Sexualpartneranzahl und Aussicht auf eine stabile Beziehung

In einem Artikel von Evilmichi zum Thema, ob Männer „Schlampen“ attraktiv finden kam es auch zu der Frage, inwieweit die Anzahl der Leute, mit denen man Sex hatte, die Aussicht auf eine stabile Beziehung reduziert, was ja auch hier schon in den Kommentaren Thema war.

Da muss man natürlich erst einmal definieren, was überhaupt viele sind, was gar nicht so einfach ist.

Ich würde sagen, dass heute die meisten jungen Menschen in ihren jungen Tagen Beziehungen und Sex haben und ich persönlich finde daran nichts verwerfliches. Im Gegenteil: Es ist Ausdruck eines normalen Sozialverhaltens auch seine Sexualität auszuprobieren und zu entdecken.

Mich persönlich würde auch eine Jungfrau für eine Beziehung gar nicht reizen, dazu bin ich aber auch inzwischen zu alt. Ich möchte eine Frau, die weiß, was sie macht und die inzwischen auch weiß, was sie mag. Die ihre Anfängerfehler in Beziehungen gemacht hat, die weiß, dass nicht alles Hollywood ist und eine realistische Vorstellung von der Beziehungswelt hat.

Ein Bekannter meinte mal, dass man viel daraus lernt, wenn man einmal Schluss gemacht hat und einmal Schluss mit einem gemacht wurde, dass es Erfahrungen sind, die einem einiges über Beziehungen und sich selbst beibringen.

Das würde also das „untere Ende“ sexueller Erfahrungen betreffen, also eine geringe Erfahrung in diesem Bereich.

Beim oberen Ende würde ich sagen, dass eine sehr hohe Zahl durchaus Anlass zur Vorsicht sein kann, aber nicht muss.

Es kann ein Zeichen sein, dass die jeweilige Person eben keine festen Bindungen eingehen kann, bei Problemen zu schnell weg läuft oder Partner zu sehr von ihr genervt sind um es lange mit ihr auszuhalten. Es kann sein, dass derjenige den Ego-Push der Bestätigung braucht oder immer wieder etwas neues. Es kann gerade auch bei einem Mann bedeuten, dass er es sehr einfach findet mit Frauen zu schlafen und sich das dann nur sehr schwer abgewöhnen können wird.

Es kann natürlich auch einfach bedeuten, dass derjenige einfach eine wildere Zeit hatte, in der er sich etwas ausgetobt hat.

Interessant wird also letztendlich wohl sein, warum und wie derjenige mit anderen geschlafen hat.

Gute Studien zu der Frage sind schwer zu finden. Hier wird eine Studie der Heritage Foundation, einem konservativen Think Tank, besprochen, die zeigt dass bei mehr Sexpartnern die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die erste Ehe geschieden wird.

Sexpartner Scheidungsrisiko

Sexpartner Scheidungsrisiko

Immerhin scheint es in der 2006-2008 Studie schon wieder zu steigen. Allerdings darf man vermuten, dass Frauen, die als Jungfrauen im Jahr 2008 in eine Ehe gehen aus einem extrem religiösen Hintergrund kommen, der eine Scheidung gar nicht erst zu einer Option macht. Zwischen einem Partner mit geschätzten 52% und 4 Partnern besteht ein nur sehr geringer Unterschied, bei neun Partnern sind wir bei ca 41% (wobei die Spanne mit „5-9“ ja durchaus groß angesetzt ist, ebenso im nachfolgenden „10-20“

Ob man der Studie trauen kann oder mit ihr nur eine konservative Agenda durchgesetzt werden soll wäre eine andere Frage.

Sie beantwortet auch nicht die Frage, ob gerade die Frauen schuld sind oder ihr schlampiges Verhalten: Wenn Frauen, die mit vielen Männern schlafen, zB eher auf den Bad Boy stehen, der eh keine Bindung will, dann kann es die Wahl des Partners sein, die dann auch dazu führt, dass sie häufig geschieden wird und mit einem anderen Partner kann es dann besser laufen, wenn sie ruhiger geworden ist.

