Warum Frauen hinterherpfeifen / Hupen?

Ein bekanntes Phänomen ist das Hinterherpfeifen hinter Frauen oder gar das Anhupen von Frauen. Seinfeld fasst das Thema ganz gut zusammen:

 

Und auch ein Tweet geht in die gleiche Richtung:

https://twitter.com/mmttrrr/status/473813966880505856

In der Tat kann man kaum erwarten, dass die Frau wegen des Pfiffs oder noch weniger des Hupens gleich mit einem Sex haben will.

Ich vermute daher, dass andere Faktoren hineinspielen.

Vieles in unserem Verhalten ist unter Berücksichtigung der Signalling Theorie zu verstehen. Gerade in einer Spezies, die auf Hierarchien und Status setzt und zudem langfristige Partnerschaften eingeht, bei denen die Wahl des Partners besonders wichtig ist, ist es um so wichtiger, seinen Wert auch nach außen darzustellen und das geht am besten über „ehrliche Signale“, also solche, die man (jedenfalls unter Betrachtung der evolutionär wirksamen Zeiträume) schwer fälschen konnte. Dies sind insbesondere solche Zeichen, die mit starken Kosten (Costly Signals) verbunden sind, denn Personen, die die Signale fälschen wollen, können häufig die Kosten nicht tragen. Unsere Kultur ist insoweit durchzogen von Umständen, die einen Signale senden lassen, von Luxusgütern bis angesehenen Positionen bis hin zur Mode, die körperliche Signale erlaubt.

Gleichzeitig bzw. gerade deswegen haben wir eine starke Angst, uns vor anderen Menschen zu blamieren oder von diesen abgelehnt zu werden. Dass bezieht sich auf allgemeine Menschen, wie beim Lampenfieber, aber auch auf den Umgang mit dem anderen Geschlecht bei der Ansprechangst. 

Hinzu kommt, dass beim Menschen Kurzzeitstrategien bei der Partnerwahl einer gewissen Ächtung unterliegen und Langzeitstrategien höher geachtet sind. Eine gewisse Achtung erlangt allenfalls der Mann, der erfolgreich eine Kurzzeitstrategie umsetzen kann. Diese Achtung mag dabei insbesondere unter Männern höher sein als bei vielen Frauen, die zwar Preapproved bei Women durchaus hoch bewerten, aber bei denen sozial ein Umgang mit jemanden mit einer betonten Kurzzeitstrategie problematisch sein kann.

Aus diesem Gemisch lässt sich eine Theorie bauen, die ein hinterherpfeifen / hupen erklärt, auch wenn es sinnlos ist.

Es betont, dass man keine Ansprechangst hat und ist ein Umstand, der in der passenden Gruppe sehr schnell sozial bestraft werden kann. Da ein Hinterherpfeifen oder Hupen auch meist rein auf die Schönheit der Frau anspricht und insofern auch häufig sexuelles Gefallen bekundet, stellt es auch eher auf eine Kurzzeitstrategie ab, ein tatsächliches Interesse an der jeweiligen Person wird nicht bekundet. Es ist zudem eine Zeichen „Schau hier her, ich will dich“, was impliziert, dass man sich für gut genug hält, nicht abgelehnt zu werden oder zeigen zu können, dass einen die Ablehnung der Frau oder Sanktionen der Gesellschaft wegen der Überschreitung von Regeln nicht interessieren („Outcome Indifference„).

Es signalisiert damit in gewisser Weise eine hohe Position und ist insofern gerade innerhalb der Männergesellschaft ein Costly Signal innerhalb der sexuellen Konkurrenz, dass schnell teuer werden kann, wenn die Frau darauf reagiert und man dann doch Ansprechangst bekommt:

Eine Freundin erzählte mir mal, dass sie auf dem Weg zur Uni an ein paar 12jährigen vorbei gegangen waren, einer dieser rief ihr (etwa 24) hinterher „Eh, geiler Arsch, willst du ficken?“ was alle anderen Jungen natürlich aufgrund der Regelüberschreitung und dem damit verbundenen Hochgefühl super lustig fanden. Sie war gerade schlecht drauf und da kamen ihr ein paar freche 12 jährige gerade recht: Sie ging wutentbrannt zu diesen zurück, sprach den Jungen sehr wütend direkt darauf an, dass er sie also ficken wolle oder wie? Die direkte Konfrontation hielt er natürlich nicht aus, kniff, konnte nichts mehr sagen, und wurde noch etwas rund gemacht. Dann stürmte sie wütend davon. Die Jungs würden das wahrscheinlich so schnell nicht wieder machen (da es aber letztendlich keine Folgen hatte, da ja kein Bekannter dabei war, kann es auch das Gegenteil bewirkt haben).

Über solche intrasexuellen Wettbewerbe kann gleichzeitig, wenn die ganze Gruppe es macht und sich auf den Tabubruch einlässt auch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl entstehen bzw das Gefühl, dass man einen hohen Status hat, weil man über den Regeln steht.

Das Hinterherpfeifen wäre damit in gewisser Weise ein Signal, dass zeigt, dass man Regeln mißachtet und das auch kann. Dass man sich traut, entsprechende Signale zu setzen, auch wenn sie einen stark bloßstellen können. Sie müssen daher gar nicht auf tatsächlichen Sex mit der Frau ausgerichtet sein (können es aber), diese ist gar nicht unbedingt der Empfänger dieses Signals, sondern nur die Möglichkeit anderen (oder auch sich selbst: „ich bin frei genug um solche starken Signale zu senden“) eine Position deutlich zu machen

44 Gedanken zu “Warum Frauen hinterherpfeifen / Hupen?

  1. Frauen suchen Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit von Männern.
    Sie geben viel mehr Geld für Mode, Kosmetik und hohe Schuhe als Männer aus und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
    Sie konkurrieren so mit anderen Frauen um Männer.

