Bringt die maskulistische / feminismuskritische Blogszene etwas?

Bei LoMi gab es eine Diskussion angesichts der Streitigkeiten um Wortschrank, Pelzblog und das ganze Drumherum. Dabei wurde auch in den Kommentaren etwas interessantes zur „maskulistischen Blogszene“ geschrieben, bei dem mich interessieren würde, wie ihr das seht:

Man in the Middle schrieb dort:

Die Masku-Blogger-Szene halte ich aber aus einem anderen Grund für sehr wichtig: ich sehe sie als eine wesentliche Ursache dafür, daß in den letzten 3 – 5 Jahren die feministische Diskurshohheit in den Medien faktisch gebrochen wurde. Zumindest mir scheint dem so, daß vor ca. 10 Jahren die großen Medien ohne relevanten Widerspruch die dicksten feministischen Lügen verbreiten konnten (mit denen man wie das gute alte Ministerium für Wahrheit die politische Meinung der Leute fernsteuerte), während das heute praktisch nicht mehr möglich ist. Man kennt die anonymen Kommentatoren in der ZEIT, SPON usw. nicht, aber die argumentieren oft richtig gut und kenntnisreich. Der wirklich relevante Machtfaktor sind einige 1000 Aufgeklärte, die auch den Mund aufmachen und die alten Lügen qualifiziert widerlegen können.

Wo haben die das gelernt? Am ehesten in der Masku-Blogger-Szene, bei mir war es auch so. Deswegen halte ich die Aufklärung über die Fakten und Einführung in die Hintergründe und Zusammenhänge für den wichtigsten Effekt der Masku-Blogger-Szene, und deshalb ist es das wichtigste Ziel, aus einigen 1000 Aufgeklärten einige 10.000 Aufgeklärte zu machen. Für diese Funktion ist die aktuelle Zankerei einiger Beteiligter irrelevant, wichtiger wäre eine Qualitätskontrolle dessen, was auf den wichtigen Blogs verbreitet wird. Insofern volle Zustimmung zu

Graublau ergänzte dazu:

Die Beobachtung teile ich. Soviel zu dem Thema “Was können eine Handvoll Leute überhaupt ausrichten, wenn die anderen dicke subventioniert sind?” bzw. “Was können ein paar Blogger überhaupt erreichen, was in der auf extreme Aktionen fokussierten Medienwelt nicht untergeht?” Ich halte das für einen ganz wichtigen Punkt, mit dem sich die stetige, ruhige Arbeit eines Arne Hoffmann etwa begründen läßt.

Früher habe ich vieles als falsch empfunden, konnte es aber nicht gut auf den Punkt bringen, es war alles so vage. Jetzt lese ich zum Teil sehr gut geschriebene Texte und Blogartikel. Für mich persönlich ist das ein Riesenfortschritt.

Ein anderes wichtiges psychologisches Moment: Solange man denkt, man sei der einzige, der zwischen verkündeter Wahrheit und Realität einen Widerspruch sieht, kann man das noch als “eigenen Fehler” oder “irrelevant” verbuchen. Sobald man sieht, dass offenbar vernunftbegabte Leute das stichhaltig begründen und gut ausformuliert darstellen können, weiß man, dass da etwas dran ist und man nicht der einzige ist.

Ich denke hier sind einige wichtige Punkte angesprochen:

  • Das Bereitstellen von Gegenargumenten
  • Der „ich bin nicht allein mit meiner Kritik“ Gedanke

Beide halte ich für wichtig, wenn die oben angesprochene Diskurshegemonie durchbrochen werden soll. Gerade weil im Genderfeminismus gerne mit Immunisierung von Kritik gearbeitet wird und häufig recht undifferenziert auf zB bestimmte Bücher von Butler oder anderen verwiesen wird und gefordert wird, sich erst mal über das Thema zu informieren, bevor man mitreden will, ist es sehr wichtig, dass dieser gefühlte Wissensvorsprung überwunden wird und man recht einfach auch Kritik an diesen Theorien finden kann oder Texte findet, die zeigen, dass andere das auch nicht logisch finden.

Deswegen halte ich es auch für so wichtig, möglichst auf Studien zu verweisen oder in sachlicher Art Kritik zu üben, so dass der Leser das Gefühl entwickelt, dass vernünftige Menschen (und nicht nur Extreme) ebenfalls Kritik äußern und insoweit auch seine Kritik berechtigt ist.

Dabei können Blogs gewisse Keimzellen bilden, auf denen Leute sich Informationen besorgen können und dann ihre eigenen Gedanken beispielsweise in Leserbriefen oder Kommentaren unter Artikeln ausdrücken können.

Wenn immer mehr Leute rufen, dass der Kaiser nackt ist, dann bekommen es eben auch immer mehr Leute mit. Und um so vernünftiger die Leute erscheinen, die dies rufen und um so besser sie es belegen, um so eher ist man bereit, auch selbst etwas in diese Richtung zu sagen.

Ich weiß nicht, ob es die „Masku-Blogszene“ war oder einfach die ansonsten immer weitere Berichterstattung in den Medien oder tolle Beiträge von Harald Eia von denen ich mir wünschen würde, sie würden an guter Stelle einmal im deutschen Fernsehn laufen. oder auch die inzwischen durchaus vorhanden Literatur zu dem Thema. Aber auch mir kommt es so vor als wäre heute schon deutlich mehr Kritik in den Medien vorhanden.

Gleichzeitig scheint der Feminismus auch radikaler zu werden (vgl. zB die Mädchenmannschaft), was ein gutes Zeichen sein kann, weil vielleicht gemäßigtere eher die Fehler sehen und insofern mehr radikale übrig bleiben.

 

101 Gedanken zu “Bringt die maskulistische / feminismuskritische Blogszene etwas?

  1. “ Gleichzeitig scheint der Feminismus auch radikaler zu werden “

    Hat jemand eine Idee, wie es dazu gekommen sein könnte? Denn daß es sich um eine bloße Reaktion auf maskulistische blogger handelt, halte ich eher nicht für ausreichend.

      • Man kann ja auch auf kleine Hunde umsteigen. In den USA erreicht die Haltung von Schoßhündchen Rekordniveau (also von kleinen, nicht „funktionalen“ Hunden, die nichts bewachen können – „Handtaschenhunde“).

        Vielleicht kann man, um der Kostenexplosion zu entgehen, die Katzen an die Hunde verfüttern (oder umgekehrt).

        Nachdem die Vorhäute männlicher Babys für Antifaltencreme verwurstet werden und die abgetriebenen Leibesfrüchte in der MÜllverbrennung landen, sollte es da auch keine emotionalen Hemmnisse geben.

        • „Nachdem die Vorhäute männlicher Babys für Antifaltencreme verwurstet werden und die abgetriebenen Leibesfrüchte in der MÜllverbrennung landen, sollte es da auch keine emotionalen Hemmnisse geben.“

          Offenbar gehen die Japaner sensibler mit
          diesem Thema um als wir Westler.

          http://www.vision2000.at/old/2009/vision4-09/10_01.htm

          * Und wenn wir diese Kinder schon nicht schützen, nicht retten konnten, wie es unsere Pflicht wäre, zumindest eines können wir doch tun – sie begraben und ihrer öffentlich gedenken.

          Bischof Andreas Laun hat 2002 einen Kommentar über dieses Thema veröffentlicht. Darin schrieb er, was er vor Jahren von einem japanischen Shinto-Tempel für die Seelen der abgetriebenen Kinder gelesen hat. Dorthin kommen, so hieß es in dem Bericht, viele Frauen, häufig in der Dunkelheit, zündeten Kerzen an und weinten. Bereits damals dachte er sich, daß wir Christen längst solche Stätten haben und den Betroffenen anbieten müßten, wie ein Friedhof, auf dem sie ihrer Toten gedenken können.*

    • Naja. Die leben von einer rotierenden Erregungsspirale – im Rahmen der Gruppendynamik müssen ja immer neue Gummipunkte für den Hinweis auf heimtückische, böse Diskriminierungen gesammelt werden. Schließlich läuft im Hintergrund ja auch der Wettbewerb „who’s the leader of the awareness-team“.
      Irgendwann ist man mit den Sachen durch, die wenigstens auf den oberflächlichen Blick hin noch plausibel wirken können.

      Die Spirale verlangt aber nach Nachschub, und dann wird es immer konstruierter, immer absurder, immer radikaler …

      • Das sehe ich fast genau gleich. Schon „Rapeculture“ ist ein Konzept das ja bereits keine Befürworter hat (i.e. keiner vom Staat steht hin und sagt „Rapeculture“ sei gut). Die Konzepte, gegen die „frau“ nun kämpft sind allesamt konstruiert.

    • Wie es dazu kommen konnte? Feminismus ist in seiner Entwicklung nur ein weiteres Beispiel für die Folgen von staatlich praktizierter Demagogie. Jene nunmehr Jahrzehnte währende Dämonisierung des Mannes des inzwischen institutionalisierten Feminismus gipfelt insofern nicht ohne Grund aktuell in @killallmen, das im Gegensatz zu @aufschrei kaum mediale Beachtung findet und somit auf ein fest zementiertes Feindbild in Politik & Medien schließen lässt.
      Dieses mit Mitteln der Demagogie konstruierte Feindbild erst rechtfertigt dauerhaft den weiblichen Opferstatus mithin allerlei Handreichungen und Comfort Spaces. Im gleichen Maße wie dieser zweckdienlichen Dämonisierung aufklärerisch entgegen gewirkt wird, muss auch der Radikalisierungsgrad steigen, denn Dogmen allein sind nunmal kein Argument wenn das Fernrohr darüber Aufschluss gibt, dass sich die Erde um die Sonne bewegt, und nicht umgekehrt.

    • @ Elmar

      Die Selbstradikalisierung liegt in der Natur solcher BEWEGUNGEN.

      Wie der Herzog von Wellington über Napoleon sagte: „Der Mann ist wie eine abgeschossene Kanonenkugel. Wird sie langsamer, fällt sie zu Boden!“

      D.h.: SIE KÖNNEN NICHT ANDERS.

      Wenn sie fliegen wollen, müssen sie immer schneller und schneller werden.

      Bis zum feministischen Burn Out.

      Der aktivistische Aktivismus gibt ihrem Leben Sinn, das Erreichen von Zielen ist nur Rationalisierung.

      Werden ZIele erreicht, wächst nicht die Zufriedenheit, denn das Zugrundeliegende Leiden an sich selbst ist ja nach wie vor vorhanden, sucht nach Schmerzlinderung.

