WM 2014: Achtelfinale: Deutschland vs. Algerien

Die Vorrunde ist vorbei, jetzt geht es in der K.O.-Runde. Erster Gegner ist Algerien, was nach einer schaffbaren Aufgabe klingt. Allerdings hat ja gerade dieses Turnier gezeigt, dass auch Favoriten schnell verlieren können. Die Spieler Algeriens sind zu einem nicht geringen Teil in Frankreich aufgewachsen, viele spielen bei großen Clubs überall in der Welt.

Theoretisch hätte Algerien über die „Schande von Gijon“ auch noch eine Rechnung mit Deutschland offen, aber ich bezweifele, dass das einen der Spieler groß interessiert, die Motivation, in einer Weltmeisterschaft weiter zu kommen, dürfte da wesentlich höher sein.

Ich tippe auf ein 2:1 für Deutschland und drücke die Daumen!

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Die Geschlechterdebatte als Beziehungsstreit

LoMi schreibt auf seinem Blog interessantes dazu, warum feministischen Forderungen wenig entgegen gesetzt wird:

Nach wie vor ist die Frage interessant, warum Männer schweigen, während der Feminismus den Marsch durch die Institutionen vollführt.

Ich sehe einen wesentlichen Grund in dem Mechanismus der Störerführung.

Der Störer führt auf zweierlei Weise: Einerseits kann er durch dauernde Kritik Aktionen der Gruppe verhindern. Andererseits kann er durch permanente Forderungen Zugeständnisse der Gruppe erreichen. In beiden Fällen ist es die hohe Konfliktbereitschaft des Störers, die die Anderen zum Rückzug bewegt. Die Anderen wollen ihre Ruhe bzw. sich anderen Dingen zuwenden und deshalb ihre Energie nicht in einen anstrengenden Konflikt mit dem Störer investieren. Also gehen sie um des lieben Friedens Willen einen falschen Kompromiss ein und machen dem Störer Zugeständnisse. Die Hoffnung dahinter ist die, dass der Störer dann Ruhe gibt und den Anderen erlaubt, sich mit anderen Themen zu befassen.

Störerführung scheint dabei eine Kreation von LoMi zu sein, ich habe unter diesem Stichwort leider keine weiteren Texte dazu gefunden. Dennoch finde ich die Idee durchaus interessant, weil sie vielleicht auch gewisse Geschlechterunterschiede beim Streiten spiegelt.

Ich hatte dazu bei LoMi kommentiert:

Da könnte gut auch das unterschiedliche Streitverhalten von Männern und Frauen reinspielen. Dazu habe ich hier etwas geschrieben:

https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/13/manner-streiten-um-sachverhalte-frauen-um-beziehungen/

Danach wollen Männer eher konkrete Probleme lösen und Frauen die Beziehung ändern. Da die Beziehung hier durch “das Patriarchat” gestört ist (welches gar nicht existiert) ist der tatsächliche Grund nie behoben. Man arbeitet dann an verschiedenen Problemen

Er: “Gut, dann sorgen wir dafür, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen, dann haben wir das erledigt”

Sie:”Ich fühle mich im Mann Frau Verhältnis immer noch unterdrückt! Ändere das!”

Er: „Gut, mal sehen, was wir noch machen können”)

Da das Grundproblem „Patriarchat und weibliche Unterdrückung“ nie gelöst werden kann, weil die feministische Theorie hier unstimmig ist und es tatsächlich keine solche Unterdrückung gibt. Insofern könnte hier wirklich steter Tropfen den Stein höhlen, vielleicht auch, weil es sowohl mit weibliche Unterverantwortlichkeit (Female Hypoagency) und männliche Hyperverantwortlichkeit (Male Hyperagency) in Einklang zu bringen ist.

Es wäre eine Ergänzung aus dem Umstand, dass die Feministinnen Forderungen zur Änderung der gefühlten Gesamtlage stellen, die dann, um Ruhe zu haben, teilweise umgesetzt wird, was aber das Problem nicht beseitigt.

Ähnliches war auch schon mal von Neuer Peter hier angeführt worden:

Die “gemäßigten Feministen” und die “gemäßigten Maskulisten” reden seit Jahren aneinander vorbei.

