Abgrenzung zu misogynen Tendenzen innerhalb der Männerbewegung

Verschiedene Kommentare beschäftigen sich damit, inwieweit sich die Männerbewegung von ihrem radikalen Rand und dortigen frauenfeindlichen Tendenzen abgrenzen sollte:

David kommentierte:

Wobei, ich sage es nochmal, ich in den USA eine große misogyne Flutwelle in der Entstehung beobachte.
Man sieht ja (selbst hier gibt es ein Beispiel im Thread) nicht gar so wenige Tweets, die offen mit dem Amokläufer sympathisieren.

Die eigentlich emanzipatorische “Red pill” des MRM in Kombination mit sexueller Frustration junger Männer vermengt sich dort zu einem explosiven Gemisch. Ich bin mir nicht sicher wie kalt der Geschlechterkriegdort drüben bleibt. Feministinnen haben ja schon mit der ebenso radikalen Petition geantwortet, MRAs als Terroristen einzustufen.
Da kocht die Scheiße so langsam.

In Deutschland und Europa ist das ja alles noch ein kleines Randphänomen. Man sollte aber frühzeitig erkennen, welche gefährlichen Potentiale da freigesetzt werden können.

Der Erfolg einer Männerbewegung hängt in erster Linie davon ab, ob sie eine klare Abgrenzung zu misogynen Tendenzen hinbekommt.

 

DMJ kommentierte dazu:

David: “Der Erfolg einer Männerbewegung hängt in erster Linie davon ab, ob sie eine klare Abgrenzung zu misogynen Tendenzen hinbekommt.”

DAS kann man gar nicht deutlich genug sagen!
Wenn wir uns mit dem Thema beschäftigen, neigen wir selbst oft dazu, nur die Extreme zu sehen und könnten schon auf den Gedanken kommen, nur mit eigenen Extremen darauf antworten zu können. Aber dem ist nicht so.
Ich wage (nur nach persönlichen Eindrücken, nicht nach wissenschaftlichen Erhebungen) zu behaupten, dass die MEISTEN Menschen keinen Geschlechterkrieg wollen. Es gibt Scharfmacher auf beiden Seiten und ja, gerade die feministischen davon haben momentan ungesund guten Einfluss. Aber davon dürfen wir uns nicht verleiten lassen, in das Spiel einzusteigen und der friedlichen Mehrheit diese Regeln aufzwingen.

Und in einem früheren Kommentar auch noch:

 So große Gruppen (auch weltanschauliche) sind nicht homogen. Es gibt vernünftige und aufgeschlossene Frauen, die sich als Feministinnen sehen und die können tatsächlich nichts für Alice Schwarzer. – Andererseits haben sie kein Monopol auf das F-Wort, können also nicht einfach abwürgen, was die Dame tut. Ähnlich beim Maskulismus: Es gibt ja nun tatsächlich recht eklige Frauenhasser, die sein Banner beanspruchen. Daraus kann man anderen keinen Strick drehen, aber es sind eben auch Maskulisten, nur eben einer anderen Ausrichtung.

Entsprechend sollte man versuchen, Übergruppen nicht überzubewerten. Unter so weiten Labels wie Feminismus, Maskulismus oder Islam nicht gleich zu einer Assoziation (Männerhasserin, Frauenhasser, Terrorist) greifen, sondern abwarten, mit wem man es hier zu tun hat. Dann muss sich irgendwann niemand mehr gegen Dinge verteidigen, die er eh nicht zu verantworten hat.

Und zudem auch hier:

Interessante Auflistung, aber der Fairness und Vollständigkeit halber sollte man vielleicht auch noch das Fach des radikalen Maskulisten einrichten. Der wäre in der Regel die Steigerung des Konservativen und beruft sich entweder aufgrund persönlicher Traumatisierung oder allgemeiner, unabänderlicher Weltsicht auf eine “Niedrigkeit” der Frau. Sei es intellektuell (“Frauen sind von Natur aus geistig unterlegen”) oder moralisch (“alle Frauen sind falsch und hinterhältig und Vergewaltigungfalschbeschuldigung ist ihr Hobby”) sind sie ja ebenso von Angst getrieben, aber die Ablehnung der Gleichberechtigung ist bei ihnen elementar, wo sie selbst bei Konservativen umstritten sein dürfte.
Ich halte deren Aufnahme trotz der großen Überschneidung mit den Konservativen für wichtig, da es ja leider die sind, nach denen Maskulismus/MRA in der Diskussion und Öffentlichkeit so oft beurteilt wird.Interessante Auflistung, aber der Fairness und Vollständigkeit halber sollte man vielleicht auch noch das Fach des radikalen Maskulisten einrichten. Der wäre in der Regel die Steigerung des Konservativen und beruft sich entweder aufgrund persönlicher Traumatisierung oder allgemeiner, unabänderlicher Weltsicht auf eine “Niedrigkeit” der Frau. Sei es intellektuell (“Frauen sind von Natur aus geistig unterlegen”) oder moralisch (“alle Frauen sind falsch und hinterhältig und Vergewaltigungfalschbeschuldigung ist ihr Hobby”) sind sie ja ebenso von Angst getrieben, aber die Ablehnung der Gleichberechtigung ist bei ihnen elementar, wo sie selbst bei Konservativen umstritten sein dürfte.
Ich halte deren Aufnahme trotz der großen Überschneidung mit den Konservativen für wichtig, da es ja leider die sind, nach denen Maskulismus/MRA in der Diskussion und Öffentlichkeit so oft beurteilt wird.

 

Ich stimme zu, dass gerade in der Ausrichtung, die versucht, den Maskulismus nach Möglichkeit abzuwerten, eher mal auf Seiten wie „Frauenhaus“ verwiesen wird oder versucht wird, die ganze Bewegung in diese Richtung zu drängen. Frauen das Wahlrecht abzusprechen oder sie von Natur aus als geistig unterlegen einzuordnen oder sie pauschal als falsch und hinterhältig oder eben als Parasiten abzutun, dass alles schadet auch aus meiner Sicht mehr als es nützt.