Sprich: Die Forschungslage ist aus meiner Sicht noch nicht sehr befriedigend.

32 Gedanken zu “Sexualpartneranzahl und Aussicht auf eine stabile Beziehung

  1. Sie beantwortet auch nicht die Frage, ob gerade die Frauen schuld sind oder ihr schlampiges Verhalten

    Das sieht für mich nach „false dichotomy“ aus, ich denke, da sind noch deutlich mehr Gründe denkbar.

    Ohne was über die Wahrscheinlichkeit zu sagen, könnte ich mir vorstellen, dass typischerweise derjenige mit weniger Erfahrung die Ehe will (weil man selber „normal“ ist, der andere „viele“ hatte, und man sich von denen als „der/die echte“ abgrenzen will).

    Da aber im schnitt Frauen die Ehe beenden (korrigiert mich, wenn ich irre, aber ich meine, dazu war auch hier im Blog mal was) sollte man damit rechnen, dass die Ehen, die die Frauen wollten stabiler sind, Ehen, die die Männer wollen, instabiler.

    • @keppla

      „ich denke, da sind noch deutlich mehr Gründe denkbar“

      Ja, ich kann mir auch diverse Gründe vorstellen, die da eine Rolle spielen können

      „Ohne was über die Wahrscheinlichkeit zu sagen, könnte ich mir vorstellen, dass typischerweise derjenige mit weniger Erfahrung die Ehe will“

      interessanter Gedanke. ich kann mir aber auch umgekehrte Konstellationen vorstellen. Vielleicht weil derjenige sich dann gerade bei jemanden niederlassen möchte, der „bodenständiger“ ist und seine Ernsthaftigkeit mit der Ehe unterstreichen möchte.

      „Da aber im schnitt Frauen die Ehe beenden (korrigiert mich, wenn ich irre, aber ich meine, dazu war auch hier im Blog mal was)“

      https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/01/warum-reichen-frauen-eher-die-scheidung-ein/

      „sollte man damit rechnen, dass die Ehen, die die Frauen wollten stabiler sind, Ehen, die die Männer wollen, instabiler“

      Rechnet aber nicht mit ein, dass beide ja auch gleich viel haben könnten oder zumindest der Unterschied nicht sehr groß ist, wenn sich gleich und gleich gern gesellt. Gerade in dem Bereich „3-7“ werden ja die Unterschiede sehr gering zwischen den Partnern sein, es scheint mir heute eine sehr übliche Zahl an Sexualpartnern.

  2. Das ist doch alles ein Trick mit der Definition von „stable marriage“. Wenn sie eine 30-jährige befragen muss sie spätestens mit 25 geheiratet haben, um in diese Kategorie zu fallen, d.h. sie hatte wesentlich weniger Zeit für mehr Sexpartner als eine 30-jährige die unverheiratet ist.

    Letztendlich ist für mich die (unwissenschaftliche) Aussage des Diagramms „Frauen, die spät heiraten, heiraten spät“.

    • Schlimm, wie du hier die Tatsachen verdrehst.

      Ab 35 hat es doch wirklich fast jede Frau gemerkt wie schlecht Männer sind, sofern sie nicht durch rigiden sozialen Druck daran gehindert wurden festzustellen dass nicht nur ihr Mann sondern alle so schlimm sind.

      Deswegen haben Männer ja auch so eine Angst vor erfahrenen Frauen und meiden sie.

      Da muss man der Frau ab 40 hoch anrechnen dass sie sich trotzdem selbstbewusst auf Partnerbörsen an Männer wendet.

      Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      • Na Du hast den femininen Imperativ ja wirklich internalisiert.

