Der feministische Krieg um den richtigen Sex

Leser Matze hat auf einen interessanten Text zu den „Feminist Sex Wars“ hingewiesen. Darin ging es grob gesagt darum, welche Einstellung die richtige feministische Einstellung zu Sex ist, eine sexnegative, in der Sex mit Männern im wesentlichen als Risiko gesehen wird und eine sexpositive, die davon ausgeht, dass Sex für Frauen in allen Spielarten möglich sein muss und diesbezügliche Beschränkungen abgebaut werden sollten. Die zwei Seiten werden dort wie folgt dargestellt: Der radikale oder sexfeindliche Feminismus hat dann folgende Ansichten zur Sexualität:

  1. Heterosexual sexual relations generally are characterized by an ideology of sexual objectification (men as subjects/masters; women as objects/slaves) that supports male sexual violence against women.
  2. Feminists should repudiate any sexual practice that supports or „normalizes“ male sexual violence.
  3. As feminists we should reclaim control over female sexuality by developing a concern with our own sexual priorities, which differ from men’s—that is, more concern with intimacy and less with performance.
  4. The ideal sexual relationship is between fully consenting, equal partners who are emotionally involved and do not participate in polarized roles.

From these four aspects of the radical-feminist sexual ideology, one can abstract the following theoretical assumptions about sexuality, social power, and sexual freedom:

  1. Human sexuality is a form of expression between people that creates bonds and communicates emotion (the primacy of intimacy theory).
  2. Theory of Social Power: In patriarchal societies sexuality becomes a tool of male domination through sexual objectification. This is a social mechanism that operates through the institution of masculine and feminine roles in the patriarchal nuclear family. The attendant ideology of sexual objectification is sadomasochism, that is, masculinity as sadistic control over women and femininity as submission to the male will.
  3. Sexual freedom requires the sexual equality of partners and their equal respect for one another both as subject and as body. It also requires the elimination of all patriarchal institutions (e.g., the pornography industry, the patriarchal family, prostitution, and compulsory heterosexuality) and sexual practices (sadomasochism, cruising, and adult/child and butch/femme relationships) in which sexual objectification occurs.

Der liberalere oder sexpositive Feminismus hat dann folgende Grundlagen:

  1. Heterosexual as well as other sexual practices are characterized by repression. The norms of patriarchal bourgeois sexuality repress the sexual desires and pleasures of everyone by stigmatizing sexual minorities, thereby keeping the majority „pure“ and under control.
  2. Feminists should repudiate any theoretical analyses, legal restrictions, or moral judgments that stigmatize sexual minorities and thus restrict the freedom of all.
  3. As feminists we should reclaim control over female sexuality by demanding the right to practice whatever gives us pleasure and satisfaction.
  4. The ideal sexual relationship is between fully consenting, equal partners who negotiate to maximize one another’s sexual pleasure and satisfaction by any means they choose.

The general paradigms of sexuality, social power, and sexual freedom one can draw from this sexual ideology are:

  1. Human sexuality is the exchange of physical erotic and genital sexual pleasures (the primacy of pleasure theory).
  2. Theory of Social Power: Social institutions, interactions, and discourses distinguish the normal/legitimate/healthy from the abnormal/illegitimate/unhealthy and privilege certain sexual expressions over others, thereby institutionalizing sexual repression and creating a hierarchy of social power and sexual identities.
  3. Sexual freedom requires oppositional practices, that is, transgressing socially respectable categories of sexuality and refusing to draw the line on what counts as politically correct sexuality.

Ich finde es interessant, wie sehr man diese verschiedenen Theorien in die Unterschiede zwischen Langzeitpartnerwahlstrategien und Kurzzeitpartnerwahlstrategien einordnen kann.

Der sexfeindliche Feminismus stellt mit dem Vorrang der Intimität („primacy of intimacy“) auf klassische Kriterien der gefühlsmäßigen Bindung ab, weg von der animalischeren rein auf Sex ausgerichteten Betrachtungsweise der Kurzzeitstrategie. Das geht damit einher, dass man die männlichen Kriterien einer Kurzzeitpartnerwahl (gutes Aussehen, Sex steht im Vordergrund) abwertet. Das wird dann um einen Machtaspekt ergänzt, indem die Dämonisierung der männlichen Sexualität so weit übertrieben wird, dass sie gar nichts anderes mehr sein kann als auf Sex ausgerichtete Unterdrückung, selbst wenn sie sich in einer Familie äußert, die eben hier auch nur als Machtmittel gesehen wird, die Frau zu unterdrücken. Hier mag den Theoretikerinnen vielleicht eine inzwischen lustlos gewordene Ehe vorschweben, in der sie dennoch weiterhin seine Lust auf Sex als Objekt bedienen muss, obwohl sie das gar nicht mehr will.

Der sexpositive Feminismus stellt die Lust in den Vordergrund („primacy of pleasure“) und will alle insoweit vorhanden Schranken abbauen. Da die jeweilige Lust des Einzelnen die Schranken bildet muss jeder der Partner jeweils gerade diese Lust bekunden und zustimmen, dass er diese tatsächlich aus freien Stücken ausüben möchte, was uns zu den Konsenstheorien bringt. In der einen Ausrichtung ist alles Unterdrückung, in der anderen geht es darum, die Norm zu durchbrechen um Freiheit darzustellen. Man kann also in beiden zB gegen die Ehe sein, einmal weil sie als Machtmittel des Mannes über die Frau gesehen wird, die in dieser quasi zum Objekt gemacht wird, an dem er seine Sexualität ausüben kann (wohl heute nicht mehr so einfach begründbar) und ein anderes Mal, weil sie eine institutionalisierte Form der sexuellen Repression ist („nur noch mit einem Partner schlafen, auch wenn man keine Lust mehr hat“). Interessant scheint mir, dass beide auch sehr häufig gemischt werden. Beispielsweise ist der sexpositive Feminismus grundsätzlich für Prostitution, hier kann man aber auch in einer Vermischung vertreten, dass es ein patriarchalisches Unterdrückungsinstrument ist und den Prostituierten daher keinen Spass machen kann („Freiwillig und gerne kann eine Frau das nicht machen“) oder darauf abstellen, dass aufgrund der wirtschaftlichen Not kein wirklicher Konsens hergestellt werden kann, weil es eben doch nur ein Machtmittel des Patriarchats ist. Im Ganzen scheint mir die Einteilung gut zu meiner Einteilung der verschiedenen Interessen in diesem Artikel über den sexuellen Markt und sexnegativen und sexpositiven Feminismus zu passen. In diesem wird das ganze eben eher aus der Betrachtung eines Marktes und als Vorteil der jeweiligen Marktteilnehmer dargestellt.

P.S.: Interessieren würde mich auch noch, ob es einen sexnegativen und sexpositiven Maskulismus gibt. Vielleicht wäre die negative Variante hier, dass Frauen einen eh nur ausnutzen soll und man insofern die Sache ganz lassen soll, allenfalls eben bei Prostituierten.Der sexpositive Maskulismus würde dann vielleicht insbesondere auch eine Gegenbewegung zu der Feindlichkeit gegenüber der Sexualität durch Dämonisierung von Männern oder das Aufstellen übertriebener Regeln im Feminismus sein.

219 Gedanken zu “Der feministische Krieg um den richtigen Sex

  1. Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass die Gruppe der radikalen Vertreterinnen des sexnegativen Feminismus ein Sammelbecken für sexuell traumatisierte Frauen ist. Damit möchte ich deren Erlebnisse nicht runterspielen. Das bringt nichts, denn die „Wahrheit“ lässt sich ohnehin nicht herausfinden. Es gibt eben eine große Grauzone. Die eine mag eine Berührung als übergriffig empfinden, die andere widerum interessiert das kaum. Über eine angemenssene oder unangemessene Strafverfolgung kann ich mir kein Urteil bilden, da sich die Zahlen, die ich kenne, sehr unterschiedlich interpretieren lassen. Diese Art von Diskussion wird an anderer Stelle immer wieder lebhaft zelebriert und führt meist zu keinem Ergebnis.

    Bei den Radikalen scheint Spaß am Sex eine heftige kognitive Dissonanz hervorzurufen, da lustvoller Sex so gar nicht ihren Erfahrungen entspricht. Als typische Reaktion darauf wird nach Möglichkeiten gesucht, das eigene (schmerzhafte) Erleben irgendwie zu untermauern. Deshalb mag es sich sehr beruhigend anfühlen, wenn möglichst viele Frauen dasselbe Schicksal ereilt hat und man selbst als Opfer irgendwie doch „normal“ ist. Das ist eine ziemlich heftige These, aber für mich fühlt es sich genauso heftig an, in jedem Mann einen potenziellen Vergewaltiger zu sehen. Das entspricht nicht meinen Erfahrungen, bei denen kein Mann der letzten 10 Jahre übergriffig wurde. Vielleicht bin ich ein statistisches Wunder, ein oder zwei müssten mindestens dabei gewesen sein. Ich könnte Übergriffigkeiten ja problemlos zugeben. Genügend Sympathisantinnen hätte ich sicherlich. Aber es war eben nicht so.

    • „Bei den Radikalen scheint Spaß am Sex eine heftige kognitive Dissonanz hervorzurufen, da lustvoller Sex so gar nicht ihren Erfahrungen entspricht.“

      Zumindest ausgehend von Pornos scheint zumindest lustvoller Sex nicht unbedingt die Norm bei Frauen zu sein. Es gibt viele Wege für eine Frau, schlechten Sex zu haben, bzw. Sex, der ihr überhaupt nichts bringt. Für Männer dagegen ist selbst schlechter Sex noch angenehmer Sex.

      Dazu kommt, dass Mann und Sex natürlich eine potentielle Bedrohung für eine Frau darstellt, da jeder Mann theoretisch den Körper einer Frau für neun Monate „lahmlegen“ bzw, ihr Nachwuchs bescheren kann, der genetisch nicht einwandfrei ist.

      Das erklärt m. E. recht gut die Ambivalenz von Frauen in Bezug auf Sex. Es erklärt auch, warum Frauen eher shoppen gehen, als daran interessiert sind, an Sex zu kommen.

      • Zumindest ausgehend von Pornos scheint zumindest lustvoller Sex nicht unbedingt die Norm bei Frauen zu sein.

        Den Zusammenhang musst du mir kurz erklären.

        Gibt es eine seriöse Studie, die eindeutig belegt, dass Frauen weniger Spaß am Sex haben als Männer? (Christian?) Nur weil „Spaß“ beide Geschlechter anders definieren, heißt das nicht, dass Frauen weniger Spaß hätten. Sie haben vielleicht nicht an denselben Praktiken Spaß wie Männer. Wer hat am Ende recht?
        Wenn eine Frau nicht an einem ONS interessiert ist, weil sie weiß, dass er ihr sexuell wahrscheinlich keinen Spaß bereitet, hat sie dann allgemein weniger Lust und Spaß am Sex? Oder ist sie einfach nur fokussierter?

        • Ist immer interessant, wie gut Männer sich doch ins Seelen- und Liebesleben von Frauen einfühlen können 😀

          Ob und in welchem Umfang Frauen „Spaß“ am Sex haben, scheint mir genauso individuell zu sein, wie bei Männern und weniger abhängig vom Geschlecht.

          Für mich (Mann) ist schlechter Sex (Rammeln, Abspritzen, Wegrollen und Einschlafen, während sie Kreuzworträtsel macht) nicht angenehm. Die Hälfte der Lust besteht darin, den Spaß am Sex gemeinsam zu erleben und zu empfinden.
          Keine Ahnung, ob mein Empfinden, oder das von Adrian „normal“ ist.

        • „Für mich (Mann) ist schlechter Sex (Rammeln, Abspritzen, Wegrollen und Einschlafen, während sie Kreuzworträtsel macht) nicht angenehm.“

          Immerhin spritzt Du ab. Das ist mehr als eine Frau vom „Rammeln, Abspritzen, Wegrollen und Einschlafen“ hat.

          „Die Hälfte der Lust besteht darin, den Spaß am Sex gemeinsam zu erleben und zu empfinden.“

          Das heißt Du hast auch kein Spaß am Masturbieren?

        • Pornos sind nicht gerade ein gutes Beispiel für weibliche Sexualität. Auch für männliche nicht. @Adrian, wusstest du nicht, dass selbst das Ejakulat von Männern künstlich ist (Kondensmilch mit Eieiweiß zum Beispiel)? Oder hast du noch nie beobachtet, wie der Ständer des männlichen Darstellers ständig herausrutscht, weil er zusammenfällt? Nein, hast du wahrscheinlich nicht.

        • @ Adrian
          „Immerhin spritzt Du ab. Das ist mehr als eine Frau vom “Rammeln, Abspritzen, Wegrollen und Einschlafen” hat.“

          Dieses „Mehr“ ist mir so wenig, dass ich ziemlich bald den Sex (zumindest mit dieser Frau) ganz einstellen würde.

          „Das heißt Du hast auch kein Spaß am Masturbieren?“

          Masturbieren ist für mich kein Sex. Bleiben wir aber beim Beispiel, so ist Masturbieren üblicherweise mit einem Kopfkino verbunden, also vielleicht eine Art virtueller Idealsex.

      • Das kann ich als Mann nicht bestätigen:

        „… Für Männer dagegen ist selbst schlechter Sex noch angenehmer Sex. …“

        Schlechter Sex ist und bleibt mieser Sex mit einem mehr als schalem Beigeschmack. Als ‚Hete‘ braucht es für mich auch Gefühl, denn sonst kann ich mir auch gleich das nächste Astloch vornehmen und den Baum umarmen.

        Womit wir also wieder bei den radikalen Feministinnen wären, *ups*

        • Also für Männer gibt es auch schlechten Sex, keine Rede. Wenn Frau teilnahmslos dabei ist und man hat das Gefühl sie macht es nicht aus Lust, sondern zur vermeintlichen Erfüllung einer vermeintlichen Pflicht. Damit tut Frau aber weder sich noch dem Mann einen Gefallen. Ich nenne solche Fälle von schlechtem Sex „Masturbation mit Gesellschaft“, der erotische Wert strebt da meistens stramm gen Null.

          • @maennerstreik

            Ich würde differenzieren zwischen fehlender Lust und fehlendem Können. Letzteres kann man zur Not eben durch eigenes Handeln ausgleichen. Das ist denke ich teilweise für Frauen weniger attraktiv, weil viele eben einen aktiveren Mann bevorzugen

        • Aber gerade das Passive ist es ja, was vielfach anödet. Ich meine, ich hatte im Leben das Glück auch manches Mal auf Frauen zu treffen, die Feuer im Hintern hatten, dass sogar mir schwindelig wurde, aber die eine oder andere war so in Richtung „lästige Pflichterfüllung“ – es ist was anderes, wenn Du den Unterschied zwischen beiden Varianten kennst als wenn Du immer schon eine Schlaftablette hattest. Das tatsächliche Können ist mit einer gewissen Offeneit und Neugier immer nur ein kurzfristiges Problem.

          • @maennerstreik

            „Aber gerade das Passive ist es ja, was vielfach anödet“

            Passivität und fehlende Lust ist aber auch nicht zwangsläufig das Gleiche. Passive Frauen mit Lust können langweilig sein, müssen es aber nicht. Man kann meist auch recht unkompliziert ein Handeln einfordern.

            „Das tatsächliche Können ist mit einer gewissen Offeneit und Neugier immer nur ein kurzfristiges Problem.“

            Das ist im Prinzip richtig. Bringt einen bei einem ONS aber auch nicht sehr viel weiter. Aber dann kann der Sex trotzdem noch gut sein.

        • @emannzer

          Schlechter Sex ist und bleibt mieser Sex mit einem mehr als schalem Beigeschmack. Als ‘Hete’ braucht es für mich auch Gefühl, denn sonst kann ich mir auch gleich das nächste Astloch vornehmen und den Baum umarmen.

