Selbermach Samstag LXXIX

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

188 Gedanken zu “Selbermach Samstag LXXIX

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich kann man – um mit Stephi zu sprechen – den Feminismus wieder öffentlich zur Sau machen, solange man(n) dafür noch nicht eingebuchtet wird. Und anschließend auch noch am Zwangstoleranzkurs von so ’ner Frau, die Gender studiert hat, teilnehmen muss. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Agens:

    http://agensev.de/agens-meint/frauenquote-teil-3-vom-oeffentlichen-dienst-in-die-wirtschaft/

    http://agensev.de/programm/demo-fuer-alle-elternrecht-wahren/

    Manndat:

    http://manndat.de/feministische-mythen/gerhard-amendt-im-interview-mit-manndat.html

    Verein Frau 2000plus:

    http://frau2000plus.net/?p=1197#more-1197

    http://frau2000plus.net/?p=1200#more-1200

    Birgit Kelle:

    http://www.atkearney361grad.de/kinder-glueck-kindererziehung/

    http://www.dasmili.eu/art/birgit-kelle-wissenschaft-raus-ideologie-rein/#.Uz_ifaJkaPm

    Lucas Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2014/04/uber-den-sinn-linker-mannerpolitik.html#more

    Cuncti:

    http://cuncti.net/machbar/716-petition-zur-foerderung-von-jungen-das-potential-von-jungen-begreifen

    Arne Hoffmann:

    Es sind einfach zu viele, sehr lesenswerte Beiträge, ich verlinke sie nicht mehr einzeln, außer, sie sind so wichtig, dass eine besondere Empfehlung mit eigenem Kommentar angebracht ist.

    Generell sei „Genderama“, auch wenn das böse Wort „Gender“ drin vorkommt (Hinweis für maskulistische Anfänger: Arne Hoffmann vertritt natürlich nicht die Genderideologie.), dringend empfohlen, gerade auch für Journalisten, und am besten täglich.

    genderama.blogspot.de

    Empfohlen sei gerade diese URL für die Weiterverbreitung in Kommentarspalten der Mainstreammedien – sie wird dabei nicht immer wegzensiert. Die Männerrechtlerszene, deren Existenz noch weitgehend unbekannt ist, wird dadurch bekannter.

    Das Letzte:

    http://www.focus.de/kultur/videos/brutales-video-mann-schlaegt-seine-frau_id_3683171.html

    Solche Propaganda-Videos sollten wir auch endlich drehen. Videos, in denen dann der Mann eine mit dem Wagenheber übergezogen kriegt (Alles schon passiert – gucken Sie in die Literatur!). Oder mit siedend heißen Wasser verbrüht wird, während er gerade friedlich vor sich hinschlummert. Oder Videos, wo er einfach GEKRATZT wird.

    Und seine kleine achtjährige Tochter muss dabei entsetzt zugucken, weil er alleine aufgrund der blöden instinkiven Dispositionen kein Mitleid erregt.

    Was auch gut wäre: Propaganda-Videos, bei denen eine feministische Mutter ihren kleinen Sohn brutal misshandelt, damit er sich nicht zum „Macker“ oder zum „Chauvi“ entwickelt.

    Eigentlich bin ich ja gegen Propaganda, aber wenn die feministische Seite solche Videos dreht, sollten wir es auch tun. Besser wäre natürlich, wenn beide Seiten es bleiben ließen.

    Ich sag nur: Weiterverbreiten!

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Luchs (Lynx lynx)

    Das ist auch so ’ne Tierart mit Krallen wie eine Feministin!

    • „Was auch gut wäre: Propaganda-Videos, bei denen eine feministische Mutter ihren kleinen Sohn brutal misshandelt, damit er sich nicht zum “Macker” oder zum “Chauvi” entwickelt.“

      Wenn ich sowas beobachten würde, täte ich ja einschreiten, statt ne Kamera raus zu holen und mich drüber zu freuen, dass dies ja so ganz toll mein Feindbild bestätigt! Meine Güte o.O

        • @yacv

          Ist doch logisch, dass soll den ganzen Zuschauerinnen die sich wegen der strukturellen Unterdrückung und ihrer patriarchalen Verunsicherung nicht trauen würden einzuschreiten Mut machen und als Beispiel dienen.

          • Nein, nein, sie ist genau wie du: durchaus an Diskussionen interessiert, aber manchmal schreibt sie halt, bevor sie so recht hingelesen hat.

            Und dann kommt halt so was wie dieser dein Kommentar bei raus.

            Korrektur: nicht „wie du“, sondern „wie jeder im Internet“

        • @ James T. Kirk

          „Liebe Robin Urban,

          du bist eben meist eine oberflächliche Quenglerin, die nicht an ernsthaften Diskussionen interessiert ist.“

          Yepp. Vor allem verfälscht sie die Aussagen ihrer Gegner, reißt sie aus dem Zusammenhang und manipuliert auch sonst, wie es gerade geht.

          Hier auf Twitter

          https://twitter.com/search?q=%23antifems&src=hash

          macht sie aus einem

          „Solche Propaganda-Videos sollten wir auch endlich drehen. […] Eigentlich bin ich ja gegen Propaganda, aber wenn die feministische Seite solche Videos dreht, sollten wir es auch tun. Besser wäre natürlich, wenn beide Seiten es bleiben ließen.“

          ein

          „Wir müssen Videos drehen, in denen Frauen ihre Kinder schlagen, um zu zeigen, wie böse Feminismus ist! Yay!“ Dafuq!! O.O“

          Und so eine vergleicht wirklich anständige Leute mit Joseph Goebbels!

          Aber gut, Manipulation & Doppelmoral sind eben typisch Feministin!

          Und was die immer mit ihren zwei Hoden (O.O) da hat… (HA HA HA HA HA)

          …ich dachte immer, das hier 0.0 seien Hoden. Und das O.O weit aufgerissene Augen. Oder halt besonders dicke Hoden…

      • *Wenn ich sowas beobachten würde…*

        Klar, wie es ja so viele Frauen tun, weswegen es zu brutalen Kindesmisshandlungen meist nur kommt wenn sensationsgeile oder halt eben Männer im Spiel sind.

        Das Böse ist dem Mann halt einfach nicht auszutreiben.

      • @ Robin „Rrrrrratsch“ Urban

        „Wenn ich sowas beobachten würde, täte ich ja einschreiten, statt ne Kamera raus zu holen und mich drüber zu freuen, dass dies ja so ganz toll mein Feindbild bestätigt! Meine Güte o.O“

        Ich würde da auch einschreiten. Würde jeder hier. Und vermutlich sogar jede. (Selbst Maren oder Stephi. Außer bei kleinen Jungs, die „Matthias“ heißen.) Auch wenn Du das gerne anders darstellst, weil dies ja so ganz toll Dein Feindbild bestätigt.

        Es ist doch logisch: Wenn ich vom Propaganda-Filme drehen spreche, dann meine ich doch nicht, reale Gewalt zu filmen, sondern gestellte. Wie oben in dem Femi-Propaganda-Video. Das ist auch gestellt. Sonst würde das so leicht nicht gezeigt.

        Dich könnten wir für solch ein Misshandlungsvideo meines Erachtens gut gebrauchen. Die Darstellerin muss halt rabiat genug dafür sein.

        Am besten so eine Furie, so’n richtiges Monster. (Also so wie oben in dem Femi-Propagandafilm, nur mit verstauschten Geschlechterrollen. So, dass die Täterin dabei so richtig dämonisiert & entmenschlicht wird.) Meinst Du, Du kriegst das hin?

        Die muss ihren 5jährigen Sohn anbrüllen, ihn brutal schütteln, ihm richtig feste eine knallen (aus Sicherheitsgründen lassen wir das dann von der Special-Effekts-Abteilung eines professionellen Filmstudios am Computer kreieren, oder sonstwie mit Tricks – das muss jedenfalls richtig laut klatschen…) und ihm dann, wenn er winselnd in Richtung seines Zimmers verschwindet, noch sowas wie „GEH BITTE ENDLICH STERBEN!!!“ hinterherschreit.

        Das wäre doch mal was.

        Oder ihr Femis stellt einfach das Drehen solcher Propaganda-Videos ein. Das wie beim NATO-Doppelbeschuss: Dem Iwan wurde ja auch eine Frist eingeräumt, die eigenen Mittelstreckenraketen abzurüsten, bevor der Westen eigene in Stellung bringt.

        Was heißt eigentlich „o.O“?

        Ist das jetzt ein kleines und ein großes Ei?

        Ja sorry, aber Du hast selbst mal gesagt, es seien Hoden!!! (HA HA HA HA HA HA)

        • *Würde jeder hier. Und vermutlich sogar jede. (Selbst Maren oder Stephi. Außer bei kleinen Jungs, die “Matthias” heißen.*

          Liebes, ich sags dir nicht gerne, aber der Feindbildaufbau kommt eigentlich nur von deiner Seite. Wir reden im Prinzip so gut wie nie über dich.

        • @ Marenleinchen

          Ist mir egal, ob Feministinnen über mich reden.

          Du meintest jedenfalls mal auf Deiner Homepage, jeder Mann sei in seinem tiefen inneren irgendwo ein kleiner Matthias.

          Beeindruckend.

          Du kannst ja das Böse im Mann in Zukunft in „Matthias“ messen und angeben.

    • „Was auch gut wäre: Propaganda-Videos, bei denen eine feministische Mutter ihren kleinen Sohn brutal misshandelt, damit er sich nicht zum “Macker” oder zum “Chauvi” entwickelt. “

      Die perfekte Strategie, um als Arschlochbewegung vollkommen berechtigt aus dem politischen Diskurs rausgehalten zu werden…

      • @wortschrank

        Arschlochbewegung?
        Entspann dich, unsere Medien sind doch voll von solchen Arschlochbewegungen bei denen für die Quote Frauen und Kinder inflationär als übelst missbraucht und gequält dargestellt werden.

        Die sind eben auf der guten Seite.

        • Ich will einfach mit solchen Methoden nicht in Zusammenhang gebracht werden. Ganz gleich, ob das echt oder gespielt ist. Kindesmisshandler/innen sind in keinem Fall ein Beweis für eine generelle Einstellung innerhalb des Feminismus/Maskulismus sondern im Gegenteil sagt eine solche Vorgehensweise mehr über die diejenigen aus, die sich solch niederträchtiger Propagandamethoden bedienen.

        • @ Wortschrank

          Niemand bringt speziell Dich damit in Zusammenhang, wenn ein anderer Maskulist das Drehen solcher Videos fordert, um den Feministinnen mal den Spiegel vorzuhalten.

          Unabhängig davon wirst Du als Männerrechtler, und wenn Du noch so seriös bist, mit Breivik in Zusammenhnag gebracht. Von den öffentlich-rechtlichen dazu noch.

          Wie gesagt: Systematisch jahre- und jahrzehntelang mit solchen Methoden Propaganda machen will ich auch nicht.

          Nur mal den Spiegel vorhalten.

          Die Feministinnen können ja aufhören, sich solcher niederträchtiger Methoden zu bedienen.

        • @ws

          *Ich will einfach mit solchen Methoden nicht in Zusammenhang gebracht werden.*

          Dann solltest du dich auch aus dem politischen Diskurs raushalten, denn der ist zu signifikanten Teilen davon durchsetzt.

      • @ Wortschrank

        Ja, wie Borat schon sagt, der Feminismus ist in seiner typischen Form eindeutig auch eine Arschloch-Bewegung. Zumindest der Teil des Feminismus, der solche Videos dreht wie das, das ich oben verlinkt habe.

        Die Botschaft des Videos lautet: Männer sind Monster. Sie schlagen ihre Frauen halb tot.

        Ich finde es richtig, dem Gegner auch mal den Spiegel vorzuhalten im Bezug darauf, wie er Meinung macht.

        Natürlich nur in Maßen und mit ensprechender Kommentierung.

        Eine jahrelange „Frauen sind Schlägertypinnen“-Berieselung, so wie damals „Männer sind Schweine“ und „Väter sind Täter“, will ich natürlich nicht.

        Ich bin ja kein Arschloch.

        • Was ich gerade Borat geschrieben habe, ist nachträglich auch an Dich adressiert. Klar sind Propagandavideos gegen Männer als Gewalttäter Arschlochverhalten. Hast Du gestern diesen #Mackergohome-Shitstorm verfolgt? Da kann man gut sehen, zu was Spiegel-Vorhalten führt. Nämlich zu nichts. Das wird beim Spiegel-Vorhalten leider oft übersehen, dass man sich durch das Spiegeln von Arschlochverhalten selbst zu einem solchen macht. Und als Resultat daraus sind die Fronten noch verhärteter als vorher. Deshalb frage ich mich, wie zielführend das am Ende ist…

        • Zumindest der Teil des Feminismus, der solche Videos dreht wie das, das ich oben verlinkt habe.

          Also praktisch durch alle Instanzen?

          Ich finde das Video sogar noch bedrohlicher durch den unmotivierten Einsatz des Gürtels als Züchtigungswerkzeug.

        • @ Wortschrank

          „Hast Du gestern diesen #Mackergohome-Shitstorm verfolgt?“

          Nee, nichts von mitgekriegt.

          „Da kann man gut sehen, zu was Spiegel-Vorhalten führt. Nämlich zu nichts. Das wird beim Spiegel-Vorhalten leider oft übersehen, dass man sich durch das Spiegeln von Arschlochverhalten selbst zu einem solchen macht. Und als Resultat daraus sind die Fronten noch verhärteter als vorher. Deshalb frage ich mich, wie zielführend das am Ende ist…“

          Man muss damit natürlich vorsichtig sein.

          Aber den Feministinnen wurde jahrzehntelang so gut wie nie der Spiegel vorgehalten.

          Natürlich kann man es vorsichtiger machen. Einfach das Femi-Propaganda-Video zeigen und entsprechend kommentieren. Es als das bezeichnen, was es ist.

          Und drauf hinweisen, dass es der Manipulation dient, der Meinungsmache. Das haben viele Menschen gar nicht im Hinterkopf, wenn sie sowas sehen.

        • @ HansG

          Alle Instanzen? Hä?

          Jedenfalls steht eines fest: Solche Anti-Männer-Videos gibt es. Umgekehrte Videos gibt es nicht.

          Und geschlagene Männer werden dann oft als „Gewalttäter“ des Hauses verwiesen, wenn sie behauptet, er hätte sie geschlagen.

          Deshalb darf sich der Mann ja auch nicht wehren, wenn er von seiner Frau geschlagen wird.

          Denn dann kann sie der Polizei z.B. blaue Flecke zeigen, und schon geht es gegen ihn los.

          Auch dank solcher Femi-Propaganda-Videos.

        • Das hier

          http://genderama.blogspot.de/2009/08/reaktion-gelachter.html

          ist auch lesenswert dazu.

          „Und dann sitzt man in seiner Dienststelle in einem Konferenzraum. Ersthelferschulung. Und man hört den Schulungsleiter, einen alten Sanitäter, erzählen. Von einem Einsatz in einem Bauernhof. Ein Mann sitzt auf der Eckbank in der Küche und hält die Hände vor dem Gesicht. Blut fließt, die Nase ist gebrochen. Der Mann berichtet, er sei gestolpert. Nähere Nachfragen der Retter will er nicht beantworten. Ins Krankenhaus will er auch nicht mit. Schließlich stellt sich heraus, dass seine Frau ihn mit einer Bratpfanne ins Gesicht geschlagen hat. Die Reaktion der Sanitäter: Gelächter. Man überzeugt ihn doch, ins Krankenhaus mitzukommen. Die Reaktion des Pflegepersonals und der Ärzte dort: Gelächter. Die Reaktion der Schulungsteilnehmer, als sie die Geschichte hören: Gelächter.“

  2. Erster!

    Mein Fundstück der Woche:

    Tampons sind rape, empowerte Mädels lassen es bluten!

    http://modernwomandigest.com/disturbing-new-feminist-trend-free-bleeding/

    und noch im Zuge von #mackergohome:

    http://aplusplusranting.wordpress.com/2014/02/24/tw-aktivismus-psychische-krankheit-und-psychiatrieerfahrungen/


    Ich brauche Psychotherapie. Und ich brauche Feminismus. Und deshalb brauche ich Psychotherapie, die feministische Politiken berücksichtigt.
    Ich bin psychisch krank. Und ich bleibe feministische Aktivistin.

    *Ich bin mir im Klaren darüber, dass der Krankheitsbegriff umstritten ist. Ich benutze ihn zum einen, um eine Abgrenzung zu dem zu ziehen, was als “gesund” markiert wird, zum anderen, weil es für mich hilfreich ist, meine Probleme als Krankheit zu betrachten.

    • @david
      „Und deshalb brauche ich Psychotherapie, die feministische Politiken berücksichtigt.“

      Da würde ich vermuten, dass das eine Psychotherapie ist, die ihr nicht antrat, sich da nicht so rein zu steigern und sich als in allem unterdrückt anzusehen oder worum geht es da? Wie berücksichtigt man da feministische Politik?

    • @ David

      *Tampons sind rape, empowerte Mädels lassen es bluten*

      Der Lasst-alles-raushängen-Feminismus macht Schule.

      Wann kommt der erste Schlampenmarsch mit blutigen Beinen?

      Das gibt schöne Bilder!

      Und Rot war schon immer die Farbe der Revolution.

      À propos: Mein Schmuckstück des Jahres – für den verliebten Pudel

      Ein Herzchen aus dem gefrorenen Menstruationsblut der Geliebten, zu tragen auf der Brust.

      Bis es schmilzt

      Hoffentlich verzichtet der Maskulismus auf Spermaeiswürfel im Wodka (Whisky ist für Pussies!).

      *Ich bin psychisch krank. Und ich bleibe feministische Aktivistin.*

      Ja sowieso.

    • Interessante Begründung zu free bleeding unter deinem link

      The idea behind this movement is two different ideas. One, is that a woman’s time of the month should not be considered something unclean and unnatural, something to be hidden and cleaned up hastily before it has the chance to offend anyone who may become privy to the fact that said woman’s body is evacuating her loins of unused baby blood. The second, being that tampons, pads, and other feminine hygiene products are “man” made inventions, intended to inadvertently rape a woman during her period, thus furthering her victim status as a woman living in a world run by men

      Aus der Besprechung:
      Animals urinate, defecate, and bleed all over themselves and each other. We generally would like to think we’re above that kind of behavior. But not in the case of Feminists, it would seem. It’s apparent to anyone with an ounce of intelligence, that the Feminist’s true motive is to set the progress of our species backwards, not forward.

    • Die Nummer mit dem „free bleeding“ ist allerdings ein Hoax
      http://www.uproxx.com/up/2014/02/tampon-less-freebleeding-movement-began-4chan-hoax/

      auch wenn er durch ein zehn Jahre altes Internet-Posting inspiriert sein mag,
      http://www.myvag.net/blood/free/

      inzwischen von deutschen Websites übernommen wurde
      http://www.frauenzimmer.de/cms/stars-news/free-bleeding-aktivistinnen-fordern-freies-menstruieren-3859e-9f8b-54-1818813.html

      und Feministinnen sich darüber empören, wie Leute nur ernsthaft glauben können, dass sie jemals etwas komplett Durchgeknalltes fordern würden:
      http://birdeemag.com/free-bleeding-thing/

      Ich hätte die Nummer fast auch für Genderama übernommen, aber als Männerrechtler recherchiert man ja lieber alles dreimal gegen, bevor man irgendeinen Unfug veröffentlicht. 🙂

  3. Miles Groth in einem Interview über das Klima in der amerikanischen Academia (und mehr und mehr auch bei uns)

    Er – Psychologieprofessor am Wagner College, NY – erwähnt übrigens auch, dass die neuesten Zahlen so aussehen: Nur noch 37 % der Studienanfänger in den USA sind männlich, bei diesem Tempo des Zusammenbruchs kann man den letzten männlichen Studenten im Jahre 2037 begrüßen. Das ist nicht mehr lange hin.

    Es geht vielleicht doch schneller, als ich dachte. Möglicherweise räumen die Legionen gerade die Rheingrenze und ziehen sich aus Britannien zurück.

    Und ich hab’s noch nicht recht gemerkt.

    Nun Miles Groth, Zitat:

    *MG: I teach a Gender Studies class at Wagner College. I am one of two male faculty who teach courses for the minor. The other is in Religious Studies. My classes average thirty students. Of those, roughly five will be guys.

    As I have learned through the years, they have taken a Gender Studies course with some wariness, assuming that what they have heard from other students in other Gender Studies classes—that they will likely not be taken seriously in the classes, which while supposed to be about gender (male and female) are almost always only about women’s lives—will be true.
    Men (and boys) are portrayed in stereotyped ways—sexual predators, dead-beat dads, dumb jocks. The presence of misandry in classrooms has been documented by two Canadian scholars, Paul Nathanson and Katherine Young, in a series of books published by Queens-McGill University Press.

    It is not just a matter of anecdotal reporting at one small liberal arts college. Classes other than those in Gender Studies—most notably in the social sciences but also in some of the humanities [Geisteswissenschaften, für mich ja oft nur noch „Wissenschaften“ oder Geschwätz], including History [mehr und mehr HERstory oder Geschwätz] are also environments where young men are not taken seriously.

    Their views are considered to reflect a by-now mythic notion of male political privilege and so they are bypassed, given short shrift or even dismissed with sarcasm.

    After enough of this, males learn to sit quietly rather than face being ridiculed. Of course, it is the goal of a college professor to admit into discussion even the most controversial positions. This is the uniqueness of the college campus environment. Even the most unpopular views must be heard and discussed.

    Young males are reluctant to argue for pro-male positions [im universitären Umfeld] because they have learned they will be dismissed as malignant, simply because they are pro-male. They soon learn that only pro-feminist and now often anti-male views are acceptable discourses in college classrooms [ähnlich funktioniert das mit Critical Whiteness und der „Bekämpfung“ des bösen Privilegs des Weißseins, das analog angegangen wird, so dass der Gipfelpunkt des verkörperten Bösen hinnieden der WEISSE HETEROSEXUELLE MANN ist]. Beyond the classroom, the vast majority of gender-specific co-curricular programs and events are inspired by ideological pro-feminism.

