Homosexualität als Komplizen männlicher Herrschaftsstrukturen

Leser Leszek zitiert eine interessante Passage zu feministischen Strömungen, die Homosexualität als Bestätigung männlicher Herrschaftsstrukturen sieht:

 

(…) so definiert doch eine wesentliche Strömung des Lesbischen Feminismus schwule Männer als Komplizen männlicher Herrschaftsstrukturen und betrachtet sie konsequenterweise als weniger geeignete Verbündete von Lesben als heterosexuelle Frauen. Sheila Jeffreys z.B. betont die Solidarität zwischen Frauen und Lesben – eine Solidarität, die ihr zufolge für den gesamten Feminismus selbstverständlich sein sollte – , während sie gleichzeitig ein vergleichbares Bündnis zwischen Lesben und Schwulen verneint. Indem sie geschlechtliche Identitätskategorien höher bewertet als sexuelle, stellt Jeffreys “das ganze System männlicher Vorherrschaft” in den Vordergrund. Damit kann sie das weitgreifende und vom Geschlechterstandpunkt geprägte Argument begründen, dass alle Männer, einschließlich schwuler, Frauen unterdrücken. (Jeffreys 1994b, 460) Darüber hinaus macht sie schwule Männer als diejenigen aus, die eine besonders wichtige Funktion an dieser allgemeinen Unterdrückung haben: “Durch ihre Beteiligung in den Medien und in der Modeindustrie spielen Schwule eine einflussreiche Rolle bei der Definition dessen, was in einer Kultur männlicher Vorherrschaft als weiblich gilt.” (ebd.., 461) Die Darstellung von Schwulen als Verkörperung patriarchaler Werte hat eine bedauerliche homophobe Geschichte innerhalb der feministischen Theorie. Außer im bereits diskutierten Aufsatz von Rich taucht diese Idee auch in den Schriften von Irigaray (1981, 107-11) und Frye (1983) auf (…).
Jeffreys stimmt dem Argument von Marilyn Frye zu, wenn es, ähnlich formuliert, behauptet: “Schwule verhalten sich konformistisch zur männlichen Vorherrschaft, weil sie sich entscheiden, diejenigen zu lieben, die in diesem politischen System jeder lieben soll, nämlich Männer.” (…) (Jeffreys1994 b, 468)
(…)
“Ein Blick auf einige der Prinzipien und Werte der männerdominierten Gesellschaft und Kultur legt unmittelbar nahe, dass homosexuelle Bürgerrechtsbewegung und schwule Kultur, wie diese sich in ihren öffentlichen Äußerungen darstellt, in wesentlichen Punkten eher im Einklang als im Widerspruch zur männlichen Herrschaft stehen. Diese ist jedoch feindlich gegenüber Frauen wie der Frauenliebe, der sich Lesben verschrieben haben.” (ebd., 130)
Zu diesen “Prinzipien und Werten”, die laut Frye heterosexuelle und homosexuelle Männer mit den Banden unerschütterlicher Männlichkeit verknüpft, gehören der Kampf für männliche Bürgerrechte, Homo-Erotik, Frauenhass und männliche Zwangsheterosexualität. Schärfer als Rich und Jeffreys betont Frye diese vermeintliche Nähe zwischen phallokratischer Kultur und der Homo-Befreiungsbewegung. Doch sie schließt daraus sogar, dass Schwule, weit entfernt davon, bloß heterosexuellen Männern ähnlich zu sein, “im allgemeinen in allen wichtigen Punkten nur noch loyaler zu Männlichkeit und männlicher Herrschaft stehen, als andere Männer”. (ebd., 132)
Frye argumentiert weder als erste noch als letzte lesbische Feministin, die Männerbündelei, die den heterosexuellen Austausch ermöglicht, unterscheide sich eher graduell als im Wesen vom Männerbund, der Homosexualität unterstützt.
(…)
Nachdem sie (…) behauptet hat, dass sich heterosexuelle und schwule Kulturen in ihrer Liebe zu Männern und ihrem Hass auf Frauen einig sind, macht Frye das Prinzip hinter der männlichen Zwangsheterosexualität ausfindig: “Es ist sehr wichtig für die Aufrechterhaltung männlicher Herrschaft, dass Männer Frauen ficken und zwar oft. Es ist also erforderlich, es ist zwingend. Es bedeutet Pflichterfüllung und ist auch Ausdruck von Solidarität.” (ebd., 140)
Der Diskurs der Homo-Befreiung steht zu dieser Anforderung anscheinend im Gegensatz oder trägt sie zumindest nicht mit. Frye erkennt zwar an, dass Schwule im allgemeinen nicht daran interessiert sind, in diesem Sinne “ihre Pflicht zu erfüllen”, hält jedoch dagegen, dass der Grund dafür ein überentwickelter Frauenhass ist: “In vielen Fällen sind (Schwule) nur deshalb abgeneigt, ihre Pflicht zu erfüllen, weil sie ihre Lektion in Frauenhass nur zu gut gelernt haben. Sie weigern sich, diesen Teil des Mannseins auszuspielen, weil der geforderte Frauenhass, eine Form und Intensität angenommen hat, die andere Erfordernisse der Männlichkeit überwiegen.” (ebd.)
(…)
Ihr Beharren darauf, dass Geschlecht die wesentliche Unterdrückungskategorie ist, stellt die Projekte des Lesbischen Feminismus und die Schwulenbefreiungsbewegung als unvereinbar dar: “Ich sehe überhaupt keine natürliche Affinität zwischen Lesbischem Feminismus und der Schwulen-Befreiungsbewegung, ihre Politik steht in den meisten Fällen vielmehr im direkten Gegensatz.” Diese Annahme löste eine langwierige Debatte aus. Obwohl sie keine notwendige Voraussetzung des Lesbischen Feminismus ist, beeinflusst sie doch weiterhin die Auseinandersetzung um die Darstellung sexueller Identitäten.

