Pickup und Ich: Der erste Kontakt (Teil 2)

Nach dem „Erfolgserlebnis“ in der Disko blickte ich positiver in die Zukunft. Hatte ich mich nicht neulich noch mit einer Freundin einer Freundin unterhalten, bei der ich den Eindruck hatte, dass sie etwas mit mir flirtet? Die war eigentlich ganz süss gewesen.

Es fügte sich, dass ich sowieso aus anderen Gründen kurz in ihre ursprüngliche Heimatstadt musste, also fragte ich sie über Facebook was man denn da so machen könnte. Es entspann sich ein netter Dialog und wieder lag etwas flirtiges in der Luft. Sie lachte über meine Witze, ich fand alles lief eigentlich ganz gut.

Das sie einen Freund hatte erschien mir dabei kein großes Hindernis, denn ich hatte ihn kennengelernt und er war ein Arschloch der Extraklasse. Eine Befragung der gemeinsamen Freundin ergab auch, dass sie schon länger unzufrieden mit ihm war und ihn ihre meisten Freunde auch nicht mochten. Er war übergenau, pingelig, ein Prinzipienreiter und unglaublich autoritär. Ich hielt das für ein gutes Omen, sie hatte sich eben in ihm vertan und brauchte vielleicht einfach noch etwas, um aus der Beziehung raus zu kommen. Dieses etwas konnte ich sein!

Ich stellte sie etwas aufs Podest, ich machte ihr Komplimente, wir trafen uns auch zum Mittagessen. Am Ende des Mittagessens in einem Restaurant fragte sie „Und? Lädst du mich ein?“ Ich fand es etwas dreist, da es ganz unverbindlich gehalten war, aber ich hielt es auch für richtig und der Sache förderlich, ich wollte ihr ja auch zeigen, dass ich es ernst meinte. Also lud ich sie ein.

Es verging einige Zeit und ich konnte über die gemeinsame Freundin ein gemeinsames Kochen arrangieren, wir hielten etwas Händchen unter dem Tisch. Ich sah uns schon fast zusammen. Ich schlug dann vor, dass wir Abends mal was trinken gehen, sie sagte zu. 3 Stunden vorher sagte sie ab. Danach lief irgendwie alles auf Sparflamme. Ich versuchte sie wieder für mich zu gewinnen, es kam nicht viel von ihr, ich beschloss es sein zu lassen und meldete mich dann auch nicht mehr. Daraufhin zeigte sie wieder etwas Interesse, nur um sich dann wieder zurückzuziehen.

Es war frustrierend.

Just in diesem Moment lass ich in einer Zeitung einen Bericht über Pickup, der die Aussage einer Feministin enthielt, dass es unfair sei, diese Methoden einzusetzen, weil sie funktionieren würden und an die niederen Instinkte der Frauen appelieren würden, die sich deswegen nicht dagegen wehren könne. Ich würde den gleichen Bericht heute gerne noch einmal lesen, eine solche Aussage ist ja doch reichlich ungewöhnlich. Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt schon durch ein paar Beziehungsratgeber gelesen und war darüber auf die Biologie der Geschlechterunterschiede gekommen und auch schon in diversen Foren in Diskussionen dazu verstrickt. Es interessierte mich schon deswegen, was dort denn so raffiniertes gelehrt werden würde, dass es eine Feministin so unfair finden würde.

Da in dem Artikel von Neil Strauss und seinem Buch „The Game“ die Rede war, suchte ich nach Neil Strauss und fand sein „Annihilation Method- Video“, welches ich mir anschaute.

 

(Siehe Youtube für weitere Teile)

Ich fand viele der dort angesprochenen Theorien sehr interessant. Es erschien mir logisch, dass man ein Gliederung eines Ansprechens vornehmen konnte und der „Neg“ erinnerte mich an etwas, was ich selbst früher einmal gemacht hatte und was damals eigentlich auch ganz gut geklappt hatte, was ich dann aber aufgegeben hatte.

Es erschien mir eine faszinierende neue Welt zu sein, die einen Plan hatte und bei der man viel Gutes mitnehmen konnte. Ich erkannte bereits jetzt, dass einiges bei bisherigen Flirts falsch gelaufen war. Ich konnte einiges von dem, was gut gelaufen war, in die Theorien einordnen.

Kurzum: Es war ein Thema, mit dem ich mich mehr beschäftigen wollte

Nachdem ich also auf einige interessante Thesen gestoßen war wollte ich ausprobieren, ob auch etwas für meine konkrete Situation dabei war: Wie bekam man eine Frau von ihrem nervigen Freund los?

