„Thin Privilege“ – Welchen Unterschied Schönheit macht

Eine Anhängerin der Privilegientheorie hat plötzlich Privilegien, und zwar „Dünnen-Privilegien“. Sie hat stark abgenommen und die Umwelt nimmt sie anders wahr.
Hier einmal ihre körperliche Veränderung:

Frau von Dick zu dünn

Frau von Dick zu dünn

Sie sieht auf meiner Sicht wesentlich besser aus. Das obere rechte Bild dürfte ihren dicksten Zustand wiedergeben, das untere rechte ihren dünnsten Zutstand.

Was daraus folgte beschreibt sie hier:

At the age of 29 I had already traveled the world, successfully pursued several degrees in Women’s Studies, was in the process of developing a meaningful career, married the love of my life, and had three beautiful daughters. Yes, I was obese –morbidly obese according to the doctors’ charts – but I had never let my weight stop me from pursuing my dreams. In fact, my weight was part of who I was and had been part of my journey up until that point. I have always believed that beauty can be found in all sizes and spent many enjoyable hours styling my plus-sized self.

My weight eventually settled at 125 pounds – a size 2 – with what one of my doctors unprofessionally referred to as a “Barbie body.” But it wasn’t just my appearance that changed. My entire life began to change as well.

Around the time the weight settled, we moved several states away and I began a new life as a thin person. My speaking and teaching career began to take off with flying colors. Suddenly I was much “better” at a career that I had already been in for over 15 years. I began to notice an acceptance and approval in people’s eyes that hadn’t been there before. And wouldn’t you know? My trip leader reviews on the next trip I led to Israel – only 18 months post-op – showed drastic and remarkable improvement.

After having spent the first 30 years of my life working on my own self-esteem to try to be the most fabulous plus sized lady I could be, now as a thin person I began to discover the cold truth of obesity discrimination. I’d been good, but I’d never been “the best” because I was fat. The more I succeeded in my new body the more I wondered how often I had not succeeded in my old one. How many opportunities had I missed because of my weight? How often had my weight really held me back? As an adult, the only life I’d known had been as an obese person, so I had no idea how badly I was being treated and judged until I was given the chance to “pass over” to the other side. Now strangers smile at me more on the street, grocery clerks call me “sweetie” and “honey,” even my student reviews and classroom registration numbers have drastically changed. Just this past spring semester my “Biblical Hebrew 2” class held the highest registration on record at my university for a second semester of this very niche subject.

I am no longer invisible or ignorable. When I step on stage or in front of a microphone and smile at the audience as my Speech 101 teacher taught me to do so many years ago, I can feel a difference: I’ve already won over the crowd before I begin to speak. It wasn’t so long ago that I had to work hard to win over my audiences and it was a challenge that I loved; slowly drawing in the audience with my wit, personal stories, and knowledge of complex subject matter. I still work hard to engage my audiences and students as I always have. It’s the only “me” that I know how to be. But I’m still consistently amazed by the instant approval that I feel from my audience as I watch them give me the once over. Thin is instantly acceptable, fat needs to prove itself. I’ve always been a woman with a lot to say, but now everyone appears to be more interested in listening.

Another drastic change was in the way I was treated by healthcare professionals. As a morbidly obese woman, any sort of doctor’s appointment created several weeks’ worth of anxiety, mostly at the thought of being weighed and the resulting fat shaming and insulting conversation that was sure to follow. Oh really? At 5”4 I’m not supposed to be 265 pounds? I had no idea! I have had doctors sneer at me, call me lazy, roll their eyes at my explanations for my obesity, and more. Worst of all, I have had some doctors use my vulnerability and desperation to lose weight to try to convince me to shell out hundreds of dollars for their special weight loss “supplements.” Since the gastric bypass, doctors have given me nothing but warm congratulatory smiles at my continued weight loss success. You are such an inspiration! Good for you!