Aus: Annamarie Jagose – Queer Theory. Eine Einführung, S. 69 – 72

Inzwischen wohl eher eine Randmeinung im Feminismus, bei dem Homosexualität in den poststrukturalistischen interesektionalen Ausrichtungen als Nachteil, Heterosexualität hingegen als Privileg gesehen wird, wobei der als männlich gelesene Homosexuelle aufgrund seines Geschlechts durchaus Privilegien als Mann hat.

Erhöht der Geruch von Frauen an ihren fruchtbaren Tagen die intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen?

Eine interessante Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob Frauen fruchtbare Tage riechen können und was dies bewirkt:

Evolutionary theories of mating suggest that changes in fertility across the menstrual cycle play an important role in sexual selection. In line with this framework, the current research examined whether olfactory cues to the fertility of a same-sex rival would prompt hormonal signs of intrasexual competition in women. Women exposed to the scent of another woman close to ovulation subsequently displayed higher levels of testosterone than women exposed to the scent of a woman far from ovulation. Whereas women exposed to the scent of a woman in the mid-luteal phase displayed sizable decreases in testosterone over time, no such decline was observed among women exposed to the scent of a woman near ovulation. Thus, olfactory cues signaling a rival’s heightened level of fertility were associated with endocrinological responses in women that could be linked to intrasexual competition.

Quelle: Attunement to the fertility status of same-sex rivals: women’s testosterone responses to olfactory ovulation cues

Ich habe leider nur den Abstract gefunden, aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann reagieren Frauen auf den Geruch einer fruchtbaren Frau mit einer Erhöhung des Testosteronspiegels.

Das wäre aus vielen Gründen interessant:

  • Es würde erst einmal bedeuten, dass es olfaktorische Möglichkeiten gibt, an denen man erkennen kann, dass eine Frau fruchtbar ist, was gut zu den Ergebnissen von Miller passt, dass Stripperinnen an ihren fruchtbaren Tagen mehr Trinkgeld bekommen.
  • Auch bei Männern steigt der Testosteronspiegel, wenn sie den gleichen Geruch wahrnehmen

Aus einem Artikel dazu:

Women exposed to the scent of high fertility females displayed greater levels of testosterone. The smell of a low fertility woman actually caused testosterone levels in the sniffers to significantly drop.

We are not consciously noting the smells of other people all day long, unless a particularly good or bad smell hits us, but odors are working on us, even when we don’t realize it.

„Humans are influenced much more strongly by ovulatory cues than we tend to think,“ Maner explained. „For the most part, people aren’t likely to be consciously aware of the effects ovulatory cues have over them. There is solid evidence that people find the scent of ovulation to be pleasant and attractive (relative to the scent of a woman who is far from ovulation), but beyond that, most of the behavioral and hormonal effects are likely to occur below the conscious radar.“

Die Forscher vermuten, dass damit eine Vorbereitung auf intrasexuelle Konkurrenz erfolgt, da Testosteron eben das Revierverhalten und die Wettbewerbsbereitschaft steigert. Insofern könnte hier eine gewisse Mate-Guarding-Routine ablaufen, indem eben Frauen aufpassen, dass die andere Frau nicht auf der Suche nach „Guten Genen“ ihren Partner klaut.

Gleichzeitig könnte Testosteron auch den Sextrieb erhöhen, so dass sie eher selbst mit ihrem Freund schläft, was auch ein effektives Mate-Guarding sein kann

Ein interessantes Schlußwort in dem oben verlinkten Artikel:

In all cases, it appears that today’s human social interactions can be driven by how we’ve evolved as primates.

„Some people might like to believe that people aren’t animals, or at least that our behavior isn’t beholden to the same biological processes as other species,“ Maner said.

„But humans,“ he added, „are very similar to other species in many ways, and those similarities are no more apparent than when it comes to sexuality.“

In der Tat.