Es dauerte nicht lange, bis ich auf den Boyfriend Destroyer stieß. Ich lass einiges darüber und folgende Taktiken fand ich interessant:

  1. Rede niemals schlecht über ihn, denn das wird nur dazu führen, dass sie ihn verteidigen will und ihn sich selbst schön redet
  2. Reframe alles was er macht, so, dass er ein netter Kerl ist, der sich nur Unsicher ist
  3. Stelle ihn als den perfekten Freund dar, so dass sie ihn mit diesem perfekten Bild vergleichen muss und daher anfängt die Abweichungen wahrzunehmen und zu sagen, was sie stört.

Verdammt, ich hatte versucht schlecht über ihren Freund zu reden. Sie sollte ja einsehen, dass er ein Arschloch war. Ich lass unsere Emails und Facebooknachrichten noch mal und sie verteidigte ihn wirklich danach. Ich hatte ihr seine Schlechtigkeit vor Augen führen wollen, sie retten wollen. Es hatte nicht geklappt.

Also war es Zeit etwas neues zu probieren.

Fortan lobte ich ihren Freund in den Himmel. Es sei doch bestimmt angenehm, jemand zu haben, der in allem so direkt und ehrlich seine Meinung sagen würde. „Naja, mitunter sei das schon mal anstrengend“. Er meine das bestimmt gar nicht so, vielleicht verberge sich hinter seiner harten Maske einfach nur ein sehr unsicherer Kern“ Mhmm so habe sie es noch nicht gesehen. Er würde jedenfalls gut zu ihr passen, er würde doch bestimmt sich sofort um sie kümmern, wenn dies und das sei. „Nein, würde er leider nicht.

Was soll ich sagen, zwei Wochen später hatte sie tatsächlich mit ihm Schluss gemacht.

(weiter bei Teil 3)

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47 Gedanken zu “Pickup und Ich: Der erste Kontakt (Teil 2)

  1. „Am Ende des Mittagessens in einem Restaurant fragte sie “Und? Lädst du mich ein?” Ich fand es etwas dreist, da es ganz unverbindlich gehalten war, aber ich hielt es auch für richtig und der Sache förderlich, ich wollte ihr ja auch zeigen, dass ich es ernst meinte. Also lud ich sie ein.“

    Wie gehst du heute mit der Sache um? In der Regel versuche ich ja, genau diese Frage selbst schelmisch zuerst zu stellen und dann spielerisch etwas auszuhandeln oder gönnerhaft nachzugeben. Aber sonst bin ich bei einer derart direkten Forderung immer etwas überrumpelt.

    Nicht schlecht wäre natürlich etwas in dem Sinne

    „Ja. Aber nur, wenn du dich morgen um das Frühstück kümmerst. 😉 „

    • *Nicht schlecht wäre natürlich etwas in dem Sinne

      “Ja. Aber nur, wenn du dich morgen um das Frühstück kümmerst. 😉 “*

      Indirekte Antworten die viel implizieren
      und gleichzeitig ein weites Feld von
      Möglichkeiten offen lassen, sind Gold
      in solchen Situationen.

    • Heute würde ich einen solch offensichtlichen Shittest mit einer führen Frage als sehr schlechtes Zeichen sehen, und sie mental erst einmal etwas zurück stufen.

      „Sind wir schon so weit? Moment, Das muss doch etwas charmanter gehen… Zeig mir mal dein suessestes lächeln, ja nicht schlecht, jetzt noch den Kopf etwa schief legen… Und jetzt noch die Augen etwas größer… nein heute reicht es nicht. Aber du bist auf dem richtigen weg!“

  2. „Das sie einen Freund hatte erschien mir dabei kein großes Hindernis, denn ich hatte ihn kennengelernt und er war ein Arschloch der Extraklasse. Eine Befragung der gemeinsamen Freundin ergab auch, dass sie schon länger unzufrieden mit ihm war und ihn ihre meisten Freunde auch nicht mochten. Er war übergenau, pingelig, ein Prinzipienreiter und unglaublich autoritär.“

    Hört sich nicht gut an.

    Aber in diesem Blog wird immer wieder behauptet, dass Frauen auf Arschlöcher stehen. Die junge Dame macht dann Schluß mit ihm nachdem sie den freundlichen Christian kennengelernt hat. 😀 Also wie ist das jetzt: Stehen die Frauen doch NICHT auf Arschlöcher? Oder was versteht man unter „Arschlöcher“?