I’m intrigued, but as a professor of Women’s Studies I am also disgusted and bear tremendous guilt at what opportunities “thin privilege” has opened up for me. Worst of all, I’m not even sure that our society is conscious of the discrimination that is inflicted on obese individuals every single day. It’s no coincidence that so many people become involved in the “size acceptance” movement after successful weight loss surgeries. The only way to change what is commonly referred to as “the last acceptable form of discrimination” is through exposure, education, and self- love. Weight loss surgery may not for everyone, but size acceptance is.

Der Text enthält einiges interessantes:

  • Die hohe Bedeutung eines guten Partnerwerts auf die Bewertung eines Menschen: Hübsche Menschen schneiden in allen Bereichen besser ab, werden besser bewertet, erscheinen sympathischer und selbst in einem sehr Umfeld wie „Biblisches Hebräisch“ kann man damit Punkte machen. Diese Wertung ist relativ unlogisch, ihr biblisches Hebräisch wird nicht besser geworden sein, aber sie passt gut zu unseren evolvierten Kriterien, die eben gerade in diesem Bereich bei Frauen auf Schönheit abstellen. (Zu Schlankheit als Schönheitsideal und deren mögliche biologische Hintergründe: 1, 2, 3, 4, 5)
  • Das macht deutlich, welche unterbewußten Prozesse hier ablaufen: Wir bewerten Leute gerade nach solchen Kriterien wie etwa Schönheit und übertragen das auch auf andere Bereiche, ohne das dies in der heutigen Gesellschaft wirklich Sinn machen muss. In den für unsere Evolution interessanten Zeiten hingegen kann das anders gewesen sein: Gerade schöne Frauen locken mächtige Männer an und stehen üblicherweise auch hoch in der weiblichen Hierarchie. Das alles sind gute Gründe dafür, sich mit ihnen gut zu stellen.
  • Sie ist „Angeekelt“ und fühlt „eine enorme Schuld“, weil sie ihre Privilegien nutzt und die Gelegenheiten annimmt. Ich sehe erst einmal wenig Bemühungen ihrerseits, ihre Privilegien wirklich zu hinterfragen. Sie geht nicht etwa zur Universitätsleitung und lässt sich dort einen „Dünnheitsbonus“ abziehen, damit dickere Konkurrenten im Verhältnis fairer bewertet werden. Statt dessen scheint sie – wobei wir da ja nur ein Photo haben – eher figurbetonte Kleidung zu tragen
  • Dennoch zieht sie aus meiner Sicht die falschen Schlüsse: Ihre Meinung muss richtig sein, alle anderen sind ignorante Fat-Diskriminierer.
  • Es wäre interessant, ob sie selbst dünne Leute nun auch anders einschätzt.
  • Trotz all ihrer Mühen und trotz des Umstandes, dass sie als Woman Studies Professorin auf viele Leute getroffen sein sollte, die ebenfalls die Grundprinzipien der Fat-Akzeptanz kennen, hat sie diese gewaltigen Unterschiede erfahren.

 

32 Gedanken zu “„Thin Privilege“ – Welchen Unterschied Schönheit macht

  1. Es ist einfach dumm zu glauben, man könne alles Unterbewusste bewusst machen und damit überwinden. Niemand kann das kontinuierlich tun. Es ist ein Kardinalfehler dieser Bewegungen, dies für möglich zu halten und auf dieser Unmöglichkeit basierende „Lösungen“ zu erarbeiten.

  2. „Professorin für Woman’s Studies“ — wie useless kann man sein? o.O
    Zu ihrem „Problem“: Sie kann das ganz leicht lösen: einfach wieder umoperieren und wieder anfangen zu fressen. ^^

    • @ m

      Das ist das Problem bei chirurgischen Lösungen (Magenbypass). Die „hungrige“ Psyche bleibt hungrig.

      Die Störung, die zum Fressen motivierte, frisst weiter.