Hier können dann vielleicht Frustrierte und Verbitterte ihren Zorn ablassen, es hindert aber daran als faire Bewegung anerkannt zu werden. Und wenn man langfristig etwas erreichen will, dann muss man eben nicht nur die Wütenden und die gerade Benachteiligten ansprechen, sondern Leuten, die in vernünftigen und gut laufenden Beziehungen stecken und die man mit Zorn nicht erreichen kann, erreichen.

Interessant fand ich dazu auch noch die Schilderung von „M.“ auf Geschlechterallerlei, mit dem dieser schildert, warum er kein Antifeminist mehr sein will:

Erster Kommentar:

Ich bin ein ehemaliger Antifeminist, nicht ein selbst Ernannter, sondern ehemaliges, offizielles Mitglied bei René Kuhn aus Luzern, der den Begriff Antifeminismus international, so kann man heute rückblickend sagen, etabliert hat. Ich war derjenige, der für die Sicherheit bei den Treffen in Winterthur gesorgt hat. Das war nicht immer ganz einfach. Warum ich damals Antifeminist geworden bin? Aus einem ganz anderen Grund: Weil der medial kolportierte Feminismus nur noch die Lebenswirklichkeit und die Interessen von gut bis sehr gut gebildeten- und verdienenden, weissen Mittelschichtsfrauen abbildet. Ich konnte es einfach nicht fassen, wie man die soziale Wirklichkeit einfacher Arbeiter- und Angestelltenhaushalte so konsequent ignorieren kann und ständig etwas von einem Lebens- und Familienideal schwafelt, dass sich in ganz Europa kaum ein Paar leisten kann! Die ganze medial verbreitete Männerverachtung mag bei meinem Beitritt sicher auch eine Rolle gespielt haben- aber im Zentrum stand für mich immer die soziale Frage. Auch heute noch, obwohl ich kein Antifeminist mehr bin.

Zweiter Kommentar:

Nun, die IGAF existiert natürlich heute noch- einfach ohne mich. Warum ich ausgetreten bin? Weil ich der Überzeugung bin, dass man mit Extremen nicht weiterkommt. Zudem gab es innerhalb der IGAF mitunter Tendenzen, mit denen ich absolut nichts anfangen konnte.

Aus Sicht des Diskursverlaufes hat die IGAF innerhalb der Geschlechterfrage allerdings sehr viel bewirkt: Nur schon der Name Anti-Feminismus! Die Negation von Feminismus! Undenkbar! Unfassbar! Skandal! Bemerkenswert ist vor allem, wie schnell sich dieser eigentlich undenkbare Begriff sofort in die Köpfe eingegraben hat- weltweit, versteht sich! Nur schon rein aus werbetechnischer Sicht ist das eine beachtliche Leistung. Anti-Feminismus, das war im Prinzip ein klassischer USP (Unique Selling Proposition)!

Ohne näher auf die Gründe meines Austritts eingehen zu wollen- aber ich bin heute der Überzeugung, dass es die IGAF (nicht zuletzt auch dank der ihr augenblicklich zuteil gewordenen, grossen, medialen Aufmerksamkeit) geschafft hat, den Geschlechterdiskurs mit ganz gezielt inszenierten Provokationen und Skandalen in eine Bahn zu lenken, die auch Kritik am Feminismus auf breiter Ebene ermöglicht hat. Rückblickend war die IGAF ihrer Zeit eigentlich voraus. Sie war ein notwendiges Übel, eine Extremposition, die nötig war, um die öffentliche Aufmerksamkeit endlich auch auf Männeranliegen zu richten. Das lässt sich sehr gut an diesem Beispiel festmachen:

2010, soviel ich mich erinnern kann, hat die IGAF verschiedenen Zivilstandsämtern im Zusammenhang mit den zahlreichen Risiken und Nebenwirkungen, mit denen die Ehe für Männer verbunden ist, diesen Flyer zukommen lassen. Die mediale Aufmerksamkeit- oder vielmehr: der mediale Aufschrei war gross: Die Ehe- eine Gefahr für Männer? Nein, das kann nicht sein! Männer sind niemals Opfer!

Jahre sind seither vergangen. Und jetzt ist diese Position plötzlich gesellschaftsfähig geworden: “Erzeuger und Geldmaschinen”, titelte die taz vor Kurzem im Zusammenhang mit geschiedenen Vätern. Das Publikationsorgan eines Schweizer Grossverteilers will vor wenigen Monaten herausgefunden haben, dass Männer nein zur Ehe sagen: “Sie hüten sich, weil sie (die Väter) bei einer Trennung am kürzeren Hebel sitzen.”

Ich persönlich habe heute mit dem Anti-Feminismus nichts mehr am Hut. Seine Zeit ist abgelaufen.

Auch hier also der Gedanke, dass man inzwischen so weit ist, dass man über das Extreme hinausgehen kann und im normalen Bereich arbeiten kann.

38 Gedanken zu “Abgrenzung zu misogynen Tendenzen innerhalb der Männerbewegung

  1. Meiner Meinung nach wächst ja mit Feminismus und Maskulismus das zusammen, was auch zusammengehört. Die persönlichen Dispositionen der ProtagonistX passen ganz gut zusammen.

    Das ist nichts anderes, als die durchschnittlich neurotische Ambibeziehung für Absolventen von Laberfakultäten.

    Sich mehr Gedanken über Abgrenzungen denn über eigene Identität (wobei man auch die nicht gedanklich „entwickeln“ kann, die hat man oder auch nicht) zu machen, erscheint mir bedenklich hypogonad.

