Die Minimierung von Männerleiden bzw. die Umwandlung in Frauenleiden

Ein interessanter Artikel greift das Phänomen auf, dass häufig versucht wird, Probleme von Männern deswegen als etwas darzustellen, was man als Gesellschaft lösen muss, weil sie auch Frau betreffen:

Perhaps the biggest issue men face is the constant reframing of their suffering by society.  Reframing takes the pain men suffer and redirects it to women.  This is a consequent of misandry and is perpetuated by men and women subconsciously and by feminism – by way of design

Well how exactly is that done?  Here are some examples:

  • A boy being abused is bad, because he will grow up to be an abuser.  This is especially the case if a female is the predator.
  • False rape accusations are bad because it discredits women who are legitimately raped
  • Men who die in war is bad because it creates widows
  • Prostate cancer is bad because his wife will have to go through the experience….and if the man dies she will be a widow

Das dritte Beispiel ist das bekannte Zitat von Hillary Clinton, und es ist in der Tat erstaunlich, dass es zu solchen Umformungen kommt. Denn es zeigt, dass männliches Leiden gerne ausgeblendet wird oder für sich nicht als ausreichend angesehen wird, um eine Änderung damit zu rechtfertigen.

Über den Schlenker hin zu einem Leiden der Frau wird dann aus der Angelegenheit etwas, was man vertreten darf, was schutzwürdig ist und bei dem es anscheinend gar nicht so auffällt, wenn man das männliche Leiden minimiert und die Auswirkungen auf die Frauen hervorhebt.

Das in dem Artikel dann beschriebene Beispiel ist eines, indem ein autistischer Junge von zwei Mädchen gequält wird, getreten und mit Messer an der Kehle zu Sex mit einem Tier gezwungen wird etc.

Ein Bericht, geschrieben von der Feministin Hanna Rosin, geht es dann darum, dass der Junge sie danach immer noch als Freund ansieht. Dann wird die Mutter des Jungen interviewt, die sich Sorgen macht, dass man ihr vorwerfen wird, dass sie auf den behinderten Jungen nicht genug aufgepasst hat. Darauf, wie furchbar es für den Jungen gewesen sein muss, wird nicht eingegangen. Dabei ist er als behinderter Junge ja sogar noch in einer durchaus schutzwürdigeren Kategorie.

Als weiteren Fall könnte man vielleicht die 200 entführten Mädchen ansehen, die zwangsverheiratet werden sollen (was schlimm ist und verhindert werden sollte), was eine große „Bring back the girls“-Kampagne auslöste, während das frühere Massaker der gleichen Gruppe an 59 Jungs kaum ein Medienecho erzeugte. 

Es passt insoweit gut zu der von Warren Farrell aufgestellten Theorie des „entsorgbaren Mannes“ bzw. dem Umstand, dass Frauenleiden eher Aufmerksamkeit und Schutz hervorruft als das von Männern

Eggs are expensive, sperm is cheap

Auch hier zeigt sich die weite Wirkung dieses Prinzips.

71 Gedanken zu “Die Minimierung von Männerleiden bzw. die Umwandlung in Frauenleiden

  1. Genau darüber mache ich mir auch Gedanken, ich fasse es aber noch weiter und ziehe es auf die gesellschaftliche Ebene. Über die art und weise wie wir in der Gesellschaft Diskurse führen, und das nicht nur über das genderthema. Mal schauen, vielleicht mache ich auch einen Blog auf, wenn es die Zeit ermöglicht..

  2. „…(was schlimm ist und verhindert werden sollte)…“

    Wirklich?
    Den Zusatz braucht es?
    Hier?

    Schlimm. Einfach schlimm.

    Ich dachte, wenigstens auf diesem Blog könnten wir uns einig sein, dass jemand, der dir Misogynie vorwirft, nur weil du Selbstverständlichkeiten nicht noch mal extra betonst, eine ausgemachte Pfeife ist.

    So aber führt dieser eine Beisatz den gesamten Beitrag ad absurdum.

    Du zählst lauter Sachen auf, die Männern passieren, aber nur bei dem, der Mädchen passiert ist, musst du beteuern, wie schlimm das ist.

    Seufz.

    • @me

      Die Muster sind eingeschliffen..wie auf einer Schallplatte…und genau diese Diskrepanz zwischen den Worten und dem althergebrachten defensiven Habitus macht aus Männern Pudel, die auch viele Nichtfeministinnen wenig beeindruckend finden.

      Das „Mimimi“, das „Männerrechtlern“ von Feministinnen hämisch vorgeworfen wird, kommt ja ehrlicherweise nicht von ungefähr.

    • @me

      „Ich dachte, wenigstens auf diesem Blog könnten wir uns einig sein, dass jemand, der dir Misogynie vorwirft, nur weil du Selbstverständlichkeiten nicht noch mal extra betonst, eine ausgemachte Pfeife ist.“

      Ich denke es wird deutlich, dass ich die anderen Punkte auch schlimm finde. Ich habe es bezüglich der Mädchen noch einmal ausdrücklich hinzugefügt, weil ich Diskussionen darüber, wie ich das meine, müde geworden bin.
      Vielleicht hat das in der Tat etwas mit dem im Artikel angesprochenen Kontext zu tun, dass man bei Frauenleiden nicht in den Ruf geraten darf, dass man diese nicht ernst nimmt. Andererseits sehe ich nicht, dass ich im Gegenzug männliches Leid kleiner mache oder in weibliches Leid umdeute: Verschleppt und zwangsverheiratet zu werden ist ja nun in der Tat nicht ohne.

      • “Vielleicht hat das in der Tat etwas mit dem im Artikel angesprochenen Kontext zu tun, dass man bei Frauenleiden nicht in den Ruf geraten darf, dass man diese nicht ernst nimmt.”

        Außerdem wird Männern, die sich geschlechterpolitisch äußern, regelmäßig und routiniert unterstellt, sie würden eigentlich nur feministische Einseitigkeiten aus männlicher Perspektive widerholen (siehe “Tussikratie”) – gern übrigens von Feministinnen selbst, die ihre eigene Einseitigkeit dann selbstverständlich gar nicht wahrnehmen (wieso auch, schließlich sind Sachlichkeit und Differenzierungsvermögen ja auch Ausdruck von Privilegien http://aplusplusranting.wordpress.com/2013/11/10/sachlichkeit-ist-ein-privileg/ ).

        Wir sind in der Geschlechterpolitik so sehr an Einseitigkeiten und an pauschale Empathieverweigerungen gewöhnt, nehmen das so sehr als “Normalität” wahr, dass es sehr wohl sinnvoll ist, es klar zu signalisieren, wenn man diese Einseitigkeiten nicht mitmacht bzw. mit umgekehrten Vorzeichen nachbaut.

        Diese Einseitigkeit übrigens ist auch der Hintergrund für das “Mimimi” – es unterstellt ja Männern, dass sie jammernd nur an sich denken würden, verteidigt dabei aber eine Situation, in der Frauen nur an sich denken müssen. Auch bei der Mimimi-Beschämungstaktik fantasieren Feministinnen in Männer ihr eigenes Verhalten hinein.

      • „Verschleppt und zwangsverheiratet zu werden ist ja nun in der Tat nicht ohne.“
        Im Vergleich zum Verbrannt-werden?

        Es geht mir ja auch nicht darum, WARUM du das Gefühl hattest, das schreiben zu müssen. Ich staune darüber, DASS du – selbst hier – das Gefühl hattest.

        Denn damit beißt sich die Schlange in den Schwanz.

