Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling: Tussikratie

in einem Interview in der Brigitte erläutern die Autorinnen des Buches „Tussikratie“ einige ihrer Thesen:

Sie schreiben in Ihrem Buch: „So einen guten Ruf wie heute hatten Frauen in Deutschland noch nie.“ Das ist doch eine gute Nachricht. Warum gönnen Sie das den Frauen nicht?

Theresa Bäuerlein: Es ist nicht so, dass wir es den Frauen nicht gönnen, wir sind ja selber welche. Wir kritisieren, dass Frauen heute entweder als Weltenretter dargestellt werden, oder als arme Opfer, die von den Männern unterdrückt werden. Das ist ein Widerspruch, der verwirrend ist und unangenehm. Die beiden Extreme verstellen den Blick dafür, wie die Welt wirklich ist.

Es ist aus meiner Sicht kein Widerspruch, denn die diesbezügliche Geschichte lautet ja „Gegenwärtig werden Frauen unterdrückt, soweit sie sich aus der Unterdrückung befreien, wird die Welt besser“. Dabei muss man je nach Feminismus unterscheiden: In einem Differenzfeminismus liegt das an der besseren Art der Frauen, die eben eher Leben schaffend und nicht zerstörend sind, im einem poststrukturalistischen Genderfeminismus kann man das natürlich nicht so klar benennen, da sind Frauen lediglich der beste Garant dafür, dass jemand nicht nach dem Schema einer hegemonialen Männlichkeit auftritt und insoweit für eine bessere Welt sorgt. Hier liegt häufig der eigentliche Widerspruch, da man dann eben nicht bei einer höheren Frauenbeteiligung eine Verbesserung erreichen würde, sondern auch bei mehr Männern mit einer nichthegemonialen Männlichkeit, die also nicht „Mackerhaft“ auftreten, wobei dazu dann natürlich wieder gehören würde, dass sie Frauen im gleichen Maße an die Spitze lassen würden etc.

Theresa Bäuerlein: Natürlich sind wir in einer Übergangszeit. Aber ich halte es nicht für selbstverständlich, dass diese Zeit zu einer gleichberechtigten Gesellschaft führt. Im Moment sieht es eher so aus, als ginge es darum, den Spieß umzudrehen. Nach dem Motto ‚Die Männer haben es versaut, jetzt müssen die Frauen es richten.‘

Wäre interessant, wie sie es im Buch darstellen, denn es gibt ja die Theorie im vorherrschenden Feminismus so nicht wieder (wenn auch den abstrakteren Gedanken, der da mitschwimmt) und bietet insofern auch ein Einfallstor für Kritik. Es ist eben weniger „Männer haben es versaut“ als vielmehr „bestimmte Aspekte von Männlichkeit führen zur Unterdrückung des sozial geschaffenen Konstrukts Frau, Personen unter diesem Label können sich dadurch nicht entfalten und haben Nachteile, während die Männer dadurch privilegiert sind, in einer Welt nach unseren Vorstellung ginge es dagegen alles gut und jeder hätte gleiche Chancen, wir müssen die Rollen durchbrechen, indem mehr Frauen nach oben kommen, die noch nicht diese schädliche männliche Rolle verinnerlicht haben“.

In der Sache geht es aber ja durchaus in die Richtung und der Gedanke einer Umkehr im Sinne eines „wir waren Jahrtausende unterdrückt und ihr beschwert euch, wenn euch bei der Angleichung ein paar Privilegien weggenommen werden, dass ist doch keine Diskriminierung“ verschleiert im Feminsmus diesen Gedanken eher schwach, weil ja tatsächlich natürlich Gruppennachteile zugewiesen werden sollen und die Gründe für andere Verteilungen nicht untersucht und einfach von einer Diskriminierung ausgegangen wird.

Friederike Knüpling: Wir glauben, dass die ganze Gleichstellungdebatte den Frauen nicht guttut. Sie beschert ihnen eben nicht eine ‚Hochzeit in der Weltgeschichte der Frauen‘, wie es oft beschrieben wird. Es überfordert viele Frauen, dass sie ständig als diejenigen, die die Männer endlich überrunden sollen, dargestellt werden. Es ist eine schwierige Welt, in der wir leben, und die Probleme, die wir haben, müssen Männer und Frauen gemeinsam lösen.

Das finde ich eine interessante Aussage, die denke ich durchaus etwas für sich hat: Natürlich schafft auch die Rolle der Frau, die es jetzt den Männern zeigen muss und auch Karriere machen muss, einigen Druck, gerade wenn man eigentlich vielleicht auch etwas kürzer treten möchte und Kinder bekommen und dann „etwas von den Kindern haben“ möchte. Denn damit sind alle Wege irgendwie belastet: Der Karriereweg macht sie zur Rabenmutter oder Kinderlos, der Mutterweg erfüllt die Erwartungen nicht, dass sie auch Karriere macht und der Mittelweg bedeutet, dass sie in beiden Richtungen Kompromisse macht. Letztendlich ist das Baby eben kein Feminist. Und hier kann dann eben der Gedanke, dass man bestimmte Probleme einer Familie eben gemeinsam löst und dies auch mit Kompromissen – häufig bei ihm bei der Zeit, die er mit den Kindern verbringt und bei ihr mit der Zeit, die sie an ihrer Karriere arbeitet verbunden ist. Wenn es als kooperatives Spiel um die Organisation einer Familie dargestellt wird ist es eben etwas anderes als wenn man sich selbst nur als ein Spielstein in einem Kampf der Gruppe Frau um Macht mit der Gruppe Mann in einem Nullsummenspiel sieht.

Theresa Bäuerlein: Die ‚Tussi‘ ist für uns keine bestimmte Person, sondern eine innere Haltung, die heute viele haben, Frauen wie Männer. Sie legen an jedes Thema die Perspektive der Frauenbenachteiligung an. Auch dann, wenn eigentlich andere Fragen wichtiger wären.

Friederike Knüpling: Auf diese Weise werden Geschlechterrollen eher zementiert als aufgelöst. Theresa und ich haben festgestellt, dass wir uns in den letzten Jahren durch die vielen Beiträge zur Frauenfrage plötzlich viel stärker ‚als Frauen‘ wahrgenommen haben als früher. Oft behindert uns das aber. Es kann einem die Energie nehmen, die in individuellen Zielen steckt. Stattdessen sieht man sich als eine von denen, die unweigerlich Opfer von Diskriminierung sind, selbst wenn sie das selbst vielleicht gar nicht spüren.

Das ist ein sehr zentraler Kritikpunkt, den ich auch schon häufiger gemacht habe: Nirgendwo ist die Frau mehr Opfer im Feminismus, nirgendwo ist ihre Lage düsterer („ Für ganz viele Frauen ist es extrem schlimm einfach schon auf die Straße zu gehen), nirgendwo lauert mehr Übel auf sie und nirgendwo ist jeder evtl Nachteil so eng mit dem Geschlecht verbunden. 

Wenn eine Frau nicht Karriere macht, sich für das falsche Studium entscheidet, lieber Mutter sein will oder einen Mann küsst, dann liegt das eben nicht an ihrer freien Entscheidung, sondern an den sexistischen Strukturen dieser Gesellschaft, einer strukturellen Diskriminierung, einer fest eingezogenen undurchlässigen Decke und dem Patriarchat. Dieser Feminismus bedient sich insoweit auch stark der „Female Hypoagency“ also der weiblichen Unterverantwortung und ist gerne ein Unmündigkeitsfeminismus.

Theresa Bäuerlein: Ja, aber es ist schon so, dass nur bestimmte Meinungen erlaubt sind. Wir nennen das auch ‚Diskurspolizei‘. Wer es wagt, ein anderes Bild von einer Frau zu zeichnen, von einer, die vielleicht keine Führungsposition oder keinen Job in einer Männerbranche will, wird abgestraft. Uns stört auch der Gruppenzwang. Wenn eine Frau keine Kinder möchte oder sich nicht automatisch auf die Seite der Mütter schlägt, wird sie angegriffen. Als würden alle Frauen das Gleiche wollen oder denken. Eine offene Diskussion sieht anders aus.

Die Diskurspolizei ist etwas sehr zutreffendes, im Diskurs darf eben falschen Positionen kein Raum gegeben werden. Es gibt auch gerade, weil es um eine Identitätspolitik des größtmöglichen Opfers und der Anerkennung und des Schutzes dieses Opfers geht kaum ein richtig, aber sehr viel falsch. Es ist insoweit ein „Nicht-Gut-Genug-Aktivismus„.

Sie sagen „Männer können heute nur alles falsch machen.“ Tun Ihnen die Männer leid?

Das an sich ist schon einmal eine interessante Frage. Man stelle sich vor, wie sie im sonstigen Netz-Gender-Feminismus beantwortet werden würde. Leidtun? Wenn sie alle Privilegien dieser Erde haben? Mimimi!!

Friederike Knüpling: Ich denke, dass Männer genauso von Rollenbildern eingeschränkt werden wie Frauen. Männer haben es zum Beispiel scheinbar viel schwerer, im Beruf auf Teilzeit zu gehen und sich mehr um die Familie zu kümmern. Es kommt mir oft so vor, als hätten Frauen insgesamt mehr Möglichkeiten zu wählen, auch in dem, was sie erleben wollen, was sie fühlen und artikulieren dürfen. Das zeigt sich schon in der Mode. Frauen können sich viel mehr ausdrücken, heute einen Anzug tragen und morgen ein Blumenkleid. Die Mode für Männer ist viel einseitiger.

Das ist ja durchaus ein positives Statement, dass aus meiner Sicht noch nicht einmal so umstritten sein sollte. Es wird im Netz-Gender-Feminismus vielleicht auch durchaus geteilt, nur eben mit dem Zusatz „daran sind aber die Männer selbst schuld, weil die einschränkenden Rollen ja alleine durch die hegemoniale Männlichkeit/das Patriarchat definiert werden. In unserer feministischen Welt würde das auch alles wegfallen und jeder kann tragen was er will (es sei denn was mackerhaftes! Das geht nicht!).

