„CIS-Dude bis das Gegenteil bewiesen ist“

Auf dem Blog Zeugs findet sich ein interessanter Beitrag zu  „Trans*– und Genderqueer*-visibility, Ausgrenzung und Ignoranz“ in der queeren Szene:

Der* Autor Farthen beschwert sich letztendlich, dass man ihn aufgrund seines männlichen Erscheinungsbilds als Mann ansieht und auch wieder einer behandelt, obwohl er eigentlich „nonbinary und genderfluid“ ist, wohl Transsexuell (?):

“Dude” sagten sie. Nicht einmal, mehrmals. Immer wieder. “Als Dude hast du da nichts zu zu sagen”. “Da sind ja nur Cis-Typen drin”. Ohne Frage. Ohne Möglichkeit, der aufgedrückten Bezeichnung zu entkommen. Fakt. In eine Gruppe gepresst sein, der ich mich nicht zugehörig fühle.

Auch ein schönes Beispiel dafür, wie diese Bewegung letztendlich gerade was ihr eigenes Feindbild angeht, auch sehr normativ denkt. Sie schaffen es auch nicht, unvoreingenommen an andere Menschen heranzugehen, sondern halten sie dann einfach für „CIS-Typen“

Wie sie* eigentlich bezeichnet werden möchte:

Ich will nicht sagen, dass ich als männlich wahrgenommener Mensch keine Privilegien besitze. Nicht zu allem was sagen sollte. Aber dann benutzt doch bitte das, was ihr meint. “Privilegierter Mensch”. Und schon ist alles viel besser.

Eigentlich ja schön: Die gängigen Bezeichnungen zum Feindbildaufbau wie „Dude“ und „Macker“ sind selbst sexistisch. Wie es bei IDPOL nicht anders zu erwarten ist. Und wer sich nicht dem Vorwurf der Transfeindlichkeit ausgesetzt sehen will, der muss sie demnach wohl aufgeben.

Demnach hat auch Tofutastisch schon zugesichert, es sich zu Herzen zu nehmen:

https://twitter.com/Tofutastisch/status/448509142601572355

Bäumchen stimmt auch zu:

https://twitter.com/baum_glueck/status/448522942608322561

Farthen überlegt, was er* machen kann, um dem zu entkommen:

Ich frage mich schon seit langem, was ich noch alles tun muss, um nicht als männlich wahrgenommen zu werden. Wie viele Stereotype ich noch reproduzieren muss, damit ihr aufhört damit. Damit ihr was merkt. Aber es funktioniert nicht.

Da scheinen die sensiblen Antennen nicht zu funktionieren, anscheinend hat man in der Szene noch nicht hinreichend viel gemacht, um seine eigenen verinnerlichten Geschlechtervorstellungen zu bekämpfen und „liest immer noch männlich“, selbst wenn derjenige sich bemüht.  Auch dort arbeitet man eben mit „Normativiväten“ oder besser gesagt mit Wahrscheinlichkeiten und Erfahrungswerten. Deswegen beklagen sich auch sehr weibliche Lesben, dass sie nicht als „echte Lesben“ innerhalb der Szene wahrgenommen werden oder eben Farthen darüber, dass sie* als Dude gelesen wird.

Farthen wird deutlicher:

Ihr feiert Leute, die dem Genderbild entkommen wollen und von diesem abweichen. Aber ihr macht sie trotzdem kaputt. Ihr seid trotzdem unvorsichtig, unachtsam. Wenn ihr geschlechterspezifische Bezeichnungen benutzt, dann achtet doch bitte drauf, dass ihr damit auch nur die anspricht, die diese Bezeichnungen akzeptieren. Alles andere ist scheiße. Richtig scheiße. Und nichts-sagen ist keine Akzeptanz. Nie.

Und damit meine ich nicht, dass ihr die Leute anguckt, eure Sterotypenschablone drüber legt und guckt, ob es ein bisschen passt. Damit meine ich nicht, dass ihr in die Bio guckt und schaut, ob da irgendwas mit Trans* steht und wenn nicht, dann wird es sich da wohl um eine Cis-Person handeln. Ihr reproduziert damit einen gesellschaftlichen Standard, eine Norm. Cis until proven otherwise. Das ist Scheiße.

Da behandeln sie einen äußerlichen Mann einfach als Dudebro, obwohl er keiner ist. Würde mich interessieren, wie Farthen das selbst macht: Ob da immer sauber abgewartet wird, ob der andere die Bezeichnung überhaupt verdient? Ich wurde jedenfalls recht schnell geblockt, wahrscheinlich als Dudebro, der ich ja auch bin.

Was würde es denn bedeuten, wenn insoweit die Genderideologen ihre eigene Meinung erst nehmen? Es wäre jedenfalls nicht mehr so einfach von den Dudes und den Mackern zu sprechen. Sondern immer schön den Einzelfall prüfen, bis man überhaupt der/die/das verwendet. Sprache wird noch komplizierter werden.

Farthen führt es noch etwas weiter aus:

Menschen sind sich manchmal nicht sicher in dem, was sie sind oder sein wollen. Manche Menschen sagen nichts, weil sie Angst haben, dass es falsch rüberkommt. Weil sie Angst haben, nicht akzeptiert zu werden. Nur, weil ich nicht mit einem Schild rumlaufe, auf dem “Genderqueer” draufsteht heißt das nicht, dass ich automatisch das bin, was der gesellschaftliche Standard vorschreibt. Nein. Ich bin das, was ich sein möchte. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn mir jemand sagt, wie ich zu sein habe oder es implizit annimmt, dann tut das weh. Das verletzt mich. Dann sitze ich auf dem Bett und weine. Lange. Weil niemand versteht. Weil niemand interveniert. Weil es niemanden interessiert.