          Das klingt aber arg homophob!

      • @Adrian:

        Ich glaube, im nächsten Leben werde ich auch schwul, wenn ich damit vermeiden kann, einen so schlechten Sex zu erleben, dass es unangenehm ist.

        Ich habe zum Glück viel guten Sex erlebt, aber auch vereinzelt einen zum Abgewöhnen.

        Von welchen Pornos gehst Du aus, wenn Du die Lust der Frauen am Sex misst? Wenn Du damit die Masturbationshilfen (nicht wertend gemeint) für heterosexuelle Männer meinst, dann wundert mich gar nichts. Das machen die Frauen nicht aus Lust, sondern um Geld zu verdienen. Manchen gefällt ihr Job, manchen nicht, wie überall halt.

        Vielleicht lügen ja die Frauen, die sagen, sie hätten Spaß am Sex.

        Es erklärt auch, warum Frauen eher shoppen gehen, als daran interessiert sind, an Sex zu kommen.

        Mir erklärt das eher, dass Frauen härter selektieren, da der Status des Mannes einen Einfluss auf das weibliche Lustempfinden zu haben scheint. Wenn schon das Risiko einer Schwangerschaft, dann wenigstens mit „guten“ Genen.

        Grüßle, Radfahrer

        • „Ich glaube, im nächsten Leben werde ich auch schwul, wenn ich damit vermeiden kann, einen so schlechten Sex zu erleben, dass es unangenehm ist.“

          Ich hatte erst einmal schlechten Sex und der war deshalb schlecht, weil er vorher aufgehört hat. Aber nicht mal das war unangenehm.

    • Ein schöner Kommentar, Aurelie, welcher einen eigenen Artikel wert wäre; wie ich finde.

      Vermutlich hast du gar nicht mal so unrecht mit dem, was du zu den „radikalen Vertreterinnen des sexnegativen Feminismus“ schreibst. Wenn ich mir diese Sorte Frau (manchmal auch Mann) so anschaue, dann schaudert es mich nur noch.

      Kurzgesagt: Lustfeindlich, selbstfixiert und verbissen neidisch …

      • Ich danke dir, Daniel. Schöner wär es gewesen, wenn du meinen Kommentar hier gelesen hättest bevor du mich auf deinem Blog als rotzfrech und asozial bezeichnet hast. Dann könnte ich mein „Danke“ noch etwas glaubhafter rüberbringen. Aber das ist OT und gehört eigentlich nicht hierher. Ich werde dir gerne irgendwann drüben antworten.

      • Kein Problem: Verwechselungen passiern.

        Bedenklich ist allerdings die „Non-Chalance“ dahinter, mit der du Namen veröffentlichst (bzw. Blogger in Verbindungen bringst).

        Darüber würde ich mal nachdenken – auch als Frau 😉
        Muss wohl emotionaler Aufruhr sein, vermute ich …

        • Keine Sorge, emannzer, mein Name steht im Impressum meines Blogs und darf auch genannt werden. Ich stehe zu jedem Wort, das ich sage und schreibe und muss keine Theaterstücke vom sterbenden Schwan aufführen, wenn irgendwer mal meinen Vornamen oder ein Pseudonym irgendwo erwähnt. 😉

    • Na gut, ich trau mich doch noch:

      Was meinst Du, Aurelie, wie eine psychisch-gesunde/nicht allzu-angeknackste Frau reagieren würde, wenn ihr ein Mann beim Liebesspiel ins Gesicht schlagen will bzw. es tut?

      Oder wie würdest Du heute, wo Du diese Phase hinter Dir gelassen zu haben scheinst, diesen „Wunsch“ Deines damaligen ICHs erklären?

      Und: kannst Du ausschließen, dass Du z. B. davon ein (kleines, vielleicht) sexuelles Trauma mitbekommen hast, das Dir irgendwann nochmal wieder auf die Füße fällt?

        • Sie ist auf dem Weg der Besserung/Selbstwertstabilisierung.
          Gerade deshalb frag ich.

          In ihrer offensichtlichen Tiefphase wäre es sowieso total sinnlos gewesen, ihr mitzuteilen, dass sie wohl gehörig einen an der Klatsche hatte!

        • @ Muttersheera

          „Sie ist auf dem Weg der Besserung/Selbstwertstabilisierung.
          Gerade deshalb frag ich.“

          Der Blog von Aurelie ist ein klassischer „special interest“-Blog, für den man sich interessieren kann oder auch nicht. Im Gegensatz zu diversen Hass-Blogs besteht kein objektiver Grund, sich von dessen Existenz angegriffen zu fühlen. (Von einem Blog, der Hass auf Männer verbreitet, kann ich mich als Mann zu recht angegriffen fühlen).

          Rätselhaft, weshalb sie offenbar immer von beiden Seiten (Femi&Masku) so einen Hass auf sich zieht.

          Generell ist es eigtl. eine Bereicherung, wenn Leute so offenherzig über ihr persönliches Erleben berichten. Wenn nicht, muss man es nicht lesen.

          Im allgemeinen ist auch nicht davon auszugehen, dass Leute, die vorgeblich keine „speziellen“ Vorlieben im Sexuellen haben, psychisch gesünder sind. Vielleicht verdrängen die auch nur und das Verdrängte bricht sich irgendwann Bahn.

        • Aber ich verbitte mir die Behauptung, ich würde sie/was sie schreibt hassen oder mich dadurch angegriffen fühlen.

          Ich hab einfach nur ein bissken mehr (böses Wort) Lebenserfahrung.

          Und anhand von Aurelies Beispiel sieht man ja, was sich im Denken allein in einem einzigen Jahr so alles ändern kann…

          So schließe ich auch nicht aus, dass ihr irgendwann, wenn sie wieder ganz aufm Damm ist, sogar noch der eine oder andere jetzt möglicherweise noch verdrängte Übergriff wieder zu Bewusstsein kommen könnte o.ä..

          Warten wirs ab.

        • Nö, meine Aussage über derlei special-interest-Blogs gilt weiterhin. 🙂

          Verdrängte Übergriffe? Keine Ahnung, ob sie mal selbst so was erzählt hat, aber wenn du ihr sowas andichten würdest, um zu zeigen, dass sie „wohl gehörig einen an der Klatsche“ hat, wäre das unanständig.

        • @ muttersheera

          Du bist ein wunderbares Studienobjekt und Belegexemplar für weibliches Aggressionsverhalten und weibliche Konfliktstrategie („Von hinten durch die Kniekehlen vorne in die Brust“).

          Wer glaubt, Stereotype seien Vorurteile: Von Dir kann er sie sich zu Urteilen validieren lassen.

        • Man kann mir viel vorwerfen, Alexander.

          Aber sicher nicht, dass ich besonders hinterfotzig wäre.

          Ich kämpfe mit offenem Visier, und darauf bilde ich mir tatsächlich auch was ein.

        • *So schließe ich auch nicht aus, dass ihr irgendwann, wenn sie wieder ganz aufm Damm ist, sogar noch der eine oder andere jetzt möglicherweise noch verdrängte Übergriff wieder zu Bewusstsein kommen könnte o.ä..*

          Der Küchenpsychologe übersetzt mal:

          Wenn sie lernt ihren Hass / ihre schlechten Gefühle zu kanalisieren.

          Ja, das Potential an Hass / Unmut / Frust / schlechten Gefühlen bei Wohlstandsfrauen der heutigen Zeit ist hoch, es wartet nur darauf kanalisiert und ausgebeutet zu werden.

        • Sheera, langsam wird es peinlich. Du bist das beste Beispiel dafür, dass Menschen mit psychischen Krankheiten am besten nicht darüber sprechen sollten.

          Du bist weder meine Therapeutin noch hast du eine leise Ahnung davon, wie es ist, seit über 10 Jahren den gleichen Scheiß von irgendwelchen Möchtegern-Muttis anzuhören, die natürlich besser als man selbst wissen, woran man leidet. Ich sitze nicht sabbernd in der weißen Zwangsjacke und habe Pfleger um mich, die mir sanft bei der Traumabewältigung helfen. Stimmt, ich habe ein paar schlechte Begegnungen hinter mir. Finde mal eine Frau Mitte zwanzig, bei der das nicht so ist.

          Was meinen neusten Beitrag angeht: Ich habe vor allem den schlechten Stil und die fehlende Weitsicht dieser Bloggerinnen kritisiert. Genauso wie mir RTL zu platt ist, so sind mir auch die genannten Exemplare viel zu platt. Schau gerne in die Kommentarspalte. Dort findest du einige derer, die ich meine. Frauen werden bejubelt, weil sie eine funktionsfähige Vagina haben. Mit anspruchsvollen Texten hat das recht wenig zu tun. Diesen Zusammenhang muss man manchen Menschen eben erklären. Und ich selbst tue mittlerweile fast alles dafür, um die Zahl der Sabber-Leser möglichst gering zu halten. Vielleicht gibt es deshalb weniger Fickberichte.

        • „Stimmt, ich habe ein paar schlechte Begegnungen hinter mir. Finde mal eine Frau Mitte zwanzig, bei der das nicht so ist.“

          #yesallwoman

        • Sheera, langsam freue ich mich über deine Kommentare. Du disqualifizierst dich öffentlich und für jeden Leser sichtbar.

          Du willst allen Ernstes den Liebeskummer, den jede Frau im Laufe ihres Lebens mehrmals erlebt, mit dem Patriarhchat erklären? Weißt du, es gehören immer zwei dazu. Ich habe mir jeden einzelnen Mann selbst ausgesucht. Das wirft kein besonders gutes Licht auf mich, aber man kann nicht die Verantwortung für den eigenen Kummer auf die bösen Männer abwälzen.
          Ganz abgesehen davon habe ich mich auch nicht immer korrekt verhalten und dem einen oder anderen Mann Kummer bereitet. So ist es eben beim Sex und bei der Liebe. Manchmal wird man verletzt. Was dieses #YesAllWomen da zu suchen hat, weiß ich nicht.

          Du kannst gerne noch ein bisschen weiter im Dreck wühlen. Ein durch BDSM ausgelöstes Trauma wirst du bei mir nicht finden. So sehr du dir das vielleicht wünschst und so sehr es in dein femi-verklärtes Weltbild passen würde. Ich werde dich enttäuschen müssen.

        • @Aurelie:

          „Ich habe mir jeden einzelnen Mann selbst ausgesucht. Das wirft kein besonders gutes Licht auf mich, aber man kann nicht die Verantwortung für den eigenen Kummer auf die bösen Männer abwälzen.
          Ganz abgesehen davon habe ich mich auch nicht immer korrekt verhalten und dem einen oder anderen Mann Kummer bereitet. So ist es eben beim Sex und bei der Liebe. Manchmal wird man verletzt.“

          Es wirft sogar ein sehr gutes Licht auf Dich, eigene Verantwortung zu sehen und erkannt zu haben, dass man beim Spiel der Geschlechter schlechte Erfahrungen machen kann und sich das kaum vermeiden läßt. Es tut so gut, das zu lesen!

          Vergleiche einen Kommentar von Henner gestern beim Geschlechterallerlei:

          „Ich will aber so ehrlich sein nicht zu verhehlen, dass ich auf meinem Weg auch schon genügend Frauen sehr unglücklich gemacht habe. Allerdings habe ich mich in diesen Fällen auch selbst in traurige Situationen gebracht. Aber das war eben mein langer Lernprozess.“

          Es wäre sehr viel gewonnen, wenn diese Lesart sich in der öffentlichen Debatte durchsetzen würde. Dort, so mein Eindruck, läuft es absurderweise ganz anders: Frauen sollen für nichts beim Flirten/Sex verantwortlich sein und sie sollen bitteschön auf gar keinen Fall schlechte Erfahrungen machen können.

        • Sheera, woher nimmst du eigentlich diese fast schon peinliche Arroganz, darüber zu entscheiden, was gut für mich war und ist? Mir hat das Spaß gemacht, sonst hätte ich es nicht getan. Es ist niemals etwas gegen meinen Willen geschehen. Das einzig schlimme war, dass ich oft mehr Gefühle investiert habe als die betreffenden Männer. Als die Gefühle nicht erwidert wurden, hat das weh getan (= schlechte Begegnungen). Das war jedoch völlig unabhängig von den jeweiligen Sexpraktiken. Du verrenst dich da in etwas und merkst es nicht mal mehr.

        • @ Graublau

          “Ich will aber so ehrlich sein nicht zu verhehlen, dass ich auf meinem Weg auch schon genügend Frauen sehr unglücklich gemacht habe. Allerdings habe ich mich in diesen Fällen auch selbst in traurige Situationen gebracht. Aber das war eben mein langer Lernprozess.”

          Jaja, Liebe ist ein Schlachtfeld. 😉

      • Puh, liebe Sheera, du scheinst echt eine Vorliebe für die persönliche Ebene zu haben, ne? Ich kann den Zusammenhang zur Diskussion oben nicht ganz herstellen, versuche aber mal, mich der Sache anzunähern:
        Du unterstellst, dass psychisch gesunde Frauen nicht auf Schläge stehen bzw. dass Frauen, die auf Schläge stehen, einen Knacks haben. Wie kommst du darauf? Interessanterweise habe ich kürzlich eine Doktorarbeit zu diesem Thema gelesen. Und leider muss ich dir mitteilen: Es konnte kein statistischer Zusammenhang zwischen psychischen Krankheiten und einer Vorliebe für BDSM festgestellt werden. Das konnte ich selbst kaum glauben und muss wahrscheinlich sogar einige meiner Blog-Beiträge umschreiben.
        Was meinen persönlichen Umgang mit BDSM angeht, so ist das hier nicht der richtige Platz dafür, oder? Für einen Austausch per E-Mail bin ich dagegen immer zu haben.

        • @ Aurelie

          Tippse steht auch auf Schläge, sehr sogar, mehr als ich psychisch zu leisten vermag.

          Allerdings nicht in’s Gesicht, sondern auf die robustere, wenn auch trotzdem sehr zarte Kehrseite (klatscht ja obendrein sehr viel schöner, dieses satte Plopp und erst die Farbe: zartes Apricot, mehr bringe ich nicht über mich und mit Rohrstock fang ich erst gar nicht an).

          Als psychisch-emotional rundum gesund-lebenstüchtig würde ich sie nicht unbedingt bezeichnen.

          Aber wer ist das schon.

          Solange sich die Macken gut ergänzen.

        • „du scheinst echt eine Vorliebe für die persönliche Ebene zu haben, ne?“

          Das Private ist politisch, hast Du doch heut noch retweetet?

          Offene Konfrontation halte ich grundsätzlich für eine gute Möglichkeit zur Weiterentwicklung.

          Auch mache ich mich zugegeben gern unbeliebt, selbst wenns nicht sein müsste, damit hab ich so gar kein Problem.

          Ich will gar nicht gemocht werden, wenn ich dafür das was ich denke und glaube verleugnen müsste.

          „Du unterstellst, dass psychisch gesunde Frauen nicht auf Schläge stehen bzw. dass Frauen, die auf Schläge stehen, einen Knacks haben. Wie kommst du darauf?“

          Schläge ins Gesicht, insbesondere.

          Ich nenne das gesunden Menschenverstand, der zweifelsohne aus der Mode gekommen ist, zwischenzeitlich (im Gegensatz zum medial seit Jahrzehnten so massiv gehypten BDSM).

          Da Du die Frage nicht beantworten willst: ich meine, dass jede psychisch-nicht-labile Frau geradewegs reflexhaft zurückschlagen würde (in manchen Pornos meine ich sogar beobachtet zu haben, wie der ursprüngliche Impuls dazu von der Protagonistin in der Bewegung wieder gestoppt wurde).

          „Es konnte kein statistischer Zusammenhang zwischen psychischen Krankheiten und einer Vorliebe für BDSM festgestellt werden.“

          Hast Du den Link?