    This is another issue. Men and boys have come to hate themselves, both as a result of the image portrayed of them and of the roles they are compelled to play, but also given what they hear about themselves and, especially as young boys, come to believe about themselves. As a result of self-hate, the suicide rate of boys and men has increased at an alarming rate over the last twenty years. It is 4-6 times higher in teenage males than in female peers. The life expectancy of males is about seven years less than for females, compared to a two-year difference a century ago.

    Das ganze Interview hier:

    • Ja, so rede ich mir mein Bildungsversagen schön und fühle mich fortschrittlich.

      Und die bestgebildetste Frauengeneration aller Zeiten kann Kind und Karriere nicht vereinbaren, schlimmschlimmschlimm.

        • Ach, ich verstehe, das ist der patriarchale Tick der Männer. Bleiben immer kleine Jungs damit sie Kind und Karriere vereinbaren können.

          Frauen werden Erwachsen und haben ein Problem.

          Das hab ich letzt in der Sprachschule auch zu einer Frau gesagt die meinte als Kind lernt man leichter: Eben, Männer bleiben doch immer Kinder.

          Ich glaube sie hat verstanden dass Diskussionen mit mir zwecklos sind, die Fronten sind geklärt.

        • „Frauen werden Erwachsen und haben ein Problem.“

          Ist Euch schonmal aufgefallen, dass Männer Frauen mit Kindern durchaus auch vergleichen, dann allerdings eher in beleidigender Absicht, während es sie, wenn sie sich selbst als im Kindstadium feststeckend darstellen, geradewegs auszeichnen soll als sozusagen „lebendigeren, weniger verstockten Menschen“?

          Und irgendwie funktioniert das sogar meistens

          Ich finde das immernoch ziemlich erstaunlich.

        • @Borat

          * Ach, ich verstehe, das ist der patriarchale Tick der Männer. Bleiben immer kleine Jungs damit sie Kind und Karriere vereinbaren können.*

          Erkannt !

          “ Das Kind im Manne „.

          Wir sind doch nicht so blöd, es auszutragen !

          Dann hätten wir ja die gleichen Probleme wie die Weiber.

          Wegen Karriere und so.

        • @ms

          Also wenn ich von Frauen mit einem Kind verglichen wurde dann meinten die es immer nur gut – mit sich.

          @h e

          *Wir sind doch nicht so blöd, es auszutragen !*

          Ganz hinterlistig als Liebesspiel getarnt pflanzen Männer vertrauensseligen Frauen dieses Kind im Manne als Parasit ein und die Karriere ist futsch.

          Früher hat man Frauen durch Bildungsverbot und Indoktrination ab Geburt ja glauben gemacht so was wie Karriere gibt es für Frauen gar nicht, da war die Welt noch Heil wie für eine Sau die dann aber doch zum Metzger gebracht wird.

          Das Patriarchat ist grausam.

  4. Ich muss mich mal kurz auskotzen.

    Ist das eigentlich genetisch bedingt, dass Frauen anfangen, massiv rumzunörgeln, sobald sie sich der Beziehung einigermaßen sicher sind?

    Und ich steh jetzt vor der Wahl, da entweder sofort und kompromisslos einen Riegel vorzuschieben (was mir widerstrebt und mich anstrengt) oder mich weiter zu Tode nerven zu lassen und den langsamen, qualvollen Tod der Beziehung abzuwarten.

    Oder ich könnte dread game fahren, aber ich greife so ungern zu Manipulationstaktiken.

    This is why we can’t have nice things.

    • Ich würde die Frau kompromißlos mit den Konsequenzen ihres Verhaltens konfrontieren und sie zweitens damit allein lassen.

      Aber de Preis ist hoch: Im Grunde kannst du dann die Beziehung gleich beenden.

        • Was ich denke? Na dass es ziemlich sinnlos ist in einem Kommentarbereich irgendwelchen Leuten Fragen zu der eigenen Beziehung zu stellen, wenn diese Leute keine Ahnung haben über die Beziehung oder die konkrete Situation. Aus der Art der Fragestellung und dem Ort wo er es postet würde ich auch einfach mal spontan schließen, dass er auf bestimmte Antworten hofft (Alles ihre Schuld, verlass sie, du ärmster).

        • @emn

          *Aus der Art der Fragestellung und dem Ort wo er es postet würde ich auch einfach mal spontan schließen, dass er auf bestimmte Antworten hofft (Alles ihre Schuld, verlass sie, du ärmster).*

          Wo doch jedes Kind weiss dass wenn es Beziehungsprobleme gibt fast immer der Mann schuld ist. Und wenn ausnahmsweise mal nicht _der_ Mann, dann halt ein Anderer der mal richtig böse zu der Frau war und die Männer überhaupt und sowieso.

    • „dass Frauen anfangen, massiv rumzunörgeln, sobald sie sich der Beziehung einigermaßen sicher sind?“

      Das ist natürlich eine Verallgemeinerung. Ich habe ja den Glauben nicht aufgegeben, dass es auch andere Frauen gibt. 😉

      Ich habe allerdings auch gelernt, dass Frauen mit dem, was bei Männern als Nörgeln ankommt, Wünsche äußern wollen. Man darf sich einfach nicht einreden lassen, dass Frauen „besser“ in Kommunikation (zumal zwischen den Geschlechtern) wären.

      Es gibt aus meiner Sicht also mindestens drei Szenarien:
      1. Die Frau hat einen Wunsch.
      2. Die Frau testet, ob sie Dich in der Hand hat.
      3. Die Frau ist nicht die richtige für Dich und es ist der Anfang vom Ende.

      „Und ich steh jetzt vor der Wahl, da entweder sofort und kompromisslos einen Riegel vorzuschieben (was mir widerstrebt und mich anstrengt) oder mich weiter zu Tode nerven zu lassen und den langsamen, qualvollen Tod der Beziehung abzuwarten.“

      Tja, umsonst ist der Tod! Viele gute und wichtige Dinge sind anstrengend.

      Du musst auch nicht den Tod der Beziehung abwarten – das ist total unmännlich und lohnt sich nicht. Dann lieber ein schnelles und klares Ende, bei dem Du eine Ansage machst und sie auch einhältst. Dann hat Dich die Frau wenigstens als Mann in Erinnerung.

      Aber gehen wir einen Schritt zurück: Was, wenn sie einfach mal den Riegel vorgeschoben bekommen braucht? Also eine klare Grenze, über die sie nicht gehen darf? Wer die nicht setzt, ist ein Waschlappen.

      Aber Neuer Peter, Du warst ja mit Pickup erfolgreich, und deswegen traue ich Dir zu, auch diese Situation meistern zu können.

  5. Victor Zen rezensiert das Buch

    Gender Inclusive: Essays on violence, men, and feminist international relations
    by Adam Jones

    Lesenswert. Es weist auch auf einen eigentlich unfassbaren journalistischen Bias hin.

    —-
    Gender Inclusive offers a challenging and unconventional reinterpretation of gender and mass violence.

    Compiling essays and excerpts drawn from nearly two decades of Adam Jones’s writing on gender and politics, this stimulating and diverse collection of essays explores vital issues surrounding ‘gendercide’ (gender-selective mass killing) including:

    * How gender shapes men and women as victims and perpetrators of mass violence, including genocide.

    * The range of gender-selective atrocities inflicted upon males, especially the gendercidal killing of civilian men of „battle age.“

    * The victimization of women and girls worldwide, including the structural forms of violence („gendercidal institutions“) directed against them.

    * Genocidal violence throughout modern history, with a particular focus on the Balkans and Rwanda.

    * In-depth critiques of prevailing gender framings in academic scholarship, mass media, and the policy sphere.

    Adam Jones – recently selected as „one of fifty key thinkers in Holocaust and genocide studies“ – contests prevailing interpretations of gender and violence, arguing that they fail to capture the broad range of gendered experience. His global-historical treatment is essential reading for anyone with an interest in genocide, human rights and gender studies.

    Hörens- und Sehenswertes vom Youtube User „Sargon of Akkad“:

    The Manifesto of the Feminist Socialist Party
    #Killallmen is certainly the best slogan for their election campaign

    The Female Aristocracy

    Germaine Greer on how women abuse men

    • Die Forschungsergebnisse von Adam Jones wurden übrigens auch in dem Kapitel „Menschenrechte kennen kein Geschlecht“ in Arne Hoffmanns neuem Buch „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ berücksichtigt:

      Arne fasst in diesem Kapitel den Forschungsstand zu Menschenrechtsverletzungen gegenüber Jungen und Männern in internationaler Perspektive zusammen. Das Kapitel enthält Abschnitte zu folgenden Themen:

      – Genderzide (geschlechtsbezogene Massentötungen)
      – Massenvergewaltigungen
      – Menschenhandel und Zwangsprostitution
      – Zwangsrekrutierungen
      – religiöse Beschneidung
      – Todesstrafe und Polizeigewalt
      – Entzug des Kontaktes zu den eigenen Kindern.

    • Dieses #killallmen ist so entsetzlich unreif.

      Dummerweise steht zu befürchten, dass irgendjemand das anfängt ernst zu nehmen. Und vermutlich wird nicht bei denen angefangen die Klitschkostatur haben. Eher bei denen die kleiner sind, vielleicht mit kleinen Jungs anfangen.

      • @Dummerjan

        Das läuft bereits. (Siehe meine 9.30 und 10:33 Posts).
        Und es passt ins Bild mit was wir eigentlich konfrontiert sind und was uns zukünftig erwartet.

      • Wie müssen sich eigentlich die jungen Männer fühlen denen das reingedrückt wird. Was passiert da bei ihnen?

        Dazu die Gedanken und Gefühle eines jungen Mannes ausgedrückt in einem Gedicht.

        „Feminists Killed Kurt Cobain“

  6. Dr. Janice Fiamengo Vortrag über „Rape Culture“ — LIVE at University of Ottawa

    Der Event wurde von feministisch-linksfaschistisch Gewaltbereiten gestört und niedergebrüllt. Ganz so wie wir es z.B. aus dem Umfeld der Humboldt Uni kennen.

    • Ja – das Video hat mich auch erstaunt. Vor allem weil der Vortrag eigentlich inhaltlich ziemlich dünn ist.
      Sollte allein schon der Hinweis auf vernachlässigte Gerechtigkeitsfragen solchen Aufstand verursachen?

      • Aufstand ist bei manchen Strömungen schlicht normal. Dazu muss man sich imho nur die junge Linke an Universitäten im Ruhrgebiet ansehen und wie dort manche Spektren so agieren.

      • Offenbar ist das der Fall.

        M.E. ist es ein deutliches Zeichen, dass Menschen mit bestimmten körperlichen Merkmalen mundtod und über willkürliche Unterstellungen stigmatisiert und diskriminiert werden sollen. Sie hätten kein Recht auf, weil … Wir kennen das. Und es ist nicht nur intolerant. Wird dann gern als Reverse Racism oder positive Diskrimination legitimiert. Man vermeidet das eigentlich passende Wort Rassismus.

        In den USA ist diese Form der als gerechtfertigt verstandenen offenen Diskriminierung („positive“ Diskriminierung) gegen den weißen heterosexuellen Mann als Feindbild für alles und Instrument zur Erlangung von Status, Macht, Privilegien und Geld schon im vollen Gange. Affirmative Action, Diskriminierung bei Hochschulzulassungen, keine weißen Männer mehr in federalen Jobs vieles mehr etc.

        Dazu auch die #CancelColbert Aktion der feministischen Rassenaktivistin Suey Park:

        http://www.salon.com/2014/04/03/cancelcolbert_activist_suey_park_this_is_not_reform_this_is_revolution/


        What is the best way to work with white people, to get them on our side?

        Park: I don’t want them on our side.

        You don’t want them on your side.

        Park: This is not reform, this is revolution.

        Es geht wohl ausschließlich um Macht und Vorteile. Vertikal wie horizontal. Sehr augenfällig ist auch, dass besonders Jungen dies zu ertragen haben. Sie sind offenbar Menschen zweiter Klasse. Konkret und real für andere benachteiligt zu werden, weil … sie das angeblich verdient haben? Es gerechtfertigt sei? Natürlich ohne gesellschaftliche Anerkennung dafür, denn dann würde ja sichtbar, das …

        Der Gleichberechtigungsgedanke bleibt durch diesen Mißbrauch komplett auf der Strecke. Daher jetzt auch Gleichstellung. Es ist heutzutage ausgesprochen vorteilhaft zu einer bevorzugten Gruppe zu gehören, eben diejenige die mit Gleichstellung politisch bevorzugt wird. Gleichberechtigt sind sie ja alle schon lange.

        • @petpanther

          „Park: I don’t want them on our side.
          You don’t want them on your side.
          Park: This is not reform, this is revolution.“

          Den Gedanken trifft man ja auch im Feminismus häufiger an. Gerade gegenüber männlichen Feministen. Stört uns nicht, haltet die Klappe, macht allenfalls euren Dreck weg. Ihr seid auch der Feind, glaubt bloß nicht, dass wir das vergessen

        • @Christian

          Ja das stimmt leider.

          Diese offenkundig eigennützige Ausgrenzungs- und Opfermentalität unter vorgeschobenen angeblich moralisch höherwertigen Zielen, die dann offenbar auch zur Erhebung über und Herabwürdigung von Menschen legitimiert, ist m.E. mit Keim des Feminismus.

          Häufig auch bei identitäts-, status- und aufmerksamkeitssuchenden Teenagern anzutreffen, die sich so anderen durch intolerante Toleranzforderungen aufnötigen können. Keim jeder Ideologie. Und m.E. auch Keim von dem hier gern vermiedenem sehr politisch unkorrekten Wort.

          Da gibt es vermutlich Zusammenhänge menschlich instinktivem wie unterschwellig aggressivem sozialen Gruppenverhaltens, dass politisch positiv verbrämt werden muss. Andere entscheiden dann wo sie sich vorteilhaft anschließen soweit das ihre körperlichen Merkmale zulassen … Geister die man rief.

          Da ist viel Unehrlichkeit und m.E. auch biologische Instinktdisposition drin. Nur nicht von der menschlich schönen Sorte.

  7. Das mit dem zensierten Akif Pirincci Interview aus dem Mittagsmagazin hat wohl jeder mitbekommen. Gehört vielleicht nicht so hierher. Dennoch involviert es auch den journalistischen Bias (bzw. Zensur), den der obig erwähnte Autor Jones beschreibt. Insbesondere, wenn man die Reaktion auf Akifs neues Buch von Zeitredakteur (Literaturchef glaub ich) Mangold in der Ausgabe vom 3.4. (ist Online mit hunderten von Kommentaren) „Volle Ladung Hass“dazu nimmt.Interessant auch die Stellungname von Bettina Röhl zu Mangolds Veriss inklusive seinem (wieder einmal) Hitlervergleich.

      • „Es ist keine Zensur, Äußerungen von straffälliger Relevanz heraus zu schneiden.“
        Dies ist es sehr wohl. Es ist nicht die Aufgabe des ZDF die strafrechtliche Relevanz von Aussagen geladener Gäste zu beurteilen. In diesem Fall wäre das ZDF in einer Insitution Ankläger, Richter und Ausführender.

        Es ist der Informationsauftrag des ZDF dies wiederzugeben. Wenn Herr Pirincci sich strafrechtlich relevant geäußert hat, dann haben wir „Richter“ und „Gerichte“. Dieser aufkommende Drang zur Selbstjustiz staatlicher Organe ist sehr beunruhigend.

        • Zensur findet dann statt, wenn der Staat bestimmt, was gesendet werden darf und was nicht. Ein Fernsehsender kann freilich frei entscheiden, was er bringt. Bringt er etwas nicht, ist das keine Zensur, weil er nicht im Auftrage des Staates handelt. Zensur bedeutet, dass ein Verstoß gegen solche Auflagen kriminalisiert wird und jeder, der zensierte Dinge liest oder sendet oder druckt, im Gefängnis landet.

          Man könnte bezüglich des ZDF ganz anders argumentieren: Sie hätten als dokumentarischer Pflicht einfach den Typen reden lassen können. Einfach zeigen, was der so absondert. Das Urteil fällt der Zuschauer, so er denn mündig ist. Was ich mal vielen zugestehe.

        • „Ein Fernsehsender kann freilich frei entscheiden, was er bringt. “
          Nein, das ZDF und die ARD sind NICHT frei zu entscheiden was sie bringen. Die entsprechende Rundfunkstaatsverträge legen den Informations- und Bildungsuaftrag fest.
          Nur aus diesem Grund gibt es öffentlich-rechtliches Fernsehen.

          Bei einem privaten Fernsehsender würde ich Dir zustimmen.

          So aber bedeutet dies praktisch staatliche Zensur. Und diese findet laut Grundgesetz nicht statt mit den dort genannten Ausnahmen.
          Und ich bezweifle, dass die Aussagen zum Krieg oder zu Straftaten aufstacheln, zumindestens im justiziablen Sinne.

          Wenn man verurteilte Straftäter wie Herrn Hönes im fernsehen zu Wort kommen lässt, in Bezug auf seine Straftaten, dann stimmen hier offensichtlich die Bewertungsmaßstäbe der Sendeverantwortliche nicht.

        • „Nein, das ZDF und die ARD sind NICHT frei zu entscheiden was sie bringen. Die entsprechende Rundfunkstaatsverträge legen den Informations- und Bildungsuaftrag fest.
          Nur aus diesem Grund gibt es öffentlich-rechtliches Fernsehen.“

          Schon richtig. Nur gibt es jetzt keinen Zensor, der jeden einzelnen Beitrag prüft, bevor der gesendet werden kann. Es gibt auch keine Polizei, die jemanden deswegen verhaftet, weil er einen „falschen“ Beitrag bringt, während der Zensor gerade mal pinkeln ist.

          Ich wundere mich als EX-DDR-Bürger immer sehr darüber, dass dieser Unterschied so unklar ist.

          Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass ein Sender wie das ZDF durchpolitisiert ist und daher dazu tendiert, durch Einflussnahme der Parteien gewisse Dinge als „genehm“ und „unerwünscht“ zu beurteilen.

          Ob das auch für die Pirinci-Nummer gilt? Keine Ahnung. Laut Niggemeier hatte Pirinci genug Möglichkeit, sich dort verbal zu ergießen. Ich habe mir seinen Artikel gerade durchgelesen. Die herausgekürzte Passage ändert eigentlich wenig an der ganzen Geschichte. Man darf fragen, ob die Kürzerei sinnvoll ist. Bringt eigentlich nichts.

          Niggemeier stellt da auch die wesentlicheren Fragen. Die vermeintliche Zensur ist eher Petitesse. Schlimmer ist, dass die Journalistin nicht in der Lage war, sich kritisch mit dem Herrn auseinanderzusetzen.

          Ja, dessen Aussagen gehen mir samt und sonders gegen den Strich. Auch wenn ich im Traum nicht auf die Idee käme, Grüne zu wählen. Aber dieser Tonfall ist einfach nur furchtbar. So etwas ist unwürdig und auch sehr, sehr unangenehm.

        • „Schlimmer ist, dass die Journalistin nicht in der Lage war, sich kritisch mit dem Herrn auseinanderzusetzen. “
          Ja. Mir war das zu hohl.

  8. @ Lezek

    Bettina Röhl zu Akif Pirinccis Buch:

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-ist-deutschland-von-sinnen-seite-all/9662964-all.html

    *Pirinçci will Inhalte transportieren, von denen er weiß, dass sie von der herrschenden Nomen Klatura, die dem politisch korrekten Mainstream folgt, nicht gern gesehen werden. Und was bietet sich da Besseres an, als die Sache so zu verpacken, dass man die Aufreger von der eigentlichen Sache wegnimmt und auf die „Formalien“ lenkt und hier ganz gezielt auf die Form einer, wie gesagt, gelegentlich derben und manchmal auch schwärmerischen Sprache.*

    Wenn er das schaffte, der PC-Nomenklatura die Kontrolle über das Narrativ zu entreißen – gut so!

    Da soll mir der rhetorische Vorschlaghammer Recht sein.

    *Eine Grundanalyse des Buches besteht darin der deutschen Gesellschaft ein selbstzerstörerisches Maß von Feigheit und Ignoranz zu attestieren, und zwar gegenüber jeder Realität.*

    Blöde wie ich bin, sehe ich diese Feigheit und Realitätsverleugnung auch. Die Selbstzerstörung sowieso.

    *Und Pirinçci sieht viele Realitäten, die die deutsche Gesellschaft zerstören, die er in einer negativen Vision bereits im Jahr 2030 nur noch als untergegangene, morbide und geschundene Restgesellschaft sieht.*

    Da ist er ja noch pessimistischer als ich.

    *Aber nein, es scheint eher so zu sein, dass eine wachsende Zahl von Menschen, die in diesem Land leben, ganz oder teilweise mit den Beschreibungen des Ist-Zustandes dieser Gesellschaft etwas anfangen können oder sich identifizieren oder sich über eigene Ängste und die Ängste anderer Gedanken machen. Klar, der politisch korrekte Mainstream, der, wie gesagt, alles und jeden vom Tisch wischt, sobald irgendeine fehlende Mainstreamkompatibilität sichtbar wird, steht immer noch wie leicht betäubt vor dem großen Big Bäng, mit dem Pirinçci nach seinen Katzenbüchern jetzt die gesellschaftlich-politische Bühne vermittels seines neuen Buches betritt.*

    Die große Angst unserer linken PC-Nomenklatura – diese wachsende Zahl von Menschen, die man gar nicht rechtzeitig genug für blöde erklären kann.

    Und rechtspopulistisch und, und, und.

    Es wird Zeit, dass Menschen aufhören, die Gesslerhüte der Linken zu grüßen.

    Wenn Akif Pirincci dazu einen Beitrag leisten kann, dann zähle ich mich gerne zu den Blöden, die von einer linksgestrickten Pseudointelligentsia die Nase voll haben, gestrichen voll.

  9. „… Wenn Akif Pirincci dazu einen Beitrag leisten kann, dann zähle ich mich gerne zu den Blöden, die von einer linksgestrickten Pseudointelligentsia die Nase voll haben, gestrichen voll. …“

    +1 oder me too

    Er schreibt und redet mittlerweile sehr drastisch und manches wäre nicht meine Wortwahl. Aber interessant ist doch, dass die Menschen, welche mal Charles Bukowski bejubelten, nun vice versa kollabieren.