Also muss man nicht nur abwarten, wie derjenige sich präsentiert, sondern auch Rücksicht darauf nehmen, dass er das vielleicht nicht offenbaren will. Und damit quasi jeden so behandeln als wäre er vielleicht doch heimlich „genderqueer“ und kein blöder Macker. Eigentlich ein hübscher Ansatz in der Arbeit gegen diese Ansichten. Einfach immer auf Farthens Text verlinken und sich eine neutrale Haltung ausbedingen. Man könnte ja evtl. kein Macker sein. Sondern nur wie einer Auftreten, um akzeptiert zu werden.

Ich wünschte mir, ihr hättet das akzeptiert, bevor ich es euch ins Gesicht brüllen musste und nicht ständig die Norm reproduziert, die in euren Köpfen rumfliegt. Achtet bitte mal darauf, was ihr da tut. Ihr macht Menschen kaputt.

Irgendwie tragischkomisch. Sie* möchte gerne dazugehören, weil er* anders ist, wird aber in ihre* Andersheit von der Gruppe, die genau dies anprangert in dieser nicht erkannt, weil man dort nach dem äußeren geht und binär denkt, was man gleichzeitig allen anderen vorwirft.

Das andere dann mit dem gleichen Recht bereits jede andere Bezeichnung, auch Macker oder Dude per se ablehnen können, weil sie sich nicht als solche sehen würde wahrscheinlich weniger gut ankommen.

Das ein Großteil der Theorie überhaupt erst darauf aufbaut, dass alle Handelnden CIS-Bro-Dudes sind (WHMs) wird auch nicht thematisiert.

79 Gedanken zu “„CIS-Dude bis das Gegenteil bewiesen ist“

  1. Tut mir leid, aber die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun! Diese Spinner fordern Toleranz, sind aber kein bischen tolerant gegen andere Menschen.

    Was fällt denen eigentlich ein Männern wegen deren Geburtsmerkmalen dumm zu kommen? Denken diese Menschenverachter sie seien ein kleiner Adolf?

    Diese Kuh oben sollte mir mal erzähle ich sei ein Dude und hätte deswegen nix zu sagen … Haben die schonmal nachgedacht über welchen Mist die da reden?

  2. Ach…morgens beim Cappuccino werfe ich immer als erstes ein Blick hier rein…und ich glaube, heute ist der ERSTE APRIL!

    🙂 🙂 🙂

  3. Christian, ich bewundere ja deine Geduld. Oder anders gesagt: sitze hier und schüttele meinen Kopf: das kann doch alles nicht wahr sein. ^^

  4. Also selbst diese Leute gehen automatisch davon aus, dass jemand, der aussieht wie ein Mann ein Mann ist und kein (warum auch immer männliches gelesenes X.

    Da setzt sich eben die Realität durch, denn in 90% der Fälle ist die Annahme eben einfach richtig.

  5. Auch sehr schön und von Finn alias Farthen verlinkt: ein Mädchen?, das darüber weint, dass Freunde? mit ihr ergebnisoffene Gespräche führen und dafür nicht von anderen Freunden? verbannt werden. Dabei sollte doch der Vorwurf von Mansplaining und Derailing für Bann und Asche oder wenigstens Teer und Federn reichen!

    Ist denn das zu viel verlangt?

    • @ yacv

      Ich finde es bemerkenswert, welch elaborierte Terminologie für gequirlten bullshit entwickelt worden ist…das ist fast dadaistisch…

      • Jeder darf mit seinem Gehirn machen was er will.

        Mancher patriarchal destruktiv wie CF Gauss, Leonard Euler oder Isaac Newton und mancher genderkorrekt die Epoche des neuen Menschs begründend.

        Die bemerkenswerten Ergebnisse der Intelligenz sind ja die Vereinfachungen, die bisher ungeahnten, genialen Zusammenhänge zu erkennen welche sich bewähren und nicht ein undurchdringlicher Haufen durch Komplexität getarnter Dummheit.

      • @ratloser

        Immerhin habe ich durch den Anlass nun erfahren, dass in der Chemie eine cis – trans – Isomerie existiert.

        Die Freude über diesen Bildungsgewinn habe ich dann mit RACHMANINOFFs Prelude in cis – moll ausklingen lassen.

      • Naja, sie ist 15, körperlich und psychisch krank (sie redet an anderer Stelle von täglichen Medikamenten und Panikattacken) und hätte gerne eine Welt, in der ihr nichts weiteres passiert.

        Früher hätte so ein Mädchen vom Prinzen geträumt, der alles gut macht (-> Cinderella), aber das ist heute ja nicht mehr erlaubt.

        Was bleibt einer da übrig, als mit dem Fuss aufzustampfen und festzustellen, dass es ja schon reichen würde, wenn die g a n z e Welt Rücksicht auf sie und ihre Befindlichkeiten nehmen würde.

        Das wiederum kann nur OK sein, wenn die eigenen Befindlichkeiten irgendwie wahrer sind als alles andere, das kriegt sie schon mit.

