Selbermach Samstag LXXVI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

32 Gedanken zu “Selbermach Samstag LXXVI

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich kann man wieder die Lila Miezekatze auf den nächstbesten Baum jagen (*Wau wau wau*). Rein argumentativ natürlich. Solange man dafür noch nicht weggesperrt wird. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Manndat:

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/10-jahre-manndat.html

    Agens:

    http://agensev.de/agens-meint/zwei-neue-buecher-aktualisieren-die-maennerdebatte/

    http://agensev.de/meldungen/herr-professorin-gaestinnen-und-gaeste/

    http://agensev.de/agens-meint/frauenquote-teil-2-quote-und-solardach/

    Birgit Kelle:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/8155-der-irre-kampf-um-die-spielplaetze

    Monika Ebeling:

    http://www.archeviva.com/presse_2/dorf/vom-kreisssaal-in-die-kita/

    Lucas Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2014/03/wie-anne-wizorek-und-ihre-freunde.html#more

    http://man-tau.blogspot.de/2014/03/wie-man-grundrechte-schutzt-indem-man.html

    Hadmut Danisch:

    http://cuncti.net/streitbar/696-muenchner-spd-will-angeblich-maedchen-zonen-auf-kinderspielplaetzen

    Arne Hoffmann:

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/schlechte-verbundete-das-quiz.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/weibliche-chefs-machen-weniger-gewinn.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/darf-die-taz-manner-diskriminieren.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/wenn-der-vater-selbst-am.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/free-to-be-boys-and-girls-40-jahre-nach.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/wie-mich-die-bild-zeitung-fragte-ob-ich.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/bettina-rohl-die-quote-spaltet-die.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/feminisierung-der-medizin-fuhrt-zu.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/michael-seemann-nazis-und-maskulisten.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/kalifornien-feministinnen-wollen.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/gastbeitrag-maximilian-putz-pick-up-als.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/schweden-grune-wollen-frauentag-als.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/interview-bleibt-am-ende-nur-noch-der.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/so-ist-es-der-sohn-einer-feministischen.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/03/madchen-foltern-autistischen-jungen-und.html

    Generell sei ein täglicher Blick auf genderama.blogspot.de empfohlen – gerade auch Journalisten.

    Sonstiges:

    http://femokratie.com/spendenaufruf-fuer-obdachlosen-vater/03-2014/#more-38514

    Und für wissenschaftlich Interessierte noch ein historisches Original zu den biologischen Grundlagen der Geschlechterrollen:

    Klicke, um auf Bateman1948.pdf zuzugreifen

    Den Bateman mögen de Femis überhaupt nicht (vgl. https://allesevolution.wordpress.com/2012/07/20/das-bateman-prinzip-feministische-wissenschaft-und-das-unwissen-der-madchenmannschaft-bezuglich-der-biologie/) – aber logisch: Pionierarbeiten zu den biologischen Grundlagen der Geschlechterrollen fallen bei denen wohl unter „sexistische Kackscheiße“ u.ä., denn biologische Grundlagen der Geschlechterrollen hat es in deren Weltbild ja nicht zu geben. Und dann geht er nur auf zwei Geschlechter ein anstatt auf 16 oder gleich unendlich viele. Aus feministischer Sicht unglaublich: Denn damit hat er transsexuelle Fruchtfliegen diskriminiert!!!

    Ich sag nur: Weiterverbreiten!

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung!)

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Hauskaninchen (Das Männchen der Hasenartigen wird gemeinhin „Rammler“ genannt! Und auch bei dieser Art gibt es nur zwei, nicht 16 verschiedene Geschlechter – auch wenn sich bei den Femis deshalb der Magenrumdreht. Aber das tut er ja sowieso: Eine Penetration ist doch immer Gewalt gegen die Frau – das gilt doch sicher auch für Kaninchen, oder???)

  2. @ El_Mocho

    Du interessierst dich doch für Versuche evolutionäre Forschungsergebnisse und Theorien mit linker Theorie und Politik zusammenzubringen.
    Kennst du folgende Schrift schon?

    Patrick Michael Whittle –

    Why Egalitarians should embrace Darwinism:
    A critical defense of Peter Singer´s „A Darwinian Left“

    Klicke, um auf thesis_fulltext.pdf zuzugreifen

    Die Schrift kann komplett im Netz runtergeladen und gelesen werden. (Wenn es nicht auf Anhieb funktioniert, einfach nach kurzer Zeit noch mal versuchen.)

    Das Buch des australischen Philosophen Peter Singer „A Darwinian Left“, auf das du in der Vergangenheit auch schon mal hingewiesen hattest, war ja eine der ersten Versuche die Forschungsergebnisse und Theorien der Evolutionären Psychologie für egalitäre linke Politik nutzbar zu machen.

    Mit dem Begriff „Darwinian Left“ meint Singer eine evolutionär-informierte Linke, sein Buch ist ausdrücklich KEIN Plädoyer für eine sozialdarwinistische Sichtweise, sondern für die Förderung einer kooperativen und egalitären Gesellschaft auf evolutionär-informierter Grundlage aus linker Perspektive.

    Peter Singer gilt als umstrittener Philosoph, nicht wegen seines Buches „A Darwinian Left“, sondern wegen einiger seiner Positionen zu ethischen Fragen in dem Buch „Praktische Ethik“. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich Singers Präferenzutilitarismus als ethische Theorie ablehne und die Kritik daran überwiegend teile. Insbesondere auch die Kritik von Interessengruppen von Menschen mit Behinderung an einigen seiner Aussagen wird von mir überwiegend geteilt. Wenn ich mich im Folgenden z.T. positiv auf Peter Singers Schrift „A Darwinian Left“ beziehe, so bedeutet dies ausdrücklich keine Zustimmung zu seiner ethischen Theorie. Man kann sich jedoch problemlos mit „A Darwinian Left“ konstruktiv auseinandersetzen, auch wenn man sein Buch „Praktische Ethik“ ablehnt. Seine Schrift „A Darwinian Left“ steht mit den kritikwürdigen Aspekten seiner präferenzutilitaristischen Ethik in keinem Zusammenhang.

    Die erste Person, die meines Wissens an Singers Idee einer „Darwinian Left“ – also einer evolutionär-informierten politischen Linken – anknüpfte, war die linke Feministin Griet Vandermassen, mit ihrer Konzeption eines die Forschungsergebnisse und Theorien der Evolutionären Psychologie einbeziehenden Feminismus (Evolutionary/Darwinian Feminism) in dem Buch „Who’s Afraid of Charles Darwin?: Debating Feminism and Evolutionary Theory“.

    Der oben genannte Autor Patrick Michael Whittle hat nun offenbar seine universitäre Abschlussarbeit dem Thema einer genaueren Ausarbeitung, Weiterentwicklung und kritischen Verteidigung von Peter Singers Idee einer „Darwinian Left“ gewidmet und diese ins Netz gestellt. Die Schrift ist mit über 200 Seiten 3 mal so lang wie der relativ kurze Text von Peter Singer.

    Ich lese die Schrift gerade, 8 Kapitel habe ich durchgelesen, die anderen bisher erst quergelesen. Ich kann das Buch daher noch nicht abschließend beurteilen, finde es bisher aber überwiegend fundiert, oft gut argumentiert und lesenswert. (An ein paar Stellen bin ich natürlich auch anderer Meinung.)