Die fünf Klassen der feministischen Unwahrheiten

Neuer Peter hat wiedereinmal einen interessanten Kommentar geschrieben, in denen es um die Frage geht, wie mit Unwahrheiten im Feminismus umgegangen wird:

Wie viele Feministen gibt es, die bewusst Lügen verbreiten? Ich denke, dass der Anteil relativ gering ist. Ich glaube auch, dass sich Feministen in dieser Hinsicht grob in fünf Klassen einteilen lassen:

1. Ideologisch Verblendete
2. Unwillentlich Ignorante
3. Willentlich Ignorante
4. Professionelle Lügner
5. Aufgeklärte Egalitaristen

1. Ideologisch Verblendete haben sich in den Denk- und Interpretationsmustern ihrer Verschwörungstheorien verfangen und können schlecht aus diesen ausbrechen. Erfahrungen und empirische Befunde, die ihrem Weltbild widersprechen, werden entweder ignoriert oder umgedeutet, bis sie wieder passen. Somit kommt man dann zur Interpretation weiblicher Privilegien als “wohlwollende Diskriminierung”, die Zeichen der Unterdrückung der Frau sei oder zu der Ansicht, dass die Abwesenheit von Belästigungserfahrungen Ausdruck einer frauenbelästigenden Kultur sei oder dass das Patriarchat Frauen unterdrücke, indem es Männer benachteilige.

Hier ist Hopfen und Malz verloren. Es ist aber wichtig, festzustellen, dass diese Menschen nicht bewusst lügen. Sie glauben durchaus an die Dinge, die sie verlautbaren.

Feministen dieser Art findet man unter den radikalen Netzfeministen, wohl auch an Genderlehrstühlen und gelegentlich wohl auch innerhalb der Genderbürokratie. Der Anteil scheint mir aber eher gering zu sein.

2. Unwillentlich Ignorante assoziieren den Begriff “Feminismus” schlicht mit Gleichberechtigung und gehen davon aus, dass dieser auch dafür eintrete. Vom Flurschaden, die die feministische Ideologie angerichtet hat und weiterhin anrichtet, wissen sie nichts. Sofern sie etwas von den Auswüchsen des radikalen Feminismus mitbekommen, gehen sie davon aus, dass es sich hier um eine kleine extremistische Minderheit ohne Wirkmacht handelt, die mit dem “wahren” Feminismus nichts zu tun hat. Ich denke, dass die meisten Menschen diesem Typus angehören.

3. Willentlich Ignorante hegen mehr oder weniger dieselben Überzeugungen wie unwillentlich Ignorante. Da sie aber eine persönliche Investition in die Identifikation als Feminist getätigt haben, schützen sie diese durch aktives Weghören und willentliche Ignoranz gegenüber Gegenargumenten und Tatsachen, die ihre Weltsicht gefährden könnten. Die Netzfeministen aus dem Umfeld dieses Blogs sind ein sehr gutes Beispiel dafür. Dabei ist die große Bandbreite der Verdrängungsstrategien außerordentlich interessant. Entweder interessiert man sich schlicht nicht für Widerspruch, oder man hat gerade seit Monaten keine Zeit, sich mit ihm zu beschäftigen oder man zaubert schnell einen Umstand aus dem Hut, der es erlaubt, den Autoren des Widerspruchs moralisch zu diskreditieren, damit man sich nicht mit seinen Argumenten beschäftigen muss.

4. Die Existenzgrundlage professionelle Lügner ist abhängig von der Aufrechterhaltung gewisser Unwahrheiten. In diese Kategorie gehören die Produzenten von Gefälligkeitsgutachten, diverse Moralunternehmer, manche Politiker und die Apparatschiks der Frauenförderindustrie. Bisweilen ist die Abgrenzung zum Typ 1 recht schwer. Ich würde beispielsweise Claudia Roth eher zu Typ 1 zählen, während ich Jürgen Trittin und Obama ganz sicher zu Typ 4 zählen würde.

5. Aufgeklärte Egalitaristen leiten ihre Ansichten aus grundlegenden Überzeugungen hinsichtlich der Gleichberechtigung der Geschlechter ab. Sie sperren sich nicht aktiv gegen die Wahrnehmung von Misandrie, fokussieren aber auf Frauenprobleme. Frauenpolitik, die zum Schaden des Mannes gemacht wird, lehnen sie ab. Dieser Typus ist mit der weitgehenden Durchsetzung der weiblichen Gleichberechtigung so gut wie ausgestorben. Leute wie Monika Ebeling wären hier ein gutes Beispiel.

Ich denke auch, dass der Anteil derer, die aktiv und bewusst lügen nicht so hoch ist. Ich könnte mir vorstellen, dass das in einigen „wissenschaftlichen Bereichen“ betrieben wird, eben etwa dann, wenn jemand selbst einfach nur bezüglich seines Abschlusses vorankommen will und weiß, dass er andere Ergebnisse nicht verkaufbar sind oder auch bei entsprechenden Gutachten.