      Also müssen neue Ziele her, für die man kämpfen/leben/leiden kann.

      Ein Genug wird es für Feminist.I.nnen nie geben.

      • @ Krams

        *Warum sollte man auch alles mit einem Etikett labeln, anstatt zu differenzieren?*

        Weil im politischen Prozess nur so Mehrheiten organisierbar sind.

        Die Zahl der Menschen, die differnzierungsfähig und -willig sind, ist denkbar klein.

        Die ALLERmeisten Menschen sind mit der Bewältigung ihres Lebensalltages völlig ausgelastet, wissen vielleicht gerade mal, dass es DEN Feminismus gibt, haben aber z.B. keine Ahnung von Gleichheits-oder Differenzfeminismus, von all den vielen schönen Feminismusvarianten, die hauptberufliche Feminismologen zu unterscheiden wissen, erst recht nicht.

        ES INTERESSIERT SiE AUCH GAR NICHT.

        *DEN Katholizismus gibt (nein, der ist für mich unbedingt nicht das, was Rom vorgibt).*

        Da bist Du im Irrtum.

        Im Zweifelsfall ist das, was Rom vorgibt, DER Katholizismus. Das ist u.a. das unterscheidend Andere der katholischen Kirche.

        Man kann nicht katholisch sein und sich vom Papst/von Rom distanzieren wollen.

        Ich weiß, dass auch viele, gerade deutsche Katholiken diesem Irrtum unterliegen.

        Das aber ist deren Problem, nicht das vom Rom, nicht das der katholischen Weltkirche.

        Wer das anders sieht, kann ja altkatholisch werden oder Protestant.

        Wer aber katholisch sein will, kann das nicht sein ohne oder gar gegen den Papst als demjenigen, der bestelllt ist, DIE Kirche (und ja, das ist für mich die katholische Kirche) in der Glaubenswahrheit (!) zu halten.

    • Die gemäßigten Jungfeministinnen sind inzwischen im Leben angekommen und haben keine Lust mehr auf den Streß, während die radikalen sonst nichts zu tun haben.

        • Katrin Rönicke würde ich als gemäßigt bezeichnen, und als relativ jung. Sie hatte auch öfter kritische Artikel in Richtung Radikalfeminismus.

          blog.katrin-roenicke.net

          Wer natürlich den gesamten Feminismus als extremistische Bewegung sieht, wird auch niemanden finden, den er gemäßigt nennen kann. Aber da liegt dann das Problem woanders…

        • @James T. Kirk:
          Genau diese Reaktion meinte ich: Wer grundsätzlich den gesamten Feminismus ablehnt, wird auch niemanden sehen, der ihm gesprächsbereit erscheint.

          Zu der Reaktion von Rönicke: Immerhin hat sie zurückgeschrieben, wenn der Verweis auf die Moderationspolitik auch eher schwach war. Ansonsten ist sie eine der wenigen, die zumindest teilweise zu offenen, kontroversen Diskussionen bereit ist.

          Und wenn ich auf der verlinkten Seite gender-ideologie.de so etwas lese:

          „Auf die vielen sachlichen Argumente, die gegen eine Natürlichkeit der Homosexualität sprechen und einen eindeutigen Zusammenhang zu Mißbrauchserfahrungen herstellen, wird häufig sehr verächtlich und aggressiv reagiert.“

          sowie

          „Diese Rubrik steht noch am Beginn und soll der kritischen Auseinandersetzung mit dieser Ideologie dienen sowie auf verschiedene Weise den naheliegenden krankhaften Charakter der Homosexualität illustrieren.“

          dann sträuben sich mir die Nackenhaare, und ich kann eine gewisse Diskussionsunlust mit Vertretern entsprechender Meinungen verstehen.

        • falsch ausgedrückt: Es kommen die updates aus dem Blog, aber der Account wird nicht aktiv zur Kommunikation oder Diskussion genutzt.
          http://blog.katrin-roenicke.net/?p=1391

          Repräsentativ? Für den Netzfeminismus eher nicht, für relativ viele, die sich als Feministinnen bezeichnen würden, aber das nicht als Hauptbeschäftigung sehen, wahrscheinlich schon.

        • @ Krams

          Das Aktivismusniveau der aktivistischen Aktivist.I.nnen bestimmt aber das Ausmaß ihres Einflusses auf die Öffentlichkeit, die Wahrnehmung und damit die Politik.

          Irgendwelche Stimmen, die für irgendwas eintreten, kann ich immer finden.

          Und dann behaupten: Seht her, DEN Femiismus, Sozialismus, pipapo gibt es gar nicht.

        • „Das Aktivismusniveau der aktivistischen Aktivist.I.nnen bestimmt aber das Ausmaß ihres Einflusses auf die Öffentlichkeit, die Wahrnehmung und damit die Politik.“

          Nur begrenzt… zu schrilles Agieren kann auch Abgrenzungseffekte auslösen. Sieht man ja momentan auch. Gerade der Netzfeminismus ist ausserdem alles andere als eine Massenbewegung, wenn auch mit Aktionen wie #aufschrei vereinzelt größere Reichweiten erzielt werden.

          „Irgendwelche Stimmen, die für irgendwas eintreten, kann ich immer finden.

          Und dann behaupten: Seht her, DEN Femiismus, Sozialismus, pipapo gibt es gar nicht.“

          Warum sollte man auch alles mit einem Etikett labeln, anstatt zu differenzieren? Genauso wenig wie es DEN Konservatismus, DEN Katholizismus gibt (nein, der ist für mich unbedingt nicht das, was Rom vorgibt). Rönicke als „irgendeine Stimme“ zu bezeichnen, wird ihrer Reichweite übrigens nicht gerecht. Wie oft schreiben Schrupp oder von Horst in der faz?

        • Falsch gelandet (bei langen Strängen ist wordpress lästig, von der fehlenden Korrkturfunktion ganz zu schweigen, ist ja fast wie beim Papst, nur nicht so schön), also noch mal:

          @ Krams

          *Warum sollte man auch alles mit einem Etikett labeln, anstatt zu differenzieren?*

          Weil im politischen Prozess nur so Mehrheiten organisierbar sind.

          Die Zahl der Menschen, die differnzierungsfähig und -willig sind, ist denkbar klein.

          Die ALLERmeisten Menschen sind mit der Bewältigung ihres Lebensalltages völlig ausgelastet, wissen vielleicht gerade mal, dass es DEN Feminismus gibt, haben aber z.B. keine Ahnung von Gleichheits-oder Differenzfeminismus, von all den vielen schönen Feminismusvarianten, die hauptberufliche Feminismologen zu unterscheiden wissen, erst recht nicht.

          ES INTERESSIERT SiE AUCH GAR NICHT.

          *DEN Katholizismus gibt (nein, der ist für mich unbedingt nicht das, was Rom vorgibt).*

          Da bist Du im Irrtum.

          Im Zweifelsfall ist das, was Rom vorgibt, DER Katholizismus. Das ist u.a. das unterscheidend Andere der katholischen Kirche.

          Man kann nicht katholisch sein und sich vom Papst/von Rom distanzieren wollen.

          Ich weiß, dass auch viele, gerade deutsche Katholiken diesem Irrtum unterliegen.

          Das aber ist deren Problem, nicht das vom Rom, nicht das der katholischen Weltkirche.

          Wer das anders sieht, kann ja altkatholisch werden oder Protestant.

          Wer aber katholisch sein will, kann das nicht sein ohne oder gar gegen den Papst als demjenigen, der bestelllt ist, DIE Kirche (und ja, das ist für mich die katholische Kirche) in der Glaubenswahrheit (!) zu halten.

    • @Elmar schrieb: „Hat jemand eine Idee, wie es dazu gekommen sein könnte?“

      Ich vermute mehrere Punkte, warum der Feminismus immer radikaler und ‚kreischiger‘ geworden ist:

      – Sie haben die Diskurshoheit in den Medien sukzessive verloren, einhergehen mit dem Nichtvorhandensein von tragbaren und einleuchtenden Argumenten

      – In den Zeitungen erscheinen immer mehr kritische Artikel zum Thema Feminismus und Gender Mainstreaming, sodass es der normalen Bevölkerung langsam dämmert, was da abgeht

      – Es kommen, Stück für Stück Veranstaltungen, wie der heftig torpedierte Männerkongress, die sich ebenfalls sehr kritisch und analytisch mit dem ganzen Themenkomplex auseinandersetzen

      – Im Privatleben kennt mittlerweile fast jeder einen Menschen, der durch Scheidung oder Trennungs zur Finanzruine gemacht wurde und man sieht die seelischen Wracks, welche durch Kindesentzug erzeugt wurden

      – Mehr und mehr Frauen schreiben Bücher, die diese Radikalideologie zerlegen und dies in Talkshows z.B. auch noch öffentlichkeitswirksam vertreten

      – Aktionen wie das Un-Wort des Jahres (Opfer-Abo) oder ein Grimme-Preis (#aufschrei), „Herr Professorin“ an der Uni, noch gesteigert durch den Versuch der Eliminierung allen männlichen (vgl. meine sarkastische Parodie: http://emannzer.wordpress.com/2014/04/23/mnn-sucht-turoffnx-fur-drucka/ , die ‚Quotensessellift‘-Diskrimininerung, usw.usf. -> dies alles hat zu heftiger Gegenwehr in der Bevölkerung geführt

      – Norwegen und sein Eia-Report brachte die Streichung aller Gender-Mittel mit sich und unsere Ex-Ministerin hat das Geld für das s.g. Genderkompetenzzentrum ebenfalls aus ihrem Budget entfernt

      – Neue Opferkonstrukte, wie „Dreifachbelastung“, „strukturelle Benachteiligung“ verfangen nicht mehr in den Köpfen der Menschen und kaum jemand unterstützt dieses Lamentieren noch – im Gegensatz zu den 70ern bis in die 00er Jahre

      – Immer mehr Frauen erkennen, was mit ihnen gemacht werden soll und weigern sich, dass Dogma Fremdbetreuung zu akzeptieren

      Kurz gesagt: Der Feminismus fühlt sich wie ein in die Ecke gedrängtes Tier!

      Hektisch versucht man nun und peut a peut das Ruder wieder herumzureißen, bastelt an den abenteuerlichsten Konstrukten, merkt aber, dass es nicht verfängt, außer in ihrer Filterbubble.