        Schau mal: Frauen ab 35 sind uninteressant, weil man mit ihnen keine Familie mehr gründen kann. Sie sind zu alt um Kinder zu bekommen. Die Attraktivität ist verwittert. Sie haben ihr Leben lang ihren Intellekt seit der Pubertät nicht trainiert weil sie damals lieber Weibchen wurden.

        Männer haben davor keine Angst, sie sind einfach nicht interessiert. Denn vor allem zerstört jeder Sexpartner ganz unmittelbar die emotionale Bindungsfähigkeit der Frau.

        Es sind die Männer, die keine Beziehung mehr finden können und darüber als Reaktion auf das feministische Elend die „rote Pille“ nehmen. Das ist nach mehreren Generationen Konditionierung auf den FI zwar nötig, aber ziemlich schmerzhaft. Das hat nichts mit schlimm zu tun.

    • @adrian

      Ein weiterer Effekt: Wenn sie wegen geringer Wahlmöglichkeiten unerfahren ist, dann kommt es auch häufig dazu, dass der erste feste Partner geheiratet wird, weil man froh ist, was gefunden zu haben.(bei Männern auch etwas, was ich schon häufiger beobachtet habe)

        • @ Adrian

          Als „Allheilmittel“ habe ich das nie verkauft. Roslin hat sich auch schon mal dahingehend geäußert, dass eine zu starke männliche Konkurrenz um Frauen einer Gesellschaft schadet. Und dass eine Gesellschaft nach sexueller Befreiung nach ein Paar Generationen zusammenbricht – letzteres habe ich so nie postuliert (Halte es aber für möglich.)

          @ Christian

          Gesellschaftliche Einschränkungen? Klingt ganz schlimm. Klingt nach harten Maßnahmen, die ich noch nie befürwortet habe. Ich bin nicht für unmittelbare Einschränkungen einzelner Menschen. Ich finde aber schon, dass z.B. die Möglichkeiten, die Frauen heute dank Online-Partnerbörsen zum Selektieren und Vorselektieren haben, und die ein historisch einmaliges, unnatürliches Niveau haben, so zu groß sind. Ich finde auch, dass die Hürde für eine Scheidung höher liegen müsste, als sie es jetzt tut, und das Scheidungen nicht typischerweise einen Sieg der Frau über den Mann darstellen dürfen. Und ich finde, dass eine Bildungs- und Arbeitsmarktmisere der Jungen/Männer ebenfalls schlimme Effekte auf den Partnermarkt haben wird, ihn weiter entfesseln wird. Das sind weniger „Einschränkungen der Wahlmöglichkeiten“ (zumindest keine direkten), sondern fairere, gesündere, natürlichere und normalere Verhältnisse.

  3. Das scheint mir eine typische, interessengeleitete Statistik zu sein, die m.E. so überhaupt nichts aussagt. Es fehlt m.E. eine Aufschlüsselung nach Alter und nach Ehedauer. Und dann noch eine Angabe, wie groß der Prozentsatz ist, die überhaupt geheiratet haben. Ein wesentlicher Punkt ist doch auch noch, wie zufrieden jemand in seiner aktuellen Situation ist. 😉

    Und dann würde ich „stabile Ehe“ eher an das Kriterium anlehnen: „haben zusammen ein (mehrere) Kind(er) großgezogen“. Also eher bei 20 Jahre Dauer statt 5 …

    Aber da würd die Statistik wohl überhaupt viel zu schlecht ausschauen, oder? 😉

    Und so weiter …

    • PS: wie das bei den Männern aussieht, wurde wohl nicht betrachtet. In „traditioneller“ Moral ist ja auch nur (tieferer Grund vermutlich die „Vaterschaftssicherheit“) die weibliche Treue wichtig. 😉

    • @robert W

      Ich war auch eher mißtrauisch, aber habe nichts anderes gefunden. Wäre ja ein interessantes Gebiet, gerade wenn man dann doch tiefer hineingehen würde und aufschlüsseln würde, warum die Ehe scheitert bzw. die Beziehungen davor. Aber das wäre natürlich ein immenser Aufwand

  4. Ich glaube, dass diese wirklich Korrelation besteht, aber verschiedenen Faktoren geschuldet ist.

    Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist eine primär gestörte Bindungsfähigkeit, die sowohl die Chance auf eine stabile Beziehung erniedrigt, als auch die Zahl der Sexualpartner erhöht.

