„Ihr Part des Deals? Sie ist eine Frau und schläft mit ihm“

Bei Maximilian Pütz findet sich sozusagen ein offener Brief an die Frauen, in dem ich eine Passage besonders interessant fand

Fast jeder Mann teilt bereitwillig sein angehäuftes Vermögen freigiebig mit einer Frau. Er hat kein Problem damit, sie zu versorgen oder ihr teure Geschenke zu machen, was die emanzipierte Frau von heute auch immer noch gerne annimmt.
Jemand aus meinem engsten Bekanntenkreis ist sehr erfolgreicher Unternehmer, er zahlt für seine Freundin im Monat 3000 Euro für ihr Auto, ihre Pferde, Essen etcetera.

Nach einem 12stündigen Arbeitstag kommt er nach Hause und kocht noch für beide, weil sie nicht kochen kann oder will, und er bezahlt zusätzlich noch eine Putzfrau.

Ihr Part des Deals? Sie ist eine Frau und schläft mit ihm.

Das von ihm dort aufgeführte ist natürlich ein ziemlicher Sonderfall. Aber es gibt ihn auch in weitaus geringeren Umfang und es wird aus meiner Sicht häufig als viel zu selbstverständlich hingenommen, dass Männer ihr Einkommen meist vollumfänglich mit ihren Ehefrauen teilen und auch in den Beziehungen häufig schon gemeinsame Kasse gemacht wird.

Wer seiner Frau ein Haushaltsgeld zuweist, bei dem wird wahrscheinlich bereits die Beziehung in Frage gestellt und er wird nicht selten als geizig angesehen werden. Mitunter scheint es ansonsten wirklich genug zu sein, dass die Frau mit dem jeweiligen Mann zusammen ist.

Natürlich werden auch die meisten Frauen einer Arbeit nachgehen, wenn keine Kinder vorhanden sind und wenn Kinder vorhanden sind, dann werden sie häufig mit diesen zu tun haben und mit fortschreitendem Alter der Kinder ihre Arbeit wieder aufstocken.

Es gibt aber eben noch die Schilderungen, bei denen es heißt „er verdient genug, sie muss nicht arbeiten gehen“. Oder auch solche, wo er studiert hat, sie eine Ausbildung in einem nicht so gut bezahlten Bereich hatte, sagen wir Arzt und Krankenschwester und es dann eben nicht mehr ihre Sache ist in einem solchen Bereich zu arbeiten und sie nicht wieder in ihren Beruf einsteigt.

Es gibt also zumindest eine gewisse Oberschicht, in der Frauen teilweise vollkommen von der Berufstätigkeit freigestellt werden, teilweise auch nachdem die Kinder aus dem gröbsten raus sind nicht wieder anfangen zu arbeiten und ab dort weitgehend freigestellt werden. (Sagen wir eine Frau bekommt mit 30 ihr erstes Kind, mit 32 ihr zweites, dann sind die Kinder mit 20 zum Studium aus dem dem Haus und sie ist 52, bis zur Rente sind es dann aber noch zumindest 13 Jahre).

Das ist noch nicht einmal etwas, was unbedingt auf „weiblicher Ausbeutung“ beruhen muss: Viele Männer wollen das ebenfalls so, sehen vielleicht die nicht arbeitende Frau als ein gewisses Statusobjekt oder würden es auch blöd finden, wenn sie entweder in einem nicht zum Status der Familie passenden Niedrigeren Lohnbereich oder gar im Schichtdienst als zB  Krankenschwester arbeitet, wenn man „das Geld nicht braucht“.

Aber dennoch ist es eine teilweise erstaunliche Freistellung.

106 Gedanken zu “„Ihr Part des Deals? Sie ist eine Frau und schläft mit ihm“

  1. Das Prooblem ist, dass man den Teil der Frau nicht einfordern kann. Dass der MAnn Geld gibt wird von ihm vorausgesetzt – egal ob man in einer Beziehung ist oder so etwas von der Frau will. Möchte man von der Frau etwas haben, ist man direkt ein perverser, der weggesperrt gehört. Es ist nämlich so, als Mann gibt man fast sein ganzes Geld und hat VIELLEICHT Sex. Besonders schlimm ist das, wenn man (noch) keine Beziehung hat, da gibt man auch meistens sein ganzes Geld aus und hat keinen Sex.