Theresa Bäuerlein: Mir tun die Männer leid, weil sie bislang keine echte Männerbewegung hatten. Und offenbar glauben, das bräuchten sie nicht. Es gibt zwar ein paar Gruppen, die sich zu Wort melden, aber das ist ein wütender Protest, der nicht viel bewirkt. Es geht selten darum, was Männer wirklich wollen. Das fängt bei den Kindern an: Den Mädchen wird beigebracht, dass sie alles einfordern sollen, was sie möchten. Und den Jungen bringen wir bei, sich zurückzunehmen. Wir schlagen ihnen vor, Berufe wie Erzieher oder Altenpfleger zu wählen, von denen Mädchen jetzt auch gern mal abgeraten wird. Und trotzdem wird am Ende der Hausmann, der mit selbstgebackenem Kuchen in der Kita erscheint, belächelt. Wir alle müssen unser Männerbild hinterfragen und über echte Wahlmöglichkeiten sprechen.

Auch das ein sehr interessantes Statement. Würde mich interessieren, ob die beiden Autorinnen sich die „maskulistische Blogszene“ angesehen haben, so gesehen haben sie ja durchaus recht, wir schreiben hier zwar so einiges, aber die erreichte Öffentlichkeit ist dabei noch relativ gering im Vergleich zum Feminismus.

Auch eine aus dem gängigen Netzfeminismus so wohl nicht zu hörende Position: Mädchen wird beigebracht, etwas einzufordern, Jungen sich zurückzunehmen. das ist mit der gängigen Vorstellung, dass Frauen zur Passivität erzogen werden und daraus alle späteren Karrierenachteile herrühren nicht in Einklang zu bringen.

Und dann wird auch noch angeführt, dass bei den Männern zwar eine Abweichung vom Rollenbild gefordert wird, dass Ergebnis aber eben gerade für Frauen nicht attraktiv, sondern eher lächerlich ist. Also ein gewisser Bezug dazu, dass auch das weibliche Partnerwahlverhalten die Geschlechterrollen stützt und bewirkt.

Ein erfreulicher frischer  Wind.

Und es geht ähnlich weiter:

Nun, dabei könnte helfen, den Frauen die gleichen Gehälter wie den Männern zu zahlen. Sie kritisieren aber den Umgang mit dem ‚Gender Pay Gap‘ im Buch.

Theresa Bäuerlein: Das ist einer der Punkte, wo Frauen sich unglaubwürdig machen, weil sie die Fakten verzerren. Es wird so getan, als würden alle Frauen grundsätzlich 22 Prozent weniger verdienen als Männer, was einfach nicht richtig ist.

Friederike Knüpling: Die 22 Prozent kommen durch viele verschiedene Faktoren zustande. Die müssen wir uns genau anschauen, aber wir können nicht so tun, als sei die Frau grundsätzlich das arme Opfer und Diskriminierung der alleinige Grund. Diese Einstellung verstellt den Frauen den Weg.

Das ist eine Form der feministischen  Betrachtung, wie ich sie mir durchaus wünsche. Nämlich mit Blick auf die Fakten und dem Mut, auch alte feministische Mythen anzusprechen und sie als nachteilhaft zu benennen. Denn gerade eine falsche Darstellung des Gender Pay Gap schreckt eben doch wohl eher Frauen ab und die Faktoren sind keineswegs so einfach einer Diskriminierung zuzuordnen, sondern eben teilweise auch einfach anderen Lebensentscheidungen mit anderen Schwerpunkten.

Hiergegen wird der Netz-Gender-Feminismus eben anführen, dass ja diese Lebensentscheidungen und Schwerpunkte auch nur eine Folge der Geschlechterrollen sind, die diskriminierend zu Lasten von Frauen wirken. Wären diese nicht vorhanden, dann würde es genau so wenig Unterschiede in der Wahl von Frauen und Männern geben, wie zwischen blonden und braunhaarigen Menschen, denn auch das Geschlecht ist ja nur eine Konstruktion, bei der an bestimmten körperlichen Merkmalen gesellschaftliche Rollen festgemacht werden.

Das das Thema Geschlecht nicht so einfach ist und die Biologie hier erheblich hineinspielt wird insofern nicht wahrgenommen, dass Frauen eine bewußte, ihnen durchaus vorteilhaft erscheinende Lösung wählen, die ihren Vorlieben entspricht, auch nicht.

Theresa Bäuerlein: Am Ende haben Frauen noch ein schlechtes Gewissen, weil sie sich einen dieser ‚weichen Jobs‘ ausgesucht haben, für die man so schlecht bezahlt wird. Ich selbst habe manchmal das Gefühl, dass es cooler und politisch korrekter gewesen wäre, Physik zu studieren statt Journalistik. Viele Frauen glauben, sie müssten für die Sache der Frau Karriere machen und stellen eigene Wünsche zurück. Das bringt uns doch nicht voran.

In der Tat vergrößert so gesehen jede Studentin, die Gender Studies statt Physik studiert, den Gender Pay Gap. Dennoch scheint man dort nicht nach dieser Ansicht im 2. Semester auf Physik zu wechseln und so aus den zugewiesenen Rollen auszubrechen.

Aber ist es nicht schon wieder ‚typisch Frau‘, dass wir uns gegenseitig anzweifeln? Dass Sie also diejenigen, die Frauen fördern wollen, kritisieren statt sie zu unterstützen?

Friedrike Knüpling: Nein, wir wollen auf gar keinen Fall sagen: Frauen, lasst jetzt mal die armen Männer in Ruhe. Wir wollen Frauen nur bewusst machen, dass sie sich selbst beschränken, wenn sie sich als Repräsentantin des gesamten Geschlechts betrachten.

Theresa Bäuerlein: Frauen sollten sich schon bewusst sein, dass es noch Probleme gibt, aber trotzdem nicht ständig mit einem Opfergefühl durch die Welt laufen. Wir müssen unterscheiden können, ob wir schlecht behandelt werden, weil wir eine Frau sind – oder ob es um mich als Person geht. Es kann ja auch mal sein, dass ich einen Job nicht gut mache oder mich die Kollegen nicht mögen.

„Wir müssen unterscheiden können, ob wir schlecht behandelt werden, weil wir eine Frau sind – oder ob es um mich als Person geht“. Also nicht bei jeder kleinen Sache sofort auf die patriarchischen Strukturen verweisen und alle anderen dafür verantwortlich machen? Die eigene Unmündigkeit aufgeben und das eigene Verhalten hinterfragen? Also in gewisser Weise Opferblaming machen? („habe ich mich dem Patriarchat nicht gut genug angedient,  verdammt nein, noch radikaler, habe ich vielleicht was falsch gemacht?“)

Ich halte den zitierten Satz für sehr wichtig in der Geschlechterdebatte. Nicht alles passiert, weil man unterdrückt wird. Und wer überall Unterdrückung sehen will, der wird sie auch sehen, dass bedeutet aber nicht, dass sie unbedingt dort ist.

Was für eine Debatte wünschen Sie sich?

Friedrike Knüpling: Ich wünsche mir, dass wir mehr über Ungleichheit generell reden, unabhängig vom Geschlecht. Nicht jeder Mann ist Chef und nicht jeder Mann verdient gut. Chancengleichheit hat auch etwas mit sozialer Herkunft, Branchenzugehörigkeit oder Alter zu tun. Es gibt ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass die soziale Mobilität ’nach oben‘ zu gering ist, um diejenige aufzuwiegen, die ’nach unten‘ geht. Oben gibt es die gläserne Decke – aber keineswegs nur für Frauen, und auch nicht für alle von ihnen. Unten wiederum hat man dünnes Eis, während die Mieten munter steigen … Die Sorge, dass nur ja viele Frauen schick Karriere in diesem System machen mögen, ist mir zu kurz gedacht, denn an der Weise, wie gearbeitet und das Geld verteilt wird, ändert sich durch ein paar Karrieren nicht viel. Darüber sollten wir sprechen, das bringt die Gesellschaft wirklich weiter.

Auch ein schöner Hinweis auf die im Feminismus weit verbreitete Apex Fallacy, also den Gipfel-Trugschluss und die Theorie dort, dass Privilegien nach Gruppen, also zB Mann und Frau verteilt werden. Zwar nur mit dem Hinweis auf weitere Kategorien verbunden und insoweit in gewisser Weise auf einen Intersektionalismus, so dass auch hier viele Feministinnen sagen werden, dass es doch genau das ist, was sie eh längst vertreten, aber immerhin.

 

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99 Gedanken zu “Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling: Tussikratie

      • Nee. Ich fass es mit „Dir sind männerrechtliche Anliegen scheißegal und auf Solidarität zu maskulistischen Aktivisten kann man deswegen bei dir offensichtlich nicht hoffen“ zusammen.

        • @robin

          Wenn du meinst, dass mehr „Solidarität zu maskulistischen Aktivisten“ notwendig ist, dann kannst du natürlich gerne Arnes Buch besprechen.

          Das wäre mal etwas interessantes.

          Aus der Nichtbesprechung seines Buches folgt insoweit wenig, ich habe es schlicht noch nicht gelesen. Wenn es dich aber beruhigt, dann habe ich zu den zwei Büchern davor etwas geschrieben:
          https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/11/pick-up-als-moderne-mannerbewegung/

        • @robin

          Ich bespreche feministische Bücher, warum solltest du keine masulistischen Bücher besprechen, wenn du sie für wichtig und unterstützungswürdig hältst? Labels stören da eigentlich nur, ich bin natürlich ebenso für Frauenrechte und Gleichberechtigung, warum solltest du dann nicht auch für Männerrechte sein?

          Meinetwegen kannst du auch gerne feministische Bücher besprechen. Würde ich auch interessant finden, da du dich dann mal mit tatsächlicher feministischer Theorie beschäftigst

        • @ Robin „Rabiata“ Urban

          „“Dir sind männerrechtliche Anliegen scheißegal und auf Solidarität zu maskulistischen Aktivisten kann man deswegen bei dir offensichtlich nicht hoffen”

          Sorry Robin, aber das ist Schwachsinn³. Bist Du eigentlich auch mal nicht aggressiv? Und sei es nur mal für ein Paar Stunden oder vielleicht sogar Tage?

          Und Du scheinst wirklich in der Männerrechtlerszene Zwietracht sähen zu wollen. Du willst spalten bzw. den Rahmen abstecken für das, was Männerrechtler/Feminismuskritiker/Antifeministen sagen dürfen und was nicht.

          Wir werden uns das nicht gefallen lassen.

          Bei mir erreichst Du mit der ganzen Rumzickerei nur, dass ich meine supitolle Liste einmal mehr verlinke:

          https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

          Dagegen kommst Du mit Deinen Krallen nicht an!!!