    Die ersten Kapitel von Patrick Michael Whittles Schrift setzen sich umfassend mit der innerhalb der Linken verbreiteten kritischen Haltung gegenüber evolutionären Theorien über die Natur des Menschen auseinander. Der Autor ergeht sich dabei nicht in trivialer Polemik gegen die Linke, er beschreibt die Bedenken und Argumente von linker Seite, nimmt sie ernst und erläutert dann ausführlich, warum sie seiner Meinung nach überwiegend auf Vorurteilen, mangelnden Kenntnissen und Mißinterpretationen beruhen und warum die Linke seiner Ansicht nach in der Erreichung ihrer egalitären Ziele behindert wird, wenn sie den evolutionären Forschungsstand über die Natur des Menschen ignoriert anstatt ihre Theorien und Strategien auf evolutionär-informierter Grundlage zu konzipieren.

    Interessant ist dabei, dass der Autor als Adressaten seiner Schrift ausdrücklich eine egalitäre Linke vor Augen hat und dass er die Werte, Ziele und Ideale einer egalitären Linken ausdrücklich teilt!
    In dieser Hinsicht enthält seine Schrift nicht nur eine Verteidigung von evolutionären Theorien über die menschliche Natur gegenüber der zeitgenössischen politischen Linken, sondern auch – zumindest implizit – eine Verteidigung der Werte und Ziele einer egalitären Linken vor dem Hintergrund evolutionärer Theorien über die Natur des Menschen.

    Neben einem Kapitel zum Thema „Geschlechtsunterschiede und Feminismus“ enthält die Schrift auch eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Frage, ob es genetisch disponierte durchschnittliche Unterschiede zwischen Ethnien gibt und was es für die Linke bedeuten würde, wenn dies der Fall wäre.

    Das Kapitel zum Thema „Geschlechtsunterschiede und Feminismus“ erreicht m.E. leider nicht das argumentative Niveau von Griet Vandermassen. Zwar stellt der Autor den Forschungsstand zu Geschlechtsunterschiede durchaus kenntnisreich dar, aber gerade das, was Griet Vandermassen als das Besondere eines evolutionär-psychologischen Feminismus herausarbeitet, der evolutionäre Anti-Essentialismus – der Umstand, dass es neben dem Vorhandensein durchschnittlicher biologisch disponierter Geschlechtsunterschiede auch eine große Vielfalt und Varianz jeweils innerhalb der beiden Geschlechter gibt und deshalb jeder Mensch, jenseits jeglicher normativer Rollenvorgaben, als Individuum gesehen und behandelt werden sollte – kommt bei Whittle m.E. zu kurz, obwohl er diese Auffassung offensichtlich teilt.

    An männerrechtlichen Anliegen zeigt Whittle leider bislang kein Interesse. Obwohl der der Männerrechtsbewegung nahestehende Sozialpsychologe Roy Baumeister mehrfach zitiert wird, geht Whittle nicht auf männliche Benachteiligungen ein – was für einen Linken mit einem explizit egalitären Anspruch m.E. ein großes Defizit darstellt.
    Stattdessen verfällt Whittle in ein paar Passagen leider sogar in Ansichten, die ich als vulgärfeministisch bezeichnen würde, z.B. begründet er Frauenförderung bezugnehmend auf Zitate von Steven Pinker damit, dass dadurch die Gesellschaft tendenziell friedlicher würde oder spekuliert bezugnehmend auf Aussagen von Sarah Hrdy über biologisch disponierte männliche Tendenzen Frauen zu kontrollieren.
    Bei solchen Passagen zeigt sich mal wieder, dass eine evolutionäre Sichtweise keinesfalls zwangsläufig weniger anfällig für Vulgärfeminismus sein muss als ein gleichheitsfeministischer Ansatz.
    Trotz dieser aus männerrechtlicher Perspektive kritikwürdigen Tendenzen will ich das angesprochene Kapitel aber nicht nur schlecht machen. Es enthält auch fundierte Passagen über den evolutionären Forschungsstand zu Geschlechtsunterschieden, interessante Argumentationen, warum die Linke diese nicht ignorieren sollte sowie Passagen, die ernsthaft auf Gleichberechtigung ausgerichtet sind.

    Zum kontroversen Thema der Frage nach möglichen durchschnittlichen biologisch disponierten Unterschieden zwischen Ethnien und dem Umgang damit, enthält das Buch drei Kapitel.
    Ich selbst stehe Theorien über biologische disponierte Unterschiede zwischen Ethnien bekanntlich ziemlich kritisch und skeptisch gegenüber.

    Der Autor Patrick Michael Whittle vertritt hierzu die Position, dass man die Möglichkeit des Vorhandenseins solcher Unterschiede aus evolutionärer Perspektive nicht ausschließen könne und dass eine evolutionär-informierte Linke daher einen pragmatischen Umgang mit diesem Thema entwickeln sollte.
    Unabhängig davon, was man von Whittles Ansichten zu diesem Thema hält, ist ihm m.E. durchaus abzunehmen, dass er keinesfalls rassistisch motiviert ist. (Erfreut war ich zu sehen, dass sich Whittle einige Seiten lang damit beschäftigt die Rassentheorien von Rushton zu kritisieren.)

    Insgesamt läuft Whittles Zugang zu diesem Thema m.E auf 4 Kernaussagen hinaus:
    1. Eine evolutionär-informierte Linke sollte Theorien über durchschnittliche biologisch disponierte Unterschiede zwischen Ethnien nicht vorschnell und unkritisch übernehmen. Nur beim Vorhandensein eines sehr fundierten wissenschaftlichen Forschungsstandes sei dies zu rechtfertigen.
    2. Der Kampf gegen Rassismus darf in theoretischer und praktischer Hinsicht nicht davon abhängig gemacht werden, ob es Unterschiede zwischen Ethnien gibt oder nicht: Rassismus ist völlig unabhängig von dieser Fragestellung IMMER zu bekämpfen.
    3. Dem Autor zufolge könne es für eine evolutionär-informierte Linke dann pragmatisch sinnvoll sein, Forschungsergebnisse zu biologisch disponierten Unterschieden zwischen Ethnien einzubeziehen, wenn sich begründet aufzeigen lässt, dass diese spezifischen Befunde wahrscheinlich einen Beitrag dazu leisten können, die Situation einer benachteiligten Gruppe wirksam zu verbessern.
    Eine evolutionär-informierte Linke solle alle verfügbaren Informationen aus allen Quellen nutzen, die sich für die Verbesserung der Lebenssituation einer benachteiligten Gruppe verwenden lassen bzw. mit deren Hilfe soziale Ungleichheit wahrscheinlich wirksam reduziert werden kann und dabei auch evolutionäre Befunde nicht ausschließen. Hierbei sei eine pragmatische Abwägung sinnvoll, ob bei einer Einbeziehung und Nutzung spezifischer Befunde zu biologisch disponierten Unterschieden zwischen Ethnien durch eine evolutionär-informierte Linke der potentielle Nutzen für die Reduzierung sozialer Ungleichheit durch diese Informationen die Möglichkeit der potentiellen Gefahr einer indirekten Förderung rassistischer Einstellungen deutlich überwiegt.
    4. Die Akzeptanz der Möglichkeit des Vorhandenseins biologisch disponierter Unterschiede zwischen Ethnien könnte es dem Autor zufolge einer evolutionär-informierten Linken erleichtern, einer Instrumentalisierung solcher Theorien durch die politische Rechte entgegenwirken, indem wissenschaftlich Fragwürdiges und Unhaltbares durch eine evolutionär informierte Linke leichter aufgedeckt werden könnte sowie ideologisch motivierten konservativen/rechten Interpretationen solcher Theorien, die darauf hinauslaufen soziale Ungleichheit damit zu rechtfertigen, leichter gut begründete Interpretationen entgegengestellt werden könnten, warum selbst im Falle des Vorhandenseins bestimmter Unterschiede zwischen Ethnien Bemühungen um mehr soziale Gerechtigkeit und Gleichheit fortgesetzt werden sollten.