          Aber das wäre auch nicht die erste Studie, der ich misstraue und die für mich und mein Denken unerheblich ist.

          Missfällt es Masochisten etwa, wenn man sie krank im Kopf nennt?

          Gedemütigt, bespuckt und missachtet werden macht sie doch geil, die wollen doch wie das Stück Scheiße, als das sie sich fühlen, behandelt wie auch akzeptiert werden, nich?

          „Was meinen persönlichen Umgang mit BDSM angeht, so ist das hier nicht der richtige Platz dafür, oder?“

          Ich meine schon.

          „Für einen Austausch per E-Mail bin ich dagegen immer zu haben.“

          Ich hab eine Ahnung, wie das ausgehen würde…

          Aber klar: wenns Dir so lieber ist, kennst Du ja meine Adresse.

          • Sheera, jetzt mach mal keinen auf Märtyrerin. Und noch dazu mit so nem abgelutschte Femi-Spruch. Der Sex, den ich habe, ist keinesfalls politisch. Ein Teil davon ist vielleicht öffentlich (Blog), aber vieles geht niemanden etwas an. Schon gar nicht, wenn derjenige meint, an mir ein Exempel statuieren zu müssen, nur weil ich an einer psychischen Krankheit leide und 2 von 10 Jahre meines Sexuallebens mit BDSM verbracht habe. Ich bin momentan übrigens weder gesünder noch kranker als vor einem Jahr. Damals gabs Schläge, heute nicht. Nicht jede meiner Lebensentscheidungen lässt sich durch die Krankheit erklären. Das ist nicht nur ziemlich eindimensional, sondern noch dazu anmaßend und unverschämt. Die sexuellen Vorlieben von Diabetikern oder Krebspatienten interessieren auch niemanden. Da würde sich keiner zu so einer Aussage wie deiner hinreißen lassen. Nur bei den „Psychos“ ist das irgendwie total angesagt, dass jeder dahergelaufene Küchenpsychologe scheinbar ein Anrecht auf Analyse sämtlicher Verhaltensweisen hat. Sorry, da muss ich nur noch müde gähnen.

            Hier ist die Dissertation: http://www.schlagabtausch-hd.de/i/diplomarbeit_online.pdf

            Wenn du sie komplett durchgelesen hast, liste gerne sämtliche Einwände gegen sie Sachlichkeit und Aussagekraft der Studie auf. Dann reden wir wieder miteinander. Jede weitere Diskussion würde nur auf deinem persönlichen Empfinden basieren, das (leider Gottes!) nicht mit dem Empfinden aller Menschen übereinstimmt. Falls du weiterhin darauf beharrst, dass deine Auffassung über allem steht, naja, dann bleib dabei. Jeder Leser dieser Kommentarspalte kann sich schließlich sein eigenes Urteil über dein „objektives“ Vorgehen bilden.

        • @ Sheera

          Falls du dich mit dem wissenschaftlichen Forschungsstand zu SM beschäftigen möchtest, sei auch empfohlen:

          Peter Fiedler – Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung: Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien – sexueller Missbrauch – sexuelle Gewalt

          http://www.amazon.de/Sexuelle-Orientierung-sexuelle-Abweichung-Heterosexualit%C3%A4t/dp/3621275177/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1402603138&sr=1-1&keywords=fiedler+sexuelle

          Der Autor Peter Fiedler – einer der bekanntesten Verfasser von Lehrbüchern zu klinisch-psychologischen Themen (der auch die Diplomarbeit, die Aurelie verlinkt hat, betreut hat) vertritt ebenfalls eine Entpathologisierung von SM, wenn SM-Praktiken „safe, sane und consensual“ durchgeführt werden.

          Fiedler spricht hierbei von „inklinierenden Masochismus“ und „inklinierenden Sadismus“ und bezeichnet diese als „Abweichung ohne Pathologie“.

          Von diesen grenzt Fiedler dann eine pathologische und potentiell gefährliche Variante des sexuellen Sadismus ab, den periculären sexuellen Sadismus.

          Der klinische Psychologe Andreas Maneros, der auch das Vorwort zu Fiedlers Buch schriebt, bemerkt zu diesem Thema in einem seiner eigenen Bücher:

          „Der Begriff „inklinierend“ wird eingeführt, um den im einander zugeneigten Einvernehmen der Partner durchgeführten Sadomasochismus zu bezeichnen (lateinisch: inclinare – sich zuneigen). Dies hielt Fiedler für notwendig, um jene Formen sexuellen Masochismus bzw. sexuellem Sadismus zu kennzeichnen, die heute nicht mehr als psychische Störungen angesehen werden können.
          Insbesondere im Bereich des sexuellen Sadismus geht es darum genau zwischen „inklinierend“ und „nicht-inklinierend“ zu unterscheiden, da dieser Unterschied eine deutliche Grenze zur sexuellen Störung bzw. Gefährlichkeit markiert.
          Der nicht-inklinierende sexuelle Sadismus als Paraphilie ergibt sich zummeist dann, wenn sexuelle Aktionen realisiert werden, ohne sich der Bereitschaft und Zustimmung der zweiten Person zu vergewissern, so dass sich diese als unfreiwilliges Sexualobjekt erlebt und/oder gegen ihren Willen sexuell mißbraucht und mißhandelt wird.
          Beim inklinierenden Sadismus ist die Paraphiliediagnose nur unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen möglich und sinnvoll.
          Erst dann, wenn die sexuellen Impulse an den Opfern ausagiert werden, die mit sadistischen Sexualpraktiken nicht einverstanden sind, kann die Diagnose einer sexuellen Störung, also einer Paraphilie in Betracht gezogen werden. Es handelt sich dann um den perikulären sexuellen Sadismus (vom Lateinischen: Periculum – Gefahr abgeleitet).“

          (aus: Andreas Maneros – Intimizid: die Tötung des Intimpartners, S. 181 f.)

          Eine potentielle Kritik am Konzept des „inklinierendem SM“ ließe sich vielleicht daran festmachen, dass inklinierender SM meistens, aber nicht immer dem SSC-Konzept (safe, sane, consensual) folgt, da es ja auch noch das potentiell riskantere und ethisch problematischere RACK-Konzept (risk-aware consensual kink) gibt, das sich im Gegensatz zu SSC nur auf Einvernehmlichkeit und individuelle persönliche Risikobeurteilung stützt, (jedoch m.W. nur bei einer Minderheit der SM-Praktizierenden Anwendung findet).

          Außer dem – auch in meinen Augen – nicht zu pathologisierenden und ethisch unproblematischen inklinierenden SM auf Grundlage des SSC-Konzepts und dem eindeutig pathologischen perikulären SM gibt es also auch den SM auf Grundlage des RACK-Konzepts, der zwar einvernehmlich erfolgt – aber aufgrunddessen, dass hier Sicherheit und Vernunft weniger stark betont werden als bei SSC m.E. keineswegs so leicht als nicht-pathologisch und ethisch unproblematisch gewertet werden kann.
          Hier wäre m.E. eine genauere Differenzierung und weitergehende Forschung nötig. Dass bei SM-Praktizierenden mit Neigung zum RACK-Konzept seelische Störungen mit hineinspielen, würde ich nicht ausschließen.

          Die Entpathologisierung von SM, der auf Grundlage des SSC-Konzepts durchgeführt wird, wird von mir allerdings eindeutig bejaht. In dieser Hinsicht ist der Vertretern des sex-positiven Feminismus Recht zu geben.

          Was hat Aurelie eigentlich gesagt, was dich diesmal aufgebracht hat?
          War es, dass sie die Position der Radikalfeministinnen in den feministischen Sex Wars kritisiert hat und sexuelle Traumatisierungen als Ursache einiger der sexualfeindlichen radikalfeministischen Ideen vermutet – und wolltest du ihr dies jetzt quasi zurückgeben?

          Aurelie hat mit ihrer Vermutung m.E. Recht.
          Vor ein paar Tagen hatte ich dazu formuliert:

          Die sexualfeindlichen Tendenzen im radikalen Feminismus scheinen ihe Ursache m.E. eher einerseits bei Individuen zu haben, bei denen sich radikalfeministische Ideologie mit lesbischer sexueller Orientierung verbindet, Lust am heterosexuellen Sex daher nur schwer nachvollziehbar ist bzw. als ich-fremd und in Verbindung mit radikalfeministischer Ideologie als potentiell unterdrückerisch wahrgenommen wird,
          sowie des Weiteren – hier auf der psychologischen Ebene natürlich nachvollziehbar, aber trotzdem auf der Sachebene kritikwürdig – bei Individuen mit sexueller Traumatisierung, bei denen die entsprechenden anti-sexuellen feministischen Ideolgieelemente als Versuch einer persönlichen Bewältigungsstrategie interpretiert werden können, welche aber leider politisiert anstatt auf der persönlichen Ebene therapeutisch durchgearbeitet wird.

          Das lässt sich m.E. eigentlich relativ leicht für viele radikalfeministischen Ideologieelemente in Bezufg auf Sex begründen, diese erscheinen grundsätzlich irrational und schwer nachvollziehbar, ergeben aber einen perspektivischen Sinn, wenn man sie in Bezug auf lesbische sexuelle Orientierung oder sexuelle Traumatisierung zu verstehen versucht.

        • Bin bisher erst bei Seite 28, dem theoretischen Teil.
          Und zwar exakt bis zu dieser Stelle:

          „Schon Krafft-Ebing ist der Ansicht, dass Perversionen wie z.B. Sadismus und Masochismus auf degenerative Erkrankungen des Gehirns zurückzuführen seien.
          Diese Ansicht wird von vielen jüngeren Forschern geteilt.“

          Muss ich da echt noch weiterlesen?

        • Mal sehen wann ich mir die Zeit dafür nehme.
          Gibt Wichtigeres. Fahrradfahren, Schwimmen & Eisessen z. B.

          Schönes Wochenende.

        • Elegante Lösung, Sheera. Sehr elegant.

          Du stellst eine Behauptung auf. Ich befinde diese für unwahr und bringe einen wissenschaftlichen Beleg dafür (Leszek übrigens auch). Du ziehst dich aus der Affäre, weil du plötzlich besseres zu tun hast.

          Im Kindergarten hab ich solche Menschen „Feiglinge“ genannt. Das ist wahrscheinlich das einzig zutreffende Wort.

        • Ich frage mich gerade, wie wohl Sheera mit feministischen Masos umgehen würde.

          Die gibt es nämlich. Es gibt Frauen, die sich gerne hauen lassen, aber die durchaus radikale Feministinnen sein können. Das wäre mal eine interessante Auseinandersetzung. Ich selber finde das ja gar nicht so absurd. Absurd ist das nur für diejenigen, denen SM komplett fremd ist und die das deshalb nur von außen beurteilen.

          Ich selber bin da auch kein Auskenner. Aber ich versuche meist, die Welt aus der Sicht derer zu verstehen, deren Weltbild und Verhalten ist merkwürdig finde. Meist kommt man da auf schlüssigere Erklärungen, als wenn man die Personen schlicht pathologisiert, wie Sheera das tut.

          Gegenüber Feministinnen war das ja auch mal Mode: untervögelt, hässlich, persönliche Probleme – das sollen dann die Gründe gewesen sein, Feministin zu werden. Ich könnte mir vorstellen, dass Sheera das abstreiten würde. Nur warum glaubt sie, dass man ihrem „Stamm“ (ethnologisch gedacht) eine höhere Rationalität zubilligen sollte als anderen „Stämmen“?

        • @Lezsek, Du bist derart belesen und wortgewaltig, und doch scheint es mir, als ob Du das Gelesene lediglich rezitierst und nicht wirklich reflektierst, solange es Deine Gleichheitsutopie bedient:

          *Von diesen grenzt Fiedler dann eine pathologische und potentiell gefährliche Variante des sexuellen Sadismus ab, den periculären sexuellen Sadismus.*

          Die eingegangen Risiken sollen also ein Maß für die Pathologie der Psyche sein? Haben alle Extremsportler eine pathologisch Psyche? Sind alle risikoscheuen Mensch per se psychisch gesünder? Sind dann alle bareback Schwulen psychologisch pathologisch? Was ist denn nun gefährlicher ungeschützter Blümchensex oder eine Ohrfeige mit flacher Hand?

        • @ albert

          Und du solltest lernen genauer zu lesen.

          „Die eingegangen Risiken sollen also ein Maß für die Pathologie der Psyche sein?“

          Beim perikulären sexuellen Sadismus nein. Dort ist der Umstand, dass auf gegenseitiges Einvernehmen kein Wert gelegt wird, also sexuelle Gewalt ohne Einwilligung ausgeübt wird, der Grund dafür, dass Fiedler und Maneros dies als pathologisch klassifizieren. Der perikuläre sexuelle Sadismus dürfte wohl auch häufiger mit Persönlichkeitsstörungen korrelieren.

          Darüber hinaus VERMUTE ich, dass in Fällen, bei denen unnötige Risiken bei SM-Praktiken eingegangen werden (wo also nicht gemäß des SSC-Konzepts agiert wird), ebenfalls seelische Störungen vorliegen könnten, weil hier ein fundamentales psychologisches Prinzip – der Selbstschutz in psychischer und körperlicher Hinsicht – in unangemessener Weise vernachlässigt wird. Deshalb habe ich betont, dass hierzu weitere Forschung m.E. sinnvoll wäre.

          Dass eine seelische Störung vorliegt, muss natürlich nicht zwangsäufig in derartigen Fällen gegeben sein, da es auch Persönlichkeitsstrukturen mit geringer Neigung zur Risikoabwägung gibt (ein Beispiel hierfür wäre der von den klinischen Psychologen John M. Oldham & Lois B. Morris sogenannte „abenteuerliche Persönlichkeitsstil“, der den Autoren zufolge so etwas wie die nicht-pathologische und gemäßigte Variante dessen ist, wovon die antisoziale Persönlichkeitsstörung die pathologische Variante darstellt, vgl. John M. Oldham & Lois B. Morris – Ihr Persönlichkeits-Porträt. Warum Sie genauso denken, lieben und verhalten, wie sie es tun, S. 253).
          Auch in einem solchen Fall wären aber korrigierende Maßnahmen sinnvoll, da hier ein Defizit hinsichtlich einer für die psychische und körperliche Gesundheit wichtigen Fähigkeit gegeben ist, ebenfalls übrigens Empathiemangel.

          Davon abgesehen: Ja, ich denke, dass in Fällen wo SM-Praktiken, insbesondere extreme, durchgeführt werden, ohne die Maßstäbe „safe & sane“ ausreichend zu beachten, wo also unnötige und vermeidbare Risiken eingegangen werden selbst stärker und längerfristig psychisch oder körperlich verletzt zu werden oder jemand anderen stärker oder längerfristig psychisch oder körperlich zu verletzten, der VERDACHT des Vorliegens einer seelischen Störung berechtigt ist.

        • @Leszek, ich muss mich aus der Diskussion ausklinken, da ich zu wenig über BDSM weiß. Wer sich auf RACK einlässt, weiß sehr wohl was er tut und man darf sein Einverständnis unterstellen, sonst wäre es auch strafbar. RACK ist halt noch riskanter, als SSC. Pathologisches Verhalten primär am Risiko festzumachen halte ich nach wie vor für falsch. Selbstmörderische Züge sind meines Erachtens pathologisches, aber das hat ja nichts mit einer Ohrfeige zu tun.

        • Unfähigkeit gepaart mit enervierender Ungeduld ist eher keine gute Kombination, Püppchen.

          Du nennst mich also Feigling (der elegante Lösungen produziert), weil ich bei schönem Wetter nicht mal eben eine „Dissertation“ – die eigentlich ne Diplomarbeit ist – von mehr als 200 Seiten durchackere?

          Lachhaft.