    Warum jedoch wird in der feministischen Welt so ein Aufheben darum gemacht?

    Weil der Feminismus der Frau quasi verbietet die Aufmerksamkeit der Männer auf sich zu ziehen, vor allem von „schlechten“ Männern, denn die Frau ist heute befreit, sie kann jetzt alles auch selbst, wozu sollte sie Männern (den Unterdrückern) gefallen wollen?
    Wenn Frauen etwas tun um Männern zu gefallen dann ist das laut Feminismus auch nur eine Unterdrückung der Frau, eine Ausrichtung an Männlichen, niederen Trieben womöglich sogar.

    So ist die Frau im feministischen Kontext in einem Zwiespalt zwischen ihrem wohl schon biologisch angelegten Wunsch Männern zu gefallen, deren Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und dem feministischen Dogma der „befreiten“ Frau und dem Mann als Unterdrücker.
    Das führt zu einer Neurotisierung dieses Themenbereichs und zu einer erheblich gestiegenen „Qualitätsanforderung“ an den Mann der Aufmerksamkeit zeigt damit dieser Mann nicht nach feministischen Dogmen als schlecht oder als „Unterdrücker“ gewertet wird.

    Der Mann im feministischen Kontext passt sich diesem Druck an in dem er den Kontakt zu Frauen, vor allem den besonders feminstisch Ausgerichteten, reduziert, es vermeidet diesen unnötig Aufmerksamkeit zu geben.

    Das ist wohl mit ein Grund für die stark gestiegene Sexualisierung, Esstöhrungen, Modelcontests für die Massen, Frauen versuchen instinktiv den Reiz auf Männer in einer möglichst noch halbewegs feministisch Konformen Art zu steigern um damit mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Natürlich pervertiert dass auch und geht mit einem Hass und Ablehnung von Männern einher.

    • @ Borat

      *So ist die Frau im feministischen Kontext in einem Zwiespalt zwischen ihrem wohl schon biologisch angelegten Wunsch Männern zu gefallen, deren Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und dem feministischen Dogma der “befreiten” Frau und dem Mann als Unterdrücker.*

      Führt auch bei vielen zu einer grotesken Verleugnung: „Das tun wir doch nicht um Männern zu gefallen, wir starken, selbstbewussten, freien, wilden Frauen! Das tun wir für uns selbst!!“

      Stimmt nebenbei sogar, aber dieses „Für uns selbst“ wird befriedigt durch die Aufmerksamkeit von Männern, die frau erregt, natürlich nur der richtigen, der wenigen attraktiven Männer.

      Weil die Signalgebung leider auch bei den unattraktiven ankommt, ergeben sich Aporien > #Aufschrei.

      Das Neurosenkarussell rotiert noch schneller, Frauen (und Männern) wird noch schwindliger.

      Bis

    • „Das ist wohl mit ein Grund für die stark gestiegene Sexualisierung, Esstöhrungen, Modelcontests für die Massen, Frauen versuchen instinktiv den Reiz auf Männer in einer möglichst noch halbewegs feministisch Konformen Art zu steigern um damit mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.“

      Das, was Du als „Sexualisierung“ bezeichnest, ist nichts weiter als individuelle Freiheit, also die Freiheit, sein Sex- und Beziehungsleben nach eigenem Gutdünken zu gestalten. Dies hat allerdings zwangsläufig auch einen stärkeren Konkurrenzdruck um Sex- und Beziehungspartner zur Folge. Verschärfter Wettbewerb sorgt allerdings auch für mehr Verlierer. Negative Begleiterscheinungen bleiben dabei nicht aus. Feminismus hat damit m. E. aber überhaupt nichts damit zu tun.

      • @ Adrian

        *Feminismus hat damit m. E. aber überhaupt nichts damit zu tun.*

        Feminismus ist eher die „planwirtschaftliche“ Rückzugsposition der wenig konkurrenzfähigen Frauen, die deshalb den Marktmechanismus aushebeln wollen – natürlich nur für Männer.

        Aber ja, die Rückkehr der vor allem seriellen Polygynie statushoher Männer als Regelfall sorgt für erhöhten Konkurrenzdruck auf ALLEN Seiten, auch bei den Männern.

        „Unsoziale“, ungehemmte Marktwirtschaft erzeugt mehr verlierer, sorgt für eine The-winner-takes-it-all-Gesellschaft.

        Es sind hier vor allem die verlierenden Männer, die die Situation instabil werden lassen.

        Ihre beträchltiche Energie/Aggression, der Druck, unter dem sie stehen, wird nicht positiv kanalisiert („Ich muss mich anstrengen, um für MEINE Frau und MEINE Kinder zu arbeiten/zu sorgen!“), wenn die Hürden zu einer solchen Frau, zu Kindern, zu kommen, zu hoch werden für diese Männer.

        Das werden sie in einer „freien“ Marktwirtschaft dank weiblicher Hypergamie eher als in einer „regulierten“, die Monogamie/eheliche Treue fördert oder gar erzwingt.

        In einer solchen steigen die Chancen auch eher unattraktiver Männer, doch noch zu Familie/Kindern zu kommen.

        Vorausgesetzt, der Sozialstaat als „Alphamann“ spielt nicht auch noch mit als „Ehepartner“.

        Was er aber obendrein tut.