Auch hier halte ich aber die „Theorie des puren Bösen“ für wenig überzeugend: Unser Gehirn ist erstaunlich gut darin, Rechtfertigungen für unser Verhalten zu finden. Hier bietet sich bei der Fallgruppe 1, den ideologisch verblendeten, an, dass sie die Gefahr durch das Patriarchat als zu groß wahrnehmen, dass sie davon ausgehen, dass tatsächlich alle nichtfeministische Forschung schlecht ist etc.

Interessanterweise kann man diese Gruppen sicherlich genauso auf den Maskulismus verwenden. Auch hier werden Radikalmaskulisten häufig nicht lügen, sondern tatsächlich davon ausgehen, dass AlleFrauen nur Ausbeutung der Männer wollen und ansonsten keine Gefühle haben, auch wenn sie ansonsten durchaus Paare sehen, die sich lieben und sich gegenseitig unterstützen und mit der Aufteilung beiderseits vollkommen glücklich sind.

Selbermach Samstag LXXXI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Handeln zum Schutz der Gemeinschaft vs. Schutz des Einzelnen innerhalb der Gemeinschaft

Ein Bereich, der immer wieder zu großen Diskussionen führt ist aus meiner Sicht derjenige, bei der jemand Rechte des Individuums beschneidet, um die Gemeinschaft zu schützen, aber dabei selbst in den Bereich der Illegalität vordringt, dies also heimlich macht.

Ein aktuelles Beispiel ist die NSA-Affäre, in der zum Schutz vor allerlei Terrorismus stark in die Privatssphäre der Bürger des eigenen Landes und anderer Länder, auch verbündeter Nationen eingegriffen wurde.

Hier ist aus meiner Sicht ein Zusammenspiel mit den Gedankengängen interessant, die auch gegen den „Mythos des puren Bösen“ sprechen: Die meisten Leute sehen bei ihren eigenen Taten ihr damit verfolgte Ziel, dass meist etwas Gutes ist und es fällt ihnen um so leichter, die Taten damit zu rechtfertigen, wenn die Folgen nur hypothetische Folgen sind.

Bei der NSA-Affaire beispielsweise wird zwar massiv in die Interessen der Bürger eingegriffen, hier kann man aber rationalisieren, dass dies ja nur geschieht, um die Bösewichte herauszufischen und das Privatleben der belauschten Bürger dabei gar nicht interessiert. Dann aber passiert diesen eben aus dieser Ansicht nicht schlimmes. Besteht der Nachteil also in einer Mißbrauchsgefahr, dann kann man sich dies rationalisieren, indem man darauf hinweist, dass man ja ein Guter ist und sich die Mißbrauchsgefahr bei einem selbst gar nicht verwirklicht.

Die Rechtsverletzung erscheint dann in diesem Licht aufgehoben, mehr noch: da subjektiv keine Gefahr für die Rechte Unschuldiger besteht dient der Datenschutz in diesem Fall nur noch den eigentlichen „Bösen“. Dadurch, dass man dies im Verborgenen machen muss lädt man quasi sogar noch Schuld auf sich, opfert sich in gewisser Weise für die anderen. So wird in der Umdrehung aus einer Beeinträchtigung der Rechte des Einzelnen ein Handeln zum Schutz der Gemeinscha

Eine interessante Serie, die mit diesem Gedanken spielt, ist Death Note:

Der hochintelligente Schüler Light Yagami ist von der Welt um ihn herum enttäuscht. Daher möchte er wie sein Vater Gerechtigkeit verbreiten und studiert Jura, um Verbrecher bestrafen zu können. Eines Tages findet Light ein schwarzes Notizbuch, das Death Note, das ursprünglich dem Shinigami Ryuk gehörte. Es enthält detaillierte Anweisungen, nach welchen Regeln man einen Menschen damit töten kann. So heißt es dort, dass der Mensch, dessen Namen man in dieses Notizbuch schreibt während man sich dessen Gesicht vorstellt, stirbt. Er erkennt die Möglichkeit, sein Ziel, eine perfekte Welt zu erschaffen, zu erreichen, indem er alle Verbrecher umbringt und die Bürger durch die dadurch bewirkte Abschreckung von Verbrechen abhält.

Hier wird Light zu einer gottgleichen Gestalt, die über Leben und Tod entscheidet und sich nicht mehr an die Schutzregeln wie ein faires Verfahren halten muss. Alles hängt insoweit von seiner Auswahl und der darin enthaltenen Gerechtigkeit ab. Weil die Gesellschaft hier keine Schuld an der Beschneidung der Rechte trifft – sie kann nichts weiter machen als zu versuchen Light zu ermitteln, kann sie auch deren Folgen über die gesunkene Kriminalität etc entgegen nehmen. Auch hier kann Light sagen, dass er die Rechte nur bei denen umgeht, die sie eh nicht verdient haben – zB alle Mitglieder der Yakuzza, denen man dies aber mit rechtsstaatlichen Mitteln nicht nachweisen kann.