  2. @ david

    „Wobei, ich sage es nochmal, ich in den USA eine große misogyne Flutwelle in der Entstehung beobachte.“

    Und noch ein bißchen Alltagspsychologie: wem man lange genug einredet, er sei ein Hund, der fängt irgendwann an zu bellen….und manche auch zu beissen.

  3. Andere Frage: Ws ist eigentlich aus dem Wort „frauenfeindlich“ geworden? Warum übernimmst auch du schon das geheimnisvolle „misogyn“, dass immer vorgibt mehr und furchtbarer zu sein, als es eigentlich ist?

  4. Es ist erhellend im Hinblick auf geltende Normen und politischen Willen, dass die offene intellektuelle Auseinandersetzung zu geschlechterpolitischen Themen nicht etwa innerhalb staatsfeministischer Institutionen und Stiftungen, den Medien, Universitäten usw. stattfindet, sondern außerhalb im quasi Untergrund als antisexistische bzw. feminismuskritische Bürgerbewegung.

  5. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis „antifeministisch“ ein so ehrenhafter Begriff ist wie „antifaschistisch“ oder „antikommunistisch“.

    Weshalb ich für meinen Teil nicht daran denke, auf den Begriff zu verzichten.

    Ich lehne diese Ideologie, die ohne Patriarchatshypothese keinen Bestand hat, die ohne Unterstellung prinzipieller inhärenter männlicher Bösartigkeit nicht funktioniert, ab.

    Ich bin dagegen.

    Einige befinden sich in der „eurokommunistischen Phase – CSSR 1968/69, Prager Frühling, Feminismus mit menschlichem Antlitz etc.

    Wer’s mag, mag den Dubcek geben.

    Er berreitet auch den Weg hin zu einem Ende dieser widerwärtigen ideologischen Herrschaft.

    Obwohl wir deren Höhepunkt noch lange nicht gesehen haben, fürchte ich.

    Je mehr der Widerstand wächst, je spürbarer die femistische Repression bei immer mehr Männern (und Frauen) wird/ankommt, desto schriller wird die feministische Propaganda, das #Aufschreien, das Diffamieren der Kritiker – völlig unabhängig von deren Einstellung! – als frauenfreindlich, faschistisch, braun versumpft.

    Sich hier mit dem Hut in der Hand zu präsentieren, als gemäßigter Bittsteller – nun ja.

    Wie gesagt: Wer’s mag, soll’s machen.

    Mein Fall ist es nicht.

    Aber ich will auch nicht, wie Leszek richtig bemerkte, Teil des Müllstromes werden.

    Der ist ohnehin nur vorübergehender Natur.

    Kaum ist man drin, ist er auch schon Geschichte.

  6. *Der Erfolg einer Männerbewegung hängt in erster Linie davon ab, ob sie eine klare Abgrenzung zu misogynen Tendenzen hinbekommt.*

    Wohl kaum.

    Der Erfolg hängt genauso wie auch beim Feminismus oder unserer Frauenpolitik davon ab wie gut man eine Gruppe Leidender in ihrer Frustration auffängt, ihnen Identität gibt, Abhilfe verspricht und dabei natürlich auch soziale constraints beachtet.

    Misogynie darf dabei sicher nicht offen ausgesprochen werden, doch genau diese ist die Triebfeder.
    Die Herausforderung ist es die M. maximal zu Nutzen ohne sie plakativ zu machen, diese zu Kanalisieren, genauso wie der Feminismus auf der Frustration der Masse an Frauen in Wohlstandsländern aufbauen konnte, für diese Rationalisierungen, Feindbilder und Schuldige lieferte.

    Gut. so langsam wird immer mehr Leuten klar dass Feminismus, „Frauenbefreiung“ u.s.w. fast nur auf Misandrie aufbaut, einer Umfassenden und breit Angelegten, welche unausweichlich ihr Komplement in breit angelegter (nicht zwingend offensichtlichen) Misogynie finden wird.

    Wer Hass säht wird Hass ernten und Geschichte wird sich wiederholen.

  7. Es ist doch deutlich, dass es der Feminismus genderassistisch gegen Männer hetzt. Und das aus den menschlich üblen Günden, die mit siwas immer zusammenhängen.

    … das volle Programm inklusive Opfer- und Sündenbocknarrativ.

    Das ruft bei mir etwas Merkwürdiges hervor. Ich würde das nicht Mysogynie nennen, sondern eine diffuse Unsicherheit gegenüber Menschen, die einen selbst mit mehr als Vorurteilen belegen.

    Wie geht man mit Geschlechtsrassisten positiv um? Oder realer tatsächlicher institutionalisierter Diskriminierung?

    Ist sie einer ist sie nun keiner … werde ich nun eingestellt, da sind ja bevorzugte weibliche Mitbewerber … wann werd ich als Vater entsorgt … werd ich falschbeschuldigt …

    etc etc.

    … vielleicht haben sich die Leut in det DDR noch besser gefühlt, weil der Rassismus fehlte … auch das Gefühl hier durch nichts etwas ändern zu können.

    Zuerstmensch hat letzteres ganz gut beschrieben.

    Das ist aber keine Misogynie.

    • @ petpanther

      *Ist sie einer ist sie nun keiner … werde ich nun eingestellt, da sind ja bevorzugte weibliche Mitbewerber … wann werd ich als Vater entsorgt … werd ich falschbeschuldigt …*

      Das sind Fragen, die sich immer mehr Männer angesichts von Frauen stellen.

      Sie umschreiben die Alltagswirkung der Zerstörung des Grundvertrauens zwischen den Geschlechtern aus männlicher Sicht.

      Analoges ließe sich aus weiblicher Sicht formulieren über Männer:

      Ist er ein Vergewaltiger oder ist er nun keiner?

      Werde ich vom BOSS/WHM diskriminiert, weil ich doch eine Frau bin?