    • Das mag für einen kleinen Teil der obersten und statushohen Männer so gelten, die sich (Entschuldigung!) Frauen halten, die sich eigentlich nicht haben könnten. Also sehr jung oder außergewöhnlich schön.
      Ich denke im Durchschnitt wird häuiger innerhalb einer vergleichbaren Einkommensebene geheiratet. Und ich denke vielen Männern wird das auch bewusst und sie achten darauf, dass die Frau nicht zu verdient. Der Doppelstandard ist dann hier allerdings, dass vom Mann erwartet wird einträglich zu verdienen, bereitwillig zu teilen, während Frau eher ihr Einkommen als das ihrige sieht und im Zweifel eher selbst beruflich zurücksteckt. Aber dann ist sie ja abhängig und das ist schlimm und böse. Dabei ist gegenseitige Abhängigkeit das zentrale Motiv in der Ehe, aber bloß nicht wenn Mann Hausmann werden möchte (!), weil er weniger verdient. Der wird dann niedergemacht, auch im Freundeskreis bzw. zumindestens schief angeguckt. Dann ist die Kiste schneller aus, als man Versorgungsehe sagen kann. Die gilt selbstverständlich nur in eine Richtung.

      • …Ist also ein klassisches Rollenerweiterung bei der Frau und starre Rolle beim Mann. Frau darf alles und muss nichts, Mann muss funktionieren. In Umfragen antworten Frauen genauso wie ihre Großmütter, ich erwarte das der Mann gleich oder mehr verdient. Und dann sagen sie über sich sie seien emanzipiert und Männer seien wieder schuld, weil sie ein Problem mit Frauen haben die mehr verdienen. Bullshit, ich selbst habe es bei mir erlebt; sie hat mehr verdient als ich, war aber dafür doppelt so geizig. Und sowas konnte ich genauso wenig leiden, wie Geizigkeit ja auch bei vielen Frauen sehr negativ angesehen wird.

  2. @ Christian

    *Jemand aus meinem engsten Bekanntenkreis ist sehr erfolgreicher Unternehmer, er zahlt für seine Freundin im Monat 3000 Euro für ihr Auto, ihre Pferde, Essen etcetera.

    Nach einem 12stündigen Arbeitstag kommt er nach Hause und kocht noch für beide, weil sie nicht kochen kann oder will, und er bezahlt zusätzlich noch eine Putzfrau.

    Ihr Part des Deals? Sie ist eine Frau und schläft mit ihm.*

    Selber schuld.

    Wenn es ihm die Sache (Frau) wert ist.

    Ansonsten gilt immer noch ganz selbstverständlich viel zu oft: „Sein Geld ist UNSER Geld, mein Geld ist MEIN Geld!“

    Aber Männer haben es ja in der Hand, das zu ändern.

  3. Es kann sein, dass es noch solche Konstellationen gibt, ist aber weitgehend ein selbstgewähltes Schicksal.
    Problematisch wird es erst, wenn einer (z.B. bei Scheidung per Unterhaltszahlung) dazu gezwungen wird. Das aber scheint in USA wesentlich ärger zu sein als hier, oder?

  4. Das Lustige ist, wenn die Frau ihren Job nicht an den Nagel hängt, oder sich vielleicht gar auch noch erlaubt, an ihrer Karriere interessiert zu sein, dann ist sie eine karrieregeile Emanze.

    • Das Lustige ist, wenn die Frau ihren Job nicht an den Nagel hängt, oder sich vielleicht gar auch noch erlaubt, an ihrer Karriere interessiert zu sein, dann ist sie eine karrieregeile Emanze.

      Wie schröcklich: Katholen und liberalen Männerrechtlern kann man es nicht gleichzeitig recht machen! Männerrechtler wissen nicht, was sie wollen! Double-Bind!

      • @ adrian

        wenn Du zwei, drei Kinder unter 18 hast, läuft das auf einen Fulltimejob hinaus. Der kann natürlich auch von Nannys, Aufsichtspersonal in Ganztagsschulen oder der Peergroup teilweise übernommen werden.

        Die verschmähte „Mutter“ und „Hausfrau“ kümmert sich darüberhinaus auch noch oft um die nächst ältere Familiengeneration. Dies könnte natürlich auch in Absterbeheimen erfolgen (und das wird es für die Generationen < 1970, die viel Fun, aber keine belastbaren Beziehungen erlebt haben, auch).

        Ich glaube, dass dem rational kaum zu fassenden Ressentiment gegenüber "Nurmüttern" und "Hausfrauen" im wesentlichen projizierte soziale Defizienz und Neid und weniger emanzipatorisches Interesse zugrunde liegt.

        • „wenn Du zwei, drei Kinder unter 18 hast, läuft das auf einen Fulltimejob hinaus. “
          Und wer das nicht glaubt, kann sich in jedem Cafe tagsüber ein eigenes Bild davon machen, wie stressig dieser Job ist.

          Ob Kinder u.a. deswegen nicht mehr alleine spielen dürfen, weil Elter sonst ein Vakuum auffällt?