Dieser Grenzbereich besteht natürlich aus gutem Grund, denn ohne Rechtsstaat ist der Willkür des Staates keine Grenze gesetzt. Wie man an der NSA-Affaire sieht ist dann auch nicht mehr eingrenzbar, was mit den Daten erfolgte. Während der normale Bürger vielleicht noch nicht einmal etwas dagegen hätte, wenn es eine reine Terroristensuche wäre, ist eine Ausweitung aus Wirtschaftsspionage und auch ein Abfangen so sensibler Gespräche wie die mit dem eigenen Rechtsanwalt oder die eines Staatsvorstandes, aber auch der Eingriff in private Daten zu anderen Zwecken dann doch deutlich Besorgnis erregender.

Der große Nachteil einer Aufweichung der Rechte des Einzelnen ist eben, dass damit ein Tor geöffnet wird: Sind bestimmte Daten erst einmal ermittelt oder kann auf sie zugegriffen werden, dann wird auch immer jemand Interesse daran haben, auf sie zuzugreifen und sie auszunutzen. Um so länger der Schutz des Einzelnen eingeschränkt ist, um so weniger schwerwiegend erscheint auch eine Nutzung dieser. Hier ist man schnell auf einer „Slippery Slope„, der Damm gibt also quasi immer mehr nach. Über eine Ausnahme nach der anderen erscheint der Eingriff dann letztendlich normal.

Die Rechte Einzelner sind aus meiner Sicht vor diesem Hintergrund zu verstehen: Sie bilden ein Bollwerk gegen Mißbrauch und sind insofern mehr als nur „der Rotz der Aufklärung„.

Keine Gruppe sollte sich jemals sicher sein, dass sie die Rechte des Einzelnen trotz der Umgehung dieser Rechte zum Guten trotzdem nach wie vor schützt.

Im Gegenteil: Die Auffassung, dass man hier ja der Gute ist und insoweit kein Mißbrauch passieren kann, scheint mir sogar der sicherste Weg zu einem Mißbrauch zu sein, weil man sich dann eben noch weniger zurückhalten muss und Absicherungen gegen die Gefahr im geringeren Umfang trifft.

War Jesus verheiratet und warum wäre das ein Problem?

Nachdem es hier schon einmal um die Kreuzigung Jesus und deren Sinn ging heute mal etwas zu der Frage, ob Jesus verheiratet war.

New scientific tests have turned up no evidence of modern forgery in a text written on ancient Egyptian papyrus that refers to Jesus as being married, according to a long-awaited article to be published Thursday in the Harvard Theological Review.

The findings support the argument of Harvard professor Karen L. King that the controversial text, the first-known explicit reference to a married Jesus, is almost certainly an authentic document.

(…)

The fragment appears to be cut from the middle of a larger document; it contains just eight partial lines, written in a crude hand, one of which says, “And Jesus said to them, ‘My wife,’ ” The next says, “She will be able to be my disciple.”

The first line, according to King’s translation, says in part: “My mother gave me life.”

King believes the document may have been copied from a much earlier Greek text, perhaps composed in the second century, and sees it as an important addition to the study of the development of Christianity as it spread through the Mediterranean world.

King said in the interview this week that her thinking about the meaning of the document has evolved somewhat. She originally hypothesized it concerned debates about discipleship, and whether becoming a Christian meant giving up one’s family to join a spiritual family. But in researching what early Christians said about whether Jesus was married or not, she recognized the importance of early Christian controversies about the spiritual advantages of celibacy. If Jesus were celibate, were Christians who were married or sexually active less fully human, or lesser in the eyes of God?

“Now when I come back and read the fragment, it seems the major issue being talked about was that Jesus was affirming that wives and mothers can be his disciples,” King said.

Es ist interessant, dass die Frage, ob Jesus verheiratet war, so viele Kontroversen auslöst. So gesehen ändert es wenig an seiner Person: Wenn er als Mensch auf die Erde gekommen ist, warum sollte er dann nicht verheiratet sein? Gerade weil in der damaligen Zeit Priester meines Wissens nach verheiratet gewesen sind und dies sogar sein mussten, wenn man sie ernst nehmen wollte, würde ja einiges dafür sprechen.

Aber es macht es eben auch schwieriger ihn abstrakter zu sehen, wenn er mehr Mensch ist, den nötigen Kult aufzubauen, wenn er normal und weniger entrückt ist.