        Auch diese Situation trägt zu meinem Pessimismus bei.

        Sehe nicht, wie diese Situation dauerhaft-freiheitlich zu stabiliesieren ist.

        Die wachsende Zahl der Verlierermänner wird das System zusammenschlagen, wenn das System immer weniger in der Lage sein wird, durch Wohlstandsumverteilung zu befrieden.

        Und seine Fähigkeit dazu zerstört es selbst durch die in meinen Augen zwangsläufige Feminisierung/Frauenprivilegierung in einer konsumhedonistischen Gesellschaft.

        Denn es ist die Leistungsbereitschaft VOR ALLEM der Männer, die für den materiellen Wohlstand sorgt.

        Bricht die mangels Motivation weg, dann Gute Nacht, Marie.

        • @ Roslin
          „Feminismus ist eher die “planwirtschaftliche” Rückzugsposition der wenig konkurrenzfähigen Frauen, die deshalb den Marktmechanismus aushebeln wollen – natürlich nur für Männer.“

          Ich würde eher sagen, Feminismus ist eine kulturelle Extremposition weiblicher Selektionsmechanismen, ein einzige riesiger Shit-Test. Das dabei viele Männer auf der Strecke bleiben überrascht nicht. Feminismus ist m. E. nicht viel männerfeidlicher als Frauen überhaupt. Er artikuliert es nur anders und offener.
          Bei nahezu allen Frauen erkennt man eine Tendenz zur Herabwürdigung und Nichtbeachtung von Männern, bei gleichzeitiger Fokussierung auf die wenigen Prachtexemplare, die mit allen Mitteln angelockt werden müssen, was sich in verschärfter Konkurrenzsituation durch immer kürzere Röcke und immer weitere Ausschnitte widerspiegelt.

        • @ Adrian – „Feminismus ist m. E. nicht viel männerfeidlicher als Frauen überhaupt. Er artikuliert es nur anders und offener.
          Bei nahezu allen Frauen erkennt man eine Tendenz zur Herabwürdigung und Nichtbeachtung von Männern, bei gleichzeitiger Fokussierung auf die wenigen Prachtexemplare…“

          Ich vermute, genau das ist der Grund, weshalb man mit vielen weiblichen Nicht- bzw. gemäßigten Feministinnen kaum vertieft über die grundlegende Misandrie des (vorherrschenden) Feminismus diskutieren kann – die innere Einstellung auch dieser Frauen ist den Grundlagen des Feminismus zu ähnlich, selbst wenn sie bestimmte Einzelheiten und Symptome ablehnen.

      • @adrian

        *Das, was Du als “Sexualisierung” bezeichnest, ist nichts weiter als individuelle Freiheit, also die Freiheit, sein Sex- und Beziehungsleben nach eigenem Gutdünken zu gestalten.*

        Sicher kann man es auch „Freiheit“ nennen, doch scheint es dass gerade Frauen mit dieser gewonnen Freiheit nicht so glücklich sind und immer mehr Freiheitsbeschränkungen für Männer fordern.

        *Feminismus hat damit m. E. aber überhaupt nichts damit zu tun.*

        Sicher.
        Feminismus ist ein Symptom, das den Anspruch eine Ursache zu sein erhebt.

        • „Sicher kann man es auch “Freiheit” nennen, doch scheint es dass gerade Frauen mit dieser gewonnen Freiheit nicht so glücklich sind und immer mehr Freiheitsbeschränkungen für Männer fordern.“

          Ja, schließt sich das denn aus? Wenn man, wie ich, davon augeht, dass die meisten Männer als sexuelle Wesen, für die meisten Frauen eher Störenfriede sind, dann ergibt alles, was wir in unserer heutigen Zeit zwischen den Geschlechtern erleben, Sinn.

        • Schließt sich nicht aus, doch der Begriff Freiheit ist doch so positiv belegt aber wirkt hier scheinbar negativ auf die die mit der Freiheit nicht umgehen können.

          Ich würde nicht sagen Frauen sind Störenfriede, was man natürlich so sehen kann, sondern sie können mit Freiheit, mit der „Frauenbefreiung“ nicht umgehen.
          Feminismus ist wie eine Droge der viele verfallen sind, Entzug nahezu unmöglich, das Geschäft machen ein paar Dealer, die Junkies sterben Kinderlos aus.

      • Der Kontext Feminismus besteht in einer behaupteten hegemonialen Männlichkeit. Statusniedrige, verzweifelte Männer in verschärftem Wettbewerb werden von dieser Seite überhaupt nicht thematisiert bzw. vehement verleugnet. Pfeifende Männer haben keinen Status, der die Aufmerksamkeit der Ladies quasi automatisch erregt. Genau deshalb pfeifen in der Regel Müllfahrer, Bauarbeiter etc. Frauen hinterher.
        Während meiner Zeit auf dem Bau hat sich einer der Gesellen den immergleichen Spass gemacht. Immer dann, wenn er besonders eingedreckt war, pfiff oder hupte er den knackigsten Frauen hinterher und amüsierte sich königlich über ihre zumeist Verärgerung: Wie kann dieser mistige Loser es wagen, mich, die Königin anzuhupen.
        Er als „hegemonialer Mann“ war sich seiner Unterprivilegiertheit im Wettbewerb freilich vollkommen bewusst und hat es dennoch mit Humor genommen. Ihm war vollkommen klar, ficken is nich.