    • @ratloser

      Dass dies ein Faktor sein kann, dass kann ich mir auch vorstellen. Es kann eine Vielzahl sehr negativer persönlicher Faktoren dafür sprechen, dass die jeweilige Person häufiger Single ist und damit mehr Sexualpartner hat.
      Allerdings wäre die Anzahl der Sexualpartner dann nicht der auslösende Faktor, sondern würde sich aus diesen Faktoren ergeben. Demnach würde sich bei Personen, die diese negativen Faktoren nicht haben, aber dennoch viele Sexpartner (zB aus Spass am Sex) gerade kein zulässiger Rückschluss ergeben

  5. Sehr interessanter Artikel.

    „Sprich: Die Forschungslage ist aus meiner Sicht noch nicht sehr befriedigend.“

    Ja, die Details hier sind nicht trivial, ebenso muss man dieser Studie nicht unbedingt trauen.

    Auf der anderen Seite ist es nur logisch, dass mit steigender Anzahl der Sexualpartner vor der Ehe die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass die Ehe schiefgeht.

    Einerseits können zwar Erfahrungen mit Beziehungs- und Sexpartnern vor der Ehe der Wahl des Ehepartners/der beziehungsfähigkeit helfen.

    Andererseits aber ist ein Mann, wenn er der X-te der Frau ist, nichts besonderes mehr für sie – als erster schon. Sie hat vorher halt (auch wenn sie selbst manchmal weggekickt wurde) mit dem Schluss machen eine Methode kennen gelernt, die nicht eine Notlösung darstellt, sondern eben eine normale Methode ist. Eine Frau, die im Schluss machen Routine hat, macht auch eher mit dem Ehemann und Vater ihrer Kinder Schluss.

    Klar: Nicht unbedingt die Anzahl der Sexpartner selbst, sondern auch innere Einstellungen der Frau wie z.B. Religiösität beeinflusst die Scheidungswahrscheinlichkeit. Die tief religiöse Frau, die keinen Sex vor der Ehe hat, lässt sich auch nicht scheiden. Allerdings nicht, weil sie vorher keine Partner hatte, sondern weil sie halt tiefreligiös ist.

    Sinnvoll ist es aber auch, das Ganze einmal auf Populationsebene zu betrachten, also unabhängig von individuellen Eigenschaften der einzelnen Frauen und Männer:

    Es ist logisch, dass in weitgehend seriell polygynen Paarungssystemen Frauen vor der Ehe mehr Sexpartner haben als in weitgehend monogamen Paarungssystemen, und dass in solchen weitgehend seriell-polygynen Paarungssystemen auch Ehen weniger lange halten.

    Das liegt nicht nur an der einzelnen Frau. Denn auch eine tiefreligiöse, die aus Glaubensgründen keinen Sex vor der Ehe hat, wird in einer weitgehend seriell polygynen Population eher vom Ehemann weggekickt als in einer weitgehend monogamen Population.

    Bei aller gebotenen Vorsicht, was die Details angeht, und auch auf die Gefahr, dass diese Studie wirklich interessensgeleitet ist (Was ja auch sein kann!): Das Ergebnis war so zu erwarten. Es verwundert überhaupt nicht.

    Weitere Studien dazu würden oder werden das Ergebnis meines Erachtens im Großen und Ganzen bestätigen.