      Und daran sind die oben aufgeführten Punkte in deren Augen schuld. Also versucht man die Meinung zu unterdrücken, die letzte Kohorten um sich zu versammeln und Druck zu machen bzw. diese ganze Entwicklung bedingungslos zu unterbinden.

      Basierend auf ihrer eigenen „kognitiven Dissonanz“, die es nicht zulassen kann, dass ihre ‚Religion‘ von aussen zerstört wird – obwohl sie vielleicht selbst spüren, dass sie falsch liegen, dass, ja das führt eben zwangsläufig zu einem Punkt: Radikalisierung.

  2. @ Christian

    Ja, die maskulistische, männerrechtliche Bloggeszene bringt etwas – ganz allmählich, sehr, sehr langsam sickern konkurrierende Narrative ein in’s öffentliche Bewusstsein.

    Ablesbar ist das etwa an den Kommentarspalten unter feministischen Propagandaartikeln im Müllstrom.

    Viele der Kommentatoren scheinen regelmäßig in maskulistischen Blogs zu lesen, widersprechen der Propaganda z.T. gut argumentiert.

    Feministische Propagnda hat ihr Monopol verloren.

    Wesentliche praktische Auswirkungen wird das noch lange nicht haben, ich schätze, noch Jahrzehnte lang nicht, denn die feministische Machtstellung in Politik, Medien, Wirtschaft ist nach wie vor sehr stark.

    Feminismus dient MÄCHTIGEN Interessen, die ja nicht einfach verschwunden sind, nicht einfach verschwinden, nur weil Kritik an ihnen in die Öffentlichkeit diffundiert.

    Erst müssen die zu erwartenden krisenhaften Zuspitzungen, zu denen die laufenden Entwicklungen führen werden, deutlich spürbar werden, bevor die alternativen „Untergrund“deutungen der Realität (die die realistischeren sind), die der Mainstream noch verdecken/wegspülen kann, selbst Mainstream werden (und damit, fürchte ich, auch bald selbst Müllstrom, aber das ist eine andere Geschichte, noch lebe ich im Zeitalter eines feministisch-linken, rot-grün versifften, kulturmarxistisch-konsumkapitalistischen Müllstromes).

    Wie wichtig der Zugang zu alternativen Deutungen/Erzählungen/informativer Konterbande ist, habe ich am eigenen Leib erfahren, durch das zufällige Entdecken von Hoffmanns Genderama 2006 im Internet.

    Der Boden war zwar bereitet für eine „alternative“ Deutung durch immer stärker gewordene kognitive Dissonanzen, aber die ließen sich noch beherrschen, einpassen in die propagierte Weltsicht.

    Erst mit der Konterinformation von Hoffmann vor Augen, war ich wütend und motiviert genug – das Internet machte es möglich, eigenständig Informationen zu suchen, die hinter dem Lügenvorhang nur darauf warten, hervorgeholt zu werden.

    Aber bis 2006 war ich ein feministisch-femizentrisches Schaf unter Schafen.

    • War bei mir auch in etwa so. 2005 oder 2006 bin ich auf Arne und sein Genderama gestoßen.

      Zumindest Anfang 2005 hielt ich Alice Schwarzer (!) noch für eine Autorität. Für eine, die in Vielem oder sogar im Großen und Ganzen Recht hat.

      So 2003, eher 2004 und vor allem 2005 haben mir dann gewisse Erfahrungen auf dem Partnermarkt mit der Brechstange beigebracht, dass das weibliche Geschlecht insgesamt nicht das benachteiligte sein kann.

      Wer immer am längeren Hebel sitzt und für wen sich die andere Seite so ins Zeug legt, ist nicht benachteiligt.

      Und die Erfahrungen damals haben mich erst dazu gebracht, mal im Internet nach dem Thema zu gucken. Und dadurch bin ich u.a. auf Arne, aber auch auf Michail Savvaiks oder Martin van Creveld gestoßen.

      Und damals hatte ich auch mal irgendwann einen Leserbrief in der Lokalpresse gelesen, in dem es um männliche Obdachlosigkeit u.ä. ging. Oder auch um Todesberufe.

      Aber irgendwie und irgendwodurch muss man(n) erst auf das Thema stoßen. Sonst bleibt man(n) ein feministisches Schaf.

      Darum kann ich nur empfehlen, u.a. http://genderama.blogspot.de
      sowie andere URLS, wo es geht meine „supitolle“ Liste weiterzuverbreiten.

      Die Männerrechtlerszene muss noch viel größer werden.

      P.S.: Idee für Studenten: Verteilt doch auf der Uni mal Flugblätter zu dem Thema! Flugblätter mit URLs der feminismuskritischen Szene. Von mir aus schön heimlich – der Reiz des Verbotenen hat doch auch was! Im Gegensatz zu den Geschwistern Scholl kriegt ihr heute dafür wenigstens nicht die Rübe ab!!! Jedenfalls nicht wörtlich. (Auch wenn einige Femis selbst Letzteres vermutlich gern hätten!)

      Denn solche Themen gehören auf die Unis. Sie gehören gerade an alle Institute, die sich vorgeblich mit Geschlechterthemen befassen. (geeignet sind vor allem Genderinstitute, Dienstzimmer von Frauenbeauftragten, ferner bestimmte biologische Institute und gerade biologiedidaktische Institute, für die dann Flugblätter mit der höflichen Frage, warum sie so wenig gegen die Gender-Ideologie unternehmen.)

      Legt doch z.B. der Lann Hornscheidt (oder welcher von den Gender-Professixen auch immer) mal einen Stapel Flugblätter vor ihr Dienstzimmer. In ihren Hörsal. Und/oder legt sie in der Toillette ihres Instituts aus. Egal wo. So, dass möglichst viele das Flugblatt sehen und mitnehmen, bevor es entsorgt wird. Oder in der Mensa. Oder dort auf dem Lokus.

      Wenn ihr mutig seid, verteilt sie einfach vor der Mensa. (Lasst euch dabei aber nicht vom meist ultralinken & kulturmarxistischen Asta erwischen!!! Oder diesen Antifa-Typen. Die verteilen ihre Flugblätter da ja auch…) Egal. Wer nix riskieren will, macht es heimlich.

      Oder guckt euch vorher nochmal diesen einen Film über die Geschwister Scholl an. So macht ihr’s dann!

      Dadurch werden feminismuskritische URLs & Argumente verbreitet. Und wenn die Sache auffliegt und es großen Knatsch gibt, kommt die Aktion dann vielleicht auch in die Zeitung! Das wäre sogar gut, denn dadurch werden dann endlich mal richtig viele Leute auf die Männerrechtlerszene aufmerksam, die jetzt von allem noch gar nichts ahnen.

      Wer sehr große Angst vor den Raptorenkrallen der Femis hat: Aus den Flugblättern einfach Papierflieger machen und von einem sicheren Ort aus – z.B. der Toilette in einem hohen Gebäude auf dem Campusgelände – über den Campus segeln lassen!

      P.S.2: Ist es in einem demokratischen Rechtstaat eigentlich erlaubt, Flugblätter an der Uni zu verteilen? Man sollte doch meinen, wenn es irgendwo durch und durch erlaubt ist, dann da, oder??? Oder braucht man da eine Genehmigung zu? Wäre krass, wenn die selbst da was zensieren können…

      P.S.3: Erfahrungsberichte solcher Papierfliegeraktionen bau ich dann gerne in meinen Selbermachsamstag ein!!! Fotos von Kratzspuren dazu bitte uploaden!!!!

    • @ Roslin

      Ablesbar ist das etwa an den Kommentarspalten unter feministischen Propagandaartikeln im Müllstrom.

      Viele der Kommentatoren scheinen regelmäßig in maskulistischen Blogs zu lesen, widersprechen der Propaganda z.T. gut argumentiert.

      Das muß jetzt nur noch Arne Hoffmann in Sachen Islamkritik kapieren. 🙂

  3. Man kann politische Erfolge auf zwei Arten erreichen:

    1. durch überzeugende sachlich korrekte Argumente, die man möglichst vielen Leuten vermittelt, die ihrerseits bei Wahlen oder Diskussionen entsprechend reagieren und von unten die Volksvertreter „zwingen“, die gewünschte Konsequenzen aus den Argumenten zu ziehen.

    2. durch Koalieren, Mauscheln im Hintergrund, Kaufen von Stimmen, mediale Manipulation, Willkürentscheidungen von Machthabern usw., also nicht sachbezogen, sonder sozusagen machiavellistisch.

    Zwischen diesen beiden Extremen kann man natürlich beliebig interpolieren.

    Der institutionalisierte Feminismus kann aufgrund seiner Machtposition den machiavellistischen Ansatz nutzen: die gewünschte ideologisch motivierte Transformation der Gesellschaft wird z.B. bei den Koalitionsverhandlungen im Rahmen irgendwelcher Tauschgeschäfte stückchenweise durchgesetzt. Die Argumente spielen keine Rolle. Entweder gibt es keine oder sie sind schon x Mal widerlegt worden.

    Der männerrechtlichen Seite stehen nicht mal entfernt vergleichbare Machtpositionen zur Verfügung, schon bei den Bundestagswahlen wurde klar, daß allenfalls die AFD und FDP liberale männerrechtliche Standpunkte vertreten.

    Damit ist für mich zumindest klar, daß man männerrechtlichen Standpunkte nur über sachliche Argumentationen zu politischer Relevanz verhelfen kann. Die spannende Frage ist nun, wie man seine Sachargumente möglichst vielen Leute vortragen kann und ob das, was das vorgetragen wird, korrekt und verständlich ist und die Leute überzeugt oder eher abstößt. Mit Blick auf dieses Ziel ist die Frage

    „Bringt die maskulistische / feminismuskritische Blogszene etwas“

    in einem größeren Zusammenhang zu sehen: was sind die wichtigsten Quellen, aus denen sich bisher uninformierte Personen informieren? Nichts genaues weiß man nicht, meine private Spekulation sieht so aus:

    Platz 1: die qualifizierten Gegendarstellungen in den Kommentaren zu feministischen Artikeln in dominierenden Medien. Vermutete Reichweite: alle zusammengenommen mehrere 10.000 Leser.

    Platz 2 feminismuskritische Artikel in den dominierenden Medien, die aber selten sind (z.B. Martensteins „Schlecht, schlechter, Geschlecht“ die wichtigste Publikation in 2013, weil sie vermutlich mehrere 10.000 Leute erreicht hat, die meisten davon außerhalb der Masku-Filterblase).

