Körpergröße als Beispiel für Geschlechterunterschiede und ihre Verteilung

Ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie sich bestimmte Eigenschaften bei Männern und Frauen im Schnitt zeigen und das dies nicht bedeutet, dass Männer und Frauen absolute Unterschiede aufweisen zeigt dieses Bild zur Körpergröße:

Koerpergroesse Maenner Frauen

Koerpergroesse Maenner Frauen

Man sieht hier gut, dass die Eigenschaft Körpergröße eine gewisse Spanne aufweist, dass es aber natürlich auch kleine Männer und große Frauen gibt. Zudem sieht man, dass bei den kleinsten Menschen Frauen ganz deutlich überwiegen und bei den größten Menschen die Männer, auch wenn es auch bei 5,4 Männer gibt und bei 6.0 Frauen. Bei einer noch größeren Gruppe ließe sich sicherlich auch noch ein kleinerer Mann und eine größere Frau finden, aber dennoch würde das nichts daran ändern, dass die Anzahl der Männer über 6,0 erheblich höher wäre und die Anzahl der Frauen unter 5,3 ebenfalls.

Hier das Bild noch einmal als Daten.

Koerpergroesse Maenner Frauen 2

Koerpergroesse Maenner Frauen 2

 

Eine weitere Grafik:

Körpergröße Männer Frauen

Körpergröße Männer Frauen

Die Körpergröße folgt übrigens üblicherweise, also ohne besondere Wachstumsstörungen oder sonstige besondere Umstände einer Formel und hat einen hohen genetischen Anteil:

  • Mädchen = ( Größe Vater + Größe Mutter – 13 ) / 2
  • Jungen = ( Größe Vater + Größe Mutter + 13 ) / 2

Natürlich kann sich auch hier das Soziale auswirken, etwa wenn ein Kind nicht richtig ernährt wird oder andere Umstände hinzukommen. Allerdings hindert einen dies nicht in diesem Bereich einen klaren biologischen Anteil zu erkennen.

Unterschiedliche Größen zeigen sich dabei auch überall auf der Erde. Ein Schwede wird üblicherweise größer sein als ein Buschmann, vielleicht wird eine Schwedin auch größer sein als ein Buschmann. Dies zeigt aber nicht, dass es keinen biologischen Anteil gibt und auch nicht das die Biologie hier einen geringen Anteil hat. Es zeigt lediglich, dass es biologische Unterschiede zwischen den Völkern gibt, wobei sich innerhalb der Völker die Geschlechtsunterschiede üblicherweise dennoch zeigen. Dies macht deutlich, dass auch bei einer gewissen Varianz über die verschiedenen Völker ein biologischer Unterschied bestehen kann.

Trotz dieser biologischen Komponente kann eine Vielfalt entstehen, da wir eben gleichzeitig einen Genpool haben und verschiedene Größe auch verschiedene Vorteile bringen kann.

Die evolutionären Theorien, mit denen begründet wird, dass Männer üblicherweise größer sind als Frauen, führen üblicherweise an, dass bei den Tieren, die eine starke auch körperlich ausgetragene intrasexuelle Konkurrenz haben, das Geschlecht größer ist, bei dem diese Konkurrenz stärker ist. Deswegen ist ein Gorillamännchen auch erheblich größer und kräftiger als ein Gorillaweibchen ( Während Weibchen 70 bis 90 Kilogramm schwer werden, erreichen Männchen bis zu 200 Kilogramm). Denn Größe bedeutet in einer körperlichen Auseinandersetzung üblicherweise einen erheblichen Vorteil. Ähnliche Vorteile dürfte dies auch bei der Jagd, gerade mit einem Stoßspeer.

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24 Gedanken zu “Körpergröße als Beispiel für Geschlechterunterschiede und ihre Verteilung

  1. @ Christian

    *Natürlich kann sich auch hier das Soziale auswirken, …*

    Natürlich wirkt sich das Soziale aus!

    Weil Weibchen kleiner sind als Männer, fressen ihnen Männer die besten Fleischstücke ungestraft vom Teller.

    Wenn das arme kleine Weibchen sich dagegen wehren will, bekommt es eine geschallert.

    So geht das schon seit mindestens drölfzig Milliarden Jahren!

    Daher sind arme kleine Weibchen arm und klein (s. muttersheera).

    Von den psychischen Folgen will ich gar nicht reden.