Die Feministen reden über Alltagserfahrungen und sind frustriert, wenn die Maskulisten auf dieser Grundlage stets eine Grundsatzdiskussion führen wollen und eine Positionierung zur feministischen Theorie verlangen. Aus ihrer Sicht muss das wie eine Verharmlosung dieser Erfahrungen, wie ein eristrisches Derailing wirken.
Die Maskulisten reden über theoretische Grundlagen, über politische Strukturen und über biologische Dispositionen. Und sind frustriert, weil sie es mit einem Gegenüber zu tun haben, der sich schlicht weigert, sich zu irgendeinem wie auch immer gearteten Standpunkt zu bekennen. Aus ihrer Sicht kommt ihnen das Gespräch vor wie ein unredliches Katz-und-Maus-Spiel, ein immerwährendes Spiel des moving target.

Auch da geht es im Endeffekt über Gefühle vs. konkrete Sachverhalte. Weil es nicht konkret wird, sondern das Patriarchat ja irgendwie immer da ist, immer noch Frauen eher andere Berufe wollen, immer noch Frauen eher aussetzen als Männer, bleibt eben auch immer eine höhere Motivation für „Störung“ und damit eine Möglichkeit für einen Appell dies zu ändern. Der kann aber letztendlich nur in Einzelaktionen umgesetzt werden, ein Widerspruch bringt keine Ruhe. Die wollen Männer aber eben häufig in einem Streit haben, gerade wenn ihnen sonst ein sehr gefühlsbetonter Streit droht. Und die Geschlechterdebatte wird eben sehr gefühlsbetont geführt: Frauen werden unterdrückt und benachteiligt. Die Männer sind Täter, haben bestimmte Strukturen errichtet, die dies bewirken. Hier steht man vor der Wahl einen Streit zu führen, bei dem man schnell als Täter dasteht. Als jemand, der Frauen benachteiligt. Als Frauenfeind. Dann lieber etwas nachgeben…

Differenzfeministin Monika Herrmann im Interview mit der Missy

Im Missy-Magazine befindet sich ein interessantes Interview mit einer älteren Differenzfeministin die Politikerin ist:

Die grüne Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg ist bekannt für ihre relativ unkonventionelle Politik: Monika Herrmann möchte einen Coffeeshop in ihrem Bezirk eröffnen lassen, setzt sich für ein Verbot sexistischer Werbeplakate ein und unterstützte lange das Anfang April geräumte Refugee-Protest-Camp am Oranienplatz, weshalb sie sich mehrmals mit Berlins Innensenator Henkel anlegte. Feminismus ist für sie einst der Zugang zur Politik gewesen: zunächst im Rahmen autonomer Strukturen, später in der Parteipolitik. Doch welche Rolle spielt der Feminismus heute für sie und ihre Politik? In ihrem sonnigen Büro in Berlin Friedrichshain erzählt die 49-Jährige, wie sie dort gelandet ist, wo sie heute steht.

Also eine konkrete feministische Politikerin, wenn auch nicht von der eher im „jüngeren Bereich“ angesiedelten Strömungen des poststrukturalistischen Genderfeminismus.

Ihr Feminismus ist der der Achtziger Jahre, die Forderung nach Frauenräumen gehörte damals zum Grundverständnis. Wurden mit dieser Women-only-Politik Trans-Belange zwar weitesgehend ignoriert, waren lesbische Anliegen in der feministischen Bewegung bereits sichtbar. Die Politisierung des Lesbisch-Seins trieb laut Herrmann aber auch absurde Blüten. „Das waren lustige Zeiten. Irgendwann begannen heterosexuelle Frauen aus politischen Gründen nur noch mit Frauen zu schlafen und sich als lesbisch zu bezeichnen“, erinnert sich Herrmann, die damals sowohl das Frauenkulturzentrum Begine leitete als auch Pressereferentin des Frauenhotels artemisia war.

Man darf vermuten, dass es meistens eher bereits lesbische oder bisexuelle Frauen waren, die den Gedanken des Politlesbinismus dann aus naheliegenden Gründen ansprechend fanden und so ihr Coming Out auch für sich selbst hatten. Das dürften auch die klassischen Zeiten von Schwarzer gewesen sein, die in Ansschluss an Rich der Idee anhingen, dass Sex mit Männern problematisch ist. Es ist eigentlich eine ziemliche Verharmlosung der damaligen Theorien, wenn man diese als „lustige Zeiten“ bezeichnet, denn die dortigen Ideen waren ja zutiefst männerfeindlich und gingen davon aus, dass Frauen quasi Sklaven der Männer sind und sich nur durch lesbischen Sex aus dieser Abhängigkeit befreien könne.