    Platz 3: Wikipedia (nicht umsonst investiert die Gegenseite enorm viel Energie darein, die Wikipedia manipulieren zu können)

    Platz 4: Die von google hoch plazierten Blogs und Foren bei der Suche nach einschlägigen Stichworten bzw. Sichwortkombinationen. Ich bin da kein Experte, es wäre aber sehr interessiert zu wissen, welche Blogs gut plaziert sind. Jedenfalls kann aus mathematischen Gründen nur ein Bruchteil der ca. 50 einschlägigen Blogs und Foren unter den ersten 5 – 10 in der Anzeige sein, die weiter hinten liegenden liest kaum noch jemand.

    @C: „Deswegen halte ich es auch für so wichtig, möglichst auf Studien zu verweisen oder in sachlicher Art Kritik zu üben, so dass der Leser das Gefühl entwickelt, dass vernünftige Menschen (und nicht nur Extreme) ebenfalls Kritik äußern und insoweit auch seine Kritik berechtigt ist.“

    Völlig richtig. Beleidigungen und schlechte Manieren wirken auf die meisten normalen Leser ausgesprochen abschreckend. Inhaltliche Argumentationsfehler auf Dauer auch, egal ob mit oder ohne Verweise auf Studien.

    • Danke für Deine Zusammenstellung. Ich würde die Reihenfolge der Quellen ähnlich sehen, allerdings 1 und 2 vertauschen – offline-Medien nehmen immer noch einen wichtigen Platz für die Information vieler Menschen ein, und Leserkommentare nehmen dort erheblich weniger Raum ein und sind stärker vorgefiltert.
      Die Bloggerszene dagegen kann der Ort sein, wo weitergehend informiert und diskutiert wird, wo Standpunkte gebildet werden können, Bewußtsein für gesellschaftliche Ungerechtigkeiten geschaffen werden kann, welches dann in Leserkommentaren weiter Verbreitung finden und nicht zuletzt auch zu Rückkoppelungen bei den Journalisten führen kann. Es ist ein Erfolg, dass bei Themen wie Gender Paygap oder häuslicher Gewalt nicht unwidersprochen bleiben, und dies wird langsam auch zu einer Änderung in der Berichterstattung führen. Nicht sofort, nicht bei allen, aber steter Tropfen.. Die meisten Journalisten haben keine Agenda und schwimmen häufig recht unreflektiert im Mainstream mit, sind aber durchaus offen für andere Sichtweisen, wenn diese überzeugend, sachlich, vermittelt werden. Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt der Kommentare, die Rückkoppelung zu den reichweitenstarken Medien. Extremistische, beleidigende Beiträge haben hier ein erhebliches Diskreditierungs- und Zerstörungspotential.

      Meiner Überzeugung nach sind die meisten Männer, Frauen und anderen Menschen in der Bevölkerung an einem Zusammenleben interessiert, das von allen als hinreichend gerecht empfunden wir. Die momentane Situation kommt ja auch daher, dass es gelungen ist, Frauen insgesamt als das benachteiligte Geschlecht darzustellen, nicht nur auf Einzelbereiche beschränkt, so dass Ungleichbehandlung zu ihren Gunsten von vielen als gerecht empfunden wird bzw. wurde. Wenn es gelingt, ein differenzierteres, realistischeres Bild der Lage zu schaffen, steigt auch die Bereitschaft für entsprechende Maßnahmen und Gesetzesänderungen.

      • „offline-Medien nehmen immer noch einen wichtigen Platz für die Information vieler Menschen ein“
        Stimmt, die habe ich kaum noch auf dem Schirm und daher übersehen.

        „Extremistische, beleidigende Beiträge haben hier ein erhebliches Diskreditierungs- und Zerstörungspotential.“

        Q.: wer macht die beste Werbung für Männerrechtler?
        A.: die Mädchenmannschaft.

        Auf eine Jungenmannschaft können wir dankend verzichten.

        „…sind die meisten … an einem Zusammenleben interessiert, das von allen als hinreichend gerecht empfunden wir“

        Klar, die meisten Leute sind ganz normal und fassen sich nur noch an den Kopf, wenn sie die politischen Vorstellungen radikaler Feministen genauer kennenlernen. Deswegen halte ich die politischen Forderungen, die linksliberale Maskus stellen, für mehrheitsfähig.

        • „Auf eine Jungenmannschaft können wir dankend verzichten.“

          Ach, ich fände ein Projekt im Geist der ursprünglichen Mädchenmannschaft, jung, ein wenig hip und offen für andere Meinungen, sehr interessant. Es gibt m.M. zuwenig Angebote für Jüngere, die z.B. jungenspezifische Fragen wie Sexualität (Stichwort Dämonisierung männlicher Sexualität), Selbstfindung und Geschlechterrollen (auch in Beziehungen), Diskriminierungen in Schule, Studium und Beruf etc. thematisieren mit einer männermenschenrechtlichen 😉 Perspektive. Das ist momentan noch ein weißer Fleck.

          Aber ich weiß wie Du das meintest ;).

          „Klar, die meisten Leute sind ganz normal und fassen sich nur noch an den Kopf, wenn sie die politischen Vorstellungen radikaler Feministen genauer kennenlernen. Deswegen halte ich die politischen Forderungen, die linksliberale Maskus stellen, für mehrheitsfähig.“

          Denke ich auch, aber es gibt immer noch viele Stereotype, die nicht oder erst langsam hinterfragt werden, Stichwort z.B. häusliche Gewalt, dass Männer auch Opfer werden können, oder noch stärker beim Thema sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Männer. Eine Ungerechtigkeit muss auch als solche empfunden werden, damit Widerstand entsteht, und wer die Deutungshoheit hat, hat enormen Einfluss. Im Moment ist da zum Glück viel in Bewegung.

          PS: Deinen Knigge finde ich großartig.

        • @krams: „Es gibt m.M. zuwenig Angebote für Jüngere, die z.B. jungenspezifische Fragen wie Sexualität (Stichwort Dämonisierung männlicher Sexualität), …“

          Kommt mir zwar auch so vor, ich bin mir aber nicht sicher. Jedenfalls eine sehr interessante Frage, . Es gibt auf der einen Seite einige gute Aufklärungsbücher und Webseiten. Gut fand ich z.B. diese Seite (die gerade einen neuen Aktivisten suchen):
          http://webjungs.de/unsere-ziele/die-webjungs-suchen-ein-neues-zuhause/

          Das Gegenteil sind die „Nice Guys Engine“ (http://man-tau.blogspot.de/2014/02/wie-man-bose-kerle-zu-netten-jungs.html) u.ä.

          „PS“: Danke!

  4. Christian, zu dem von Dir geschriebenen habe ich wenig hinzuzufügen. Ich stehe da ganz hinter Dir und den von Dir zitierten.

    Allerdings halte ich Kommunizieren für mindestens genauso wichtig wie Studien oder Theoriegebäude. Zu jeder Studie kann man eine Gegenstudie finden, feministische Untergruppierungen sind vor allem Dingen eines — theoretisch.

    Viel mehr hilft es mir, hier mit anderen zB reversen Sexismus zu erkennen und anzusprechen. Wenn ich mir also ansehe, was einige Matschbirnen aktuell in ihren Blogs und anderswo absondern, wünsche ich mir eine stärkere Distanzierung. Keinesfalls will ich als einer von denen identifiziert werden. Damit will ich mich nicht gegen eine etwaige Vielfalt aussprechen (PU zB hat imho seinen Platz), sondern ein gewisses qualitatives Mindestniveau einfordern.

    • > Wenn ich mir also ansehe, was einige Matschbirnen aktuell in ihren Blogs und anderswo absondern, wünsche ich mir eine stärkere Distanzierung. Keinesfalls will ich als einer von denen identifiziert werden.

      Wen meinst du damit? Und wie soll diese „Distanzierung“ aussehen?

      • Was ich damit meine? Gerade habe ich einen frischen Artikel von Männerstreik gelesen. Dann kam dann noch der unsägliche Kram im Blog desjenigen, dessen Name nicht genannt werden sollte, weil man damit noch mehr Unsinn provoziert. Und natürlich in dessen Kommentaren. Ich lese es im Vorbeigehen, einen wirklichen Überblick habe ich nicht.

        Wie sie aussehen soll? Ich weiß es nicht. Ich fänds prima, wenn Christian sein Patriarchat etwas verschlankt. Und ich werde mir in Zukunft jedwede Kommentare unter meinen Artikeln von bestimmten Personen verbeten. Sonst noch eine Idee?

        • @ gerhard

          „Wie sie aussehen soll? Ich weiß es nicht. Ich fänds prima, wenn Christian sein Patriarchat etwas verschlankt. Und ich werde mir in Zukunft jedwede Kommentare unter meinen Artikeln von bestimmten Personen verbeten. Sonst noch eine Idee?“

          Genau – eine Bürgerrechtsbewegung wird ganz bestimmt bärenstark dadurch, dass sie vorher verschlankt wird, Mitstreiter exkommuniziziert werden, und nur noch bestimmte kommentieren dürfen.

          Und Bürgerrechtsbewegungen, in denen grundlose Beleidigungen und Schmähungen der Marke „Matschbirne“ üblich sind, ebenfalls.

        • @Gerhard:
          Manchen tut die Wahrheit so weh, weil sie dann sehen, wie beleidigend ihre eigenen Lügen für andere sein müssen, die dich nicht über den Tisch ziehen lassen. Den Frust darüber entladen sie dann in Kommentaren wie Deinen. Macht mir nichts. Oder konkret: Du kannst mir gerne mal den Buckel runterrutschen.

        • Naja, dafür haben wir jetzt Leute, die eine neue maskulistische Diskurspolizei aufmachen wollen und es bejubeln, wenn sich männliche Opfer häuslicher Gewalt vom Bloggen zurückziehen, nachdem sie namentlich geoutet worden sind, und die dieses Outing auch fröhlich weiter betreiben. Da ist also eine komplette moralische Prinzipienlosigkeit entstanden: „Hauptsache, ich habe mich durchgesetzt, der Rest ist doch egal. Nein, halt, ich könnte mich hinterher noch als armes gepeinigtes Opfer aufspielen.“ So wie ein Schläger, der jemanden totprügelt und demjenigen bei jedem Schlag erklärt, warum der Betreffende selbst daran schuld ist: „Weil! ich!! nämlich!! HYPERSENSIBEL!! bin!!!“

          Das Männersteik-Posting, da muss ich Gerhard Recht geben, ist einfach nur noch irre. Wer ernsthaft glaubt, dass auf einem Geheimtreffen von Männerrechtlern irgendwelche gutdotierten Pöstchen vergeben worden sein sollen oder dass Männerstreik der Cäsar der Männerbewegung ist, woraufhin sich aber leider ein „Brutus“ wie ich „mit einer besonders weichen Variante des Maskulismus in den Vordergrund gedrängt hätte“, der lebt in seiner ganz eigenen Phantasiewelt. Da ist die Maxime offensichtlich: Wenn alle Fakten gegen mich sprechen, denke ich mir einfach neue aus. Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie sich die Fundamentalistischen Fünf ihren Endsieg über den Feminismus konkret vorstellen.