    Das muss doch schrecklich frustrierend sein, jeden Tag, JEDEN TAG zu erleben, wie fette, böse Männer armen, kleinen Weibchen die Fleischstücke von der Gabel ziehen und selbsr fressen, JEDESMAL.

    Und das arme kleine Weibchen kann es nicht wehren, muss es tragen, weil es arm und klein ist.

    Das ist so …, so unsagbar, so unfassbar, so satanisch – mir fehlen hier die Worte!

    Ist es da ein Wunder, dass arme kleine Weibchen das Schießpulver nicht erfunden haben?!

    Das hätten sie mal tun sollen, dann bekämen auch sie ein paar Bröckchen Fleisch ab, könnten ihren Kerlen Feuer unter’m Hintern machen.

    Aber so …, so sind sie in der Lage von Flöhen, die sich einen Hund suchen müssen.

    Ist es da ein Wunder, dass arme kleine Weibchen arm und klein bleiben?

    Seit wann ist der Floh größer als der Hund?!

    Think abaout it.

  2. *Natürlich wirkt sich das Soziale aus!*

    Absolut.

    Frauen wollen ja kein Mann sein, nein das wäre schlimm, emotionslos, phantasielos, aggressiv, kalt, hässlich überkommen und sowieso zu überwinden.

    Man kann jedoch mit ca. 95% Wahrscheinlichkeit das Geschlecht an der Körpergröße bestimmen, natürlich bei ausgewachsenen Menschen ähnlicher Volkszugehörigkeit.

    Welche Frau wollte da als Feind und Unterdrücker, als Untermensch der bald überwunden sein wird erkannt werden?

    Eben, deshalb bleiben Frauen einfach kleiner, sind eben sozial kompetent.

  3. Die Graphik zeigt, dass auch bei der Verteilung des Merkmals Körpergrösse die Varianz bei den Männern grösser ist als bei den Frauen.

    Männer – das differenziertere Geschlecht

    • @ Homo oeconomicus

      *Die Graphik zeigt, dass auch bei der Verteilung des Merkmals Körpergrösse die Varianz bei den Männern grösser ist als bei den Frauen.*

      Das gilt übrigens für fast alle meßbaren Größen, eben auch den IQ > sorgt bei annähernd gleichem Durchschnitt für mehr Männer ganz oben UND ganz unten > erklärt den Großteil des männlichen Übergewischtes unter Spitzenleistern und Verbrechern (die meisten, die im Gefängnis landen, sind ziemlich dumm und lebenuntüchtig).

      Frauen werden nicht unterdrückt, wenn sie auf Hochleistungspositionen, die eine hohe Anforderung an die kognitive Leistungsfähigkeit stellen, „unterrepräsentiert“ sind, wie die politisch korrekte Phraseologie insinuiert, sondern der Pool an Fraun mit IQ > 125 ist deutlich geringer als der der Männer in dieser Preisklasse.

      Dazu kommen noch motivationale Unterschiede, die das Übergewicht der Männer oben ganz ohne Unterdrückungsmantra begründen (Frauen werden schwanger > kümmern sich häufiger um ihre Kinder als um ihre Karriere, WEIL SIE ES SO WOLLEN, Frauen fühlen sich in Kampf-/Konkurrenzsituationen im Schnitt unwohler als Männer > weichen dem eher aus usw.).

      Aber auf das Unterdrückungsmantra kann und darf nicht verzichtet werden, weil daraus eine Plethora weiblicher und männlicher Gleichsteller und Geschlechtersozialist.I.nnen, darunter jede Menge geistiger Minderleister, Einkommen und MACHT bezieht, lässt es sich doch qua Ausbeutung der vor allem männlichen Steuerzahler (obendrein auch noch meist weiß und heterosexuell) ganz prächtig leben als Angehöriger der Koalition der Minderheiten.

      Wie das Patriarchat es fertig bringt, eine patriarchale Frauenunterdrückungskultur so zu kalibrieren, dass Männer sowohl oben (was ja mit geschlechtersozialistisch-feministischer Geistesverfassung leicht einsehbar ist angesichts der überwältigenden Bosheit der Männerbourgeois gegenüber der überwältigenden Gutheit des Frauenproletariates noch eicht zu verstehen sit) als ABER AUCH UNTEN unter den Aller dümmsten und Allerärmsten weit in der Überzahl sind, konnte noch keine Geschlechterklassenkämpferin befriedigend erklären.