        Ehrlich gesagt: Ich möchte kein Mädchen sein in dieser Zeit.
        Der Feminismus hat der Selbstfindung junger Mädchen so viele Hürden und Holzwege in den Weg gestellt.
        Es ist vor dem Hintergrund kein Wunder, dass die Selbstinszenierung von Teenagern immer „biologischer“ wird, wo dass doch die einzige Ebene ist, die sich gesichert anfühlt. Sex ist eindeutig, alles andere ist unklar.

        • @ratlos

          Klar.

          Ebenso halte ich es für angemessen, eine Äußerung in ihrem Kontext zu bewerten.
          Das Problem ist nicht so sehr die psychisch gestörte 15-jährige als die einflussreiche Bundesverdienstkreuzträgerin, die ihr diesen Scheiß vorkäut und verhindert, dass die arme 15-jährige zur Abwechslung eine hilfreiche Einsicht entwickelt.

          Sozusagen: Antifeminismus hilft auch Frauen.

        • @ratloser,

          dein Link ist klasse.

          Inga Michler ist ein schöner Beweis für die überlegene Kommunikationsfähigkeit Der Frauen.

          Zitate:
          “ Die Mädchen und die Leistungsschwachen fallen auch hierzulande spürbar zurück.“
          Oder auch: Die Leistungsschwachen bringen erschreckenderweise schwächere Leistungen. Wer hätte das gedacht.

          „Deutschland liegt […] signifikant vor Ländern wie […] Schweden oder Dänemark“
          Schlussfolgerung: Wir brauchen mehr Feminismus, um die Lage zu ändern?

          „In der Spitzengruppe der Problemlöser sind hierzulande zu 60 Prozent Jungen und nur zu 40 Prozent Mädchen vertreten. Gleichauf dagegen liegen beide Geschlechter bei den Leistungsschwachen. Mehr Mädchen als Jungen allerdings bleiben im Mittelfeld stecken.
          Der letzte Satz ist schön. Wo denn sonst? Sie sind nicht links, sie sind nicht rechts… Wo können sie nur geblieben sein!?! IN DER MITTE!

          „Im Durchschnitt sämtlicher untersuchten Länder gehören 13,1 Prozent der Jungen zu den Top-Problemlösern. Bei den Mädchen dagegen sind es weniger als zehn Prozent. […] Beim Abschneiden der Schüler fiel deren sozialer und ökonomischer Hintergrund hierbei [der Problemlösekompetenz] offenbar weniger ins Gewicht als bei den sonstigen Pisa-Leistungen“
          Aber es muss eine andere Erklärung geben als Veranlagung, es muss, es muss, es muss.

        • @ yacv

          *“Im Durchschnitt sämtlicher untersuchten Länder gehören 13,1 Prozent der Jungen zu den Top-Problemlösern. Bei den Mädchen dagegen sind es weniger als zehn Prozen*

          Evolutionär leicht erklärbar: Weiber sind das Problem, Männer die Lösung.

          Beides kann Spass machen.

          Muss aber nicht.

        • @ yacv

          Als potentiell prekariatgefährdete Journalistin eines Mainstream-Nachrichtenportals über eine solche Studie schreiben zu müssen, ist unter politisch korrekten und weiblich bewegten Gesichtspunkten aber auch ähnlich entspannend wie Topfschlagen im Minenfeld.

          Da…D A (!!!!!) ..wäre meines Erachtens mal ein bißchen Empathie angebracht. 😉

          „Die Mädchen und die Leistungsschwachen..“

          …erinnert mich an die Haarspülerwerbung: “ Neun von zehn Frauen und Nazan Eckes…“ *grins“

  6. Erähl mir nix hatte da doch mal einen Comic (finde ihn gerade nicht):
    „Was bist Du für ein sexistisches Arschloch, dass Du von mir verlangs, den ganzen Tag Deine heteronormative Vorstellung von einen Trans performen zu müssen“

  7. Ich frage mich gerde, wer Farthen eindeutig als männlich liest. Ich würde sie* spontan eher als lesbische Frau einordnen – zumindest nach dem Foto auf Twitter.

  8. Wenn man sich die Welt so ansieht stellt man fest, dass weisse heterosexuelle Männer mitnichten – noch nicht mal näherungsweise – die Mehrheit auf der Welt stellen. Dennoch haben sie den größten Teil desen geschaffen was heute als Zivilisation gilt.

    Wäre dies nicht mal Anlaß nachzudenken darüber, dass dies eine Leistung ist, die andere Menschengruppen erst mal erbringen sollten, bevor sie sich als Retter der Welt aufspielen?

    • Und weiße heterosexuelle Männer sehen auch von allen Männern am besten aus. Das könnte man jetzt zwar als rassistisch lesen, aber das ist mir mittlerweile so was von egal.

      • @ yacv

        Es ist ein Kennzeichen von Matriarchaten, dass sie nur dort überleben konnten, wo nichts zu holen und darum auch nichts zu verteidigen war – in den abgelegensten Gegenden der Welt.

        In der Regel werden sie von patriarchaleren Gesellschaften, die ihre Männer besser motivieren können überrannt oder sterben ab, sobald eine patriarchalere Kultur auf Hör-und Rufweite heranrückt, weil diese höher entwickelt ist – die Jugend wandert ab, gibt die alte, „primitive“ Lebensweise auf, wählt mehr materiellen Wohlstand und damit mehr FREIHEIT > Abstimmung mit den Füßen, so auch bei den Mosuo, die nur überleben (bisher noch), weil die chinesische Regierung sie unter Denkmalschutz gestellt hat und als Touristenattraktion vermarkten lässt.