        • „Warum sollte ich dagegen meine Krallen ausfahren?“

          Stimmt – unlogisch. Die sind ja eh permenent bei Dir ausgefahren.

          „Ich werde doch jedes Mal mitverlinkt ^^“

          Mach ich nur zur Begriffsklärung.

    • Nerv nicht rum mit deinem Solidaritätsgelaber. Er hatte halt noch keine Zeit und außerdem noch ein Leben, Alter.

      Christian ist nicht dein persönlicher Mietmaskulist.

      😉

        • Wieso DAS denn nicht? Dieser Blog ist der typischen biophoben Feministin, wie wir sie kennen, ein Riesendorn im Auge.

          Denen ist ja selbst schon die Hirschbrunft zu viel. Oder wenn der männliche Hund beim Pinkeln das Hinterbein hebt.

          Klar, dass da mal die eine oder andere Feministin gerne den Blogbetreiber diskreditieren will oder Mitstreiter aus der Männerrechtlerszene gegen ihn aufhetzen will.

          Motto: „Seht her, dieser Evochris will ein Maskulist sein. Dabei stellt er noch nicht mal Arne Hoffmanns neue Bücher vor und rezensiert sie. Ihm geht es also gar nicht um Männerrechte. Hört nicht auf ihn!“

          Du erhoffst Dir offenbar, dass es Streit in der Männerrechtlerszene um die Sache gibt und schööööön eskaliert. So wie jetzt mit Wortschrank. Am liebsten hättest Du vermutlich ein Zerwürfnis zwischen Christian & Arne. Und dass dieses Zerwürfnis dann zum großen Zoff im Männerrechtlerlager führt. Eine Arne-Fraktion und eine Evochris-Fraktion würden sich dann bekämpfen, und Du und andere Femis würden sich zufrieden zurücklehnen und zugucken.

          So, wie die Römer im Asterix, die sich darüber freuen, als sich die Gallier gegenseitig prügelten.

          Wenn wir böööösen Antifems schon nicht Deiner Bitte zu sterben nachkommen können, sollen wir wenigstens heillos zerstritten sein.

          Ohne mich. Deinen mieses und destruktives Spielchen spielen wir nicht mit.

          Bei mir neulich hast Du es auch versucht: Du hattest unter meine supitolle Liste 2.0 eine Menge Blödsinn geschrieben. Von wegen ich hätte Deinen Beschneidungsartikel nicht verlinkt, obwohl Arne Hoffmann diesenso gut findet (Versuch, im Männer-Lager für Streit zu sorgen) und ich würde mich nicht für Beschneidungen interessieren – obwohl ich zig Sachen dazu verlinkt habe. Du behauptetest, ich würde Faministinnen kategorisch ausschließen wollen. Dabei sind mehrere Frauen auf der Liste drauf – auch Astrid von Friesen, die sich selbst AUCH als Feministin sieht.

          Doch sebst wenn ich Feministinnen weitgehend ausschließen wollte? Ja und? Größtenteils ist das völlig richtig.

          Bei einer Zwietrachtsäerin wie Dir sowieso.

        • @matthias

          „Du erhoffst Dir offenbar, dass es Streit in der Männerrechtlerszene um die Sache gibt und schööööön eskaliert.“

          ich denke da überschätzt du ihre Planung etwas.

          Sie möchte einfach nur, dass man den Feminismus in Ruhe lässt.
          Den findet sie eben gut. Gegenargumente zur Kritik hat sie nur keine.

          Deswegen regen sie solche positiven Besprechungen von Feminismuskritik auf. Dann auch noch von einem Buch von Frauen.

        • Kein Masukulist, sondern Aufklärer, der Voltaires Fahne der freien Meinungsäußerung hoch hält?

          Dass ein Biologe versucht, den Geist der Aufklärung und den Glauben an die Vernunft nicht untergehen zu lassen, ist allerdings auch lustig.
          Wenn man drüber nachdenkt.
          🙂

        • @ Christian

          „ich denke da überschätzt du ihre Planung etwas.“

          Vielleicht ja, vielleicht nein. Nicht umsonst heißt es: Frauen sind wie Zucker. Süß, aber raffiniert…

          „Sie möchte einfach nur, dass man den Feminismus in Ruhe lässt.
          Den findet sie eben gut. Gegenargumente zur Kritik hat sie nur keine.“

          Ja, das kommt bei Feministinnen ja häufiger vor. Das sie schlichtweg keine Argumente haben.

          Oder zumindest keine richtigen.

        • @ Yacv

          „Dass ein Biologe versucht, den Geist der Aufklärung und den Glauben an die Vernunft nicht untergehen zu lassen, ist allerdings auch lustig.
          Wenn man drüber nachdenkt. “

          Hä???

      • @Matthias,

        wenn mich die Biologie etwas lehrt, dann dass es mit der menschlichen Vernunft lange nicht so weit her ist wie Aufklärer voraussetzten.
        Schau dir Robin an: Mit Sicherheit überdurchschnittlich intelligent. Aber wird ihre Vernunft ihr die Tür zur Welterkenntnis und moralischem Verhalten öffnen?
        Nicht, solange ihre Emotionen dermaßen klobig im Weg stehen.

        • „Überdurchschnittlich“ heißt ja letztlich nur „IQ über 100“.
          Und den würde ich ihr allein angesichts ihres Vokabulars schon zugestehen.
          Dass demgegenüber sie regelmäßig an „1+1“ scheitert unterstreicht nur meine Vermutung, dass es mit „Vernunft“ bei sehr vielen Menden nicht weit her ist, wenn „Gefühle“ ins Spiel kommen.


        • Und den würde ich ihr allein angesichts ihres Vokabulars schon zugestehen.

          Gerade der unbeholfen prätentiöse Fremdwortgebrauch spricht bei ihr ja eher dagegen.
          Einen IQ unter 100 findet man unter Studenten aber sowieso eher selten (ca. 10%).

          Aber mal ab von sinnlosen Mutmaßungen über den IQ ist es mittlerweile recht nervig, wie weit ihre Beachtung in der „Masku-Szene“ den intellektuellen Gehalt ihres Outputs übersteigt.
          Weil sie irgendwann mal einen Alibi-Blogpost über ein männerrechtliches Thema verfasst hat. Und weil man mit ihr so toll „mitdiskutieren“ kann. Nunja.

        • „Aber mal ab von sinnlosen Mutmaßungen “

          Ja, das sind’s letztlich. Mutmaßungen.
          Aber es reichte mir oben ja schon die Mutmaßung für mein Argument, dass sie weniger doof ist als die durchschnittliche Imbiss-Angestellte oder der durchschnittliche NPD-Wähler.
          Denn auch die sind ja Gegenstand und Subjekt des aufklärerischen Traums.

          „…wie weit ihre Beachtung…“

          Es ist wie Schnupfen: Man warnt seine Kinder davor, wenn sie sich nicht warm anziehen und wann man ihn sich eingefangen hat, nimmt er eine Menge Aufmerksamkeit in Anspruch.

        • Ach ja
          „…der unbeholfen prätentiöse Fremdwortgebrauch…“

          Da darf ich nicht mit Steinen schmeißen. Ich selbst scheitere all zu häufig an linguistischer Dediffikultisierung.

        • Huch, ich fühl mich gewürfelt.

          Mit andern in einen Topf.

          Von ru.

          Vermutung: rus Leibspeise ist Aalsuppe.

          Da kommt auch alles in einen Topf.

          Ach nee, ru mag ja gar keine Töpfe.

          Was mag sie bloß?

          Außer Drama…

        • Eigentlich hat Robin doch vollkommen recht: Wir sollten uns lieber auf unser Kerngeschäft konzentrieren, anstatt uns mit der Medienhype des 2,376ten feministischen Frühlings zu beschäftigen. Eine Schwalbe macht nämlich noch keinen Frühling. Insofern wäre Arnes Buch wohl tatsächlich relevanter.

          Beispielsweise armen Schweine, die von der Staatsgewalt als Sexdämonen drangsaliert werden sind unser politisches Subjekt, und eben nicht die neuen Kleider der Barbies.

        • @Christian

          “Mit Sicherheit überdurchschnittlich intelligent.”

          „Das kommt so oft in Bezug auf alle möglichen Leute: Warum eigentlich?“

          Wahrscheinlich deswegen, weil man im Falle des Gegenteiles „Sonderlich intelligent scheinst du nicht zu sein“ sich selbst ins Abseits stellt. Ich persönlich halte es für sehr gefährlich, mit derartigen Aussagen um mich zu werfen.

        • @Nick
          Wenn man den Zeitgeist ändern will, sollte man wahrnehmen, was der Zeitgeist ist und in welche Richtung er sich bewegt.
          Der Einwand scheint mir also zu 90% analog zu „Wenn wir ankommen wollen, müssen wir vorwärts gehen, also hör endlich auf, mit dem Kompass/der Karte/dem GPS Zeit zu verschwenden!“

          Wenn dein Post allerdings meint, wir würden den ganzen Tag mit Google Maps spielen und den Arsch nicht aus dem Stuhl kriegen, kann ich ihn nicht widerlegen.

          Aber es bleibt nichtsdestotrotz sinnvoll zu prüfen, wo man grad ist.

        • @yacv:
          Wenn man den Zeitgeist ändern will, sollte man wahrnehmen, was der Zeitgeist ist und in welche Richtung er sich bewegt.

          Ja, selbstverständlich! Ich habe mich ja selbst ellenlang dazu ausgelassen – und bin zu dem Schluß gekommen, dass der Zeitgeist sich durchaus bewegt, der Feminismus aber hinterher trottet – mal wieder in der Hoffnung, vielleicht hier und dort doch noch ein paar versprengte „ich bin keine Feministin, aber“s einzusammeln.

          „Jezz aber mal richtig neuer Feminismus!“ die 2,376te, sozusagen.

          Dass Robin recht hätte war wohl auch nicht ganz so gemeint, wie Robin sicher meinte recht zu haben. Wenn man sich nämlich damit beschäftigt wie die Staatsgewalt vermeintliche Männergewaltdämonen drangsaliert, dann kommt man eben nicht umhin sich damit zu beschäftigen wo Feminismus herkommt und wohin er sich bewegt. Und dort – im Frauenministerium – hat Feminismus sich seit den 1980ern keinen Millimeter bewegt. Häusliche Gewalt gilt dort nach wie vor ausschließlich als Baustein der patriarchalen Weltverschwörung.