      Jetzt frisst sie halt ihr Schlank-sein-Privileg in sich hinein und kotzt es psychisch auf die eine oder andere Weise wieder aus, schlecht verdaut.

      Aber vielleicht ideal für eine Karriere in Women’s Studies.

  3. Ihre Beschreibung von „Früher, als ich fett war…“ entspricht ziemlich genau dem, wie es quasi allen Männern geht: Mann muss etwas leisten, bevor man Respekt bekommt.

    Willkommen in der Welt der ach so privilegierten WHMs.

    Und mein Beileid, dass sie jetzt als unterdrückte attraktive Frau ein so viel härteres Leben hat als die Patriarchatsbenefaktoren.

    • @yacv

      „Ihre Beschreibung von “Früher, als ich fett war…” entspricht ziemlich genau dem, wie es quasi allen Männern geht: Mann muss etwas leisten, bevor man Respekt bekommt.“

      Es wäre interessant, ob der Effekt in dieser Stärke auch bei Männern auftritt, wenn sie schöner werden

      • Der Casus Knacktus ist dann wohl das „in dieser Stärke“.

        Dass es den Effekt gibt, wenn man plötzlich größer, breitschultriger und wohlhabender ist, scheint mir offensichtlich.

        Obligatorisches „Aber“:
        Bei Frauen ist es sehr viel besser bekannt, was sie tun müssten, um diesen Effekt zu erleben; schlank, lange Haare, zur Figur passende Kleidung, ggf. unterstützendes Makeup. Es gibt Dutzende (wenn nicht Hunderte) von Zeitschriften, die der Frau helfen können, hier weiter zu kommen.

        Aber bei Männern?
        Anekdotischer Beleg: Ich war um die Dreißig, als mir ein Bekannter – 1.85m, sehr sportlich, gewitzt und eloquent – erzählte, wie er am Flughafen keine Zusatzgebühr für seine 35kg Gepäck bezahlen musste, weil er mit der Checkin-Beauftragten hemmungslos geflirtet hat.
        Dies war das allererste Mal in meinem Leben, dass ich hörte, dass das auch andersrum funktionieren könnte. Mir selbst – mittelgroß, mittelsportlich, mittelattraktiv – war das noch nie passiert.

        Die PU-Szene ist in meinen Augen des Mannes selbstorganisierte Variante von dem hier.

        • Männer könnten das sicher mit Status kompensieren. Erfolg, Geld, Titel helfen womöglich. Was die Attraktivität eines Mannes angeht, habe ich das Gefühl, dass Frauen hier viel strikter selektieren als Männer. Es dürfte deshalb insgesamt weniger Männer geben, die ein solches „Privileg“ genießen können.

          Insgesamt müsste man eh mal den Begriff „Privileg“ hinterfragen. Privilegien sind ja eigentlich hergestellte Vorteile. Bei dem „Thin Privilege“ geht es aber nur um Nachfrage, die niemand so einrichtet wie etwa den Dienstwagen und die Sekretärin als Privileg eines höheren Beamten. Es ist auch erstmal egal, ob Schlanksein biologisch als schön kodiert ist oder ob es kulturell als Schönheitsideal sich entwickelt hat. Denn um ein Privileg zu sein, müsste das Schlanksein doch von irgendjemandem bewusst so organisiert worden sein mitsamt seiner Wertschätzung. Allein die Behauptung, die Medien würden Schlanksein propagieren, reicht nicht aus. Mein Privileg will ich ja sicher haben, ich will mich nicht darauf verlassen müssen, dass die Medienkonsumenten das Medienangebot auch so wahrnehmen und nicht anders interpretieren. Als Chef handle ich meine Privilegien als Vertragsbestandteil aus und erkämpfe mir das Anrecht auf meinen dicken Dienstwagen. Wo ist das aber bei Attraktivität der Fall? Diese begünstigt mich womöglich, aber ich kann es nicht einklagen und einfordern. Ich habe zwar einen Vorteil, aber kein echtes Privileg, weil das auch institutionalisiert sein müsste.