Dass sie durch und durch Politikerin ist, merkt man auch daran, dass sie sogar den verschiedenen feministischen Stoßrichtungen Parteiprofile gibt: Die Art und Weise, wie die angestrebte und überall gepredigte Vereinbarkeit von Familie und Beruf umgesetzt wurde, nennt sie „sozialdemokratischen Feminismus“. Dabei spuckt sie den Begriff fast aus, als sei er ein Schimpfwort. „Ende der Achtziger kam immer stärker dieser Leistungsgedanke auf: Du musst ackern, ackern, ackern – schön angepasst sein und Karriere machen, damit du dann über Familie nachdenken kannst.“ Auch ein paar Frauen aus der CDU seien bei dieser sozialdemokratischen Emanzipationsbewegung dabei gewesen: „Die trugen alle Hosenröcke, das war sozusagen ihr Markenzeichen“, sagt Herrmann und lacht.

Das sie einen solche Feminismus nach Beauvoir, bei dem Frauen quasi wie Männer werden solllen, als Differenzfemnistin nicht begeistert, liegt auf der Hand. Da wird dann eben abgelehnt, dass man Karriere macht, die dann bereits patriarchisch ist. Das wird dann auch im Folgenden angeführt:

Wenn Herrmann von Männern und Frauen redet, klingt das ganz nach dem bei der jungen Generation aus der Mode gekommenen Differenzfeminismus, an dem der Leitgedanke der Genderstudies – „Geschlecht ist sozial konstruiert“ – vorbei gegangen ist. So geht auch sie von einer grundsätzlichen Verschiedenheit der Geschlechter aus: Frauen seien beispielsweise friedfertiger als Männer. „Da bin ich jetzt mal ganz biologistisch – und ich höre schon meine Freundin protestieren –, aber ich glaube tatsächlich, dass es einen Unterschied macht, ob du Kinder in die Welt setzt oder nicht, zum Beispiel in Bezug auf Umwelt oder Krieg.“ Ihr ginge es daher nicht um Gleichmacherei, sondern um Chancengleichheit für alle Geschlechter. Trotzdem: Feminismus ist und bleibt für sie vor allem Frauenpolitik.

Das eine solche Friedfertigkeit, die sie hier wohl essentialistisch aus der reinen Gebährfähigkeit herleitet, nicht stimmen muss, ist eine andere Sache. Aber interessant wäre dann ihr Verständnis von Chancengleichheit. Die besteht ja auch grundsätzlich, ist aber gerade bei Verschiedenheit von Mann und Frau wesentlich schwieriger zu bestimmen als bei sozialer Konstruktion. Bei der kann man eben einfach auf das Ergebnis, die Verteilung, schauen und daraus die Chancenungleichheit schließen.

Zum poststrukturalistischen Genderfeminismus meint sie:

Für junge Frauen* heute, die eher im akademischen Dunstkreis von Queerfeminismus und Gender-Theorie sozialisiert wurden, mag das alles ziemlich oldschool klingen. Den hier nicht zu übersehenden Generation-Gap spricht die Politikerin auch selbst an – aus ihrer Perspektive. „Also wenn man sich jetzt mit Mitte 20 hinstellt und so tut, als würde man die Frauenbewegung neu erfinden, dann weiß ich nicht, was das soll, ehrlich gesagt.“ Ihre Kritik: FeministInnen heute seien zu wenig systemkritisch, und dazu völlig geschichtslos. Wer sich als Teil einer Bewegung versteht, solle sich auch mit ihrer Geschichte auseinandersetzen, findet sie. Und vieles, was jetzt neu diskutiert würde, sei in der Frauenbewegung der 1980er schon längst abgehakt gewesen, zum Beispiel, „dass der Maßstab des Feminismus doch nicht sein kann, dass wir dann alle da ankommen, wo Männer jetzt sind. Das hat so einen Bart!“

Ich glaube jede Unterart des Feminismus wird der anderen Seite vorwerfen, dass sie nicht systemkritisch genug ist. Der Queerfemimismus gegenüber dem Differenzfeminismus eben in Hinblick darauf, dass sie die Rollen bestätigen, statt sie zu hinterfragen. Und er wird sich auch falsch verstanden fühlen, weil es ja nicht der Queerfeminismus ist, der so werden will wie Männer, sondern eher Teile des Beauvoir-Feminismus. Im Queerfeminismus soll es ja gerade keine Rollen mehr geben und gerade die männliche soll eh abgeschaft werden.