          Wenn du dich laut mit deiner Freundin streitest und die Nachbarn besorgt die Polizei rufen, dann bist du von Amts wegen solange als verdächtiger Gewalttäter zu betrachten, bis deine Freundin dich nachdrücklich entlastet. Sehr nachdrücklich, denn es ist zu vermuten dass sie sich nur nicht traut, dich zu belasten.

          Robin hat insofern recht, als dass es sich nicht lohnt diese „Modernisiererinnen“ besonders ernst zu nehmen – wenn die Damen an den Schalthebeln sich sowieso keinen Millimeter bewegen.

          http://www.big-berlin.info/sites/default/files/medien/big_broschuere2.pdf

  1. Grundsätzlich ist dieser Debattenbeitrag ja erfreulich und geht in die richtige Richtung. Aber ebenso wie die Frage nach Gewalterfahrung ausgespart wurde, so bleibt die Frage offen, warum sich erst zwei Frauen äußern müssen, damit dieses Thema breit in den Medien rezipiert wird. In dem Interview klingt es ja an, Männer äußert euch. Das ist doch nur ein Proxy Argument, anstatt zu fragen warum sie dies ja angeblich nicht tun. Es ist die feministische „Diskurs“macht die dies verhindert. Sybille Berg beschreibt dies in ihrer aktuellen Kolumne als „Sexkompetenz“, die die einzige sei, die man Frauen in der Debatte zuschreibt. Und so passiert im Grunde genommen genau das was schon immer passiert. Frauen reden über Männer anstatt mit ihnen (und vice versa). Es bleibt abzuwarten, ob tatsächlich ein Wandel stattfindet, oder doch nur der „Gegner“ umarmt werden soll.

    • Interessanter Beitrag! Ist bei mir leider bisher untergegangen.

      Es ist die feministische “Diskurs”macht die dies verhindert. Sybille Berg beschreibt dies in ihrer aktuellen Kolumne als “Sexkompetenz”, die die einzige sei, die man Frauen in der Debatte zuschreibt.

      Ja, die Sybille ist ziemlich lustig, gerade weil sie ausnahmsweise mal vollkommen recht hat.

      Es ist gerade die „Sexkompetenz“, die dem feministischem Monolog viel seiner Macht verleiht. (Präziser: Die Definitionshoheit für den männlichen Sexdämon) Nur auf diesem Feld ist die männliche Konkurrenz zur Schweigespirale verdonnert. Jedenfalls dann, wenn er als anständiger Bürger gelten will.

      Diese „Sexkompetenz“ kann, nach meiner Auffassung, mit Fug und Recht als die entscheidende Grundlage dafür betrachtet werden, dass man Opferstatus als ein politisches Asset betrachtet. Es lässt sich zumindest sehr gut historisch belegen, dass Feminismus mit dieser „Sexkompetenz“ gewaltig an politischer Macht gewann. Die Figur Alice Schwarzer macht das mehr als deutlich. Katharina Rutschky hat diese Entwicklung mal als „Sexualisierung der Frauenfrage“ bezeichnet.

      Aus einer feministischen Sicht ergibt sich in meinen Augen eine ziemliche Zwickmühle: Gibt man dieses Machtmittel auf, verliert man eine zentrale Grundlage der seit den 1970ern gewonnenen politischen Macht. Gibt man es nicht auf, dann hängt man im Opferstatus fest und verfestigt so die tradierte „Reduzierung“ als Schutz- und damit letzlich eben auch Sexobjekt. (Wenn man Frauen vor Sexmonstern beschützt, reduziert man sie ja letzlich auch auf ihre Mumu, egal, ob man was von ihr will oder nicht: Diese Eigenschaft steht dann gleichermaßen zentral im Vordergrund)

      In den USA wird nmE viel deutlicher als in Kontinentaleuropa, wie stark die „sexualisierung der Frauenfrage“ noch vorherrscht. In den USA werden auch die meisten unserer feministischen Messen gelesen. Von Alice Schwarzer über Susanne Klingner bis hin zu Anne Wizorek haben sich alle sehr stark von US-Feministinnen inspirieren lassen. Weniger euphemistisch: Sie haben alle von US-Autorinnen abgeschrieben. Jezebel und Feministing sind auch bei uns die für Feminismus entscheidenden Blogs.

      Und so passiert im Grunde genommen genau das was schon immer passiert. Frauen reden über Männer anstatt mit ihnen (und vice versa).

      Ja. Man müsste die Definitionshoheit über diese Schutzbedürfnisse aufgeben, um wirklich mit Männern reden zu können. Man müsste sich auf eine Diskussion über intersubjektiv gültige Kriterien einlassen, anhand derer Befindlichkeiten bewertet werden können. Gerade das machte aber einen entscheidenden Punkt der Autorinnen praktisch unübersehbar: Es gibt kein feministisches Kollektivsubjekt. Denn Frauen haben sehr verschiedene Befindlichkeiten, und wenn man anfängt Kriterien zu definieren ist man sich sehr schnell uneins.

      Ob man das wirklich will? Der Begriff „Feminismus“ macht ohne Kollektivsubjekt „Frau“ eigentlich keinen Sinn mehr. Dann tun sich doch eher Männer und Frauen zusammen, die beispielsweise familiengerechte Arbeitsplätze fordern oder auch klare Regeln für sexuelle Annäherungen (auch dafür fänden sich wohl männliche Interessenten). Das ginge dann nicht mehr alles unter einem großen Hut „Feminismus“. Die „sexualisierung der Frauenfrage“ ist der Kitt, der Feminismus zusammenhält.

      Es bleibt abzuwarten, ob tatsächlich ein Wandel stattfindet, oder doch nur der “Gegner” umarmt werden soll.

      Man vermeidet es, den eigentlichen Kern auch nur anzutasten. Aus meiner männerrechtlichen Sicht sind aber die Themen „männlicher Sexdämon“ und die aus den USA immer wieder importierten sex-panics nebst den zugehörigen – teils zur staatlichen Leitlinie geronnenen! – Politiken sehr zentral.

      Immerhin wird hierzulande eine „Reform“ des §177 StGB angestrebt, getragen von der gesamten institutionalisierten feministischen Lobby. Bei der der Gewaltbegriff vollkommen entgrenzt werden soll. Das ist Radikalfeminismus pur.

      Während wir schön darüber jubeln, dass Feministinnen andere Feministinnen als Tussiefeministinnen framen, wird die Kampagne unbeirrt weitergefahren. Und ich sehe bisher nicht, dass unsere Neufeministinnen etwas dagegen einzuwenden hätten. Und wenn sie nichts dagegen einzuwenden haben, dann sind sie auch nur sehr hässliche Alice Schwarzers mit Zentimeterdickem Make-Up.

  2. >“Wir müssen unterscheiden können, ob wir schlecht behandelt werden, weil wir eine Frau sind – oder ob es um mich als Person geht”.

    >Ich halte den zitierten Satz für sehr wichtig in der Geschlechterdebatte.

    Ich halte ihn sogar für einen zentralen Satz, mit dem die entscheidende psychische Funktion radikalfeministischer Positionen angetastet wird.

    Ich beobachte jedenfalls bei den Personen, die die „wir armen, schon immer unterdrückten Frauen“-Leier anstimmen, durchgängig, dass es genau darum geht: eben diese Frage nicht aufkommen zu lassen. Hier geht es um ein Instrument der der Selbstimmunisierung.

    Kein Wunder, dass man es bei der Mädchenmannschaft nicht geschafft hat – oder nicht ausgehalten hat?- dieses Buch überhaupt nur zu lesen. Geschweige denn, sich mit den Thesen auseinander zu setzten.
    (“ Doch wie kam ich zu dieser Erkenntnis? Vor allem durch dieses neue Büchlein da von neulich: “Tussikratie”. Und das noch ohne es zu lesen!“)

    • @seitenblick

      in der tat eine nette Zusammenfassung dort:

      http://maedchenmannschaft.net/feminist-bore-out/

      O-Ton: Gelaber über Geschlecht-Gedöns verursacht noch mehr Probleme. Männer sind auch arm dran. Frauen haben mehr Möglichkeiten, zum Beispiel in der Mode, bunte Kleider und so. Männer sind auch arm dran, weil sie keine Männerbewegung haben. Diskurspolizei. Und überhaupt, es gibt ja auch noch den armen Hausmann. Über den lachen ja auch alle, wenn er mal Kuchen in den Kindergarten trägt. Schnarchschnarchschnarch.

      • „Schnarchschnarchschnarch“

        Yeah, und bei den eigens gekauften Bundesforisten wackeln darob die tussikratischen Mauern. Ein hilfreicher Effekt, den es gehörig zu verstärken gilt.

    • Kein Wunder, dass man es bei der Mädchenmannschaft nicht geschafft hat – oder nicht ausgehalten hat?- dieses Buch überhaupt nur zu lesen. Geschweige denn, sich mit den Thesen auseinander zu setzten.

      Man könnte sich sorgen machen, dass der institutionalisierte Feminismus in der Lage wäre, solche Modernisierungsimpulse sich einzuverleiben und sie dabei so zurechtzudengeln, dass man einfach doch weiter die eingefahrene Radfem-Politik betreiben kann. Das wäre eigentlich auch nichts neues, in den 1990ern hat man das ja auch mit den Poststrukturalistischen Ansätzen geschafft.

      Aber ich vermute, dass die Strukturen mittlerweile so festgefahren, durchgefilzt und erstarrt sind, dass man sich keinen Millimeter mehr bewegen kann. Die MM demonstriert das, in meinen Augen.

      In meinen Augen lebt der institutionalisierte Feminismus von einem recht gut organisiertem Netzwerk altgedienter Kämpferinnen aus den 1970ern/1980ern. Diese Damen werden langsam müde und behäbig. Zwar gibt es durchaus auch Jüngere, aber die haben nicht aus einer gesellschaftlichen Bewegung heraus zu den Pöstchen gefunden. Sie haben nicht den Vernetzungsgrad ihrer Mentorinnen und können ihn auch nicht ohne weiteres entwickeln. Man muss sich vergegenwärtigen, dass die älteren Semester oft schon seit den 1970ern dabei sind und schon damals anfingen, ihre Netzwerke zu stricken. Man kennt sich, man versteht sich und man zieht ohne große Probleme an einem Strang.