Ein wenig dazu bei trägt dann vielleicht auch das Gefühl, dass Sexualität an sich etwas schmutziges ist, gerade bei Männern, etwas, was Trieben unterworfen ist und was damit schlecht zu einem Heiligen oder dem Sohn Gottes passt. Gerade in einer Religion, die ihren Gott durchaus entmenschlicht und ihm allmächtige Züge zuweist wirft das vielleicht Probleme auf. Die alten Griechen hatten damit weniger Probleme, weil ihre Götter weit weniger mächtig waren und wesentlich menschlichere Züge hatten. Sie interagierten auf einer menschlicheren Ebene mit den Menschen, kämpften mit ihnen in Kriegen, hatten Eheprobleme und gerade auch Zeus einen recht regen Sexualtrieb.

Der christliche Gott ist dagegen absolute Autoritätsperson bei – in der Gestalt des neuen Testaments – hoher Großzügigkeit, also der Archetyp des strengen, aber gerechten Königs, quasi ein Alphamann, der aber einen starken sozialen Bezug hat. Die Verbundenheit wird dabei sogar ins familiäre („Vater unser“) übertragen, was vielleicht auch eine Vorstellung eines ehelichen Sexuallebens schwerer macht.

Eine andere Problemstellung wäre vielleicht, dass uns auch der Umstand, dass wir über die Partnerwahl eine Wertung der Person vornehmen, in die Quere kommt. Welche Frau sollte gut genug sein um eine Partnerin eines Gottes/Gottessohnes/Teil eines Gottes, der in menschlicher Gestalt auf die Erde gekommen ist zu sein.

Natürlich wirft es auch die Frage von Kindern etc auf.

Es schadet also allgemein dem Mythos und damit ist es wie bei jeder guten Geschichte: Eine gute Origin-Story ist wichtig, geht man aber zu sehr ins Detail, dann macht man das mystische kaputt (Midi-chlorians, ihr ward eine schlechte Idee).

 

„Die Menstruation sollte nicht heruntergespielt werden, sie macht Frauen teilweise arbeitsunfähig“

Tweets von der Feministin Tofutastisch:

 

https://twitter.com/Tofutastisch/status/450638789577572352

 

Es macht mich so wütend, wie Menstruation runtergespielt wird. Ist ja nur ein „Frauen“problem, dass sie zickig und nervig macht, haha! Es ist anstrengend, es macht mich arbeitsunfähig und es tut VERDAMMT NOCHMAL WEH.

Finde ich interessant: Würde ich hier irgendwo schreiben, dass Frauen aufgrund ihrer Menstruation ja auch teilweise arbeitsunfähig sind und damit geringere Erfolge von Frauen im Beruf begründen, dann würde man mich eben nicht dafür loben, dass ich die Probleme von Frauen aufgrund ihrer Menstruation nicht herunterspiele, ich wäre wohl eher ein sexistisches Schwein.

 

Neuer Partner nach Statuszuwachs bei Frauen

Auf dem Blog Offene Flanke wird eine Stelle aus einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung besprochen, der wie folgt lautet:

Wenn junge Frauen durch Casting-Shows prominent werden, beteuern sie gern, wie wichtig genau jetzt ihr langjähriger Freund sei. Und kurz darauf sind sie mit einem älteren, ebenso (halb-)prominenten Mann zusammen. Ein trauriges Naturgesetz der Liebe.

Das scheint mir eine realistische Vorstellung zu sein, zumindest, wenn die betreffende Frau hübsch ist, also etwa ein Modell-Casting.

Hier gibt es eine kleine Zusammenstellung von „Germanys Next Topmodel-Kandidatinnen“ die aber teilweise auch mit relativ unbekannten Männern zusammen sind. In das Klischee passt zB Lena Gercke recht gut.

Meiner Meinung nach hängt es letztendlich davon ab, wie sich die jeweilige Frau auf diese Promiwelt einlässt und diese als einen wesentlichen neuen Teil ihrer selbst ausmacht.

1. Statusveränderungen

Geht man davon aus, dass Status attraktiv ist, aber die Bewertung nach evolutionären Gegebenheiten insbesondere von dem sozialen Umfeld abhängig ist, dann kann der alte Freund einen gehörigen Statusverlust erleiden:

Wenn sie sich vorher als Teil der Gruppe ihrer Freunde war, die alle einen normalen Status hatten, dann wäre ihr Freund innerhalb dieser Verhältnisse vielleicht ein recht cooler Junge gewesen, der innerhalb dieser Gruppe einen hohen sozialen Status hatte.

Wechselt sie jetzt aber das Umfeld und kommt so mit immer mehr Promis in Kontakt, die einen weit darüber hinausgehenden Status haben, dann sinkt der ursprüngliche Status ihres Freundes relativ zu dem höheren Status des neuen Umfeldes vielleicht erheblich ab. Dieser Unterschied wird um so deutlicher, um so eher sie sich diesem neuen Feld zugehörig fühlt. Dies hängt aber sicherlich auch davon ab, inwieweit sie die „veränderte Welt“ annimmt. Sieht sie Promis als verlogen an, als aufgeblasener Haufen, bei dem sie sich nicht wohlfühlt, dann wird sie ihre ursprüngliche soziale Gruppe und deren Statusgefüge eher als das nach wie vor wesentliche wahrnehmen.

