„Die Menstruation sollte nicht heruntergespielt werden, sie macht Frauen teilweise arbeitsunfähig“

Tweets von der Feministin Tofutastisch:

 

https://twitter.com/Tofutastisch/status/450638789577572352

 

Es macht mich so wütend, wie Menstruation runtergespielt wird. Ist ja nur ein „Frauen“problem, dass sie zickig und nervig macht, haha! Es ist anstrengend, es macht mich arbeitsunfähig und es tut VERDAMMT NOCHMAL WEH.

Finde ich interessant: Würde ich hier irgendwo schreiben, dass Frauen aufgrund ihrer Menstruation ja auch teilweise arbeitsunfähig sind und damit geringere Erfolge von Frauen im Beruf begründen, dann würde man mich eben nicht dafür loben, dass ich die Probleme von Frauen aufgrund ihrer Menstruation nicht herunterspiele, ich wäre wohl eher ein sexistisches Schwein.

 

233 Gedanken zu “„Die Menstruation sollte nicht heruntergespielt werden, sie macht Frauen teilweise arbeitsunfähig“

    • „Solche Leute möchte doch kein Arbeitgeber haben“

      Ich kann mich nicht erinnern, dass in diesen Diskussionen (Wage gap, Nur x% frauen in Position Y) jemals ernsthaft das Interesse des Arbeitgebers vorkam.
      Außer in der Form „Das muss er doch gut finden“

      • @ yacv

        Der Arbeitgeber ist der Feind, der Ausbeuter…er steht aufgrund seines Status in prinzipieller und dauerhafter Bringschuld….der Arbeitgeber ist ein weißer, heterosexueller Mann…auch wenn er in Realität eine schwarze Lesbe ist.

        Das Prinzip der eigenverantwortlichen, autonomen Tätigkeit ist ja schon skandalös. Freie Märkte sind männliche Erfindungen zur Ausbeutung der Massen…da es diese so nicht mehr gibt, halt der Massen des „Surrogatproletariats“ (tm roslin)…

        Der einzige akzeptable Arbeitgeber ist der anonyme, wohlwollende Staat, den frau in fast beliebiger Art und Weise zu gendergerechtem Handeln veranlassen und melken kann.

      • In diesen und solchen feministischen „Diskursen“ kommt sie niemals vor, die Wirklichkeit.

        Die Welt und damit auch die Arbeitgeber soll sich gefälligst nach deren Wünschen richten.

        Wenn ein Arbeitgeber sein Betriebsklima kaputt machen will kann er zB „Betriebsräte sind doof! Gez. Chef“ in den Aushang schreiben oder eine solche um sich selbst drehende Feministin einstellen.

    • Alleine schon, um den unkalkulierbaren Ausfall durch Mutterschaft zu vermeiden, tut man als Arbeitgeber gut daran, den Frauenanteil (insbesondere unter ca. 45) in seiner Belegschaft gering zu halten.

        • Als Freiberuflerin bin ich mein eigener Arbeitgeber, d.h. Frauenquote volens nolens bei 100 Prozent.
          Ich muss mich also selbst mit den eventuell resultierenden Problemen arrangieren, und einplanen, dass ich tageweise weniger produktiv bin.

        • Natürlich, und weil du freiberuflich tätig bist, dürfen Frauen, die beruflich angestellt sind, auf dem Arbeitmarkt benachteiligt werden, weil sie eventuell schwanger werden könnten? Bist du jeck?

        • @ Stephi
          Die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin bringt einem Arbeitgeber nun einmal nicht den geringsten Vorteil, im Gegenteil sogar Nachteile. Dies sollte man berücksichtigen. Insofern ist es in dieser Hinsicht durchaus rational, bei der Einstellung von Frauen vorsichtig zu sein.

        • @ stephi

          „Natürlich, und weil du freiberuflich tätig bist, dürfen Frauen, die beruflich angestellt sind, auf dem Arbeitmarkt benachteiligt werden, weil sie eventuell schwanger werden könnten? Bist du jeck?“

          Das Interesse am Muttersein entdecken Feministinnen leider immer nur, wenn das Muttersein als Beleg für eine gruppenspezifische Benachteiligung ausgeschlachtet werden kann.

          Ansonsten sind den meisten Feministinnen Mütter suspekt und Kinder schlichtweg scheißegal.

        • @stephi

          Das hat nichts damit zu tun, „weil“ ich freiberuflich tätig bin.
          Ich bin lediglich auf die Frage oben eingegangen. Daraus irgendeine Kausalität ableiten zu wollen, ist unsinnig.

          Da mein Mann ein eigenes Unternehmen hat, bin ich gelegentlich im Stellenbesetzungsprozess involviert.

          Nicht nur, dass ein Ausfall durch Mutterschaft Kosten verursacht, fast noch schlimmer ist der Aufwand, einen gleichqualifizierten Ersatz zu finden, und das auch nur zeitbefristet.
          Das halbe Jahr, das ein Mann möglicherweise wg. Elternzeit ausfällt, lässt sich eventuell noch leichter überbrücken als zwei oder drei Jahre (und dann kommt das nächste Kind .. die Elternzeit verlängert sich .. oder die Mitarbeiterin kommt dann doch nicht zurück – absolut unplanbar).
          Kurz – eine Schwangerschaft einer Mitarbeiterin macht dem Arbeitgeber nur Ärger.

        • Dann frage ich dich auch noch: Was sollen dann die Frauen machen, wenn sie keine oder noch keine Kinder wollen? Rumsitzen und Däumchen drehen? Auf dem Arbeitsmarkt haben sie ja offensichtlich nicht viel zu suchen…

    • @ DDBZ

      Klar möchte kein Arbeitgeber die haben. Oder doch, weil er dann mehr Weibchen um sich rum hat und dadurch bessere Chancen auf Liebe & Sex.

      Was passiert, wenn die Deutsche Wirtschaft dank Frauenquote nur noch von Frauen gelenkt wird?

      Dann hat die Deutsche Wirtschaft selbst die „Tage“ (Und das täglich, weil immer eine andere ihre Tage hat.), während die Wirtschaft anderer Länder dies nicht hat.

      Ein Grund von mehreren, warum wir dann unseren Wohlstand nicht mehr erwirtschaftet kriegen.

  1. Dass Frauen generell während der Menstruation am zickigsten sind, bestreite ich einfach mal. Ich bin beispielsweise während der PMS-Phase am reizbarsten und unausgeglichensten.

    Ich habe hier mal ein paar thematisch relevante Links herausgesucht:
    http://breakpt.blog.de/2013/01/29/dreihundertvierzig-15456500/
    http://breakpt.blog.de/2013/06/20/vierhundertvierundvierzig-16120330/
    http://breakpt.blog.de/2014/04/05/sechshundertsiebenundsechzig-18159938/

    • @ breakpoint

      Vorsicht…Hormone sind fast so pfui wie Gene. Die Annahme, dass es biologisch determinierte – noch dazu geschlechtsspezifische!!!!!!!!! – Verhaltensänderungen ohne Kausalität im Draußen gibt, riecht bedenklich nach Biologismus.

      Ich könnte Dir das an einem schönen Beispiel am Verhalten der Kupplungsscheibe meines Audi´s erklären, wenn Du willst?!

      • @ratloser

        Die Wirkung von Hormonen ist eine belegte Tatsache.
        Es ist mir als Naturwissenschaftlerin egal, ob das „pfui“ klingt.

        Ich bin gespannt auf dein Kupplungsscheibenbeispiel.

        • @ breakpoint

          Die Wirkung der Hormone ist aber derart komplexen Umwelteinflüssen unterworfen, dass es eigentlich gar keine Wirkung von Hormonen außer im Sinne eines rein subjektivistischen Konstrukts geben kann.

          Habe ich die letzten Tage hier gelernt.

          Spannend…. 😉

          Die Autoanalogie habe ich auch plagiatisiert und folgt später.

          Ich muss mich sputen…die Tage vor den Feiertagen sind gebraucht…

          • @ratloser

            „gar keine Wirkung von Hormonen außer im Sinne eines rein subjektivistischen Konstrukts geben kann“
            Ich hoffe, das war sarkastisch gemeint. Ansonsten ist es Schwachsinn.

            Schöne (F)eiertage!

        • @ breakpoint

          Ich übe mich im Stilmittel des Dekonstruktivismus…das macht irgednwie Spaß…ebenfalls schöne Eiertage…hoffentlich springt nichts! 😉

    • Darf man das Wort östrogengetrieben verwenden – also östrogengetriebene Zickenwirtschaft?
      Ich finde jeder hat mal schlechte Tage – Männer inklusive. So what?

  2. Auf die Menstruation folgt nicht selten plötzliche „Migräne“ – tagelang. Aber spätestens zum Equal pay day ist frau wieder ‚kampf’bereit.

  3. „Es macht mich so W Ü T E N D, wie Menstruation runtergespielt wird. “

    Ja…lass sie raus…lass sie raus die Wut…schrei es raus…schrei es ihnen in die Visage:

    D R E H T E U C H U M M I C H….I C H M U S S E S D O C H A U C H….

    • … ja und dann haut ihnen in die Fresse, weil sie daran Schuld sind, die Männer. … Scheißtypen … penisprivilegiert … Männer sollen auch mendtruieren müssen! Unterdrückung! … Scheißmacker …

      Macht gut den dahinter stehenden neurotisch soziopathischen Projektionsaggro deutlich.

  4. Wenn man als erwachsene Frau wie Tofutastisch immernoch so extreme Menstruationbeschwerden hat, dann sollte sie mal einen Arzt konsultieren.

    Als ich mit dreizehn meine Menstruation bekam, hatte ich im ersten Halbjahr an jeden ersten Tag meiner Blutung so starke Schmerzen gehabt, dass ich den ganzen Bett im liegen musste, Schweißausbrüche bekam und mich übergeben musste.

    Aber wenn man dann älter wird, sich der Zyklus von selbst einspielt und dann zustätzlich noch die Pille oder zumindestens beschwerdelindernde Medikamente (Dolomin für Frauen) einnimmt, sollte die Menstruation im Alltag kein Problem mehr darstellen.

  5. Wäre ja auch unerwartet gewesen, wenn ein Problem mal nicht vollkommen überdramatisiert würde. Muss schwer sein als moderne Frau in Deutschland mit all diesen Hygieneprodukten und Schmerzmitteln mit so etwas dramatischem wie einer Periode zu leben. Wie einfach hatten es da im Vergleich unsere Vorfahrinnen, die damit auf dem Feld schuften durften statt sich den Tag frei zu nehmen und Jammertweets zu verfassen.

    • @erzählmirnix

      „Wäre ja auch unerwartet gewesen, wenn ein Problem mal nicht vollkommen überdramatisiert würde.“

      Steckt in der Theorie mit drin:

      sie ist angehörige einer nichtpriviligierten Gruppe, damit ist auf alle Nachteile Rücksicht zu nehmen.
      Wie sich das auswirkt ist allein Einschätzung der Betroffenen
      Wer anführt, dass sie damit eben leben muss und sich nicht so anstellen soll, der betreibt Victim Blaming

        • @ratloser

          Klingt interessant:

          Tracing postmodernism from its roots in Jean-Jacques Rousseau and Immanuel Kant to their development in thinkers such as Michel Foucault and Richard Rorty, philosopher Stephen Hicks provides a provocative account of why postmodernism has been the most vigorous intellectual movement of the late 20th century. Why do skeptical and relativistic arguments have such power in the contemporary intellectual world? Why do they have that power in the humanities but not in the sciences? Why has a significant portion of the political Left – the same Left that traditionally promoted reason, science, equality for all, and optimism – now switched to themes of anti-reason, anti-science, double standards, and cynicism? Explaining Postmodernism is intellectual history with a polemical twist, providing fresh insights into the debates underlying the furor over political correctness, multiculturalism, and the future of liberal democracy. This expanded edition includes two additional essays by Stephen Hicks, *Free Speech and Postmodernism* and *From Modern to Postmodern Art: Why Art Became Ugly*.

          Hier gibt es wohl den Volltext vom Autoren selbst:

          Klicke, um auf hicks-ep-full.pdf zuzugreifen

        • „Why has a significant portion of the political Left – the same Left that traditionally promoted reason, science, equality for all, and optimism – now switched to themes of anti-reason, anti-science, double standards, and cynicism?“

          Nun, das lässt sich relativ einfach erklären. Der Lebenstraum der Linken, der Sozialismus, hat sich als schwachsinnige, mörderische Idee entpuppt (nicht überraschend, denn die Grundlagen des Sozialismus sind schwachsinnig und mörderisch).
          Gleichzeitig musste die Linke erkennen, dass in den verhassten westlich-kapitalistischen Ländern alle ihre Ziele verwirklicht worden sind: Gute Bedingungen für Arbeitnehmer, Emanzipation, Massenwohlstand (Armut ist heute eine Frage der Wahl zwischen Windows oder Apple), Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.
          Der kapitalistische Feind hat den Menschen einen Lebensstil ermöglicht, der beispiellos paradiesisch ist, während der Sozialismus in mörderischen Trümmern liegt.
          Das ganze intellektuelle Kernkonzept der Linken ist demnach eine Totgeburt. Dass sie folgerichtig anfangen in religiös aufgeladenen Phantasiewelten zu leben, sollte nicht überraschen.