      Wahrscheinlich reicht dazu die Phrase: „DAS PATRIARCHAT schadet Männern auch!“.

      Die Spatzenhirnigkeit auf feministischer Seite ist überwältigend.

      Und immer wieder die Frage, wie es möglich ist, dass diese Ansammlung empiriebefreiten Stusses so einflussreich und mächtig werden konnte.

      IN EINER RELATIV meinungsrreien, informationsoffenen Gesellschaft, mit immer mehr Journalist.I.nnen, die „kritisch (das vor allem), modern und progressiv“ sind.

      Cui bono?

  4. @Roslin

    Eine Statistik aus dem Jahre 2009 zeigt, dass sich der Fleischraub seitens der Männer über die Generationen möglicherweise noch verstärkt hat.

    So ist der absolute Grössenuntschied zwischen Männern und Frauen in der Gruppe der 60 bis 65jährigen kleiner als in der Gruppe der 18 bis 20jährigen.

    Oder sollte es an der Osteoporose liegen ?

    Na ja, jedenfalls ahnt man, welchen Hintergrund die Veggy Day Aktion einer colored feministischen Partei hatte.

    Hier der Link ( Daten beziehen sich auf das Bundesland Rheinland – Pfalz )

    https://www.statistik.rlp.de/fileadmin/dokumente/nach_themen/ges/kurz/Gewicht.pdf

    • @ homo oeconomicus

      *Eine Statistik aus dem Jahre 2009 zeigt, dass sich der Fleischraub seitens der Männer über die Generationen möglicherweise noch verstärkt hat.*

      Sicher sogar!

      Das sehe ich an mir.

      Ich wurde im Laufe der Jahre immer rabiater-übellauniger dank feministischer Propaganda.

      Ich meine, wenn ich ohnehin ein frauenunterdrückendes Patriarschenschwein bin, ein Gefühlskrüppel und grobianischer Neanderthaler, dann aber richtig!

      Mittlerweile gönne ich Tippse (die wo meine Schklavin ist), nicht mal mehr die Schnecken, die sie im Salat findet.

  5. Guter Artikel!

    „Unterschiedliche Größen zeigen sich dabei auch überall auf der Erde. Ein Schwede wird üblicherweise größer sein als ein Buschmann, vielleicht wird eine Schwedin auch größer sein als ein Buschmann. Dies zeigt aber nicht, dass es keinen biologischen Anteil gibt und auch nicht das die Biologie hier einen geringen Anteil hat. Es zeigt lediglich, dass es biologische Unterschiede zwischen den Völkern gibt, wobei sich innerhalb der Völker die Geschlechtsunterschiede üblicherweise dennoch zeigen. “

    Ja, es gilt fürs Tierreich wie den Menschen die Bergmann’sche Größenregel und Allen’sche Proportionsregel. Je kälter der Lebensraum ist, desto kleiner ist die relative Körperoberfläche, um weniger auszukühlen. Die Körper sind dann größer und schwerer, die Extremitäten relativ kürzer.

    Alles in der Tat biologisch bedingt.

    „Die evolutionären Theorien, mit denen begründet wird, dass Männer üblicherweise größer sind als Frauen, führen üblicherweise an, dass bei den Tieren, die eine starke auch körperlich ausgetragene intrasexuelle Konkurrenz haben, das Geschlecht größer ist, bei dem diese Konkurrenz stärker ist. “

    Ist meistens so, nicht immer. Weibchen, die Eier legen, sind auch oft groß, um viele und/oder große Eier produzieren zu können.

    Intrasexuelle Konkurrenz fördert die Körpergröße beim Männchen dann, wenn sie als sog. contest-Konkurrenz ohne alternative Strategien/Taktiken ausgeprägt ist. Es gibt jedoch auch andere Formen intrasexueller, männlicher Konkurrenz, bei denen ein großer starker Körper weniger oder gar nichts bringt.

    Jedenfalls liegt es nicht, wie neulich auf ARTE in der einen Sendung behauptet, daran, dass die Männer den Frauen das Fleisch wegfuttern und sie deshalb nicht so gut wachsen können – was sich diese Genderisten nicht alles ausdenken!

    Denn Frauen sind auch da im Schnitt kleiner, wo sie Essen konnten bis zum geht nicht mehr. Auch übergewichtige Frauen sind mit Sicherheit im Schnitt kleiner als übergewichtige Männer.