 

Selbermach Samstag XCI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Unterschiede im Gehirn von Männern und Frauen: Warum sie in Bedeutung haben

Ein Artikel In Nature Review Neuroscience stellt dar, warum das Geschlecht wichtig ist für die Neurowissenschaften:

Abstract | A rapidly burgeoning literature documents copious sex influences on brain  anatomy, chemistry and function. This article highlights some of the more intriguing recent discoveries and their implications. Consideration of the effects of sex can help to explain seemingly contradictory findings. Research into sex influences is mandatory to fully understand a host of brain disorders with sex differences in their incidence and/or nature. The striking quantity and diversity of sex-related influences on brain function indicate that the still widespread assumption that sex influences are negligible cannot be justified, and probably retards progress in our field.

Quelle: Why Sex matters for Neuroscience (PDF)

In dem Artikel finden sich einige interessante Punkte. Zunächst erfolgt eine Darstellung von typischen Mißverständnissen:

To best appreciate the evidence for sex influences on the brain, it is helpful to first consider some common misconceptions about the topic. Although not often
stated in print, investigators commonly encounter these misconceptions in their neuroscience colleagues.

The first misconception is that sex influences are small and unreliable. Although there is some evidence for, and some against, this view when purely behavioural studies are considered, there is no evidence to support it regarding sex differences in the brain3. No evidence of which I am aware suggests that the average effect size in the domain of sex influences on brain function differs from the average effect size found in other domains of neuroscience3.

Also durchaus deutlichere Unterschiede. Es zeigen sich vielmehr auch die ansonsten bestehenden durchschnitteln Effektstärken aus anderen Bereichen.

A second, and related, misconception holds that average differences between the sexes result from a few extreme cases in a distribution. Again, I know of no
evidence to support this general conclusion.

Das Argument, dass einige Ausreißer dazu führen, dass Geschlechterunterschiede angenommen werden, würde im Umkehrschluss bedeuten, dass ansonsten die Geschlechter relativ gleich wären. Auch dies ist aber nach dem Artikel nicht der Fall.

A third, also related, misconception holds that the differences within a sex are much more substantial than those between the sexes, the implication being that sex influences can therefore be dismissed as trivial. It is ironic that this view is advanced so often by scientists who use the statistical analyses (for example, ANOVA) that reveal sex influences and that specifically compare within versus between group variance to detect significant differences.

Das dieses Argument in der Tat wenig Aussagekraft hat, dass hatte ich hier auch schon ausgeführt.

A fourth widespread misconception is that all sex differences, once established, can be completely explained by the action of sex hormones, typically oestrogen. The unstated assumption underlying this view is that male and female brains are identical except for fluctuating (and unnecessarily complicating) sex hormone influences. Sex hormones are crucial for many sex differences (BOX 1), but, equally, cannot explain all observed sex differences. For example, a recent study reported several sex differences in cocaine-seeking behaviour in rats and, in addition, found that these differences were unaffected by oestrus state7. The view that circulating sex hormones in adult animals fully account for all sex differences in the brain also ignores the pronounced organizational effects of these hormones on brain development, as well as rapidly growing evidence for genetic mechanisms that induce sex differences in the brain independently of hormone action (reviewed in REFS 8,9).

Das Mißverständnis wäre also, dass die Unterschiede im Gehirn nur auf die gerade zirkulierenden Effekte von Hormonen zurückzuführen sind, während tatsächlich diese einen Teil der Effekte ausmachen, insbesondere aber auch pränatale Hormone erhebliche Veränderungen hervorrufen und auch genetische Einflüsse bestehen

A final misconception holds that if no sex difference exists in a particular behaviour, it can be assumed that the neural substrates underlying that behaviour are identical for both sexes. However, numerous studies report sex differences in neural activity despite no behavioural difference between the sexes. For example, Piefke and colleagues10 examined the neural correlates of retrieval of emotional, autobiographical memories in men and women. Memory performance did not differ between the sexes, nor did the degree of emotion induced by retrieval. However, brain regions associated with retrieval in the two sexes differed significantly. As a second example, Grabowski et al. examined the neural correlates of naming images11. Men and women performed the task equally well, but the patterns of brain activity associated with their performance differed significantly. Findings such as these indicate that isomorphic performance between the sexes does not necessitate isomorphic neural mechanisms. Indeed, as De Vries12 has effectively argued, neural sex differences can, in some cases, create behavioural sex differences, but might, in other cases, prevent them (when, for instance, they would be maladaptive) by compensating for sex differences in other physiological conditions, such as sex hormone levels.