    Seine Argumentationen hierzu entfaltet der Autor wie gesagt über drei Kapitel. Ob dieser Ansatz eines pragmatisches Umgangs einer evolutionär-informierten egalitären Linken mit dem Thema der Möglichkeit des Vorhandenseins biologisch disponierter Unterschiede zwischen Ethnien für eine egalitäre linke Politik brauchbar ist oder ob der Autor die Gefahr dadurch einer ungewollten Verstärkung rassistischer Tendenzen die Tür zu öffnen, unterschätzt hat, möge jeder Leser für sich beurteilen.

    Obwohl ich das Buch noch nicht ganz durch habe, lässt sich doch sagen, dass der Autor über die aktuellen Theorien und Debatten im Zusammenhang mit evolutionären Theorien über die Natur des Menschen sehr gut informiert ist.
    Er hat außerdem Singers Buch „A Darwinian Left“ gründlich durchgearbeitet und greift alle wesentlichen Aussagen und Argumente von Singer auf, kommentiert, interpretiert und beurteilt sie und vertieft und erweitert sie zum Teil.
    In politischer Hinsicht hält er am Ziel einer egalitären und kooperativen Gesellschaft fest:

    Gleichheit über alles! 🙂

    Wenn du, El_Mocho, das Buch noch nicht kennen solltest, würde ich dir empfehlen mal reinzulesen, da dich solche Schriften ja meist interessieren.

      • Das finde ich ja wirklich süß, dass sich jetzt alle an dem Slogan „Gleichheit über alles“ aufhängen. Dieser Spruch entstammt einer von Roslins antilinken Polemiken und ich konnte nicht widerstehen, ihn hier ironisch zu verwenden.

        Der Satz „Gleichheit über alles“ ist vom Standpunkt ernsthafter ethischer Reflektion natürlich genauso falsch wie die Verabsolutierung anderer unserer höchsten moralischen Werte:
        „Freiheit über alles“, „Sicherheit über alles“, Solidarität über alles“, „Wahrheit über alles“ usw.

        Unsere höchsten moralischen Werte kollidieren miteinander, was zu vielen interessanten Problemen und Diskussionen innerhalb der Ethik und der politischen Philosophie führt.
        Wie unsere miteinander kollidierenden höchsten Werte innerhalb einer Gesellschaftsordnung und in Bezug auf zahlreiche Einzelprobleme in ein angemessenes Gleichgewicht gebracht werden, darüber gibt es zahlreiche Debatten zwischen Vertretern unterschiedlicher politischer und philosophischer Weltsichten, wobei sich die Diskutanten meist nicht darin unterscheiden, dass sie nicht über die Wichtigkeit bestimmter zentraler Werte übereinstimmen würden, sie sich aber in ihren jeweiligen Wertepräferenzen und damit in ihren Vorstellungen bezüglich der Herstellung eines optimalen Gleichgewichts unserer höchsten Werte hinsichtlich bestimmter ethischer oder politischer Fragestellungen unterscheiden.

        Selbstverständich vertritt der oben genannte Autor Patrick Michael Whittle nicht ernsthaft einen Ansatz, der dem Motto „Gleichheit über alles“ folgt, wohl aber hat er – genau wie ich – eine (begründete) Wertepräferenz für ein egalitäres Gerechtigkeitsverständnis.

        @ Adrian

        Als libertärer Sozialist befürworte ich eine direktdemokratische Vergesellschaftung des politischen und ökonomischen Teilsystems der Gesellschaft (d.h. Abschaffung von Nationalstaat und Kapitalismus) im Kontext eines von unten nach oben, basisdemokratisch und föderalistisch aufgebauten Gesellschaftssystems.

        Ich persönlich folge Bakunins Ansatz zur Lohngerechtigkeit, indem ich gewisse Lohnunterschiede gelten lasse, wenn sie nicht zu groß ausfallen. Wer schwerer körperlicher Arbeit oder gefährlicher Arbeit nachgeht oder einer Arbeit bezüglich der allgemeine Übereinstimmung hinsichtlich einer besonderen gesellschaftlichen Bedeutung besteht, kann ruhig mehr verdienen.
        Dafür befürworte ich eine Einschrämkung des Erbrechtes, damit sich kein Reichtum über Generationen ansammeln kann.

        Als überzeugter „Kultur-Marxist“, (eigentlich Kultur-Anarchist) befürworte ich außerdem die kulturelle Hegemonie eines an Aufklärung, Menschenrechten und Demokratie orientierten universalistisch Wertesystems und einer entsprechenden Rechtsordnung.
        Linke und rechte kulturrelativistische Theorien – sei es linker Multikulturalismus oder rechter Kulturkonservatismus oder gar Patriotismus/Nationalismus – lehne ich radikal ab.

        http://www.perlentaucher.de/essay/kultur-als-politische-ideologie.html

        Identifikation und Bereitschaft zum Einreten für eine libertär-sozialistische Gesellschaftsordnung fördern wir libertären Sozialisten durch Bereitstellung weitgehender Partizipationsmöglichkeiten der Gesellschaftsmitglieder („The society I live is mine“), nicht durch anti-universalistische soziozentrische Ideologien.

        Das Recht auf individuelle und gruppale Vielfalt im Kontext eines an Aufklärung, Menschenrechten und Demokratie orientierten universalistischen Wertesystems und einer entsprechenden Rechtsordnung wird von uns libertären Sozialisten hingegen bejaht. Die Menschen können leben wie sie wollen.
        Ob individuelle oder Gruppenunterschiede ausschließlich auf kulturellen oder auch auf biologischen Faktoren beruhen, ist in dieser Perspektive zweitrangig.

        Nicht zweitrangig sind diskriminierende Einstellungen oder Ideologien gegenüber irgendeiner Menschengruppe, egal ob sie mit biologischer oder kultureller Begründung daherkommen. Diese müssen gemäß den Werten und Prinzipien des libertären Sozialismus ausnahmslos bekämpft werden – übrigens auch wenn sie in linkem Gewand daher kommen: ob die „schwarze, lesbische Frau“ oder der „weiße, heterosexuelle Mann“ zum Bezugspunkt diskriminierender Haltungen wird, ob Valerie Solanas Scum-Manifest oder der Frauenhaus-Blog – hier darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.