        Aber selbst das kann die Abwanderung und den Verfall der alten Mosuo-Kultur nicht stoppen.

        Und ja, die ist ziemlich primitiv.

        Hier ein schön photographiierter Film (viele romantische Bilder), in dem eine junge Mosuo die Vermutung äußert, dass wohl Männer das Matriarchat erfunden hätten, um auf der faulen Haut zu liegen und Frauen die schwere Arbeit tun zu lassen (ist in Matriarchaten tatächlich so, dort arbeiten Frauen im Verhältnis sehr viel mehr und härter als im sie „unterdrückenden“ Patriarchat, weil hier Frauen VERANTWORTLICH sind für das Wohlergehen ihrer Clans > Verantwortung ist anstrengend).

        Außerdem scheint bei den Mosuo der ausgerottete Adel das Matriarchat bei seinen Untertanen gefördert zu haben, selbst aber patriarchal organisiert gewesen zu sein, Zitat:

        *Historically the Mosuo lived in a feudal system where a larger peasant population was controlled by a small nobility. The nobility was afraid of the peasant class gaining power. Since leadership was hereditary, the peasant class was given a matriarchal system. This prevented threats to nobility power by having the peasant class trace lineage through the female line. This system has led to numerous unusual traits among Mosuo society.*

        Quelle:

        http://en.wikipedia.org/wiki/Mosuo_women

        Warum muss ich da nur an die Politik unserer eigenen Eliten und ihre Feminismusförderung denken?

        Bin sicher paranoid – Anhänger übler Verschwörungstheorien, die allesamt GLÄNZEND widerlegt wurden.

        So gibt es ja den Kuturmarxismus bekanntlich auch nicht.

        Nur einem Deppen wie mir springt er förmlich in’s Auge.

        Aber die kann man ja zumachen und den Schalmeienkapellen lauschen.

    • @ Dummerjan

      *Wenn man sich die Welt so ansieht stellt man fest, dass weisse heterosexuelle Männer mitnichten – noch nicht mal näherungsweise – die Mehrheit auf der Welt stellen. Dennoch haben sie den größten Teil desen geschaffen was heute als Zivilisation gilt.*

      Ja, aber nur, weil weiße, heterosexuelle Männer voll böse sind, alle anderen unterdrückt haben.

      Die hätten genauso viel und noch viel, VIEL mehr leisten können, wenn die bösen, weißen, heterosexuellen Männer sie nicht so schrecklich unterdrückt und diskriminiert hätten.

      Wenn die Welt erst von den bösen, unterdrückerischen, weißen Männern befreit ist, dann bricht hier aber die zivilisatorische Blüte aus, dass uns Hören und Sehen vergeht.

      • @Alexander Roslin

        Bezogen auf die seit jeher unterdrückten Frauen stellt sich die Frage :

        Warum hat in der früheren Geschichte keine Gesellschaft den Versuch unternommen, das gigantische Potential der Frauen hinsichtlich Kultur, Technologie und Wissenschaft, ja selbst der militärischen Fähigkeiten, zur Entwicklung kommen zu lassen ?

        Wäre diese Gesellschaften, wären diese Völker nicht allen anderen in Konkurrenz stehenden damit weit überlegen gewesen ?

        Und hätten Imperien aufgebaut, deren Glanz wir heute noch bewundern würden ?

        Was hätte sie daran gehindert, die dummen rückständigen Völker, die ihre Frauen kolonisieren, selbst wiederum zu kolonisieren ?

        Es gab doch keine historisch bedingten “ objektiven “ Gründe für die Nicht – Verwertung des oben genannten Potentials. Nur mieses, fieses, rückständig patriachalisches Denken.

        Was hätte man da für Möglichkeiten gehabt ohne dies.

        Aber jetzt wird ja alles besser.

        • @ Homo oeconomicus

          *Warum hat in der früheren Geschichte keine Gesellschaft den Versuch unternommen, das gigantische Potential der Frauen hinsichtlich Kultur, Technologie und Wissenschaft, ja selbst der militärischen Fähigkeiten, zur Entwicklung kommen zu lassen ?*

          Ich habe kein Problem damit, darauf schlciht und ergreifend zu antworten:

          WEIL DIESES POTENTIAL NICHT VORHANDEN IST!

          Denn das scheint die Wahrheit zu sein.

          Heute sind sie befreit und was ist?

          Es zeigt sich immer noch nicht viel.

          Natürlich, weil sie immer noch unterdrückt werden vom bösen Patriarchat, immer noch ihre Bettelschale hinhalten müssen, die sich heute FRAUENFÖRDERUNG nennt.

        • @Alexander

          An sich müsste dieser Kommentar mit einem längerdauernden freeze-out sanktioniert werden.

          So Du verkürzen willst:

          „Heute sind sie befreit und was ist?

          Es zeigt sich immer noch nicht viel.“

          Formulier doch mal bitte Kriterien, ab wann Du zufrieden bist, nicht mehr meinst jammern, meckern und schwarzsehen zu müssen.