      Die Jungschen wurden auf ihr Pöstchen gesetzt und machen eher auf nine-to-five. Dann kommt das erste Kind und man ist nur noch Teilzeitfeministin. Oder sie sind voll dabei, sind aber aufgrund erheblicher psychischer Probleme nicht in der Lage, die erforderlichen geistigen und sozialen Kompetenzen aufzubringen. Siehe eben MM.

  3. Ich fühle mich wieder ganz jung…Gequengel und sektiererische Sticheleien wie weiland an der Uni…macht bitte weiter, ich hol mir noch ein Tütchen Chips und ein frisches Bier…!!!!!

    :-))))

  4. Die beiden Mädels hätten sich aber auch Künstlernamen zulegen sollen.

    „Das Knüpling-Bäuerlein-Theorem der Tussikratie“

    Wie hört sich das in der Fachliiteratur der kommenden Jahrtausende an.

    Mit anderen Worten: seichtes Geplätscher im Wellnessbereich weiblichen Denkens.

    Tussenanalyse der Tussikratie wird als Erkenntnisdurchburch gefeiert und erzeugt einen Medienhype.

    Nur, weil das Offensichtliche in aller theoretischen Schlichtheit benannt wird.

    Wir sind anspruchslos geworden.

    • @roslin

      „Tussenanalyse der Tussikratie wird als Erkenntnisdurchburch gefeiert und erzeugt einen Medienhype. Nur, weil das Offensichtliche in aller theoretischen Schlichtheit benannt wird.“

      Mitunter ist es eben wichtig, dass offensichtliche zu schreiben, gerade wenn die herrschende Meinung dagegen steht. Oder anders: gerade dann ist es wichtig!

      • @ Christian

        Nur dass dieses Geplätscher, die Tussenkritik an der Tussikratie, die Tussikratie (und was dahinter steckt) nicht erschüttern wird.

        Seit rund 15, 20 Jahren sind Kurzanalysen des Feminismus von anderem Kaliber auf dem Markt und leicht zugänglich, weitaus schärfer und tiefer dringend als dieses Geplätscher.

        http://www.avoiceformen.com/feminism/gender-tribalism/

        http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-7719685.html

        Bewirkt haben sie nicht viel.

        Seit mehr als 100 Jahren ist Nietzsches Analyse der TRIEBkräfte des Feminismus (und anderer „gerechtigkeits“fanatischen =GLEICHSTELLENDEN Sozialismen) auf dem Markt.

        http://www.versalia.de/archiv/Nietzsche/Von_den_Taranteln.159.html

        Ich könnte noch Camille Pglia und Doris Lessing hinzufügen und, und, und.

        Aber eine Tussenanalyse der Tussikratie erregt Aufsehen.

        Warum?

        WEIL WIR IN EINER TUSSIKRATIE LEBEN; WEIL TUSSEN DAS GESCHRIEBEN HABEN; WEIL DIE ANALYSE TUSSENNIVEAU HAT.

        Sie bestätigt, was sie überwinden will, sie bestärkt, was sie kritisiert.

        Hätten nicht UNBEDARFTE JUNGE Frauen = Tussen das geschrieben, sondern eine alte katholische Zicke – kein Hahn krähte danach, kein Huhn pickte es auf.

        Auch hier ist der Inhalt eher zweitrangig, nicht aber, dass JUNGE UNBEDARFTE FRAUEN ihn verfassten.

        DAS verleiht ihm Gewicht.

        • „WEIL WIR IN EINER TUSSIKRATIE LEBEN; WEIL TUSSEN DAS GESCHRIEBEN HABEN; WEIL DIE ANALYSE TUSSENNIVEAU HAT.“

          Nicht von der Hand zu weisen.

          Dennoch: auch seichter, leicht verdaulicher, oberflächlicher Dissens ist Dissens. Unsere Massenmedien gleichen einer Schafherde. Und wenn das erste Schaf nun in eine andere Richtung blökt, werden andere folgen.

          Deswegen ist „Tussikratie“ auch wichtiger als beispielsweise das Plädoyer von Arne, wenngleich letzteres Werk tiefer, genauer, umfassender und wohl in jeder Hinsicht besser ist als ersteres: Jenes wird gekauft. Es wird gelesen. Es wird rezipiert.

        • @ Neuer Peter

          „Dennoch: auch seichter, leicht verdaulicher, oberflächlicher Dissens ist Dissens. “

          Nein.

          Das Zulassen einer gewissen Spezies von Dissens ist machtpolitischer Bestandteil eines jeden totalitären Systems.

          Es handelt sich einerseits um Sedativa fürs Volk, andererseits um das Nachäffen eines wirklichen Diskurses, um das Imitat einer meinungsoffenen Gesellschaft,

          Sarrazin durfte Wellen schlagen, weil seine Kritik der Doktrin des juste milieu´s nicht wirklich gefährlich werden konnte.

          Er eignete sich zum Dampfablassen per proxy, wie auch gleichzeitig zur öffentlichen Inquisition. Das saß.

          Akif Pirinçci ist da ein anderes Kaliber, weil er emotionalisiert. Er spricht Dinge aus, die sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht zu äußern, selbst zu denken wagen und das auf eine Weise, die so ganz anders als Sarrazin bewußt auf Polemik und Provokation setzt.
          Er hat keine Angst, er ist selbstironisch, er ist konsequent, er ist – wenn man sich die Mühe macht, ihn zu lesen bevor man ihn verteufelt – keineswegs verächtlich gegenüber Schwulen, Frauen etc….er ist lediglich verächtlich gegenüber dem juste milieu…der gutmenschlichen Verleugnung realer Tatbestände.

          Das ist der Grund, warum das juste milieu mit Pirincci solche Probleme hat und sich bis hin zu Vergleichen mit dem GRÖFAZ versteigt…was wiederum das juste milieu auch in den Augen ansonsten eher schläfriger Bystander ganz offen lächerlich dastehen lässt.

          Tussengelaber von Tussen stellt keinen Dissens dar. Das hat die gesellschaftliche Wirkung von Tussen-Tipps zur Tussen-Rosenbuschpflege.

        • Dazu kommt ja auch noch, dass Feministinnen unterschiedlich auf Kritik von innen reagieren müssen – diesmal reichen die Othering-Strategien natürlich nicht, weil es sich bei den Autoren um Frauen handelt. Männerrechtliche anliegen werden ja oft vollständig über Diffamierung (Vergewaltiger, Nazi, cannot get laid…) behandelt; bei Frauen, die sich ja aus feministischer Sicht in der gleichen Opfersituation befinden müssten, ist dies natürlich nicht analog möglich. Da müssen dann andere Privilegien hinhalten (Ich glaube man kann die Minuten zählen, bis Tussikratie als rassistisch und als trans-queer feindlich ausgelegt wird; ich glaube dazu reicht ja schon der Titel des Buches…)

          Da männliche Exponenten mit der oben beschriebenen Taktik gut in Schacht gehalten werden können, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass Tussikratie viel mehr Publicity abbekommen wird als die Bücher von Arne Hoffmann. Die Feministinen haben sich in diesem Sinn gut immunisiert, der einzige Feind, der jetzt noch kommen kann, lebt quasi im eigenen Lager.

          Es ist ja z.B. auch kein Zufall, dass GWW so erfolgreich wurde; ein Mann der ähnliches sagen würde, hätte es niemals in die Medien geschafft.

        • > sie bestärkt, was sie kritisiert.
          Das ist die Frage. Ich sehe es eher so, dass dieses Buch als tarnendes Transportmittel für kleine Gedankenviren dienen kann.

          Wenn sich Ausagen wie „Wir müssen unterscheiden können, ob wir schlecht behandelt werden, weil wir eine Frau sind – oder ob es um mich als Person geht” erst einmal einschleichen, ohne eine gedankliche Imunreaktion zu provozieren (das tun sie nur am Anfang), dann wirkt das untergründig zersetzend.

          >Seit rund 15, 20 Jahren ….
          Das ist nicht der Punkt. Ein System muss erst mal im geeigneten Zustand sein, damit sich solche Viren festsetzen können ;-).
          Es muss erst mal Andockstellen geben. Und ich glaube, diese Andockstellen sind u.a. durch unsere Studentx-Protagonisten und ihre Vor- und Nachläufer unwillentlich gestärkt bzw. geschaffen worden.
          Dass die Andockstellen dennoch so sind, dass nur zwei Frauen in dieser Breite so etwas sagen können, ist ein ganz anderes Thema.

        • Das ist der Grund, warum das juste milieu mit Pirincci solche Probleme hat..

          Wer hat denn bitte Probleme mit Pirincci?

          Es ist verdammt schlecht bestellt um unsere konservativen Kulturrevolutionäre, wenn sie nur noch sowas als vermeitlichen nationalen Erweckungsruf abfeiern können. Ein Brain-Drain vom Herrn.

          Naja, besser iss‘

        • Zumindest muss man Pirincci zugestehen, dass er ein großartiger Evolutionstheoretiker ist (ab 10:20): 🙂

        • @ seitenblick

          *Das ist die Frage. Ich sehe es eher so, dass dieses Buch als tarnendes Transportmittel für kleine Gedankenviren dienen kann.*

          Welche Gedankenviren denn?

          Die Damen haben die Pest an Bord und wollen damit mittels Schnupfen immunisieren?

          Was es mir schwer macht, dieses Buch ernst zu nehmen (nicht der Stil der Besprechung eines Johan Dehoust, die eine eigene Betrachtung wert wäre, so nachdenklich, so sensibel, so differenziert – ach, so neumännisch selbstreflexiv wie sie daherschlurft, wie frau es sich nur wünschen kann – in ihren Alpträumen von Allies, Pudeln und Säbelzahntigern.

          Nein, es ist dieser Teil hier:

          *Sie glauben, dass zahlreiche Debatten um die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen Gefahr laufen, nicht wirklich auf eine Gleichstellung, sondern auf eine Umkehrung abzielen. Allzu oft offenbare sich ein Verhalten, das zum Habitus einer Tussi gehöre – es dominiere das Angsthafte, Rachsüchtige, Reflexhafte.

          Bäuerlein und Knüpling sind keine Anti-Feministinnen. Im Gegenteil: Sie halten die Gleichstellung von Frau und Mann selbstverständlich für erstrebenswert. Ihre Hoffnung ist es allerdings, dass die Geschlechter zusammen eine bessere Gesellschaft erschaffen. Weniger hierarchisch, mit höheren Löhnen und flexibleren Arbeitszeiten.*

          Und mit Friede, Freude, Eierkuchen auch.