    Pirinci schreibt das auf, was ich jeden Tag in den Nahverkersmitteln höre; soweit dort überhaupt noch ein Wort unserer Muttersprache zu Ohren kommt.

    • Zitat: „es steht Homosexuellen zu, so zu leben, wie sie wollen.“

      Tja, eben nicht. Eich hat dafür gespendet, dass Homos ihre Lebensgefährten nicht heiraten dürfen, dass sie also nicht so leben dürfen, wie sie wollen.

      • Aha, Spenden ist schlecht! Verbieten, nur dann erlauben wenn für den richtigen Zweck gespendet wird!

        Es gibt doch sicher auch Leute die FÜR die Zulassung der Homoehe gespendet haben. Entlassen diese Leute. Spenden ist mehr als Adrian erlauben will …

        • @ Adrian

          Kam bei mir so an …

          Übrigens brauchte er nicht spenden um die Homeehe nicht „zu gönnen“, es reicht aus wenn er diese Meinung einfach nur sagt.

          Bin ja mal gespannt wo dieser Meinungskampf der Moralisten beider Seiten hinführen wird. Der Boykottaufruf gegen Mozilla, so sehr er auch durch Meinungsfreiheit gedeckt ist, macht die Sache NICHT einfacher.

          Zumal das auch dämlich ist. Irgendeine Meinung lässt sich bei jedem finden, die mir nicht passt. Wenn ich also dann bei keinem mehr was kaufe oder dessen Produkte nicht mehr benutzen wollte …

        • @ ddbz
          Was ich nicht verstehe: Es ist offenbar für viele legitim und moralisch nicht zu beanstanden, dass Eich an eine Organisation spendet, die anderne Menschen eine Recht verweigern will, das Eich selbst in Anspruch nehmen darf. Aber der Protest gegen Eich, der ist dann zuviel des Guten? Kann mir das mal einer ganz plastisch erklären? Ich versteh es nämlich wirklich nicht.

        • Kann mir das mal einer ganz plastisch erklären?

          Man kann es nicht „plastisch“ erklären, weil man ein solches Gruppenrecht denklogisch nicht mit dem „Rotz der Aufklärung“ vereinbaren kann: Für den aufgeklärten und sekularisierten Staat ist die Ehe eine rein zivilrechtliche Angelegenheit. Ob die Beteiligten sich zum Zwecke der Kinderproduktion in einen solchen Vertrag begeben oder nicht oder ob sie sich überhaupt und wie lieben geht den Staat rein gar nichts an.

          Wenn man hier anfängt, eine gesellschaftliche Sollvorstellung zur Grundlage des Rechtes zu machen, dann hat man sich wohl gründlich der Grundlage beraubt, beispielsweise feministische Sollvorstellungen darüber zu kritisieren, was in den Ehebetten passiert. Dann geht es nicht gegen den autoritären Saat, sondern nur darum, den autoritären Staat in die „richtige“ Richtung zu lenken.

          Die eine Seite bezeichnet die andere als „politisch korrekt“, die andere Seite bezeichnet die eine als „autoritär-moralistisch“ Und sie haben beide Recht, die Begriffe sind Synonyme.

          Man ist sich also offenbar darüber einig, dass der „Rotz der Aufklärung“ tatsächlich Rotz sei. Für die Einen, weil er die „Versklavung der Frau“ bewirke und für die Anderen, weil er so etwas wie „Zersetzung der natürlichen Grundlagen und Widerstandskräfte des Volkes“ bewirke. Für beide Seiten ist der Status Quo dabei natürlich epidemisch gefährlich, weshalb drastische Maßnahmen un.ab.wend.bar sein sollen. Man _kann_ zwangsläufig weder in Anbetracht eines unermeßlichen Leides DerFrau noch in Anbetracht eines kurz bevorstehenden Unterganges des Abendlandes zimperlich sein mit dem Maßnahmenstaat.

          Man kann wohl Gift darauf nehmen dass, wenn jeweils eine der beiden Parteien die entsprechende Macht hätte, die Lager bald wieder aufgemacht würden. Auf die Lippenbekenntnisse beider Seiten zur „Freiheit“ kann man keinen Cent geben, sie ziehen beide politisch in Richtung des Maßnahmenstaates. Das ist fest eingebaut in Politiken, die einfache Sündenböcke und massive Bedrohungen eben durch diese an die Wand malen.

          Aus einer liberalen Sicht müsste es doch jedem Unternehmen freigestellt sein, seine Repräsentanten auch nach opportunistischen Gesichtspunkten zu benennen oder abzusetzen. Oder brauchen wir etwa eine Quote für die minorisierte Gruppe der Autoritärkonservativen? Huch? Müssen sie etwa vor dem bösen Kapital beschützt werden, welches Gewinneinbußen befürchet, wenn ein exponierter Repräsentant sich unpopulär politisch engagiert? Wissen die Kunden, die durch ihr Verhalten ein solches Verhalten des Managementes verursachen, etwa nicht, was für sie selbst gut ist?

          Es ist recht leicht durchschaubar: für beide Seiten ist das Projekt der Aufklärung nicht nur gründlich gescheitert, sondern eine höchste Gefahr für fundamentale Werte der Gesellschaft.
          Das hatten wir doch schon (nicht nur ein-) mal.

        • Danke Nick.

          Ergänzend: Während man die medien- und diskursbezogene Diskussion um die Aufklärung als Zwergenaufstand bezeichnen mag, steht jedoch dahinter die Diskussion, ob wir der Irrationalität Raum lassen wollen, politisch aktiv zu werden.

          Leider ist es so, dass diejenigen die sich als fortschrittlich gerieren, wenn sie Diskursverbote fordern und Zensur bejahen, zutiefst rationalitätsfeindlich sind: Sie lehnen ab, dass es eine von der Person und dere Gesinnung unabhängige Wahrheit geben könne. Der Logiker spricht von einem Fehlschluss ad hominem. Das scheint inzwischen jedoch nicht mehr als logischer Fehler, sondern als Ausgangsbasiis aktueller Argumentation zu dienen.

        • @ Adrian

          „…Ich versteh es nämlich wirklich nicht.“

          Kann ich Dir nicht erklären, weil ich nicht zu diesen oder jenen Moralisten gehöre.

          Ich kann Dir aber sagen wie ich das sehe.

          Eich hat soweit ich weiß sein Geld als Privatmann gespendet. Da gibt es nix gegen zu sagen. Noch ist das auch in USA erlaubt.

          Der Protest richtet sich nun aber gegen Mozilla als Firma. Was hat die Firma nun damit zu tun? Welches Ziel hatte der Protest? Sind die Produkte von Mozilla schlechter geworden, so über Nacht?

          Das Ziel war eindeutig Eich persönlich zu schaden, wegen seiner Meinung. Das ist auch dann nicht gut wenn er die falsche Meinung vertritt!

          Was kommt als nächstes? Boykott von wordpress, weil mit deren Software solche Blogs wie diese betrieben werden?

          Rechtlich ist der Protest gegen Eich schon erlaubt, keine Frage. Von der Meinungsfreiheit gedeckt sowieso. Nur ob die Folgen eines solchen Handelns auch bedacht werden?

          Zumal ja noch dazukommt, daß es jetzt zurecht heißt; „Wenn Du was gegen Homos sagst, dann machen die Dich fertig!“ und weiter (ob das dann noch stimmt, da bin ich mir inzwischen auch nicht mehr sicher. Früher hätte ich gedacht; Die spinnen.) „Die Homolobby wird immer totalitärer. Die wollen andere Meinungen unterdrücken, bald wohl noch verbieten.“

          Diese Entwicklung halte ich allerdings für gefährlich.

        • @ ddbz
          „Was hat die Firma nun damit zu tun?“

          Das musst Du Mozilla fragen. Die haben Eich „gehen lassen“.

          “Die Homolobby wird immer totalitärer. Die wollen andere Meinungen unterdrücken, bald wohl noch verbieten.”

          Nicht „totalitärer“ als die Schwarzen-Lobby, die Geschäfte boykottierten, deren Inhaber die Rechte von Schwarzen beschneiden wollten.

        • @Nick

          *Für den aufgeklärten und sekularisierten Staat ist die Ehe eine rein zivilrechtliche Angelegenheit. Ob die Beteiligten sich zum Zwecke der Kinderproduktion in einen solchen Vertrag begeben oder nicht oder ob sie sich überhaupt und wie lieben geht den Staat rein gar nichts an. *

          * Wenn man hier anfängt, eine gesellschaftliche Sollvorstellung zur Grundlage des Rechtes zu machen, dann hat man sich wohl gründlich der Grundlage beraubt, beispielsweise feministische Sollvorstellungen darüber zu kritisieren, was in den Ehebetten passiert. Dann geht es nicht gegen den autoritären Saat, sondern nur darum, den autoritären Staat in die “richtige” Richtung zu lenken. *

          Laut Artikel 6(1) GG stehen “ Ehe und Familie unter besonderem Schutz der staatlichen Ordnung “

          Warum dieser besondere Schutz für eine “ rein zivilrechtliche Angelegenheit “ ?

          Könnte es sein, dass im Hintergrund dieser verfassungsrechtlichen Festlegung eine Normvorstellung gegeben ist, die zwar nicht im einzelnen den Zweck der Kinderprodkuktion festlegt, noch zur Art und Intensität der Liebesbeziehungen verpflichtet, die aber sehr wohl ein in Jahrhunderten gewachsenes Verständnis darüber, was Ehe ist und welche Funktion sie im Normalfalle für die Gesellschaft aufweist ( Familie ), impliziert?

          Man lese beispielsweise den Artikel “ Schutz von Ehe und Familie “ in Wikipedia.

          Ist es also nicht etwas naiv davon auszugehen, es gäbe hier keine gesellschaftlichen Normvorstellungen ?

          Man mag diese Normen kritisieren. Man mag versuchen, da der Artikel 6 als Grundrechtsartikel lt. Artikel 19(2 ) in seinem Wesensgehalt nicht angetastet werden kann, diesen Artikel durch höchstricherliche Normenauslegung anders zu interpretieren als es bisher der Fall war, sofern dies eben dem Artikel 19(2 ) nicht widerspricht.

          Es ändert aber nichts daran, dass es hier durchaus um
          “ gesellschaftliche Sollvorstellungen “ geht. Nicht umsonst hat man auf feministischer Seite die bekennde Lesbe Susanne BAER in das Verfassungsgericht gehievt. Es geht immer auch darum, den autoritären Staat in die “ richtige “ Richtung zu lenken.

          Man lese dazu die Analyse des Bloggers Hadmut DANISCH
          ( “ Ansichten eines Informatikers “ ), der sich sehr intensiv mit der Rolle von Frau BAER, die aus dem Gender – Sumpf der Berliner Humobldt – Universität stammt, auseinandersetzt.

          Es geht hier sehr wohl um einen Machtkampf.

          Es war nur bislang kein Thema, da die Normvorstellungen in einem breiten gesellschaftlichen Konsens verankert waren. Heteronormativität musste als Normativität nicht gesondert benannt werden, war aber stets im Hintergrund vorhanden.

          Es wäre naiv anzunehmen, der Artikel 6 GG sei diesbezüglich seit jeher neutral gewesen.

          Der Konsens soll aufgebrochen werden bzw. wird aufgebrochen.
          Nunmehr beginnt der mehr oder wenige offene Kampf um die Lenkung in die “ richtige “ Richtung.

          Wer die Grundrechte primär als Abwehrrechte gegen den autoritären Staat versteht – und das ist sicher ein klassisches Verständnis, gerät dabei in Konflikt mit so manchen Normen des aktuellen GG.

          Artikel 3(2) ist da nur ein Beispiel. Artikel 14(2) aber z. B. auch.

          Ich habe keine Probleme mit der klassischen Sicht. Nur sollte man bezüglich des akutellen GG nicht naiv sein.

        • Könnte es sein, dass im Hintergrund dieser verfassungsrechtlichen Festlegung eine Normvorstellung gegeben ist, die zwar nicht im einzelnen den Zweck der Kinderprodkuktion festlegt, noch zur Art und Intensität der Liebesbeziehungen verpflichtet, die aber sehr wohl ein in Jahrhunderten gewachsenes Verständnis darüber, was Ehe ist und welche Funktion sie im Normalfalle für die Gesellschaft aufweist ( Familie ), impliziert?

          Ich kann in Art. 6 GG keine Einschränkung erkennen, eine Ehe nur dann unter einem besonderen Schutz zu stellen wenn irgendwie „typischerweise“ Kinder dabei herauskommen. Ein solches „typischerweise“ wäre ein klarer Fall von Gruppenrecht – es stellt eben auf vermeintlich „typische“ Tatbestände bei Gruppen ab, und nicht auf konkrete Tatbestände bei den individuellen Rechtssubjekten. Entweder zählt das konkrete Potenzial und die Absicht zur Elternschaft, oder es zählt nicht.

          Wenn ich mich sterilisieren lasse, dann steht meine Ehe durchaus auch unter diesem besonderem Schutz. Folgt man deiner Argumentation, müsste meine Ehe dann annuliert werden, denn das was du „ein in Jahrhunderten gewachsenes Verständnis darüber, was Ehe ist und welche Funktion sie im Normalfalle für die Gesellschaft aufweist ( Familie )“ ist ja dann gleichermaßen nicht mehr gegeben.

          Wenn man also nicht mit dem Potenzial einer möglichen Elternschaft argumentieren kann, dann ist nicht einzusehen warum hier eine Heteronormativität in der Verfassung verankert wäre.

          Heteronormativität musste als Normativität nicht gesondert benannt werden, war aber stets im Hintergrund vorhanden.

          Nun ja, die Väter und Mütter des Grungesetzes hatten möglicherweise auch die Vorstellung, dass Verhütung unmoralisch ist. Folgt man deiner Argumentation, entfiele dann der besondere Schutz der Ehe schon dann, wenn die Ehepartner verhüten.

          Es wäre naiv anzunehmen, der Artikel 6 GG sei diesbezüglich seit jeher neutral gewesen.

          So funktioniert Recht nicht. Es bedarf sachlicher Gründe, evtl. diffuse Wertvorstellungen der jeweiligen Gesetzgeber zählen nicht.

          Es ändert aber nichts daran, dass es hier durchaus um
          ” gesellschaftliche Sollvorstellungen ” geht. Nicht umsonst hat man auf feministischer Seite die bekennde Lesbe Susanne BAER in das Verfassungsgericht gehievt. Es geht immer auch darum, den autoritären Staat in die ” richtige ” Richtung zu lenken.

          Wie gesagt, es maßen sich beide Seiten an, den Intimbereich der Bürger zu regulieren. Man kann Art. 6 GG auch so verstehen, dass es dem Staat _nicht_ gestattet ist, in meinem Ehebett nachzuschauen, ob denn mein Ehepartner die „richtigen“ sekundären Geschlechtsmerkmale hat.

          Wer die Grundrechte primär als Abwehrrechte gegen den autoritären Staat versteht – und das ist sicher ein klassisches Verständnis, gerät dabei in Konflikt mit so manchen Normen des aktuellen GG.

          Ja nun, irgendeine Autorität muss der Staat auch wiederum haben. Sonst könnte er wiederum die Grundrechte nicht garantieren.

          Es geht vor allem darum, dass er sachliche Gründe für sein Handeln benennen muss. Ich sehe deshalb nicht, dass er das Recht hat zu regulieren, wer mit wem ins Ehebett steigt.

          Artikel 3(2) ist da nur ein Beispiel. Artikel 14(2) aber z. B. auch.

          Die „tatsächliche Gleichstellung“ ist auch so ein Fall von Gruppenrecht.

          Was Art. 14 anbelangt scheint mir klar zu sein, dass das Recht auf Eigentum auch eine Grenze haben muss. Es gibt keine Gesellschaft, in der dies nicht der Fall wäre.

        • @Nick

          * ……..Entweder zählt das konkrete Potenzial und die Absicht zur Elternschaft, oder es zählt nicht. *

          * Wenn man also nicht mit dem Potenzial einer möglichen Elternschaft argumentieren kann, dann ist nicht einzusehen warum hier eine Heteronormativität in der Verfassung verankert wäre. *

          Warum muss das konkrete ( ! ) Potenzial zählen ?

          Es gab über Jahrhunderte für das Verständnis einer Ehe und deren im allgemeinen zu erwartenden Konsequenzen ( das abstrakte Potential ) kein Problem daraus, dass es stets Ausnahmen von diesen Konsequenzen gab.

          Aber es waren stets Ausnahmen.

          Folglich war es nicht nötig, strenge Bedingungen für die Folgenhaftigkeit einer Ehe ( das konkrete Potenzial ) festzulegen, um deren Schutzwürdigkeit zu begründen.

          Normativität schafft statistische Häufigkeit und statistische Häufigkeit schaft und sichert Normativität.

          Das System reproduziert sich bis zu einem gewissen Grade stets selbst.
          Solange dies gesichert ist, bedarf es keines Fine Tuning an den Stellschrauben der Normativiät.

          * Nun ja, die Väter und Mütter des Grungesetzes hatten möglicherweise auch die Vorstellung, dass Verhütung unmoralisch ist. Folgt man deiner Argumentation, entfiele dann der besondere Schutz der Ehe schon dann, wenn die Ehepartner verhüten. *

          Verhütung in der Ehe, sog. Familienplanung, gab es auch schon vor 1949. War nur komplizierter.
          Wie oben schon gesagt. Das Ziel ( Reproduktion ) wurde dennoch erreicht und war grundsätzlich nicht gefährdet. Folglich bedurfte es keiner Einschränkung der Voraussetzungen.

          * So funktioniert Recht nicht. Es bedarf sachlicher Gründe, evtl. diffuse Wertvorstellungen der jeweiligen Gesetzgeber zählen nicht. *

          Wie diffus oder nicht – diffus die Wertvorstellungen der Verfassungsgeber gewesen sein mögen, es hat bislang so funktioniert. Die Normvorstellungen sind in der bisherigen Rechtsprechung ( noch ) vorhanden. Ansonsten hätten wir die Debatte nicht.

          * Man kann Art. 6 GG auch so verstehen, dass es dem Staat _nicht_ gestattet ist, in meinem Ehebett nachzuschauen, ob denn mein Ehepartner die “richtigen” sekundären Geschlechtsmerkmale hat.*

          Ja, so kann man es verstehen. Aber bislang brauchte man es gar nicht so zu verstehen, weil es schlichtweg keine Rolle spielte. Die Normativität hat sich reproduziert, ganz ohne “ nachzuschauen „.

          * Ja nun, irgendeine Autorität muss der Staat auch wiederum haben. Sonst könnte er wiederum die Grundrechte nicht garantieren.

          Es geht vor allem darum, dass er sachliche Gründe für sein Handeln benennen muss. Ich sehe deshalb nicht, dass er das Recht hat zu regulieren, wer mit wem ins Ehebett steigt. *

          Den “ autoritären Staat “ habe ich nicht ins Spiel gebracht, war deine Formel.

          Zu regulieren “ wer mit wem ins Ehebett “ stieg, hatte er auch bislang wenig Anlass. Gleiches Argument : Reproduktion der Normativität. Solange die gesichert ist, kann er liberal sein.

          * Was Art. 14 anbelangt scheint mir klar zu sein, dass das Recht auf Eigentum auch eine Grenze haben muss. Es gibt keine Gesellschaft, in der dies nicht der Fall wäre. *

          “ Eigentum verpflichtet……………zum Wohl der Allgemeinheit …..“

          Also wenn das keine gesellschaftliche Sollvorstellung ist……….

        • @Nick

          * Aus einer liberalen Sicht müsste es doch jedem Unternehmen freigestellt sein, seine Repräsentanten auch nach opportunistischen Gesichtspunkten zu benennen oder abzusetzen. *

          So ist es.

          Das gilt aber nicht nur für die Repräsentanten, sondern für alle Beschäftigten.

          Ich hatte an anderer Stelle schon einmal für die Abschaffung des Antidiskriminierungsgesetzes ( gegenüber privaten Arbeitgebern ) plädiert bzw. für ein Recht auf das Diskriminieren.

          Beträfe dann aber auch alle Merkmale inklusiver rassischer / rassistischer Art.

          * Oder brauchen wir etwa eine Quote für die minorisierte Gruppe der Autoritärkonservativen? Huch? Müssen sie etwa vor dem bösen Kapital beschützt werden, welches Gewinneinbußen befürchet, wenn ein exponierter Repräsentant sich unpopulär politisch engagiert? Wissen die Kunden, die durch ihr Verhalten ein solches Verhalten des Managementes verursachen, etwa nicht, was für sie selbst gut ist? *

          Wir brauchen in der Tat keine Quote. Ich bezweifele aber, dass viele diesen liberalen / libertären Standpunkt konsequent akzeptieren würden, wie er ansatzweise auch durch Adrian`s Kommentar weiter unten in diesem Strang ( 11:17 ) dargelegt wird.

          Ob der Einzug von PC gleich welcher Art mit Bezug auf das Privatleben von CEOs oder anderer Repräsentanten uns viel weiter bringt, ist eine andere Frage.

          Es scheint vor kurzem auch eine vergleichbare Debatte mit zunächst umgekehrten Vorzeichen in Arizona gelaufen zu sein :

          http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-02/arizona-brewer-gesetz-homosexualitaet

          https://www.tagesschau.de/ausland/homosexuelle-in-arizona100.html

          http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gesetz-in-arizona-diskriminierung-schwuler-aus-religioesen-gruenden-a-954779.html

        • Warum muss das konkrete ( ! ) Potenzial zählen ?

          Weil Gesetze in einem Rechsstaat an konkrete Tatbestände – und nicht: an Zugehörigkeien zu Gruppen – zu knüpfen sind.

          Aber es waren stets Ausnahmen.

          Homosexuelle, die eine Ehe eingehen wollen sind auch Ausnahmen. Ehepaare, die verhüten sind aber mittlerweile keine Ausnahmen. Insofern greift deine Argumentation erst recht nicht durch.

          Wie diffus oder nicht – diffus die Wertvorstellungen der Verfassungsgeber gewesen sein mögen, es hat bislang so funktioniert.

          Und mit dem gleichen Argument müsste man verhütende Heterosexuelle aus dem Schutz des Art. 6 GG herausnehmen.

          Solange dies gesichert ist, bedarf es keines Fine Tuning an den Stellschrauben der Normativiät.