        • „Statusniedrige, verzweifelte Männer in verschärftem Wettbewerb werden von dieser Seite überhaupt nicht thematisiert bzw. vehement verleugnet.“

          Wie gesagt: Das ergibt dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass diese Art Mann für Frauen eh keine Rolle spielt, als Mann und sexuelles Wesen quasi nicht existent ist.

  2. Die Frage wäre nun ob solches Pfeifen und Co. nicht auch ohne besonderes Publikum stattfindet. Zumindest teilweise meine ich mich an Geschichten zu erinnern bei denen kein wirkliches Publikum vorhanden war. Dann wäre aber tatsächlich wieder die Frau Empfänger des Signals, was nicht zu dem von dir gesehen Signal vollkommen passt.

    Aber an sich schonmal ein vernünftiger Ansatz zu überlegen das Empfänger des Signals wohl eher andere Männer sein soll.

  3. @ Christian

    **Es betont, dass man keine Ansprechangst hat und ist ein Umstand, der in der passenden Gruppe sehr schnell sozial bestraft werden kann. Da ein Hinterherpfeifen oder Hupen auch meist rein auf die Schönheit der Frau anspricht und insofern auch häufig sexuelles Gefallen bekundet, stellt es auch eher auf eine Kurzzeitstrategie ab, ein tatsächliches Interesse an der jeweiligen Person wird nicht bekundet. Es ist zudem eine Zeichen “Schau hier her, ich will dich”, was impliziert, dass man sich für gut genug hält, nicht abgelehnt zu werden oder zeigen zu können, dass einen die Ablehnung der Frau oder Sanktionen der Gesellschaft wegen der Überschreitung von Regeln nicht interessieren (“Outcome Indifference“).*

    Ja, ich glaube, dass das Pfeifsignal vor allem an die Männergruppe gerichtet ist, aus der heraus es (meist) erfolgt (oft mindestens 2 Männer, häufig „südländisch sozialisiert“, sitzen zusammen, einer pfeift).

    Der Pfeifende dokumentiert, dass er „Traute“ hat, keine Ansprechangst, nicht einmal gegenüber statushohen = sehr schönen Frauen (sind ja oft niedrigrangige Männer, die so agieren, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank pfeift niemandem hinterher – der haut bestenfalls seiner Sekretärin auf den Arsch, wenn niemand hinsieht).

    Das erhöht seinen Status innerhalb der Männergruppe, aus der heraus er agiert („Der traut sich was!“).

    Er erwartet sicher selber nicht, dass damit seine Chance auf Sex mit der Angepfiffenen steigt.

    Das Pfeifen ist so eher Teil der INTRAsexuellen Konkurrenz der Männer, Teil ihrer intrasexuellen Hierarchiekämpfe.

    Als Südländer erwartet er bestenfalls, dass sich daraus eine nette Kommunikation am Rande ergibt, en passant, beiläufig, denn südländische Frauen (beziehe mich hier vor allem auf Italien/Südfrankreich/Südspanien) reagieren anders auf’s Hinterherpfeifen (kampfeslustiger Blick auf den Pfeifenden zurück, Aufschütteln der Mähne, Lächeln, dann jedenfalls, wenn frau gut gelaunt und entspannt ist).

    Südländische Frauen sind eher genervt, wenn mann NICHT reagiert (in „gehobenerem“ Kontext KEINE Komplimente macht, nicht feststellt – auf mehr oder weniger elegante Art – dass sie ein Dirndl gut ausfüllen kann etc.).

    Inwieweit sich hier Sozialisationsunterschiede zeigen oder(/und) bereits auch biologisch-instinktive, genetisch disponierte, das ist die Frage.

    Ich vermute – wie so oft – ein Zusammenspiel von beidem: Das etwas andere genetische Make-Up ermöglicht eine etwas andere Sozialisation bzw. fordert diese heraus und fördert sie.

  4. Könnte man es nicht einfacher erklären? Das Hinterherpfeifen/hupen ist einfach nur ein Weg von Mann, um auf sich aufmerksam zu machen?
    Ich würde vermuten, dass diese Methode bevorzugt von statusniedrigen Männern angewandt wird, die sonst kaum auf sich aufmerksam machen könnne, bzw. die von Frauen kaum beachtet werden. Es würde zu dieser ziemlich „verzweifelten“ Methode passen. Aber es wäre mal interessant, dies zu untersuchen.

    • @ Adrian

      Ich denke, intrasexuelle Konkurrenz unter den Männern IST die einfachere Erklärung.

      Ich habe zwar den Eindruck, dass die sich so Äußernden eher den linken Ast der IQ-Normalverteilungskurve besiedeln, aber so dumm, dass sie erwarteten, aus einem Hintherpfeifen ergäbe sich eine höhere Chance auf Sex – so grenzdebil ist niemand, den man unbegleitet auf die Straße lässt.

      Es geht also weniger um die Aufmerksamkeit durch die Angepfiffene als um die Demonstration gegenüber den Kumpeln („Der hat aber Mut!“).

      Wie äußert sich das eigentlich bei Schwulen, vor Schwulenpaars etwa?

      Wird da gepfiffen, wenn man zusammengluckt und ein Schnuckelchen eintrudelt?

      Ich habe nur ein einziges Mal erlebt, dass mir hinterhergepfiffen wurde (Mädchengang, 4-5 Görlz, 14-16 schätze ich, saßen auf der niedrigen Begrenzungsmauer des Stadtparks meiner Heimatstadt gegenüber dem Polizeipräsidium (!), nebenbei schönes Beispiel für NS-ABM-Stadtplanung der späten 30’er – Polizeipräsidium und achsial darauf bezogener Stadtpark, sie rauchten und die Anführerin (?) meinte noch lautstark: „Toller Arsch!“; damals, Ende der 70’er, waren knallenge Jeans so sehr in Mode, dass auch ich mich genötigt sah).