        • Arne, das hast Du fantastisch zusammengefaßt. Mehr muß man über diesen Bockmist weder wissen noch schreiben. Hypersensibel. Fundamentalistische Fünf. Hervorragend.

        • Ach, stimmt ja. Alles Fundamentalisten außer euch. Alles wegbeissen, was nicht brav „gemäßigt“ ist. Erinnert mich an die Piraten im Endstadium. Da war am Ende auch jeder Nazi, der die Unterwanderung durch Feministinnen und Antifa ansprach und kritisierte. Habt Ihr eigentlich das Wortschränkchen schon in Rabin-Manier für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen? Das sollte doch das mindeste sein nach seiner heldenhaften Aufopferung samt sterbendem Schwan am Ende.

        • Phantasiewelt ist übrigens ein guter Begriff, Arne. Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn jemand meint, er sei durch die vollkommen belang- und zusammenhangslose Nennung eines 0815-Pseudonyms „aus der Anonymität gerissen“ worden. Wie ich schon schrieb, ich weiß zwar nicht, warum WS sein Blog eingestampft hat, aber es hatte mit einer angeblich „Enttarnung“, die überall behauptet wird, so viel zu tun wie eine einvernehmliche Penetration mit einer Vergewaltigung. Hier sollen andere in radikale Ecken geschoben und zu Sündenböcken gemacht werden, das ist alles. Da könnt ihr euch noch so oft einen auf euch selbst runterholen.

          • @männerstreik

            Es ist schade, dass du so wenig verständnis für den Wunsch nach Anonymität hast. Enttarnung bedeutet dabei auch nicht unbedingt, dass ihn jeder erkennen kann. Sondern das ihn bestimmte Leute erkennen können anhand von Daten, die er so in diesem Zusammenhang nicht freigegeben hat.

            Es mag nicht deiner Einstellung entsprechen, dass man einen Blog anonym führt oder auch nur, dass man so unvorsichtig ist, dass man dem Blogbetreiber vertraut, was die verwendete Emailadresse angeht.

            Anderen ist das aber sehr wichtig. Mir beispielsweise auch.
            Es ist aus meiner Sicht auch eine der Anstandsregeln als Blogbetreiber
            Zumal auch bei Wolle im Kommentarfeld zur Emailadresse das Folgende steht: Email (will not be published) (required)

            Wenn sich jemand in die radikale Ecke schiebt, dann seid ihr das leider selbst.

        • > Alles Fundamentalisten außer euch.

          Elmar hat die Bezeichnung „Fundamentalist“ doch akzeptiert. Ich finde sie passend. Wenn ihr eurer Ausrichtung einen anderen Namen geben wolt, dann tut das doch und versucht, andere davon zu überzeugen, dass sie besser passt. Dieser Aspekt ist mir zumindest völlig schnuppe. Ich brauche halt eine verständlichere Bezeichnung als „die da“.

          > Alles wegbeissen, was nicht brav “gemäßigt” ist.

          Der einzige, der „weggebissen“ worden ist, war Wortschrank. Alle anderen Blogs sind kerngesund, und ihre Betreiber können bloggen, was sie wollen. Aber sie müssen damit leben, dass sie kritisiert werden. Und wenn besonders viele Leute glauben, dass diese Blogger großen Mist gebaut haben, dann ist diese Kritik eben ungewohnt laut. Dass das nicht schön ist, weiß ich selber – aber letzten Endes geht es um EINEN Vorfall und in dieser Endlos-Soap hier ist morgen schon wieder etwas ganz anderes Thema Nummer eins.

        • Nachtrag: Wobei natürlich schwierig ist, dass Wortschranks Mailadresse weiter von euch verbreitet wird, obwohl er überdeutlich gemacht hat, dass er das nicht möchte. Wenn Leute sagen „Wir möchten nicht, dass männliche Opfer häuslicher Gewalt namentlich geoutet werden“, bleibt ihnen ja gar nichts anderes mehr übrig, als auf eure Blogs nicht mehr zu verlinken.

        • Logisch, „Outen“ ist das dann. Allerdings begreifst Du nicht, dass das Problem nicht darin besteht, dass irgendwer irgendwo genannt wird, nachdem er ja schon zuvor angeblich soweit „geoutet“ worden war, dass er – vermutlich unter hysterischen Heulkrämpfen – sein Blog schließen musste. Das Problem ist vielmehr seine Frau und er sollte sehen, dass er entweder Land gewinnt oder sie zur Verantwortung ziehen läßt. Wärst Du wirklich noch ein Männerrechtler, Arne, dann hättest Du ihm geraten, seine Frau anzuzeigen und dafür zu sorgen, dass er per Gericht die Kinder zugesprochen bekommt und nicht seine gewalttätige und offenbar bekloppte Frau.

          Wer auf mich verlinkt oder nicht, das ist mir herzlich egal. Im Übrigen wird keine Mailadresse verbreitet, sondern es ist nur der sogenannte „Local Part“, also der Teil vor dem @, im Netz aufzufinden, wobei aber niemand weiß, ob der Name oder das Jahr in diesem Pseudonym so den Tatsachen entspricht oder nicht. Und ob Du oder sonstwer weiter seine Hexenjagd gegen Leute wie Elmar, Wolle oder mich betreibt, ist mir auch relativ wumpe. Mit dem letzten Artikel ist aber dafür gesorgt, dass der von euch verbreitete Schwachsinn nicht unwidersprochen stehenbleibt und nur darum geht es.

          Schöne Grüße von den Fundamentalisten.

          • @maennerstreik

            „sondern es ist nur der sogenannte “Local Part”, also der Teil vor dem @, im Netz aufzufinden, wobei aber niemand weiß, ob der Name oder das Jahr in diesem Pseudonym so den Tatsachen entspricht oder nicht“

            Er weiß es und Leute, die ihn kennen evtl auch. Es ist insofern ein deutliches Indiz mehr. Eigentlich auch nicht wirklich schwer zu erkennen.

            „Das Problem ist vielmehr seine Frau“

            Und zu entscheiden, wie er damit umgeht, gerade angesichts des Umstandes, dass er ein Kind hat, ist dann wohl seine Sache. Es ist jedenfalls nicht Sache eines Blogbetreibers entsprechende Daten weiterzugeben, die ihm erst einmal vertraulich mitgeteilt werden.

        • Die Deiner Meinung nach „vertraulichen“ Daten wurden zu keinem, Zeitpunkt weitergegeben und den Screenshot hat wolle erst veröffentlicht, nachdem – u.a. Du – ihn beschuldigt hast, er hätte E-Mailadressen veröffentlicht. Das ist eine Falschbehauptung, denn es weiß niemand, ob hinten web.de, yahoo.de oder was auch immer stand. Nach dem veröffentlichten Teil kannst Du gerne mit Google suchen, da findest Du allerlei Leute, aber keinen, bei dem man nun sagen würde „Das ist er!“

          Insofern ist das alles nur eine Kombination aus Hysterie, geheuchelter Empörung und billiger Inszenierung. Man kann im Übrigen mit Wolle reden, er hat eine Mailadresse, ein Kontaktformular und einen Skype-Account. Ich bin mir sicher, wenn man ihm die Wichtigkeit des Anliegens geschildert hätte, sofern es tatsächlich so sein sollte, dann wäre das Löschen der einmaligen(!) Anrede mit diesem Pseudonym die Sache von ein paar Minuten gewesen. Allerdings sollte man sich dann nicht schon im Vorfeld wie das allerletzte A****loch von oben herab benommen und versucht haben, Wolle in die Ecke „gelbes Forum“ zu schieben, wo er definitiv weder unterwegs noch verortet ist. Aber das, was Monsieur WS ja mit Feministinnen sehr gut konnte als „Feminist mit Maskulationshintergrund“, das hat er mit Maskulisten mit anderer Meinung unterlassen: reden, ganz normal reden. Das ist es, was viele genervt hat an seinem Blödsinn. Ich hatte auch schonmal Zoff mit Wolle, weil er manchmal einzelne Worte oder Äußerungen auf die Goldwaage legen mag, aber alles in allem ist er jederzeit für ein *vernünftiges* Gespräch zu haben.

          • @maennerstreik

            Das Argument, dass nur einen Teil der Email zu veröffentlichen unproblematisch ist, wenn dieser Teil nicht für Dritte per se eine Identifizierung zulässt, hat Kai ja hinreichend behandelt:
            http://frontberichterstatter.blogspot.de/2014/05/und-tschuss-ein-nachgesang-ein.html

            WS hat in seiner Beziehung nach eigener Aussage massiv Gewalt erfahren und darüber auch geschrieben. Er hat sich trotzdem im Interesse seiner Kinder mit seiner Exfrau ausgesöhnt, was erst mal meine Hochachtung verdient. Dass diese Ex es dann natürlich nicht gut findet, dass er seine Identität und somit auch die ihrige, hier im Internet breittritt, sollte eigentlich jedem klar sein. Wer möchte sich im Internet schon als Gewalttäterin wieder finden? Trotzdem hat ein Blog diese Identität, und wenn auch nur in Teilen, gelüftet, indem er die E-Mail Adresse in einem Beitrag veröffentlicht, und damit für Google sichtbar gemacht hat. Das nach eigener Aussage des Bloginhabers die Domain dabei entfernt wurde, ist ein Detail.

            Ich selbst nehme z. B. die Adresse kai.derfuenfte@gmail.com. Sollte einer nun auch nur kai.derfuenfte in seinem Blog verwenden, so würden mich, falls ich diese Kennzeichnung auch privat verwende, sicherlich alle meine Bekannten locker identifizieren können. Zum anderen wird diese durch Verwendung in einem Blogtext, anders als bei einer Hinterlegung hinter dem Namen eines Kommentators, auch von Google mit normaler Suche erkannt. Und selbst eine Adresse wie Kai1970, obwohl evtl. weit verbreitet, lässt in Zusammenhang mit einem Blog in dem über pers. geschrieben wird, genau diese Rückschlüsse zu. Bei gefühlt 1000 Mailanbietern und somit max. 1000 Kai1970, wie viele sind geschieden, haben X Kinder und auch noch Paargewalt erfahren?