    • Frauen stehen nicht auf Arschlöcher. Frauen stehen auf eine selbstbewusste Haltung und auf Männer, die Herausforderungen anzunehmen bereit sind.

      Zum einen wird dieses Verhalten von Arschlöchern tatsächlich öfter mal an den Tag gelegt; zum anderen kann ein solches Verhalten von Männern, die meinen, man müsse sich Frauen gegenüber stets besänftigend verhalten, fälschlicherweise als Arschlochverhalten interpretiert werden, obwohl es lediglich Teil eines spannungsgeladenen sexuellen Spiels ist.

      • zum anderen kann ein solches Verhalten von Männern, die meinen, man müsse sich Frauen gegenüber stets besänftigend verhalten, fälschlicherweise als Arschlochverhalten interpretiert werden, obwohl es lediglich Teil eines spannungsgeladenen sexuellen Spiels ist.

        Ich möchte das mal eben anhand eines Beispiels illustrieren.

        “Und? Lädst du mich ein?” wirkt in dieser Direktheit unter frischen Bekannten so erstmal etwas dreist. Tatsächlich ist es aber eine Aufforderung zum Spiel (hier geht die „Frauen wollen einen bloß Ausnutzen!“-Fraktion regelmäßig fehl). Schauen wir uns mal eine etwas dreistere Variante von Christians Antwort an:

        „Das geht mir jetzt alles etwas schnell. So gut kennen wir uns doch gar nicht. Ich habe dich doch noch nicht mal gevögelt!“

        Es gibt viele Möglichkeiten, diese Antwort falsch zu vermitteln und es gibt ebenso viele Möglichkeiten, sie misszuverstehen. Im besten Falle wird es als Aufnahme des Spiels verstanden, als ironische Brechung einer wohl bekannten Trope und als abschließender Witz, der doch aber genug offen lässt, um sexuelle Spannung zu erzeugen.

        Wer dieses Spiel nicht als Spiel erkennt, mag die Antwort hingegen als übergriffig und unverfroren werten, als Arschlochverhalten eben. So wie jemand, der den Boxsport nicht kennt, erst einmal nur eine Prügelei sieht.

        • @neuer Peter

          „Wer dieses Spiel nicht als Spiel erkennt, mag die Antwort hingegen als übergriffig und unverfroren werten, als Arschlochverhalten eben. So wie jemand, der den Boxsport nicht kennt, erst einmal nur eine Prügelei sieht.“

          Ich glaube, dass ist auch ein Aspekt, der im Pickup dem Anfänger viel bringt: Lernen, dass man sexuelle Spannung bewußt errichten und nicht gleich wieder abbauen muss, sondern im Gegenteil damit spielen kann

    • Bei ihm fehlte aus meiner heutigen Sicht das Komfort element, das gerade für eine längere Beziehung dazu kommen muss. Ich vermute auch, das sie etwas darauf aus war, sich das bei mir zu holen, sich etwas auf Podest stellen zu lassen, Komplimente zu bekommen, einmal diejenige sein können, die die strippen in der Hand hat.

      • Das ist die Ursache des „netter Kerl“-Syndroms. Dabei leiden die „netten Kerle“ unter der Vorstellung, es gäbe nur „mies“ und „nett“. Dass ein selbstbewusster UND netter Kerl jeden miesen Typen in den Schatten stellt, hat leider keinen Platz in diesem Weltbild und ist auch die Ursache für den Misserfolg.

        • @graublau

          Nett ist schon so eine Sache. Es hängt stark von der Definition ab. Selbstbewußtsein kann dann eben auch bedeuten, dass man weiß, welche Grenzen man wann überschneiden darf und wie man das macht. Andere würden das eben nicht mehr als nett bezeichnen.
          mit ein wenig positiver Frechheit fährt man aus meiner Sicht tatsächlich besser.

        • @ Christian

          „mit ein wenig positiver Frechheit fährt man aus meiner Sicht tatsächlich besser.“

          Konzepte wie: cooky and funny oder agree and amplify
          gehen in diese Richtung.