Vorher hätte man den Promi schlicht nicht getroffen, nunmehr hat man einen gewissen Zugang. Nunmehr kann man seinen schönheitsbedingten Marktwert auf einem wesentlich hochpreisigeren Markt anbieten, die einen plötzlich wahrnehmen und sich insoweit für einen interessieren. Mit dem höherwertigen oder anderen Markt erscheinen auch neue Angebote lukrativer als das Angebot, was man vorher hatte.

Da der Marktwert einer schönen Frau überall hoch ist, kommt sie insofern auch auf diesem neuen Markt gut an.

2. Gemeinsamkeiten und deren Schwinden durch veränderte Lebensumstände

Dann kommt auch insbesondere ein weiterer Effekt, der der Gemeinsamkeit hinzu. Ihr „normaler“ Freund kann dann ihre Welt nicht mehr wirklich verstehen, er ist ja nicht (pseudo)prominent. Auf ihn gehen die Leute nicht zu. Mit ihm wollen sie sich nicht unterhalten. Ihn erkennen sie nicht.

Das Gefühl, dass die Verbindung schlechter wird, wenn man in eine neue Gruppe gerät, ein neues Umfeld hat, eine Lebensumstellung erlebt, kommt auch in anderen Situationen zum tragen.
Auf offene Flanke heißt es dazu in dem oben zitierten Artikel:

Die Veränderung von Lebensverhältnissen und die damit zusammenhängende Veränderung des Horizonts einer Person führt nach meiner Erfahrung oft zu Partnerwechseln. So habe ich es nicht selten beobachtet, dass Jugendlieben etwa am Studium eines Partners zerbrochen sind. Er oder sie tritt mit Studienbeginn ein in eine völlig neue Welt, lernt ganz andere Dinge kennen und befindet sich womöglich auch das erste Mal in einer Stadt, weit weg vom Alltag zu Hause. Unter diesen Umständen differenzieren sich Wünsche und Interessen schneller heraus, die sich bei unveränderten Lebensläufen erst in einigen Jahren gezeigt hätten. Ich kann mich erinnern, dass diese Beziehungsdramen begleitet waren von der Klage, dass der daheim gebliebene Partner sich nicht weiterentwickelt habe.

Hier spielt denke ich der Faktor, dass man das Gefühl hat, dass der andere einen nicht mehr in gleicher Weise versteht, sicherlich eine große Rolle. Der neue Kommilitone versteht einen dann eben besser, er steht vor den gleichen Problemen, man hat einen neuen Zugang zu einer anderen Welt, den der alte Partner evtl nicht hat. Bei dem Promi ist das ähnlich. Er versteht auch die neue Lage besser, ist gewandter in der neuen Welt, in der man zurechtkommen muss, hat aber auch die gleichen Probleme.

3. Abgrenzung zu „Status macht attraktiv“ bei Männern

Ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass hier der Status selbst die Frau für die PromiMänner attraktiv macht. Dies mag zu einem kleineren Teil beitragen, weil auch das Schönfinden durch andere ein gewisser Indikator für gute Gene ist und insbesondere auch dafür, dass sie einem Massengeschmack entsprechen, was in Hinblick auf die Sexy Son Hypothese interessant ist.

Aber üblicherweise spielt sozialer Status bei der männlichen Partnerwahl gegenüber Schönheit eine weitaus geringere Rolle als im umgekehrten Fall.

Warum ich mich mit Männerrechten beschäftige und was ich damit zu erreichen hoffe

Dies ist eine Blogparade zum Thema Männerrrechte und warum man sich damit beschäftigt. Also bitte auch die anderen üblichen Verdächtigen und ihre Blogs besuchen, wer will kann auch gerne noch einen eigenen Artikel ergänzen.

I. Motivation

Mich motivieren verschiedene Aspekte dazu, mich mit diesem Thema zu beschäftigen:

1. Einseitigkeit und Unstimmigkeit des Feminismus 

Ich finde die vorherrschende Politik erschreckend einseitig und erschreckend uninformiert. Ich bin erschreckt, welchen Einfluss der Gender-Feminismus in diesem Bereich hat obwohl die Grundlagen der dortigen Theorien äußerst schwach sind, auf einem Wunschdenken mit gefährlichen Feindbild beruhen und wesentlich bessere wissenschaftliche Theorien zur Verfügung stehen, die insgesamt die Realität wesentlich besser erklären. Ich sehe hier eine starke Unterrepräsentation männlicher Positionen, die zu Ungerechtigkeiten führt

2. Beschäftigung mit dem Mann und Frau Thema

Alles, was mit Mann und Frau und diesbezüglichen Theorien zu tun hat, interessiert mich. Es interessiert mich als Mann, als jemand, der mit Frauen interagiert und als Bürger einer Gesellschaft, die sich gewisse Regeln für Mann und Frau geschaffen hat und zwangsläufig auch gewisse Rahmenbedingungen steckt, innerhalb derer sich Mann und Frau bewegen.