            Was in einem solchen Fall, wo die Exfrau sich dann blossgestellt fühlt und von Kommunikation in den Rachemodus umschwenkt, passieren kann, darüber haben hier schon viele Väter berichtet. Dass die Konsequenz, je nach Sorgerechtsurteil, auch sein kann, dass WS dann seine Kinder 600 KM weiter entfernt besuchen darf, scheint einigen hier nicht klar oder egal zu sein.

            Ich hätte dem Veröffentlicher hier nicht einmal böse Absicht unterstellt, vor allem weil ich den Fall nicht weiter verfolgt habe, auch wenn die vorausgegangenen Aktionen gegenüber WS, insbesondere auch von diesem Blog, einen anderen Schluss zulassen können. Doch nach der letzten Aktion von obigem Blogbetreiber in seinem Kommentarbereich, wo klar geschrieben wird

            Na ja, ich habe ja zugegeben, dass ich “kai1970’ [Adresse geändert, FBES] geschrieben habe. Die E-Mail-Adresse seine WordPress-Accounts fängt halt so an. Er hat mit der ja überall kommentiert.

            geht es nicht um Miteinander, auch über Meinungsverschiedenheiten hinweg, es geht um Rache und in diesem Fall um Einschüchterung und/oder Rechthaberei in Kombination mit Ignoranz. Mann kann nur noch den Kopf darüber schütteln wenn beide Blogs selbst noch von häuslicher Gewalt berichten.

            Wie lange diese Offenlegung zurück liegt, ist dabei nur ein Detail. Das es augenscheinlich auch die massiven Anfeindungen WS gegenüber waren, die ihn zum Rückzug trieben, das diese Offenlegung und die Reaktionen darauf nur noch der berühmte letzte Tropfen war, ist zumindest für mich am wahrscheinlichsten.

            Es reicht, wenn ihn bestimmte Leute identifizieren können

            Es gäbe ja auch einen einfachen Weg zurück: Wollepelz sagt, dass er zwar nach wie vor anderer Meinung ist, aber auch kein Interesse daran hat, evt zu einer für Wortschatz negativen Entdeckung beizutragen und er deswegen die entsprechenden Stellen löscht.
            Ich habe auch schon Emails erhalten, in denen Leute im Nachhinein gemerkt haben, dass sie etwas mehr in Kommentaren mitgeteilt haben, als sie wollten und habe das dann nachträglich rausgenommen.

            Auf der Sachebene kann man sich ja dann streiten so lange man möchte

        • „Lockerer bleiben“ wollte ich schreiben.

          Ein Local Part einer E-Mail-Adresse ist etwas sehr Wichtiges. Ich finde, hier relativierst du unangemessen. Wenn ein Bekannter die E-Mail-Adresse kennt, dann ist Essig.

          Allerdings hätte Wortschrank womöglich schon den von dir skizzierten Weg gehen können. Ich kann das nicht beurteilen.

          Die Frage bleibt trotzdem, warum wir uns manchmal bis zum Endsieg die Birne einhauen.

          Das sollte aufhören. Man kann auch ohne Overkill miteinander streiten.

        • Männerstreik, ich finde auch, dass ihr – gerade dafür, dass du selbst Wörter wie „hysterisch“ verwendest – das Thema sehr unentspannt angeht. Was ist denn großartig passiert? Ihr habt jemanden ausgrenzen wollen, stattdessen wurde die Aktion zum Bumerang, und jetzt fühlt ihr euch ausgegrenzt. Ein Großteil der maskulistischen Blogger hat deutlich gemacht, dass sie dieses Verhalten nicht gutheißt; dieser Teil der maskulistischen Gemeinschaft ist dadurch stärker zusammengewachsen und hat ethische Spielregeln für solche Fälle entwickelt. Gut, ihr steht momentan ein bisschen doof da, aber wie Christian oben erklärt hat, gibt es für euch einen einfachen Weg zurück.

          Stattdessen holzt ihr jetzt mit Texten, von denen keiner weiß, wer eigentlich der Ansprechpartner sein soll. Euch selbst braucht ihr nicht zu überzeugen, und eure Gesprächpartner werdet ihr mit Worten wie „Gegacker“ und Unsinn wie „Wenn du wirklich ein Männerrechtler wärst“ kaum erreichen. Wenn man in einer Sackgasse gelandet ist, sollte man vielleicht umkehren statt mit seinem Auto immer wieder gegen die Mauer zu fahren.

        • Sag mal, Arne, hast Du diese Art der Geschichstklitterung von Deiner lieben Robin gelernt? Ausgrenzen? Pffff. Wer also keine Lust hatte, mit WS als Bettvorleger vor Robin, onyx & Co. zu landen, hat WS ausgegrenzt? Der gleichzeitig alle anderen, die nicht mit ihm „mitgezogen“ sind, in die Ecke „gelbes Forum“ und „Radikale“ schieben wollte? Also bei diesem Umfang an Realitätsverweigerung solltest Du entweder mal zum Arzt gehen oder mal einige Dinge nachlesen, wie sich Dein WS-Schatzi so bei manch anderen im Kommentarbereich aufgeführt und verewigt hat. Der konnte da in Sachen dummdreisten Scheiss echt locker mit Robin & Co. mithalten.

          Maskulistische Gemeinschaft ennst Du diesen Quatsch? Du meinst diese Handvoll Leute, die so seicht und falch daherkommen, dass selbst die Feministinnen sie nicht ernst nehmen und eher als Punchingball benutzen, während ihr denkt, sie würden mit euch diskutieren? Süss.

        • Faszinierende Sprache:

          „Manchen tut die Wahrheit so weh, weil sie dann sehen, wie beleidigend ihre eigenen Lügen für andere sein müssen, die sich nicht über den Tisch ziehen lassen. “

          „Alles Fundamentalisten außer euch. Alles wegbeissen, was nicht brav (…) ist. (…) Das sollte doch das mindeste sein nach seiner heldenhaften Aufopferung samt sterbendem Schwan am Ende.“

          „Hier sollen andere in radikale Ecken geschoben und zu Sündenböcken gemacht werden, das ist alles. Da könnt ihr euch noch so oft einen auf euch selbst runterholen.“

          „(…) diese Art der Geschichstklitterung (…) Wer also keine Lust hatte, (…) als Bettvorleger (…) zu landen, (…) Also bei diesem Umfang an Realitätsverweigerung solltest Du entweder mal zum Arzt gehen oder mal einige Dinge nachlesen (…) Der konnte da in Sachen dummdreisten Scheiss echt locker (…) mithalten.“

          Vulgär.

          Ad hominem.

          Und keine Argumente außer „Ich weiß, was richtig ist“ und „Ihr seid alle doof.“

          Da ist selbst Robin hier in den Kommentaren kohärenter und das will wirklich was heißen.

          Am Schönsten dabei die Geste des „…das ist mir herzlich egal. “

          Ja, das merkt man. Wirklich keinerlei Emotionen in die Tastatur gehauen
          🙂

        • Hätte der Feminismus nicht einen in meinen Augen zu großen politischen Einfluss, wäre ja vielen was da aus einem der Lager kommt einfach nur total unterhaltsam. Bei männerstreik hingegen in der politsche Einfluss gleich Null, da kann ohne schlechtes Gewissen aus vollen Halse lachen ^^

          „Also bei diesem Umfang an Realitätsverweigerung solltest Du entweder mal zum Arzt gehen“ – Ja sowas überzeugt immer ungemein LOL

    • @ Gerhard

      „sondern ein gewisses qualitatives Mindestniveau einfordern.“

      Wo ist Dein Mindestniveau denn? Du beleidigst Mitstreiter, äußerst Dich herablassend, führst Dich wie ein Kotzbrocken auf.

      Argumente kommen von Dir auffallen wenig. Aktionen zum Bekanntermachen der Männerrechtlerszene ebenfalls.

      Sonntagsgrüße von einer der sog. Matschbirnen!

      • Pssssscht! Das sind die neuen. Die „gemäßigten“. Die engels- und gottgleichen, die man nicht kritisieren darf, ohne als Radikaler zu gelten oder mit dem „gelben Forum“ in Verbindung gebracht zu werden.

        Muss daran liegen, dass solchen Leute eine aufgehübschte Lüge lieber ist als die häßliche Wahrheit.

      • Ach ja: Bevor ich es vergesse, distanziere ich mich von Gerhard und vergleichbaren Figuren. Und von Biene Maja. Und Pumuckl, dem alten Patriarchen mit seinem geheimen Männerbund zu Meister Eder…

        • @ mitm

          Welcher Text?

          Das hier

          „Wo ist Dein Mindestniveau denn? Du beleidigst Mitstreiter, äußerst Dich herablassend, führst Dich wie ein Kotzbrocken auf.

          Argumente kommen von Dir auffallen wenig. Aktionen zum Bekanntermachen der Männerrechtlerszene ebenfalls.

          Sonntagsgrüße von einer der sog. Matschbirnen!“

          ?

          @ Alle

          Einen Hinweis noch: Mit „Sonntagsgrüße von einer der sog. Matschbirnen!“ wollte ich keineswegs andeuten, hinsichtlich der „Wortschrank“-Affäre auf einer der beiden Seiten zu sein.

          Ich weiß nicht, wer recht hat. Woher soll ich denn wissen, ob es stimmt, dass Wortschrank vor der ganzen Geschichte selbst diesen E-Mailbestandteil als Nickname verwendet hat?

          Ich selbst habe mich immer als gemäßigt angesehen und bezeichne mich auch weiterhin als solchen. Ich kann trotzdem mit Wolle Pelz besser diskutieren als mit Gerhard, egal, wie „gemäßigt“ er ist. Er hat glaub ich noch nie was zu mir gesagt, ohne mich dabei zu beleidigen. Mit anderen Gemäßigten konnte und kann ich immer gut.

          Ich will mich in Sachen Wortschrank-Affäre enthalten. Ich habe ihn praktisch nicht gekannt. „Männerstreik“ kenne ich auch kaum bis gar nicht.

          Und auf meiner langen Linksliste bleiben eh alle drauf. Ohne eindeutige Beweise kann ich keinen da runterschmeißen.