        • @ Cristian

          „Wie bist du denn zu Pickup gekommen? Was hattest du am Anfang für Probleme damit?“

          Bin eher durch Zufall darauf gestossen,
          in einer Zeit, wo die Weitergabe meiner
          Gene schon abgeschlossen war.
          Es hat mir geholfen das Verhalten der
          Frauen im Allgemeinen besser zu verstehen.
          Dadurch konnte ich vieles was ich über
          die Zeit mit Frauen erlebt hatte besser
          logisch rational einordnen.
          Zudem war dieses Wissen wichtig für
          den Verlauf meiner Langzeitbeziehung
          in den letzten ca. 10 Jahren.
          Die Nützlichkeit von PU/Game in einer
          LTR, gerade nachdem die initiale
          Verliebtheit(Oxytoxin-Phase) abflaut,
          wird stark unterschätzt.

          Dieses Material hat mich auch auf die
          Evolutionsbiologie und die Evolutions-
          Psychologie gebracht.

    • @ Geisha

      Wie Neuer Peter schon schrieb, stehen wohl die meisten Frauen auf selbstbewusste „potente“ Männer.

      Und überraschend viele Frauen finden in der Tat, dass Arschlöcher genau diese Merkmale mitbringen.

      Sonst wären Serienkiller im Gefängnis nicht so begehrt, bekämen nicht waschkörbeweise Fanpost.

      Von Frauen.

      Es gibt eine sehr dunkle Seite des weiblichen Begehrens, die Faszination für den gefährlichen, „potenten“, aggressiven, „starken“, bösen Mann, vor dem frau ein wenig Angst haben muss, der seine Umgebung durch Schreckenverbreiten kontrolliert.

      Das aber scheint ihre sexuelle Faszination/Erregung zu triggern, eine genießbare Angstlust auszulösen, vielleicht verbunden mit der weiblichen Machtfantasie, sie können den Tiger zähmen und dann reiten, ihn für sich einsetzen.

      Auch Mafiosi/Zuhälter entsprechen diesem Charakterprofil und leiden keinen Mangel an hübschen, sehr loyalen Frauen, die ihnen zu Füßen liegen.

      • Potent, aggressiv, stark sein eher für seinen beruflichen Erfolg oder für seinen Platz in der Gesellschaft und das macht ihn attraktiv für die Frauen. Ich glaube in einer Beziehung braucht er die Aggressivität nicht. 😀 Und was heißt die Frau muss ein wenig Angst haben? Sie braucht diese Angst nicht zu haben wenn sie den potenten und selbstbewußten Mann zu respektieren weiß.

        • @ Geisha

          *Und was heißt die Frau muss ein wenig Angst haben? *

          Wo schreibe ich denn, dass die Frau Angst haben müsse?

          Mir fällt auf, dass viele hoch aggressive, furchteinflößende Männer auf nicht wenige Frauen erotisch hochgradig anziehnd wirken.

          Wie erklärst Du das?

          Ich folgere: Es gibt Frauen, die Angstlust genießen, für die der furchteinflößende Mann ein erfogreicherer Höschenbefeuchter ist als der liebe, nette Sanfte, der womöglich sogar zum Ally qualifizierbar ist.

          Wie erkläfst Du dieses Phänomen, das allen gepflegten weiblichen Selbstbildern über weibliche Wahl/weibliches Begehren so eklatant widerspricht?

          Ein Phänomen, das sich in extremis so äußert: rechts Charles Manson, ein offensichtlich hoch attraktiver Greis (79, lebenslänglich in Haft), links die Frau, die ihn liebt, begehrt, heiraten will (25)

          WARUM?

          Warum bekommen extreme Gewalttäter/Serienkiller waschkörbeweise Liebesbriefe, nicht aber erfolgreiche Betrüger, die doch „harmlos“ sind?

          Was macht diese brutalen Männer so hoch attraktiv für viele Frauen?

          Was denkst Du?

          • @roslin

            „Warum bekommen extreme Gewalttäter/Serienkiller waschkörbeweise Liebesbriefe, nicht aber erfolgreiche Betrüger, die doch “harmlos” sind?“

            Dass Gewalt als Macht gedeutet werden kann und es Frauen noch mehr anspricht, wenn sie es schaffen in dem Monster das gute zu sehen und ihn zu läutern ist die eine Sache. Allerdings ist es aus meiner Sicht eher das Ende der Normalverteilung, also ein kleiner Teilbereich, der allenfalls aufgrund der Verschiebung gewisse Rückschlüsse zulässt, dass der Mittelwert bei Frauen insoweit höher liegt.
            Auf der anderen Seite können gewalttätige, schlechte Männer auch eine männliche Gefolgschaft anziehen, die Teil der Gruppe sein wollen, weil sie sich über ihn stark fühlen. Gewalt hat insofern auch Männer nicht von einer Gefolgschaft bei ihrem eigenen Geschlecht abgeschreckt.