  6. @ Christian

    *Die evolutionären Theorien, mit denen begründet wird, dass Männer üblicherweise größer sind als Frauen, führen üblicherweise an, dass bei den Tieren, die eine starke auch körperlich ausgetragene intrasexuelle Konkurrenz haben, das Geschlecht größer ist, bei dem diese Konkurrenz stärker ist. *

    Zugrunde liegt auch dem der Unterschied im minimalen, parentalen Investment (die absolute Mindestanstrengung, die nötig ist, um sich erfolgreich fortzupflanzen).

    Die ist bei Frauen sehr viel höher als bei Männern (9 Monate schwanger plus Monate/Jahre des Stillens gegenüber einigen Minuten körperlicher Aktivität und einen Kaffeelöffel voll Samenflüssigkeit).

    Das Geschlecht, das ein geringeres minimales parentales Investment zu leisten hat, wird belastet mit Konkurrenz, Versorger- und Schutzpflichten, die es zwingen, mehr zu kämpfen > es wird kämpferischer und größer als das Geschlecht mit dem größeren minimalen, parentalen Investment, das zum versorgten und beschützten Geschlecht wird, damit es sein größeres parentales Investment leisten kann (das moderne Frauen nicht mehr leisten MÜSSEN, aber sie wollen dennoch so behandelt werden als müssten sie > Folge: instinktive Einforderung – weiblicherseits und Gewährung – männlicherseits – von Privilegien für die „moderne“ Frau).

    Beispiel: Seepferdchen

    Dort sind die Männchen schwanger = sie haben das größere minimale parentale Investment zu tragen.

    Folge: Weibchen konkurrieren um den Zugang zu Männchen, sind größer, aggressiver, kämpferischer als Männchen, erobern und verteidigen die Reviere usw.

    D.h.: Wenn Männer Gleichstellung fördern wollen, müssen sie die Beine hochlegen und die Frauen machen, kämpfen, strampeln lassen.

    Sie müssen sich versorgen lassen, Frauen in die Schützengräben jagen usw.

    So kann, in vielleicht ca. 500 Jahren, wenn’s schnell geht, Gleichstellung gelingen.

    Vorher geht allerdings unsere Zivilisation unter.

    Na ja, shit happens.

    Große Ziele rechtfertigen große Opfer.

    • Zu dem Seepferdchenbeispiel:

      http://www.pressetext.com/news/20080503002

      Zitat:

      * Da Seepferdchen monogam veranlagt sind, sei der Konkurrenzdruck weniger hoch, weshalb die Seepferdchen keine starken sekundären Geschlechtsmerkmale aufweisen. Dennoch habe sich das Verhalten beider Arten verändert: „Die Weibchen entwickeln Kampfgeist, der eher typisches männliches Attribut ist, während die Männer selbst sehr wählerisch werden“, erklärt Jones.*

      Da Seepferdchen monogam leben, ist der Konkurrenzdruck weniger hoch.

      Mmmmh.

      Dann hat also unsere Rückkehr zu einer offenen, weitverbreiteten Polygamie eine Erhöhung des Konkurrenzdruckes vor allem auf das hauptsächlich konkurrierende Geschlecht, also Männer, zur Folge?

      Ja nun, das würde dann allerdings das Gegenteil vonGleichstellung bedeuten.

      Die Geschlechter würden sich AUSEINANDER entwickeln, mehr in Richtung Gorilla, die Geschlechterdichotomie würde WACHSEN.

      Das Gegenteil des Propagierten träte ein.

      Tja, Feminist.I.n/Mensch denkt, Gott lenkt und lacht, ein weltenerschütterndes Lachen.

      • @ Roslin

        „Ja nun, das würde dann allerdings das Gegenteil vonGleichstellung bedeuten.

        Die Geschlechter würden sich AUSEINANDER entwickeln, mehr in Richtung Gorilla, die Geschlechterdichotomie würde WACHSEN.“

        Da sagst Du was! Aber das ist denen wahrscheinlich gar nicht bewusst.

        Die Biologie gehört ja nicht zur klassischen Bildung. Dann ist sie seit dem Missbrauch durch den Nationalsozialismus verpönt, zumindest in gewissen Kreisen.

        Aber das gilt nicht nur für den Geschlechtsdimorphismus. Sondern auch für Geschlechterrollen hier und heute, innerhalb einer Generation.