        • „(Armut ist heute eine Frage der Wahl zwischen Windows oder Apple)“

          Jupp, es wird sehr schnell deutlich, wie teuer der alte Wahlspruch „Wer billig kauft, kauft zwei Mal“ werden kann.

          😉

        • @ ratloser

          Danke für den Buchtipp. Hab’s mal auf meine Leseliste gesetzt (die so lang ist, dass ich kaum noch wage, drauf zu gucken).

        • @Adrian ( war zuvor falsch zugeordnet )

          *
          (Armut ist heute eine Frage der Wahl zwischen Windows oder Apple), *

          Musst du mir meine Armut so ins Gesicht schreien ?

          Arroganter Apfelnutzer !

          Eat the rich, eat apples ! 🙂

      • @Adrian

        *
        (Armut ist heute eine Frage der Wahl zwischen Windows oder Apple), *

        Musst du mir meine Armut so ins Gesicht schreien ?

        Arroganter Apfelnutzer !

        Eat the rich, eat apples ! 🙂

        • Fehlschluss: Ich kann mir Apple nicht leisten. Ich gehöre in Deutschland vermutlich zu den wenigen eher ärmeren Menschen, die gerade deshalb eindeutig prokapitalistisch sind (weil der Sozialismus und die Sozialdemokratie einem am Aufstieg behindern).
          Außerdem funktioniert CorelDraw auf Apple nicht. Das brauche ich aber für meine grafischen Meisterwerke 🙂

        • @Adrian

          Du bist also arm, weil wir zu wenig Kapitalismus haben ?

          Dann hättest du Mitglied in der KPD/ML werden sollen.

          Kapitalistische Partei Deutschlands/Martin Lichtschlag.

          Gelegentlich stand ML auch für Manchester Liberale.

          Mehr Netto !

          LICHTSCHLAG ist ja ein Kumpel deines Spezi BLANKERTZ

          Wo kann man denn deine Meisterwerke besichtigen ?

        • @ ho
          „Du bist also arm, weil wir zu wenig Kapitalismus haben?“

          Ich bin nicht arm. Niemand ist in Deutschland arm. Außer vielleicht Scheidungsväter.

          Aber ja, natürlich behindert einem die sozialdemokratische Staatsbürokratie am Aufsteg. Ich kann nicht mal Sex gegen Geld anbieten, ohen dass ich das versteuern muss. Ich darf nicht mal Obst an der Straße verkaufen, ohne dass ich dafür einen Gewerbeschein benötige. Und sich mit einem Privatauto als Taxifahrer betätigen? Auch dafür braucht es Lizenzen und reihenweise Genehemigungen. Man darf ja nicht mal einem Bekannten beim Malern helfen und dafür Geld verlangen, ohne dass man dafür kriminalisiert wird.

          „Wo kann man denn deine Meisterwerke besichtigen?“

          Nirgendwo. Die Welt ist dafür noch nicht reif 🙂

        • Korrektur :

          ML stand nur für Manchester Liberale.

          Der Parteivorsitzenden hiess Andre LICHTSCHLAG, nicht Martin.

          Irgendwie spukte mir da im Kopf der Rechtskonservative Martin LICHTMESZ dazwischen.

        • @Adrian

          * Lichtschlag und rechtskonservativ stimmt schon. Das ist ja das Elend des deutschen Liberalismus: Er ist mal rechts und mal links, aber nie wirklich liberal. *

          LICHTSCHLAG hat wohl eine Entwicklung hin zum partiellen Wertkonservativen gemacht. Er hat auch keine Berührungsängste gegenüber Rechtskonservativen.

          Den wirklichen Rechtskonservativen ist er aber immer noch viel zu liberal, was auch eine Debatte gezeigt hat, die mit ihm im letzten Jahr in Berlin stattfand. In der dortigen Bibliothek des
          (Triggerwarnung !) Konservativismus.

  6. Davon ab, die Kleine ist süß!

    „Ein Blick in meine Mentions sagt: das hegemonial männlich sozialisierte Ego ist wie ein kleiner Hund, der dir das Bein rammelt.“

    „Macker“ wurde erst zu „Männer“ erweitert“ mittlerweile zu „Menschen“. Am Ende will ich wsl alles Leben auf der Erde ausrotten.“

    „Boys will be boys, haters will be haters and mackerplattmachende Grrrlgangs will be mackerplattmachende Grrrlgangs.“

    „Wehr dich doch, wenn’s so schlimm ist, wehr dich doch, aber wenn du dabei nur ein bisschen aggressiv bist, bist du so schlimm wie die.“

    „Cobain: „Die haarigen, verschwitzten, sexistischen Macho-Schwanzgesichter werden in 1 Meer von Rasierklingen und Samenflüssigkeit ersaufen“

    „Macker sind erbärmlich, Misandrie ist herrlich! #mackergohome“

    „Patriarchat, Maskulismus, Mackertum — Scheiße! #mackergohome“

    Die Arme…und dann auch noch vegan…da würde ich auch die Hasskappe aufhaben… *fg*

    • @ratloser

      Laut Twitter – Profil geht sieh auch “ Gassi „.

      Sagt aber nicht, ob sie dabei ein Halsband trägt.

      Und wo sie das Bein hebt.

      Und wer ihr Frauchen ist.

      Ich gehe auch Gassi.

      Fast jeden Tag.

      Mit meinem inneren Schweinehund.

      Also Training.

  7. „Es macht mich so wütend, wie Menstruation runtergespielt wird. Ist ja nur ein “Frauen”problem, dass sie zickig und nervig macht, haha! Es ist anstrengend, es macht mich arbeitsunfähig und es tut VERDAMMT NOCHMAL WEH.“

    Von der klassischen Frauenrechtlerin Hedwig Dohm ist diese Auffassung übrigens als antifeministisches Stereotyp und Hindernis für die Frauenemanzipation betrachtet worden. Komisch, dass Tofutastisch diese klassische frauenrechtliche Position zum Thema so wenig mitreflektiert.

    Hedwig Dohm schrieb dazu in ihrer Schrift „Die Antifeministen“:

    „Ich schalte hier ein, daß nichts mir ferner liegt, als den ärztlichen Stand als solchen anzugreifen. Es gibt keinen Stand, der mir höher, edler erscheint, als der des Arztes, und unter den Ärzten kenne ich nicht wenige, die den idealsten Anforderungen entsprechen. Nur gegen diejenige Kategorie von Ärzten lehne ich mich auf, die im Weibe nichts als ein Werkzeug sehen für – Herrenzwecke.“
    (…)
    „Die Aussprüche der beiden Ärzte über die Menstruation stimmen fast wörtlich überein. Sie halten diesen Vorgang nicht nur für einen lokalen, sondern schreiben ihm eine seelische Beeinflussung des Weibes zu, die sie als reizbare Schwäche bezeichnen. Ihre Leistungsfähigkeit sei in diesen Tagen verringert, ihre Energie bei Aufgaben, die außerhalb ihrer geschlechtlichen Sphäre liegen, herabgesetzt, außerdem sollen sie während der Menstruation zu lokalen Erkrankungen disponieren.
    Möglich, daß Erkrankungen, auf Grund der Menstruation vorkommen. Ich kenne keinen einzigen Fall.
    Ich bin unter acht Schwestern aufgewachsen, bin im Besitz von vier Töchtern und habe Zeit meines Lebens fast ausschließlich mit Frauen verkehrt.
    Wir Schwestern alle haben in jungen Jahren keine Ahnung davon gehabt, daß die Menstruation eine beachtenswerte Angelegenheit sei. Niemand sagte es uns, niemand fragte danach. Wir tanzten während dieser Zeit (was gewiß nicht richtig war), wir machten die weitesten Wege. Ich erinnere mich nicht, daß je eine von uns an bemerkbarer seelischer oder körperlicher Depression dabei litt. Möglich, daß kleine Abweichungen vom Normalbefinden stattfanden. Wenn die davon Betroffenen es aber selber nicht merken, oder wenn es bei anderen nur eines geringen Maßes von Selbstbeherrschung bedarf, um der Depression Herr zu werden, warum soviel Wesens davon machen!
    Natürlich weiß ich, daß es eine große Anzahl von weiblichen Individuen gibt, die während der Menstruation mehr oder minder leidend sind. Das größte Kontingent zu diesen Leidenden stellen die Blutarmen. Wir wollen doch aber nicht auf der Blutarmut oder sonstiger physischer Entartung eine Gesellschaftsordnung gründen! Nur möglichst normale physische Beschaffenheiten dürfen maßgebend dafür sein.
    Auf die Schonung des Weibes kommen beide Ärzte in ihren Broschüren immer wieder, und zwar auf das energischste, zurück.
    Ja, wenn sie durchaus geschont werden muß, warum schont man sie denn nicht jetzt schon?
    »Monatlich sechs Tage,« sagt der Nervenarzt, »ist das Weib siech,« und an einer anderen Stelle: »Das Weib ist nur in Intervallen eines beständigen Krankseins gesund.«
    Und der Direktor der Frauenklinik: »Die Scham gebietet dem Weibe die Verheimlichung der sexuellen Vorgänge, insbesondere die alle Monate wiederkehrende Menstruation wird so sorgfältig wie möglich verborgen, und allerhand Listen werden ersonnen, um das Bestehen dieses Vorganges der Umgebung, namentlich der Männerwelt, völlig zu entziehen.«
    Aber, wenn die Scham ihr gebietet, den Vorgang zu verheimlichen, so weiß doch niemand etwas davon, und wer soll sie denn nun schonen, wenn niemand weiß, wann geschont werden muß?
    Sollte diese Verheimlichung nicht den zur Schonung Verpflichteten sehr gelegen kommen?
    Der Einwurf der Menstruation ist absolut hinfällig, so lange man nicht alle arbeitenden Frauen in den Menstruationstagen von der Arbeit suspendiert. Ob sich die Ärzte während der Leidenstage ihrer Köchinnen mit kalter Küche oder mit einer durch Gemütsdepression herabgesetzten Kochkunst begnügen würden? Ob sie nicht vielmehr die Köchin, die allmonatlich ihr Menstruationsgeheimnis verrät, gern mit einer anderen, diskreteren vertauschten?
    Und die Krankenwärterin! Wenn sie in der reizbaren Schwäche dieser fatalen Tage Ihnen einmal unwirsch antwortete, oder in ihrer natürlichen Gemütsdepression ein paar Medizinen ein bißchen verwechselte, würden Sie mit schonender Humanität diese kleinen Verstöße der armen Invalidin zu gute halten?
    Von einer Krankenpflegerin ging mir folgendes Schreiben zu: »Ihre Aussprüche über die Menstruation kann ich nach jeder Richtung hin bestätigen. Ich möchte sie, was die Krankenpflegerinnen betrifft, noch ein wenig dahin ergänzen, daß ich gerade in der »reizbaren Schwäche dieser fatalen Tage« nicht nur nicht die Medizinen verwechseln darf oder unwirsche Antworten geben, vielmehr einen Schwerkranken volle 24 Stunden bedienen muß, womit meist noch schwere körperliche Anstrengung (besonders das Heben der Kranken) verbunden ist. Und während dieser wirklich schweren Stunden darf ich keinen Laut der Ermüdung von mir geben, denn Arzt, Patient und Familie verlangen immer meine frische Kraft. Schon zehn Jahre betreibe ich diesen Beruf ohne sechstägige monatliche Schonung, bin dabei frisch und gesund, wie meine Kolleginnen, die mit mir denselben Beruf ausüben, es gleichfalls sind.«
    Einen anderen Brief erhielt ich von einer Münchener Dame. Sie schreibt:
    »Meine Tochter, eine Lehrerin, gehört zu den Leidenden der Menstruationstage. Gerade in diese Tage fiel ihr Staatskonkurs-Examen. Trotz ihres leidenden Zustandes hat sie nicht nur über 60 Kolleginnen, sondern auch über 70 Lehramtskandidaten, die mit ihr geprüft wurden, den Sieg davon getragen, und außer meiner Tochter ist nur noch ein junges Mädchen mit der Note Nr. 1 aus dem Konkurs hervorgegangen.«
    Da der Brief mit dem Namen der Schreiberin, unter Angabe der Wohnung versehen ist, liegt kein Grund vor, an seiner Authentizität zu zweifeln.
    Ich meine, die Frauenwelt erscheint den Frauenärzten wie eine große Krankenstube, weil sie nur kranke Frauen zu Gesicht bekommen. Ärzte, die nur Männer in ihren Krankheiten behandelten, würden wahrscheinlich die Männer für kränker halten als die Frauen.“

    • Ja sapperlott, Frauenarztpraxen sind auch solch ein stereotypatriarchales Mackerelikt, welches Genderevolutionär_I_*_nnen vom Schlage tofutastisch nur noch mit Baseballschlägerin, Farbbeutelin und Trillerpfeifin bewaffnet betreten.