          Nee, ist natürlich Quatsch, aber ein interessanter Gedanke.

        • „wenn Du zwei, drei Kinder unter 18 hast, läuft das auf einen Fulltimejob hinaus.“

          Gut formuliert: Es läuft darauf hinaus. Denn letzendlich ist es keiner.

          „Die verschmähte “Mutter” und “Hausfrau” kümmert sich darüberhinaus auch noch oft um die nächst ältere Familiengeneration.“

          Du hast ein sehr romantisch geprägtes Bild von Frauen, nicht wahr?

          „im wesentlichen projizierte soziale Defizienz und Neid und weniger emanzipatorisches Interesse zugrunde liegt.“

          Da gebe ich Dir durchaus recht: Ich z.B. hätte nichts dagegen, mein Leben als „Hausfrau“ und „Mutter“ zu verbringen. Auf den ganzen Karrierekram könnte ich gerne verzichten. Allerdings würde ich das meinem Partner gegenüber dann doch für unfair halten. Das schöne ist allerdings, ich kann auch so auf Karriere verzichten, weil ich niemals in die Lage geraten werde, für Frau und Kinder sorgen zu müssen. Das macht mein Leben weitaus entspannter 🙂

        • @ Rexi
          Selbst wenn ich keine kennen würde, bräuchte ich nur auf die statistische Lebenserwartung schauen, um mir ein entsprechendes Bild zu machen, welches Geschlecht das anstrengendere Leben führt.

        • Einschpruch,

          der Stress mag immer fulltime sein aber

          je älter die lieben kleinen werden, desto weniger Arbeit hat man, da bei blagen normalerweise nicht nur älter und größer sondern auch selbständiger werden.

    • Dir ist manchmal auch kein Strohmann zu doof, oder?
      Weil ja jede (erfolgreich) arbeitende Frau als karrieregeile Emanze bezeichnet wird und keinerlei Respekt genießt, vor allem von ihrem eigenen sie erwählenden Mann.

      Eine karrieregeile Emanze zeichnet sich dadurch aus, dass sie karrieregeil ist und eine Emanze.
      So wie ein Mann karriegeil und ein Macho sein kann.
      Dass ein Mann für die selben Ambitionen und die selbe Rücksichtslosigkeit nicht ganz so schnell als karriergeil bezeichnet wird wie eine Frau, will ich noch nicht mal in Abrede stellen.

      • Der entscheidende Unterschied ist, dass ein karrierergeiler Mann fast immer auch für Freundin/Frau und Kinder arbeitet, während eine karrieregeile Frau fast immer nur für sich selbst arbeitet.

        • Und das wirkt immer besonders lächerlich, wenn beeinflusste Frauen mir erzählen sie wollen/sind finanziell unabhängig und haben dann weniger als 1200 netto auf dem Gehaltszettel, weil sie prikär beschäftigt oder Gender Studies ect. studiert haben.

        • @ teardown
          Auch mit 1200 netto kann man finanziell unabhängig sein Es kommt eben darauf an, was man für Ansprüche an sein Leben stellt. Bei Frauen wiegt das umso mehr, denn irgendwo findet sich immer ein Mann, sie zusätzlich zu unterstützen.

        • @Adrian:

          Der entscheidende Unterschied ist, dass ein karrierergeiler Mann fast immer auch für Freundin/Frau und Kinder arbeitet, während eine karrieregeile Frau fast immer nur für sich selbst arbeitet.

          Der Mann als Jesus, der sich für die anderen aufopfert und die Frau als Egoistin, die sich nur selbst verwirklichen will. Was für ein Quatsch, sorry.
          Aber langsam vergeht’s mir, hier überhaupt zu posten. Deine/eure Sicht der Dinge scheint mir so … einseitig, beinahe schon autistisch.

        • @ Rexi
          Das hat mit Jesus nichts zu tun (obwohl ein weiblicher Jesus kaum eine Weltreligion hätte gründen können, sie hätte sich wahrscheinlich kurz vor dem Abendmahl über ihre Doppelbelastung als Hausfrau und Prophetin beklagt).
          Es hat was damit zu tun, dass hier ein Tauscharrangement stattfindet, Sex (im weitetsen Sinne) gegen alles, was Frau will. Dass der Mann hierbei zwangsläufig am Arsch ist, ergibt sich daraus, dass Sex zu geben, nicht sonderlich schwer ist.

        • Aber langsam vergeht’s mir, hier überhaupt zu posten.

          Das fände ich bei dir ehrlich schade.

          In dem Punkt hier liegst du aber wie ich denke einfach daneben.
          „Sein Geld ist unser Geld. Mein Geld ist mein Geld“ ist nun mal die gesellschaftliche Realität, da beißt die Maus kein Faden ab.