    • Puh… es verlinkt ja leider niemand die Herkunft der These, aber ich habe neulich was in der Richtung geschrieben (find’s auch nicht mehr), also will ich auch noch meinen Senf dazu loswerden:

      Das Ganze ging damit los, dass x-Feminist(in) meinte, es wäre irgendwie „unfair“, dass promiskuitive Männer „tolle Hengste“ und promiskuitive Frauen „Schlampen“ wären. Da ich das für ein Bullshit-Argument hielt, schrieb ich (etwa) „Männer stehen auf Schlampen. Wo ist das Problem?“.

      Das Problem der Schlampen ist offenbar, dass sie sich als Schlampen nur dafür qualifizieren, dass mal einer über sie drüberrutscht, nicht aber für eine feste Beziehung. Die „tollen Hengste“, nennen wir sie fairerweise abwertend „Stecher“, beschweren sich interessanterweise nicht darüber, dass Frauen es toll finden, wenn sie (also die Stecher) mal über sie drüberrutschen. Soweit, so unklar.

      Netterweise erklärt es (ausgerechnet) Rexi:
      „Naive Mädchen, die noch daran glauben, dass man Menschen ändern kann, würden vielleicht versuchen, den “tollen Hengst” zu zähmen, aber eine bodenständige Frau sucht sich lieber einen Mann, der beziehungsfähig bzw. -willig ist. Und das sind “Playboys” doch eher selten, und wenn, dann wenn sie Torschlusspanik bekommen. Und das macht sie needy und somit uninteressant“

      So, und das nehmen wir jetzt 1:1 für die Schlampen und gut is: Keine Frau mit einem Hauch von Hirn würde eine Beziehung mit einem notorischen Stecher wollen. Dass es da durchaus welche gibt, ist keine Geschlechterungerechtigkeit, sondern schlicht weibliche Dummheit. Es gibt analog auch Männer, die dumm genug sind, eine langfristige Beziehung mit einer Schlampe einzugehen – insofern sehe ich das als geschlechtergerecht verteilt.

      Evilmichis Artikel (und auch dieser hier) legt nur Tatsachen dar: Übermäßig promiskuitive Frauen sind kein Beziehungsmaterial. Übermäßig promiskuitive Männer auch nicht, aber das interessiert (offenbar) keinen.

      Also mal ehrlich, liebe Frauen: Denkt ihr ernsthaft, dass euch jemand heiratet, der dann bei der Hochzeit darüber nachdenkt, dass sein Trauzeuge auch schon mal in euch drinsteckte? Und findet ihr euch nicht selber doof, wenn ihr darüber nachdenkt, dass der Göttergatte schonmal in eurer Trauzeugin drinsteckte? (Ratloser formuliert das oben etwas neutraler.)

      Das gilt für Männer natürlich ebenfalls, aber die kommen da offenbar selber drauf, sonst hätten die Frauen ja keinen Grund, sich zu beschweren. Wie war das nochmal mit Female Agency?

  6. Meine Güte, manchmal glaube ich echt, Ihr wollt direkt zurück ins viktorianisch-prüde Zeitalter! Und regelrecht menschenverachtende Statements sind auch darunter, wie das von Emil

    „Frauen ab 35 sind uninteressant, weil man mit ihnen keine Familie mehr gründen kann. Sie sind zu alt um Kinder zu bekommen. Die Attraktivität ist verwittert. Sie haben ihr Leben lang ihren Intellekt seit der Pubertät nicht trainiert weil sie damals lieber Weibchen wurden. “

    Was für ein Mega-Bullshit!

    Was die Anzahl der Sex-Partner angeht: niemand wird durch vielerlei Erfahrungen irgendwie schlechter. Sex ist eine lustvolle Aktivität, schön wenn Frauen und Männer viel davon bekommen!
    Mir scheint, es ist der pure Neid und mangelndes Selbstbewusstsein, wenn man als Mann den Vergleich scheuen muss: Huch, sie hatte ja schon viele andere im Bett, wie kann ich da noch irgendwie positiv auffallen?