        • „Was denkst Du?“

          Ich kann leider nur für mich selbst sprechen: Ich stehe nicht auf gewaltttätige Männer. Ich vermute mal, die Frauen, die auf die Gewalttäter stehen, eher aus der unteren Schicht kommen.

          „Wie erkläfst Du dieses Phänomen, das allen gepflegten weiblichen Selbstbildern über weibliche Wahl/weibliches Begehren so eklatant widerspricht?“

          Ich halte das weibliche Geschlecht nicht für ein pazifistisches Geschlecht. Jedoch sollst du nicht vergessen dass Christentum in seinen Anfängen sehr viele Frauen angezogen hat. Und Jesus war alles andere als gewalttätig und ein Siegertyp.

        • @diegeisha
          *Und Jesus war alles andere als gewalttätig und ein Siegertyp.*

          Ich find es sowieso witzig, wie jemand, der so konservativ ist wie Roslin, den original hippie Jesus verehrt, mit seinen Werten wie Gleichheit, Nächstenliebe, Pazifismus und Güte.
          Aber das Schöne, speziell am Katholizismus, ist ja, dass man ja seine eigenen Unzulänglichkeiten hinter der Tatsache verstecken kann, dass man ja ein Sünder sei und man hoffe, dass Gott einem dafür vergibt.

        • „dass man ja seine eigenen Unzulänglichkeiten hinter der Tatsache verstecken kann, dass man ja [Unzulänglichkeiten hat]“

          Was für ein seltsamer Satz

        • @die Geisha

          *Ich kann leider nur für mich selbst sprechen:*

          Viele Frauen sind erzürnt darüber wenn man ihre Äußerungen mit ihren Taten vergleicht.

          *Und Jesus war alles andere als gewalttätig und ein Siegertyp.*

          Jesus war so was wie heute vielleicht so ein „Motivations-Seminar-Guru“ ist, nur noch viel besser.

          Das zieht bevorzugt Frauen an, denn Frauen leiden unter Motivationsmangel, sie wären zwar gerne Vorstand, Erfinder oder Unterhehmer, aber die Motivation den harten Weg zu gehen soll vom Guru oder per Gesetz mit der Quote kommen.

          Vielleicht hat Jesus auch Pickup gemacht?

          • @borat

            „Vielleicht hat Jesus auch Pickup gemacht?“

            Seine Anziehungskraft auf das andere Geschlecht wäre jedenfalls durchaus erklärlich.
            Der Sohn Gottes, der kommende Messias, der Erlöser der Welt, dass alles mit reichlich Komfortmaterial und Gutmütigkeit gepaar, also ein guter Statusansatz und Gefühle obendrein.

        • @ Maren

          „den original hippie Jesus verehrt, mit seinen Werten wie Gleichheit, Nächstenliebe, Pazifismus und Güte“

          Tatsächlich werden die Befunde der Leben Jesu-Forschung z.T. sehr unterschiedlich gedeutet.
          So hat der Katholik Hans Conrad Zander z.B. ein Buch geschrieben mit dem Titel „Warum ich Jesus nicht leiden kann. Ein Anschlag gegen den neuen religiösen Kitsch“:

          http://www.amazon.de/Warum-leiden-Anschlag-religi%C3%B6sen-Kitsch/dp/3499196565/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395046138&sr=1-1&keywords=warum+ich+Jesus+nicht+leiden+kann

          In dem Buch wird Jesus kritisiert und sogar dafür plädiert ihn aus dem Katholizismus auszuschließen.
          Obwohl ich keine großen Sympathien für Zanders allgemeine religiöse Weltsicht habe (ich bin Agnostiker), muss ich ihm bei diesem Thema doch zugestehen, dass er die problematischen Seiten der Persönlichkeit Jesu z.T. scharfsinnig und mit guten Argumenten aus den verfügbaren Quellen heraus zu rekonstruieren versucht, ohne sie zu verdängen und schön zu reden, wie es sonst die Regel ist.