          Es gibt da wirklich sehr wenige Ausnahmen (auch wenn ich selbst eine bin). Kennst du welche?

        • @buchstaben

          Im Schnitt ist es doch so: wenn Männer familienernährer sind, dann weil sie qualifizierter sind oder sich beide bzw. Die Frau dafür entschlossen hat. Wenn Frauen familienernährer sind, dann weil der mann arbeitslos bzw. Nicht vorhanden ist. Wahlfreiheit bei der Frau, Pflicht beim Mann. Wie gesagt im schnitt.

        • @derdiebuchstaben
          Diese Dame ist geschieden, bekommt also Unterhalt, nicht zu knapp wie wir wissen. Nein, ich möchte mal Statistiken von Frauen, die tatsächlich eine Familie aus eigenem Geld ernähren, also Kind und Mann, ohne Staat, ohne Unterhalt.

        • @David:
          Ja, mich, meine Mutter, meine Schwester (bei der ist es umgekehrt, da der Kerl ein wahrer Schmarotzer ist), meine beste Freundin (auch bei der ist es umgekehrt, da der Partner leider keine Arbeit findet), meine anderen Freundinnen (bis auf eine, die Studentin ist und kein Selbsterhalterstipendium erhält), zahllose Bekannte (eigentlich fast alle Leute unter 40, die ich näher kenne).

        • @ imion

          Ich weiß. Und nicht nur das.

          „Zu dem Frauen persönlich zurechenbaren Einkommen zählen die Autoren Mutterschaftsgeld und Erziehungsgeld sowie gesetzliche Unterhaltszahlungen ehemaliger Ehepartner. (21) Da Transferleistungen mehrheitlich von Männern erwirtschaftet werden und Unterhaltszahlungen im Wesentlichen von Männern aufgebracht werden, ist diese Zurechnung der entsprechenden Zahlungen zum Einkommen von Frauen eine innovative Umwidmung, die man in anderen Zusammenhängen als Fälschung bezeichnen würde.“

          http://sciencefiles.org/2012/06/04/nepotismus-mit-steuergeldern-von-frauen-als-familienernahrerinnen/

          Da Rexi ankündigte bald keine Lust mehr zu haben, dachte ich, ich mache diesen Femipart *Studienposten* mal. 😉

        • @rexi
          Klar, wie immer, im nahen umfeld wimmelt es bei Feministinnen nur so von Frauen, die die Familie durchfüttern. Warum tauchen diese in keiner Statistik auf? In keiner Studie? Nirgends?

      • @David

        Der Unterschied liegt ganz einfach darin begründet, dass viele Frauen gerade karrieregeile Machos suchen (auch wenn es wenige zugeben) und vielen Männern karrieregeile Emanzen auf die Nerven gehen (auch wenn nur wenige es im heutigen von karrieregeilen Medienemanzen geprägten Zeitgeist zugeben wollen – Männer suchen mehrheitlich liebe, unaggressive, feminine Frauen – Unaggressivität ist der Karrieregeilheit nicht förderlich, weshalb karrieregeile Emanzen paarungstechnisch Ladenhüter und damit ein Auslaufmodell der Evolution sind).

  5. Grundsätzlich glaube ich hier auch an den Markt, das freie Spiel der Kräfte, bin also dem Mann mit dem gelackten Deal geneigt zu sagen: selbst Schuld.

    Es ist (wie in meinem Fall) auch möglich, dass die Frau deutlich mehr Geld verdient, mehr arbeitet, mehr für den Haushalt tut und auch noch äußerlich wesentlich attraktiver ist. Reguliert sich einfach über den Partnermarkt durch anderweitige Fähigkeiten/Defizite (über die ich mal den Mantel des Schweigens hülle).

    Natürlich ist es wie bei den Löhnen so, dass die Vergesellschaftung der Interessen, also gewerkschaftliche Arbeit (Feminismus) und auch juristisch-strukturelle Bedingungen die Kräfteverhältnisse auf dem Markt in Richtung eines Geschlechts verschieben können.

    Und, da muss man glaube ich ganz ehrlich sagen: das ist am Ende der einzige Punkt, wo wir Männer im Endeffekt dem Feminismus dankbar sein können. Die Verhältnisse waren noch so fair wie heute. Wir Männer leisten heute mehr „Familienarbeit“, dafür ist die Erwerbsarbeit wesentlich ausgeglichener verteilt und die Vollkasko-Versorgung der Frau keine Selbstverständlichkeit mehr. Dass Sex keine „eheliche Pflicht“ mehr ist, nunja.

    Wenn das schiefe Sorge- wie Scheidungsrecht nicht wäre, könnte man fast von einem fairen Markt sprechen.