    • Die Kritik ist überzogen. Prinzipiell ist das zwar ein richtiger Punkt in Debatten, Stichwort Gleichberechtigungsneurose. Aber Christian ist halt ein ganz Jovialer. Daraus kannst du ihm keinen Vorwurf machen, da er das Männerleid ebenfalls ausdrücklich berücksichtigt.

      Christians Rhetorik nervt dich vielleicht, ist aber hilfreich für naive Leute, die noch gehirngewaschen sind und für allerlei andere, denen Feminismuskritik völlig fremd ist.

      Ich verzichte auf solche Einschübe eigentlich auch vollständig und freue mich regelrecht an der Paranoia, auf die man trifft, wenn man sich nicht ganz tausendfach als links-alternativ und sonstwie korrekt positioniert.

      Daran kann man eben schön sehen, wie krank unsere Gesellschaft ist. Immer schön übermäßig von allem „Bösen“ abgrenzen. Oder besser: Die Gesellschaft ist so neurotisch, daß sie sofort allerlei Blödsinn phantasiert, wenn man sich nicht alleruntertänigst distanziert und tausendmal klarstellt, daß man nicht homophob, frauenfeindlich und islamophob ist.

      Für mich ist das immer ein schöner Spaß, eben keine expliziten Beruhigungen und Dementis anzubringen, die ich sowieso nicht machen muß. Wenn die jeweiligen Debatten nicht so neurotisch aufgeladen wären…

  3. Ein Beispiel von gestern. Galileo auf pro sieben, funda arbeitet in der Gepäckabfertigung auf dem Frankfurter Flughafen, ein Knochenjob. Manneranteil 100 Prozent. Seit kurzem gibt es ein Hilfsmittel um die Koffer aus den Flugzeugcontainer auf das Paketband zu befördern, eine Art ansauger der durch Unterdruck, die Koffer ansagt. Dadurch muss man nicht das volle Gewicht heben. Und natürlich ist man sich nicht zu fein, darauf hinzuweisen, dass mit diesem Gerät endlich diese Arbeit auch für Frauen möglich ist. Das dieses Gerät wohlmöglich entwickelt wurde, damit die männlichen Angestellten nicht mit 55 aufgrund von rückenleiden frühverrentet werden wird nicht erwähnt. Bei Männer wird selbstausbeutung erwartet, Frauen muss man es schön machen. Wenn die Feministen mit einem recht haben, Sprache konstituiert unser Denken.

    • @ teardown

      *Bei Männer wird selbstausbeutung erwartet, Frauen muss man es schön machen. Wenn die Feministen mit einem recht haben, Sprache konstituiert unser Denken.*

      Das, was hier wirkt, ist der Sprache vorgelagert, ist älter als Sprache. Sprache bildet nur ab, was unsere Instinkte „wissen“ – eben Spermien sind leicht herzustellen, zahlreich, billig – Eier sind aufwändiger, seltener, teurer, das war schon lange vor Sprache und bewusstem Verhalten so.

      Für einen Frühmenschenclan war der Verlust fast aller Frauen gleichbedeutend mit dem Ende seiner Existenz, denn eine Frau kann im Jahr nur 1 Kind produzieren, egal ob sie mit 1 oder 15 Männern schläft.

      1 Mann dagegen, der mit 15 Frauen schläft, kann u.U. 14 Männer als Erzeuger ersetzen > Männer sind auf dieser ganz existenziellen Ebene entbehrlicher, leichter ersetzbar als Frauen. Das prägt unsere Instinktdispositionen.

      Kriege mit Frauen wären allein deshalb schon nicht führbar, weil eine Gesellschaft den Tod von Frauen viel schwerer erträgt als den von Männern.

      Wären im 1. WK jede Woche zehntausende junger Frauen verreckt, der Krieg hätte keine 4 Jahre gedauert, weil Männer und Frauen den Tod von Söhnen leichter verschmerzen – instinktiv! – als den von Töchtern.

      In diesem Sinne werden Frauen mehr geliebt – Männer mehr geachtet.

      Jedenfalls war das vor dem Feminismus so.

      Heute werden Männer nicht einmal mehr geachtet, aber immer noch mit den härteren Pflichten/Aufgaben belastet, während Frauen noch immer mehr geliebt/umsorgt/geschützt werden.

      Da jedoch Männer (im Schnitt) dieses Umsorgt-Werden der Frauen erarbeiten/sicher stellen/subventionieren müssen, INDEM sie die härteren Pflichten schultern, ist diese Gesellschaft sehr endlich, denn Männer übernehmen die härteren Pflichten ja nur, wenn sie belohnt werden – etwa durch ein Mehr an Achtung.

      Bleibt das, bleibt die besondere Belohnung für besondere Leistung aus, wächst die Demotivation.

      Das wird sich auch nie egalisieren lassen, aber man sollte sich die unbewussten Instinktregungen, die für diese Ungleichheit sorgen, wenigstens bewusst machen, um fähig zu sein, bewusst dagegen anzuarbeiten.

      Und am Ende müssten dann Frauen selbst die härteren Pflichten schultern.

      Wobei nicht nur die Frage ist, ob sie es überhaupt wollen (natürlich nicht, wer will das schon), sondern ob sie das NOTwendige überhaupt in gleichem Maße leisten können.

      Für ideologische Egalitaristen, die glauben, es gäbe eigentlich keine Unterschiede zwischen Mann und Frau in kognitiver/emotionaler/motivationaler Hinsicht jenseits der körperlichen Unterschiede, die also glauben, gegen jede empirische Evidenz, Männer und Frauen seien im Grunde austauschbar, stellt sich nicht einmal die Frage.

      Sie meinen, man müsse nur ein bißchen umsozialisieren, dann könne man aus Männern schon Frauen und aus Frauen Männer machen.

      Natürlich kann man das nicht.

      Unabhängig von jeder Sozialisation wird sich ein Stier anders verhalten als eine Kuh, ein Hengst anders als eine Stute.

      Aber unsere pseudoaufgeklärten Egalitaristen, die so lautstark Darwin im Munde führen, wenn es gilt, hinterwäldlerische religiöse Fundamentalisten/Kreationisten lächerlich zu machen, sind nicht aufgeklärt genug, ihr eigenes, meist linkes Hinterwäldlertum zu erkennen, ihren linken Kreationismus.

      Aufgrund unseres prinzipiellen Säugetiercharakters kann eine Egalisierung also nie zu 100 % gelingen, aber Auswüchse kann man abmildern.

      Durch Bewusstmachung der zugrundliegenden fraglosen Handlungsprämissen die unbemerkten Handlungsmuster/Selbstverständlichkeiten sichtbar machen und ein wenig dagegen anarbeiten.

      Und jeder Mann kann sich verweigern, kann es ablehnen, bei ungenügender Belohnung für Frauen/Gesellschaft die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

      Dazu muss man Männern heute erst einmal mitteilen, wie sehr diese Gesellschaft nach wie vor von ihnen abhängt (ca. 75 % des Steueraufkommen werden von Männern erarbeitet z.B.).

      Man gewinnt ja den Eindruck, gesellschaftsweit lebten Männer auf Kosten der Frauen.

      Es ist aber umgekehrt und feministische Propaganda konnte das bisher nur verschleiern, nicht aber ändern (weniger als 5 % der Erfindungen werden von Frauen gemacht, heute, nicht im Jahre 1900 – eine weitere Kennziffer, 95 % der Arbeitsunfalltoten sind Männer usw.)

      Auch in kriegen werden Männer (Zivilisten!) sehr viel härter behandelt als Frauen.