          Da wird der angeblich Libertäre zum Sozialingenieur. Es geht also nur darum, die „falsche“ politische Korrektheit zu kritisieren.

          Zu regulieren ” wer mit wem ins Ehebett ” stieg, hatte er auch bislang wenig Anlass. Gleiches Argument : Reproduktion der Normativität. Solange die gesichert ist, kann er liberal sein.

          Deutlicher kann man diesen doppelten Standard kaum demonstrieren: Freiheit bitte nur dann, wenn sie nicht wahrgenommen wird.

          Verhütung in der Ehe, sog. Familienplanung, gab es auch schon vor 1949. War nur komplizierter.
          Wie oben schon gesagt. Das Ziel ( Reproduktion ) wurde dennoch erreicht und war grundsätzlich nicht gefährdet. Folglich bedurfte es keiner Einschränkung der Voraussetzungen.

          Schon klar: Der Bürger kann die Wahlfreiheit nur haben, wenn er die Wahlfreiheit nicht wahrnimmt.

          _Wenn_ man so argumentiert, dann darf man nur Eltern und Menschen mit ernsthaften Elternschaftswillen und -Potenzial den besonderen Schutz des Art. 6 GG gewähren. Dann müsste die Ehe ausschließlich eine Reproduktionsgemeinschaft sein, und wer heiratet und dennoch keine Kinder kriegt müsste wieder herausfliegen – also müsste eine Ehe annuliert werden, wenn sich beispielsweise eine dauerhafte Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit erweist oder wenn sich einer der Ehepartner sterilisieren lässt.

          Also wenn das keine gesellschaftliche Sollvorstellung ist..

          Es wird in Art. 14 GG ein Spannungsfeld definiert, in welchem die Politik agieren darf. Gäbe es dieses Spannungsfeld nicht, dürfte der Staat nicheinmal Steuern verlangen.

          Das gilt aber nicht nur für die Repräsentanten, sondern für alle Beschäftigten.

          Soweit Arbeitsverträge eingehalten werden, ja. Es gibt keinen Kontrahierungszwang für Beschäftigungsverhältnisse.

          Beträfe dann aber auch alle Merkmale inklusiver rassischer / rassistischer Art.

          Wenn jemand partout keine Schwarzen einstellen möchte, dann kann man sowieso wenig machen. Wenn die Kundschaft eine solche Politik als sozialschädlich erachtet und der Unternehmer deshalb wirtschaftliche Nachteile hat, ebenfalls. Freiheit ist keine Einbahnstraße. Deshalb ist es ja so infantil, einerseits sich über Antidiskriminierungsgesetze zu beschweren und andererseits Boykottaufrufe oder solche Geschichten wie die des Eich als ganz pöse „politische Korrektheit“ zu framen.

          Es scheint vor kurzem auch eine vergleichbare Debatte mit zunächst umgekehrten Vorzeichen in Arizona gelaufen zu sein :

          Nu gucke mal einer an: Man pocht auf seine Religionsfreiheit, will aber anderen nicht die Freiheit lassen, selbst auszuwählen wen sie ehelichen.

          Infantiler bzw. bigotter gehts nimmer. Da muss man sich auch nicht über die Muftis beschweren, die auf ihre Religionsfreiheit pochen und gleichzeitig die der Anderen negieren.

          Das ist das Niveau von jammernden radikalfeministischen Luxusprinzesschen.

      • „Eich hat dafür gespendet, dass Homos ihre Lebensgefährten nicht heiraten dürfen, dass sie also nicht so leben dürfen, wie sie wollen.“
        Wenn ich Dich recht verstehe, beanstandest Du dass Herr Eich sein Geld so ausgegeben hat, wie er es für richtig findet, weil er dagegen ist das Du so leben darfst wie DU es für richtig findest.

        Deswegen findest Du es richtig wenn man Herr Eich das Recht sreitig macht nicht so zu leben wie er es für richtig findet.

        Sorry Adrian – was Du für Dich in Anspruch nimmst kannst Du schlechterdings nicht anderen verweigern, auch wenn es Dir gegen den Strich geht.

        (Mensch, dann müßten ja nach meinem dafürhalten alle s religiösen Institutionen auf Selbstversorgung umstellen)

        • @ Dummerjahn
          „Wenn ich Dich recht verstehe, beanstandest Du dass Herr Eich sein Geld so ausgegeben hat, wie er es für richtig findet, weil er dagegen ist das Du so leben darfst wie DU es für richtig findest.“

          Richtig.

          „Deswegen findest Du es richtig wenn man Herr Eich das Recht sreitig macht nicht so zu leben wie er es für richtig findet.“

          Falsch. Von mir aus dürfte er auch an den Ku Klux Klan spenden. Aber er sollte sich nicht wundern, wenn man ihn moralisch verurteilt und er Konsequenzen daraus ziehen muss.

          „was Du für Dich in Anspruch nimmst kannst Du schlechterdings nicht anderen verweigern, auch wenn es Dir gegen den Strich geht.“

          Der einzige, der das getan hat, war Eich.

          Wäre Eich übrigens Feministin und hätte an eine Organisation gespendet, die Väterrechte beschneiden will, sähe Dein Statment sicher anders aus.

        • „Wäre Eich übrigens Feministin und hätte an eine Organisation gespendet, die Väterrechte beschneiden will, sähe Dein Statment sicher anders aus.“
          Nein.

        • @ Dummerjahn
          Nein? Interessant! Du würdest Väterrechtler verurteilen, die gegn eine weibliche Eich protestieren, woraufhin sich die Firma entscheidet Eich „gehen zu lassen“ und Du würdest beide Seiten moralisch auf eine Stufe stellen?

        • @ Adrian

          „…moralisch verurteilt …“

          Das ist doch der Kern dieser Sache. Das ist es was Du offensichtlich nicht verstehst. In welchem Gesetzbuch steht denn diese Moral und welche Strafen haben denn die Verurteilten (von wem , mit welcher Legimation eigentlich?) zu erwarten?

          Übrigens scheint dieses Moralstrafrecht rückwirkend und selektiv zu gelten. Rückwirkend weil die Verfehlung von Eich erst jetzt bestraft wird. Selektiv, weil die Moralrichter einen Akif Pirincci nicht treffen können. Jedenfalls nicht mit so lächerlichen Aktionen wie in dem Fall Eiken. Im Gegenteil, die machen den Mann indirekt noch reicher! Je mehr die sich aufregen, desto mehr Bücher verkauft er. :mrgreen:

        • @ ddbz
          „In welchem Gesetzbuch steht denn diese Moral und welche Strafen haben denn die Verurteilten (von wem , mit welcher Legimation eigentlich?) zu erwarten?“

          Welches Gesetzbuch? Niemand hat Eich vor Gericht gezerrt. Eine Firma, die offensichtlich besorgt war um ihr Ansehen, hat die Entscheidung gefällt ihn gehen zu lassen.

        • @ Adrian

          Ist gut. Wenn ich demnächst höre wie Du Dich für Meinungsfreiheit einsetzt, weiß ich wenigstens genauer wie Du das meinst.

          Da Du allerdings nicht auf meine Argumente eingehst ist es auch egal. Ob sich die Tugendwächter der Moral (hier kann man wohl schon von Homomoral sprechen) allerdings einen Gefallen getan haben bezweifele ich.

        • @ ddbz
          „Wenn ich demnächst höre wie Du Dich für Meinungsfreiheit einsetzt, weiß ich wenigstens genauer wie Du das meinst.“

          Soll ich Dir meine Meinung noch mal präsentieren? Meiner Meinung nach hat ein jeder das Recht – die Meinungsfreiheit – gegen eine Firmenentscheidung zu protestieren, oder gegen einen (potentiellen) Geschäftsführer zu protestieren. Was die Firma dann daraus macht, ist deren Sache.

          Eine christliche Oranisation hätte in meinen Augen ebenfalls das Recht gegen eine Firma mit einen (potentiellen) schwulen CEO zu protestieren.

          Das heißt aber nicht, dass ich persönlich eine äquidistante Haltung zu den Vorfällen einnehmen muss, und die dahinterstehenden Wertmaßstäbe für gleich richtig halten muss.

        • Deswegen findest Du es richtig wenn man Herr Eich das Recht sreitig macht nicht so zu leben wie er es für richtig findet.

          Es hat ihm niemand dieses Recht streitig gemacht. Dieses Recht beeinhaltet keine Garantie auf einen CEO-Posten.

        • @ Adrian

          Dann sind wir uns ja einig, was die Meinungsfreiheit betrifft. 🙂

          Ich frage mich nur was diese ganze Sache mit Moral zu schaffen hat und warum Du teilweise mit Moral argumentierst.

          @ Nick

          Dieses Recht beinhaltet aber den CEO-Posten trotz seiner privaten Meinung zu betreiben. Das Private ist eben nicht politisch!

          Sind die Zeiten so schnell vergessen, als jemand entlassen wurde weil er schwul war? Heute soll es besser sein, daß jemand entlassen wird weil er gegen Homoehe ist und das auch sagt?

          Ich bin auch nicht Eichs Meinung. Aber es müsste doch klar sein, was hier abläuft. Entlassung wegen der falschen Meinung in einem berufsfremden Gebiet.

          Welche Meinung gilt denn morgen als Entlassungsgrund? Wie, Sie halten Putin nicht für einen Teufel? Unmoralisch! Entlassung, fristlos!!

          Wir haben festgestellt, daß Sie das Buch von Akif Pirincci gekauft haben. Mit Ihrem Geld haben Sie gegen unsere Firmenmoral verstoßen. Hiermit sind Sie gekündigt, sie Falschmeiner!

          Ach wird das eine schöne Welt werden …

        • Dieses Recht beinhaltet aber den CEO-Posten trotz seiner privaten Meinung zu betreiben.

          Nein, der Kapitaleigner kann einem CEO jederzeit das Vertrauen entziehen. In der Funkion eines CEO steht man in der Öffentlichkeit und repräsentiert sehr zentral das Unternehmen – da kollidieren leider fast zwangsläufig private Auffassungen mit dem Job.

          Das berührt natürlich ein evtl. Vertragsverhältnis nicht, d.h. er muß evtl. weiter bezahlt oder abgefunden werden. Eich ist aber freiwillig gegangen.

          Wir hatten hier eine ähnliche Problematik bei Adria Richards, die dafür bezahlt wurde die Entwickler-Community zu vernetzen, aber meinte sie könne sich dabei radikalfeministisch betätigen, indem sie Leute wg. sowas wie „to fork her repo“ als üble Sexisen an den Twitter-Pranger stellte. Die armen Kerle verloren ihren Job, und die Leute, die sie eigentlich vernetzen sollte waren natürlich nicht gerade begeistert.

          Sie wurde deshalb gefeuert – ich finde, der AG hatte dazu ein Recht, denn sie konnte so wohl kaum noch ihren Job machen.

          In Deuschland hätte man ihr vermutlich einen anderen Job geben müssen, aber niemand kann von einem Unternehmen verlangen dass es Leute dafür bezahlt, das Image des Unternehmens kaputt zu machen.

        • @ ddbz
          „Ich frage mich nur was diese ganze Sache mit Moral zu schaffen hat und warum Du teilweise mit Moral argumentierst.“

          Weil es eine moralische Frage ist – ich halte es für unmoralisch, eine Spende an eine Organisation zu tätigen, die sich dafür einsetzt, Menschen ein Recht zu verbieten, das man selbst in Anspruch nimmt.
          Ich bspw. würde nie auf die Idee kommen, an eine Organisation zu spenden, die Heterosexuellen die Ehe verbieten will, während diese Homosexuellen erlaubt ist. Ich würde auch nie für ein staatliches Verbot von Polygamie, Inzest, Zoophilie oder gegen die Ehe zwischen Mann und Auto spenden. Das sind Sachen, die mich nichts anzugehen haben, weil sie mit meinen Leben nichts zu tun haben. Ich halte es für unmoralisch, das Privat- oder Beziehungsleben anderer Menschen zu reglementieren. Und ich finde auch, dass der Staat oder die Mehrheit kein Recht dazu hat.

        • @ Nick @ Adrian

          Ich kann Eure Argumente schon nachvollziehen. Ich sehe nur die Gefahr, daß solche Aktionen für die Meinungsfreiheit und die Demokratie letztlich nicht förderlich sind.

          Ich erinnere als Beispiele nur an das OM13-Gate der Piraten, oder an den #aufschrei Aufhänger Brüderle.

          Sowas kann man auch unter diesem Gesichtspunkt betrachten: http://kiezneurotiker.blogspot.de/2014/04/die-schere-im-kopf.html

          Mich stört allerdings besonders die Anwendung einer Moral, die dann zu solchen Folgen führt. Ich halte es für gefährlich, daß keiner genau weiß was denn diese Moral genau ist und wo die vielen Grenzen denn wohl sind oder sein könnten.

          Weiterhin stört mich, daß auch ein Verhalten im Nachhinein als umoralisch gelten kann, also eine Strafe ohne Gesetz/Moralregeln zum „Tatzeitpunkt“.

          Dieser Fall um Eich mag klar sein, nur ist er das wirklich und was ist zB im Fall Brüderle. Bis heute wissen wir nicht GENAU was vorgefallen ist. Nie hat ein Gericht über diesen Fall gerichtet. Trotzdem gab es einen #aufschrei incl. Schaden für Brüderle. Einfach so.

          Perfide ist auch, daß der „freiwillige“ Rücktritt von Eich als, ja was eigentlich? gilt. Gilt der jetzt automatisch als Schuldanerkennung?

          Ich befürchte aber Ihr versteht nicht was ich will, denn der Protest gegen Mozilla war ja moralisch gerecht. Aber genau das sehe ich eben als Problem.

          @Nick

          „als üble Sexisen an den Twitter-Pranger stellte. Die armen Kerle verloren ihren Job,“

          Das ist es doch! Warum verloren die ihren Job? Eben wegen einer „Moral“, weil sie angeblich Sexisten waren.

          Wer verlor denn wegen Eich seinen Job? Hat der angefangen Homos rauszuwerfen? Wem hat er denn nun konkret geschadet? Gibt es Namen?

        • @ddbz:
          Das ist es doch! Warum verloren die ihren Job?

          Na hör mal: Du wirst in den USA(!) im Auftrag eines Unternehmens auf eine Konferenz geschickt, und begehst zwei TODSÜNDEN:

          1) Du begibst dich in einen öffentlich diskutierten VERDACHT, deinem Kollegen einen MÖGLICHERWEISE SEXUALISIERTEN(!!11!!) Witz erzählt zu haben

          2) Die inkriminierten SCHMUTZIGEN Schallwellen drangen GEWALTSAM und DEMÜTIGEND gleich in mehrere Körperöffnungen (Ohr, Nase, Mund, ..) einer unbeteiligten FRAU EIN!!!! #AUFKREISCH!!! #BESCHMUTZUNGWEIBLICHERUNSCHULD #RAPECULTURE!!

          Da ist das Unternehmen eben ziemlich sauer: Es bezahlt Geld, damit du zu der Konferenz fährst und das Unternehmen dort vertrittst, und als return on investment erhält es Negativschlagzeilen. Man hätte zwar zu seinen Mitarbeitern stehen können und so aus den Negativschlagzeilen letztlich Imagegewinne ziehen können, aber erklär‘ das mal nem Exelsheet-Ritter von der Business-School.

          Eben wegen einer “Moral”, weil sie angeblich Sexisten waren.

          Ja, natürlich. Eine spannende Frage wäre, ob diese Moral wohl irgendwie etwas mit derjenigen Christlichen Sexualmoral zu tun haben könnte, die so eifrig die Homo-Ehe bekämpft. Wie komme ich nur auf eine solche Idee?

          Wer verlor denn wegen Eich seinen Job? Hat der angefangen Homos rauszuwerfen? Wem hat er denn nun konkret geschadet? Gibt es Namen?

          Nochmal: Ein CEO hat nicht gerade einen gewöhnlichen Job. Er wird nicht in dem Sinne eingestellt, er wird berufen. Sein Posten hängt sehr zentral daran, dass der Kapitaleigner via dem Board of Directors Vertrauen in ihm hat.

          Wenn du deinem Bankberater für keine zwei Cent traust (was eine sehr empfehlenswerte Haltung ist) dann kannst du ihn auch „Abberufen“, indem du die Papiere nicht unterschreibst die er dir vorlegt. Du schuldest ihm keine Erklärung für dein (äußerst gesundes) tiefes Mißtrauen. Er hat kein Recht, deine Moral zu verurteilen. Du bist nicht verpflichtet, ihm nachzuweisen dass er dir schaden wird. (sehr wahrscheinlich)

          Ein CEO hat sehr tiefgreifende Vollmachten bzgl. des Vermögens der Kapitaleigner. Und diese haben jederzeit das Recht, ihm diese Vollmachten zu entziehen, womit seine Position obsolet wird.

          Niemand auf der Welt hat ein _Anrecht_ auf Vertrauen (außer Kinder), insofern entziehen sich solche Vertrauenspositionen jeglichen Diskriminierungsdebatten.

          Und Eich ist nicht gefeuert worden, sondern ist gegangen.

          Hätte man irgendeinen Entwickler gefeuert, weil man zufällig seinen Namen auf dieser Spendenliste entdeckt hätte, wäre es etwas ganz anderes.

        • @ ddbz
          „Ich befürchte aber Ihr versteht nicht was ich will, denn der Protest gegen Mozilla war ja moralisch gerecht.“

          Gerecht? So weit würde ich nicht gehen. Ich halte den Protest für moralisch legitim, zumindest für legitimer als das, was Eich getan hat.
          Den Protesten angeschlossen hätte ich mich trotzdem nicht. Dafür wäre mir meine Zeit zu schade, weil den Aufwand nicht wert.

        • @ddbz:
          Dieser Fall um Eich mag klar sein, nur ist er das wirklich und was ist zB im Fall Brüderle. Bis heute wissen wir nicht GENAU was vorgefallen ist. Nie hat ein Gericht über diesen Fall gerichtet. Trotzdem gab es einen #aufschrei incl. Schaden für Brüderle. Einfach so.

          Das ist eben ein vertracktes Problem: Die Öffentlichkeit bzw. der Bürger hat jedes Recht der Welt, sich eine eigene Meinung zu bilden. Politiker wiederum sind für den Bürger in etwa das, was die CEOs für die Kapitaleigner sind: Sie haben ein Mandat, eine Vertrauensposition. Das ist kein Vertragsverhältnis, das auf klare, einklagbare Vereinbarungen beruhen würde.

          Es gibt auch hier kein Anrecht auf Vertrauen. Insofern relaiviert sich der Begriff „Schaden“ – jedenfalls als Rechtsgut. Es beseht lediglich ein Recht darauf, dass keine wahrheitswidrige üble Nachrede betrieben wird. Brüderle ist eine Person der Öffentlichkeit, insofern _muss_ der Schutz seiner Privatssphäre einen geringeren Wert haben als der von Otto Normalbürger – sonst wäre die Pressefreiheit zu stark eingeschränkt.

          Man kann hier natürlich auch auf der moralischen Ebene argumentieren: Es ist nicht alles gut, was erlaubt ist. Solche schmutzige Wäsche wäscht man nicht. Solche Schmutzkampagnen stellen ein sehr tiefes politisches Niveau dar. Man respektiert die Privatssphäre auch von „Promis“, anstatt sich daran aufzugeilen (#Aufschrei ist für mich auch teilweise eine Art aufgeilen)

          Aber das ist dann eben auch Moral aka pöses „Gutmenschentum“. Man kommt nicht ohne Moral aus – niemand.

          Ich befürchte aber Ihr versteht nicht was ich will, denn der Protest gegen Mozilla war ja moralisch gerecht. Aber genau das sehe ich eben als Problem.

          Ich sehe es durchaus als problematisch an, wenn politisch mit dem Pranger gearbeitet wird. Allerdings schenken sich beide Seiten dieses Konfliktes nichts.

          Das ist leider das derzeitig vorherrschende Niveau von Politik. Gerade in den USA, wo man eine lange Tradition darin hat, solche Fragen anhand von Lesarten der Bibel zu diskuieren. (Was durchaus mal ein Fortschritt gegenüber dem Katholizismus war: Es darf immerhin jeder selbst die Bibel interpretieren.. Die Zeiten, als es ein Fortschritt war sind aber lange vorbei)

          Nur die eine Seite dabei als „politisch Korrekt“ zu framen und den Moralinismus der anderen nicht sehen zu wollen ist pure Bigotterie.

    • @ First Space Lord Admiral Kirk

      *… uns Linke …*

      Wie bitte?!

      Bei der Sternenflotte gibt’s Linke?

      😦

      Ich glaube, ich laufe zu den Klingonen über.

      Bei denen herrschen noch Zucht, Ordnung und traditionelle Werte!

      Obwohl … die Klingonenweibchen, die sind ja doch ein wenig zum Fürchten.

      So was

      steht denen wohl nicht.

      Vom formvollendeten Umgang mit Fächer und Tässchen ganz zu schweigen.

      Porzellan und Anmut haben die nicht erfunden.

      *Auch der auf Alles Evolution omnipräsente, sich als links gerierende und feiernde Männerrechtler Leszek, bringt immer wieder die Schwachsinnsfigur, daß doch der Begriff des Gutmenschen und der Vorwurf der Politischen Korrektheit von einer finsteren konservativen Weltverschwörung ersonnen wurden, um uns arme Linke quasi geistig der Endlösung zuführen zu können.*

      Da tust Du ihm Unrecht.

      Er kritisiert sehr wohl politische Korrektheit, gerade auch von links.

      Glaubt nur nicht an die Existenz eines Kulturmarxismus, weil linke Theoretiker für ihn schlüssig nachgewiesen haben, dass der nicht existiere.

      Was mich nicht überzeugt, denn ich sehe ihn am Werk, ableitbar aus Marcuses Einfluss auf die heute zeitgeistdominierenden 68’er.

      Und Hinterhältigkeit kann ich bei ihm erst recht nicht entdecken.

    • @James T. Kirk

      Erfrischender Beitrag.

      Zum Thema Homokratie, Femokratie, PC and all that. Hier insbesondere zum Javascript Erfinder Brendan Eich ein für LinksPCs provokanter Youtube Channel „Millenium Woes“ mit dem folgenden Beitrag:

      Brendan Eich: Witch!