          Oh, wie ich mir das wünsche.

          http://www.spiegel.de/kultur/literatur/feminismus-tussikratie-von-baeuerlein-und-knuepling-a-965580.html

          Wer nicht kapiert, dass Gleichstellung unter den Bedingungen von Freiheit und Gleichberechtigung UNMÖGLICH ist, kann nicht denken.

          Oder er will mit der Insinuierung einer Gleichbedeutung von Gleichstellung und Gleichberechtigung betrügen.

          Letzteres schließe ich aus, dazu sind die beiden zu ehrlich, zu unbedarft.

          Bleibt ersteres übrig.

          Wer schon an einem derart einfachen Hindernis scheitert.

        • @ Roslin

          Anders ist Dissens, der gehört werden will, derzeit nun mal nicht möglich.

          Wir sind in der Phase „Natürlich bin ich für Gleichberechtigung und das feministische Utopia, ABER…“

          Vielleicht wird daraus irgendwann ein „Ich bin für Gleichberechtigung, DESWEGEN…“

          Das ist die Hoffnung.

        • @ NP

          *Das ist die Hoffnung.*

          Die geht auch in Erfüllung. In 20 Jahren plus. Wenn die Folgen der demografischen Verschiebungen auch noch im letzten Liliba-Reservat der Luxuswohnquartiere angekommen sein werden.

          Wenn das Geld zur Ruhigstellung der Konflikte nicht mehr da ist, kein Geld mehr da, um damit die Risse der auseinanderfallenden Gesellschaft zu kitten.

          Der Prozess kann beschleinigt werden, vielleicht, vielleicht so sehr, dass vielleicht noch einer genügend großen Zahl von Menschen etwas auffällt, BEVOR es zu spät ist für jede erhaltende Therapie und nur noch die Chirurgen = Metzger gebraucht werden.

          Dann wird’s blutig.

          Der Weg dahin führt weniger über Bücher als über’s Tun.

          Bzw. über’s Nichts-Tun.

          Das Tao der Männer(nicht)bewegung:

          Nichts ist schrecklicher für eine Frau als ein Mann, der sich nicht bewegt.

          Nicht nur beim Sex.

          Hat dieses Buch von Helen Fisher eigentlich schon einen deutschen verlag gefunden?

          Wenn nein, warum nicht?

          Statt dessen bekommen wir Tussikratie.

          Das ist systemverträglich.

        • @ roslin

          FrauX Bäuerlein litt übrigens an einem allzu kurzen und trockenen Orgasmus und hat deswegen ein Squirtingseminar und eine G-Punktentdeckungsreise mitgemacht, dass ihre sexuelle Erlebnisfähigkeit erweiterte und gleich für einen Artikel in der STERN-Zeitgeistgazette NEON versaftet wurde.

          „…Der Orgasmus, den ich auf diese Weise kriege, kommt angerollt wie eine langsame Welle, die immer größer wird, bis sie mir über den ganzen Körper schwappt….“

          http://blog.neon.de/2014/03/sprudelnde-lust/

        • @ ratloser

          *FrauX Bäuerlein litt übrigens an einem allzu kurzen und trockenen Orgasmus und hat deswegen ein Squirtingseminar und eine G-Punktentdeckungsreise mitgemacht, dass ihre sexuelle Erlebnisfähigkeit erweiterte und gleich für einen Artikel in der STERN-Zeitgeistgazette NEON versaftet wurde.*

          Ja, passt.

          So habe ich mir den Hintergrund dieser Zeitgeistheroinen vorgestellt.

          Progressiv, kritisch und modern.

          Es ist Feuer unter’m Dach.

          Und sie lernen squirten.

          Um gleichgestellt bei der Feuerwehr mitmachen zu können?

        • Was wollt ihr denn, vielleicht macht sie das ein bisschen entspannter?

          Oder fehlt euch was ohne den üblichen verkniffen-verbiesterten Umgang mit Sex?
          Los, gebt’s zu, ihr wollt doch bloß eure Alice wiederhaben. ;-).

        • @ Seitenblick

          *Los, gebt’s zu, ihr wollt doch bloß eure Alice wiederhaben. ;-).*

          Die hat doch längst der Karasek unter Vertrag.

          Der lässt sich regelmäßig von Alice in den Verliesen des Bayenturms auspeitschen.

          Ist natürlich alles nur ein Gerücht.

          Weil die gewerbliche Nutzung des Bayenturms nicht erlaubt ist.

          Aber der Karasek, der Karasek braucht nun mal das historische Ambiente, um bei Alice in Fahrt zu kommen, auf die Knie zu fallen und einzugestehen, was für ein sexistisches Männerschwein er doch ist.

          Er schwitzt ja auch so schrecklich.

          Einfach beichten und ein paar Ave Maria beten – das ist nicht mehr.

          Der moderne, progressive und kritische Pönitent braucht eine härtere Behandlung.

          Aber nicht weitersagen!

          Sonst verliert Alice noch die Gemeinnützigekeit und Karasek seine gute Laune.

        • Oder fehlt euch was ohne den üblichen verkniffen-verbiesterten Umgang mit Sex?

          Das Schlimme ist doch, dass diese Weisheit einfach nicht funktioniert: Guter Sex macht klammheimliche Radikalfeministinnen auch nicht besser.

          Los, gebt’s zu, ihr wollt doch bloß eure Alice wiederhaben.

          Wo Alice drin ist, da soll auch Alice draufstehen.

          Jetzt müssen wir also offenbar wieder mühsam „Alice“ draufschreiben.

          Gut, ich habe das Buch nicht gelesen, aber ich sehe bisher nur die nächste neue Schicht Make-Up. Und die bröckelt schnell weg, wie wir aus Erfahrung wissen. Wo verbaut man sich denn den Weg in die EMMA-Redaktion?

          Wenn es einmal mehr heißt, dass diese jammernden Waschlappen, die sich Männerrechtler nennen, doch wohl nur die große feministische Verschwörung im Staate sehen und die Rechtsprechung mit dem „Rechenschieber der Geschlechter“ scannen, dann ist doch wohl ziemlich klar, wie tussielike sich mit dem vorherrschenden Feminismus auseinandergesetzt wurde: „Bitte nicht mehr als 10cm weg von meinem Bauchnabel, sonst iss doch Iiiih!“

          Dass man sich dann mit den Feder schmückt „soziale Klasse zu denken“ finde ich besonders zynisch: Je schlechter die soziale Lage eines Mannes, desto kräftiger tritt ihm die jahrzehntelang feministisch durchgelobbyte Justiz und Soziabürokrat in die Fresse, die man sich offenkundig beharrlich weigert zur Kenntnis nehmen zu wollen. Feminismus hat eben insbesondere dort ziemlich viel Dreck am Stecken, wenn es darum geht ausgerechnet den ärmsten männlichen Schweinen in die Fresse zu treten. Zentimeterdicke Make-Up-Schichten können diese sehr hässliche Fratze nicht aufhübschen.

          Am Ende hat man offenbar – wie Arne in seiner Rezension darlegt – so einige Impulse aus der Männerrechtsbewegung aufgegriffen (wo kommt denn die Idee her, der GenderPayGap sei Schmu?), leugnet aber deren Herkunft.

          Das abfällige und gleichzeitig betonte Maskulistenbashing macht in meinen Augen so einiges deutlich.

          Man will offenbar mal wieder den Feminismus retten, indem man die nicht mehr von der Hand zu weisende Kritik für sich vereinnahmt und dann verwässert.

        • Hab unten bei NPs ot-Diskussion was zu dem
          >Das Schlimme ist doch, dass diese Weisheit einfach nicht funktioniert
          geantwortet.

          Ansonsten sehe ich es nicht so negativ. Ich glaube schon, dass hier Differenzierungen eingeführt werden, die sich als ziemlich destruktiv für einige radikalfeministische Ansichten erweisen können.
          Hier wird bsw. auch das Bild der Frau als Erlöserin und Weltenretterin zumindest relativiert.

          Und das
          >Am Ende hat man offenbar – wie Arne in seiner Rezension darlegt – so einige Impulse aus der Männerrechtsbewegung aufgegriffen (wo kommt denn die Idee her, der GenderPayGap sei Schmu?), leugnet aber deren Herkunft.
          überzeugt mich auch nicht so ganz. Das kann auch über Vermittlungsinstanzen gegangen sein. In der letzten Zeit haben diverse Wirtschaftsteile größerer Medien recht sachlich darauf hingewiesen. Das ist zum untergründigen common sense der Informierten geworden.
          Dass die Buchautorinnen dann nicht recherchieren, wer vorher auch so was vertreten hat – tja, mein Gott. So ist das Leben. Würd ich aber noch nicht verschwörungstheoretisch verwursten. Sondern unter den normalen Schlamperein abheften.

        • „Das abfällige und gleichzeitig betonte Maskulistenbashing macht in meinen Augen so einiges deutlich.“

          Das ist nichts weiter als die Eintrittskarte in den Mainstreamdiskurs. Das obligatorische Lippenbekenntnis.

          „Ich bin ja für Feminismus, aber…“

          Leute, das ist das Maximum an Dissens, das im Mainstream derzeit möglich ist. Darüber mag man sich ärgern, aber es schmälert die Bedeutung des Ereignisses nicht.

          The times, they are a-changing.

        • Das ist nichts weiter als die Eintrittskarte in den Mainstreamdiskurs. Das obligatorische Lippenbekenntnis.

          Hmm. Man vertritt maskulistische Positionen, um aber nicht deshalb gebasht zu werden distanziert man sich ganz schnell, im vorauseilendem Gehorsam? Damit der Thomas und der Andreas nicht „böse, böse, Mädchen!“ schimpfen?

          Ich mag es nicht so recht glauben.

          The times, they are a-changing.

          Das stimmt schon, denn wie auch immer man es dreht oder wendet: Feminismus setzt offenbar nicht mehr die Agenda.

        • @Meister Roslin
          Herrjeh … mein Gutester. Mache er sich mal locker.

          Nicht, dass ich eine gut gewürzte Phillipika nicht zu schätzen wüsste …
          … aber in diesem Fall würde ich es doch eher wie „Seitenblick“ sehen oder „Neuer Peter“ sehen.