Innerhalb dieser Theorien sind dann teilweise die Männerrechte nur Nebenprodukt: Weil für mich aus der Beschäftigung mit diesem Thema deutlich geworden ist, dass der Genderfeminismus erhebliche Schwachstellen hat ergibt sich bei Betrachtung anderer Theorien fast automatisch, dass man diese anders regeln sollte, dass man eine gewisse Opposition einnimmt zu den vorherrschenden feministischen Positionen und dabei auch gerade deutlich machen muss, dass hier auch Männerinteressen betroffen sind und schützenswert sind.

 II. Ziele

Ich wäre recht froh, wenn eine gewisse Wissenschaftlichkeit und eine höhere Neutralität in das Thema einziehen würde und die Einseitigkeit zurückgehen würde. Ich glaube, dass das vieles voranbringen könnte, insbesondere im Familienrecht, aber auch im Umgang der Geschlechter miteinander.

Ich würde den Einfluss des aus meiner Sicht sehr menschenfeindlichen radikalen Genderfeminismus gerne stark zurückgeschraubt sehen.

Eine tatsächlich wissenschaftlich ausgerichtete Geschlechterforschung würde denke ich viel dazu beitragen, dass wir uns als Menschen besser verstehen und Vorurteile abgebaut werden.

III. Weitere Beiträge

„Wo Frauen besser bezahlt werden als Männer“

Ein FAZ-Artikel beleuchtet, wo Frauen besser bezahlt werden als Männer. Der aus meiner Sicht interessante Teil:

Das Modeln ist nur die glamouröseste Tätigkeit, bei der Männer im Durchschnitt schlechter verdienen als Frauen. Das statistische Bundesamt liefert weitere Hinweise. Zwar verdienen Männer im Schnitt weiterhin fast überall mehr als Frauen. Doch die Ausnahmen sind interessant. Beispielsweise haben es Männer, die sich in Ausbildung oder Minijob befinden, besonders schwer. Je Stunde verdienen sie heute im Durchschnitt zwölf Prozent weniger als Frauen. Schlecht sieht es zudem für Männer aus, die Teilzeit arbeiten. Sind sie unter 45 Jahre alt, verdienen sie im Durchschnitt zwei bis vier Prozent weniger als Frauen in Teilzeit. Arbeiten sie zudem in einem der fünf Berufe mit dem höchsten Frauenanteil, dann wird ihre Teilzeit besonders bestraft. Sie verdienen dann elf Prozent weniger als die Frauen in Teilzeit. In Ostdeutschland gibt es sogar ganze Branchen, in denen Frauen im Durchschnitt je Stunde besser verdienen als Männer: In Kindergärten und an Schulen ist das ebenso der Fall wie in der Logistik oder unter Maklern. Und bei den Ostdeutschen unter 25 Jahren.

Männer in Teilzeit, also wahrscheinlich solche, die entweder keinen Vollzeitjob bekommen oder eben ihrerseits Kinder betreuen, erhalten demnach noch weniger Gehalt als Frauen, wenn der Abzug auch relativ gering ist.

Auch bei Berufen mit dem höchsten Frauenteil lohnt sich Teilzeit noch weniger, dann geht es gleich um 11% runter.

Und in Ostdeutschland scheint der Gehaltsunterschied noch weiter und in anderen Bereichen ausgeprägt zu sein.

Der Artikel versucht sich an Erklärungen:

Diese Statistik hat einen Haken: Sie zeigt zwar die Unterschiede, erklärt aber nicht, wie sie zustande kommen. Sind die Makler-Männer im Osten schlechter qualifiziert als die Makler-Frauen? Oder einfach jünger und deshalb schlechter bezahlt? Oder können Männer – Achtung, jetzt kommt es – das einfach generell schlechter: Wohnungen an den Mann bringen? Gibt es in Kindergärten im Osten eine gläserne Decke für Männer? Oder verhandeln die Männer dort einfach nicht hart genug um ihr Gehalt?

Man könnte aufgrund der Statistik behaupten, Teilzeit arbeitende Männer würden von ihren Arbeitgebern diskriminiert. Oder man glaubt, dass es schlicht die schlecht ausgebildeten Männer sind, die sich entscheiden, Teilzeit zu arbeiten – und wegen ihrer schlechten Qualifikation weniger verdienen.

Es wäre interessant die gleichen Fragen einmal unter einem Beitrag zum Gender Pay Gap zu lesen. Es sind ja häufig genau die Ursachen, die auch dort maßgeblich sind.