      • „Millenial Woes“ ist ein ganz interessanter Rechtsintellektueller, dessen Video „How Feminism killed the Space Age“ hier schon mal verlinkt wurde (meine ich jedenfalls). Falls nicht:

        • @JC Denton

          Das Video war – so glaube ich – hier noch nicht verlinkt.

          Der gute Junge macht in den beiden hier verlinkten Videios ja ganz subtil Schleichwerbung für Coke.

          Wenn das man keine Rücktrittsforderungen an den CEO von Coca Cola provoziert – oder zumindest eine knallharte Distanzierung 🙂

    • Noch ein provokanter Youtube Channel zum Thema. „ramzpaul“ über die Art und Weise der Gesinnungsliquidierung der sog. „open society“ von Brendan Eich.

      „Mozilla’s Gay Star Chamber“

  10. An der Middleschool in Evanston im US-Bundesstaat Illinois dürfen Mädchen keine Leggings tragen. Das verbietet der Dresscode der Schule. Der Grund für die Vorschrift: Die engen Hosen würden die Jungen in der Schule ablenken, argumentieren die Lehrer.

    „Es ist, als würde man uns sagen, es sei unsere Schuld, wenn die Jungen uns belästigen“, meint die 13-Jährige. „Wir werden für etwas bestraft, was die Jungs tun. Meine Freundinnen und ich sind deswegen richtig sauer.“

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/dresscode-in-us-schule-maedchen-wehren-sich-gegen-leggingsverbot-a-962800.html

    Au Backe. Aber irgendwie ist das wie hier ab ca. 4:20:

    • @ Matze

      Ganz einfach: KOEDUKATION ABSCHAFFEN!

      Dann könnten die Mädchen ganz unbelästigt Leggins tragen.

      Wahrscheinlich würden dann viele keine mehr tragen wollen.

      • @Roslin

        * Wahrscheinlich würden dann viele keine mehr tragen wollen. *

        That`s it !

        Wobei ich denke, dass dieses Auftreten zu einem nicht unerheblichen Teil der intrasexuellen Konkurrenz geschuldet ist.

        Also nur zum Teil direkt, ansonsten indirekt auf die potentiellen männlichen Betrachter bezogen ist.

        Aber pack die Mädels auf eine Insel, für unabsehbare Zeit ohne Männer – und High Heels, Leggins u. Co. werden verschwinden.

        Von wegen “ ich mach das nur für mich „.

    • *Wir werden für etwas bestraft, was die Jungs tun. Meine Freundinnen und ich sind deswegen richtig sauer.*

      Richter:
      Ich verurteile sie, Frau X., wegen fahrlässiger Tötung zu 2 Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung.

      Frau X.:
      Das ist ungerecht! Ich werde für etwas bestraft was das Auto getan hat! Außerdem ist das Auto bestimmt von Männern konstruiert worden.

      • @Borat

        * Frau X.:
        Das ist ungerecht! Ich werde für etwas bestraft was das Auto getan hat! Außerdem ist das Auto bestimmt von Männern konstruiert worden. *

        War bestimmt ein AMG ( A Man`s Gun )

  11. Ein lesenswerter Artikel von einem Psychologen, der das Feld kennt. Alle psychologischen Gerichtsgutachter – auch die in Deutschland – sind wahrscheinlich davon beeinflusst. Auch Sozial-psychologische politische Gutachter bzw. Referenten.

    Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit korrekt was Golden hier beschreibt, zugleich erschreckend und wissenschaftlich, aber vor allem menschlich eigentlich unfassbar. Besonders bezeichnend auch die Rolle des damals für das Feld tonangebenden R W Connell, der vom Mann zur Frau mutierte.

    Die Psychologie hatte auch in unserer Vergangenheit keine so rühmliche Rolle, wenn ich mich recht erinnere.

    http://www.avoiceformen.com/series/tom-goldens-mental-health-misandry/mni-misandry-in-psychological-research/

    MNI – Misandry in Psychological Research
    September 25, 2013 By Tom Golden

    „…
    After the 1980’s feminist writings started gaining influence in the academic study of men and masculinity. It’s not a big surprise that with this shift men/masculinity started being seen as “the problem.” Prior to this time men and masculinity had been seen as a group of traits, now this perception shifted and instead men and “masculinity” starts catching blame for the world’s ills. I know that is hard to believe but it is true. Feminism, which had found men to blame through “patriarchy” for many of women’s problems now was beginning to become dominant in the discourse about men and masculinity. One of the influential writers in the late 20th century was feminist R W Connell. It was in the mid 1980’s that Connell began writing about “hegemonic” masculinity. Connell’s book on Masculinities and specifically hegemonic masculinity came out in 1995 and was considered a top resource by academic psychologists on the study of masculinities. Since that time these ideas about hegemonic masculinity have become entrenched into academic psychology. But just what does Connell mean by hegemonic masculinity? According to an article in the Journal of Clinical Psychology in 2005 Connell defines hegemonic masculinity as “the dominant notion of masculinity in a particular context which serves as a standard upon which the “real man” is defined. Connell claims it is built on two legs, one being the domination of women and the other the hierarchy of intermale dominance. It is also shaped to a lesser extent by the stigmatization of homosexuality.”

    Now in the academic psychology world masculinity through its perceived domination is seen as THE problem. We have gone from an overly simplistic trait view to an even more overly simplistic view of masculinity as being bad, as being responsible, as being the problem. It is amazing to me that so many educated people can take such a misandrist viewpoint. Masculinity is obviously very complex, there are multiple models pushing multiple norms, some violent, some peaceful, some yin and some yang. “Never hit a girl” or “girls first” were surely messages that most boys received loud and clear. But they were among many. It is very complex and to try and boil it down to men being bad seems incredibly simple minded. So many different voices it is preposterous to claim that only one very negative voice defines the masculinity that all other males will follow.

    It is worthwhile noting that R W Connell changed sexes from male to female in 2006. He was Robert W Connell and then became Raewyn W Connell. I have heard that Connell went to a professional conference after this change and presented a paper as a woman, Raewyn Connell, without giving any sort of notification to many of his peers of his profound change. I understand there were more than a few dropped jaws at the professional meeting. Yes, what many academic psychologists believe about masculinity was drawn directly from the writing of someone who at best had an ambivalent perception of what it is to be a male. Someone who decided to cease being male. Hard to see this viewpoint as anything near fair and balanced.

    Apparently academic psychologists in the U.S. have taken Connell’s theories of hegemonic masculinity and siphoned out the negative traits and distilled it down to what they now call “Toxic Masculinity” which is characterized by: ruthless competition, violent domination, inability to express emotions other than anger, unwillingness to admit weakness or dependency, devaluation of women and all feminine attributes in men, and homophobia.

    Conclusion

    It seems clear that misandry is embedded in this inventory. When I wrote messages on the APA mailing list for men and masculinity that questioned this inventory and pointed out many of the things you have seen in this article I was told that there was no misandry. I think this article clearly shows their claims are indeed false. There is misandry in this inventory and it is clear for all to see. That these professionals were unable to admit to this is yet more proof of the academic psychological community being enablers of females and feminism in the worst sort of way. The problems started as feminist writing and thought started to influence the thinking of psychologists. This resulted in the adoption of feminist thinking about men which then resulted in rigid and misandrist attitudes about men and the resulting misandry we see placed in this inventory. I simply can’t see any other explanation for the willingness to lump an entire birth group into such negative categories. If this sort of thing were done to any other group of people, the result would be immediate negative reactions from the groups involved and the press with multiple calls for apologies. However, when it is done to men we hear nothing of the sort. The problem can be likened to an ideological infestation. It is not merely popular culture, which everyone likes to attack, but also elite culture—that of academics, lawyers, politicians, social workers—and psychologists. We need to move to a point where we can see both men and women, masculine and feminine as having positive and negative qualities and learn to value each individual. We have a long way to go. You can help things along by speaking out.

    …“

    • @ petpanther

      Die Psychologie ist weithin ein „linkes“ Fach. Und das heißt, so, wie die Dinge heute ideologisch stehen, ein weithin feministisch beeinflusstes Fach, nicht nur einfachhin personell weitgehend feminisiert (ich glaube, mittlerweile sind 70 % der Studenten weiblich).

      Pädagogik/Sozialpädagogik, Psychologie, besonders Sozialpsychologie, Pädagogik – nach links tendierende Fächer sind immer auch feminismuslastige Fächer.

      Ich bin wirklich gespannt, wie weit angesichts dieser Lage, der fast völligen Verfilzung der Linken mit Feminismus, ein linker Maskulismus vorankommen will.

      Er müsste das linke Spektrum erst einmal von Feminist.I.nnen zurückerobern.

      Rechts sieht es nur wenig besser aus (AfD vielleicht). Dort dominieren die Femizentriker – ähnliche Politik, andere Rationalisierung derselben frauenschützenden/frauenversorgenden Instinkte.

      • Schade, dass es in Deutschland keine nennenswerte liberale Kraft gibt (ich tue mich schwer, die FDP als solche zu bezeichnen).

        Hier könnten sich noch am ehesten Anknüpfungspunkte für das finden lassen, was Leszek den „integralen Antisexismus“ nennt.

      • Ich bin wirklich gespannt, wie weit angesichts dieser Lage, der fast völligen Verfilzung der Linken mit Feminismus, ein linker Maskulismus vorankommen will.

        Indem man diese Neospießer-Bande an ihrer Archillesferse angreift: Sie verkaufen das Produkt „Moral“. Aus diesem Produkt beziehen sie die für sie exisenziell wichtige Legitimation als „gesellschaftlich nützlich“.

        Sie haben kein anderes Kapital. Sie können nichts anderes verkaufen.

        Der vorherrschende Feminismus dient zuvörderst:

        a) den Kapitalinteressen
        b) den Interessen der „Alpha-Males“
        c) den Eigeninteressen einer Kaste, die man früher Bildungsbürger nannte.

        c) ist der moral entrepreneur. c) hat die Funktion übernommen, die früher die Kirche innehatte. c) ist existenziell darauf angewiesen, von einer breiten Masse als moralische Instanz und als „gut“ angesehen zu werden – sie werden schließlich dafür bezahlt, Politik unters dumme Volk zu bringen. c) hat die Aufgabe, den sozialen Ausgleich zu vermitteln (deshalb gilt c) auch stets als „Links“)

        In den USA sieht es etwas anders aus, dort ist recht viel Kirche übrig geblieben. Deshalb wird dort auch sehr heftig zwischen diesen beiden Lagern um die Deutungshoheit über Moral gestritten. Es hat wenig Sinn, diesen Streit zu importieren, weil dieser auch so genannte Kulturkampf bei uns schon unter Bismarck ausgefochten wurde. Der Bildungsbürger und Bismarck et al haben ihn gewonnen.

        c) als Versager delegitmieren, weil er am Maßstab der Realität nichts anderes verdient hat, scheint mir also der Weg der Wahl zu sein. Dann ist c) gezwungen, auch mal zu arbeiten und was Gescheiteres zuwege zu bringen als einen billigen Universalsündenbock „Männlichkeit“

        Es ist nicht so, dass es innerhalb von c) keine Machtkämpfe gäbe. Wenn der Femtrash als Fortschrittsmythos zu kippen droht, verlassen die Ratten scheunigst das sinkende Schiff und versuchen bald, sich in Analysen zu überbieten warum der vorherrschende Femtrash regressiv sei.

        Das Einzige, was diesen Prozess derzeit massiv behindert ist der Fortschrittsmythos „das neuste aus Amerika“. Wenn sich in den USA ein „liberal“ anti-pc/femtrash etabliert, dann kollabiert das ganze schneller, als man gucken kann.

        Es hilft aber auch, den Fortschrittsmythos „Amerika“ zu demontieren, indem man z.B. immer wieder auf den real exisierenden Femtrash an den US-Unis hinweist.

      • Viele in der Psychologie haben Störungen. Sie sind genau deshalb dort.

        Der scheinheilige linksspießig arrogante Bildungsbürger resoniert damit offenbar gut.

        Und wie Feministinnen sind sie chameleonhafte anmassend paternalisierende Machthuren. Vielleicht verstehen sie sich deshalb so gut. Manchmal setzen sie auch eine rechte Kappe auf, was dann rot bräunlicher werden lässt.

    • Alle psychologischen Gerichtsgutachter – auch die in Deutschland – sind wahrscheinlich davon beeinflusst. Auch Sozial-psychologische politische Gutachter bzw. Referenten.

      Es tun sich gigantische Abgründe auf, wenn man sich damit beschäftigt wie tief Radikalfeminismus den ganzen Bereich der Justiz, insbesondere die Strafvervolgungsbehörden und die Institutionen der „Gewaltprävention“, auch in Deutschland, geprägt hat.

      Hier muss man wohl tatsächlich von einer Staatsdoktrin sprechen.

    • @ petpanther

      Noch eine Anmerkung

      Natürlich trifft die Verdammung von Männlichkeit mal wieder nicht alle Männer gleich. Auch hier zeigt sich der in linken politischen Zusammenhängen üblich gewordene antiweiße Rassismus – der WHM als Surrogat-und Universalbourgeois dieser kulturmarxistischen Geschlechterklassenkämpfer.I.nnen, Zitat:

      *So this inventory clearly states that it is not attempting to gauge the norms of all men, it is looking to isolate the norms of a very specific group, the white heterosexual middle and upper class males of the US and then labels them in a very negative fashion. This is beginning to remind me of the way white males are isolated on TV as being recipients of bashing and shaming and sidesteps the problem of voicing any sort of negative comments about women, gays, blacks or other minority males.*

      Und linke Maksulisten hoffen erfolgreich sein zu können, als Linke, angesichts dieser Lage?

      Dann viel Erfolg.

      Sisyphos hatte es leichter.

      • Auch hier würde mich die Meinung unseres resident leftist Leszek ( 😉 )interessieren.

        Was macht den autoritären, männerfeindlichen Radikalfeminismus für Linke derart attraktiv? Welche Erwartungshaltungen, Vorannahmen und Weltordnungsmodelle sorgen dafür, dass das „Paradigma des Radikalfeminismus“ in der Linken auf derart fruchtbaren Boden fällt? Das Territorium der wahrhaft linken Schotten sei hier natürlich ausgenommen.

        Deine Antwort, Roslin, lautet verkürzt in etwa so: Das sind halt alles Kommunisten, die sich nun einen neuen Klassenfeind gesucht haben. Das halte ich so erstmal nicht für überzeugend. Da müsstest du schon tiefer in die innere Logik linker Gedankenprozesse eintauchen.

        • @ NP

          *Deine Antwort, Roslin, lautet verkürzt in etwa so: Das sind halt alles Kommunisten, die sich nun einen neuen Klassenfeind gesucht haben. Das halte ich so erstmal nicht für überzeugend. Da müsstest du schon tiefer in die innere Logik linker Gedankenprozesse eintauchen.*

          Sie haben die gewohnten Denkstrukturen – das Denken in Klassengegensätzen, entindividualisiert, das Denken in Gruppenkonflikten – angewandt auf das Geschlechterverhältnis.

          Dort den Mann, besonders den WHM, zum unterdrückerischen, ausbeuterischen Bourgeois ernannt, die Frau zur ausgebeuteten, unterdrückten Proletin.

          Das korrespondiert wunderbar mit den Instinktdispositionen auch linker Männer, macht sie mühelos ideologiekonform ratioanalsierbar.

          Nachdem der Angriff des klassischen Marxismus auf Kapital/Wirtschaftsordnung gescheitert ist, das klassische, „echte“ Proletariat die Hoffnungen seiner linken Vorkämpfer so bitterlich enttäuscht hatte, bestand die Notwendigkeit, eine neue linke Zukunftshoffnung zu schaffen, eine neue „revolutionäre“ Perspektive mit einem unverbrauchten Ersatzproletariat.

          Sonst hätte man ja aufhören müssen, ein marxistisch denkender Linker zu sein oder sich zumindest auf eine lange, laaaange Durststrecke einrichten müssen.

          Außerdem, denke ich, dass viele Feminist.I.nnen in der Tat immer noch verkappte Kommunisten sind, die den kapitalismus via Feminismus zu stürzen hoffen und mit ihm die ganze zutiefst verhasste westliche Zivilisation, die ja für sie in eins gesetzt wird mit Kapitalismus, Konkurrenzdenken, Rassismus, Patriarchismus, Imperialismus, Sklavenhandel, Ausbeutung usw.

          All das ist überwindbar, erst dann, wenn die Bourgeoisie entmachtet ist, also hier der weiße heterosexuelle Mann.

          Da die „Koalition der Minderheiten“ nicht von den Lastern und Bösartigkeiten der WHM-Psyche befallen ist – durch welch ein biiologisches oder Sozialisationswunder auch immer, genau wie das klassische Proletariat ja auch eine „unkorrumpierte“ Form des Menschseins verkörpern sollte, eine Art Stamm „edler Wilder“ innerhalb des Kapistlismus und darum zur Diktatur berufen war, um die schlechte alte korrumpierte Ordnung in die neue reine Zukunftsgesellschaft zu verwandeln, ist die Entmachtung des WHM und die Inthronisierung der „Koalition der Minderheiten“ gleichbedeutend mit der Schaffung der Voraussetzung der Überwindung von Kapitalismus und westlicher Zivilisation, die von vielen Linken als unheilbar verderbt angesehen wird (von mir ja auch , wenn auch aus anderen Gründen).

          Diese Überwindung ergäbe sich quasi von selbst, da ja die Ursache des Bösen – der WHM – keine Gelegenheit mehr hat, die Umwelt mit seiner Bösartigkeit zu vergiften.

          Er ist ja nun entmachtet und das Gute kann sich ungestört entfalten, das Gute der „Unterdrückten“, der Frauen, Migranten, Farbigen etc.

          Es ist kein Zufall, dass stets und ständig der WHM im Fokus der Angriffe steht.

          Und nicht einmal unberechtigt.

          Das männliche Element ist das Rückgrat der Selbstbehauptung einer jeden Zivilisation.

          Wird das gebrochen, ist die Zivilisation erledigt.

          Die westliche Zivilisation ist ja wirklich vor allem von weißen heterosexuellen Männern geschaffen worden.

          Bringe ich die dazu, diese Zivilisation preiszugeben, sie aus ihr „hinauszuekeln“, sie in die innere Emigration zu zwingen, sich von ihr und ihrer Verteidigung zurückzuziehen, ist die westliche Zivilisation erledigt.

          Wenn Männer, weiße Männer, sich nicht mehr für ihren Erhalt einsetzen, ist sie erledigt.

          Andere Männer, andere Ethnien/Rassen, werden andere Zivilisationen aufbauen, die ihrem Genpool gemäßer sind.

          Aber diese westliche Zivilisation wird erledigt sein.

          Insofern, unter einem links-machiavellistischen Blckwinkel – macht die Angriffsrichtung Sinn.

        • @Neuer Peter

          * Deine Antwort, Roslin, lautet verkürzt in etwa so: Das sind halt alles Kommunisten, die sich nun einen neuen Klassenfeind gesucht haben. Das halte ich so erstmal nicht für überzeugend. Da müsstest du schon tiefer in die innere Logik linker Gedankenprozesse eintauchen. *

          Ich hatte im Strang “ Maskulistische Mythen….. “ ( 30. 03. ) ein zweiteiliges Video zur Genese des sog. Kulturmarxismus verlinkt, dessen “ Hauptdarsteller “ W. S. LIND ist, der lt.LESZEK als Urheber der Propagandalüge ( LESZEK ) des Kulturmarxismus gilt.

          Meine Verlinkung war dabei auf Kritik ( u. a. von LESZEK ) gestossen. Man beachte auch den in seiner Kritik angegenen Link einer Distanzierung vom Video durch Martin JAY.

          Bei Interesse dort das Video noch einmal anschauen und zuvor der 77 Opfer BREIVIKs gedenken, deren Tod durch ein derartiges Propaganda – Video mitverusacht wurde ( so LESZEK ).

          Interessanterweise gibt es keinen Wikipedia – Eintrag für den Begriff Kulturmarxismus, wohl aber einen für den Begriff Cultural Marxism, in dem allerdings W. S. LIND direkt nicht genannt wird.

        • Korrektur:

          …, die ja von ihnen in eins gesetzt wird mit Kapitalismus, Konkurrenzdenken, Rassismus, Patriarchismus, Imperialismus, Sklavenhandel, Ausbeutung usw.

          Bringe ich die dazu, diese Zivilisation preiszugeben, sich aus ihr zurückziehen, sich in die innere Emigration zu begeben, sich von ihr und ihrer Verteidigung zu verabschieden, ist die westliche Zivilisation erledigt.

        • Was macht den autoritären, männerfeindlichen Radikalfeminismus für Linke derart attraktiv?

          Was heißt „die Linke“? Die Linke hat ihr Subjekt „Proletariat“ verloren, den Industriearbeiter gibt es kaum noch. Das hat strukturell-ökonomische Gründe. Da ist ein gewisses Körnchen Wahrheit in Roslins Verschwörungstheorie.

          Das, was an Linke übrig geblieben ist, ist ziemlich orientierungslos und wird vom „Bildungsbürger“ absorbiert.

          Das, was sich als „Links“ verkauft ist das, was man früher „Bildungsbürger“ nannte, und dieser war schon immer stark in die Staatsbürokratie eingeflochten. Bis in die 1960er hinein galt diese Kaste als äußerst konservativ. Über eine Neigung zum autoritären Staat muss man sich nicht wundern, der sozialingenieurs- und Maßnahmenstaat schafft ja viele Arbeitsplätze für Apparatshicks. Diese Kaste hatte seinerzeit vor allem eine große Affinität zum NS.

        • Ich halte übrigens, um das klarzustellen, Leszek keineswegs für einen Kulturmarxisten.

          Er ist, insoweit er Marxist ist, einer von der „guten“ alten, echten Sorte, ein reiner (Irr-)Gläubiger, kein Zyniker, ein echter Idealist.

        • @ Roslin

          „Ich halte übrigens, um das klarzustellen, Leszek keineswegs für einen Kulturmarxisten.
          Er ist, insoweit er Marxist ist, einer von der “guten” alten, echten Sorte, ein reiner (Irr-)Gläubiger, kein Zyniker, ein echter Idealist.“

          Das ist zwar nett, (wiewohl es keine „Kulturmarxisten“ gibt) – und ich halte dich natürlich auch nicht für einen Klerikalfaschisten – ich bin allerdings definitiv kein Marxist.