      Frauen werden häufiger vergewaltigt, Männer häufiger umgebracht (auch die Masse der getöteten Zivilisten in Kriegen ist männlich!).

      Frauen werden milder versklavt (Hausarbeit – Männer Steinbruch).

      Oder gar geheiratet, während besiegte Männer kaum von den Frauen des Siegervolkes geheiratet werden usw.

      Das Muster ist also sehr, sehr alt, durchdringend und nicht von Sprache konstruiert, sondern älter als jede Sprache.

      • @ roslin

        Die Entführung der nigerianischen Schülerinnen durch die islamische Sekte Boko Haram ist doch prototypisch für die evolutionär unterschiedliche Bedeutung von Ei und Sperma.:

        Frauen werden der eigenen Gruppe übereignet . Männer werden ermordet.

        Das ist auch der Grund, warum die Verheiratung einer nichtmuslimischen Frau mit einem muslimischen Mann aus muslimischer Sicht eine Gewinnsituation (Erweiterung des Eier-Pools), die Verheiratung einer muslimischen Frau mit einem nichtmuslimischen Mann aber ein absolutes NoGo darstellt (Verkleinerung des Eierpools).

      • Das, was hier wirkt, ist der Sprache vorgelagert, ist älter als Sprache. Sprache bildet nur ab, was unsere Instinkte “wissen” – eben Spermien sind leicht herzustellen, zahlreich, billig – Eier sind aufwändiger, seltener, teurer, das war schon lange vor Sprache und bewusstem Verhalten so.

        Für einen Frühmenschenclan war der Verlust fast aller Frauen gleichbedeutend mit dem Ende seiner Existenz, denn eine Frau kann im Jahr nur 1 Kind produzieren, egal ob sie mit 1 oder 15 Männern schläft.

        Und was ist jetzt die Quitessenz aus Deinem Befund? Eine Emanzipationsbewegung der Männer ist nicht möglich, weil sie gegen Instinktdispositionen agieren müsste. Alles, was der Mann realistischerweise anstreben sollte ist, Anerkennung für seine Aufopferung zum Wohle der Frauen einzufordern.

        Wären wir in der Französischen Revolution, wärst Du Defätist und Konterrevolutionär einer der ersten unter der Guillotine. Das wäre im geschichtlichen Kontext der FR eine vertretbare Strafe für derlei zersetzende Agitation. Im Hier und Heute würde mir ein Disziplinarverfahren genügen.

        • Das nennt man Determinismus, Peter ^^

          Und es ist halt wackelig. Denn man müsste eigentlich genau nachweisen, welches Bauteil im Gehirn genau solche Urteile über den Wert des Lebens von Frauen und Männern steuert. Man müsste dann auch den Steuerungsmechanismus angeben können. Nur dann kann man diese These der Instinktdisposition wirklich als unbestreitbares Wissen behaupten. Bis dahin wird man sich damit zufrieden geben müssen, dass man lediglich Indizien interpretiert.

          Bis dahin ist es legitim, das Gegenteil zu behaupten, dass eben nicht Spermien – und Eizellenproduktion die menschlichen Moralvorstellungen prägt.

          Ein Indiz dafür ist ja, dass wir solche Ungleichgewichtigkeit von Männer – und Frauenleiden kritisieren können. Unser Gehirn wie auch unser Gerechtigkeitsempfinden weigern sich, die Höherwertigkeit der Frau als gegeben hinzunehmen. Hier sind also biologisch grundierte Strukturen – ZNS und Emotionen – in der Lage, von der vermeintlich strikten Prägung abzuweichen. Roslin nennt das einen Irrtum. Aber wie ist der dann möglich, wo doch eigentlich die Biologie so stark auf unser Denken durchgreifen soll?

          Nicht zuletzt sind wir in der Lage, die vom Gehirn produzierten „Abweichungen“ von der vermeintlich biologisch fixierten Norm in Strukturen umzusetzen, etwa in Gesetze. Und erzähle mir jetzt bitte keiner, dass unsere Gesetze sich allein der Evolution verdanken. Das wäre der Lacher schlechthin, vor allem, wenn man sich mal das deutsche Steuerrecht anschaut ^^.

        • @ Peter

          *Und was ist jetzt die Quitessenz aus Deinem Befund? *

          Dass GLEICHSTELLUNG nicht zu erwarten ist. Man also nicht enttäuscht sein soll, wenn es dazu nicht kommt, man nicht nach Schuldigen suchen soll, wenn es dazu nicht kommt.

          Da aber der Mensch von seinen Instinktdispositiionen nicht DETERMINIERT wird, sondern nur disponiert, ist es möglich durch kulturelle Verstärkung die natürlich gebahnten Verhaltenstendenzen anzutreiben oder zu dämpfen durch kultuelle „Entmutigung“, also durch Gegenwirken. Nur ist es anstrengender, gegen natürlich gebahntes Verhalten anzuarbeiten, also gegen den untergründigen Instinktstrom anzurudern als mit ihm.

          Verstärken fällt somit leichter als Abmildern.

          Männliche Emanzipation wird darum ein Berg-auf-Angriff.

          Während der Feminismus bergab stürmen konnte unter Ausnutzung der männlichen/weiblichen Dispositionen („Frauen muss mann helfen/schützen!“).

        • @ LoMi

          SäugeTIERE werden in ihrem Verhalten von Instinkten gesteuert.

          Der Mensch verfügt noch über all die Hirnteile, mit denen Säugetiere ihre Instinkte verwalten, in denen sie diese „verwalten“.

          Nichts deutet darauf hin, dass sie stummgeschaltet sind, dass sie überflüssig sind oder plötzlich ihre Funktion gewechselt hätten.

          Sie sind nur von der Großhirnrinde, in der unser bewusses Wollen „verwaltet“ wird, noch stärker überformt, gerade auch anatomisch, als das bei weniger hoch entwickelten Tieren der Fall ist.

          Es ist daher vernünftig, anzunehmen, dass hierin der dem Menschen gegebene höhere Freiheitsgrad gegenüber seinen Instinkten begründet liegt, dass diese aber nach wie vor als Unterströmung unser Verhalten mitbestimmen, uns bestimmtes Handeln ad hoc plausibler erscheinen lassen als anderes.

          WIR KÖNNEN ABER ANDERS, WENN WIR BEWUSST WOLLEN.

          Nur ist dazu Bewusstwerdung nötig und anstrengend ist es auch.

          Es fühlt sich nicht so selbstverständlich an, es hakt und schleift mehr, geht nicht so geräuschlos glatt über die Bühne wie Handeln im Einklang mit dem Instinktstrom.

          Natürlich ist das hypothetisch, denn empirisch gesichertes Wissen setzte ethisch nicht verantwortbare Menschenversuche voraus.

          Aber die Ähnlichkeiten zwischen tierischem und menschlichem Verhalten sind zu frappierend, der Mensch ist gerade auch anatomisch zu sehr Säugetier, um diese Hypothesen nicht sehr plausibel zu machen.

          Hätten wir keine Instinkte mehr, wären die Hirnteile, in denen sie verwaltet wurden, sehr wahrscheinlich ab- oder, falls einer neuen Zweckbestimmung unterliegend, umgebaut worden.

          Wurden sie aber nicht.

          Sie sind noch an Ort und Stelle, sehen fast noch so aus wie bei unseren tierischen Verwandten und sollen plötzlich ganz anders funktionieren?

          Oder überhaupt nicht mehr?

          Und das angesichts zahlreicher Verhaltensparallelen zwischen Tier und Mensch?

          Sehr unwahrscheinlich.