    • @david: Also ich fasse mal zusammen. Deine Frau ist wesentlich attraktiver als du, verdient mehr, arbeitet mehr, und schmeißt den Haushalt? Das musst du jetzt schon mal näher ausführen bitte 😀

    • Nee, aber die Teilkaskomentaliät. „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ist eine große Propagandalüge mit dem Ziel Frauen in der Erwerbsarbeit oder Haushaltsarbeit wieder zu entlasten, je nach dem welches Modell individuell vorherrscht. Beispiel?
      Das Richteramt wird weiblich, 45 Prozent sind schon weiblich, bei den Neueinstellungen 65 Prozent. Öffentlicher Dienst, Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gegeben, 2 Jahre Mutterschutz/Teilzeit ect. Alle jubeln. Gut, Problem ist jetzt, das die Justiz überall knatscht und mehr Richter gebraucht werden, man überlegt Männerquoten einzuführen, weil die anderen für die Mütterbeschützten die Arbeit übernehmen müssen. Gut, aber wo sind die Männer hin? Als Richter brauchst du ein Prädikatsexamen, 18 Punkte gesamt fürs erste und zweite. Nach menschlichen Ermessen kaum schaffbar. Derart qualifizierte Männer zieht es in die Kanzlei. Da verdienen sie zum Einstieg ca. 1/3 mehr als Richter (90k vs. 60k). Haben diese Männer „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“? Nein, das ist ein 80 Stunden Job, aber sie tun das aus freier Entscheidung. Und so sitzen wir dann in der Vereinbarkeitsfalle. Frau erhöht die Kosten (mehr Richter müssen eingestellt werden als früher, weil viele Frauen zwischendurch ausfallen) aber gleichzeitig ist das Richteramt so unattraktiv, dass man eigentlich die Besoldung erhöhen müsste um auch Männer wieder anzuziehen.

      Fazit:

      Bei den Richtern und Anwälten zeigt sich im kleinen was auch im großen geschieht:
      1. Frau will nicht so sehr Karriere, Frau will Zeit für Familie.
      2. Entweder der Mann steckt zurück (Rollentausch, Abhängigkeit) oder die Kosten werden externalisiert (Staat, Arbeitgeber)
      3. Männer im „Väterschutz“ bzw. Elterngeld wissen ganz genau, dass dies ihrer Karriere auch nicht gut tut. Aber sie haben die Rollenerwartung des Ernährers, immernoch.

      PS: Anekdotisch ist ja, das qualifizierte Frauen im Richteramt geringere Bezahlung in Kauf nehmen (weil sie ja Familienvorteile haben), während qualifizierte Männer sich an die Topkanzlei versklaven, aber mehr verdienen. Und irgendwann im März kommt dann die Feministin um die Ecke und schreit „Gender Pay Gap“. So wird dem Mann seine Karriereorientierung noch als Unterdrückung ausgelegt, obwohl Frau gleiche Entscheidungen zu treffen hat. Ach und der Gap wächst ja, weil der Frauenanteil bei Richtern wächst! Richter sind nur ein kleiner Sektor, aber das passiert überall, hört mir auf, das ist so lächerlich.

  6. Jeder bringt sich in soweit ein wie er kann. Wenn ein Mann wie in deinem Beispiel akzeptiert, dass sie auf seine Kosten lebt und er noch zusätzlich alles in den Arsch schiebt,, dann muss sie es für ihn auch wert sein. Und natürlich wird es immer Frauen geben, die das ausnutzen. Ganz ehrlich, so manche Männer würden es genauso wie diese Frau machen, wenn sie es könnten!
    Und was hier in den Kommentaren immer anklingt, in der Beziehung getrennte Konnten zu haben, das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn eine Beziehung ernst wird und man vielleicht sogar zusammen zieht, dann würde ich darauf bestehen,, dass es nur noch unser Geld gibt.
    Und ja, obwohl ich mich recht jung bin gab es auch schon eine wenn auch nicht sehr lange Zeit, in der ich für mich und meinen damaligen Freund das Geld verdient habe. Und auch das würde ich immer wieder machen, wenn es die Situation erfordert!

    • „Jeder bringt sich in soweit ein wie er kann.“

      Nein, jeder bringt sich soweit ein, wie er mus. Und Frau muss nicht (in dem amße wie ein Mann). Das ist der entscheidende Unterschied.

      „Wenn eine Beziehung ernst wird und man vielleicht sogar zusammen zieht, dann würde ich darauf bestehen,, dass es nur noch unser Geld gibt.“

      Selbstverfreilich. Als Frau profitierst Du von diesem Arrangement ja auch fast immer.