Ein interessanter Punkt. Auch bei gleichem Verhalten kann also die nurologische Grundlage dieses Verhaltens anders ausgeprägt sein. Das macht insofern Sinn, weil bestimmte Verhalten auch für Männer und Frauen in bestimmten Situationen gleich vorteilhaft sind bzw. es nur eine sinnvolle Lösung gibt. Der Teufel kann dann eben im Detail stecken oder dann zum tragen kommen, wenn bestimmte Situationen vorliegen oder höhere Anforderungen gestellt werden.

Functional and structural dimorphisms Sex differences exist in every brain lobe, including in many ‘cognitive’ regions such as the hippocampus, amygdala and neocortex13 (FIG. 1). Sex differences can also be relatively global in nature. For example, widespread areas of the cortical mantle are significantly thicker in women than in men14. Ratios of grey to white matter also differ significantly between the sexes in diverse regions of the human cortex15. In many cases, the differences are not evident in overt anatomical structure, but in some type of functional dimension (hence the distinction above between ‘functional’ and ‘structural’ dimorphisms). For example, a region may differ between the sexes in aspects of its neurotransmitter function, or in its genetic or metabolic response to experience. Furthermore, new methodological approaches — from gene modification in mice to voxel-based morphometry analyses of human imaging data — are revealing previously undetected sexual dimorphisms16–18. It seems that the sexual dimorphisms uncovered so far, abundant as they may be, represent only a fraction of the sexual dimorphisms that are likely to exist in the brain.

Es liegen also in allen Bereichen des Gehirns Unterschiede vor. Dabei muss dies nicht nur in der Struktur geschehen, sondern kann auch in der Funktion deutlich werden. Der Forscher geht dabei davon aus, dass eher der kleinere Teil dieser Unterschiede bisher bekannt ist.

The hippocampus. One region that is evidently sexually dimorphic in its structure and function is the hippocampus, a region perhaps most associated with learning and memory. Extensive evidence demonstrates that male and female hippocampi differ significantly in their anatomical structure, their neurochemical make-up and their reactivity to stressful situations19. Imaging studies consistently show, for example, that the hippocampus is larger in women than in men when adjusted for total brain size20.

Der Hippodampus wird immer wieder gerne auch in der „feministischen Biologie“, also etwa von Cordelia Fine etc erwähnt, weil die Frage, wie er genau zu vermessen ist, schwierig zu beantworten ist und das Ergebnis, dass es hier Geschlechterunterschiede gibt, immer wieder in Zweifel gezogen worden ist. Hieran wird oft exemplarisch angeführt, dass das dann auf die gesamte Gehirnforschung zu übertragen ist, auch wenn andere Gehirnunterschiede wesentlich deutlicher sind

In dem Artikel werden dann auch weitere Unterschiede in der Funktion aufgelistet, die zumindest in Tierstudien festgestellt worden sind. Hier steht wohl weitere Forschung beim Menschen aus.

The amygdala. The medial nucleus of the amygdala has long been known to be sexually dimorphic, a fact that is easily accepted given its role in reproductive behaviour33. However, it is now clear that sexual dimorphism encompasses most, if not all, of the amygdaloid nuclei (…)

Die Amygdala findet hingegen eine weitaus geringere Beachtung in der „feministischen Biologie“. Hier sind die Unterschiede eben recht deutlich

A rapidly growing body of evidence also documents the sexually dimorphic nature of the human amygdala35,36. For example, it is significantly larger in men
than in women (adjusted for total brain size)20. Sex differences also exist in its structural relationship with the rest of the brain. In a study of a large sample of men and women, the patterns of covariance in the size of many brain structures were ‘remarkably consistent’ between men and women, with one exception — the amygdala (in particular, the left hemisphere amygdala), which showed several marked sex differences18.