          Ich interessiere mich für die Teilwahrheiten aller Hauptströmungen der politischen Philosophie, im Zentrum meiner politischen Weltsicht steht aber der libertäre Sozialismus, d.h. die mit dem klassischen Marxismus konkurriende sozialistische Strömung des traditionellen Anarchismus. Was den klassischen Marxismus angeht, akzeptiere ich wie die meisten libertären Sozialisten die Kapitalismusanalyse und -kritik von Karl Marx. Als Philosophie ist mir der klassische Marxismus allerdings zu beschränkt.

          Der sogenannte Neo-Marxismus (in seinen verschiedenen Strömungen) oder der basisdemokratische marxistische Rätekommunismus stehen mir schon näher, sind mir aber immer noch zu beschränkt.
          Trotzdem werden alle freiheitlichen und antiautoritären Richtungen des Marxismus von mir grundsätzlich verteidigt.

          Autoritäre Strömungen des Marxismus (Leninismus, Stalinismus, Trotzkismus, Maoismus) betrachte ich hingegen als Gegner.

        • @ Neuer Peter

          „Auch hier würde mich die Meinung unseres resident leftist Leszek ( 😉 )interessieren.
          Was macht den autoritären, männerfeindlichen Radikalfeminismus für Linke derart attraktiv? Welche Erwartungshaltungen, Vorannahmen und Weltordnungsmodelle sorgen dafür, dass das “Paradigma des Radikalfeminismus” in der Linken auf derart fruchtbaren Boden fällt? Das Territorium der wahrhaft linken Schotten sei hier natürlich ausgenommen.“

          M. E. nach spielen hier folgende Aspekte mit rein:

          – Meiner Ansicht nach gibt es bei Liberalen eine Wertepräferenz für den Wert Freiheit, bei Konservativen eine Wertepräferenz für den Wert Sicherheit und bei Linken eine Wertepräferenz für den Wert Gerechtigkeit. Der radikale Feminismus – obwohl faktisch eine autoritäre und stark konservative geprägte Ideologie – tarnt sich an der Oberfläche recht erfolgreich als Gerechtigkeits-Theorie, welche vorgeblich Unterdrückung, Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Ausgrenzung kritisieren und bekämpfen wolle. Durch diese Tarnung als Gerechtigkeitstheorie wird die Wertepräferenz von Linken gezielt angesprochen. Wenig verwunderlich sind Linke aufgrund dieser Wertepräferenz anfälliger für entsprechend aufbereitete (vulgär-)feministische Propaganda als andere politische Strömungen mit anderer Wertepräferenz.

          – Bei linken Männern vermischt sich das Ausnutzen der Wertepräferenz für Gerechtigkeit durch die Tarnung des radikalen Feminismus als Gerechtigkeits-Theorie mit der männlichen Instinktdisposition Frauen zu beschützen und zu versorgen. In diesem Fall werden also Wertepräferenz und Instinktdisposition gleichzeitig angesprochen.

          – Der durchschnittliche Linke hat von feministischer Theorie in der Regel wenig Ahnung. Personen mit tieferen Kenntnissen feministischer Theorie sind innerhalb der Linken eher eine Ausnahme. Es fehlen oft ausreichende Kenntnisse für eine fundierte Beurteilung der verschiedenen feministischen Strömungen und ihrer theoretischen Grundlagen.

          – Der durchschnittliche Linke ist nicht deshalb einseitig pro-feministisch, weil er sich viel mit feministischer Theorie beschäftigt hätte oder sich vom vorherrschenden Feminismus besonders viel versprechen würde, sondern weil es in linken Kreisen einfach dazu gehört einseitig pro-feministisch zu sein, dies einfach selbstverständlicher Teil der Sozialisation in den meisten linken Kontexten darstellt. Man kennt es gar nicht anders.
          Die gängige radikalfeministische Propaganda zu verschiedensten Themen (z.B. gläserne Decken, Gender Pay Gap, Verteilung häuslicher und sexueller Gewalt etc.) wird für wahr gehalten, weil fundierte Kritik daran gar nicht bekannt ist.

          – Hat der durchschnittliche Linke von feministischen Strömungen und Theorien schon meist wenig Ahnung, so hat er von maskulistischen/männerrechtlichen Strömungen und Theorien in der Regel gar keine Ahnung.
          Wenn überhaupt hat er von diesen meist nur aus den entsprechenden pro-feministischen „Expertisen“ und Propagandaschiften etwas gehört.
          Zudem tritt ein Teil der Feminismuskritiker ja faktisch tatsächlich ziemlich abstoßend auf. Was in einem Teil des konservativen Spektrums und insbesondere am rechten Rand der Männerbewegung so von sich gegeben wird, wirkt auf Linke stark abstoßend – auf mich auch.
          Der Kenntnismangel, die radikalfeministische anti-maskulistische Propaganda und das reaktionäre Auftreten in einem Teil insbesondere des konservativen Flügels der Männerbewegung erschweren eine Zurkenntnisnahme der humanistischen und progressiven Strömungen der Männerrechtsbewegung, ihrer berechtigten Anliegen sowie einer humanistischen, antiautoritären und antisexistischen Kritik an autoritären und sexistischen Strömungen und Positionen im Feminismus.

          – In manchen linken Kontexten gibt es eine kleine Handvoll radikaler Feministinnen/Feministen oder PC-Fanatiker, die sich als „Moralwächter“ betätigen und Kritik am radikalen Feminismus versuchen „niederzuschreien“ oder mit Hilfe der üblichen verfügbaen politisch korrekten Diskursstrategien zu diskreditieren. Das kann viele Leute abschrecken Kritik zu äußern. Hat man zudem selbst nicht so viel Ahnung vom Thema, lässt man Kritik dann besser bleiben, anstatt zu riskieren als „Sexist“, „Antifeminist“ und „neo-patriarchalischer Macho“ gebrandmarkt zu werden (oder gar aus linken Zusammenhängen ausgeschlossen zu werden).

        • @ Neuer Peter

          „Deine Antwort, Roslin, lautet verkürzt in etwa so: Das sind halt alles Kommunisten, die sich nun einen neuen Klassenfeind gesucht haben. Das halte ich so erstmal nicht für überzeugend. Da müsstest du schon tiefer in die innere Logik linker Gedankenprozesse eintauchen.“

          Dann schauen wir uns den Blödsinn, den Roslin hier zu diesem Thema wieder losgelassen hat, mal genauer an.

          „Da die “Koalition der Minderheiten” nicht von den Lastern und Bösartigkeiten der WHM-Psyche befallen ist – durch welch ein biiologisches oder Sozialisationswunder auch immer, genau wie das klassische Proletariat ja auch eine “unkorrumpierte” Form des Menschseins verkörpern sollte, eine Art Stamm “edler Wilder” innerhalb des Kapistlismus und darum zur Diktatur berufen war, um die schlechte alte korrumpierte Ordnung in die neue reine Zukunftsgesellschaft zu verwandeln, ist die Entmachtung des WHM und die Inthronisierung der “Koalition der Minderheiten” gleichbedeutend mit der Schaffung der Voraussetzung der Überwindung von Kapitalismus und westlicher Zivilisation, die von vielen Linken als unheilbar verderbt angesehen wird (von mir ja auch , wenn auch aus anderen Gründen).“

          Was für ein absurder und grotesker Stuss.

          Das klassische Proletariat gilt in der marxistischen Theorie NICHT deshalb als Revolutionsträger, weil es als eine „Verkörperung einer unkorrumpierten Form des Menschseins“ oder als „eine Art Stamm edler Wilder innerhalb des Kapitalismus“ betrachtet würde, sondern aufgrund seiner Stellung innerhalb des Produktionsprozesses der kapitalistischen Klassengesellschaft. Die marxistische Theorie sieht das Proletariat nicht als die besseren Menschen an, sondern als diejenige Klasse, die aufgrund ihrer Stellung im Produktionsprozess einem innerhalb des Kapitalismus unaufhebbaren Ausbeutungsverhältnis unterliegt, von dem Marx glaubte, dass es sich nur verschärfen könne.

          Aufgrund ihrer INTERESSEN, die sich determiniert durch die soziologischen Strukturen herausbilden, und nicht, weil sie „unkorrumpierte Menschen“ seien, sah der klassische Marxismus in der Arbeiterklasse den Träger einer Revolution hin zu einer sozialistischen Gesellschaft.

          Der Begriff der „Diktatur des Proletariats“ bei Marx bedeutet außerdem KEINE Parteidiktatur oder Parteibürokratie (erst Lenin pervertierte diesen Begriff in diesem Sinne), sondern meint eine aus Marx Perspektive nach erfolgreicher sozialer Revolution notwendige Übergangsphase, in der die neue Gesellschaftsordnung um sich zu stabilisieren gegen konterrevolutionäre Kräfte verteidigt werden muss. Die „Diktatur des Proletariats“ stellte sich Marx dabei offenbar als eine Mischform aus direkter (Arbeiter-)Demokratie und repräsentativer (Arbeiter-)Demokratie vor.

          Nicht weil die Arbeiterklasse aus „unkorrumpierten Menschen“ bestünde, vertrat Marx die Idee einer „Diktatur des Proletariats“ in diesem Sinne, sondern aufgrund der schlichten realistischen Annahme, dass auch nach einer erfolgreichen sozialen Revolution eine neue Gesellschaftsordnung eine zeitlang gegen Angriffe konterrevolutionärer Kräfte verteidigt werden müsse, um sich zu stabilisieren und dauerhaften Bestand zu haben – also aus rein revolutionspragmatischen Erwägungen heraus.

          Auch gelten Kapitalisten in der marxistischen Theorie nicht als „böse“, sondern als eine Klasse, die determiniert durch den Sozialisationsdruck der ökonomischen und soziologischen Strukturen ihre Interessen vertritt.

          Es führt kein Weg von der klassisch-marxistischen Klassenkampftheorie zum PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Mannes“.

          Das PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Mannes“ hat ideengeschichtlich seinen Ursprung in einer in den USA entstandenen dogmatischen und radikalisierten Übertragung von Konzepten des französischen Poststrukturalismus auf die in den 60er und 70er Jahren entstandenen neuen sozialen Bewegungen
          .
          Eines der Hauptthemen des französischen Poststrukturalismus ist die Analyse und Kritik der Ausschlussfunktion bestimmter Normen. Dieser analytische Ansatz wurde von US-amerikanischen Vertretern des Poststrukturalismus in radikalisierter Form auf die Antidiskriminierungs-Diskurse bzgl. Frauen, Nicht-Weiße und Homosexuelle in den USA übertragen.

          Weil Diskriminierungen im Rahmen poststrukturalistischer Theorien oft in einem „Paradigma von Norm und Abweichung“ analysiert werden, führte eine radikalisierte Version dieses Ansatzes zu einer Herausbildung von „Norm-Feindbildern“: männlich, weiß, heterosexuell, cissexuell, westlich.

          Hierbei spielte auch noch eine undifferenzierte Übertragung von Derridas Versuch einer „Dekonstruktion der Metaphysik“ eine Rolle.
          Derrida vertrat die Ansicht, dass die westliche Metaphysik von der Vorstellung hierarchisch gegliederter Dualismen durchzogen sei. Unter „Dekonstruktion der Metaphysik“ verstand Derrida den philosophischen Versuch die hierarchische Gliederung von Dualismen aufzulösen und sie auf eine Ebene von Gleichwertigkeit zu überführen. Dazu entwickelte er eine bestimmte Methode.

          Was auf Ebene der Philosophie ein interessantes Projekt sein kann – insbesondere da Derridas Dekonstruktion einen eher spielerischen Charakter hat, frei von dem rigiden Dogmatismus politisch korrekter Fanatiker – das kann problematisch werden, wenn es in einseitiger, undifferenzierter und radikalisierter Weise auf Anti-Diskriminierungsdiskurse übertragen wird, wie es in der US-amerikanischen Poststrukturalismus-Rezeption geschah.

          Entsprechend dem poststrukturalistischen „Paradigma von Norm und Abweichung“ als analytischem Ansatz und dem Versuch der Dekonstruktion hierarchisch gegliederter Dualismen, die von Derrida übernommen wurde, führte die Übertragung dieses Ansatzes auf Anti-Diskriminierungsdiskurse in radikalisierter Form dazu, dass eine Reihe von Dualismen zu bedeutsamen analytischen Kategorien wurden:

          Norm: weiß, Abweichung: nicht-weiß, insbesondere schwarz
          Norm: männlich, Abweichung: weiblich
          Norm: heterosexuell, Abweichung: homosexuell
          Norm: cissexuell, Abweichung: transsexuell
          Norm: westlich, Abweichung: nicht-westlich

          Das Verhältnis dieser Dualismen zueinander wurde also als streng hierarchisch interpretiert. Die „Dekonstruktion“ angewandt auf diese Sichtweise meint nun die Schwächung der jeweiligen Norm-Kategorie, so dass eine Gleichwertigkeit der beiden Dualismen entsteht.

          Resultat dieser radikalisierten Übertragung von poststrukturalistischen Konzepten auf US-amerikanische Anti-Diskriminierungsdiskurse sind also „Norm-Feindbilder“ (männlich, weiß, heterosexuell, cissexuell, westlich) und im Zusammentreffen dieser Attribute entsteht dann das PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen, cissexuellen, westlichen Mannes“, in dem sich alle diese Normen treffen.

          Das ist der tatsächliche ideengeschichtliche Ursprung des PC-Feindbildes des „weißen, heterosexuellen Mannes“, welches mit marxistischen und neo-marxistischen Theorien und Strömungen nichts zu tun hat und von diesen auch nicht vertreten wird.

          Anhänger dieser Perspektive des US-amerikanischen Poststrukturalismus vertreten NICHT die Ansicht, dass eine Schwächung des „weißen, heterosexuellen Mannes“ zu einer Überwindung des Kapitalismus führen könne. Das PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Mannes“ ist KEINE Strategie zur Überwindung des Kapitalismus, es ist ein Resultat der extremen Identitätspolitik US-amerikanischer Anti-Diskriminierungsdiskurse auf radikalisiert poststrukturalistischer Grundlage – und nur aus diesem Kontext heraus zu verstehen.

          Würden radikale Feministinnen oder (vulgär-)poststrukturalistische PC-Spinner die Auffassung vertreten, dass eine Schwächung des „weißen, heterosexuellen Mannes“ zur Überwindung des Kapitalismus führe und dass mehr Frauen, Schwarze, Homosexuelle etc. in Aufsichtsräten und Vorständen eine Abschaffung des Kapitalismus begünstigen würde, hätten sie sofort die gesamte marxistische/neo-marxistische Linke gegen sich, denn eine solche Auffassung wäre ein Angriff auf die marxistische Kapitalismusanalyse und –kritik und würde von marxistischer Seite entsprechend beantwortet werden.

          Es gibt in der realen Linken (außerhalb konservativer/rechter Verschwörungstheorien) selbstverständlich keine einzige marxistische Strömung/Richtung/Schule, die vertreten würde, dass sich der Kapitalismus überwinden ließe, indem man “schwarze, homosexuelle Frauen” anstatt “weiße, heterosexuelle Männer” in Machtpositionen bringt.
          Und es gibt auch keine einzige marxistische Richtung, die das PC-Feindbild des “weißen, heterosexuellen Mannes” überhaupt programmatisch vertreten würde.
          Dergleichen ist marxistischem Denken fremd.

          Die marxistische Kapitalismusanalyse beruht grundlegend auf einem Verständnis des Kapitalismus als gesellschaftlichem Verhältnis, das durch Personalaustausch nicht geändert werden kann. Ob “weiße, heterosexuelle Männer” oder “schwarze, homosexuelle Frauen”, ein Unternehmen leiten, ist im marxistischen Denken völlig gleichgültig. Wer immer ein Unternehmen leitet, ist durch den Konkurrenzdruck der Unternehmen untereinander dazu gezwungen möglichst hohe Profite zu erwirtschaften, um sich auf dem Markt behaupten zu können, was im marxistischen Verständnis notwendigerweise Ausbeutung und soziale und ökologische Mißstände nach sich zieht. Und daran ändert sich durch Personalaustausch nichts.

          Ein Kapitalismusverständnis, dass von dieser Auffassung des Kapitalismus – nicht als Personalproblem, sondern als gesellschaftlichem Verhältnis – abweicht, wird im Marxismus und allen anderen sozialistischen Strömungen, die die marxistische Kapitalismusanalyse akzeptieren, nicht geduldet.
          Eine Auffassung, nach der der Kapitalismus abgeschafft werden könnte, indem man das ökonomische Herrschaftspersonal austauscht, zieht in der real existierenden antikapitalistischen Linken Kritik und Spott nach sich, wird abwertend als “personalisierte, verkürzte oder regressive Kapitalismuskritik”, manchmal sogar als “strukturell antisemitisch”, bezeichnet.

          Es gibt keine “Kulturmarxisten” und es gibt kein programmatisches PC-Feindbild “weißer, heterosexueller Mann” im Marxismus.
          “Kulturmarxismus” ist ein von der US-amerikanischen Rechten erfundener Unsinnsbegriff, mit dem versucht wird, die US-amerikanische postmoderne/poststrukturalistische Linke als “marxistisch” zu framen, um dadurch in stark antikommunistisch geprägten konservativen Kreisen leichter gegen die US-amerikanische postmoderne/poststrukturalistische Linke mobilisieren zu können. Das hat in den USA Tradition, in denen manche konservative Kreise von jeher marxistische Verschwörungen erfinden, um ihre Anhänger gegen irgendetwas zu mobilisieren, was ihnen nicht gefällt.
          Eine primitive, leicht durchschaubare Diskursstrategie.

          In der realen Linken gibt es keine “Kulturmarxisten” und die in den USA entstandenen Strömungen der postmodernen Linken wie Gender Studies, Queer Studies, Critical Whiteness, Multikulturalismus etc. beruhen ideengeschichtlich auch nicht auf Herbert Marcuse und schon gar nicht auf Wilhelm Reich (der Homosexuelle pathologisierte). Die Konstruktion falscher ideengeschichtlicher Linien ist Teil dieser konservativen/rechten Lügenpropaganda.

          Die US-amerikanische postmoderne/poststrukturalistische Linke knüpft in Wahrheit – wenig verwunderlich – im Wesentlichen an postmoderne/poststrukturalistische Theorien und NICHT an marxistische/neo-marxistische Theorien (das höchstens als Ausnahme von der Regel).
          Und das PC-Feindbild “weißer, heterosexueller Mann” resultiert ideengeschichtlich in Wahrheit aus der extremen Identitätspolitik der US-amerikanischen postmodernen Linken und stellt keine Strategie zur Überwindung des Kapitalismus dar. (Hierbei muss außerdem auch zwischen der US-amerikanischen postmodernen Linken und dem ursprünglichen französischen Poststrukturalismus differenziert werden, der diese extreme Identitätspolitik auch nicht kannte.)

          Den “weißen,heterososexuellen Mann” zu bekämpfen anstatt den Kapitalismus, würde als antikapitalistische Strategie offensichtlich zu nichts anderem führen als einer Spaltung von Widerstandspotentialen gegen den Kapitalismus, wäre Wasser auf die Mühlen einer “teile-und herrsche-Politik” der herrschenden Kapitalistenklasse. Ohne “weiße, heterosexuelle Männer” ist, (in westlichen Gesellschaften, wo diese zahlreich zu finden sind), eine soziale Revolution und der Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft unmöglich.
          Dies wäre also eine lächerliche, dumme und offensichtlich völlig kontraproduktive und zum Scheitern verurteilte Transformationsstrategie – und würde daher selbstverständlich in marxistischen Kreisen niemals akzeptiert werden.

          Von “Kulturmarxismus” wird in diesem konservativen/rechten Diskurs wie gesagt nur gesprochen, um das unter stark antikommunistisch geprägten Konservativen vorhandene Feindbild “Marxismus/Kommunismus” nutzbar zu machen, wenn gegen die postmoderne/poststrukturalistische Linke agitiert werden soll.
          Konservative Lügen- und Verdummungspropaganda, auf die niemand hereinfallen sollte.

        • Durch diese Tarnung als Gerechtigkeitstheorie wird die Wertepräferenz von Linken gezielt angesprochen.

          Ja, das wird ein wichtiger Punkt sein. Vielleicht bin ich zu hart/undurchdacht/emotional mit meinem Urteil als elende Neospießer. Sicher bin ich das..

          Radikalfeminismus hat offenbar ab Mitte der 1970er die Linke gehäckt und sitzt seitdem dort fest im Sattel. (Den verbogen adaptierten Poststrukuralismus kann ich nur als Verbrämung sehen) Die Sicherheitslücke war wohl tatsächlich der Wille, „Frauen nicht mehr zu unterdrücken“. Wer diesen Apspruch und die darin eingebauten kollektiven Schuldgefühle hat, ist eben leichte Beute.

          Vielleicht wurde auch die liberale Wertepräferenz gehäckt: Die traditionelle Männerrolle war ja auch eine sehr einzwängende Ochsentour. Sie wurde schon von den Beatniks seit den 1950ern stark unter Beschuß genommen, was in der Popkultur einen ziemlichen Niederschlag fand. Es lag wohl auf der Hand, dass man dann auch die weibliche Geschlechterrolle ändern muss.

          Der Zeitgeist jedenfalls war wohl der, dass das Mysterium Weiblichkeit nun _endlich_, nach Jahrtausenden der Unterdrückung, die „wahre Weiblichkeit“ zum Vorschein komme, indem sich DieFrau befreie. Die ab Ende der 1960er etablierten Frauengruppen sollten, als ein Art Avantgarde, Weiblichkeit eine neue Bedeutung geben. Von daher war es, für Männer, sowieso schon schwierig, auch nur irgendetwas in Frage zu stellen was von diesen Frauengruppen kam – dann würden ja wieder Männer Weiblichkeit definieren.

          Sexualität war dabei ein Kernthema: Der bürgerliche Diskurs hatte ja einen weiblichen Sexualtrieb weitgehend geleugnet (maßgeblich getragen von der ersten Frauenbewegung – Stichwort: Social Purity) Viele Männer werden wohl gehofft haben, dass die befreite Frau ihr Maß an Sexualtrieb zum Vorschein bringen werde, und dass die Beziehungen zu Frauen einfacher und weniger Einengend werden würden.