        • @Lomi
          >Und erzähle mir jetzt bitte keiner, dass unsere Gesetze sich allein der Evolution verdanken. Das wäre der Lacher schlechthin, vor allem, wenn man sich mal das deutsche Steuerrecht anschaut ^^.

          Endlich mal es unwiderlegbares Argument. ;-).
          Ich habe auch manchmal den Eindruck, dass übersehen wird, dass komplexe Systeme eine Eigendynamik der Ausdifferenzierung zeigen, bei der Phänomen und Regelkreise entstehen, die sich mitnichten alle so einfach aus basaleren Grundfunktionen ableiten lassen.

        • „Alles, was der Mann realistischerweise anstreben sollte ist, Anerkennung für seine Aufopferung zum Wohle der Frauen einzufordern.“

          Ich wäre mit der Umsetzung dieses Minimalziels schon sehr, sehr zufrieden.

      • Vielen Dank roslin. Ich versuche mich gegen deine Ausführungen zu wehren, weil die Anerkennung derselben mir Bauchschmerzen bereitet. Ich war nie ein großer feminist, stand jedoch frauenanliegen grundsätzlich offen gegenüber. Seit dem #Aufschrei und insb. Seit von der leyens Aktion in der CDU bzgl. Frauenquote hat sich meine Meinung grundlegend geändert, seit dem ich diese vitale blogosphäre (genderama, alles Evolution, nuklearsprengkopf ect.) Entdeckt habe, fühle ich mich wie neu geboren. Feminismus macht mir nun keine Kopfschmerzen mehr, sondern Wut. Und fast jedentag werde ich mit neuem feminismusmüll konfrontiert. Wie konnte es dazu kommen?

  4. Einer solchen Rhetorik bediene ich mich auch gerne.

    Zum Einen kann man damit Geschlechterpolitik leicht in einen Widerspruch zu feministischen oder frauenfreundlichen Gedanken setzen. Etwa: „Frau v.d.Leyen, wenn Sie Soldaten in den Mali schicken, dann denken Sie bitte an deren Frauen“ (womit ich ihr ja auch unterstelle, dass sie an Männer eh nicht denkt). Oder: „Wäre man gegen Boko Haram schon vorgegangen, als sie nur Jungs ermordeten, dann wäre den Mädchen vielleicht nichts passiert“. Auch hier wird der latente Vorwurf, nicht an Jungs zu denken, kombiniert mit dem Hinweis, eine rein mädchenfokussierte Politik schade auch den Mädchen.

    Gewissermaßen führt eine solche Argumentation die derzeitige Ausrichtung der Genderpolitik ein Stückweit ad absurdum.

    Zum Anderen liegt das vielleicht auch an der von mir selbst immer wieder beklagten unterentwickelten (aberzogenen?) Fähigkeit von uns Männern, uns mit der Gruppe „Männer“ zu identifizieren und für diese einzutreten. Das kann in der Tat mit dem expensive-egg-cheap-sperm Prinzip zu tun haben.

    Ein drittes ist vielleicht der Versuch, weibliche Verbündete zu finden. So nach dem Motto: Gemäßigte Maskulisten und vernünftige Frauen wollen doch über weite Strecken das gleiche. Also lasst uns uns zusammentun, denn die Mächtigen der Gendermafia nutzen euch normalen Frauen genauso wenig wie uns normalen Männern.

    Grüßle, Radfahrer

    • „Einer solchen Rhetorik bediene ich mich auch gerne.“

      Ich hab noch nicht verstanden, warum diese Art Rethorik mehr oder was anderes macht, als die gegenwärtige Sicht zu bestärken?

      Warum kann v.d.Leyen nicht einfach denken: „Stimmt.“ Warum sollte ihr was auffallen und sie innerlich rot werden?

      • Elmar,

        das ist einfach ein praktischer Kniff, sozusagen Realpolitik.

        Freilich ist er wenig überzeugend, weil er Männerleiden nur als abgeleitetes Phänomen zulässt. Ich wäre da eher für eine „aggressivere“ Rhetorik auf der Basis universeller Menschenrechte. Ich meine auch, dass diese erfolgreich sein kann. Die Beschneidungsdebatte hat zumindest gezeigt, dass eine Kritik auf Basis der Menschenrechte viele Leute überzeugen kann.

      • Elmar,

        Warum kann v.d.Leyen nicht einfach denken: “Stimmt.” Warum sollte ihr was auffallen und sie innerlich rot werden?

        Meiner Ausführung liegt die unbewiesene Annahme zu Grunde, dass es eine Welt außerhalb der Filterbubbles gibt. Genau diese versuche ich mit derlei Rhetorik zu erreichen. Frau v.d.Leyen sitzt in ihrer eigenen Filterbubble und wird gewiss nicht wegen meiner Rhetorik rot: sie hat schlicht noch nie etwas von mir gelesen.

        Die Annahme ist, dass es Menschen gibt, die frauenbewegt, aber nicht völlig vernagelt und damit für solche Argumente zugänglich sind. Solche erreicht man vielleicht, indem man eben auch frauenfreundlich argumentiert. Das Schöne ist: es stimmt halt auch, dass einseitige Frauenfokussierung den Frauen schadet.

        Wenn ich allerdings nur auf dieser Schiene argumentiere, mache ich den selben Fehler und bin einseitig frauenfokussiert. LoMi, ich stimme Dir zu, am Ende muss es um universelle Menschenrechte gehen. Meiner Meinung nach kann man widerspruchsfrei zweigleisig argumentieren („Frau von der Leyen, wenn Sie deutsche Männer nach Mali schicken, gefährden Sie das Leben von Menschen, nur weil sie Männer sind. Und denken Sie auch an deren Frauen …“).

        Grüßle, Radfahrer

        • Radfahrer,

          natürlich hat Dein rhetorischer Kniff etwas für sich, weil er deutlich macht, dass die Überbewertung des Frauenleidens Zusammenhänge zerschneidet. Denn richtig, die Männer unbedacht in den Krieg zu schicken, schafft ja nach dieser Sichtweise neues Frauenleiden. Genau auf den Punkt machst Du damit aufmerksam. Die Vermeidung von Frauenleiden ist damit nichts als ein Bluff, wenn sie verkennt, dass Frauen und Männer vielfältig miteinander in Beziehung stehen. Insofern finde ich Deine Rhetorik vielleicht doch gar nicht so verkehrt.

  5. @ christian

    „Als weiteren Fall könnte man vielleicht die 200 entführten Mädchen ansehen, die zwangsverheiratet werden sollen (was schlimm ist und verhindert werden sollte), was eine große “Bring back the girls”-Kampagne auslöste, während das frühere Massaker der gleichen Gruppe an 59 Jungs kaum ein Medienecho erzeugte. “

    Moralisch wesentlich trüber finde ich den Umstand, dass sich keiner über die etwa 2500 (!) massakrierten Christen beiderlei Geschlechts in Nigeria aufzuregen scheint, die die Jihadisten von Boko Haram alleine dieses Jahr (!) schon auf dem Gewissen haben.

    Es gibt auch in anderen Kategorien „gute“ und „schlechte“ Opfer. Das ist nichts geschlechtsspezifisches….

    • @ ratloser

      Dann müsste man sich ja auch mit den unschönen Teilen des Korans/des Lebens Mohammeds auseinandersetzen, der ja mit seinem Leben ein Vorbild für Muslime darstellt wie Jesus für Christen.