      Die machen das doch aus Prinzip, weil sie Männer sind, Frauenverächter, gar nicht anders können!

      Wann betrügt er mich, lässt mich sitzen, tauscht mich gegen eine Jüngere aus?

      Wann wird er beginnen, mich zu schlagen?

      Davor schützt mich doch nur der Staat/die segensreiche Lobbyarbeit meiner „Gewerkschaft“ = des Feminismus.

      Die Saat der Hetze geht auf, ihre vergifteten Früchte reifen allmählich heran.

      Auf beiden Seiten.

      Ohne Grundvertrauen, ohne einen Vertrauensvorschuss von Männern gegenüber Frauen/Frauen gegenüber Männern ist Familienformation, ein auf Dauer angelegter „Familienbetrieb“ samt Kinderzeugung/-aufzucht nicht möglich.

      Das Zerstören dieses Grundvertrauens zeigt Tiefenwirkung: Der Wurzelgrund selbst ist vergiftet, die Bildung der Keimzelle einer jeden überlebensfähigen Gesellschaft, der Familie, ist bereits erschwert.

      Auf diesem Boden wächst langfristig kein Gras mehr, denn wie jahrzehntelange systematische Hetze nötig war, um den sich allmählich entbergenden Zustand herbeizuführen, so würde jahrzehntelange Vertrauensbildung nötig sein, um wieder zu versöhnen, neues Vertrauen wachsen zu lassen.

      Von einer Versöhnungsphase, der ja erst eine Gleichberechtigung der Männer vorausgehen müsste, sind wir aber noch meilenweit entfernt.

      Im Gegenteil: Die Entrechtung der Männer wird weiter vorangetrieben, abgesichert durch weitere Hetzkampagnen.

      Nach #Aufschrei nun #yesallwomen.

      Neue, immer wieder neue werden allfällig folgen.

      Eine solche Gesellschaft versteppt, verwüstet, verjüngt sich nicht mehr, treibt nicht mehr aus, da grünt nicht mehr viel.

      Sie hat sich selbst zum Absterben verurteilt, überlässt das Feld den Parallelgesellschaften, innerhalb derer noch Kinder geboren werden in weitaus größerer Zahl.

      • Da fühle ich mich doch geschmeichelt, gleich so ausgiebig im Blog selbst zitiert zu werden. 😉

        Alexander Roslins Ergänzung halte ich auch für sehr wesentlich: Der Geschlechterkampf droht das Urvertrauen zu zerstören. Schrödingers Vergewaltiger bzw. Schrödingers Falschbeschuldigerin sind Vorstellungen, die mehr Schaden als Nutzen einbringen, da die Mehrzahl der Menschen eben nicht jenen Gruppen angehört.

        Und wie ich immer wieder sage: Der Geschlechterkampf KANN ja nicht gewonnen werden bzw. nur in einem totalitären System enden. Es muss daher nicht auf Kampf, sondern Versöhnung ausgerichtet werden; die jeweils richtigen Punkte des anderen anerkennen, auf dass er die richtigen Punkte bei einem selbst anerkennt. – Danach, ob das möglich ist, muss man sich eben auch die Ansprechpartner aussuchen.

        Das verallgemeinernde Label Antifeminismus mag ein notwendiges Extrem gewesen sein, um die Diskussion anzustoßen, aber danach muss sie sich langsam in der Mitte einpendeln. Das wird sie aber nicht, solange beide Seiten versuchen, mit einem Höchstmaß an Schwung den anderen zu übertreffen.

        • @DMJ

          Wir hatten ja schon mal einen Austausch.

          Das ist natürlich richtig. Ich sehe das auch so.

          Bis auf … und dies ist wichtig … bis auf die Realität, dass wir es mit einer mittlerweile auf allen politischen Ebenen und besonders gern mit angeblich hehren Zielen über die Superstrukturen kommend (UN, EU), da mehr oder weniger nicht wirklich sichtbar und Lobbyismus zugänglich, institutionalisierten eigennützig gegen alles Männliche genderrassistischen Bewegung zu tun haben.

          Und die ist alles andere als Versöhnungs- und Konsensorientiert. Sie war und ist es auch, die eben den hier angesprochenen Brunnen vergiftet hat.

          Und sie ist es auch, die es weiter tun wird. Immer mit vermeintlich gerechtfertigten Anliegen, das dann natürlich auch alles rechtfertigt.

          „Positiver Rassismus, positive Diskriminierung …“

          Das dient ja nur der eigenen Privilegierung. Sicherung von Unterhalt/Funding zu Lasten der Gemeinschaft so legitimiert etc. Ein Scam. Menschlich und politisch parasitär und korrupt.

          Hier ist bereits Vertrauen zerschlagen. Auf männlicher Seite mehr als und mehr als berechtigt. Und die schweigende weibliche Mehrheit als auch die Mitläuferinnen grenzen sich eben nicht ab. Teilweise wider besseren Wissens.

          Und wie steht es mit Anerkennung der bisherigen Opfer des Missbrauchs. Kinder, Väter, … etc.?

          Was machen wir denn damit? Ohne das „versöhnen“?

          Es ist m.E. sehr wohl schon so, dass gemeinsam, auch mit den Frauen, eine Kante gegen die feministischen Betrüger und
          Geschlechtsrassisten gezeigt werden muss.

          Genau das passiert in diese Richtung in den USA ja schon. Viele Frauen fangen an sich mit zu engagieren. Z.B. Männerkonferenz in Detroit Ende Juni. Dr. Warren Farrell etc. …

          … Farrell empfiehlt übrigens diese Doppelstrategie aktivem Widerstand und aktives Anprangern z.B. auch durch Lawsuits etc.(die „Kante“ von der ich spreche) wie auch ein gemeinsames integratives achten gegenseitiger Bedürfnisse und Interessen.