          Kurze Wasserstandsmeldung:

          Zunächst rollten sich mir die Fussnägel auf, als ich im Text einfach bloß den Namen Havelock Ellis entdeckte (selbiger im O-Ton, damit Du einen kleinen Eindruck kriegst: „Wenn es vielleicht manchen erstaunen mag, daß wir im Laufe unserer Untersuchungen dazu kommen, ein gewisses Maß an Grausamkeit beim Mann als ein natürliches Phänomen mit Gleichmut zu betrachten, so mögen sie nicht vergessen, daß diese männliche Grausamkeit nur ein geringes Gegengewicht bildet gegen die Brutalitäten, die von langer Zeit her, seit der Zeit, ehe noch an Menschen zu denken war, von dem weiblichen Geschlecht am männlichen ausgeübt wurden.“).

          Interessant – auch für den Blog und so – fand ich (neben oben genannter biologischer Einschätzung) bisher z. B. den Hinweis, dass „Wünsche nach Flagellation und Unterwerfung erst ab ca. 1800 laut[wurden]. Hieraus kann geschlossen werden, dass Masochismus kein evolutionäres Überbleibsel ist, wie es vielleicht vom Sadismus angenommen werden kann, sondern als epochen- und kulturspezifisches Phänomen der modernen westlichen Welt gesehen werden kann.“

          Dann erschließt sich mir nicht sofort, wie sie zu so etlichen ihrer Vorab-Einschätzungen kamen, z. B. im Hinblick auf Depressivität (die sie weniger als Bedingung, sondern eher als mögliche Folge ansehen), aber auch Dominanzstreben (die nehmen nämlich sehr wohl an, dass die gelebte sexuelle Rolle dem Auftreten im Alltag entspräche, was ich bisher – immerhin! – für unwahrscheinlich gehalten hatte) etc.

          Ein guter Ansatzpunkt für Kritik könnte – für den/diejenige/n, die/der sich die Mühe machen will – die Kategorie „Maskulinität“ sein:

          „Unsere Hypothese bezüglich der Skala Maskulinität sieht vor, dass ein positiver Zusammenhang zwischen hohen Werten auf dieser Skala und der Präferenz von Dominanz besteht, d.h. dominante/sadistische Personen erzielen höhere Werte als
          submissive/masochistische Personen.
          Dies könnte daran liegen, dass Masochismus als etwas Feminines gesehen wird. Das traditionelle Bild der Frau als dienende, dem Mann unterworfene Person entspricht in etwa dem, des submissiven Parts in einer SM-Konstellation.
          Außerdem spielt die aktiv/passiv Verteilung bei der Penetration eine Rolle. Normalerweise penetriert der Mann seine Partnerin beim Geschlechtsakt, ebenso wird der passive Partner beim SM-Spiel (wenn dies überhaupt geschieht) penetriert.
          Die Vorstellung, dass ein submissiver Mann auf herkömmliche
          Weise mit seiner dominanten Partnerin den Koitus vollzieht, passt nicht in den Stereotypen des Masochisten und ist darum sehr ungewöhnlich.
          Zuletzt fällt auf, dass, wenn Crossdressing vorkommt, dieses meist submissive Männer betrifft. Manchmal fällt auch ein maskuliner Stil bei dominanten Frauen auf, fast nie allerdings trifft man auf weiblich gestylte dominante Männer oder maskuline
          submissive Frauen. Auch hier zeigt sich, dass Masochismus mit Weiblichkeit verknüpft ist.
          Nach Baumeister (1995) werden Menschen durch das Bedürfnis nach dem Ablegen der eigenen Identität und den mit ihr verbundenen Erwartungen der Gesellschaft zu masochistischen Praktiken hingezogen. Unserer Ansicht nach lässt sich diese Annahme sehr gut auf unsere Hypothesen bezüglich Masochismus und Maskulinität beziehen: Wir glauben, dass Männer, die normale bzw. erhöhte Werte auf dieser Skala aufweisen, ihre Rolle als Mann mit ihren vielfältigen Ansprüchen und Klischees, nicht als von außen auferlegt und belastend empfinden. Männer, die hier niedrige Werte aufweisen, verhalten sich oft dem gängigen Stereotyp und damit den an sie gestellten Erwartungen konträr und müssten damit ihre Rolle als Mann eher als Belastung wahrnehmen. Solche Männer sollten dann auch eher im Sinne
          Baumeisters von der Vorstellung erregt werden, diese Rolle in einem geschützten Rahmen abzulegen. Diese Möglichkeit bietet die masochistische Präferenz: Typisch männliche Eigenschaften wie dominantes, selbstbestimmtes und überlegenes
          Auftreten „müssen“ hier abgelegt werden, eher feminine Verhaltensweisen – wie oben erwähnt – werden verlangt. Dadurch wird es dem wenig maskulinen Mann ermöglicht, seine bei ihm Stress erzeugende Rolle abzulegen und dennoch den
          Erwartungen seines Umfeldes gerecht zu werden. Es ist ihm
          in diesem Moment möglich, der dominanten Partnerin durch nicht-männliches, passives verhalten Befriedigung zu verschaffen, was die Spannung zwischen erwartetem und selbst bevorzugtem Verhalten aufhebt und den Masochismus zu einer auf verschiedenen Wegen verstärkenden Lustquelle werden lässt.
          Analog ließen sich diese Überlegungen auch auf sexuell dominante Frauen beziehen.
          Frauen, die vergleichsweise hohe Werte auf der Skala Maskulinität haben, entsprechen häufig nicht dem gesellschaftlich vorgegebenen klischeehaften Bild der Frau als eher passiv und dem Mann unterlegen. Darum könnte es für diese Frauen als erleichternd empfunden werden innerhalb des SM-Settings ihre dominante, maskuline Seite ohne Restriktionen ausleben zu dürfen.
          In bezug auf Sadomasochismus im Allgemeinen erwarten wir
          jedoch keine Zusammenhänge mit Maskulinität. Denn innerhalb sadomasochistischer Settings gibt es neben der beschriebenen dominanten und eher typisch männlichen Rolle eben auch die submissive und eher weibliche; daher postulieren wir keinen
          Zusammenhang zwischen dem SM-Anteil und Maskulinität.“

          Wie klingt das?

          Für meine Ohren nach derart gequirltem Quark, dass ich unschlüssig bin, wo genau ich mit dem Sezieren beginnen sollte.

          Das ist kein Argument, ich weiß, kann aber vielleicht erklären, warum mir das Paper hier jetzt nicht wirklich ein Lese-Vergnügen ist.

          Herausragend fand ich auch die Stelle (S. 55, wo ich für heute die Beschäftigung mit Deinem Thema einstelle um mich wieder Angenehmerem zuzuwenden):

          „Uns ist wichtig zu betonen, dass es uns fern liegt, Mitgliedern dieser Gemeinschaften generell Persönlichkeitsabweichungen mit Störungswert zu unterstellen. Wir glauben lediglich, dass bei ihnen die oben aufgeführten Persönlichkeitsstile oder -Akzentuierungen in höherem Maße vorliegen als in der Bevölkerung der Nicht-Sadomasochisten. Die Bezeichnungen „ehrgeizig“, „selbstbestimmt“ und „liebenswürdig“ deuten bereits an, dass mit diesen Persönlichkeitsstilen durchaus positive und sozial hoch geschätzte Eigenschaften und Fähigkeiten verbunden sind.“

          Das scheint mehr als Reframing-Versuch bzw. Lobby-Arbeit angelegt gewesen zu sein.

          Bin aber dennoch gespannt, wie viele und welche ihrer Hypothesen sie werden verwerfen müssen (denn ich glaub schon, dass die einigermaßen um Wissenschaftlichkeit bemüht sind).

          Damit wir gleichziehen in Sachen Aufwand und damit Du die Chance hast einzusehen, womit genau Du Dir meine Aufmerksamkeit verdient hattest… such eine Studie raus, die _Deine_ Behauptung ausm Erstkommentar:

          „Bei den Radikalen scheint Spaß am Sex eine heftige kognitive Dissonanz hervorzurufen, da lustvoller Sex so gar nicht ihren Erfahrungen entspricht.“

          untermauert.

          Damit dürftest Du endlos lange beschäftigt sein, nehme ich an.

          Glück auf, Kamerad!

          „Gegenüber Feministinnen war das ja auch mal Mode: untervögelt, hässlich, persönliche Probleme – das sollen dann die Gründe gewesen sein, Feministin zu werden.“

      • @sheera: kann es vielleicht sein, dass Du ein kleines Trauma hast, weil Du eigentlich Menschen, die Sex genießen statt ständig darüber zu philosophieren und anderen klar zu machen, wie kaputt oder gestört sie sind, ganz gewaltig beneidest?!
        Muss schlimm sein zu lesen oder zu hören, da ist jemand, eine Frau, und die hat den Wunsch, das sie beim Sex geschlagen wird und sie ist verdammt glücklich damit. Hier spiele ich jetzt nicht unbedingt direkt auf Aurelie an, sondern meine das mehr so allgemein.

        Irgendwie tust Du mir ja auch leid, aber vielleicht kann man das behandeln?

        • Wenn ich ehrlich in mich reinhöre, dann würde ich tatsächlich gern mal Plätze tauschen.

          Das hätte schon irgendwie was, mal so ner Masochistin wie Dir, die darum bettelt, ordentlich die Fresse zu polieren.^^

        • Kann MS eigentlich auch anders als ad hominem, wenn jemand sie drauf aufmerksam macht, dass sie Unsinn geredet hat?

          Rein akademische Neugierde…

        • @ Christian

          Obwohl… du kennst doch sicher das Pickup-Buch „Lob des Sexismus“. Der Autor hatte eine ganz ähnliche Theorie wie die hier:

          Muttersheera: “Du unterstellst, dass psychisch gesunde Frauen nicht auf Schläge stehen bzw. dass Frauen, die auf Schläge stehen, einen Knacks haben. Wie kommst du darauf?”

          Stichwort „LSE-HD“. So ganz unlogisch finde ich das nicht. Wenn man es mal von der ad-personam-Ebene abstrahiert.

          • @ichichich

            „Obwohl… du kennst doch sicher das Pickup-Buch “Lob des Sexismus”“

            Nein, habe ich nicht gelesen. ich habe mich eher auf die amerikanischen werke gestützt, die waren leichter im Netz zu finden.

            „Stichwort “Stichwort “LSE-HD”. So ganz unlogisch finde ich das nicht. Wenn man es mal von der ad-personam-Ebene abstrahiert.”. So ganz unlogisch finde ich das nicht. Wenn man es mal von der ad-personam-Ebene abstrahiert.“

            ehrlich gesagt bin ich mit diesen Abkürzungen nie warm geworden, sie spielen im amerikanischen Pickup keine Rolle.ich muss sie auch wenn ich die ungefähre Bedeutung kenne, immer wieder nachschlagen:

            http://www.frauenverstehen.ch/2009/06/klassierung-der-frauen-hse-lse-hd-ld/

            In der „Verführungsszene“ gibt es eine Kategorisierung der Frauen in einerseits hohes (HSE High Selfesteem) und tiefes Selbstwertgefühl (LSE Low Selfesteem) und andererseits starker (HD High Sexdrive) und geringer Sextrieb (LD Low Sexdrive). Daraus ergeben sich die Kombinationen HSE HD, HSE LD, LSE HD und LSE LD.

            Klar kann eine Frau mit tiefen Selbstwertgefühl und hohem Sexdrive dann besonders auf bestimmte Techniken anspringen und es kann Sinn machen, dass so einzuordnen. Allerdings sind aus meiner Sicht die Kategorien viel zu grob und ich würde immer lieber auf die konkrete Person hin kalibrieren und schauen, auf was sie anspricht.

            Einen gewissen Wert sehe ich noch darin, dass man erkennt, dass es diese Unterscheidungen an sich gibt, also zB Frauen mit einem relativ niedrigen Sexdrive und solche die Spiele spielen wollen, weil sie damit ihr Selbstvertrauen steigern können.

        • Interessant ist auch die Frage, ob psychisch gesunde Frauen Schläge beim Sex austeilen? Wenn ja, was ist das:

          1. Ausübung natürlichem weiblichen Dominanz- und Machtstreben?
          2. Zurückschlagen für 6000 Jahre Patriarchat?
          3. Ein Straftatsmerkmal der Vergewaltigung?
          4. Oder einfach nur „animalisch“? (nirgends sind wir so steinzeitlich, wir ziehen uns sogar aus!)

          Bei meinem Fall würde ich auf viertens tippen, obwohl sie in einer „Gay Union“ aktiv war. Hm…ich bekomme Zweifel…

        • @ Mutter

          „Das hätte schon irgendwie was, mal so ner Masochistin wie Dir, die darum bettelt, ordentlich die Fresse zu polieren.^^“

          Du redest einen Mist, es ist nicht zu fassen. Daß es darum nicht geht, kannst Du mit Deiner Lebenserfahrung wohl nie verstehen.

          Du hast keine Lebenserfahrung! Du bist allenfalls altersverstockt und kannst nicht über Deinen Blümchenvorgarten hinausdenken. Vorgefertigte Weltbilder scheinen Dir zu gefallen.

        • @ Christian

          „Nein, habe ich nicht gelesen.“

          Ah, OK.

          „Klar kann eine Frau mit tiefen Selbstwertgefühl und hohem Sexdrive dann besonders auf bestimmte Techniken anspringen und es kann Sinn machen, dass so einzuordnen“

          Das Kapitel war, wenn ich mich recht erinnere, eher eine Warnung als eine Anleitung.

          „Allerdings sind aus meiner Sicht die Kategorien viel zu grob und ich würde immer lieber auf die konkrete Person hin kalibrieren und schauen, auf was sie anspricht.“

          Na ja, das ist klar. Eine hinreichende Grundlage, aus bestimmten Verhaltensweisen/Vorlieben eine psychologische Ferndiagnose zu erstellen, können solche Kategorien sicher nicht sein.

        • „Interessant ist auch die Frage, ob psychisch gesunde Frauen Schläge beim Sex austeilen?“

          Die traditionelle Verteilung ist auch hier: Frauen kratzen

        • @sheera: Gewaltandrohung in einer Diskussion zeugt eindeutig von Reife und Lebenserfahrung. Da bin ich aber froh, dass ich noch was lernen kann von jemand so erfahrenem wie dir.

          Also, wenn jemand anderer Meinung ist, einfach mit Gewalt drohen, danke für den Tipp! 😉

        • „Das hätte schon irgendwie was, mal so ner Masochistin wie Dir, die darum bettelt, ordentlich die Fresse zu polieren.^^“

          Nicht alle Subs wollen Schläge ins Gesicht, viele dürften diese sogar als absolut hässlich empfinden. Zweitens gehört dazu ein enormes Vertrauen zu dem, der schlägt, denn man muss sich darauf verlassen können, dass dieser nicht aus Hass und unbeherrscht zulangt und damit heftige Verletzungen verursacht. Woraus auch folgt, dass diverse Subs nicht beliebig jeden irgendwie anbetteln, sie zu schlagen.

          Aber das nur am Rande, Mutter.

  2. @ Christian
    Jetzt vergiss mal Deine Evolutionsbiologie, Deine costly signals, die geschlechtsspezifischen Weissderteufelwas und der ganze Trullala. Heute beginnt die Fussball-WM. Da interessieren die Weiber und ihre hormonbedingten Hysterien nicht. Kann sowieso niemand verstehen, weil es da nichts zu verstehen gibt.

    Also, meine Einschätzung, Favoriten, in dieser Reihenfolge:

    1. Brasilien, weil zu Hause
    2. Spanien
    3. Deutschland
    4. Argentinien

    • „Da interessieren die Weiber und ihre hormonbedingten Hysterien nicht.“

      Nun ja abgesehen davon, dass die Städte und Fanmeilen dieser Republik wieder mit Kreischtussies bevölkert sein werden, die von ihren Boyfriends beschützt und hofiert werden 😉

        • @ Adrian

          *Salvador da Bahia*

          Schönster Portugiesischer Kolonialbarock in der Altstadt. Ist ja die alte Hauptstadt der Kolonie (Rio wurde das erst 17und ein paar 60).