          Außerdem will ich gar keinen runterschmeißen, denn ich wünschen mir eine möglichst große feminismuskritische Szene.

          Ich habe ja mit Elmar sogar Leute darauf, die in Sachen „Biologie innerhalb des Geschlechterthemas“ einen völlig anderen Standpunkt haben.

          • @matthias

            „Woher soll ich denn wissen, ob es stimmt, dass Wortschrank vor der ganzen Geschichte selbst diesen E-Mailbestandteil als Nickname verwendet hat?“

            Darauf käme es aus meiner Sicht noch nicht einmal ausschließlich an, wenn er
            1. nicht in verbindung zu seinem jetzigen Alias gemacht hat, denn dann wird die Verbindung erst durch die Nennung hervorgerufen
            2. jetzt deutlich macht, dass es ihm zu heikel wird, er Nachteile als Vater befürchtet und man dann dennoch weiter macht.

        • @Matthias on 4. Mai 2014 at 5:24 nachmittags:
          „Welcher Text? Das hier ….“

          Ja, der Kommentar, auf den ich geantwortet habe.

          „Ich will mich in Sachen Wortschrank-Affäre enthalten.“
          enthalten in welchem Sinn? Nichts sagen? (Motto: Philosoph geblieben?)
          Will ich auch. Deshalb äußere ich mich gar nicht erst dazu.

        • @ mitm

          Besteht mein Beitrag nun des Tagesschau-Test?

          Und was ist mit Gerhards Beiträgen?

          @ Christian

          „Darauf käme es aus meiner Sicht noch nicht einmal ausschließlich an, wenn er
          1. nicht in verbindung zu seinem jetzigen Alias gemacht hat, denn dann wird die Verbindung erst durch die Nennung hervorgerufen
          2. jetzt deutlich macht, dass es ihm zu heikel wird, er Nachteile als Vater befürchtet und man dann dennoch weiter macht.“

          Ja. Allerdings weiß ich auch hier wieder zu wenig drüber, ob Wortschrank eine Verbindung zu anderen Nicks gemacht hat usw. – scheiß Thema. Ich glaub ich äußer mich da wirklich nicht mehr drüber und bleibe diesbezüglich neutral.

        • @ Matthias on 4. Mai 2014 at 8:08 : „Besteht mein Beitrag nun des Tagesschau-Test?“

          Ich wollte Dich eigentlich dazu bringen, selber darüber nachzudenken.

          Um es abzukürzen: Nein. Alleine der Satz „…führst Dich wie ein Kotzbrocken auf.“ reicht aus.

          Wenn Politiker X den Politiker Y in einer Debatte beschimpft, würde der Texter der Tagesschau den Sprecher sagen lassen: „Politiker X führte sich in der Debatte mit Politiker Y wie ein Kotzbrocken auf.“? Sicher nicht.

          Wenn Politiker X behauptet hätte, „Politiker Y führt sich wie ein Kotzbrocken auf.“ wäre das als übler Faux Pas als solcher eine Nachricht wert gewesen, zum Schaden von Politiker X. Nichts ist schöner, als wenn sich ein politischer Gegner wie ein Proll benimmt. Dann halten ihn die Leute für einen Proll, und Prolls denken nicht nach, brauchen also auch in der Sache nicht ernstgenommen zu werden. Deswegen ist es eine beliebte und oft erfolgreiche Strategie, einen Diskussionsgegner durch leichte Provokationen dazu zu bringen, auszurasten und sich wie ein Proll zu benehmen, vor Publikum.

        • @ mitm

          Was nichts dran ändert, dass nicht ich mich von mir selbst aus so benehme, sondern gerade z.B. dieser Gerhard. Und nicht nur der.

          Also frag ihn beispielsweise doch, ob seine „Mimimi“- und „Male tears“-Beiträge und seine ganzen anderen Unverschämtheiten den Tagesschau-Test bestehen.

          „Deswegen ist es eine beliebte und oft erfolgreiche Strategie, einen Diskussionsgegner durch leichte Provokationen dazu zu bringen, auszurasten und sich wie ein Proll zu benehmen, vor Publikum.“

          Ich erlebe hier auch oft genug gar-nicht-leichte Provokationen.

        • @Matthias on 4. Mai 2014 at 8:51

          Mit Kraftausdrücken wie „Matschbirne“ fällt man natürlich auch durch den Tagesschau-Test.

          Sofern Du daraus ableitest, mit gleicher Münze heimzahlen zu können, irrst Du gewaltig: Du hast damit sein Verhalten entschuldigt, weil Du es ja auch praktizierst.

          Höflichkeit steht nicht zur Disposition, glaub es mir bitte.

        • @ mitm

          Ja, prinzipiell hast Du da zwar Recht. Aber trotzdem solltest Du nicht mir damit kommen, sondern denen, die angefangen haben.

          Dem Gerhard zum Beispiel. Warum fragst Du den nicht mal, ob seine Beiträge Deinen Tagesschau-test bestehen?

          Ist doch bei ihm viel eher angebracht!

          Wenn Du auf offener Straße eine Faust von einem Schlägertypen ins Gesicht kriegst und reflexartig zurückschlägst – und sei es auch mit der Faust – dann willst Du ja auch nicht, dass die gerade vorbeikommende Polizei Dich maßregelt oder anzeigt, Dich verhaftet usw. und den Angreifer einfach laufen lässt und sich gar nicht für interessiert.

        • Nachtrag:

          „Du hast damit sein Verhalten entschuldigt, weil Du es ja auch praktizierst.“

          Nein, hätte ich meiner Meinung nach nur dann, wenn ich angefangen hätte. Insgesamt, also zumindest alle Threads hier zusammen, hat Gerhard angefangen.

          Somit ist nach Deiner Logik mein Verhalten entschuldigt. Nicht seins.

  5. Ich positioniere mich erst seit nunmehr 7 Jahren als pro-(eigentlich sogar radikal-)feministisch.

    Damals wie heute gehöre ich damit in den Kommentarspalten der Mainstreampresse zur krassen Minderheit. Aber das finde ich völlig ok so.

    In dem Zusammenhang bin ich nämlich voll und ganz bei Mark Twain:

    „Wenn du merkst, daß du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.“

    • @ Muttersheera

      „Ich positioniere mich erst seit nunmehr 7 Jahren als pro-(eigentlich sogar radikal-)feministisch.“

      Merkt man Dir von der Art, wie Du diskutierst, nicht an. Wir beide fetzen uns doch nie oder nur ansatzweise, obwohl wir es doch rein theoretisch müssten, wenn Du Dich wirklich als „radikalfeministisch“ einstufst?!? Aber wenn wir miteinander sprechen, bleibt es fast immer sachlich, von beiden Seiten aus.

      Daran sieht man: Diskutieren ist mit Andersdenkenden möglich. Auch mit völlig Andersdenkenden. Es gibt leider nur viele Leute hier, die es nicht können.

    • @ muttersheera

      *Ich positioniere mich erst seit nunmehr 7 Jahren als pro-(eigentlich sogar radikal-)feministisch.

      Damals wie heute gehöre ich damit in den Kommentarspalten der Mainstreampresse zur krassen Minderheit. Aber das finde ich völlig ok so.*

      Spielt Dir da nicht die Erinnerung einen Streich?

      Als ich vor 8 Jahren meine Rote-Pille-Erleuchtung erlebte und darauf zu achten begann, kommentierte ich bei Zeit und Spiegel Online.

      Damals konnte von maskulistischer Dominanz dort keine Rede sein.

      Dieses Kommentieren habe ich seit Jahren eingestellt (zu häufig und zu unvorhersehbar die Zensur meiner Kommentare, hing offenbar ab vom Zyklusstatus der jeweils gerade die Löschtaste beidienenden Praktikantin).

      Ein erkennbares, konsistentes Zensurmuster wäre ja eine Aufforderung zum Spiel gewesen, denn Zensur verbessert den Stil, schult die Hinterhältigkeit.

      Aber so, platteste Willkür – das ist öde, Roulettekesselzensur, nicht auszutricksen, da unvorhersagbar in ihrer Reaktion.

      Jedenfalls konnte damals von maskulistischer Dominanz noch keine Rede sein.

      Die ordinärsten Dummbratzen feministischer Provenienz kommentierten bei Spon.

      Sybille Berg für Arme.

      Ich hoffe, Du warst nicht darunter.

    • @Sheera: „Damals wie heute gehöre ich damit in den Kommentarspalten der Mainstreampresse zur krassen Minderheit.“

      Minderheit in Relation zu welcher Grundgesamtheit? Ich wage mal die Gegenthese (Beweis: mein Bauchgefühl 😉 ) daß Du vor 7 Jahren bei der Mehrheit warst und daß heute in ZEIT, SD usw. 40 – 50% der Kommentare (nicht der Artikel!) profeministisch sind, wömöglich aber nicht radikalfeministisch, was immer das genau ist.

      • Ich würde es eher umgekehrt sehen: die ARTIKEL sind vielleicht häufig profeministisch, die Kommentare sind es zu sicher 90% nicht.

      • @Rexi: interessant, daß wir das verschieden wahrnehmen. Kann durch zufällige Auswahl bedingt sein (man kann nicht alles lesen) oder weil in den Kommentaren Argumente vorkommen, die verschieden zugeordnet werden. Typisches Beispiel: ein Kommentar widerspricht der 23%-GPG-These. In meiner Wahrnehmung hat er damit nur eine Falschbehauptung korrigiert, aber noch für keine Seite Partei ergriffen und kann ansonsten durchaus feministisch argumentieren.

    • Wenn es Dir nur darum geht zu einer Minderheit zu gehören, ohne die Inhalte der Minderheit zu reflektieren, der Du angehörst, dann wünsche ich mal gute Besserung. Vielleicht beantwortest Du Dir selbst mal die Frage, warum Du zum Feminismus („Extrawürstchen für Frauen“) anstatt zum Humanismus („Gleiche Rechte für alle“) gelangt bist. Und: Warum sollte es verwerflich sein, als Mann einem nicht existierenden „Patriarchat“ anzugehören, aber voll okay als Frau eine Feministin zu sein. Ich hoffe, ich überfordere Dich damit nun nicht…

      • @ maennerstreik

        * Warum sollte es verwerflich sein, als Mann einem nicht existierenden “Patriarchat” anzugehören, aber voll okay als Frau eine Feministin zu sein. *

        Es ist auch nicht verwerflich, einem existierenden Patriarchat anzugehören.