        Weniger Monogamie führt zu einer Annäherung an den Naturzustand. Und damit dazu, dass die Geschlechterrollen in entscheidenden hinsichten natürlicher werden, mit größerem Anteil des biologisch bedingten Verhaltens.

        Und zu diesem Weniger an Monogamie haben Feministinnen eindeutig beigetragen.

        Ich wette, dass kaum eine davon den Zusammenhang sieht.

        • @ Matthias

          Es führt auch zu mehr r-selektierten Nachkommen, zu weniger K-selektierten, weil das väterliche Investment gesellschaftsweit, im Schnitt, abnimmt, die Auswahl der Partner „wahlloser“ wird.

          Sollte man aber besser auch nicht bemerken und am besten, wenn man’s denn bemerkt, darüber schweigen, weil politisch nicht korrekt.

        • @ Matthias

          Galton, nicht vergessen, ist ja glänzend widerlegt, als Wissenschaftler.

          GLÄNZEND.

          Im Gegensatz zu Karl Marx.

        • Würde man 2 Glockenkurven aufzeichnen unter
          Gewichtung der für den Aufbau und den Erhalt
          von Zivilisationen relevanten Eigenschaften,
          sähe der Verlauf mit Sicherheit recht ähnlich
          aus, wie beim Grössenvergleich.

        • Es führt auch zu mehr r-selektierten Nachkommen, zu weniger K-selektierten, weil das väterliche Investment gesellschaftsweit, im Schnitt, abnimmt, die Auswahl der Partner “wahlloser” wird.

          Er rennt immer noch in die Erweckungsprotestantenkirche, um das Mantra der göttlichen r vs. K – Prädestination wöchentlich nachzubeten.

          Die Evidenz, dass es sich bei dieser Adaption um eine flexible handelt, wird natürlich systematisch ignoriert.

          Women who were exposed to the Dutch famine of 1944 – 1945 in utero are more reproductively successful than women who were not exposed to famine during their fetal development; they have more offspring, have more twins, are less likely to remain childless and start reproducing at a younger age. The increased reproductive success of these women is unlikely to be explained by genes which favor fertility and are passed from mothers to their daughters.
          In utero exposure to famine did not affect the reproductive
          success of males. CONCLUSIONS: These findings suggest that poor nutrition during fetal development, followed
          by improved nutrition after birth can give rise to a female phenotype characterized by greater reproductive success.

          http://humrep.oxfordjournals.org/content/23/11/2591.full.pdf

          (Einen IQ-Test haben sie leider nicht gemacht)

          Es ist, aus evolutionärer Sicht, auch ausgesprochen vorteilhaft, solche Adaptionen flexibel auszuformen. Die Weichen werden dabei offenbar schon im Mutterleib gestellt.

          Selbstverständlich sind es „die Gene“ – es ist nur die Frage, ob und wie sie aktiviert/moduliert werden. Man könnte sicherlich auch eine Heritabilität dahingehend feststellen, wie ausgeprägt auf den Umweltinput im Mutterleib reagiert wird.

          Aus einer solchen Heratibiltät dann allerdings zu schließen, dass z.B. die „r-Stratgegie“ erblich determiniert sei, wäre Roslin’sche Erbfaktor-„Logik“.

        • @ Nick

          Es könnte ja durchaus sein, dass ein einmaliges Ereignis alle paar Jahrzehnte (Hungersnot in Holland) sich anders, weniger tief, in’s Genom einschreibt als die Krise in Permanenz.

          Schließlich dauern die Gaps in den USA an, erweisen sich weitgehend als therapieresistent (SEIT JAHRZEHNTEN!), obwohl die Lebensverhältnisse der Afroamerikaner in den USA sehr viel besser sind als die ihrer Verwandten in Afrika.

          Weshalb ja auch die Rückwanderungsquote so gering ist.

          Obwohl man doch so dem pervasiven Rassismus der Weißen entfliehen könnte, um endlich als Afrikaner unter Afrikanern zu leben, ganz ohne den erzbösen weißen Rassismus, der offenbar allein für die Gaps sorgt.

          Was denn sonst?

          Man könnte auch nach Detroit übersiedeln (80 % Farbige) oder wenigstens nach Haiti.

          Oder in eine andere vibrant black community.

          Aber auch da ist der Drang nicht sehr ausgeprägt.