      Was macht man mit einem Heerführer, der seine Gegner massakrieren ließ – nachdem sie militärisch besieggt waren, der Gefangene foltern ließ, der die Frauen der Massakrierten (natürlich wurden nur die Männer von Mohammed und seinen Anhängern getötet) an seine treuen Anhänger/wichtigen Mitarbeiter verschenkte – als Sklavinnen, natürlich auch als Sexsklavinnen, Mohammed hatte selbst welche.

      Inwieweit sind solche „Vorbildhandlungen“ Mohammeds heute noch vorbildlich für Moslems?

      Auf diese Teile von Mohammeds Leben berufen sich aber diejenigen, die morden/vergewaltigen/erobern/rauben/plündern wollen.

      Und Ungläubige zu töten/ihre Frauen zu vergewaltigen – das ist für sie mit Mohammeds Vorbild zu rechtfertigen.

      Mit Jesus wäre das etwas schwieriger zu bewerkstelligen.

      Aber selbst das ist ja mitunter gelungen.

      • „Aber selbst das ist ja mitunter gelungen.“

        Es gelingt immer noch ganz hervorragend. Man denke nur an George Bush jr. Man denke an die Inquisition. Mitunter kommt mich das Gefühl an, die Kirche habe nichts von Jesus und dem Neuen Testament verstanden. Kein Pfarrer hätte je Kanonen segnen dürfen, hätte er diesen Teil der Bibel ernstgenommen. Haben sie aber, auch noch im 20. Jahrhundert, nach all der Aufklärung.

        • Ach herrjeh, mit diesem Buch kann man doch eh alles begründen und rechtfertigen. Wetten,dass ich ein Jesus-Zitat finde, mit dem ich problemlos Gewalt sanktionieren könnte?

          Ach, hier haben wir schon eines:
          „Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“ (Mt 10:34-35)

        • @ LoMi

          *Man denke an die Inquisition. *

          Die Inquisition war nach heutigen Maßstäben eines demokratischen Rechtsstaates schlimm, nach mittelalterlichen Maßstäben aber eine Humanisierung/Zivilisierung des rechtlichen Unterdrückungssystemes.

          Das populäre Bild von Inquisition ist von protestantischen Autoren geprägt (legenda negra), die sich im Krieg mit kSpanien befanden (Niederländer, Engländer) und im Rahmen ihrer Kriegspropaganda die Inquistion schwarz in schwarz malten.

          Das gerade Engländer auch später zu den Siegern der Geschichte gehörten, hat sich dieses Legendenbild der schrecklichen Inquisition bis heute gehalten, auch kräftig untertützt von den Revolutionären des 18. Jhdts., die als Bürgerliche wiederum als Sieger ihre Geschichtsmythen durchsetzen konnten.

          Die Inquistion ist nicht vergleichbar mit dem Morden moderner Geheimpolizeien (Nazis, Stalinisten, Maoisten), nicht einmal mit dem Morden der Jakobiner in Paris geschweige denn in der Vendée.

        • Leyenda negra natürlich.

          Immerhin versuchte die BBC, das von Engländern im 16./17./18./19. Jhdt. – und dann auch von US-Amerikanern gepflegte Bild von der Inquisition richtig zu stellen, 1994:

        • Roslin

          „Das populäre Bild von Inquisition ist von protestantischen Autoren geprägt“

          Soso. Es gibt auch katholisch geprägte Autoren, z.B. Spanier, die die Inquisition dennoch schrecklich finden.

          Es ist auch erstmal ziemlich egal, ob es im Kontext der damaligen Zeit ein zivilisatorischer Fortschritt war: Die Inquisition hat grausam gefoltert. Im Neuen Testament steht davon nix. Da steht: „Was Du dem geringsten meiner Brüder angetan hast, hast Du mir angetan“. Dafür gibt es keine Einschränkung und Jesus erlaubt in keiner Weise die Anwendung von Gewalt, formuliert keine Ausnahmen. Im Gegenteil, er verwirft solche Regelungen des mosaischen Gesetzes. Eine Inquisition hätte es so deshalb nie geben dürfen, wäre es nach dem NT gegangen. Insofern hat die Kirche mit diesem Gewaltapparat ihre eigene Lehre gründlich verraten. Dafür gibt es nur ein historisches Pardon (die Zeit, ihre Bedingungen usw.), aber gemessen an den moralischen Maßstäben der Religion kann es kein moralisches Verzeihen geben.

        • @ LoMi

          * Im Neuen Testament steht davon nix. Da steht: “Was Du dem geringsten meiner Brüder angetan hast, hast Du mir angetan”. *

          Da steht auch:

          *„Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dir Anstoß gibt, so hau ihn ab und wirf ihn von dir.

          Und wenn dein Auge dir Anstoß gibt, so reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, einäugig in das Leben einzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden“

          Schon recht gewalttätig.

          Gut, das richtet sich nun gegen sich selbst, nicht gegen andere.

          Aber Jesus hat auch die Händler aus dem Tempel gepeitscht, laut NT.

          Er hat kein Sit-In veranstaltet, nein, er hat sie hinausgeprügelt.

          Natürlich, er war kein Massenmörder wie Mohammed, kein Heerführer, der Angriffskriege führte.

        • @ LoMi

          *Mitunter kommt mich das Gefühl an, die Kirche habe nichts von Jesus und dem Neuen Testament verstanden. Kein Pfarrer hätte je Kanonen segnen dürfen, hätte er diesen Teil der Bibel ernstgenommen. Haben sie aber, auch noch im 20. Jahrhundert, nach all der Aufklärung.*

          Und da fragt man sich natürlich: Nach welcher Aufklärung?

          Die, die das Maschinengewehr erfand, das Giftgas, das industrialisierte Menschenschlachten, die Wasserstoffbombe?

          So viel Aufklärung ist ja gar nicht.

          Auch die Aufklärung hat es mit dem Säugetier Mensch zu tun, wie die Kirche auch.

          Innherhalb der „Aufklärung“ wie innerhalb der Kirche.

          Sogar innerhalb Jesu selbst, der ja als Gott WAHRER Mensch geworden war, also Säugetier.

          Oder meinethalben Mohammed.

        • @ Schweizerpeter

          Ja, aber diese Behandlung, die die Aufnahmen mit versteckter Kamera zeigen, mussten in Wahrheit nur Schweizer Protestanten fürchten.

          Die schworen zwar rasch ab, das war nicht das Problem.

          Aber bis die verrieten, wo sie ihre Goldbarren bunkerten – Du meine Güte!

          Denk jetzt bloß nicht, die Inquisition sei geldgierig gewesen.

          Sie musste jedoch auf ihre Kosten kommen (Personal, Sachmittel, Holz), sonst hätte sie nicht so lange arbeiten können.

  6. Karen Straughan ist der Meinung, dass das größte Problem der Männer von heute das Gender Empathy Gap ist und ich finde da hat sie nicht unrecht.

    Den dritten Punkt hat sich übrigens auch Frau Barbara Lochbihler, die Generalsekretärin von amnesty international, das zu eigen gemacht:

    “Zwar haben unter der zerstörerischen Gewalt in Kriegen und bewaffneten Konflikten Frauen wie Männer zu leiden. Dennoch sind Frauen und Kinder überproportional von bewaffneten Konflikten betroffen und stellen die große Mehrheit der Opfer. Sie erleiden (sexuelle) Gewalt und Folter, Vergewaltigungen, Massenvergewaltigungen, erzwungene Schwangerschaften, sexuelle Sklaverei, erzwungene Prostitution und Menschenhandel. Dadurch sind sie besonders von übertragbaren Krankheiten bedroht, vor allem von HIV/AIDS. ”

    http://www.glow-boell.de/media/de/txt_rubrik_2/Rede_Barbara_Lochbihler_BSK_Gruene_26112007.pdf

    Weiß nicht ob die der nächste US-Präsidentin einfach nachgeplappert hat oder ob sie diese Einsicht selbst zustande bekam.