          Eine kurze Zusammenfassung seiner Thesen und der einiger anderer Jesus-Interpreten, die Jesus etwas kritischer betrachten, hatte ich dir ja schonmal verlinkt, findet sich hier:

          http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/papers/jesusvorbild.htm

          Eine ganz andere Position nimmt der US-amerikanische Leben Jesu-Forscher John D. Crossan ein.

          http://www.amazon.de/Jesus-revolution%C3%A4res-John-Dominic-Crossan/dp/340639244X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395046760&sr=1-1&keywords=John+crossan

          Sein sympathisches Jesus-Bild, beruhend auf einer Verbindung der Forschungsbefunde der Leben Jesu-Forschung mit bestimmten soziologischen Interpretationsansätzen, versteht Jesus als bedeutenden Humanisten und Vorläufer aller sozialen Bewegungen für mehr Gleichheit und Gerechtigkeit.

          Mag die zweite Interpretation sympathisch (und im pragmatischen Sinne sinnvoll sein), so scheint mir die erste von Zander aber doch auch nicht unrealistisch. Oft – nicht immer natürlich – sind große Gurus und Religionsstifter narzisstische Persönlichkeiten. Bei den verfügbaren Quellen über ihr Leben sollte man daher Hinweise auf übertrieben egozentrische und autoritäre Verhaltensweisen m.E. nicht ignorieren.

        • @Christian

          „Der Sohn Gottes, der kommende Messias, der Erlöser der Welt, dass alles mit reichlich Komfortmaterial und Gutmütigkeit gepaar, also ein guter Statusansatz und Gefühle obendrein.“

          Zustimmung.

          @Borat

          „Viele Frauen sind erzürnt darüber wenn man ihre Äußerungen mit ihren Taten vergleicht.“

          Ich bin nicht erzürnt. Ich finde es korrekter über mich zu sprechen als über das ganze weibliche Geschlecht.

          @Roslin

          Frauen stehen natürlich auf potente, machtvolle, starke Männer vielleicht auch noch auf etwas aggressive Männer, ja, das bestreite ich nicht. Christian schreibt aus seiner Erfahrung wie ein autoritärer Mann von seiner Freundin verlassen wurde (ein Arschloch der Extraklasse). Ich denke sie stehen darauf solange ihre Beziehung zu so einem Mann erträglich ist. Zu hoch ist die Gefahr, dass ein aggressiver Mann (ob erfolgreich oder nicht) auch mit seiner Freundin handgreiflich wird. Marylin Monroe zum Beispiel hielt die Gewalttätigkeit ihres erfolgreichen Ehemannes Gio di Maggio ( ein Baseballstar) nicht aus. Er ohrfeigte sie regelmäßig sobald sie nicht in der Lage war ihre berufliche Karriere für ihn aufzugeben.

          • @die Geisha

            „Ich denke sie stehen darauf solange ihre Beziehung zu so einem Mann erträglich ist. Zu hoch ist die Gefahr, dass ein aggressiver Mann (ob erfolgreich oder nicht) auch mit seiner Freundin handgreiflich wird.“

            Das gewalttätige Männer attraktiv sein können ist aus meiner Sicht gut über einen gewissen Status und auch die sexy son hypothese zu erklären.
            Allerdings ist es eben nichts absolutes. Natürlich sind dagegen auch die Risiken für einen selbst und die Frage, wie fest so eine Bindung sein kann, in der evolutionären Sicht zu berücksichtigen.

            Ich habe mal was dazu geschrieben, allerdings eher aus PU-Sicht.
            https://allesevolution.wordpress.com/2010/06/09/warum-frauen-bei-mannern-bleiben-die-sie-schlagen/

            ich könnte mir vorstellen, dass diese Aspekte da auch mit reinspielen und vielleicht auch deswegen gerade Frauen, die zB gewalttätige Väter haben später bei entsprechenden Männern landen. Es wäre so eine Art Prägung auf ein bestimmtes Niveau aus Kindestagen.

        • @ Geisha

          „Ich denke sie stehen darauf solange ihre Beziehung zu so einem Mann erträglich ist. Zu hoch ist die Gefahr, dass ein aggressiver Mann (ob erfolgreich oder nicht) auch mit seiner Freundin handgreiflich wird.“

          Nun es gibt auch die Fälle wo der Mann
          nicht zuletzt wegen seiner Härte und
          Aggressivität nach aussen erfolgreich
          ist und sich gleichzeitig gegenüber
          seinen nächsten Bezugspersonen sehr
          liebenswürdig und grosszügig verhält.
          So ein Schema ist sicher für viele
          Frauen sehr attraktiv.