    Insgesamt scheint tatsächlich so ein prüdes Klima aufzukommen, das wir eigentlich glaubten, mit den 70gern/80gern hinter uns gelassen zu haben. Formulierungen wie „drüber gerutscht“, „drin gesteckt“ etc. lassen auf eine äußerst verklemmte Haltung zur Sexualität schließen. Ist ja auch irgendwie pfui-bäh… so in etwa, ja?

    • *Was die Anzahl der Sex-Partner angeht: niemand wird durch vielerlei Erfahrungen irgendwie schlechter.*

      Durch „schlechte“ Erfahrungen schon, oder?

      Sind die Erfahrungen die unsere Frauen mit den Männern machen gut? Wird meist nicht so erzählt und berichtet, der Mann hat hier ein ziemliches Stigma und eine Erbschuld, vor allem in der westlichen Welt.

      *Mir scheint, es ist der pure Neid und mangelndes Selbstbewusstsein, wenn man als Mann den Vergleich scheuen muss: Huch, sie hatte ja schon viele andere im Bett, wie kann ich da noch irgendwie positiv auffallen?*

      Das klingt wie die Euphemisierung einer „erfahrenen und reifen“ Frau.

    • Hier geht es darum, dass die Promiskuität einer Frau ein Negativkriterium für einen Mann bei der Wahl eines Langzeitpartners sein kann.

      Dass Männer diese Tendenz haben, ergibt aus evolutionspsychologischer Perspektive durchaus Sinn. Ist bei einer eher promisken Partnerin doch auch die Vaterschaftsunsicherheit höher, was die Investition in die Kinder dieser Frau tendenziell risikoreicher macht.

      Auf einer anderen Ebene kann die Befürchtung eine Rolle spielen, dass man als Partner einer sehr promisken Frau unter Umständen nicht mehr der beste Fang ist, den sie in ihrem Leben machen konnte und das auf ihrer Seite zu Unzufriedenheit mit einem selbst und der Beziehung führt und diese dadurch weniger harmonisch verläuft und von kürzerer Dauer ist.

      Das ist alles abgekoppelt von einer allgemeinen Bewertung der Promiskuität. Ein Mann kann auch schlicht zu dem Schluss kommen, dass eine besonders promiske Frau für ihn als Langzeitpartnerin nicht in Frage kommt, obgleich er diesen Lebensstil ansonsten sehr wohl akzeptiert.

      „Das ist nichts für mich“ ist etwas anderes als „das ist schlecht an sich“.

      PS: Ich habe im Übrigen keinerlei Probleme mit einer promisken Partnerin (obwohl es da auch bei mir eine Grenze gibt), kann die Bedenken anderer Männer in dieser Hinsicht aber durchaus nachvollziehen.

    • @ Leander

      *Insgesamt scheint tatsächlich so ein prüdes Klima aufzukommen, das wir eigentlich glaubten, mit den 70gern/80gern hinter uns gelassen zu haben. Formulierungen wie “drüber gerutscht”, “drin gesteckt” etc. lassen auf eine äußerst verklemmte Haltung zur Sexualität schließen. Ist ja auch irgendwie pfui-bäh… so in etwa, ja?*

      Ja.

      Die Menschen, besonders die „progressiven, modernen, kritischen“, glauben immer, weil sie so „progressiv, modern, kritisch“ sind, sie könnten ihre Säugetiernatur, ihre Instinkte, überwinden.

      Pustekuchen.

      Weshalb sie daran „das wir eigentlich glaubten, mit den 70gern/80gern hinter uns gelassen zu haben“ immer glauben WOLLEN.

      Doch ach, sie werden enttäuscht, immer wieder springt die Uhr zurück – Sisyphos.

      Aber trotzdem lustig, das zu beobachten.