          Die Erwähnung des „Pay Gap“ als Mythos oder auch das Anerkennen der schlichten Tatsache, dass wenn eine Frau beruflich einen Misserfolg erleidet, dies nicht zwingend daran liegen muss, dass sie eine Frau ist – das geht schon an die Grundfesten des femizentrischen Konsenses.
          Und HAT eine besondere Wirkung, WEIL es von Frauen kommt.
          Aus einem ähnlichen Grund, aus dem der Ausruf „Der Kaiser ist ja nackt!“ im bekannten Märchen nur von einem Kind kommen konnte.

          Das mag man bedauern oder bejammern – es ist aber leider eine Tatsache. Im Umfeld des allgemeine Irrsinns und allfälliger Gender-Gestörtheiten können weibliche Menschen wirksamer den Quatsch als Quatsch benennen als männliche Menschen – egal wie offensichtlich quatschig er ist.
          Das mag einen männlichen Menschen mit Sendungsbewusstsein kränken. Es ist aber nun mal so. Derzeit.

          Mir ist es sehr lieb, wenn es Frauen gibt, die als Stimme der Vernunft wirken. Je mehr, desto lieber.

          Mehr geht derzeit nicht, wenn man Dissenz im Kontext des verblödenden und verblödeten publizistischen mainstreams platzieren will.
          Und derzeit geht es nur mit einer Vagina zwischen den Beinen. Dieselben Sätze von einem Menschen mit Penis zwischen den Beinen – it would simply not fly.

        • @Seitenblick:

          Ich glaube schon, dass hier Differenzierungen eingeführt werden, die sich als ziemlich destruktiv für einige radikalfeministische Ansichten erweisen können.
          Hier wird bsw. auch das Bild der Frau als Erlöserin und Weltenretterin zumindest relativiert.

          Da bin ich mir nicht so sicher.

          Das Bild der Frau als Erlöserin und Weltenretterin dürfte es beispielsweise im klassischen Radikalfeminismus überhaupt nicht geben. Man hat es dann allerdings mit der Standpunkttheorie hintenrum wieder eingeführt, und aus Widersprüchlichem folgt ja Beliebiges.

          Ich sehe einfach noch nicht, dass man wirklich Barbies wohlfühl-Ideologiemobil wirklich beim Schrottplatz abzugeben bereit ist. Man stellt allenfalls die Federung vorübergehend etwas härter ein, damit man die aktuelle Kurve kriegt.

          Wir hatten das alles doch schon mal, mit den Alphamädchen. Mit dem Ergebnis, dass man in der EMMA-Redaktion endet und über keinerlei Abwehrkräfte gegen ein Takeover der Lantzschis verfügt.

          ..In der letzten Zeit haben diverse Wirtschaftsteile größerer Medien recht sachlich darauf hingewiesen. Das ist zum untergründigen common sense der Informierten geworden.

          Ja, das kann schon sein. Vor allem sind ja auch so einige Leute im Netz unterwegs und beziehen ihne Meinung nicht nur aus den Mainstreammedien. Die Themen werden ja auch im privaten Umfeld diskutiert, und da hat sich eben offenbar eine ganz andere Ansicht zum Paygap durchgesetzt.

          Im RL traut sich Barbie ja kaum noch, Lila zu tragen – und das ist wohl genau der Punkt. Und nach meiner Meinung sollte das auch solange so bleiben, bis man sich tatsächlich mal mit der sehr tief im Fundament eingebauten Misandrie beschäftigt hat.

          Von allem Anderen haben wir Männerrechtler aber leider nichts. Wären unsere neuen Barbies zuverlässige Bündnispartner beispielsweise gegen eine Entgrenzung des Gewaltbegriffes im §177 StGB? Sicher nicht.

          Aber so negativ sehe ich das Ganze eigentlich auch wieder nicht: Wie gesagt, Feminismus setzt nicht mehr die Agenden im Geschlechterdiskurs. Feminismus treibt nicht, vielmehr wird Feminismus getrieben. Feminismus muss sich bewegen, dass haben die Autorinnen immerhin erkannt. Wie weit sich Feminismus bewegen müsste, um wirklich das Paradigma der Geschlechterklassen aufzugeben – davon scheinen sie mir gar keine Vortstellung zu haben.

          Für uns muss die Devise sein: Gut gemacht! Weitermachen, muchachos! Weitertreiben! Denn Freunde sind sie ja wohl noch lange nicht.

          Wenn sie sich beispielsweise gegen das Duluth-Modell als offizielle Staatliche Leitlinie bei der Behandlung von Häuslicher Gewalt ausdrücklich positionieren würden (was sie gemäß ihrer Lippenbekenntnisse eigentlich sofort und vorbehaltlos tun müssten) dann könnte ich tatsächlich einen Wandel erkennen.

          Aber ich bin für sie sicherlich nur ein frauenhassender Jammerlappen, der die Verschwörungstheorie eines Staatsfeminismus verkündet – wenn ich bemängele, dass hier ganz arme Schweine von der so amtlich konzertierten Staatsgewalt drangsaliert werden.

          Vielleicht sollte man sich jetzt auf das Thema „sex panic“ und „new punitivity“ einschießen (häusliche Gewalt ist nmE ein Teil dieses Komplexes) Ob man tatsächlich bereit ist, auf das nmE sehr entscheidende Machtmittel des mänlichen Sexdämons zu verzichten? Da geht es ans Eingemachte.

  5. Ach ja, die wahren Opfer des Feminismus scheinen natürlich vor allem FRAUEN selbst zu sein.

    Ich kann die Aufregung über das Buch nicht ganz verstehen.

    Es bewegt sich im Rahmen der üblichen Laufställchen dessen, was der „Öffentliche Diskurs“ erträgt.

    So provokant wie ein lauter Furz im Religionsunterricht.

    • @ roslin

      Das Küpling-Bäuerlein Duo hält bestimmt das Selbstverständnis knallharten intellektuellen Renegatentums aufrecht.

      Ich erkenne da nur kalorienreduziertes Wiederkäuen von Gemeinplätzen:

      „Ich denke, dass Männer genauso von Rollenbildern eingeschränkt werden wie Frauen.“

      Wohlan…das ganze Leben eine einzige gesellschaftlich determinierte Schweinerei. Der Mensch ein Opfer von Rollenklischees.

      „Mir tun die Männer leid, weil sie bislang keine echte Männerbewegung hatten. “

      Wahres Leben gibt es nur in der Rotte…ob bei Tupperwarenparties, Mädchenmannschaften oder Kegelschwesternausflügen. Als Minimalvariante jeden Abend zu zweit auf dem Sofa.

      Die Männer sind echt blöd, dass sie auf ihrem Individualismus bestehen….

      Ömmm.,,.wie hoch ist eigentlich der Impact Factor der BRIGITTE?

      • @ ratloser

        *Das Küpling-Bäuerlein Duo hält bestimmt das Selbstverständnis knallharten intellektuellen Renegatentums aufrecht.*

        Aber sowas von.

        Totaaal progressiv und modern.

        Und so kritisch.

        Ich geh‘ jetzt heulen.

        • @ roslin

          Heulen ist ein erster Schritt.

          Sehr gut.

          Jedes Aufweichen von Rollenklischees durch ein paar Mililiter Tränen ist ein Schritt auf dem staubtrockenen Weg zum Neuen Mann.

          Bravo, sire.

  6. Bäuerlein sagt:

    „Mir tun die Männer leid, weil sie bislang keine echte Männerbewegung hatten. Und offenbar glauben, das bräuchten sie nicht. Es gibt zwar ein paar Gruppen, die sich zu Wort melden, aber das ist ein wütender Protest, der nicht viel bewirkt. Es geht selten darum, was Männer wirklich wollen“

    Das ist ja auch einer von Robins Gemeinplätzen.

    Dabei ist doch völlig klar, was Männer wollen: Gleiche Rechte, gleiche Pflichten. Ein Ende der geschlechtsbezogenen formalen Ungleichbehandlung zulasten von Männern und ein Ende der ewigen Dämonisierung männlicher Sexualität.

    Es gibt keine männliche Sistahood, keine Kollektivinteressen der Gruppe der Männer, die über die Herstellung von Chancengleichheit hinaus gingen. Weil Männer human doings sind, sein müssen, und sich für ihre Identitätsbildung nicht lediglich auf ihr Mannsein berufen können.

    Warum ist das so schwer zu verstehen?

    Aber manch weiblicher Beobachter der Männerrechtsszene scheint zu glauben, dass Männerinteressen erst dann vernünftig artikuliert sind, wenn auch diese nun nach Extrawürsten und Alimenten aus den Fördertöpfchen schreien. Dass Männer lediglich die Chance wollen, sich im fairen Wettbewerb zu behaupten, das ist für solche Leute anscheinend undenkbar. Warum nicht einfach Männer mitfördern, denkt die männerfreundliche Frau von heute. Weil Geld für sie auf den Bäumen wächst.

    • „Dass Männer lediglich die Chance wollen, sich im fairen Wettbewerb zu behaupten, das ist für solche Leute anscheinend undenkbar“

      Dieses Konzept ist für viele Frauen deswegen undenkbar weil es ausserhalb ihrer Vorstellungskraft, Lebensphilosophie und Sozialisation liegt. Frauen wollen schließlich nicht gleichberechtigt behandelt werden. Sondern besser als Männer. IM SCHNITT.

      • Dann ist ja unglaublich clever immer nach gleichberechtigter Behandlung zu schreien. Darauf muss man erst einmal kommen, auf solche Bauernschläue (nichts gegen Bauern 🙂 )!

        (Eigentlich ist’s ja auch nur wieder wie von Vilar tatsächlich auch beschrieben.)

        • hehe .. reingefallen! ..auf die Gleichstellung von Gleichberechtigung und Gleichstellung! DAS Ergebnis ist entscheiden, wenn es sich nicht *Gleich* anfühlt das Recht *ausgleichen*! Den Gleichberechtung in diesem Sinne: Das Recht Millionäre zu werden hat jeder- allso wo ist meine Million? 🙂

        • Das Hütchenspiel mit Gleichberechtigung und Gleichstellung – also “ Das Recht Millionäre zu werden hat jeder- allso wo ist meine Million“ – ist ja u.a. auch mit Grundlage des Marxismus und drückte sich schon immer bolschewistischer Deutungshoheit, Gesinnungskontrolle aus.

          Es zählen Klassen- , Gruppenmerkmale und weitere menschliche Merkmale (Rassen- und Geschlechtszugehörigkeit etc.), um gegenüber anderen besser oder schlechter gestellt, d.h. legitimiert privilegiert, diskriminiert oder konzentriert umerzogen zu werden.