        • @die Geisha

          *Ich bin nicht erzürnt. Ich finde es korrekter über mich zu sprechen als über das ganze weibliche Geschlecht.*

          Ja, _du_ sprichst über dich. Dass da ja keiner auf irgendwelche Ideen kommt und die Äußert… Ist ja eh das Internet hier. Da stimmt alles weils keiner nachprüft, wer es nicht glaubt ist unhöflich und unsachlich. Und dann die ganzen Trolle. Heieiei.

          Diese Bekundungen „Jetzt spreche ich über mich!“ „Ich kann nur für mich reden…“ scheinen eine weibliche Domäne und Kommen recht narzisstisch und selbstdarstellerisch aber wenig fruchtbar und informativ rüber, als wäre es sehr wichtig ein Selbstbild hochzuhalten und zu verteidigen.

          Eins kann ich nur nochmal feststellen: Der Vergleich weiblicher Absichten mit weiblichen Taten erlaubt dem geneigten erfahrenen Mann (oder auch mancher Frau) einen inversen Filter für weibliche Bekundungen zu erstellen.

          Auch findet er schnell an der Wortwahl und am Argumentationsstil seine Pappenheimer.I.nnen und seine Signalleuchten gehen an.

        • @Red Pill

          „Nun es gibt auch die Fälle wo der Mann
          nicht zuletzt wegen seiner Härte und
          Aggressivität nach aussen erfolgreich
          ist und sich gleichzeitig gegenüber
          seinen nächsten Bezugspersonen sehr
          liebenswürdig und grosszügig verhält.
          So ein Schema ist sicher für viele
          Frauen sehr attraktiv.“

          Ja das stimmt. Wenn ich nicht irre Joseph Fuche war so einer: skrupelloser Politiker ohne Moral, „der Henker von Lyon“ und gleichzeitig ein Familienmensch, treu und fürsorglich. Seine Biographie hat mich sehr fasziniert.

        • @ Marenleinchen

          *Ich find es sowieso witzig, wie jemand, der so konservativ ist wie Roslin, den original hippie Jesus verehrt, mit seinen Werten wie Gleichheit, Nächstenliebe, Pazifismus und Güte.*

          Ist Dir der Unterschied zwischen Sollen und Sein intellektuell zugänglich?

          Ist Dir einsichtig, dass das Beschreiben von Sein nicht seine Affirmation impliziert?

      • @ Leszek

        Die „Leben-Jesu-Forschung“ ist für Protestanten interessanter als für Katholiken, denn die Katholische Kirche glaubt daran, dass ihre Glaubenslehre in zentralen Punkten von einem fortdauerndem Offenbarungswirken des Heiligen Geistes, also Gottes selbst, durch die Zeit getragen wird.

        Gott hält sie hierin in der Wahrheit, auch in ihrer Interpretation des Lebens Jesu.

        Insofern IST sie aktuell der Leib Christi in der Welt, was den historischen Jesus, der der historischen Forschung ohnehin nur unvollständig zugänglich sein kann, ein wenig relativiert.

        Wer das Katholische Christentum kennenlernen will, kann sich ganz hervorragend informieren in diesem kurzen Büchlein, das mir vor Jahrzehnten den verlorenen Glauben meiner Kindheit auf neue, erwachsene Art wieder zugänglich gemacht hat, kurz und gehaltvoll, auch meditationstauglich:

        http://www.amazon.de/Einführung-das-Christentum-apostolische-Glaubensbekenntnis/dp/3466204550

        • Um es noch kürzer zu fassen:

          Katholiken sind nur begrenzt buchgläubig und das „historische“ Leben Jesu wird mir nur durch historische Berichte/Interpretationen nahe zu bringen sein, durch Bücher, durch Texte.

          Das ist nicht die LEBENDIGE Offenbarung Gottes, die Gegenwart ist, nicht Historie, Gegenwart u.a. und vor allem in seiner Stiftung „Katholische Kirche“.

          Die verwaltet kein Buch, keinen historischen Bericht, keine vergangene „Wahrheit“, sondern sie ist das AKTUELLE Tor des lebendigen Gottes in die Welt hinein.

    • „Oder was versteht man unter “Arschlöcher”?“

      Lol…

      Als wenn „Arschloch“ ein Terminus Technicus wäre und man das in Paris gelagerte Urarschloch zur Kontrolle heranziehen könnte, ob das vorliegende Exemplar auch ein angemessen geeichtes, „echtes“ Arschloch ist.

      Wenn diese Frage kein Strohmann ist, ist sie, äh, intellectually challenged.