      Irrational ist gar kein Ausdruck.

      • @ Revolte

        Die tendenziöse Interpretation der Welt bis hin zur Verkennung, um präformierte Glaubenssätze bestätigt zu sehen, geht kontinuierlich in den Wahn im eigentlich klinischen Sinne über.

        Im Übrigen taucht im Zusammenhang mit den Feminismussymptomträgerinnen häufig double bind auf: keine Aufmerksamkeit ist Mißachtung, Aufmerksamkeit ist auch Mißachtung.

        Double bind kommt stark gehäuft bei Menschen mit sog. frühen, borderline-Störungen vor…Veganismus und Tofufantastischsein übrigens auch…

      • @revolte

        Frauenärzte sind eh nahe an einer Vergewaltigung:
        https://allesevolution.wordpress.com/2012/11/18/penetrationssex-als-unterdruckung-und-das-bose/

        Szene 2: Wir reden über Frauen*ärzt*innen. Heterafreundin hat tolle Ärztin und schwärmt, ich brumme etwas über beschissener Typ und nie wieder. Wasdennwasdenn, meint Hetera. ,,Was ist denn das für ne Scheiße, dass ich da halb vergewaltigt werden muss für ne Untersuchung“, meine ich. Und meine damit das kalte Ding, mit dem Menschen penetriert werden, um sie vaginal zu untersuchen. Freundinnen hatten mir davon erzählt, wie ihre Ärzte mit ihnen dabei umgegangen war, und ich entschied mich, die Untersuchung für mich abzulehnen. Mein Arzt war auch so scheiße. Wie lustig. Als ich es ablehnte, kam die Assistentin zu mir und fragte mit Piepsstimme, ob ich Jungfrau sei

        JUNGFRAUSEIN. Ahahaha. Auch so ne Heteroscheiße mit diesem ,,Jungfernhäutchen“, blödes Konstrukt alá echter Frauen* aus Kindheitsstadium herausreißender Erlösersex über Penisconnection

        Von einer älteren Frau*, die mich wohl beraten wollte und gar nicht darauf eingehen, dass ich es NICHT WILL, hörte ich dann, ich solle versuchen, mich zu entspannen und durch den Bauch zu atmen während einer solchen Untersuchung. Das klingt verdächtig nach ,,Close your eyes and think of England.” Auch sie schaute mit einem hochzufriedenen Blick dabei, als sei sie amüsiert über mein für Frauen* ihrer Ansicht nach unreifes Verhalten.

    • Deswegen gibt es ja auch endlich ein „Menstruationszelt“, wo man all das zelebrieren darf: http://gabrieleproell.at/menstruation/index.php?site=zelt

      Der Renner und Burner auf jedem Feminismuskrisengipfel. Und es ist echt voll engagiert, wie die ‚FramiMs‘ (Frauen mit Menstruationshintergrund) ihr Regelritual anbieten:

      „… Das Zelt wurde vom Projektteam, das aus vier Frauen besteht, erstmals 2005 im Rahmen eines internationalen Kongresses am Rathausplatz in Villach aufgestellt. Seither finden jährliche Events mit interessanten Workshops an verschiedenen Orten statt.

      Das Menstruationszelt ist für Frauenveranstaltungen und Mädchenprojekte aller Art buchbar. Wir bieten maßgeschneiderte Angebote und freuen uns über Ihre Einladung!…“

      Tampax und ASS bieten auch „maßgeschneiderte Angebote“. Und ja – Frauen sind in der Phase des PMS meist unerträglich, was sich aber mit dem Erwachsenwerden wieder legt. Nur Lantzschi scheint da noch einen weiten Weg vor sich zu haben ….

  8. Es freut mich, wenn einige Kommentatorinnen keine Probleme mit ihrer Menstruation haben. Allerdings gibt es genügend Frauen, die ihr ganzes Leben lang an starken Menstruationsbeschwerden leiden. Bei vielen mag sich das irgendwann einpendeln. Ich warte seit knapp 15 Jahren darauf. Da kann auch kein Arzt helfen 🙂 Den suche ich nämlich 2x/Jahr auf. Meine Mutter hat sich mit Ende 30 (!) die Gebärmutter entfernen lassen, weil sie mehrere Male aufgrund der Schmerzen kollabiert ist.

    Eine Zeitlang haben bei mir sogar die konventionellen Medikamente versagt (Naproxen, Paracetamol, Ibuprofen) und ich musste Novalgin nehmen.
    Die Pille als Allheilmittel? Ich bin kein Fan davon. Jeden Tag Hormone zu nehmen (womöglich über Jahre) kann nicht gesund für den Körper sein. Das sagt schon der gesunde Menschenverstand, finde ich. Viele Frauenärzte empfehlen sogar, die Pille drei Monate am Stück zu nehmen. Diese Praxis ist bis heute (!) nicht zugelassen, wird jedoch toleriert, ohne über die genauen Folgen Bescheid zu wissen.

    Ich kenne genügend Frauen, die unter ähnlich starken Schmerzen leiden und lieber nicht darüber reden, um nicht als „weinerlich“ rüberzukommen. Und gerade wenn man schon ein oder zwei Kinder geboren hat, helfen der stärkste Tampon, die beste Binde und ein Handtuch nachts im Bett manchmal nicht mehr. Natürlich redet frau nicht über „sowas“. Klingt schließlich ziemlich „igitt“. Trotzdem sollten sich manche Männer (und Frauen) mir ihrem Urteil über das Ausmaß der Schmerzen und Unannehmlichkeiten etwas zurückhalten. Zumindest ich habe ich mich mittlerweile damit abgefunden und nehme mir im Voraus manchmal 1-2 Tage frei. Meine Partner sind damit ebenfalls immer sehr gut umgegangen. Ich gehe schließlich auch gerne in die Apotheke oder mache eine Hühnersuppe, wenn ER krank ist 🙂

    • Kein Mensch mag die Schmerzen runterspielen – aber dann muss man eben an anderer Stelle bestimmte Abstriche machen, sein Leben eben so einrichten,d dass es passt.
      Muss ich auch – ich brauche eben manchmal die Braillezeile wenn irgendwie das Lich so scheisse steht, dass die vernarbte Hornhaut Halos produziert, meine Folien müsseng von Kollegen gegengelesen werden. Geht auch. Mehr Aufwand etwas weniger Geld vielleicht als ich in formal gleichartigen Jobs anderswo bekäme. So what.

      Das Leben ist ungerecht. Komm klar damit oder bring Dich um.

    • @ Aurelie

      Das lustige twitterdingens oben umfast ja zwei Botschaften:

      1) Menstruation ist arg schlimm

      – das mag im Einzelfall zutreffen, v.a. wenn eine unentdeckte Endometriose vorhanden ist (was bei mit starken Schmerzen einhergehender Mens nicht selten ist)
      – für die meisten Frauen ist die Mens aber ein natürliches, zyklisches life event, das sie nicht als beeinträchtigend wahrnehmen

      2) keiner nimmt das Drama der Menstruation ernst genug, weil es „nur ein Frauenproblem“ sei

      – das ist egozentrisch und paranoid
      – frauenspezifischen Aspekten von Gesundheit und Krankheit wird seit langer Zeit deutlich mehr Beachtung geschenkt (sowohl von Seiten der Medien als auch der Wissenschaft) als männerspezifischen
      – Brustkrebs ist ein daueraktuelles medizinpolitisches Thema; um die hohe Zahl an Prostatakrebs erkrankten und zum Teil sterbenden Männer interessiert sich im Vergleich dazu keine Sau (schon gar keine FRAU!)

      Auch sollte frau nicht vergessen, dass es eine ganze Menge Befindlichkeitsstörungen gibt, die regelmäßig nur Männer betreffen: Schmerzen der Hoden und in der Leiste, wenn man ein paar Tage keinen Sex hat; zunehmende Probleme beim Pieseln ab dem 40. Lebensjahr etc. etc.

      • „Schmerzen der Hoden und in der Leiste, wenn man ein paar Tage keinen Sex hat“

        Das betrifft aber auch nicht jeden – ich etwa werde einfach nur geil (was übrigens ein ziemlich berauschendes Gefühl ist). Abgesehen davon, muss Mann es nicht so weit kommen (hihi) lassen 😉

      • Den lustigsten Einfall in Ralf Königs Lysistrata fand ich, dass sowohl die Athener als auch die Spartaner Soldaten zu doof zum Rubbeln waren 🙂

      • @ratloser,

        frauenspezifischen Aspekten von Gesundheit und Krankheit wird seit langer Zeit deutlich mehr Beachtung geschenkt

        Geb ich dir sogar recht. Aber woran liegt das?
        Mir als Frau liegt die Gesundheit von Männern genauso am Herzen wie die von Frauen. Und ich wäre sicher nicht die Erste, die ihren Mann fast schon zum Urologen tragen muss. Da werden von Seiten des Mannes alle möglichen Beschwerden ignoriert (teilweise tastbare Knoten in den Hoden). Das habe ich schon oft erlebt. Es steht jedem Mann frei, aufgrund der dir genannten Beschwerden zum Arzt zu gehen. Ich kennen keine Frau, die ihn daran „hindern“ würde.
        (Das mit den Hoden-Schmerzen habe ich auch schon gehört. Allerdings kann man(n) da mit Masturbation vielleicht helfen? Das mein ich jetzt ganz ernst! Ich weiß, dass es das gibt und es soll wirklich sehr unangenehm sein.)

        • @aurelie

          „Mir als Frau liegt die Gesundheit von Männern genauso am Herzen wie die von Frauen. Und ich wäre sicher nicht die Erste, die ihren Mann fast schon zum Urologen tragen muss“

          Ja, da ist viel Eigenverantwortung der Männer dabei.
          Mir wird auch immer gesagt, dass ich wegen allem zum Arzt soll, ich denke mir aber meist, dass es unnötig ist. Der Husten geht schon weg, die Bänderdehnung kann eh nicht behandelt werden etc

          • @Christian,

            ein wenig „Helden-Komplex“ (nicht böse gemeint) steckt vielleicht dahinter. Männer dürfen nicht leiden, müssen stark sein etc.
            Gerade bei der älteren Generation ist das noch stärker ausgeprägt. Ich habe mich auch schon gefragt, was die Gesellschaft an sich tun könnte, um diese Bedenken zu mildern? Mehr Aufklärung? In einzelnen Partnerschaften scheint das ja kein Problem zu sein.

        • @ aurelie

          (und Adrian)…vielen Dank für den Hinweis auf die Selbstheilungsmöglichkeiten bei karenzbedingten Gonadenschmerzen…aber da kam ich irgendwann schon mit 12 drauf…. 🙂

        • „Ich habe mich auch schon gefragt, was die Gesellschaft an sich tun könnte, um diese Bedenken zu mildern?“

          Simpel: Frauen müssen Schwäche bei Männern zulassen und auch bei einem sensiblen Mann scharf werden.

          • @Adrian,

            wie gesagt: Ich habe noch nie erlebt, dass eine Frau einen Mann als weinerlich oder überempfindlich bezeichnet, wenn dieser offensichtliche Beschwerden hat. Kann es sein, dass Männer das vielleicht nur denken, obwohl es überhaupt nicht so ist?

          • @ Aurelie
            Männer sind doch nicht total bekloppt. Sie wissen doch, was bei Frauen ankommt und was nicht, weil Frauen einen großen Teil ihres Denkens und Lebens bestimmen (nicht so wie umgekehrt).

            Und natürlich bezeichnen die wenigsten Frauen Männer als weinerlich und überempfindlich, weil die wenigsten Männer – zumindest in Gegenwart von Frauen – weinerlich und überempfindlich sind. Ein Mann kann sich das nicht leisten.

          • @Adrian,

            Ich finde die Stelle gerade nicht, aber wirfst du Frauen nicht auch vor, ihr Leben würde sich nur um Männer drehen? Sämtliche weibliche Konversation (deren Zeuge du ja regelmäßig wirst) handelt von Männern und Beziehungen?

            Aber das ist ein Nebenschauplatz.