        • @ LoMi

          *Privilegien sind ja eigentlich hergestellte Vorteile.*

          Ja eben.

          DAS PATRIARCHAT stellt diese Privilegien her und teilt sie zu, belohnt schlanke Frauen und bestraft fette mit Missachtung.

          Wäre DAS PATRIARCHAT nicht, Landwale gälten als schön.

          Wie DAS PATRIARCHAT das macht.

          Nun, durch performative Akte: Sets und ständig weben wir alle, vor allem wir Männer, an der Textur der PATRIARCHALEN Gesellschaft.

          Deren Muster entworfen wurde von DEN HEGEMONIÁLEN Männern, also den WHMs, den Geschlechterbourgeois, der herrschenden Klasse.

          Nicht vergessen: Natur/Instinkt gibt es nicht in der Welt der Geschlechtersozialisten.

          Alles ist gemacht, menschengemacht, männergemacht, Folge von Männermacht.

          Eine Wahnwelt, ein wahnhafter Glaube an die totale Weltverbesserung, die machbar ist, Herr Nachbar.

          Wenn man nur BEWUSST genug ist, bußfertig genug, immer seiner „Privilegien“ eingedenk, immer gegen sie anarbeitend, immer gegenperformativ.

          Der Kampf Laokoons gegen die Schlangen ist ein Dreck dagegen.

          Feministisches Burn-Out unvermeidlich.

          Die müssen so angespannt durch’s Leben, dass sie zwischen ihren Hinterbacken Nüsse knacken können.

          Kein Wunder, dass die nicht gay sind, sondern angry.

        • Ging es bei dem Beitrag um die Chancen auf dem Partnermarkt? Nein. Der Beitrag zeigt, dass das Meritokratiegeschwätz bloss ein Haufen neoliberale Scheisse ist. Was meint unser Meritokratieapostel?

        • „Ging es bei dem Beitrag um die Chancen auf dem Partnermarkt? Nein.“

          Hat davon jemand geredet? Nein.

          „Der Beitrag zeigt, dass das Meritokratiegeschwätz bloss ein Haufen neoliberale Scheisse ist.“

          Haben wir noch heftigere Überreaktionen auf Lager?
          Oder fühlen wir uns auf dem „Das System ist nicht perfekt, also ist es an sich der allerletzte Scheiß“-Niveau so weit ganz wohl?

          Sheesh.

        • Obligatorisches “Aber”:
          Bei Frauen ist es sehr viel besser bekannt, was sie tun müssten, um diesen Effekt zu erleben; schlank, lange Haare, zur Figur passende Kleidung, ggf. unterstützendes Makeup.

          “Ging es bei dem Beitrag um die Chancen auf dem Partnermarkt? Nein.”

          Hat davon jemand geredet? Nein.

          Wie komm ich bloss drauf? Hummm …
          Bitte nicht dumm stellen. Naturdumme gibts schon genug!

        • „Bitte nicht dumm stellen“

          Witzig.

          Als wenn äußerliche Attraktivität ausschließlich Auswirkungen auf die Chancen auf dem Partnermarkt hätte.

          Oder ist das nicht Allgemeinwissen? Dass z.B. die Aussichten auf ein Jobinterview oder die Wahrscheinlichkeit, von jemandem Hilfe zu bekommen deutlich von der Attraktivität der Person abhängen?

          Wenn eine Frau im kurzen Rock zum TüV fährt, hat sie keinen Partnermarkt im Sinn.

          Bitte nicht dumm stellen. Das weißt du eigentlich auch.