    Bis sich diese Einstellung in den Köpfen der Menschen wenigstens etwas lockert, wird wohl noch viel Zeit vergehen. Bis dahin wird aber wahrscheinlich auch weiterhin von Femiziden gesprochen auch wenn 90% der Toten Männer waren. Die Zahlen sind vielleicht einfach zu hoch, so dass man lieber mit den niedrigeren Zahl der Frauen rechnet…

    • @ Matze

      *Dennoch sind Frauen und Kinder überproportional von bewaffneten Konflikten betroffen und stellen die große Mehrheit der Opfer. *

      Was schlicht falsch ist, sachlich-faktisch falsch.

      Aber typisch.

      • Ich denke zu dieser schiefen Wahrnehmung tragen zwei Punkte bei:
        Erstens, dass sich sowohl Männer als auch Frauen mehr für Frauen interessieren.
        Zweitens, dass Männer im Krieg nicht nur die hauptsächlichen Opfer, sondern auch die hauptsächlichen Täter sind.

        • „sondern auch die hauptsächlichen Täter sind.“

          Deswegen wird den Jungen auch nicht geholfen, da die später ja Kindersoldaten werden. Mein Ei hat gerade eine Henne gelegt…

        • „Zweitens, dass Männer im Krieg nicht nur die hauptsächlichen Opfer, sondern auch die hauptsächlichen Täter sind.“

          Unbestreitbar.
          Freilich operiert der Feminismus dann mit einer schlichten Macht-Theorie. Er ignoriert, dass eine Armee ein Zwangssystem ist. Dann unterstellt er gerne, dass das Morden eben den Männern entgegenkommt als etwas, wobei sie auch Lust empfinden. Ein so kompliziertes Gefüge wie ein Staat und seine Armee vermag der Feminismus nicht zu entwirren und er kann sich nicht in den Soldaten und dessen Handlungszwänge hineinversetzen. Vielmehr nimmt der Feminismus an, dass der Soldat mit gewisser „Freiwilligkeit“ mordet. Würde es dem Manne nicht gefallen, würde er ja dagegen protestieren. Aber gerade das ist nun eben nicht so einfach.

          • Es ist nicht so einfach, aber gerade mit Verweis auf Frauen prügeln sich Männer doch recht gerne. Früher war es üblich, dass zum Mannsein auch eine zünftige Wirtshausschlägerei gehört.

            Und wie werden Kriege begründet: Damit dass man Frauen und Kinder vor dem Feind schützen muss. Für die Aussicht auf die Zuneigung von Frauen lassen sich Männer recht einfach motivieren.

            Im Übrigen ist Gewalt bei Männern durchaus sexy. Frauen stehen drauf und auch schwule Männer könne sich der Faszination eines durchsetzungsstarken Machos (mit dem man Gewalttätigkeit recht einfach assoziieren kann) nicht entziehen.

            Der gewalttätige Mann, der andere Männer umnietet beweist seine Sperma-Qualität. Deshalb werden Frauen regelmäßig feucht, wenn mal wieder ein Serienkiller zugeschlagen hat.

        • @ Adrian

          *Der gewalttätige Mann, der andere Männer umnietet beweist seine Sperma-Qualität. Deshalb werden Frauen regelmäßig feucht, wenn mal wieder ein Serienkiller zugeschlagen hat.*

          Es ist seit altersher bekannt, dass ca. 5 – 10 % der Männer Gewalt genießen, durch den Testosteronkick (u./od. auch noch andere Mechanismen) regelrecht in einen Rauschzustand geraten, der so sehr triggert, dass selbst das Risiko eigener schwerer Verletzungen bis hin zum Tod, sie nicht davon abhält, solche Situationen aufzusuchen, in denen Gewalt ausgeübt werden kann (Fußballhooligans z.B.).

          Das sind aber nicht die Männer, sondern nur eine kleine Minderheit, max. 10 %.

          Es gibt auch Frauen, die Gewaltekstasen genießen, wenn auch sehr viel weniger als Männer (vielleicht 1-3 % der Frauen, die, da obendrein meist schwächer, auch weniger Schaden anrichten können).

          Diese 10 % sind aber andererseits so viele, dass sie eine Gefahr darstellen, gegen die auch eigentlich friedliebende Männer u.U. gewalttätig vorgehen müssen, d.h., auch diese müssen sich, u.U. in organisierter Form, darauf vorbereiten, sich gegen organisierte Gewalttätige zu verteidigen.

          10 % von sagen wir 5 Mio. Männern im kampffähigen Alter sind immerhin 500000.

          Wenn ich davon nur wiederum 10 % organisiere und fanatisiere, habe ich 50000 Kämpfer, mit denen sich allerhand anfangen lässt.

          Große Heere des Mittelalters waren kaum halb so groß.

        • Klar gibt es hier und da Freude an der Gewalt. Dennoch kann man wohl davon ausgehen, dass das Zwangssystem und die Schrecken des Krieges hier ganz andere Motivationen schaffen, die mit der ursprünglichen Wirtshausschlägerei nichts mehr zu tun haben.
          Man wird zur Armee eingezogen. Im Kriegsfall ist Desertion ein Fall fürs Kriegsgericht und endet meist mit der Todesstrafe. In der Armee wird der Einzelne daraufhin abgerichtet, Befehlen zu gehorchen. Befehle werden im Zweifel mit drastischen Strafen durchgesetzt. Da bleibt dann wenig Spielraum, um einer individuellen Moral zu folgen. Und das ist eben das Problem, dass der Feminismus oder jede naive Theorie des Zusammenhangs von Männlichkeit und Gewalt übersieht. Obwohl der Feminismus permanent von Macht redet, hat er einfach kein stimmiges Verständnis von ihr.

          Dabei sind die Dinge teilweise ganz einfach nachzuvollziehen. Die Dynamik des Kampfes erzeugt Hass, schon aus der Bedrohungslage heraus. Gerade im Krieg gibt es nun einmal keine Lösung jenseits der Gewalt für diese Situationen. Man kann den Kampf nicht schlichten lassen. Es gibt keine übergeordnete Kraft, die die Streitenden trennt.

          Schließlich bin ich mir ziemlich sicher, dass der Krieg entweder durch die unglaubliche Brutalität jede Faszination der Gewalt zerstört oder sie zu einem psychopathologischem Problem verfestigt. Den Krieg verlässt man für gewöhnlich traumatisiert.

        • @Adrian
          >Ich denke zu dieser schiefen Wahrnehmung tragen zwei Punkte bei: …

          Und wie wäre es mit einem dritten Mechanismus:
          Tote sieht man nicht täglich. Die lassen sich leichter abhaken als abgeschlossene Geschichte. Was noch lebt, ist eher Gegenstand der Erzählungen.

        • @ ratloser

          *Der Anteil gewalt”freudiger” Männer ist innerhalb verschiedener genetischer Gruppierungen unterschiedlich. Er schwankt so zwischen 0.5 % und knapp 20 %.
          Eine Korrelation besteht zum Vorhandensein eines sogenannten “Low MAOA Genotype”*

          Ja, klar – VORSICHT: RASSISMUS!

          Meine Angaben bezogen sich auf europäische Verhältnisse (von altersher – schon zur Römerzeit fiel das einigen auf).

          Die O,5 % finden sich dann eher in Nordostasien, die 20 % eher in Afrika südlich der Sahara.