        • @ Leszek
          „befürworte ich eine direktdemokratische Vergesellschaftung des politischen und ökonomischen Teilsystems der Gesellschaft“

          Und was ist daran libertär?

          „indem ich gewisse Lohnunterschiede gelten lasse, wenn sie nicht zu groß ausfallen.“

          Und was ist daran libertär?

          „Dafür befürworte ich eine Einschrämkung des Erbrechtes, damit sich kein Reichtum über Generationen ansammeln kann.“

          Und was ist daran libertär?

          „Identifikation und Bereitschaft zum Einreten für eine libertär-sozialistische Gesellschaftsordnung fördern wir libertären Sozialisten durch Bereitstellung weitgehender Partizipationsmöglichkeiten der Gesellschaftsmitglieder“

          Ah, ihr „fördert“ das und „stellt das bereit“. Ist das nur Zufall oder wieso klingt das bereits jetzt nach einer libertärsozialistischen Parteiherrschaft und Nomenklatur?

          „Die Menschen können leben wie sie wollen.“

          Wie können sie das in einer Basisdemokratie mit wirtschaftlichem Dirigismus? Offenbar wird das Leben ja von basisdemokratischen Entscheidungen bestimmt, ebenso das Lohnniveau und die Verfügung über das Eigentum.

        • @ Adrian

          Der Begriff „libertär“ stammt ideengeschichtlich nun mal von uns. Dass Radikalliberale ihn sich geklaut haben und heutzutage ganz andere, z.T. gegensätzliche Dinge damit verbinden, ist nicht unsere Schuld.

        • @ Leszek

          Sehr spannend. Ich teile deine Position nicht (bin eher ein klassischer Liberaler und halte weitgehende Verteilungsgleichheit eher für ein nachrangiges politisches Ziel), finde deine Ausführungen aber sehr interessant.

          Wie wirkt sich diese deine Weltsicht denn nun auf deinen Maskulismus aus? Du hast das schöne Wort vom „integralen Anti-Sexismus“ geprägt, das ich sehr treffend finde. Wie fügt sich dieser in deine politischen Vorstellungen ein?

      • @ Adrian

        „Udn was heißt “libertär” in Deienm Sinne nun? Ich darf frei sein, solange es der Gesellschaft (“Basisdemokratie”) gefällt?“

        Der Begriff „libertär“ steht im Kontext seiner Entstehung und ursprünglichen Verwendung innerhalb des Begriffspaares „libertärer Sozialismus“ vor allem für zwei Aspekte:

        1. Libertäre Sozialisten verstehen ihre Sozialphilosophie als eine Synthese der besten Elemente von Liberalismus und Sozialismus.
        Sozialistisch ist z.B. die Idee der basisdemokratischen Vergesellschaftung des ökonomischen und politischen Teilsystems der Gesellschaft.
        Liberal ist z.B. die Betonung von persönlicher Entfaltung und Freiheit in der individuellen Lebensgestaltung.

        Jedoch verstehen wir persönliche Freiheit immer als verortet in einem sozialen Kontext. Außerhalb einer menschlichen Gesellschaft ergibt der Begriff „persönliche Freiheit“ keinen Sinn. Die Gesellschaft – nicht das Individuum – war zuerst da. Persönliche Freiheit ist daher immer von einem gesellschaftlichen Wertesystem abhängig, das diese persönlich Freiheit achtet und wertschätzt – nicht nur in einer libertär-sozialistischen Gesellschaft, sondern immer und überall. Daher auch meine obige Betonung der Wichtigkeit der kulturellen Hegemonie eines Wertesystems, das auf Aufklärung und Menschenrechten beruht.

        Der Begriff „libertär“ dient in diesem Sinne der Kennzeichnung der liberalen Elemente unserer Sozialphilosophie, bei gleichzeitiger Abgrenzung von einem radikal-liberalen Gesellschaftsverständnis.

        2. Der Begriff „libertär“ innerhalb des Begriffspaars „libertärer Sozialismus“ hat aber auch noch eine zweite Bedeutung. Er fungiert auch als Synonym für „antiautoritär“ und stellt in diesem Sinne vor allem eine Abgrenzung von autoritären Strömungen des Sozialismus dar – also solchen Strömungen, die eine Verstaatlichung der Produktionsmittel anstatt ihre direktdemokratische Vergesellschaftung befürworten und eine Parteibürokratie anstatt einer Basisdemokratie (und sei es nur als Übergangsstadium).

        Unsere Sozialphilosophie hat neben ihrer liberalen und ihrer sozialistischen Seite übrigens auch noch einen Aspekt, den man in gewisser Hinsicht als konservativ bezeichnen könnte: Wir sind der Auffassung, dass Kapitalismus und Nationalstaat zwangsläufig zur Zerstörung gemeinschaftlicher Formen der Selbstorganisation führen und dass der Kapitalismus notwendigerweise Werte- und Gemeinschaftsverfall produziert. Unser „Wertekonservatismus“ strebt danach humanistische Werte und freiwillige gemeinschaftliche Formen der Selbstorganisation zu erhalten bzw. aufzubauen.
        Wir vertreten außerdem die Auffassung, dass alle kulturellen Errungenschaften der Menschheit bewahrt werden müssen und soweit wie möglich allen Menschen potentiell zugänglich gemacht werden sollten.

        Ich verstehe den libertären Sozialismus daher als eine Synthese der besten Elemente von Liberalismus, Sozialismus und Konservatismus. 🙂

      • @ Neuer Peter

        „Integraler Antisexismus“, eine geschlechtsübergreifende Perspektive auf geschlechtsbezogene Diskriminierungen, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen, welche Frauen UND Männer sowie auch Intersexuelle/Transsexuelle/Transgender berücksichtigt, stellt – jedenfalls in meiner Interpretation – eine Ableitung aus dem Wertesystem des libertären Sozialismus dar.

        Die Ethik des libertären Sozialismus ist
        1. universalistisch, nicht relativistisch
        2. lehnt jedes Messen mit zweierlei Maß ab
        3. lehnt Haupt- und Nebenwiderspruchs-Theorien ab und postuliert eine Art „Allzuständigkeit“ bezüglich der Kritik und Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung, Herrschaft und Ausbeutung.

        „Integraler Antisexismus“ ergibt sich als Ergebnis der Übertragung dieser drei genannten Prinzipien auf den zeitgenössischen Geschlechterdiskurs.
        Da gemäß dieser Prinzipien die Probleme keiner Menschengruppe ausgeklammert werden dürfen, kann „integraler Antisexismus“ nur darauf hinauslaufen alle diejenigen männerrechtlichen und frauenrechtlichen Anliegen – sowie diejenigen von Intersexuellen, Transsexuellen und Transgendern – die begründet als berechtigt erscheinen, aufzugreifen und zu fördern.
        Dies impliziert offensichtlich die Beendigung der Ausgrenzung berechtigter männerrechtlicher Anliegen aus dem Geschlechterdiskurs, wie es gegenwärtig der Fall ist.

        Des Weiteren praktiziert „integraler Antisexismus“ eine antiautoritäre und antisexistische Kritik an autoritären und sexistischen Strömungen und Positionen im Feminismus wie im Maskulismus und fördert solche zeitgenössische frauenrechtliche und männerrechtliche Strömungen, die mit den Prinzipien „nicht-normative Geschlechterbilder, Gleichwertigkeit der Geschlechter, gleiche Rechte UND gleiche Pflichten“ im Einklang sind.