    • Ich denke, um auch noch ernsthaft auf dich einzugehen, dass du mit der Bemerkung, manche Männer würden es umgekehrt genauso machen, wenn sie könnten, einen echten Punkt hast. Die Frage, ob ich eine Schieflage zu meinen Gunsten ausnutze oder nicht ist eine charakterliche, keine des Geschlechts. Dass an der Stelle nur Frauen Nutznießer der Schieflage sein können sagt nichts über Frauen im Allgemeinen aus.

    • @Adrian: Dass sich jeder nur soweit einbringt, wie er muss, ist nicht die Realität. Manche tun das, aber viele gehen ganz freiwillig weit über das hinaus, was sie lediglich müssen.

        • Ich bin weiß Gott kein Berufsoptimist, aber an der Stelle hast du bei allem berechtigten Zynismus einfach unrecht. Altruistisches Handeln kommt bei Menschen genauso vor wie egoistisches. Selbst in unserem schröcklichen Kapitalismus gibt es massenhaft ehrenamtliche Arbeit, Rentner rennen als Bufdis durch die Gegend, Ärzte verzichten auf Kohle und engagieren sich bei Ärzte ohne Grenzen, usw. usf. Du kannst mir auch nicht erzählen, dass du noch nie erlebt hättest, dass ein Partner etwas tut, nur um dich glücklich zu machen (ob das klappt steht natürlich auf nem anderen Blatt ;)). An der Stelle ist dein Zynismus bloße Attitüde, liebster.

        • Ich halte dich ja für intelligent genug, die Analogie ohne weiteres zu verstehen, Herr Troll. Denn sonst könnte ich ja direkt erwidern, was denn dann der Kommunismus mit unserem Thema zu tun hat. Du gehst in deiner Erwiderung an Miria davon aus, dass Menschen (in dem Fall Frauen) sich in eine Beziehung nur soweit einbringen, wie sie müssen, und postulierst das als Grundsatz: „jeder bringt sich soweit ein, wie er muss“. Das ist nicht die Realität.

        • „Pipi Langstrumpf gibt es nicht wirklich“

          Oh doch, es gibt sie. Sie ist eine der Inkarnationen des modernen Feminismus. Komplett mit Papa Staat, der ihr ein auskömmliches Leben ohne Verantwortung beschert.

        • Das ist sicher nicht komplett falsch. Verzeih mir wenn ich den Themenwechsel jetzt nicht mitgehe. Dass es die staatliche Frauenförderung längst zu weit treibt, da sind wir uns ja sowieso einig.

        • Selbstverständlich. Und der Kommunismus funktioniert 😀

          Kommunismus scheitert vor allem an der fehlenden Allokationsfunktion, die der Markt üblicherweise bereitstellt.

          In einer RZB ergibt sich dieses Problem nicht.

          Meine Güte, Adrian: Bist du jetzt Urkatholik und glaubst an die tiefe inhärente Verderbtheit des Weibes? 😀

    • @Miria

      „Und was hier in den Kommentaren immer anklingt, in der Beziehung getrennte Konnten zu haben, das kann ich nicht nachvollziehen.“

      Wir haben auch jetzt nach der Eheschließung noch immer zwei getrennte Konten ohne gegenseitige Vollmachten.

      Was siehst Du als Vorteil eines gemeinsamen Kontos, und ab welcher Beziehungsdauer etwa erscheint dieser Klärungspunkt auf Deiner to-do-Liste?

    • in der Beziehung getrennte Konnten zu haben, das kann ich nicht nachvollziehen

      Ich schon: Ich finde, auch in einer Beziehung sollte jeder seinen ganz eigenen Raum für sich behalten. Den der andere ihm auch lassen sollte.

      Man sollte natürlich trotzdem ein gemeinsames Konto haben.

    • Muss mich da den Vorpostern anschließen,

      Gehaltskonto bleibt getrennt, davon werden
      X% auf ein gemeinsames Konto überwiesen
      von dem die Gemeinkosten bestritten werden.

  7. Guter Beitrag, Christian

    Ich musste spontan an einen (mittlerweile geschiedenen) Freund denken, der das ganze unter: „Mein Geld war unser Geld – und ihr Einkommen das ihrige“ subsummierte. Nicht uninteressant, solche Aussagen, denn es beschreibt kurz und knapp das Paradigma, unter dem wir heute immer noch leben. (vgl. dazu den von dir zitiertem, und ebenfalls treffenden, Artikel von Pütz).