          (Zur Not sieh es so: für eine Sekunde schenke ich Dir als WHM-Dude-Vertreter die Deutungsmacht zurück. Als Gedankenspiel, immerhin)

        • @roslin

          *WEIL DIESES POTENTIAL NICHT VORHANDEN IST!*

          Nein, Frauen werden von Frauenförderung unterdrückt.
          Das ist der neueste teuflische Plan des Patriarchats.

          Statt die Unterdrückung an Heim und Herd mit Kind, Familie und Patriarch aufzugeben ersann das Patriarchat die Frauenförderung.

          Macht Frauen unselbstständiger, wirkt demotivierend, verleidet ihnen die Karriere und damit eigene Erfolge.

          Ich kann es sehen wo die Frauen noch unterdrückt werden, da arbeiten sie auf dem Bau und eher als erfolgreiche Ärztin oder Ingenieurin im Vergleich zu der geförderten Frau, der die Frauenförderung die Motivation nimmt.

        • @ muttersheera

          *Formulier doch mal bitte Kriterien, ab wann Du zufrieden bist, nicht mehr meinst jammern, meckern und schwarzsehen zu müssen.*

          Dann, wenn Frauen ADÄQUATE Gegenleistungen für ihren Anspurch, von Männern subventioniert zu werden, erbringen.

          Oder aufhören, diesen Anspruch zu erheben, zu erjammern, zu erflennen, zu ertrotzen.

          Für den Anfang, ganz verkürzt: 30 % Erfinderinnen als Kennziffer würden mir schon genügen.

          Oder 30 % tote Frauen in den Zinksärgen aus Afghanistan.

          NUR 30 % !

          Nicht 40, nicht 50, sondern nur 30 %.

          Und wenn Frauen dann noch ihre eigenen Unternehmen gründeten, selbst zum Erfolg führten, es würde mich nicht stören, wenn sie dann im Vorstand socher Unternehmen eine Frauenquote von 100 % durchsetzten.

          DAS WÄRE EHRENHAFT.

          Was geschieht statt dessen?

          Sie erjammern sich die Quotensänfte.

        • @Roslin

          <<WEIL DIESES POTENTIAL NICHT VORHANDEN IST!

          Denn das scheint die Wahrheit zu sein.<<

          No Potential. No Herstory.

          OMG.

          Wo die Library of Congress doch bereits einige Regalkilometer für die zu erwartende Herstory hat freiräumen lassen.

          Wie füllen wir diese Lücke ? Oder muss zurückgebaut werden ?

        • @ Homo oeco.

          *Wie füllen wir diese Lücke ? Oder muss zurückgebaut werden ?*

          Nein, die füllen wir mit Gefühl.

          Frauen fühlen, wie es richtig, gut und gerecht sein könnte.

          Frauen fühlen, wie es gewesen sein könnte.

          Frauen fühlen, wie es sein sollte.

          So, wie Antje Schrupp.

          Die und ihresgleichen haben doch keine Mühe Regale kilometerweit zuzuramschen.

          Die Last des Argumentierens, des konsistenten zumal, kennen sie nicht – Frauenprivileg.

          Einfach einen Weihnachtswunschzettle verfassen und fertig ist das Meisterwerk differenzfeministischen oder andersfeministischen Wunschdenkens.

          Dann muss man nur noch Männer beschimpfen, weil die Luschen nicht in der Lage sind, zu liefern, was Frau bestellt hat und schon sind sie voll, die Regalkilometer.

        • @Roslin

          Also gut, kein Rückbau.

          Die Regale in Washington D. C. werden geschruppt.

          Aber auch die Gefühle der Frauen sind nicht immer ganz zuverlässig, wie man aus dem Alltag weiss.

          Da kann selbst ein Frühstücksei zum Problem werden.

        • @roslin

          *Dann muss man nur noch Männer beschimpfen, weil die Luschen nicht in der Lage sind, zu liefern, was Frau bestellt hat und schon sind sie voll, die Regalkilometer.*

          Eigentlich sollte man dich zu Thea Dorn einladen.

        • @Alexander

          „Für den Anfang, ganz verkürzt: 30 % Erfinderinnen als Kennziffer würden mir schon genügen.“

          Dann wird es Dich vielleicht trösten, dass diese Forderung zumindest in Osteuropa bald annähernd erreicht sein dürfte.

          „Oder 30 % tote Frauen in den Zinksärgen aus Afghanistan.“

          Ok, also selbst unter den Toten IN Afghanistan kratzen Frauen nach offizieller Darstellung gerad mal an der 10 %-Marke, diese Bedingung wird sich wohl ohne einen größeren, gezielten Femizid nicht erfüllen lassen. Schade aber auch…

          „Und wenn Frauen dann noch ihre eigenen Unternehmen gründeten, selbst zum Erfolg führten, es würde mich nicht stören, wenn sie dann im Vorstand socher Unternehmen eine Frauenquote von 100 % durchsetzten.

          DAS WÄRE EHRENHAFT.“

          Nichts ist ehrenhaft allein deshalb weil Männer es scheinbar so machen/gemacht haben.

          Und Du hast noch eine wichtige Zutat in Deinem Pessimismus-Bekämpfungs-Cocktail vergessen:

          wie hoch muss gleichzeitig die Geburtenrate – derer „ohne Migrationshintergrund“, nehme ich an ist Dir wichtig – sein?