      • „Wird da gepfiffen, wenn man zusammengluckt und ein Schnuckelchen eintrudelt?“

        Natürlich nicht. Wir haben Stil 🙂
        Überhaupt muss man nicht pfeifen, um auf sich aufmerksam zu machen, weil

        a) Sexualisierung unter Schwulen normal ist, und sich daher nicht primitiv-verbal äußern muss

        b) wenn man Sex will, einfach fragen kann.

        • @ Adrian

          *Natürlich nicht. Wir haben Stil 🙂
          Überhaupt muss man nicht pfeifen, um auf sich aufmerksam zu machen, weil

          a) Sexualisierung unter Schwulen normal ist, und sich daher nicht primitiv-verbal äußern muss

          b) wenn man Sex will, einfach fragen kann.*

          Ihr habt Stil?

          Fragt sich nur, welchen:

          Oder zumindest manchmal einen gewöhnungsbedürftigen (oben ein Foto vom CSD Berlin, „Arm aber sexy“, arm gewiss, aber sexy? Bei Hofe jedenfalls würde so etwas nicht geduldet, obwohl Monsieur selbst – der Bruder des Roi soleil, ein flamboyanter Schwuler war. Und seine „Mignons“ erst. Hatte bei den Bourbonen Traditon).

          Ich denke, bei Schwulen, eben wegen der stärkeren Sexbereitschaft „unter Männern“, weil ihr es nur mit männlicher „Triebhaftigkeit“ zu tun habt, ist die Ansprechangst viel geringer, weil die Zurückwweisungsschwelle nicht so hoch ist wie für Männer gegenüber Frauen, gerade für niedrigrangige Männer > uninteressant für Schwule, hier „Mut“ zu beweisen, weil keiner dazugehört.

          • Unser Stil gerät oftmals in Konflikt mit unserer sexuellen Offenheit. Stilloser als das was Frauen sich allsommerlich leisten, ist das sicher nicht.

            Und, wären die Männer ein wenig besser gebaut, fände ich das durchaus ästhetisch. Der auf dem Wagen ist doch ganz schnuckelig 🙂
            Ich hätte natürlich echte Pferde genommen, die Jungs in Togas und Tunikas gekleidet und allesamt auf dem Wagen drappiert.

  5. Vielleicht ist es auch einfach nur als Kompliment gemeint? Man umgeht mühseliges Ansprechen und/oder Ausdenken eines verbal artikulierten Komplimentes, besonders dann erschwert, wenn die Person der es gilt weiter weg steht oder geht, es ist eine ganz einfache Sache, aber jeder weiss, wie es gemeint ist.

  6. @Christian

    Vielleicht ist es auch einfach nur Lebensfreude. Man muß die Sache nicht so kompliziert machen.

    Es ist eine spontane Reaktion von etwas extravertierteren Menschen, die wenig Hemmungen haben.

      • @ Borat

        Abtreibung, Kondom und Pille sowie eine Gebutenrate von 1, 0 (die der indigenen Deutschen, geschätzt) sind Folge und Ausdruck von LEBENSFREUDE.

        Nur einem reaktionären Beobachter scheinen sie für eine verdorrende, sterben wollende Kultur zu sprechen – verdorrende Äste an einem eingehenden Baum, an dem kaum noch etwas grünt (aber in dessen Schatten neue Bäume anderer Art heranwachsen).

        Fruchtbarkeit und Feminismus?

        Dörrpflaumen in einer Kultur des Todes.

        • „Die große Wendung tritt ein, sobald es im alltäglichen Denken einer
          hochkultivierten Bevölkerung für das Vorhandensein von Kindern „Gründe“
          gibt. Die Natur kennt keine Gründe. Überall, wo es wirkliches Leben
          gibt, herrscht eine innere organische Logik, ein „es“, ein Trieb, die
          vom Wachsein und dessen kausalen Verkettungen durchaus unabhängig sind
          und von ihm gar nicht bemerkt werden. Der Geburtenreichtum
          ursprünglicher Bevölkerungen ist eine Naturerscheinung, über deren
          Vorhandensein niemand nachdenkt, geschweige denn über ihren Nutzen oder
          Schaden.

          Wo Gründe für Lebensfragen überhaupt ins Bewußtsein treten, da ist das
          Leben schon fragwürdig geworden.“

          Oswald Spengler

        • danke für das schöne zitat, @denton. ich habe auch so den eindruck, dass viele denken, na gut, dann haben wir halt ne geburtenrate von 1,3, was soll’s dann gibt es halt weniger deutsche, eben nur 50 millionen anstatt 80. dabei wird völlig verkannt, das egal welches bevölkerungsniveau man halten will, dazu IMMER eine geburtenrate von mindestens 2,1 notwendig ist. mit 1,3 stirbt man aus!

    • @ Kirk

      *Es ist eine spontane Reaktion von etwas extravertierteren Menschen, die wenig Hemmungen haben.*

      Und WARUM ist dieses Verhalten so unterschiedlich verteilt?

      Wird in Schweden/Dänemark sehr viel seltener hinterhergepfiffen als in Rom oder Aix oder Sevilla?

      Warum scheinen die dunkler Pigmentierten deutlich häufiger zu pfeifen, auch wenn sie im Norden sozialisiert wurden?

      Der Wille Gottes?

      Gut – damit kann ich leben.

      Aber all die Atheisten/Materialisten hier brauchen doch einen guten Grund.