    Komischerweise sind es dann übrigens auch genau solche Frauen, die sich über Prostitution aufregen und Por_No forden, welche selbst exakt genauso agieren und sich über Unterdrückung echauffieren. Mehr Doppelmoral geht fast nicht …

    Und wie es der Zufall will, hatte ich gestern eine kleine Parodie auf diesen Sprachschwachsinn (mit umgekehrten Rollen) der HU-Berlin geschrieben, welche unwissentlich wohl auf das Thema am Beispiel einer Kontaktanzeige eingegangen ist: http://emannzer.wordpress.com/2014/04/25/er-findet-es-ganz-toll/

    Wie auch immer. Heutzutage zahlt man nicht nur mehr und mehr Steuern, sondern sich auch noch dumm&dämlich – für weniger Erotik im Eigenheim, wie letzteres sinngemäß einer der Kommentatoren hier schrieb.

  8. Nein, selten ist das nicht. Es ist das Hauptgeschäft von Frauen. Selbst stephi hat das letztens hier zugegeben, natürlich wieder mit ausrede, das Frauen ja nichts dafür könnten, weil evolutionär, kennt man ja, Frauen stehen ja in keinster weise für ihre Untaten ein.

      • Aber um dir mal trotzdem zu antworten, du Troll: Ich sehe durchaus, dass Frauen mehr oder weniger Tendenzen haben können, Männer attraktiv zu finden, weil sie Status, Macht und Geld haben. Genauso wie Männer mehr dazu tendieren, eine Frau aufgrund ihrer optischen Schönheit und ihrer Jugendlichkeit zu begehren. Ich sehe das zwar nicht so extrem wie Christian, aber sehe auch keinen Grund, dass völlig abzustreiten.

        Wenn du allerdings denkst, dass meine Ansichten mit deinen vergleichbar sind, dann bist aber ganz schön auf den Holzweg.

        • (editiert: Bezieht sich auf gelöschten Kommentar)
          Frauen sind keine Nutten, die ihren Körper an meistbietenden verkaufen, schreib dir das mal hinter die Ohren!

          Und natürlich sind das lediglich, auf Evolution begründete Tendenzen, denn eine Frau legt genauso viel Wert auf Liebe in einer Beziehung wie ein Mann.

          Aber dann erklär mir mal: Wo genau kommt dann der Ursprung der ausbeutenden und gefülskalten Frauen? Wann und wie hat es denn angefangen mit den bösen Weibsbild?

  9. Jedenfalls ein klarer Spitzentext von Maximilian Pütz. Seine Webseite hat es völlig zurecht auf die 2.0-Version meiner „supitollen“ Liste geschafft.

      • Welche Hoffnung sollen die Männer denn haben? Ich denke, dass viele Männer, die zufälligerweise viel Geld haben, es sehr begrüßen, dass gerade junge, schöne Frauen höhere Ansprüche in Punkto Status an die Männer haben, weil sie dann selbst leichtes Spiel haben, bei den geilen Ischen zu landen.

        • @ Stephi
          „Ich denke, dass viele Männer, die zufälligerweise viel Geld haben, es sehr begrüßen, dass gerade junge, schöne Frauen höhere Ansprüche in Punkto Status an die Männer haben, weil sie dann selbst leichtes Spiel haben, bei den geilen Ischen zu landen.“

          Ich denke viele Männer würden es viel mehr begrüßen, wenn Frauen auf Männer ebenso geil wären, wie umgekehrt. Dann hätten sie nämlich noch leichteres Spiel bei den geilen Ischen zu landen.

        • Die Männer könnten sich aber auch mit einer durchschnittlich-nettaussehenden Frau zufrieden geben, so wie sie wollen, dass eine Frau sich mit einen Normalo-Typen ohne Prestige und Vermögen zufrieden geben können.

        • @Adrian

          Genauso, wie sich viele Frauen mit Otto-Normal-Männer zufrieden geben.

          Nicht nur das, eine Frau kann mit so einem Mann auch richtig glücklich werden. So wie ich 🙂

          Ich kenne fast ausschließlich Paare, die sich in Punkto soziales Einkommen und Altersklasse kaum unterscheiden.

          @DDBZ

          Ich kann dich zwar nicht leiden, aber ausnahmsweise stimme ich dir da zu.

          Aber: Nicht ich beurteile hier in zweierlei Maß, sondern Adrian.

        • @DDBZ

          „PS was ist eigentlich “soziales Einkommen”?“

          Okay, die Definition ist nicht ganz richtig, aber ich denke, du weißt, was ich meine.

          „:-( Woran liegts?“

          Auch das weißt du…

        • @stephi
          Und schon wieder, im nahen umfeld ist alles GAAANNNNZZZ anders, dort akzeptieren natürlich Frauen die Männer mit niedrigerem Einkommen. Auch hier, warum tauchen diese dann nicht in Statistiken und Studien auf? Warum ist es immer so, ausserhalb Feministischer Bekanntschaften offenbar, das der Mann mehr verdient als die Frau?