      • Ich weiß es nicht. Ich kenne auch Frauen, die obwohl sie von ihren Partnern ab und zu geohrfeigt werden, sie (ihre Partner) nicht als Arschlöcher bezeichnen. Für mich wäre so ein Mann definitiv ein Arschloch.

  3. „der die Aussage einer Feministin enthielt, dass es unfair sei, diese Methoden einzusetzen, weil sie funktionieren würden und an die niederen Instinkte der Frauen appelieren würden, die sich deswegen nicht dagegen wehren könne.“

    Wie unfair! Zum Glück appelieren Frauen nie an die niederen Instinkte der Männer, sonst wären viele Männer ihnen ausgeliefert und würden selbstlos die Wünsche von Frauen erfüllen wollen.


  4. Ja ich mein im erten Kontakt kommt es ja zur Kontaktaufmahme, dann flirten und kennenlernen. Man ist miteinander vertraut.

  5. Die Videos habe ich mir mal jetzt nicht angetan, aber die Geschichte ist spannend. Ich habe es bis letzten Sommer immer als Tabu angesehen, in eine Beziehung einzugreifen. Dann hat mir aber ein charismatischer UND netter Mann, der NICHT Frauen reihenweise abschleppt, sondern in einer Beziehung lebt, gesteckt, dass man manchmal so einen Bruch benötigt. Das war augenöffnend.

    Einer Frau in einer unglücklichen Beziehung mal indirekt den Schubs in die richtige Richtung zu geben, damit sie endlich Konsequenzen zieht, ist richtig. Schade, dass es solcher indirekter Methoden bedarf, aber andererseits, wenn sie das so braucht, um zu handeln, ist das eben so.

  6. Pingback: Pickup und Ich: Kalibrierung (Teil 3) | Alles Evolution

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  8. Hi Christian, ist etwas ganz anderes, aber ich habe noch mal eine andere Frage zum „Kontakt mit den Mädels“ in allgemeinen an dich. Wenn ich mich in eine Frau verschossen habe (ich will jetzt nicht direkt das Wort Oneitis ins Spiel bringen, aber so eine fokussiert auf diese Frau ist grad da), ist es sehr schwer, dass ich sie loslassen, sollte es aber instinktiv tun, weil ich auf sexueller Ebene nicht weiter komme, bzw. ganz zu Anfang unseres „kennenlernens“ einen „Fehler“ gemacht habe und sie nicht geküsst habe (zumindest ist das mein heutiges Empfinden). Naja, ich würde sie gerne nexten, was auch im Prinzip nicht das Problem ist. Ich möchte aber ganz gerne folgende Dinge:
    1) ich würde ungern einfach den Kontakt abbrechen indem ich ihr nicht mehr antworte, sie nicht mehr grüße (leider wohnt sie in unmittelbarer Nähe, ist etwas zufällig), weshalb ich ihr in irgendeiner Form eine Begründung liefern möchte (jetzt kein „Liebesgeständnis“ oder sowas) – ich möchte es auch gern fair machen, jetzt nicht die minderwertige beleidigte Leberwurst spielen, dafür gibt es zu viele coole Frauen
    2) ich möchte, dass sie reflektiert und drüber nachdenkt, damit ich vielleicht Abstand schaffen kann und sich vielleicht irgendwann später, vielleicht in ein paar Monaten etwas (neues) ergibt
    3) Oder sollte ich eskalationstechnisch einfach aufs Ganze gehen, sie fragen: „Ich möchte nicht mehr, dass wir in Kontakt bleiben“ – Sie: „Warum das denn nicht?“ – „Darum: *KUSS*“ (ich weiß, klignt textuell etwas radikal)

    Was meinst du? „WIE“ würdest du den Kontakt abbrechen? Bzw. einfach diese Tür schließen oder eben „angelehnt“ lassen? Mich würde da mal deine Sichtweise interessieren 😉

    Lieben Gruß und vielen vielen Dank- Julian

    • Hinzufügen möcht ich noch mal eine konkrete Antwort bzw. „Ansage“, die ich mir grad mal eben überlegt habe. Sie spiegelt das wider, was ich denke und möchte – würde ich entweder ihr persönlich sagen (eher nicht, wegen der komischen Situation, die dann vermutlich entsteht) oder schreiben (das werd ich vemutlich tun): „Klingt jetzt etwas verwirrend und bestimmt auch überraschend, aber du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn wir vorerst nicht mehr in Kontakt bleiben. Nimm das nicht persönlich, hat nichts
      mit dir zu tun, ist ein persönliches Ding.“

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