      Einfach gute Laune – ist ein bißchen dürftig.

      Zumal die gute Laune der Südländer offenbar auch noch im Nordland anhält, obwohl die Nordländer offenbar weniger gut gelaunt sind.

      Die Nordland-Frauen dreimal weniger.

    • Das würde meine Ausführungen eher bestätigen, Rosinchen.

      Südländer sind allgemein extravertierter und temperamentvollerer.

      Wußtest du eigentlich, daß es korrekt Extraversion und extravertiert heißt?

      Im Volxmund hat sich leider so eine Deppenfassung etabliert, die sich am Wort introvertiert/Introversion orientiert.

      In Sachen Sprache befürworte ich sehr eine konservative Haltung. Auch in Sachen Städtebau und Architektur täte mehr Konservatismus gut. Das war’s dann aber auch schon.

      Du findest ja alles geil, was aus der kath. Kirche kommt. Und es ist dir wahrscheinlich auch scheißegal, wenn die sich über die Jahrhunderte dauernd widerspricht. Ein aufgeklärter Mensch könnte da eine etwas kritischere Haltung zu dieser Institution einnehmen – und sich religiös emanzipieren. 🙂

      • @ Commodore Kirk

        *Das würde meine Ausführungen eher bestätigen, Rosinchen.*

        Ach so.

        Dann bist Du linker Biologist. Evolutionärer Kulturdarwinist, sozusagen.

        Muss man ja auch erst einmal zusammenbringen.

        *Und es ist dir wahrscheinlich auch scheißegal, wenn die sich über die Jahrhunderte dauernd widerspricht. Ein aufgeklärter Mensch könnte da eine etwas kritischere Haltung zu dieser Institution einnehmen – und sich religiös emanzipieren.*

        Sie widerspricht sich nicht – sie navigiert. Um treibende Eisberge herum und bei Nebel, durch Nacht und Tod.

        Der Teufel soll sie holen!

        Aber sie hält dabei Kurs.

        Unbeirrt.

        Eines Tages auch intergalaktisch, Captain. Verlassen Sie sich drauf.

        Wenn Gott so lange Geduld mit uns hat.

        Geleitet wird sie dabei von ihrem Morgenstern:

        Ach quatsch.

        Das ist der Morgenstern für die Heiden, die Gottlosen, die Atheisten, Materialisten, Kulturmarxisten und dergleichen.

        Für die Schäfchen dagegen, Schäfchen wie mich, wollig und willig, sanft und folgsam, der hier:

        *Dadurch ist das Wort der Propheten für uns noch sicherer geworden und ihr tut gut daran, es zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen.*

        2. Petrusbrief, 1,19 – der erste Papst

        Die Emanzendampfer?

        Die „modernen“, aufgeputzten, schnittigen, nun, die machen links und rechts von ihr die Titanic.

        Regelmäßig.

        Think about it.

        Heute ist übrigens Pfingsten.

        Ich hoffe, der Heilige Geist besucht auch Sie und klärt Sie einmal auf.

        Bevor es ganz finster wird.

        Für immer (zumindest sehr, SEHR lange Zeit).

        Mir sitzt er ja beständig im Nacken.

        In Gestalt von Tippse, meiner Göttin.

      • Deine Antwort zeigt wohl, daß du auch ein bißchen paranoid bist. Nur weil man links ist, kann man nicht mit Biologie oder was?

        Ich finde es immer traurig, daß viele Leute immer nur in Schablonen denken und passen. Entweder rechts oder links. Und dann wird jeweils auch der größte Schund auf beiden Seiten mitgenommen.

        Die meisten Leute verlieren ihre geistige Unabhängigkeit.

        Aber wie schafft es deine Scheiß-Kirche denn, Galileo Galilei zu einem Widerruf zu zwingen und ihn in große Nöte zu bringen, ein paar hundert Jahre später aber zu sagen, ach der hat doch recht?

        Ich denke, die von der Kirche sind so sozial und empathisch. Warum dann Hexenverbrennungen, Kreuzzüge und Pogrome gegen Juden?

        Viel Spaß noch in deiner verlogenen Welt, Rosinchen.

        Ein tiefenpsychologischer Tip von mir: Die katholische Kirche steht symbolisch für deine Eltern. Beide kannst du weiterhin idealisieren.

        Setz‘ dich doch mal kritisch mit deinen Eltern auseinander. Dann klappt’s auch mit der katholischen Kirche.

        Dasselbe Problem hat übrigens auch Christian, bloß unter anderen Vorzeichen. Ersetze katholische Kirche durch Richard Dawkins und seinen atheistischen Fundamentalismus. Aber Christian ist da wohl noch etwas naiv.

        • @ Kirk

          *Setz’ dich doch mal kritisch mit deinen Eltern auseinander. Dann klappt’s auch mit der katholischen Kirche.*

          Mit der Kirche klappt es ganz wunderbar und mit meinen Eltern klappte es auch.

          Meine Mutter war übrigens agnostische Protestantin.

          Zu Galilei, Sir

          *However, historian Thomas Woods notes of the former: “The one-sided version of the Galileo affair with which most people are familiar is very largely to blame for the widespread belief that the church has obstructed the advance of scientific inquiry. But even if the Galileo incident had been every bit as bad as people think it was, John Henry Cardinal Newman, the celebrated nineteenth-century convert from Anglicanism, found it revealing that this is practically the only example that ever comes to mind.”*

          Die Kirche, Admiral, vertrat damals die Mehrheitsmeinung der zeitgenössischen Wissenschaftler. Sie machte Galilei nicht zum Vorwurf, dass er eine eigene Hypothese vertrat, die von der Meinung der wissenschaftlichen Autoritäten seiner Epoche abwich (der sich auch die Kirche anschloss), sondern dass er aufgrund dieser seiner privaten Hypothese meinte, der Kirche Ratschläge geben zu müssen, wie sie theologisch zu agieren habe.