        Dem liegt als historisches Modell u.a. der historische Umgang von libertären Sozialisten mit den vielfältigen Strömungen des Marxismus zugrunde. Libertäre Sozialisten haben traditionell autoritäre marxistische Strömungen kritisiert, gegenüber freiheitlich-marxistischen Strömungen aber eine sympathisierende Haltung eingenommen.
        Es ist daher – entgegen politisch korrekter Fehlinterpretationen – m.E. völlig mit anarchistischen Prinzipien vereinbar auch autoritäre und sexistische Strömungen im Feminismus (klassischer Radikalfeminismus/vulgär-poststrukturalistischer Gender-Feminismus/Staatsfeminismus) zu kritisieren.

        „Integraler Antisexismus“ – in meiner Version – steht jedoch in völligem Einklang mit den Werten und Prinzipien der klassischen frauenrechtlichen Tradition des libertären Sozialismus, wendet diese Werte und Prinzipien jedoch konsequent auch auf Probleme von Jungen und Männern an.

        Des Weiteren bedient sich „integraler Antisexismus“ analytischen Kategorien, welche Geschlechterverhältnisse und damit verbundene sozialen Probleme in Geschichte und Gegenwart nicht einfach als einseitige Unterdrückung konzeptualisieren, sondern vor dem Hintergrund bestehender ökonomischer und soziokultureller Bedingungen als „gesellschaftliche Verhältnisse“ interpretieren, an denen Männer wie Frauen ihren jeweiligen Anteil haben – was keinesfalls als Relativierung realer Probleme von Frauen und Männern zu verstehen ist.

        „Integraler Antisexismus“ bedient sich weder eines Ansatzes des „Primates der Ökonomie“ wie bei klassischen Marxisten, noch eines Ansatzes des „Primates der Kultur“ wie im Poststrukturalismus sondern bemüht sich um eine dialektische Synthese dieser beiden Perspektiven, bei der die Wechselwirkungen zwischen materiellen und kulturellen Faktoren berücksichtigt werden, wie dies im libertär-sozialistischen Gesellschaftsverständnis angelegt ist.

        „Integraler Antisexismus“ in meiner Version bezieht biologische UND soziokulturelle Faktoren ein, hier ähnlich wie im Ansatz des „Evolutionary Feminism“ von Griet Vandermassen – nur eben mit geschlechtsübergreifender Orientierung.

        „Integraler Antisexismus“ bedient sich außerdem auch systemischer Formen der Analyse von Geschlechterbeziehungen, wo dies angebracht erscheint.

        Ausgehend von den genannten analytischen Kategorien und Perspektiven wendet sich „integraler Antisexismus“ gegen ein radikalfeministisches wie radikalmaskulistisches Verständnis der Geschlechterbeziehungen.

        Da männerrechtliche Anliegen zur Zeit in besonderem Maße ausgegrenzt werden, wird von mir persönlich gegenwärtig ein gewisser Schwerpunkt auf diesen Aspekt gelegt.
        Der theoretische Hintergrund des „integralen Antisexismus“ ist jedoch wie gesagt geschlechtsübergreifend, strömungsintegrierend und interdisziplinär ausgerichtet.

    • @ Leszek

      *Gleichheit über alles! *

      Logischer Unsinn, Leszek, ethisch nicht zu rechtfertigen.

      Wie umschifft denn der „egalitäre Sozialist“ Whittle die Aporie, das von Natur aus Ungleichartige gleichzustellen, wenn er als menschenrechtlich Orientierter – ist er doch sicher? – Freiheit und Gleichberechtigung für jedes Individuum gewährleistet sehen will?

      Das ist doch die Quadratur des Kreises, um die ich herumschwätzen kann, so dass meine Widersprüche unter Wortlawinen zugeschüttet werden, aber darum herum komme ich nicht.

      UJNGLEICHARTIGES gleichstellen kann ich nur unter Aufhebung von Freiheit und Gleichberechtigung für alle.

      Ich MUSS privilegieren (die von Natur aus Benachteiligten, die Unbegabten) und benachteilgien (die von Natur aus Begünstigten/die Begabten).

      Oder diese dazu bewegen, FREIWILLIG auf das Ausspielen einiger ihrer Vorteile zugunsten der „Naturbenachteiligten“ zu verzichten.

      Damit komme ich aber bestenfalls zum Sozialstaat, der Unterschiede trotz allem braucht, um zummotivieren, aber nie zu einer egalitaristischen Gesellschaft.

      Wieviel Egalitarismus also darf’s denn sein beim evoluionär informierten Sozialisten Whittle?

      Um die evolutionäre Informiertheit von Sozialisten noch ein wenig zu befördern, hier die erste ausführichere Besprechung des neuen Buches von Nicholas Wade, Wissenschaftsreporter der NYT, ein Weißer Rabe in dieser Voliere „A Troublesome Inheritance“.
      Es wird Anfang Mai erscheinen.

      http://www.vdare.com/articles/john-derbyshire-on-nicholas-wade-s-a-troublesome-inheritance-a-small-but-significant-step-f

      Wade hat sich auch mit Diamonds Bestseller Guns, Gerem and Steel auseinandergesetzt, wenig überraschend mit wenig positivem Ergebnis.

      Das Buch wurde ja zum Bestseller, weil es linke Empfindlichkeiten angesichts des irritierend ungleichen Erfolges unterschiedlicher Kulturen/Ethnien/Rassen = Subspezies elegant schonte mit der beruhigenden, aber leider falschen Botschaft: „Alle Menschengruppen sind gleichartig, nur ihre Umwelten sind verschieden!“

      Ungleiche Umwelten haben es aber leider an sich, ungleiche Menschengruppen zu erzeugen, ZWANGSLÄUFIG.

      So dass in verschiedenen Umwelten sich entwickelt habende Menschengruppen gar nicht gleichartig sein KÖNNEN.

      Zitat aus John Derbyshires Besprechung (Zitate aus Wades Buch in Anführungszeichen):

      *Even better is Wade’s tossing and goring of Jared Diamond’s absurd best-seller Guns, Germs, and Steel:

      „It is driven by ideology, not science. The pretty arguments about the availability of domesticable species or the spread of disease are not dispassionate assessments of fact but are harnessed to Diamond’s galloping horse of geographic determinism, itself designed to drag the reader away from the idea that genes and evolution might have played any part in recent human history.“

      In a dry little footnote to Diamond’s well-known assertion that the tribes of New Guinea are “in mental ability probably genetically superior to Westerners,” [Guns, Germs, and Steel, p. 21] Wade notes, with a reference, that the mean IQ for Papua New Guinea is 83, and adds:

      „If Diamond is thinking of some more appropriate measure of intelligence, he does not cite it.“*

      Viel Spaß beim egalitaristischen GLEICHSTELLEN bei VON NATUR AUS ungleichartigen Gruppen/Individuen.

      Mehr als ein Abmildern der sich daraus ergebenden Unterschiede/Spannungen ist nicht möglich.

      Egaiitarismus ist ein gefährlicher Wahn mit zwangsläufig bösartigen Konsequenzen, wenn er ernsthaft verfolgt wird.