          Dafür braucht es einen humanistischen Ansatz und keine Ideologie … und ganz sicher keinen zwischenmenschlich vergiftenden, betrügerischen und in diesem Sinne scheinheiligen wie damit auch bösartigen Feminismus.

        • … damit reflektiere ich u.a. auch die Einschätzung von Erin Pizzey, die ich für außerordentlich integer halte. Sie kennt die Anfänge und auch viele der entscheidenden Personen.

          Und sie ruft uns Männer auf uns endlich zu engagieren und das nicht mehr zu ignorieren. Aber im Sinne wie ich es sinngemäß dargestellt habe …

          … und nicht sogar auch noch aus Machtinteresse oder Chauvinismus den Feminismus nutzend oder gar unterstützend.

          Was derzeit vielfach oder gar fast ausschließlich passiert. Diese Männer handeln teils auch aus der Perspektive heraus, wenn man die „schlechten“ nur drakonsich ausmerzt, dann … (Kimmel, das Pärchen Obama/Biden, Gesterkamp & Co, deutsche Parteien, … ).

          Alison Tiemann bezeichnet dieses sozial ätzend hintertreibende Verhalten, dass eine Mischung zwischen typischen instinktiven protektiven Schuldgefühl und Machogeplustere ist, als „The One Good Men“.

        • Dazu erst kürzlich innerhalb Erin Pizzey’s Revelations Gesprächsplattform ein Gespräch von ihr mit der kanadischen Senatorin Anne Cools, die bekannt dafür ist, dass sie auch gegen Feministen Rückgrat zeigt. In Kanada wie in Schweden herrscht praktisch Staatsfeminismus. Auch Cools ist wie viele andere Frauen, insbesondere Feministen dort in der Trudeau Aera ins Amt gekommen.

        • @ Christian

          Sorry, da war schon wieder so ein zusätzlicher Flag in der URL,
          vielleicht obigen Youtube Link entfernen oder diesen und obigen ohne das „Play all“ Flag einstellen.

        • @ Petpanther

          *Bis auf … und dies ist wichtig … bis auf die Realität, dass wir es mit einer mittlerweile auf allen politischen Ebenen und besonders gern mit angeblich hehren Zielen über die Superstrukturen kommend (UN, EU), da mehr oder weniger nicht wirklich sichtbar und Lobbyismus zugänglich, institutionalisierten eigennützig gegen alles Männliche genderrassistischen Bewegung zu tun haben.*

          Eine Bewegung, von der mittlerweile tausende, zehntausende Funktionär.I.nnen/Propagandist.I.nnen leben auf Kosten der Steuerzahler, der Gebührenzahler.

          Diese haben ein elementares materielles Interesse am Weiterführen der Hetze, am Ausbau des feministisch-femizentrischen Staatsapparates.

          Jede Behördenleiter.I.n (mehr Stellen > mehr Einfluss > mehr Macht), jede Journalist.I.n, die hoffen darf, via Quote Chefredakteur.I.n zu werden, jede Manager.I.n, die via Quote in den Vorstand aufsteigen will, jede Politiker.I.n, die via Quote Frauenförderung = Selbstförderung betreiben will usw.

          Ein umfassendes, die gesamte Gesellschaft in allen ihren Bereichen durchsetzendes System hat diese Bewegung sich geschaffen.

          Dem ist nur mit umfassendem Widerstand zu begegnen.

          Kündigt die Abos feministischer Propagadaorgane, kämpft gegen die „Rundfunksteuer“, schaut als Eltern von Söhnen dem feministisch-femizentrisch indoktrinierten Bildungssystem auf die Finger, das eure Söhne benachteiligt, stellt Lehrer.I.nnen zur Rede, Rektor.I.nnen, Kindergartenleiter.I.nnen, Schulrät.i.nnen.

          Schreibt an Eure Abgeordneten, schreibt Leserbriefe, wählt Feminist.I.nnen, wo immer möglich, ab.

          Das wird ein langer, mühsamer Kampf.

          Was in Jahrzehnten, staatsgefördert, elitengefördert, wachsen und sich ausbreiten konnte, ist nicht inerhalb weniger Jahre, gegen einen feministisch-femizentrisch gewordenen Staat, gegen feministisch-femizentrische Eliten, gegen massive, massenmediale Lügenpropaganda, zurückzudrängen.

          Daneben gilt: NICHT HEIRATEN, keine Kinder zeugen, solange Kinder genutzt werden können, Väter zu erpressen und in die Botmäßigkeit zu zwingen, solange auch noch die dysfunktionalste Frau unter Berufung auf ihr Frausein im Bündnis mit feministisch-femizentrischer Staatsmacht mittels des Druckmittels „Kinder“ als Kinderbesitzerin ihre Ansprüche gegenüber dem Mann und Vater ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen kann.

          Irgendwann wird es sich nicht mehr verheimlichen lassen, dass immer weniger Männer bereit sind, den Ehehampelmann zu spielen.

          Irgendwann wird auch der letzte Trottel bemerken, dass es schon lange Männer sind, die dafür sorgen, dass in diesem Lande in „modernen, progressiven“ Familien so wenige Kinder geboren werden.

          Irgendwann werden auch feministische Mütter fragen, warum ihre Töchter keine Enkelkinder gebären, warum ihre Enkelkinder bestenfalls zur Samenbank Papa sagen können.

          Sie alle werden fragen müssen: Wie können wir Männer als Väter und Ehemänner zurückgewinnen, was können wir verändern, um Männern das Engagement für diese Gesellschaft wieder attraktiv zu machen, ihren stillen Aus-und Rückzug zu verhindern.

          Wird diese Frage nicht gestellt, nun gut.

          Dann bricht dieses System eben zusammen.