Several studies now report sex influences on amygdala function, including in the context of its well-known role in memory for emotional events. (…)

Another, more recent study44 used fMRI to examine amygdala responses to fearful faces in men and women. (…)

There are also intriguing parallels between this functional lateralization of amygdala function in healthy individuals and amygdala dysfunction in certain disease
states. For example, women with Turner syndrome (who lack an X chromosome) show reduced responsiveness of the left hemisphere amygdala to emotional material46, whereas mainly female samples of patients with depression show heightened left hemisphere amygdala activity47, as do women with irritable bowel syndrome48.
In summary, the available evidence indicates that studies of amygdala function risk conclusions that are incomplete at best, and wrong at worst, if they fail to address potential influences of both sex and hemisphere

Es zeigen sich hier also deutliche Unterschiede sowohl in Struktur als auch Funktion und dies auch gerade in dem Bereich Emotionen.

Im Ganzen zeigt der Artikel, dass die Gehirne von Männern und Frauen erhebliche Unterschiede aufweisen und weitere Entdeckungen dieser Art zu erwarten sind. Das Gehirn von Männern und Frauen unterscheidet sich dabei auf vielen Ebenen, die nicht nur die reine Form betreffen.

Wie würde euer Patriarchat aussehen?

Werte Brüder!

Ich berufe eine außerordentliche Patriarchatsversammlung ein, da mir verschiedentlich zugetragen wurde, dass eine gewisse Unzufriedenheit besteht!

Es scheint, als wären einige Brüder mit den gegenwärtig für jedes unser Mitglieder erzielten Lohnzuschlag von 23%, mehr als wohl jede andere Gewerkschaft je für seine Mitglieder herausgeholt hat, unser sehr erfolgreichen Zwangsheterosexualisierungsquote von etwa 95%   die mühsam gegen die drohende  vollständige Totalverschwulung sämtlicher heterosexueller Männer abgekämpft wurde und unser Aufrechterhaltung absoluter Unterdrückung seit nunmehr über einen sonst nie erreichbaren Zeitraum von mehr als 200.000 Jahren gegenüber einer gesellschaftlichen Mehrheit der Gruppe Frau bei Vortäuschung eines freien Wahlrechts, nicht mehr zufrieden und wollten mehr. Das ist eine begründete männliche Einstellung, denn wir streben ja immer nach mehr Macht und neuem Unterdrückungspotential, gerade die WHMs unter uns!

Ein Bruder äußerte sogar:

Mein Patriarchat sähe anders aus, das kannste glauben

Solche Hinweise nehmen wir sehr ernst! Wir bitten daher um Visionen für ein neues, besseres Patriarchat! Wie würdet ihr die Unterdrückung der Frau verbessern und wie die Reichweite unser Organisation ausdehnen?

Da das Patriarchat absolute Möglichkeiten hat, Frauen zu formen und ihnen Geschlechterrollen vorzugeben: Wie sollen wir die Frauen umgestalten? Wie machen wir die (hegemoniale) Männlichkeit noch besser?

Ich bitte um eure Vorstellungen eures perfekten Patriarchats!

(weibliche Patriarchatsunterstützer, die eine effektivere Unterdrückung wünschen, dürfen sich ausnahmsweise nach Ankleben des Zeremonienbartes auch beteiligen, wenn die Küchenarbeit erledigt ist, eine Steinigung nach § 236 IV S. 5 PatriarGO bleibt wie üblich vorbehalten, jeder bitte nur einen Stein!)

 

WM 2014: Deutschland vs USA

Vor nicht allzu langer Zeit hätte man die USA im Fußball gar nicht groß als Gegner angesehen, aber auch hier hat sich etwas getan. Und der bisherige Verlauf der Weltmeisterschaft macht deutlich, dass Favoriten nicht immer gewinnen.

Eine besondere Note bekommt das Spiel noch dadurch, dass mit Jürgen Klinsmann ein ehemaliger Nationaltrainer Deutschlands die gegnerische Mannschaft betreut, der zudem den gegenwärtigen Nationaltrainer in seinem Stab hatte.

Bisher waren meine Tipps nicht sehr erfolgreich, aber ich versuche es trotzdem noch mal mit einem 2:1 für Deutschland!