          Wollte ich immer mal hin.

          Wird aber wohl noch dauern.

          Der Pranger, an dem man die Schwulen festgebunden hat in der guten alten Zeit (u.a.) steht übrigens auch noch.

        • „Der Pranger, an dem man die Schwulen festgebunden hat in der guten alten Zeit (u.a.) steht übrigens auch noch.“

          Und nun dürfen Homos in Brasilien heiraten. Bessere neue Zeit.

        • @ Adrian

          *Und nun dürfen Homos in Brasilien heiraten. Bessere neue Zeit.*

          Aber nicht in dieser Kirche!

          Ist übrigens der Platz, auf dem der Pranger stand.

          Die Prangersäule selbst ist leider nicht mehr erhalten ( 🙂 ), nur der Platz, in dessen Mitte sie stand (dort, wo jetzt der runde Brunnen sprudelt) ist noch erhalten (Portugiesische Prangersäulen sind oft besonders schön – da steht man gerne dran!).

          Verstehe gar nicht, warum man solche nützlichen, dauerhaft wiederverwendbaren Werkzeuge so schnell entsorgt.

          Könnte man ja mal wieder brauchen.

          Der Platz sieht heute noch fast so aus wie auf dem Foto (1930).

      • Nun ja abgesehen davon, dass die Städte und Fanmeilen dieser Republik wieder mit Kreischtussies bevölkert sein werden, die von ihren Boyfriends beschützt und hofiert werden.

        Das ist sogar für einen „natural born hetero“ wie mich eine nur schwer erträgliche Zumutung. Gut, dass das Gekreische der Weiber durch das Autogehupe und allgemeine Getröte übertönt wird. Vuvuzelas haben auch ihr Gutes.

        • Peter

          „Vuvuzelas haben auch ihr Gutes.“

          Sind die Teile immer noch nicht verboten? Vuvuzelas > kreischende Frauen, das ist doch nicht dein Ernst? 😕

      • Sicher, dass da nicht die Frauen eher ihr „Revier“ bzw. ihren Partner verteidigen, seit viele Frauen die Public Viewings zum Baggern missbrauchen? 😀 Früher war da ja eher ein Tummelplatz für Männer und nur wenige, meist burschikosere Frauen. Die anderen Frauen gingen dann eher Cocktails trinken, tanzen oder ins Kino, wenn zu Hause oder außerhalb König Fußball regierte.

        • „Früher war da ja eher ein Tummelplatz für Männer und nur wenige, meist burschikosere Frauen.“

          Früher.
          „Public Viewing“ heißt das seit 2006. Da waren die jungen, attraktiven Frauen aber schon da. 2002 gab es solch öffentliches Fußballgucken auch schon in Berlin. Keine Ahnung, wie da das Publikum aussah.

          Und davor? Ich glaube, man hat die große Leinwand in Deutschland sehr spät entdeckt.

          Im übrigen habe ich mich dann 2008 schwarz geärgert über besoffene junge Frauen, die aus Trendgründen zum Fußballgucken kamen, aber nur sinnlos umher krakeelten.

      • Wenn dich Fußball mehr interessiert als Sex, dann viel Spaß dabei!

        Das klingt irgendwie verbittert. Wie kann Mann bloss etwas interessanter finden als Sex, sprich Frauen! So ziemlich alles ist interessanter. Sex hat man oder auch nicht. Darüber zu sprechen ist ätzend langweilig. Ausser für Christian, der ist geradezu besessen von der Thematik.

        Und die Schweiz?!
        Muss ich an Ihrem Patriotismus zweifeln oder nehmen die nicht teil?

        @ Meister Roslin
        Ich urteile, werter Meister, auf der Basis von Fakten, nicht Ideologien wie beispielsweise einem übersteigerten Nationalismus, sprich Chauvinismus. Deshalb kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, das die Schweiz nicht Weltmeister wird und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichekit sagen, dass Christian in zehn Jahren noch immer über die Geschlechterunterschiede, PUA und die costly signals brüten und grübeln wird.

        • @Peter

          Verbittert? Aber nein, sicherlich nicht.
          Mich nervt nur etwas diese Hype in den Medien, der man kaum entkommen kann – noch nicht einmal hier.

          Manchen Leuten macht Sex Spaß, andere schauen stattdessen lieber Fußball.
          Jedem das Seine.
          Wirklich arm dran sind nur diejenigen, die nirgends ihr Vergnügen finden.

          In diesem Sinne: Have fun!

        • „Manchen Leuten macht Sex Spaß, andere schauen stattdessen lieber Fußball.“

          Seltsame „Dichotomie“. Es geht doch beides. Weder kann man den ganzen Tag Fußball gucken noch Sex haben. Schon deshalb muss das nicht als Gegensatz existieren.

        • Seltsame “Dichotomie”. Es geht doch beides. Weder kann man den ganzen Tag Fußball gucken noch Sex haben. Schon deshalb muss das nicht als Gegensatz existieren.

          Richtig Lomi. Deshalb ist die Halbzeitpause eine gute Erfindung.

    • @ Meister Peter

      *1. Brasilien, weil zu Hause
      2. Spanien
      3. Deutschland
      4. Argentinien*

      Und die Schweiz?!

      Muss ich an Ihrem Patriotismus zweifeln oder nehmen die nicht teil?

      Weiß das nicht, weil ich mich für Fußball nicht sonderlich interessiere. Tippse ist der Fußballfan hier im Haus, muss sie mal fragen (übrigens AUSSCHLIESSLICH Männerfußball, is‘ ja klar. Für anderes bekäme sie auch gar nicht den Schlüssel zum Gerät)

      Aber im Ernst,manche Kommentare zum Frauenfußball von ihr sind von erlesener Grausmakeit.

      Darf ich hier gar nicht erwähnen, sonst schmeißt mich Christian achtkantig raus.

      Sollten die Schweizer also dabei sein, gehören sie für mich unbedingt in den Kreis der Favoriten.

      Schließlich hat der legendäre Schweizer Gewalthaufen schon manche hoffnungslose Schlacht durch Brachialeinsatz noch gerissen!

      Mehr als ein Gewalthaufen ist eine Schweizer Fußballnationalmannschaft eh nicht.

      • „Darf ich hier gar nicht erwähnen, sonst schmeißt mich Christian achtkantig raus.“

        Männer haften für ihre Frauen? Komm schon, lass hören.

      • Aber im Ernst,manche Kommentare zum Frauenfußball von ihr sind von erlesener Grausmakeit.

        Grausmakeit!! Sehr schöne Wortschöpfung!

        • @ Meister

          *Grausmakeit!! Sehr schöne Wortschöpfung!*

          Evolutionäres Prinzip: Sogar der irrende Zufall schafft manchmal Sinn.

          Die Grausmakeiten des Lebens, vor denen ich mich so fürchte.

    • @Peter

      „Heute beginnt die Fussball-WM. Da interessieren die Weiber und ihre hormonbedingten Hysterien nicht. Kann sowieso niemand verstehen, weil es da nichts zu verstehen gibt.“

      Zur Einstimmung: Ein Artikel zur Evolutionsbiologie des Sports: 😉

      https://allesevolution.wordpress.com/2012/06/17/die-evolution-des-sports-warum-manner-sich-mehr-fur-sport-interessieren-als-frauen/

      „1. Brasilien, weil zu Hause
      2. Spanien
      3. Deutschland
      4. Argentinien“

      Brasilien wird jedenfalls hoch gehandelt. Ich rechne ihnen auch gute Chancen aus

      • Brasilien fliegt im Viertelfinale gegen Holland raus. Wir, Argentinien, werden Weltmeister im Endspiel gegen Italien. Deutschland und Spanien spielen um den 3. Platz.

        • Brasilien fliegt im Viertelfinale gegen Holland raus. Wir, Argentinien, werden Weltmeister im Endspiel gegen Italien. Deutschland und Spanien spielen um den 3. Platz.

          Oha, jetzt melden sich auch noch die Gauchos zu Wort! Im Halbfinale ist für die Gauches Ende Fahnenstange. Warum? Die gehen in ihrer Freizeit garantiert in den nächsten Puff und „verpuffen“ so ihre Kräfte. Man kennt sie ja, die Argentinier. Da hülfe nur Ephedrin …

          Und sie hat recht: Kein Mann konnte mir vernünftig die Abseitsregel erklären. Das musste ich mir alles selbst erschließen.

          Die ist im Grunde recht einfach, aber einigermassen schwierig in Worte zu fassen (und oft schwierig im konkreten Fall zu entscheiden).

        • @ Meister Peter

          *Die ist im Grunde recht einfach, aber einigermassen schwierig in Worte zu fassen (und oft schwierig im konkreten Fall zu entscheiden).*

          Was ist daran schwierig in Worte zu fassen?

          Abseits ist immer, wenn der Gegner ein Tor schießt!

      • “1. Brasilien, weil zu Hause
        2. Spanien
        3. Deutschland
        4. Argentinien”

        Das war auch mein Tipp. Wobei ich mich gestern trotzdem getraut hatte, 1:1 tippen, das hat aber leider der Schiri versaut.

        Deutschland hätte absolut das Zeug zum Titel, aber mit diesem Trainer und ohne die ganzen (teilweise verletzten) BVB-Spieler sehe ich das als kaum machbar an.

        Richtig Angst macht keine Mannschaft, Spanien hat trotz Über-Kader einfach nicht mehr dieses Selbstverständnis des überlegenen Systems. Vor allem auch aktuell keinen Spieler mit absoluter Weltklasseform, höchstens vlt. Ramos und D. Costa.

        Portugal, Belgien und Italien muss man auch was zutrauen, wie auch allen südamerikanischen Teams. Bis auf Ecuador sind die dieses Mal auch individuell bemerkenswert stark.

  3. Ein richtiger Brüller ist der Artikel heute auf Robin Urbans Blog.

    Sie titelt „Endlich enthüllt: Warum Frauen einfach kein Abseits checken!

    und feiert sich dann selbst ab, dass sie Abseits viel besser verstanden habe und erklären könne als all die doofen Kerle.

    Nach ihrer genialen Erklärung gilt gleiche Höhe jedoch als Abseits (und ist dazu auch noch abhängig vom Torwart) 😀

    Den Beweis für ihre „ironische“ Titelthese liefert sei also gleich selbst, und kommt sich dabei auch noch unglaublich clever vor.

    Auch nicht fehlen darf natürlich der obligatorische Hinweis auf Frauenfußball (die zeigen den Männern wie man’s macht) und immerhin das unabsichtliche Eingeständnis, warum weibliches Interesse für Fußball überhaupt (pünktlich zu Großereignissen) so gepusht wird.

    Nämlich nicht aus echtem Eigeninteresse, sondern um den werten Herren zu beweisen, dass Frauen das Spiel sowohl aktiv wie auch passiv beherrschen können.

    Meinen Hinweis auf ihren Epic Fail kommentierte sie dann mit einem kleinlauten: „Ich weiß“.

        • @ Christian

          Ein Klischee „Frauen können Abseits nicht verstehen“ wird auf unterhaltsame dekonstruiert, mittels des Entwurfs eines (ebenso unzulässig verallgemeinerten) Gegenklischees „Männer können Abseits nicht erklären“.

          „er ist ja recht durchgängig in Robins typischen Stil geschrieben.“

          Er ist geschrieben in jenem ironischem Stil, der anzeigt, dass hier nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden sollte.

          • @Leszek

            „(ebenso unzulässig verallgemeinerten) Gegenklischees “Männer können Abseits nicht erklären”.“

            Also ein „Nicht wir sind zu doof, ihr könnt nur nicht erklären?“ was offen lässt, welches Klischee nun stimmt? Dafür verteidigt sie die schlechte Erklärung der Männer in den Kommentaren aber sehr unsatirisch…

        • @ david

          „Man kann sich auch alles zurechtbiegen, Leszek.“

          Dass ein Artikel mit Passagen wie

          „Es liegt schlicht und ergreifend an den Männern.
          (…)
          Die meisten Typen haben ihre halbe Kindheit lang als kleine Hosenscheißer auf dem Schoß ihres Papas gesessen und das Aktuelle Sportstudio verfolgt, ob sie wollten oder nicht. Möglicherweise führt dieser frühkindliche Overkill zu einer seltsamen Verknotung der Synapsen, die es unmöglich macht, einfachste Sachverhalte zu diesem Thema halbwegs verständlich zu erklären.“

          vielleicht nicht in allem so hundertprozentig erst gemeint sein könnte, darauf könnte man m.E. beim Lesen durchaus kommen.

          „Ihre falsche Erklärung ist dann auch Satire?“

          Ich interessiere mich nicht für Fußball.
          Wenn ich es richtig verstanden habe, wollte sie darauf hinaus, dass solche Dinge am besten von ihrem kontextuellen Sinn her erklärt werden sollten, wobei sie hierbei stark auf Reduktion von Komplexität gesetzt hat.

          • @leszek

            Dass man etwas übertrieben und provokativ formuliert bedeutet nicht, dass man den Inhalt nicht ernst meint. Diese Stilmittel können auch dann eingesetzt werden, wenn man es und sei es nur dem Kern nach so meint.

        • Dachte ich mir, dass du ironische Überspitzung und polemische Schreibweise meinst.

          Das macht den Artikel halt noch nicht zur Satire.

          Ich interessiere mich nicht für Fußball.

          Ich glaube auch, wir können das an der Stelle lassen.

        • @ Christian & David

          Sie sagt doch selbst ausdrüchlich, dass es sich um einen „polemischen Satireartikel“ handelt (dritter Kommentar).

          http://de.wikipedia.org/wiki/Satire

          Satire ist in der älteren Bedeutung des Begriffs eine Spottdichtung, die Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man darunter aber meist einen künstlerisch gestalteten Prosatext, in dem Personen, Ereignisse oder Zustände verspottet oder angeprangert werden. Historische Bezeichnungen sind auch Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill (gegen Personen gerichtete satirische Schmähschrift).

          (…)

          Die Satire bedient sich häufig der Übertreibung (Hyperbel), kontrastiert Widersprüche und Wertvorstellungen in übertriebener Weise (Bathos), verzerrt Sachverhalte, vergleicht sie spöttisch mit einem Idealzustand (Antiphrasis) und gibt ihren Gegenstand der Lächerlichkeit preis. Zu ihren Stilmitteln gehören Parodie, Travestie und Persiflage, zu ihren Tonfällen Ironie, Spott und Sarkasmus. Insofern sich die Satire auf eine Idealvorstellung beruft, kann sie sich auch des Pathos bedienen.

          In Robins Artikel geht es m.E. um die satirische Dekonstruktion eines bestimmten (unzulässig verallgemeinerten) Geschlechterklischees.
          Dies geschieht u.a. dadurch dass ein übertriebenes Gegenklischee entworfen wird, wobei durch diese Gegenüberstellung der beiden Geschlechterklischees in ihrer Einseitigkeit, Übertriebenheit und unzulässigen Verallgemeinerung beide in dieser Form der Unglaubwürdigkeit preisgegeben werden.

          Der Verweis auf unterschiedliche Sozialisationsformen von Jungen und Mädchen in Bezug auf Fußball enthält sicherlich auch einen ernstgemeinten Kern, ebenfalls der Hinweis, dass solche Dinge idealerweise von ihrem funktionalen Sinn her erklärt werden sollten, weil sie dann besser verständlich sind.

          Der Text folgt aber darüber hinaus einem klassischen Muster bestimmter dekonstruktiver Verfahrensweisen mit Stilmitteln wie sie bei satirischen Texten üblich sind.

      • Nee Satire ist es nicht. Es ist ein lustiger Rant über angeblich allwissende Männer .)
        Und sie hat recht: Kein Mann konnte mir vernünftig die Abseitsregel erklären. Das musste ich mir alles selbst erschließen.