          Obwohl mir die Schwankungsbreite etwas zu deftig erscheint.

          Ich glaube nicht, dass der Anteil spontan gewalttätiger, gewaltgenießender Männer so hoch ist in Afrika (deutlich höher als unter Weißen und erst recht als unter Han-Chinesen, das ja) und ich glaube auch nicht, dass er unter Han-Chinesen so gering ist (deutlich geringer als unter Weißen/Farbigen, das ja).

        • @ roslin

          Die neurobiologische Delinquenzforschung unterliegt noch weitaus mehr Tabuisierung und Diffamierung durch das geisteswissenschaftliche juste milieu als die IQ-Forschung.

          Die Verteidigungslinie bezüglich der MAOA-Genvarianten ist insbesondere:

          die meisten MAOA-low´s werden nicht auffällig

          Das stimmt, aber schon bei der undifferenzierten Untersuchung und Gegenüberstellung verschiedener MAOA-lows ( die dtl. häufigere 3-repeat und die seltenere 2-repeat MAOA-Variante zusammengefasst) und MAOA-highs sieht man eine signifikante Ungleichverteilung in Sachen Delinquenz und auch ethnischer Zugehörigkeit.

          Vergleicht man aber die spezielle 2-repeat MAOA-low Variante mit den MAOA-highs, dann nimmt die Ungleichverteilung drastisch zu.

          Das MAOA-Gen ist übrigens auf dem x-Chromosom beheimatet und kann beim Vorliegen einer „unvorteilhaften“ Allel-Variante zwar bei Frauen, nicht aber bei Männern kompensiert werden (da diese nur ein Allel besitzen)

          http://theunsilencedscience.blogspot.de/2012/12/scientists-rediscover-violence-gene.html

          http://theunsilencedscience.blogspot.de/2011/03/racial-controversy-of-violent-gene.html

    • „Dadurch sind sie besonders von übertragbaren Krankheiten bedroht, vor allem von HIV/AIDS.”

      Dabei sind Männer doch viel häufiger mit HIV infiziert, oder nicht? Zumindest in der westlichen Welt ist das so.
      In einer depressiven Stunde hat ein Freund von mir mal behauptet, dass, wenn Aids hauptsächlich ein Hetero-Problem (zumindest im Westen wäre), es dann schon schon längst einen Impfstoff gäbe. Ich habe gekontert, das habe nichts mit schwul und hetero, eher mit männlich und weiblich zu tun. Es sei nicht zu weit hergeholt, dass wenn Aids im Westen eine Krankheit wäre, von der vornehmlich Frauen betroffen wäre, die Forschung hierzu besser finanziert wäre. Außerdem hätten wir es mit einer weltweiten Kampagne zu tun, welche diesen „schleichenden Genozid an Frauen anprangern würde. Aber so.

      Das klingt im nüchternen Zusatnd natürlich alles nach einer veritablen Verschörunsgtheorie, Es passt aber zu dem Umstand, dass Frauen in Führungspositionen für wichtiger gehalten werden, als Männer auf der Straße.

      • Wobei HIV durchaus eine recht privilegierte Krankheit ist, vergleicht man die Ausgaben für Forschung, Behandlung und Präventionskampagnen mal mit verbreiteteren oder tödlicheren Krankheiten.

        Gerade im Westen hat der Hype um Aids oft alberne Züge.
        Sowohl Durchseuchungsrate, Ansteckungsrisiko als auch Folgen werden massiv überschätzt.

        Für junge Heteros die sich von Krankheitsherden wie Sextourismus, Drogen- und Rotlichtmilieu fern halten, ist die Übertragungsgefahr insbesondere bei vaginalem GV nahe Null, trotzdem wird man von gerade auf Jugendliche abzielenden Kampagnen überhäuft.

        Die Übertragungsrate selbst eines HIV-erkrankten auf einen Gesunden bei Heterosex beträgt gerade mal 1:1000.
        Wer sich heute als Westler infiziert, hat bei rechtzeitiger Behandlung wohl eine annähernd normale Lebenserwartung. HIV ist längst eine chronische, keine tödliche Krankheit.

        Ich wage schon seit längerem die These, dass in D mehr Heteros unter HIV-bezogenen Zwangserkrankungen leiden (und dieses Leiden ist unvorstellbar größer!), als es überhaupt Infizierte gibt.
        Ein weiterer Effekt der Panikmache, die vor allem bei den 70er-Jahrgängen durch Mark und Bein spürbar ist, ist das echt heftige Stigma, das für HIV-Positive oft zum Wegbrechen des halben sozialen Netzes führt und dazu, dass Leute glauben ihnen nicht die Hand geben oder die selbe Luft atmen zu können.

        Just sayin.

  7. was eine große “Bring back the girls”-Kampagne auslöste

    Das Interessante an der „Bring back the girls“-Kampagne ist ja, dass sie sich der gleichen psychologischen Mechanismen bedient, die die Entführer zu ihrer Tat gebracht haben.

    Denn: Es wird ja nicht gesagt „I’ll bring back the girls, just wait“, sondern ein nicht näher spezifizierter Adressat wird dazu aufgerufen.

    Und wer ist dieser magische Adressat? Boko Haram? Wohl kaum, die hören jeden tag live ein „bitte bring mich zurück“ bzw „bitte ermorde mich nicht“ und es ist ihnen egal.

    Wohl eher sind es die „eigenen“ Männer, deren Job es ist, dafür zu sorgen, dass Frauen nichts passiert. Schließlich müssen Männer Frauen ja beschützen, das ist deren Job. Und eine sichere Umgebung für sie aufzubauen, einen „Safe Space“, in dem sie keine Angst haben müssen. Und sie vor schlechten Einflüssen beschützen wie beispielsweise Büchern… ne, Moment, das war nicht das gewünschte Maß an Sexismus. Eeeetwas weniger… perfekt. Willkommen im Westen 😉

    • Das ist korrekt. „Bring back the Girls“ heisst eben auch : „Männer, löst dieses Problem, egal, wenn einige von euch dabei sterben oder verstümmelt werden, sonst überhäufen wir euch mit Scham“. Das ist so automatisch impliziert, dass es gar keiner mehr aussprechen muss. Wenn es irgendwo gefährlich wird, dann sind fixe Rollenverteilungen und sozialer Druck plötzlich ganz okay und genehm.

      Wo sind denn die ganzen weiblichen Spezialkommandos, die gegen muslimische Fundamentalisten vorgehen und diese 200 wieder in Sicherheit bringen?

  8. „Das dritte Beispiel ist das bekannte Zitat von Hillary Clinton, und es ist in der Tat erstaunlich, dass es zu solchen Umformungen kommt.“

    Ich frage mich, ob die Lewinsky-Geschichte hierbei Hillarys Meinung beeinflusst hat. Wobei, einerseits, andererseits…

    Jedenfalls redet die von Männern bzw. davon, dass Frauen Männer durch Krieg verlieren und damit die wahren Kriegsopfer sind ungefähr so, als wären Männer nur die Haustiere von den Frauen.

    Der Bauer hat Viehverluste und ist deshalb benachteiligt. Bzw. XY hat seinen Hund verloren und ist deshalb arm dran…

    …übel!

    • Bei Clinton ist’s wohl die klassische Alte mit dem Nudelholz. Wie so einer Präsident werden konnte … sie offenbar frigide Geschlechtsrassistin und erst nach außen Feministenmachoschmock, der Frauen dann real verachtend behandelt.

      Solche passen ganz gut zusammen.

      Die heutige Bilderbuch“familie“.