            Ich lege meine rechte Hand dafür ins Feuer, dass weder ich noch Freundinnen von mir, Männer, die Schmerzen haben, als „weinerlich“ bezeichnen! Im Gegenteil: Sie bevormunden Männer eher und organisieren irgendwelche Arzttermine. (Was vielleicht auch nicht ganz ideal ist!) Runtergespielt wird da gar nix!
            Sorry, den Schuh lasse ich mir nicht anziehen.

          • @ Aurelie
            „Ich finde die Stelle gerade nicht, aber wirfst du Frauen nicht auch vor, ihr Leben würde sich nur um Männer drehen?“

            Eher nciht. Ich werfe Frauen gar nichts vor. Wenn überhaupt dann behaupte ich, ihr Leben würde sich nur um Frauen drehen.

            „Sämtliche weibliche Konversation (deren Zeuge du ja regelmäßig wirst) handelt von Männern und Beziehungen?“

            Nein, nein, nein, sie handeln von Frauen und Beziehungen. Männer sind da nur Beiwerk.

            „Sorry, den Schuh lasse ich mir nicht anziehen.“

            Niemand sollte mir nachsagen, ich sei stur und ignorant. Insofern ein Lob von mir 🙂

        • @Aurelie

          * Es steht jedem Mann frei, aufgrund der dir genannten Beschwerden zum Arzt zu gehen. Ich kennen keine Frau, die ihn daran “hindern” würde. *

          Neben dem Aspekt als leidender Mann als Weichei zu gelten, könnte es noch einen weiteren Aspekt geben.

          Männer sind in gewisser Weise Kontrollfreaks. Sie lieben es alles in ihrer Umgebung unter Kontrollle zu haben. Geht irgendetwas kaputt, holen sie ihren Werkzeugkasten und reparieren es mit voller Hingabe. Alles ist dann wieder paletti.

          Damit ist ein starker Aspekt des aktiven Handelns verbunden.

          Männer als aktive Problemlöser. So ist es in ihrem Selbstbewusstein bestimmt.

          Wenn bei ihnen selbst etwas kaputt geht, habe sie ein Problem. Wie es selbst lösen, wie es selbst wieder unter Kontrolle bekommen. ? Der ansonsten allgegenwärtige Werkzeugkasten hilft dann nicht weiter.

          Geht man(n) zum Arzt, begibt man(n) sich in eine quasi – passive Rolle. Andere fummeln nun an einem herum. Man(n ) ist pötzlich zum Objekt geworden. Untersuchungen erdulden, statt selbst agieren zu können, scheint Männern erhebliche Probleme zu bereiten.

          Ganz ähnlich ist es auch bei Erkrankungen des Partners. Männer stehen dem oftmals etwas hilflos gegenüber. Sie würden gerne ihren Werkzeugkasten holen und alles wieder zurechtschrauben. Geht aber nicht. Sie sehen sich einem Problem gegenüber, das sie entgegen ihrer sonstigen Veranlagung nicht lösen können.

          Ich vermute, dass Frauen mit der erzwungenen Passivität, die eine Erkrankung mit sich bringen kann, aufgrund ihrer Veranlagung besser zurechtkommen.

          Als Arzt (am besten als Chirurg) kann der Mann dann wieder seine Qulitäten entfalten und den Werkzeugkasten herausholen. Aber dann ist er handelndes Subjekt und nicht passives Objekt.

      • @ratloser

        „das sie nicht als beeinträchtigend wahrnehmen“
        Nicht beeinträchtigend?
        Dazu braucht es noch nicht einmal spezielle Beschwerden.
        Alleine die Tatsache der unkontrollierbaren Blutung ist eine Beeinträchtigung!
        Das ist schlicht und einfach lästig und stört mich!
        Ich käme aber niemals auf die Idee, irgendjemanden dafür verantwortlich zu machen.
        Das ist eben naturgegeben.

        Und wenn mein Mann infolge von Sexmangel in dieser Zeit unleidlich wird, dann ist es nicht „nur ein Frauenproblem“.

    • @aurelie

      Es dürfte eben ein Unterschied sein, ob eine bestimmte Frau besonders starke Menstruationsbeschwerden hat oder wenn kritisiert wird, dass „die Menstruation heruntergespielt wird“.

      Bei den meisten Frauen macht es eben nicht regelmäßig arbeitsunfähig und es ist ein recht normaler Vorgang, dass diese als Maßstab genommen werden.

      Tofutastisch scheint hier aber eine allgemeine Abwertung als Frauenproblem zu sehen, bei dem Schmerzen nicht akzeptiert werden und diese als allgemeine Zickigkeit und Nervigkeit abgetan werden. Also im Endeffekt ein Abwerten der Probleme der Frau.

      • Butter bei die Fische: Tofutastisch outet sich hier als recht gewöhnliche Frau: Sie will bemuttert und umsorgt werden, sie will, dass man ihr über den Kopf streichelt und ihr ausgiebig zuhört. Sie strebt keine Lösung an, sondern, dass andere (Männer) ihre Probleme für sie lösen, oder ihr zumindest einen Schutzraum gewähren, indem sie ihre Weiblichkeit ausleben kann.
        Der Aufhänger mag speziell sein, aber dieses Verhalten ist jetzt nichts, was für eine Frau sonderlich bemerkenswert wäre.

        • @ Adrian

          *Tofutastisch outet sich hier als recht gewöhnliche Frau: Sie will bemuttert und umsorgt werden, sie will, dass man ihr über den Kopf streichelt und ihr ausgiebig zuhört. *

          Auf Tippse trifft das zu.

          Sie leidet auch unter heftigen Menstruationsbeschwerden, ist an diesen Tagen besonders liebesbedürftig.

          Triggert natürlich den Sadisten in mir.

          Macht Spaß, Tippse leiden zu sehen, besonders, wenn sie dann nach Zärtlichkeit lechzt.

          Mann fühlt sich gebraucht.

          Wärmeflasche auf’s Bäuchlein packen und Warmluft auf die Fontanelle pusten.

          Während man ihr den Hintern versohlt.

          Das lenkt ab und gibt eine gesunde Farbe (zartes Apricot, zum Küssen und Reinbeißen).

        • Solche Erfahrungen heilen übrigens Frauen, versöhnen sie mit ihrem Weibsein, würde auch Tofutastisch gut tun.

          Aber wahrscheinlich ist sie nicht nur vegan, sondern auch noch lesbisch.

          Da bleibt nur der Hass und die Rationalisierung des Leidens an der eigenen Geschlechtlichkeit – Versöhnung unwahrscheinlich.

          Eigentlich traurig.

          Verlorene Seelen.

          • @ Roslin
            Widerspruch dahingehend, dass ich nicht glaube, dass Lesbischsein eine Frau daran hindert, Weiblichkeit zu entdecken.

            Was natürlich ein Rätsel ist, dass offenbar doch viele Lesben Probleme mit Männern haben, während analog bei Schwulen sich so gut wie nie „Frauenfeindlichkeit“ beobachten lässt (eher im Gegenteil). Ich wäre da die Ausnahme 😀

        • „Tofutastisch. Abgebrochenes Philosophie und Politikwissenschafts-, angefangenes Kulturwissenschafts- und Anglistikstudium. Links_radikal_feministisch. Vegan. Poly. Weiß. Cisweiblich. Heteroprivilegiert. Able-bodied. Persönlichkeitsgestört. Schreib_wütig. Lese_freudig. Wiss_be_gierig. Bücherliebhaberin. Gamerin. Serienfan. Hundemensch.“

          Gibts das auch mit deutschen Untertiteln?
          -Ewige Studentin, die nichts auf die Reihe kriegt, als Mann müsste sie mal Taxifahren.
          -Links_radikal_feministisch, wäre ich nie drauf gekommen
          -Vegan, ohne Zweifel
          -Poly. Weiß. Cisweiblich. Heteroprivilegiert. Able-bodied. Was bedeuted Poly Ablebodied?
          – Pesönlichkeitsgestört, immerhin, sie sieht es ein, vielleicht kann ihr ja geholfen werden.

          Das klingt eher nach Zwang zur Selbstdarstellung, als nach ernsthaften Problemen.
          Manchmal denke ich, das eine Verschlechterung der Wirtschaftlichen Lage, eine Verbesserung der psychischen Gesundheit nach sich ziehen wird.

        • @overthehillsandfaraway:

          able-bodied: physisch nicht behIndert, zt eine „Normkörper“ haben, dem vorherrschendem Schönheitsideal gesprechen.

          Poly: gemeint ist wohl Polyamorie: (sexuelle) Bezeihung zu mehrer anderen gleich-/anders-geschlechtlichen Personen gleichzeitig zuhaben, alle Beteiligten wissen um die das beziehungsgeflecht;
          was mich an dieses denken lässt:

          http://cdnimg.visualizeus.com/thumbs/43/37/4337f8f6f7e2068a48e3700fedeb5c50_h.jpg?dur=743

        • @overthehillsundnochweiterweg

          * Manchmal denke ich, das eine Verschlechterung der Wirtschaftlichen Lage, eine Verbesserung der psychischen Gesundheit nach sich ziehen wird. *

          Ich erlaube mir hier einmal unseren Kommentator “ ratlos “ zu zitieren :

          Es gibt die “Eisenlohrsche Trias” zur Behandlung funktioneller Beschwerden: Hunger, Kälte, Arbeitslager. Ein kleiner medizininterner Zynismus aus den 60iger Jahren, der Tatsache geschuldet, dass funktionelle Beschwerden in Krisenzeiten so gut wie absent sind.

        • Hallo Matthie,

          Danke für die Informationen,
          wobei ich Deinen Link am interessantesten fand.

          Wobei ich mir nicht vorstellen kann, welche vielen Personen ein brennendes Interesse am Umgang mit ihr haben könnten.

          Nun ja vielleicht kocht sie ja gut.

      • @Christian,

        Ich persönlich erlebe da einen Unterschied zwischen dem Umgang in der Partnerschaft und dem Umgang der Gesellschaft damit.
        Es ist etwas anderes, wenn ich von mir aus sage: „Hey Leute, mir geht’s heute nicht besonders gut. Ich baue ein paar Überstunden ab.“ (Sofern das die Arbeit zulässt. Ansonsten Zähne zusammenbeißen.) Oder wenn meine Kollegen über eine unfreundliche Frau am Telefon sagen: „Boah, hat die etwa ihre Tage?!“ Umgekehrt käme wohl kaum jemand auf die Idee zu sagen: „Boah, hat der etwa Prostatabeschwerden und musste 5x nachts aufstehen?!“
        Dagegen im persönlichen Umfeld gehen Männer ziemlich rücksichtsvoll damit um. (Siehe Roslin. Lob von mir – sofern du es annimmst 🙂 )

        Und Tofutastisch? Hat eine Frau mit ein paar hundert Followern tatsächlich Einfluss? Klar ist es witzig, sich über die geistigen Ergüsse einiger Hardlinerinnen aufzuregen. Bringt uns nur in Geschlechterthemen nicht weiter. So weit ich mich erinnere, kam aus derselben Ecke schon mal der Vorwurf, beim Frauenarzt gegen den eigenen Willen untersucht worden zu sein. Wie ratloser sagt, können extreme Menstruationsbeschwerden durchaus mit einer myomatösen Gebärmutter oder Endometriose zusammenhängen. Wer sich jedoch nicht untersuchen lassen möchte … nun gut. (Die Untersuchung kostet übrigens 40 Euro. Frauen müssen für eine ordentliche Vorsorge – ein simpler Abstrich ist meines Erachtens nach ungenügend – durchaus auch in die eigene Tasche greifen.)

        • @Aurelie

          „Oder wenn meine Kollegen über eine unfreundliche Frau am Telefon sagen: “Boah, hat die etwa ihre Tage?!” Umgekehrt käme wohl kaum jemand auf die Idee zu sagen: “Boah, hat der etwa Prostatabeschwerden und musste 5x nachts aufstehen?!”“

          Das „die hat ihre Tage“ wird ja auch von Frauen gerne verwendet, über andere Frauen oder auch als Entschuldigung für sich selbst. Das man an bestimmten Tagen Zyklusbedingt anders reagiert ist denke ich etwas, was Leute eher wahrnehmen als Prostatabeschwerden, zumal diese eben nicht zyklisch auftreten.

  9. Feminist.I.nnen und ihr Leiden am Weibsein.

    Sie wären so gerne Männer, so gerne, doch ach.

    Das Verhängnis.

    Also müssen Männer schuld sein, wenn man schon nicht werden kann wie sie, böse müssen sie sein und hassenswert.

  10. Sie schrieb, dass SIE davon arbeitsunfähig wird, nicht Frauen per se. Ich weiß, ihr findet die Frau grade alle ganz arg scheiße, aber könnt ihr alle nicht lesen – und geht’s vielleicht noch ein bisschen unnötiger?