        Die Katholische Kirche beweist das.

        Und viele, SEHR viele Frauen finden es toll.

        Wenn Männer dazu stehen, mit breiter Brust.

        Was nicht toll finden: Schwiemel-„Patriarchen“, Strickjackeneumel, Allies.

        Das Patriarchat hat nur eine schlechte Presse.

        Seine zivilisatorischen Leistungen jedoch sind gewaltig.

        Es gibt wahrscheinlich keine Hochkultur ohne Patriarchat.

        Jedenfalls ist mir keine nichtpartriarchale bekannt.

        Unsere Noch-Hochkultur ist kein Patriarchat mehr, deshalb (u.a.) auch eine Hochkultur im Stadium ihres Niederganges.

        • Und, baust du dir schon einen Bunker? Sitzt du schon mit Alu-Hut vor dem Fernseher? Rasch rasch, bevor es anfängt zu apokalypsen!

        • „Und, baust du dir schon einen Bunker?“

          Naaa, das hat er doch schon oft genug gesagt: Er sitzt mit einem Glas Wein vor einem Kulturdenkmal und lässt sich von Tippse den Rücken krauln, während hinter ihm die Welt untergeht.

          Ein echter Christ hat doch keine Angst vorm Jenseits (<- Bunker, Aluhut), Shame.

        • Ich sprach vom „Patrarchat“ aus der feministischen Wahnideologie, nicht in der katholischen Kirche. Bei den Feministinnen ist da ja so eine Art geheimer Männerbund, dem jeder Mann vom Kloputzer bis zum Vorstand angehört und dessen einziges Ziel darin besteht, Frauen zu unterdrücken und zu vergewaltigen. Und als Beleg für diesen Umstand kann man locker heranziehen, dass die angeblich privilegierten Mitglieder dieses Bundes eine kürzere Lebenserwartung haben als die angeblich unterdrückjten Frauen. Das wiederum wird dann auf die individuelle Lebensführung geschoben usw.usf.

        • @ Rexi

          Aluhüte/Bunker schützen zudem nicht vor Zivilisations(zusammen-)brüchen.

          Aber immerhin, die Überlebenden können die Ruinenromantik genießen.

          Das tröstet mich – irgendwie.

          Der prekäre Schlussstein da fasziniert mich seit meiner Kindheit.

          Er hängt schon länger in dieser Lage als er wohleingepasst in sein Gebälk war.

          Faszinierend.

          Obwohl ich nicht zu den Überlebenden gehören werde, denn in 50-100 Jahren, wenn die brennenden Balken wahrscheinlich durch die Decke zu krachen beginnen, bin ich eh mit großer Sicherheit bzw. todsicher tot.

          Sitze dann – so Gott will, auf meinem katholischen goldenen Wölkchen, mit der nicht ganz katholischen Tippse im Arm (Gott ist ja auch katholisch, also großzügig) und betrachte das Chaos hinnieden mit gehörigem Abstand, schlage dazu die Harfe wie weiland Nero im Angesicht des brennenden Rom und lasse Tippe dazu singen (sie singt recht gut).

        • Das ist der Schlussstein heute

          Er wurde vor dem 1. Weltkrieg wieder sicherer postioniert, kann also durchaus noch unsere eigene Zivilisation überdauern.

          Kaiser Wilhelms Archäologen taten das.

          Dessen Reich kurz danach auch unterging.

        • Die Zeichnung des Schlusssteins ist von ca. 1780. Angefertigt hat sie Louis-François Cassas.

          Sehr zu empfehlen, der Mann.

          Für solche, die Ruinen lieben.

        • Roslin ist der PIrincci der Feminismuskritik.

          Er hat recht, kann aber nicht differenzieren.

          Ich übersetze: Eine Gesellschaft, die von Männern geführt wird, ist toll und leistet Vieles. Ein Patriarchat als A-Priori-Ausschluß von Frauen ist aber doof.

          Feministinnen müssen es auf die Reihe kriegen, wenn Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik auch weiterhin von Männern dominiert werden. Sie interessieren sich einfach mehr dafür und können mehr.

          Das ist auch der Grund, warum die traditionellen Geschlechterstrukturen überhaupt entstanden sind. Der Prozeß der Moderne besteht darin, normative Grenzen aufzulösen – aber nicht darin, Gleichheit um jeden Preis und genauso a priori zu verwirklichen wie dereinst die Geschlechterdichotomie.

          Eigentlich grauenvoll, daß in unserer akademisierten Gesellschaft kein Journalist es schafft, diese Dinge auszudrücken oder zu begreifen.

        • @ Kirk

          *Ein Patriarchat als A-Priori-Ausschluß von Frauen ist aber doof.*

          Im Kontext eines säkularen, demokratischen Staates, dessen Existenzvoraussetzung u.a. die Gleichberechtigung seiner Bürger ist – ja.

          Im Kontext einer Religionsgemeinschaft, der anzugehören freiwillig ist und sein muss, bei der Zugehörigkeit aus einer individuellen Glaubensüberzeugung entspringt – nein.

          Die Katholische Kirche ist keine Demokratie.

          Und das ist gut so.

          Sie ist auch keine menschliche Stiftung.

        • @Roslin

          Da bist du halt doch a bisserl deppert, Roslin. Du vertraust deiner ewigen Katholischen Kirche, die ein Dogma nach dem nächsten ablegt und abgelegt hat.

          Irgendwann werden auch Frauen ordiniert oder der Zölibat abgeschafft werden. Da muß man kein Hellseher sein. Sicherlich hast du rechtlich recht. Menschlich aber nicht. Ein Christ sollte sich auch gegen unchristliche Strukturen in seiner Kirche einsetzen.

          Lies noch mal im Neuen Testament, da steht alles Wichtige drin.

          Es ist einfach billig und unwürdig, sich einer Institution zu ergeben, die lediglich von sich behauptet, in der Nachfolge Christi zu stehen. An diesem Anspruch kann man gehörigen Zweifel haben.

          In diesem Sinn sind dein Konservatismus und Katholizismus genauso billig wie Leszeks Links-Sektierertum.

        • @ Kirk

          *Irgendwann werden auch Frauen ordiniert oder der Zölibat abgeschafft werden. Da muß man kein Hellseher sein.*

          Doch, Hellseher muss man sein, um das zu sehen.

          Frauenordiantion wäre das Ende der Katholischen Kirche.

          Jenseits aller Theologie, rein praktisch.

          Wie sich das auswirkt auf dem religiösen Markt kann man bei den Protestanten/Anglikaneren studieren > Absturz in die Bedeutungslosigkeit, kein Erfolg, nicht mal bei Frauen.

          Wahrscheinlich empfehlen daher die „Freunde“ der Katholischen Kirche ihr so angelegentlich eine Reform in diesem Sinne: progressiv, modern, kritisch.

        • PS:

          Zölibat ist ein ganz anderes Thema, von ganz anderem Rang in der Hierarchie des katholischen Lehrgebäudes, könnte in der Tat mit einem Federstrich des Papstes abgeschafft werden.

        • Obwohl ich nicht zu den Überlebenden gehören werde, denn in 50-100 Jahren, wenn die brennenden Balken wahrscheinlich durch die Decke zu krachen beginnen, bin ich eh mit großer Sicherheit bzw. todsicher tot.

          Bis dahin hat man sicher andere Probleme.
          Auch die Kronloyalen.

          Warten wir erstmal ab, was sich so mit der Ukraine entwickelt…

        • @Roslin

          Solange man noch irgendwie in die innere Emmigration gehen kann und nicht um Leib und Leben fürchten muss, geht’s eigentlich noch.
          Wir haben doch eher Luxusprobleme. Solange man keine Kinder hat, hat man auch nix mit dem feministisch indoktrinierten Schulsystem zu tun. Die Müllstrommedien kann man ignorieren.
          Und Vater Staat bin ich egal, solang ich meine Steuern zahl‘.
          Irgendwas piesackt einen doch immer, ob ganz im Osten die Faschos oder halt hier in Berlin die möchtegern alternativen Fascho-Hippies.
          Ich wüsste auch nicht, wo ich sonst hingehen sollte.
          Deutschland ist, was Gesundheitsversorgung, Lebensstandard und Kosten angeht nunmal immer noch ziemlich gut.
          Die Leute und erst Recht die Politik können einem am Allerwertesten vorbeigehen. Und wenn man eine Weile im Ausland verbracht hat, dann sind da zwar die Frauen viel netter und nicht ganz so verbogen, verlogen und kaputt, wie speziell in Berlin, aber so andere Sachen, wie die Sprache und so triviale Sachen, wie die Landschaft und der Himmel vermisst man schon. Man weiß erst wirklich, was Heimweh ist, wenn man fort *muss*. Aber das dauert sicher noch eine Weile.

    • „Ich positioniere mich erst seit nunmehr 7 Jahren als pro-(eigentlich sogar radikal-)feministisch.“

      Und warum? Männer alles Unterdrücker oder watt?

      „Damals wie heute gehöre ich damit in den Kommentarspalten der Mainstreampresse zur krassen Minderheit.“

      Damals: k.A.
      Heute: Jo, wie Rexi sagt sind die Artikel größtenteils pro-feministisch und die Kommentare sicher nicht

    • Daran solltest Du festhalten, wenn das nächste mal 9 Humanisten gegen einen Nationalsozialisten argumentieren. Ich bin mir sicher, da hast du einiges zu revidieren. Menschenwürde gehört natürlich auch dem Mainstream an, das muss auch weg.

      Zudem hat sich der Feminismus sowieso bereits in die höchsten Etagen der Normalität hochgeschlafen. Es gibt in Europa so gut wie keine Parteien mehr, die feministischen Grundsätze ideologisch ablehnen.

    • „Damals wie heute gehöre ich damit in den Kommentarspalten der Mainstreampresse zur krassen Minderheit. Aber das finde ich völlig ok so.“

      Solange SGB IX §44(1) Satz 3 existiert, halt ich den Glauben, dass Radikalfeminismus eine Minderheitenmeinung sei, für eine Art Bewußtseinsspaltung, ein wahnhafte Wahrnehmungsstörung.

      Diese Wahrnehmung hast DU mit der Vorsitzenden der CSU-Bundestagsgruppe gemein, wie ich einem entsprechende Brief dieser, meiner Vertreterin im Bundestag (ich wohne im entsprechenden Wahlkreis) entnommen habe.

      Ich halte die CSU entgegen anderslautender Gerüchte NICHT für eine Minderheitenpartei.

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