          Denn es lebt von der Nichtemanzipation der Männer, ist NOTwendig darauf angewiesen, dass Männer klaglos funktionieren

          Denn es sind vor allem Männer, die das Sürplus erwirtschaften (gut 75 %, mindestens!), von dem der Betrieb hier existiert, von dem Gleichstellungsbeauftragte, Genderprofessor.I.nnen, Politiker.I.nnen, Aktenschubsen im quotierten ÖD, Journalist.I.nnen etc. bezahlt werden.

          Das kann jeder leisten:

        • @DMJ

          *Der Geschlechterkampf droht das Urvertrauen zu zerstören.*

          Der Geschlechterkampf ist ein Symptom eines tiefergehenden Problems, das Urvertrauen ist schon zerstört, darauf baute Feminismus überhaupt erst auf und konnte sein Patriarchat, die dunklen Zeiten der schröcklichen Frauenunterdrückung mit den ganzen unbelehrbar bösen Männern installieren.

          *Und wie ich immer wieder sage: Der Geschlechterkampf KANN ja nicht gewonnen werden bzw. nur in einem totalitären System enden.*

          Doch, bei einem Kampf den beide Parteien nicht überleben gewinnen Dritte. Allahuakbar.

          *Es muss daher nicht auf Kampf, sondern Versöhnung ausgerichtet werden;*

          Muss?
          „Müssen wollen“ ist das letzte mit dem du den Bürgern bald kommen kannst, die werden dann kein Bock mehr haben irgend was müssen zu wollen, Frauen wollen ja jetzt schon nicht das Glück, Talent und die Arbeit für eine glänzende Karriere haben müssen, die wollen es von den bösen Männern geschenkt. Mal sehen wie lange die Männer das noch müssen wollen. Allahuakbar.

          *die jeweils richtigen Punkte des anderen anerkennen, auf dass er die richtigen Punkte bei einem selbst anerkennt. – Danach, ob das möglich ist, muss man sich eben auch die Ansprechpartner aussuchen.*

          Das ist kein Urvertrauen, es ist das blasse Surrogat dafür, belegt dass das Urvertrauen futsch ist.
          An Naivität kaum zu übertreffen, scheitern garantiert.

          *Das verallgemeinernde Label Antifeminismus mag ein notwendiges Extrem gewesen sein, um die Diskussion anzustoßen, aber danach muss sie sich langsam in der Mitte einpendeln. Das wird sie aber nicht, solange beide Seiten versuchen, mit einem Höchstmaß an Schwung den anderen zu übertreffen.*

          Also das was als Antifeminismus angefangen hat muss zu seiner Besserung auf den etablierten Feminismus zugehen?
          Das wird der Antifeminismus vielleicht noch, nur ich schätze mal nicht so wie du das hier implizierst und der breit etablierte Feminismus zur Wahrung seiner Macht es sich wünscht.

          Du klingst wie ein Pressesprecher des neuen Frauen ..äh.. Piratenpostgenderministeriums der inneren Sicherheit und Genderkommunikation.

  8. In Übersee wird das Thema längst entsprechend behandelt in der nonfeminist-Bewegung, die sich im deutschsprachigen Raum als nicht-feministische Bewegung etabliert. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass weder der feministische noch der maskulistische Standpunkt zu einer Lösung und zu einem Ende des Geschlechterkampfes führen wird. Daher braucht es einen neuen Standpunkt, der ideologisch neutral ist und die STandpunkte aller Beteiligten zu berücksichtigen vermag. Dies ist der nicht-feministischen Standpunkt, denn die meisten Männer und Frauen würden sich wohl als nichtfeministisch bezeichnen. Gerade weil dem Feminismus die Schäfchen weglaufen, wird dieser ja immer radikaler und männerfeindlicher.

    Eine breite nichtfeministische Bewegung mit dem Ziel wieder zu vereinen, was zusammengehört, sehe ich als einzige realistische Möglichkeit, nachhaltig Partnerschaft und Familie zu bewahren und zum Wohle von Kindern und Gesellschaft zu wirken. Machen wir uns nichts vor, Männer mögen meistens Frauen und Frauen mögen meistens Männer und beide Seiten wollen eigentlich eine Gemeinschaft anstatt eines Geschlechterkrieges. Von diesem Standpunkt aus kann man weitergehen und eine positive, konstruktive Vision entwickeln.

    Die einzigen, die dagegen etwas haben könnten, dürften die zahlreichen Hasslesben sein, die sich im Feminismus eingenistet haben, um dort ihren primär aus sexueller Konkurrenz entspringenden Männerhass nachzugehen. Und einige unreife bis psychisch gestörte Frauen, die Verantwortung für sich, ihr Leben und ihr Handeln ablehnen, weshalb ihnen das herbeifantasierte „Patriarchat“ und ähnliche Wahnkonstrukte ein Ventil geben, ihren Frust auszukotzen, ohne auf sich selbst blicken und die eigene Verantwortung hinterfragen zu müssen. Als letzte Gruppe bleiben noch jene Frauen, die mit Feminismus zwar nichts am Hut haben, aber die von diesem verschafften Privilegien opportunistisch annehmen und deshalb keine eigene Kritik am Feminismus formulieren.

    • @maennerstreik

      „Eine breite nichtfeministische Bewegung mit dem Ziel wieder zu vereinen, was zusammengehört, sehe ich als einzige realistische Möglichkeit, nachhaltig Partnerschaft und Familie zu bewahren und zum Wohle von Kindern und Gesellschaft zu wirken. “

      „nichtfeminismus“, darunter kann sich nur niemand wirklich etwas vorstellen. Jedenfalls nichts über Kritik am Feminismus hinaus. Es hat keinen Bezug zu positiven Inhalten. Es ist insofern lediglich etwas positiver besetzt als „Antifeminismus“

      • Falsch. Genauso wie Atheismus schlicht die Abwesenheit von Religion ist, ist Nicht-Feminismus einfach die Abwesenheit von Feminismus und gerade kein Anti-Feminismus. Anti-Feminismus arbeitet sich am Feminismus ab, Nicht-Feminismus entwickelt einen eigenen, gemeinschaftlichen und konstruktiven Weg für alle.