        • @adrian

          „Kein Mann konnte mir vernünftig die Abseitsregel erklären. Das musste ich mir alles selbst erschließen.“

          Also wenn man es beim gemeinsamen Fußballschauen macht, dann nimmt man sich zwei bier und ein Glas als Spieler, dazu irgendwas kleines als Ball und zeigt es einfach direkt. Das reicht ja, die Feinheiten sind nicht so wichtig.

          Meine These ist eher, dass es die meisten Frauen schlicht nicht interessiert, wenn sie es nicht bereits wissen, sonst ist es heutzutage ja recht einfach, die Wikipediaseite aufzurufen, die hat auch recht übersichtliche Bilder.

        • Da muss aber dann ein Fehler entweder beim Erklärer oder beim Erklärling vorliegen, wenn das so einfach nicht klappt.
          Und wenn es sie nicht interessieren würde, warum sollte sie dann fragen?

          • @maren

            „Da muss aber dann ein Fehler entweder beim Erklärer oder beim Erklärling vorliegen, wenn das so einfach nicht klappt.“

            Weil Frauen nicht in der Lage sind zu sagen „ne lass mal ist mir zu kompliziert, wie du es erklärst, mich interessiert das aber wirklich, ich lese mir den Wikipediaartikel durch?“

            „Und wenn es sie nicht interessieren würde, warum sollte sie dann fragen?“

            Aus meiner Sicht sind das eher die Frauen, die Fußball wegen der Gesellschaft und dem Event mitschauen, sich aber nicht wirklich für Fußball interessieren. Sie sagen dann so was wie „warum ist das denn jetzt kein Tor?“ oder „warum hat er denn nicht zu dem abgespielt, der stand doch ganz frei?“ und einem rollen sich die Fußnägel hoch. Also erklärt man es.

        • Sehr viele Männer verstehen nicht viel von Fußball, zumal der moderne Fußball sehr komplex ist. Da ist das Abseits bald das Einzige, was man auf die Schnelle optisch noch nachvollziehen kann. Die taktischen Feinheiten erschließen sich dagegen nicht so schnell. Das liegt auch an der Kameraperspektive.

          Kurz: Auch Männer sind selten wirkliche Experten.

          Aber, wie hier schon richtig festgestellt wurde, sie lieben dieses Spiel meist. Das ist eine der zentralen Voraussetzungen, um mit ihnen beim Fußballgucken Spaß zu haben. Vielen Frauen geht es da anders.

          Beim Thema Frauenfußball wird es dann leider sehr ernst, was meist den Männern und ihrer vermeintlichen Arroganz angelastet wird. Bei diesem Thema habe ich immer wieder erlebt, wie Frauen sich den Fakten verweigert haben, nämlich den gewaltigen Leistungsunterschieden. Diese Unterschiede legen schließlich auch nahe, Männerfußball zu gucken, weil dort Athletik und Technik am höchsten entwickelt sind. Frauenfußball ist einfach kein gutes Beispiel für die Gleichwertigkeit von Frauen. Deren Gleichwertigkeit ergibt sich nach meinem Dafürhalten ohnehin schlicht aus der Menschenwürde, die nicht abgestuft nach sportlichen Rekorden ist. Sonst müssten die Kreisklasse-Männer einen ähnlich niedrigen gesellschaftlichen Rang wie Fußballerinnen einnehmen. ^^

        • @LoMi
          *Beim Thema Frauenfußball wird es dann leider sehr ernst,was meist den Männern und ihrer vermeintlichen Arroganz angelastet wird. Bei diesem Thema habe ich immer wieder erlebt, wie Frauen sich den Fakten verweigert haben, nämlich den gewaltigen Leistungsunterschieden. *

          LoMi, natürlich sind die Frauen nicht so gut wie die Männer. Das liegt aber unter anderem auch an einem unterschiedlichen Professionalitätslevel.
          Aber so Kommentare wie „Das ist ja quasi Behindertensport“, oder „Guck ich mir nur an wenn die Trikots tauschen“ oder eben auch „Das ist dem Männerfußball nicht gleichwertig, daher darf es von mir aus zwar existieren, aber wehe es kommt auch nur ein Kommentar in den Medien, dass die Frauen Weltmeister geworden sind, dann beschwer ich mich über Overkill und erklär allen ganz genau, warum das NIX wert ist“ sind tatsächlich einer Arroganz und für mich echt unerklärlichen Aggression geschuldet. Hat das was mit Revier zu tun?
          Regen sich Frauen über männliche Synchronschwimmer oder Sportgymnasten auf?

          • @maren

            „aber wehe es kommt auch nur ein Kommentar in den Medien, dass die Frauen Weltmeister geworden sind, dann beschwer ich mich über Overkill und erklär allen ganz genau, warum das NIX wert ist“

            Störend daran finde ich eher die Erwartung, dass es genauso beachtet wird und gefeiert wird wie die Weltmeisterschaft. Es ist immer so ein „Jetzt feiert die bitte genauso, sonst ist es frauenfeindlich“

            Diese Erwartung ist in der Tat ein Overkill

            Die Größe des Ereignisses ist, wie man an den Zuschauerzahlen sieht, und eben auch an dem von dir angesprochenen Professionalitätslevel, einfach nicht vergleichbar.

            Insofern ist es aus meiner Sicht kein Revierverhalten sondern schlicht das Zurückweisen einer überzogenen Forderung.

            „Regen sich Frauen über männliche Synchronschwimmer oder Sportgymnasten auf?“

            Kommt da jemand und fordert dich auf, deren Leistungen anzuerkennen?

        • Beim Thema Frauenfußball wird es dann leider sehr ernst, was meist den Männern und ihrer vermeintlichen Arroganz angelastet wird.

          Gegen Frauenfussbal hab ich ja nichts, aber nicht in der Öffentlichkeit. Das ist Privatsache und sollte es auch bleiben.

        • Maren,

          ich empfinde es ähnlich wie Christian: zumindest die letzte WM in Deutschland war begleitet mit solchen Erwartungen. DA gab es diese Plakatkampagne, wo es hieß, „Dritte Plätze sind was für Männer“. Nicht wirklich witzig, vor allem vor dem Hintergrund des Leistungsniveaus der Damenmannschaft. Und wenn man versuchte, sachlich zu argumentieren, warum Frauenfußball (aus unterschiedlichsten Gründen) nicht attraktiv ist, wurde man laufend als Frauenfeind gebrandmarkt. Das nervt.

          Die von Dir zitierten Kommentare sind auch nervig. Es gibt keinen Grund, die Leistungen der Frauen zu schmälern, die sie nun einmal unter den ihnen gegebenen Bedingungen erbringen (weniger Geld z.B.). Wie gesagt, nach den Kriterien wäre Kreisklasse -Fußball ja auch „Behindertensport“. So etwas ist immer ungerecht. Machotum spielt da sicherlich eine Rolle. Aber gewiss eben auch die Abwehr gegen den Versuch, mit Krampf dem Frauenfußball eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung zu verschaffen und das dann noch mit einem gewissen feministischen Zungenschlag. Mehr Spaßbremse geht gar nicht.

        • DA gab es diese Plakatkampagne, wo es hieß, “Dritte Plätze sind was für Männer”. Nicht wirklich witzig,

          Oh doch. Im Nachhinein war das angesichts des Scheiterns der Deutschfrauen (im Viertelfinale gegen Japan ?) sehr witzig!

          Ärgerlich war die Verpolitisierung des Anlasses durch die Gendermeute. Ich habs spannend gefunden, auch wenn die Damen nicht ganz so schnell rennen wie die Männer.

        • @christian
          *Kommt da jemand und fordert dich auf, deren Leistungen anzuerkennen?*

          Witzigerweise MUSS da gar keiner ankommen und verlangen deren Leistungen anzuerkennen. Das tu ich schon von ganz alleine, weil Leistungssport immer ne unheimliche Disziplin und ein Können erwartet vor dem ich per se Respekt hab. Warum ist das umgekehrt so schwierig? Und jetzt erzähl mir nicht, dass vor der WM alle Frauenfußball unheimlich respektiert haben. (Es war übrigens eine WM in Deutschland, ich bitte darum dass mit dem Trara 2006 zu vergleichen, im Gegensatz dazu war die Medienaufmerksamkeit quasi nicht existent)

          @LoMi
          *DA gab es diese Plakatkampagne, wo es hieß, “Dritte Plätze sind was für Männer”. Nicht wirklich witzig, vor allem vor dem Hintergrund des Leistungsniveaus der Damenmannschaft.*

          Frauenmannschaft, Frauen. Die Zeiten wo in langen Kleidern Sport getrieben wurden sind vorbei und es gibt auch keine Kaffeeservice mehr.

          *Und wenn man versuchte, sachlich zu argumentieren, warum Frauenfußball (aus unterschiedlichsten Gründen) nicht attraktiv ist, wurde man laufend als Frauenfeind gebrandmarkt. Das nervt.*

          Warum fühlst du dich denn bemüßigt dagegen zu „argumentieren“? Machst du das bei z.B. Curling auch?

          @all
          Das ist so ähnlich wie mit Schwulen die sich in der Öffentlichkeit küssen. Man fühlt sich nur gestört, wenn man per se Ressentiments hat.

          • @maren

            „Warum ist das umgekehrt so schwierig?“

            Weil du es für etwas erwartest, was keinen interessiert. Und das durchaus zu recht. Nicht, dass sie nicht gute Leistungen in ihrem Bereich bringen würden. Aber ihr Bereich hat schlicht keine Bedeutung.
            Frauenfußball ist hier eben nicht nur Fußball mit Frauen. Es ist aus Sicht des Starangebots und der Aufmerksamkeit, die es erzeugt, schlicht ein Ereignis aus einer wesentlich niedrigeren Kategorie. Es ist so als würdest du die Hochzeit von Brangelina mit der Hochzeit von Ehepaar Müller gleichsetzen. „Müllers hatten auch einen leckeren Kuchen, aber darüber redet ja keiner, das muss man auch anerkennen“ und dich dann wundern, warum dich alle komisch anschauen, wenn du dich beschwerst, dass sie das nicht anerkennen.

            „Und jetzt erzähl mir nicht, dass vor der WM alle Frauenfußball unheimlich respektiert haben“

            Die Spielerinnen werden auf ihrem Niveau denke ich durchaus respektiert. Aber Frauenfußball wird nur auf der Ebene respektiert, auch der er auch tatsächlich stattfindet. Und die ist nun einmal deutlich tiefer

        • @maren
          Das Leistungsniveau des Frauenfußballs ist einfach unterirdisch. Und nein, das liegt nicht an dem weniger Muskelanteil von Frauen. Wenn ich z. B. an MMA denke, dort würde keine Proffesionelle Kämpferin gegen einen 15 Jährigen jungen verlieren. Warum ist das im Frauenfussbal der Fall?

        • @muttersheera, Frauenfußball ist wieder so ein staatsfeministisches Subventionsprojekt, dass ausschließlich vom Neid getrieben ist. Wie viel ein Leistungssportler verdient, hängt ganz überwiegend davon ab, wie viele Leute seine Leistung sehen wollen. Die Leistung selbst ist uninteressant. Aus bekannten Gründen will kaum einer Frauenfußball sehen, aber daraus wird eine patriarchale Verschwörung gemacht, Tickets für die Frauenfußball-WM werden an Schüler verschenkt, damit in Stadien keine gähnende Leere herrscht und Frau beklagt sich über die Ungerechtigkeit, dass die Prämien nicht so hoch, wie bei den Männern sind. Was für ein Realitätsverweigerung, was für ein Unsinn!

        • Nee Maren, man darf sich von inszeniertem Medienhype durchaus mal gestört fühlen.

          Ich fühle mich auch extrem dadurch gestört, dass zum Beispiel das deutsche Vereinsbasketball urplötzlich massiv von diversen Portalen gepusht wird, nur weil da die Abteilung des FC Bayern als Uli H.’s neues Lieblingsspielzeug vermarktet werden muss.

          Oder man tut so, als sei ein Kneipensport wie eine Dart-WM plötzlich ein Weltereignis. Bis die Leute das tatsächlich glauben.

          Ich habe auch vollstes Verständnis für die Leute, die sich davon gestört fühlen, dass ARD/ZDF aus Gebührengeldern ein Riesenevent jetzt immer noch weiter aufblasen und kritische Berichterstattung im patriotischen Freudentaumel untergeht.

          Und diese Gutmenschen-WM, pardon Frauen-WM war eben auch eine einzige Farce.
          Das muss man eben nicht vergleichen mit einer Männer-WM, sondern mit anderen Sportveranstaltungen wie zum Beispiel einer Volleyball-WM oder internationalen Frauenturnieren im Tennis.
          Die Größen und GrößInnen etablierter Sportarten bekamen nämlich lange nicht die Aufmerksamkeit und mediale Werbewelle wie die Fußballerinnen, deren Ligaalltag nach wie vor wohl nur die engsten Verwandten begeistern kann.

          Es finden jährlich zighundert Weltmeisterschaften und sonstige Sportwettbewerbe beiderlei Geschlechts auf hohem Niveau statt. Warum muss man da ausgerechnet die Frauenfußball-WM derart hochstilisieren? Weil..die Männer…dann wollen wir auch!!!

          Das war deutschtümelnde Eventscheiße der allerpeinlichsten Sorte.
          Das Frauentennis, Frauenvolleyball, Frauenleichtathletik oder Frauenbiathlon hat sich einen annähernd „gleichgestellten“ Status hart erarbeitet. Das zeigt sich da eben auch im Tagesgeschäft wie Weltcups, dass da echte Begeisterung und Substanz dahintersteckt, und auch in der Spielanlage lassen sich da nicht so riesige Unterschiede feststellen.

          Schon allein der Vergleich der absoluten Zahlen sagt vieles: Der DFB registriert auf 7 Mitglieder nur 1 Frau, auf den nicht-organisierten Bolzplätzen ist das Verhältnis erfahrungsgemäß noch sehr viel deutlicher.

          Warum soll Frauen dann mehr als ein Siebtel der Aufmerksamkeit zustehen?

          Frauenfußball ist eine Blase.
          Ohne Gleichheitsfanatismus hätte Frauenfußball heute noch denselben Status wie Frauenrugby, Frauenboxen, Synchronschwimmen der Männer oder rhythmische Sportgymnastik der Männer.

          Mit Frauen zu pöhlen macht auf jeden Fall Spaß. Bei uns Sonntags auf der Wiese am Seepark kicken sogar immer wieder mal welche mit.
          Aber letztlich muss man sagen: andere Sportarten liegen euch Mädels doch naturgemäß etwas besser.

        • „Aber letztlich muss man sagen: andere Sportarten liegen euch Mädels doch naturgemäß etwas besser.“

          Beach-Volleyball! 🙂
          Frauen-MMA ist aber auch ganz gut, und sogar Frauenfußball finde ich eigentlich ganz in Ordnung.

        • @Maren

          „Warum fühlst du dich denn bemüßigt dagegen zu “argumentieren”? Machst du das bei z.B. Curling auch? “

          David hat es gut erklärt. Der Frauenfußball wurde enorm gehyped. Seine Bedeutung wurde in den Medien hochgejazzt. In der Folge, im Vorfeld und während der WM haben Frauen einem permanent zu erklären versucht, dass die deutschen Fußballfrauen besser seien als die Männer – eben Weltmeisterinnen. Das ist Anlass genug, mal über die eklatanten Leistungsunterschiede aufzuklären. Darum fühlte ich mich bemüßigt.

          Ansonsten ist es mir leidlich egal bzw. respektiere ich die sportlichen Erfolge der Frauennationalmannschaft. Ich habe die WM-Spiele der Deutschen auch gesehen. Die Spielerinnen selber sind unverhältnismäßig hochgejazzt worden, was ihnen nicht geholfen hat, sie selbst zu sein auf dem Platz. Am Ende waren sie mit diesen Erwartungen auch komplett überfordert. Das war unfair gegenüber den Spielerinnen.