      • „Thin privilege“, dünn sein als Privilieg? Aber gerade bei ihr ist es doch eine Leistung auf die sie stolz sein kann. Vielleicht erkennt sie ja so, dass gutes Aussehen nicht nur eine Gabe guter Gene ist, sondern oft auch viel (unsichtbare) Arbeit und Disziplin erfordert. Zielstrebigkeit, sich selber im Griff haben (gerade bei Frauen) und erfolgreich sein ist attraktiv. Insofern tun ihr die Menschen doch nicht unrecht, wenn sie jetzt plötzlich „visible“ ist. Wie kann man da von einem Privileg sprechen, dass einem quasi zufällt?

        • „Aber gerade bei ihr ist es doch eine Leistung auf die sie stolz sein kann.“

          Äh, sie hatte einen gastric bypass

          Das ist sicherlich kein netter Eingriff, aber nichts, worauf man „stolz“ sein kann oder „etwas geleistet“ hätte.

        • Privilegien sind auch nicht zwingend an Leistung gebunden. Man kann etwas leisten und doch keine Privilegien bekommen. Man kann nichts leisten, aber privilegiert sein.

        • Ich finde diese ganze Privilegien-Theorie eh deprimierend.
          „Oh, Dir geht es gut weil *Privileg einfügen*, schäm Dich und fühl Dich gefälligst so schlecht wie alle anderen!“.

          Manche Menschen haben halt Glück, manche haben Pech. So ist das Leben.

  4. @ Alias

    *Ich finde diese ganze Privilegien-Theorie eh deprimierend.
    “Oh, Dir geht es gut weil *Privileg einfügen*, schäm Dich und fühl Dich gefälligst so schlecht wie alle anderen!”*

    Sie ist so deprimierend, weil sie von jenen entwickelt wurde, die an sich selbst leiden.

    Denen soll sie das Leben erleichtern.

    Wenn alle sich schlecht fühlen, gibt es keinen Grund mehr für Neid.

  5. So, zuerst einmal die Fanboy-Pflicht erfüllen und auf Erzählmirnix verweisen:

    Der Artikel „Fat acceptance oder fat resignation?“ ist das beste, was ich zu dem Thema gelesen habe.

    Nebenschauplätze: “Ich esse nur 600 kcal am Tag und bin trotzdem dick…” (Natürlich kommt es darauf an, wieviel man isst!) und nicht zu vergessen die Breitmacker, bei denen dick sein natürlich nicht ok ist (Feminismuskritik: Doppelmoral).

    Ich finde es faszinierend, wie die Frau zielsicher immer die schlechte Seite von allem sieht, obwohl man doch daraus eine ganz tolle Geschichte machen könnte:

    1. Die Frau, die hässlich ist, aber dennoch Mann und Familie hat und im Beruf erfolgreich ist.
    2. Der Entschluss zur Operation kommt nicht, weil sie sich nicht mehr leiden mag oder weil man sie dazu drängt, sondern weil sie körperliche Einschränkungen und Gesundheitsbeschwerden bemerkt.
    3. Sie macht voll mit und erreicht alles, das Ergebnis übertrifft sogar ihre Erwartungen.
    4. Zusätzlich zu ihrem bisherigen Leben bekommt sie als Bonus oben drauf noch mehr Erfolg und wird charismatisch.

    Also: Sie hatte Erfolg durch Leistung, dann entschloss sie sich zu einer Veränderung aus gesundheitlichen Gründen und bekam unerwartet noch mehr Erfolg und Anerkennung. Sie wusste vorher, wer sie unabhängig von ihrem Aussehen schätzt und liebt, sie wusste, dass sie es beruflich drauf hat, und jetzt bekommt sie auch noch all die großen und kleinen Vorteile eines guten Aussehens. Was für eine Tragödie! Ich wünschte, mir würde es so ergehen, damit ich in meiner unendlichen Selbstlosigkeit ihr Leid teilen könnte, denn mein Leben ist ja so viel besser als ihres (da ich ein weißer heterosexueller Mann bin)!