          Als dann die empirischen Beweise unwiderleglich wurden, dass Galilei Recht und das wissenschaftliche Establishment seiner Zeit in dieser nicht theologischen, empirisch zu klärenden Frage Unrecht hatte, hatte die Kirche keine Probleme, Galilei zu folgen, leider war das nach seinem Tode.

          Zu seinen Lebzeiten war die Frage noch kontrovers unter den Wissenschaftlern der Zeit, aber Galilei forderte die Kirche auf, ihre Lehre einer damals noch ungesicherten Hypothese unterzuordnen. DAS machte man ihm zum Vorwurf.

          Bis zu seinem Tode war Galilei übrigens tief gläubiger Katholik, der seine Kirche vor einem Fehler bewahren wollte, weshalb diese ihn auch sehr milde behandelte, als persönlichen Freund des Papstes mit vielen Verteidigern innerhalb der Kirche, denn der „Fall Galilei“ war auch Vehikel eines Machtkampfes unterschiedlicher Fraktionen innerhalb der Kirche (Dominikaner – gegen Galilei gegen Jesuiten/Benediktiner – für Galilei, dazwischen Kardinal Bellarmin, der mächtige „Cheftheologe“ der Zeit)

          *As the story goes, an obscurantist church, blinded by dogma, hounded and condemned Galileo because church officials could not square the idea that the Earth moved around the sun with such scriptural declarations as “Thou didst set the Earth on its foundations, so that it should never be shaken.” Reality was not quite so pat. In fact, Jesuit astronomers were among Galileo’s earliest and most enthusiastic supporters.

          And that was the ultimate source of Galileo’s conflict with the church: he was teaching as fact what still at that time had only the status of theory. When church officials asked Galileo in 1616 to teach heliocentrism as theory rather than as fact, he agreed; however, in 1632 he published a new work, Dialogue on the Great World Systems, in which he presented heliocentrism as fact again.

          That was why Galileo was put on trial for suspected heresy and placed under house arrest. Historian J. L. Heilbron notes that from the beginning the controversy was not understood the way it has been presented by many critics of the church since then. The condemnation of Galileo, says Heilbron, “had no general or theological significance. Gassendi, in 1642, observed that the decision of the cardinals [who condemned Galileo], though important for the faithful, did not amount to an article of faith; Riccioli, in 1651, that heliocentrism was not a heresy; Mengeli, in 1675, that interpretations of scripture can only bind Catholics if agreed to at a general council; and Baldigiani, in 1678, that everyone knew all that.”*

          Quelle:

          http://takimag.com/article/the_galileo_myth/print#axzz343rkbCXP

          Weiteres hier

          *“Galileo was challenged because he declared a theory to be a fact and argued with the Church about the genuine meaning of the Bible.

          The reality is that while heliocentrism was discussed and often accepted within Catholic circles – it was effectively the only place where it could be – the more traditional view of the solar system still prevailed even among leading scientists. So it’s hardly surprising that Galileo’s Catholic judges had difficult accepting his views, especially when they saw themselves as defending scientific orthodoxy and were supported in this by the scientific establishment.

          Galileo got into trouble because he maintained that since the new discoveries seemed to contradict scripture, those passages of scripture should be reinterpreted in a metaphorical way. He did not seek to oppose the Church nor to doubt the inspiration of scripture. The problem is that he abandoned science and started talking theology and so attracted the notice of the Roman Inquisition. If he had left theology out of his writings and discussions he would probably never have had problems. And he remained a faithful and devout Catholic to the end of his life.*

          That was why Galileo was put on trial for suspected heresy and placed under house arrest. Historian J. L. Heilbron notes that from the beginning the controversy was not understood the way it has been presented by many critics of the church since then. The condemnation of Galileo, says Heilbron, “had no general or theological significance. Gassendi, in 1642, observed that the decision of the cardinals [who condemned Galileo], though important for the faithful, did not amount to an article of faith; Riccioli, in 1651, that heliocentrism was not a heresy; Mengeli, in 1675, that interpretations of scripture can only bind Catholics if agreed to at a general council; and Baldigiani, in 1678, that everyone knew all that.”*

          http://www.goodreads.com/work/quotes/15137946-why-catholics-are-right

          Und hier:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei#Galileo_und_die_Kirche

        • Na ja, dann ist ja doch alles bestens mit der Kirche und die vielen mißhandelten Kinder in kirchlichen Erziehungsheimen können uns am Arsch vorbei gehen.

          Die Verlogenheit der Kirche ist grenzenlos, und es ist schade, daß du dich dieser Wahrheit verweigerst.

          Es ist ja auch bezeichnend, daß du nicht auf die anderen Vorwürfe eingegangen bist. Luther war übrigens auch tiefgläubiger Katholik.

          Check endlich mal, daß du einem kranken Verein anhängst und dein Glauben infantil und unemanzipiert ist, wenn du so einer Institution huldigst.

          Heutzutage kann übrigens jeder der Kirche seine theologische Meinung sagen, ohne daß er seine wissenschaftlichen Ansichten widerrufen müßte oder eingekerkert würde.

          Du solltest Moslem werden. Da sind sie noch verlogener und autoritärer drauf.