        • @maennerstreik

          Was etwas ist richtet sich nicht danach, wie du es definiert, sondern was die Leute sich darunter vorstellen.

          Die Abwesenheit von Feminismus wird aus meiner Sicht nicht als Entwicklung eines eigenen, gemeinschaftlichen und konstruktiven Wegs verstanden werden. Schon weil der Feminismus eben anders verstanden wird als du ihn verstehst.

          • Aha. Was ist denn für Dich Feminismus? Humanismus? Dann denk mal nach ob Männer nicht auch Menschen sind. Alles, was am Feminismus gut ist, ist nicht originär feministisch und was originär feministisch ist, ist nicht gut. Niemand braucht Feminismus, um mögliche gute Anteile daran zu erhalten oder weiterzuentwickeln. Außer denen, die dadurch bequeme Professuren / Jobs und Fördergelder erhalten, natürlich.

          • @maennerstreik

            Was hat meine Definiton damit zu tun? Wichtig ist, wie man es in der Gesellschaft versteht. Und dort wird es sicherlich als Interessenvertretung für Frauen gesehen. Was du anführst wird dort wohl eher als überzogener Feminismus verstanden.

            „Nicht feminismus“ wird dann eben schnell als etwas verstanden, was ohne Interessenvertretung von Frauen passieren soll.

            „Alles, was am Feminismus gut ist, ist nicht originär feministisch“

            Wie gesagt, du kannst das definieren wie du willst, dadurch veränderst du aber nicht die Ansicht der Menschen darüber. Diese verstehen unter Feminismus erst einmal eine Richtung, die Benachteiligungen von Frauen abbauen will. Dies eben durchaus häufig überzogen, weswegen sich viele Leute nicht so bezeichnen wollen. Aber ich denke nicht, dass Feminismus an sich diese schlechte Wahrnehmung hat. Deswegen zieht es aus meiner Sicht nicht diese enge Definition des „nur bösen Feminismus“ als Grundlage zu nehmen

        • @ maennerstreik

          „Hintergrund ist die Erkenntnis, dass weder der feministische noch der maskulistische Standpunkt zu einer Lösung und zu einem Ende des Geschlechterkampfes führen wird. Daher braucht es einen neuen Standpunkt, der ideologisch neutral ist und die STandpunkte aller Beteiligten zu berücksichtigen vermag.“

          „Nicht-Feminismus entwickelt einen eigenen, gemeinschaftlichen und konstruktiven Weg für alle.“

          Nun ja, zur Entwicklung eines gemeinschaftlichen und konstruktiven Weges für alle wurde im linken Maskulismus das Konzept des „Integralen Antisexismus“ entwickelt.
          Dieses ist darauf angelegt die berechtigten Anliegen aller Geschlechter wissenschaftlich, theoretisch und politisch zu berücksichtigen, wendet sich gegen radikalfeministische wie radikalmaskulistische Positionen und lehnt außerdem rechte Hetzschriften wie die von Akif Pirincci konsequent ab.

          Ich persönlich zumindest, habe daher für „Nicht-Feminismus“, was auch immer das sein soll, keine Verwendung.

          • Leider haast Du nicht auf meinen Kommentar geantwortet, sondern nur Deine Feindbilder und Vorurteile präsentiert. Kann man so machen, sollte man aber nicht, wenn man inhaltlich diskutieren will. Willst anscheinend nicht, also spare ich mir eine weitere Antwort auf. Aber solange Maskulismus und Feminismus als Grenzen verlaufen, wird es den Kampf geben und eben keine Einigung oder Lösung, auch nicht unter vermeintlich toll und wichtig klingenden Begriffen.

        • @ leszek

          Die geistige Tristesse der Linken dokumentiert sich darin, dass sie über die Selbstdefinierung als „anti“ ehrlicherweise nie hinauskommt.

          Aber es ist schön, dass auch einem so belesenen und eloquenten Linken wie Dir die „anti“ Attitüde vollauf genügt.

          Intellektuelle Schlichtheit muss nicht wortkarg sein… 😉

          Die grenzübergreifende Gemeinschaft der „integrierten und/oder intergralen Antisexisten“ wird sicherlich genauso gedeihen und der Welt Erlösung bringen wie damals die „Internationale“ .

          Vorwärts immer, rückwärts nimmer…auch im Kinderschuhkarton.

        • @ Ratloser

          „Die geistige Tristesse der Linken dokumentiert sich darin, dass sie über die Selbstdefinierung als “anti” ehrlicherweise nie hinauskommt.“

          Doch – libertärer Sozialismus, linker Maskulismus – in meinem Fall.

          „Aber es ist schön, dass auch einem so belesenen und eloquenten Linken wie Dir die “anti” Attitüde vollauf genügt.“

          Sagt ausgerechnet der, der sich selbst als Antifeminist UND Antimaskulist bezeichnet.

          „Nicht-Feminismus“ würde von feministischer Seite – völlig unabhängig davon, was damit gemeint sein soll – als abgeschwächter Alternativbegriff zu Antifeminismus interpretiert werden und entsprechend würde die feministische Propaganda ausfallen. Im größten Teil des Mainstreams würde „Nicht-Feminismus“ als Verweigerung der Berücksichtigung frauenspezifischer Anliegen und Probleme interpretiert werden und daher abgelehnt werden.

          Wer glaubt, es gebe eine Chance unter diesem Label eine konstruktive, integrative Geschlechterpolitik in den Mainstream zu bringen, hat m.E. keine sehr realistischen Vorstellungen.
          Der Sinn dahinter, bei ohnehin begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen, Zeit und Energie zu verschwenden, für eine Sache, bei der von Vornherein klar ist, dass sie nicht funktionieren wird, erschließt sich mir nicht.