    • Eigentlich ein schöner Kommentar @graublau

      Nur: soll ich Dir sagen, was mein erster Gedanke nachm Lesen des obigen Beitrags war?

      Wie sieht ER denn aus, the love of her life?

      Passt er besser zu ihrem alten oder ihrem neuen ICH?

      Ich nehme an, Ersteres.

      Und deshalb, weil sie verheiratet ist und drei Kinder hat mit einem Mann, der mit ziemlicher Sicherheit deutlichst unter ihrem jetztigen Partnerwert liegt (und sich dessen auch mindestens unterbewusst quasi-bewusst sein dürfte) hat sie eben mitnichten die Möglichkeit, einfach so *all* die Vorteile eines guten Aussehens auszukosten.

      Sondern im Gegenteil: ihr krasser Gewichtsverlust dürfte das ganze Feintuning ihrer Partnerschaft schlichtweg ruiniert haben. Und sie kanns wahrscheinlich nichtmal vor sich selbst zugeben…

      Das auch nur zusätzlich zu:

      „It wasn’t so long ago that I had to work hard to win over my audiences and it was a challenge that I loved“

      (stress the last bit)

      Sie hat definitiv noch was Anderes verloren als nur eine Masse Fett. Auch intersubjektiv nachvollziehbar.

  6. thin privilege
    smart privilege
    large privilege
    strong privilege
    beauty privilege

    Als dicke, blöde, hässliche Vettel kommt frau halt nicht so gut an. Als kleiner, blöder, armer Mann gilt ähnliches.

    „Privilegien“ werden immer noch intentional zugestanden…

    Ist die Natur intentional und somit eine rassistische Sau? Na klar!

    Kampf der Natur!

    • @ Red Pill

      *Kampf der Natur!*

      Die Natur ist keine Sozialistin, hält weder etwas von Gleichheit noch von Gleichstellung.

      Im Gegenteil: Sie akkumuliert Vorteile, stärkt tendenziell eher die Starken, schwächt eher die Schwachen.

      Grausam ist sie, die Natur, verhöhnt das sozialistische Gerechtigkeitsbegehr.

      Der Kluge ist überdurchschnittlich oft auch noch schön und gesund.

      Wenn er dann obendrein erfolgreich ist, wird’s vollends unerträglich für die Taranteln.

      • Red Pill 😀 Ich halt’s nicht aus. Jetzt bemerkt sogar schon der Oberjedimeister, dass die alle gleich klingen 😀

      • Der Kluge ist überdurchschnittlich oft auch noch schön und gesund.

        ..und vor Allem begreift der Kluge bisweilen den Unterschied zwischen Faktor und Relation.

        Wie gemein und naturwidrig! Die Hure Babylon wird untergehen!

  7. In Sachen Dünnsein gibt es einen wichtigen Geschlechtsunterschied: Frauen macht Dünnsein attraktiv, sofern sie nicht zu dünn sind, oder, treffender: Dünnsein wirkt sicht bei ihnen nur im Extremfall negativ auf die Attraktivität aus. Männer macht es unattraktiv. Zumindest tendenziell.

    Warum? Weil ein dünner Mann schlechter kämpfen kann als ein muskulöser. Dünne Männer sind leichter zu Fall zu bringen, weil ihr Körperschwerpunkt zumindest relativ weiter oben liegt. Und sie sind schwächer.

    Eine dünne Frau dagegen – kein Problem, sofern sie nur dünn und nicht ausgemergelt ist. Sie darf schmale Schultern haben und schwach bemuskelt sein, er nicht.

    Wahnhinweis an Frauen: Frauen müssen keineswegs dünn sein, um attraktiv zu sein. In Sachen Figur normale und selbst vollschlanke Frauen können sehr attraktiv sein. Es lohnt sich keineswegs, zu hungern oder Mahlzeiten wieder zu erbrechen, um schlank zu werden. Eine magersüchtige oder bulimiekranke Frau ist nicht attraktiv, sondern todkrank und sieht auch so aus. (Und hat auch ein Mortalitätsrisiko, dass mit dem von russisch Roulette vergleichbar und eher noch höher ist!)