          In diesem Setting tauchte Brownmiller auf, und füllte dieses Definitionsvakuum schnell – Unter sehr tatkräftiger Mithilfe der Mainstreammedien und der Konservativen.

          Ein Zeitzeuge aus der Schwulenbewegung, John Lauritsen, schrieb 1976:

          Brownmiller’s book, Against Our Will (AOW) has enjoyed an amazing success. Promoted to the hilt by the establishment media, it became a Book of the Month Club selection and a best seller.
          Nevertheless, AOW is a shoddy piece of work: ludicrously inaccurate, patently reactionary, dishonest, and vulgarly written.
          Brownmiller portrays rape as an omnipresent danger to women, whereas in fact it is a comparatively rare event; she argues that rape laws are too lenient, whereas in fact the penalties for rape are second only to those for murder in most states; she calls for reducing the evidentiary requirements for conviction, even though many innocent men have been executed after being falsely accused of rape. By special pleading, falsification, and atrocity-mongering, Brownmiller strives to create an atmosphere of hysteria and misinformation conducive to assaults upon civil liberties, as well as to diverting the women’s movement from its rational priorities (according to the New York Times, rape has now become the number one issue of the feminist movement, eclipsing such former concerns as legal abortion and equal pay for equal work).

          Es wurde regelrecht eine Hysterie aufgebaut, beispielsweise durch solche Aktionen:

          A striking instance of Brownmillerism in action occurred in New York City last February — an episode I’ll call “The Snuff Hoax”.
          What happened was that a rumor began circulating, according to which there existed a genre of movies known as “snuff” movies. “Snuff” movies, so the rumor went, were produced for the titillation of depraved men; they featured the actual torture, dismemberment, and murder of unsuspecting actresses.
          Then a movie opened in New York City, entitled “Snuff”, and advertising itself as “made in South America, where life is cheap.” By this time, the rumor about “snuff” movies had already been exposed as a hoax in the pages of Variety, Screw, and the Village Voice. Nevertheless, a group of feminists began to organize protests against the movie, claiming that the actress in it had actually been dismembered and murdered. The rumor was fed on all sides. A synthetically illiterate leaflet was passed out which began thus:

          “Snuff is a film made in Argentina where no less than 18 murders are committed. Not acted out but in reality. Murders. People are actually killed for profit.”

          Karla Jay, in the Villager (26 February 1976), first protested that she was a “‘hard core’ civil libertarian”, and then wrote: “So what did it take to make me help organize a protest, hit the barricades, and demand that a movie be shut down? Literally murder. Yes, real women have been dismembered, killed, and disemboweled….”
          Deluded into believing that real murder had taken place, and that therefore no First Amendment issue was involved, many New York liberals signed a telegram sent to Manhattan District Attorney Robert Morgenthau; it read as follows:

          “We the undersigned citizens call upon you as District Attorney of Manhattan to prosecute and to prevent presentation, distribution, and advertising of the film “Snuff” now being shown at the National Theatre in New York City. The film exhibits the violent dismemberment and murder of a woman for the purpose of arousing sexual interest. As citizens we demand the immediate investigation, prosecution and removal of this barbaric film from our community.”

          One might have expected a better written telegram from the New York intelligentsia, but the thrust is clear; it calls for official censorship, for strengthening the repressive apparatus of the State.
          An article in Gay Community News (GCN) gloated that the list of signers of the telegram read like a list of “Who’s Who” of the women’s and gay communities in New York. The first name on the list was Susan Brownmiller.

          [..]

          A temporary madness swept through the gay community, affecting particularly those who considered themselves “radicals”. The “Snuff” protests were the cause of the moment, and to criticize them meant ostracism. Everyone seemed to know a friend of a friend who had seen “Snuff” and vouched that the dismemberment and murder was real. They insisted I had no right to speak until I had paid $4 and seen the film for myself. This, fortunately, was not necessary; it was perfectly obvious from looking at the stills outside the theatre that nothing but crude special effects had been employed. What was supposed to be a dismembered hand looked hardly more real than a pair of rubber gloves from the dime store. And yet more than a thousand deluded protesters had filed past these stills without perceiving the obvious.
          The rumor died hard. Long after he should have known better, Allen Young, writing in GCN, described “Snuff” as a movie “in which a women is murdered in order to create a film of erotic entertainment.”

          In Gänze Lesenswert. Was damals passierte, prägte nmE sehr nachhaltig und durchgreifend alles, was mit Feminismus zu tun hat:

          http://paganpressbooks.com/jpl/DTF.HTM

          In manchen linken Kontexten gibt es eine kleine Handvoll radikaler Feministinnen/Feministen oder PC-Fanatiker, die sich als “Moralwächter” betätigen und Kritik am radikalen Feminismus versuchen “niederzuschreien” oder mit Hilfe der üblichen verfügbaen politisch korrekten Diskursstrategien zu diskreditieren. Das kann viele Leute abschrecken Kritik zu äußern. Hat man zudem selbst nicht so viel Ahnung vom Thema, lässt man Kritik dann besser bleiben, anstatt zu riskieren als “Sexist”, “Antifeminist” und “neo-patriarchalischer Macho” gebrandmarkt zu werden (oder gar aus linken Zusammenhängen ausgeschlossen zu werden).

          Sie haben dabei besonders leichtes Spiel, wenn es um sexuelle Angelegenheiten geht. Das liegt nmE nicht alleine an der bürgerlichen/konservativen Sexualmoral, sondern vor allem auch daran, dass Sex der animalischste und am schlechtesten zu kontrollierende Trieb des Menschen ist. Jeder Mensch hat irgendwie eine schlummerde Angst vor dem Tier in ihm. Wobei das sicher besser geworden ist, seit den 1970ern.

          Mit kaum etwas kann man besser moral-panics generieren.

        • (evtl. hat der Mensch mit Wertepräferenz für Gerechtigkeit besonders viel Angst vor dem Tier-in-sich. Und der Konservative besonders viel Angst vor dem Tier in anderen)

        • Vielen Dank, Leszek, für die hervorragende Antwort. Das hört sich alles sehr stichhaltig an.

          Nicks Kommentar habe ich noch nicht gelesen, da werde ich u.U. erst später etwas zu sagen können.

        • Zum Thema „Kulturmarxismus“:

          Die in dem PC-Gedöns eingebaute Utopie sehe ich gar nicht in der „Überwindung des Kapitalismus“. Kapitalismus ist doch demzufolge gerade Ausdruck, und eben nicht Ursache der Gruppenbezogenen Machverhältnisse. Ich habe eher den Eindruck, dass man sich deshalb mit Kapitalismus gar nicht erst beschäftigt.

          Die ideengeschichtliche Wurzel sehe ich eher in sowas wie Matriarchatstheorien.

          Wie Lauritsen in dem oben von mir verlinkten Text von 1976 belegt, fing der PC-Diskurs (er nennt es censorship) mit der moral panic um das Thema rape an. Und wurde maßgeblich gerade von Konservativen befördert. Es sei vor allem auch an die Comstock Laws des 19. Jahrhunderts erinnert.

          Der Anti-Porn Diskurs ist in meinen Augen ganz klar die erste Welle des Linken PC-Diskurses. Damit wurde überhaupt erst der Gedanke Hoffähig, dass Kulturprodukte als „Gewalt“ aufgefasst werden könnten. Damit wurde der konservative Gedanke der Sozialschädlichkeit von „Obszönen“ Kulturprodukten, den Linke bis Dato überwiegend ablehnten, transformiert und in die Linke transferiert.

          Wenn man in Pornografie den Transport von „Gewalt“ erkennt, dann ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt, auch in anderen Kulturprodukten bzw. Artikulationen „Gewalt“ zu erkennen. Da gibt es kein eingebautes Limit. Irgendwann kann man dann den anti-porn Diskurs wieder herunterfahren – unter Beibehaltung von PC.

        • ..ich müsste es natürlich belegen, aber nach meiner Erinnerung wird immer wieder betont, dass critical whiteness sehr maßgeblich von Feminismus inspiriert wurde. Insbesondere das Combahee River College wird in diesem Zusammenhang immer wieder benannt.

          Man wird da auch sehr schnell fündig:

          Feminist theorists have been pioneers in the field of critical whiteness studies

          http://www.jstor.org/discover/10.2307/25501652?uid=3737864&uid=2&uid=4&sid=2110399

          (als Indiz auf die Schnelle, habe das nicht gelesen)

        • @Christian:
          Critical whiteness ist letztendlich nur die Übertragung der feministischen Theorien auf Rasse. Genau wie die sonstigen Erweiterungen wie fatshaming, ableismus und was es da nicht alles gibt.

          Ja, das sehe ich auch so. Von daher haut es wohl nicht ganz hin, dass Marcuse die PC-Agenda gesetzt hätte.

          Es stellt sich dann natürlich die Frage, wo denn dieser spezifische Feminismus nur herkommt.

          Sicher hat Shulamith Firestone auf Marxismus rekurriert. Allerdings hat sie ihn geradezu ins Gegenteil verkehrt: Aus Marxistischer Sicht ist Kultur ein Produkt der Produktionsverhältnisse. Diamat ist ein Zentraler Kern des Marxismus. Firestones Radikalfeminismus steht hingegen im starken Kontrast zu Materialismus: Wenn die Geschichte die Geschichte eines Machtkampfes von Männern und Frauen ist, dann hat eben das Bewußstsein das Sein bestimmt – und nicht umgekehrt.

          Dass die Linke sich darauf gestürzt hätte, um ein „Surrogatproletariat“ zu gewinnen lässt sich ebenfalls nicht halten:

          Willis drew the contrast that early radical feminism saw itself as part of a broad left politics, whereas much of what succeeded it in the 1970s and early 1980s (both cultural feminism and liberal feminism) took the attitude that „left politics were ‚male‘ and could be safely ignored.

          http://en.wikipedia.org/wiki/Radical_feminism#Critiques

          Die Feindschaft zu den „Politicos“ schwelte schon sehr lange, was in sehr vielen Quellen sichtbar wird.

          Sicher, später stürzte sich vor allem die Sozialdemokratie auf die Frauenpolitik, weil ihr traditionelles Subjekt aufgrund des Strukturwandels verloren ging und die politischen Gestaltungsmöglichkeiten für ökonomische Angelegenheiten aufgrund der Globalisierung schwanden. Da kann man wohl tatsächlich von einem „Surrogatproletariat“ sprechen.

          Das ist aber eine spätere Entwicklung. Weiterhin zeichnet sich die Sozialdemokratie dadurch aus, dass sie eben nicht revolutionär, sondern sozialreformerisch unterwegs ist. Was nun gar nicht zu Roslins Verschwörungstheorie der Hoffnung auf den Großen Kollaps des Systemes passt.

        • Roslin liefert ja selbst die offenkundige ideengeschichtliche Grundlage:

          – „eine Art Stamm “edler Wilder”“
          – „unkorrumpierten Menschen“
          – westlicher Zivilisation, die von vielen Linken als unheilbar verderbt angesehen wird (von mir ja auch , wenn auch aus anderen Gründen) (sic!)

          Romantik, anyone?

        • The term noble savage is a literary stock character that expresses the concept of an idealized indigene, outsider, or „other“ who has not been „corrupted“ by civilization, and therefore symbolizes humanity’s innate goodness. In English, the phrase first appeared in the 17th century in John Dryden’s heroic play, The Conquest of Granada (1672), wherein it was used by a Christian prince, believing himself a Spanish Muslim, in reference to himself, but it later became identified with the idealized picture of „nature’s gentleman“, which was an aspect of 18th-century sentimentalism. The noble savage achieved prominence as an oxymoronic rhetorical device after 1851, when used sarcastically as the title for a satirical essay by English novelist Charles Dickens, whom some believe may have wished to disassociate himself from what he viewed as the „feminine“ sentimentality of 18th and early 19th-century romantic primitivism.[2]

          http://en.wikipedia.org/wiki/Noble_savage

          Noch Fragen?

        • @Leszek:
          Entsprechend dem poststrukturalistischen „Paradigma von Norm und Abweichung“ als analytischem Ansatz und dem Versuch der Dekonstruktion hierarchisch gegliederter Dualismen, die von Derrida übernommen wurde, führte die Übertragung dieses Ansatzes auf Anti-Diskriminierungsdiskurse in radikalisierter Form dazu, dass eine Reihe von Dualismen zu bedeutsamen analytischen Kategorien wurden:

          Könnte man das nicht auch als eine Rationalisierung von romantischem Gedankengut betrachten?

        • @ Nick

          „Könnte man das nicht auch als eine Rationalisierung von romantischem Gedankengut betrachten?“

          Ich bin mit der Weltsicht der Romantik zu wenig vertraut, um diese Frage fundiert beantworten zu können.
          Du kannst gerne mal kurz die Bezüge darstellen, die du hier vermutest.

          Der französische Poststrukturalismus ist ideengeschichtlich wesentlich ein Links-Nietzscheanismus, ein Versuch „Nietzsche“ anstatt Marx in das Zentrum einer kritischen Gesellschaftstheorie zu stellen.
          Daher der Bezug zur Macht (Nietzsches Wille zur Macht), daher auch der Hang zum Wahrheitsrelativismus und moralischen Relativismus, der sich auch bei Nietzsche findet.

          Aber auch Nietzsche wird ja – auch wenn er sich selbst nicht so verstanden hat – z.B. von Rüdiger Safranski der Romantik zugeordnet.:

          WELT ONLINE: Man wirft Ihnen vor, dass Sie sogar den erklärten Antiromantiker Nietzsche zum Romantiker machen.

          Safranski: Natürlich ist Nietzsche ein Romantiker. Das ist gar keine Frage. Er hat von sich selber gesagt, dass er von Anfang bis Ende ein dionysischer Philosoph ist. Das Dionysische ist eine Variante des Romantischen. Zugegeben, mit der christlichen Romantik wollte er nichts zu tun haben. Aber das Romantisch-Ekstatische lag ihm sehr wohl.

          http://www.welt.de/kultur/article1187529/Romantik-verzaubert-die-Wirklichkeit.html

          Nietzsches faschistoide Verachtung für die „Schwachen und Mißratenen“ wurde von den Poststrukturalisten hingegen nicht übernommen, im Gegenteil hat der Poststrukturalismus stets eine Sympathie für (vermeintlich oder tatsächlich) ausgegrenzte Gruppen.

          Sicherlich teilten die französischen Poststrukturalisten mit den Romantikern den Hang zur Hinwendung zu den nicht-rationalen Aspekten des Menschseins, was z.B. in ihrem Interesse für das Unbewusste im Kontext der Psychoanalyse (Lacan) zum Ausdruck kommt.

          Des Weiteren findet sich in beiden Weltsichten eine Kritik an der Aufklärungsphilosophie, die angeblich zur Ausgrenzung bestimmter Aspekte des Menschseins beigetragen habe.

          Aber ich habe, wie gesagt, zu wenig Wissen über die Weltsicht der Romantik, um diese mit dem poststrukturalistischen „Paradigma von Norm und Abweichung“ in einen kohärenten Zusammenhang zu bringen, höre mir aber gerne deine Überlegungen dazu an.

          Übrigens halte ich das poststrukturalistische „Paradigma von Norm und Abweichung“ – wiewohl ich mir bewusst bin, dass die französischen Poststrukturalisten diesbezüglich gute Absichten hatten – für einen grundsätzlich verfehlten Ansatz im Kontext von Anti-Diskriminierungspolitik.

          Es verführt dazu stets die (vermeintliche oder tatsächliche) Abweichung von der Norm an der (vermeintlichen oder tatsächlichen) Norm zu messen – anstatt beide (Norm und Abweichung) an den selben universalistischen Prinzipien zu messen. Nur Letzteres halte ich für einen brauchbaren Ansatz für Antidiskriminierungsdiskurse.

        • @Leszek:
          Ich bin mit der Weltsicht der Romantik zu wenig vertraut, um diese Frage fundiert beantworten zu können.

          Ich bin auch kein Historiker oder KuWi. Jedenfalls ist wohl die Kritik an Aufklärung u. Zivilisation recht deutlich.

          Aber auch Nietzsche wird ja – auch wenn er sich selbst nicht so verstanden hat – z.B. von Rüdiger Safranski der Romantik zugeordnet.:

          Ich kenne Nietzsche zu wenig. Aber ein spannendes Thema.

      • @ Nick

        *Das, was sich als “Links” verkauft ist das, was man früher “Bildungsbürger” nannte, und dieser war schon immer stark in die Staatsbürokratie eingeflochten. *

        Linke waren und sind schon immer großenteils Bildungsbürger gewesen.

        Revolutionäre sind in der Regel Bildungsbürger.

        Bei Revolutionen handelt es sich um Eltien“bürgerriege“, wobei eine Elitenfraktion die Unterschicht als Rammbock und Gaul, der sie über die Ziellinie tragen soll, benutzt, mit deren Hilfe sie die ganze Macht gewinnen will.

        Auch die linken Vordenker sind Bürgersöhnchen.

        • Linke waren und sind schon immer großenteils Bildungsbürger gewesen.

          Kann man so nicht unbedingt behaupten. Die alte SPD war durchaus eine Arbeiterpartei.

        • Bei Revolutionen handelt es sich um Eltien”bürgerriege”, wobei eine Elitenfraktion die Unterschicht als Rammbock und Gaul, der sie über die Ziellinie tragen soll, benutzt, mit deren Hilfe sie die ganze Macht gewinnen will.

          Die 1848er Rovolution war durchaus eine Bürgerliche. Das ist bekannt.

          Die Novemberrevolution hingegen war keine. Man hatte dabei auch wenig Sympathie für die paar Spartakisten (vgl. Arthur Rosenberg) Sowohl Konservative als auch Bolschwisten haben die Bedeutung dieser wenigen Utopisten enorm Mythifiziert.

          Auch die NS-Revolution war eine Bürgerliche.

    • Ruanda wird diktatorisch regiert von Paul Kagame, dem man das nachsieht, weil er mit eiserner Hand für Ruhe sorgt und vor allem, weil er als Sieger im Bürgerkrieg den Völkermord der Hutu-Radikalen, denen es gelungen war, zahlreiche Hutu aufzuputschen und zu Mittätern zu machen, beendet hat.

      Dabei ist er selbst über verbündete Milizen tief verstrickt in den mörderischen Raubkrieg im Kongo, von dem Ruanda durch Plünderung von kongolesischer Bodenschätze profitiert.

      Desweiteren wird Ruanda mit Entwicklungshilfe überschüttet, denn die Weltgemeinschaft hat angesichts ihres Versagens während des Völkermordes an den Tutsi, deren politischer Führer Kagame ist, ein schlechtes Gewissen.

      Zusammen mit der von Kagame garantierten militärischen Disziplin in Ruanda sorgt das für ein relativ gutes Wirtschaftswachstum, zumindest in Kigali, der Hauptstadt.

      Auf dem Land, unter den Hutubauern, sieht es trostloser aus.

      Vor wenigen Jahren wurde einer der gefährlichsten demokratischen Widersacher Kagames, der im südafrikanischen Exil lebte, ermordet.

      Es gibt Hinweise darauf, dass die ruandische Botschaft dort in die Ermordung verwickelt war.

      Das ist der oberste Frauenförderer Ruandas, ein War Lord, bei weitem klüger und disziplinierter als der afrikanische Durchschnitts-War-Lord, nichtsdestotrotz ein War Lord, ein harter Arbeiter, nichtsdestotrotz ein War Lord.

      Aber mit ein bißchen „progressiven Baby Talk“ und vor allem FRAUENFÖRDERUNG kann man solche Petitessen nebensächlich werden lassen.

  12. Damit ich hier nicht ständig an sturzhässliche Feminasties denken und über geleerte Nachttöpfe schreiben muss (obwohl, muttersheera – klein und zierlich – ist ja wirklich hübsch) mal wieder etwas Erfreulicheres (neben muttersheera).

    Zoophil ist das Thema auch, also tierlieb, also rot-grün versifft, also politisch völlig pc.

    Eine Nachbildung der Portlandvase in Jasperware aus der Manufaktur des Josiah Wedgwood (1790), heute, wie das Original, im Britischen Museum.

    http://hadrian6.tumblr.com/image/81819655451

    Wedgwood war kein Künstler, sondern Unternehmer und Erfinder. So hatte er die Jasperware entwickelt, ein in der Masse mittels Metalloxiden durchgefärbtes Steinzeug, das unglasiert gebrannt, eine mattglänzende Oberfläche entwickelte.

    Herstellbar war es basaltfarben und in zartem Blau, Gelb sowie Grün.

    Auf diese farbige Jasperware wurden in weißem Ton in Modeln ausgeformte Reliefs aufgelegt, hergestellt wie Spekulatius.

    Wedgwood beschäftigt u.a. John Flaxman, einen der besten britischen Bildhauer seiner Zeit als Designer seiner Keramik und Entwerfer der aufgelegten Reliefs.

    Dieser hohe Qualitätsanspruch sicherte den Erfolg seiner Firma, machte ihn, das jüngste von 12 Geschwistern, reich. Er war der Großvater von Charles Darwin.

    Um seinen Landsitz Etruria Hall, wo er 1795 starb, begründete er das Töpfereiindustriestädtchen Etruria.
    Politisch liberal, unterstützte Josiah Wedgwood den Kampf für die Abschaffung der Sklaverei.

    Die originale Portlandvase ist eine römische Vase aus frühaugusteischer Zeit (ca. 30 v. Chr.), dunkelblaues Glas, das mit einer weißen Glasmasse überfangen wurde, aus der heraus dann die weißen Reliefs wie bei Kameen herausgeschliffen wurden.

    Die Reliefs am Original sind also nicht aufgelegt, sondern die stehengebliebenen Reste des heruntergeschliffenen weißen Überfanges.

    In jüngster Zeit äußerten einige Zweifel am antiken Ursprung der Vase, halten sie stattdessen für ein Werk der Renaissance.

    Die Frage wird nicht zu klären sein, da zu einer naturwissenschaftlichen Altersbestimmung der Vase Material entnommen werden müsste, was zu tun sich die Verantwortlichen des Britischen Museums weigern, die sie keinesfalls beschädigen wollen und zudem keine Zweifel an ihrer Datierung haben.