    • @ Urban

      „Sie schrieb, dass SIE davon arbeitsunfähig wird, nicht Frauen per se.“

      Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Sie schrieb von der Menstruation an und für sich:

      „Es macht mich so wütend, wie Menstruation runtergespielt wird. Ist ja nur ein „Frauen“problem, dass sie zickig und nervig macht, haha!“

      Das sind Verallgemeinerungsformen…es ihr geht darum, dass (man) Menstruation runterspielt, weil es „nur ein Frauenproblem“ (Frauen sehr auffälligerweise mit Gänsefüßchen verziert!!!! grins).

      Es ist übrigens kleinmädchenhaft, wenn vorgeblich ämbauerte Frauen wie Du immer die Kommunikation abbrechen, wenn ihnen ein männliches Wesen etwas entgegnet, was die die gefühlte (!) Basis ihrer Aussagen zu instabilisieren droht.

      😉

      • Nee, ich habe mich nur von dem Gedanken verabschiedet, je eine sinnvolle Diskussion ohne Gesprächsmanipulation mit einigen Personen führen zu können ^^ Dafür ist mir die Zeit zu schade.

        „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Sie schrieb von der Menstruation an und für sich:“

        Ja, aber wie kollidiert das mit meiner Aussage? Christian machte aus „Ich werde davon arbeitsunfähig“ ein „Sie hat gesagt, Frauen werden davon arbeitsunfähig“. Das ist, wie man sieht, falsch.

        „weil es “nur ein Frauenproblem” (Frauen sehr auffälligerweise mit Gänsefüßchen verziert!!!! grins).“

        Oh bitte. Sie hat nicht Frauen in Gänsefüßchen gesetzt, sondern „Frauenproblem“. So wie in „Angeblich ist My little Pony ja eine „Mädchenserie“, aber es gibt sehr viele männliche Fans.“ Der Unterschied sollte doch klar sein.

    • Christian schrieb: „… Robin antwortet häufig auf eine Art, die wenig Informationen bietet …“

      Bingo! Sie argumentiert selten sachlich, liefert keine oder kaum Belege, so, als wenn es sich hier um den Elektronikmarkt handelt, dessen Namen sie nicht nennen wird …

      Ganz im Ernst: Ich verstehe nicht, wie man mit solchem ‚Femus‘ meint, inhaltlich diskutieren zu müssen oder wollen, wenn die Antworten oder Anregungen im gehobenerem Stile einer Lantzschi (schon alleine diese Selbstverniedlichung …) daher kommen.

      Sorry, war scheiße – oder?

  11. Da wir schon beim Thema sind: Ich habe heute meine Tage bekommen, ich habe keine Schmerzen und kann heute problemlos meine Spätschicht machen.

    Nur eine kleine Sache gibt es da schon: Ich werde schneller wütend als an den anderen Tagen, wenn mich Leute mit dummen Behauptungen auf die Palmen bringen.

    Deswegen werde ich jetzt auch nicht auf Adrians und Christian Kommentar über potenziell schwangere Frauen auf dem Arbeitsmarkt äußern.

    Wusa, Stephi, wuuuuuuuuusaaaaaaaaaaa….

        • Du willst Dich also tatsächlich auf den Standpunkt stellen, dass eine schwangere Frau, oder Mutter im Mutterschaftsurlaub, keine finanzielle und betriebliche Belastung für einen Arbeitgeber darstellt? Das hätte ich dann doch gerne begründet.

        • Jetzt verstehe ich so langsam, warum mein Freund später, wenn wir Kinder haben, nicht gerne in Väterzeit gehen möchte. Er wäre ja nur eine finanzielle Belastung für den Arbeitgeber.

          Ein Hoch auf unsere kinderfreundliche Gesellschaft!

          • @stephi

            „Jetzt verstehe ich so langsam, warum mein Freund später, wenn wir Kinder haben, nicht gerne in Väterzeit gehen möchte. Er wäre ja nur eine finanzielle Belastung für den Arbeitgeber.“

            Es gibt ja einige Studien, die nahelegen, dass dies bei Männern auch deutlich negativer wahrgenommen wird. Bei Frauen werden die Kosten eben eher im Vorfeld eingepreist, bei Männern nimmt man eine geringere Wahrscheinlichkeit an und ärgert sich daher mehr.

            „Ein Hoch auf unsere kinderfreundliche Gesellschaft!“

            Jeder Versucht eine Gesellschaft kinderfreundlicher zu gestalten muss aus meiner Sicht die dadurch entstehenden Kosten berücksichtigen. Weil sie eben entstehen und Leute sie dann vermeiden wollen.

            Also bliebe nur, sie gleichmäßig auf Männer und Frauen zu verteilen (was viele auch schlicht nicht wollen, weil sie eine andere Arbeitsteilung vornehmen wollen), sie niedrig zu halten (was dann meist kinderunfreundlich ist) oder hinzunehmen, dass sie das Geschlecht, dass die Kinder eher betreut, treffen und ggfs über einen Ausgleich nachzudenken (der in Deutschland über das Familienrecht und den dortigen Halbteilungsgrundsatz erfolgt)

        • „Er wäre ja nur eine finanzielle Belastung für den Arbeitgeber.“

          Das wäre er! Er würde nicht mehr produktiv arbeiten, würde aber weiterhin Kosten verursachen. Was ist daran so schwer zu verstehen?

          „Ein Hoch auf unsere kinderfreundliche Gesellschaft!“

          Was hat das mit Kinderfreundlichkeit zu tun? Ein Arbeitgeber kann noch so kinderfreundlich sein, die Kosten einer schwangeren Mitarbeiterin werden dadurch nicht weggezaubert. Für eine Arbeitgeber wären Schwangerschaft und Mutterschaft (oder Vaterschaftsurlaub) nur dann folgenlos, wenn man ihm den Ausfall ersetzt. Darüber könnte man (im Sinne der Kinderfreundlichkeit) reden, aber die Ausgangslage bleibt die Gleiche: Schwangerschaft udn Elternzeit sind für ein Unternehmen ein Kostenfaktor und Produktionshemmnis!
          .

        • @ Adrian

          Wenn der Arbeitgeber die Kinder – na, sagen wir, jedes zweite – verkaufen dürfte, wäre die Gleichstellung einfacher zu bewerkstelligen.

          Aber bis die Wiedereinführung der Sklaverei durch ist, das dauert noch mal 100 Jahre.

        • @ Stephi

          *Wir gehen nur noch arbeiten, bekommen keine Kinder mehr und sterben aus.*

          Wird doch gerade umgesetzt.

          Und die Bevölkerung wird ausgetauscht – Afrika produziert genug Nachwuchs.

        • „Also bliebe nur, sie gleichmäßig auf Männer und Frauen zu verteilen (was viele auch schlicht nicht wollen, weil sie eine andere Arbeitsteilung vornehmen wollen), sie niedrig zu halten (was dann meist kinderunfreundlich ist) oder hinzunehmen, dass sie das Geschlecht, dass die Kinder eher betreut, treffen und ggfs über einen Ausgleich nachzudenken (der in Deutschland über das Familienrecht und den dortigen Halbteilungsgrundsatz erfolgt)“
          Hier wird so getan, als gäbe es keine gesellschaftliche Regelung die dies unterstützt. Gibts aber doc. Heißt „Ehe“. Dort wird geteilt – es ist doch egal wer und wie die Brötchen in der Familie verdient werden – am Ende ist Kind und Ehe doch immer ein Gemeinschaftsprojekt. Und wenn Mann arbeiten geht und die Familie daraus den Unterhalt bezieht hat Mann eben auch Einbußen.
          Im Allgemeinen ist es eine dumme Idee wenn beide Teilzeit gehen, denn im Allgmeinens gilt 2x Teilzeit < 1x Vollzeit, vor allem weil ja Männer gerade in Teilzeit deutlich weniger verdienen als Frauen in gleicher Teilzeitstelle (S. 3. Gender-Datenreport der Budnesregierung Kapitel III glaube ich mich zu erinnern).
          Teile heißt doch nicht automatisch, dass beide immer die Hälfte machen müssen: Mann baut ein halbes Regal auf, Frau(Partner) die andere Hälfte, Frau kocht die Nudel halbgar, Mann dann ganz gar?
          Oder Frau kocht eine Hälfte der Nuden und der Mann die andere?

        • @Adrian
          Es gibt einen Unterschied, ob gesagt wird, dass eine gebärfähige Frau theoretisch (!) Kosten verursacht, oder ob impliziert (oder geradeheraus gesagt wird) dass Frauen deswegen nicht so viel auf dem Arbeitsmarkt zu suchen haben und danach gehandelt wird.
          Das ist nämlich ziemlich unmoralisch.
          Genauso unmoralisch, als wenn man Menschen mit Behinderungen oder chronisch Kranke benachteiligt, weil sie ja auch nicht so leistungsfähig sind wie ein gesunder Mensch.
          Gäbe es keine sozialen Programme wie z.B. Quoten im ÖD, wäre es sicherlich der Fall, dass viele dieser Menschen keinen anständigen Job fänden, weil die AG selten jemand einstellten, der potentiell Probleme macht.
          Das ist aber Raubtierkapitalismus, der einfach nur verachtenswert ist, aber leider, besonders in Großbetrieben, wo die Entscheidenden kaum noch Kontakt mit „Fußvolk“ haben, nicht selten ist. Und auch in mittelständischen Betrieben wird es häufiger.
          Ich werde niemals den Unternehmer vergessen, der in einer WDR2 Sendung stolz berichtete, dass keiner „seiner“ Mitarbeiter Hartz4 aufstocken würde, trotzdem er ihnen Stundenlöhne zahle, bei denen das eigentlich nötig und möglich sei. Auf die Frage, ob er denn plane, ihnen mehr zu zahlen, wenn sein relativ frisches Unternehmen aus dem Gröbsten raus sei, wurde er dann sehr ausweichend.
          Aber der Markt funktioniert!!!!

          (Und bevor Witzchen gemacht werden, weil ich angeblich Frauen mit Behinderten gleichgestellt habe: Habe ich nicht. Frauen haben nur, ebenso wie Menschen mit Behinderungen ein Defizit ggü. unserem kulturellen Standard, dem weißen heterosexuellen, und, hier relevant, gesunden Mann.
          Sie haben einen Nachteil auf dem Arbeitsmarkt, den dieser nicht hat.

          • @maren

            „dass Frauen deswegen nicht so viel auf dem Arbeitsmarkt zu suchen haben und danach gehandelt wird.“

            Wer hat das denn gesagt?

            „Frauen haben nur, ebenso wie Menschen mit Behinderungen ein Defizit ggü. unserem kulturellen Standard, dem weißen heterosexuellen, und, hier relevant, gesunden Mann. Sie haben einen Nachteil auf dem Arbeitsmarkt, den dieser nicht hat.“

            kannst du diesen Nachteil mal näher in Worte fassen?

          • @Christian
            Breakpoint hat es gesagt. Ziemlich deutlich. Dito Adrian
            Und tu jetzt bitte nicht so als hättest das auch sonst noch nie gehört.

            *kannst du diesen Nachteil mal näher in Worte fassen?*

            Schwangerschaft.

          • @maren

            „Breakpoint hat es gesagt. Ziemlich deutlich. Dito Adrian Und tu jetzt bitte nicht so als hättest das auch sonst noch nie gehört.“

            Lass Robin das nicht hören, die triggert so etwas.

            „Schwangerschaft.“

            Dann sind wir uns doch einig

          • @Christian
            *Dann sind wir uns doch einig*
            Nein sind wir nicht. Ich weiß dass viele dich als linken Männerrechtler bezeichenen, warum auch immer, aber neoliberaler Kapitalist bleibt neoliberaler Kapitalist.

          • @maren

            „Nein sind wir nicht.“

            Dann leg doch deine Auffassung einfach mal dar.

            Du siehst Schwangerschaft als Nachteil an. Warum? Warum sehen es deiner Meinung nach die „Kapitalisten“ als Problem an und was ist davon unberechtigt? Warum sollen sie diese Probleme/Kosten deiner Meinung nach in ihrem Entscheidungsprozess nicht berücksichtigen?
            Würdest du das demzufolge nicht, wenn du Kapitalist/Personalentscheider wärst?

          • @christian
            *Würdest du das demzufolge nicht, wenn du Kapitalist/Personalentscheider wärst?*

            Wäre ich gezwungen solche Entscheidungen treffen zu müssen, die gegen meine innere Überzeugung gehen, was soziale Gerechtigkeit angeht, würde ich lieber Kartoffeln ernten.
            Da könnte ich wenigstens nachts ruhig schlafen.

          • @maren

            „Wäre ich gezwungen solche Entscheidungen treffen zu müssen, die gegen meine innere Überzeugung gehen, was soziale Gerechtigkeit angeht, würde ich lieber Kartoffeln ernten.“

            Das interpretiere ich mal als „Ja, ich gebe zu, es kann wirtschaftlich rational sein, solche Entscheidungen zu treffen, auch wenn ich es unmoralisch finde“

          • @maren

            Doch, verstehe ich vollkommen, in moralischer Hinsicht. Das Problem ist, dass ein Appell an die Moral selten etwas bringt, wenn dadurch Kosten entstehen.