    Ich betone das, damit mir keine Feministin unterstellt, ich könnte als Mann was dafür, dass Frauen an lebensgefährlichen Essstörungen erkranken.

    Frauen müssen nicht schlank oder dünn sein, um attraktiv zu erscheinen. Sie DÜRFEN es. Männer dagegen nicht. Ein richtig dünner Mann wird – so wurde es in Arnes Buch über Absolute Beginner von einem der befragten ausgedrückt – von Frauen erst gar nicht für voll genommen.

    • „Dünnsein wirkt sicht bei ihnen nur im Extremfall negativ auf die Attraktivität aus. Männer macht es unattraktiv. Zumindest tendenziell.“

      Frauen werden dick, Männer werden stattlich.
      🙂

      • @ Red Pill

        *Frauen werden dick, Männer werden stattlich.*

        Nur wenn sie auf für Männer wesentlichere Weise schön sind: DURCH STATUS.

        Strauss (Franz Josef) war stattlich, Oskar Lafontaine/Gregor Gysie sind es.

        Ohne Status (Charisma, Macht, Geld, Klugheit, Witz – in welcher Währung auch immer), ohne „Herausragen“ in der einen oder anderen Weise, sind auch dicke Männer einfach nur dick.

        Allerdings so unbeachtlich, dass sie kaum auffallen (Hypergamie der Wahrnehmung – ihr Leiden an sich selbst interessiert niemanden, andere Männer nicht, die Öffentlichkeit nicht und Frauen schon gar nicht – die fühlen sich nur belästigt, wenn ihnen ein Unbeachtlicher zu viel unerwünschte Aufmerksamkeit widmet, die von einem stattlichen durchaus erwünscht sein kann).

        • Ein Fallbeispiel für die Wirkung eines „stattlichen“ Mannes, der alles andere als schön war, aber „potent“, eben FJS, der zahllose Affären hatte.

          Hier seine Wirkung auf Lisa Fitz, damals 20 Jahre jung. Er demgegenüber alt und fett.

          *Strauß sei mit ihrem Vater Walter Fitz, einem bekannten Strauß-Imitator, befreundet gewesen. Nachdem der dem Ministerpräsidenten eine CD mit einer Widmung seiner Tochter geschenkt habe, habe er sie angerufen und zum Essen eingeladen, erzählt sie. „Auf einmal, wir hatten den Hauptgang gerade hinter uns, spürte ich unter dem Tisch einen Druck an meinem Bein“, schreibt Lisa Fitz. „Es war das Knie vom Strauß.“

          Später seien die beiden mit einem Pärchen in eine Wohnung gegangen. „Ein Mann muss nicht schön sein, um sexuelle Ausstrahlung zu haben. Und die hatte FJS“, schreibt Fitz, die damals Mitte zwanzig war. „Er dampfte wie ein Stier in der Brunft.“

          Nach einem „feuchten Duz-Kuss mitten auf den Mund“ aber will Lisa Fitz gerade noch die Kurve gekriegt haben. „Bussi, Franz – den Abend mit dir werde ich nie vergessen. Und noch heute frage ich mich zuweilen, ob ich nicht vielleicht doch …“*

          Quelle:

          http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13572228/Bei-Lisa-Fitz-dampfte-Strauss-wie-ein-Stier.html

  8. Auch bzw. gerade das Gesicht ist viel hübscher geworden aber mir wäre sie jetzt schon fast zu schlank.

    Jetzt ist sie aber definitiv eine Frau mit der viele Männer flirten wollen.

    Da können Feministinnen noch so kreischen.

  9. Pingback: Die Privilegien hübscher Frauen | Alles Evolution

  10. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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