    Hier in etwa die gleiche Seite am Original wie oben an der Wedgwood-Replik:

    Dargestellt ist auf dieser Seite Atia, die sich mit der Apollonschlange paart. Dabei wird der Legende zufolge der römische Kaiser Augustus gezeugt. Gleichzeitig ist der Gott links als Mann präsent. Über Atia Eros.

    Atia, die Mutter des Augustus und Nichte Julius Caesars, soll behauptet haben, der Gott habe sich ihr in Gestalt einer Schlange in einem Apollontempel genähert und sich mit ihr gepaart, während sie schlief (vielleicht war’s auch nur der flotte, hübsche Aushilfspriester III. Klasse, quasi der Messdiener und Tempelschwengel – wer will’s wissen) und so den späteren Imperator gezeugt.

    Sueton (röm. Geschichtsschreiber des späten 1. Jhdts. n. Chr.) über diesen Tierporno (ich distanziere mich natürlich vollumfänglich, nicht nur von Pirincci, sondern auch von dieser Sauerei):

    „In den ‚Untersuchungen über Gott und göttliche Dinge‘ des Asklepiades aus Mendes lese ich: Als Atia um Mitternacht zu einem feierlichen Gottesdienst des Apollon gekommen war und man ihre Sänfte im Tempel abgestellt hatte, sei sie, während die übrigen Frauen bereits schliefen, auch eingenickt.

    Plötzlich sei eine Schlange zu ihr gekrochen, wenig später habe diese sie wieder verlassen; aufgewacht habe sie sich gereinigt, wie wenn sie mit ihrem Mann zusammen gewesen wäre. Und im gleichen Moment habe sich auf ihrem Körper ein Mal gezeigt, so ungefähr vom Aussehen einer Schlange, die man aufgemalt hat, und das habe sich niemals mehr entfernen lassen, so daß sie seitdem nie mehr in öffentliche Bäder gegangen sei.
    Augustus sei im zehnten Monat danach geboren worden und deswegen für einen Sohn des Apollon gehalten worden. Bevor sie niederkam, träumte Atia, das, was sie in sich trage, werde zu den Sternen getragen und breite sich über Himmel und Erde in ihrer ganzen Ausdehnung aus. Und auch der Vater Octavius träumte, aus Atias Schoß komme das strahlende Licht der Sonne hervor.“

    Quelle:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Atia

    Natürlich könnte die Legende auch von den „Hoftheologen“ des Kaisers später in Umlauf gesetzt worden sein.

    Kann ja nicht schaden, von einem Gott abzustammen, wenn man die Welt berherrschen will.

    Ich distanziere mich jedenfalls auf das Entschiedenste, nicht nur von Pirincci (habe ich das schon erwähnt? Ich glaube, das habe ich schon erwähnt. Ist ja unmöglich, dieser „Sarrazin für Blöde“, © Leszek).

    Hier eine Darstellung von Wedgwoods Etruria-Fabrik aus dem 19. Jhdt.

    Ein Kanal führte am Werksgelände vorbei und erlaubte den Transport der Produkte per Lastkahn.

    Wedgwoods Schloss Etruria Hall (1768-71 von Joseph Pickford – Mary Pickford war hübscher. Wie komme ich jetzt darauf? Ich distanziere mich jedenfalls! Mein Gott, es ist spät, meine Zurechnungsfähigkeit lässt zu wünschen übrig.)

    Bei seinem Haus war sein Qualitätsanspruch leider nicht so hoch wie bei seinen Keramiken, kam wohl der Schotte in ihm durch (hätte er besser mal Mary Pickford gebängt – aber das war ja gar nicht möglich, Zeitmaschine noch nicht erfunden – ich distanziere mich auf alle Fälle von diesen unkeuschen Gedanken!).

    Einen James Adam, James Paine oder William Chambers hätte ich mir geleistet, wenn ich schon Mary Pickford nicht hätte bängen können.

    Doch ach, ich habe das Schießpulver auch nicht erfunden geschweige denn die Jasperware.

    Joseph Pickford hat’s wohl billiger gemacht als Mary.

    Außerdem war er ein Freund von Josiah, wie dieser Mitglied der Lunar Society (ich hab’s nur zur Lunatic Society gebracht, weshalb ich spät nachts diesen Quatsch schreiben muss – ich distanziere mich auf das Energischste!).

    http://en.wikipedia.org/wiki/Lunar_Society

    Zur Lunar Society gehörten u.a. der großartige Maler Joseph Wright of Derby (mag den sehr, distanziere mich nicht) und die Erfinder Matthew Boulton (Entwickler und Produzent von ´Dampfmaschinen, zusammen mit seinem Partner James Watt) und John Whitehurst (bedeutender Uhrmacher, Instrumentenbauer, Geologe) – all disgusting heterosexual white males, privileged and oppressive, maybe a little bit talented too.

    Aber das kann ja unmöglich der Grund für ihren Erfolg gewesen sein. Da belehren uns Critical Whiteness und Gender Studies doch eines Besseren.

    In der Opfahierarchie stehen diese Männer jedenfalls ganz, ganz weit unten.

    Sie bevorzugten Leistung.

    PS:

    Ist sie nicht süß, die Mary Pickford?

    Papagei bei Mary Pickford – das wäre eine Lebensstellung für mich gewesen!

    Sie hätte einen goldenen Käfig für mich gebaut, mir Körner gestreut, mich versorgt und beschützt vor ihrer bösen Miezekatze.

    Und ich hätte ihr ungestört in den Ausschnitt gucken können, ohne dass mir jemand mackerisches Verhalten vorwirft.

    Ich distanziere mich in jedem Falle, ganz ausdrücklich, von diesem letzten Satz!

    Nie hätte ich Mary Pickford in den Ausschnitt geguckt, niemals.

    Ich hätte ja hineinfallen können.

    Als Papagei.

    Wer weiß, wie es mir da ergangen wäre – plötzlich alles finster, eingeklemmt zwischen zwei Eisbergen, Marmorklippen, Scylla und Charybdis.

    Gute Nacht.

    • „Lunar Society“
      Samuel Galton – Entdecker der Poissonverteilung und Erfinder des Galtonbretts, einer der ersten der Sterbetafeln entwickelte.

      Verdammt, das sind ja die Dinger die belegen ,dass Männer im Mittel früher sterben als Frauen. Propagandawerkzeug gegen den Feminismus.

      • @ Dummerjan

        Der Erfinder des Galtonbrettes war Francis Galton, der Eugeniker, der neben Darwin wohl bedeutendste „Darwinist“, ebenfalls ein großer Mathematiker, einer der größten Wissenschaftler vielleicht aller Zeiten, von linken, marxistischen Diffamierern zur Witzfigur gemacht:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Galton

        Samuel Galton ist der hier, gehört wie Francis zum Darwin-Galton-Clan (ja, IQ ist erblich!):

        http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_John_Galton

        *Galtons und Barclays Sohn Samuel Tertius Galton (1783–1844) heiratete Frances Ann Violetta Darwin (1783–1874), die Tochter des Gründers der Lunar Society, Erasmus Darwin (Großvater von Charles Darwin). Sie wurden wiederum zu den Eltern von Sir Francis Galton (1822–1911), eines wichtigen britischen Forschers.*

  13. Entgeltgleichheit gibt es jetzt auch in den US of A!

    Wenn Frauen erfolgreich sind, ist die US of A erfolgreich.
    Das sind Worte, Worte eines wahrhaft großen Mannes.

    Genauso natürlich auch in Deutschland.

    Und wie erfolgreich Frauen jetzt schon sind wissen wir.

    Es geht aufwärts!

    Die Zukunft die uns erwartet ist so toll, dass ich sie gerne früher hätte.
    In meiner Phantasie werden die grandiosen Erfolge der Frauen von einem Feuerwerk der Freude begleitet.

    • @ Borat

      Da Männer im Schnitt mehr verdienen, weil sie tatsächlich in der Erwerbsarbeit mehr leisten als Frauen, ist Entgeltgleichstellung nur erreichbar, indem man Männer für ihre Mehrleistung weniger zahlt und Frauen dafür unverhältnismäßig und leistungsungerecht mehr.

      Genau das wird schleichend passieren.

      Es wird sich schließlich keine Politiker.I.n hinstellen wollen, wenn der 10. Entgeldgleichheitsbericht vor dem Parlament verhandelt wird und immer noch eine Verdienstlücke beschreibt und sagen:“Oh, tut mir leid, ich habe Euch belogen, die Gehaltslücke ist nicht beseitigbar, da leistungsgerecht.“

      Das wird nicht passieren.

      So wird man Mittel und Wege finden, Leistungsgerechtigkeit durch Verteilungsgerechtigkeit zugunsten von Frauen (generell zugunsten der „Koalition der Minderheiten“, denn Frauen sind ja erst der Anfang, auch andere müssen gefördert und „gleichgestellt“ werden) auszutauschen.

      Irgendjemand wird dafür aber zahlen müssen.

      Nach Lage der Dinge können das nur die WHMs sein, ist sonst niemand anderes in Sicht.
      Nordostasiatische Einwanderer sind noch nicht zahlreich genug und die können außerdem durch Schuldgefühlerzeugung nicht so gut eingeschüchtert/ausbeutungsbereit gemacht werden wie WHMs, bei denen der Boden ja duch jahrelange White-Guilt-/Male-Guilt-/White-Privilege-/Male-Privilege-Propaganda schon bereitet ist – gelockert für die Aussaat der Schuldgefühle.

      Geerntet werden dann „Reparationszahlungen“ der WHMs an die „Opfakoalition“.

      Zahle und wir vergeben Dir Deine Schuld!

      Wird natürlich nie erfolgen, die Vergebung.

      Denn das Schuldgefühl muss erhalten bleiben, damit die WHMs zahlungswillig bleiben.

      Erlösung/Vergebung kann es also niemals geben.

      Sonst bräche der Saftladen zusammen.

      Trotzdem werden mehr und mehr WHMs den Braten riechen, vielleicht das Spiel nicht in Gänze durchschauen – dafür wird das massenmediale Propagandadauerfeuer schon sorgen, die kognitiv etwas Herausgeforderteren werden nur merken, dass irgendetwas nicht stimmt, dass sie nur noch einen unbefriedigenden ROI für ihre Anstrengungsinvestition bekommen und „unbewusst“ reagieren.

      D.h., noch mehr Männer werden sich demotiviert zurückziehen.

      Die einen bewusst, die anderen unreflektiert-gefühlsmäßig (wachsende Lustlosigkeit).

      Das beschleunigt über kurz oder lang den Zusammenbruch dieses Systems, ist andererseits aber immer noch langsam = schleichend genug, um dafür zu sorgen, dass lange, viel zu lange Zeit dieser Marasmus von allzu vielen unbemerkt bleibt.

      Wenn er dann offensichtlich auch den letzten Deppen in’s Auge springt, wird es zu spät sein.

      Das ist das Heimtückische daran.

      Infaust – Krebs im letzten Stadium.

      • @Roslin

        * Geerntet werden dann “Reparationszahlungen” der WHMs an die “Opfakoalition”.

        Zahle und wir vergeben Dir Deine Schuld! *

        Das haben NICK und ich ansatzweise schon im Strang Maskulistische Gegenmyythen ( 31. März )
        “ diskutiert „.

        Feministischer Ablasshandel versus börsenfähige Masku – Kompensations – Zertifikate

        Aber wir wollen die Femis ja nicht unnötig auf Ideen bringen.

        • @ Homo oeconomicus

          Die „Schuld“ des Mannes (der schuldige Lüstling, der mit seiner Geilheit die Frau via Schwangerschaft belastet und in Lebensgefahr bringt) ist ja ein uralter Topos, eine der Säulen weiblicher Macht.

          Überhaupt das Instillieren und Ausbeuten von Schuldgefühlen in Machtkämpfen, nicht nur zwischen Mann und Frau wahrscheinlich so alt wie die Menschheit.

          Wir können wahrscheinlich gar nicht anders, müssen nur klar sehen, sehen, was vorgeht.

          Dann ist (hoffentlich) nicht so schlimm.

          So ist es kein Zufall, dass der Mann, wenn er um ihre Hand anhält, oft theatralisch vor ihr niederkniet, als bäte er um Verzeihung für einen unsittlichen Übergriff.

          Nicht, dass noch jemand auf die Idee käme, auch die Frau könne scharf auf die Ehe, auf Sex, auf Kinder sein und empfange ihre Belohnung durch den Akt selbst.

          Dann entfiele ja die Begründung, den Mann noch ZUSÄTZLICH in die Pflicht zu nehmen zu können.

          Spätestens seit dem Mittelalter kniet der schuldige, sündige, geile Mann vor der Frau, dem (in vielerlei Hinsicht – heute fast in jeder Hinsicht) höheren Wesen.

          Dass eine Frau vor einem Mann niederkniet und um seine Hand anhält?

          Ihn bittet, BITTET, doch sie zu heiraten?

          Unvorstellbar im offiziellen Ritualkanon.

          Dann träte ja der Mann in Vorleistung, er gewährte GUNST und die Frau wäre ihm VERPFLICHTET.

          Das gilt es zu vermeiden, heute, im Femizentrismus/Feminismus der Gegenwart mehr denn je.

          Früher war diese Pedestalisierung der Frau ja sogar noch sinnvoll, erfüllte einen Zweck: Sex führte zwangsläufig in aller Regel zu Schwangerschaft und Geburt, die in der Tat relativ gefährlich waren.

          Das und das Säugen/Aufziehen der Kinder war die Gegenleistung der Frau, die sie ZWANGSLÄUFIG erbringen musste.

          So gesehen war es gerecht, dass der Mann default vor ihr kniete, als habe er um Verzeihung zu bitten.

          Aber spätestens seit relativ sicherer Verhütung, geringerer Kinder-u. Müttersterblichkeit (übrigens fast alles erreicht durch MÄNNLICHE Wissenschaftler, durch wen auch sonst) ist dieses alte Muster (der „schuldige“ Mann ist bereit, an die gewährende, „sich opfernde“ Frau Kompensation zu zahlen), obsolet geworden.

          Um so dringlicher, Ersatz zu schaffen: Rape-Culture-/Guilt-Propaganda.

          Irgendwie muss die Frauenversorgung ja gerechtfertigt werden, wenn die Kinderproduktion nicht mehr so wichtig/gefährlich ist.

          Denn Frauen (und Männer) denken gar nicht daran, wirklich NEU zu werden.

          Wahrscheinlich können sie es auch gar nicht.

          Sie brauchen nur neue Begründungen für alte Muster/Verhaltensdispositionen, neue Rationalisierungen für die alten Instinktneigungen.

          „Es muss sich etwas ändern, damit alles beim Alten bleiben kann.“ (Ungefähr, sinngemäß zitiert aus Tomasi di Lampedusas Gattopardo, Tancredi sagt das, dem Fürsten von Salina gegenüber, der Ozelot gegenüber dem Leoparden).

          Heute sind wir noch eine Stufe (mindestens) tiefer gesunken: vom Ozelot zum Pudel, zum Ally – der Abstieg des westlichen Mannes.

          Umgekehrt funktionierte übrigens Frauenausbeutung via Schuldgefühl auch ganz gut (die sündige Eva, die den Mann verführt) allerdings seit der Minne etwas aus der Mode gekommen.

          Der uralte, nie endende Machtkampf der Geschlechter, die sich doch „lieben“.

          Wie instillieren wir heute in Frauen ein neues Schuldgefühl gegenüber Männern?

          Eine Aufgabe für Maskumachiavellisten, besser Giftmischer.

          Sind Frauen die besseren Vergifterinnen?

          Das wollen wir doch nicht hoffen.

          Gerechtigkeit ist eine Illusion – sagt der Pessimist in mir.

          Machtkampf – das ist die Realität.

          Wer nicht kämpfen, aber trotzdem mitspielen (also ficken) will, wird verpudelt.

          Um wieder Balance herzustellen, müssen Männer egoistischer werden gegenüber Frauen.

        • Link funzt nicht, dann der vielleicht:

          Das wäre natürlich das Ideal, jedoch nur selten erreichbar. Glücklich der, dem’s zufällt:

          Man braucht die richtige Gegenspielerin. Idealerweise gleich klug oder klüger.

          Also in der Regel keine plattfüßige Feminist.I.n, die ihren Männerhass, ihren Neid, ihre egomanische Selbstinteressiertheit nur schlecht verhehlen kann.

        • @Roslin

          * Dass eine Frau vor einem Mann niederkniet und um seine Hand anhält?

          Ihn bittet, BITTET, doch sie zu heiraten? *

          War in meinem Falle so. Ich Glückspilz.

          Glücklich verheiratet mit einer Antifeministin.

          * Unvorstellbar im offiziellen Ritualkanon. *

          So ist es wohl !

          * Früher war diese Pedestalisierung der Frau ja sogar noch sinnvoll, erfüllte einen Zweck: Sex führte zwangsläufig in aller Regel zu Schwangerschaft und Geburt, die in der Tat relativ gefährlich waren.

          Das und das Säugen/Aufziehen der Kinder war die Gegenleistung der Frau, die sie ZWANGSLÄUFIG erbringen musste.

          So gesehen war es gerecht, dass der Mann default vor ihr kniete, als habe er um Verzeihung zu bitten. *

          So kann man es sehen, wenn auch der Häretiker LUTHER diesbezüglich eine recht nüchterne Sicht hatte, was ihn aus Sicht der Feministen zum expliziten Frauenhasser macht.

          Allerdings stand dem stets auch das Risiko des Mannes entgegen, für die Verteidigung ( nicht nur wirtschaftlicher Art ) seiner Familie ( bis hin zur “ erweiterten Familie “ im Sinne der Gruppe, des Volkes ) das eigene Leben zu riskieren.

          Hat sich dies heute geändert ?

          Man stelle sich vor, ich wäre zu einem angeregten Gespräch über den Feminismus bei einer guten Freundin eingeladen. Das Gespräch zieht sich in den Abend.

          Urplötzlich werden wir, in das Gespräch vertieft, durch einen gewaltsamen Einbrecher überrascht.

          Ich stelle mich dem Angreifer entgegen.

          Der guten Freundin gelingt es dabei, in Panik die Flucht zu ergreifen. Draussen schafft sie es dann, Hilfe herbeizurufen.

          Endlich kommt die Staatsmacht und findet mich in der Wohnung der Freundin, tot. Mein Kampf gegen den Einbrecher, der entflohen, ist verhängnisvoll verlaufen.

          Wie würde man das Verhalten der Freundin werten. Würde man es überhaupt einer Wertung für würdig halten ?

          Sie hat getan, was sie tun konnte, als Frau. Keine weitere Diskussion.

          Man stelle sich die Alternative vor.

          Ich wäre herausgerannt und hätte dann Hilfe herbei gerufen.

          Es war ja schliesslich nicht meine Wohnung, nicht meine Familie.

          Man hätte dann die Freundin tot aufgefunden.

          Wie würde mein Verhalten im nachhinein gewürdigt werden ?

          Von Männern UND von Frauen ?

          Ich hätte mich dem Kampf stellen, mich letztendlich opfern sollen.

          Alles andere hätte man mir nicht durchgehen lassen.

          Und ja, einen schönen Grabstein hätte ich vielleicht auch bekommen.

          In früheren Zeiten wäre ich vielleicht in den Ehrenhain aufgenommen worden. Wie alle Krieger und Verteidiger.

          Geehrt von Männern UND Frauen.

          Heute spuckt man des öfteren auf solche Orte. Frauen nicht minder.

          Im ehemaligen deutschen Osten haben im Frühjahr 1945 unzählige deutsche Männer ihr Leben gelassen, weil sie als Zivilisten ( ! ) ihre Frau, Tochter, Schwester oder gar Mutter vor der Vergewaltigung schützen wollten.

          Mit der grössten Selbstverständlichkeit haben sie dabei ihr Leben
          ( völlig aussichtslos ) riskiert.

          Kein Ehrenhain gedenkt ihrer. Nicht einmal einen Grabstein haben sie bekommen.

          So ist wenigstens kein Ort zum Spucken.

          Leistung und Gegenleistung, nie im Detail aufgerechnet, aber stets als allgemeine Erwartung präsent. So war früher das Verhältnis.

          Das Verhältnis ist aufgekündigt worden. Einseitig.

          Die expliziten und impliziten Pflichten der Männer sind immer noch präsent.

          * Um wieder Balance herzustellen, müssen Männer egoistischer werden gegenüber Frauen. *

          So ist es wohl. Wenn auch leichter gesagt, als getan.

          Aber es muss wohl getan werden.

    • @ Leszek

      Möge sich Gott Karheinz Deschners erbarmen.

      R.I.P.

      Zu seiner Würdigung aus kirchlicher und insofern auch meiner Sicht:

      *Deschner beschrieb einmal seine Motivation zum Schreiben so: „Ich schreibe aus Feindschaft. Denn die Geschichte derer, die ich beschreibe, hat mich zu ihrem Feind gemacht“. Dazu sagte der emeritierte Professor für Kirchengeschichte an der Universität Bamberg, Georg Denzler, der selbst mit kirchenkritischen Texten hervorgetreten ist: „Eine solche Motivation kann niemals die Basis für eine ernst zu nehmende Geschichtsschreibung sein.“ In einer Stellungnahme anlässlich von Deschners 80. Geburtstag benannte Denzler folgende Einwände seiner Wissenschaftlerkollegen: „Er (Deschner) kennt kein Quellenstudium, er trifft eine höchst einseitige Literaturauswahl, interpretiert gedruckte Quellen ohne Berücksichtigung des Zusammenhangs, nimmt Einzelereignisse für das Ganze und täuscht einen gelehrten Anmerkungsapparat vor, bei dem oft nicht zu kontrollieren ist, was behauptet wird.“ An anderer Stelle urteilt er, Deschner sei „der kenntnisreichste unter den advocati diaboli“,[11] doch mangele es ihm an historischem Denken und historischem Urteilen.[12]*

      http://de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_Deschner#Ablehnung

      Deschner liefert das Gegenstück zur Herstory der Feminist.I.nnen, die selben Methoden, angewandt auf Kirchengeschichte im Dienste der Kirchenkritik.

      Unter Humanismus verstehe ich etwas anderes.

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