  3. Wichtiges Essay von Nathanson/Young über die pervasive Misandrie unserer heutigen Kultur, ihre Ursachen und Folgen (wenn auch, wieder mal, unter Ausblendung mancher – nicht aller, allein dadurch sind Nathanson/Young bereits vielen Sozialwissenschaftlern voraus – biologischer Grundlagen dieser kulturellen Phänomene, trotzdem, wir brauchen eine umfassendere „Biologisierung“ der Geisteswissenschaften, gerade auch der Sozialwissenschaften, die das Zusammenleben des SÄUGETIERES Mensch in Gesellschaften untersuchen).

    http://www.avoiceformen.com/misandry/misandry-and-emptiness-masculine-identity-in-a-toxic-cultural-environment/

    Obwohl der Text relativ lang ist, empfehle ich jedem, ihn zu lesen. Es lohnt sich.

    Einige Auszüge:

    *Ideological feminists are not in the majority, but they are also not all on the lunatic fringe. On the contrary, they produce exceedingly sophisticated theories (such as the conspiracy theory of history)(6) and adopt equally sophisticated strategies (such as working within the established law schools and government bureaucracies instead of rioting in the streets, to achieve a social revolution that most people still find hard even to imagine). They develop these theories at respectable universities, moreover, and disseminate them through respectable publishers.(7) Eventually, these theories enter the popular culture of movies, sit-coms and talk shows. What was once truly radical, in other words, becomes conventional wisdom (until ideologues up the ante once more). In short, ideological feminists are at least as influential as egalitarian feminists in the journalistic, the academic and especially the legal circles that produce policies and laws. Although they often use the egalitarian rhetoric that is de rigueur in a liberal democracy—one that permits only gender-neutral language, for instance, in legislation—closer examination of both their statements and the results of their campaigns reveals a worldview that is anything but egalitarian and often relies on double standards.

    For ideological feminists, men are not merely deluded. They are the ultimate, eternal or even ontological enemies of women. Either they or their remote ancestors (or both) are responsible for all suffering and injustice. Most ideological feminists do acknowledge exceptions for men who convert to the new worldview, but these male feminists function as honorary women. They are acceptable not because of their maleness but despite it.

    Some ideological feminists, moreover, refer to history in overtly theological—that is, to use the more precise word that these feminists prefer, “thealogical”—terms. From this point of view, primeval men instigated a titanic conspiracy not merely to usurp power from women but also to replace the female principle of a great goddess with the male principle of their own gods. Either way, men have oppressed women ever after and will do so until the advent of a feminist utopia.

    The point here—the point that we make throughout our series on misandry—is that misandry must not remain some dirty little secret. It is pervasive, even prevalent, not only at the seemingly innocuous level of popular culture (in entertainment, say, and advertising) but also at the institutional level of elite culture (in research, teaching, legal codes and law enforcement). And it relies firmly on feminist ideology.

    The Reproductive Revolution has undermined the only remaining source of masculine identity for men: fatherhood. Many factors have contributed to this problem: new movements that trivialize fatherhood (single mothers by choice, for instance, and same-sex marriage); new movements that demonize fathers (ideological forms of feminism); new industries that reduce fatherhood to routine medical procedures (sperm banks and surrogacy); new technologies that would eliminate fatherhood or even maleness (avant-garde procedures such as cloning or parthenogenesis); new legislation that undermines even the remnants of fatherhood (joint custody, say, or abortion on demand as a private matter “between a woman and her doctor”)—and so on. Many social scientists now believe that fatherhood has no inherent links with either masculinity or maleness. Others believe that fatherhood has no distinctive or necessary function within family life. The implication is that fathers are assistant mothers at best and potential molesters at worst. Is it any wonder, then, that popular entertainment routinely presents fathers as buffoons or worse?

    Fewer and fewer boys want to become men because fewer and fewer men can convince them that doing so would mean demonstrating their ability to contribute something distinctive and necessary to society. No one has yet come up with a solution to the problem of toxic masculinity in a toxic cultural environment, but no one ever will without first identifying it correctly.*

    Es gibt eine Lösung. Sie dämmert herauf, allmählich, schleichend.

    Die toxische Kultur geht an ihrem eigenen Gift zugrunde.

    Das ist eine Lösung.

    Keine schöne, aber eine Lösung.

    Ich denke, sie steht unseren Enkeln und Urenkeln bevor.

  4. Nach dem harten Stoff, etwas Humorvolles:

    Gelungene Selbstparodie von empauerten Pauerfeminist.I.nnen- „I’m not bossy – I AM THE BOSS“

    Und ein paar Hello-Kitty-Allies.

    Ich fürchte nur, they don’t get the joke.

    Die meinen das ernst.

    • … Wieder stehen emotionen und zwischenmenschliche beziehungen im fokus. Die sache, das verhalten, der konkrete anlass wird nicht beachtet. Die propagierte loesung ist ein sprechverbot, dass sich ja bereits bei der kleinkindererziehung bestens bewaehrt hat. Was sich aendern soll, wenn man das wort, ja den gedanken an „bossy“, eliminiert, erschliesst sich mir nicht.

      Zum glueck hat sich kein mann an diesem video beteiligt, sondern lediglich die creme de la creme der powerfrauen 😀

    • Wie jetzt, die Frau wurde nur einmal angehalten? Da ergeben sich ja ganz neue Möglichkeiten für Frauen ohne Ausbildung schnell Geld zu verdienen ohne „ihre Würde zu verlieren“ oder weiß der Geier.

      Es ist so krank!

    • @ Neuer Peter

      Typisches Beispiel für die schonende Vorzugsbehandlung, die Mädchen/Frauen durch die Bank von Kindesbeinen an erfahren: „Mädchen/Frauen muss man schützen/helfen“ versus „Jungen/Männer müssen selbst sehen, wo sie bleiben, sind verantwortlicher, sind daher weniger hilfswürdig und ganz besonders strafwürdig!“

      Das bestimmt die Umwelt(erfahrung) von Mädchen/Frauen, definiert für sie „DAS NORMALE“ = Vorzugsbehandlung.

      Das macht feministische Annalüse so besonders dumpfbackig-ignorant-selbstgerecht.

      Wenn Frauen von Männern gleichberechtigt und nicht bevorzugt behandelt werden, dann FÜHLEN sie sich diskriminiert, weil die gewohnte Vorzugsbehandlung wegfällt.

      Das passiert ihnen zunehmend in der Arbeitswelt, dort, wo KONKURRIERT werden muss > #Aufschrei, Extrawürste, Förderkrücken und geschützte „Spielzonen“ = Laufställchen und Stützrädchen am Fahrrad für die Holde Weiblichkeit, nicht zu vergessen die Quotensänfte.

      Dem können Männer kaum entgehen. Es sei denn, sie lassen Frauen mit ihren Problemen weitgehend alleine (MGTOW), so dass diese gezwungen sind, sich restlos auf sich selbst zu besinnen, selbst erkennen können, wozu Männer nütze sind, was sie können, was sie nicht können.

      Viel Spaß dabei.

      Dass Vernunft über unsere Instinkte siegen könnte, glaube ich dagegen nicht.