      Ach ja war da neben dem Harum Skandal (obwohl ne Menge Boys massakriert wurden bewusst als ungefährlich eingestuft) nicht auch noch die Ukraine Geschichte und NSA. Alles Geschichten in der Hillary Clinton entscheidende Rollen spielte.

      Die Frau ist unehrlich, machtversessen, tyrannisch und schert sich einen Dreck um Menschen – eine typische eigensuchtsschwangere Radikalfeministin, die wohl auch ihre eine Familie malträtiert.

      • @ddbz

        Wellesley College – liberal Arts, women only, Member of Seven Sister Colleges

        Eine typische Hochburg von feministischen Geschlechtsrassiten & radikalfeministischen Supremasist Denken. Recht elitär aus dem zweckentfremdeten DV Fraud Topf gesponsort.

        Aus dieser Richtung scheint die Macht der Clintons und überhaupt heutzutage kulturmarxistischen Liberals zu kommen. Siehe auch Obama und Byden (VAWA, parallele männerfeindliche Femegerichtsbarkeit im Bildungswesen etc.)

        • Da gibs irgendwo ein Machtkreis dieser Art. Bill Clinton und Barack Obama erscheinen da fast als Marionetten. Andienliche männliche Feministen.

          Auch die eigenartige ideologische Präsenz der Figur Kimmel darin.

          Ist ja bei uns schon ähnlich. VdL und Co. Maas als Speichellecker. Rosenbrock etc.
          Auf EU Ebene die alte mit den rotbraun gefärbten Haaren. Süßmut, etc.

          Überall wo Korruption und Lichtscheu bei hehrer lobbyistischer Anliegenspose (Equality und sonstige selfi-gutmenscheigensucht etc.)auffällt ist die feministische Hintertreibungsexpertise mit im Spiel.

          Macht auch Sinn. Save Spaces stehen außerhalb von Gesetz und Zugriff. Unantastbar, weil für Frauen.

        • @ Petpanther

          „Aus dieser Richtung scheint die Macht der Clintons und überhaupt heutzutage kulturmarxistischen Liberals zu kommen.“

          Tatsächlich, Petpanther?

          Ich werde die „kulturmarxistische“ Liberals (was für ein Begriff) dann mal nach Kräften unterstützen und Typen wie dich bekämpfen.

        • @Leszek

          Das wissen wir doch. Du möchtest alle Nichtmarxisten überzeugen oder platt machen.

          Alles jenseits davon wahrscheinlich schon dunkeldunkelbraun.

          Dabei sind wir doch für ein alle dürfen sein. Eher beruhigendes blau.

          Durch eine rotgefärbte Brille wird das wohl tatsächlich so eine Art schwarzbraun.

          Wenn das blau nur dunkel genug ist. Das rot auch.

        • @ petpanther

          „Das wissen wir doch. Du möchtest alle Nichtmarxisten überzeugen oder platt machen.“

          Nein, ich bin selber Nicht-Marxist.
          Ich bekämpfe menschenfeindliche Ideologien, auch marxistische übrigens. Freiheitliche und humanistische marxistische Strömungen werden von mir hingegen verteidigt.

          „Alles jenseits davon wahrscheinlich schon dunkeldunkelbraun (…)“

          Du möchtest dich jetzt aber nicht ernsthaft als tolerant und gemäßigt darstellen, oder?

        • @ petpanther

          Der Leszek wird gleich noch seine lächerliche Breivik-Keule gegen Dich aus seinem linken Säckchen holen.

          Meine Frage zu Clinton ist, ob die Frauenuni dmals schon feminstisch verseucht war.

          @ Lesek

          Taleranz und Meinungsfreiheit sind auch nicht so Dein Ding? Zumindest hast Du bei dem Kulturmarxismus immer gerne Schaum vorm Mund. Diese Aufregung wegen etwas was es nicht gibt? Und Clintonfreund bist Du auch noch?

          Zumindest ist die Clinton kein Menschenfreund. Oder besser eine Feministin, die Frauen zu Hauptopfern macht, weil sie als Soldatenwitven ja noch leben! Das ist also der Humanismus, den Du verteidigst …

      • @Leszek

        Dann sollten wir uns verstehen.

        Ideologisches sämtlicher Art ist mir zuwider.

        Ich bin da ein bischen in preußisch-humanistischer Tradition. Eigentlich zu eunfach.
        Du brauchst ja Kategorien. Und Stereotype.

        Tradition mag ich. Zugehörigkeit und Kultur auch. Gibt Identität. Braucht jeder.

        Akzeptanz von anderen auch. Aber nicht als Einbahnstrasse.

        • @ petpanther

          „Dann sollten wir uns verstehen.“

          Warum betreibst du dann Lügen- und Dämonisierungspropaganda?

          Für Linke in der Tradition der Kritischen Theorie, die sich heutzutage übrigens keinesfalls notwendigerweise als marxistisch verstehen, ist Feminismus in der Regel KEIN Schwerpunktthema. War es auch nie.
          Sie sind nicht feministischer als andere linke Strömungen, schon gar nicht vertreten sie einen extremen männerfeindlichen Radikalfeminismus. Hate Speech gegen Männer wirst du selbst bei den wenigen in dieser Theorietradition, die sich tatsächlich mit feministischen Themen beschäftigen, nicht finden.
          Die Analyse und Kritik des neoliberalen Kapitalismus und der Konsumgesellschaft und deren Einflusses auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche und ähnliche soziologische Themen sind das Schwerpunktthema zeitgenössischer Vertreter der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Damit befassen sich die meisten ihrer Schriften.
          Dass Feminismus in dieser Theorietradition nur als Nebenthema auftaucht, wird ihnen von feministischer Seite hin und wieder übrigens vorgeworfen.

          So wirft beispiesweise die feministische Autorin Ursula Meyer in ihrem (in philosophischer Hinsicht übrigens durchaus kenntnisreichen) Buch „Das Bild der Frau in der Philosophie“ der Frankfurter Schule ausdrücklich Ignoranz gegenüber dem Feminismus vor:

          „Dass es im Rahmen der Existenzphilosophie vor allem Simone de Beauvoir ist, die sich über das Frauenbild Gedanken macht, kann vielleicht noch mit der mangelnden Präsenz des Themas legitimiert werden. Aber spätestens bei den Philosophen der Frankfurter Schule muss man es Ignoranz nennen.“

          (Ursula I. Meyer – Das Bild der Frau in der Philosophie, S. 245)

        • @petpanther

          Der Leszek will es einfach nicht wahrhaben, daß die Linken ohne Feminismus ja schon fast nicht atmen können. Es gibt doch keine Linke Partei die ohne Feminismus und Genda deherkommt. Selbst seine geliebten Anarchisten sind voll auf dem Femitrip.

          Aber was sage ich, Du hast es ja selber schon gemerkt.

        • @ ddbz

          „Selbst seine geliebten Anarchisten sind voll auf dem Femitrip.“

          Kommt drauf an.
          Es stimmt, dass Einflüsse des Mainstream-Feminismus auch an Teilen der anarchistischen Bewegung nicht spurlos vorbei gegangen sind.
          Es gibt aber auch Anarchisten, die nicht den Mainstream-Feminismus bejahen, sondern die klassische frauenrechtliche
          Tradition des Anarchismus, die nicht männerfeindlich war und m.E. potentiell bestens mit dem linken Maskulismus kompatibel ist.
          Immerhin wird meine Genossin Emma Goldman ja sogar in Arne Hoffmanns aktuellem Buch zitiert.
          Außerdem lehnen anarchistische Feministinnen oft Frauenquoten ab.

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