      • @ christian

        „“nichtfeminismus”, darunter kann sich nur niemand wirklich etwas vorstellen.“

        Doch!!!!

        Das Nichtsein dieser totalitären Ideologie wäre für Frauen wie Männer bereichernd. Ich kann mir darunter sehr viel Gutes vorstellen.

        Ich würde mich mal fragen, weshalb Du Dich so an der Daseinsberechtigung dieser Ideologie festbeisst.

        • @ratloser

          „Das Nichtsein dieser totalitären Ideologie wäre für Frauen wie Männer bereichernd“

          Das mag sein, aber es wird eben im Volksmund unter Feminismus nicht eine totalitäre Ideologie verstanden, sondern auch ein Feminismus, der sich allgemein und auf berechtigte für Frauenrechte einsetzt, auch wenn wir wissen, dass der akademisch kaum vorkommt

          „Ich würde mich mal fragen, weshalb Du Dich so an der Daseinsberechtigung dieser Ideologie festbeisst.“

          Es geht mir eher darum, dass der eigene Sprachgebrauch mit den allgemeinen Sprachgebrauch abgeglichen wird.

          Was meinst du denn antworten die meisten Bürger auf die Frage:

          „Sollte man Feminismus abschaffen?“

          Ich würde sagen so etwas wie „Nein, sicher übertreiben es da einige, aber auf die Rechte von Frauen zu achten ist heute immer noch wichtig“ oder etwas in der Art.

  9. Die oben ausgeführten Probleme sehe ich vollkommen ein. Ich sage nicht, dass eine Entspannungspolitik leicht, angenehm, im Einzelfall gerecht oder auch nur sicher ist. Wenn man fair spielt, wo eine unfair spielende Gegenseite schon Boden gemacht hat, muss man erstmal ordentlich einstecken, das ist mir vollkommen klar.

    Aber das ist halt das gleiche Problem, was man beim Kampf gegen den Terrorismus hat: Die Terroristen haben immer den Vorteil, dass sie foltern und morden können, wie es ihnen gefällt, aber wenn man nicht nur die Gegenseite, sondern wirklich die Guten sein will, muss man besser sein, als sie.

    Hier eben auch aus rein pragmatischen Gründen, denn ich sehe einfach keinen anderen Weg, wie die verfahrene Situation gebessert werden kann. Wie Borat schon sagte: Wir können uns gegenseitig fertigmachen und dann Dritten das Feld überlassen, die gegen die Werte beider Seiten sind… aber das ist nicht wirklich eine befriedigende Lösung.

    Wie gesagt, auch ich meine, dass den Extremistinnen kein Fußbreit Boden gewährt werden darf!
    Gegen die muss man natürlich vorgehen, wo man kann, ihr Unrecht aufzeigen, wo immer es möglich ist und alle legale Möglichkeiten in Bewegung setzen, sie an noch mehr Machtausbreitung zu hindern. Aber bei all dem dürfen wir nicht die Gemäßigten als Kollateralschaden hinnehmen. Wir brauchen sie als Verbündete.

    Christian sagte es schon: In der Allgemeinheit wird der Feminismus nicht nach den gruseligen Früchten beurteilt, die wir betrachten. Entsprechend muss man hier gerade die Unterscheidung vorantreiben, dass den Frauen, die sich nicht so sehr damit beschäftigt haben, bewusst ist, dass unter dem Label ganz verschiedenes firmiert. Wenn man aber nur aus allen Rohren darauf ballert, werden Außenstehende glauben, man schieße ebenso auf die Teile, denen nichts vorzuwerfen ist und dann steht man selbst als der Schurke da.
    Idealismus und Pragmatismus führen hier meines Erachtens zum gleichen Ergebnis: Der Überwindung von sich bekämpfenden Feminismus- und Maskulismuslagern zugunsten eines allgemeinen Antisexismus‘.

    • Dass du hier so sehr auf die „kämpfenden“ Lager anspielst legt mir den Verdacht nahe dass du zu sehr darunter leidest, empfindlich davon betroffen bist.

      Wir haben seit 40-100 Jahren den kalten Geschlechterkrieg. Da hat
      sich viel Hass angestaut, vielleicht wird er noch heiß.

      Für die indirekt unter dem Feminismus (seinen Symptomen) leidende Masse ist ein möglichst blutiger Kampf ja wohl eher ein Vorteil, sie nimmt dadurch kaum Schaden, hat Spektakel aber ihr Leiden ist so schneller vorüber als dass es nur etwas nivelliert wird aber dafür noch länger weitergeht.

      Ich sehe Geschlechterkämpfen der extremen Lager mit Spannung entgegen, es zeichnet sich ja schon ab dass damit gut Geld verdient werden kann.

      Andererseits dämpft das hohe Alter der Geschlechter (Frauen sind in DE 47 Jahre im Schnitt) meine Hoffnungen auf allzu großes Spektakel.

  10. Ich denke, man sollte es mit der „Scheiße“ nicht übertreiben! Arne Hoffmann berichtet aktuell von Sympathisantinnen mit dem durchgeknalltem Elliot: http://genderama.blogspot.de/2014/05/geht-doch-nach-massenmord-beginnen.html

    Was sagt das denn nun über den Zustand einer Gesellschaft – und seiner Medien aus? Wenn man tiefer gräbt; sehr viel, denke ich!

    Da müssen sich nicht Männer abgrenzen – sondern Frauen sollten mal langsam damit anfangen, sich Gedanken über ihre eigene Psyche und Präferenzen Gedanken zu machen! Und nun viel Spaß beim Niedertheoritisieren meiner Meinung, welche ich durchaus konstruktiv meine.

    Euch allen einen schönen Vatertag (die Welt schrieb heute einen halbwegs guten Beitrag dazu) und im November ist ja wieder Weltmännertag …

    Gute Nacht @All

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