      Nur (bittere) Erfahrung bricht Wunschdenken und Wunsch“wahrnehmung“ auf.

      Um die kommen wir wohl leider nicht herum (d.h. „wir“ = unsere Generation vielleicht doch noch, gerade noch so, aber wehe den Enkeln und Urenkeln, an ihnen straft Gott unsere Sünden).

      • @ Alexander

        „Wenn Frauen von Männern gleichberechtigt und nicht bevorzugt behandelt werden, dann FÜHLEN sie sich diskriminiert, weil die gewohnte Vorzugsbehandlung wegfällt.

        Das passiert ihnen zunehmend in der Arbeitswelt, dort, wo KONKURRIERT werden muss > #Aufschrei, Extrawürste, Förderkrücken und geschützte “Spielzonen” = Laufställchen und Stützrädchen am Fahrrad für die Holde Weiblichkeit, nicht zu vergessen die Quotensänfte.“

        Da sprichst du etwas an, das ich in letzter Zeit auch häufiger beobachtet habe. Ich habe über Freunde derzeit ein wenig mit Leuten zu tun, die jetzt mit Mitte Zwanzig von der Uni kommen.

        Und hier beobachte ich genau das: Wird der Schritt aus der warmen Schutzzone gemacht und es schlägt einem zum ersten Mal der kalte Wind entgegen, ist das eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.

        Da ist die Prinzessin Lilifee, die sich augenaufschlagend beschwert, dass sie im Büro niemand ernst nimmt.

        Da ist die Blödsinnsstudierte, die ihre Probleme auf dem Arbeitsmarkt auf das Patriarchat zurückführt.

        Da ist das Mädchen, das sich beschwert, dass Frauen keine gesunde work/life-Balance ermöglicht wird. Die Frau ist single und hat keine Kinder.

        Wir haben es mit einer Generation von Vierjährigen zu tun.

        /rant

        • @ Neuer Peter

          */rant*

          John Hembling rantet auch, Zitat:

          *Indeed, the dialling back of feminist rhetoric from the flat absurdity of rape culture, sex-differentiated alcoholic unconsent, or mono-directional domestic violence, to merely unreasonable stupidity. Such as the stupidity of claiming the sexual demographic dying in mines, fishing, logging and every other death profession are the secret overlords of the world, while the leisure caste dominating the spending of disposable income, and the electorate, and higher education are, by some strange measure; oppressed. It’s called patriarchy, and when suicide rates, death rates, employment rates, education are pointed out in obvious refutation, well, we are all to be assured that “patriarchy hurts men too, stupid”.*

          http://www.avoiceformen.com/feminism/feminisms-cracking-foundation/

          Das ist für mich das eigentlich Spannende: Wie ist es möglich, dass eine so verlogene Ideologie, mit ihren gefälschten, frisierten Statistiken und (bestenfalls!) Halbwahrheiten über Jahrzehnte den Geschlechterdiskurs bestimmen kann und – machen wir uns nichts vor – immer noch bestimmt, auch wenn John Hembling Risse im Fundament sieht.

          Die sehe ich, nebenbei gesagt, auch – Risse im Fundament.

          Nur reichen die Risse im Fundament, die ich sehe, weiter und tiefer als nur durch’s feministische Fundament, Risse im Fundament der westlichen Kultur selbst, von denen der Feminismus als Dekadenzphänomen auch nur einer ist, vielleicht nicht mal der wichtigste Riss.

          Aber trotzdem – wie ist das möglich, das solche Schrullen unherausgefordert jahrzehntelang den Diskurs bestimmen können und KAUM JEMAND widerspricht, nicht im Fernsehen, nicht im Radio, nicht in den Zeitungen, kaum jemand fordert heraus, widerlegt und das in einer vorgeblich freien Gesellschaft, ohne offene Zensur, ohne Gestapo- oder NKWD-Terror, eine Gesellschaft mit „freien“ Medien, in denen eine Plethora von Leuten arbeitet, die „KRITISCH, modern und progressiv“ sind.

          Progressiv dement oder was?

          Unheimlich eigentlich, dieses Phänomen einer Selbstgleichschaltung so vieler einzelner.

          Eine Vereinmütigung durch ZEITGEIST.

          Was ist Zeitgeist?

          Das treibt mich um.

        • „Das treibt mich um.“

          Mich auch. Wir Heutigen sehen mit Erstaunen auf unsere Vorfahren. Wie konnten die nur einem Hitler oder Stalin usw nachlaufen? Ich glaube die haben nicht glauben können was doch eigentlich für jeden, in zumindest groben Zügen, erkennbar sein konnte. So wohl auch heute, die Menschen denken, was alle für richtig halten kann doch nicht falsch sein.

          Ich denke Schopenhauer hatte es wohl richtig erkannt, indem er meinte, daß die Leute lieber glauben wollen als selber zu denken und zu urteilen. Der Mensch braucht offensichtlich immer einen Leithammel. Die Alten wussten es auch, denn die Volksweisheiten von eben dem Leithammel und sowas wie den Lemmingen sind ja Legion …

        • Aus dem Artikel:

          „Absent the violence by proxy of feminism’s collaborating enforcers – we end up with a social emotional exhaustion about any claim of victimhood, even from actual victims when they happen to be female. If all sex is rape, as gendered thought police now insist – then exhausted, nobody can muster much actual care for real victims who might be dotted around our social landscape.“

          Ich frage mich ja, ob derartige Ermüdungseffekte tatsächlich irgendwann großflächig einsetzen.

          Ich hätte zu diesem Thema auch mal wieder eine persönliche Anekdote, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich sie auch erzählen will.

        • der aktuelle zeitgeist ist wesentlich von egalitaeren 68-er hippie utopien gepraegt, @alexander. sloterwijk, oder so aehnlich, hat das in einem spiegel-artikel beschrieben.