        • Es könnte ja durchaus sein, dass ein einmaliges Ereignis alle paar Jahrzehnte (Hungersnot in Holland) sich anders, weniger tief, in’s Genom einschreibt als die Krise in Permanenz.

          Es könnte immer vieles sein, nur hat wohl eine fest ins Genom eingeschriebene Strategie eindeutig Nachteile gegenüber einer Flexibleren. Die Evolution würfelt nicht.

          Die vorliegende (unter sehr vielen anderen) Studie belegt, dass der Trade-Off zwischen dem, was du als „r vs. K Selektion“ bezeichnest, flexibel adaptiert wird. Diese Flexibilität ist selbst wohl ganz klar ein Selektionsvorteil.

          Da solche Mechanismen auch bei einfachen Säugern zu beobachten sind, ist wohl davon auszugehen dass es sich dabei um evolutionär relativ früh Entstandene handelt.

          Ein festes Einschreiben ins Genom bringt dann keine Vorteile mehr, sondern nur Nachteile.

          Womit sich leider deine Konstruktion einer angeblichen Präferenz der „minderwertigen Rassen“ für eine r-Stategie eher kulturell begründen lässt – als lange Tradition pseudowissenschaftlicher Verbrämung von ziemlich dumpfer Ideologie, nämlich.

          Schließlich dauern die Gaps in den USA an..

          Was soll das denn mit „r vs. K“ zu tun haben? Die Zwillingsgeburtenrate von Europäern war auch schon mal höher als die der Afroamerikaner Heute.

        • ..aus männerrechtlicher Sicht in diesem Zusammenhang interessant:

          Insbesondere Vaterabzenz scheint scheint _unmittelbar_ eine Präferenz für eine „r-Strategie“ maßgeblich zu begünstigen (sofern man frühen Sex/ frühe Schwangerschaft als Indikator dafür nimmt)

          Dabei handelt es sich allerdings offenbar auch nicht, zuallermindest nicht überwiegend, um soziale Faktoren:

          Greater exposure to father absence was strongly associated with elevated risk for early sexual activity and adolescent pregnancy. This elevated risk was either not explained (in the U.S. study) or only partly explained (in the New Zealand study) by familial, ecological, and personal disadvantages associated with father absence. After controlling for covariates, there was stronger and more consistent evidence of effects of father absence on early sexual activity and teenage pregnancy than on other behavioral or mental health problems or academic achievement Effects of father absence are discussed in terms of life-course adversity, evolutionary psychology, social learning, and behavior genetic models.

          Eine genetische Disposition ist aber gleichermaßen unwahrscheinlich:

          Although these results do not rule out the possibility that common genetic influences underlie the covariation between father absence and precocious sexual outcomes (see especially Comings, Muhleman, Johnson, & MacMurray, 2002), they do make it less likely that the current findings can be accounted for by the specific genetic pathways outlined above.

          Die Autoren stellen ein evolutionäres Modell vor:

          Rather, as discussed earlier, quality of paternal investment may have a direct effect on daughters’ sexuality. The current evolutionary model posits that the motivational systems underlying variation in timing of sexual and reproductive behavior are especially sensitive to the father’s role in the family in early childhood. According to Draper and Harpending (1982, 1988), girls whose early family experiences are characterized by father absence tend to develop sexual psychologies that are consistent with the expectation that male parental investment is unreliable and unimportant; these girls are hypothesized to develop in a manner that accelerates onset of sexual activity and reproduction, reduces reticence in forming sexual relationships, and orients the individual toward relatively unstable pair-bonds (see also Ellis & Garber, 2000; Ellis et al., 1999). This evolutionary model posits an early sensitive period (approximately the first 5 years of life) for the effects of father absence on daughters’ sexual development. Although the current results—that earlier onset of father absence was associated with greater risk for early sexual activity and teenage pregnancy—are consistent with the sensitive period hypothesis, they do not clearly support it because timing of father absence was confounded with length of father absence in the current research. In total, the current results are equally consistent with either a sensitive period or linear dose–response interpretation.

          Auch bei einem solchen Anpassungsmechanismus muss kein Verhalten deterministisch in die Gene „Eingeschrieben“ werden.

          Wir hätten dennoch eine Übertragung von Generation zu Generation. Diese Übertragung wäre andererseits auch nicht wirklich „kulturell“. Sie wäre durchaus biologisch disponiert, aber eben nicht in die Gene eingeschrieben.