            Demnach ist es unmoralisch, diese Kosten in der Findung einer Lösung zu ignorieren, weil man dann eben keine Lösung finden kann und die Leute mit scheinlösungen abspeist, die wieder nur das eigene Gewissen beruhigen.

            Das allerdings, befürchte ich wiederum, verstehst du nicht.

          • @Christian
            *Das Problem ist, dass ein Appell an die Moral selten etwas bringt, wenn dadurch Kosten entstehen.*

            Daher macht es ja auch Sinn, wenn es staatliche oder gewerkschaftliche Regulierungen gibt, weil eben der Markt, oder eher die Menschen darin, nicht in der Lage sind, diese Verantwortung als Arbeitgeber zu übernehmen.

          • @maren

            „Daher macht es ja auch Sinn, wenn es staatliche oder gewerkschaftliche Regulierungen gibt, weil eben der Markt, oder eher die Menschen darin, nicht in der Lage sind, diese Verantwortung als Arbeitgeber zu übernehmen.“

            Nirgendwo habe ich gesagt, dass man das nicht regeln soll.Im Gegenteil

            https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/17/die-menstruation-sollte-nicht-heruntergespielt-werden-sie-macht-frauen-teilweise-arbeitsunfahig/#comment-118329
            https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/25/mutterschaft-und-kindererziehung-als-kostenfaktor-im-arbeitsmarkt/

            Nur muss dies eben unter Einbeziehung der Kosten, nicht unter deren Leugnung erfolgen.

            Deine Haltung ist da letztendlich kontraproduktiv, weil du es anscheinend bereits unmoralisch findest, diese Kosten zu benennen.

          • @Christian
            *Deine Haltung ist da letztendlich kontraproduktiv, weil du es anscheinend bereits unmoralisch findest, diese Kosten zu benennen.*

            Bevor ich böse werden muß: Lies den allerersten Satz meines ersten Kommentars heute und dann geh nach Hause und überdenke dein Leben.

          • @Maren

            Dein erster Satz wäre wohl dieser:

            Es gibt einen Unterschied, ob gesagt wird, dass eine gebärfähige Frau theoretisch (!) Kosten verursacht, oder ob impliziert (oder geradeheraus gesagt wird) dass Frauen deswegen nicht so viel auf dem Arbeitsmarkt zu suchen haben und danach gehandelt wird. Das ist nämlich ziemlich unmoralisch.

            Das sie deswegen nichts auf dem Arbeitsmarkt zu suchen haben, hat niemand gesagt, aber das hatten wir ja schon.

            Letztendlich bleibt dort dein Argument, dass man es wegen der Unmoral unterlassen sollte, unabhängig von den Kosten.
            Das ist ziemlich arrogant. Letztendlich sagst du damit ja, dass man die Kosten ausblenden soll, weil sie unbeachtlich sind. Anscheinend auch unabhängig von ihrer Höhe. Dein Lösungsansatz scheint in diesem ersten Satz alleine auf eine Moral abzustellen.

        • @ Maren
          „Dito Adrian“

          Ich revidiere mich und verdeutliche: ich habe nichts gesagt, dass Frauen deswegen auf dem Arbeitsmarkt nichts zu suchen haben. Dass aber danach gehandelt wird, halte ich für nachvollziehbar.
          So wie ich es für nachvollziehbar halte, dass die Leute bei Aids erst einmal an Schwule denken, oder – Seufz, ich gebe es zu – von mir erwarten ich hätte eine Freundin.

        • @ Maren
          „aber neoliberaler Kapitalist bleibt neoliberaler Kapitalist.“

          a) Das ist nichts, wofür man sich schämen müsste.

          b) Kosten sind Kosten, Produktivität ist Produktivität und Nachfrage ist Nachfrage – in jeder Wirtschaftsform.

        • @ Maren

          „Es gibt einen Unterschied, ob gesagt wird, dass eine gebärfähige Frau theoretisch (!) Kosten verursacht, oder ob impliziert (oder geradeheraus gesagt wird) dass Frauen deswegen nicht so viel auf dem Arbeitsmarkt zu suchen haben und danach gehandelt wird.
          Das ist nämlich ziemlich unmoralisch.
          Genauso unmoralisch, als wenn man Menschen mit Behinderungen oder chronisch Kranke benachteiligt, weil sie ja auch nicht so leistungsfähig sind wie ein gesunder Mensch.“

          Wenn Frauen im Durchschnitt weniger leistungsfähig sind als Männer im Durchschnitt, ist ihre Arbeitskraft definitiv weniger wert. Ebenso bei Behinderten. Erst recht wäre es keine Diskriminierung, weil Behinderte eben nach den GLEICHEN Maßstäben wie Gesunde beurteilt werden, also eben nicht unterschieden/=diskriminiert wird.

          Das ist weder moralisch noch unmoralisch, sondern so funktioniert die Rechnungsweise des Kapitalismus. Quoten im ÖD sind so ziemlich das letzte, was hier mehr „Gerechtigkeit“ bringt.

          Wenn dir das nicht gefällt, musst du halt eine Revolution machen, wenn es dazu nicht reicht, weil kaum eine(r) Revolution machen will, tja dann…

        • @ichichich

          * Wenn Frauen im Durchschnitt weniger leistungsfähig sind als Männer im Durchschnitt, ist ihre Arbeitskraft definitiv weniger wert. Ebenso bei Behinderten. Erst recht wäre es keine Diskriminierung, weil Behinderte eben nach den GLEICHEN Maßstäben wie Gesunde beurteilt werden, also eben nicht unterschieden/=diskriminiert wird.

          Das ist weder moralisch noch unmoralisch, sondern so funktioniert die Rechnungsweise des Kapitalismus. *

          Wo der Revolutionär recht hat, hat er recht.

          Im übrigen steht es unseren Moralisten frei, für einen Behinderten, eine Frau, oder was auch immer eine Patenschaft zu übernehmen.

          D. h. sie verpflichten sich, die tatsächlichen oder potentiell höheren Kosten für den Arbeitgeber zu übernehmen.

          Dürfte kein Problem sein, die Welt ist voller Moralisten.

          Scheint jedenfalls so.

          Man kann als Moralist dann gut schlafen.

          Und hat eine Alternative zum Kartoffelanpflanzen.

        • @ homo oeconomicus

          „D. h. sie verpflichten sich, die tatsächlichen oder potentiell höheren Kosten für den Arbeitgeber zu übernehmen. “

          Höhere Kosten gibt´s nur im Kapitalismus. Dagegen wird die sozialistische Revolution nicht nur Ausbeutung abschaffen, auch Knappheit und Kosten gehören der kapitalistischen Vergangenheit an. Ist das nicht toll?

        • @JC Denton

          * Höhere Kosten gibt´s nur im Kapitalismus. Dagegen wird die sozialistische Revolution nicht nur Ausbeutung abschaffen, auch Knappheit und Kosten gehören der kapitalistischen Vergangenheit an. Ist das nicht toll? *

          Der Kapitalismus ist gekennzeichnet von der

          Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

          Im Sozialismus ist es dagegen umgekehrt !

          Knappheit gibt es streng genommen selbst noch im Paradies, wo einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen sollen.

          Selbst dort ist die Zeit knapp und ich muss mich entscheiden, was zuerst in meinen Mund fliegen soll. Es entstehen also zumindest temporär Opportunitätskosten, ich kann nämlich selbst im Paradies nicht alles gleichzeitig machen.

          Entscheide ich mich also für die gebratene Taube, muss ich zunächst auf die Torte verzichten, die mir ebenfalls in den Mund geflogen wäre.

          Nichts ist also kostenlos.

          Nicht einmal im Paradies.

          Und ja, kauen muss ich auch noch.

          Puh, was man so alles an Problemen hat im Paradies.

          Aber ich schätze mal, der Sozialismus wird auch diese Probleme lösen.

          Wenn bloss die Revolutionen nicht so anstrengend wären.

          Ist ja kein Wunder, dass da keiner Bock drauf hat.

        • @ Maren

          „Frauen haben nur, ebenso wie Menschen mit Behinderungen ein Defizit ggü. unserem kulturellen Standard, dem weißen heterosexuellen, und, hier relevant, gesunden Mann.“

          Bist du neuerdings politisch korrekt?

          Da die dem PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Mannes“ inhärente Männerfeindlichkeit, Heterophobie und der anti-weiße Rassismus wohl kaum als progressiv und emanzipatorisch bezeichnet werden können, würde ich empfehlen, positive Bezugnahmen auf solchen PC-Blödsinn kritisch zu überdenken.

          Die ideengeschichtlichen Ursprünge des PC-Feindbildes vom „weißen, heterosexuellen Mann“, welches aus einer einseitigen, dogmatischen und radikalisierten Interpretation des französischen Poststrukturalismus in den USA hervorgegangen ist, hatte ich übrigens kürzlich in einem Kommentar dargestellt.
          Nachzulesen hier:

          https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/05/selbermach-samstag-lxxix/#comment-117292

          Eine ausführliche Darstellung der ideengeschichtlichen Hintergründe der Political Correctness, welche Standards wissenschaftlichen Arbeitens einhält, mit konservativen/rechten Verschwörungstheorien nichts zu hat und zahlreiche Belegquellen enthält, findet sich in dem Buch von Mathias Hildebrandt – Multikulturalismus und Political Correctness in den USA:

          http://www.amazon.de/Multikulturalismus-Political-Correctness-den-German/dp/3531148761/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1397807898&sr=1-1&keywords=Multikulturalismus+und+Political+correctness+in+den+USA%3A

          Der radikalfeministische Mythos vom „Mann als kultureller Norm“ ist darüber hinaus durch die Forschungsergebnisse des Geschlechterforschers Christoph Kucklick widerlegt worden:

          http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/geschlechter-debatte-wie-maenner-seit-200-jahren-verteufelt-werden-a-828723.html

          http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner

          http://www.suhrkamp.de/buecher/das_unmoralische_geschlecht-christoph_kucklick_12538.html

      • @Adrian

        Und du hast wohl nicht gelesen, was oben geschrieben wurde. Breakpoint empfielt Arbeitgebern, nur wenige Frauen einzustellen, weil diese ja schwanger werden können. Aber Christian hat natürlich nichts besseres zun, als erstmal Partei für die Arbeitgeber zu ergreifen, wegen Kosten- und Produktionsverlust. Er hat ja leicht reden, er kann ja keine Kinder kriegen.

        Und wenn Frauen tatsächlich aus diesem ach so nachvollziehbaren Grund schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten, sie aber (noch) keine KInder wollen, ja, wo sollen sie dann hin?

        • @ Stephi
          „Breakpoint empfielt Arbeitgebern, nur wenige Frauen einzustellen, weil diese ja schwanger werden können.“

          Das habe ich gelesen.

          „Aber Christian hat natürlich nichts besseres zun, als erstmal Partei für die Arbeitgeber zu ergreifen, wegen Kosten- und Produktionsverlust.“

          Noch mal: Es ist ein FAKT, dass dies ein Kosten- und Produktionsverlust darstellt.

          „ja, wo sollen sie dann hin?“

          Woher soll ich das wissen? In den Haushalt? So, oder so, um diese Frage ging es doch gar nicht.

        • @stephi

          „Aber Christian hat natürlich nichts besseres zun, als erstmal Partei für die Arbeitgeber zu ergreifen, wegen Kosten- und Produktionsverlust. Er hat ja leicht reden, er kann ja keine Kinder kriegen.“

          Das ist aus meiner Sicht kein Partei ergreifen für den Arbeitgeber, sondern ein Hinweis darauf, wie dessen Entscheidungsprozess zwangsläufig strukturiert ist. Der Entscheidungsprozess der Arbeitnehmerin sieht ja ähnlich aus: Sie wird angeben, dass sie allenfalls kurz aussetzen will, anführen, dass ihre Kinderplanung schon abgeschlossen ist, versuchen, die Bedenken zu zerstreuen bzw. einen Arbeitgeber suchen, der diese Kosten ignorieren kann (öffentlicher Dienst).

          „Und wenn Frauen tatsächlich aus diesem ach so nachvollziehbaren Grund schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten, sie aber (noch) keine KInder wollen, ja, wo sollen sie dann hin?“

          Das es ein Dilemma ist sollten einen nicht davon abhalten das Dilemma tatsächlich aufzuzeigen.

        • „Das es ein Dilemma ist sollten einen nicht davon abhalten das Dilemma tatsächlich aufzuzeigen.“

          Und die Lösung könnte sein….?