          Die Sache ist wirklich ganz einfach. Der Versuch, Frauenfußball aufzuwerten und zum Aushängeschild weiblicher Leistungsfähigkeit zu machen, sorgt nun einmal bei den Fußballfreunden für Ablehnung. Erstens wurde etwas als Gold verkauft, was in den Augen der Fans nicht glänzt. Zweitens wurde daraus eine Geschlechterfrage gemacht, der Fußball also politisiert. Auch das ist den meisten Fans eher unangenehm. Fußball ist Freizeit. Zumal die Politisierung aufgesetzt und unglaubwürdig wirkte. Fußballfans mögen nicht pädagogisiert werden. Sie fühlen sich dann verarscht. Zu Recht, wenn man mal die Laufwege von Frauen und Männern im Fußball vergleicht.

          Es ist überhaupt nicht dramatisch, dass es Leistungsunterschiede gibt. Dramatisch ist nur, wenn Medien und Politiker einem erklären wollen, die würden nur in unserer Wahrnehmung existieren und alles sei ganz anders. Genau das war das Problem mit dieser WM.

        • „man darf sich von inszeniertem Medienhype durchaus mal gestört fühlen.“

          Um einen Bogen zurück zum Thema zu schlagen:

          EXAKT so geht es mir seit ich denken kann mit der medialen (BD)SM-Glorifizierung!

        • Das ist so ähnlich wie mit Schwulen die sich in der Öffentlichkeit küssen. Man fühlt sich nur gestört, wenn man per se Ressentiments hat.

          Was soll das denn werden? Eine feministisches Ermittlungsordal?

          Wenn Schwulsein als der „normalen Männlichkeit überlegen“ _gehypt_ wird, dann dürfte und müsste eigentlich auch _jeder_, einschließlich Schwule selbst, sich davon gestört fühlen, gerade und genau weil _kein_ Ressentiment bzw. ein Unwille vorhanden ist, Schwulsein als „unnormal“ zu betrachten.

          Meine Güte, diese Trashrhetorik ist eine schlimmere Pest als die der alten Sittlichkeitsgouvernanten: Wenn man sich den histirionisch-moralinsauren Hypes nicht vorbehaltlos anschließt – es wagt, „dagegen zu Argumentieren“ – dann hat man plötzlich „Ressentiments“.

          Ich plädiere dafür, dass spezialkaderparteidemokratischer Frauenfrauenismus endlich als Religionsgemeinschaft anerkannt wird!

        • @ LoMi
          „DA gab es diese Plakatkampagne, wo es hieß, “Dritte Plätze sind was für Männer”. Nicht wirklich witzig, vor allem vor dem Hintergrund des Leistungsniveaus der Damenmannschaft.“

          Ich fand’s witzig.

          „Und wenn man versuchte, sachlich zu argumentieren, warum Frauenfußball (aus unterschiedlichsten Gründen) nicht attraktiv ist, wurde man laufend als Frauenfeind gebrandmarkt. Das nervt.“

          Wer stellt sich denn auch hin und argumentiert, dass er Frauenfussball nicht attraktiv findet? Mit welchen Grund? Was hat man davon? Wer’s nicht attraktiv findet, der soll es halt nicht gucken.

          „Der Versuch, Frauenfußball aufzuwerten und zum Aushängeschild weiblicher Leistungsfähigkeit zu machen, sorgt nun einmal bei den Fußballfreunden für Ablehnung. “

          Nur bei denen, die eh schon was gegen Frauenfußball haben. Allen anderen kann es am Arsch vorbeigehen. So wie mir.

          Insofern stimme ich stimme Maren zu.

        • mit der medialen (BD)SM-Glorifizierung!

          Pffff. Ich gebe ja zu, dass ich als totaler Laie BDSM auch etwas irritierend finde. Aber mediale Glorifizierung??

          Manchmal fragt man sich schon, ob die Begegnungen mit Radikalfeministinnen vielleicht einem interstellaren Bug entspringen, der euer Paralleluniversum mit unserem Internet verbindet.

          Werden da drüben nicht auch Vergewaltigungen und Kindesmissbrauch glorifiziert?

        • Wer stellt sich denn auch hin und argumentiert, dass er Frauenfussball nicht attraktiv findet? Mit welchen Grund? Was hat man davon? Wer’s nicht attraktiv findet, der soll es halt nicht gucken.

          Du hast auch schon mal intelligentere Postings verfasst.

        • @Adrian:
          Ich fand’s witzig</i

          Die Witzigkeit hört genau dann auf, wenn nicht-mit"lachen" als untrüglicher Beweis für die verwerfliche insgeheime Sehnsucht danach herhalten muss, dass man Frauen am liebsten in der Küche angekettet sähe.

          BDSM ist harmlos. Und wird nicht glorifiziert.

          Sehe ich auch so.

          Unsere autoritären Feminist_innen sind da keinen Deut anders als unsere autoritären Konservativen: Man versucht, Enttabuisierung als „Glorifizierung“ zu Framen. Schon eine gesellschaftliche Nichtächtung bzw. Nichtpathologisierung wird eben als eine „Glorifizierung“ behauptet. Als ob jeder jetzt plötzlich homosexuell aktiv werden oder sich den Hintern versolen lassen müsste, weil nun diese Präferenzen nicht mehr als „pervers“ gelten würden.

          Gibt es etwa staatliche Kampagnen à la „Vanillasex war gestern und ist langweilig“?

          Beim Thema Homosexualität hilft nach meiner Auffassung – wie so oft – der vorherrschende feministische Diskurs oft den Autortitärkonservativen: Schwulsein wird tatsächlich bisweilen als „befreite Männlichkeit“ gehypt bzw. politisch aufgeladen.

          Natürlich können Schwule meistens nix für diese feministische Instrumentalisierung. Ich komme bestens mit schwulen Männern klar – aber eben nicht mit Femistinnen, die mir erklären wollen dass schwule Männer irgendwie „besser“ seien.

        • Wer stellt sich denn auch hin und argumentiert, dass er Frauenfussball nicht attraktiv findet?

          Das macht man natürlich nicht, als Mann, der Bildung, Souveränität, und selbstverständlich auch wohlwollendene Beschützung unserer Frauen markieren möchte.

          Wenn ein Kind stolz vorträgt, dass es gerade die Zahlen von 1 bis 100 addiert habe – kommt man dann etwa herablassend mit der Legende des Schülers Gauss zu dieser Aufgabe?

          Frauenundkinder muss man immer loben. Wer Frauen nicht lobt zeigt damit nur, dass er ihnen nicht überlegen ist 😀

      • an Leszek:

        „@ Ole

        Offenbar hast du Probleme damit, einen satirischen Artikel als solchen zu verstehen.“

        Ich denke eher, dass das Problem da ganz bei dir liegt.

        Du meinst vielleicht Realsatire, als solche gehen auch deine streberhaften Abhandlungen durch.

        Als Realsatire taugt Robins Artikel durchaus, doch.

        Vor allem, nachdem der Schiedsrichter im Spiel Kamerun-Mexiko heute tatsächlich in Minute 11 ein echtes „Robin-Abseits“ gepfiffen hat 🙂

        Wahrscheinlich ist er wie du ein treuer Leser ihres Blogs und hat ihre geniale Erklärung gelesen.
        Endlich erklärt es uns Männern mal jemand!

        • @ ole,

          „Du meinst vielleicht Realsatire, als solche gehen auch deine streberhaften Abhandlungen durch.“

          Bezüglich derer dir offensichtlich jegliches Gegenargument fehlt.
          Wie nicht anders zu erwarten.

        • @ C
          Aber ihr könnt es nicht erklären. Ihr „erklärt“ die Geschichte des Fußballs, warum der Ball rund ist, warum FC Bayern spitze/scheiße ist, aber ihr könnt kein Abseits erklären. Und irgendwann heißt es: „Adrian, Du willst es einfach nicht verstehen“ 😀

          • @adrian

            wie gesagt, wenn es einen ungestillten Wissensdurst der betreffenden Frauen geben würde und es nur an der Erklärung der Männer liegt, dann halte ich sie durchaus für schlau genug diese Informationen kurzfristig selbst zu besorgen und zu verstehen.

            Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, dass da die Erklärungen durchgängig so schlecht sind. Allenfalls, wenn man vorher schon die entsprechende Anzahl an Bier hatte.

        • Die Abwälzung „Wir erklären es euch schon genau richtig, ihr müsst euch nur dafür interessieren, tut ihr aber gar nicht, weil ihr Frauen seid, und überhaupt was erdreistet sich dieses Weibsbild von einem Thema zu sprechen wovon sie als Frau per se nichts versteht, zumindest nicht soviel wie ich als Mann, was mir zwar egal ist, worüber ich mich aber trotzdem in 100 Wörtern oder mehr aufrege“ ist auch nicht schlauer

        • @ C
          Ich merke schon, das ist ein sensibles Thema 😀
          Aber ich habe nun mal diese Erfahrung gemacht, und ich glaube zu wissen woran es liegt: Männer halten es schlicht für eine Zumutung, wenn sie von Frauen (oder Schwulen) gefragt werden, wie das mit dem Fußball funktioniert. Das ist tasächlich so, als würde man ihr Territorium ungefragt betreten, nach dem Motto, was wagt die sich, sich für Fußball zu interessieren, das ist ein Männersport, für echte Männer.
          Alle männlichen Fußballfans halten sich für Experten, und es kränkt ihre männlicheEhre, wenn man ihnen sagt, dass man ihre Erklärung über Fußball nicht kapiert. Dann werden sie schnell sauer und brechen die Erklärung ab.

          • @adrian

            ich bin ja selbst kein Fußballfan, eher ein klassischer „WM und EM oder mit anderen Leuten mal ein Spiel“ Zuschauer. Allerdings verstehe ich auch nicht recht, warum zumindest die Grundregeln des Abseits da solche Probleme bereiten sollen. ich vermute auch, dass Schwule und Frauen eher diejenigen sind, die tatsächlich fragen. Es ist ja in gewisser Weise ein nur ihnen erlaubtes kokettieren damit, dass einen der Anlass des Zusammenseins eigentlich nicht interessiert. Es drückt aus, dass man sich zu einem gewissen Teil eben auch außerhalb die Gruppe der Fans stellt, wenn man sich noch nicht einmal über dessen grobe Grundlagen informiert.

            Ich würde mir allerdings eine Erklärung über die Feinheiten von Fußballregeln auch nicht zutrauen. Die Feinheiten der Abseitsregeln, da kann man sich durchaus verlaufen

        • Es ist schon so, dass die Erklärungen oft umständlich sind, das liegt aber ja auch daran, dass der Sachverhalt gar nicht mal so ganz trivial ist.

          Für Leute, die sich nur zur WM mal ein paar Spiele anschauen (also vor allem Frauen) genügt ja auch Adrians Faustregel: wenn einer allein vor dem Tor wartet, darf er nicht angespielt werden. Der „letzte Mann“ muss immer ein Verteidiger sein.

          Wenn man Abseits wirklich verstehen will über diese Heuristik hinaus, werden die Erklärungen halt komplizierter.

          Das zeigt ja Robin selbst, die trotz eines recherchierten Artikels daran scheitert.

        • „Es ist schon so, dass die Erklärungen oft umständlich sind, das liegt aber ja auch daran, dass der Sachverhalt gar nicht mal so ganz trivial ist.“

          Der Sachverhalt ist sehr trivial – wenn man denn den Grund für diese Regel miterklärt, was aber oftmals nicht gemacht wird.
          Die meisten lassen die Erklärung für den Grund weg, so dass man sich schlussendlich fragt, wieso man im Fußball denn nicht in Richtung des gegnerischen Tors schießen darf 😀

        • Also ich erkläre den Grund immer mit.

          Wobei an Leuten, die nicht mal von selbst auf die Frage kommen, warum es die Regel gibt, schon wiederum deutlich wird, dass sie es auch gar nicht wirklich verstehen wollen. Die Frage stellt sich ja automatisch, und wer da nicht fragt, bleibt dumm.

          Ich glaube das ist sowieso der springende Punkt. Eine Frau, der beim WM-Halbfinale plötzlich einfällt, sich Abseits erklären zu lassen, will höchstwahrscheinlich nicht wirklich was verstehen.
          Sie will eher ein Gespräch anfangen, weil das Spiel so langweilig ist.

          • @david

            „Eine Frau, der beim WM-Halbfinale plötzlich einfällt, sich Abseits erklären zu lassen, will höchstwahrscheinlich nicht wirklich was verstehen.
            Sie will eher ein Gespräch anfangen, weil das Spiel so langweilig ist.“

            Ja, das würde ich auch häufig vermuten.

        • …was dann durchaus als Zumutung verstanden werden kann.

          Dumme Fragen ohne authentisches Interesse stellen, ist das schlimmste was man als Gelegenheitszuschauer(in) machen kann.

        • @David

          „Ich glaube das ist sowieso der springende Punkt. Eine Frau, der beim WM-Halbfinale plötzlich einfällt, sich Abseits erklären zu lassen, will höchstwahrscheinlich nicht wirklich was verstehen.
          Sie will eher ein Gespräch anfangen, weil das Spiel so langweilig ist.“

          Jepp. Das halte ich für ein zentrales Problem an dieser Stelle. Die Aufregung über falsch gepfiffenes Abseits gehört ja auch erst einmal zu den Emotionen. Ausgewertet wird das hinterher, von allen möglichen Experten und solchen, die glauben, welche zu sein. Aber WÄHREND des Spiels ist die Diskussion eigentlich wenig erwünscht.

        • @ david

          „Humor nicht.“

          Ich bin nicht immer humorlos.

          In diesem speziellen Fall vermag ich Robins Artikel offenbar eher in seiner humorvollen Dimension wahrzunehmen als einige Fußballfans hier.

          Aber eigentlich würde mich deine Meinung zur SM-Diskussion weiter oben gerade mehr interessieren.
          Stichwort: Pathologisierung von SM. Falls du Lust dazu hast, kurz ein Statement dazu abzugeben.

      • Es lässt sich aber nicht leugnen, dass Ole inhaltlich Recht hat.
        Wenn Robin mal wieder so die Klappe aufreißt, muss sie mit der Häme auch leben.

        Ich wüsste nicht, wie man diesen Artikel satirisch deuten soll @Leszek.

        Ein Schiesdrichter mit Robins Abseitsverständnis würde tatsächlich in ca. der Hälfte der Fälle falsch pfeifen.

        • @ david

          „Ich wüsste nicht, wie man diesen Artikel satirisch deuten soll“

          Und ich wüsste nicht, wie man ihn anders deuten soll. Der Artikel arbeitet m.E. offensichtlich mit ironisch-satirischen Stilmitteln.

          „Wenn Robin mal wieder so die Klappe aufreißt, muss sie mit der Häme auch leben.“

          Wer einen harmlosen Artikel dieser Art zwanghaft als Anlass für „Häme“ verwendet, muss eben auch mit der Gegen-Häme leben.

        • Der Artikel arbeitet m.E. offensichtlich mit ironisch-satirischen Stilmitteln.

          Das tun wohl die meisten Blogartikel. Sich dann aber bezüglich des Gesamtkontexts auf den Begriff „Satire“ zurückziehen, ist immer sehr einfach.

          Nunja, Interpretation halt.
          Ich stelle mal vorsichtig fest, dass du Stärken und Kompetenzen hast, für die ich dich nur bewundern kann. Belesenheit gehört definitiv dazu.
          Humor nicht.

        • @david
          Wenn ich jemanden Englisch beibringen will, erklär ich ihm auch erstmal, dass es past, present und future gibt, und fang nicht mit den Perfekt-Formen an, wo es gefühlte 1000 Ausnahmen gibt.
          Und ich sag ihm dass die Pluralform mit einem -s gebildet wird, auch wenn es da auch Ausnahmen gibt.

