ein Wettkampf sein sollte, dann wäre aber festzustellen, dass dieser „Wettkampf“ nicht nach der männlichen Logik geführt wird.
        Maximilian Pütz: „Eine von ihnen nannte mich mal den schärfsten Sozialhilfeempfänger Deutschlands.“ (← Leseprobe z.b. bei Google-Books)
        Selbst Frauen sagen, dass zunächst Sympathie zählt und erst später überlegt wird, ob auch ein gemeinsames Zusammenleben möglich wäre.
        (Das ist keine charmante Lüge, sondern stimmt)

        aufnötigte Moral: es gehört sich nicht (unmoralisch) Interesse an anderen Frauen zu zeigen, wenn Freundin dabei ist. ← Das sagt das Geschlecht, das genau damit zur Räson gebracht werden kann, wenn es gezielt eingesetzt wird.
        Botschaft: Du bist nicht alternativlos

        die Theorie „Mann kann nichts tun“: diese Theorien (auch Deine gehört dazu) sind so umfangreich, dass man unmöglich auf alle eingehen kann.
        Alle diese Theorien haben m.E. den g o ß e n Grundfehler, dass sie die männliche Logik auf die Frau übertragen.

        Wir sind aber verschieden.
        Und darauf versucht Game eine Antwort zu geben, die akzeptiert, dass Frauen keine Männer sind und dadurch anders ‚ticken‘.

        Es liegt darin doch auch eine Chance, wenn nicht alles nach männlichen Wettkampfbedinungen organisiert ist.
        Ist der männliche Wettbewerb(kampf) nach der Methode „zählen, messen, wiegen“ wirklich eine Bereicherung für alle Männer?
        Die Stopuhr ist herzlos, sie reduziert jemanden auf einen Läufer, der mit einer schlechten Zeit …dabei entsteht zwar eine scheinbare Gerechtigkeit, weil eine Leistung nachweisbar ist, nur haben die meisten Männer NICHTS (keine Medaille) von dieser Gerechtigkeit.
        Ähnliches wäre zu befürchten, wenn nach männlicher Logik eine Verteilung der Bräute erfolgen würde, also letztlich auch keine bessere Welt.
        Wie, toxicvanguard, verteilt man sie, die Bräute, gerecht?
        Da braucht man doch sicher ein objektives Leistungsprinzip, oder? 😉 ← Das ist nur Spaß.
        Ernst meine ich allerdings, dass nichts gewonnen wäre, indem man den Faktor „Frau“ außer Kraft setzen möchte und diesen durch das männliche Wettkampfprinzip ersetzt „Du hast es, nach objektiven Kriterien, verdient“
        Es gibt nämlich nicht nur den ritterlichen Wettkampf (Fairness), sondern auch: wer siegt, (egal wie) der hat das Recht auf seiner Seite.
        (die heutige USA gäbe es wahrscheinlich gar nicht, wenn es faire Sportsmänner gewesen wären)

        diffuse Ängste: recht viele scheinen zu glauben, dass sie durch „schlechtes Flirten“ ihren sozialen Tod bewirken könnten.
        Das ist falsch, aber leider war da die Hetzpropaganda, der Feministinnen, recht erfolgreich.
        Das muss aber nicht so bleiben.

        „Opfer feministischer Hysterie“ → http://www.fr-online.de/sexismus/sexismus-debatte-in-zdfinfo-flirt-schlaegt-aufschrei,21553466,21582660.html

        allgemein: ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber vielleicht hat Red Pill recht.
        Game kann bewirken, dass Männer genauso wie Frauen spielen und nicht mehr altmodisch zuverlässig sind.
        Die Folgen mögen diejenigen verantworten, die den Kern dieser Gesellschaft beschädigt haben.

        • „Das ist falsch, aber leider war da die
          Hetzpropaganda, der Feministinnen, recht
          erfolgreich.
          Das muss aber nicht so bleiben.“

          Das ist eine der Widersprüchlichkeiten
          des weiblichen Wesens. Ein wesentlicher
          Faktor zum Aufbau ihres Selbstwertes
          sind, die je nach Situation möglichst
          getarnten, Signale männlichen Begehrens.
          Nach Aussen wollen ja die wenigsten
          als Schlampen gelten.
          Die Folgen fehlender Bekundungen männlichen
          Begehrens können durch Kinder und Enkel
          abgemindert werden. Karriere, Katzen
          oder Mahl-Urlaub in der Toskana helfen
          da nicht.

          „Despite every verbal protestation women can muster, women are aroused by, and ego-affirmed by, Men who unashamedly display the covert social cues of wanting to fuck them.“

  8. Pingback: Interessen von Männern und Frauen an feministischen Forderungen | Alles Evolution

  9. Pingback: Warren Farrells Top Ten und die Champions League des Sexismus (Monatsrückblick Juni 2014) – man tau

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