  5. Ein nettter Auszug von „Survival of the Prettiest“ (Nancy Etcoff) über Schönheitsneid und intrasexuelle Konkurrenz

    Beauty Envy

    >[There] are two reasons women care so much about beauty. The first is men. The second is women. Women’s glances can be as scrutinizing as the male gaze, only more critical. The root is female-female competition for males, just as the root of male aggression and competition is male-male competition for females. Science writer Matt Ridley suggests that men and women mold each other, and mold the status hierarchies within each sex: “Pamela Anderson Lee was made by men, just as Mike Tyson was by women.” Just as generations of men have wanted voluptuous women and generations of women have wanted alpha males, selection pressures have given us what we have desired.
    Women torture themselves about minor beauty flaws, and can’t help but compare their looks with those of other women. When the other woman is more beautiful, they feel envious, and may subconsciously try to even the score (she must be dumb or shallow, a bitch or a bore). … On the one hand, women admire beautiful women, copy their styles, and allow them top places in the female hierarchy. But they also envy these women, and the envy poisons the pleasure. Envy is hostility toward the very thing one desires.
    Why is there so much self-denigration and envy? Because every woman somehow finds herself, without her consent, entered into a beauty contest with every other woman. No matter how irrelevant to her goals, how inappropr
    iate to her talents and endowments, or how ridiculous the comparison, women are always compared one to another and found wanting. Hillary Clinton’s haircuts and the length of Marcia Clark’s skirts get as much press coverage as their words and actions. Oskana Baiul captured the gold medal in skating, but this did not make her acceptable in her own eyes for the camera. She held up the ceremonies to apply additional makeup, while her exasperated competitor, the silver medalist Nancy Kerrigan, snickered. It highlighted a mean little thought some people harbored: Oksana’s performance might have been better, but Nancy looked better.
    Men have greater freedom to compete on many playing fields. Athletes, political figures, and CEOs do not fight it out over the Mr. Universe prize. But ask a politician or an athlete about his opponent, and you can see envy as venomous as that of woman appraising the looks of another. Envy is always focused on competition for prime resources, and, for women, looks play a prime role in their fate in life. As Aristotle Onassis said, “All the money in the world would make no difference if women did not exist.” The spoils of success are sexual success, and, for women, this still revolves around the way they look.
    Competition among women based on looks is bruising. As Fran Lebowitz has said, most women respond to envy “by being upset, by feeling guilty, by feeling they’ve hurt people’s feelings. Men recognize envy for what it is- a sign of success. And it spurs them on.” Consumer cultures have brought the beauty competition among women to frenzied heights. We don’t compare ourselves to people whose attainments are out of reach, but the idea of the level playing ground is that anything and anyone are within reach. As Bertrand Russell said, “Envy is the basis of democracy.” By making all seem attainable, it puts many people in a craving state that is ultimately impossible to satisfy. Russell writes, “If you desire glory, you may envy Napoleon. But Napoleon envied Caesar, Caesar envied Alexander, and Alexander, I dare say, envied Hercules, who never existed. You cannot therefore get away from envy by means of success alone, for there will always be in history or legend some person even more successful than you are.”
    Today the average woman compares her genetic physical endowments with a few hand-picked models. Despite their surreal beauty, the media insist that their beauty is attainable through hard work and effort and buying the right product. At one time we envied only our neighbors because they were all the world we knew. It must have been a little more comforting: it’s one thing to win the neighborhood beauty contest, quite another to be put against the top one percent in the world.<

  6. Danisch berichtet, dass die Universität Zürich wohl Webseiten sperrt, die den „Verhaltenskodex Gender Policy“ verletzen. Genaueres ist nicht bekannt.

    http://www.danisch.de/blog/2014/03/16/mehr-ccc-erleuchtung-gender-zensur-an-der-universitaet-zuerich/

    Wie formulierte es Schoppe neulich so schön?

    „Die Möglichkeit, andere beliebig ausschließen zu können, ist ein sicheres Kennzeichen für Privilegien.“

    Die autoritäre Genderia zeigt wieder einmal, wes Geistes Kind sie sind. Ich finde das gut. Wir können eigentlich gar nicht genug von diesem Blödsinn haben. Die Gefahr ist nur, dass sich derartige Tabus normalisieren und irgendwann auch von Nicht-Spinnern verinnerlicht werden.

  7. Eine Gute-Nacht-Geschichte

    Serienkiller sind ja auch erfolgreiche Pick-Upper, sonst könnten sie keine erfolgreichen Serienkiller sein.

    Mich wundert, warum der Herr Kollege noch kein Filmheld geworden ist:

    http://de.wikipedia.org/wiki/H._H._Holmes

    Wie gemacht für die schwärzeste Schwarzwald-Klinik aller Zeiten.

    Ich stieß auf ihn, weil sein Hotel, über dessen Abbildung ich in der Google-Bildersuche zufällig stolperte, so unheimlich auf mich wirkte, kann gar nicht genau sagen, warum.

    Der Bau ist künstlerisch bedeutungslos, wirkte nur seltsam … bedrohlich auf mich.

    Eigentlich war ich auf der Suche nach Abbildungen von Bauten der Chicagoer Weltausstellung von 1893 (viele schöne, ephemere Beaux-Arts-Bauten).

    Palace of Mechanic Arts, World's Columbian Exposition, Chicago, IL (1893)

    Und unter den vielen bombastischen Bauten wird mir dann auch dieser gespenstisch wirkende Kasten angezeigt:

    Deshalb klickte ich das Bildchen an und stieß auf die Geschichte des umtriebigen Herren, von dem ich noch nie gehört hatte.

    Eigentlich ein idealer Filmstoff: ein Hotel mit hunderten von Zimmern, darunter etliche fensterlose Kammern und Verliese, ein Folterkeller, Falltüren – ein veritables Horrorhaus.

    Mit echtem Horror.

    Und Hollywood („Gedreht nach einer wahren Geschichte!“) hat’s noch nicht vewurstet.

    Seltsam.

  8. Traurig:

    http://time.com/18102/mens-rights-activists-didnt-like-lena-dunhams-snl-skit-jewelry-party-reddit/

    Bin eigentlich ein Fan von SNL, manchmal wirklich sehr geil, aber wenn die jetzt auch feministische Propaganda machen, war es das für mich. Ich konnte da nicht mehr lachen. Wenn in der Öffentlichkeit nur das Bild von den Idioten, die sich leider auch MRA’s nennen, transportiert wird, wir sich an dem Bild dieser Bewegung auch nix ändern. Und wer hat wohl Interesse die MRAs lächerlich zu machen?

  9. Noch mehr Tröstliches

    Um Ängsten vor einem stärker werdenden Einfluss des Islam auf westliche Gesellschaften und ihre politische Kultur entgegenzuwirken, möchte ich wieder einmal darauf verweisen, dass der Islam auch sehr schöne Seiten hat, jenseits seines Vorzuges, dass er uns vom Feminismus befreien kann.

    Hier eine meiner Lieblingsmoscheen in Istanbul, die kleine Sultansmoschee in Ortaköy, direkt am Ufer des Bosporus gelegen.

    Der Sultan besucht den prächtigen kleinen Kuppelbau mit vorgelagertem Palais im Stil des Osmanischen (Neo-)Barock – ein Foto aus dem Jahre 1875:

    Am Kai haben 2 Kayiks festgemacht, Prunkbarken, mit denen die Sultane die Gewässer um Istanbul befuhren, um zu ihren Uferpalästen zu gelangen, Flottenparaden abzunehmen oder, wie hier, Moscheen zu besuchen.

    Sie (auch andere hohe Würdenträger des Reiches, etwa der Großwesir) saßen dabei unter den Baldachinen, hier z.B. der Sultan vor der Dolmabahçe-Moschee (li.) und dem gleichnamigen gewaltigen Palast (re.), dem größten und prachtvollsten aller Sultanspaläste.

    Die Ortaköy-Moschee heute

    Das Innere des kleinen Festsaales Gottes:

    Im Frühling ist das Licht in der Moschee besonders schön:

    Die Architekten Garabet und Nigoğayos Balyan (Vater und Sohn) haben die Moschee 1853 für Sultan Abdülmecid I. entworfen , Angehörige einer Dynastie armenischer Architekten, die vom letzten Jahrzehnt des 18. Jhdts. an für fast 100 Jahre in ununterbrochener Reihenfolge die Hofarchitekten der Sultane stellten.

    1856 konnte das Gebetshaus eingeweiht werden.

    Auch Dolmabahçe-Moschee und -Palast (s.o.) wurden von Angehörigen der Familie Balyan entworfen.

    Multikulti im Osmanischen Reich.

    Bis zum Völkermord an den Armeniern.

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