        • @Imiot

          Ahm… ich rede hier aber nicht von einem niedrigerem Einkommen des Mannes, sondern davon, dass viele Paare in meinem Bekanntenkreis sich sehr ähneln vom sozialen Status.

          Genauso könnte ich daraus, dass mehr als 70 Prozent der Männer jüngere Frauen heiraten, resultieren, dass Männer ausschließlich auf die optischen Vorzüge der Frauen achten.

        • @stephi
          Nein, könntest du nicht. In letzter instanz entscheiden Frauen, ob eine Partnerschaft zustande kommt. Einen jüngeren Mann akzeptieren Frauen nicht.

        • „Ich kenne fast ausschließlich Paare, die sich in Punkto soziales Einkommen und Altersklasse kaum unterscheiden“

          Witzig.

          Anders formuliert: „In meinem Milieu gibt es fast nur Leute aus meinem Milieu“.
          Voll die Aussagekraft. 🙂

      • Ich denke, dass viele Männer, die zufälligerweise viel Geld haben, es sehr begrüßen, dass gerade junge, schöne Frauen höhere Ansprüche in Punkto Status an die Männer haben, weil sie dann selbst leichtes Spiel haben, bei den geilen Ischen zu landen.

        Warum das ein sehr schlechtes Geschäft wäre, hat doch der Bänker von JP Morgan ausführlich dargelegt: Güter mit hohen Abschreibungsraten least man.

        Gut, vielleich kriegt man so eine Idee, warum die Frauenbewegung des späten 19. Jahrhunderts in erster Linie eine Sittlichkeitsbewegung war. Ebenso, wie diejenige ab etwa Mitte der 1970er. Was den „patriarchalen Gehalt“ der tradionellen Ehe .. etwas fragwürdig erscheinen lässt.

        Ich kenne fast ausschließlich Paare, die sich in Punkto soziales Einkommen und Altersklasse kaum unterscheiden.

        ..was für den Mann den Vorteil hat, dass er mit einer gewissen Sicherheit weiß dass unerwünschte Nutzen aka Motive seitens der Frau nicht vorliegen. Man traut ja (hoffentlich) auch keinem Versicherungsvertreter, von dem man weiß dass er auf die Provision existenziell angewiesen ist.

        Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung für die Männerwelt…

        Dummerweise sind Männer genauso leicht manipulierbar wie Frauen. Mindestens.

      • Naja, es ist ja ähnlich wie in einem Beispiel aus meinem letzten Artikel: Jemand, der so viel Kohle verdient, kann das Spiel des Lebens nach ganz anderen Regeln spielen. Für den allergrößten Teil der Männer hat das überhaupt keine Auswirkungen.

        Für diese reichen Typen übrigens wären Erbinnen oder Popstars / Schauspielerinnen vielleicht die beste Wahl: Jung UND reich und wenn die knackigen Jahre vorbei sind, hat man wenigstens noch Geld zusammen. (Es ist natürlich nicht meine Aufgabe, den richtigen Partner für schwerreiche Leute zu finden, es ist eher eine geistige Übung, sich vorzustellen, welche Partner denn bei dieser Ausgangslage in Frage kämen.)

  10. @DDBZ

    Genau das, was die Stephi schreibt: „Ich kenne fast ausschließlich Paare, die sich in Punkto soziales Einkommen und Altersklasse kaum unterscheiden“, beklagt die Differenzfeministin Antje Schrupp. ↓

    Gleich und Gleich ergibt Arm und Reich. So ein Mist.

    Nach einer neuen Studie ist nämlich eine der Hauptursachen für die wachsende Kluft von Arm und Reich, dass sich die Unterschiede im Familieneinkommen nahezu verdoppeln, wenn nicht mehr nur der Mann, sondern auch die Frau voll erwerbstätig ist. Denn Paare finden sich tendenziell nach sozialer Schicht zusammen – Gutverdiener heiraten Gutverdienerinnen, Schlechtverdienerinnen heiraten Schlechtverdiener. Für das Familieneinkommen ist das logischerweise ein sehr großer Unterschied im Vergleich zur alten “Hausfrauenehe”. Das ist eines der vielen Beispiele dafür, dass bloße Emanzipation, die Gleichstellung der Frauen mit den Männern, keine gute Idee ist, wenn ansonsten alles beim Alten bleibt.

    http://antjeschrupp.com/2011/03/29/gleich-und-gleich-ergibt-arm-und-reich-so-ein-mist/

  11. Pingback: Wo liegt die Grenze zwischen Flirt und Belästigung? (Metoo 2018) ( Anne Wizorek, Alexanda Stanic und Maximilian Pütz) | Alles Evolution

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