          • @Stephi

            Ich hatte es in dem Artikel ja angerissen:

            – Kosten der Schwangerschaft senken (weniger Monate Auszeit zB)
            – sie auf alle umlegen (entweder indem Männer in eine Elternzeit gezwungen werden und Arbeitszeiten familienfreundlicher gestaltet werden (keine Überstunden, besprechungen nur vormittags etc) oder indem die Kosten an den Arbeitgeber gezahlt werden (was schwierig ist, es sind wie breakpoint zutreffend anmerkt viele schwer bezifferbare Kosten darin)
            – anderweitigen Ausgleich schaffen (Familienrecht)

            Letztendlich wird es ein Dilemma sein, dass man nicht vollständig lösen kann. Jedenfalls nicht zur Zufriedenheit aller, denn alle Lösungen haben zwangsläufig Nachteile für bestimmte Gruppen

            Die Aufforderung, die Kosten doch bitte zum Wohle der Allgemeinheit zu ignorieren, erscheint mir aber sehr unrealistisch. Denn solche Appelle an das Gemeinwohl werden eben gerne überhört bzw. man ist dafür, aber das sollen doch bitte die anderen machen.
            Siehe dazu auch „die tragik des Allgemeinguts

          • @stephi

            Wo ich es gerade als Tragik des Allgemeinwohls sehe:

            Vielleicht bliebe noch ein Zertifikatehandel, ähnlich wie beim CO2 Ausstoß: Man erhält Zertifikate, wenn Mitarbeiter in Elternzeit sind und muss sie ankaufen, wenn nicht genug gehen. Vielleicht gestaffelt nach Gehalt des Arbeitnehmers?

        • @Adrian

          „Woher soll ich das wissen? In den Haushalt? So, oder so, um diese Frage ging es doch gar nicht.“

          Doch, um diese Frage ging und geht es defintiv. Dass Frauen, die schwanger sind, vorübergehend keine Leistungen für ihre Chefs erbringen können ist klar, aber das sollte keine Rechtfertigung dafür sein, Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu benachteiligen.

        • @ Stephi
          „Und die Lösung könnte sein….?“

          Habe ich bereits geschrieben, vmtl. hast Du das überlesen. Man könnte dem Arbeitgeber den Ausfall ersetzen. Da sind mehrere Varianten möglich.

        • @ Stephi

          „Aber Christian hat natürlich nichts besseres zun, als erstmal Partei für die Arbeitgeber zu ergreifen, wegen Kosten- und Produktionsverlust. Er hat ja leicht reden, er kann ja keine Kinder kriegen.“

          Ich bin zwar nicht dafür, dass immer für Arbeitgeber partei ergriffen wird.

          Aber eines sollte man auch nicht vergessen: Der hohe Elternaufwand des Säugetierweibchens und die „Tage“ sind eben von Natur aus der Preis dafür, warum das weibliche Geschlecht das wertvolle ist, warum es umworben wird, Wahlmöglichkeiten hat, ein höheres Lebensrecht zugebilligt kriegt.

          Ihr Frauen habt selbst in vielen Hinsichten gut reden. Ihr braucht auch weniger eine Existenz als wir. Denn ihr könnt euch ja von eurem Partner/Ehemann durchfüttern lassen.

          Wir umgekehrt normalerweise nicht. Dann fliegen wir ja, weil uns die Arbeitgeber des Partnermarktes dann feuern.

          So gesehen ist es gerecht, dass ihr die Tage habt, wenn sie schon einer von beiden hat.

          Außerdem: Die Tage können von der Frau dafür instrumentalisiert werden, um sich zu schonen, um nicht arbeiten zu müssen, um das die Männer machen zu lassen.

          Ich erinnere mich an eine Lektüre früher im Deutschunterricht (Ich weiß nicht mehr, wie die hieß…), in der spottete ein Mann: „Eine Frau, die einen Tag lang richtig gearbeitet hat, ist drei Tage krank und liegt vier Tage im Bett…“

          Was die Arbeitgeber betrifft: Was sollen die denn machen? Sich von der (oft ausländischen) Konkurrenz abhängen lassen? Dadurch kann sich das Problem der Massenarbeitslosigkeit verstärken. (Zumal sich das sowieso durch eine zu hohe Frauenerwerbsquote verstärkt bzw. auch dadurch bedingt ist.)

        • @ Stephi

          „aber das sollte keine Rechtfertigung dafür sein, Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu benachteiligen.“

          Wo werdet ihr denn noch benachteiligt?

          Im Moment kriegen Frauen in vielen Bereichen leichter einen Job als Männer.

        • @ Stephi
          „aber das sollte keine Rechtfertigung dafür sein, Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu benachteiligen.“

          Sollte, sollte. Es ist aber zwangsläufig so, weil man sich in der realen Welt mit Realitäten auseinandersetzen muss.

        • @Christian

          Hast du auch gelesen, was Matthias dadrüber geschrieben hat? Aber da sagst du natürlich wieder nichts, hauptsache, du kannst an mir und Robin rummäkeln.

          • @stephi

            Will ich eigentlich gar nicht, ich will schlicht meine Position vertreten/erläutern und wir befanden uns auch schon in einer Diskussion. Nicht auf einen Kommentar eines anderen Kommentators zu antworten ist insoweit ja auch keine Zustimmung.

            Sieh es doch als Kompliment, dass ich mich lieber mit dir unterhalte.

        • @ Christian

          „In anderen aber eben auch nicht.“

          Klar, wobei das oft Berufe sind, die die Weltgesundheitsorganisation als „Todesberufe“ einstuft.

          • @matthias

            Es sind häufig Berufe in kleineren Betrieben an einer entscheidenden Position. Gerade bei Freiberuflern, also Ärzten, Architekten, Rechtsanwälten kann das in einer kleinen Praxis problematisch sein mit einem Anstellungsverhältnis. Dann lieber freier Mitarbeiter, schon hat man das Schwangerschaftsriksio eher umgangen.

        • @ Stephi

          „Hast du auch gelesen, was Matthias dadrüber geschrieben hat? Aber da sagst du natürlich wieder nichts, hauptsache, du kannst an mir und Robin rummäkeln.“

          War doch nur eine freie Meinungsäußerung.

          Da schreist Du schon wieder nach Zensur und nach einem Schutzraum für Frauen? Bzw. wendest Du Dich an den Alpha dieses Blogs für? Hauptsache, er hat was zu mäkeln? Gestern hat er noch ein anderes Männchen zensiert. Wegen Frauenfeindlichkeit.

          Und was habe ich denn Böses geschrieben?

          War doch nur die Wahrheit.

        • Es soll Zeiten gegeben haben, in denen Frauen Muttersein als glückerzeugend und sinnstiftend erlebt haben.

          Das war ein weibliches Privileg.

          Und: schon klar, Muttersein ist auch mitunter nervig, fast immer anstrengend….aber Vollzeitarbeiten ist auch nicht immer Ponyhof.

          Die Diabolisierung von Muttersein, die Reduktion eines Kindes zum biographischen Störfaktor, die Idealisierung der Erwerbstätigkeit muten eigenartig an.

          @ marenleinchen: hast Du Kinder?

        • @Christian

          * Die Aufforderung, die Kosten doch bitte zum Wohle der Allgemeinheit zu ignorieren, erscheint mir aber sehr unrealistisch. Denn solche Appelle an das Gemeinwohl werden eben gerne überhört bzw. man ist dafür, aber das sollen doch bitte die anderen machen.
          Siehe dazu auch “die tragik des Allgemeinguts“ *

          Siehe mein weiter oben stehender Lösungsansatz, der genau dieses Problem aufzeigen wird.

          Stated Preferences vs. Revealed Preferences.

          oder

          Moral äussern kostet nichts.

    • @ stephi

      „Da wir schon beim Thema sind: Ich habe heute meine Tage bekommen, ich habe keine Schmerzen und kann heute problemlos meine Spätschicht machen.

      Nur eine kleine Sache gibt es da schon: Ich werde schneller wütend als an den anderen Tagen, wenn mich Leute mit dummen Behauptungen auf die Palmen bringen.“

      Sehr schön Stephi…halt uns weiter auf dem Laufenden!

      • @ Ratloser

        Warum schreibt die das eigentlich mit den blöden Behauptungen?

        Ist doch klar, dass dann welche kommen!

        Bzw. dass dann provokativer geschrieben wird.

        • @ matthias

          Die Erwähnung der „dummen Behauptungen“ soll suggerieren, dass die emotionale Imbalance nicht durch die eigenen Hormonschwankungen, sondern letztendlich durch die Blödheit der Anderen verursacht ist.

          Frauen sind nämlich nie verantwortlich (Achtung: Essentialismus trigger), außer sie haben mal was gut hingekriegt… 😉

  12. Die Menstuationsopfer und Frauenleidenleiderinnen, die möglicherweise zukünftigen Schwangeren treffen ihre Kaufentscheidungen niemals nach so etwa wie dem Preis. Das haben die nie getan und würden die auch nie tun. Deshalb sind ihnen Arbeitgeber die ihre Kosten beachten auch ein Dorn im Auge. Wie können die nur?

    Geiz ist geil … und Frauenförderung kostet ja nix. Wer sowas behauptet ist ein böser Mensch! Jawohl, da haste!! 😦

    • @ ddbz

      Zu erkennen, dass es die pösen Unternehmer sind, die solche ergotherapeutischen Bemühungen wie das „Studium“ von Gesellschafts- und Geistes“wissenschaften“ sponsoren, erforderte ein Mindestmaß an Reflexionsfähigkeit. Das ist zuviel verlangt.

      Erst wenn es definitiv nicht noch mehr an Zwangsabgaben rauszupressen gibt (das Steueraufkommen steigt Jahr für Jahr), werden solche auf Gesellschaftskosten dauerbeurlaubte wilden jungen Menschen aufwachen… und merken, dass sie von denen ausgehalten wurden, die zu schmähen sie nicht müde wurden.

      Wie Marenleinchen meinte: „das wäre ja nur eine finanzielle Belastung für den Unternehmer“.

      Eben.

      Geld liegt auf der Straße, alle Unternehmer sind stinkreich und unsozial…das ist das Marenleinchen-Weltbild (Schullehrerin, wenn ich mich recht erinnere), das die Menschen haben, die man auf unsere Kinder loslässt.

      Ich erlebe das jeden Tag bei meinen Kindern. Zum K….

      • @ ratloser

        *Geld liegt auf der Straße, alle Unternehmer sind stinkreich und unsozial…das ist das Marenleinchen-Weltbild (Schullehrerin, wenn ich mich recht erinnere), das die Menschen haben, die man auf unsere Kinder loslässt.

        Ich erlebe das jeden Tag bei meinen Kindern. Zum K….*

        Na ja, das Geld kommt halt vom Staat und der hat’s ja.

        Kann’s nur Not doch drucken!

        Beine hochlegen, entspannt freie Zeit genießen, weniger arbeiten, weniger Steuern zahlen – anders ist diese Selbstbedienungsmentalität nicht mehr zu brechen.

        Erst wenn die Flasche leer ist, stellt der Alkoholiker das Saufen ein.

  13. Fällt eigentlich (nicht) nur mir dieser Widerspruch in sich auf(?):

    „Es ist anstrengend, es macht mich arbeitsunfähig und es tut VERDAMMT NOCHMAL WEH.—
    Fight like a grrrl “

    Ich meine damit ihren ‚Claim‘ und wie sie ihren ‚Fight‘ darstellt,
    bzw. exhibitionieren möchte …

  14. Pingback: Wenn Männer ihre Tage haben | emannzer

  15. I.do.not.want.to.believe.my.eyes!

    @topic
    Jede/r weiß, dass es Frauen gibt, die Menstruationsprobleme haben und/oder unter PMS leiden. Die Chancen in Anbetracht einer konkreten Frau, eine richtige Ferndiagnose zu erstellen, stehen (ohne Infos von ihrer Seite aus) allerhöchstens grob fifty-fifty (De facto ist natürlich weniger als die Hälfte der Frauen schlimm betroffen).

    Wie war das denn damals bei Euch beim Schulsport? Also ich erinnere, dass einige Mädels nicht zum Schwimmunterricht antraten oder sich auch sonst manchmal mit dieser Begründung auf die Bank setzten, und niemand konnte sicher wissen, ob die sich jetzt bloß drumrumdrückten oder tatsächliche Anteilnahme verdient hatten. Ohne Zweifel entschied mensch sich aber sicherheitshalber für Annahme 2. Nich?

    Jetzt schauen wir mal in die Arbeitswelt
    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/38600/umfrage/krankenstand-bei-pflichtmitgliedern-der-gkv/
    und stellen fest:
    Betroffene Frauen regeln das wohl scheinbar mehrheitlich durch Zähnezusammenbeißen/Schmerzmittel oder – wie Aurelie manchmal – via Urlaubsabgeltung.