          Es ist schlechtes Erklären, wenn du jemanden, der eine konkrete Frage hat (warum ist das jetzt Abseits), mit deinem gesamten Fachwissen überschüttest, weil du zeigen willst, dass du so schlau bist.

        • Maren

          „Es ist schlechtes Erklären, wenn du jemanden, der eine konkrete Frage hat (warum ist das jetzt Abseits), mit deinem gesamten Fachwissen überschüttest, weil du zeigen willst, dass du so schlau bist.“

          Warum meinst Du, er will vor allem zeigen, dass er so schlau ist? Das nennt man „Unterstellung“. Es kann einfach gut und gerne sein, dass die Abseitsregel schlicht komplizierter ist als „eigener Mann hinter dem letzten Gegenspieler“.

        • @maren:
          Schon, hier geht es aber nicht um eine Ausnahme.

          Robin behauptet, dass Männer das Abseits meist schlecht erklären, obwohl es doch ganz einfach (zu erklären) sei.

          Dann behauptet sie, dass bei Ballabgabe ein Spieler zwischen (!) Empfänger und Torwart (!) stehen muss, sonst Abseits.

          Selbst wenn man alle Ausnahmen und Präzisionen außer Acht lässt, ist das schlicht falsch. Eine Stürmer orientiert sich ja an der gleichen Höhe, die eben gerade kein Abseits darstellt.

          Das ist nicht nur ein fehlender, wesentlicher Zusatz. Es ist einfach eine irreführende Erklärung und führt den Artikel ad absurdum.

        • „Ein Schiesdrichter mit Robins Abseitsverständnis würde tatsächlich in ca. der Hälfte der Fälle falsch pfeifen.“

          Solche Erklärungen richten sich ja eher ans Publikum, als dass sie Teil der Schiedsrichterausbildung sind.

          Neulich habe ich „Abseits“ auf Wikipedia nachgeschaut, momentan verstanden und dann wieder vergessen.

          Die Grafik in Robins Artikel fand ich einprägsam. Wird mir sicher weiterhelfen, falls ich mich dazu bequeme, ab dem Viertelfinale mal zu schauen.

        • @LoMi
          *Warum meinst Du, er will vor allem zeigen, dass er so schlau ist? Das nennt man “Unterstellung”. Es kann einfach gut und gerne sein, dass die Abseitsregel schlicht komplizierter ist als “eigener Mann hinter dem letzten Gegenspieler”.*

          Nachdem ich mein halbes Leben lang erlebt habe, wie Männer sich mir ggü. zum Erklärbären aufgeschwungen haben, und monologisierend Philosophien aufgestellt haben, bzw. auf kurze Zwischenfragen wie „Wurd wer eingewechselt?“ mir die Geschichte der Bundesliga erklärten, bin ich der Meinung dass eine gewisse Selbstdarstellungslust da eine Rolle spielt.

        • @Maren

          „Nachdem ich mein halbes Leben lang erlebt habe, wie Männer sich mir ggü. zum Erklärbären aufgeschwungen haben,…“

          Nachdem ich noch jedes Mal, wenn Frauen mit mir Fußball guckten, entweder Sprüche über die süßen Jungs auf dem Rasen oder dumme, nie wirklich ernst gemeinte Fragen gehört habe und immer deutlich gemerkt habe, dass Frauen es ärgert, dass für 90 Minuten die Männer-Aufmerksamkeit dem Fußball und nicht ihnen galt, bin ich der Meinung, dass auch bei Dir nur Ärger und Unkenntnis der Antrieb sind, sich dazu zu äußern

          *räusper*

          Merkst du was?

          Kenne ich Dich? Nein. Kann ich auf Dich schließen, weil ich mit anderen Frauen gewisse Erfahrungen gemacht habe?

          Nein.

          So, jetzt zieh Du mal Deine Schlüsse daraus.

          Kennst du David und seine Motive? …

        • Kennst du David und seine Motive? …

          Ach du ich hab das gar nicht so verstanden, dass sie sich auf mich bezogen hätte.

          Wobei ich tatsächlich niemanden kenne der so viel Ahnung von Fußball hat wie ich 😀
          Das setz ich aber wirklich nur ein, wenn jemand Blödsinn verzapft. Ansonsten ist Nerdtum da ja eher peinlich.

    • @Adrian
      „Wer stellt sich denn auch hin und argumentiert, dass er Frauenfussball nicht attraktiv findet? Mit welchen Grund? Was hat man davon? Wer’s nicht attraktiv findet, der soll es halt nicht gucken.“

      Maren versucht sich an einem spin. Da geht es gar nicht um eine echte Diskussion. Der spin lautet, dass Männer schon offensiv und anlasslos Frauenfußball abwerten.

      Nun, ich wiederhole mich: Im Grunde hätte ich die WM in Ruhe einfach gesehen und fertig. Ich bin aber laufend in Diskussionen verstrickt worden, warum denn die Fußballfrauen so viel besser seien als die Männer, warum Frauenfußball so unterdrückt wird, warum es ein tolles politisches Zeichen ist, Frauenfußball zu gucken und warum meine nicht vorhandene BEgeisterung für Frauenfußball das reinste Machotum ist.

      Genau DESWEGEN habe ich dagegen argumentiert, rein sachlich begründet, warum Frauenfußball nicht den Stellenwert hat, und auch genau deswegen habe ich Gründe dafür angeführt, um zu zeigen, dass mein Desinteresse NICHTS damit zu tun hat, dass es hier um Männer und Frauen ging. Dass die Ablehnung des Frauenfußballs eben KEINE Frage des Machoseins war, sondern rein sportliche Gründe hatte.

      Genau das wurde aber tausendfach bestritten. Es wurde einfach so getan, als gäbe es diese sportlichen Unterschiede nicht. Und eben deshalb entwickelte sich auch eine Diskussion, wozu nun einmal Argumente gehören.

      Wäre ich der Macho, den Maren da zu sehen meint, hätte ich einfach nur gesagt: Frauenfußball kann nix werden und was Frauen über Fußball sagen, ist eh unwichtig.

      Habe ich nicht, ich habe versucht, die Gründe darzulegen, warum der Frauenfußball nicht das selbe Leistungsniveau hat wie der Männerfußball (Die Argumente bezogen sich dabei meist NICHT auf die biologische Grundausstattung).

      Nur, egal, was man sagt und wie sachlich man es begründet, es wurde immer wieder als Ausweis hartnäckiger Frauenfeindlichkeit ausgelegt. Was auch daran lag, dass sowohl in Medien als auch in Foren und privat Leute den Frauenfußball verteidigten, die absolut kenntnisfrei waren.

      Von mir aus hätte ich nie diese Diskussion angefangen. Ich hätte mir in Ruhe die WM angesehen und dann wäre das Thema für mich abgehakt gewesen.

      Aber der hanebüchene Unsinn des „Dritte Plätze sind was für Männer“ wurde zum Ärgernis, weil viele Leute geglaubt haben, der WM-Titel der Frauen wäre vergleichbar mit dem WM-Titel der Männer. Das ist er bei weitem nicht. Man muss nur mal die Laufwege vergleichen, ganz zu schweigen von der taktischen Disziplin. Das mache ich den Frauen überhaupt nicht zum Vorwurf, warum auch. Aber wenn mir offensiv jemand das als bessere Leistung als die der Männer verkaufen will, dann nervt das irgendwann. Und noch nerviger ist, wenn berechtigte Einwände mit dem feministischen Totschlagargument abgebügelt werden.

        • Da wir über Millionen Männer reden, ist die Wahrscheinlichkeit schon recht hoch, dass es auch solche Typen gibt.

          Das ist kein Grund, irgendwelche Pauschalisierungen zu machen, gerade auch dann, wenn man recht detailliert darstellt, warum man gegen Frauenfußball argumentiert hat.

          Ich wünsche mir an dieser Stelle manchmal etwas mehr Verständnis. Was kann ich dafür, dass tausende Idioten sich so aufführen? Und warum wird eigentlich so permanent übersehen, dass der Hype um die Frauen-WM damals tatsächlich angesichts sportlicher Defizite überzogen war? Das geschah auch zu Lasten der Spielerinnen, die dem medialen Heldenstatus so nicht gerecht werden konnten. Die hat man damit auch verheizt durch den Starrummel VOR den entscheidenden Spielen. Es ist kein Zufall, dass genau DIESE hochgejubelten Frauen dann versagten. Würde den Männern auch passieren und passiert ihnen auch.

      • Ich würde sagen, dasss insbesondere daran viel dran ist:

        dass sowohl in Medien als auch in Foren und privat Leute den Frauenfußball verteidigten, die absolut kenntnisfrei waren.

        Das lässt sich sehr klar beobachten. Die Leute die Frauenfußball so aggressiv promoten und verteidigen, können in aller Regel nicht mal 10 Spielerinnen nennen (schon mehrfach getestet, ist immer wieder lustig).

        Alle wirklichen Fußballfans die ich kenne (2 Frauen kann ich dazu zählen, denen man durchaus auch Kompetenz zuschreiben kann) wiederum hielten dieses gehypte Event für den Witz des Jahres.

  4. @ David

    *Ein Schiesdrichter mit Robins Abseitsverständnis würde tatsächlich in ca. der Hälfte der Fälle falsch pfeifen.*

    Ein Schiedsrichter mit feministischem Verständnis würde überhaupt nicht pfeifen.

    Pfeifen ist patriarchaler Ausdruck einer Rape Culture.

    Verbindliche Regeln sind Rape.

    Nein, es gäbe keinen Schiedsrichter (Hierarchisierung ist BÖÖÖSE).

    22 Freund.I.nnen bildeten um den Mittelpunkt einen Stuhlkreis und diskutierten den Streitfall aus, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden wäre.

    Überhaupt, das ganze Spiel ist sowas von rapey. Wenn eine Mannschaft der anderen den Ball nicht gönnt.

    Warum gibt es überhaupt nur einen Ball?!

    22 Bälle müssen her, damit jede einen haben kann!

    • @roslin

      „Pfeifen ist patriarchaler Ausdruck einer Rape Culture.“

      Hörst du bitte auf die Rape-Whistle hier als patriarchalisch zu bezeichnen und damit der Rape Culture das Wort zu reden?

      Natürlich würde jede Spielerin eine Pfeife bekommen, einen Schiedsrichter braucht es nicht. Jede Spielerin hat dann Definitionshoheit, was ein Regelverstoß FÜR SIE ist, wenn sie Betroffene ist. Falschbeschuldigungen bezüglich eines Regelverstoßes gibt es ja allenfalls in ganz geringer Zahl.

      Es kommt auch nicht mehr darauf an, dass man den Ball ins Tor schießt. Jeder ist Gewinner und jeder Ballkontakt gleich viel wert.

        • Es wird aber anders laufen: Eine Frauenmannschaft wird zusammengestellt, die gegen den Männer-Weltmeister antritt. Die Hälfte der Männer wird beschuldigt, übergriffig geworden zu sein und vom Platz gestellt. Den anderen erklärt man, dass ihre Art von Breitmackertum Unterdrückung ist, weshalb sie sich brav zurückziehen. Wenn auch das nichts hilft, wird eine Frauenquote beim Gegner im Namen des Gender mainstreamings durchgesetzt. Zumindest müssen einige männliche Führungsspieler ihren Platz jetzt räumen. Am Ende wird die Frauenmannschaft durch einen gewaltigen #aufschrei des Publikums zum Sieg getragen.

        • Und das soll wahrscheinlich die Akzeptanz von Mädchen im Team stärken. Wie kann man nur…

          Man stelle sich vor, die Jungen erleben so etwas während ihres gesamten Erwachsenwerdens. Egal wie doll sie sich anstrengen, es wird nicht wertgeschätzt und zählt nicht. Was zählt, ist das was die Mädchen machen.

          Gleichstellung oder -berechtigung in diesem Sinne ist eine Perversion davon. Ich kann in keinster Weise nachvollziehen, wie die erwachsenen Betreuer das für gerecht empfinden konnten. Sind das nur Befehlsempfänger und eigenen moralischen Maßstab?

        • @Matze

          Dahinter steckt vermutlich die gleiche Objektifizierung (und hier *tatsächliche* … nicht feministisch imaginisierte, zum Mißbrauch männlicher Sexualität vorgeschobene), die auch hinter dem Nicht-wahrnehmen (wolllen) der von Boko Haram massakrierten Jungen steckt.

          Es schimmert eigentlich schon seit einiger Zeit überall durch. Zwischen den Zeilen.

          Dies widert mich vor allem vom menschlichen Aspekt aus an. Zudem das dann auch noch von Menschen kommt, die andauernd anderen so etwas ankreiden wollen, um sich Vorteile zu verschaffen.

          Projektion einer bei ihnen selbst innerlich tatsächlich vorhandenen menschlichen Hässlichkeit – der psychologische Klassiker schlechthin?

          Ich glaube, dass es letztendlich ein deutliches Indiz für gender-basierten Rassismus ist, der bereits das Stadium der objektifizierenden Entmenschlichung erreicht hat. Während die besten Damen der Welt immer noch Nabelschau, Priviligierungshunger und Opferabo praktizieren.

          Das ist so ekelhaft. Dafür habe ich eigentlich keine Worte.

          Und dem Feminismus, aber vor allem seinen überwiegenden selbstbequemen wie selbstgefälligen Mitläuferinnen ist das anzukreiden. Hier haben die besten Damen jedes menschliche Maß verloren.

        • … und was mich dabei am meisten irritiert ist, dass es ggf. zukünftige Mütter von Jungen … oder oft auch bereits Mütter von Jungen sind.

          Nur grenzenlose Dummheit gepaart mit grenzenlosem Narzissmus?

    • 22 Freund.I.nnen bildeten um den Mittelpunkt einen Stuhlkreis und diskutierten den Streitfall aus, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden wäre.

      Das ist eine chauvinistisch-patriarchal-hegemonistische Missachtung des DefMa-Konzeptes. Wenn ein Tor fällt, ist es nur regulär, wenn die Direktbetroffene, also die Torfrau (die einen reingelassen hat) das Tor auch als solches akzeptiert.

      Alternativ können die Torfrauen auch ihren safer-space selbst bestimmen, also den Bereich, von wo aus nicht gewaltsam aufs Tor geschossen werden darf. Dieser Bereich darf auch das gesamte Spielfeld umfassen sowie die umliegenden Örtlichkeiten.

      Ich bin immer wieder schockiert, wie wenig Sensibilität Maskus aufbringen, trotz jahrelanger Aufklärung durch die GenderStudies!

      Hoffnunslos!

  5. Um noch einmal auf den ursprünglichen Artikel zurückzukommen: Interessant finde ich, welche Schnittmenge beide Denkrichtungen haben: Die männliche, heterosexuelle Sexualität ist entweder ausgemachter Feind oder mögliches Signal für Unfreiheit. Über viele andere Dinge kann / wird man sich streiten, aber da kommt man zusammen. Und das erklärt auch das resultierende Problem: Selbst wenn man nicht loszieht und „gegen Männer und ihre Auffassung von Sex“ als oberstes Motto auf der Fahne hat, es kommt am Ende leicht dabei heraus.

      • Ganz grob:
        – eine (durschnittlich) größere Lust auf Sex als Frauen
        – Spaß´an Körperlichkeit und Freude am Körper
        – Reaktion auf visuelle Reize
        Im Detail kann sich das natürlich ganz unterschiedlich ausformen. Der eine steht mehr auf schlanke Frauen, der andere mehr auf solche mit gut ausgeprägten weiblichen Rundungen. Der eine bevorzugt Blondinen, der andere Südländerinnen usw. (Ich hatte ja bereits einschränkend geschrieben, dass es nur um Heterosexualität bei Männern geht.)
        Dazu die große Bandbreite sexueller Spielarten (erlaubt ist, was gefällt und womit alle Beteiligten einverstanden sind).

  6. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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