          (Und ab der wievielten Generation verliert man i.D.A. eigentlich seinen „Migrationshintergrund“? Bin ich – Vater Oberschlesier, Großvater Holländer – oder sind unsere Töchter – durch die Vorfahren meines Mannes wird der Stammbaum noch um min. 2 osteuropäische Landesflaggen erweitert – für Dich eigentlich zurecht als „Deutsche“ ausgewiesen? Ist das eine Frage der Papiere oder vielleicht doch mehr eine der unmittelbaren Sichtbarkeit?)

          Frage ich in aller Unschuld.

      • Ich finde es auch immer höchst erstaunlich, dass nur so lange „hinterfragt“ wird, bis man den weißen heterosexuellen Mann als Schuldigen identifiziert hat.

        Warum stellt sich kein Genderforscher die Frage, warum die weißen Männer als einzige so böse sind in einer Welt, die voll von schwarzen, braunen und gelben Menschen ist, die keine Bosheit kennen und nur in Frieden miteinander leben möchten?

        • In Ergänzung, und weil das Stichwort Mosuo bereits fiel:

          „Was hat Sie am meisten erstaunt?

          Coler: Dass in der matriarchalen Gesellschaft keine Gewalt existiert. Ich weiß, das gleitet schnell in eine Idealisierung ab – jede menschliche Gesellschaft hat ihre Probleme. Aber den Mosuo-Frauen leuchtet einfach nicht ein, warum Konflikte mit Gewalt gelöst werden sollen. Da sie bestimmen, streitet niemand. Schuld- oder Rachegefühle kennen sie nicht, es ist einfach eine Schande, sich zu streiten. Sie schämen sich dafür, und es droht ihnen dann sogar der Verlust ihres sozialen Ansehens.“

          http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/matriarchat-maenner-leben-besser-wo-frauen-das-sagen-haben-a-627103.html

        • Als dieses Cooler Buch rauskam, ging es ja gewaltig durch die Presse. In einem anderen Interview, als dem des Spiegels wurde er gefragt: „Wenn es bei den Musuo so angenehm ist, haben Sie nicht darüber nachgedacht, dort zu bleiben?“ Darauf er: „Um Gottes Willen, nein.“

        • @ muttersheera

          *Coler: Dass in der matriarchalen Gesellschaft keine Gewalt existiert. Ich weiß, das gleitet schnell in eine Idealisierung ab – jede menschliche Gesellschaft hat ihre Probleme. Aber den Mosuo-Frauen leuchtet einfach nicht ein, warum Konflikte mit Gewalt gelöst werden sollen. Da sie bestimmen, streitet niemand. Schuld- oder Rachegefühle kennen sie nicht, es ist einfach eine Schande, sich zu streiten. Sie schämen sich dafür, und es droht ihnen dann sogar der Verlust ihres sozialen Ansehens.”*

          Ich weise Dich nur ungern darauf hin: COLER IST KEINE ERNSTZUNEHMENDE QUELLE!

          Er hat auch schon die Dörfer des ewigen Lebens in den Anden entdeckt.

          Außerdem vermag Herr Coler nicht zu erklären, wieso eine Gesellschaft, die keine Gewalt kennt, in ihrem Rechtskodex die TODESSTRAFE kennt, u.a. für Vergewaltigung.

          Muttersheera, wenn Du einen kritischen Verstand habens olltest, wäre es nett, in ab und an zu benutzen, gerade bei der Auswahl Deiner Quellen.

          Coler ist ein Autor, der weiß wie man Schrott verkauft, vor allem an Leser.I.nnen, denen der Schrott runter geht wie Öl.

        • Zur „gewaltfreien“ Mosuo-Kultur:

          *This has facilitated the propagation of several myths regarding the Mosuo. It has been said, for instance, that crime is non-existent among the Mosuo, who supposedly live in perfect harmony without discord. As an argument, it is often said that the Mosuo language does not have a word for „murder“ or „rape“.

          In actual fact, these specific crimes do happen. In a fittingly ironic way, the traditional punishment for rape would be execution.

          The fact that the Mosuo women are free to choose their partners has also been misunderstood and exploited to a sad extent. Lake Lugu has been transformed into a prostitution centre and certain tourist agencies distort the image of Mosuo in order to increase visitors to the area.*

          http://gbtimes.com/life/mosuo-people-between-myth-and-reality-part-2

          Sind Frauen für Wunschdenken anfälliger als Männer?

          Vielleicht, weil sie dieWelt nur in abgepolsterter Form ertragen mussten, weil Männer sie davon abschirmten?

          Hat das evolutionär Wunschdenken und Märchengläubigkeit unter Frauen begünstigt?

          Oder hat Schopenhauer doch Recht?

        • @ roslin

          „Sind Frauen für Wunschdenken anfälliger als Männer?“

          Eine Frage rhetorischer Natur, nehme ich an.

          Die Frage nach der Ursache ist schon interessanter.

          Möglicherweise handelt es sich wirklich um eine gruppenspezifisch evolutionäre Entwicklungsstörung, weil für die Leistung einer adäquaten Realitätszuwendung keine Notwendigkeit bestand.

          Möglicherweise aber sind auch Östrogene per se Vernunft schwächend.

          Wer weiss, wer weiss…..

          Jedenfalls war Pipi Langstrumpf nicht zufällig ein Mädchen.

        • @ ratloser

          Natürlich rhetorisch.

          Ich versuch’s halt mit einfühlsamer Padagogik, voll die Empathieschiene.