  7. Ich glaube die Biologie hat hier eine ganz fürchterbare patriarchal-biologistische Genderungerechtigkeit geschaffen.

    Für die Frau bedeutet GV viel mehr als für den Mann Verschleiß:
    D.h. Schwangerschaft, Kleinkindaufzucht und alles was daraus folgt.

    Eine Frau die schon eine Schwangerschaft hinter sich hat ist für einen unbeteiligten Mann körperlich kaum noch erste Wahl.

    Dass in unseren Zeiten billige, bequeme und Effektive Verhütung vor allem für Wohlstandsfrauen zur Verfügung steht ändert nichts an der biologischen Prägung die das hinterlassen hat.

    Also quasi: Nimmt man der Frau die Schwangerschaft und die Kinder so nimmt man ihr trotzdem nicht allen „psychischen Verschleiß“ pro Partner ab.

    Es scheint eher so wenn die Frau mit einem Mann GV hat sich schnell Kinder und damit eine Art Familie einstelllten, das ist wohl biologisch so in der Frau angelegt, prägt ihr Gehirn. Frauen wollen ja „Beziehung“.
    Diese natürliche, übel biologische Abfolge ist gestört, der Frau fehlt etwas (Familie und Kinder), sie sucht weiter, unbewusst, es muss doch mal klappen, erweitert ihren Suchradius (Facebook …), trotzdem passiert nichts und ihr Stress und ihre Frustration erhöht sich.

    Das soll ja sogar von verschiedenen Studien vor allem über Wohlstandsfrauen
    gestützt werden, dass sie unglücklicher geworden sind.

    Und jetzt komm mir keiner mit der vernünftigen Frau die doch weiss dass sie Verhütet und deswegen kann es ja nicht so kommen wie sie es biologisch geprägt unbewusst erwartet, was wohl biologisch ganz grundlegend als ihre Aufgabe programmiert ist, denn sonst bräuchte wohl die Natur des Menschs sich keine Frauen halten.

    Der Mensch kann sich nur sehr bedingt gegen seine biologischen Prägungen verhalten, vor allem gegen Grundlegende.

    Und wie immer ist der Mann schuld: Er hat die moderne Medizin, Technologie und Kultur erfunden, die Kindersterblichkeit ist sehr gering, mit seinen Kriegen und seiner Gewalt versagte er bei der Bekämpfung der Bevölkerungsexplosion und nun haben wir die ganzen Frauen vor allen in Wohlstandsländern die nicht mehr ihrer biologischen Prägung entsprechend leben können.

    Bestellt und nicht abgeholt.

    D.h. die Frau hat einen erhöhten psychischen Stress weil ihr biologisches Programm, ihre Prägung gestört und verhindert wird, sie „verschleißt“ mehr Männer und dabei sich selbst, nur noch der „Beste“ weltweit ist gut genug, Männer sind ja eh Schweine oder zumindest an vielem Schlimmen was Frauen heute ertragen müssen (und vor allem mussten!) Schuld (ist quasi Allgemeinbildung), bis dann die Menopause ohne je ein Kind geboren zu haben einsetzt.

    Der Mann ist davon weniger betroffen da sein Schwerpunkt nicht so stark Familie sondern auch das Außen (die Arbeit, „Karriere“) ist, er beim GV psychisch weniger „verschleißt“, er muss sich nicht eines Versorgers/Beschützers sicher fühlen, es sei denn er ist emotional stark mit der Frau verbunden womit Männer sich aber bei der realexistierenden Wohlstandsfrau sowieso immer schwerer tun, vor allem entziehen Männer sich ihrer Aufgabe der Frau ein Leben nach ihrer biologischen Prägung zu ermöglichen und wenn es nur durch „Versagen“ aus Sicht der Wohlstandsfrau ist.

  8. Pingback: „Schlampe sein“ als Vorwurf unter Frauen / Slutshaming als Abgrenzung von Frauen untereinander | Alles Evolution

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