    1. Frage: entspräche dieses Verhalten dem, was ihr/die Gesellschaft/der Arbeitgeber von diesen Frauen erwartet/n?

    Dann ging die Reise ja ohne Umwege direkt lustig weiter zum Schwangerschaftsrisiko. Also im Wesentlichen zu den Ausfallzeiten Mutterschutz (1) und Elternzeit (2):

    zu (1):

    „Während dieser Zeit erhält die Mitarbeiterin zwar ein Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse, Sie als Arbeitgeber sind jedoch verpflichtet, dieses Mutterschaftsgeld auf die Höhe der normalen Netto-Bezüge aufzustocken. Auch wenn für eine schwangere Mitarbeiterin ein vom Arzt bescheinigtes so genanntes Beschäftigungsverbot besteht, weil ihre Tätigkeit mit einer zu hohen körperlichen Belastung verbunden ist, muss der Arbeitgeber weiter Lohn zahlen, den so genannten Mutterschutzlohn. Diese Aufwendungen belastenden Betrieb, deshalb existiert dafür ein Ausgleichsverfahren (U2). Alle Betriebe – unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten – sind zur Teilnahme am Umlageverfahren für Mutterschaftsaufwendungen verpflichtet. Das gilt auch für Betriebe, die zurzeit ausschließlich männliche Mitarbeiter beschäftigen. […]

    Die Aufwendungen für den Mutterschutz werden zu 100 Prozent erstattet. Dazu zählen:

    der gezahlte Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
    das bei Beschäftigungsverboten gezahlte Entgelt inklusive der darauf entfallenden Arbeitgeberanteile der Sozialversicherungsbeiträge“

    und das ganz bestimmt nicht nur bei der http://arbeitgeberservice.ikk-gesundplus.de/arbeitgeberservice/beitraege/ausgleichsverfahren/mutterschutz-u2/

    was dann ja auch mitbegründet, weshalb die GKV verhältnismäßig viel ausgeben für diesen Themen-Komplex:
    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/155807/umfrage/gkv-ausgaben-fuer-schwangerschaft-und-mutterschaft-seit-2004/

    Selbstverständlich habe ich verstanden, dass es Euch primär um die Kosten für den Organisationsaufwand ging, um eine Stelle vorübergehend neu zu besetzen. Könnt ihr die denn auch seriös beziffern? (2. Frage)

    Zu (2):
    Ich möchte nicht leugnen, dass die Planbarkeit einer Unternehmung hierunter leidet. ArbeitnehmerInnen sind aber nunmal Menschen und keine Maschinen.

    3. Frage: was hieltet ihr eigentlich von regelhaften Gentests anlässlich Neueinstellungen, oder zumindest dem grundsätzlichen Offenlegen der bisherigen Krankheitsgeschichte jedes Bewerbers sowie daraus abgeleiteter Ausfallwahrscheinlichkeitsberechnung für die nächsten Jahre/Jahrzehnte?
    Wär das angemessen und fair oder nicht, und warum?

    • @muttersheera

      „was hieltet ihr eigentlich von regelhaften Gentests anlässlich Neueinstellungen, oder zumindest dem grundsätzlichen Offenlegen der bisherigen Krankheitsgeschichte jedes Bewerbers sowie daraus abgeleiteter Ausfallwahrscheinlichkeitsberechnung für die nächsten Jahre/Jahrzehnte?“

      Man kann gegen Gentest sein und es dennoch rational finden, dass Arbeitgeber stark mit einer Gruppe zusammenhängende Wahrscheinlichkeiten verwerten. Das ist der Unterschied zwischen Informationen, die leicht zugänglich sind (was bei Geschlecht in der Regel der Fall ist) und die man zwangsweise vergessen soll und informationen, die nur über einen gesonderten Eingriff zu erlangen sind.

      Natürlich passiert das aber durchaus: Versucht mal mit einer schwierigen Krankheitsgeschichte oder einem bereits lang andauernden Theorie wegen mentaler Probleme eine Verbeamtung zu erlangen.

          • @muttersheera

            „Wie fraus Familienplanung aussieht ist nicht minder privat und unsichtbar.“

            Das löst nur leider das Informationsdilemma nicht. Eben gerade weil es privat ist stellt man ja auf die Wahrscheinlichkeiten ab.

            Insofern verkennst du das Problem:
            Es geht gar nicht um das erfragen zusätzlicher, privater Informationen, das man verhindern könnte, sondern um die Frage, ob man mit dem geschlecht verknüpfte Wahrscheinlichkeiten nutzen darf.

            Bei deinen Krankheiten gibt es schlicht keine bekannten Informationen, die man verwerten kann oder die man am Geschlecht festmachen kann. Man kann insofern keine Wahrscheinlichkeitsrechnung aufstellen. Bei der Frage „Aussetzen wegen Schwangerschaft und anschließender Kinderbetreuung“ gibt es dies aber durchaus.

        • „Es geht gar nicht um das erfragen zusätzlicher, privater Informationen, das man verhindern könnte, sondern um die Frage, ob man mit dem geschlecht verknüpfte Wahrscheinlichkeiten nutzen darf.“

          *Darf* oder vielmehr *sollte* man ja eigentlich gar nicht mehr.
          Macht man aber natürlich trotzdem.

          „Bei der Frage “Aussetzen wegen Schwangerschaft und anschließender Kinderbetreuung” gibt es dies aber durchaus.“

          In Verknüpfung mit dem Alter, bitte nicht vergessen.

          Sach doch bitte konkret, die Einstellung welcher Jahrgänge JETZT a.D.S. mit besonderer Vorsicht zu genießen wäre…

          Wie kannste Dich angesichts Deines vehementen Beharrens auf der „rationalen Richtigkeit“ dessen eigentlich auf dem schmalen Brett halten, Frauen würden in der Arbeitswelt gar überhaupt niemals irgendwie diskriminiert werden?

          • @muttersheera

            „Wie kannste Dich angesichts Deines vehementen Beharrens auf der “rationalen Richtigkeit” dessen eigentlich auf dem schmalen Brett halten, Frauen würden in der Arbeitswelt gar überhaupt niemals irgendwie diskriminiert werden?“

            Habe ich das gesagt?
            Ich denke, dass der Auswahlfaktor weniger aussschlaggebend ist als das tatsächliche Verhalten der Frauen. Die meisten Frauen setzen eben tatsächlich aus und wollen das auch.
            Den meisten ist auch bewußt, dass mit Karriere ein gewisses Zugeständnis verbunden ist, was Arbeitszeiten etc eingeht, dass sie gar nicht unbedingt eingehen wollen. Dazu gibt es ja genug Statistiken.

        • „Habe ich das gesagt?“

          Ich weiß nicht?!

          Hast Du denn mal irgendwann das Gegenteil festgehalten, also:

          „Frauen“ – immernoch interessierte mich das genaue Alter, also ab 30, vielleicht? Oder früher/später? Determiniert von Faktoren wie bisher kinderlos/Kinderanzahl/Familienstand gar?) – „werden von Arbeitgebern aufgrund des Schwangerschaftsrisikos diskriminiert“
          ?

          Ich lese von Dir eigentlich immernur (paraphrasiert):
          „… und das ist auch rational, bitches!“

          „Ich denke, dass der Auswahlfaktor weniger aussschlaggebend ist als das tatsächliche Verhalten der Frauen.“

          Ich dachte, wir sprechen über die Einstellungssituation?

          Und mit „tatsächliches Verhalten der Frauen“ meinst Du, dass sie laut Diskurs zu wenig Kinder bekommen, in Sachen Kinderbetreuungseinrichtungen vom Staat seit einigen Jahren geradewegs verhätschelt werden (btw: in meiner ziemlich sehr kleinen Kommune fehlen aktuell rund 150 Betreuungsplätze, überwiegend für die Über-3-jährigen… witzigerweise kann man in den Katalog der Ablehnungsbegründungen neuerdings ein „ihr Kind ist leider zu alt“! mitaufnehmen, hab ich jetzt schon mehrmals gehört)… oder nein, Du meinst bestimmt, dass sie immernoch meist 1-(immer seltener)3 Jahre pro Kind (im Durchschnitt jede Frau also ca. 1 Mal im Leben) ihre Berufstätigkeit unterbrechen?

          Wie hätten’ses denn gern, der Herr?

        • „Wie hätten’ses denn gern, der Herr?“

          Christian ist nicht der Gleichstellungsbeauftragte Deiner kleinen Gemeinde. Wende Dich doch mit Deinem Problem an die Dame. Die wird sicher nicht wegen Überarbeitung keine Zeit für Dich haben. Oder mach eine Firma auf und stell die jungen Frauen ein… Wirst sicher eine ganz doll erfolgreiche Chefin sein.

          Merkst Du eigentlich wirklich nicht wie weltfremd Du bist?

        • „Wende Dich doch mit Deinem Problem an die Dame.“

          Ich hab gar kein Problem, Danke der Nachfrage. Dadurch, dass wir bei der Großen bereits einen Förderverein für die Kita gegründet hatten, Vorstand mein Mann, und weil wir die Kleine bereits in der ersten Woche nach der Geburt ebenda angemeldet hatten, lief bei uns Alles nach Wunsch.

          Und die lokalen Stellen rotieren auch sicher schon wegen des Platzmangels, schließlich droht das Damoklesschwert vereinzelter, teurer Klagen.

          Ich wollte lediglich anhand derartiger Schlaglichter demonstrieren, welche Umstände das „tatsächliche Verhalten der Frauen“ so mit-beeinflussen (als Gegengewicht zu Christians impliziten „die Beste aller Welten, weil freie Entscheidungen“-Theorie), und habe dabei auch absichtlich die rhetorischen Figuren anderer Diskurse mitbemüht, für den Trend, quasi.

          „Merkst Du eigentlich wirklich nicht wie weltfremd Du bist?“

          Der war gut.

          Sag: würdest Du denn für das prinzipielle Recht eines Arbeitgebers plädieren, vor Einstellung die Krankengeschichte bzw. Gentests am etwaigen Arbeitnehmer durchzusehen/führen?
          Und wenn nicht, warum nicht?

        • „Und wenn nicht, warum nicht?“

          Diese Frage zeigt doch Deinen Realitätsverlust. Die Gentestfrage stellt sich doch einfach nicht. Daß Du eine Frau bist kann man wahrscheinlich ohne Gentest durch Augenschein feststellen. Was also hat das mit Gentests zu tun?

          Wenn ich Arbeitgeber wäre würde ich einen Astrologen beauftragen und keinen Gentester um etwas über Deine Zukunft zu erfahren.

          Stellte ich allerdings fest, daß Du Feminist.I.n bist, wäre Dir eine Absage zu 100% sicher! Da gibt es bestimmt Fragetechniken für …

  16. Das ist wenigsten mal ein konkretes Problem, wo man unterstützende Maßnahmen zur allseitigen Verbesserung ergreifen könnte.
    In der DDR gab es ja in vielen Betriebsstellen Frauenruheräume.
    Das ist gar keine schlechte Idee. Ich würde sogar noch weiter gehen und
    genau aus diesem Grund einen Urlaubstag pro Monat zusätzlich einführen.

    Aber auch aus Männerperspektive wäre das in vielelei Hinsicht besser.
    Im Knigge könnte man hinzufügen, dass Frauen aus Freundlichkeit anderen gegenüber zu dieser Zeit keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, sondern einfach zu Hause bleiben.
    Mir ist schön öfter aufgefallen, dass manche Frauen, insbesondere mittleren Alters / ungefähr kurz vor den Wechseljahren unglaublich unangenehmen Geruch verbreiten. So eine Mischung aus „metallisch“ (bessere Beschreibung fällt mir nicht ein) und wie nasser Müll.
    Hyperekelhaft. Bei jüngeren Frauen auch manchmal.
    Und wenn dann noch so ein Sozialverhalten, wie bei den Femis dazukommt, ist das eine handfeste Belästigung.

  17. OT:

    Habe gerade mal Christians Tweeteria angeklickt und ein wenig herumgesucht.

    EMN: 334 Folger

    Christian: 664

    Tofutastisch: 1134

    Antje Schrupp: 7117

    Steven Pinker: 122 x 10^3

    Richard Dawkins: 930 x 10^3

    Aber jetzt:

    Papst Franziskus: 3,92 x 10^6 Folger

    plus 237 x 10^3, die ihm in der Vatikanischen Amtssprache folgen, dem Lateinischen: offenbar die Garde du Corps, die Elite bei Hofe spricht Latein, mithin alles Jesuiten oder Opus Dei.

    Der @ Pontifex selbst folgt 8 Twitter-Konten. Gott ist nicht darunter. Der zwitschert wohl nicht. Der donnert.

    Oder er schickt gleich einen Asteroiden vorbei.

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