          Will mir ja nicht auch noch den Vorwurf einhalten, hier Mind Rape aka Brain Fuck zu betreiben.

          Gelingt mir nur so schlecht, fürchte ich.

          Muttersheera hat längst Lunte gerochen.

          Der Partriarschenwolf lugt hinter’m Pudelfellchen immer wieder hervor.

          Es passt mir hinten und vorne nicht.

        • Sogar mit der Korrektur bin ich noch falsch gelandet. Bitte um Verständnis, habe meine Tage, also noch mal:

          Will mir ja nicht auch noch den Vorwurf einhandeln, …

        • @ El Mocho

          *Mir ist immer noch unklar, wie weißen Männer so böse werden konnten in einer Welt voller Guter.*

          Hier greift der linke Kreationismus: Der weiße Mann ist böse, weil er böse ist, weil die Göttin es so wollte, pardon, das war natürlich Gott.

        • „Dass in der matriarchalen Gesellschaft keine Gewalt existiert“
          Gewalt ist was man wahrnimmt.
          In der Pilotstudie zur Männererfahrung zu Gewalt gab kein Mann an Gewalt erfahren zu haben. Bei der Fraage obs sie von Ihrer Partnerin geschubst oder geohrfeigt worden seinen aber ein Drittel.

        • @El Mocho

          <<Warum stellt sich kein Genderforscher die Frage, warum die weißen Männer als einzige so böse sind in einer Welt, die voll von schwarzen, braunen und gelben Menschen ist, die keine Bosheit kennen und nur in Frieden miteinander leben möchten?
          <<

          Einer muss den Bösen machen.

          Wir mögen Gott getötet haben, aber wir brauchen den Teufel.

          Dringend.

          So müssen wir uns nicht vor uns selbst verantworten.

          Wenn die Verantwortung vor Gott passe ist.

        • Ergänzung : den Text von KLONOVSKY bei Bedarf über Google – Link. Irgendwie wird der direkte Link hier nicht angenommen.

        • @Roslin

          <>

          Wie ist die Quote ?

          Vielleicht steigen ja noch welche ein.

          Die PASCALsche Wette beeindruckt ja so manchen Ungläubigen.

        • @ Homo oeco.

          *Wie ist die Quote ?*

          Eine endliche Zahl an Lebensjahren gegen unendlich = ewiges Leben.

          Entweder in der Hölle oder im Himmel, also in Gottes Nähe oder Gottes Ferne.

          Man riskiert Endliches gegen unendlichen Gewinn.

        • @Roslin

          <<Man riskiert Endliches gegen unendlichen Gewinn.<<

          Ja, für dich als Gläubigen ist das eine klare Sache.

          Aber für die Ungläubigen ist der mögliche unendliche Gewinn eine mit Unsicherheit behaftete Grösse.

          Die Schweizer BERNOULLI – Brüder haben versucht, für solche Abwägungen, u. a. in der Auseinandersetzung mit dem St. Petersburg – Paradoxon, mathematische Kalküle zu entwickeln.

          Nichts was einen gläubigen Katholiken interessieren müsste.

          Es sein denn, er ginge z. B. ins Casino.

        • @ Homo oeconomicus

          Nun, wie immer Johann oder Jakob Bernoulli dieses Problem mathematisch zu lösen versuchten, Johann jedenfalls glaubte:

          *Der Aufenthalt in Genf hatte für Johann beinahe fatale Folgen. Bei einem abendlichen Ausritt am Genfer See stürzte er zusammen mit seinem Pferd in eine Schlucht. Wie durch ein Wunder überstanden Reiter und Pferd den Unfall mit leichten Blessuren. Dies war für den gottgläubigen Johann Anlaß, jeden Tag seinem Schöpfer für die Rettung zu danken. In seiner Autobiographie schrieb er: „…wie ich dan meinen Schöpfer…, alle Tag in meinen Gebett hertzinniglich dancke,…lobe und preyse.“*

          Quelle:

          http://did.mat.uni-bayreuth.de/~karin/bernoulli/

          Der von (Neo-/Kultur-)Marxisten glänzend, GLÄNZEND widerlegte Francis Galton war ja auch fasziniert von der Bernoulli-Dynastie (nicht nur wegen des Galton-Bretts), s. S.11 in diesem Buch:

          http://books.google.de/books?id=V8Sas74bBjwC&pg=PA9&hl=de&source=gbs_toc_r&cad=4#v=onepage&q&f=false

          Ich finde es faszinierend, wie eine aus den Lehren von 2 der größten Irrlehrer des 19. und 20. Jhdts. amalgamierte Ideologie (Freudomarxismus = Kulturmarxismus) in ein so hohes Ansehen gelangen konnte unter der akademischen, geisteswissenschaftichen Elite, während Galton, dieser Scharlatan … äh, Moment.

          Was stimmt da nicht?

        • @Roslin

          >>Nun, wie immer Johann oder Jakob Bernoulli dieses Problem mathematisch zu lösen versuchten, Johann jedenfalls glaubte:>>

          Schon etwas unübersichtlich die BERNOULLI – Dynastie.

          Hat auch mich ein wenig verwirrt.

          Meine obigen Ausführungen bezogen sich in erster Linie auf Daniel, dem Sohn des Johann ( Neffen des Jakob ) und seinen Bruder Nikolaus ( II ).