          PS: Ich will ja noch nicht mal von all diesen perversen prunksüchtigen deutschen Bischöfen reden. Möge dir der Heilige Geist offenbaren, daß die Kirche ein Merchandising-Verein ist, der wenig mit den Lehren Jesu zu tun hat.

  7. Interessanter Gedanke!
    Ich muss gestehen, ich habe es immer mehr als ein simples Relikt aus Urzeiten gehalten, dass aus dem Balzruf etwa eines Vogels entwickelt wurde.

    Wichtig auch der Hinweis Seinfelds, dass im Grunde nichts dabei gedacht wird. Dass es nicht bedeutet, der Pfeifende betrachte die Frau als bloßes Objekt, sondern dass er sich schlicht GAR KEINE Gedanken über sie macht, sondern einfach nur blind einem Impuls folgt. Mit anderen Worten, bloß tumb, aber nicht automatisch sexistisch ist (dass es bei Frauen wesentlich belästigender ankommen kann, bleibt davon natürlich unberührt).

    • Nicht grade logisch, dass „gar keine Gedanken machen“ bedeutet, jemanden nicht als Objekt zu sehen. Machst du dir jedes Mal Gedanken ber einen Stuhl, bevor du dich auf ihn setzt? Oder die Gefühle deiner Zahnbürste, bevor du sie benutzt? Ich würde sagen, grade wenn man sich keine Gedanken darüber macht was das Gegenüber beim Verhalten empfindet spricht das dafür, dass man es als Objekt betrachtet.

      • An den Punkt habe ich während des Schreibens tatsächlich auch schon gedacht und gehofft, dass ihn keiner anspricht. 😉

        Ist tatsächlich eine Grauzone. Generell ist schon richtig, dass es nicht gerade dafür spricht, dass man jemanden als ganzen Menschen empfindet, wenn man sich keinerlei Gedanken über seine Sicht macht. Auf dieser allgemeinen Ebene würde ich also schon zustimmen. Doch das ist dann aber eben wie mit dem Kellner oder Handwerker, den man ja auch nur als Erbringer einer Dienstleistung, nicht als ganzen Menschen sieht.
        Also, dass ein Hinterherpfeifen nur ignorant ist, aber eben nicht gerade Zeichen für eine explizit frauenverachtende Haltung (des Pfeifenden oder der Gesellschaft).

        • Nö, frauenverachtend finde ich es auch nicht. Ich finde es ehrlich gesagt auch nicht schlimm, Menschen nicht immer in ihrer Gesamtpersönlichkeit zu sehen. Ich würde nicht erwarten, dass ein Mann, der mich auf der Straße sieht, sich Gedanken über meine Kindheit und Zukunftsträume macht^^ Grundlegender Respekt vor anderen Menschen und zumindest ein Bewusstsein dafür, dass sie auch Gefühle (und Kindheit und Zukunftsträume) haben (und der Kellner genauso verletzt ist, wenn man ihn anbrüllt) ist schon nicht schlecht… ob Hinterherpfeifen da jetzt schon ein Verstoß ist.. keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass ich unnötiges Hupen a) als Gefährdung im Straßenverkehr und b) persönlich als störend empfinde, da ich oft tief in Gedanken bin und mich furchtbar erschrecke wenn mich jemand anhupt.

        • Da sind wir uns sowieso einig! 😉
          Ich HASSE das Geräusch einer Hupe und auch sonst so ziemlich alle sinnlose Störung.

          Ich versuche nur bei solchen Fragen immer herauszusortieren, was sexistisch, und was nur allgemein arschlöcherig ist. Dass eben die Unhöflichkeit zum Kellner und das störende Pfeifen im Grunde aus ein und derselben Quelle (=Ignoranz gegenüber anderen) kommt.

  8. @ EMN

    *Oder die Gefühle deiner Zahnbürste, bevor du sie benutzt?*

    Ständig denke ich an die Gefühle meiner Zahnbürste. Als eher weiblicher Mann lebe ich selbstverständlich in einer animistischen Welt, voll empathisch.

    Weshalb ich es auch nicht fertig bringe, Zahnbürsten frühzeitig-rechtzeitig wegzuwerfen.

    Bring’s nicht über’s Herz.

    „Warum stehen Dir wieder alle Haare zu Berge, wenn Du mich siehst, mein kleiner Widerborst?“

    „Keine Angst, nein, heute werde ich Dich noch nicht in der Mülltonne versenken, heute noch nicht!“

    Empathie ist manchmal schon hinderlich.

    Und schlecht für’s Zahnfleisch.

  9. 1. Hinterherpfeifen ist ein Kompliment (bzgl. das Aussehens). Da es oft über größere Entfernungen gemacht wird als man eine Frau direkt ansprechen würde, impliziert es die Bekundung der besonderen Wirkmächtigkeit des weiblichen Erscheinungsbildes.
    2. Frauen mögen Komplimente. Sie stärken ihr Selbstwertgefühl. (Jedoch abhängig vom Emittenten.)
    3. Männer mögen Frauen. Sie kümmern sich auf ihre ganz eigene Art um ihr Wohlbefinden.

    Wenn man nun 1, 2 und 3 zusammenzählt, dann geht es offenbar darum, der Frau einen Gefallen zu tun. Sie soll sich begehrt und damit wichtig fühlen (und natürlich sicher), einfach nur, weil sie eine schöne Frau ist. Ob Männer beim Pfeifen wirklich soweit denken, kann dahingestellt bleiben.

  10. Pingback: Ausreden, um scheitern zu dürfen | Alles Evolution

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