          Gute Grundlage für Diktaturen.

          Es ist der (Diskriminierungs-, Privilegierungs-) Prozess dorthin, zur Gleichstellung, der sich verstetigt verselbständigt und totalitär wird bzw. ist, da er Betroffene, die sich nicht in der auserkorenen angeblich wegen Diskriminierung gleichzustellenden Gruppe befinden, erheblich diskriminiert.

          Das Gegenteil einer auf Meriten beruhenden Gesellschaft – d.h. auf Leistungsprinzipien und tatsächlicher Chancengleichheit, sowie auch auf selbst erarbeitete Ressourcen bzw. Besitz etc.

          Immer der gleiche Fehler, immer wieder neu verführerisch verpackt, besonders für Nutznießer(innen) und Speichelleckerer. Immer wieder im neuen Gewand , aber alter nie vergehender Form.

          Offenbar neigen Menschen dazu. Psychologisch, selbstbequem narzisstisch. Und offenbar in ganz besonderem Maße, Frauen mit ihrem offenkundigen Hang zum Feminismus.

          Ist ja auch schlau, solange andere sich täuschen lassen oder mitlaufen.

          —-

          Thomas Sowell Dismantles Egalitarianism

  7. @np

    Gut beobachtet. Sehe ich ganz genauso.

    Es scheint so zu sein, dass da viele Frauen von sich auf andere schließen.

    Und es wirft kein sonderlich gutes Bild auf sie.

    Einfach nur eine Feststellung und nicht per se frauenfeindlich. Wäre schon schöner man könnte hier andere machen. Oder übersehe ich da etwas (bin mir schon klar darüber, dass zu differenzieren ist, und nicht alle so sind, aber dennoch).

    Wer kann eigentlich etwas dafür, wenn Menschen anderen gegenüber unakzeptable Haltungen einnehmen, und selbstbequem unehrlich in der ganzen Haltung sind und dann von sich auf andere schließen, teilweise sogar mit herablassender Attitüde?

    Wie geht man mit solchen Menschen um?

    Diese projektive Ausbeutung anderer ist ja eigentlich schon auch aus einem Zuviel an darauf Eingehen, Gewähren lassen und einem Ausbleiben des Einforderns von Eigen- und Mitverantwortung entstanden.

  8. Und gleich der erste Beitrag ein kreuzdämlicher Trollkommentar mit dem offensichtlichen Motiv der Spaltung.
    Das passiert, wenn die am lautesten schreienden Mädchen zu viel Aufmerksamkeit bekommen.

    • Yup.

      Hab nachgesehen.

      Stimmt. Eigentlich hatte ich etwas in der Art das gerad obig beschrieben. Arrogant paternalistisch – was eben den Grundrespekt gegenüber anderen (nicht) zeigt – hatte ich wohl noch vergessen.

    • Wieso Spaltung? Sie will wohl nicht, daß Kritik am Feminismus besprochen wird. Das hat Christian, wie ich finde, richtig erkannt.

      Maskulsten sollen sich gefälligst mit etwas anderem beschäftigen und Antifeministen sind eh alle böse Menschen. Aber Kritik am Feminismus, das geht garnicht!

  9. OT, deswegen neuer Strang.

    „Oder fehlt euch was ohne den üblichen verkniffen-verbiesterten Umgang mit Sex?

    Das Schlimme ist doch, dass diese Weisheit einfach nicht funktioniert: Guter Sex macht klammheimliche Radikalfeministinnen auch nicht besser.“

    Man kann über Radikalfeministen sagen, was man will, aber nicht, dass sie schlecht im Bett seien. Das Gegenteil ist der Fall. Das muss der ganze Selbsthass sein, der sich hier mal entladen darf. 😉

    • Ich hab ein ganz anderes Problem mit Nicks These
      >Das Schlimme ist doch, dass diese Weisheit einfach nicht funktioniert: Guter Sex macht klammheimliche Radikalfeministinnen auch nicht besser

      Ich möchte erst mal mehr über den Versuchsaufbau erfahren, der den Beleg dafür liefert. Man bräuchte eine gewissen Anzahl an Radfems, von denen man weiß, dass sie aktuell und über einen definierten und erfassbaren Zeitraum extrem schlechten oder gar keinen Sex haben. Dann muss man ein Verhaltensprofil aufnehmen.
      Danach muss man dafür sorgen, dass sich dieser Ausgangszustand nachweislich (!) ändert, wieder ein Verhaltensprofil erstellen und zeigen, dass es keine signifikante Änderung gibt.

      Ok, wenn das schon gemacht wurde, dann her mit dem Fundort. Wie groß ist n?
      Bis dahin wäre ich bereit, meine Ausgangsthese minimal abzuschwächen zur These zu vertreten, dass weniger Sexualitätsängste zwar kein Allheilmittel gegen alle Arten von geistigen Verspannungen sind, aber in günstigen Fällen extreme mentale Problemlagen durchaus entschärfen können.

    • noch mehr ot
      >Das muss der ganze Selbsthass sein, der sich hier mal entladen darf. 😉

      Nicht unbedingt. Vielleich wird ja auch im Gegenteil das selbsthassende Ich durch ein unerwartetes Ausmaß sensorischer Daten in die Warteschleife geschickt. Und andere Anteile dürfen sich dann für einen gewissen Zeitraum mal austoben.

      • „Wir hassen Männer.“

        Mit ‚onyx‘ goldenen Worten gesprochen:
        „Verpiss dich doch einfach zu deinen Geistesschwestern und lass dir dort den Geifer ablecken.“

  10. Meine Güte, hier ist aber auch alles wieder versammelt: Dumme „Tussen“ die ein Buch veröffentlicht haben während man selbst nicht mal ne Kindle-Veröffentlichung gebacken kriegt, Frauen die über Sex schreiben sind keine ordentlichen Gesprächspartner, „Radikalfeministinnen“ (genau Peter!) sind ein guter Fick, und ganz wichtig: Robin ist voll doof.

    Die Creme de la Creme der Männerrechtler, ladies and gentlemen ^^

    • Da macht man einmal – so ganz in schöner Frühlingsstimmung – ein schönes Kompliment und dann ist es auch wieder nicht recht. 😦

    • Dumme “Tussen” die ein Buch veröffentlicht haben während man selbst nicht mal ne Kindle-Veröffentlichung gebacken kriegt

      Dass du viel Respekt vor den Autorinnen hast finde ich durchaus nachvollziehbar.

      Frauen die über Sex schreiben sind keine ordentlichen Gesprächspartner

      Jede soll halt lieber das machen, was sie am besten kann.

      Radikalfeministinnen” (genau Peter!) sind ein guter Fick

      Wenn er aber doch recht hat? Mit dem richtigen Qualifying gibs sogar richtige Frauenbewegungen.

      Robin ist voll doof.

      War das jetzt gemein, ihre Streitlust nicht zu bedienen? Hat doch Matze versucht.

    • Also, irgendwie klingt das hier

      > “Radikalfeministinnen” (genau Peter!) sind ein guter Fick,

      für mich so – abwertend. Hat so was moralinsaures. Warum fällt mir jetzt „verbiestert-verkniffen“ ein? Da fehlt doch die Lebensfreude ;-).

      Keine Ahnung, ob das o.g. Experiment der Frau Dingsbums (Link bei Ratloser) in diesem Fall zu einer veränderten Wortwahl führen würde. Aber das ist ja eine noch offene Diskussion.

  11. Vielleicht interessiert es ja jemanden. Arne Hoffmann hat eine Rezension zu dem Buch geschrieben, die es in sich hat und auch das Brigitte-Interview ins rechte Licht rückt (lest mal in beiden Artikeln das letzte Drittel):

    „Das Buch „Tussikratie“ der beiden jungen Journalistinnen Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling ist eine faszinierende Erscheinung: Es erinnert mich an eine über weite Strecken großartige Symphonie, die mit jedem Satz brillanter wird, bis sie urplötzlich in schrille Missklänge übergeht und mich als Leser befremdet zurücklässt.

    … Insofern befremdet es, wie herablassend Knüpling über die Männerrechtler bzw. Maskulisten schreibt, „von denen manchmal im Sommerloch etwas in der Zeitung zu lesen ist“. Diese, so schildert es Knüpling, „scannen die Rechtsprechung und die Medien mit dem Rechenschieber der Geschlechter, und die Blogs, die sie über Väterrechte und Beschneidung von Jungen schreiben, kommen merkwürdig fremd-vertraut daher, wie ein Dialekt aus vergangenen Zeiten.“ …“ (Genderama), http://genderama.blogspot.de/2014/04/neues-buch-fragt-leben-wir-in-einer.html

    „[Frage] Aber ist es nicht schon wieder ‚typisch Frau‘, dass wir uns gegenseitig anzweifeln? Dass Sie also diejenigen, die Frauen fördern wollen, kritisieren statt sie zu unterstützen?

    Friedrike Knüpling: Nein, wir wollen auf gar keinen Fall sagen: Frauen, lasst jetzt mal die armen Männer in Ruhe. Wir wollen Frauen nur bewusst machen, dass sie sich selbst beschränken, wenn sie sich als Repräsentantin des gesamten Geschlechts betrachten.

    Theresa Bäuerlein: Frauen sollten sich schon bewusst sein, dass es noch Probleme gibt …“ (Brigitte)

    Tja – und die Männer lassen „wir“ nicht in Ruhe …

  12. Das Buch „Tussikratie“ habe ich mir gestern gekauft und werde heute mal ein bißchen drin lesen.
    Bin gespannt ob und inwieweit es sich für eine Kritik am „Paradigma des Radikalfeminismus“ nutzen lässt:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/30/das-paradigma-des-radikalfeminismus/

    Ich bin übrigens der Ansicht, dass man ein Buch erst dann kritisieren sollte, wenn man sich damit beschäftigt hat. (Z.B. liegen mir eine Kopie des neuen Buches von Sarrazin und eine Kopie des neuen Buches von Akif Pirincci vor – die beiden kriegen natürlich kein Geld von mir – damit eine m.E. notwendige Kritik an der konservativen/rechten Variante der Political Correctness, wie die beiden sie praktizieren, auch Hand und Fuß hat.)

    Ich weiß, ich weiß, das ist natürlich mal wieder zu geisteswissenschaftlich.

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