          1738 schrieb Daniel ein kleines Werk, dessen Grundgedanken in der Ökonomik heute noch von Bedeutung sind ( dt : “ Versuch einer neuen Wertbestimmung von Glücksfällen “ )

          Die BERNOULLIs haben sich gegenseitig herausgefordert, ganz familiär versteht sich.

          Sie veröffentlichten kleine Abhandlungen mit mathematischen Problemen, die – so hiess es stets – in den Abhandlungen “ mein geliebter Bruder bestimmt nicht in der Lage ist zu lösen „.

          Die Antwort des Bruders liess dann nicht lange auf sich warten.

          Wahrlich eine faszinierende Sippe.

    • „Wenn man sich die Welt so ansieht stellt man fest, dass weisse heterosexuelle Männer mitnichten – noch nicht mal näherungsweise – die Mehrheit auf der Welt stellen. Dennoch haben sie den größten Teil desen geschaffen was heute als Zivilisation gilt.“
      Das sehen wir so, weil wir als Weisse in einer weissen Filterbuble leben. Die meisten Filme werden nicht in der USA sondern in Indien gedreht. Die sieht hier nur keiner. Und in China halten sich die Menschen für den Mittelpunkt der Welt.Gibt ja auch mehr Chinesen als Weisse. Dort werden auch die Errungenschaften anders bewertet.
      Bei der Kategorie cis Männer gebe ich dir voll Recht: Sie haben fast alles Erfunden, was für uns Bedeutend ist, selbst die chinesischen Gesundheitssuppen 😉

  9. @ Christian

    *@ Farthen: Ich frage mich schon seit langem, was ich noch alles tun muss, um nicht als männlich wahrgenommen zu werden. Wie viele Stereotype ich noch reproduzieren muss, damit ihr aufhört damit. Damit ihr was merkt. Aber es funktioniert nicht.*

    Ganz einfach: Ein Bündel Pfauenfedern in den Hintern stecken, dazwischengemischt – der Vielfalt wegen – ein paar Straußenfedern, dazu ein kleiner Elektromotor, der das Radschlagen erlaubt.

    Unter Garantie: So einen würde ich nie Dudebro nennen. Fiele mir nicht im Traum ein.

  10. Zum Thema Errungenschaften und Erfingungen: Ja, ich denke auch das 99,9% aller Technologien von Männern geschaffen wurden, aber nicht von allen, sondern nur ein paar. Da es immer wieder auch ein paar sehr begabte Frauen in dem Bereich gibt, wäre das aktive Unterdrücken von dem Potential echt Verschwendung. Lustigerweise sind es aber gar nicht „die Männer“ die das tun, sondern der Zwang und Druck geht im Wesentlichen auch heute noch von Religionen aus und die werden nicht unmassgeblich von Frauen getragen und am Leben erhalten. Frauen sind aus evolutionären Gründen religiöser als Männer, wenn man da den Kreis schliesst kommt am Ende eine Selbstunterdrückung der Frauen unter zuhilfenahme der Religion raus… 🙂

    • @ Hase

      Ja, nur eine kleine Minderheit der Menschen ist wirklich kreativ. Aber unter dieser kleinen Minderheit ist die überwältigende Mehrheit männlich.

      AUF ALLEN GEBIETEN.

      Am schwächsten ist die Dominanz der kreativen Männer in der Literatur, aber selbst dort muss man feststellen, dass die Masse der wirklich großen Literatur von Männern geschrieben wurde.

      Es gibt kein weibliches Pendant zu Shakespeare oder Goethe.

      Am größten ist die Dominanz der Männer auf dem Gebiet der harten Naturwissenschaften, der Technik, der Architektur.

      Dort sind 90 % und mehr der Genies männlich.

    • „sondern nur ein paar“
      Weil nur ein paar Ingeneure wirklich Bahnbrechendes leisten, brauchen wir nur die paar auszubilden, die das dan machen. Der Rest wäre ja Verschwendung.

      Wäre das richtig so?

  11. Da ja heute der erste April ist, sei mir dieser Verweis ausnahmsweise mal gestattet.

    Nur klicken, wenn ihr wirklich mal schauen wollt, wie tief die Abyss des Wahnsinns eigentlich ist:

    Tumblr ist ein amerikanischer Mikro-Blogging-Dienst und berüchtigt dafür, dass sich dort besonders insbrünstige selbsternannte Krieger der sozialen Gerechtigkeit tummeln.

    Dort gibt es alles:

    -transfats, die als „mental Dicke“ in einem dünnen Körper gefangen sind und gegen das Dünnenprivileg ankämpfen,

    -transethnics, die sich in einem Körper mit der falschen Hautfarbe befinden

    -und diverse „plural furries“, die sich ihren „headspace“ mit Drachen und Göttern teilen und deswegen mit „xir“ angesprochen werden möchten.

    Tumblr ist auch ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, neue, perfide Formen der Alltagsdiskriminierung aufzudecken „you’re also being anti-magic!“.

    Für den Connaisseur gibt es hier noch mehr:

    http://www.reddit.com/r/TumblrInAction/top/?sort=top&t=all

    Wie immer gilt Poe’s Law:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Poe%27s_law

  12. Hier etwas für die Heroine – for – one – day, falls sie hier mitliest.

    “ All The Young Dudes “ ( 1974 )

  13. Pingback: Von männerfreien Friedhöfen und Telefonen nur für Frauen (Monatsrückblick März 2014) – man tau

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