          Nicht ganz leicht zu begreifen für Kulturalismus vs. Biologismus – Dichotomiker.

          In conclusion, father absence was an overriding risk factor for early sexual activity and adolescent pregnancy. Conversely, father presence was a major protective factor against early sexual outcomes, even if other risk factors were present. These findings may support social policies that encourage fathers to form and remain in families with their children

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2764264/

        • ..Korrektur: Nimmt man das Alter der ersten Mensturation, haben wir in Industrieländern eine relativ kontinuierliche Abnahme seit Anfang des 19. Jahrhunderts – von ca. 19 Jahren bis hinunter zu Heute 13 Jahren (!)

          Hiernaux hat bereits 1968 festgestellt, dass dieses Alter in der Subsaharischen Region zwischen 13,4 und 17,1 Jahren – Gruppenweise, natürlich – schwankt. Wobei die Gruppen der beiden Extrema eine niedrige multivariate Gendistanz aufweisen:

          http://www.jstor.org/discover/10.2307/1165816?uid=3737864&uid=2129&uid=2&uid=70&uid=4&sid=21103721040567

          Andererseits weisen Zwillingsstudien eine recht hohe Heritabilität auf.

          Preisfrage an „Erblichkeitsfaktor“-Gläubige: Wie lassen sich diese Daten nur miteinander vereinbaren? (sie lassen sich problemlos miteinander vereinbaren)

    • Das Weichen ist aber nicht größer (das Männchen ist das mit dem voluminöseren Bauch). Aber vielleicht wächst es ja noch.

      Dass die Weibchen die Männchen umwerben oder mit anderen Weibchen um ein Männchen kämpfen, ist auch nicht erwiesen. Und absolute Tugendwächter der Monogamie sind sie auch nicht.

      Aber schöne Paarungstänze haben sie.

      • @ Atacama

        Ja, ich hätte unterscheiden müssen zwischen Seenadeln und Seepferdchen.

        Bei Seepferdchen ist die Geschlechterdichotomie so gering, WEIL die Monogamie so hoch ist. Jedes WEibchen wird mit einem Männchen versorgt > geringe Unterschiede im Fortpflanzungserfolg > geringe Konkurrenz > größere ÄHNLICHKEIT zwischen den Geschlechtern.

        Dort dagegen, wo sich wg. starker Fortpflanzungserfolgsunterschiede die Konkurrenz LOHNT (das erfoglreiche, schöne Weibchen begattet viele Männchen – the winner takes it all), wird die Herausbildung von Geschlechterdichotomie gefördert, wird die Herausbildung von Unterschieden INNERHALB und ZWISCHEN den Geschlechtern gefördert. Die Wählenden müssen ja erkennen können, ob sie es mit einem Hochstatusweibchen zu tun haben oder mit einem „Versagerweibchen“ (erfolglose Genmuster).

        *Male pregnancy has interesting implications for sex roles in mating, Jones explained, because in most species, males compete for access to females, so you usually see the evolution of secondary sex traits in males (for example, a peacock’s tail or antlers in deer). But in some species of pipefish, the sex roles are reversed because males become pregnant and there is limited brood pouch space. So females compete for access to available males, and thus secondary sex traits (such as brightly colored ornamentation) evolve in female pipefish instead of males.

        To study the mating behavior of seahorses and pipefish, Jones‘ lab uses molecular markers for forensic maternity analysis to figure out the mother of a male’s offspring. The lab found that gulf pipefish mate according to the „classic polyandry“ system, where each male receives eggs from a single female per pregnancy, but females can mate with multiple males. Because attractive females can mate multiple times, this system results in very strong competition in sexual selection, and female gulf pipefish have evolved strong secondary sexual traits, Jones said.

        Seahorses, however, are monogamous within a breeding season, and each seahorse only mates with one other seahorse. In this system, if there are equal sex ratios, there is not as much competition among females because there are enough mates for everyone, Jones explained. So seahorses have not evolved the strong secondary sexual traits that pipefish have.

        Male pregnancy also results in a reversal in sex-related behaviors, Jones said. „Females exhibit a competitive behavior that’s normally a male-type attribute, and males end up being choosy, which is normally a more female-type attribute,“ he said. His lab studies the evolutionary steps leading to that reversal in behavior and the role that hormones play in the change.*

        http://www.sciencedaily.com/releases/2008/05/080501125451.htm

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